Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 140451
Eingetragen
1.7.1997
Branche
Großhandel mit kosmetischen Erzeugnissen und KörperpflegemittelnGroßhandel mit Lederwaren, Reisegepäck, Geschenk- und WerbeartikelnGroßhandel mit Uhren und Schmuck
Gegenstand
Import, Handel, Vertrieb, Verkauf, Veräußerung, Einzel- und Großhandel von Produkten, sowohl mit als auch ohne die Gucci Marke, insbesondere der Handel und Verkauf von Uhren und Büchern ebenso wie der Handel mit Textilprodukten aller Art, Accessoires, Lederprodukten, Juwelen, Parfums, Kosmetika, Sonnenbrillen, Wohnungseinrichtung und -ausstattung jeder Art einschließlich Raumtextilien, Tapeten und Keramiken.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Gian Luca De Ficchy
seit 16.4.2026
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Raffaella Santoro
seit 8.7.2024
Geschäftsführer
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Kering Holland N.V.NLD
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Kering Holland N.V.
Netherlands
26.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

GG Luxury Goods GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

1. Unternehmensgrundlagen

1.1 Geschäftsmodell

1.2 Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

1.3 Mitarbeiter

1.4 Forschung und Entwicklung

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen

2.2 Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1 Bericht über die Chancen der Gesellschaft

3.2 Bericht über die Risiken der Gesellschaft

3.3 Prognosebericht

I. Unternehmensgrundlagen

1.1 Geschäftsmodell

Im Jahre 1921 in Florenz gegründet, ist Gucci innerhalb des Luxussektors eine der führenden Marken für Design und Mode.

Der Geschäftszweck der GG Luxury Goods GmbH ist der Import, Handel, Vertrieb und Verkauf der Gucci-Marke, insbesondere der Handel und Verkauf von Uhren ebenso wie der Handel mit Textilprodukten aller Art, Accessoires, Lederprodukten, Juwelen, Parfums, Kosmetika, Sonnenbrillen, Wohnungseinrichtung und -ausstattung jeder Art einschließlich Raumtextilien, Tapeten und Keramiken.

„Made in Italy“ ist ein wesentlicher Bestandteil der Firmenphilosophie von Gucci und weit mehr als nur ein Werbeslogan oder ein Herstellernachweis. Es handelt sich um eine Unternehmenskultur, um ein Know-how, das über Generationen hinweg aufgebaut wurde, und um ein Leitbild, auf dessen Grundlage Gucci zu einem der attraktivsten Modehäuser der Welt geworden ist.

Die GG Luxury Goods GmbH ist eine 100 %-ige Tochtergesellschaft der Kering Holland NV, Amsterdam (Niederlande), die wiederum in den Konzernabschluss der Kering S.A., Paris (Frankreich), einbezogen wird.

Der Verkauf der Modeartikel erfolgte wie im Vorjahr in 11 eigenen Ladengeschäften in Berlin, Hamburg, Frankfurt, Düsseldorf, Stuttgart und in München. Zusätzlich gab es Outletfilialen in Metzingen und Ingolstadt sowie einen Direktvertrieb von Uhren.

1.2 Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Finanzielle Leistungsindikatoren

Zur internen Steuerung werden als finanzielle Leistungsindikatoren die Umsatzerlöse, das EBT und die Rohmarge herangezogen.

Die Umsatzerlöse resultieren im Wesentlichen aus den Einnahmen des Kerngeschäfts. Das EBT entspricht dem Gewinn vor Steuern. Die Rohmarge spiegelt den prozentualen Anteil der Umsatzerlöse nach Abzug des Wareneinsatzes und des Personalaufwands zu den erzielten Umsätzen wider.

Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Nicht finanzielle Indikatoren werden nicht zur internen Steuerung herangezogen.

1.3 Mitarbeiter

Die Gesellschaft beschäftigte 293 Mitarbeiter zum Stichtag 31. Dezember 2022. Zum 31. Dezember 2021 betrug der Personalbestand 294 Mitarbeiter.

1.4 Forschung und Entwicklung

Als Teil des Kering-Konzerns und reine Vertriebsgesellschaft hat das Unternehmen in Deutschland keine Aufwendungen für Forschung und Entwicklung. Die Verantwortung für Forschung und Entwicklung liegt bei einer Schwestergesellschaft in Italien, beim Lizenzträger sowie beim Mutterkonzern.

II. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen

Im Jahr 2022 stieg das BIP um 1,9 % im Vergleich zum Vorjahr1.

Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2022 geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine und den extremen Energiepreiserhöhungen2 sowie einem starken Anstieg der Inflationsrate.

Hinzu kamen verschärfte Material- und Lieferengpässe, massiv steigende Preise, insbesondere für Nahrungsmittel sowie der Fachkräftemangel- und die andauernde, wenn auch im Jahresverlauf nachlassende Corona-Pandemie. Trotz dieser nach wie vor schwierigen Bedingungen konnte sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 insgesamt gut behaupten3. Das BIP stieg im Vergleich zum Vorjahr um 1,9 %4.

Die Einzelhandelsunternehmen in Deutschland haben im Jahr 2022 nach Erhebungen des Statistischen Bundesamtes real (preisbereinigt) 0,6 % weniger und nominal (nicht preisbereinigt) 7,8 % mehr umgesetzt als im Vorjahr5. Während die realen Umsätze im ersten Halbjahr 2022 gegenüber dem 1. Halbjahr 2021 noch um 3,1 % stiegen, waren sie in der zweiten Jahreshälfte mit einem Minus von 4,1 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum deutlich rückläufig6. Ursächlich für den realen Umsatzeinbruch im Jahr 2022 dürften in erster Linie die deutlich gestiegenen Verbraucherpreise unter anderem für Lebensmittel und Energie sein. Zudem hatte der deutsche Einzelhandel im Jahr 2021 noch einen Rekordumsatz erwirtschaftet7.

Die realen Umsätze im Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 2,0 %8. Damit erzielte der Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln den bisher höchsten Jahresumsatz seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 19949. Dabei verzeichnete der Einzelhandel mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren unter allen erfassten Einzelhandelsbranchen mit einem Plus von real 27,0 % den größten Umsatzzuwachs zum Vorjahr10. Trotz dieses starken Zuwachses konnte die Branche die Corona-bedingten Verluste der beiden Vorjahre noch nicht vollständig wettmachen. Die Umsätze im Einzelhandel mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren lagen im Jahr 2022 mit einem Minus von real 7,6 % noch immer deutlich unter dem Niveau des Jahres 201911.

1 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2023/01/PD23_020_811.html
2 Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 20 vom 13. Januar 2023.
3 Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 20 vom 13. Januar 2023.
4 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2023/01/PD23_020_811.htm
5 Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 39 vom 31. Januar 2023.
6 Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 39 vom 31. Januar 2023.
7 Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 39 vom 31. Januar 2023.
8 Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 39 vom 31. Januar 2023.
9 Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 39 vom 31. Januar 2023.

10 Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 39 vom 31. Januar 2023.

11 Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 39 vom 31. Januar 2023.

Die Verbraucherpreise in Deutschland haben sich im Jahresdurchschnitt 2023 um 5,9 % gegenüber 2022 erhöht12. Die Inflationsrate für 2023 fiel mit knapp 6 % damit geringer aus als im Jahr zuvor, als diese +6,9 % einen historischen Höchststand verzeichnete13.

Die Teuerung für das Jahr 2023 wurde, wie im vorangegangenen Jahr, von den Auswirkungen der Kriegs- und Krisensituation beeinflusst, die die Preisentwicklung auf allen Wirtschaftsstufen prägte14. Zudem zeigten sich im Jahresverlauf in den monatlichen Inflationsraten auf der Verbraucherebene Sondereffekte auch infolge der umgesetzten Entlastungsmaßnahmen. So milderten die Entlastungsmaßnahmen die Teuerung von Energie im Jahresverlauf 2023 wie bereits im Vorjahr 2022 teilweise ab. Die Energieprodukte verteuerten sich daher 2023 gegenüber dem Vorjahr lediglich um 5,3 %, nach einem enormen Anstieg um 29,7 % im Jahr 202215. Waren insgesamt verteuerten sich im Jahresdurchschnitt 2023 gegenüber 2022 um 7,3 %. Die Preise für Verbrauchsgüter erhöhten sich um +8,8 %16. Die Preise für Bekleidung und Schuhe erhöhten sich um 3,7 % gegenüber dem Jahresdurchschnitt 202217.

Der Einzelhandel in Deutschland hat nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Jahr 2024 real (preisbereinigt) 1,1 % und nominal (nicht preisbereinigt) 2,5 % mehr Umsatz erwirtschaftet als im Jahr 202318. Das erste vorliegende reale Jahresergebnis liegt damit 0,2 Prozentpunkte unter der am 8. Januar 2025 veröffentlichten Schätzung, die bereits die zu erwartenden Nachmeldungen zum Weihnachtsgeschäft berücksichtigte19. Nachdem die reale Umsatzentwicklung im Einzelhandel im 1. Halbjahr 2024 gegenüber dem Vorjahreszeitraum rückläufig war (-0,5 %), wuchsen die realen Umsätze im 2. Halbjahr 2024 im Vorjahresvergleich um 2,6 %. Gegenüber dem Jahr 2021, als der Einzelhandel den bisher höchsten Umsatz seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 1994 erzielte, lag der Jahresumsatz 2024 nach den vorläufigen Ergebnissen um 2,9 % niedriger und nominal um 12,9 % höher20. Im Vergleich zum Vor-Corona-Niveau des Jahres 2019 erzielte der Einzelhandel 2024 einen real um 2,3 % und nominal um 22,8 % höheren Umsatz.

12 Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 020 vom 16. Januar 2024.
13 Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 020 vom 16. Januar 2024.
14 Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 020 vom 16. Januar 2024.
15 Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 020 vom 16. Januar 2024.
16 Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 020 vom 16. Januar 2024.
17 Verbraucherpreisindex für Deutschland Dezember 2023; Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 020 vom 16. Januar 2024.
18 Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 040 vom 31. Januar 2025.
19 Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 040 vom 31. Januar 2025.
20 Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 040 vom 31. Januar 2025.

2.2 Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

Umsatz

Dem gesamtwirtschaftlichen Trend beim Einzelhandel folgend und aufgrund der Lockerungen bei den Corona-Auflagen im Vergleich zum Vorjahr konnten wie prognostiziert die Umsätze im Berichtsjahr auf TEUR 176.621 gegenüber dem Vorjahr in Höhe von TEUR 113.292 gesteigert werden.

Diese Entwicklung spiegelte sich bei den Verkaufszahlen in sämtlichen Standorten wider.

Umsatz 2022 Umsatz 2021 Differenz Differenz
TEUR TEUR TEUR %
München/Ingolstadt 36.384 21.920 14.464 66 %
Berlin 22.726 18.618 4.108 22 %
Frankfurt 16.589 8.996 7.593 84 %
Düsseldorf 14.437 7.936 6.501 82 %
Schleswig-Holstein/ Hamburg 11.864 7.244 4.620 64 %
Metzingen/Stuttgart 25.142 13.001 12.141 93 %
Digital Konzession 37.950 25.703 12.247 48 %
Inlandsumsätze 165.092 103.418 61.674 60 %
Auslandsumsätze 11.529 9.874 1.655 17 %
Gesamtumsätze 176.621 113.292 63.329 56 %

Unter dem Begriff „Digital Konzession“ sind die Umsätze aus der Zusammenarbeit mit führenden Online-Plattformen auf Kommissionsbasis wiedergegeben. Im Berichtsjahr erhöhten sich diese auf TEUR 37.950 gegenüber TEUR 25.703 im Vorjahr.

Gegenüber dem Vorjahr erhöhte sich auch die Zahl der Auslandsumsätze um 17 % von TEUR 9.874 auf TEUR 11.529. Wie im Vorjahr handelte es sich bei den Auslandsumsätzen um Verkäufe innerhalb der Unternehmensgruppe (Intercompany-Umsätze). Diese beinhalten Verkäufe von Waren an europäische Schwestergesellschaften oder Rückkäufe der Produktionsgesellschaft.

Aufwand

Die Aufwendungen für Waren stiegen im Berichtsjahr auf TEUR 96.763 (Vj. TEUR 58.748) und betrugen 55 % (Vj. 52 %) der Umsatzerlöse. Der Anstieg der Aufwendungen für Waren ist wie in den Vorjahren auf die konzerninterne Steuerung der Verrechnungspreise zurückzuführen.

Der übrige Aufwand setzt sich nach Aufwandsart und Größe wie folgt zusammen:

2022 2021 Diff. Diff.
TEUR TEUR TEUR %
1 Personal 15.018 13.017 2.001 15%
2 Miete/Raumkosten 14.768 11.667 3.101 27%
3 Abschreibung 2.245 2.425 -180 -7%
4 Werbung 3.730 4.003 -273 -7 %
5 Wartung/Sicherheit 877 741 136 18%
6 Beratung 991 905 86 10%
7 Reisekosten 983 413 570 138 %
8 Zinsen 8 13 -5 -38 %
9 IC Recharges/Lizenzen 8.272 3.039 5.233 172 %
10 Verpackung und Transport 1.366 2.160 -794 -37 %
11 Telekommunikation 523 450 73 16%
12 Allg. Verwaltung 3.292 13.455 -10.163 -76 %
13 Sonstige 16.320 1.618 14.702 909 %
Total 68.393 53.906 14.487 27%

Die nach dem Wareneinsatz betragsmäßig größte Aufwandsposition „Personal“ erhöhte sich aufgrund der wieder normalen Öffnungszeiten an den Standorten gegenüber dem Vorjahr um 15 %.

Der Anstieg der Aufwendungen für Miete und Raumkosten in Höhe von 27 % ist wie im Vorjahr darauf zurückzuführen, dass die tatsächlich zu bezahlende Miete zu einem bestimmten Umfang an die Höhe des Umsatzes gekoppelt ist. Der Umsatzanstieg führte daher wie im Vorjahr zu steigenden Mieten.

Der Anstieg der Reisekosten in Höhe von 138 % gegenüber dem Vorjahr ist auf die Lockerungen der Corona-Beschränkungen und der damit einhergehenden Normalisierung des Reisebetriebs zurückzuführen.

Gleiches gilt für die Ausgaben für Wartung und Sicherheit. Infolge des Wegfalls der Coronabedingten Filialschließungen stiegen diese gegenüber dem Vorjahr um 18 %.

Die Abschreibungen in Höhe von TEUR 2.245 bewegten sich nahezu unverändert auf dem Niveau des Vorjahres (TEUR 2.425).

Der Umsatzanstieg führte im Berichtsjahr zu einem Anstieg der Konzernweiterbelastungen und ist mit TEUR 8.272 (Vj. TEUR 3.039) im Vergleich zum Vorjahr um 172 % höher ausgefallen.

Die Weiterbelastungen ergaben sich wie auch im Vorjahr aus der Inanspruchnahme von Dienstleistungen im Bereich der Telekommunikation, des Marketings, der operativen Leitung sowie der Ausgestaltung der Verkaufsräume.

EBT und Rohmarge

Infolge des Umsatzanstiegs konnte das EBT gesteigert werden.

Das Geschäftsjahr 2022 schloss mit einem EBT in Höhe von TEUR 11.575 (Vj. TEUR 3.715), was einem prozentualen Anstieg von 212 % entspricht. Die Rohmarge behauptete sich bei 36,7 % (Vj. 36,7 %).

Finanz- und Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist im Vergleich zum Vorjahr auf TEUR 117.138 (Vj. TEUR 98.221) gestiegen. Auf der Aktivseite ist dies hauptsächlich auf die stark gestiegenen Positionen „Vorräte“ und „Forderungen gegen verbundene Unternehmen“ und die Abgrenzung der Zahlung an den Vormieter eines Stores zurückzuführen. Auf der Passivseite resultiert dies neben dem überschussbedingten Anstieg des Eigenkapitals aus dem Anstieg der Position „Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen".

Das Anlagevermögen betrug 8 % der Bilanzsumme, was einem Rückgang um 1%-Punkt gegenüber dem Vorjahreswert von 9 % entspricht. Entsprechend veränderte sich mit 84,7 % (Vj. 91,2 %) der Anteil des Umlaufvermögens an der Bilanzsumme gegenüber dem Vorjahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bildeten hierbei zum Ende des Berichtsjahres einen Anteil von 46 % der Bilanzsumme (Vj. 29 %).

Das Eigenkapital beträgt TEUR 51.081 (Vj. TEUR 43.303). Die Eigenkapitalquote beträgt 44 % (Vj. 44 %) und ist damit aufgrund der Ausweitung der Bilanzsumme unverändert gegenüber dem Vorjahr.

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 52.775 (Vj. TEUR 43.227) handelt es sich um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Die Steuerrückstellungen in Höhe von TEUR 2.843 (Vj. TEUR 925) betreffen die Gewerbesteuer und Körperschaftsteuer für das Berichtsjahr.

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 5.481. (Vj. TEUR 4.596) wurden im Wesentlichen für ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 3.038 (Vj. TEUR 2.252), für Rückbaumaßnahmen in Höhe von TEUR 367 (Vj. TEUR 347), für Urlaub und sonstige Personalkosten in Höhe von TEUR 1.863 (Vj. TEUR 1.706) gebildet.

Rückstellungen für Rückbaumaßnahmen werden wie auch im Vorjahr in angemessenem Umfang über die Laufzeit des Mietvertrags gebildet.

Investitionen und Vorräte

Das Vorratsvermögen erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 4.549, was einem prozentualen Anstieg von 15 % entspricht. Diese Erhöhung ist auf die gestiegene Umsatzentwicklung innerhalb des Berichtsjahres sowie die gestiegene Umsatzerwartung für die Folgemonate zurückzuführen. Die Entwicklungen der einzelnen Warengruppen sind der folgenden Übersicht zu entnehmen.

Vorräte nach Warengruppen:

Warengruppen 31.12.2022 31.12.2021 Abweichung
TEUR TEUR TEUR %
Oberbekleidung 10.154 8.151 2.003 25
Schuhe 8.432 6.813 1.619 24
Taschen 7.723 7.543 180 2
Kleinlederwaren 3.999 3.668 331 9
Schmuck und Uhren 1.635 1.116 519 47
Sonstiges 1.975 2.078 -103 -5
33.918 29.369 4.549 15

Liquidität

Die Gesellschaft war jederzeit in der Lage, ihre Zahlungsverpflichtungen gegenüber Dritten zu erfüllen.

Langfristige Verpflichtungen, die eine Gefährdung der Zahlungsfähigkeit ergeben könnten, wurden nicht eingegangen.

Die Gesellschaft verfügt zum Stichtag 31.12.2022 über liquide Mittel in Höhe von TEUR 617 (Vj. TEUR 1.126). Die Gesellschaft ist keinem Zinsrisiko ausgesetzt. Es bestehen keine Bankverbindlichkeiten.

Zusammenfassung Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

Insgesamt betrachtet die Geschäftsführung den Geschäftsverlauf und die Lage des Unternehmens als zufriedenstellend.

Die im Lagebericht 2021 dargestellten vorläufigen Ist-Zahlen für die Umsatzerlöse sind im Jahr 2022 erreicht worden. Die vorläufigen Ist-Zahlen für das EBT und die Rohmarge wurden im Geschäftsjahr 2022 leicht unterschritten. Infolge der getroffenen Maßnahmen der Geschäftsführung konnten die Herausforderungen der Corona-Pandemie und des Ukraine-Krieges erfolgreich bewältigt werden.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1 Bericht über die Chancen der Gesellschaft

Die Marke Gucci gehört zu den weltweit 50 wertvollsten Luxus- und Premiummarken und rangierte laut dem jährlichen BrandFinance-Report im Berichtsjahr weltweit auf dem dritten Rang.21

Das vierte Jahr in Folge wurde Gucci als wertvollste Marke Italiens bestätigt22.

Die GG Luxury Goods GmbH sieht in der Anziehungskraft dieser Marke die Chance weitere inländische Kunden zu akquirieren. Die Marke soll hierbei nicht nur weiter mit höchster Produktqualität in Verbindung gebracht werden, sondern mit Nachhaltigkeit und umweltbewusstem Handeln. Als Chance bietet sich die Positionierung der Konzernmutter Kering als Vorreiter auf dem Gebiet der Nachhaltigkeit in der Modebranche.

Den Einfluss der sozialen Medien begreift die Gesellschaft ebenfalls als Chance, um die bisherige Marktstellung zu festigen und neue Kunden zu gewinnen. Die Marke Gucci ist daher auf Medien wie Facebook, Twitter, Vimeo, LinkedIn und anderen präsent.

Die ständige Aktualisierung der Inhalte führt zu einer ständig wachsenden, weltweiten Gucci-Community. Werbekampagnen und Backstage-Videos der Fashionshows können unmittelbar durch die sozialen Medien verbreitet werden. Diese und andere Maßnahmen steigern den Bekanntheits- und Beliebtheitsgrad der Marke, von dem die Gesellschaft in der Umsatzentwicklung stark profitieren kann.

Einzelhandel und Onlinepräsenz gehen dabei gemeinsame Wege und ergänzen sich zum Vorteil der Kunden. Kunden können so nach der Onlinerecherche mit konkreten Vorstellungen zu Beratungen und Anproben in die Stores kommen.

Der starke Onlineauftritt des Unternehmens ermöglicht es somit, den starken Kundenkontakt nicht nur aufrechtzuerhalten, sondern auch zu maximieren. In Zukunft wird ein noch größerer Teil unserer Produkte über unsere Online-Vertriebswege verkauft werden. Hierfür wurden Partnerschaften mit den Marktführern des Luxus-Onlinehandels eingegangen als auch eigene Investitionen in die IT-Infrastruktur getätigt.

21 Brand Finance Luxury & Premium 50 2022 Report
22 https://www.laconceria.it/lusso/nel-2022-kering-grazie-a-gucci-31-supera-i-livelli-pre-covid/

Die Geschäftsführung geht angesichts der weiter leicht positiven Entwicklung des Marktes für Luxusartikel in Europa und der nach wie vor herausragenden Anziehungskraft der Luxus-Marke Gucci davon aus, dass sich die beschriebenen Chancen insgesamt und im Einzelnen positiv sowohl auf die Umsatzentwicklung im Inlandskerngeschäft als auch auf das EBT und die Rohmarge auswirken werden.

Eine weitere Chance, die Umsatzerlöse zu steigern, sieht das Unternehmen in dem weiteren Ausbau der eigenen IT-Infrastruktur und der Zusammenarbeit mit führenden Online-Plattformen auf Kommissionsbasis.

Die Zusammenarbeit mit führenden Online-Plattformen auf Kommissionsbasis unter der Bezeichnung „Digital Konzession“ hat im Berichtsjahr mit TEUR 37.950 einen Anteil von 23 % des Inlandsumsatzes ausgemacht und somit wie auch in dem Vorjahr den Umsatz der umsatzstärksten Region München übertroffen.

Das Unternehmen sieht in dem Geschäftsfeld „Digital Konzession“ auch für die zukünftigen Geschäftsjahre die Chance, diesen Anteil zu steigern, wobei es auch parallel von einer Umsatzsteigerung in den Filialen vor Ort ausgeht.

3.2 Bericht über die Risiken der Gesellschaft

Konzernweites Kontroll- und Steuerungssystem

Zur frühzeitigen Erkennung von branchenspezifischen Risiken arbeitet die Gucci Division mit den konzernweiten Kontroll- und Steuerungssystemen. Hauptaufgabe dieses Controllingsystems ist es, bestehende Risiken bereits in einem sehr frühen Stadium zu identifizieren.

Dieses System hat sich in der Vergangenheit bewährt und wird auch zukünftig ein wesentlicher Bestandteil der Unternehmensführung sein. Das interne Kontrollsystem wird auch als essenzielles Mittel zum Schutz des Vermögens gegen alle Risiken von Betrug und Fehlverhalten verstanden. Es hilft die Gefahren und Risiken, denen das Unternehmen ausgesetzt ist, zu bewerten und die Zuverlässigkeit der Finanzinformationen zu gewährleisten.

Das etablierte interne Kontrollsystem sieht der Konzern als ein Schlüsselelement einer gesunden Unternehmensführung und als Voraussetzung, das tägliche Geschäft effektiv zu gestalten und zu bewältigen.

Leistungs- und finanzwirtschaftliche Risiken im Einzelnen

Risiko aus Lagerbeständen

Die im Konzernverbund getroffenen vertraglichen Vereinbarungen zur Steuerung der Warenlieferungen schließen die operativen Risiken wie Unsicherheiten bei der Zulieferung, Preisschwankungen, Abnahmeverpflichtungen nahezu aus. Beschaffungs- und Produktionsplanung werden in der Konzernzentrale durchgeführt und sind wesentlicher Bestandteil der Risikominimierung in den Einzelgesellschaften des Konzernverbundes. Das Lieferantenrisiko wird dadurch nahezu ausgeschlossen.

Risiko aus Forderungsausfällen

Der Kauf auf Rechnung birgt im Geschäftsbetrieb der Gesellschaft ein erhebliches Risiko des Ausfalls der Forderung. Um dieses Risiko auszuschließen, arbeitet die Gesellschaft eng mit Kreditauskunftskanzleien zusammen. Nur nach erteilter positiver Kreditauskunft wird der Kauf auf Rechnung angeboten.

Im Ergebnis hatte die Gesellschaft im Berichtsjahr keine Forderungsausfälle zu verzeichnen. Auch für die Zukunft bewertet die Gesellschaft dieses Risiko daher als gering.

Risiko aus Nachfragerückgang

Die Modebranche im Bereich hochwertiger Artikel im Luxussegment unterliegt generell einem hohen Risiko eines sich verändernden Verbraucherverhaltens und sich wandelnder Trends.

Diese Veränderungen werden konzernweit beobachtet und analysiert. Hieraus resultieren unmittelbare Anpassungen im Vertrieb.

Das Risiko eines Nachfragerückgangs kann aber auch auf die Verletzung von Eigentumsrechten und des Markenschutzes zurückzuführen sein.

Diesem Risiko begegnet der Konzern mithilfe einer zentralen Sicherheitsabteilung, die eng mit der Rechtsabteilung zusammenarbeitet

Die Gesellschaft sieht in den genannten Faktoren ein mittleres Risiko für eine Stagnation oder einen Rückgang des Umsatzes.

Liquiditätsrisiko

Dem Liquiditätsrisiko, d.h. dem Risiko, dass das Unternehmen seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen kann bzw. nicht ausreichend Kreditlinien zur Verfügung stehen, wird mit dem konzernweiten Cash-Pooling-Zusammenschluss begegnet. Das Liquiditätsrisiko wird daher als gering eingestuft.

Risiko durch Lockdown-Maßnahmen

Die Jahre 2020 und 2021 haben gezeigt, dass die infolge der Corona-Pandemie angeordneten Ladenschließungen ein erhebliches Risiko für den Geschäftsbetrieb der Gesellschaft darstellen.

Die Weltgesundheitsorganisation hat den internationalen Gesundheitsnotstand für Covid-19 zwar am 5. Mai 2023 aufgehoben, die Geschäftsführung ist sich dennoch bewusst, dass es wieder zu steigenden Fallzahlen und auch Ladenschließungen kommen kann.

Die Gesellschaft sieht sich in der Lage dieses Risiko zu minimieren durch die Ausweitung des Online-Geschäfts sowie durch die Möglichkeit nicht verkaufte Waren gegen Erstattung des Einkaufspreises nach der Saison an den Lieferanten zurückzugeben.

Gesamteinschätzung der Risikolage

Als Unternehmen, das Trends, Moderichtungen und dem Verbraucherverhalten unterliegt, ist die Gesellschaft mit einer Vielzahl von Unsicherheitsfaktoren konfrontiert, die mit dem unternehmerischen Verhalten verbunden sind und daher Einfluss auf die Ertragslage, insbesondere die Umsatzerlöse sowie das EBT und die Rohmarge haben können.

Auf der derzeitigen Grundlage unserer Erkenntnisse und der Maßnahmen, erkennbare Risiken zu steuern, sehen wir keine Risiken, die für langfristige Veränderungen in der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage verantwortlich wären, solange die operative und finanzielle Einbindung in dem Kering-Konzern fortbesteht und die Ladengeschäfte aufgrund der Pandemie nicht geschlossen werden müssen.

3.3 Prognosebericht

Der gesamtwirtschaftlichen Lage folgend verzeichneten die Umsätze, das EBT und die Rohmarge im Jahr 2023 nach den vorläufigen Ist-Zahlen einen leichten Rückgang.

Die Umsatzerlöse sanken gegenüber dem Vorjahr um 3,6 % auf TEUR 170.148.

Mit den Umsatzerlösen konnte der bedeutsamste finanzielle Leistungsindikator seit Lockerung der Corona-Einschränkungen im Jahr 2022 und im Jahr 2023, wenn auch mit einem leichten Rückgang im Jahr 2023, stabilisiert werden. Gegenüber dem Jahr 2021 stellen die Umsatzerlöse 2023 immer noch einen Anstieg in Höhe von 50,2 % dar.

Auch das EBT sank nach dem rasanten Anstieg im Jahr 2022 um 38,5 % im Jahr 2023 und lag nach den vorliegenden Ist-Zahlen bei TEUR 8.507 (Vj. 11.575).

Die Rohmarge erhöhte sich hingegen im Jahr 2023 nach den vorläufigen Ist-Zahlen gegenüber dem Vorjahr um 5,3 %.

Insgesamt ist festzustellen, dass die Modeindustrie im Jahr 2023 erneut eine bemerkenswerte Resilienz bewiesen hat und die Umsatzsteigerungen der Vorjahre trotz des Krieges in der Ukraine, der steigenden Inflation und der gestörten Lieferketten23 stabilisieren konnte24.

Es ist weiter davon auszugehen, dass die globale Modeindustrie in den kommenden Jahren vor vielen Herausforderungen stehen wird. Vor allem aufgrund von Volatilität und makro- ökonomischen Entwicklungen wurde für die Modeindustrie für das Jahr 2024 nur ein leichtes globales Wachstum von etwa 2 % bis 4 % erwartet25.

Das Jahr 2024 verzeichnet auf Basis vorläufiger Ist-Zahlen einen Rückgang der Umsatzerlöse um ca. 15 %, was im Ergebnis zu Umsatzerlösen in Höhe von TEUR 143.998 führt. Auf Basis vorläufiger Ist-Zahlen weist das EBT einen Wert in Höhe von TEUR 5.718 und die Rohmarge einen Wert in Höhe von 51 % aus.

Basierend auf der Umsatzentwicklung in den vergangenen Jahren, der Entwicklung des Online-Geschäfts und der starken Positionierung der Marke Gucci erwarten wir weiterhin eine stabile Entwicklung der finanziellen Leistungsindikatoren.

Wir sehen dabei das Risiko der steigenden Inflation, das in vielen großen Volkswirtschaften zu einem Anstieg der Lebenshaltungskosten geführt hat, was generell zu einem zurückhaltenden Kaufverhalten oder der Entscheidung für preisgünstigere Marken oder Produkte bei Konsumenten führte.

Wir schätzen dieses Risiko für unsere Produkte als gering ein, da Haushalte mit höherem Einkommen von der Krise weniger betroffen sind. Es wird davon ausgegangen, dass diese Haushalte auch weiterhin Luxusgüter kaufen werden, während Haushalte mit niedrigerem Einkommen ihre Ausgaben für nicht unbedingt notwendige Anschaffungen wie Mode deutlich einschränken werden26.

Hinsichtlich des Risikos erhöhter Energiepreise gehen wir davon aus, dass die Stabilisierung der infolge des Ukraine-Krieges gestiegenen Energiepreise weiter fortbesteht. Das Risiko erhöhter Energiepreise sowie gestörter Lieferketten sehen wir ungeachtet dessen als gering an, solange die operative und finanzielle Einbindung in dem Konzern fortbesteht.

Zusammenfassend rechnen wir damit, dass die Ergebnisentwicklung wie in dem Berichtsjahr und den Jahren 2023 und 2024 auch für das Jahr 2025 durch das konzernweite Kostenmanagement gestützt wird, so dass sich die Fortsetzung des positiven Unternehmenstrends in moderater Form zeigen wird.

Für 2025 erwarten wir eine Stabilisierung der Umsatzerlöse und der Rohmarge und einen Rückgang des EBT. Wir prognostizieren Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 141.585 und eine Rohmarge in Höhe von 51 %, während wir von einem Rückgang des EBT auf TEUR 3.328 ausgehen.

23 https://www.mckinsey.com/de/news/presse/state-of-fashion-2023-report.
24 https://www.mckinsey.de/news/presse/2023-11-28-state-of-fashion-2024.
25 https://www.mckinsey.de/news/presse/2023-11-28-state-of-fashion-2024.
26 https://www.mckinsey.com/de/news/presse/state-of-fashion-2023-report

Endgültige Ist-Zahlen Vorläufige Ist-Zahlen Prognose
2021 2022 2023 2024 2025
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Umsatzerlöse 113.292 176.621 170.148 143.998 141.585
EBT 3.715 11.575 8.507 5.718 3.328
Rohmarge 36,7 % 36,7 % 42,0 % 51,0 % 51,0 %

Nichtsdestotrotz sind wir uns bewusst, dass der Luxusgütermarkt ständigen Veränderungen von Trends, Geschmack und dem Kaufverhalten der Kunden ausgesetzt ist. Den daraus resultierenden Risiken begegnet der Konzern mit der ständigen Analyse der Kaufgewohnheiten der Kunden durch die konzerninterne Sortimentspolitik.

 

Berlin, den 9. September 2025

Geschäftsführung

Lorenza Rivabene

Raffaella Santoro

Bilanz zum 31. Dezember 2022

Aktiva

31.12.2022 Vorjahr
EUR TEUR
A. Anlagevermögen 0
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 15.708,33 134
15.708,33 134
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.718.348,43 3.291
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.098.386,65 5.041
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.081.951,22 10
9.898.686,30 8.342
9.914.394,63 8.476
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Fertige Erzeugnisse und Waren 33.918.320,82 29.369
33.918.320,82 29.369
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 10.826.547,86 17.000
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 53.748.324,37 28.428
3. Sonstige Vermögensgegenstände 106.824,34 13.716
64.681.696,57 59.144
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 617.411,31 1.126
99.217.428,70 89.639
C. Rechnungsabgrenzungsposten 8.006.302,41 106
117.138.125,74 98.221

Passiva

31.12.2022 Vorjahr
EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 26.000,00 26
II. Kapitalrücklage 4.154.757,83 4.155
III. Gewinnvortrag 39.121.718,82 36.785
IV. Jahresüberschuss 7.778.771,41 2.337
51.081.248,06 43.303
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 2.842.842,86 925
2. Sonstige Rückstellungen 5.481.331,57 4.596
8.324.174,43 5.521
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.846.170,75 2.868
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 52.775.253,98 43.227
3. Sonstige Verbindlichkeiten 1.898.027,37 1.878
davon aus Steuern: EUR 1.422.760,81 (Vorjahr: TEUR 1.804)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 259.489,43 (Vorjahr: TEUR 74)
56.519.452,10 47.973
D. Rechnungsabgrenzungsposten 1.213.251,15 1.424
117.138.125,74 98.221

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022

2022 Vorjahr
EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 176.621.154,23 113.292
2. Sonstige betriebliche Erträge 588.557,33 3.057
3. Aufwendungen für bezogene Waren 96.763.254,44 58.748
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 12.814.161,96 11.079
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.203.730,48 1.938
davon für Altersversorgung EUR 42.759,27 (Vorjahr: TEUR 60)
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.245.044,08 2.425
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 51.794.637,15 38.448
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 193.319,02 17
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 193.319,02 (Vorjahr: TEUR 17)
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 7.701,44 13
davon an verbundene Unternehmen EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 0)
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 3.795.729,62 1.378
10. Ergebnis nach Steuern/Jahresüberschuss 7.778.771,41 2.337
11. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 39.121.718,82 36.785
12. Bilanzergebnis 46.900.490,23 39.122

Anhang für das Geschäftsjahr 2022

A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die GG Luxury Goods GmbH (kurz „Gesellschaft“ genannt) hat ihren Sitz in Berlin, Deutschland. Das zuständige Registergericht befindet sich in Charlottenburg. Die Gesellschaft wird unter der Handelsregisternummer HRB 140451 B geführt.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff., 264 ff. HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbHG in Euro (EUR oder €) aufgestellt. Durch die Angabe in Tausend Euro (TEUR) kann es bei der Addition zu Rundungsdifferenzen kommen.

Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften (§§ 266, 275 HGB). Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB unverändert angewandt.

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB.

Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

B. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen

Für die Erstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden, gegenüber dem Vorjahr unveränderten, Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten angesetzt und werden, soweit abnutzbar, um planmäßige lineare Abschreibungen gemindert. Die Abschreibungsdauer richtet sich nach der voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer.

Soweit voraussichtlich dauernde Wertminderungen bei Vermögensgegenständen des Anlagevermögens vorliegen, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Den planmäßigen Abschreibungen liegen folgende Nutzungsdauern zugrunde:

Jahre
Einbauten in gemieteten Gebäuden 8-12
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3-10

Bei Einbauten in gemieteten Gebäuden und wesentlichen Teilen der Inneneinrichtung der Ladengeschäfte wurde als Nutzungsdauer die Restlaufzeit der Mietverträge berücksichtigt.

Geringwertige Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und im Anlagenspiegel als Abgang dargestellt.

Die Bewertung der Vorräte erfolgte zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Bei den Handelswaren sind Bewertungsabschläge vorgenommen worden, sofern die aus ihrem Verkauf voraussichtlich zu realisierenden Erlöse niedriger sind als die Buchwerte der Vorräte. Wenn Gründe, die zu einer Abwertung geführt haben, nicht mehr bestanden, wurde eine Wertaufholung vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nominalwert bewertet. Soweit erforderlich werden erkennbare Einzelrisiken durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt bzw. uneinbringliche Forderungen abgeschrieben.

Flüssige Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle zum Bilanzstichtag erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Der Ansatz erfolgte jeweils in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung voraussichtlich notwendigen Erfüllungsbetrags. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Sofern Rückstellungen eine Restlaufzeit von über einem Jahr aufweisen, werden sie entsprechend § 253 Abs. 2 HGB abgezinst. Die Rückbauverpflichtungen im Zusammenhang mit Mietereinbauten werden ratierlich über die Mietzeitraum durch Bildung von Rückstellungen berücksichtigt. Auf eine Abzinsung der Rückstellung für Rückbaumaßnahmen nach § 253 Abs. 2 HGB wurde aus Gründen der Unwesentlichkeit verzichtet.

Alle Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen passiviert.

Verbindlichkeiten in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem EZB-Referenzkurs am Tage des Geschäftsvorfalls bewertet. Verluste aus Kursänderungen bis zum Bilanzstichtag werden berücksichtigt. Die Fremdwährungsverbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden am Bilanzstichtag zum Devisenkassamittelkurs nach § 256a HGB bewertet.

Unter den passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Vermietungszuschüsse ausgewiesen, die über die Laufzeit der Mietverträge aufgelöst werden.

Latente Steuern werden aufgrund von temporären oder quasi permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge gebildet. Die Beträge der sich ergebenden Steuerbelastung und -entlastung werden mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Ein sich ergebener aktiver Saldo, wird gemäß des § 274 Abs. 1 HGB bestehenden Aktivierungswahlrechts nicht bilanziert.

C. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens per 31. Dezember 2022 ist als Anlage zum Anhang in Form eines Anlagenspiegels gesondert dargestellt. Im Wesentlichen betreffen die Zugänge den Ausbau des Stores in München.

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 53.748 (Vj. TEUR 28.428) befinden sich ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Das zum Stichtag des Vorjahres ausgewiesene Darlehen gegen eine Schwestergesellschaft in Höhe von TEUR 4.000 hat diese im Laufe des Berichtsjahres zurückgezahlt.

Zum Bilanzstichtag bestanden wie auch im Vorjahr keine Forderungen gegen die Gesellschafterin.

Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 107 (im Vj. TEUR 13.716) bestehen im Wesentlichen aus Forderungen aus Gewerbesteueransprüchen.

Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 8.006 (Vj TEUR 106) beinhaltet neben Vorauszahlungen aus Versicherungen in Höhe von TEUR 45 (Vj TEUR 106), die wirtschaftlich das Folgejahr betreffen, Vorauszahlungen für die Einräumung des Nutzungsrechts des Stores in der Maximilianstrasse in Höhe von TEUR 7.961 (Vj TEUR 0,00). Die Auflösung des aktiven Rechnungsabgrenzungspostens erfolgt über die Dauer des Mietvertrages.

Das gezeichnete Kapital beträgt TEUR 26 und ist in voller Höhe geleistet.

Die Kapitalrücklage blieb im Berichtsjahr unverändert.

Der Bilanzgewinn hat sich um TEUR 7.779 erhöht und beträgt TEUR 46.901 (Vj. TEUR 39.122). Der Bilanzgewinn setzt sich aus dem Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2022 in Höhe von TEUR 7.779 und dem Gewinnvortrag in Höhe von TEUR 39.122 zusammen.

Die Steuerrückstellungen in Höhe von TEUR 2.843 (Vj. TEUR 925) betreffen die Gewerbesteuer und Körperschaftsteuer für das Berichtsjahr.

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 5.481 (Vj. TEUR 4.596) wurden im Wesentlichen für ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 3.038 (Vj. TEUR 2.252), für Rückbaumaßnahmen in Höhe von TEUR 367 (Vj. TEUR 347), für Urlaub und sonstige Personalkosten in Höhe von TEUR 1.863 (Vj. TEUR 1.706) gebildet.

Rückstellungen für Rückbaumaßnahmen werden wie auch im Vorjahr in angemessenem Umfang über die Laufzeit des Mietvertrags gebildet.

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 52.775 (Vj. TEUR 43.227) handelt es sich ausschließlich um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten stiegen auf TEUR 1.898 (Vj. TEUR 1.878). Davon sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 1.423 (Vj. TEUR 1.804) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 259 (Vj. TEUR 74).

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr und sind ungesichert. Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit über einem Jahr bestehen, wie im Vorjahr, nicht.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet ausschließlich die Auflösung eines Vermieterzuschusses aus den Vorjahren.

2. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Im Ausland wurden Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 11.529 (Vj. TEUR 9.874) mit verbundenen Unternehmen erzielt. Hierbei handelte es sich um Verkäufe innerhalb der Unternehmensgruppe (Intercompany-Umsätze). Sie beinhalten Verkäufe von Waren an europäische Schwestergesellschaften oder Rückkäufe der Produktionsgesellschaft.

Die Umsatzerlöse im Inland betrugen insgesamt TEUR 165.092 (Vj. TEUR 103.418).

In den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEUR 588 (Vj. TEUR 3.057) sind neben der Auflösung einer Rückstellung in Höhe von TEUR 250 hauptsächlich Vermieterzuschüsse enthalten. Wesentliche periodenfremde Erträge bestehen nicht.

Der Materialaufwand betrifft vollständig bezogene Waren. Der Anstieg ist auf die gestiegenen Umsatzerlöse zurückzuführen.

Der Personalaufwand (die nach dem Wareneinsatz betragsmäßig größte Aufwandsposition) erhöhte sich infolge der wieder normalen Öffnungszeiten nach den Pandemie-bedingten Schließungen gegenüber dem Vorjahr um 15 %.

Die Abschreibungen in Höhe von TEUR 2.245 bewegten sich nahezu unverändert auf dem Niveau des Vorjahres (TEUR 2.425).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich nach Aufwandsart und Größe wie folgt zusammen:

Der Anstieg der Aufwendungen für Miete und Raumkosten in Höhe von 27 % ist wie im Vorjahr darauf zurückzuführen, dass die tatsächlich zu bezahlende Miete zu einem bestimmten Umfang an die Höhe des Umsatzes gekoppelt ist. Der Umsatzanstieg führte daher wie im Vorjahr zu steigenden Mieten.

Der Anstieg der Reisekosten in Höhe von 138 % gegenüber dem Vorjahr ist auf die Lockerungen der Corona-Beschränkungen und der damit einhergehenden Normalisierung des Reisebetriebs zurückzuführen.

Gleiches gilt für die Ausgaben für Wartung und Sicherheit. Infolge des Wegfalls der Corona-bedingten Filialschließungen stiegen diese gegenüber dem Vorjahr um 18 %.

Der Umsatzanstieg führte im Berichtsjahr zu einem Anstieg der Konzernweiterbelastungen und ist mit TEUR 8.272 (Vj. TEUR 3.039) im Vergleich zum Vorjahr um 172 % höher ausgefallen. Die Weiterbelastungen ergaben sich wie auch im Vorjahr aus der Inanspruchnahme von Dienstleistungen im Bereich der Telekommunikation, des Marketings, der operativen Leitung sowie der Ausgestaltung der Verkaufsräume.

Die Zinsaufwendungen resultieren aus Darlehen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 8 (Vj. TEUR 13).

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von TEUR 3.796 (Vj. TEUR 1.378) betreffen im Wesentlichen die Zuführungen zu den Steuerrückstellungen bzw. Steuervorauszahlungen für 2022 für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer.

D. Ereignisse nach Schluss des Geschäftsjahres

Zu den wesentlichen Ereignissen nach Schluss des Geschäftsjahres gehören neben der im Geschäftsjahr 2022 anhaltenden Corona-Pandemie und den damit einhergehenden Maßnahmen bis zur offiziellen Beendigung der Corona-Krise durch die Aufhebung des internationalen Gesundheitsnotstand für Covid-19 am 5. Mai 2023 durch die Weltgesundheitsorganisation der Ukraine-Krieg und die hierdurch bedingten Energiepreissteigerungen sowie der Anstieg der Inflationsrate.

Wesentliche Auswirkungen für die Gesellschaft haben sich nicht ergeben. Durch die Produktion der Waren in Europa gab es keine Auswirkungen auf Lieferketten hinsichtlich der Verfügbarkeit von Waren.

Die allgemeinen Preissteigerungen und die Steigerungen der Energiepreise hatten aufgrund langfristiger Verträge keine wesentlichen Auswirkungen auf die Profitabilität der Gesellschaft.

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie und des Ukraine-Kriegs werden im Prognosebericht (Abschnitt 3.) als Teil des Lageberichts dargestellt.

Ende Januar 2024 hat sich durch die Insolvenz der KaDeWe Group GmbH das damit verbundene Forderungsausfallrisiko realisiert. Die genaue Höhe des Forderungsausfalls lässt sich aufgrund des laufenden Verfahrens noch nicht verlässlich abschätzen. Angemeldet sind Forderungen in Höhe von TEUR 7.244, welche im Geschäftsjahr 2023 zu Abwertungen in gleicher Höhe geführt haben. Die Forderungen, die von der Insolvenz betroffen sind, betreffen Forderungen der letzten Abrechnungsperioden im Jahr 2023 bis zum Zeitpunkt des Insolvenzantrags.

Die Insolvenz der KaDeWe Group hat keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Die Stores werden auch nach dem Insolvenzantrag fortgeführt.

Darüber hinaus sind keine besonderen Vorgänge, die für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft wesentlich wären, nach Schluss des Geschäftsjahres eingetreten.

E. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 HGB bestehen zum Abschlusstag nicht.

Zum Abschlussstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 93.842 (Vj. TEUR 64.928) aus Mietverträgen über Einzelhandelsgeschäfte und Büroräume ohne Berücksichtigung der Inanspruchnahme von Mietverlängerungsoptionen durch die Gesellschaft.

Fristigkeit TEUR
fällig 2023 8.891
fällig 2024 8.115
fällig ab 2025 76.836
Summe 93.842

F. Sonstige Angaben

1. Konzernverhältnis

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Kering S.A., Paris (Frankreich), einbezogen (kleinster und größter Kreis).

Der Konzernabschluss wird am Sitz der Gesellschaft der Kering S.A., Paris (Frankreich), im Bulletin Officiel des Annonces Civiles et Commerciales (BODACC) unter der Registernummer 3187 hinterlegt. Der Konzernabschluss kann unter der Website https://www.kering.com/fr/finance/ eingesehen werden.

2. Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer (Basis: Köpfe im Quartalsdurchschnitt) betrug 275 (Vj. 261); davon waren 16 (Vj. 16) in der Verwaltung und 259 (Vj. 245) im operativen Bereich tätig.

3. Abschlussprüferhonorar

Als Abschlussprüfer für den Jahresabschluss 2022 wurde die Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, bestellt. Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar für Abschlussprüfungsleistungen beträgt TEUR 71 und für sonstige Leistungen TEUR 5.

4. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, das Jahresergebnis in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen.

5. Geschäftsführung

Im Geschäftsjahr 2022 und danach gehörten folgende Mitglieder zur Geschäftsführung:

Patricia Carla Rodrigues de Oliveira da Silva Antunes, CFO Gucci Group Watches, Cortaillod (Schweiz), seit dem 13. Juli 2012 bis zum 15. März 2022

Gianfilippo Testa, President Gucci EMEAIR, Mailand (Italien), seit dem 9. Oktober 2019 bis zum 26. April 2022

Martina Tommasin, CFO EMEAI, Florenz (Italien), seit dem 6. Februar 2018 bis zum 21. Juni 2023

Alberto Valente, Chief Financial, Data & Operations, Florenz (Italien), seit dem 15. März 2022 bis zum 23. Mai 2024

Matteo Mascazzini, President of EMEA, Mailand (Italien), seit dem 26. April 2022 bis zum 30. April 2025

Lorenza Rivabene, EMEA Chief Financial Officer, Mailand, (Italien), seit dem 23. Mai 2024

Raffaella Santoro, EMEA Chief People Officer, Mailand, (Italien), seit dem 23. Mai 2024

Die Geschäftsführer haben im Berichtsjahr keine Bezüge von der Gesellschaft erhalten.

 

Berlin, den 9. September 2025

Geschäftsführung

Lorenza Rivabene

Raffaella Santoro

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Stand am 01.01.2022 Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand am 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.586.483,96 0,00 0,00 0,00 1.586.483,96
1.586.483,96 0,00 0,00 0,00 1.586.483,96
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 9.157.231,14 172.984,94 0,00 0,00 9.330.216,08
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 15.357.177,02 438.097,51 0,00 117.201,73 15.678.072,80
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 9.385,80 3.072.565,42 0,00 0,00 3.081.951,22
24.523.793,96 3.683.647,87 0,00 117.201,73 28.090.240,10
26.110.277,92 3.683.647,87 0,00 117.201,73 29.676.724,06
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 01.01.2022 Zugänge Zuschreibungen Abgänge Stand am 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.452.256,60 118.519,03 0,00 0,00 1.570.775,63
1.452.256,60 118.519,03 0,00 0,00 1.570.775,63
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.866.212,53 745.655,12 0,00 0,00 6.611.867,65
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.316.017,95 1.380.869,93 0,00 117.201,73 11.579.686,15
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
16.182.230,48 2.126.525,05 0,00 117.201,73 18.191.553,80
17.634.487,08 2.245.044,08 0,00 117.201,73 19.762.329,43
Buchwerte
Stand am 31.12.2022 Vorjahr
EUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 15.708,33 134
15.708,33 134
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.718.348,43 3.291
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.098.386,65 5.041
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.081.951,22 10
9.898.686,30 8.342
9.914.394,63 8.476

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die GG Luxury Goods GmbH, Berlin

Eingeschränkte Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der GG Luxury Goods GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der GG Luxury Goods GmbH, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen des im Abschnitt „Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile“ beschriebenen Sachverhalts in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt mit Ausnahme dieser möglichen Auswirkungen unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen des im Abschnitt „Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile“ beschriebenen Sachverhalts insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen, mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen dieses Sachverhalts, steht der Lagebericht in Einklang mit einem den deutschen gesetzlichen Vorschriften entsprechenden Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkungen der Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile

Das Vorhandensein der Vorräte in Höhe von TEUR 33.918 ist nicht hinreichend nachgewiesen, weil wir die Inventur nicht beobachten und durch alternative Prüfungshandlungen keine hinreichende Sicherheit über deren Bestand gewinnen konnten. Wir können daher nicht ausschließen, dass Änderungen insbesondere am Ausweis der Vorräte, des Jahresergebnisses sowie des Eigenkapitals hätten vorgenommen werden müssen. Dieser Sachverhalt beeinträchtigt möglicherweise auch die Darstellung des Geschäftsverlaufs im Lagebericht einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage der Gesellschaft sowie die Darstellung der Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung.

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere eingeschränkten Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, den 9. September 2025

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Gerald Reiher, Wirtschaftsprüfer

Carsten Decker, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss der Gesellschaft für das am 31.12.2022 endende Geschäftsjahr wurde mit Beschluss vom 18.09.2025 festgestellt.

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