CSR Beratungsgesellschaft mbH

Am Untertor 4, 65719 Hofheim am Taunus, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 81475
Eingetragen
18.10.2007
Branche
Managementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem AnteilsbesitzAlle anderen Finanzdienstleistungen a. n. g.Sonstige mit Finanzdienstleistungen verbundene Tätigkeiten a. n. g.
Gegenstand
Abgabe von persönlichen Empfehlungen gegenüber Kunden oder ihren Vertretern, die sich auf Finanzinstrumente im Sinne von § 1 Absatz 11 des Kreditwesengesetzes beziehen und sich auf die persönlichen Umstände der Kunden stützen (Anlageberatung) sowie die Finanzportfolioverwaltung gemäß § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 3 Kreditwesengesetz. Geschäfte, die die Anschaffung oder Veräußerung von Finanzinstrumenten im eigenen Namen oder die Vermittlung derartiger Geschäfte zum Gegenstand haben, sind nicht Gegenstand des Unternehmens. Die Gesellschaft ist nicht befugt, sich bei der Erbringung von Finanzdienstleistungen Eigentum oder Besitz an Geldern oder Wertpapieren von Kunden zu verschaffen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Borislav Ivanov Ivanov
seit 22.11.2022
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

5 Gesellschafter

GmbH-Struktur

3 von 5 angezeigt

Germany
12.200 €
40.67%
Clément Stiftung, rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen Rechts
Germany
10.000 €
33.33%
Germany
4.500 €
15.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

CSR Beratungsgesellschaft mbH

Hofheim am Taunus

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Aktivseite

Vorjahr
EUR EUR EUR TEUR
1. Barreserve
a) Kassenbestand 238,39 0
2. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 104.616,33 196
3. Forderungen an Kunden 278.114,96 152
4. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 729.140,60 705
5. Immaterielle Anlagewerte 503,00 1
6. Sachanlagen 21.887,00 35
7. Sonstige Vermögensgegenstände 9.967,94 10
8. Rechnungsabgrenzungsposten 12.241,26 12
Summe der Aktiva 1.156.709,48 1.111

Passivseite

Vorjahr
EUR EUR EUR TEUR
1. Sonstige Verbindlichkeiten 91.983,17 90
2. Rückstellungen
a) Steuerrückstellungen 13.437,54 22
b) andere Rückstellungen 39.032,30 41
52.469,84 63
3. Elgenkapital
a) Gezeichnetes Kapital 30.000,00 30
b) Kapitalrücklage 1.000.000,00 1.000
d) Bilanzverlust -17.743,53 1.012.256,47 -72
davon Verlust-/Gewinnvortrag EUR -72.111,24 (Vj. EUR 154.659,56)
Summe der Passiva 1.156.709,48 1.111

 

26.03.2024

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Vorjahr
EUR EUR EUR TEUR
1. Zinserträge aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 34,00 1
2. Zinsaufwendungen 0,00 0
3. Laufende Erträge aus
a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren 16.144,80 13
16.144,80
4. Provisionserträge 1.849.827,97 1.781
5. Sonstige betriebliche Erträge 60.137,72 21
6. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 1.119.341,14 1.184
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 227.930,95 1.347.272,09 226
darunter: für Altersversorgung EUR 49.087,26 (Vj. 53.524,09)
b) andere Verwaltungsaufwendungen 516.277,99 484
1.863.550,08
7. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 14.694,00 20
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 5.683,12 9
9. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführung zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 0,00 0
10. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Analgevermögen behandelte Wertpapiere 7.983,12 120
11. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 34.234,17 -227
12. Außerordentliche Aufwendungen 0,00 0
13. Außerordentliches Ergebnis 0,00 0
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -20.133,54 0
15. Sonstige Steuern 0,00 -20.133,54 0
16. Jahresüberschuss 54.367,71 -227
17. Verlustvortrag aus dem Vorjahr -72.111,24 155
18. Bilanzverlust -17.743,53 -73

 

26.03.2024

ANHANG zum 31. Dezember 2023

CSR Beratungsgesellschaft mbH

Hofheim am Taunus

Rechtliche Verhältnisse

Firmenname laut Registergericht: CSR Beratungsgesellschaft mbH
Ort des Firmensitzes: Hofheim am Taunus
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Frankfurt am Main
Register-Nr. HRB 81475

Die CSR Beratungsgesellschaft mbH ist ein Wertpapierinstitut mit der Erlaubnis, die folgenden Wertpapierdienstleistungen zu erbringen:

a.

Anlageberatung (§ 15 Abs. 1 WplG i.V.m. § 2 Absatz 2 Satz 1 Nummer 4 WplG)

b.

Eigengeschäft (§ 15 Abs. 3 WpIG)

c.

Finanzportfolioverwaltung (§ 15 Abs. 1 WpIG i.V.m. § 2 Absatz 2 Satz 1 Nummer 9 WpIG)

Dabei ist es der CSR Beratungsgesellschaft mbH nicht erlaubt, sich Eigentum oder Besitz an Geldern oder Wertpapieren von Kunden zu verschaffen.

Allgemeine Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

A. Allgemeines

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches, des GmbH-Gesetzes und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute aufgestellt.

Auf den Jahresabschluss und den Lagebericht der Gesellschaft finden gemäß §§ 340, 340a HGB die für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften Anwendung. Alle Beträge werden nach § 244 HGB in Euro angegeben.

Posten der Bilanz oder der Gewinn- und Verlustrechnung, die keinen Betrag ausweisen, werden nicht aufgeführt, es sei denn, dass im vorhergehenden Geschäftsjahr unter diesen Posten ein Betrag ausgewiesen wurde.

Aus rechentechnischen Gründen können in Tabellen und bei Verweisen Rundungsdifferenzen zu den sich mathematisch exakt ergebenden Werten (Geldeinheiten, Prozentangaben usw.) auftreten.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Barreserve/Forderungen an Kreditinstitute/Forderungen an Kunden

Barreserven, sowie Forderungen an Kreditinstitute und Kunden werden mit dem Nennbetrag angesetzt.

Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere

Die Finanzanlagen wurden mit den Anschaffungskosten bewertet. Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Sachanlagen

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt.

Die Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen und monatlich berechnet.

Unwesentliche abnutzbare Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis € 800,00 (netto) werden im Zugangsjahr sofort abgeschrieben.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag oder dem am Stichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Aktive Rechnungsabgrenzung

Unter den Aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Zahlungen ausgewiesen, die im abgelaufenen Geschäftsjahr entrichtet wurden und Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um alle am Bilanzstichtag erkennbaren Risiken abzudecken.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden übernommen werden.

C. Erläuterungen zum Jahresabschluss

Forderungen an Kreditinstitute

Die Forderungen an Kreditinstitute von T€ 105 umfassen ausschließlich Einlagen bei Kreditinstituten. Die Forderungen an Kreditinstitute sind täglich fällig.

Forderungen an Kunden

Die Forderungen an Kunden von T€ 278 sind sofort fällig. Ausgewiesen ist der Nominalbestand der Forderungen.

Aktien und andere nicht festverzinslichen Wertpapiere

Die Wertpapiere des Anlagevermögens sind mit den Anschaffungskosten vermindert um außerplanmäßige Abschreibung ausgewiesen (Anlagespiegel). Wertberichtigungen sind veranlasst, da diese von Dauer sind.

Zuschreibungen wurden den handelsrechtlichen Vorgaben entsprechend vorgenommen.

Sämtliche Wertpapiere sind börsenfähig aber nicht börsennotiert.

Sachanlagen

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist dem nachfolgenden Anlagespiegel zu entnehmen.

Brutto-Anlagenspiegel zum 31.12.2023 - Handelsrecht

CSR Beratungsgesellschaft mbH

Hofheim

Anschaffungs- Herstellungskosten 01.01.2023 Zugänge davon aktivierte FK-Zinsen
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.326,60 0,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 4.326,60 0,00 0,00
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 208.577,61 637,00 0,00
Summe Sachanlagen 208.577,61 837,00 0,00
III. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 825.014,22 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 825.014,22 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 1.037.918,43 637,00 0,00
Abgänge Umbuchungen Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.258,00- 0,00 2.068,60
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 2.258,00- 0,00 2.068,60
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 46.677,59- 0,00 162.537,02
Summe Sachanlagen 47.314,59- 0,00 181.900,02
III. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 825.014,22
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 825.014,22
Summe Anlagevermögen 49.572,59- 0,00 988.982,64
kumulierte Abschreibungen 01.01.2023 Abschreibungen Geschäftsjahr* Änderung bei der AfA Zugänge sowle Umbuchungen im WJ
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.217,60 604,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 3.217,60 604,00 0,00
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 173.220,61 14.090,00 0,00
Summe Sachanlagen 173.220,61 14.090,00 0,00
III. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 120.491,00 7.983,12 0,00
Summe Finanzanlagen 120.491,00 7.983,12 0,00
Summe Anlagevermögen 296.929,21 22.677,12 0,00
Änderung bei der AfA Abgänge sowie Umbuchungen im WJ Abgänge Umbuchungen
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 2,00- 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 2,00- 0,00
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 17,00- 0,00
Summe Sachanlagen 0,00 17,00- 0,00
III. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 0,00 19,00- 0,00
kumulierte Abschreibungen 31.12.2023 Zuschreibungen Geschäftsjahr Buchwert 01.01.2023 Buchwert 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.565,60 0,00 1.109,00 503,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 1.565,60 0,00 1.109,00 503,00
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 140.013,02 0,00 35.357,00 21.887,00
Summe Sachanlagen 140.013,02 0,00 35.357,00 21.887,00
III. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 95.873,62 32.600,50 704.523,22 729.140,60
Summe Finanzanlagen 95.873,62 32.600,50 704.523,22 720.140,60
Summe Anlagevermögen 237.452,24 32.600,50 740.989,22 751.530,60

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände von T€ 10 umfassen Forderungen aus sonstigen Vermögensgegenstände (g. 1 J) T€ 7, Vorsteuer in Folgeperiode/-jahr abziehbar T€ 3.

Aktive Rechnungsabgrenzung

Die Aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betragen T€ 12 und betreffen im Wesentlichen Aufwendungen aus vorab geleisteten Zahlungen für Börseninformationen T€ 9.

Sonstige Verbindlichkeiten

Der Betrag der sonstigen Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt T€ 92. Diese umfassen im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber Geschäftspartnern T€ 62 dem Finanzamt aus Lohn- und Kirchensteuer T€ 23 und Umsatzsteuer T€ 4.

Die Aufgliederung, Entwicklung sowie die Restlaufzeit und Besicherung der Verbindlichkeiten ist dem Verbindlichkeitsspiegel zu entnehmen.

Rückstellungen

Die Rückstellungen werden mit T€ 52 in Ansatz gebracht. Sie entfallen auf Steuerrückstellungen T€ 13 sowie für andere Rückstellungen T€ 39. Die Steuerrückstellungen beinhalten sowohl die für das laufende als auch für das vorangegangene Geschäftsjahr noch nicht veranlagten Steuern. Die Position andere Rückstellungen beinhaltet im Wesentlichen, Jahresabschlussprüfung T€ 27, für noch zu gewährende Urlaubsansprüche T€ 8 und Rückstellungen für Fremdleistungen T€ 4.

Laufende Erträge und Provisionserträge

Die in der Gewinn- und Verlustrechung ausgewiesenen laufenden Erträge betragen aus Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren des Anlagevermögens T€ 16 sowie aus Provisionen für die Verwaltung von Fonds und Kundenvermögen T€ 1.850.

Sonstige betriebliche Erträge

Die in der Gewinn- und Verlustrechung ausgewiesenen sonstigen betrieblichen Erträge betreffen in erster Linie Erträge aus der Zuschreibung von Finanzanlagevermögen T€ 33, Auflösung von Rückstellungen T€ 13, Erstattungen von Arbeitgeberaufwendungen für Entgeltfortzahlung nach dem Aufwandsausgleichsgesetz T€ 11 sowie Erträge aus Sachbezügen T€ 1.

Personalaufwand

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Personalaufwendungen betreffen insbesondere Löhne und Gehälter T€ 1.119 und soziale Abgaben und Aufwendungen für die Altersvorsorge und für Unterstützung T€ 228.

Andere Verwaltungsaufwendungen

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen anderen Verwaltungsaufwendungen betreffen insbesondere Kosten für Wartungsarbeiten Hard- und Software T€ 71, Geschäftsraumkosten T€ 70, Aufwendungen für Börseninformationen T€ 73, Kosten für Rechts- und Beratungsleistungen T€ 33, Aufwendungen für Lizenzen, Konzessionen T€ 28, Kosten für Abschluss- und Prüfungskosten T€ 27, Kosten für Versicherungen T€ 21 sowie für Werbekosten T€ 19.

Geschäftsjahresabschreibung

Die Geschäftsjahresabschreibung sowie Wertberichtigungen je Posten der Bilanz ist dem Brutto-Anlagespiegel zu entnehmen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen sonstigen betrieblichen Aufwendungen von T€ 6 betreffen im Wesentlichen Fremdleistungen und Fremdarbeiten.

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Steuern vom Einkommen und Ertrag betreffen Körperschaftsteuer/Solidaritätszuschlag des laufenden Jahres mit T€ 4 und Körperschaftsteuer/Solidaritätszuschlag Erstattungen für Vorjahre mit T€ 36.

D. Sonstige Angaben

Angaben zur Vermittlung eines besseren Einblicks in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang geben entsprechend den gesetzlichen Vorschriften grundsätzlich die wirtschaftliche Lage zutreffend wieder.

Honorar des Abschlussprüfers

Das für das Geschäftsjahr 2023 berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers AWADO GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Neu-Isenburg beträgt für:

a) die Abschlussprüfungsleistungen T€ 13
b) andere Bestätigungsleistungen T€ 13
c) Steuerberatungsleistungen T€ 0
d) sonstige Leistungen T€ 0

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestanden folgende Leasingverträge (Angaben sind Jahresbeträge):

 

AGL Activ Services GmbH, Hannover EUR 689,00.

 

- Laufzeit des Vertrags bis 01.06.2023

 

AGL Activ Services GmbH, Hannover EUR 1.104,00.

 

- Laufzeit des Vertrags bis 01.08.2023

 

AGL Activ Services GmbH, Hannover EUR 1.149,00

 

- Laufzeit des Vertrags bis 31.12.2023

Zum Bilanzstichtag bestehen aus dem Mietvertrag für das Büro sowie für die Parkplätze in Hofheim, Am Untertor 4, jährliche Verpflichtungen von T€ 93 (Angaben sind Jahresbeträge); Laufzeit des Vertrags bis 31.10.2026.

Ergebnisverwendung und Rücklagenentwicklung

Beschluss über die Verwendung des Ergebnisses aus dem Geschäftsjahr 2022:

In Übereinstimmung mit Gesetz und Satzung wurden auf der Gesellschafterversammlung vom 30. Mai 2023 die nachfolgenden Beschlüsse über die Verwendung des Jahresergebnisses gefasst:

Der Jahresfehlbetrag 2022 beträgt EUR 226.770,80. Einschließlich des zu berücksichtigenden Gewinnvortrags von EUR 154.659,56 ergibt sich ein Bilanzverlust von EUR 72.111,24, der zu verwenden ist.

Auf neue Rechnung werden vorgetragen EUR - 72.111,24.

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzverlust des Geschäftsjahres 2023 i. H. v. EUR 17.743,53 (bestehend aus dem Jahresüberschuss von EUR 54.367,71 und dem Verlustvortrag aus dem Vorjahr von EUR 72.111,24) auf neue Rechnung vorzutragen.

Gezeichnetes Kapital / Kapitalrücklage

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt T€ 30.

Die Kapitalrücklage der Gesellschaft beträgt T€ 1.000.

Angaben über die Mitglieder der Unternehmensorgane

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Alleiniger Geschäftsführer ist Herr Norbert Clément, Bankkaufmann, Hofheim am Taunus. Er ist zur Einzelvertretung berechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Das Wahlrecht nach § 286 Abs. 4 HGB wird von der Gesellschaft in Anspruch genommen.

Mitarbeiter

Zum Ende des Geschäftsjahres 2023 beschäftigt die Gesellschaft 9 Mitarbeiter (Ende des Vorjahres: 10 Mitarbeiter). Im Jahresdurchschnitt wurden 10 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 10 Mitarbeiter). Dabei nicht berücksichtigt sind Aushilfen, Praktikanten, Werkstudenten sowie der Geschäftsführer.

Nachtragsbericht

Es gab keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem 31.12.2023.

 

Hofheim am Taunus, den 26.03.2024

CSR Beratungsgesellschaft mbH

Norbert Clément, Geschäftsführer

Rückstellungsspiegel zum 31.12.2023

Stand 01.01. Zuführung Verbrauch Auflösung Stand 31.12.
EUR EUR EUR EUR EUR
sonstige Rückstellungen
nicht genommener Urlaub 0,00 8.252,00 0,00 0,00 8.252,00
Personalkosten 13.990,00 0,00 13.990,00 0,00 0,00
ausstehende Rechnungen 1.615,00 3.680,30 777,50 837,50 3.680,30
15.605,00 11.932,30 14.767,50 837,50 11.932,30
Rückstellungen für Abschluss u. Prüfung
Erstellung des Jahrsabschlusses 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Prüfungstätigkeiten 24.500,00 26.000,00 24.200,00 300,00 26.000,00
Gebühr Bundesanzeiger 1.050,00 1.100,00 1.050,00 0,00 1.100,00
25.550,00 27.100,00 25.250,00 300,00 27.100,00
andere Rückstellungen insgesamt 41.155,00 39.032,30 40.017,50 1.137,50 39.032,30
Steuerrückstellungen
Gewerbesteuer 9.880,00 0,00 0,00 0,00 9.880,00
Körperschaftsteuer 12.088,99 3.557,54 0,00 12.088,99 3.557,54
Steuerrückstellungen insgesamt 21.968,99 3.557,54 0,00 12.088,99 13.437,54

Verbindlichkeitsspiegel zum 31.12.2023

Gesamt bis zu einem Jahr
EUR EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Bank 0 0
0 0
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0 0
3. Verbindlichkeiten aus Zuwendungen Dritter 0 0
4. Sonstige Verbindlichkeiten 91.983 91.983
davon:
- aus Steuern: (Vj. TEUR 27) 26.653 26.653
- im Rahmen der sozialen Sicherheit: (Vj. TEUR 2) 1.940 1.940
mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bis zu fünf Jahren von mehr als fünf Jahren davon durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte besichert Art und Form der Sicherheit
EUR EUR EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Bank 0 0 0
0 0 0
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0 0 0
3. Verbindlichkeiten aus Zuwendungen Dritter 0 0 0
4. Sonstige Verbindlichkeiten 0 0 0
davon:
- aus Steuern: (Vj. TEUR 27) 0 0 0
- im Rahmen der sozialen Sicherheit: (Vj. TEUR 2) 0 0 0

Lagebericht zum 31. Dezember 2023

CSR Beratungsgesellschaft mbH, Hofheim am Taunus

1. Grundlagen der Gesellschaft in 2023

2. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

2.2 Branchenbezogene Rahmenbedingungen

3. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

3.1. Ertragslage

3.2. Finanzlage

3.3. Vermögens- und Liquiditätslage

4. Nachhaltigkeitsbericht

4.1. Grundsatz

4.2. Nachhaltigkeit im Büroalltag

4.3. Arbeitnehmer- und Sozialbelange

4.4. Nachhaltiges Investieren

5. Risikobericht

5.1. Risikomanagementsystem

5.2. Risikoarten

6. Chancen und Ausblick für die Entwicklung 2024

1. Grundlagen der Gesellschaft in 2023

Die CSR Beratungsgesellschaft betreut als Vermögensverwaltungsgesellschaft für Privatkunden, Stiftungen, institutionelle Mandanten und Publikumsfonds per Jahresende 2023 ein Vermögen von insgesamt 1,92 Mrd. Euro (Vorjahr 1,76 Mrd. Euro). Die Veränderung ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass ein größeres Mandat hinzugekommen ist und zudem sich alle Asset Klassen insbesondere im IV. Quartal 2023 sehr positiv entwickelt haben. Auf der anderen Seite gab es auch Vermögensreduktionen, da die fortgesetzte Krise dazu geführt hat, dass ein Teil der Anleger auf ihre "Notgroschen" zurückgreifen musste. In Summe war aber die gute Wertentwicklung stärker. Die Erträge haben sich in diesem Umfeld erwartungsgemäß entwickelt. Die Krise, die sich insbesondere aufgrund der hohen Inflation verstärkt hat, führte zu einer gewissen Verunsicherung bzw. Zögerlichkeit bei den Neumandatierungen.

Die CSR verfolgte unverändert ihre Strategie eines antizyklisch ausgerichteten Investmentansatzes auch in 2023, was insbesondere auf der Rentenseite zu einer recht erfreulichen relativen wie absoluten Wertentwicklung geführt hat.

Der Personalbestand hat sich in 2023 nicht verändert. Damit hatte die CSR im Gesamtjahr im Durchschnitt zehn Mitarbeiter (Vj.: 10 Mitarbeiter). Nach den letzten drei schwierigen Jahren bleibt es weiterhin erklärtes Ziel, mit dem Personalbestand erst einmal die verwalteten Assets zu erhöhen, wobei die Qualität nicht leiden soll.

Der Kreis der Gesellschafter und deren Beteiligungen haben sich in 2023 nicht verändert.

In 2023 war die Gewinnung von neuen Mandaten in Zeiten des fortdauernden Ukraine- Kriegs, der dazu geführt hatte, dass die Inflationsraten sehr stark anstiegen und die Zentralbanken zu mehreren Zinsschritten zwang, sehr erschwert. Viele Marktteilnehmer stoppten ihre Investment-Aktivitäten oder trafen die Entscheidung, sich strategisch neu auszurichten. Mit Unterstützung des Researchs konnte dennoch ein individueller Lösungsansatz der CSR für einen Interessenten zum Abschluss eines neuen Vertrags gebracht werden. Mit diesem maßgeschneiderten Ansatz konnte in Folge ein mittelgroßes neues Mandat gewonnen werden. Die von der CSR seit Jahren aktiv umgesetzten ESG- bzw. Nachhaltigkeitsstrategien (schwerpunktmäßig im Anleihen-Bereich) führten im abgelaufenen Jahr zwar nicht zu Vertriebserfolgen, aber es entstand durch diesen konsequenten ESG-Ansatz eine neue Zusammenarbeit mit Ethius Invest, deren Anlageschwerpunkt bei nachhaltigen Aktien liegt, was den bei CSR verfolgten Ansatz bzw. die Nachhaltigkeitspalette sinnvoll ergänzt.

In den Bereichen Geldwäsche, Compliance, Datenschutz, bankenaufsichtliche Anforderungen an die IT und im Auslagerungsmanagement wurden im Jahr 2023 die neuesten gesetzlichen Vorschriften lückenlos integriert. Da das Wertpapierinstitutsgesetz keine Innenrevision mehr vorsieht, wurde die Dokumentation der Kontrolltätigkeiten aus den organisatorischen Anforderungen der MaRisk (Mindestanforderungen an das Risikomanagement) unter Berücksichtigung des Proportionalitätsprinzips intensiviert.

Die Umsetzung des Hinweisgeberschutzgesetzes (HinSchG) wurde in 2023 in die organisatorischen Abläufe der CSR aufgenommen. Alle gesetzlich bedingten Änderungen sind somit durch das Team der CSR mit großem Sachverstand abgearbeitet und umgesetzt worden.

Die Aufgabenteilung, insbesondere zwischen den Partnern, aber auch zwischen den aufsichtsrechtlich verantwortlichen Handelnden wurde in der gewohnten Form an die neuen Bedürfnisse angepasst. Die veränderten (regulatorischen) Anforderungen wurden erkannt, abgearbeitet und in 2023 Schritt für Schritt erst in die Handbücher aufgenommen, um sie dann im zweiten Schritt in die praktischen Arbeitsabläufe zu integrieren. Die Kontakte zu allen Ämtern und Aufsichtsbehörden, aber auch Internet-/ IT-Anbietern und Outsourcing- Kontrahenten, sind auf die Partner und Beauftragte verteilt.

Im Rahmen der Ausgliederungen von bestimmten Tätigkeiten wurde die CSR Beratungsgesellschaft im gesamten Jahr 2023 weiterhin in steuerlichen und aufsichtsrechtlichen Belangen von der Steuerberatungskanzlei Zerhau/Gieseke/Sickel aus Hofheim/Ts. vertreten. Die langjährige Beziehung zu der Kanzlei und die damit verbundene Routine ist ein entscheidender Faktor für einen reibungslosen Ablauf. Den IT-Support hat die CSR unverändert an die ITS-Systems GmbH ausgelagert.

Die Steuerung der Vermögen wird durch eine Koppelung an das Bloomberg- Informationssystem bzw. Opus Management-System technisch unterstützt. Hierbei dient das Front-Office-System Opus zur Steuerung des Orderwesens im Fondsbereich. Die Mandanten erhalten monatlich bzw. mindestens quartalsweise individuelle Reportings, die (digital) verschlüsselt übermittelt werden.

2. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

2.1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Das Jahr 2023 ist noch nicht das Jahr des Aufschwungs gewesen, auch wenn die Kapitalmärkte, mit sehr wenigen Ausnahmen (wie z.B. der chinesische Aktienmarkt mit einer negativen Wertentwicklung) geradezu in Performance-Euphorie schwelgten. Was war der Rahmen, vor dem diese Entwicklungen entstanden sind? Neben dem Stellungskrieg in der Ukraine, der auch in 2023 Auswirkungen auf die Preise von Gas, Öl, einigen anderen Rohstoffe oder auch Getreide hatte, ist nun mit dem Überfall der Hamas am 7. Oktober 2023 ein weiterer, nicht zu unterschätzender Brandherd im Nahen Osten neu aufgeflammt, der die Positionen der Weltmächte ganz neu aufmischen könnte. Wird es eine neue biopolare oder gar eine multipolare Weltordnung geben? Wie verhält sich China in dieser Situation, in der gleichzeitig für viele europäische Großunternehmen der Produktionsstandort China, nicht zuletzt aufgrund der Energiekosten, viel günstiger ist als Europa? Trotz oder evtl. auch wegen dieser Rahmenbedingungen sind die Inflationsraten ab dem 2. Quartal 2023 weltweit gefallen (z.B. in Deutschland von 8,1 % per Ende 2022 auf 3,7 per Ende Dezember 2023). Die Zentralbanken rund um den Globus haben teilweise mit bis zu 5 Zinsschritten (FED und EZB), die in Europa eine Verdoppelung von 2 % auf 4 % mit sich brachten, vehement gezeigt, dass sie zwar spät reagiert haben, aber nun keinen Zweifel aufkommen lassen wollen, dass sie es sehr ernst meinen mit der künftigen Bekämpfung der Inflation. Seit dem 4. Quartal haben die Zentralbanken nun auf Abwarten umgestellt. Die ersten Kollateralschäden sind zu erkennen. Deutschland befindet sich in einer sogenannten technischen Rezession, der Einzelhandel klagt über reale Umsatzrückgänge, was nahelegt, dass der Konsument eher spart. Dieses darf darauf zurückgeführt werden, dass zwar die neuen Lohnabschlüsse tendenziell nun über der aktuellen Inflation liegen, aber den Vorjahresinflationsanstieg nicht ausgleichen. Vor diesem Hintergrund spart nicht nur der Konsument, sondern auch die Stimmung in der Wirtschaft ist eher verhalten, was man an der Bereitschaft zu Neuinvestition ablesen kann. Ein neuer Faktor für die Kapitalmärkte und insbesondere für die sogenannten Technologie-Aktien ist in 2023 hinzugekommen. Inwieweit wird die Künstliche Intelligenz (KI) Auswirkungen auf die künftige Ausrichtung der Industrie haben? Was bedeutet das für die Preisfindung?

Die geopolitische Lage hat sich in 2023 auf keinen Fall entspannt. Neben den bereits erwähnten Kriegen in der Ukraine und in Israel/Palästina versuchen gerade die Länder mit neuem Machtanspruch wie China, Indien oder zum Teil auch noch Russland oder Südafrika, eine neue multipolare Weltordnung anzustreben. Der chinesische Staatspräsident Xi Jinping hat sich auf Lebzeiten seine Macht gesichert. Ausgehend von dieser Position versucht er die Länder der sogenannten alten "2. und 3. Welt" hinter sich zu versammeln. Die implizite Kernfrage, die dabei gestellt wird: "Diktatorische und kapitalistische Planwirtschaft vs. Demokratie oder freier Kapitalismus?" Ein wichtiger Punkt ist hierbei das Vorgehen gegen die Inflation, welche bekanntlich zur Achillesferse eines demokratischen Systems werden kann. Zwar wurde dieser Einwand von EZB-Chefin Lagarde relativiert ("Es gibt auch die Inflation der Gewinne!"). Doch ausgehend von der Macht über die Lieferketten insbesondere Richtung Europa hat es in 2023 noch keine Entspannung gegeben, wie man bei leider immer noch bei den Lieferzeiten von Ersatzteilen bis hin zu Medikamenten zu spüren bekam. Auf der anderen Seite der Weltkugel wird in den USA die Staatsverschuldung und der Riss durch die Gesellschaft, den man vereinfacht an zwei Personen -Trump oder Biden- festmachen kann, zu einem großen Problem für die Demokratien. Die Wahlergebnisse in Italien, den Niederlanden und einigen anderen Staaten Europas sind schon jetzt teilweise beängstigend. Joe Kaeser (Ex-Siemens-Vorstand) hat sich in einer Dezemberausgabe der F.A.Z. deutlich dazu geäußert, dass er die Demokratie in Gefahr sieht. Ein dritter Punkt, der auf den Weltbühnen immer wichtiger wird, sind die Folgen des Klimawandels und wie man diese möglichst wirkungsvoll angeht. Die USA hat mit dem Inflation Reduction Act eine Energiewende eingeleitet, die EU hat Programme beschlossen, Deutschland hat das Heizungsgesetz verabschiedet und eine Strategie in Richtung Wasserstoffversorgung auf den Weg gebracht. China produziert in 2023 so viele E-Autos wir kein anderes Land und Kenia produziert heute schon mehr als 90 % des Stroms aus erneuerbarer Energie und versucht damit, Global Player anzuziehen. Man kann über die Beschlüsse der Weltklimakonferenz 2023 in Dubai denken was man will - der Zwang zum Handeln ist wohl politisch akzeptiert, nachdem in 2023 Temperaturrekorde aufgestellt wurden und an beiden Polkappen das Eis in einer nicht erwarteten Geschwindigkeit wegschmilzt.

Die o.g. Punkte und insbesondere die Inflationsentwicklung haben aber in 2023 nicht in vollem Ausmaß die zu befürchtenden sogenannten Zweitrunden-Effekte ausgelöst. Die Lohn-Preis-Spirale hat sich, trotz der Demografie und dem Fachkräftemangel nicht herausgebildet, die Rohstoffpreise haben sich, wenn auch im langjährigen Durchschnitt auf eher höherem Niveau, stabilisiert und die Zinsen für 10jährige Staatsanleihen liegen Ende 2023 tiefer als zum letzten Jahreswechsel. Die Aktienmärkte sind von diesen Vorgaben bisher weitestgehend unbeeindruckt geblieben, womit wohl unterstellt wird, dass die großen börsennotierten Unternehmen bei dieser Problemverteilung nicht die Kosten übernehmen müssen. Aber noch beeindruckender war die Entwicklung des Bitcoin-Kurses, der eine Performance von 85 % erzielt hat. Zins und Bitcoin zeigen Krisen an, aber Aktien-Rallyes überspielen diesen Punkt (noch).

2.2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Seite Mitte 2008 sind die Zinsen weltweit mehr oder wenig geradlinig gefallen, doch dieser Trend ist spätestens mit dem Ausbruch des Ukraine-Kriegs im Frühjahr 2022 zum Stillstand gekommen. Während die Zinsen in 2022 an den Kapitalmärkten stark angestiegen waren, folgten dann in 2023 die Zentralbanken mit mehrfachen Zinsanhebungen, die dann an den Märkten zum Teil überraschende Wirkung zeigte. Die großen Zentralbanken hatten sich in 2023 als höchstes Ziel die Inflationswende gesetzt. Die US-Notenbank hat bis Juli 2023 die Fed Fund Rate auf 5,25 bis 5,50 Prozent erhöht. Die Europäische Zentralbank zog im September ihren letzten Zinsschritt auf das vorläufige Hoch von 4 % nach. Zu diesem Zeitpunkt lagen die Inflationsraten schon deutlich niedriger. Was den Zentralbanken bisher scheinbar gelungen ist, ist das sogenannte Soft-Landing, bei dem die Volkswirtschaften nicht in eine schwere Rezession abgleiten.

Die Veränderungen der Zinsstrukturkurven in 2023 von "Zinsgeraden" in nun inverse Zinsstrukturen zeigen sehr schön, dass die Zentralbanken noch sehr kräftig auf der Bremse stehen, während die Zinsmärkte sich eher Gedanken über die mittelfristige wirtschaftliche Bremswirkung diese Vorgangs machen. Vor dem Hintergrund dieser geldpolitisch extremen Maßnahmen stiegen im Euroraum und in den USA sowohl die Geldmarktsätze und die Swapsätze; die Renditen von längeren Staatsanleihen sind von Ende September bis Mitte Oktober angestiegen, um dann von dort aus in den letzten 3 Monaten 2023 im 5- und auch im 10-Jahresbereich teilweise unter das Vorjahresniveau zu fallen. Nur im kurzen Bereich liegen die Zinsen eher auf höherem Niveau. Der 3-Monats-EURIBOR bewegte sich beispielsweise von 2,13 % (Stand 30.12.2022) auf +3,91 % zum Jahrsende, der der 5-jährige EUR-Swapsatz fiel im gleichen Zeitraum von 3,24 % auf 2,43 % und die Rendite der 10-jährigen Bundesanleihe von 2,57 % auf 2,02 % (Jahreshoch 2,97 %). In den USA war der Zinsmarkt per Tendenz ähnlich und doch in der Ausprägung nicht ganz so klar. So fiel zwar der 5-jährige USD-Swapsatz von 3,75 % auf 3,53 %, aber die Rendite 10-jähriger US-Treasuries beendete das Jahr mit dem gleichen Satz von 3,88 % (30.12.2022 und 2023) obwohl auch dort die Rendite noch im Oktober bei 4,99 % den Jahreshöhepunkt hatte. Diese neuen Zinsstrukturkurven preisen nun in Folge mehrere Zinssenkungen für 2024 ein, was sich auch auf die Wertentwicklung der Aktienmärkte im IV. Quartal 2023 ausgewirkt hat. Vereinfacht darf festgehalten werden, dass in den letzten beiden Monaten 2023 ca. die Hälfte der Jahresperformance 2023 auf der Aktienseite erwirtschaftet wurde. Die Zinssenkungserwartung war dabei die treibende Kraft für die Aktienmärkte, insbesondere für die "Großen 7 (Magnificent Seven)", die zudem über reichlich Liquidität verfügen. Daher führt der NASDAQ Index die Performancereihe an (+44,70 % in USD), während v.a. die Small Cap Indizes weit dahinter lagen. Der deutsche Leitindex DAX hat lediglich eine Wertentwicklung von +20,31 % erzielt, lag aber damit deutlich besser als der REXP (deutscher Staatsanleihenindex) mit +3,55 %. Der MSCI Welt in Euro konnte in 2023 19,6 % an Wertzuwachs verzeichnen. Der US-Dollar verlor im Jahr 2023 -3,12 % gegen den Euro. Notierte der EUR/USD-Kurs Ende 2023 bei 1,071, lag er 12 Monate später bei 1,104. Die Krisenwährung Gold konnte in 2023 die ihr zugrechnete Rolle des Inflationsschutzes dagegen im Gegensatz zum Vorjahr erfüllen. In der Handelswährung stieg der Goldpreis kräftig von 1.824 auf 2.063 USD an, was zu einer Wertentwicklung von 13,1 % führte und in EUR umgerechnet dann eine Performance von +9,32 % ergab.

3. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

Das betreute Vermögen der CSR für Privatkunden, Stiftungen, institutionelle Mandanten und Publikumsfonds beläuft sich per 31.12.2023 auf insgesamt 1,92 Mrd. Euro (Vorjahr 1,76 Mrd. Euro). Die Veränderung ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass ein größeres Mandat hinzugekommen ist und zudem sich alle Asset Klassen insbesondere im IV. Quartal 2023 sehr positiv entwickelt haben. Auf der anderen Seite gab es auch Vermögensreduktionen, da die fortgesetzte Krise dazu geführt hat, dass ein Teil der Anleger auf ihre Rücklagen zurückgreifen musste. In Summe war aber die gute Wertentwicklung stärker. Die Erträge haben sich in diesem Umfeld auf leicht erhöhtem Niveau stabilisiert.

3.1. Ertragslage

Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit lag mit +34.234,17 Euro (Vj.: -226.653,38 Euro) vor Steuern für das Geschäftsjahr 2023 im Rahmen des Planungsziels, das nach den Strukturierungsmaßnahmen in 2022 angestrebt wurde. Dieses Ergebnis konnte erzielt werden, da einerseits in 2023 nur noch ein kleiner Wertberichtigungsbedarf auf Wertpapiere in Höhe von 7.983,12 Euro als Belastung wirkte und andererseits die Kostenreduktionsschritte sich positiv auswirkten. Zuschreibungen bei den Wertpapieren des Anlagevermögens und Steuerrückvergütungen führten in Summe dazu, dass ein Jahresüberschuss von 54.367,71 Euro ermittelt wurde. Aufgrund des Verlustvortrags aus 2023 führte es im Ergebnis zu einem geminderten Bilanzverlust in Höhe von nun 17.743,53 Euro. Es wurde in 2023 keine performanceabhängige Zusatzvergütung vereinnahmt.

Insgesamt war das Gesamtprovisionsaufkommen mit 1.849,827,97 Euro (Vj.: 1.781.374,27 Euro) gezeichnet von den Wertentwicklungen an den Kapitalmärkten, dem neugewonnen Mandat und den Kapitalabflüssen der Kunden, die aus unterschiedlichen Gründen Mittel abziehen mussten, und liegt damit +3,84 % über dem Vorjahreswert. Die Prognose für 2023 (Lagebericht 2022) lag unverändert bei einem erwarteten Zuwachs von bis zu 15 %, so dass weder das Minimum unterschritten noch das ideale Planungsziel erreicht wurde.

Die sonstigen betrieblichen Erträge trugen mit 60.137,72 Euro (Vj.: 20.478,03 Euro) zum Ergebnis bei, wobei hierin auch die Zuschreibungen der Wertpapiere im Anlagevermögen enthalten sind.

Bei einer unveränderten Anzahl von Mitarbeitern im Jahresverlauf konnte der Personalaufwand aufgrund von Kosteneinsparungsmaßnahmen (gegen Arbeitszeitreduktion) sowie den kompletten Verzicht auf Bonuszahlungen für alle Mitarbeiter gesenkt werden. Die Reduktion der Personalkosten im Verhältnis zum Vorjahr von 1.409.682,50 Euro um 4,43 % auf 1.347.272,09 Euro war der letzte Schritt im Rahmen der Gesamtkostenreduktion. Der Geschäftsführer erhielt im Rahmen seiner Tantieme- Vereinbarung keine Vergütung. Stattdessen erhielten er und auch sämtliche anderen Mitarbeiter in 2023 lediglich eine einmalige, sozialversicherungsbefreite Sondervergütung im Rahmen des Inflationsausgleichs in Höhe von jeweils Euro 1.500.

Die anderen Verwaltungsaufwendungen lagen in 2023 bei 516.277,99 Euro (Vj.: 483.442,53 Euro), was einer Steigerung um 6,79 % entspricht und im Wesentlichen auf einen Wechsel der Front-Office-Systeme und einem damit verbundenen Sondereffekt zurückzuführen ist.

Insgesamt konnte das Geschäftsjahr 2023 im Rahmen der angestrebten Ergebnisplanung abgeschlossen werden und bildet damit eine gute Ausgangsbasis für 2024.

3.2 Finanzlage

Das Eigenkapital (gezeichnetes Kapital plus Rücklage, inklusive Bilanzverlust) beträgt zum Abschlussstichtag aufgrund des Jahresfehlbetrags 2022 in Höhe von 226.770,80 Euro, (durch den Beschluss der ordentlichen Gesellschafterversammlung vom 30. Mai 2023 vorgetragen) der zu einem Verlustvortrag in Höhe von 72.111,24 Euro führte, zuzüglich dem Jahresüberschuss aus 2023 in Höhe von 54.367,71 Euro nun 1.012.256,47 Euro. Hieraus ergibt sich eine bilanzielle Eigenkapitalquote von 87,51% (Vj. 86,23 %). Die Leistungsfähigkeit der CSR war trotz der schwierigen Gesamtlage zu keiner Zeit gefährdet; das Unternehmen steht unverändert auf einer jederzeit soliden Kapitalbasis.

3.3 Vermögens- und Liquiditätslage

Der Gesellschafterkreis hat sich mit 6 Gesellschaftern in 2023 nicht verändert und auch die Anteile der einzelnen Gesellschafter haben sie nicht verändert. Der Verlust des Geschäftsjahres 2022 wurde, gemäß Gesellschafterbeschluss vom 30. Mai 2023, nicht ausgeglichen, sondern der komplette Fehlbetrag in Höhe von 226.770,80 Euro wurde auf neue Rechnung vorgetragen. Dieser Vortrag war aufgrund der vorausschauend beschlossenen Gewinnvorträge der Vorjahre gut zu verkraften.

Die Forderungen an Kreditinstitute von 104.616,33 Euro umfassen die Einlagen bei Kreditinstituten. Die Wertpapiere des Anlagevermögens sind zum Abschlussstichtag handelsrechtlich nach der Einzelwertberichtigungsmethode teilweise abgeschrieben bzw. hochgeschrieben worden und haben nun in Summe einen neuen Buchwert in Höhe von 729.140,60 Euro (Vorjahr 704.523,22 Euro).

Bei der Taunus Sparkasse besteht eine Kreditlinie für kurzfristige Notwendigkeiten, welche im gesamten Jahr 2023 nicht in Anspruch genommen wurde.

Die Kapitalstruktur der CSR ist, trotz der schwierigen beiden letzten Jahr, mit einer Eigenkapitalquote von 87,51 % als sehr solide zu bezeichnen; die Liquiditätssituation war zu jeder Zeit geordnet. Da die laufenden Erträge aus den langjährigen Mandatsbeziehungen resultieren und die monatlichen Verwaltungsaufwendungen im Mittelwert abdecken, ist der Cash Flow und die finanzielle Leistungsfähigkeit zu jeder Zeit gewährleistet gewesen.

4. Nachhaltigkeitsbericht

4.1. Grundsatz

Der Firmenlogo mit dem doppelten "CSR" ist von den Gründern nicht zufällig gewählt worden, sondern es drückte bereits vor 15 Jahren ein klares Bekenntnis aller Gesellschafter zu einem nachhaltigen Handeln und zum Service für den Kunden aus. Mit dem Gründungstag ist die gemeinnützige Clément-Stiftung mit 33 % an der CSR Beratungsgesellschaft beteiligt worden. Gemäß dem Gesellschaftervertrag müssen alle aktiven Partner bis zu ihrem Ausscheiden bzw. Pensionierung die Anteile an jüngere Mitarbeiter/innen veräußern und praktizieren damit einen lebenden Generationenvertrag. Allein schon diese beiden wesentlichen Unterscheidungsmerkmale zu den meisten anderen Unternehmen in der Finanzdienstleistungsbranche zeigen auf, dass nachhaltiges Handeln ein praktizierter Grundsatz der Firma war, ist und auch für die Zukunft bleibt. Das zweite CSR ("Client Service Realisation") hat die Kundenbindung in der Krise nachhaltig verbessert.

4.2. Nachhaltigkeit im Büroalltag

Schon beim Kauf von allen Verbrauchsartikeln legen wir Wert auf Produkte, die zertifiziert sind. Die CSR nutzt seit 13 Jahren Naturstrom eines Anbieters aus der Region. Die Dienstreisen werden, wenn nur eben möglich, mit der Deutschen Bahn durchgeführt und falls es aufgrund der Terminlage nicht anders möglich ist, werden Flugreisen durch Zahlungen an atmosfair CO 2 -neutral ausgeglichen.

4.3. Arbeitnehmer- und Sozialbelange

Das Betriebsklima der CSR baut auf der praktisch gelebten Politik der "offenen Türen" auf. In den wöchentlichen Team-Meetings und virtuellen Meetings werden die neusten Themen, Aufgaben und Ergebnisse der gesamten Belegschaft vorgetragen, um so eine möglichst lückenlose Transparenz zu schaffen. Auch wenn Krankheitstage und teilweise in diesem Zusammenhang stehende Kinderbetreuung auf die Schultern der Kollegen/Kolleginnen verteilt werden mussten, kam es selbstverständlich zu einem teamorientierten Schließen der Lücke und Einsatz für die temporären Ausfälle sowie den Ausfall einer schwer erkrankten Kollegin, die leider kurz vor Jahresende noch verstarb.

Jedem Mitarbeiter wird zudem ermöglicht, eine sogenannte "Soziale Woche", die bis zu zwei Mitarbeiter pro Jahr durchführen können, frei auszuwählen, dem Partnerkreis zur Entscheidung vorzulegen und dann auch zeitnah umzusetzen. Hierfür stellt die CSR 5 Sonderurlaubstage zur Verfügung. Einer unserer Mitarbeiter aus dem Portfoliomanagement hatte im September eine "Zeitspende" bei zwei Projekten der Louis Leitz Stiftung aus Stuttgart abgeleistet (siehe Details im Bericht auf der CSR-Website).

4.4. Nachhaltiges Investieren

Die Beachtung von sogenannten ESG-Kriterien war seit Gründung der CSR ein selbstverständlicher Bestandteil der Investment Due Diligence in den jeweiligen Mandaten, da diese nicht nur die nachhaltige Firmenphilosophie der CSR widerspiegeln, sondern eine vernünftige kaufmännische Beurteilung, insbesondere von Investmentrisiken ohne die Einbeziehung von ESG-Kriterien, nach Auffassung der CSR gar nicht möglich wäre.

Seit dem Jahr 2011 lässt die CSR ihren Renten-Publikumsfonds und seit 2018 auch ihren Absolute Return- sowie den Aktienfonds und seit 2020 den neu aufgelegten CSR Bond Focus SDG Fonds von der Research Agentur imug rating aus Hannover über ein sogenanntes Nachhaltigkeits-Screening extern zertifizieren. Die Kosten hierfür werden nicht von den Fonds (und damit indirekt von den Anlegern), sondern von der CSR selbst getragen.

Damit soll gewährleistet werden, dass zum einen keinerlei kontroverse Emittenten (gem. UN Global Compact) in die von CSR gemanagten Portfolios kommen und zum anderen eine Bewertung dahingehend möglich ist, ob es sich bei den ausgewählten Emittenten bzw. Unternehmen um Nachzügler oder Vorreiter bei der Berücksichtigung von ESG-Kriterien handelt, so dass der sozial- bzw. ökologisch orientierte (potentielle) Investor hier eine bessere Orientierungshilfe erhält. In einem in 2020 aufgelegten Renten-Publikumsfonds der CSR wird zudem seitens imug rating überprüft, ob und inwieweit die Fondsinvestments zur Erreichung der 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (sog. "SDG" = Sustainable Development Goals) beitragen. Das Screening der eingesetzten Titel erfolgt vierteljährlich; im halbjährlichen Turnus erscheint jeweils der Kommentar in den öffentlich zugänglichen Fonds-Factsheets; einmal jährlich im Nachhinein wird ein entsprechender Impact-Report veröffentlicht. Im November 2023 wurde der Fonds erneut mit dem FNG-Siegel (und zwei von drei möglichen Sternen für besondere Nachhaltigkeitsqualität) ausgezeichnet. Gemäß der EU-Offenlegungsverordnung sind sämtliche Publikumsfonds als Art. 8-Fonds eingestuft (CSR Ertrag Plus, CSR Aktien Deutschland Plus und CSR Bond Plus); für den CSR Bond Focus SDG Fonds gilt als "Impact-Fonds" unverändert die Klassifizierung nach Art. 9. Neu hinzu kam im Dezember 2023 ein Outsourcing Mandat für einen nach Art. 9 klassifizierten globalen Aktienfonds des Schweizer Fondsinitiators Ethius Invest, welche die CSR-eigene Produktpalette sehr gut ergänzt und auch einen durch CSR bisher nicht abgedeckten Nachhaltigkeitsansatz ("Active Engagement") abbildet.

5. Risikobericht

Bestandteil der ordnungsgemäßen Geschäftsorganisation der CSR sind klare Kompetenzzuordnungen, das Vorhalten und stetige Aktualisierung, auch in Bezug auf die geänderten gesetzlichen Vorgaben, von Organisationsanweisungen, die durch die Geschäftsstrategie in ihrem Inhalt bestimmt sind. Die Gesellschaft hat nach den Maßgaben der Mindestanforderungen an das Risikomanagement zur Überwachung und Steuerung einen klaren Ablauf zur Risikofrüherkennung eingerichtet, dessen Ausgestaltung sich nach Art, Umfang, Komplexität und Risikogehalt der Geschäftstätigkeit richtet. Seit 2020 gibt es den BAIT-Beauftragten und in 2021 wurde das Risikomanagement um einen Outsourcing Beauftragten erweitert. Beide Positionen sind durch Partner besetzt worden.

5.1. Risikomanagementsystem

Aufgrund der wesentlichen Bedeutung obliegt die Risikosteuerung und -überwachung der Geschäftsführung und dem aktiven Gesellschafterkreis, wobei sie durch die Stabsstellen Controlling, Compliance und Geldwäscheprävention unterstützt wird. Aufgrund der Änderungen, die durch das WplG wirken, hat die CSR als kleines Wertpapierinstitut auf die Fortführung einer Internen Revision verzichtet. Das bedeutet aber auch, dass die CSR den Anforderungen aus Artikel 24 MiFID II-DelegiertenVO weiterhin Folge leistet. Durch die enge Einbindung der Geschäftsführung in sämtliche Geschäftstätigkeiten im laufenden Betrieb sind die Anforderungen an eine sachgerechte Ausgestaltung einer angemessenen Organisation weiterhin gegeben. Es entsteht dadurch kein neues bzw. erhöhtes Risiko.

Das Finanzdienstleistungsinstitut verfügt gemäß § 41 Wertpapierinstitutsgesetz (WpIG) über ein System zur Risikosteuerung und Risikoüberwachung. Hierbei werden auch die Mindestanforderungen an das Risikomanagement berücksichtigt.

Das Risikocontrolling beinhaltet die Identifizierung, Quantifizierung, Limitierung und die regelmäßigen Überwachungen mit der anschließenden Berichterstattung an den Gesellschafterkreis. Die Funktionsfähigkeit und Angemessenheit aller Risikocontrolling- und Risikomanagementaktivitäten werden durch die Geschäftsführung in regelmäßigen Abständen geprüft. Bei allen Kontrollvorgängen wird das Vier- und zum Teil auch das Sechs- Augen-Prinzip angewendet.

Mit Hilfe von fortlaufenden Überprüfungen im täglichen Geschäftsablauf werden die möglichen Risikoauslöser sofort erkannt und im Sinne eines aktiven Risikomanagements werden nötigenfalls umgehend Maßnahmen in die Wege geleitet.

Flankiert wird dieses Sicherungssystem durch das Kontroll- und Überwachungskonzept von Controlling, Geldwäscheverhinderung und Compliance, die ihre wiederkehrenden Aufgaben durchführen und ordnungsgemäß dokumentieren. Aufgrund der Größe des Unternehmens und der Übersichtlichkeit des Liquiditätsrisikos sind die organisatorischen Maßnahmen aus Sicht der Partner völlig ausreichend. Im letzten Jahr haben mehrere Beispiele erneut bewiesen, dass die CSR mit dieser Methode schneller war als die bei den "großen Kontrahenten" automatisierten Ablaufkontrollen.

Im Folgenden werden verschiedene Risiken dargestellt, die nicht bereits aus den Bilanzkennzahlen ersichtlich sind.

5.2. Risikoarten

Adressenausfallrisiko

Adressenausfallrisiken betreffen bei der CSR in erster Linie lediglich die Ausfallrisiken bei Forderungen an Kreditinstitute und Kunden. Diese Positionen entstehen im Wesentlichen aus der Anlage überschüssiger Liquidität und ausstehender Forderung aus erbrachter Dienstleistung gegenüber Kreditinstituten und anderen Kunden. Die Überwachung der Adressenausfallrisiken bei Forderungen erfolgt mittels täglicher Kontrolle der Zahlungseingänge auf den Bankkonten. Durch erfolgreiche Arbeit in der Vergangenheit hat sich die Begleichung der Rechnungen im letzten Jahr verbessert, sodass der größte Teil der Rechnungen innerhalb von 14 Tagen beglichen wurden.

Aufgrund der regelmäßigen Überwachungstätigkeiten und der zeitnahen Berichterstattung der verschiedenen Arbeitsebenen an den Gesellschafterkreis ist sichergestellt, dass die Entscheidungsträger jederzeit über den Stand der Adressenausfallrisiken informiert sind.

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko, dass ein Unternehmer aufgrund mangelnder Fungibilität nicht in der Lage ist, seinen finanziellen Verpflichtungen bei Fälligkeit nachzukommen war zu keiner Zeit gefährdet. Liquiditätsrisiken sind bei der CSR aufgrund der laufenden Überwachung, der regelmäßigen monatlichen Ertragsflüsse und dem über das ganze Jahr hohen Bestand an liquiden Mitteln nicht zu erwarten.

Marktpreisrisiken

Die mit Marktpreisrisiken behafteten Positionen im Anlagebuch sind die verschiedenen CSR- Publikumsfonds, deren Bewertung börsentäglich durchgeführt wird und in einer börsennotierten Anleihe. Ebenso wird die Liquiditätsreserve mindestens wöchentlich mit der Geschäftsführung oder einem Partner abgestimmt. Im Vordergrund dieser Anlageausrichtung steht, mit Ausnahme des CSR Bond Focus SDG Fonds, die tägliche Liquidierbarkeit. Kredite wurden nicht in Anspruch genommen. Grundsätzlich werden keine Geschäfte abgeschlossen, die auf die Erzielung eines kurzfristigen Anlageerfolgs ausgerichtet sind.

Operationelle Risiken

Im Bereich der operationellen Risiken wurden 2023 wie in den Vorjahren keine Hauptrisiken identifiziert.

Personalrisiken

Personalfluktuation

Aufgrund des aktuellen Betriebsklimas, der Beteiligung aller Mitarbeiter/innen am langfristigen Unternehmenserfolg, der relativ stabilen wirtschaftlichen Lage des Unternehmens auch in dieser nicht einfachen Zeit und der stets "offenen Türen" für Belange der Mitarbeiter/innen wird das Fluktuationsrisiko als eher gering eingestuft. Die Schaffung von neuen Kompetenzbereichen und die Freiheit, eigenverantwortlich Projekte und Aufgaben durchzuführen, hat sicherlich die Personalbindung gefestigt. Die seit 3 Jahren unveränderte Krisensituation und die damit verbundene schwierige Kapitalmarktlage, haben die neuen verschiedenen Arbeitsmodelle nun in einen praktischen Ablauf geführt und gezeigt, dass die Vertretungsregelungen und die grundsätzliche Bereitschaft im Mitarbeiterkreis, den ordentlichen Geschäftsablauf aufrecht zu erhalten, immer gewährleistet war. Besonders der Teamgeist ist kein Schlagwort, sondern wurde erneut in 2023 gelebte Unternehmenskultur in Phasen personeller Engpässe. Dieser Teamgeist wurde gerade Bilanzstichtag, durch den Tod einer Mitarbeiterin, unter Beweis gestellt. Der Partnerkreis war zeitnah bemüht diese Lücke möglichst schnell wieder zu schließen.

Qualifikation

Die CSR hat seit Gründung sehr viel Wert daraufgelegt, dass durch die richtige Auswahl der Mitarbeiter/innen alle Themen des ordentlichen Geschäftsablaufes mit hohen Qualitätsstandards abgedeckt werden können. Regelmäßige, wertschätzende und verbindliche Gespräche zwischen Mitarbeitern/Mitarbeiterinnen und den verantwortlichen Partnern sollen dazu beitragen, dieses Level - auch in Zeiten von Home-Office und anderen Freiräumen - zu halten. Hierbei ist immer der besondere Service für den Kunden das oberste Ziel. Nur zufriedene Kunden sind der Garant für langfristige Bindung.

Der Gesellschafterkreis und die Geschäftsführung ermunterten daher auch in 2023 die Mitarbeiter/innen, insbesondere die vielfältigen Online-Angebote zwecks fachlicher Fort- und Weiterbildung anzunehmen.

Die Zuverlässigkeit neuer Mitarbeiter/innen wird bei der Neueinstellung anhand der Bewerbungsunterlagen, intensiver Gespräche, der Anerkennung der Mitarbeiterleitsätze und der Compliance-Richtlinien überprüft.

Wissenskonzentration bei Einzelpersonen

In einem kleinen Unternehmen ist das Wissensrisiko in der Abhängigkeit von wichtigen Mitarbeitern/Mitarbeiterinnen sicherlich per Tendenz eher höher. Dies gilt nicht nur für den Partnerkreis, sondern auch für den/die eine/n oder anderen Mitarbeiter/in, der innerhalb der Gesellschaft ein wesentlicher Anlaufpunkt im Ablauf bzw. Geschäftsprozess ist. Dieses Thema wird von der Geschäftsführung in Bezug auf die weitere Ausrichtung der CSR und insbesondere in Bezug auf den zukünftigen Personalaufbau berücksichtigt. In 2023 wurde mit jedem Mitarbeiter noch einmal die Liste aller seiner Tätigkeiten abgestimmt und zu einer Gesamtliste zusammengefasst. Hiermit soll lückenlos sichergestellt werden, dass bei einem plötzlichen Personalausfall, wie z.B. durch einen Krankheits- oder Todesfall, die damit verbundenen Arbeiten unkompliziert auf andere Schultern verteilt werden können.

Die Ressorts und Fachbereiche sind nun schon seit mehr als sieben Jahren auf die Partner aufgeteilt; die Geschäftsführung hat damit nur noch die direkte Verantwortung für die Stabsabteilungen und das Portfoliomanagement. Mit diesem Schritt sollte mittelfristig das Ziel erreicht werden, den Mitarbeiterstamm mit dem steigenden Vermögen und den damit einhergehenden Anforderungen weiter aufzubauen und somit das Wissen der Führungsebene stetig auf mehreren Schultern zu verteilen.

Outsourcing

Bereits im Jahr 2021 wurde die Stelle des Outsourcingbeauftragten durch einen Partner gemäß AT9 Tz.12 der Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) besetzt. Dieser Partner dokumentiert im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben sein Kontrolltätigkeit. Es gibt keine Beanstandungen.

Verlust vertraulicher (Kunden-)Informationen

Das Vertrauen der Kunden ist das größte Kapital der CSR, sodass die Reputation im direkten Zusammenhang mit dem sorgfältigen Umgang aller anvertrauten Informationen und Daten steht. Der Schutz vertraulicher Informationen ist somit ein wichtiger Bestandteil der Firmenphilosophie der CSR. Um den unbewussten Datenverlust, insbesondere beim externen Versand von Daten, wie zum Beispiel beim regelmäßigen Reporting, zu verhindern, wird ein strenges Vier-Augen-Prinzip eingehalten und anschließend eine zusätzliche Verschlüsselung der sensiblen Daten vorgenommen. Zudem ist mit einem Mandanten auf dessen Wunsch ein Ablagesystem über ein Exchange-Laufwerk eingeführt worden. Ein weiterer Kunde hat einen E-Mailverkehr über eine Zertifizierung gewünscht, was selbstverständlich auch in den praktischen Ablauf integriert wurde.

Die Einrichtung von Zugriffsrechten durch den Bereich Compliance in Zusammenarbeit mit der in 2023 neu bestellten Datenschutzbeauftragen und eine stetige Verbesserung des IT- Sicherungskonzeptes sowie Anpassung an technische Neuerungen dienen der permanenten Datensicherheit. Neue Mitarbeiter/innen werden bereits bei der Ersteinrichtung ihrer Arbeitsplätze über die Vorgaben zur Daten- und IT-Sicherheit informiert.

EDV-Risiken

Die IT-Systeme und zugehörigen IT-Prozesse müssen die Integrität, die Verfügbarkeit, die Authentizität sowie die Vertraulichkeit der Daten sicherstellen. Die in 2020 vom BAIT- Beauftragten erstellte IT-Dokumentation bildet das EDV/IT-Konzept ab und wird fortlaufend aktualisiert.

Ausfall der eingesetzten EDV-Systeme

Zur Minimierung dieses Risikos werden tägliche Datensicherungen (Montag bis Freitag) auf dem Hauptserver durchgeführt und ein externer Ersatzserver in einem Rechenzentrum bereitgehalten. Zusätzlich zu der Sicherung des Hauptservers erfolgt eine tägliche Bandsicherung im Rechenzentrum. Im Jahr 2020 wurden alle Mitarbeiter mit CSR-eigenen Rechnern im Homeoffice ausgestattet. Im Notfall könnten die Mitarbeiter aus dem Homeoffice auf den externen Ersatzserver zugreifen, ohne dass ein "Notfallbüro" eingerichtet werden müsste.

Mangelhafte Datensicherheit

Zum Schutz vor Viren u. ä. wurden seitens der IT-Abteilung umfangreiche Maßnahmen getroffen. Die Updates dieser Programme werden durch den Administrator überwacht und im Notfall gesondert aktiviert.

Kapitalmarktrisiken

Da insbesondere die Erträge aus der Finanzportfolioverwaltung sich nicht den Entwicklungen an den Kapitalmärkten entziehen können, liegt hier ein wesentliches Risiko, aber auch eine Chance für die Entwicklung des Unternehmens. Als ein werteorientiertes und konservatives Unternehmen hat die CSR Beratungsgesellschaft im Wesentlichen einen Mandantenkreis, der nicht den hohen Gewinn und damit einhergehend das hohe Risiko sucht, sodass die Verlustgefahr in Kapitalmarktkrisen unterdurchschnittlich gering ist. Alle CSR-Publikumsfonds zeichnen sich über drei Jahre durch eine im Vergleich zur Peergroup unterdurchschnittliche Volatilität aus. Mit dem CSR Bond Focus SDG Fonds wurde eine frühzeitige Positionierung in einem wachsenden Kapitalmarktteilsegment aktiv durchgeführt, was auch in Zukunft noch erweitert werden sollte. Gleichwohl musste der Partnerkreis in 2023 akzeptieren, dass in einem Krisenmodus, in dem ein Teil unserer Mandanten sich immer noch befindet, auch mal der sog. "Notgroschen" aktiviert werden muss, was zur Verringerung der Assets under Management führt. Hier hat sich ein Problembewusstsein bei den handelnden Partnern entwickelt, dass durch verstärkte Nähe zum Kunden frühzeitig erkannt werden sollte, wenn diese Art der Volumensreduktion bevorsteht.

ESG - Risiken

Erstmals hat die CSR im Juli 2023 ein sog. PAI-Statement (mit Daten per 31.12.2022) veröffentlicht. PAI werden gemäß der EU-Definition als "negative, wesentliche oder wahrscheinlich wesentliche Auswirkungen auf die Nachhaltigkeitsfaktoren, die durch vom Rechtsträger getätigte Investitionsentscheidungen und Anlageberatung hervorgerufen oder verstärkt werden oder direkt damit verbunden sind", definiert. Die CSR bezieht die notwendigen PAI-Messgrößen von externen Datenanbietern und kann gegebenenfalls auf eigene Datenquellen zurückgreifen, um die negativen Auswirkungen auf der Ebene der von uns angebotenen Finanzdienstleistungen zu berücksichtigen. Dabei ist sich die CSR bewusst, dass die Wirksamkeit der Methode zur Berücksichtigung der PAI von der Qualität und umfassenden Datenerhebung abhängt. CSR überwacht regelmäßig den Stand der PAI-Offenlegung und ist bestrebt, zusätzliche Maßnahmen zur Berücksichtigung der PAI einzuführen, sobald die Qualität und Verfügbarkeit der Daten dies zulassen. Bisher hat die CSR Beratungsgesellschaft mbH jedoch nur Daten der eigenen Publikumsfonds veröffentlicht, da die Daten der externen Asset Manager noch nicht oder nicht vollständig vorliegen. Dies ist jedoch ein laufender Prozess, und CSR plant, diese Informationen in Zukunft zu ergänzen, um eine umfassende Transparenz im Einklang mit den Anforderungen der Offenlegungsverordnung sicherzustellen.

Im Rahmen der ESG-Berichterstattung gemäß der SFDR berücksichtigt CSR die PAI und führt sie in den regelmäßigen Berichten auf, sofern in der rechtlichen Dokumentation für die von CSR angebotenen Finanzdienstleistungen nichts anderes vermerkt ist. Es ist wichtig anzumerken, dass die Informationen, die von externen kollektiven Anlagen (i.d.R. sind dies Investmentfonds) gemeldet werden, möglicherweise begrenzt sind. Daher können die Möglichkeiten zur Berücksichtigung der PAI, die der CSR bei Anlagen in Produkte von externen Anbietern zur Verfügung stehen, beschränkt sein.

Zusammenfassung der Risikoeinschätzung

Da es kein unternehmerisches Handeln ohne Risiko geben kann, muss diesem Grundsatz der freien Marktwirtschaft aktiv begegnet werden, was alle Marktteilnehmer nun im vierten Jahr in Folge unter Beweis stellen mussten. Da sich alle Gesellschafter und Entscheidungsträger dieser Tatsache bewusst sind und die oben geschilderten Vorkehrungen stetig verbessert haben, wurden zu keinem Zeitpunkt unüberschaubare Risiken eingegangen. Es wurde die Liquidität sowie die Veräußerbarkeit der Kapitalanlagen berücksichtigt, sodass festzuhalten bleibt, dass derzeit keine bestandsgefährdenden Risiken zu erkennen sind.

Aufgrund einer Eigenkapitalquote von 87,51 % (Vj. 86,23 %) und einer Eigenmittel-/Kosten- Relation nach festgestelltem Jahresabschluss von 54,49 %, (Vj. 53,60 %) die auch quartalsmäßig an die Deutsche Bundesbank gemeldet wurden, war die Risikotragfähigkeit der CSR zu jeder Zeit gegeben und wird in Zukunft weiter durch die kontinuierliche Steuerung des Eigenkapitals gestärkt.

6. Chancen und Ausblick für die Entwicklung 2024

Weltwirtschaft

In dem Jahresbericht des IWF, der von einer weiterhin unsicheren Ausgangslage ausgeht, wird für 2024 ein "Soft Landing" für die Weltwirtschaft favorisiert. So wird erwartet, dass das reale BIP mit 3,1 % für 2024 und 3,2 % für 2025 nur unwesentlich höher als für 2023 berechnet liegen sollte. Damit wird ein Wachstum weiterhin deutlich unter dem historischen Durchschnitt der letzten 20 Jahre angenommen. In diesem Szenario sind die aufstrebenden Länder, aber auch die sogenannten Emerging Markets die wesentlichen Wachstumsträger. Belastet wird das Wachstum durch den Kampf gegen die weltweite Inflationstendenz. Das sich abschwächende Produktivitätswachstum und die hohen Staatsverschuldungen wirken zudem bremsend auf die Erwartungen. Dennoch sollte durch die Tendenz fallender Inflationsraten und einem sich auf niedrigem Niveau stabilisierendem Wachstumspfad ein Hard Landing verhindert werden können. Die immer noch leicht steigenden Lebenshaltungskosten, die auf eine bremsende Zinspolitik der großen Notenbanken treffen, sind dabei der wesentliche Ausgangspunkt für die Sichtweise des IWF. Der IWF geht davon aus, dass die Zentralbanken im Kampf gegen die Inflation so lange die Zinsen hochhalten werden, bis sich die Inflationsraten auf niedrigem Niveau einpendeln. Ab diesem Punkt könnten dann die Zentralbanken die Zinszügel lockern und damit das Soft Landing stabilisieren. Neben diesen Zinsbedingungen unterstellt der IWF zudem, dass die Rohstoffpreise sich per Tendenz abschwächen werden und damit parallel zu den Zinsen eine gewisse Entlastung bringen sollten.

Auch wenn es sicherlich genug Gegenargumente bezüglich eines Soft Landing gibt (die großen Themen, wie schwaches Wachstum in Europa, Immobilienkrisen rund um den Globus, und aufgrund der demografischen Struktur in der sogenannten "westlichen Welt" eine historisch eher niedrige Arbeitslosigkeit bei weiterhin steigenden Sozialausgaben), die im Bericht des IWFs zwar erwähnt werden, aber nicht das Basisszenario bestimmen, scheinen die Kapitalmärkte aktuell auch eher eine Entwicklung in diese Richtung zu signalisieren. Der Wachstumsausblick ist in dem Bericht mit: "Resilient but slow"

überschrieben. Während im "Westen" das Wachstum eher schwach ausfällt, geht der IWF davon aus, dass die Emerging Markets und die sogenannten aufstrebenden Länder mit Wachstumsraten von mehr als 4 % die Lokomotivfunktion für das weltweite Wirtschaftswachstum übernehmen werden.

Auf der Risikoseite zeigt der Bericht aber auch mehrere mögliche Punkte auf. Zum Beispiel einen stärker als erwarteten Inflationsrückgang, welcher die Unternehmen auf der Margenseite negativ tangieren könnte. Auf der anderen Seite wird der Gefahrenpunkt einer zu expansiven Verschuldungspolitik aufgeführt, die nicht stark genug zurückgeführt wird, um weiterhin Wachstumsförderung zu betreiben und als Kollateralschaden höhere Inflation dann in Kauf nimmt. Ein weiterer Punkt ist die Auswirkung der KI in den entwickelten Wirtschaften und deren Auswirkungen auf die dortigen Arbeitsmärkte. Das Gefühl des "Einerseits" und des "Andererseits" wird man beim Lesen des Berichts leider nicht los.

Nach den Erfahrungen der letzten drei Jahren muss man zusammenfassend festhalten, dass die Mehrheit der Volkswirte zwar das Soft Landing auch annehmen, aber gleichzeitig auf die Gefahren hinweisen. Ist es eine gewisse Demut vor dem Unbekannten? Wie dem auch sei eine andere Betrachtungsweise wäre wohl auch eher unseriös.

CSR Beratungsgesellschaft

Die Erfahrungen aus den letzten vier Jahren und insbesondere aus dem Jahr 2022 haben die Mitglieder des internen Anlageausschusses der CSR bewogen, bei der Festlegung der jeweiligen taktischen Bandbreiten, innerhalb derer die Gewichtungen der Haupt-Assetklassen für das Jahr 2024 gesteuert werden ("CSR-Jahreskanäle"), mit einer gewissen Vorsicht festzulegen. Das Jahr 2024 kann sich aus den verschiedensten Gründen ganz anders entwickeln, als man es bei einer Planung unterstellt. Falls es ein volatiles Jahr werden sollte, wäre dies für die CSR - relativ zu den Mitbewerbern - von Vorteil, was sich insbesondere in der Wertentwicklung des CSR Aktien Deutschland Plus Fonds über die letzten 3 Jahre gezeigt hat. Dabei dürfte am Ende durch die antizyklische Handelsstrategie ein gutes Verhältnis zwischen Rendite und Risiko, bei einem sehr transparenten Prozess und einem liquiden Underlying in den Mandaten, als konsequenter Mehrwert für die Investoren entstehen. In diesem Marktumfeld versuchen alle Partner den Namen der CSR noch stärker als Boutique für besondere Aufgabenstellungen zu platzieren: CSR als der Asset Manager mit unterdurchschnittlichem Risiko bei gleichzeitig guter Performance - und das in einer schwierigen Zeit.

Der Partnerkreis geht auch im 17. Jahr nach Firmengründung davon aus, dass sich die stabile Aufstellung der Firma und der USP gegenüber dem Wettbewerb sowie die individuelle Positionierung im Spezialfondssegment, gepaart mit der werteorientierten und antizyklischen Vorgehensweise (nicht nur im Aktienbereich, sondern auch in anderen Marktsegmenten und Assetklassen), weiter ausbauen lässt. Die Gesamtheit aller Mitarbeiter/innen ist nach dem in personeller Hinsicht nicht einfachem Jahr 2023 hoch motiviert. Die Gewinnung von fachlich kompetenten Mitarbeitern ist zudem eine besondere Aufgabe des Partnerkreises in 2024. Mit dem dann wieder schlagkräftigen Mitarbeiterteam erhofft sich der Partnerkreis, nach den letzten herausfordernden Jahren nun mit neuer Kraft Kunden gewinnen zu können, die sich dann über die damit verbundenen Umsätze unmittelbar auf das Provisionsergebnis auswirken werden. Die Gesellschafter gehen daher in der Planung von einer leichten Gewinnsteigerung gegenüber Vorjahr als Untergrenze aus. Als oberes Ziel der Planung, unter Berücksichtigung der eingeplanten Zuflüsse, wird ein Ergebnis angestrebt, das zu einem Gewinn ähnlich wie in den Jahren vor der Corona- Pandemie führen sollte. Andererseits wird die Kostenseite b.a.w. eng gesteuert werden, damit diese auf keinen Fall zu einem Handlungsdruck führt.

Mit einer weiterhin großen Demut angesichts der weltweiten politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen, die sicherlich auch in 2024 für so manchen "schwarzen Schwan" sorgen dürften, geht der Gesellschafterkreis der CSR gut aufgestellt in das Geschäftsjahr 2024 und ist auf die Aufgaben, die sich ihm in den Weg stellen, gut vorbereitet.

 

Hofheim/Ts., 26. März 2024

Norbert Clément

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die CSR Beratungsgesellschaft mbH, Hofheim am Taunus

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der CSR Beratungsgesellschaft mbH, Hofheim am Taunus - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 sowie den Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Wertpapierinstitute nach § 340 Abs. 4a HGB geltenden, handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit §§ 340k und 317 HGB, unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Gesellschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Der gesetzliche Vertreter ist für die sonstigen Informationen verantwortlich.

Unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und Lagebericht erstreckt sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form vom Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter der Gesellschaft ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Wertpapierinstitute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist es, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss und mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit §§ 340k, 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten, deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt, die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk gemäß § 78 Abs. 3 WpIG auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben, sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei, insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten, bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem gemäß § 41 Nr. 3 WpIG, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Neu-Isenburg, 8. April 2024

AWADO GmbH
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Katja Hampe, Wirtschaftsprüferin

Alexandra Pfeil, Wirtschaftsprüferin

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