Nutzfahrzeugcenter Bayern GmbH
Selbe AdresseEinzelhandel mit Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 3,5 t
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Bernhard Tremmel seit 23.1.2026 | Geschäftsführer |
Peter Laister seit 1.7.2022 | Prokura |
Christian Haslinger seit 19.5.2022 | Prokura |
Enrico Simma seit 3.7.2008 | Geschäftsführer |
Eugen Simma seit 10.10.2001 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
E.S. Holding GmbH | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Tschann-Bayern GmbHPoingJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lageberichtder Tschann-Bayern GmbH für das Geschäftsjahr 2023 I. Grundlagen des UnternehmensDie Tschann-Bayern GmbH ist ein Nutzfahrzeughändler, der Nutzfahrzeuge der DAF Trucks NV, Holland, im Verkaufsgebiet Oberbayern, Niederbayern, Oberpfalz und Teilen Frankens vertreibt. Ergänzend hierzu werden Reparaturwerkstätten in Poing und Bogen betrieben. Die Gesellschaft ist ein 100%-Tochterunternehmen der E.S. Holding GmbH in Salzburg, Österreich. II. Wirtschaftsbericht1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene RahmenbedingungenDeutschland verzeichnete im letzten Jahr eine leichte Rezession: Im Jahr 2023 war das deutsche Bruttoinlandsprodukt preisbereinigt um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Nach der Corona-Krise und dem wirtschaftlichen Einbruch im Jahr 2020 erhoffte sich die deutsche Wirtschaft eine Regeneration in den Folgejahren. Durch den Krieg in der Ukraine, die steigenden Energiepreisen und der Rekordinflation fiel die ökonomische Regenerierung im Jahr 2022 jedoch geringer aus, 2023 kam es nun sogar zu einer Rezession. Im Gegensatz dazu entwickelt sich der Markt für mittlere (< 6 t) und schwere Nutzfahrzeuge (> 16 t) sehr positiv. Die Neuzulassungen sind um 23,9 % auf 83.478 Einheiten gestiegen. Damit erreichte die Nachfrage wieder annähernd Vor-Coronaniveau. Betrachtet man die einzelnen Segmente, so zeigt sich bei den mittelschweren Fahrgestellen für den Verteiler- und regionalen Handwerkerverkehr von 6 t bis 15,99 t mit 18,7 % entsprechend 18.883 Fahrzeugen ein deutliches Plus, wobei hier Nachholeffekte, aufgrund der Lieferengpässe von 2022, zu berücksichtigen sind. Ein ganz ähnliches Bild sieht man bei den schweren Fahrgestellen ab 16 t, mit 17,4 % eine deutliche Steigerung auf nunmehr 25.208 Zulassungen. Im Fünf-Jahresvergleich zeigt sich aber auch hier für 2022 eine durch die Lieferengpässe (Beschaffungskrise) ausgelöste, signifikante Delle, wodurch die Steigerung in 2023 nur die Rückkehr zum langjährigen Marktniveau bedeutet. Ein anderes Bild zeigt die Nachfrage nach schweren Sattelzugmaschinen. Nach dem massiven Einbruch im Jahr 2020 steigt sie kontinuierlich an und legte im Vorjahresvergleich nochmals um 30,4 % auf 42.387 Einheiten zu. Dies ist insofern bemerkenswert, als die Nachfrage nach diesen Fahrzeugen als Frühindikator für die allgemeine Wirtschaftsentwicklung gilt, da es hier um die Mittel- und Langstrecken-Güterverkehrslogistik für Handel und Industrie geht. Das Markvolumen im bayerischen Tschann-Vertriebsgebiet mit den Regionen Schwaben, Oberbayern, Niederbayern und Teilen der Oberpfalz betrug 6875 Fahrzeuge und ist mit +30,6 % deutlich stärker gewachsen als der Bundesschnitt. Damit wurde die überproportional große Zulassungsdelle des Vorjahres ausgeglichen. In der mittelfristigen Betrachtung ist das Marktgebiet von Tschann-Bayern damit wieder im Gleichklang mit den bundesweiten Ergebnissen. Grundsätzlich konnten alle Segmente zulegen, die mittelschweren Fahrgestelle um knapp 17 % auf 1.183 Fahrzeuge, die schweren Fahrgestelle ab 16 t um 29,6 % auf 2377 Stück und die schweren Sattelzugmaschinen um 37 % auf 3.315 Einheiten. Das sehr positive Ergebnis muss etwas relativiert werden, da ein großer Teil der Zuwächse auf Nachholeffekte bzw. die Erholung der LKW-Industrie von den Auswirkungen der Beschaffungskrise beruhen. Insgesamt hat sich der Markt damit wieder auf seinem langjährigen Niveau eingependelt. Ausblick: Das deutsche Bundesamt für Logistik und Mobilität erwartet für die Periode 2023 bis 2026 einen anhaltenden Aufwärtstrend im Güter- und Personenverkehr. Damit wird auch die Nachfrage nach Nutzfahrzeugen stabil bleiben. Die zu erwartenden Zinssenkungen werden die Investitionsbereitschaft positiv beeinflussen. Dazu kommen neue gesetzliche Rahmenbedingungen, Stichwort "CO2 Einsparung / VECTO Wert / Dekarbonisierung", die zu einem forcierten Umbau der LKW-Flotten beitragen werden. Gleichzeitig bleibt die weltweit angespannte Sicherheitslage als genereller Risikofaktor bestehen. 2. GeschäftsverlaufUmsatz und Auftragsentwicklung 2023 verkaufte die Tschann-Bayern GmbH insgesamt 720 Fahrzeuge. Dies entspricht einem Rückgang von 108 Stück entsprechend minus 13,4 % und damit unter dem Niveau des Vorjahres (828 Stück). Dieser Rückgang ist auf einen vielfältigen Mix aus Ursachen zurückzuführen, welche allesamt die Investitionslaune dämpften. Insbesondere die allgemeine Wirtschaftslage mit den unsicheren Perspektiven in geopolitischer Hinsicht und die stark gestiegenen Zinsen wirken sich hier aus. Nachfolgende Tabelle zeigt die Entwicklung der verkauften Einheiten (Angaben in Stück):
Die Werkstätten erzielten eine deutliche Umsatzsteigerung von knapp 12 % auf € 12,8 Mio. Beschaffung Die Lieferschwierigkeiten des Herstellers aus dem Jahr 2022 wurden im Laufe des Berichtsjahres überwunden. In Verbindung mit sinkendem Ordereingang verkürzten sich die Lieferzeiten drastisch und sind mittlerweile wieder auf langjährigem Normal-niveau angelangt. Der Preisauftrieb fand ebenfalls sein Ende. Der Hersteller zögerte aber lange mit Preissenkungen zur Anpassung an geänderte Marktrealitäten. Vertrieb und Absatz Im Vertriebsbereich waren im Berichtszeitraum verglichen mit der Vorperiode keine signifikanten Änderungen zu verzeichnen. Investitionen Im Geschäftsjahr 2023 wurden Investitionen in Sachanlagen im Ausmaß von T€ 1.228, davon T€ 951 in Vorführ- und Mietfahrzeuge, getätigt. Die Anlagenabgänge zu Anschaffungskosten beliefen sich auf T€ 925, davon T€ 878 auf Nutzfahrzeuge. Finanzierung Die Finanzierung erfolgte erneut überwiegend aus eigenen Mitteln. Für die Abdeckung auftretender Spitzen, wie sie typischerweise beim Einkauf von größeren Fahrzeugkontingenten auftreten, stehen über die Hausbanken vereinbarte Linien zu guten Konditionen in ausreichender Höhe bereit. Langfristige Fremdfinanzierungen (> 1 Jahr) bestehen weiterhin nicht und sind auch nicht erforderlich. Zum Stichtag wurden keinerlei staatliche Hilfen in Anspruch genommen. Personal- und Sozialbereich Der durchschnittliche Mitarbeiterstand im Berichtsjahr betrug 75 (Vj. 70) Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, davon wurden 12 Auszubildende (Vj. 11) beschäftigt. Der Fachkräftemangel ist weiterhin speziell in technischen Berufen deutlich spürbar. Im Vergleich mit dem Vorjahr ist aber zumindest keine weitere Verschärfung der Situation festzustellen. Unsere laufenden Anstrengungen zur Attraktivierung der Arbeitgebermarke und zur Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit werden fortgesetzt und permanent angepasst. Wir gehen daher davon aus, auch weiterhin alle wesentlichen Stellen in angemessener Zeit besetzen zu können. 3. Angaben zur Vermögens-, Finanz- und ErtragslageVermögenslage Die Vermögenslage des Unternehmens ist geordnet. Notwendige Liquiditätsreserven sind jederzeit in ausreichendem Umfang vorhanden und mit den Hausbanken ausreichende Linien vereinbart. Die liquiden Mittel betragen T€ 15 (Vj. T€ 463). Das Sachanlagevermögen beläuft sich auf T€ 1.350 (Vj. T€ 1.141). Das Vorratsvermögen als wesentliche Bilanzposition mit 65,5 % (Vj. 44,6 %) der Bilanzsumme bzw. T€ 14.229 (Vj. T€ 5.800) stieg um T€ 8.429 stark an. Dies lag an den hohen Liefermengen des Herstellers zum Jahresende und ist eine Momentaufnahme zum Stichtag. Zum Zeitpunkt der Berichtserstellung ist der Bestand wieder deutlich zurückgegangen. Die Bilanzsumme beträgt T€ 21.737 (Vj. T€ 13.013) und ist damit bedingt durch das hohe Lagervolumen signifikant gestiegen. Finanzlage Die Tschann-Bayern GmbH weist mit T€ 8.741 (Vj. T€ 8.128) eine erneut gesteigerte sehr gute Eigenkapitalausstattung auf. Die Eigenkapitalquote ist aufgrund der wesentlich höheren Bilanzsumme trotz der Gewinnthesaurierung deutlich gesunken und beträgt nun 40 % (Vj. 62 %). Bankverbindlichkeiten bestanden zum Stichtag in Höhe von T€ 6.855 (Vj. keine). Die Lieferverbindlichkeiten betrugen T€ 3.181 (Vj. T€ 1.939) und sind damit im Jahresabstand um T€ 1.242 gestiegen. Für die Deckung des Anlagevermögens (T€ 1.350) werden 15 % des Eigenkapitals von T€ 8.741 benötigt. Ertragslage Die Umsatzerlöse mit T€ 90.166 (Vj. T€ 88.028) entsprechen einer leichten Steigerung von T€ 2.138 bzw. plus 2,43 %. Der Jahresgewinn beträgt T€ 613 (Vj. T€ 790). 4. Finanzielle LeistungsindikatorenWir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung folgende Kennzahlen heran: Das EBIT (Betriebsergebnis vor Finanzergebnis und Ertragssteuern) verminderte sich um T€ 142 auf T€ 1.087 bzw. von 1,5 % auf 1,3 % der betrieblichen Gesamtleistung. Das EBITDA (EBIT zuzüglich Abschreibungen) fiel um T€ 294 auf T€ 1.377 bzw. von 2,0 % auf 1,6 % der betrieblichen Gesamtleistung an. Die Abweichung der finanziellen Leistungsindikatoren im Hinblick auf die Planwerte ist hauptsächlich eine Auswirkung des sehr ungleichmäßigen Lieferverhaltens des Herstellers, der stark gestiegenen Zinsen und der generellen konjunkturellen Eintrübung. Die Eigenkapitalrentabilität beträgt 7,0 % in 2023 (Vj. 9,7 %) bei einer Eigenkapitalquote von 40 %. Die Gesamtkapitalrentabilität lag bei 2,8 % (Vj. 6,1 %). Die Investitionen in das Anlagevermögen - einschließlich der Vorführ- und Mietfahrzeuge - betrugen T€ 1.228. 5. Nichtfinanzielle LeistungsindikatorenErneut gelang es der Gesellschaft sich recht rasch auf abrupt veränderte Umfeldbedingungen einzustellen, auch wenn die tatsächliche Wirkung von Maßnahmen naturgemäß teilweise erst verzögert einsetzt. COVID-19 spielte 2023 keine erwähnenswerte Rolle mehr, dafür kamen die Auswirkungen der Krisenherde in der Ukraine und im Nahen Osten zu tragen. Die stark gestiegenen Zinsen und die allgemein schwache Konjunktur wirkten sich dämpfend auf die Investitionsfreude unserer Kunden aus. Die starke Reduktion der Lieferzeit des Herstellers bewirkte eine kurzfristig deutliche Steigerung des Lagerbestandes, stellt aber mittelfristig die Rückkehr zu normalen Verhältnissen dar. Die Produktpalette wird vom Hersteller laufend Serienstandsverbesserungen unterzogen. Angesichts der doch turbulenten Gesamtumstände muss das Jahresergebnis als akzeptabel bezeichnet werden, zumal in allen Bereichen noch weitere Potentiale zu heben sind. III. PrognoseberichtDie Ausgangslage aus Sicht des Unternehmens ist grundsätzlich sehr positiv zu bewerten. Das Geschäftsmodell ist intakt und die finanzielle, personelle und organisatorische Situation ist in jeder Hinsicht geordnet. Die COVID-19-Pandemie und deren direkte und indirekte Auswirkungen sehen wir aktuell nicht mehr als wesentliche Bedrohung. Weiterhin bleibt aber der russische Angriff auf die Ukraine und der nachfolgende Krieg der größte Unsicherheits- und durch die komplexen Folgewirkungen auch Risikofaktor. Verstärkt werden diese geopolitischen Unwägbarkeiten noch durch die Situation im Nahen Osten. Mit negativen Auswirkungen dieser Konflikte muss jederzeit gerechnet werden, z.B. in Bezug auf Energiepreise oder internationale Lieferketten. Bezüglich Inflation und Zinsen erwarten wir eine Beruhigung. Die Inflation stabilisiert sich auf moderateren Niveaus als zuletzt. Bei den Zinsen scheint das Plateau erreicht, selbst wenn die vielfach erwartete Senkung verzögert oder 2024 gar nicht erfolgt, so ist doch das aktuelle Zinsniveau im Wesentlichen überall eingepreist. Der Planumsatz für die Tschann-Bayern GmbH beträgt ca. T€ 80.000 bei einem Jahresüberschuss von über T€ 1.000. Bei der Kapitalrentabilität werden eine Eigenkapitalrentabilität von 7,5 % und eine Gesamtkapitalrentabilität von 5,0 % angestrebt. Das EBIT erwarten wir größer als 1,5 %, das EBITDA größer als 2 % der betrieblichen Gesamtleistung. Das erste Quartal 2024 verlief noch verhalten, derzeit ist die Zielerreichung aber nach wie vor realistisch möglich. IV. Chancen- und Risikobericht1. RisikoberichtRisiken im Zusammenhang mit dem geopolitischen Umfeld Aus unserer Sicht bestehen auch weiterhin erhöhte Unsicherheiten im Zusammenhang mit aktuellen geopolitischen und wirtschaftlichen Entwicklungen, welche eine Reihe von schwer einschätzbaren potenziellen Risiken bergen. Die wichtigsten davon sind: Beschaffungsrisiken: Die vergangenen Jahre haben gezeigt, wie vulnerabel die globalen Lieferketten sind und welchen Impact auch nur kleine Störungen haben können. Mit Beeinträchtigungen durch Lieferausfälle, Preissteigerungen etc. ist weiterhin auch kurzfristig zu rechnen. - Risiken im Leistungserstellungsprozess: Die aktuelle Situation ist potenziell anfällig für starke und unerwartete Nachfrageschwankungen in alle Richtungen, da sich auch die Rahmenbedingungen, mit denen unsere Kunden konfrontiert sind, dynamisch ändern können. - Absatzrisiken: Fortgesetzt hohe Inflation und Zinsen in Verbindung mit einem generell unsicheren Umfeld können die Nachfrage beeinträchtigen und zu Stornierungen und Verschiebungen von Aufträgen führen. - Liquiditätsrisiken: Ein hoher Lagerstand in Verbindung mit stark schwankender Nachfrage kann jederzeit den Liquiditätsbedarf erhöhen. Diesbezüglich bestehen ausreichende Rahmenvereinbarungen mit unseren Hausbanken und auch entsprechende Vereinbarungen mit dem Hauptlieferanten DAF. Branchenspezifische Risiken Risiken, die nicht quantifizierbar sind, bestehen selbstverständlich auch weiterhin den möglichen allgemeinen politischen und wirtschaftlichen Veränderungen. In den Bereichen Produktpalette Mitarbeiterqualifikation Organisationsprozesse und der finanziellen Ausstattung des Unternehmens sind aus heutiger Perspektive weiterhin keine außergewöhnlichen Risiken zu erwarten, welche nicht in direkter Folge zu den aktuellen geopolitischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen außerhalb unserer Einflusssphäre stehen. Für diese Risiken wurde in allen Geschäftsbereichen soweit möglich angemessen Vorsorge getroffen. Ertragsorientierte Risiken Die stagnierende Wirtschaft in Verbindung mit hohen Zinsen beeinträchtigt tendenziell die Investitionsbereitschaft unserer Kunden. Ausgleichend wirkt hier die Tatsache, dass Verkauf und Werkstättengeschäft sich unterschiedlich verhalten: Werden die Kundenfuhrparks durch mangelnde Ersatzinvestitionen älter, so steigert das im Allgemeinen die Werkstatterträge. Finanzwirtschaftliche Risiken Die Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind weiterhin sehr robust. Aus jetziger Sicht sind keinerlei Liquiditätsrisiken zu erkennen, auch Zeiten hoher Lagerstände konnten im Rahmen der bestehenden Vereinbarungen problemlos finanziert werden. Die Gesellschaft hat zur Steuerung und Risikoidentifizierung der Größenordnung des Unternehmens entsprechende Planungsrechnungen eingerichtet und weiter verbessert. Es bestehen periodenübergreifende Erfolgs-, Investitions-, Vermögens- und Finanzplanungen, die einem regelmäßigen Soll-Ist-Vergleich unterzogen werden. Abweichungen werden zeitnah identifiziert und analysiert. 2. ChancenberichtDie Tschann-Bayern GmbH hat 2023 erneut unter Beweis gestellt, dass sie in der Lage ist, auf rasch wandelnde, sehr dynamische Umfeldbedingungen angemessen zu reagieren. Die Produktpalette ist auf dem Stand der Technik und wird laufend verbessert. Damit und mit der bevorstehenden Einführung elektrisch betriebener Lastwagen haben wir weiterhin ein sehr gutes Angebotsportfolio. Die Nachfrage nach Straßengütertransport wird weiterhin zunehmend erwartet. 3. GesamtaussageRisiken der künftigen Entwicklung - in wirtschaftlicher und geopolitischer Hinsicht (Lieferprobleme, Nachfrageschwankungen, Inflation) - stehen in der näheren Zukunft primär im Zusammenhang mit den Auswirkungen des russischen Angriffes auf die Ukraine und dessen Folgen sowie der unsicheren Lage im Nahen Osten. Eine Gefährdung des Fortbestandes der Gesellschaft sehen wir aktuell nicht. V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von FinanzinstrumentenZu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Skonto- und Zahlungsfristen gezahlt. lm kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Lieferantenkrediten und über Kreditlinien verschiedener Banken. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik und setzt dabei auch die hohe Eigenkapitalquote ein. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden. VI. Bericht über die ZweigniederlassungenEs bestehen keine selbständigen Zweigniederlassungen. In Bogen wird eine LKW-Reparaturwerkstätte betrieben. Weiterhin werden sechs Verkaufsbüros unterhalten, die eine dichte Abdeckung in unserem Verkaufsgebiet ergeben.
Poing, 31.05.2024 Tschann-Bayern GmbH Bilanz
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhangder Tschann-Bayern GmbH für das Geschäftsjahr 2023 I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Tschann-Bayern GmbH mit Sitz in Poing ist im Handelsregister des Amtsgerichts München unter HRB Nr. 120355 eingetragen. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB und richtet sich bei der Bilanzierung und Bewertung nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB sowie nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften der §§ 264 ff. HGB und den Vorschriften des GmbHG. Von den eingeräumten Erleichterungen nach § 286 Abs 4 HGB macht die Gesellschaft Gebrauch. Die Form der Darstellung des Jahresabschlusses ist grundsätzlich unverändert gegenüber dem Vorjahr. Die Gliederung der Bilanz erfolgte nach § 266 HGB. Für die Gewinn- und Verlustrechnung haben wir das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB angewandt. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung ist unverändert im Vergleich zum Vorjahr. II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind im Wesentlichen unverändert gegenüber dem Vorjahr. Das immaterielle Anlagevermögen sowie das Sachanlagevermögen wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Anschaffungskosten beinhalten die Anschaffungsnebenkosten; Anschaffungspreisminderungen werden abgesetzt. Die Abschreibungen erfolgen linear. Zu- und Abgänge werden zeitanteilig abgeschrieben. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter wurden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. Entsprechend der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs werden die Miet- und Vorführfahrzeuge trotz überwiegend kurzer Verweildauer im Vermögen der Gesellschaft im Anlagevermögen ausgewiesen und über eine Nutzungsdauer von neun Jahren abgeschrieben. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der Fahrzeuge erfolgte nach dem Niederstwertprinzip zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder mit den niedrigeren durchschnittlichen Einstandspreisen bzw. beizulegenden Werten am Abschlussstichtag; die niedrigeren beizulegenden Werte werden im Wesentlichen nach den Verhältnissen am Beschaffungsmarkt, unter Berücksichtigung der Lieferkosten ermittelt. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und verminderter Verwertbarkeit ergeben, werden in angemessenem und ausreichendem Umfang vorgenommen. Die Aktivierung der teilfertigen Leistungen erfolgte zu Herstellungskosten unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips. In die Herstellungskosten wurden neben den Material - und Fertigungseinzelkosten auch angemessene und notwendige Material- und Fertigungsgemeinkosten einbezogen. Dabei wurde ein pauschalierter Fertigstellungsgrad von 75 % angenommen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden ausgehend vom Nennwert bewertet. Zusätzlich wurde das allgemeine Risiko und Kreditrisiko durch Einzelwertberichtigungen und eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Fremdwährungsforderungen werden zum Bilanzstichtag grundsätzlich mit dem Anschaffungskostenkurs bzw. dem niedrigeren Devisenkassamittelkurs bewertet. Fremdwährungsforderungen mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr werden dagegen auch mit einem über den Anschaffungskosten liegenden Devisenkassamittelkurs bewertet. Liquide Mittel sind zum Nennbetrag aktiviert. Rechnungsabgrenzungen für transitorische Ausgaben sind nach den handelsrechtlichen Vorschriften gebildet worden. Der Jahresabschluss wurde vor Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt. Die Steuerrückstellungen sind in Höhe des voraussichtlichen Erfüllungsbetrags gebildet. Die Bewertung der sonstigen Rückstellungen erfolgt mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag unter Berücksichtigung künftiger Preis- und Kostenänderungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr wurden mit dem restlaufzeitentsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten wurden generell mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Bilanzstichtag grundsätzlich mit dem Anschaffungskostenkurs bzw. dem höheren Devisenkassamittelkurs bewertet. Fremdwährungsverbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr werden dagegen auch mit einem unter den Anschaffungskosten liegenden Devisenkassa-mittelkurs bewertet. III. Angaben zu Posten der Bilanz a) Die Gliederung der einzelnen Posten des Anlagevermögens gem. § 284 (3) HGB ergibt sich aus dem beiliegendem Anlagespiegel auf der folgenden Seite. b) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Anlagenspiegel zum 31.12.2023
c) Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Die übrigen Rückstellungen enthalten Rückstellungen für die Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses und der Steuererklärungen, Betriebsprüfung, Kosten für die Aufbewahrung der Geschäftsunterlagen, Rückstellungen für ausstehende Rechnungen sowie Prozesskosten. Langfristige Rückstellungen wurden abgezinst. d) Verbindlichkeiten Neben den branchenüblichen Eigentumsvorbehalten bestehen keine Sicherheiten i.S.d. § 285 Nr. 1b HGB. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten in Höhe von 551 T€ ( Vj:. 458 T€), die rechtlich erst nach dem Bilanzstichtag entstehen.
e) Es bestehen keine Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB in Verbindung mit § 268 Abs. 7 HGB. IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung a) Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten außergewöhnliche Erträge (einmalig oder periodenfremd) in Höhe von T€ 180 (Vj:. T€ 80) b) Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten außergewöhnliche Aufwendungen (einmalig und/oder periodenfremd) in Höhe von T€ 52 (Vj.: T€ 54). c) Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge enthalten Zinserträge von verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 22 (Vj.: T€ 1). IV. Sonstige Angaben a) Sonstige finanzielle Verpflichtungen
b) Mitarbeiterzahl Im Jahresdurchschnitt waren folgende Arbeitnehmer beschäftigt:
c) Mitglieder der Geschäftsführung Im Geschäftsjahr oblag die Geschäftsführung Herrn Eugen Simma, Kaufmann, Salzburg und Herrn Enrico Simma, Kaufmann, Salzburg. Bei den Angaben nach § 285 Satz 1 Nr. 9a HGB wird von § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. d) Gewährte Vorschüsse bzw. Kredite an die Geschäftsführung Vorschüsse bzw. Kredite an die Geschäftsführer bestehen nicht. e) Konzernabschluss Das Mutterunternehmen - E.S. Holding GmbH - hat seinen Sitz in 5020 Salzburg, Österreich. Der Konzernabschluss wird am Sitz des Firmenbuches in Salzburg offengelegt. f) Gewinnverwendungsvorschlag Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Bilanzgewinn, bestehend aus einem Gewinnvortrag in Höhe von € 7.878.440,22 und dem Jahresüberschuss in Höhe von € 612.651,66 in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen.
Poing, den 31.05.2024 Tschann-Bayern GmbH Geschäftsführung Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Tschann-Bayern GmbH, Poing Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Tschann-Bayern GmbH, Poing - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Tschann-Bayern GmbH, Poing, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können; gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben; beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben; ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann; beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt; beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens; führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Trostberg, 12.06.2024
Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses erfolgte am 31.5.2024. |
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