Nothelle Call Center Services GmbH

Beekstraße 30, 47051 Duisburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Duisburg HRB 18172
Vorher
NECC GmbH
Eingetragen
21.12.2005
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieWiederverkaufs- und Vermittlungstätigkeiten für die Telekommunikation
Gegenstand
das Erbringen von Dienstleistungen aller Art in den Bereichen Telesales und Telemarketing, E-Mail, Chat, Training, Direktmarketing, Back-Office, IT, Datenbank & Cloudservices, Internet, Beratung, Service und Vertrieb sowie Arbeitnehmerüberlassung, jeweils insbesondere unter Einsatz moderner Multimedia und Kommunikationssysteme.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Daniel Degen
seit 2.1.2025
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Maurice Nothelle
seit 21.12.2005
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Twijnder B.V.NLD
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Twijnder B.V.
Netherlands
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Nothelle Call Center Services GmbH

Duisburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

A. GRUNDLAGEN UND GESCHÄFTSMODELL DER GESELLSCHAFT

Die Nothelle Call Center Services GmbH hat Ihren Sitz in Duisburg und ist ein etabliertes Customer Contact Center. Wir sind Partner für ausgewählte Business Process Outsourcing Dienstleistungen.

Das Unternehmen ist seit mehr als 20 Jahren als Customer Contact Center aktiv und deckt die heute relevanten Kommunikationskanäle ab. Die Spezialisierung auf das Outsourcing von Prozessen in den Bereichen Vertrieb, Kundenservice und Kundenberatung führt zu einer direkten Kommunikation mit den Endkunden der Auftraggeber. Hierfür werden die Kommunikationskanäle Inbound- und Outbound Telefonie, Chat und Social Media genutzt.

Branchenbedingt verzeichnet die Gesellschaft keine wesentlichen Tätigkeiten im Bereich der Forschung und Entwicklung.

B. WIRTSCHAFTSBERICHT

B.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die konjunkturelle Entwicklung war auch im Jahr 2023 stark von Krisen geprägt. Als Folge des massiven Energie- und Nahrungsmittelpreisanstiegs, der schwachen weltwirtschaftlichen Entwicklung sowie der geopolitischen Krisen ergab sich im Jahr 2023 ein Rückgang des BIP um 0,3 % gegenüber dem Vorjahr.

Im Laufe des Jahres 2022 wurde der Mindestlohn in Deutschland mehrmals angepasst, was den Kostendruck aufgrund des in 2023 erstmalig aufgetretenen ganzjährigen Effekts in verschiedenen Branchen weiter erhöhte. Viele Unternehmen im Bereich Business Process Outsourcing eröffneten Standorte in sogenannten Nearshoring-Ländern in Süd- und Osteuropa und verlagerten Bestandsgeschäfte dorthin, um trotz steigender Kosten die Rentabilität ihrer Projekte zu erhalten. Gemäß Statista wird für das Jahr 2024 ein Marktwachstum im Bereich Business Process Outsourcing in Deutschland von etwa +3,4 % prognostiziert, nach einem Wachstum von 1,1 % im Vorjahr.

B.2 Geschäftsverlauf

Folgende wesentliche Rahmenbedingungen kennzeichnen die Entwicklung des Geschäftsverlaufes der Gesellschaft in 2023:

• Das Kundenportfolio ist weitgehend stabil geblieben, die Auftragslage hat sich leicht erhöht.

• Die Call Volumina konnten stabilisiert werden und es konnten neue Projekte bei bestehenden Kunden gewonnen werden.

• Die Gewinnung von qualifiziertem Personal ist weiterhin herausfordernd. Durch den Engpass an qualifizierten Mitarbeitern sind auch die Akquisitions- und Marketingkosten im Personalbereich weiter hoch.

• Durch eine höhere Flexibilität der Kunden als in früheren Jahren konnten Mitarbeiter auch weiterhin an ihren Heimarbeitsplätzen beschäftigt werden.

• Bedingt durch die gesetzlichen Mindestlohnanpassungen in 2022 sind die Lohnkosten aufgrund des erstmaligen ganzjährigen Effekts im Verlauf des Jahres deutlich gestiegen.

• Die Eröffnung eines weiteren Standortes in Gladbeck hat weitere Potenziale zur Mitarbeiteranwerbung erschlossen und bietet die Basis für Wachstum in der Zukunft.

B.3 Darstellung der Lage

B.3.1 Ertragslage

Vor dem Hintergrund des dargestellten Geschäftsverlaufes konnte der Umsatz von15.914 TEUR im Vorjahr um knapp 12 % auf 17.755 TEUR im Berichtszeitraum gesteigert werden.

Die Personalaufwendungen betrugen 14.995 TEUR. Dies bedeutet im Vergleich zum Vorjahr eine Erhöhung von 2.095 TEUR, bzw. 16,2 %. Die Personalkostensteigerung liegt prozentual somit oberhalb des Umsatzwachstums. Grund hierfür sind die Erhöhung von Stellen in der Verwaltung, vor allem aber steigende Löhne und Provisionen.

Der Rohertrag nach Personalaufwendungen betrug 2.998 TEUR, bzw. 16,8 % der Umsatzerlöse und sank somit ggü. dem Vorjahr (3.169 TEUR bzw. 20 % der Umsatzerlöse).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich auf 2.403 TEUR im Vergleich zum Vorjahr (2.736 TEUR). Haupttreiber sind hier insbesondere die Reduzierung von Rechts- und Beratungskosten und der Kosten für die Direktvermittlung.

Die Steuerquote bewegt sich auf einem entsprechend der Körperschaft- und Gewerbesteuersätze üblichen Maß.

Der Jahresüberschuss im Berichtszeitraumbetrug 212 TEUR, was einer Umsatzrentabilität von 1,2 % entspricht. Im Vorjahr hatte diese 0,7 % betragen.

Die Eigenkapitalrentabilität nach Steuern betrug im Geschäftsjahr 2023 18 %. Dies sind 7 %- Punkte mehr als im Vorjahr.

Zusammenfassend spiegelt die Entwicklung der Ertragslage die herausfordernde Kostensituation im Jahr 2023 aber auch den Wachstumskurs der Gesellschaft wider.

B.3.2 Finanzlage

Zum 31. Dezember 2023 betrug das Eigenkapital 1.197 TEUR (Vorjahr 985 TEUR). Dies entspricht einer Eigenkapitalquote von 23 % (Vorjahr 17 %) und liegt somit nahezu am Durchschnitt mittelständischer Unternehmen in Deutschland.

Es bestanden zum 31. Dezember 2023 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von € 504 TEUR, zusammengesetzt aus Geldmarkt- und Kontokorrentkrediten, welche bereits im Vorjahr zum Ausgleich von Liquiditätsschwankungen aufgenommen wurden.

Gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen Forderungen in Höhe von 1.214 TEUR (Vorjahr: 1.122 TEUR), denen Verbindlichkeiten in Höhe von 1.502 TEUR (Vorjahr: 855 TEUR) gegenüberstehen. Hierbei handelt es sich zum einen um wechselseitige, kurzfristige Liquiditätsüberbrückungen und zum anderen um Forderungen und Verbindlichkeiten aus der gegenseitigen Personalgestellung. Kumuliert betrachtet ergibt sich kein wesentlicher Liquiditätseffekt.

Die Gesellschaft verfügt über liquide Mittel in Höhe von 912 TEUR (Vorjahr von 53 TEUR).

Die Liquidität der Gesellschaft ist durch den Bestand der liquiden Mittel sowie bestehende Banklinien jederzeit sichergestellt.

B.3.3 Vermögenslage

Die Vermögenslage der Gesellschaft hat sich im Geschäftsjahr in folgenden Punkten wesentlich verändert:

• Bei den Aktiva wurde im Jahr 2023 weniger in Sachanlagen investiert. Das Anlagevermögen beträgt somit zum 31. Dezember 2023 insgesamt 365 TEUR, ggü. 413 TEUR im Vorjahr.

• Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (2.342 TEUR) verringerten sich ggü. dem Vorjahr (3.999 TEUR), während sich die sonstigen Vermögensgegenstände (147 TEUR) erhöhten (Vorjahr: 63 TEUR). Der Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist im Wesentlichen auf ein verbessertes Forderungsmanagement zurückzuführen, sowie dadurch bedingt, dass Rechnungen aus 2023 in größerem Umfang noch im selben Geschäftsjahr bezahlt wurden als im Vergleich zum Vorjahr. Die wachsende Entwicklung der sonstigen Vermögensgegenstände ist insbesondere auf die Erhöhung der Forderungen im Bereich soziale Sicherheit zurückzuführen.

• Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (307 TEUR ggü. 275 TEUR im Vorjahr) sind im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, was auf jährliche, typische Schwankungen zurückzuführen ist. Die sonstigen Verbindlichkeiten (1.023 TEUR. ggü. 1.190 TEUR im Vorjahr) sind zum 31. Dezember 2023 gesunken, was im Wesentlichen aus einer geringeren Umsatzsteuerverbindlichkeit und geringeren Verbindlichkeiten aus Lohn und Gehalt resultiert. Die Rückstellungen (534 TEUR ggü. 418 TEUR im Vorjahr) sind hingegen gestiegen, was insbesondere auf höhere Steuerrückstellungen zurückzuführen ist.

B.4 Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Umsatzrentabilität als wichtigster Leistungsindikator der Gesellschaft betrug trotz gestiegenem Umsatz noch immer lediglich 1,2 % gegenüber 0,7 % im Vorjahr. Die Entwicklung des Umsatzes wurde zwar erhöht, durch weiterhin hohes Personal(gewinnungs)kosten jedoch nur eine leichte Steigerung der Umsatzrentabilität erreicht.

Der leichte Anstieg der Umsatzrentabilität soll mittelfristig durch weiteres Wachstum ausgebaut werden, da Skaleneffekte Kostendegressionen nach sich ziehen.

Im Vergleich zu den gesetzten Zielen ist die Entwicklung des Geschäftsjahres als nicht zufriedenstellend anzusehen.

C. PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

C.1 Chancen- und Risikobericht

Die Trends und Herausforderungen der Branche bleiben unverändert: die technologische Weiterentwicklung kundenspezifischer Prozesse steht im Mittelpunkt. Besonders im Fokus liegen die zunehmende Automatisierung, Digitalisierung sowie die Transformation von Multichannel- zu Omnichannel-Umgebungen. Mit der steigenden Einsatzfähigkeit KI-basierter Anwendungen wird der Bedarf an BPO-Services für einfache Geschäftsvorfälle voraussichtlich abnehmen. Gleichzeitig wird der Kostendruck durch Wettbewerber aus Niedriglohnländern (Nearshoring) weiter zunehmen. Die Gesellschaft sieht jedoch die begrenzte Anzahl verfügbarer deutschsprachiger Agenten im Ausland für höher qualifizierte Services als natürlichen Engpass an. Zudem steigen die Komplexitätskosten, während die Zahlungsbereitschaft der Auftraggeber bei Auslandsdienstleistungen sinkt.

Die Gesellschaft erkennt Chancen in der Weiterentwicklung ihrer eigenen Business Intelligence Plattform, im Angebot zusätzlicher Dienstleistungen sowie in Investitionen in die Servicequalität und Vertriebsleistung der Agenten. Die verstärkte Nachfrage nach Best-in-Class Ergebnissen dürfte zu mehr Kundenaufträgen führen. Potenzielle Partnerschaften mit Nearshoring-Standorten oder eigenständige Neugründungen werden ebenfalls als Chancen betrachtet.

Die Nothelle Call Center Services GmbH rechnet aufgrund der aktuellen Marktgegenheiten mit weitergehenden Konsolidierungsstrategien der Auftraggeber. Hierbei strebt die Gesellschaft an, durch ihr attraktives Angebot weitere Volumina - insbesondere für komplexere Services und vertriebliche Aufgabenstellungen - von den Auftragsgebern zu erhalten.

Durch kontinuierliche Vertriebsaktivitäten soll die Kundenbasis der Gesellschaft erweitert werden, einschließlich kleinerer und mittlerer Unternehmen. Die Gesellschaft hebt hervor, dass die hohe Qualität ihrer Dienstleistungen in bestehenden und neuen Kundenbeziehungen dazu führt, dass die Nothelle Call Center Services GmbH regelmäßig ihre Wettbewerber übertrifft und neue Aufträge gewinnt.

Bei Eintritt bzw. Nutzung dieser Chancen sind weiter steigende Umsätze zu erwarten.

Ein wesentliches Risiko bleibt der Preisdruck der Auftraggeber sowie die steigenden Kosten für Mitarbeiterakquise, -ausbildung und -bindung. Die Situation wird durch Mindestlohnerhöhungen und steigende Energiekosten weiter verschärft, was zu einer Minderung der Marge führen könnte.

Die Chancen und Risiken beeinflussen sowohl kurz- als auch langfristig die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft.

C.2 Gesamtaussage

Die Bewertung der bekannten Chancen und Risiken mittels des internen Risikomanagementsystems führt zu folgendem Ergebnis: Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar. In Verbindung mit dem Aufbau weiterer attraktiver Standorte eröffnen sich neue Möglichkeiten im Bereich der Mitarbeitergewinnung und des Ausbaus bestehender Kundenbeziehungen sowie der Akquise von Neukunden. Weiterhin bietet das aktuelle Marktumfeld potenzielle Chancen für anorganisches Wachstum durch strategische Akquisitionen.

D. INTERNES KONTROLLSYSTEM UND RISIKOBERICHTERSTATTUNG ÜBER DIE VERWENDUNG VON FINANZINSTRUMENTEN

Das Unternehmen verzeichnet einen stabilen Kundenstamm mit soliden finanziellen Rücklagen. Im vergangenen Jahr 2023 waren keine signifikanten Ausfälle bei Forderungen zu verzeichnen. Das Mahnwesen überwacht fortlaufend ausstehende Forderungen und strebt eine zeitnahe Einziehung offener Beträge an. Der Vertrieb ist sensibilisiert für das Risiko von Forderungsausfällen und bemüht sich daher um angemessene Zahlungsbedingungen bereits im Voraus, um zukünftige Ausfälle zu verhindern. Gegebenenfalls wurden Abschreibungen vorgenommen. Soweit erforderlich, wurden Wertberichtigungen gebildet.

Durch ausreichende Bankguthaben ist die Finanzierung sowohl kurz- als auch langfristig gesichert. Die Liquiditätssituation erlaubt es, Verbindlichkeiten stets innerhalb der vereinbarten Fristen zu begleichen und Skonti in Anspruch zu nehmen. Dividenden wurden im Geschäftsjahr 2023 nicht ausgeschüttet.

Vor Annahme neuer Aufträge erfolgt eine gründliche Bonitätsprüfung bei Neukunden. Bei säumigen Zahlern werden regelmäßige Mahnungen verschickt.

Im Berichtszeitraum hat das Unternehmen keine derivativen Finanzinstrumente genutzt.

E. PROGNOSEBERICHT

Die Nothelle Call Center Services GmbH strebt für das Jahr 2024 an, ihren Marktanteil im Kerngeschäft in einem expandierenden Markt weiter zu festigen. Dementsprechend wird eine leichte Umsatzsteigerung und ein im Wesentlichen konstanter Jahresüberschuss prognostiziert. Langfristig strebt das Unternehmen an, einer der führenden mittelständischen Anbieter von Customer Contact Center Dienstleistungen zu werden. Die wichtigsten geplanten Maßnahmen hierfür sind:

• Mitarbeiterwachstum: Durch verstärkte Personalbeschaffung (auch an neuen Standorten und für Heimarbeitsplätze), intensive Schulungen und langfristige Betreuung in Verbindung mit finanziellen Anreizen soll die Mitarbeiterzahl erhöht und die Fluktuation im Personalbestand verringert werden. Aufgrund des Mangels an qualifizierten Mitarbeitern bleiben die Akquisitions- und Marketingkosten im Personalbereich weiterhin hoch.

• Standortausbau: Durch die Erweiterung des Standortnetzwerks sollen neue Rekrutierungsmöglichkeiten erschlossen und die Kapazität zur Beschäftigung neuer Mitarbeiter ausgebaut werden. Aufgrund der gesetzlichen Anpassungen beim Mindestlohn sind weitere Erhöhungen in den kommenden Jahren wahrscheinlich.

• Qualitätsverbesserung: Durch die genannten Maßnahmen sowie verstärkte Fortbildungsaktivitäten mit dedizierten Trainern soll die Qualität gesteigert und somit die Kundenzufriedenheit erhöht werden.

• Nearshoring: Das Unternehmen plant, potenzielle Nearshoring-Standorte zu prüfen und zu erschließen. Dabei ist es entscheidend, qualifiziertes Personal zu niedrigeren laufenden Kosten zu gewinnen und auch im Nearshore-Umfeld eine hohe Qualität bieten zu können.

Auf diese Weise strebt das Unternehmen an, seine Marktposition auch in den kommenden Geschäftsjahren langfristig zu stärken.

 

Duisburg, den 8. April 2024

Nothelle Call Center Services GmbH

Maurice Nothelle

Dr. Gerrit Karalus

als Vertreter der Nothelle Call Center Services GmbH

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 365.011,29 413.235,29
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 123.712,00 124.687,00
II. Sachanlagen 240.738,00 287.987,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 240.738,00 287.987,00
III. Finanzanlagen 561,29 561,29
1. Beteiligungen 561,29 561,29
B. Umlaufvermögen 4.647.408,61 5.279.681,22
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.735.441,14 5.226.281,17
1. Forderungen gegen Gesellschafter 32.704,11 42.361,94
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.213.820,91 1.122.420,72
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 1.196.435,19 1.094.712,22
3. sonstige Vermögensgegenstände 2.488.916,12 4.061.498,51
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 911.967,47 53.400,05
C. Rechnungsabgrenzungsposten 100.705,44 38.777,05
Summe Aktiva 5.113.125,34 5.731.693,56

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 1.197.164,11 985.059,02
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 960.059,02 852.070,40
III. Jahresüberschuss 212.105,09 107.988,62
B. Rückstellungen 534.751,00 418.050,91
C. Verbindlichkeiten 3.337.065,23 4.284.429,05
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 504.325,01 1.875.127,10
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 504.325,01 1.875.127,10
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.501.536,01 855.036,13
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.501.536,01 855.036,13
3. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 89.250,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 0,00 89.250,00
4. sonstige Verbindlichkeiten 1.331.204,21 1.465.015,82
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.320.673,83 1.444.740,42
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 10.530,38 20.275,40
D. Passive latente Steuern 44.145,00 44.154,58
Summe Passiva 5.113.125,34 5.731.693,56

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 17.993.117,17 15.666.237,61
2. Personalaufwand 14.994.967,41 12.900.446,84
a) Löhne und Gehälter 12.477.494,52 10.735.291,70
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.517.472,89 2.165.155,14
davon für Altersversorgung 7.829,95 7.768,14
3. Abschreibungen 192.180,18 260.875,12
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 192.180,18 260.875,12
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.402.993,35 2.332.718,93
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 3,76
5. Erträge aus Beteiligungen 1,10
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 39.317,53 15.676,53
davon aus verbundenen Unternehmen 39.317,53 15.676,53
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 92.673,78 52.562,91
davon an verbundene Unternehmen 44.088,79 20.799,70
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 134.142,12 26.465,67
davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 9,58
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 44.154,58
9. Ergebnis nach Steuern 215.477,86 108.845,77
10. sonstige Steuern 3.372,77 857,15
11. Jahresüberschuss 212.105,09 107.988,62

Anhang

A. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS

Die Nothelle Call Center Services GmbH hat ihren Sitz in Duisburg. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Duisburg unter HRB 18172 eingetragen.

Die Gesellschaft ist i. S. d. § 267 Abs. 2 HGB eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Der vorliegende Jahresabschluss ist nach den Gliederungsgrundsätzen für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265 ff. HGB). Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt worden.

Die größenabhängigen Erleichterungen nach § 286, § 288 HGB für mittelgroße Kapitalgesellschaften wurden teilweise in Anspruch genommen.

Innerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung haben sich bei den Posten "Materialaufwand" und

"sonstige betriebliche Aufwendungen " im Berichtsjahr Ausweisänderungen ergeben, da der aktuelle Ausweis sachgerechter ist. Aus Vergleichbarkeitsgründen wurde in der Gewinn- und Verlustrechnung 2023 der Vorjahreswert entsprechend angepasst.

Die Offenlegung erfolgt unter Berücksichtigung von größenabhängigen Erleichterungen.

B. ANGABEN ZU DEN BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Die nachstehend erläuterten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich unverändert angewandt, sofern nachfolgend nichts Anderweitiges dargestellt ist.

Die Bewertung erfolgt entsprechend den handelsrechtlichen Bestimmungen und Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung.

Das abnutzbare Anlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet.

Die Forderungen sind grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt.

Erkennbare Einzelrisiken werden durch aktivisch abgesetzte Einzelwertberichtigungen, das allgemeine Kreditrisiko durch eine gleichfalls aktivisch abgesetzte Pauschalwertberichtigung berücksichtigt.

Die flüssigen Mittel werden zu Nominalwerten angesetzt. Die Bildung des aktiven Rechnungsabgrenzungspostens erfolgt im handelsrechtlich zulässigen Umfang durch die Abgrenzung im Voraus bezahlter Aufwendungen.

Die sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um die künftigen Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, soweit ausreichende objektive Hinweise auf deren Eintritt vorliegen.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebenen, ihren Restlaufzeiten entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätzen der letzten sieben Jahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag ausgewiesen.

Passive latente Steuern werden bei Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen gebildet, soweit die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen.

C. ANGABEN ZU DEN POSTEN DER BILANZ

C.1 Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens stellt sich wie folgt dar:

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge Abgänge-
EUR
kumulierte Abschreibungen 31.12.2023
EUR
Zugänge Abgänge- vom 01.01.2023 bis 31.12.2023
EUR
Buchwert 31.12.2023
EUR
Buchwert 31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 264.183,68 66.000,00 139.496,68 66.975,00 123.712,00 124.687,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 264.183,68 66.000,00 139.496,68 66.975,00 123.712,00 124.687,00
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.033.801,21 78.612,18 745.814,21 125.205,18 240.738,00 287.987,00
-28.651,76 -27.995,76
Summe Sachanlagen 1.033.801,21 78.612,18 745.814,21 125.205,18 240.738,00 287.987,00
-28.651,76 -27.995,76
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 561,29 0,00 0,00 0,00 561,29 561,29
Summe Finanzanlagen 561,29 0,00 561,29 561,29
Summe Anlagevermögen 1.298.546,18 144.612,18 885.310,89 192.180,18 365.011,29 413.235,29
-28.651,76 -27.995,76

C.2 Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, gegenüber verbundenen Unternehmen sowie sonstige Vermögensgegenstände, mit der Ausnahme von Kautionen im Bilanzposten sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von 4 TEUR (Vorjahr 4 TEUR), haben im Berichtsjahr und im Vorjahr eine Laufzeit von unter einem Jahr.

In den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1.214 TEUR (Vorjahr 1.122 TEUR) enthalten.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von 83 TEUR (Vorjahr: 8 TEUR) enthalten.

C.3 Eigenkapital

Es wurde im Berichtsjahr keine Gewinnausschüttung vorgenommen.

C.4 Verbindlichkeiten

Restlaufzeit
Gesamtbetrag 31.12.2023
TEUR
bis zu einem Jahr
TEUR
über ein Jahr
TEUR
davon zwischen einem und fünf Jahre
TEUR
davon mehr als fünf Jahre
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 504 504 0 0 0
Vorjahreswerte 1.875 1.875 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 308 308 0 0 0
Vorjahreswerte 275 275 0 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.502 1.502 0 0 0
Vorjahreswerte 855 855 0 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 0 0 0 0 0
Vorjahreswerte 89 89 0 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 1.023 983 40 40 0
Vorjahreswerte 1.190 1.179 11 11 0
3.337 3.297 40 40 0
Vorjahreswerte 4.284 4.273 11 11 0

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten aus Löhnen und Gehältern von 697 TEUR (Vorjahr: 790 TEUR) und Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von 261 TEUR (Vorjahr: 360 TEUR).

D. ANGABEN ZU DEN POSTEN DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Der Personalaufwand beinhaltet Aufwendungen für die Altersversorgung in Höhe von €5 TEUR (Vorjahr: 6 TEUR).

In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen werden Zinsen an verbundenen Unternehmen in Höhe von 39 TEUR (Vorjahr: 16 TEUR) ausgewiesen.

Unter dem Posten Zinsen und ähnliche Aufwendungen werden Zinsen an verbundene Unternehmen in Höhe von 44 TEUR (Vorjahr: 21 TEUR) ausgewiesen.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag entfallen in Höhe von 122 TEUR (Vorjahr: 2 TEUR) auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit des laufenden Geschäftsjahres. Es sind latente Steueraufwendungen in Höhe von 0 TEUR (Vorjahr: 44 TEUR). entstanden.

E. SONSTIGE ANGABEN

E.1 Organe

Die Geschäftsführung wird einzelvertretungsberechtigt durch Herrn Maurice Nothelle, Duisburg, Kaufmann und Geschäftsführer der Gesellschaft, und Herrn Dr. Gerrit Karalus, Kleinmachnow, Kaufmann und Geschäftsführer der Gesellschaft wahrgenommen. Auf die Angabe der Gesamtbezüge wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

E.2 Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 581 Arbeitnehmer beschäftigt. Dabei handelte es sich um 96 Gehaltsempfänger und 485 Empfänger von Stundenlohn.

E.3 Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse

Zum Abschlussstichtag bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von insgesamt 1.788 TEUR. Diese betreffen im Wesentlichen die gemieteten Betriebsimmobilien, mit einer Jahresmiete von ungefähr 378 TEUR pro Jahr.

Zum Abschlussstichtag bestanden folgende Haftungsverhältnisse gem. § 251 HGB:

Bürgschaft 1.1850 TEUR

Die Bürgschaft ist komplett zu Gunsten verbundener Unternehmen übernommen. Zum Bilanzstichtag wurden die bestehenden Haftungsverhältnisse unter Berücksichtigung vorhandener Erkenntnisse über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Geschäftspartner hinsichtlich der Risikosituation überprüft. Die Nothelle Call Center Services GmbH schätzt aufgrund der positiven Ergebnisse der Nothelle Real Estate GmbH das Risiko einer möglichen Inanspruchnahme als nicht wahrscheinlich ein.

E.4 Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Perpetua Holding Europe Sàrl mit Sitz in Luxemburg einbezogen. Der Konzernabschluss wird offengelegt und kann im luxemburgischen Unternehmensregister eingesehen werden.

E.5 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, die sich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken, haben sich nicht ergeben.

E.6 Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, im Kalenderjahr 2024 den Jahresüberschuss in Höhe von 212.053,65 EUR auf neue Rechnung vorzutragen.

sonstige Berichtsbestandteile

 

Duisburg, den 8. April 2024

Maurice Nothelle

Dr. Gerrit Karalus

als Vertreter der Nothelle Call Center Services GmbH

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 16.05.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Der vorstehende verkürzte Jahresabschluss und der Lagebericht sind zur Offenlegung bestimmt. Gegenüber dem festgestellten Jahresabschluss wurden die Aufstellungserleichterungen nur für die Offenlegung sowie die Offenlegungserleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt:

An die Nothelle Call Center Services GmbH, Duisburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Nothelle Call Center Services GmbH, Duisburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Nothelle Call Center Services GmbH, Duisburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise.

Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Minden, 9. April 2024

PAER GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Carsten Meyer, Wirtschaftsprüfer

Kevin Basselmann, Wirtschaftsprüfer

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