ZARGES Aluminium Systeme GmbHLiquidiert

Zargesstraße 7, 82362 Weilheim in Oberbayern, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 117795
Vorher
ASG Aluminium-Systeme Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Eingetragen
18.9.1997
Branche
Herstellung von nicht elektrischen Haushaltsartikeln aus MetallHerstellung von elektrischem InstallationsmaterialHerstellung von Schlössern und Beschlägen aus unedlen Metallen
Gegenstand
Herstellung, Vertrieb und Montage von sowie Handel mit Gegenständen aus metallischen und nichtmetallischen Werkstoffen, Elektrobauteilen, Verkabelungen und Stromanschlüssen sowie alle damit zusammenhängenden Dienstleistungen und Tätigkeiten.

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Maximilian Treptow
seit 25.7.2014
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

ZARGES Aluminium Systeme GmbH

Weilheim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2013 bis zum 31.12.2013

Lagebericht

Der DRS 20 kommt in diesem Lagebericht erstmalig zur Anwendung.

I Grundlagen des Unternehmens

1) Geschäftsmodell des Unternehmens

a) Produkte & Dienstleistungen

ZAS gehört zu den führenden Herstellern für Steigtechnikanwendungen im Windturminnenausbau in Europa. Produziert werden Treppen, Türen, Lifte sowie Komplettlösungen, mit denen die Industrie in den Heimatmärkten und im angrenzenden Ausland beliefert werden.

b) Geschäftsprozesse

Als serviceorientiertes Unternehmen ist ZAS voll und ganz auf die Ansprüche und Bedürfnisse seiner Kunden ausgerichtet. Das Unternehmen steht deshalb im permanenten Austausch mit den Entscheidern auf der Kundenseite und sieht sich dabei in der Position des innovativen Allround-Partners insbesondere für Produkt- und Servicelösungen beim Arbeiten in der Höhe in allen relevanten Segmenten.

c) Absatzmärkte

ZAS ist in allen Marktsegmenten gut aufgestellt und dadurch ausgesprochen markt- und wettbewerbsfähig. Der strategische Fokus der Marktbearbeitung liegt auf spezifische Lösungen.

Außer im Großprojektgeschäft gestaltet sich das Wettbewerbsumfeld lokal und führt daher zu einer kleinteiligen Wettbewerbslandschaft, in der ZAS auf eine Vielzahl an meist kleineren Konkurrenten in Einzelnischen treffen. In der Breite des Angebotes und der regionalen Abdeckung besitzt ZAS eine Alleinstellung in Europa.

d) Externe Einflussfaktoren

Im Wesentlichen stellt die Produktpalette von ZAS für die Endkunden Investitionen dar. Dies sind Investitionen der Windindustrie. Insofern prägt das Investitionsklima dieser Abnehmergruppen maßgeblich das Marktumfeld für ZAS. Dies gilt allgemein für den mehrjährigen Trend, aber auch unterjährig für den saisonalen Verlauf der jeweiligen Einzelgruppen.

2) Ziele und Strategien

ZAS setzt alles daran, bei Qualität, Produktivität, Arbeitssicherheit und Umweltschutz stetig voranzuschreiten. Das Unternehmen nutzt ein strategisches Qualitätsmanagement, um entsprechende Verbesserungen wirtschaftlich sinnvoll umsetzen zu können. Hierzu werden Kennziffern definiert und mit mittel- und langfristigen Maßnahmen verbunden, die zu kontinuierlichen Fortschritten bei der Produktbeschaffenheit führen. Darüber hinaus wird angestrebt, alle Geschäftsprozesse möglichst profitabel zu gestalten. Dies wird durch ein entsprechendes Zusammenspiel von effektivem Kostenmanagement und einem optimierten Produkt-Mix erreicht. Eine schlanke Organisation sowie die ständige Effizienzsteigerung der Produktion sind ebenfalls unverzichtbar.

a) Ausrichtung der Gesellschaft

In wesentlichen Umsatzbereichen und Märkten bewegt sich das Unternehmen, meist als Marktführer oder unter den Top-3 Anbietern, in einem sich konsolidierenden Umfeld. Die signifikanten Restrukturierungen der letzten Jahre haben das Unternehmen so aufgestellt, dass aus kostenreduzierter Position deutlich flexibler agiert werden kann. Jetzt liegt der Fokus auf dem Ausspielen der erarbeiteten Vorteile, sprich auf konzentrierter Marktbearbeitung in den Kernmärkten, mit Kernprodukten bei den Kernkunden. Kontinuierliche Produktivitätssteigerung und weitere Verbesserung des per Ende 2013 historischen Spitzenwertes beim Lieferservice in allen Kernmärkten unterstützen diese Ansätze. Qualität und die Optimierung der industriellen Strukturen sind im Werk voran zu treiben. Steigerung der Anlageverfügbarkeit und der Personalproduktivität bieten Verbesserungspotentiale.

Flankierend wird das Thema Innovation wieder in den Vordergrund gerückt. Prozess-, Produkt- und Serviceinnovationen unterstützen die Marktbearbeitung weiter. ZAS möchte sein Kerngeschäft Treppen, Lifte und Komplette Turmausbauten durch Wachstum ausbauen

b) Strategischer Einkauf

Auch die Einkaufsorganisation der ZAS fußt auf vielschichtigen Kompetenzen, die insbesondere den Rohstoffeinkauf betreffen. Während die jeweiligen Geschäftsbereiche für ihre spezifischen Bedürfnisse über eigenständige Einkaufsorganisationen verfügen, wird der Aluminium-Einkauf über die Geschäftsbereiche hinweg koordiniert und gegebenenfalls mit Jahres-Kontrakten gesichert.

Angesichts laufend schwankender Energie- und Rohstoffkosten sind Einsparungen auf diesem Gebiet von zentraler Bedeutung. Nur so kann ZAS profitabel bleiben. Ein gezieltes Einkaufsmanagement nutzt hierbei alle Möglichkeiten, Kosten zu optimieren, bei gleichzeitiger Sicherstellung der Qualität.

3) Steuerungssystem

Die wesentlichen Kennzahlen für die Gesellschaft sind die Umsatzerlöse und das Ergebnis vor Steuern.

4) Forschung & Entwicklung

Forschung und Entwicklung findet bei ZAS als kontinuierlicher Verbesserungsprozess ebenso statt wie in speziellen Projekten. Ziel ist jeweils die Steigerung der Produktqualität sowie die Erhöhung der Produktivität. Projekte werden mit den werksübergreifenden Kompetenzteams der Geschäftsbereiche vorangetrieben oder in engem Kontakt mit Lieferanten, Kunden sowie Hochschulen und entsprechenden Institutionen konzipiert.

Auf der Marktseite dominieren die Produktinnovationen mit einer gestiegenen Anzahl an Neuerungen im Vergleich zum Vorjahr. Dabei steht stets die strikte Ausrichtung auf die Ansprüche der aktuellen wie potentiellen ZAS Kunden im Mittelpunkt, weshalb ständige Innovationen in den Bereichen Funktion, Arbeitssicherheit und Artikeldesign zum Tagesgeschäft gehören.

Eben dieser Experten- und Know-how-Austausch ist von besonderer Bedeutung für die F&E. Die Angleichung der technischen, qualitativen und administrativen sowie datentechnischen Standards innerhalb des Unternehmens wird mit hohem Personaleinsatz betrieben. Die Flexibilität der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ermöglicht dabei den intensiven Austausch von Erfahrungen und Wissen.

Diese Erfahrungen fließen u.a. in die kontinuierlichen Prozessstabilisierungs- und Prozessoptimierungsmaßnahmen in den einzelnen Teilbereichen der Fertigung. Dabei steht neben der Kostenreduktion die Verbesserung der Produktqualität im Mittelpunkt.

Nicht nur der Produktionsprozess an sich wird fortlaufend weiterentwickelt, sondern auch auf informationstechnologischer Seite wird die Verarbeitung der im Fertigungsprozess generierten Daten permanent optimiert.

In der Produktion werden Effizienzsteigerungen durch zunehmend verfeinerte Kontroll- und Messsysteme angestrebt.

Auch die F&E-Projekte für das kommende Jahr 2014 bleiben vielfältig, wobei einige der genannten Projekte langfristig angelegt sind und somit auch in den kommenden Jahren Bestandteil des Entwicklungsprozesses sein werden. Dabei wird der kundenorientierte Nutzen in Bezug auf Ressourcen, Arbeitsschutz sowie Prozesssicherheit auch weiterhin im Mittelpunkt stehen.

ZAS verzichtet in der Regel auf eine Aktivierung der Entwicklungsleistungen, da diese mehrheitlich in die Produkte für das Seriengeschäft fließen. Ausnahmen bestehen dann, wenn für mehrjährige und wiederkehrende Projektgeschäfte mehrfach anwendbare und verwertbare Kompetenzen erarbeitet werden. Dies ist bisher vereinzelt der Fall für generische Lösungen für einzelne Komponenten oder für spezifische Turmarten gewesen. In diesen Fällen werden die aktivierten Werte über die erwarteten Stückzahlen/Projekte abgeschrieben. Das verbleibende Potenzial wird im Rahmen des Jahresabschluss neu evaluiert. Die Forschungs- und Entwicklungskosten im Berichtsjahr betragen rund € 0,3 Mio.

II Wirtschaftsbericht

1) Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

a) Global

Nach dem außerordentlichen Abschwung zu Ende des Jahres 2008 stabilisiert sich die Weltwirtschaft seit 2010 wieder. Weltweit betrug das BIP Wachstum mit 3,3% in 2013 geringfügig mehr als in 2012 (+3,2%) und auch weniger als für 2014 wieder erwartet wird (+3,7%).

Dabei ist 2013 weltweit ein Jahr der wirtschaftlichen Unsicherheit gewesen; Schuldenkrise in Europa, "Fiscal Cliff" in den USA, Stagnation in Japan und langsameres Wachstum in China.

So war in der Euro-Zone die Herausforderung des Jahres der Abbau der Unsicherheit. Neben Fortschritten in einigen der PIGS Länder gab es aber auch Stagnation in Frankreich und Italien. Die Unsicherheit über die wirtschaftliche Entwicklung aber bleibt auch in 2014 Thema.

Die Euro-Zone wies als Gesamtes im Jahr 2013 eine BIP Entwicklung von 0,4% und verharrt somit lediglich auf dem BIP Niveau von 2006. Mit 2014 erwartet die Euro-Zone ein Wachstum (erstmalig seit 2011) von 1,2% (International Monetary Fund); dies bedeutet endlich ein Ende des Schrumpfens in den Krisenländern.

Aufgrund der Maßgeblichkeit der jeweiligen Branchenkonjunkturen für die einzelnen bearbeiteten Märkte und Segmente ergaben sich keine nennenswerten Verschiebungen zur Wettbewerbssituation und zur Positionierung von ZAS in diesem Umfeld über die Märkte hinweg.

b) Deutschland

Nach den kräftigen Wachstumsjahren 2010 (BIP +3,7%) und 2011 (+3,0%) mit einem Aufholen der Wirtschaft auf Vorkrisenniveau verlief die Entwicklung in 2012 und 2013 wesentlich verhaltener und ergab lediglich 0,7% und 0,4% Wachstum.

War das Wachstum in 2010 noch überwiegend durch Außenhandel getrieben, so übernahm in den letzten Jahren die Binnenwirtschaft einen wesentlichen Teil der Dynamik.

Nach den bereits in 2011 erzielten Rekordwerten wurde 2012 ein neuer historischer Höchststand mit 41,8 Mio. Erwerbstätigen erreicht und in 2013 durchgängig gehalten (Arbeitslosigkeit 6,9%). Auch wenn im ersten Halbjahr die Beschäftigungsentwicklung zum Stagnieren kam, nahm sie laut ifo-Beschäftigungsklima zu Jahresende erneut zu.

Diese Gesamtentwicklung ging einher mit einem Sinken der Ausrüstungsinvestitionstätigkeit um 2,2%, allerdings enthält dieses Bild auch für 2013 noch ein Plus von bis zu 7% für Industrieunternehmen im Straßenfahrzeugbau; die Bauinvestitionen sanken vor allem wegen dem harten Winter um 0,3% in 2013.

Im Jahresverlauf war die Entwicklung aber durch eine steigende Wachstumsdynamik geprägt, aus dem Rückgang per Ende 2012 heraus konnte im ersten Quartal eine Stabilisierung auf 0,0% erreicht werden, die Quartale 2 und 3 zeigten dann respektive +0,7% und +0,3% BIP Wachstum und im vierten Quartal wurde ein Wachstum der gesamtwirtschaftlichen Leistung von +0,4% gemessen. Nachdem aber um die Jahreswende die meisten Frühindikatoren wieder nach oben zeigten, wird für 2014 ein BIP Wachstum von +2,0% erwartet (Statistisches Bundesamt).

Für ZAS und seine Wettbewerber als Ausrüster der Windindustrie war dieses Umfeld insgesamt und im zeitlichen Verlauf prägend.

2) Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

a) Finanzielle Leistungsindikatoren

Über die als Steuerungsgrößen definierten Indikatoren Umsatzerlöse und Ergebnis vor Steuern werden bei ZAS eine ganze Reihe von finanziellen Leistungsindikatoren gemessen und einer Abweichungsanalyse unterzogen. Im Wesentlichen handelt es sich hier um die unabhängigen Variablen, die in die Hauptmessgrößen Umsatzerlöse und Ergebnis vor Steuern einfließen.

Zu nennen sind demnach hier die Einflussgrößen auf die Bruttomarge wie Verkaufspreise, Auslastung im Werk und Werkskosten. Ferner unterliegen die weiteren Fixkosten in Vertrieb und Verwaltung einer intensiven Kontrolle.

b) Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die nichtfinanziellen Leistungsindikatoren sind per se nichtfinanziell, allerdings führt auch hier der Zyklus Vorgabe-Messung-Abweichungsanalyse-Gegenmaßnahme zu einer Verbesserung der entscheidenden finanziellen Steuerungsgrößen.

Hervorzuheben sind hier die Größen Kundenreklamationen und Produktqualität, für die es auf Ebene der Vertriebsorganisation und des Werkes einzuhaltende Vorgaben gibt. Wichtig sind ferner für die Leistung des Werkes der Krankenstand, die Anlagenverfügbarkeit und Produktivitätsentwicklung sowie Liefer-/Servicegrad. Für diese Kenngrößen werden ebenfalls Zielwerte definiert und gegebenenfalls mit Hilfe der notwendigen Korrekturmaßnahmen auch eingehalten.

3) Geschäftsverlauf

Im zweiten Halbjahr wurde gruppenweit mit der "Markenbaustelle" begonnen und die Geschäftsbereiche neu definiert. Waren diese in der Vergangenheit als STEIGTECHNIK, LOGISTIK, WIND und AIR referenziert, so lauten diese nun eindeutig Zarges und Tubesca. Während Zarges Teile aller vier ehemaligen Segmente übernimmt, deckt Tubesca nur Teile der STEIGTECHNIK und von AIR ab. An den notwendigen Veränderungen des gesamten Gruppenauftrittes unter diesen Gesichtspunkten wurde mit zunehmender Intensität im letzten Quartal 2013 gearbeitet.

ZAS, ehedem die eigenständige Sparte "WIND", wird nun Teil von der BU "ZARGES".

Die im vorigen Abschnitt beschriebenen Rahmenbedingungen entwickelten sich eher negativ gegenüber den für 2013 prognostizierten Erwartungen, so dass hieraus Absatz- und Ergebnispotenziale eingeschränkt wurden. Allerdings erreichten diese Veränderungen nicht eine Größenordnung, die zu deutlichen Änderungen des Wettbewerbsumfeldes insgesamt führte.

Besondere Schadens- und Unglücksfälle lagen nicht vor. Einige Schäden aus der Vergangenheit mit mehrjährigen Nachwirkungen konnten final abgeschlossen werden, so dass tendenziell die entsprechenden Rückstellungen auf einen historisch niedrigen Stand reduziert werden konnten.

4) Lage

a) Ertragslage

Umsatzentwicklung

Die Gesamtleistung erhöhte sich im Berichtsjahr um 6,0 % auf T€ 14.324,3 bei einem gleichzeitigen überproportionalen Anstieg des Materialaufwands um 11,8 %. Der wesentliche Grund hierfür liegt darin, dass der Anteil des Produktionsbereichs Wind am Gesamtumsatz gestiegen ist, da in diesem Produktionsbereich höherwertigere Materialien verarbeitet werden; zusätzlich stieg der Anteil der auswärtigen Bearbeitung.

Ergebnisentwicklung

Bei einem Rückgang der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter um 9,5 % verminderten sich die Personalkosten, auch infolge geringerer Aufwendungen für Altersversorgung, um knapp 11 %. Zusammen mit den um 22,8 % rückläufigen sonstigen betriebliche Aufwendungen und Abschreibungen ergab sich ein um T€ 1.198,9 verbessertes, nunmehr positives Betriebsergebnis von T€ 108,7, nach negativen Betriebsergebnissen im Vorjahr von T€-1.090,3 und T€ -1.811,7 im Jahr 2011. Im erneut negativen Zinsergebnis von T€ -297,4 (Vj. T€ -190,7) sind mit T€ 399,9 (Vj. T€ 248,4) im Wesentlichen die wegen eines weiter rückläufigen Abzinsungssatzes bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen gestiegenen Zinsaufwendungen aus den Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen enthalten. Der außerordentliche Aufwand beinhaltet die Zuführung zu den Pensionsrückstellungen aufgrund des BilMoG-Umstellungseffekts.

Finanz- und Nettoergebnis

Nach Berücksichtigung von T€ 15,8 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag für das Geschäftsjahr 2013 und von T€ 7,1 für Vorjahre (steuerliche Betriebsprüfung vororganschaftlicher Jahre) sowie T€ 214,6 latenter Steuern auf aktivierte Entwicklungskosten und T€ 192,5 latenter Steuererträge aus Unterschieden handels- und steuerlicher Wertansätze der Pensions- und Jubiläumsrückstellungen ergibt sich ein Jahresfehlbetrag von T€ -301,9. Das im Vorjahr eingetretene, insbesondere durch die Abschreibungen auf die der ehemaligen Tochtergesellschaft ZAS LLC gewährte Darlehen in Höhe von T€ 2.079,0 belastete negative Ergebnis von T€ -3.428,1 war auf der Grundlage des bis Ende des Vorjahres bestehenden EAV von der ZGmbH übernommen worden.

b) Finanzlage

Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr einen Verlust erzielt. Anhand einer zum Ende des Monats März 2014 erstellten Bilanz ergibt sich erneut ein Fehlbetrag. Die Gesellschafter haben in einer von den Geschäftsführern unverzüglich einberufenen Gesellschafterversammlung beschlossen, dass sie bei anhaltend defizitärer Ergebnisentwicklung geeignete Maßnahmen zur Erhaltung des Stammkapitals treffen werden. Die Gesellschaft rechnet auf Grund ihrer eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen damit, dass sie im Verlaufe des Jahres 2014 sowie gemäß ihrer Budgetplanungen für die weiteren Jahre bis 2017, positive Ergebnisse erwirtschaften wird.

Die Finanzlage der ZAS ist aber auch maßgeblich bestimmt durch die Finanzlage der Zarges Tubesca Gruppe. Diese ist in vielen Belangen das Ergebnis einer langjährigen Private Equity Struktur im Eigenkapital und LBO Struktur im Fremdkapital. Entscheidende Komponente im Fremdkapital ist der Konsortialkredit unter der Leitung von BNP Paribas seit 2007.

Im Berichtsjahr innerhalb der Zarges Tubesca Gruppewurde eine Refinanzierung in der Form einer Anpassung des existierenden Konsortialkredites realisiert. Tilgungszahlungen und Covenants wurden angepasst und die Endfälligkeiten sind nun mit Dezember 2016 um 2 bzw. 3 Jahre Jahre nach hinten gelegt worden. Das wirtschaftliche Eigenkapital der Gruppe wurde durch eine Erhöhung des Gesellschafterdarlehens um 10,0 Mio. Euro gestärkt.

c) Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist gegenüber dem Vorjahr leicht um T€ 64,7 (= -0,8 %) auf T€ 8.294,4 zurückgegangen. Ursächlich hierfür waren auf der Aktivseite ein Rückgang des Anlagevermögens um T€ -133,0 auf T€ 824,8, ein Abbau der Vorräte um T€ -332,1 auf T€ 1.333,3 und der Forderungen gegen Verbundene Unternehmen um T€ -378,9 auf T€ 3.179,7. Dagegen stand ein Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um T€ 146,3 auf T€ 2.108,7 und insbesondere der Flüssigen Mittel um T€ 460,5 auf T€ 592,6. Auf der Passivseite verminderte sich in erster Linie das Eigenkapital durch den eingetretenen Jahresfehlbetrag um T€ -301,9 auf T€ 998,0, die Sonstigen Rückstellungen um T€ -344,4 auf T€ 491,6 und die die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um T€ -301,4 auf T€ 1.398,2. Demgegenüber sind vor allem die Rückstellungen für Pensionen um T€ 315,8 auf T€ 4.685,0 angestiegen sowie die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um T€ 340,6 auf T€ 365,3. Erstmals wurden aktive latente Steuern in Höhe von T€ 192,5 und passive latente Steuern in Höhe von T€ 214,6 abgegrenzt.

In der Finanz- und Vermögensstruktur ergaben sich damit keine wesentlichen Veränderungen. Vor allem durch das rückläufige Eigenkapital (Jahresfehlbetrag) gingen die insgesamt langfristig zur Verfügung stehenden Mittel (bei einem Anstieg der Pensionsrückstellungen) um 0,2 % zurück. Gleichzeitig verminderten sich die langfristig gebundenen Vermögenswerte des Anlagevermögens um 13,9 %. Damit ergab sich eine um 3,1 % auf T€ 4.858,2 gestiegene Überdeckung der langfristigen Finanzmittel. Diese standen zur Finanzierung der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und knapp 45 % der Forderungen an Verbundene Unternehmen zur Verfügung. Die verbleibenden kurzfristigen Forderungen und Vermögensgegenstände sind durch kurzfristige Verbindlichkeiten, insbesondere den Lieferantenverbindlichkeiten finanziert. Den verbleibenden kurzfristigen Verbindlichkeiten stehen auf T€ 592,6 gestiegene Flüssige Mittel gegenüber.

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Die noch im zweiten Halbjahr 2011 in allen Geschäftsbereichen feststellbare Erholung hat sich im ersten Halbjahr 2012 noch bestätigt aber im zweiten Halbjahr deutlich verlangsamt. Auch 2013 hat sich hier kein zusätzliches Momentum ergeben Lediglich das Projektgeschäft konnte sich positiv entwickeln und auch noch gegen Jahresende 2013 ein wachsendes Orderbuch vorlegen.

Wenn auch ZAS zunehmend gut aufgestellt ist, so litten und leiden in vielen Regionen die Kunden noch deutlich unter der zurückhaltenden Investitionstätigkeit.

Zusammenfassend muss der Geschäftsverlauf 2013 als ungünstig gewertet werden, die Entwicklung im letzten Quartal 2013 und die eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen, deren positive Auswirkungen unmittelbar nach dem Schluss des Berichtszeitraumes messbar wurden, deuten auf eine verbesserte Geschäftsentwicklung in 2014. Ferner führt insbesondere die erfolgreiche Refinanzierung in 2013 zu einer günstigeren Lage des Konzerns zum 31.12.2013 verglichen mit dem 31.12.2012.

III Nachtragsbericht

Besondere Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Im Zeitraum zwischen dem Bilanzstichtag 2013 und der Erstellung des Lageberichts sind keine Ereignisse eingetreten, über die an dieser Stelle zu berichten wäre

IV Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1) Prognosebericht

Der Prognosebericht beschreibt die voraussichtliche Entwicklung der ZAS. Er enthält Prognosen der Konzernleitung zum Geschäftsverlauf und zur Lage des Unternehmens. Diese vorausschauenden Aussagen und Informationen beruhen auf Erwartungen und Annahmen des Unternehmens zum Zeitpunkt der Veröffentlichung. Diese wiederum unterliegen bekannten und unbekannten Risiken und Ungewissheiten. Eine Vielzahl von Faktoren beeinflussen den Erfolg, die Geschäftsstrategie und die Ergebnisse des Unternehmens. Viele dieser Faktoren liegen außerhalb des Einflussbereichs des Unternehmens. Sollte eines der Risiken eintreten oder sich eine der Ungewissheiten realisieren, oder sollte sich erweisen, dass eine der zugrunde liegenden Annahmen nicht korrekt war, kann die tatsächliche Entwicklung des Unternehmens sowohl positiv als auch negativ von den Erwartungen und Annahmen in den Zukunft gerichteten Aussagen und Informationen dieses Prognoseberichts abweichen.

a) Prognoseannahmen

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Europa sind immer noch geprägt durch die Auswirkungen der weiter schwelenden Schuldenkrise aber auch durch die im Prinzip verbesserten Wachstumsprognosen in nahezu allen Weltregionen. Nach Schätzungen der DZ-Bank wird Deutschland die Wachstumslokomotive der EU bleiben und das globale Wachstum in 2014 ein Prozentpunkt höher liegen als im Vorjahr. Auch sind die Erwartungen in allen wesentlichen Sektoren außer dem Bau in Frankreich nun positiv.

Laut DZ-Research wird das Investitionswachstum im Euro-Raum mit +1,8% in 2014 das BIP Wachstum übertreffen, allerdings bei einer erwarteten Industriegüter-Inflation von nur 0,2% den Preisdruck beibehalten.

Finanzierungsseitig rechnet die EZB noch mit einer längeren Zeitperiode auf dem aktuellen niedrigen Zinsniveau, sogar bis 2016.

Maßgeblich hier ist insbesondere das Investitionsklima in Deutschland; hier rechnen z.B. ifo oder IKB mit einem deutlichen Sprung auf +6% in 2014. Damit sollte sich der Investitionsattentismus aufgelöst haben. Motor hierfür sind die Nachholeffekte aus 2012 bis 2013 und die steigende Kapazitätsauslastung in der Industrie. Mit einem Einsetzen dieser Entwicklung wird im zweiten Quartal 2014 gerechnet. Laut ifo soll das verarbeitende Gewerbe um insgesamt 9% zulegen. Auch die Bauinvestitionen in Deutschland sollen mit einer Verbesserung von +4% einen Wachstumsbeitrag leisten, auch wenn dieser für ZAS nicht ganz so entscheidend ist, wie die Windindustrieentwicklung.

b) Erwartete Geschäfts- und Ertragslage

Vor dem Hintergrund der bereits beschriebenen Entwicklung des Umfeldes der jeweiligen Branchen stellt sich für ZAS die allgemeine Erwartung einer leichten Verbesserung der externen Randbedingungen.

Bei ZAS tragen die seit 2010 vorgenommenen umfangreichen Restrukturierungen dazu bei, die Ausgangslage des Geschäftsbereiches zu verbessern.

Für 2014 erwarten wir eine Umsatzerhöhung von +4 bis +6% im einstelligen Bereich, das EBITDA wird sich auch auf Basis des Ganzjahreseffektes einzelner Maßnahmen aus 2013 deutlich um ca. 10% verbessern und etwa 6 bis 8% vom Umsatz erreichen. In 2015 wird sich die Umsatzentwicklung leicht positiv mit +3-5% fortsetzen und die Ergebnisverbesserung zu einem EBITDA von 10% (vom Umsatz) führen.

Die Lagerumschlagshäufigkeit wird in 2014 9,5 erreichen und in 2015 10,0. Die Forderungsreichweite wird stabil bleiben, so daß insgesamt das Umsatzwachstum nicht zu einem Anstieg des Umlaufvermögens führen wird und somit das volle EBITDA in das Operative Cash Flow einfließen wird.

2) Risikobericht

Das unternehmerische Handeln im nationalen und internationalen Umfeld setzt ZAS einer Vielzahl von Risiken aus. Der Erfolg des Unternehmens wird wesentlich durch das frühzeitige Erkennen dieser Risiken sowie einen bewussten Umgang mit ihnen beeinflusst. Durch das implementierte Risikomanagementsystem (RMS) wird ein vorausschauendes Handeln sichergestellt. Die Identifizierung und transparente Darstellung der Risiken sowie die getroffenen Steuerungsmaßnahmen sind die Basis für die langfristige Sicherung von ZAS und deren erfolgreiche Weiterentwicklung in der Zukunft. Die Risikopolitik ist an die Geschäftsstrategie angepasst. In ihrem Rahmen werden kontinuierlich Vorkehrungen getroffen, um Risiken möglichst zu erkennen, zu vermeiden oder zu minimieren.

Die Risikostruktur setzt sich zusammen aus branchenspezifischen Risiken, die die Mitbewerber in den jeweiligen Geschäftsbereichen gleichermaßen betreffen und aus individuellen Risiken für ZAS. Generell ist festzuhalten, dass die branchenspezifischen Risiken überwiegen, teilweise durch höhere Werte, teilweise wegen der geringeren Möglichkeiten, durch Kontroll- und Steuerungsmaßnahmen kompensierend zu wirken. Der Risikobericht betrifft sowohl die ZT Management Holding GmbH als auch die in- und ausländischen Tochterunternehmen und ist somit für den Konzern gültig.

a) Wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems

Unter Risikomanagement versteht ZAS nachvollziehbare und systematische Vorgehensweisen zur Identifizierung, Bewertung, Überwachung und Steuerung von potenziellen Risiken sowie die Auswahl und Umsetzung von Maßnahmen zur Risikohandhabung und Risikoverringerung.

Zacher hat ein umfassendes RMS implementiert, um Risiken frühzeitig erkennen und in Abwägung mit den entsprechenden Chancen beurteilen, minimieren und steuern zu können.

Das RMS bei ZAS ist in die allgemeine Unternehmenssteuerung integriert und setzt sich im Wesentlichen aus folgenden Elementen zusammen:

Integrierte Managementsysteme (IMS),

Internes Kontrollsystem (IKS),

Interne und externe Audits.

Diese Bestandteile des Risikomanagementsystems dienen der Steuerung und Überwachung der Geschäftsprozesse. Darüber hinaus nutzt die Konzernleitung ihre umfassenden Kenntnisse der Märkte. Diese beruhen auf langjährigen Kontakten zu Kunden, Lieferanten und Verbänden.

Das IMS wird detailliert im Intranet für alle Mitarbeiter dargestellt (3 Handbücher). Dort werden Ziele, Strategien und Prozesse mit maßgeblichem Einfluss auf die ZAS-Geschäftstätigkeit beschrieben. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf die Themen Sicherheit, Qualität der Produkte und Leistungen sowie betrieblicher Umweltschutz gerichtet. Im Rahmen der Prozessdarstellung werden die jeweiligen Prozessschritte mit ihren Qualitäts-, Umwelt- und Sicherheitskriterien, den operativen Zielen und etwaigen Schnittstellen dargestellt und allgemeingültig beschrieben. Durch laufende Anpassungen an die Veränderungen des Marktes und kontinuierliche Verbesserungen der Prozesse sowie des betrieblichen Umweltschutzes und der Sicherheit wird das IMS ständig weiterentwickelt. Das Handbuch sowie die nachgeordneten Verfahrens- und Arbeitsanweisungen dienen allen Mitarbeitern als Nachschlagewerk und Anleitung zum Handeln.

Ergänzend zum IMS werden mögliche Kontrollen zur Risikoabdeckung definiert: Die Prozessorganisation, Prozessrisiken und

-kontrollen werden durch die jeweiligen Einheiten evaluiert und auf die lokalen Gegebenheiten angepasst. Es handelt sich hierbei um einen fortgesetzten und dauerhaften Prozess mit mehreren Schritten, durch den die Beherrschung der Aktivitäten in der Gruppe und die Ausübung der internen Kontrollen kontinuierlich verbessert werden soll. So wurden auf Gruppenebene die individuellen Risiken identifiziert, dokumentiert und priorisiert. Dazu wurde eine Übersicht von möglichen Risikokategorien erstellt. Darauf aufbauend wurden je Risikokategorie die konkreten Risiken identifiziert und hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und ihres Schadensausmaßes qualitativ bewertet.

Durch externe Audits wird das Risikomanagementsystem regelmäßig überprüft. In diesen Audits wurde bestätigt, dass ein funktionsfähiges und wirksames Risikomanagementsystem konzernweit implementiert ist, sowie Maßnahmen zur Sicherung der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie zur Einhaltung aller maßgeblichen rechtlichen Vorschriften getroffen wurden.

Auf der Basis des oben dargestellten umfassenden und in die allgemeinen Unternehmensabläufe integrierten Risikomanagementsystems identifiziert und bewertet ZAS die verschiedenen strategischen und operativen Chancen und Risiken. Ziel ist die Sicherstellung einer nachhaltigen positiven Unternehmensentwicklung. Das Risikomanagementsystem dient insbesondere dazu, mögliche Gefahren für die Erreichung der Unternehmensziele bereits im Vorfeld zu minimieren. Hierbei werden alle im jeweiligen Geschäftsfeld liegenden Chancen sachgerecht gegen Gefahrenpotenziale abgewogen, aufgrund der Analyse bewertet und entsprechende Maßnahmen identifiziert und umgesetzt.

Wesentliche Datengrundlage des ZAS Risikomanagements ist das monatliche Berichtswesen, das detailliert sämtliche Umsatzpositionen, Aufwandsarten und Vermögens- und Finanzierungskomponenten quantitativ und qualitativ darstellt. Die einzelnen Positionen werden mit der Planung und dem Vorjahr abgeglichen und einem Soll-Ist bzw. Ist-Vorjahres-Vergleich unterzogen. Etwaige Abweichungen werden analysiert und kommentiert. Dadurch wird eine regelmäßige und frühzeitige Information über maßgebliche Risiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens wesentlich beeinflussen, gewährleistet. Die Risikoüberwachung und -steuerung wird bei ZAS grundsätzlich auf Geschäftsführungsebene ausgeübt. Im Einzelnen werden für alle relevanten Risiken Verantwortliche festgelegt. Dabei hängt die hierarchische Ebene der Verantwortlichkeit von der Bedeutung des jeweiligen Risikos ab.

Einsatz von IT-Systemen

Die Erfassung buchhalterischer Vorgänge erfolgt bei ZAS durch die zentrale Buchhaltung von der ZT Management Holding GmbH. Die lokal erstellten Abschlüsse erweitert um IFRS-Adjustments werden durch Meldung der einzelnen Konzernunternehmen an die Zentrale übermittelt.

Die gemeldeten Abschlüsse werden erfasst und gespeichert, sodass dort alle relevanten Informationen in einer umfangreichen Datenbank verfügbar sind. Mit Hilfe dieses Informationssystems wird anhand der einzelnen Abschlüsse und nachfolgender Konsolidierungsvorgänge der Konzernabschluss erstellt. Ferner sind in diesem Informationssystem systemintegrierte Kontrollen und Validierungen implementiert.

b) Einzelrisiken

Durch die transparente Aufbereitung der Einzelrisiken kann die Risikosituation angemessen gesteuert werden. Die Risiken werden absteigend nach Ihrer Bedeutung aufgelistet, eine Quantifizierung erfolgt nur, sofern diese auch im Rahmen der Steuerung verwendet werden.

Absatzrisiken

Das ZAS Geschäft ist stark abhängig von einem bestimmten Industrieseilsegment. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Absatz- oder Umsatzzahlen dieses Segmentes massiv einbrechen ist nicht auszuschließen. Ein massiver Konjunktureinbruch kann das Unternehmen an die Grenzen der Belastbarkeit bringen.

Beschaffungsrisiken

Diese Risikoklasse betrifft die Verfügbarkeit von zu beziehenden Waren und Dienstleistungen. Durch unser laufendes Lieferantenkontrollverfahren wird eine gleichbleibend hohe Qualität sichergestellt.

Die Hauptrisiken im Herstellungsprozess von Aluminium-Produkten sind die schwer vorhersehbaren Energie- und Rohstoffpreise.

Mehr noch als im Jahr 2009 steht vor dem Hintergrund der nun überstandenen Finanz- und Wirtschaftskrise die finanzielle Stabilität wichtiger Lieferanten im Fokus. Die operative Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten darf gemäß interner Regelungen definierte Schwellenwerte nicht überschreiten.

Um dem Risiko einer Unterbrechung unserer Lieferkette zu begegnen werden Zweitlieferanten für alle kritischen Rohstoffe aufgebaut. Andererseits wird gezielte Redundanz innerhalb der Zarges Tubesca-Gruppe in der Rohstoffbeschaffung hergestellt.

Industrielle Risiken

Die Auswirkungen von Risiken wie Feuer, Hochwasser oder sonstigen schwerwiegenden Ereignissen, deren Eintritt unwahrscheinlich ist, aber Schäden verursachen könnte, die trotz individueller Absicherung nicht in vollem Umfang zu kompensieren sind, wird allein durch die Aufteilung in unabhängige Werke mit unterschiedlichen Standorten verringert.

Durch die noch nachwirkende zurückhaltende Investitionstätigkeit der Krisenjahre besteht die Möglichkeit, dass innerhalb der geplanten Lebenszeit ein vorher nicht kalkulierbarer Nachrüst- und Wartungsaufwand anfällt. Hierbei handelt es sich um ein inzwischen limitiertes Kostenrisiko im Rahmen der allgemeinen Tragfähigkeit. Im Bereich Umwelt ist durch interne Prozesse sichergestellt, dass sämtliche Investitionen die geltenden Vorschriften erfüllen.

Ausfallrisiken

Generell wirkt die stabile Kundenstruktur einer hohen Unsicherheit bezüglich der individuellen Ausfallrisiken entgegen. Maßnahmen zur Minimierung der Ausfallrisiken sind Kreditversicherung, angepasste Zahlungsbedingungen, stringente Einhaltung von Limits und monatliche Einzeldurchsicht von fälligen Forderungen. Konzernweit entstehen erfahrungsgemäß aus diesen Ausfallrisiken bei ZAS nur minimale Schäden.

Im Projektgeschäft mit Windturminnenausbauten mit hohen punktuellen Einzelzahlungen ist für ZAS stets zu vermeiden, dass im Einzelfall erwartete Zahlungen verspätet oder gar nicht eingehen. Die derartigen Abweichungen in der Praxis stellen Liquiditätsschwankungen von unter 1 Mio. Euro dar. Derzeit ist daher nicht erkennbar, dass hierdurch die Liquidität für ZAS ernsthaft gefährdet werden könnte.

Liquiditätsrisiken

ZAS stützt sich auf die Finanzierung des Zarges Tubesca Konzerns.

Zarges Tubesca hat nach wie vor Bankverbindlichkeiten in erheblicher Höhe. Im Zeitraum 2011 bis 2013 konnten aus dem operativen Geschäft Tilgungen von 33,7 Mio. Euro geleistet werden.

Allerdings sah auch die Anfang 2010 vollzogene Refinanzierung eine Kumulierung der Tilgungen mit dem Beginn der Endfälligkeiten der jeweiligen Tranchen ab November 2013 vor. Es wurde daher im Berichtszeitraum mit den Kreditgebern eine Verlängerung Amend & Extend der laufenden Kreditlinien vereinbart.

Erreicht wurde Ende Oktober 2013 hiermit eine bezüglich Tilgungsplan, Covenants und Liquiditätsspielraum stabile Finanzierung bis Mitte Dezember 2016.

Die Gesellschafter beteiligten sich an der Refinanzierung in 2013 mit einer Erhöhung des Gesellschafterdarlehens um 10 Mio. Euro.

Das allgemeine aus der Finanzierungssituation abgeleitete Liquiditätsrisiko ist somit seit 2010 erstmalig gering.

Zinsänderungsrisiken

Durch den noch hohen Verschuldungsgrad bleibt die Zinslast erheblich. Ein Maximalrisiko ist durch eine teilweise Deckelung der Zinshöhe sichergestellt, allerdings führte der niedrige Referenzzins im Berichtszeitraum zu einem vollen Durchreichen der Veränderungen im Laufe des Jahres. Die Bandbreite der effektiven Schwankung bewegt sich auch dann innerhalb der Risikotragfähigkeit, wenn der Referenzzins (EURIBOR) auf 3% ansteigen würde, womit keine Prognose vor 2017 rechnet. In der Gesamtbetrachtung stellt die Zinslast keine Gefährdung der Ertragslage oder des Cashflows dar.

Investitionsrisiken

Ersatzinvestitionen oder gar Investitionen mit Kapazitätseffekt tragen sich über einen Zeitraum, der in der Regel den Prognosezeitraum übersteigt und bergen das Risiko einer Fehlallokation von knapper Liquidität. Kurzfristig bestehen risikoreduzierende Maßnahmen darin, den Produktionsplan und die Kapazitäten laufend der Entwicklung des Auftragseinganges anzupassen.

Quantitativ ist aber das Volumen der Investitionen der vergangenen Jahre und innerhalb des Prognosezeitraumes mit potentiellem Kapazitätsrisiko so gering (unter 2 Mio. Euro pro Geschäftsjahr), daß dieses nicht an die Tragfähigkeit heranreicht.

Währungsrisiken

ZAS tätigt Umsätze überwiegend in EUR und USD. Für die Aktivitäten außerhalb des EUR-Raumes stehen den Umsätzen nur ein Teil der Kosten in der jeweiligen Landeswährung gegenüber, so dass sich auf den Ergebnisbeitrag aus diesen Währungsräumen tatsächlich ein Risiko ergibt. Aufgrund der untergeordneten Bedeutung werden keine Derivate eingesetzt.

Personalrisiken

ZAS ist in allen Bereichen auf hochqualifizierte Mitarbeiter angewiesen und konkurriert mit zahlreichen Unternehmen, um entsprechend geschultes Personal. Speziell in Deutschland wird durch intensive Kooperationen mit Hochschulen, Betreuung von Praktika und Abschlussarbeiten sowie Ausbildung im Werk Weilheim für die notwendige Verfügbarkeit von potenziell einsetzbaren Kräften gesorgt.

Die zunehmende Einrichtung von breit aufgestellten Prozessen reduziert die Abhängigkeit von individuellen Know-how Trägern, deren Ausfallwahrscheinlichkeit im Industriedurchschnitt liegt. Insgesamt ergeben sich hieraus Restrisiken innerhalb des Rahmens der allgemeinen Risikotragfähigkeit.

IT-Risiken

Die Risiken im IT-Bereich gliedern sich in Systemausfallrisiken, mangelhafte Systemverfügbarkeit und Angriffe von außen.

Das Ziel, für alle Anwendungen gleichermaßen eine Risikominimierung anzustreben, bedeutete eine Vielzahl an Ansätzen. Während das zentrale SAP R/3 System durch Zarges GmbH inklusive Redundanz zur Verfügung gestellt wird, müssen andere Systeme dezentral, oder von externen Partnern gepflegt werden.

Die getroffenen Maßnahmen stellen sicher, daß das Risiko einer punktuellen Ergebnisauswirkung wegen Systemausfall von z.B. über 0,5 Mio. Euro als gering einzustufen ist.

Risiken im Rechnungslegungsprozess

Spezielle rechnungslegungsbezogene Risiken können z.B. aus dem Abschluss ungewöhnlicher oder komplexer Geschäfte auftreten. Außerdem können durch bestehende Ermessenspielräume von Mitarbeitern beim Ansatz und der Bewertung von Bilanzpositionen weitere rechnungslegungsbezogene Risiken entstehen. Weiterhin können durch die Übertragung rechnungslegungsspezifischer Aufgaben Risiken auftreten. Diesen Risiken wird durch konzernweite entsprechende Vorgaben, Einsatz qualifizierter Mitarbeiter und bedarfsbezogene Hinzuziehung von Spezialisten begegnet.

Zusammenfassend gehen wir davon aus, daß das Risiko einer punktuellen Ergebnisauswirkung aus diesem Bereich von z.B. über 0,2 Mio. Euro als sehr gering einzustufen ist.

Rechtliche Risiken

Aktuell ist kein wesentlicher Sachverhalt im Bereich der rechtlichen Risiken bekannt. Im Rahmen des Risikomanagements werden sämtliche Risiken betrachtet. Es werden vorbeugende Maßnahmen ergriffen um die folgenden Risiken zu minimieren: unzureichend kontrollierte Verpflichtungen, Mängel im Prozess der Vertragsgestaltung, mangelhaftes oder verspätetes Management von Rechtsstreitigkeiten und schlechtes Management der juristischen Ressourcen. Zur Risikovermeidung sind im RMS konkrete Maßnahmen formuliert.

Wir gehen davon aus, daß das Risiko einer punktuellen Ergebnisauswirkung aus diesem Bereich von z.B. über 0,5 Mio. Euro als sehr gering einzustufen ist.

Umweltrisiken

Durch die Produktion entstehen verfahrensbedingte moderate Risiken, die Umwelt zu verunreinigen. Zur Minimierung dieser Risiken und der kontinuierlichen Verbesserung der Umweltschutzleistung bei ZAS wurden Umweltschutzprogramme aufgestellt. Diese beinhalten Ziele, aus denen sich wiederum konkrete Umweltschutzmaßnahmen ableiten, die dann im Einzelnen umgesetzt werden und im Rahmen des jährlich erstellten Umweltberichts nachverfolgt werden.

Die getroffenen Maßnahmen stellen sicher, daß das Risiko einer punktuellen Ergebnisauswirkung aus diesem Bereich von z.B. über 0,5 Mio. Euro als sehr gering einzustufen ist.

Einschätzung der Gesamtrisikosituation

Bestandsgefährdende Risiken sind gegenwärtig und für die Zukunft nicht zu erkennen. Gegenüber der letzten Berichterstattung hat sich jedoch die Risikolage durch die Entwicklung der konjunkturellen Lage und die vollzogenen Restrukturierungsmaßnahmen, sowie die Anpassung der Finanzierung in 2013, verbessert.

Einschränkender Hinweis

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem ermöglicht durch festgelegte Organisations-, Kontroll- und Überwachungsstrukturen die systematische Erfassung, Aufbereitung und Würdigung von unternehmensbezogenen Sachverhalten sowie die sachgerechte Darstellung in der Konzernrechnungslegung.

Auch wenn die internen Kontroll- und Risikomanagementsysteme unter ständiger Beobachtung stehen und kontinuierlich verbessert werden, ist es nicht völlig auszuschließen, dass es insbesondere durch persönliche Ermessensentscheidungen, fehlerhafte Kontrollen, kriminelle Handlungen oder sonstiger Umstände, nur zu einer eingeschränkten Wirksamkeit und Verlässlichkeit der Systeme kommt.

3) Chancenbericht

Die umfangreichen Restrukturierungen der Geschäftsbereiche bei ZAS, die bis hinein in das Jahr 2014 umgesetzt werden, führen in allen Bereichen zu einer Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens, die ihr gesamtes Potential noch nicht in der für die 2-Jahres Prognose herangezogenen Entwicklung offenbart.

Insbesondere die Integration und Koordination des Geschäftsbereichs Zarges unter einem einheitlichen Markendach wird einen marktübergreifenden Auftritt als Marktführer erlauben, wie dies bisher nicht der Fall gewesen ist. Daraus wird sich die Möglichkeit ergeben, auch über Deutschland und hinaus die europäischen Märkte zu durchdringen. Die nachfolgend aufgeführten Chancen werden Absteigend ihrer Bedeutung aufgeführt.

a) Erweitertes Absatzpotenzial

Die für den Prognosezeitraum angesetzte Absatzplanung geht von einem generell unveränderten Marktumfeld aus. Auch die tatsächliche Entwicklung der letzten Jahre floss dämpfend in sämtliche Volumenprognosen ein. Dennoch bestehen Chancen einer positiven Entwicklung aus verschiedenen Gründen.

Für ZAS entsteht durch jede konjunkturelle Belebung in Deutschland starker Rückenwind. Eine Auflösung der nun mehrjährigen Investitionsblockade in der Deutschen Industrie würde für ZAS zu einem Wachstum deutlich oberhalb der allgemeinen Konjunkturentwicklung führen. Dies konnte in den ersten Monaten des Jahres 2011 beobachtet werden. Eine Eintrittswahrscheinlichkeit erreicht hier nicht 50%, ist aber beachtlich. Ferner kann die Fokussierung auf die Marke Zarges, das Anstoßen mehrerer wirksamer Innovationen und das gute Service-Level zu einem Marktanteilsgewinn führen. Sämtliche Rückmeldungen vom Markt bestätigen hier die Performance-Verbesserung von ZAS und führen auch hier zu einer greifbaren Chance, bessere Umsatzentwicklungen, als geplant zu erreichen. Schließlich hat in den letzten 2 Jahren die Euro-Stärke in vielen Export-Märkten die Marke ZAS verteuert, der entspannende Effekt der prognostizierten Gegenbewegung ist nicht in die USD und andere Umsatzprognosen in Fremdwährungen eingeflossen.

Durch die effizienten Fixkostenstrukturen würde die Konversion dieser Chancen einen überproportional positiven Effekt auf das EBITDA bewirken.

b) Verbesserte Kostensituation

Fortschritt der noch abzuschließenden Restrukturierungsmaßnahmen, Produktivität des Werkes und Beschaffungskosten für die wesentlichen Rohstoffe werden in der Ergebnisprognose in einem Umfang berücksichtigt, der zum Prognosezeitpunkt auf weitestgehend bekannten und gesicherten Maßnahmen fußt. Tatsächlich bietet gerade eine Phase, wo Strukturänderungen noch stattfinden, Verbesserungsoptionen, die sich kurzfristig ergeben und gezogen werden können.

Für ZAS sollten sich nach der Integration aller Marken (Zarges STEIGTECHNIK, Zarges LOGISTIK, WIND/"Niord", AIR/Zacher) unter einem Dach Fixkostensynergien ergeben, die zum Zeitpunkt der Auslösung der Integration nicht absehbar waren. Ferner ermöglicht die vollständige Steuerung aller Zarges Werke innerhalb eines gemeinsamen IT-System weitere Produktivitätsfortschritte durch verstärkte Werk-Spezialisierung. Die Eintrittswahrscheinlichkeit positiver Aspekte hier ist hoch, allerdings hängt deren quantitative Auswirkung vom Tempo der Umsetzung und Verbesserungen ab und kann zum Berichtszeitpunkt noch nicht anders angesetzt werden, als für die Prognose angesetzt.

c) Verbesserte Bilanzstruktur

Eine Verbesserung der Bilanzstruktur bezüglich der Steuerungsgröße Verschuldung bedeutet eine Verringerung des eingesetzten Kapitals durch schnellere und tiefergehende Fortschritte im Working Capital Management. Konkret messbar sind diese Fortschritte anhand einer Beschleunigung der Lagerumschlagszahlen, und anhand einer Verkürzung der effektiven Zahlungsfristen.

Für ZAS sollten sich nach der Spezialisierung der Zarges-Werke weitere Ansätze ergeben, die Rohstoffbeschaffung zu optimieren und die Durchlaufzeiten zu verkürzen und somit eine Absenkung der Halbfertigwaren zu erreichen. Auch an einer besseren Kanalisierung der Fertigwarenströme innerhalb der Zarges Gruppe wird gearbeitet. Die genannten Maßnahmen führen noch im Prognosezeitraum zu weiteren Verbesserungen des Working Capital und können einen Umfang von bis zu 10% oder ca. 0,2 Mio. Euro darstellen.

Auch das seit Ende 2012 erfolgreich praktizierte Factoring kann noch auf weitere Gesellschaften der Zarges Gruppe, im besonderen ZAS, erweitert werden und im Prognosezeitraum zu einer Absenkung des Working Capital um 0,4 Mio. Euro führen.

 

Dresden, den 16. April 2014

Die Geschäftsführung

Dr. Andreas Rybarczyk

Marcus B. Teschner

Bilanz

Aktiva

  Anhang 31.12.2013 31.12.2012
   
A. Anlagevermögen (1)      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände   716.514,00   810.794,00
II. Sachanlagen   108.326,00   147.036,00
III. Finanzanlagen   0,00   1,00
      824.840,00 957.831,00
B. Umlaufvermögen        
I. Vorräte (2)   1.333.300,30 1.665.366,73
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (3)      
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen   2.108.689,15   1.962.064,39
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen   3.179.654,40   3.558.540,53
3. Sonstige Vermögensgegenstände   61.959,11   83.173,82
      5.350.302,66 5.603.778,74
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten     592.597,54 132.081,41
      7.276.200,50 7.401.226,88
C. Rechnungsabgrenzungsposten     847,00 0,00
D. Aktive latente Seuerabgrenzung (9)   192.500,00 0,00
      8.294.387,50 8.359.057,88

Passiva

       
  Anhang 31.12.2013 31.12.2012
   
A. Eigenkapital (4)      
I. Gezeichnetes Kapital   255.645,94   255.645,94
II. Gewinnrücklagen   1.003.641,57   1.003.641,57
III. Gewinnvortrag   40.642,38   40.642,38
IV. Jahresfehlbetrag   -301.911,08   0,00
      998.018,81 1.299.929,89
B. Rückstellungen        
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (5) 4.685.017,00   4.369.233,00
2. Steuerrückstellungen (6) 15.827,00   0,00
3. Sonstige Rückstellungen (7) 491.581,36   835.989,63
      5.192.425,36 5.205.222,63
C. Verbindlichkeiten (8)      
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen   1.398.241,12   1.699.650,08
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen   365.309,38   24.887,03
3. Sonstige Verbindlichkeiten   122.762,83   129.368,25
      1.886.313,33 1.853.905,36
D. Rechnungsabgrenzungsposten     3.030,00 0,00
E. Passive latente Steuerabgrenzung (9)   214.600,00 0,00
      8.294.387,50 8.359.057,88

Gewinn- und Verlustrechnung

  Anhang 2013 2012
   
1. Umsatzerlöse (10) 14.231.801,94   13.307.889,10
2. Bestandsveränderungen   -115.150,18   56.863,31
3. Andere aktivierte Eigenleistungen   207.612,48   147.413,33
      14.324.264,24 13.512.165,74
4. Sonstige betriebliche Erträge (11)   329.122,83 228.228,34
      14.653.387,07 13.740.394,08
5. Materialaufwand (12) 8.303.368,17   7.429.696,35
6. Personalaufwand (13) 3.947.864,77   4.431.282,69
7. Abschreibungen   342.073,04   215.251,00
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen (14) 1.951.419,03   2.754.433,64
      14.544.725,01 14.830.663,68
Betriebsergebnis     108.662,06 -1.090.269,60
9. Finanzergebnis (15)   -297.376,10 -2.270.262,71
10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit     -188.714,04 -3.360.532,31
11. Außerordentliche Aufwendungen (16)   68.220,00 68.220,00
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (17)   44.977,04 0,00
13. Sonstige Steuern     0,00 -618,64
14. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrags erhaltene Erträge aus Verlustübernahme     0,00 3.429.370,95
15. Jahresfehlbetrag     -301.911,08 0,00

Anhang

A) Allgemeine Abschlusserläuterungen

1. Form der Rechnungslegung

Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine "Mittelgroße Kapitalgesellschaft" im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2013 wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des HGB erstellt. Zusätzlich wurden die Rechnungslegungsvorschriften des GmbHG sowie rechnungslegungsrelevante Regelungen des Gesellschaftsvertrags beachtet.

Die Gesellschaft hat den Jahresabschluss freiwillig nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften aufgestellt. Aus Gründen der Klarheit und Übersichtlichkeit werden unverändert zu Vorjahren in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung bestimmte Einzelposten zusammengefasst und im Anhang jeweils gesondert dargestellt (§ 265 Abs. 7 Ziffer 2 HGB).

Von den größenabhängigen Erleichterungen für "Mittelgroße Kapitalgesellschaften" bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurde kein Gebrauch gemacht. Die Form der Darstellung und die Gliederung wurden gegenüber dem Vorjahr beibehalten.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Die Fremdwährungsumrechnung erfolgt nach § 265a HGB.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene i mmaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt. Selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden unter Anwendung von § 248 Abs. 2 HGB aktiviert. Hierbei werden die Kosten für die Entwicklung und Weiterentwicklung neuer Produkte mit den angefallenen Entwicklungskosten gemäß § 255 Abs. 2a HGB bewertet. Die aktivierten Entwicklungskosten werden planmäßig und entsprechend ihrer tatsächlichen Nutzung in Folgeprojekte abgeschrieben. Nicht mehr verwertbare und nicht mehr werthaltige Entwicklungen werden ausserplanmäßig voll abgeschrieben und als Anlagenabgänge gezeigt.

Die Sachanlagen sind mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Aktivierung und Bewertung erfolgten in Vorjahren im Wesentlichen unter Anwendung ertragsteuerlicher Vorschriften. Auf Zugänge ab dem Geschäftsjahr 2010 wird die lineare Abschreibungsmethode angewandt.

Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungskosten mit gleitenden Durchschnittspreisen zuzüglich Anschaffungsnebenkosten bzw. den nach § 255 Abs. 2 HGB aktivierungspflichtigen Herstellkosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips. Die wesentlichen Hilfs- und Betriebsstoffe sind mit Festwerten gemäß § 240 Abs. 3 HGB angesetzt.

Bei den zu Nominalwerten bilanzierten Forderungen , Guthaben bei Kreditinstituten und den übrigen Vermögensgegenständenwird allen erkennbaren Risiken durch angemessene Abwertung Rechnung getragen. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung abgedeckt. Der langfristige unverzinsliche Auszahlungsanspruch aus Körperschaftssteuerguthaben nach § 37 Abs. 5 KStG n.F. (SEStEG) ist mit dem Barwert aktiviert.

Aktive und passive latente Steuerabgrenzungsposten sind mit dem konzerneinheitlichen Steuersatz von 30 % bewertet.

Die Eigenkapitalposten sind zum Nennbetrag angesetzt.

Die Pensionsverpflichtungen sind auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Sie wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz bei einer Restlaufzeit von 15 Jahren mit einem Zinssatz von 4,89 % abgezinst. Jährliche Gehaltssteigerungen bei Anwartschaften wurden mit 2,5 % p.a., Rentensteigerungen mit 1,75 % p.a. und eine Fluktuation mit 2,5 % berücksichtigt.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in ausreichendem Umfang. Rückstellungen für Jubiläumsgeldverpflichtungen werden unter Anwendung eines fristenkongruenten, durchschnittlichen Marktzinses der letzten sieben Jahre von 4,89 % unter Berücksichtigung eines Anwartschaftstrends von 2,5 % und einer Fluktuation von 2,5 % auf Basis der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck als biometrische Ausscheidewahrscheinlichkeiten nach der PUC-Methode passiviert. Weitere Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden entsprechend § 253 Abs. 2 HGB abgezinst.

Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen passiviert. Ausgenommen hiervon sind die langfristig zu tilgenden Rentenverpflichtungen aus noch nicht umgelegten Rentenanwartschaften des Pensionssicherungsvereins aG, die mit dem Barwert passiviert sind.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremden Währungen werden mit dem Kurs zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls bewertet, Bankguthaben und -schulden zum jeweiligen Stichtagskurs. Zum Bilanzstichtag bestanden keine Forderungen und Verbindlichkeiten in fremden Währungen. Gewinne und Verluste aus Kursänderungen werden berücksichtigt.

B) Erläuterungen zu den einzelnen Bilanzposten

(1) ANLAGEVERMÖGEN

Zur Aufgliederung und Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens verweisen wir auf die Darstellung des unter Blatt 15 als Bestandteil dieses Anhangs beigefügten Anlagespiegels.

Im Berichtsjahr sind Forschungs- und Entwicklungskosten von T€ 312 angefallen. Hiervon sind Entwicklungskosten von T€ 208 für die Entwicklung und Weiterentwicklung neuer Produkte angefallenen, die unter Anwendung von § 248 Abs. 2 HGB aktiviert wurden. Die Abgänge betreffen nicht mehr verwertbare Entwicklungen die bereits in Vorjahren voll abgeschrieben worden waren.

Durch die Fortführung der degressiven Abschreibungen auf Zugänge der einzelnen Posten des Sachanlagevermögens bis zum Geschäftsjahr 2009 ergeben sich zum 31. Dezember 2013 Minderabschreibungen gegenüber einer Bewertung nach den Vorschriften des BilMoG von € 11.806,00 und ein um € 64.570,00 geringerer Buchwert.

Die unter den Finanzanlagen ausgewiesene, wegen anhaltender Ertragslosigkeit auf € 1,00 abgeschriebene 100%ige Beteiligung am Stammkapital der ZARGES Aluminium Systems LLC, Amarillo, USA, ist in 2013 endgültig abgegangen. Die Gesellschaft hatte bereits in 2012 ihre operative Tätigkeit eingestellt, sie wurde Anfang 2013 liquidiert. Die für noch anfallende Schließungskosten in 2012 passivierte Rückstellung von T€ 123,0 wurde voll verbraucht.

(2) VORRÄTE

  2013
2012
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 768.584,91 1.025.689,74
Unfertige Erzeugnisse 558.712,15 666.612,67
Fertige Erzeugnisse und Handelswaren 14.203,24 40.484,22
  1.341.500,30 1.732.786,63
./. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -8.200,00 -67.420,00
  1.333.300,30 1.665.366,73

Für Hilfs- und Betriebsstoffe besteht ein Festwert von € 42.000,00 (Vj. € 10.000,00). Die letzte körperlichen Bestandsaufnahme erfolgte zum 31. Dezember 2013.

(3) FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE

  2013
2012
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.108.689,15 1.962.064,39
Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 3.179.654,40 3.558.540,53
Sonstige Vermögensgegenstände 61.959,11 83.173,82
  5.350.302,66 5.603.778,74

In den sonstigen Vermögensgegenständen ist eine Forderung gegenüber den Finanzbehörden mit dem Barwert von € 49.595,37 enthalten. Diese langfristige Forderung wird seit 2008 über einen Zeitraum von zehn Jahren in gleichen Jahresbeiträgen ausgezahlt.

Alle anderen Forderungen sind innerhalb eines Jahres fällig.

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen ausschließlich auf Forderungen aus dem laufenden Zahlungs- und Verrechnungsverkehr.

(4) EIGENKAPITAL

Das Gezeichnete Kapital zeigt das gegenüber dem Vorjahr unveränderte voll einbezahlte Stammkapital von € 255.645,94. Unsere Gesellschaft gehört seit dem 01.01.2007 über die Alleingesellschafterin ZARGES GmbH zur ZT Management Holding GmbH, Weilheim, die einen Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen der ZARGES-TUBESCA-Gruppe aufstellt.

Der seit 2001 bestehende Ergebnisabführungsvertrag mit der ZARGES GmbH war gemäß Gesellschafterbeschluss in 2012 mit Wirkung zum 31. Dezember 2012 gekündigt worden.

Die aus vororganschaftlicher Zeit vorgetragene Gewinnrücklage blieb zusammen mit der im Jahr 2010 gemäß Art. 67 Abs. 1 Satz 3 EGHGB eingestellten Gewinnrücklage für Auflösungsbeträge bei langfristigen Rückstellungen aus der geänderten Bewertung nach HGB (BilMoG) unverändert. Ebenfalls unverändert blieb der aus vororganschaftlicher Zeit vorgetragene Gewinnvortrag.

Der Jahresfehlbetrag 2013 wurde auf neue Rechnung vorgetragen.

Eine durch die Aktivierung von selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen (Entwicklung und Weiterentwicklung neuer Produkte) zu berücksichtigende Ausschüttungssperre gemäß § 268 Abs. 8 HGB kommt, da der Gewinnvortrag den Betrag der aktivierten Entwicklungskosten von T€ 715,5 (Buchwert am 31. Dezember 2013) abzüglich der hierauf passivierten latenten Steuern von T€ 214,6 übersteigt, nicht in Betracht.

(5 ) PENSIONSRÜCKSTELLUNGEN

Hierunter ist mit T€ 4.685,0 die Rückstellung für Pensionszusagen an Mitarbeiter der Gesellschaft passiviert. Die Bewertung erfolgte gemäß einem versicherungsmathematischen Gutachten nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (PUC) unter Zugrundelegung eines durchschnittlichen Marktzinssatzes von 4,89 % (pauschal bei einer Restlaufzeit von 15 Jahren), jährlichen Gehaltssteigerungen von 2,5 %, Rentensteigerungen von 1,75 % und einer Fluktuation von 2,5 % auf der Basis der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Heubeck.

Der sich zum 31. Dezember 2010 aus alter und neuer Bewertung der Pensionsrückstellungen ergebende Unterschiedsbetrag von T€ 1.023,3 wird bis spätestens zum 31. Dezember 2024 in jedem Geschäftsjahr mit mindestens einem Fünfzehntel angesammelt. In 2013 wurden hiervon T€ 68,2 der Rückstellung zugeführt und als außerordentlicher Aufwand erfasst. Zum Bilanzstichtag ergibt sich danach noch eine Unterdeckung der Pensionsrückstellungen von T€ 750,4.

(6 ) STEUERRÜCKSTELLUNGEN

Nach Kündigung des seit 2001 bestehenden Ergebnisabführungsvertrags mit der ZARGES GmbH zum Ende des Jahres 2012 ergeben sich für das Geschäftsjahr 2013 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von T€ 15,8 für die eine entsprechende Rückstellung passiviert wurde.

(7 ) SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN

Die Sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen aus dem Personalbereich sowie Rückstellungen für Gewährleistungsverpflichtungen und sonstige ungewisse Verbindlichkeiten.

Die unter diesem Bilanzposten ausgewiesene Rückstellung für Jubiläumsgeldverpflichtungen von T€ 185,1 wurde gemäß einem versicherungsmathematischen Gutachten unter Anwendung eines fristenkongruenten, durchschnittlichen Marktzinses der letzten sieben Jahre von 4,89 %, der von der Deutschen Bundesbank monatlich veröffentlicht wird, unter Berücksichtigung eines Anwartschaftstrends von 2,5 % und einer Fluktuation von 2,5 % auf Basis der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck als biometrische Ausscheidewahrscheinlichkeiten nach der PUC-Methode passiviert.

(8 ) VERBINDLICHKEITEN

    davon fällig   davon
  2013
< 1 Jahr
> 5 Jahre
2012
T€
fällig: < 1 Jahr
T€
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.398.241,12 1.398.241,12 0 1.699,6 1.699,6
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 365.309,38 365.309,38 0 24,9 24,9
(davon aus Lieferungen und Leistungen) (23.148,24) (23.148,24)      
(davon gegenüber Gesellschafter) (342.161,14) (342.161,14)      
Sonstige Verbindlichkeiten 122.762,83 114.165,70 2.353,84 129,4 119,7
(davon aus Steuern) (87.194,33) (87.194,33)   (46,5) (46,5)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit) (9.688,85) (1.091,72) (2.353,84) (20,1) (5,7)
  1.886.313,33 1.877.716,20 2.353,84 1.853,9 1.844,2

(9 ) AKTIVE UND PASSIVE LATENTE STEUERABGRENZUNGEN

Die aktiven latenten Steuerabgrenzungen (T€ 192,5) wurden gemäß § 274 Abs. 1 HGB auf die Differenzen der handelsrechtlichen zu den steuerlichen Wertansätzen der Pensions- und Jubiläumsrückstellungen gebildet. Die passiven latenten Steuerabgrenzungen betreffen ausschließlich die im Zusammenhang mit der Aktivierung von selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen (T€ 715,5; Vj. T€ 808,5) passivierten latenten Steuern (vgl. im Einzelnen die Anmerkungen zum Eigenkapital). Bis zum Vorjahr wurden die passiven latenten Steuerabgrenzungen im Rahmen des zum Ende des Vorjahrs aufgehobenen Ergebnisabführungsvertrags bei der Konzernobergesellschaft ZT Management Holding GmbH berücksichtigt.

HAFTUNGSVERHÄLTNISSE / SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN

Die Gesellschaft ist im Jahr 2007 dem Vertrag über ein vorrangiges Konzernfinanzierungsdarlehen zwischen der Konzernobergesellschaft ZT Management Holding GmbH als Darlehensnehmer und dem darlehensgewährenden Kreditinstitut als zusätzlicher selbstschuldnerischer Bürge ("Additional Guarantor") beigetreten. Am 31. Dezember 2013 betrug die Gesamtinanspruchnahme € 77,6 Mio. Die Gesellschaft hat in diesem Zusammenhang auch sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Bankguthaben und weitere Vermögensgegenstände an das darlehensgewährende Kreditinstitut verpfändet bzw. abgetreten.

Mit einer Inanspruchnahme oder Belastung der Gesellschaft wird nicht gerechnet; aufgrund der bis Ende 2016 reichenden Konzernplanungsrechnung ergeben sich derzeit keine Risiken.

Für gewährte Bürgschaften für Anzahlungen und Gewährleistungsverpflichtungen bestehen zum Bilanzstichtag bei einem weiteren Kreditinstitut Bankbürgschaften in Höhe von T€ 5,8.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Leasingverträgen belaufen sich unter der Prämisse einer frühestmöglichen Kündigung auf T€ 124,9.

C) Erläuterungen zur Gewinn- und Verlust-Rechnung

(10) Umsatzerlöse

Der Gesamtumsatz des Unternehmens aus dem Anlagenbau in Leichtbauweise in Höhe von T€ 14.231,8 (Vj. T€ 13.307,9) entfällt mit 46,3 % auf das Inland, mit 18,7 % auf EU Staaten, mit 14,0 % auf die Türkei und mit 21,0 % auf Drittländer.

(11) SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE

Im Gesamtbetrag von € 329.122,83 (Vj. T€ 228.228,34) sind im Wesentlichen periodenfremde Erträge in Höhe von € 267.223,61 enthalten, davon Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von € 213.841,65. Die weiteren Erträge entfallen insbesondere auf Weiterverrechnungen von Kosten an verbundene Unternehmen, auf Erträge aus Währungsumrechnungen entfallen € 11,62 (Vj. € 1.375,02).

(12) MATERIALAUFWAND

  2013
2012
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 7.744.271,21 6.975.628,94
Aufwendungen für bezogene Leistungen 559.096,96 454.067,41
  8.303.368,17 7.429.696,35

(13) Personalaufwand

  2013
2012
Löhne und Gehälter 3.285.482,23 3.572.081,40
Soziale Abgaben und Aufwendungen f. Altersversorgung 662.382,54 859.201,29
(davon: für Altersversorgung) (35.171,55) (147.723,60)
  3 . 947 . 864,77 4.431.282,69

(14) SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN

Dieser Posten beinhaltet im Wesentlichen Aufwendungen für die Inanspruchnahme von Dienstleistungen der ZARGES GmbH (Miete, Energie, Infrastruktur, Verwaltung) und der ZT Management Holding GmbH (Managementleistungen und Leistungen im Rechnungswesen), die laufenden Aufwendungen für Versicherungen, Reparaturen, Reisekosten, Frachten, Handelsvertreterprovisionen, Werbung, Beratungs-, Dienstleistungs- und sonstige Verwaltungskosten sowie die Dotierung von sonstigen Rückstellungen. Die periodenfremden Aufwendungen betragen € 1.060,88 und die Aufwendungen aus Währungsumrechnungen € 22,97 (Vj. € 1.478,10).

(15) FINANZERGEBNIS

  201 3
201 2
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 141.364,60 124.688,19
(davon Erträge aus Abzinsungen) (2.455,98) (2.011.25)
(davon aus verbundenen Unternehmen) (138.726,92) (121.776,94)
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -23.457,03 -56.243,16
(davon Aufwendungen aus Aufzinsungen) (-372,71) (-413,04)
(davon an verbundene Unternehmen) (-10.615,44) (-34.215,50)
Abschreibungen auf Posten des Umlaufvermögens -5.789,67 -2.079.878,74
Zinsanteil aus der Zuführung zur Pensionsrückstellung -399.926,00 -248.411,00
Zinsanteil aus der Zuführung zur Jubiläumsrückstellung -9.568,00 -10.418,00
  - 297.376,10 - 2.270.262,71

Die Abschreibungen auf Posten des Umlaufvermögens entfallen auf die Abwertungen eines Intercompany-Darlehens an die ZARGES Aluminium Systems LLC, Amarillo, USA.

(16) AUSSERORDENTLICHER AUFWAND

Der sich aus der erstmaligen Anwendung der Bewertungsvorschriften des HGB nach BilMoG ergebende Unterschiedsbetrag bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen zum 31. Dezember 2010 ist bis zum 31. Dezember 2024 in jedem Geschäftsjahr mit mindestens einem Fünfzehntel (in 2013 T€ 68,2) als außerordentlicher Aufwand anzusammeln.

(17) STEUERN VOM EINKOMMEN UND VOM ERTRAG

Davon entfallen auf Steuern für das Berichtsjahr € 15.827,00 und auf Steuern für Vorjahre € 7.050,04 (gemäß steuerlicher Betriebsprüfung), sie entfallen ausschließlich auf die gewöhnliche Geschäftstätigkeit.

Die aktiven latenten Steuern von T€ 192,5 entfallen auf die Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Pensionsrückstellungen (Unterschied T€ 610,8) und Jubiläumsrückstellungen (Unterschied T€ 31,0). Bei den passiven latenten Steuern stehen die bilanzierten T€ 214,6 im Zusammenhang mit der Aktivierung von selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen in der Handelsbilanz. Steuerliche Verlustvorträge liegen nicht vor. Von den in der GuV insgesamt dargestellten latenten Steueraufwendungen und -erträgen von T€ 22,1 entfallen T€ 20,0 auf das außerordentliche Ergebnis, der Restbetrag entfällt auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.

D) Sonstige Angaben

Mitarbeiter

Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt: 2013 2012
Lohnempfänger 48 53
Gehaltsempfänger (ohne Geschäftsführer) 20 23
Gesamt: 68 76

Geschäftsführer

Zu Geschäftsführern waren bestellt:

 

Marcus B. Teschner, Ravensburg, Geschäftsführer Finanzen,

 

Thomas Lampe, Dillingen, Geschäftsführer (bis 31. Dezember 2013),

 

Dr. Andreas Rybarczyk, München, Geschäftsführer (ab 1. Januar 2014),

Organbezüge

Von der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB wird Gebrauch gemacht.

Die für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung gebildeten Pensionsrückstellungen (Anwartschaften) belaufen sich auf € 175.040,00.

Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen

Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit unterhält die Gesellschaft Geschäftsbeziehungen zu verbundenen Unternehmen, die als nahe stehende Unternehmen gelten.

Da alle Geschäfte mit und zwischen unmittelbar in hundertprozentigem Anteilsbesitz bzw. in einem Fall in Mehrheitsbesitz stehenden, in den Konzernabschluss der ZT Management Holding GmbH, Weilheim, einbezogenen Unternehmen getätigt werden, entfällt gemäß § 285 Nr. 21 HGB eine weitere Angabe.

Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der ZT Management Holding GmbH, Weilheim, einbezogen. Der Jahresabschluss unserer Gesellschaft ist in deren Konzernabschluss einbezogen (gleichzeitig größter und kleinster Konsolidierungskreis). Dieser wird beim elektronischen Bundesanzeiger eingereicht und kann unter der Nr. HRB 165223 eingesehen werden.

 

Weilheim, den 16. April 2014

Die Geschäftsführung

Marcus B. Teschner

Dr. Andreas Rybarczyk

Anlagegitter

  Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2013
Zugänge
Abgänge
Stand 31.12.2013
Immaterielle Vermögensgegenstände        
Konzessionen, gewerbl. Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.340,00 0,00 0,00 4.340,00
Selbst geschaffene gewerbl. Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.033.224,54 207.612,48 186.493,12 1.054.343,90
  1.037.564,54 207.612,48 186.493,12 1.058.683,90
Sachanlagen        
Grundstücke, grundstücksgl. Rechte/Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 36.622,96 0,00 0,00 36.622,96
Technische Anlagen u. Maschinen 2.787.127,85 0,00 605.326,38 2.181.801,47
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.411.405,44 2.923,56 101.703,83 1.312.625,17
  4.235.156,25 2.923,56 707.030,21 3.531.049,60
Finanzanlagen        
Anteile an verbundenen Unternehmen 484.931,74 0,00 484.931,74 0,00
  484.931,74 0,00 484.931,74 0,00
Anlagevermögen 5.757.652,53 210.536,04 1.378.455,07 4.589.733,50
  Kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2013
Zugang (=Abschr i GJ)
Abgänge
Stand 31.12.2013
Immaterielle Vermögensgegenstände        
Konzessionen, gewerbl. Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.066,00 1.301,00 0,00 3.367,00
Selbst geschaffene gewerbl. Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 224.704,54 300.591,48 186.493,12 338.802,90
  226.770,54 301.892,48 186.493,12 342.169,90
Sachanlagen        
Grundstücke, grundstücksgl. Rechte/Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 28.931,96 1.943,00 0,00 30.874,96
Technische Anlagen u. Maschinen 2.732.181,85 14.447,00 605.317,38 2.141.311,47
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.327.006,44 23.790,56 100.259,83 1.250.537,17
  4.088.120,25 40.180,56 705.577,21 3.422.723,60
Finanzanlagen        
Anteile an verbundenen Unternehmen 484.930,74 0,00 484.930,74 0,00
  484.930,74 0,00 484.930,74 0,00
Anlagevermögen 4.799.821,53 342.073,04 1.377.001,07 3.764.893,50
  Buchwerte
Stand am 31.12.2013
Stand am 31.12.2012
Immaterielle Vermögensgegenstände    
Konzessionen, gewerbl. Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 973,00 2.274,00
Selbst geschaffene gewerbl. Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 715.541,00 808.520,00
  716.514,00 810.794,00
Sachanlagen    
Grundstücke, grundstücksgl. Rechte/Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 5.748,00 7.691,00
Technische Anlagen u. Maschinen 40.490,00 54.946,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 62.088,00 84.399,00
  108.326,00 147.036,00
Finanzanlagen    
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 1,00
  0,00 1,00
Anlagevermögen 824.840,00 957.831,00

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der ZARGES Aluminium-Systeme GmbH, Weilheim, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der Geschäftsführer der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführer sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Zum Zeitpunkt der Beendigung unserer Prüfung konnte nicht abschließend beurteilt werden, ob die Befreiungen nach § 264 Abs. 3 HGB zu Recht in Anspruch genommen worden sind, weil die Voraussetzungen der Nr. 3 (Einbeziehung in den Konzernabschluss des Mutterunternehmens) und Nr. 4 (Angabe der Befreiung im Anhang des vom Mutterunternehmen aufgestellten und offen gelegten Konzernabschlusses sowie Mitteilung der Befreiung im elektronischen Bundesanzeiger) ihrer Art nach erst zu einem späteren Zeitpunkt erfüllt werden können.

 

München, den 16. April 2014

PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Raimund Kronthaler, Wirtschaftsprüfer

ppa. Michael Popp, Wirtschaftsprüfer

Niederschrift über einen Beschluß des Gesellschafters

der ZARGES Aluminium Systeme GmbH, Weilheim

(Nr. 43)

Die ZARGES GmbH, Weilheim, beschließt als alleinige Gesellschafterin der ZARGES Aluminium Systeme GmbH, Weilheim, hiermit unter Verzicht auf die Abhaltung einer Gesellschafterversammlung gemäß § 48 Abs. 2 GmbH-Gesetz:

1. Der von der Pricewaterhouse Coopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, gemäß Bericht Nr. 0.0702527.001 geprüfte und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehene Jahresabschluß zum 31.12.2013 mit einer Bilanzsumme von € 8.294.387,50 wird hiermit festgestellt.

2. Die Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01.-31.12.2013 schließt mit einem Verlust von € 301.911,08 ab.

3. Der Geschäftsführung wird für das Geschäftsjahr 2013 Entlastung erteilt.

4. Mit der Prüfung des Jahresabschlusses 2014 wird die Pricewaterhouse Coopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München beauftragt.

 

Die Gesellschafterin:
ZARGES GMBH

Teschner

ppa. Welz

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

1 nahegelegene Organisation

  • ZARGES GmbH

    Selbe Adresse

    Herstellung von nicht elektrischen Haushaltsartikeln aus Metall

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.