M & H Verwaltungs-GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Olga Raitina-Meinel seit 19.9.2024 | Geschäftsführer |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Automotive Interior World Production GmbHMarkneukirchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Lagebericht für das Geschäftsjahr 20221. Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen Die Automotive Interior World Production GmbH, kurz AIWP, eingetragen beim Amtsgericht Chemnitz unter HRB 17326, ist ein mittelständischer Automobilzulieferer mit Hauptsitz in Markneukirchen und weiteren Betriebsstätten in Neuensalz und Plauen. Gegründet wurde die Gesellschaft mit Vertrag vom 11.11.1999. Die Gesellschaft entwickelt, produziert und vertreibt Innenausstattungsartikel und dazugehöriges Zubehör für die Automobil- und Luftfahrtindustrie. Hierbei arbeitet das Unternehmen als First-Tier-Lieferant für OEM's und als Systemlieferant für andere First-Tier-Lieferanten dieser Industriezweige. Auf Grund von mehr als 30 Jahren Erfahrung weisen unsere Produkte eine hochwertige Qualität aus und wir garantieren eine termingerechte Lieferung von sequenzierten Teilen ans Band bzw. ins Lager unserer Kunden. Unsere Kompetenzen liegen im Kaschieren, Schäumen, Nähen, High Tech Zuschnitt und Ultraschallschweißen. Entwicklung, Produktion und Verwaltung der AIWP befinden sich auf gemieteten Grundstücken in Markneukirchen, Neuensalz und Plauen. Die Produktions-, Montage-, Lager- und Büroflächen umfassen eine Fläche von ca. 10.300 m 2. Das Portfolio der Gesellschaft entwickelt sich kontinuierlich weiter. Die Produkte der AIWP sind gekennzeichnet durch hohe Qualität bei stetig weiterwachsender Fertigungstiefe. Um für die Aufgaben der Zukunft vorbereitet zu sein, wird kontinuierlich in Personal und innerbetriebliche Weiterbildung investiert. Einen Großteil der Investitionen des Unternehmens bilden Neuprojekt-Entwicklungen von Werkstoffen und Fertigungsverfahren. Die Sparte "Me:Go" wurde im Geschäftsjahr 2022 verkauft. Für die kommenden Jahre konnten weitreichende Entwicklungs- und Serienfertigungsaufträge akquiriert werden. So entwickelt die AIWP das Cockpit des neuen BMW I20 und ist für verschiedene Projekte Entwicklungspartner unterschiedlicher OEMs. So beispielsweise der neue 7er BMW, 5er BMW und BMW I20. Der BMW I20 ging ab Oktober 2021 in die Serienproduktion. Des Weiteren starteten im Jahre 2022 die Serienproduktion von den Projekten G6x und G7x. Im Jahr 2022 stieg die Produktion für den Pkw-Weltmarkts wieder an und zwar um 4 %. Dadurch konnte der absolute Rückgang der Vorjahre wieder gebremst werden. Hauptsächlich getrieben wurde die erfreuliche Entwicklung auf dem Weltmarkt durch die Entwicklung in Deutschland um +12 % gegenüber dem Rest der Welt mit nur 2 %. So konnte die Pkw-Produktion in Deutschland eine Kehrtwende vollziehen, nach den bereits kräftigen Rückgängen in den Jahren 2018 bis 2021. Die Ursachen sind dabei vielschichtig, unter anderen haben sich die Lieferengpässe in der Mikrochipindustrie entschärft wie auch coronabedingte Engpässe haben sich wieder entspannt. (Quelle: VDA- Verband der Automobilproduktion https://www.vda.de/de/aktuelles/zahlen-und-daten/jahreszahlen/automobilproduktion) Die deutsche Automobilindustrie konnte die Engpasssituation, die durch andere Zulieferbrachen verursacht wurden, größtenteils hinter sich lassen und somit das positive Wachstum anregen. Hieraus resultieren auch mehr Abrufe, die auch für die AIWP umsatzseitig ersichtlich und spürbar waren. Somit konnte der Umsatz im Jahr 2022 um 44 % gesteigert werden. Hierzu haben sowohl das Portfolio im hochwertigen Bereich, wie zum Beispiel: Bentley, Royce Royce, Maibach usw. als auch die neuangelaufenen Projekte beigetragen. 2. Ertragslage Die AIWP erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2021 noch ein Minus von TEUR 778,3, in 2022 hat sich die Situation aber sehr verbessert und es wurde ein Gewinn von TEUR 448,0 erwirtschaftet. Im Jahr 2022 sind Produktionsstarts der neuen Fahrzeugmodelle erfolgt. Und so konnte das Geschäftsjahr 2022 mit Umsatzerlösen von Mio. EUR 18,5 abschließen. Der Vorjahreswert lag bei Mio. EUR 12,9. Das Rohergebnis konnte von Mio. EUR 4,8 in 2021 auf Mio. EUR 7,6 gesteigert werden. Die durch die Produktionssteigerung bedingten gestiegen Personalkosten belaufen sich auf Mio. EUR 4,3. Im Geschäftsjahr lag der Personaleinsatz auf Grund des erhöhten Abrufverhaltens sowie den Kosten für das Vorhalten von (Leih)Arbeitnehmern über den Planzahlen. Die in 2020 begonnen Kostensenkungsmaßnahmen wurden in allen Bereichen konsequent fortgesetzt. Ein besonderer Fokus wurde auf die neuen Produkt- und Prozessentwicklungen gelegt. Durch die kontinuierliche Erweiterung und Weiterentwicklung unseres Produktportfolios wurde der Grundstein für Wachstum und Erfolg gelegt. Die Einstufung als Entwicklungspartner der BMW AG im Jahr 2016 und die fortlaufende Zertifizierung des Unternehmens und aller Werke nach IATF 16949:2016 zeigen die hohen Ansprüche der AIWP an Kundenzufriedenheit und Qualität, deren Ergebnis auch für die folgenden Jahre zahlreiche weitere Entwicklungen und Neuanläufe mit entsprechendem Umsatzpotential sind. Auf dieser Grundlage weist die AIWP in 2022 einen Gewinn in Höhe von TEUR 448,0 aus. 3. Finanzlage Die Kapitalflussrechnung zeigt folgende Entwicklung der Finanzmittelfonds im Jahr 2022:
Im Jahr 2022 gab es eine Neuaufnahme von Darlehen mit einem Volumen von TEUR 30 und die Einlage einer stillen Beteiligung von TEUR 680 von der SBG. Daneben würden für die bestehenden Bankdarlehen sowie die stille Beteiligung die Kapitaldienste planmäßig erbracht. Der Finanzmittelbestand wies insgesamt TEUR -383 aus. Die Gesellschaft konnte im Geschäftsjahr 2022 ihren Zahlungsverpflichtungen unter Nutzung der bestehenden Kontokorrentlinien jederzeit nachkommen und Skontomöglichkeiten nutzen. Die Liquiditätslage wird weiter positiv unterstützt durch den Einsatz von Factoring. 4. Vermögenslage Die Bilanzsumme hat sich im Geschäftsjahr 2022 von TEUR 10.248 auf TEUR 10.170 geringfügig verringert. Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen haben sich durch Neuinvestitionen sowie der planmäßigen Abschreibungen, um TEUR 188 reduziert und betragen TEUR 1.128. Finanzmittel im Umfang von TEUR 773,2 wurden als langfristige Darlehen an nahestehende Unternehmen ausgereicht und werden unter den sonstigen Ausleihungen ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2022 erfolgte eine Rückführung in Höhe von TEUR 146,4. Insgesamt ergibt sich somit ein Rückgang des Anlagevermögens um TEUR 390,8. Im Bereich des Umlaufvermögens werden als wesentliche Posten Vorräte (TEUR 2.384,0), Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 1.244,6), Forderungen gegen Gesellschafter (TEUR 1.977,6) und sonstige Vermögensgegenstände (TEUR 1.275,9) ausgewiesen. Insgesamt hat sich das Umlaufvermögen um TEUR 437,9 auf TEUR 6.919,9 erhöht. Die Verringerung der Vorräte resultiert durch die erhöhten Abrufe sowie verspäteten Lieferungen von Vormaterial, so dass hier nicht der gewohnte Bestand aufgebaut werden konnte. Die Finanzierung des Aktivvermögens erfolgt in Höhe von TEUR 2.830,1 bzw. 27,8 % durch Eigenkapital. Daneben bestehen stille Beteiligungen im Umfang von insgesamt TEUR 930, die mit Rangrücktritten ausgestattet ist. Bestehende Bankdarlehen konnten im Geschäftsjahr 2022 planmäßig zurückgeführt werden, so dass zum 31.12.2023 noch ein Kreditvolumen von TEUR 3.548,4 verbleibt. Weiterhin wurde ein bestehendes Darlehen in Höhe von TEUR 30 aufgestockt. 5. Chancen- und Risikobericht Die AIWP ist zum Großteil an den Erfolg der Automobilindustrie angegliedert. Der Strukturwandel in Hinsicht auf die Antriebsproblematik spielt zukünftig für den Interieur-Bereich eine untergeordnete Rolle. Durch die Entwicklung von beheizbaren Interior Teilen und verschiedener Verfahren zur Herstellung von Instrumententafeln ist die AIWP für den voranschreitenden Strukturwandel in der Automobilindustrie bestens gewappnet. Verbunden mit den angenommenen neuen Aufträgen und der Übernahme des Standortes Plauen im Ende 2019, musste die Gesellschaft auch im Jahr 2022, nach wie vor einen hohen Aufwand für die Entwicklung, Optimierung und Implementierung der Produkte aufbringen und für die Herstellung dieser Produkte teilweise neue Fertigungsstufen und -abläufe etablieren, um eine fortschreitende Prozesssicherheit zu erreichen. Auch im Jahr 2023 werden wir uns jedoch, wie bereits in den Vorjahren wachsenden Herausforderungen durch Internationalisierung, Wettbewerbs- und Kostendruck stellen müssen. Auch im Jahr 2023 arbeiten wir intensiv daran, die gestiegenen Lohnkosten (auch auf Grund von gesetzlichen Restriktionen), erhöhte Rohstoffpreise, etc. durch verbesserte Prozessabläufe und Automatisierungsprozesse entgegenzuwirken, um weiterhin unser Unternehmensergebnis zu verbessern. Die Wettbewerbsrisiken haben sich gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich verändert. Unseren Mitbewerbern begegnen wir mit unserer Erfahrung, Innovationen, Liefer- und Terminzuverlässigkeit und vor allem einem hohen Maß an Qualität unserer Produkte, sowie einem hohen Maß an Flexibilität bei der Auftragsbearbeitung und den Produktionsabläufen. Auf Grund der auftrags- und terminbezogenen Produktion unserer Produkte ist ein Absatzrisiko für die AIWP zu vernachlässigen. Für die Produktion von Autozubehörteilen unterschiedlicher Serienprodukte von unterschiedlichen Auftraggebern kann grundsätzlich, von im Voraus kalkulierten, verhandelten und vereinbarten Preisen ausgegangen werden. Bei längerfristig laufenden Serienprodukten müssen die durch die Auftraggeber ggf. in zeitlichen Abständen vorgegebenen Preisabschläge durch Rationalisierungsmaßnahmen auf Grund der bei der Produktion gewonnenen und in entsprechenden Berichten festgehaltenen Erkenntnisse sowie durch Synergieeffekte aufgefangen werden. Das Kostenmanagement der AIWP ist funktionstüchtig und die Kostenstrukturen sind gegliedert und geplant. Die Einkaufspreise für Materialbewirtschaftung werden laufend beobachtet, mit marktüblichen Verhältnissen verglichen und für die Verkaufspreiskalkulation nach Möglichkeit produktbezogen verhandelt. Vor dem Hintergrund der generierten Aufträge und den damit verbundenen Umsatzvolumina waren in Vorjahren umfangreiche Investitionen in das Sachanlagevermögen erforderlich. Finanzierungskosten und Tilgungsbelastungen bergen entsprechende Risiken, die jedoch fallend sind. Die AIWP fakturiert an ihre Abnehmer grundsätzlich in der Währungseinheit EURO. Gleiches gilt für die Lieferpartner. Ein Fremdwährungsrisiko kann deshalb grundsätzlich vernachlässigt werden. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Zu dem im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben sowie Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Nennenswerte Forderungsausfälle sind grundsätzlich die Ausnahme. Es besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden und mit den Lieferanten. Über das übliche Maß hinausgehende Ausfälle erwarten wir aus dem momentanen Geschäftsverlauf heraus nicht. Als effektive Maßnahme im Risikomanagement der Finanzinstrumente ist das Factoring zu nennen, über welches ein Großteil der Forderungen aus Lieferung und Leistung abgewickelt werden. Die Verpflichtungen aus Darlehensverbindlichkeiten und langfristigen Leasingverträgen werden über einen Bankenspiegel in die Liquiditätsplanung einbezogen und laufend überwacht. Ein wirtschaftliches Risiko, das sich aus den politischen Problemen, insbesondere im Zusammenhang mit Russland ergeben kann, ist derzeit nicht zu erkennen. Der Standort in Kaliningrad ist auf Grund der Sonderstellung der russischen Provinz bisher von den Sanktionen gegen Russland weitestgehend ausgenommen, sodass hier keine Einschränkungen zu verzeichnen sind. Sollte die kritische weltpolitische Lage die Konjunktur weiter abschwächen, kann dies wegen unserer weltweit verbreiteten Produkte in der Automobilindustrie die wirtschaftliche Situation unserer Kunden und die Nachfrage nach unseren Produkten hinsichtlich der Stückzahlen negativ beeinflussen. Insoweit könnten sich dann Umsatz- und Ergebnisrisiken ergeben. Die AIWP hat sich in den vergangenen Jahren der neuen Situation angepasst und vorausschauend Kosten skaliert und nachhaltig in die Zukunft des Unternehmens investiert. Der zur Produktion benötigte Strom kann fast vollständig durch eigene Solaranlagen sowie Blockheizkraftwerke erzeugt werden. Für den Zukauf wurden langfristige Verträge mit einer Preisbindung bis 2024 geschlossen, sodass Schwankungen und Erhöhungen der Energiepreise kein Risiko darstellen. 6. Prognosebericht Auf Grund des zuletzt positiven Geschäftsverlauf und den festen Lieferverträgen wird auch im Jahr 2023 mit einer erneuten Umsatzsteigerung von 1 % zu rechnen sein. Im Jahr 2024 wird eine weitere Umsatzsteigerung von 22 % angestrebt, so dass mit Umsatzerlösen von Mio. EUR 22 das Niveau der früheren Jahre wieder erreicht ist. Insbesondere durch die Konsolidierungsmaßnahmen im Bereich der Kosten wird auch im Jahr 2023 ein positives Ergebnis von ca. TEUR 550 erwartet. Dies soll durch stringentes Einhalten der Kostenplanung und konsequente Einhaltung des Risikomanagements bis 2024 auf einen Jahresüberschuss von Mio. EUR 1,3 gesteigert werden. Die in der Planungsrechnung 2023 prognostizierte Steigerung der Umsatzerlöse wurde erreicht. Für die Folgejahre wird ebenfalls mit einer deutlichen Steigerung der Umsatz- und Ertragslage gerechnet. Da wir in der glücklichen Position sind, Interior Teile zu fertigen, bleiben wir von der Umstellung vom Verbrennungsmotor auf E-Mobilität zukünftig weitestgehend unberührt, da auch in einem E-Auto hochwertige Innenraumteile benötigt werden. Es bestehen außerdem weitere zukunftsträchtige und sehr erfolgversprechende Aussichten auf zusätzliche Aufträge im Interior Bereich für diverse Modelle verschiedener Hersteller. Die mit dem Konflikt in der Ukraine einhergehenden politischen und wirtschaftlichen Risiken sind für die AIWP allgemeiner Natur und spielen für die Prognoseentscheidungen der einzelnen Geschäftsbereiche nur eine untergeordnete Rolle. Im Hinblick auf die Veränderungen der kommenden Jahre und die zu erwartende hohe Kapazitätsauslastung steht die AIWP vor weiteren Investitionen in Automatisierung, Entwicklung und Bildung um eine nachhaltige und ertragreiche Zukunft für die Gesellschaft zu gestalten. Diesen Herausforderungen sieht sich das Unternehmen sowohl organisatorisch als auch strukturell gewachsen.
Markneukirchen, 25. September 2023 Automotive Interior World Production GmbH gez. Peter Meinel, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2022
Anhang für das Geschäftsjahr 2022I. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31.12.2022 wurde nach den handelsrechtlichen Rechnungslegungsnormen und ergänzenden Bestimmungen des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Identifikation der Gesellschaft im Registergericht:
Auf die Gesellschaft finden die Vorschriften für Kapitalgesellschaften gemäß §§ 264 ff. HGB Anwendung. Die Gliederung des Jahresabschlusses entspricht den handelsrechtlichen Vorschriften sowie § 42 GmbHG. Von den größenabhängigen Erleichterungen des § 276 S. 1 HGB für die Aufstellung der Gewinn- und Verlustrechnung und den Offenlegungserleichterungen des § 327 HGB wird Gebrauch gemacht. Nach den in § 267 Abs. 2 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Die Bilanzierung erfolgte nach Ergebnisverwendung (§ 268 Abs. 1 HGB) und grundsätzlich nach den Regelungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind im Anhang aufgeführt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. Zur besseren Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft wurde der Bilanzposten Sonderposten aus stiller Beteiligung hinzugefügt. Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden erfolgte nach den geltenden handelsrechtlichen Vorschriften unter der Annahme eines fortlaufenden Geschäftsbetriebes. Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewendeten Ansatz-, Bewertungs- und Ausweismethoden wurden stetig angewendet. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit ihren Herstellungskosten angesetzt, die auch angemessene Teile der Gemeinkosten beinhalten, und planmäßig abgeschrieben. Entgeltlich erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Im Geschäftsjahr 2022 wurde ein bisher nicht im Anlagespiegel erfasstes Wirtschaftsgut in den Vortragswerten ergänzt. Die Anpassung erfolgte buchwertneutral. Die Vortragswerte im Bereich II. 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung sind insoweit nur eingeschränkt mit dem Vorjahr vergleichbar. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear bzw. degressiv vorgenommen. Der Übergang von der degressiven zur linearen Abschreibung erfolgt in den Fällen, in denen dies zu einer höheren Jahresabschreibung führt. In 2022 angeschaffte Vermögensgegenstände werden linear, pro rata temporis, abgeschrieben. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 800,00 werden grundsätzlich im Jahr des Zugangs aktiviert und in vollem Umfang abgeschrieben. Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Sonstige Ausleihungen werden mit den Anschaffungskosten bzw. dem Nominalwert bilanziert. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Unfertige Erzeugnisse wurden entsprechend dem Grad der Fertigstellung zu Herstellungskosten bewertet. In die Herstellungskosten wurden dabei Materialeinzelkosten, Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten einbezogen. Fertige Erzeugnisse wurden zu Herstellungskosten bewertet, bestehend aus Materialeinzelkosten, Fertigungseinzelkosten sowie angemessenen Teilen der Material- und Fertigungsgemeinkosten. Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt und bewertet. Die Flüssigen Mittel (Guthaben bei Kreditinstituten) wurden zum Nennwert ausgewiesen. Möglichkeiten zur Bildung von passivischen Sonderposten sind mit der Bildung eines Sonderpostens für stille Beteiligungen wahrgenommen worden. Die Rückstellungen berücksichtigen die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie sind in Höhe ihrer voraussichtlichen Inanspruchnahme angesetzt. Soweit handelsrechtlich zulässig, wurden die im Einklang mit den steuerrechtlichen Vorschriften stehenden Berechnungsverfahren angewendet. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in Euro umgerechnet wurden, entsprechende Erträge und Aufwendungen daraus werden ausgewiesen. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Soweit der Kurs am Tage des Geschäfts vorfalles bei Forderungen darunter und bei Verbindlichkeiten darüber lag, ist dieser angesetzt. Die Gesellschaft unterliegt dem Regelungsbereich der Vorschrift des § 274 HGB. Durch eine Steuerlatenz-Rechnung werden die zukünftigen bilanziellen Steuerbe- und -entlastungen ausabweichenden Wertansätzen zwischen Aktivposten und Passivposten der Handelsbilanz und der Steuerbilanz dargestellt. Die sich ergebenden Steuerbe- und -entlastungen werden saldiert unter den aktiven latenten Steuern ausgewiesen. Der Aktivüberhang zum Bilanzstichtag resultiert aus steuerlichen Verlustvorträgen, die nach der Planung mit Gewinnen in den folgenden fünf Geschäftsjahren voraussichtlich verrechnet werden können. III. Angaben zur Bilanz Die Forderungen haben mit TEUR 2.790,7 eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Zum 31.12.2022 bestehen aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 925,3 und passive latente Steuern in Höhe von TEUR 126,4. Nach deren Verrechnung ergibt sich ein Aktivüberhang in Höhe von TEUR 798,9 (Vorjahr: TEUR 904,0) der sich im Einzelnen wie folgt zusammensetzt:
Den Berechnungen liegt ein Steuersatz von 30,5 % zugrunde. Das gezeichnete Kapital beträgt EUR 25.000,00 und ist in voller Höhe eingezahlt. Die Kapitalrücklage in Höhe von EUR 1.000.000,00 betrifft andere Zuzahlungen in das Eigenkapital im Sinne des § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB. Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag in Höhe von EUR 1.099.301,33 (Vorjahr:EUR 1.877.617,16) enthalten. Zum 31.12.2022 wird eine typisch stille Beteiligung der BSV-Beteiligungsgesellschaft der Sparkasse Vogtland in Höhe von EUR 250.000,00 ausgewiesen. Die stille Beteiligung hat insgesamt eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Eine Beteiligung der stillen Gesellschafterin am Verlust der Gesellschaft der Inhaberin ist ausgeschlossen. Die stille Beteiligung enthält eine Rangrücktrittserklärung. Im Jahr 2022 wurde mit der SGB Sächsische Beteiligungsgesellschaft mbH eine weitere stille Beteiligung errichtet. Das Volumen beträgt EUR 680.000,00. Die Rückzahlung der Einlage ist der 01.12.2031. Im Posten sonstige Rückstellungen sind im Wesentlichen ungewisse Verbindlichkeiten für Personalkosten, Aufbewahrungs- und Archivierungskosten, Kulanz- und Gewährleistungsverpflichtungen, Aufwand für Beratungsleistungen, Prozesskosten und die Prüfung des Jahresabschlusses sowie Zinsen enthalten. Die Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt TEUR 3.805,3 (Vorjahr: TEUR 3.927,3). Davon betreffen die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten TEUR 3.548,3 (Vorjahr: TEUR 3.608,6) und die sonstigen Verbindlichkeiten TEUR 256,9 (Vorjahr TEUR 318,8). Die nachfolgenden Sicherungsarten und Sicherungsformen sind mit den Verbindlichkeiten verbunden: Sicherungsübereignung von Sachanlagen, Verpfändung von Sparguthaben im Rahmen von Mietkaufverträgen. Hinsichtlich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen teilweise branchenübliche Eigentumsvorbehalte der Lieferanten. IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Periodenfremde Erträge und Aufwendungen mit wesentlichem Umfang: Im Geschäftsjahr 2022 lagen periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 17,1 vor. Es wurden Forderungsverluste in Höhe von TEUR 56,3 verbucht. V. Sonstige Angaben In Höhe der selbst erstellten immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens von TEUR 330,3 sowie der aktiven latenten Steuern in Höhe vonTEUR 924,7 besteht nach § 268 Abs. 8 HGB eine Ausschüttungssperre in Höhe von insgesamt TEUR 1.255,0. Im Geschäftsjahr 2022 erfolgte die Geschäftsführung der Automotive Interior World Production GmbH durch Herrn Peter Meinel (Geschäftsführer). Auf die Angabe der Geschäftsführergehälter wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Im Geschäftsjahr waren im Durchschnitt 85 Arbeiter und 42 Angestellte beschäftigt. Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von TEUR 602 p.a. sonstige finanzielle Verpflichtungen. Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:
Die Verträge haben eine Restlaufzeit von maximal vier Jahren. An den Geschäftsführer Peter Meinel wurde ein Darlehen in Höhe von ursprünglich EUR 4.600.000,00 gewährt, welches mit 1,80 v.H. p.a. verzinst wird. Im Geschäftsjahr 2022 erfolgte eine weitere Tilgung des Darlehens in Höhe von EUR 422.081,13 und eine Belastung der Zinsen in Höhe von EUR 40.561,24, so dass zum 31.12.2022 ein Restsaldo von EUR 1.977.642,58 besteht. Die Gesellschaft ist an der AIW Soergel GmbH i.L., Regnitzlosau, zu 75 % beteiligt. Über das Vermögen der AIW Soergel GmbH wurde am 29.04.2011 auf Grund Eigenantrags das Insolvenzverfahren eröffnet.
Markneukirchen, 27. September 2023 Automotive Interior World Production GmbH gez. Peter Meinel, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens in der Bilanz zum 31. Dezember 2022 (Anlagenspiegel)
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersVorstehender, zur Offenlegung bestimmter und nach § 327 verkürzter Jahresabschluss entspricht den gesetzlichen Vorschriften. Dem vollständigen Jahresabschluss wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt: An die Automotive Interior World Production GmbH, Markneukirchen PrüfungsurteilWir haben den Jahresabschluss der Automotive Interior World Production GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Automotive Interior World Production GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für das Prüfungsurteil Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der International Standards on Auditing (ISAS) des International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen auf Grund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen auf Grund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom IAASB festgestellten Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus ● identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht auf Grund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. ● gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. ● beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. ● ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. ● beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zu Grunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. ● beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. ● führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zu Grunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zu Grunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.
Hof, 15. November 2023 RSG
GmbH
gez. v. Hesler, Wirtschaftsprüfer gez. Hirschberger, Wirtschaftsprüferin FeststellungDer Jahresabschluss zum 31.12.2022 wurde am 16.11.2023 festgestellt. |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
6 nahegelegene Organisationen
Beteiligungsgesellschaften
Herstellung von Nutzkraftwagen und Nutzkraftwagenmotoren
Beteiligungsgesellschaften
Herstellung von Musikinstrumenten
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen