Stammdaten

Register
Amtsgericht Wiesbaden HRB 20202
Eingetragen
18.8.1999
Branche
Herstellung von SpirituosenGroßhandel mit GetränkenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Wein, Sekt und Spirituosen
Gegenstand
Herstellung, Lagerung und der Vertrieb von Weinbrand und anderen Spirituosen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Thomas Mempel
seit 24.11.2021
Geschäftsführer
Michael Soehlke
seit 10.9.2020
Geschäftsführer
Lars Bruster
seit 11.8.2011
Prokura
Christopher Dellee
seit 11.8.2011
Geschäftsführer
Dieter Gräf
seit 27.6.2003
Geschäftsführer
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Semper idem Underberg AG
Germany
1.500.000 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Asbach GmbH

Rüdesheim am Rhein

Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024

Bilanz zum 31.03.2024

Asbach GmbH, Rüdesheim am Rhein

Aktiva

31.3.2024
EUR
Vorjahr
TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 8.588.237,00 9.234
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.041.202,12 4.260
2. Technische Anlagen und Maschinen 791.570,00 906
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 338.322,00 289
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 10.670,00 21
5.181.764,12 5.476
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 127.500,00 128
2. Beteiligungen 1.000,00 1
128.500,00 129
13.898.501,12 14.839
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 933.181,25 831
2. Unfertige Erzeugnisse 11.997.053,16 10.610
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 57.946,60 50
12.988.181,01 11.491
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 202.368,92 175
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 4.941,65 0
3. Forderungen gegen Gesellschafter 1.432.381,35 5.369
4. Sonstige Vermögensgegenstände 107.456,88 319
1.747.148,80 5.863
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 171.681,71 154
14.907.011,52 17.508
C. Rechnungsabgrenzungsposten 2.134,26 5
D. Aktive latente Steuern 2.737.106,45 3.316
31.544.753,35 35.668

Passiva

31.3.2024
EUR
Vorjahr
TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.500.000,00 1.500
II. Kapitalrücklage 13.703.541,98 13.704
III. Verlustvortrag 13.925.567,92 13.188
IV. Jahresüberschuss (Vorjahr: Jahresfehlbetrag) 1.991.693,05 -738
3.269.667,11 1.278
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 19.460.884,00 21.719
2. Steuerrückstellungen 949.712,87 838
3. Sonstige Rückstellungen 269.243,39 149
20.679.840,26 22.706
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 694.213,95 400
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.345.250,51 4.965
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 0,00 3.643
4. Sonstige Verbindlichkeiten 24.862,16 21
5.064.326,62 9.029
D. Passive latente Steuern 2.530.919,36 2.655
31.544.753,35 35.668

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024

Asbach GmbH, Rüdesheim am Rhein

2023/2024
EUR
Vorjahr
TEUR
1. Umsatzerlöse 14.837.662,16 17.930
2. Erhöhung (Vorjahr: Verminderung) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 1.396.881,63 2.516
3. Sonstige betriebliche Erträge 930.208,24 361
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 6.340.970,30 4.207
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.986.777,32 2.288
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 155.312,86 139
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 59.867,19 1.960
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.072.154,66 1.094
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 4.403.359,31 4.428
8. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 506.424,93 0
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.641,00 142
10. Aufwendungen aus Verlustübernahme 0,00 133
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 740.976,28 951
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 880.290,28 1.412
davon aus latenten Steuern: EUR 455.446,34 (Vorjahr: TEUR 632)
13. Ergebnis nach Steuern 2.035.109,76 -695
14. Sonstige Steuern 43.416,71 43
15. Jahresüberschuss (Vorjahr: Jahresfehlbetrag) 1.991.693,05 -738

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023/2024

Asbach GmbH, Rüdesheim am Rhein

- Grundlagen des Unternehmens

Alleinige Gesellschafterin der Asbach GmbH ist die Semper idem Underberg AG, Rheinberg. Die Asbach GmbH ist damit ein Unternehmen der Underberg-Unternehmensgruppe.

Firmensitz der Asbach GmbH und zugleich der Standort für die Herstellung der Asbach-Produkte ist Rüdesheim am Rhein. Hier befindet sich auch das Asbach Besucher-Center mit angeschlossener Brennerei. Die Abfüllung und Verpackung der Asbach-Produkte erfolgen bei der Santa Barbara Spirituosengesellschaft mbH, Wilthen.

Für die Vermarktung der Marke Asbach besteht ein Distributionsvertrag mit der Semper idem Underberg AG. Weiterhin beliefert die Asbach GmbH die Paul Reber & Co. KG in Bad Reichenhall mit Pralinenweinbrand zur Herstellung der Asbach-Pralinen, welche von dieser Firma in Lizenz am Produktionsstandort der Rüdesheimer Confiserie Pralinen GmbH & Co. KG in Rüdesheim hergestellt werden.

- Wirtschaftsbericht

- Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die betrachtete Marktentwicklung bezieht sich auf das Kalenderjahr 2023.

- Einzelhandel, Onlinehandel und Gastronomie

(Quellen: Stat. Bundesamt Einzelhandel 2023; Lebensmittelpraxis/Trade Dimensions Top 30 LEH 2023; bevh E-Commerce 2023; Stat. Bundesamt Gastgewerbe 2023)

Einzelhandel

Im gesamten Jahr 2023 setzte der deutsche Einzelhandel preisbereinigt -3,3 % weniger und nominal +2,3 % mehr um als im Jahr 2022.

Der Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren setzte in 2023 real 3,9 % weniger und nominal +5,9 % mehr um als im Vorjahr. Im Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln sanken die Umsätze in 2023 real um 3,1 % und stiegen nominal um +0,1 %. Darunter verzeichnete der Internet- und Versandhandel ein Umsatzminus mit real 3,9 % und nominal 0,4 %.

Die Marktkonzentration im deutschen Lebensmittelhandel ist hoch. Die vier großen Handelsgruppen Edeka, Rewe, Schwarz-Gruppe und Aldi-Gruppe halten zusammen einen Marktanteil am Gesamtumsatz des LEH von 76 %. Stärkstes Handelsunternehmen im deutschen LEH bleibt die Edeka-Gruppe (Umsatz 2023: +6,7 % vs. Vorjahr), auf Platz 2 folgt die Rewe-Gruppe (Umsatz 2023: +6,0 % vs. Vorjahr), Platz 3 belegt die Schwarz-Gruppe (Umsatz 2023: +9,4 % vs. Vorjahr) und die Aldi-Gruppe folgt auf Platz 4 (Umsatz 2023: +8,2 % vs. Vorjahr).

Onlinehandel

Die geringere Ausgabenbereitschaft der Verbraucherinnen und Verbraucher spiegelte sich im Jahr 2023 erneut in deutlich gesunkenen Gesamtumsätzen im deutschen E-Commerce wider. Der Brutto-Umsatz mit Waren fiel im Gesamtjahr 2023 erstmals zweistellig um 11,8 % auf Mrd. EUR 79,7, nach Mrd. EUR 90,4 im Jahr davor. Der Anteil des E-Commerce mit Waren am gesamten Einzelhandel im engeren Sinn (inkl. Lebensmittel, aber ohne Apotheken-Umsätze) ging vergangenes Jahr voraussichtlich auf 10,2 % zurück (2022: 11,8 %).

Abgeschwächt hat sich der Erholungstrend bei digitalen Dienstleistungen wie Urlaubsbuchungen oder Konzertticketverkäufen, die nur noch um 12,7 % auf Mrd. EUR 12,7 zulegen konnten (Vorjahr: +39,9 % auf Mrd. EUR 11,25). Insgesamt resultierte somit erstmals seit dem Jahr 2020 wieder ein Branchenumsatz im gesamten E-Commerce (Waren und Dienstleistungen) von unter Mrd. EUR 100. Zuzüglich Umsätzen, die per Telefon, Fax oder anderen Bestellmedien erzielt wurden, lag der Gesamtumsatz 2023 bei Mrd. EUR 93,6.

Gastronomie

Das Gastgewerbe in Deutschland gewann im Jahr 2023 preisbereinigt (real) 1,1 % an Umsätzen gegenüber dem Vorjahr. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, stieg der Umsatz nicht preisbereinigt (nominal) um 8,5 %. Die Beherbergungsunternehmen gewannen 2023 preisbereinigt 4,5 % und nominal 10,8 % an Umsätzen. Der Umsatz in der Gastronomie sank in 2023 preisbereinigt um 0,9 % und wuchs nominal um 7,2 % gegenüber 2022. Innerhalb der Gastronomie lag der Umsatz der Caterer preisbereinigt um 1,8 % und nominal um 12,1 % über dem Wert des Vorjahres.

- Spirituosen in Deutschland

(Quelle: BSI Aktuell Pressemitteilung Nr. 9/2024, 11.06.2024)

Während die Spirituosen im Jahr 2023 erneut zu den umsatzstarken Warengruppen im Lebensmittel-Einzelhandel (Distribution rund 76 %) - mit leicht positivem Umsatzergebnis (1,4 %) - zählten, sank die Nachfrage um 4 % im Vergleich zum Jahr 2022. Stabil blieben auch die weiteren Distributionskanäle wie Gastronomie, Fachhandel etc. (Distribution rund 24 %) im vergangenen Jahr. Der Pro-Kopf-Verbrauch von Spirituosen ging dabei um 0,1 Liter bzw. 1,9 % auf 5,1 Liter zurück. Auf dem deutschen Markt wurden 2023 rund 710 Millionen Flaschen à 0,7 Liter abgesetzt. Damit ist der deutsche Spirituosenmarkt weiterhin der größte innerhalb der EU (ca. 8 % Anteil).

In den letzten Jahren haben die zusätzlichen wirtschaftlichen Herausforderungen weltweit, in der EU, aber auch in Deutschland zu signifikanten Veränderungen bezüglich Rohstoffangeboten, Lieferketten, Energiepreisen und Inflation geführt. Auch im Jahr 2024 ist Deutschland von einer Normalisierung der wirtschaftlichen Lage noch weit entfernt. Insbesondere der Fachkräftemangel, die Preissteigerungen für Rohstoffe, Glas, Transport und die Energieversorgung als auch die umfassende Bürokratie beschäftigen die Spirituosenbranche weiterhin nachhaltig. Für die Mitglieder des BSI ist die Konsumentenstimmung dabei von besonderer Bedeutung. In Zeiten individueller werdender Wünsche ist es wichtig, auf die Bedürfnisse der Konsumenten/-innen einzugehen. Es sind dabei auch in Zukunft Kultur, Qualitätsbewusstsein, Markenpflege, Nachhaltigkeit und die Bereitschaft zu Innovationen für ein erfolgreiches unternehmerisches Handeln in der Spirituosenbranche unabdingbar.

- Spirituosen im Lebensmittelhandel

(Quelle: Nielsen Spirituosen-Gesamtmarkt LEH+DM+C&C 2023)

Laut Nielsen stieg der Spirituosenumsatz in 2023 um 1,3 % gegenüber dem Vorjahr. Das aktuelle Umsatz-Volumen liegt bei Mio. EUR 4.993. Das aktuelle Absatzvolumen liegt bei 534 Mio. Flaschen und liegt damit um 21,9 Mio. Flaschen (-3,9 %) unter dem Vorjahr.

Auf den Lebensmittel-Einzelhandel inkl. Aldi und Drogeriemärkte entfallen Mio. EUR 4.538 Umsatz, das sind rund 90,9 % des von Nielsen abgebildeten Umsatzes an Spirituosen.

Auch im Jahr 2023 zeigten sich im Lebensmittel-Einzelhandel unterschiedliche Entwicklungen bei den Segmenten für Spirituosen. Die nachfolgend genannten Entwicklungen gelten für den Lebensmittel-Einzelhandel, Drogeriemärkte und Cash & Carry.

Die Top 3 Spirituosen-Segmente im deutschen Handel und ihre Entwicklung:

- Süße Liköre sind weiterhin auf Platz 1 und mit 17,2 % bzgl. des Absatz-Marktanteils gegenüber dem Vorjahr weiter konstant.

- Wodka behauptet seine starke Position als zweitgrößtes Spirituosensegment mit 14,9 % AbsatzMarktanteil und hat gegenüber dem Vorjahr (2022: 14,2 %) ein leichtes Plus von +0,7 %-Punkten zu verzeichnen.

-Kräuterliköre belegen auch in 2023 Platz 3 mit einem Absatz-Marktanteil von 10,6 % (-1,0 %-Punkte vs. Vorjahr).

- Geschäftsverlauf

Nach mehrjährigem starkem Abwärtstrend in der Kategorie Weinbrand im deutschen Einzelhandel gewinnt diese 2023 0,6 % im Umsatz. Asbach gelingt in diesem schwierigen Umfeld ein weiteres Umsatzwachstum von 2,8 %. Damit ist Asbach mit 16,5 % Marktanteil weiterhin die Nr. 2 im deutschen Weinbrandmarkt hinter Chantré mit 45,6 %. Mariacron erreicht 8,4 % Marktanteil und liegt damit als Marktdritter deutlich hinter Asbach.

(Quelle: Nielsen Warengruppenübersichten LEH+DM+C&C MAT KW 52 2023)

Marketing

Die konsequente Optimierung des Markenauftritts in Verbindung mit korrespondierenden Marketingmaßnahmen wurde auch im Berichtsjahr fortgesetzt und trug weiterhin zur Revitalisierung und Stabilisierung der Marke Asbach bei. Wichtigstes Ziel war dabei weiterhin, neue und jüngere Verwender an die Marke Asbach heranzuführen und durch gesteigerte mentale Verfügbarkeit und Relevanz die Auswirkungen der Preiserhöhung abzufedern.

Die inhaltlich aus der Dachmarkenstrategie und Zielgruppendefinition abgeleiteten Media-, Kommunikations- und Kooperationsmaßnahmen sorgen für Reichweite und Kauferwägung in der Cola-Mix Verwenderschaft. Die Maßnahmen penetrieren die Dachmarke und etablieren somit sowohl das bestehende Portfolio als auch Neuprodukteinführungen und stellten sich wie folgt dar:

REICHWEITE DURCH STARKEN KANAL- UND MAßNAHMENMIX

- TV-Kooperation mit SevenOne Media: "Asbach Deutschlands bester Partykeller" mit Namenssponsoring der Sendung, Product Placement und eigenen TV Spots

- Asbach Uralt Festival Aktivierung mit Social Media Verlängerung u.a. auf dem Parookaville Festival in Weeze, Echelon Festival in Bad Aibling, BrassWiesn in Eching

- Kooperation mit Top Comedian Markus Krebs: Branded Content auf eigenen Plattformen sowie Plattformen des Künstlers

- Zusätzliche Aktivitäten auf Instagram und weiteren Plattformen mit reichweitenstarken Influencern

STÄRKUNG DES PREMIUMSORTIMENTS

- Nutzung des Premium Trends, gezielte Bewerbung der Premiumvarianten über digitale Kanäle / E-Commerce

Produktion

Das Produktionsvolumen der eigenen Brennerei am Standort Rüdesheim konnte im Berichtszeitraum im Vergleich zum Vorjahr deutlich erhöht werden. Mit der höheren Produktionsmenge wurde auf die rückläufigen Bestände reagiert, die sich durch den starken Absatz der Asbach Produkte in den Vorjahren ergeben.

Nach der schwierigen Situation auf dem Beschaffungsmarkt des Jahrgangs 2022 für Most und Wein konnten im Herbst 2023 die benötigten Bedarfe gedeckt werden. Insbesondere aus den deutschen Herkünften konnten wieder größere Mengen beschafft werden.

Die gute Mengensituation im französischen Charente-Gebiet konnte genutzt werden, um dort eine Partie Wein für die Rüdesheimer Brennerei zu beschaffen; seit der Wieder-Inbetriebnahme im Jahr 2013 war das der erste französische Wein, der hier gebrannt wurde.

Mit rund 200.000 lA lag man 33 % über der Produktionsmenge des Vorjahres. Die Brennkosten indes konnten gesenkt werden und lagen mit 52 ct/lA knapp 19 % unter dem Niveau des Vorjahres (64 ct/lA). Hierfür sind der höhere Ausstoß und die wieder gesunkenen Energiepreise verantwortlich.

Die eigenproduzierten Destillate tragen somit weiterhin zu einem wirtschaftlichen Wareneinsatz bei, da die zugekauften Weindestillate vergleichbarer Qualität teurer sind als die Destillate aus der eigenen Brennerei.

Die Asbach GmbH ist Hersteller eines Markenweinbrandes in Deutschland, der seine eigene Brennerei betreibt. Die hohe Fertigungstiefe, bestehend aus eigener Brennerei und eigener Fasslagerung, stellt nicht zuletzt die hohe Kompetenz unter Beweis, mit deren Hilfe die Asbach Produkte hergestellt werden.

Das Erlebnis für die Besucher des Asbach-Besucher-Centers ist hier mehr als nur ein positiver Nebeneffekt. Die in den Besucher-Rundgang integrierte Brennanlage ist Teil des einzigartigen Asbach- Marken-Erlebnisses.

- Ertragslage

Im Rahmen der Unternehmensführung nutzen wir ein kennzahlen- und werteorientiertes Steuerungssystem, um zeitnah und umfassend Informationen über die Entwicklung ausgewählter Indikatoren zu erhalten. Wichtige finanzielle Steuerungsgrößen (Leistungsindikatoren) sind für uns:

Ergebnis Vorjahr Plan 2023/2024 Ergebnis 2023/2024
Umsatzerlöse TEUR 17.930 TEUR 17.470 TEUR 14.838
Materialintensität inkl. Bestandsveränderung 50,3 % 53,4 % 46,7 %
Rohertrag TEUR 8.920 TEUR 8.205 TEUR 7.907
EBIT TEUR 1.482 TEUR 1.931 TEUR 3.609
EBITDA TEUR 2.576 TEUR 3.027 TEUR 4.681

Gegenüber dem Vorjahr hat sich der Umsatz um 17,2 % bzw. TEUR 3.092 verringert. Dieser Umsatzrückgang spiegelt nicht das Marktgeschehen wider, sondern ist durch einen Bestandsabbau bei unserem Distributor, der so nicht im Plan enthalten war begründet.

Der Betrieb im Asbach Besucher Center entwickelte sich im Berichtsjahr erfreulich. Mit Umsatzerlösen von rund TEUR 362 wurde das Vorjahr (TEUR 335) (in den obigen Umsatzerlösen enthalten) mit einem Plus von knapp 8 % übertroffen.

Die Abnahme der Ist-Materialintensität um 3,6 %-Punkte liegt hauptsächlich an den um 2,3 % niedrigeren Wareneinsatzkosten je abgesetzte Flasche sowie den um 13,2 % geringeren Aufwendungen für bezogene Leistungen aufgrund des niedrigeren Absatzes. Im Plan waren aufgrund der damaligen Preisentwicklung noch steigende Kosten enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen auf Vorjahresniveau.

Die sonstigen betrieblichen Erträge liegen um TEUR 570 über dem Vorjahr, da im Berichtsjahr höhere Auflösungen von Rückstellungen (TEUR +523) erfolgten.

Das EBIT liegt damit insgesamt um TEUR 2.127 über dem Vorjahr trotz der rückläufigen Umsatzerlöse. Das EBITDA liegt ebenfalls um TEUR 2.105 über dem Vorjahresniveau, der Plan konnte somit übertroffen werden. Zurückzuführen ist dies im Wesentlichen auf eine Auflösung der Pensionsrückstellungen aufgrund einer Anpassung an den nunmehr wieder prognostiziert niedrigeren Rententrend (Vorjahr: Zuführung).

Die Erträge aus Ergebnisübernahme belaufen sich auf TEUR 506 (Vorjahr: Aufwand TEUR 133). Die Zinsaufwendungen aus Pensionsverpflichtungen sind um TEUR 102 zurückgegangen, die Zinsen gegenüber verbundenen Unternehmen um TEUR 105.

Der Jahresgewinn beläuft sich auf TEUR 1.992 (Vorjahr: TEUR 738 Verlust).

- Vermögenslage

Bei einer Senkung der Bilanzsumme um 11,6 % und einem bis auf das Jahresergebnis unveränderten Eigenkapital ergibt sich eine Eigenkapitalquote von 10,4 %. Nach dem Gewinn von TEUR 1.992 beträgt das Eigenkapital TEUR 3.270. Die Bilanzsumme sinkt um TEUR 4.123 auf TEUR 31.545.

Die Veränderung der Bilanzsumme resultiert auf der Aktivseite aus einer Senkung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um TEUR 4.116 (hauptsächlich durch Forderungen an Gesellschafter bedingt durch die Verrechnung mit Verbindlichkeiten) sowie einer Minderung des Anlagevermögens um TEUR 940 aus Abschreibungen der Immateriellen Vermögensgegenstände von TEUR 646 sowie Abschreibungen der Sachanlagen von TEUR 426 bei Zugängen von TEUR 132 in den Sachanlagen. Der Posten für aktive latente Steuern senkt sich um TEUR 579, insbesondere aus Pensionsverpflichtungen.

Bilanzerhöhend wirkt sich eine Bestandserhöhung der Vorräte um TEUR 1.497 aus. Diese resultiert insbesondere aus einer Bestandserhöhung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse in Höhe von TEUR 1.397 sowie einer Bestandserhöhung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren um TEUR 100.

Auf der Passivseite zeigt sich der Rückgang der Bilanzsumme vor allem in den niedrigeren Pensionsrückstellungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern.

Die Kennzahl des Working Capital hat sich wie folgt entwickelt:

Working Capital = kurzfristiges Vermögen- kurzfristiges Fremdkapital 2023/ 2024 2022/ 2023 2021/ 2022 2020/ 2021 2019/ 2020
TEUR 8.751 7.491 6.140 10.029 12.677

Der Anstieg des Working Capital resultiert insbesondere aus der Zunahme der unfertigen Erzeugnisse und einer Abnahme der Forderungen und kurzfristigen Verbindlichkeiten.

- Finanzlage

Es bestehen keine Kreditlinien. Die laufende Finanzierung der Gesellschaft erfolgt - wie in den Vorjahren - im Wesentlichen über das Verrechnungskonto mit der Gesellschafterin.

- Chancen- und Risikobericht

- Risikomanagementziele und -methoden

Ein individuelles Risikomanagementsystem besteht für alle wesentlichen Bereiche der Gesellschaft.

Die Gesellschaft ist in den Unternehmensverbund der deutschen Underberg-Gruppe eingebunden. Hierdurch werden verschiedene Elemente des Risikomanagementsystems von Underberg auch für Asbach genutzt (z.B. IT, Personal, Vertrieb, Finanzen). Mit der Gesellschafterin werden risikorelevante Faktoren regelmäßig besprochen und dabei mögliche Schäden sowie deren Eintrittswahrscheinlichkeit berücksichtigt.

Die Gesellschaft erstellt monatliche Finanzreports, in denen das Geschäftsergebnis (Absatz/Umsatz) sowie die Kostenstruktur detailliert analysiert werden. Dabei erfolgt ein Vergleich sowohl zum Vorjahr als auch zum Plan des laufenden Geschäftsjahres. Auf diese Weise ist die Geschäftsführung in der Lage, Abweichungen kurzfristig zu erkennen und entsprechende Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

In der Produktion und Materialwirtschaft wird die gleichbleibende Produktqualität durch vorausschauenden Einkauf von Destillaten und deren Bestandsführung sowie durch Qualitätssicherungsmaßnahmen gewährleistet.

Ebenso wird die Entwicklung der eigenen Marken im Vergleich mit Wettbewerbsprodukten analysiert und Markenschutz betrieben.

- Risiken und Chancen

Die Gesellschaft ist verschiedenen branchen- und marktbezogenen Risiken ausgesetzt. Für uns resultieren Risiken vor allem aus dem Absatzmarkt. Durch einen zunehmenden Wettbewerb und den damit verbundenen Preisdruck könnte die Gesellschaft nicht in der Lage sein, ihre Produkte in der gewünschten Menge oder zu den gewünschten Konditionen zu verkaufen. Ebenso können sich Veränderungen des Verbraucherverhaltens auswirken. Die Gesellschaft ist als Markenartikelanbieter zudem dem üblichen Wettbewerbsrisiko, das ihr aus Handelsmarken erwächst, ausgesetzt, insbesondere dem Risiko, Marktanteile an Handelsmarken aufgrund des allgemeinen Preisdrucks zu verlieren. Daneben ist die Gesellschaft den branchenüblichen Produkthaftungsrisiken ausgesetzt.

Der Geschäftserfolg ist auch von dem Bestehen von Vertriebsverträgen und der Leistungsfähigkeit der Vertragspartner in der Distributionsschiene abhängig. Dies schließt insbesondere das grundsätzlich bestehende Risiko des Ausfalls der Gesellschafterin als exklusivem Distributor unserer Produkte ein.

Auf der Beschaffungsseite können Risiken vor allem aus den bei natürlichen Rohstoffen üblichen, jahrgangsbedingten Preisschwankungen resultieren.

Die im Zuge des im Februar 2022 begonnenen Ukraine-Kriegs stark gestiegenen Energiepreise haben sich zwischenzeitlich wieder normalisiert, so dass sich hier aktuell keine Risiken ergeben.

Die Auswirkungen auf die Ertragslage der Gesellschaft werden von der Geschäftsführung laufend analysiert und es werden bei Bedarf Gegenmaßnahmen eingeleitet, sofern dies möglich ist.

Es können sich Finanzierungsrisiken ergeben, soweit notwendige Finanzierungslinien nicht eigenständig kontrahiert werden können.

Chancen können sich aus der Erschließung neuer Marktsegmente ergeben oder aus Veränderungen des Verbraucherverhaltens.

Gesamtaussage zur Risikosituation der Gesellschaft

Neben den beschriebenen Auswirkungen haben sich nach den vorliegenden Informationen aus dem zuvor beschriebenen Risikomanagementsystem keine bestandsgefährdenden oder sonstigen Risiken mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft ergeben.

- Prognosebericht

Der Ausblick für das kommende Geschäftsjahr ist, nach einem Absatz- und Umsatzrückgang im Berichtsjahr, wieder optimistischer, da wir davon ausgehen, dass Weinbrand im deutschen Einzelhandel im Umsatz stabil bleibt und unser Distributor seine Bestände konstant hält.

Die im Jahr 2020/2021 begonnene neue Markenausrichtung und Kampagnenidee wurde im Jahr 2022/2023 sowie 2023/2024 mit gesteigerten Werbeinvestitionen unterstützt und sorgt unmittelbar für Absatzzuwächse in Handel und Gastronomie. Die genannten Marketing Mix-Maßnahmen werden im Geschäftsjahr 2024/2025 wiederholt bzw. weiter ausgebaut und intensiviert. So wird u.a. die Event- und Festivalaktivierung durch den Einsatz eines aufwendigen mobilen Promotionmoduls hochgefahren.

Es wird mit einer Absatzsteigerung um 8,9 % von 3,37 Mio. auf 3,67 Mio. Flaschen (0,7-Liter) gerechnet und daraus resultierend mit folgenden Finanz-Kennzahlen (Leistungsindikatoren):

Plan 2024/2025
Umsatzerlöse TEUR 16.043
Materialintensität inkl. Bestandsveränderung % 48,1
Rohertrag TEUR 8.328
EBIT TEUR 2.436
EBITDA TEUR 3.505

Die Geschäftsführung erwartet einen mengenbedingten Umsatzanstieg von 8,2 % auf TEUR 16.043, bei einer durch höhere Materialkosten steigenden Materialintensität von 48,1 %. Der Rohertrag wird dadurch mengenbedingt auf TEUR 8.328 steigen. Im kommenden Jahr wird trotzdem eine Reduzierung des EBITDA um 25,0 % auf TEUR 3.505 erwartet, da kein Sondereffekt aus der Auflösung der Pensionsrückstellungen erwartet wird.

 

Rüdesheim am Rhein, den 28. Juni 2024

Christopher Dellee

Thomas Mempel

Michael Söhlke

Anhang für das Geschäftsjahr 2023/2024

Asbach GmbH, Rüdesheim am Rhein

Asbach GmbH, Taunusstr. 1-3, 65385 Rüdesheim am Rhein; Amtsgericht Wiesbaden; Handelsregisternummer: HRB 20202.

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs sowie den ergänzenden Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit wurden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, größtenteils im Anhang aufgeführt.

- Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Maßgebend für die Erstellung dieses Jahresabschlusses waren unverändert die folgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden:

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungskosten aktiviert und entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen reduziert. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der degressiven oder linearen Methode ermittelt.

Die Nutzungsdauern im Anlagevermögen betragen:

Jahre
Markenrechte 25
Übrige immaterielle Vermögensgegenstände 3
Bauten auf eigenen und fremden Grundstücken 20-40
Technische Anlagen und Maschinen 7-20
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3-15

Zugänge immaterieller Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden beginnend im Monat der Anschaffung abgeschrieben.

Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis EUR 1.000,00 wurden direkt aufwandswirksam erfasst.

Finanzanlagen werden zu den Anschaffungskosten aktiviert und bereits bei vorübergehender Wertminderung außerplanmäßig abgeschrieben.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren erfolgt zu den Anschaffungskosten nach der gleitenden Durchschnittsmethode bzw. zu einem entsprechend niedrigeren Marktpreis zum Bilanzstichtag.

Unfertige und fertige Erzeugnisse sind mit den Herstellungskosten angesetzt, wobei die direkt zurechenbaren Kosten sowie die anteiligen Material- und Fertigungsgemeinkosten berücksichtigt sind. Auf die Ausübung des Wahlrechts zur Aktivierung angemessener Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie angemessener Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung wurde verzichtet.

Dem strengen Niederstwertprinzip gemäß § 253 Abs. 4 HGB wird durch Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert Rechnung getragen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert angesetzt.

Die liquiden Mittel sind zum Nominalwert angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert bilanziert.

Die Bewertung der Pensionsrückstellungen zum 31. März 2024 erfolgt nach der projizierten Einmalbetragsmethode (Projected-Unit-Credit-Methode). Dabei wurden als Rechnungszins der durchschnittliche Marktzinssatz der letzten zehn Jahre (Bundesbankzins), der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt, von 1,83 % (Vorjahr: 1,79 %) gemäß RückAbzinsV sowie für Rentenanpassungen 2,2 % p.a. (Vorjahr 2,2 % p.a.) sowie die Richttafeln 2018 G der Heubeck AG, Köln, zugrunde gelegt. Die Dynamik der Anpassung der laufenden Renten wird um eine zusätzliche einmalige Anhebung ergänzt, die im Geschäftsjahr entgegen den konservativen Erwartungen des Vorjahres (8 %) auf 4 % verringert wurde. Der in der Rückstellungsdotierung enthaltene Zinsanteil wird im Zinsergebnis ausgewiesen. Der Unterschiedsbetrag zum durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten sieben Jahre zu den zur Bewertung herangezogenen letzten zehn Jahren beträgt TEUR 51 (Vorjahr: TEUR 572).

Die übrigen sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

Latente Steuern werden für zeitliche, sich in der Zukunft voraussichtlich umkehrende Differenzen zwischen den handels- und steuerrechtlichen Bilanzansätzen gebildet, soweit dies nach § 274 HGB zulässig bzw. geboten ist. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit einem unternehmensindividuellen Steuersatz von 29,5 % (Vorjahr: 28,8 %). Gemäß dem Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 3 HGB werden die latenten Steuern nicht saldiert ausgewiesen.

Aufwendungen bzw. Erträge aufgrund der Veränderung des Rechnungszinses für langfristige Rückstellungen nach der RückAbzinsV - bei der Gesellschaft ausschließlich betreffend die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen - werden als sonstige Zinsaufwendungen oder sonstige Zinserträge in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.

- Erläuterungen zur Bilanz

Aktiva

Anlagevermögen

Im beigefügten Anlagengitter (Anlage zum Anhang) ist die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens dargestellt.

Die im Geschäftsjahr 2012/2013 zurückerworbenen Asbach-Markenrechte werden über eine 25-jährige Nutzungsdauer abgeschrieben. Der Buchwert beträgt zum Stichtag TEUR 8.587 (Vorjahr: TEUR 9.227).

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 1.747 (Vorjahr: TEUR 5.863) haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen Gesellschafter und solche gegen verbundene Unternehmen betreffen wie im Vorjahr Liefer- und Leistungsforderungen.

Aktive latente Steuern

Die aktiven latenten Steuern resultieren in Höhe von TEUR 2.737 (Vorjahr: TEUR 3.316) aus Bewertungsdifferenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz bei Pensionsrückstellungen.

Passiva

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert zum Vorjahr TEUR 1.500.

Rückstellungen

In den sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 269 (Vorjahr: TEUR 149) sind im Wesentlichen Verpflichtungen aus ausstehenden Eingangsrechnungen in Höhe von TEUR 265 (Vorjahr: TEUR 145) enthalten.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und gegenüber Gesellschafter betreffen wie im Vorjahr ausschließlich Liefer- und Leistungsverbindlichkeiten.

Verbindlichkeitsspiegel

Restlaufzeit
Art der Verbindlichkeit gesamt
TEUR
bis 1 Jahr
TEUR
über 1 Jahr
TEUR
davon über 5 Jahre
TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0 0 0
Vorjahr: 0 0 0 0
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 694 694 0 0
Vorjahr: 400 400 0 0
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.345 4.345 0 0
Vorjahr: 4.965 4.965 0 0
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 0 0 0 0
Vorjahr: 3.643 3.643 0 0
5. Sonstige Verbindlichkeiten 25 25 0 0
Vorjahr: 21 21 0 0
- davon aus Steuern 6 6 0 0
Vorjahr: 4 4 0 0
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 16 16 0 0
Vorjahr: 3 3 0 0
Summe 5.064 5.064 0 0
Vorjahr: 9.029 9.029 0 0

Passive latente Steuern

Die passiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 2.531 (Vorjahr: TEUR 2.655) resultieren aus einem Unterschiedsbetrag zwischen der Steuer- und der Handelsbilanz aus der Übertragung der Markenrechte.

- Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse sind im Berichtsjahr mit TEUR 14.838 (Vorjahr: TEUR 17.930) vollständig im Inland erzielt worden. Der Vertrieb wird über den exklusiven Distributor Semper idem Underberg AG vorgenommen.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge (TEUR 930; Vorjahr: TEUR 361) beinhalten vor allem Erträge aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen (TEUR 814; Vorjahr: TEUR 291). Diese entfallen hauptsächlich auf Erträge aus der Auflösung von Pensionsrückstellungen (TEUR 805; Vorjahr: TEUR 0).

Es bestehen wie im Vorjahr keine Erträge aus der Fremdwährungsumrechnung.

Materialaufwand

Der Materialaufwand ist von TEUR 6.495 auf TEUR 8.328 gestiegen und beinhaltet Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren in Höhe von TEUR 6.341 sowie für bezogene Leistungen in Höhe von TEUR 1.987.

Personalaufwand

Der Personalaufwand beinhaltet Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 1.892).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (TEUR 4.403; Vorjahr: TEUR 4.428) enthalten im Wesentlichen Vertriebskosten und Werbekosten (TEUR 2.956; Vorjahr: TEUR 3.123).

Es bestehen wie im Vorjahr keine Aufwendungen aus der Fremdwährungsumrechnung.

Finanzergebnis

Zinserträge aus verbundenen Unternehmen sind in Höhe von TEUR 4 (Vorjahr: TEUR 142) aufgrund von Nachberechnungen für Vorjahre angefallen. Davon entfallen auf die Gesellschafterin TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 142).

Die Erträge (Vorjahr: Aufwendungen) aus Ergebnisübernahme beinhalten das Ergebnis per 31. März 2024 der Tochtergesellschaft Rüdesheimer Spirituosenverbund GmbH, Rüdesheim, welches aufgrund eines abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrags an die Gesellschaft abgeführt wird.

Die Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 741 (Vorjahr: TEUR 951) entfallen mit TEUR 306 (Vorjahr: TEUR 369) auf Zinsen aus der Aufzinsung von Rückstellungen für Pensionen.

Darüber hinaus sind in den Zinsaufwendungen Zinsen an verbundene Unternehmen (TEUR 432; Vorjahr: TEUR 537) enthalten.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag setzen sich wie folgt zusammen:

TEUR
Ertragsteuern
Körperschaftsteuer inkl. Solidaritätszuschlag 195
Gewerbesteuer 166
Periodenfremde Ertragsteuern 63
Latente Steuern 580
Veränderung aktive latente Steuern
Veränderung passiver latenter Steuern -124
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 880

- Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen:

fällig innerhalb eines Jahres
TEUR
Gesamt
TEUR
Aus Werbe- und Liefervertrag 24 24

Abschlussprüferhonorar

Auf die Angabe des vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechneten Gesamthonorars nach § 285 Nr. 17 HGB wurde verzichtet, da die Angabe im offenzulegenden Konzernabschluss erfolgt.

Haftungsverhältnisse

Mithaftung aus einer Grundschuld auf die Grundstücke der Asbach für eine Kontokorrentlinie (TEUR 3.250) der Semper idem Underberg AG, Rheinberg.

Geschäftsführer im Geschäftsjahr und bis zur Aufstellung waren die Herren:

- Christopher Dellee, Mainz, produktionstechnischer Geschäftsführer

- Michael Söhlke, Moers, Vorstand der Muttergesellschaft

- Thomas Mempel, Neukirchen-Vluyn, Vorstand der Muttergesellschaft

Die Angabe über die Gesamtbezüge des Geschäftsführungsorgans wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB unterlassen.

In der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr im Durchschnitt drei Angestellte (Vorjahr: drei) und wie im Vorjahr keine gewerblichen Mitarbeiter beschäftigt.

Beteiligungsverhältnisse

Name und Sitz der Gesellschaft Anteil am Kapital
%
Eigenkapital
TEUR
Ergebnis 2023/2024
TEUR
Rüdesheimer Spezialitäten GmbH, Rüdesheim am Rhein 100 -5 -2
Rüdesheimer Spirituosenverbund GmbH, Rüdesheim 100 100 0

Die Asbach GmbH, Rüdesheim am Rhein, ist ein verbundenes Unternehmen der Semper idem Underberg AG, Rheinberg. Sie wird in den Konzernabschluss der Semper idem Underberg AG, Rheinberg, (kleinster und größter Konzernkreis) einbezogen. Der Konzernabschluss der Semper idem Underberg AG, Rheinberg, wird im Unternehmensregister veröffentlicht.

Die Gesellschaft selbst ist aufgrund der größenabhängigen Befreiungsvorschrift des § 293 Abs. 1 HGB nicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet.

- Ereignisse nach dem Stichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von wesentlicher Bedeutung sind, haben sich nach dem Abschlussstichtag nicht ereignet.

- Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresgewinn von TEUR 1.992 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Rüdesheim am Rhein, den 28. Juni 2024

Christopher Dellee

Michael Söhlke

Thomas Mempel

Der Jahresabschluss mit Bilanz und G+V wurde am 04.07.2024 festgestellt.

Entwicklung des Anlagevermögns im Geschäftsjahr 2023/2024

Asbach GmbH, Rüdesheim am Rhein

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Stand am 1.4.2023
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Stand am 31.3.2024
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 20.115.694,27 0,00 0,00 20.115.694,27
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 11.945.608,47 29.782,92 9.645,99 11.985.037,38
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.813.009,82 0,00 0,00 4.813.009,82
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.319.416,33 91.353,91 11.258,84 2.422.029,08
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 20.904,83 10.670,00 -20.904,83 10.670,00
19.098.939,45 131.806,83 0,00 19.230.746,28
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 127.500,00 0,00 0,00 127.500,00
2. Beteiligungen 1.000,00 0,00 0,00 1.000,00
128.500,00 0,00 0,00 128.500,00
39.343.133,72 131.806,83 0,00 39.474.940,55
kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.4.2023
EUR
Zugänge
EUR
Stand am 31.3.2024
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 10.881.598,27 645.859,00 11.527.457,27
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.685.002,35 258.832,91 7.943.835,26
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.907.082,82 114.357,00 4.021.439,82
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.030.601,33 53.105,75 2.083.707,08
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
13.622.686,50 426.295,66 14.048.982,16
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00
24.504.284,77 1.072.154,66 25.576.439,43
Nettobuchwerte
Stand am 31.3.2024
EUR
Vorjahr
TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 8.588.237,00 9.234
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.041.202,12 4.260
2. Technische Anlagen und Maschinen 791.570,00 906
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 338.322,00 289
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 10.670,00 21
5.181.764,12 5.476
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 127.500,00 128
2. Beteiligungen 1.000,00 1
128.500,00 129
13.898.501,12 14.839

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Asbach GmbH, Rüdesheim am Rhein

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Asbach GmbH, Rüdesheim am Rhein, - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Asbach GmbH, Rüdesheim am Rhein, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 28. Juni 2024

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Nicole Meyer, Wirtschaftsprüferin

Dirk Becker, Wirtschaftsprüfer

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2 nahegelegene Organisationen

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