Innomotive Systems Hainichen GmbH

Frankenberger Straße 9A, 09661 Hainichen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Chemnitz HRB 7128
Vorher
ISE Industries Hainichen GmbHAutomotive Group ISE Industries Hainichen GmbHMetalsa Automotive Hainichen GmbH
Eingetragen
14.10.2003
Branche
Herstellung von Nutzkraftwagen und NutzkraftwagenmotorenHerstellung von Fahrrädern sowie von BehindertenfahrzeugenHerstellung von Personenkraftwagen und Personenkraftwagenmotoren
Gegenstand
Entwicklung, Konstruktion, Fertigung, logistische Abwicklung und Vertrieb von Karosserie- und Fahrwerkskomponenten, Überrollschutzsystemen, Scharnieren und Getriebeteilen sowie projektmäßige Dienstleistungen, insbesondere für die Automobilindustrie; Herstellung industrieller Erzeugnisse, unter anderem für die Automobilindustrie; Handel mit allen vorgenannten Erzeugnissen

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Kerstin Müller
seit 19.9.2018
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
3.100.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Innomotive Systems Hainichen GmbH

Hainichen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 537.133,52 798.624,69
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 214.904,00 106.264,15
2. Technische Anlagen und Maschinen 22.681.801,00 24.568.000,93
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.139.870,80 5.916.311,40
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.554.449,19 28.591.024,99 1.128.266,38 31.718.842,86
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.386.082,66 9.874.000,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 7.206.850,00 6.900.000,00
3. Genossenschaftsanteile 0,00 9.592.932,66 2.500,00 16.776.500,00
38.721.091,17 49.293.967,55
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 5.087.725,83 7.811.539,44
2. Unfertige Erzeugnisse 6.624.493,94 9.386.108,52
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 1.972.257,66 13.684.477,43 1.639.245,17 18.836.893,13
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.887.227,67 2.772.297,04
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 4.533.791,26 2.225.075,63
3. Sonstige Vermögensgegenstände 2.540.011,22 9.961.030,15 3.037.973,07 8.035.345,74
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.183.315,02 458.604,10
24.828.822,60 27.330.842,97
C. Rechnungsabgrenzungsposten 165.864,62 5.284,91
63.715.778,39 76.630.095,43

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 3.100.000,00 3.100.000,00
II. Kapitalrücklage 13.886.179,10 13.886.179,10
III. Gewinnvortrag 20.558.931,49 30.820.117,71
IV. Jahresfehlbetrag -13.668.777,91 -10.261.186,22
23.876.332,68 37.545.110,59
B. Sonderposten für erhaltene öffentliche Zuwendungen 129.488,82 154.797,47
C. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 52.257,30 52.257,30
2. Sonstige Rückstellungen 6.997.752,63 9.235.696,07
7.050.009,93 9.287.953,37
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.250.000,00 2.250.000,00
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 2.629.432,76 6.403.489,97
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8.765.342,84 7.099.851,17
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5.105.543,21 2.159.035,08
5. Mietkaufverbindlichkeiten 11.461.191,84 10.278.935,66
6. Sonstige Verbindlichkeiten 2.448.436,31 1.450.922,12
- davon aus Steuern EUR 860.929,15 (i. Vj. EUR 575.790,86) -
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 0,00 (i. Vj. EUR 250.011,58) -
32.659.946,96 29.642.234,00
63.715.778,39 76.630.095,43

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 92.428.929,91 100.838.484,81
2. Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -2.425.249,38 143.447,17
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 0,00 21.972,79
4. Sonstige betriebliche Erträge 3.651.939,38 9.364.556,74
- davon aus Währungsumrechnung EUR 94.053,88 (i. Vj. EUR 274.032,12) -
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -55.222.281,14 -61.717.150,81
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -7.170.953,88 -62.393.235,02 -5.435.499,43 -67.152.650,24
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -14.551.997,64 -17.251.370,13
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -2.797.854,90 -17.349.852,54 -3.065.343,81 -20.316.713,94
- davon für Altersversorgung EUR 0,00 (i. Vj. EUR 0,00) -
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -5.367.490,78 -5.208.438,00
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -14.353.792,03 -15.867.526,50
- davon aus Währungsumrechnung EUR 114.464,21 (i. Vj. EUR 229.005,01) -
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 287.504,13 150.070,55
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 287.433,33 (i. Vj. EUR 150.033,58) -
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen -7.487.958,67 -10.849.952,12
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -558.843,81 -1.032.656,27
- davon aus Aufzinsung von Rückstellungen EUR 39.744,44 (i. Vj. EUR 4.655,32) -
- davon an verbundene Unternehmen EUR 47.108,33 (i. Vj. EUR 676.474,32) -
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 47.725,79
13. Ergebnis nach Steuern -13.568.048,81 -9.861.679,22
14. Sonstige Steuern -100.729,10 -399.507,00
15. Jahresfehlbetrag -13.668.777,91 -10.261.186,22

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Hinweise

Die Innomotive Systems Hainichen GmbH mit Sitz in Hainichen ist im Handelsregister des Amtsgerichts Chemnitz unter der Nummer HRB 7128 eingetragen.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG und HGB aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Gliederung der Bilanz ist grundsätzlich gemäß § 266 HGB erfolgt. Im Bereich der Verbindlichkeiten wurde diese um den Posten „Mietkaufverbindlichkeiten“ erweitert. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die Bewertung erfolgte nach den Grundsätzen der Fortführung der Unternehmenstätigkeit i. S. d. § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB. Hinsichtlich der Ereignisse und Gegebenheiten, die zeigen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann, wird auf die Ausführungen im Lagebericht im Punkt C.2. Risikobericht „Bestandsgefährdende Tatsachen“ verwiesen.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer, und unter Beachtung der steuerlich zulässigen Nutzungsdauern um lineare planmäßige Abschreibungen vermindert.

In den immateriellen Vermögensgegenständen befinden sich zum Stichtag Eintrittsgelder in Höhe von TEUR 328 die nach Leistungseinheiten abgeschrieben werden.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um lineare planmäßige Abschreibungen vermindert. Insofern erforderlich, erfolgt bei voraussichtlich dauernder Wertminderung eine außerplanmäßige Abschreibung.

In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen.

Folgende betriebliche Nutzungsdauern wurden unverändert zum Vorjahr angewendet:

Entgeltich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände: 3 bis 6 Jahre
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten: 10 bis 50 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 8 bis 30 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung: 3 bis 15 Jahre

Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von 250,01 EUR bis 800,00 EUR wurde das Wahlrecht ab 01.01.2018 zum Sofortabzug im Jahr der Anschaffung aus Vereinfachungsgründen gewählt. Die Aufzeichnungspflicht im Anlagenverzeichnis ist gegeben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen.

Bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Das Wahlrecht zur Behandlung von vorübergehender Wertminderung wird dergestalt ausgeübt, dass Abwertungen nur bei dauerhaften Wertminderungen vorgenommen werden.

Ausleihungen und Genossenschaftsanteile werden zum Nennwert bilanziert. Das Wahlrecht zur Behandlung von vorübergehenden Wertminderungen wird dergestalt ausgeübt, dass Abwertungen nur bei dauerhaften Wertminderungen vorgenommen werden.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für betriebliche Altersversorgung wurden nicht aktiviert.

Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert.

In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, das heißt es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Forderungen in Fremdwährung werden bei Einbuchung mit dem Devisenkassamittelkurs am Buchungstag umgerechnet. Forderungen in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Forderungen werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem niedrigeren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennbetrag angesetzt.

Als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, ausgewiesen.

Das Eigenkapital ist zum Nennbetrag bilanziert.

Die erhaltenen öffentlichen Zuwendungen werden in einem Sonderposten passiviert. Die Auflösung erfolgt ertragswirksam entsprechend der Nutzungsdauer der geförderten Vermögensgegenstände.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst. Der angewandte Zinssatz ist, der durch die Deutsche Bundesbank veröffentlichte, durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre gemäß der Fristigkeit der Rückstellung.

Die in den sonstigen Rückstellungen ausgewiesenen Altersteilzeitverpflichtungen werden auf Basis der Stellungnahme des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) zur Rechnungslegung: Handelsrechtliche Bilanzierung von Verpflichtungen aus Altersteilzeitregelungen (IDW RS HFA 3 vom 19. Juni 2013) zum Barwert ermittelt und entsprechend ausgewiesen. Den nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelten Werten liegt unter Verwendung der Richttafeln Heubeck 2018 G ein Rechnungszinsfuß von 1,17 % (i. Vorjahr 0,73 %) zugrunde. Hierbei wurde eine Dynamik der anrechenbaren Bezüge von 2,58 % (i. Vorjahr 2,58 %) berücksichtigt. Grundlage für die Bilanzierung der Rückstellung für potentielle Altersteilzeit ist der Tarifvertrag FlexÜ.

Die ebenfalls in den sonstigen Rückstellungen ausgewiesenen Verpflichtungen zur Zahlung von Sterbegeld werden wie folgt bilanziert: dem nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermitteltem Barwert liegen die Richttafeln Heubeck 2018 G und ein Rechnungszinsfuß von 1,74 % (i. Vorjahr 1,44 %) sowie eine Dynamik der anrechenbaren Bezüge von 2,58 % (i. Vorjahr 2,58 %) zugrunde.

Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden bei Einbuchung mit dem Devisenkassamittelkurs am Buchungstag umgerechnet. Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Verbindlichkeiten werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem höheren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen in Höhe von 29,83 % (i. Vorjahr 29,83 %) im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Unterschiede zwischen Handels- und Steuerbilanz bestehen in der Bewertung der Finanzanlagen, des Vorratsvermögens, der sonstigen Vermögensgegenstände, des Sonderposten für Zuwendungen sowie der Sonstigen Rückstellungen. Aktive und passive latente Steuern werden verrechnet. Da sich insgesamt ein Aktivposten latenter Steuern ergibt, unterbleibt eine Aktivierung in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Dieser liegt als Anlage dem Anhang bei.

Die Finanzanlagen ISH GmbH beinhalten zum Stichtag folgende Beteiligungen.

Beteiliauna Eigenkapital Ergebnis
in % in TEUR in TEUR
Innomotive Systems Hainichen (Nanjing) Co. Ltd., Nanjing/China1 100 4.709 -1.788
Innomotive Systems Romania SRL, Cluj- Napoca/Rumänien2 100 44 44

1 Die Gesellschaft wurde im Geschäftsjahr 2016 gegründet; Umrechnungskurs zum Stichtag: 7,85090; durchschnittlicher Jahresumrechnungskurs: 7,44449.
2 Die Gesellschaft wurde in 2023 gegründet. Umrechnungskurs zum Stichtag: 4,97560; durchschnittlicher Jahresumrechnungskurs: 4,95528.

Die im Jahr 2022, zur Finanzierung des Hochlaufs der Produktion der Tochtergesellschaft ISH Nanjing, vergebene Kreditlinie in Höhe von EUR 8,0 Mio., wurde in 2023 mit einer Auszahlung von TEUR 300 belastet und war zum 31. Dezember 2023 mit EUR 7,2 Mio. ausgenutzt.

In 2023 wurde die Innomotive Systems Romania SRL (im Folgenden kurz ISR) als 100%ige Tochtergesellschaft gegründet. Zweck der Gesellschaft ist die Erbringung von Verwaltungsdienstleistungen für den Firmenverbund der HILO Group (Muttergesellschaft der ISH). Es erfolgte eine Stammeinlage von EUR 41,33.

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind - wie auch im Vorjahr - innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallen - wie auch im Vorjahr - vollständig auf Liefer- und Leistungsforderungen.

Der Sonderposten für Zuwendungen enthält bis 2014 erhaltene Investitionszulagen nach dem Investitionszulagengesetz sowie erhaltene Investitionszuschüsse von der Sächsischen Aufbaubank (SAB). Die ertragswirksame Auflösung erfolgt über die Nutzungsdauer der begünstigten Vermögensgegenstände entsprechend der im Anlagevermögen angewandten Abschreibungsmethode zeitanteilig.

Die Sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2023
TEUR
Drohende Verluste aus schwebenden Geschäften 3.548
Personalkostenrückstellungen 1.070
Rückstellung im Rahmen des Sozialplans und Interessenausgleich 124
Ausstehende Lieferantenrechnungen 202
Ausstehende Preisanpassungen von Kunden 1.185
Fehlende Kosten im Projektgeschäft 488
Übrige sonstige Rückstellungen 381
Summe sonstige Rückstellungen 6.998

Die Rückstellungen im Personalbereich wurden im Wesentlichen für Altersteilzeit, Sterbegeld, Urlaubsansprüche, Abfindungen, Gleitzeitguthaben, Berufsgenossenschaftsbeiträge, Bonusverpflichtungen und Schwerbehindertenausgleichsabgabe gebildet.

Im November 2022 wurde ein Sozialplan und Interessenausgleich mit dem Wegfall von 20 Arbeitsplätzen bei der ISH GmbH verhandelt. Hintergrund dieser Maßnahme ist die Zusammenlegung von insbesondere administrativen Funktionen der ISH GmbH mit der KICO GmbH. Die KICO GmbH ist eine Schwestergesellschaft der ISH GmbH und wurde im Juli 2019 von der Mutares SE & Co. KGaA akquiriert. Die Verwaltungsleistungen beider Gesellschaften wurden gebündelt und werden z.T. über die Gesellschaften selbst, aber zum Großteil durch die ISR durchgeführt. Die Rückstellung für den Sozialplan und Interessenausgleich bezifferte sich in 2022 auf TEUR 1.219. Im Jahr 2023 wurde die Rückstellung gemäß dem entstandenen Aufwand in Höhe von TEUR 1.048 in Anspruch genommen und Einsparungen der Transfergesellschaft in Höhe von TEUR 87 erfolgswirksam aufgelöst. Der nach Zuführung zur Rückstellung in Höhe von TEUR 40 verbleibende Rückstellungsbetrag in Höhe von TEUR 124 wird in 2024 in Anspruch genommen. Ab 2024 wird mit einer jährlichen Einsparung von rund EUR 2 Mio. auf Grund dieser Maßnahme gerechnet.

Im Jahr 2023 wurde die Rückstellung für öffentliche Verpflichtungen auf Grund von Verjährung in Höhe von TEUR 1.647 erfolgswirksam aufgelöst.

Die Restlaufzeit und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel in TEUR im Einzelnen dargestellt.

31.12.2023
Restlaufzeit
bis zu 1 Jahr 1 Jahr bis 5 Jahre über 5 Jahre gesamt
TEUR TEUR TEUR TEUR
Art der Verbindlichkeit
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.250 0 0 2.250
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 2.629 0 0 2.629
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8.765 0 0 8.765
Verbindlichkeiten 4. gegenüber verbundenen Unternehmen 5.106 0 0 5.106
5. Mietkaufverbindlichkeiten 3.295 7.895 271 11.461
6. Sonstige Verbindlichkeiten 2.449 0 0 2.449
31.12.2022
Restlaufzeit
bis zu 1 Jahr 1 Jahr bis 5 Jahre über 5 Jahre gesamt
TEUR TEUR TEUR TEUR
Art der Verbindlichkeit
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.250 0 0 2.250
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 6.403 0 0 6.403
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.100 0 0 7.100
Verbindlichkeiten 4. gegenüber verbundenen Unternehmen 2.159 0 0 2.159
5. Mietkaufverbindlichkeiten 2.382 7.489 408 10.279
6. Sonstige Verbindlichkeiten 1.451 0 0 1.451

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 5.106 (i. Vorjahr: TEUR 1.945) und aus Darlehen in Höhe von TEUR 0 (i. Vorjahr: TEUR 214). Davon bestehen im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber der Konzernmutter, der Mutares SE & Co. KGaA, in Höhe von TEUR 2.405 sowie gegenüber der ISH Nanjing in Höhe von TEUR 2.610. Im Vorjahr bestanden Darlehen in Höhe von TEUR 214 gegenüber der Mutares SE & Co. KGaA. Gegenüber der Gesellschafterin bestanden sowohl zum Stichtag als auch zum Vorjahresstichtag keine Verbindlichkeiten.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse verteilen sich auf nachfolgende Tätigkeitsbereiche sowie Regionen.

2023 Vorjahr
TEUR % TEUR %
Umsatzerlöse
- nach Sparten
Scharniere 85.257 92,2 90.182 89,4
FuE/Werkzeuge 5.348 5,8 5.119 5,1
Sonstige Erzeugnisse 1.824 2,0 5.537 5,5
92.429 100 100.838 100
- nach Regionen
Inland 79.833 86,4 87.369 86,6
Übrige EU-Länder 10.788 11,6 11.151 11,1
Übrige Länder 1.808 2,0 2.319 2,3
92.429 100 100.838 100

Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich im Berichtsjahr wie folgt zusammen:

TEUR
Erträge aus Auflösung von Rückstellungen)
- Rückstellung für öffentliche Verpflichtungen (periodenfremd und außergewöhnlich) 1.647
- Sonstige Rückstellungen (periodenfremd) 402
sonst. Erträge verbundene Unternehmen 1.082
Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen (periodenfremd) 185
Erträge aus dem Verkauf von Anlagevermögen (periodenfremd) 113
Erträge aus Auflösung Sonderposten
- Zulage 25
- Zuschuss 0
Übrige Erträge 198
3.652

Von den übrigen sonstigen betrieblichen Erträgen entfallen TEUR 17 (i. Vorjahr: TEUR 29) auf periodenfremde Erträge. Die Einzelbeträge sind von untergeordneter Bedeutung.

Die Verringerung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um TEUR 1.514 ist u. a. den im Vergleich zum Vorjahr geringeren Aufwendungen für Restrukturierung der Gesellschaft geschuldet. Des Weiteren sind Beratungsaufwendungen in Höhe von TEUR 2.181 (i. Vorjahr: TEUR 5.273) (außergewöhnlich) enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 62 (i. Vorjahr: TEUR 346). Für die Restrukturierung sind im Personalaufwand TEUR 137 (i. Vorjahr: TEUR 1.459) (außergewöhnlich) erfasst worden.

Der Posten Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von TEUR 7.488 (i. Vorjahr: TEUR 10.850) enthält ausschließlich die Wertminderung (außerplanmäßige Abschreibung) der chinesischen Tochtergesellschaft.

V. Sonstiges

Zum 31. Dezember 2023 ist die ISH GmbH eine mittelbare Tochtergesellschaft der Mutares SE & Co. KGaA. Die ISH GmbH sowie ihre Tochtergesellschaften werden in den Konzernabschluss der Mutares SE & Co. KGaA, München, einbezogen. Diese stellt den größten und kleinsten Konsolidierungskreis dar. Die ISH GmbH macht von der Befreiung zur Aufstellung eines eigenen Teilkonzernabschlusses und -lageberichtes gemäß § 291 Abs. 1 und Abs. 2 HGB Gebrauch, da sie in den Konzernabschluss der Mutares SE & Co. KGaA einbezogen wird. Der befreiende Konzernabschluss und -lagebericht wird nach den von der EU übernommenen IFRS aufgestellt. Der Konzernabschluss der Mutares SE & Co KGaA wird im elektronischen Bundesanzeiger über das elektronische Unternehmensregister veröffentlicht.

Es bestehen in Höhe von TEUR 1.120 (i. Vorjahr: TEUR 2.574) sonstige finanzielle Verpflichtungen. Diese resultieren aus dem Bestellobligo für erteilte Investitionsaufträge TEUR 445 (i. Vorjahr TEUR 1.491), aus Leasingverträgen TEUR 130 (i. Vorjahr: TEUR 136) und sonstigen Leistungen TEUR 545 (i. Vorjahr TEUR 947).

Die ISH GmbH hat in 2021 einen Factoringvertrag (echtes Factoring) mit dem Ziel der Nutzung des Liquiditätsvorteils abgeschlossen. Der Factor trägt für eine von ihm angekaufte Forderung das Risiko des Eintritts des Delkrederefalls. Zum Stichtag betrug der Saldo der durch den Factor angekauften Forderungen TEUR 4.421 (i. Vorjahr: TEUR 7.969).

Im Berichtsjahr waren bei der ISH GmbH durchschnittlich 274 Arbeitnehmer beschäftigt, davon 211 Lohnempfänger und 63 Gehaltsempfänger.

Geschäftsführer der ISH GmbH sind / waren

Herrn Dr. Wolf Cornelius, Waldstetten (bis 08.01.2024)

Frau Catalina-lonela Bumb, Koblenz (bis 08.01.2024)

Herr Dr. Radu-Marcel Joia, Cluj-Napoca/Rumänien (ab 08.01.2024 bis zum 31.10.2024)

Dirk Dieckhöfer, Diplom-Ingenieur, Mühlheim/Ruhr (ab 02.04.2024 bis 16.01.2025) - ehemaliger Vorsitzender

Robert Codogni Diplom-Ingenieur, Sulecin, Polen (ab 08.01.2024)

Robert Krul, Diplom-Ingenieur, MBA, Riegsee (ab 01.02.2025) - Vorsitzender

Patrick Oliver Albers, Diplom-Kaufmann, Baden-Baden (ab 01.03.2025)

Die Geschäftsführer/in Dr. Cornelius und Bumb haben im Berichtsjahr keine Bezüge von der Gesellschaft erhalten, weshalb von der Befreiungsvorschrift nach § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen wird.

Das Honorar des Abschlussprüfers für Abschlussprüfungsleistungen betrug für das Geschäftsjahr TEUR 100.

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 13.668.777,91 und den bereits bestehenden Gewinnvortrag von EUR 20.558.931,49 auf neue Rechnung vorzutragen.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres

Im März 2024 wurden zwei Sale-and-lease-back-Verträge mit einem Gesamtvolumen von EUR 4,6 Mio. geschlossen, wodurch der Gesellschaft entsprechende zusätzliche Liquidität zugeflossen ist.

Die Gesellschafterin hat im Jahr 2024 EUR 1,0 Mio. und im Jahr 2025 EUR 4,0 Mio. in die Kapitalrücklage zur Stärkung des Eigenkapitals und der Liquiditätssituation eingezahlt.

Im April 2025 hat die USA Zölle für die Einfuhr von Waren in die USA angekündigt. Die angekündigten Maßnahmen sind eine Belastung und Herausforderung sowohl für die Unternehmen als auch die globalen Lieferketten der Automobilindustrie. Die Folgen der Zölle, die mindestens auf Pkw, leichte Nutzfahrzeuge und bestimmte Autoteile erhoben werden, sind noch schwer einzuschätzen. Festzustellen ist allerdings bereits, dass diese Entwicklung weltweit negative Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum haben kann. Vor dem Hintergrund, dass die ISH den Großteil des Umsatzes mit Kunden im Automobilbereich erzielt, ergeben sich die gleichen volkswirtschaftlichen und branchenspezifischen Risiken wie bei den Automobilhersteller und andere Automobilzulieferern.

Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Geschäftsjahresende, die sich wesentlich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft auswirken könnten, sind nicht festzustellen.

 

Hainichen, den 22. September 2025

Robert Krul Patrick Oliver Albers Robert Codogni

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.670.677,76 0,00 0,00 0,00 4.670.677,76
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 811.064,25 151.460,12 0,00 0,00 962.524,37
2. Technische Anlagen und Maschinen 88.882.336,40 1.282.203,96 526.627,61 465.000,00 90.226.167,97
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 23.671.420,06 28.291,24 0,00 0,00 23.699.711,30
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.128.266,38 952.810,42 -526.627,61 0,00 1.554.449,19
114.493.087,09 2.414.765,74 0,00 465.000,00 116.442.852,83
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 20.723.952,12 41,33 0,00 0,00 20.723.993,45
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 6.900.000,00 306.850,00 0,00 0,00 7.206.850,00
3. Genossenschaftsanteile 2.500,00 0,00 0,00 2.500,00 0,00
27.626.452,12 306.891,33 0,00 2.500,00 27.930.843,45
146.790.216,97 2.721.657,07 0,00 467.500,00 149.044.374,04
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.872.053,07 261.491,17 0,00 4.133.544,24
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 704.800,10 42.820,27 0,00 747.620,37
2. Technische Anlagen und Maschinen 64.314.335,47 3.258.447,50 28.416,00 67.544.366,97
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 17.755.108,66 1.804.731,84 0,00 19.559.840,50
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
82.774.244,23 5.105.999,61 28.416,00 87.851.827,84
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 10.849.952,12 7.487.958,67 0,00 18.337.910,79
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00
10.849.952,12 7.487.958,67 0,00 18.337.910,79
97.496.249,42 12.855.449,45 28.416,00 110.323.282,87
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 537.133,52 798.624,69
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 214.904,00 106.264,15
2. Technische Anlagen und Maschinen 22.681.801,00 24.568.000,93
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.139.870,80 5.916.311,40
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.554.449,19 1.128.266,38
28.591.024,99 31.718.842,86
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.386.082,66 9.874.000,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 7.206.850,00 6.900.000,00
3. Genossenschaftsanteile 0,00 2.500,00
9.592.932,66 16.776.500,00
38.721.091,17 49.293.967,55

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

A. Grundlagen des Unternehmens

Gesellschaftsrechtliche Grundlagen sowie Geschäftsmodell

Die Innomotive Systems Hainichen (im Folgenden kurz „ISH GmbH“ oder „ISH“ oder „die Gesellschaft“) ist Systemzulieferer der Automobilindustrie und stellt hochwertige Scharniere her. Dabei zeichnet die ISH sich besonders aus durch:

Systementwicklung mit eigenem Musterbau und Prüf- und Versuchsfeld

Mechanische Bearbeitung auf Sondermaschinen und CNC-Bearbeitungszentren

Schweißen von Aluminium und Stahl

Montagen von Klein-, Mittel- und Großserien

Die ISH ist Teil der Hilo Group GmbH (im Folgenden: Hilo Group). Die Hilo Group als Holding hält neben der ISH GmbH die KICO GmbH, die High Precision Components Witten GmbH (im Folgenden: HPC GmbH) und seit 2024 die Prinz Kinematics GmbH. Alle Unternehmen sind Systemlieferanten der Automobilindustrie und produzieren vorwiegend Scharniere sowie Türschließsysteme.

Die ISH GmbH unterhält zudem ein Tochterunternehmen in China sowie, seit 2023, ein Tochterunternehmen in Rumänien. Die Innomotive Systems Hainichen (Nanjing) Co., Ltd. (im Folgendem kurz „ISH Nanjing“), ist in den gleichen Produktsegmenten tätig und beliefert die ISH GmbH sowie direkt den lokalen Markt. Die Innomotive Systems Romania S.R.L. (im Folgendem kurz „ISR“) erbringt Verwaltungsdienstleistungen für die Hilo Group.

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Bundesrepublik Deutschland verzeichnete gegenüber dem Vorjahr eine Verringerung des preis- und kalenderbereinigten Bruttoinlandproduktes von -0,1 % (Vorjahr: +2,0 %; vgl. Statistisches Bundesamt) und zeigte sich nach zwei positiven Jahren etwas schwächer. Trotz der etwas schwächeren Entwicklung zeigt sich die Wirtschaft stabiler als erwartet. In den folgenden Jahren wird von einem leichten, aber stabilen Wachstum ausgegangen.

Nachdem sich der deutsche Pkw-Markt mit seinen Neuzulassungen im Jahr 2021 auf dem niedrigsten Niveau des letzten Jahrzehnts befand und im Jahr 2022 keine deutliche Verbesserung eintrat, steigerte sich der Absatz in 2023 zwar um 7 % auf 2,8 Mio. Fahrzeuge, bleibt damit aber weiter auf niedrigem Niveau. Die Hoffnungen nach einem Aufholeffekt bestätigten sich damit nicht. Der Anteil der deutschen Automobilmarken zeigte sich mit 1,9 Mio. Neuzulassungen im Jahr 2023 mit einem Plus von 10 % etwas stärker als der Gesamtmarkt. Der Absatz in Deutschland liegt damit 28 % unter dem Vorkrisenniveau, 2019 wurden 3,6 Mio. Fahrzeuge in Deutschland zugelassen. Ein ähnliches Bild zeigt sich auch in Europa, zwar beträgt der Zuwachs im Jahr 2023 13,9 % im Vergleich zu 2022 das Volumen liegt aber weiter deutlich unter Vorkrisenniveau. Das Weltmarktvolumen stieg im Jahr 2023 um 9 Mio. auf 80,1 Mio., sowohl der chinesische als auch der US-Amerikanische Markt verzeichnet dabei ein Plus von über 12 %. Der Verband der Automobilindustrie prognostiziert für das Jahr 2024 einen leichten Rückgang um 1 % auf 2,8 Mio. Einheiten. Dabei wird davon ausgegangen, dass der Rückgang bei den Elektro-PKW's 9 % betragen wird. Für die Märkte in Europa rechnet der Verband mit einem Plus von 4 %. Für den Weltmarkt wird eine Steigerung von 2 % prognostiziert (China +1 %, USA +2 %) - vgl. VDA-Marktprognose, VDA-Neuzulassungen und Besitzumschreibungen, OICA REGISTRATIONS OR SALES OF NEW VEHICLES - ALL TYPES, ACEA NEW CAR REGISTRATIONS, EUROPEAN UNION1.

2. Geschäftsverlauf

2.1 Umsatz- und Auftragsentwicklung

Nach der positiven Umsatzentwicklung im Jahr 2022 auf EUR 100,8 Mio. haben sich die Absatzmengen im Jahr 2023 wieder negativ entwickelt. Dies wurde hauptsächlich von den nicht wie erwarteten Steigerungen bei dem Absatz der Battery Electric Vehicles (BEV) im Markt verursacht. Ein weiterer negativer Impuls wurde durch die kurzfristige Aussetzung der staatlichen Förderung der Elektromobilität hervorgerufen. Des Weiteren führte die hohe Inflation zu einem sehr verhaltenen Kaufinteresse am Markt, was sich in den reduzierten Zulassungszahlen widerspiegelt. Ein Teil des Umsatzrückgangs infolge verringerter Absatzmengen konnte durch Sonderzahlungen durch die Kunden kompensiert werden. Dennoch verringerte sich der Umsatz der ISH im Jahr 2023 um EUR 8,4 Mio auf EUR 92,4 Mio. Dieser Trend setzt sich leider auch im Jahr 2024 fort.

2.2 Produktion

Die Innomotive Systems Hainichen GmbH ist ein traditionsreicher Zulieferer für die Automobilindustrie. In unserem deutschen Werk werden seit 1992 Fahrzeug-Scharniere, Türfeststeller und Sonderprodukte wie Ölpumpen und Aluminiumbauteile für Automotive gefertigt. Zu den erweiterten Kompetenzen zählt zudem Prototyping und Kleinserienfertigung.

Ende 2016 hat die ISH GmbH ihre Produktionsstruktur durch ein Werk in China erweitert. Innomotive Systems steht für höchste Qualität und Kundenzufriedenheit. Dafür sorgen hohe Qualitätsstandards, deren Umsetzung fortlaufend während und nach der Produktion geprüft wird.

Die Fertigungsprozesse stehen in kontinuierlichem Fokus der Gesellschaft. Neben Verbesserungsmaßnahmen am Standort in Hainichen, können Synergien im Konzernverbund erzielt werden. In der neu firmierten Hilo Group werden seit Januar 2024 die Beteiligungen an der ISH GmbH, der KICO GmbH, der HPC GmbH und der Prinz Kinematics GmbH zusammengefasst und die Zusammenarbeit zwischen diesen Gesellschaften weiter intensiviert. Damit wurde ein weiterer strategischer Schritt gemacht, damit eine schlagkräftige Zulieferergruppe für Scharniere und Schließsysteme entsteht, und um produktionsseitige und vertriebliche Synergien erzielen zu können.

2.3 Beschaffung

Nachdem im Jahr 2022 Spitzenwerte auf den Beschaffungsmärkten erreicht und keine nennenswerte Entlastung auf der Einkaufsseite erzielt werden konnten, zeigte das Jahr 2023 frühzeitig fallende Preisindikationen für Rohstoffe. Von diesen konnte ebenso die ISH GmbH profitieren, wenngleich eine Durchsetzung dieser bei Lieferanten nicht durchgängig erzielt werden konnte. Das allgemeine Preisniveau liegt weiterhin über dem Einstiegsjahr von 2021. Gründe hierfür liegen vor allem in den zwar gefallenen, aber teilweise immer noch sehr hohen Energiepreisen und gestiegenen Kosten für Beschäftigung.

2.4 Personalbereich

Bei der ISH GmbH wurden im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 274 Personen beschäftigt, davon 211 Lohnempfänger und 63 Gehaltsempfänger.

Die Mitgliedschaft der Gesellschaft im Verband der Sächsischen Metall- und Elektroindustrie e.V. bestand im Berichtszeitraum weiter fort.

2.5 Qualitätsmanagement und Umwelt

Das Qualitätsmanagementsystem der ISH GmbH ist gemäß IATF 16949 zertifiziert. Den hohen Qualitätsansprüchen unserer Kunden wird auf diese Weise Rechnung getragen.

Das integrierte Managementsystem gewährleistet zudem stets eine kontinuierliche Verbesserung in den Belangen Umwelt-, Arbeitssicherheit- und Gesundheitspolitik. Die ISH GmbH ist nach der Umweltnorm ISO 14001 sowie hinsichtlich Arbeitssicherheit und betriebliches Gesundheitsmanagement nach ISO 45001 zertifiziert. Des Weiteren ist das Energiemanagement zertifiziert gemäß ISO 50001.

3. Lage

3.1 Ertragslage

Die Umsatzerlöse verringerten sich um EUR 8,4 Mio. auf EUR 92,4 Mio. Dies resultiert insbesondere aus dem Rückgang des inländischen Absatzes, dieser ist in der Berichtsperiode um EUR 7,5 Mio. gesunken. Der positive Trend des Jahres 2022 konnte nicht gehalten werden - auch bei der ISH schlugen die reduzierten Zulassungszahlen im Jahr 2023 durch und führten zu geringeren Umsätzen. Im Ausland wurden um EUR 0,9 Mio. weniger abgesetzt als im Vorjahr.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind mit EUR 3,7 Mio. deutlich niedriger als im Vorjahr (EUR 9,4 Mio.). Wesentlicher Grund für die hohen sonstigen betrieblichen Erträge des Vorjahres war die im Dezember 2021 geschlossene Vereinbarung zur Veräußerung und Rückmietung des Verwaltungs-/Produktionsgebäudes sowie der dazugehörigen Grundstücke. Der Vertrag wurde im Februar 2022 vollzogen und Erträge aus dem Verkauf des Anlagevermögens in Höhe von EUR 5,6 Mio. realisiert. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Auflösung einer Rückstellung für öffentliche Verpflichtungen von EUR 1,6 Mio. enthalten, die außergewöhnlich sind.

Der relative Materialeinsatz (in % von der Gesamtleistung) lag mit 67,5 % (i. Vorjahr 66,5 %) leicht über dem Vorjahresniveau. Ursächlich für diese Entwicklung waren vor allem Preisanstiege auf der Beschaffungsseite, die nicht in vollem Umfang an die Kunden weitergegeben werden konnten. Der Materialaufwand hat sich entsprechend der geringeren Gesamtleistung von EUR 67,2 Mio. auf EUR 62,4 Mio. verringert.

Der Personalaufwand liegt um EUR 3,0 Mio. unter dem Vorjahresniveau (EUR 20,4 Mio.). Dieser Rückgang resultiert vor allem aus dem im November 2022 geschlossenen Sozialplan und Interessenausgleich. Hintergrund dieser Maßnahme ist die Zusammenlegung von insbesondere administrativen Funktionen der ISH GmbH mit der KICO GmbH. Die Kosten für den Sozialplan bezifferten sich im Vorjahr auf EUR 1,5 Mio., es wird mit einer jährlichen Einsparung von rund EUR 2 Mio. gerechnet. Während im Vorjahr noch durchschnittlich 310 Arbeitnehmer bei der ISH GmbH beschäftigt waren, betrug die durchschnittliche Arbeitnehmerzahl des Geschäftsjahres 2023 274 Arbeitnehmer. Die Personalaufwandsquote sank gegenüber dem Vorjahr um 1,3 % auf 18,8 %.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich im Vorjahresvergleich um EUR 1,5 Mio. auf EUR 14,4 Mio. verringert. Grund für diesen Rückgang ist insbesondere der gegenüber dem Vorjahr verringerte Restrukturierungsaufwand der Gesellschaft; im Geschäftsjahr sind insbesondere Beratungsaufwendungen in Höhe von EUR 2,2 Mio. (Vorjahr: EUR 5,3 Mio.) enthalten. Gegenläufig wirken u. a. erstmals berechnete Konzernumlagen der KICO GmbH sowie der ISR.

Die Zinserträge resultieren insbesondere aus der an die ISH Nanjing gewährten Kreditlinie in Höhe von EUR 8,0 Mio., zum 31. Dezember 2023 wurde die Kreditlinie mit EUR 7,2 Mio. (i. Vorjahr EUR 6,9 Mio.) genutzt.

Im Geschäftsjahr 2023 weist die ISH GmbH Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von EUR 7,5 Mio. (i. Vorjahr EUR 10,8 Mio.) aus. Die Abschreibung betrifft den Beteiligungsbuchwert der ISH Nanjing. Die ISH Nanjing erhielt zur Stärkung ihres Eigenkapitals im Januar 2022 eine Einzahlung in Höhe von EUR 11,7 Mio. Der Beteiligungsbuchwert vor Abschreibung bezifferte sich somit auf EUR 20,7 Mio. Aufgrund der voraussichtlich dauernden Wertminderung wurde der Beteiligungsbuchwert auf EUR 2,4 Mio. außerplanmäßig abgeschrieben.

Die Zinsaufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um EUR 0,4 Mio. auf EUR 0,6 Mio. gesunken.

Die Verringerung resultiert insbesondere aus den gegenüber dem Vorjahr verminderten Zinsaufwendungen aus gewährten Darlehen von verbundenen Unternehmen.

Der Jahresfehlbetrag beziffert sich im Geschäftsjahr 2023 auf EUR 13,7 Mio. (i. Vorjahr Jahresfehlbetrag von EUR 10,3 Mio.), welcher mit EUR 7,5 Mio. aufgrund der Wertminderung der chinesischen Tochtergesellschaft veranlasst wurde. Bereinigt um die oben genannten Sondereffekte (insbesondere Wertminderung Finanzanlagen, Auflösung einer Rückstellung für öffentliche Verpflichtungen, Aufwand für Sozialplan, Beratungsaufwendungen für die Restrukturierung) ergäbe sich ein Jahresfehlbetrag von EUR 5,5 Mio.

3.2 Finanzlage

Zum 31. Dezember 2023 beträgt das Eigenkapital der Gesellschaft EUR 23,9 Mio., dies entspricht einer Eigenkapitalquote von 37,5 % (Vorjahr 49,0 %) und ist weiterhin auf einem hohen Niveau. Infolge des erneuten Jahresfehlbetrags hat sich das Verhältnis zwischen Eigen- und Fremdkapital verschlechtert. Der Bestand an liquiden Mitteln beträgt zum Stichtag EUR 1,2 Mio., es besteht zudem eine Kreditline in Höhe von EUR 2,3 Mio., welche voll ausgenutzt wird.

Die Gesellschaft erwirtschaftete im Jahr 2023 einen positiven Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von EUR 2,5 Mio. (Vorjahr EUR 5,7 Mio.). Hierbei haben sich insbesondere die Abnahme der Vorräte und der Anstieg der Verbindlichkeiten positiv ausgewirkt. Das Working Capital zum Stichtag hat sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich um EUR 5,1 Mio. auf EUR 0,5 Mio. reduziert. Der Nettoinvestitionsbedarf in Höhe von EUR 2,4 Mio. konnte vollständig aus der operativen Geschäftstätigkeit gedeckt werden. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beziffert sich auf EUR 0,6 Mio., dieser ergibt sich im Wesentlichen aus Einzahlungen aus Leasing und Mietkaufvereinbarungen. Insgesamt hat sich das Bankguthaben gegenüber dem Vorjahr um EUR 0,7 Mio. erhöht.

Die liquiden Mittel wurden im Geschäftsjahr 2023 überwiegend zur Finanzierung des eigenen Investitionsbedarfs verwendet. Darüber hinaus wurde der chinesischen Tochtergesellschaft ein weiteres Darlehen von EUR 0,3 Mio. gewährt. Über Leasing-/Mietkauffinanzierungen ist die Gesellschaft in der Lage, die Investitionsausgaben mit den Einnahmen aus den Kundenauftrag zu harmonisieren. Dazu hat die ISH GmbH im Laufe des Jahres weitere Mietkaufverträge abgeschlossen, die Verbindlichkeiten dazu beziffern zum Stichtag auf EUR 11,5 Mio. Unter anderem diente das Kapital auch der Vorfinanzierung von Preissteigerungen auf der Beschaffungsseite, bis diese zum Teil an den Kunden weiterbelastet werden konnten. Ferner wurde im Jahr 2021 ein Factoringvertrag (echtes Factoring) geschlossen, wodurch die durch den Factor gezahlten Kaufpreise der ISH GmbH zur freien Verfügung stehen sollen, um damit vorrangig die Verbindlichkeiten gegenüber Vorlieferanten erfüllen zu können.

Des Weiteren bestehen zum Stichtag außerbilanzielle Verpflichtungen in Höhe von EUR 1,1 Mio., welche auf das Bestellobligo für erteilte Investitionsaufträge (EUR 0,4 Mio.), auf Leasingvertragsverpflichtungen (EUR 0,1 Mio.) und sonstige Leistungen (EUR 0,6 Mio.) entfallen.

Die Liquidität der Gesellschaft wird laufend und sehr genau im Rahmen von kurz- und mittelfristigen Liquiditätsplanungen überwacht. Die Liquiditätsplanung der ISH GmbH sieht bis zum 30. September 2026 grundsätzlich keine Unterdeckung vor.

3.3 Vermögenslage

Die Bilanzsumme betrug zum 31. Dezember 2023 EUR 63,7 Mio. (Vorjahr: EUR 76,6 Mio.).

Die Immateriellen Vermögensgegenstände haben sich infolge der planmäßigen Abschreibungen um TEUR 261 verringert.

Das Sachanlagevermögen ist um EUR 3,1 Mio. auf EUR 28,6 Mio. gesunken, da insbesondere die Abschreibungen (EUR 5,1 Mio.) deutlich höher als die Investitionen (EUR 2,4 Mio.) ausfielen.

Das Finanzanlagevermögen besteht hauptsächlich am Stichtag aus dem Beteiligungsbuchwert sowie einer Ausleihe an die ISH Nanjing. Während sich der Beteiligungsbuchwert im Vorjahr zunächst durch Einzahlungen in Höhe von EUR 11,7 Mio. zur Stärkung des Eigenkapitals der chinesischen Tochtergesellschaft erhöht hat, wurden im Vorjahr eine Wertminderung in Höhe von EUR 10,8 Mio. und im Geschäftsjahr eine Wertminderung in Höhe von EUR 7,5 Mio. erfasst, sodass der Beteiligungsbuchwert zum Stichtag auf EUR 2,4 Mio. gesunken ist. Gleichermaßen sind durch die Kreditliniengewährung an die ISH Nanjing die Ausleihungen an verbundene Unternehmen um EUR 0,3 Mio. auf EUR 7,2 Mio. gestiegen.

Der Vorratsbestand liegt mit EUR 13,7 Mio. deutlich unter dem Vorjahr (EUR 18,8 Mio.). Der Rückgang resultiert insbesondere aus der stichtagsbedingten Verminderung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe (EUR -2,7 Mio.) und der Unfertigen Leistungen (EUR -2,8 Mio.).

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände betragen EUR 10,0 Mio. und sind um EUR 1,9 Mio. gestiegen. Die Erhöhung resultiert insbesondere mit EUR 2,3 Mio. aus den Forderungen gegen verbundene Unternehmen und lässt sich auf gegenüber dem Vorjahr verstärkte Liefer- und Leistungsbeziehungen im Konzernverbund, insbesondere mit der KICO GmbH (+EUR 2,0 Mio.) zurückführen.

Das bilanzielle Eigenkapital beträgt zum Bilanzstichtag EUR 23,9 Mio. (Vorjahr 37,6 Mio.). Die Veränderung des Eigenkapitals resultiert ausschließlich aus dem Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres (EUR 13,7 Mio.). Aufgrund höherer Verbindlichkeiten ist die Eigenkapitalquote von 49,0 % auf 37,5 % gesunken.

Die Rückstellungen sind mit EUR 7,1 Mio. im Vergleich zum Vorjahr (EUR 9,3 Mio.) deutlich gesunken, was insbesondere auf die Auflösung einer Rückstellung für öffentliche Verpflichtungen in Höhe von EUR 1,6 Mio. sowie die Inanspruchnahme/Auflösung der Restrukturierungsrückstellung in Höhe von EUR 1,1 Mio. zurückzuführen ist. Gegenläufig wirkt die Erhöhung der Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Absatzgeschäften um EUR 1,4 Mio.

Die Verbindlichkeiten sind um EUR 3,1 Mio. auf EUR 32,7 Mio. gestiegen. Wesentliche Faktoren waren die Erhöhung der Lieferantenverbindlichkeiten (EUR 1,7 Mio.) sowie der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr (EUR 2,9 Mio.) zum Stichtag und der Anstieg der Mietkaufverbindlichkeiten um EUR 1,2 Mio. durch Vertragsneuabschlüsse. Gegenläufig haben sich die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen um EUR 3,8 Mio. reduziert.

3.4 Zusammenfassung

Das Geschäftsjahr 2023 war unter anderem von den Herausforderungen der E-Mobilität geprägt, was sich sowohl in der Umsatz- als auch Ergebnisreduktion zeigt.

Der Umsatz erreichte ein im Vergleich zum Vorjahr geringeres Niveau (-8,3 %). Auf der Beschaffungsseite bahnte sich mit der starken Verteuerung der Energiepreise die nächste Krise an. Zwar konnte der Energiepreis der ISH GmbH aufgrund von Festpreisverträgen stabil gehalten werden, dennoch erfolgte eine Partizipation an der Krise. Höhere Preise der Lieferanten mussten, um die Versorgungssicherheit der Kunden der ISH GmbH nicht zu gefährden, akzeptiert werden. Des Weiteren wurden finanzierungsseitig notwendige eigene Investitionen mit Sale-and-lease-back Vereinbarungen gesichert. Die zur Finanzierung von Anlaufinvestitionen und zur Stärkung des chinesischen Eigenkapitals gewährten Mittel hatten im Vorjahr den Anstieg des Beteiligungsbuchwerts und später dessen Wertminderung in Höhe von EUR 10,8 Mio. im Vorjahr und weiteren EUR 7,5 Mio. im Geschäftsjahr zur Folge. Daraus entstand in der Gewinn- und Verlustrechnung der ISH GmbH ein hoher Verlust, unter Herausrechnung der Sondersachverhalte zeigt sich ein Verlust in Höhe von EUR 5,5 Mio.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Seit Einbezug der ISH GmbH in den Konzern der Mutares SE & Co. KGaA im Oktober 2021 werden neben einem Jahresabschluss nach HGB, auch Monats-, Quartals- und Year-End-Reporting Packages sowie Budgets nach IFRS erstellt. Wesentliche Steuerungsgrößen nach IFRS sind seither die Umsatzerlöse, das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT), sowie der operative Cashflow.

Bezogen auf die wesentlichen Steuerungsgrößen liegen wesentliche Unterschiede zwischen IFRS und HGB in der Bilanzierung der Leasingverträge nach IFRS 16 sowie der Umsatzrealisierung nach IFRS 15. Während nach HGB-Leasingzahlungen in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen werden, schlagen sich die Kosten bezogen auf diese Leasingverträge im IFRS innerhalb der Abschreibungen und innerhalb der Zinsaufwendungen nieder. Ferner erfolgt die ergebniswirksame Vereinnahmung der Erfolgsbeiträge aus den Entwicklungsprojekten innerhalb des IFRS-Abschlusses zeitraumbezogen, während im HGB das Realisationsprinzip zur Anwendung kommt. Darüber hinaus sind im IFRS Abschreibungen der Vermögenswerte enthalten, welche zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung am 1. Oktober 2021 zum Fair Value bewertet wurden (PPA-Effekte).

Das Geschäftsjahr 2023 wurde mit einem Umsatz von EUR 90,7 Mio. (Plan: rund EUR 90 Mio.) abgeschlossen, wodurch der Planwert erreicht worden ist. Das EBIT nach IFRS war negativ und beträgt EUR -4,4 Mio. (Plan: negatives EBIT von rund EUR 2 Mio. bis EUR 3 Mio.), wodurch dieser Planwert überschritten worden ist. Unter Abzug von Einmalkosten in Höhe von EUR -2,3 Mio., die im Zusammenhang mit der Restrukturierung der Gesellschaft stehen, sowie unter Hinzurechnung der Erträge aus der Auflösung einer Rückstellung für öffentliche Verpflichtungen in Höhe von EUR 1,6 Mio., ergibt sich ein angepasstes EBIT nach IFRS in Höhe von EUR -3,7 Mio. In den Restrukturierungskosten sind vor allem die Kosten für den Sozialplan und MUX-Beratungsfees enthalten. Der operative Cashflow beträgt EUR 2,5 Mio. (Plan: stark positiver operativer Cashflow) und liegt somit im erwarteten Korridor.

C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Prognosebericht

Der Beschaffungsmarkt zeigt für das Jahr 2024 wieder mehr Konstanz, zum Teil mit weiteren moderaten Senkungen der Preise auf der Rohmaterialseite. Allerdings sorgen die aktuell immer noch hohen Preise für Energieträger und die wiederum steigenden Lohnkosten in Deutschland für eine gegenläufige Entwicklung bei den Fertigungs- bzw. Betriebs- und Logistikkosten. Zusammenfassend ist zukünftig mit keinen weiteren signifikanten Preissenkungen zu rechnen. Auf der Absatzseite wurden, die im Oktober 2023 für das Jahr 2024 budgetierten Umsätze in den ersten drei Quartalen nicht erreicht. Die Lieferabrufe weichen von den Planungen der Kunden aus 2023 für 2024 ab, insbesondere werden die Liefermengen für Produkte zur Anbringung an Elektrofahrzeugen geringer ausfallen.

Die ISH GmbH erwartet im Jahr 2024 Umsatzerlöse von rund EUR 75 Mio. statt eines ursprünglich geplanten Umsatzes von EUR 93 Mio.

Das Jahr 2024 steht weiterhin im Zeichen des Maßnahmen-Konzeptes zur Steigerung der zukünftigen Profitabilität. Mit dem Zukauf von zwei weiteren Automobilzulieferern zum Jahreswechsel 2023 / 2024 durch die Mutares SE & Co. KGaA - der High Precision Components Witten GmbH mit Sitz in Witten und der Prinz Kinematics GmbH mit Sitz in Stromberg und Werken in Ruse (Bulgarien) sowie Shenyang (China) - sowie der daraus resultierenden Zusammenfassung der nun vier Zulieferer zur Hilo Group, wurde ein weiterer strategischer Schritt zu einem schlagkräftigen Automobilzulieferer gemacht. Durch den Zusammenschluss ergeben sich eine Vielzahl von Möglichkeiten zur Generierung von Synergien. Eine dieser Synergien, welche sich aktuell in der Umsetzung befindet, ist die Konsolidierung der Fertigungskapazitäten innerhalb der Hilo Group. Hier wurde im ersten Schritt die Entscheidung getroffen, den Fertigungsstandort der KICO GmbH in Halver im Laufe des Jahres 2025 operationell zu schließen. Die bisherige Fertigung dieses Standortes wird an den anderen Standorten der Hilo Group aufgeteilt erfolgen.

Im Geschäftsjahr 2024 wird mit einem negativen EBIT nach IFRS von rund EUR 10 Mio. gerechnet. Dazu wird ein leicht negativer operativer Cashflow erwartet. Für das Geschäftsjahr 2025 wird mit einem negativen EBIT nach IFRS von rund EUR 7 Mio., mit IFRS-Umsatzerlösen von rund EUR 75 Mio. und einem deutlich positiven operativen Cashflow gerechnet.

2. Risikobericht

Risiken und Chancen aus unserem Geschäft und Umfeld werden mithilfe unseres Managementsystems evaluiert. Langfristige Markt- und Technologietrends untersucht ISH mit Szenario Ansätzen. Dies soll sicherstellen, dass in der aktuell sich dynamisch verändernden Automobilindustrie auch weiterhin Lösungen für Kunden und zufriedenstellende Rentabilität generiert werden.

Ziele und Merkmale des Risikomanagements

Das unternehmerische Handeln der ISH beinhaltet, wie bei ähnlichen Wettbewerbern der Automobilzulieferindustrie, generelle gesamtwirtschaftliche sowie branchenspezifische Risiken und daneben spezielle Unternehmensrisiken.

Zum Management dieser Risiken wurde ein Risikomanagementsystem implementiert, dessen Ziel die Planung, Steuerung und Kontrolle von Risiken ist. Die notwendigen Instrumente dazu werden kontinuierlich weiterentwickelt. Daneben wird das Risikomanagement in die Strategie-, Planungs- und Führungsprozesse des Unternehmens integriert und trägt so zunehmend zur effizienten, wertorientierten Entwicklung bei.

Zentrales Element des ganzheitlichen Risikomanagements ist das wöchentlich stattfindende Management-Meeting zur kontinuierlichen Überwachung der internen Prozesse sowie Cashflows. Dort erfolgt eine Analyse von Herausforderungen sowie Definition von konkreten Maßnahmen. Die Geschäftsführung und das Top-Management plant, steuert und kontrolliert die Aktionen und informiert über wesentliche Ergebnisse den Gesellschafter.

Somit wird das Risikomanagement konsequent anhand der unternehmensspezifischen Anforderungen weiterentwickelt und gestaltet. Dies trägt insbesondere dem Gedanken einer ausgeprägten Risikofrüherkennung Rechnung.

In der Geschäftstätigkeit sieht ISH die folgenden wesentlichen Risikofelder. Diese werden in der Nettodarstellung und in absteigender Bedeutung erläutert:

Bestandsgefährdende Tatsachen

Die Gesellschaft hat in den letzten Jahren - auch wegen signifikanter Sondereffekte - Jahresfehlbeträge erlitten. Darüber hinaus sieht sich die Gesellschaft unverändert mit hohen Kapitalbedarfen konfrontiert. Der Finanzmittelbedarf besteht vor allem aufgrund der derzeitig vorliegenden und auch für 2025 prognostizierten negativen Ertragsentwicklungen, hauptsächlich resultierend aus dem operativen Geschäft. Ursächlich für diese Entwicklung sind insbesondere die signifikant rückläufigen Umsatzerlöse infolge geringerer Lieferabrufe durch die Kunden der ISH. Für das Jahr 2026 werden wieder leicht steigende Umsatzerlöse erwartet, welche sich positiv auf die Ertrags- und Liquiditätslage der ISH auswirken sollen. Darüber hinaus sind die Beschaffungspreise weiterhin auf hohem Niveau, und aus den geringeren Absatzmengen resultiert eine verschlechterte Fixkostendeckung. Zudem belasten die Finanzierungserfordernisse von Produktionsanlagen, welche aus der Gewinnung neuer Kundenprojekte resultieren, die Liquidität der Gesellschaft und können die Entwicklung beeinträchtigen. Die Liquiditätsbedarfe für Produktionsanlagen werden im Wesentlichen über Mietkauf- und/oder Sale-and-lease-back-Vereinbarungen gedeckt, hiermit ist die Gesellschaft in der Lage die Investitionsausgaben über die Projektdauer und somit über den Zeitraum der Einzahlungen aus dem Kundenprojekt zu verteilen. Im Jahr 2024 wurden neue Sale-and-lease-back-Verträge abgeschlossen, die zu einem Liquiditätszufluss von TEUR 4.560 geführt haben.

Der Finanzmittelfonds der ISH GmbH beläuft sich am 31. Dezember 2023 auf TEUR 1.183 und zum 31. Dezember 2024 auf TEUR 17. Aufgrund der nahezu ausgeschöpften Kreditlinie bei der Hausbank (gewährte Kreditlinie von TEUR 2.250 wurde zum 31. August 2025 in Höhe von TEUR 1.608 in Anspruch genommen) muss der Kapitalbedarf der ISH im Wesentlichen aus dem operativen Cashflow gedeckt werden. Zur Stärkung der Eigenkapitalausstattung und zur Sicherung der laufenden Liquidität hat die Gesellschafterin begonnen, zusätzliche Einzahlungen in die Kapitalrücklage bereitzustellen (in 2024: TEUR 1.000 und in 2025: TEUR 4.000).

Zum Bilanzstichtag weist die Gesellschaft Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 4.534 aus. Auf Grund des bestehenden, umfangreichen Austauschs von Lieferungen und Leistungen innerhalb der HILO Group ist die künftige Fortführungs- und Zahlungsfähigkeit der ISH eng mit den Entwicklungen aller Unternehmen der HILO Group verknüpft.

Darüber hinaus wird die ISH durch ihre Konzernmutter, die Mutares SE & Co. KGaA, München, durch die Stellung von Garantien gegenüber wesentlichen Lieferanten unterstützt. Diese Garantien (sog. Parent Company Guarantee) ermöglichen verlängerte Zahlungsziele, wodurch der Bedarf an kurzfristiger Liquidität reduziert und die Zahlungsfähigkeit unterstützt wird. Die Einbindung in den Konzern stellt somit einen bedeutenden Stabilitätsfaktor für die finanzielle Handlungsfähigkeit der Gesellschaft dar. Die konzerninterne Unterstützung erstreckt sich auch auf die gegenüber der Mutares (Konzernmutterunternehmen) und die HILO Group GmbH (Gesellschafterin) bestehenden Verbindlichkeiten, die trotz Fälligkeit nicht zur Zahlung eingefordert wurden. Mittels Rangrücktritts- und Stundungserklärungen mit einer Mindestlaufzeit bis Ende September 2026 hat die Mutares (TEUR 2.545) bzw. die HILO Group GmbH (TEUR 2.000) für die zum 31. Juli 2025 bestehenden Verbindlichkeiten dokumentiert, dass diese Verbindlichkeiten kurzfristig gestundet sind. Durch dieses Stundungsverhalten tragen die Konzerngesellschaften zur Sicherung der Liquidität und zur Vermeidung von Zahlungsengpässen bei.

Für den Fall, dass sich die Kapitalbedarfe abweichend von der Liquiditätsplanung entwickeln bzw. die prognostizierten Mittelzuflüsse nicht in der geplanten Höhe wirksam werden, ist für die Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit der ISH GmbH im Prognosezeitraum eine weitere Finanzierung durch Kapitalgeber (insbesondere durch Mietkauf-/Leasinggesellschaften, Banken oder Gesellschafter/ Schwesterunternehmen) erforderlich.

Die Liquidität der Gesellschaft wird laufend und sehr genau im Rahmen von kurz- und mittelfristigen Liquiditätsplanungen überwacht. Die Liquiditätsplanung der ISH sieht - unter Beachtung der oben dargestellten liquiditätsschonenden Maßnahmen - und basierend auf einem positiven Net Working Capital zum 31. Dezember 2023 von EUR 6 Mio und zum 31. Dezember 2024 von EUR 7 Mio grundsätzlich bis zum 30. September 2026 keine Liquiditätslücke vor.

Diese Ereignisse und Gegebenheiten, die erheblichen Zweifel an der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können, stellen eine bestandsgefährdende Tatsache dar.

Umfeld- und Branchenrisiken

Mehr als 90 % aller Umsätze sind mit Kunden im Automobilbereich. Damit unterliegt ISH den gleichen volkswirtschaftlichen und branchenspezifischen Risiken wie die Automobilhersteller und andere Automobilzulieferer. Wesentliche Einflussfaktoren sind daher die wirtschaftliche Entwicklung auf den Absatzmärkten der Kunden, technologische Weiterentwicklungen, die Entwicklung der Wechselkurse, des Ölpreises und der Rohstoffpreise sowie auch der zunehmende Trend zur Erschließung globaler Beschaffungsmärkte.

Neben diesen generellen Risiken besteht für ISH eine spezifische Abhängigkeit von wenigen Hauptkunden aus der Automobilindustrie. Diesem Risiko trägt ISH durch eine konsequente Wachstumsstrategie auch mit neuen Kunden Rechnung.

Im dynamischen Wettbewerbsumfeld ergeben sich Risiken durch den anhaltenden Preisdruck. Die ISH begegnet den potenziellen Belastungen für Umsatz und Ergebnis durch ein zunehmendes globales Sourcing, die Nutzung von Kostenvorteilen in der eigenen Tochtergesellschaft ISH Nanjing und die konsequente Entwicklung innovativer Technologien.

Ein hohes Branchenrisiko besteht besonders für die Automobilzulieferer, die nur von einer Antriebstechnologie des Verbrennungsmotors abhängig sind. Dieses direkte Risiko existiert für die ISH nicht. Auch für Fahrzeuge mit alternativen Antriebskonzepten werden Scharniere benötigt. Der Innovationsdruck in der Antriebstechnik führt aber zu einem hohen Investitionsbedarf und Kostendruck bei den Kunden von ISH. Daher besteht indirekt ein wirtschaftliches Risiko und hoher Kostendruck für ISH durch den Wechsel der OE-Kunden vom Verbrennungsmotor zu anderen Antriebsarten.

Liquiditäts- und Wertberichtigungsrisiken

Für die Abwicklung neuer Projekte besteht eine hoher Vorfinanzierungsbedarf. Neben hohen Investitionen in Anlagen, welche für neu akquirierte Projekte notwendig sind, ergeben sich auch für Entwicklungsleistungen und Werkzeuge kurzfristige Finanzierungsbedarfe. Die Deckung dieser Finanzierungsbedarfe erfolgt über Leasing-/Mietkaufvereinbarungen - Mittelzufluss- und -abfluss können so in zeitlicher Hinsicht in Einklang gebracht werden. Die Liquidität der Gesellschaft wird laufend und sehr genau im Rahmen von kurz- und mittelfristigen Liquiditätsplanungen überwacht.

Des Weiteren weist die ISH zum Stichtag einen wertberichtigten Beteiligungsbuchwert in Höhe von EUR 2,4 Mio., Ausleihungen von EUR 7,2 Mio. und Forderungen in Höhe von EUR 2,6 Mio. gegenüber der ISH Nanjing aus. Abhängig von der zukünftigen Performance der ISH Nanjing besteht weiterhin ein hohes Risiko, dass Wertminderungen auf den Beteiligungsbuchwert/Ausleihungen bzw. auf offene Forderungen vorgenommen werden könnten. Diese künftige Performance bürgt aber gleichermaßen auch die Chance Zuschreibungseffekte in künftigen Jahresabschlüssen realisieren zu können.

Beschaffungsrisiken

Der Beschaffungsmarkt zeigt sich immer noch mit einem hohen Preisniveau. Einflussfaktoren wie Preise für Energie und Beschäftigung belasten vor allem den deutschen Markt, kurzfristige Materialengpässe sind derzeit nicht zu erwarten. Die letzten Jahre zeigten diverse weltpolitische Konfliktfelder mit unterschiedlichsten Auswirkungen, eine Veränderung ist derzeit nicht zu erwarten. Die Situation wird fortlaufend beobachtet, analysiert und mit entsprechenden Maßnahmen belegt. Es wird ein geringes Risiko für weitere Preissteigerungen gesehen, vielmehr besteht im Markt ein erhöhtes Risiko von Insolvenzverfahren durch fehlende Liquidität.

Fremdwährungsrisiken

Sowohl auf der Zahlungsausgangsseite wie auch auf der Zahlungseingangsseite werden die Transaktionen überwiegend in Euro abgewickelt. Auch die konzerninternen Darlehen wurden in Euro gewährt. Seit 2018 wird die Beschaffung von Halbzeugen bei ISH Nanjing in Renminbi (CNY) abgewickelt. Das Kursrisiko wird durch eine intensive Kursbeobachtung und der gezielten Devisenbeschaffung und -vorhaltung minimiert. Bei steigendem Volumen bzw. Risiko werden Absicherungsmöglichkeiten evaluiert.

Cyberrisiken

Dem steigenden Risiko von Cyberangriffen begegnet die Gesellschaft mit stetiger Überwachung der Systeme, Erweiterung der Notfallpläne sowie der Firewalls.

Die Mitarbeiter werden regelmäßig im Bereich der Cybersecurity geschult und mittels externer Consultants überprüft.

Um finanzielle Risiken durch Cyberangriffe von der Gesellschaft abzuwenden, besteht eine Cyberversicherung.

3. Chancenbericht

Der Strukturwandel der Branche stellt die ISH gleichermaßen vor große Herausforderungen. Die Produkte der ISH GmbH sind für den Einsatz in Fahrzeugen mit innovativen Antriebskonzepten geeignet und werden zum Teil bereits in solchen eingesetzt. Für einen Ausbau der Marktposition, den Zugang zu Kunden in China und Asien ist die Gesellschaft mit ihrer Tochtergesellschaft, der ISH Nanjing, ebenfalls gut aufgestellt. Die ISH Nanjing befindet sich aufgrund von Nominierung auf dem lokalen Markt bereits in einer starken Hochlaufphase.

Zudem eröffnen sich der ISH GmbH mit dem Eintritt in den Mutares Konzern neue Wege.

Laufend werden neue Maßnahmen initiiert, von der Geschäftsführung überwacht und, sofern notwendig, aktualisiert. Sehr umfassende Aktualisierungen fanden im Geschäftsjahr 2023 in Zusammenhang mit der gemeinsamen Restrukturierung der KICO- und ISH-Gruppen statt, deren erste positive Einflüsse zur Mitte des Jahres 2023 realisiert wurden. Die Kooperation und organisatorische Zusammenlegung beider Gesellschaften stellen eine optimale Basis für die Hebung weiterer Synergien, beispielsweise im Einkauf oder Vertrieb, dar. Zudem wurde mit dem Erwerb der High Precision Components Witten GmbH mit Sitz in Witten und der Prinz Kinematics GmbH mit Sitz in Stromberg und Werken in Ruse (Bulgarien) sowie Shenyang (China) durch die MUTARES SE & Co. KGaA zum Jahreswechsel 2023/2024 ein weiterer strategischer Schritt zu einer schlagkräftigen Zulieferergruppe gemacht, und um zukünftig produktionsseitige und vertriebliche Synergien erzielen zu können.

Im 1. Quartal 2024 wurden die vier Unternehmen zur Hilo Group zusammengefasst und treten nun gemeinsam am Markt auf.

4. Zusammenfassung

Die derzeitigen Herausforderungen in der Automobilzuliefererbranche insbesondere in Bezug auf starke Schwankungen der Lieferabrufe sowie des steigenden Kostendrucks als nachfolgender Effekt der Coronapandemie und im weiteren Verlauf aufgrund der Ukraine-Krise als auch die geopolitischen Rahmenbedingungen in Bezug auf die US-Zollpolitik, beeinflussten bzw. beeinflussen die Ertrags- und Liquiditätslage der ISH erheblich. Mit der Expertise des neuen Gesellschafters sowie im Laufe des Jahres 2023 und in der 1. Jahreshälfte 2024 initiierter oder geplanter Maßnahmen zur Verbesserung der Profitabilität der ISH GmbH sowie ihrer Tochtergesellschaft, ist die Gesellschaft weiterhin für die Zukunft angemessen aufgestellt. Die Gesamtrisikosituation wird im Rahmen des erläuterten Risikomanagements kontinuierlich analysiert, adäquate Maßnahmen werden sofern erforderlich eingeleitet.

 

Hainichen, den 22. September 2025

Robert Krul

Patrick Oliver Albers

Robert Codogni

Feststellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023

Die Gesellschafterversammlung vom 23. September 2025 hat den Jahresabschluss zum 31.12.2023 mit einer Bilanzsumme von 63.715.778,39 EUR und einem Jahresfehlbetrag von -13.668.777,91 EUR festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Innomotive Systems Hainichen GmbH, Hainichen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Innomotive Systems Hainichen GmbH, Hainichen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Innomotive Systems Hainichen GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf Abschnitt II. „Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden“ im Anhang sowie auf Abschnitt „C.2. Risikobericht - Bestandsgefährdende Tatsachen“ des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass sich die Gesellschaft unverändert mit hohen Kapitalbedarfen konfrontiert sieht. Sie beschreiben weiter, dass der Finanzmittelbedarf vor allem aufgrund der derzeitig vorliegenden und auch für 2025 prognostizierten negativen Ertragsentwicklungen, hauptsächlich resultierend aus dem operativen Geschäft besteht. Ursächlich für diese Entwicklung werden insbesondere die signifikant rückläufigen Umsatzerlöse infolge geringerer Lieferabrufe durch die Kunden der Gesellschaft, verschlechterte Fixkostendeckung sowie Finanzierungserfordernisse von Produktionsanlagen, welche aus der Gewinnung neuer Kundenprojekte resultieren, gesehen. Für das Jahr 2026 erwarten die gesetzlichen Vertreter wieder leicht steigende Umsatzerlöse, welche sich positiv auf die Ertrags- und Liquiditätslage der Gesellschaft auswirken sollen. Die gesetzlichen Vertreter beschreiben weiter, dass die Liquiditätsbedarfe für Produktionsanlagen im Wesentlichen über Mietkauf- und/oder Sale-and-lease-back-Vereinbarungen gedeckt werden. Wie im Risikobericht des Lageberichts dargestellt, beläuft sich der Finanzmittelfonds der Gesellschaft am 31. Dezember 2023 auf TEUR 1.183 und am 31. Dezember 2024 auf TEUR 17. Aufgrund der nahezu ausgeschöpften Kreditlinie bei der Hausbank (gewährte Kreditlinie von TEUR 2.250 wurde zum 31. August 2025 in Höhe von TEUR 1.608 in Anspruch genommen) muss der Kapitalbedarf der Gesellschaft im Wesentlichen aus dem operativen Cashflow gedeckt werden. Weiter wird beschrieben, dass zur Stärkung der Eigenkapitalausstattung und zur Sicherung der laufenden Liquidität die Gesellschafterin begonnen hat, zusätzliche Einzahlungen in die Kapitalrücklage bereitzustellen (in 2024: TEUR 1.000 und in 2025: TEUR 4.000). Darüber hinaus wird die Gesellschaft durch ihre Konzernmutter, die Mutares SE & Co. KGaA, München, durch die Stellung von Garantien gegenüber wesentlichen Lieferanten unterstützt. Zudem wird beschrieben, dass die Konzernmutter und die Gesellschafterin für ihre bestehenden Forderungen Rangrücktritts- und Stundungserklärungen bis Ende September 2026 erklärt haben.

Die gesetzlichen Vertreter weisen im Risikobericht des Lageberichts darauf hin, dass für den Fall, dass sich die Kapitalbedarfe abweichend von der Liquiditätsplanung entwickeln bzw. die prognostizierten Mittelzuflüsse nicht in der geplanten Höhe wirksam werden, für die Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft eine weitere Finanzierung durch Kapitalgeber (insbesondere durch Mietkauf-/Leasinggesellschaften, Banken oder Gesellschafter/Schwesterunternehmen) erforderlich ist.

Wie im Abschnitt II. „Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden“ im Anhang und im Abschnitt „C.2. Risikobericht - Bestandsgefährdende Tatsachen“ des Lageberichts dargelegt, zeigen diese Ereignisse und Gegebenheiten, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Leipzig, den 22. September 2025

KPMG AG
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Lauer, Wirtschaftsprüfer

Dr. Becker, Wirtschaftsprüfer

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