Scheuerle Fahrzeugfabrik GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Nutzkraftwagen und Nutzkraftwagenmotoren
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Filippo Baldassari seit 30.1.2025 | Geschäftsführer |
Thomas Birkner seit 16.9.2024 | Prokura |
Andreas Kettner seit 26.2.2020 | Prokura |
Gerald Ernst Dr. Karch seit 28.6.2018 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Transporter Industry International GmbHHeilbronnJahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Anhang für 2023 (Offenlegungsfassung)Allgemeine Hinweise Der vorliegende Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie den Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es wurden die Gliederungsvorschriften für große Kapitalgesellschaften angewandt. Im Übrigen wird von den Erleichterungsvorschriften für kleine Kapitalgesellschaften Gebrauch gemacht. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Registerinformationen Die Gesellschaft ist unter der Firma Transporter Industry International GmbH mit Sitz in Heilbronn im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter der Nummer HRB 105711 eingetragen. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgte zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren zum Bilanzstichtag beizulegenden Werten. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sowie Flüssige Mittel sind zum Nennwert bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Angaben zur Bilanz Forderungen gegen verbundene Unternehmen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen gegen den Gesellschafter in Höhe von TEUR 38.533 (Vorjahr TEUR 37.039). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Verrechnungskonten sowie Forderungen aus Leistungen. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt.
Dingliche Sicherheiten wurden nicht bestellt. Sonstige Angaben Haftungsverhältnisse Verbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen (Mithaftung für Bankkredite, Zahlungsgarantien für Lieferanten und Kreditaufträge) bestehen für Verpflichtungen von verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 23.396 (Vorjahr: TEUR 15.742). Eine Inanspruchnahme aus den Gewährleistungsverträgen ist nach den uns vorliegenden Erkenntnissen nicht zu erwarten. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den Haftungsverhältnissen bestehen in Höhe von TEUR 99 sonstige finanzielle Verpflichtungen. Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen u. a. folgende Sachverhalte:
Die Leasingverträge enden zwischen 2024 und 2026. Mitarbeiter Im Jahresdurchschnitt wurden fünf (Vorjahr fünf) Mitarbeiter beschäftigt. Geschäftsführung und Vertretung Zu Geschäftsführern sind bestellt:
Konzernverhältnisse Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der Rettenmaier Familienholding GmbH, Heilbronn, als dem höchsten Mutterunternehmen und in den eigenen Konzernabschluss einbezogen. Beide Konzernabschlüsse sind zur Veröffentlichung im Unternehmensregister vorgesehen.
Heilbronn, 25. April 2024 gez. Susanne Rettenmaier gez. Dr. Gerald Karch Feststellung des Jahresabschlusses: 17. Mai 2024 Vermerk "Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Transporter Industry International GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Transporter Industry International GmbH, Heilbronn, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Kapitalflussrechnung und dem Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Transporter Industry International GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."
Heilbronn, 30. April 2024 EY
GmbH & Co. KG
Heller, Wirtschaftsprüfer Wischnewski, Wirtschaftsprüfer Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für 2023
Konzern-Kapitalflussrechnung für 2023
Konzern-Eigenkapitalspiegel für 2023
Konzernanhang für 2023Allgemeine Hinweise Der vorliegende Konzernabschluss wurde gemäß §§ 290 ff. HGB aufgestellt. Gesetzlich vorgeschriebene davon-Vermerke sowie Angaben zur Mitzugehörigkeit wurden aus Gründen der Übersichtlichkeit in den Anhang aufgenommen. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Die Vorräte wurden um zuzurechnende "Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen" gekürzt. Registerinformationen Die Muttergesellschaft ist unter der Firma Transporter Industry International GmbH mit Sitz in Heilbronn im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter der Nummer HRB 105711 eingetragen. Konsolidierungskreis und Anteilsbesitz des Mutterunternehmens Der Konzernabschluss umfasst das Mutterunternehmen, die Transporter Industry International GmbH, Heilbronn, sowie die nachfolgend aufgeführten Tochterunternehmen (Anteilsbesitz jeweils 100 %), auf die die Gesellschaft mittelbar oder unmittelbar einen beherrschenden Einfluss ausübt.
*) Inanspruchnahme der Befreiung von der
Erstellung eines Lageberichts sowie der Offenlegung des
Jahresabschlusses 31. Dezember 2023 gemäß §
264b HGB
Sämtliche einbezogenen Unternehmen bilanzieren zum einheitlichen Stichtag 31. Dezember 2023. Folgende Gesellschaften ohne Geschäftstätigkeit oder mit geringem Geschäftsumfang wurden gemäß § 296 Abs. 2 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen (Anteilsbesitz jeweils 100 %). Gemäß § 311 Abs. 2 HGB wurden auch nicht die Vorschriften für assoziierte Unternehmen für diese Gesellschaften angewendet.
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt nach dem Bilanzierungsstandard des Handelsgesetzbuches (HGB). Für die Aufstellung des Konzernabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen des Mutterunternehmens in Euro als deren funktionalen Währung aufgestellt. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode vermindert. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden nicht aktiviert. Immaterielle Vermögensgegenstände mit unbegrenzter Nutzungsdauer liegen nicht vor. Die den Abschreibungen zugrunde liegende Nutzungsdauer der immateriellen Vermögensgegenstände beträgt zwischen drei und fünf Jahren. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden auf die immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und die Sachanlagen außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen, um diese mit dem niedrigeren Wert anzusetzen, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist. Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Vorräte bewerten wir zu durchschnittlichen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips. Die Herstellungskosten enthalten Einzelkosten zuzüglich angemessener Material- und Fertigungsgemeinkosten. Das Bestands- und Vertriebsrisiko berücksichtigen wir durch Abschreibungen. Weitere Abschreibungen wurden zur verlustfreien Bewertung vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten abzüglich der Wertabschläge für Einzelrisiken und für das allgemeine Kreditrisiko bilanziert. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der Anwartschaftsbarwertmethode unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,83 % p.a. (Vorjahr 1,78 % p.a.) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Erwartete Rentensteigerungen wurden mit 2,0 % p.a. (Vorjahr 2,0 % p.a.) berücksichtigt. Erwartete Gehaltssteigerungen und der Ansatz einer Fluktuationsrate werden als nicht relevant angesehen. Bei ausländischen Verpflichtungen kamen teilweise andere Parameter zur Anwendung. Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 17. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst. Altersteilzeitverpflichtungen werden nach der Anwartschaftsbarwertmethode unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von mindestens einem Jahr von 1,08 % p.a. (Vorjahr 0,59 % p.a.) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Erwartete Gehaltserhöhungen wurden mit 3,0 % p.a. (Vorjahr 3,0 % p.a.) berücksichtigt. Die ausschließlich der Erfüllung der Altersteilzeitverpflichtungen und Lebensarbeitszeitkonten dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen verrechnet. Der beizulegende Zeitwert entspricht dem Rückkaufswert. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Ökonomische Sicherungsbeziehungen durch Devisentermingeschäfte werden durch die Bildung von Bewertungseinheiten bilanziell nachvollzogen. Hierbei werden die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko nicht bilanziert. Die sich ausgleichenden positiven und negativen Wertänderungen werden ohne Berührung der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Dabei werden auch Differenzen, die auf Konsolidierungsmaßnahmen gemäß den §§ 300 bis 307 HGB beruhen, berücksichtigt, nicht jedoch Differenzen aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts bzw. eines negativen Unterschiedsbetrags aus der Kapitalkonsolidierung. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern, die aus Differenzen in den Jahresabschlüssen der konsolidierten Unternehmen resultieren, unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. Konsolidierungsgrundsätze Die Kapitalkonsolidierung wird ab 2010 nach der Erwerbsmethode zum Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist, vorgenommen. Bei Tochterunternehmen, auf deren Einbeziehung vor Erstkonsolidierung gemäß § 296 HGB verzichtet worden war, ist der Zeitpunkt der Einbeziehung des Tochterunternehmens in den Konzernabschluss maßgeblich. Dabei wird der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens verrechnet. Das Eigenkapital wird mit dem Betrag angesetzt, der dem zum Konsolidierungszeitpunkt beizulegenden Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten entspricht. Ein nach der Verrechnung verbleibender Unterschiedsbetrag wird, wenn er auf der Aktivseite entsteht, als Geschäfts- oder Firmenwert und, wenn er auf der Passivseite entsteht, unter dem Posten "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" nach dem Eigenkapital ausgewiesen. Forderungen und Verbindlichkeiten, Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Zwischenergebnisse innerhalb des Konsolidierungskreises wurden eliminiert. Erläuterungen zur Konzernbilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Konzernanhang dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in einer Höhe von TEUR 38.533 (Vorjahr TEUR 37.039) Verrechnungsforderungen gegen Gesellschafter und fallen in diesem Betrag gleichzeitig auch unter den Bilanzposten sonstige Vermögensgegenstände. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Beträge in Höhe von TEUR 447 (Vorjahr TEUR 602), die erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entstehen. Es handelt sich dabei um noch nicht abzugsfähige Vorsteuer. Aktive latente Steuern Aktive latente Steuern aus den Einzelabschlüssen in einer Größenordnung von 4,0 Mio. EUR (Saldo aus aktiven latenten Steuern von 4,4 Mio. EUR und passiven latenten Steuern von 0,4 Mio. EUR) wurden nicht aktiviert. Sie entfallen im Wesentlichen auf Wertberichtigungen und Rückstellungen. Daneben bestehen nicht aktivierte latente Steuern auf Verlustvorträge in Höhe von 12,4 Mio. EUR. Die Ermittlung erfolgte mit einem durchschnittlichen Steuersatz von 30 %. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital und die Kapitalrücklagen entsprechen den bei der Muttergesellschaft ausgewiesenen Bilanzposten. Der bei der Muttergesellschaft ausschüttungsfähige Bilanzgewinn beträgt TEUR 61.389 (Vorjahr TEUR 51.820). Enthalten ist ein Gewinnvortrag von TEUR 51.820 (Vorjahr TEUR 49.663). Die Geschäftsführung hat den Vortrag des Bilanzgewinns auf neue Rechnung vorgeschlagen. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Urlaubs- und Zeitansprüche der Mitarbeiter, Ansprüche aus Altersteilzeit, ausstehende Lieferantenrechnungen, arbeits- und sozialrechtliche Verpflichtungen, Drohverluste, Gewährleistungsverpflichtungen sowie Provisionen. Der Erfüllungsbetrag der mit Deckungskapital verrechneten Altersteilzeitverpflichtungen und Lebensarbeitszeitkonten beträgt TEUR 1.130. Der beizulegende Zeitwert des verrechneten Deckungskapitals beträgt TEUR 276. Verbindlichkeitenspiegel
Dingliche Besicherungen bestehen nicht. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen der Verrechnungsverkehr und damit den Bilanzposten sonstige Verbindlichkeiten. Haftungsverhältnisse
Die Verpflichtungen aus Rückkaufvereinbarungen stehen im Zusammenhang mit der Absatzförderung. Das Inanspruchnahmerisiko wurde durch Rückstellungen berücksichtigt. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Aus Miet- und Leasingverträgen bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in folgendem Umfang:
TEUR 2.718 hiervon bestehen gegenüber verbundenen Unternehmen. Zweck und Vorteil der eingegangenen Leasing- und Mietverträge ist die Nutzung der Anlagegegenstände. Risiken bestehen in den zukünftigen Liquiditätsbelastungen durch fest vereinbarte Miet- und Leasingraten. Derivative Finanzinstrumente / Bewertungseinheiten Zur Absicherung von USD-Forderungen aus abgeschlossenen Fahrzeuggeschäften wurden Devisentermingeschäfte mit einem Nominalvolumen von 7,6 Mio. USD abgeschlossen. Der nach der Mark-to-Market-Methode ermittelte beizulegende Zeitwert dieser Geschäfte beträgt am Bilanzstichtag TEUR 242. Die Devisentermingeschäfte bilden Bewertungseinheiten mit den zugrunde liegenden Verkaufsgeschäften. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Aufwendungen für Altersversorgung In den Sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr TEUR 169) enthalten. Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen Von den Sonstigen betrieblichen Erträgen sind TEUR 1.468 (Vorjahr TEUR 5.812) periodenfremd. Es handelt sich im Wesentlichen um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Wertberichtigungen. Erträge aus der Währungsumrechnung sind in Höhe von TEUR 390 (Vorjahr TEUR 794) enthalten. In den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind TEUR 2 (Vorjahr TEUR 8) periodenfremd. Es handelt sich im Wesentlichen um Verluste aus Anlagenabgängen. Aufwendungen aus der Währungsumrechnung betreffen TEUR 756 (Vorjahr TEUR 1.776). Zins- und Beteiligungsergebnis Von den Sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen betreffen TEUR 1.494 (Vorjahr TEUR 337) verbundene Unternehmen. Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen sind in den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 62 (Vorjahr TEUR 39) enthalten. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Mindeststeuergesetze entsprechend der Vorgabe der OECD ("Säule 2-Gesetzgebung") werden zum 1. Januar 2024 wirksam. Der Konzern hat die Auswirkungen dieser Steuergesetze analysiert und rechnet hieraus mit keinen Auswirkungen. Angaben zur Kapitalflussrechnung Die im Finanzmittelfonds ausgewiesenen kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen im Rahmen der bestehenden Kreditlinien in Anspruch genommene Kredite mit kurzen Laufzeiten und laufende Kontokorrentkonten. Sonstige Angaben Honorar des Konzernabschlussprüfers Das im Aufwand erfasste Honorar des Abschlussprüfers (EY GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft) beträgt TEUR 152 für Prüfungsleistungen, TEUR 102 für Steuerberatungsleistungen und TEUR 27 für sonstige Leistungen. Zu Geschäftsführern sind bestellt:
Die Angabe der Organbezüge der Geschäftsführer unterbleibt in Anwendung der § 314 Abs. 3 HGB i.V.m. § 286 Abs. 4 HGB. Konzernzugehörigkeit Die Rettenmaier Familienholding GmbH, Heilbronn, stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf, dem die Gesellschaft als Tochterunternehmen angehört. Der Konzernabschluss wird im Unternehmensregister offengelegt. Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Vorgänge, die für die Beurteilung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns von besonderer Bedeutung wären, sind nach dem 31. Dezember 2023 nicht eingetreten.
Heilbronn, 29. April 2024 gez. Susanne Rettenmaier gez. Dr. Gerald Karch Entwicklung des Konzernanlagevermögens zum 31. Dezember 2023
Konzernlagebericht 20231. Grundlagen des Konzerns Die Transporter Industry International GmbH, im Folgenden vereinfacht als "TII" bezeichnet, fungiert als Holding-Gesellschaft für die Unternehmen
sowie weiterer, in diesem Bericht aufgrund untergeordneter Bedeutung für das operative Geschäft, nicht näher bezeichneter Unternehmen. Gemeinsam bilden die Unternehmen die TII Gruppe. Die TII Gruppe ist Hersteller von selbstfahrenden und gezogenen Spezialfahrzeugen zum Transport schwerer Lasten in verschiedensten Anwendungsbereichen. Typische Lasten beginnen im Bereich von mehreren Tonnen und reichen bis zum derzeitigen Weltrekord von 20.300 Tonnen. Die Fahrzeuge werden sowohl werksintern, beispielsweise auf Logistikhöfen, in Industriestandorten (z.B. Werften, Stahlwerken, Produktionsstandorten u.a.), in Minen, als auch im Off-Road-Bereich bei großen Infrastrukturmaßnahmen und dem Bau von Industrieanlagen sowie für Spezialtransporte im öffentlichen Straßenverkehr eingesetzt. Neben der Entwicklung, Herstellung und dem Vertrieb von Neufahrzeugen gehört zum Geschäftsmodell der Gesellschaften der Service der im Markt befindlichen Fahrzeuge sowie der Verkauf von Ersatzteilen. 2. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Die TII Gruppe liefert ihre Produkte in verschiedene Branchen. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in den verschiedenen Zielbranchen verhalten sich unterschiedlich, so dass es für die Lageberichterstattung sinnvoll ist, die Branchen in ihrem wirtschaftlichen Umfeld getrennt voneinander zu betrachten. Die Unternehmen der TII Gruppe exportieren ihre Produkte überwiegend in europäische Länder und weltweit. Grundsätzlich unterscheidet die TII Gruppe die Produktgruppen Transportfahrzeuge (inkl. Manövrierfahrzeugen), Industrie- (inkl. Spezialfahrzeugen) sowie Hoflogistikanwendungen. In der Produktgruppe Transportfahrzeuge werden für den Transport und das Positionieren schwerster Lasten teilmodulare Tieflader, vollmodulare Transportfahrzeuge und selbstangetriebene Manövrierfahrzeuge eingesetzt. Zu den Kunden der TII Gruppe zählen daher Unternehmen, die sich auf die Handhabung schwerster Lasten spezialisiert haben, sowie Spediteure, Speziallogistikunternehmen und Endkunden, die aufgrund der einfachen Bedienbarkeit der Transporter die Transportaufgaben selbst durchführen. Mit modularen, selbstangetriebenen und elektronisch gelenkten Manövrierfahrzeugen der TII Gruppe werden weltweit Lasten bis 20.300 Tonnen (Weltrekord) transportiert. Hauptabsatzgebiet für Industrie- und Spezialfahrzeuge sind Stahlwerke und Schiffswerften weltweit, bei denen selbstfahrende Schwerlasttransporter mit Ladegewichten typischerweise von 80 bis 5.000 Tonnen sowie anwendungsspezifische Spezialtransportfahrzeuge eingesetzt werden. In Schiffswerften bewegen die TII Schiffstransporter einzeln oder im elektronisch gelenkten Verbund Baugruppen wie Motoren oder ganze Schiffssegmente. Für Stahlwerke und andere Metallverhüttungen stellt TII eine ganze Reihe von Spezialfahrzeugen her, die vom Flüssigmetall- bzw. Schlackentransport über die Bewegung von Metallschrottcontainern bis zum Transport fertiger Brammen und Coils im Werk unverzichtbares Equipment sind. Spezialfahrzeuge werden für die Hersteller von Eisenbahnwaggons und andere produzierende Industrien bis hin in der Weltraumindustrie und viele andere Spezialanwendungen projektiert, spezifisch entwickelt und produziert. Im Bereich der Hoflogistikanwendungen entwickelt, produziert und verkauft die TII Gruppe Fahrzeuge für Anwendungen, beispielsweise auf Logistikhöfen zum Umsetzen von Wechselbrücken und Aufliegern. Wichtige Indikatoren für unsere Geschäftsentwicklung und den Auftragseingang sind Investitionsvorhaben in den Bereichen Energie (insb. Wind), Anlagenbau, Ölindustrie, Stahlindustrie, Weltraum/Raketenbau, Schiffbau und anstehende Infrastrukturmaßnahmen (z.B. Brücken, Industrieerschließung) sowie der Bedarf an Transportkapazitäten und Logistikdienstleistungen. Die Entwicklung dieser Indikatoren und damit auch unsere Geschäftsentwicklung im Jahr 2023 waren von den Folgen des Krieges in Osteuropa geprägt. TIl war mit dem Anstieg der Energiepreise, der Verknappung und Verteuerung von Materialien, dem Kapazitätsabbau und dem Anstieg der Transportkosten konfrontiert. Dennoch war TII in der Lage, die Herausforderungen zu meistern und seine Produkte innerhalb der mit den Kunden vereinbarten Zeiten und Kosten zu liefern. Der Auftragseingang im Bereich der Transportfahrzeuge ist im Vergleich zu 2022 deutlich gewachsen. Die wichtigsten Wachstumsfaktoren waren die Investitionen kleiner und mittlerer Kunden, die Entwicklung von Offshore-Windprojekten auf der ganzen Welt und die Investitionen der Raumfahrtindustrie. Weitere Zukunftschancen dürften sich im Bereich der Spezialtransporte ergeben, dank der notwendigen Zukunftsinvestitionen zur Erreichung der Klimaneutralität in den kommenden Jahrzehnten. Der Auftragseingang im Industriesektor ist im Vergleich zu 2022 konstant auf sehr hohem Niveau geblieben. Der Anstieg der Stahlpreise und die Zunahme der Produktionsmengen in einigen Regionen außerhalb Europas haben dazu geführt, dass die Investitionen der Stahlwerke auf einem sehr hohen Niveau geblieben sind. Außerdem haben die Werften die Erneuerung der Fahrzeugflotte fortgesetzt, nachdem sie zwei Jahre lang aufgrund von Covid-19 einen Investitionsstopp verhängt hatten. Im Logistiksektor hat sich der Markt im Vergleich zu 2022 sehr beruhigt, sowohl bei kleinen und mittleren Kunden als auch bei großen Logistikunternehmen in Europa. Darüber hinaus wurde die Subventionierung von Elektrofahrzeugen in einigen Ländern eingestellt, was die Einführung von Elektrofahrzeugen verlangsamt hat. Der Auftragseingang war jedoch zufriedenstellend, dank der Einführung des neuen KAMAG PT (Terminalzugmaschine). Für 2024 wird ein weiterhin positives Jahr erwartet, obwohl einige Unsicherheitsfaktoren eine wichtige Rolle spielen könnten: die Höhe des Zinsniveaus, die deutlich zu lange Dauer zur Erlangung von Transportgenehmigungen in Europa sowie erste Sättigungstendenzen in der Stahlindustrie. 3. Wirtschaftsbericht 3.1 Ertragslage Im Jahr 2023 liegen die gruppenweiten Umsatzerlöse bei 266,2 Mio. EUR und somit um 43,1 Mio. EUR (+19,3%) über Vorjahr. Der Auftragseingang liegt mit 330,6 Mio. EUR deutlich über dem Vorjahreswert von 276,4 Mio. EUR. Die Gesamtleistung (Umsatzerlöse zzgl. Bestandsveränderungen und aktivierte Eigenleistungen) liegt mit 285,3 Mio. EUR um 62,3 Mio. EUR (+27,9%) über dem Vorjahreswert von 223,0 Mio. EUR. Der Rohertrag (Gesamtleistung abzgl. Materialaufwendungen) liegt mit 111,8 Mio. EUR deutlich über dem Niveau des Vorjahres (93,2 Mio. EUR). Die Materialaufwandsquote hat sich mit 60,8% gegenüber Vorjahr (58,2%) verschlechtert. Gestiegene Materialpreise konnten weitestgehend am Markt weitergegeben werden. Herausfordernd waren aber die anhaltenden Lieferengpässe infolge des Russland-Ukraine-Kriegs. Die Personalaufwandsquote liegt mit 22,4% deutlich unter dem Niveau des Vorjahres. Im Jahresdurchschnitt wurden insgesamt 816 (Vorjahr 738) Mitarbeiter beschäftigt. Die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen blieben mit 1,8 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind von 31,1 Mio. EUR im Vorjahr auf 36,4 Mio. EUR angestiegen. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus höheren Vertriebsaufwendungen. Durch die vorgenannten Geschäftsentwicklungen konnte ein Jahresüberschuss i.H.v. 11,1 Mio. EUR erzielt werden. Dieser liegt 4,3 Mio. EUR über dem Ergebnis des Vorjahres (6,8 Mio. EUR). 3.2 Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme lag zum 31. Dezember 2023 mit 167,2 Mio. EUR um 7,7 Mio. EUR (+4,8%) über dem Vorjahr (159,5 Mio. EUR). Auf der Aktivseite haben sich das Umlaufvermögen um 6,1 Mio. EUR und das Anlagevermögen leicht um 1,4 Mio. EUR erhöht. Auf der Passivseite ist das Eigenkapital im Wesentlichen ergebnisbedingt um 10,6 Mio. EUR angestiegen und gegenläufig das Fremdkapital um 3,0 Mio. EUR gesunken. Beim Anlagevermögen standen den Investitionen von 3,8 Mio. EUR Abschreibungen von 1,8 Mio. EUR sowie Abgänge (zu Buchwerten) und Währungsdifferenzen von zusammen 0,1 Mio. EUR gegenüber. Aufgrund des Konzernjahresüberschusses ist die Eigenkapitalquote trotz erhöhter Bilanzsumme von 47,3% auf 51,5% angestiegen. Die gesamten Verbindlichkeiten der TII Gruppe lagen zum Stichtag bei 44,9 Mio. EUR um 6,1 Mio. EUR unter dem Vorjahresniveau. Sie besitzen ausschließlich kurzfristige Restlaufzeiten. Der Total Cashflow ist mit 10,8 Mio. EUR positiv. Mittelzuflüsse entstehen aus dem Cashflow der laufenden Geschäftstätigkeit von 14,2 Mio. EUR, Mittelabflüsse aus der Finanzierungstätigkeit von -1,6 Mio. EUR und der Investitionstätigkeit -1,8 Mio. EUR. Die TII Gruppe verfügte zu jedem Zeitpunkt im Geschäftsjahr über ausreichende Liquidität. Die eingeräumten Kreditlinien wurden nur teilweise in Anspruch genommen. 4. Forschung und Entwicklung Wie bereits im Vorjahr lag auch im Geschäftsjahr 2023 der Schwerpunkt der Entwicklungstätigkeiten der TII Gruppe darauf, das Produktportfolio in allen Bereichen weiterzuentwickeln und auszubauen. Ein Highlight war dabei die Erweiterung des SCHEUERLE EuroCompact Portfolios im Bereich Transport, mit welcher die europäische Marktabdeckung deutlich erhöht werden soll. Im Bereich Industrie wurde das neue Baukastensystem für die KAMAG IHT mit großem Anklang vorgestellt. Neben dem neuen, modernen Design wird es über das Baukastensystem vor allem möglich sein, Lieferzeiten zu reduzieren und noch besser auf die individuellen Kundenbedürfnisse einzugehen. 5. Risiko- und Chancenbericht Die Gesellschaften der TII Gruppe als produzierende und weltweit exportierende Unternehmen sind sowohl von der allgemeinen konjunkturellen Lage der Weltwirtschaft, von Preisschwankungen auf den Absatz- und Beschaffungsmärkten, von Dynamiken in den Lieferketten als auch von Währungsschwankungen abhängig. Das wirtschaftliche Handeln in diesem Umfeld birgt Risiken, die die Unternehmen durch ein Risikomanagement minimieren. Die Gesellschaften der TII Gruppe betreiben jeweils eigene Risiko-Management-Systeme, die auf Gruppenebene zusammengeführt werden, um etwaige Klumpenrisiken vorab zu erkennen. Bestandsgefährdende Risiken sollen dabei vermieden werden, die sich uns bietenden Chancen sollen so weit wie möglich realisiert werden. Die Auslastung der Fertigungskapazitäten an den Standorten in Pfedelbach, Ulm und Bawal unterliegt der permanenten Überwachung durch die Geschäftsleitung, um bei Marktschwankungen die installierte Kapazität konsequent anzupassen. In Bezug auf die Überwachung der Kapazitäten gilt Gleiches für die Hauptlieferanten. Hier wird intern mit einem intensiven Controlling der Bestände, insbesondere bei sogenannten Langläufern, d.h. wichtigen Komponenten mit langen Lieferzeiten sowie einer modernen Einkaufssystematik und Qualitätskontrollen extern bei den Lieferanten gegengesteuert. Schwierig vorhersehbar bleiben weltweite geo- und handelspolitische Entwicklungen. Durch die hohe Exportquote sowie den teilweise weltweiten Bezug von Materialien und Vorprodukten können Unsicherheiten für die Geschäftsentwicklung der TII Gruppe entstehen. Durch den anhaltenden Russland-Ukraine-Krieg können sich weiterhin erhebliche und kaum vorhersehbare oder ausschließbare Risiken ergeben - z.B. durch Unterbrechungen in den Lieferketten und der Energiebelieferung, Engpasssituationen bei Materialien und Vorprodukten oder IT-Risiken aus Cyberangriffen. Diese Risiken werden daher fortlaufend überwacht. Im Bereich der IT-Sicherheit wurden bereits in den Vorjahren massive Investitionen getätigt und die Sicherheitssysteme auf den modernsten Standard gebracht. Auch wenn sich die Versorgungslage auf den Rohstoffmärkten im Jahr 2023 weiter entspannt hat, bleiben die Einschätzungen zu den Marktentwicklungen weiterhin mit Unsicherheit behaftet, da diese Märkte stark von politischen Unsicherheiten sowie von der volatilen Nachfrage nach vereinzelten Rohmaterialien beeinflusst werden. In den wesentlichen Materialgruppen der TII Gruppe bleibt die Preisentwicklung daher schwer prognostizierbar. Die Diversifikation über verschiedene Marktsegmente und Produktgruppen sowie die breite und globale Geschäftsaktivität sollen die Risiken aus Marktzyklen reduzieren. Eine breite Lieferantenbasis soll die Sicherstellung der Lieferkette unterstützen, kann diese aber nicht vollständig gewährleisten. Die TII Gruppe begegnet den Unsicherheiten daher auch mit umfassenden Maßnahmen, wie verkürzten Angebotsgültigkeiten, langfristigen Lieferverträgen, Aufbau von Sicherheitsbeständen bei Vorräten kritischer Materialien, höheren Anzahlungsquoten ggü. Kunden sowie vertraglichen Anpassungen. Um möglichen Ergebniseinbußen entgegenzuwirken, überwacht die TII Gruppe die Entwicklung der Rohstoff-, Material- und Energiepreise fortlaufend und tritt frühzeitig in Verhandlungen mit Lieferanten. Risiken aus der technischen Entwicklung von Produkten werden über eine Kombination aus erfahrenen Konstrukteuren und einem festgelegten Entwicklungsprozess weitgehend ausgeschlossen. Die Anwendung moderner Arbeits- und Kontrollmethoden sichert die hohe Qualität der Entwicklungsarbeit. Die Entwickler arbeiten eng mit dem Vertrieb und Projektierern zusammen. Die Entwicklungsergebnisse entsprechen einschlägigen deutschen bzw. EU-Normen und sind damit weltweit anerkannt. Im Vorfeld einer Angebots- bzw. Auftragsfreigabe werden die wesentlichen auftragsbezogenen Projektrisiken (insbesondere vertragliche, finanzielle, (produktions-)technische Risiken sowie Haftungsrisiken) systematisch erfasst. Dies gewährleistet eine aktive und frühzeitige Steuerung der Risiken (mit entsprechender vertraglicher Gestaltung/Änderung bei den Möglichkeiten einer Risikominimierung, Risikovermeidung oder aktiver Risikotragung) und ermöglicht bewusste Auftrags- bzw. Projektentscheidung unter Kenntnis der jeweiligen Chancen und verbleibenden Risiken. Auf Gesamt-Unternehmensebene werden die finanziellen Risiken mit einem aktiven zentralen Liquiditätsmanagement gesteuert. Aktuelle Entwicklungen auf Lieferanten- und Kundenseite werden dabei eng verfolgt und deren finanzielle Auswirkungen auf unsere künftige Liquiditätsentwicklung über rollierende Planungen laufend nachgehalten. Grundsätzlich bevorzugt die TII Gruppe die Abwicklung von Aufträgen in Euro oder US- Dollar. Da die Abwicklung des Warenbezugs überwiegend in Euro erfolgt, werden für Absatzgeschäfte in Fremdwährungen die Kurse, soweit wirtschaftlich sinnvoll, abgesichert. Bei Berücksichtigung der aktuellen wirtschaftlichen Erwartungen und der Nutzbarkeit bestehender Finanzierungen wird erwartet, dass der TII Gruppe für den Planungshorizont bis Ende 2024 ausreichende finanzielle Mittel zur Verfügung stehen. 6. Prognosebericht Der Auftragseingang lag sowohl im Gesamtjahr 2023 als auch im ersten Quartal 2024 auf einem sehr guten Niveau. Im Jahresverlauf 2024 wird bei der Produktgruppe Transportfahrzeuge bei teilmodularen Tiefladern und vollmodularen Transportfahrzeugen insgesamt von einer leichten Erhöhung des Volumens ausgegangen, insbesondere durch die Erweiterung der internationalen Vertriebsnetze sowie einer erwarteten Markterholung außerhalb Europas. Risiken für die Entwicklung sehen wir durch zunehmend schwierigere Zulassungsprozesse in Europa. Bei selbstangetriebenen Manövrierfahrzeugen gehen wir aufgrund des sehr hohen Niveaus in 2023 von einem leicht rückläufigen Gesamtvolumen aus. Der außerordentlich hohe und von Nachholeffekten profitierende Auftragseingang im Bereich der Industriefahrzeuge in 2023 wird nach jetziger Prognose im Jahr 2024 insbesondere im Bereich der Stahlindustrie rückläufig sein - Risiken für eine Investitionszurückhaltung auf Kundenseite ergeben sich vor allem aufgrund des allgemein gestiegenen Zinsniveaus, durch das fremdfinanzierte Investitionsvorhaben deutlich verteuert werden. Umsatzseitig wird die TII Gruppe in 2024 aber vom hohen Auftragsbestand profitieren. Der Produktbereich Logistik bleibt in 2024 wie auch im abgelaufenen Jahr 2023 herausfordernd. Zurückhaltende Investitionen der Logistikkunden insbesondere in den DACH- Märkten resultieren dabei sowohl aus einem stagnierenden Marktumfeld im Bereich des Onlinehandels sowie aus rückläufigen Fördermittelzusagen für alternative Antriebe (Streichung der Förderung für Elektrofahrzeuge in Deutschland). Die Absatzerwartungen für die neuen Terminal-Zugmaschine KAMAG PT sind hingegen weiterhin positiv, der Produktionshochlauf verläuft planmäßig. Insbesondere aufgrund des hohen Auftragsbestands zum Jahresende 2023 wird für 2024 insgesamt ein leicht erhöhtes Umsatz- und Ergebnisniveau im Vergleich zum Vorjahr erwartet. Durch den anhaltenden Russland-Ukraine-Krieg sowie einer prognostizierten schwierigen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (insbesondere in Europa) wird jedoch von einer bleibenden hohen Unsicherheit in den Lieferketten und damit den Planwerten ausgegangen.
Heilbronn, 29. April 2024 gez. Susanne Rettenmaier gez. Dr. Gerald Karch Beschluss über die Billigung Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2023 der Transporter Industry International GmbH, Heilbronn, wurden am 17. Mai 2024 gebilligt. |
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