Stammdaten

Register
Amtsgericht Düsseldorf HRB 81565
Eingetragen
14.9.2017
Branche
Herstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen GerätenGroßhandel mit pharmazeutischen ErzeugnissenGroßhandel mit medizinischen und orthopädischen Artikeln, Dental- und Laborbedarf
Gegenstand
i) Die Herstellung, die Verarbeitung,der Vertrieb, der Import, der Export und die Forschung im Bereich aller Arten von chemischen, biologischen oder synthetischen Erzeugnissen, einschließlich Arzneimitteln, Veterinär- und Lebensmittelerzeugnissen, ii) der Verkauf und/oder die Vermietung von medizinischen Instrumenten und iii) Sonstige Nebengeschäfte, die sich auf die vorgenannten Tätigkeiten beziehen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Sung Zun Park
seit 14.9.2017
Prokura
Lothar Dr. Kruska
seit 14.9.2017
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Seegene INC.KOR
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Seegene INC.
South Korea
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Seegene Germany GmbH

Düsseldorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

A. Grundlagen und Geschäftsmodell

Die Seegene Germany GmbH (im Folgenden auch "Gesellschaft" bzw. "Seegene") ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Seegene Inc. mit Hauptsitz in Seoul, Korea.

Die Gesellschaft ist im Handelsregister B des Amtsgerichts Düsseldorf unter HRB 81565 eingetragen. Geschäftsführer der Gesellschaft ist Herr Dr. Lothar Kruska und Prokurist ist Herr Sung Zun Park. Der Firmensitz ist in Düsseldorf.

Gegenstand des Unternehmens ist der Import, der Vertrieb und Verkauf von Medizinprodukten, insbesondere im Bereich der In-Vitro-Diagnostik und der zur Auswertung benötigten Geräte.

In Deutschland vertreibt die Gesellschaft ihre Produkte direkt durch den eigenen Vertriebsinnendienst. Betriebseigene Techniker stellen die Funktionalität der Geräte sicher. Applikationsspezialisten fungieren durch Einarbeitung und Hilfestellungen zur korrekten Anwendung der Produkte und Geräte als Servicedienstleister. Die Beschaffung der Produkte erfolgt im Wesentlichen über Seegene Inc.

Die Gesellschaft übt keine Forschungs- und Entwicklungstätigkeit aus.

Die Geschäftstätigkeit blieb gegenüber dem Vorjahr unverändert.

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen

Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland waren im Jahr 2023 von den Folgen globaler Krisen geprägt. Wesentliche Hindernisse für eine Konjunkturerholung sind die langfristigen Folgen der Coronapandemie, geopolitische Spannungen sowie zyklische Faktoren wie Inflation und eine straffere Geldpolitik. Der anhaltende Krieg in der Ukraine und der erneut aufgeflammte Konflikt im Nahen Osten belasten die wirtschaftliche Entwicklung. Somit konnte sich die deutsche Wirtschaft nicht weiter vom tiefen Einbruch im Corona- Jahr 2020 erholen. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes ist das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 um -0,3% gegenüber dem Vorjahr gefallen. 1

Die Coronapandemie und die daraus immer noch resultierende Nachfrage nach PCR-Tests der Gesellschaft hat den Umsatz im ersten Quartal 2023 noch positiv bestimmt. Danach sind die Corona-Testzahlen deutlich zurückgegangen, was zu deutlichen Umsatzeinbußen geführt hat. Im Juni 2022 sind neue Abrechnungsziffern im EBM (einheitlicher Bewertungsmaßstab) durch den G-BA (gemeinsamer Bewertungsausschuss) veröffentlicht worden. Die neuen Gebührenordnungspositionen 32851-32853 sind im EBM mit einer hohen Vergütung bewertet (Anwendung von Multiplex PCR Tests). Dies wird zu stetig steigenden Umsatzzahlen führen, weil die Labore sukzessive auf die Nutzung von Multiplex PCR Tests umstellen werden. Ältere und manuelle Labormethoden werden komplett eingestellt, was eine grundsätzliche technische Neuorientierung zur Anwendung der Multiplex- PCR Diagnostik darstellt, die nicht revierbar ist. Mittelfristig ergeben sich hieraus stabile Rahmenbedingungen, weil EBM-Änderungen i.d.R. nur in sehr langen Zeitabständen erfolgen (mehrere Jahre). 2

Durch die Pandemie ist die Pharmabranche stärker in den Fokus der Bevölkerung gerückt. Dank der Erfolge in der Impfstoff-Entwicklung konnte die Branche einen klaren Image-Gewinn verzeichnen. Allerdings ist dieser momentan wieder leicht rückläufig: Aktuell bezeichnen 31% Pharmakonzerne als innovative Unternehmen, die mit ihren Produkten Krankheiten heilen. 3

1 https://de.statista.com/themen/26/bip/#topicOverview
2 EBM Gesamt - Stand 1. Quartal 2024.pdf (kbv.de)
3 Healthcare-Barometer 2023: Zufriedenheit mit deutschem Gesundheitswesen sinkt - Health&Care Management (hcmmagazin.de)

2. Geschäftsverlauf

Wir messen unseren Geschäftsverlauf an den finanziellen Leistungsindikatoren Umsatz, Rohertrag und Operatives Ergebnis (EBIT).

Die Umsatzerlöse der Seegene Germany GmbH sind im abgelaufenen Geschäftsjahr im Vergleich zum Vorjahr um -52,8% gesunken und lagen -3,7% unter dem budgetierten Umsatz. Der Rückgang war auf die geringeren Verkäufe im Zusammenhang mit dem Coronavirus zurückzuführen.

Der Rohertrag sank zwar im Vergleich zum Vorjahr um -10,7% auf T€ 11.346, lag aber 27,2% über dem Geschäftsplanwert. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) ist im Vergleich zum Vorjahr um -47,9% auf T€ 1.732 stark gesunken, welches aber um 74,1% deutlich über dem Budget lag. Die Ursache hierfür war eine Verrechnungspreisanpassung im 4 Quartal des Geschäftsjahres. Prognosen im Jahr 2022 für 2023 konnten damit für beide Kennzahlen (Rohertrag und EBIT) übertroffen werden. Das operative Ergebnis wurde hauptsächlich durch die negativen Veränderungen in den Umsatzerlösen beeinflusst.

3. Lage der Gesellschaft

31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
Ertragslage T€ T€ T€ in %
Umsatzerlöse 28.300 59.980 -31.680 -52,8
Materialaufwand -16.954 -47.272 30.318 -64,1
Rohertrag 11.346 12.708 -1.362 -10,7
Sonstige betriebliche Erträge 234 211 23 10,7
Personalaufwand -4.101 -5.154 1.053 -20,4
Abschreibungen -2.567 -1.850 -716 38,7
Sonstige betriebliche Aufwendungen inkl. sonstigen Steuern -3.180 -2.589 -591 22,8
Operatives Ergebnis (EBIT) 1.732 3.326 -1.593 -47,9
Finanzergebnis 37 10 27 277,0
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -568 -1.055 487 -46,2
Ergebnis nach Steuern = Jahresüberschuss 1.201 2.280 -1.080 -47,3

Im Geschäftsjahr 2023 beruhigte sich die Pandemie stetig weiter und verursachte einen deutlichen Rückgang der Nachfrage nach Corona-Tests. Folglich fielen die Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr um mehr als die Hälfte (-52,8%) auf T€ 28.300. In diesem Zusammenhang reduzierten sich auch die Kosten der verkauften Waren von T€ 47.272 auf T€ 16.954. Das Geschäftsjahr 2023 erzielte einen Rohertrag in Höhe von T€ 11.346 und ist somit im Vergleich zum Vorjahr um 10,7% rückläufig.

Die Personalaufwendungen reduzierten sich aufgrund von nicht erfolgten Bonuszahlungen gegenüber dem Vorjahr um -20,4%.

Der Anstieg der Abschreibungen um 38,7% ist auf den Anstieg des Anlagevermögens, insbesondere auf die Anschaffung von medizinischen Geräten zur Vermietung, zurückzuführen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen inkl. sonstigen Steuern stiegen um 22,8%, hauptsächlich als Folge des Anstiegs bei den IT-Kosten für Software, bei den Personalkosten für Rekrutierung und bei den Aufwendungen für Berater.

Nach Abzug des Steueraufwands von T€ 568 ergibt sich für 2023 ein Jahresüberschuss in Höhe von T€ 1.201.

31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
Vermögenslage Aktiva T€ T€ T€ in %
Anlagevermögen
I. Sachanlagen 11.689 8.842 2.847 32,2
Summe Anlagevermögen 11.689 8.842 2.847 32,2
Umlaufvermögen
I. Vorräte 3.448 3.487 -39 -1,1
II. Forderungen und sonstige Vermögengegenstände 3.134 5.307 -2.173 -40,9
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 1.347 2.303 -956 -41,5
Summe Umlaufvermögen 7.929 11.097 -3.168 -28,5
Rechnungsabgrenzungsposten 72 21 51 250,6
Summe Vermögen Aktiva 19.690 19.960 -270 -1,4

Im Jahr 2023 verringerte sich die Bilanzsumme um -1,4% auf T€ 19.690 (Vorjahr: T€ 19.960).

Der Anteil des Anlagevermögens am Gesamtvermögen liegt nunmehr mit T€ 11.689 bei 59,4% (Vorjahr: 44,3%). Das Anlagevermögen hat sich um 32,2% erhöht. Der Anstieg ist unter anderem auf die Anschaffung von medizinischen Geräten zur Vermietung zurückzuführen. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung mit T€ 328, sowie die geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau mit T€ 2.119 stellen nunmehr 20,9% des Anlagevermögens dar.

Im Geschäftsjahr 2023 verringerte sich das Umlaufvermögen um T€ 3.168 (-28,5%). Der Rückgang des Umlaufvermögens wurde hauptsächlich von den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um -40,9% und von den liquiden Mitteln um -41,5% beeinflusst. Ein wesentlicher Faktor für die jeweiligen Rückgänge ist die Entwicklung der Corona-Pandemie und die damit verbundene Nachfrage nach Corona-Tests und so gesunkenen Umsatzerlöse der Gesellschaft.

Die Vorräte reduzierten sich zum Vorjahr nur leicht um T€ 39 (-1,1%).

31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
Vermögenslage Passiva T€ T€ T€ in %
Eigenkapital 11.507 10.306 1.201 11,6
Rückstellungen 1.052 1.353 -300 -22,2
Verbindlichkeiten 7.131 8.302 -1.170 -14,1
Summe Vermögen Passiva 19.690 19.960 -270 -1,4

Das Eigenkapital hat sich um den Jahresüberschuss in Höhe von T€ 1.201 auf T€ 11.507 verändert. Die Eigenkapitalquote ist bei leicht gesunkener Bilanzsumme von 51,6% auf 58,4% gestiegen.

Der Rückgang der Rückstellungen resultiert einerseits im Wesentlichen aus dem Rückgang der personalbezogenen Rückstellungen (Urlaub / Überstunden) und andererseits aus dem Rückgang von Rückstellungen für Kulanzleistungen (Kundenreklamationen).

Die Verbindlichkeiten sind im Zusammenhang mit der verminderten Nachfrage nach Corona-Tests um -14,1% gesunken. Im Wesentlichen resultiert dies aus dem Rückgang der sonstigen Verbindlichkeiten und den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen.

Finanzlage

Die Finanzierung erfolgt weitgehend durch eigene Mittel bzw. den operativen Cashflow sowie durch langfristige Zahlungsziele gegenüber der koreanischen Muttergesellschaft. Die Gesellschaft ist nicht auf die Kreditvergabe von Banken angewiesen.

Der Cash-Investment für die Produktionsanlagen wurde vollständig abgeschlossen und derzeit befindet sich die Gesellschaft in der Phase der Prozessvorbereitung und der darauffolgenden behördlichen Genehmigungen für die Produktion. Daher wird erwartet, dass es keinen nennenswerten neuen Cash-Impact geben wird. Die Produktion kann beginnen, sobald die Probefertigung und die behördlichen Genehmigungen abgeschlossen sind.

Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur Lage des Unternehmens

Aufgrund der rückläufigen Infektionen im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie reduzierte sich auch die Zahl der Coronavirus-Tests, was zu einem starken Rückgang der Umsatzerlöse führte.

Dem entgegen steht ein Anstieg von Geräteinstallationen, die auch nach der Pandemie weiter genutzt werden. Insgesamt war das Geschäftsjahr zufriedenstellend. Das positive Ergebnis lag zwar deutlich unter dem des Vorjahres, erzielte jedoch eine Budgetüberschreitung.

C. Chancen und Risikobericht

1. Darstellung des Risikomanagementsystems

Die Seegene Germany GmbH verfügt über ein Risikomanagementsystem zur Vermeidung von Planungsabweichungen und zur Sicherstellung einer nachhaltigen positiven Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Im Rahmen der monatlichen Berichterstattung an die koreanische Muttergesellschaft werden die Soll/Ist- Abweichungen zu den Planzahlen analysiert, um mögliche Risiken in den Geschäftsbereichen frühzeitig zu erkennen. Zudem wird durch externe Reviews an die Muttergesellschaft Bericht erstattet.

Bedeutende Investitionen durchlaufen ein Genehmigungsverfahren. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement.

Im Rahmen der fortlaufenden Finanzplanung wird der Finanzbedarf frühzeitig analysiert und bei Bedarf entsprechende Finanzierungsmaßnahmen mit der Muttergesellschaft abgestimmt und durchgeführt.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt.

2. Wesentliche Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Die Erläuterung der nachfolgend aufgeführten Risiken und Chancen erfolgt entsprechend ihrer Bedeutung in absteigender Reihenfolge.

a) Risiken

Ukraine-Russland-Konflikt und Krieg im Nahen Osten

Der immer noch anhaltende Konflikt in der Ukraine und der neu entfachte Krieg im Nahen Osten haben Folgen für die Weltwirtschaft und geopolitische Stabilität. Daraus resultierende Verzögerungen in den wichtigsten internationalen Lieferketten und Transportwegen führen zu einem deutlichen Preisanstieg im Bereich Energie sowie bei vielen Rohstoffen und industriellen Vorprodukten.

Die sich daraus ergebenden Probleme in den Lieferketten und den folglich entstehenden Preiserhöhungen könnten der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2024 und den Folgejahren über das geplante Maß hinaus Umsatzeinbrüche und Margenverluste bereiten.

Marktrisiko

Das Marktrisiko für die Gesellschaft besteht insbesondere in der Schnelllebigkeit des Marktes. Wie bereits an der Coronapandemie festzustellen war, können sich die Zielsetzungen der Gesundheitspolitik und damit die Nachfrage nach bestimmten Medizinprodukten schnell ändern. Zugleich bietet diese Schnelllebigkeit des Marktes auch Chancen für Seegene mit innovativen Verfahren Marktanteile zu gewinnen.

Hohe Standards wie bspw. die EU-Verordnung für In-Vitro-Diagnostika (IVDR) bilden hohe Markteintrittsbarrieren, so dass die Gesellschaft weiterhin von einer stabilen Wettbewerberkonstellation ausgeht. Zur Erfüllung der hohen Standards in der Molekulardiagnostik hat Seegene ein Risikomanagementsystem eingeführt, in dem Risiken frühzeitig identifiziert, bewertet und gehandhabt werden. Durch eine kontinuierliche Prozessoptimierung und der Verbesserung interner Abläufe kann die Gesellschaft auch in der Zukunft schnell auf eine veränderte Marktsituation reagieren. In Zusammenspiel mit hochwertigen Produkten sieht sich die Gesellschaft unter den gegebenen Marktbedingungen für die Zukunft gut gerüstet.

Der Fachkräftemangel, insbesondere in der Gesundheitsbranche, stellt für die Gesellschaft zunehmend eine Herausforderung bei der Besetzung neuer Stellen dar. Aus diesem Grund sondiert die Gesellschaft regelmäßig den Bewerbermarkt, um qualifizierte Mitarbeiter für sich zu gewinnen.

Die Gesellschaft schätzt das Marktrisiko insgesamt eher als gering ein.

Lagerrisiko

Die begrenzte Haltbarkeit der Produkte sowie die begrenzte Zahl an Abnehmern stellen naturgemäß ein Lagerrisiko für die Gesellschaft dar. Wesentlichen Einfluss haben auch politische Entscheidungen, welche starken Einfluss auf die Nachfrage bestimmter Produkte der Gesellschaft haben können. Durch vorausschauende Planung und einer kontinuierlichen Optimierung unserer Prozesse, sowie eingehenden Marktanalysen versucht die Gesellschaft die Lagerkosten und das Lagerrisiko so gering wie möglich zu halten. Insgesamt wird das Lagerrisiko als gering eingeschätzt.

Einkaufrisiko

Die Gesellschaft bezieht den Großteil ihres Produktportfolios von der Muttergesellschaft Seegene Inc. in Seoul, Korea.

Seegene ist hierbei stark auf Luftfrachtunternehmen und andere Logistikdienste angewiesen, so dass Versandverzögerungen oder -unterbrechungen der Gesellschaft insbesondere im Rahmen des Ukraine-Russland- Krieges erheblichen Schaden zuführen können.

Seegene vertreibt hochwertige Produkte und Geräte, so dass die Ladekapazitäten im Verhältnis zum Wert relativ gering sind. Gestiegene Transportkosten bergen daher nur ein geringes Risiko. Weiterhin geht die Gesellschaft davon aus, dass die Lieferketten für die Gesellschaft - wie bereits in der Coronakrise erfahren - relativ stabil und funktional bleiben.

Insgesamt schätzt die Gesellschaft das Einkaufsrisiko als gering ein.

IT- und Cyberrisiken

Die Seegene Germany GmbH ist sich der Gefahr durch Cyber-Attacken und anderen Bedrohungen, für die Sicherheit und Integrität unserer geschäftskritischen IT-Systeme und den uns anvertrauten Daten bewusst. Es werden weitreichende Maßnahmen nach Europäischen IT-Sicherheitsstandards getroffen, um Manipulationen oder den unkontrollierten Abfluss von Daten zu verhindern. Die Angemessenheit und Wirksamkeit der Datenschutz-Vorkehrungen werden regelmäßig konzernweit hinterfragt und geprüft. Durch unsere Datenschutzbeauftragte werden unsere Mitarbeiter zudem regelmäßig geschult, um die Einhaltung der Regelungen der DSGVO der Europäischen Union zu gewährleisten.

Insgesamt schätzt die Gesellschaft die IT- und Cyberrisiken als gering ein.

Fremdwährungsrisiko

Der überwiegende Teil der Geschäftstransaktionen erfolgt in EUR.

Als größter Lieferant fungiert die Muttergesellschaft Seegene Inc., wodurch hohe Verbindlichkeiten entstehen können. Als Zahlungswährung wurde im Rahmenvertrag mit Seegene Inc. Euro festgelegt, weshalb dahingehend kein Fremdwährungsrisiko besteht.

Insgesamt sind Geschäftstransaktionen in Fremdwährung die Ausnahme und von untergeordneter Bedeutung, so dass das Fremdwährungsrisiko als gering eingestuft werden kann. Im Jahr 2023 gab es keine Transaktionen in Fremdwährung.

Finanzierungs- und Ausfallsrisiko

Durch die kontinuierliche Generierung eines positiven Cashflows aus operativer Tätigkeit in den letzten Jahren ist die Gesellschaft jederzeit in der Lage ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen Forderungen und Verbindlichkeiten. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- oder Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Forderungsausfälle sind eher gering.

Das Finanzierungs- und Ausfallsrisiko wird als sehr gering eingeschätzt.

Gesamtbewertung

Bestandsgefährdungspotentiale wirtschaftlicher und rechtlicher Art sind der Gesellschaft aktuell nicht bekannt.

Mit Ausnahme der beschriebenen erwarteten rückläufigen Umsätze durch Corona-Produkte sind keine sonstigen Risiken mit wesentlichem Einfluss auf die künftige Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bekannt.

Die Risikolage hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht wesentlich verändert. Darüber hinaus gewinnt Seegene durch den geplanten Aufbau einer eigenen Produktionsstätte an Unabhängigkeit und Flexibilität, um auf unerwartete Ereignisse reagieren zu können.

b) Chancen

Der Aufbau einer eigenen Produktionsstätte zur Herstellung von Multiplex-PCR-Assays aus dem Portfolio von Seegene Inc. ist zwar erfolgt, jedoch ist die Herstellung und der Vertrieb von In-vitro-Diagnostika (IVDs) sehr streng reguliert und da die Gesellschaft noch nicht alle regulatorischen Anforderungen erfüllt hat (Zertifizierung nach EN ISO13485:2016), wird es voraussichtlich innerhalb des Jahres 2025 mit der Produktion von IVDs beginnen können.

Für die kommenden Jahre wird mit nachhaltigen Umsatzsteigerungen für Nicht-COVID Produkte aufgrund der Produktpalette für Gesundheitsweisen gerechnet. Durch die Folgen der Coronapandemie blieb die Gesundheitsbranche weiterhin im Fokus der Öffentlichkeit. Der zunehmende Einsatz von Polymerase- Kettenreaktion (PCR), Antigen- und Antikörpertests hat das öffentliche Bewusstsein für die Bedeutung der Molekulardiagnostik und ihr Potenzial über die Pandemie hinaus deutlich erhöht.

Weitere Chancen für die zukünftige Entwicklung liegen insbesondere in der Erschließung neuer Absatzmärkte, sowie der Einführung neuer Produkte zur Ergänzung unseres Produktportfolios. Die Gesellschaft geht davon aus, dass Investitionen sowohl aus dem öffentlichen als auch privaten Sektor in die Molekulardiagnostik weiter zunehmen werden. Das Gebiet der Molekulardiagnostik expandiert in neue Bereiche der Medizin und ermöglicht Kliniken die Bewertung und Überwachung von Krebs, Infektionskrankheiten, Immunstatus und bleibt somit ein Treiber für langfristiges Wachstum.

Die Gesellschaft sieht aufgrund der hohen Qualität ihrer Produkte und der Schnelligkeit ihrer Diagnoseverfahren weitere Expansionsmöglichkeiten auf dem europäischen Markt.

Die Corona-Pandemie ermöglichte der Gesellschaft Neukunden zu gewinnen und weitere Geschäftspartner von ihren Produkten und Geräten zu überzeugen. Die Gesellschaft nimmt an, dass molekular-diagnostische Verfahren insgesamt an Bedeutung gewinnen werden. Dank der breiten Produktpalette, der eingeleiteten Diversifizierung und des Ausbaus des Geschäftsmodells - u.a. durch den Aufbau der Produktionsstätte - sieht sich Seegene gut gerüstet die Wettbewerbsfähigkeit und Rentabilität der Gesellschaft aufrechtzuerhalten und auszubauen.

D. Prognosebericht - Ausblick für Folgejahr 2024

Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir einen Umsatz, welcher voraussichtlich deutlich über dem Vorjahr liegen wird. Der Rohertrag wird eher leicht über dem Geschäftsjahr 2023 liegen. Unter diesen Gegebenheiten rechnen wir Ende 2024 mit einem EBIT leicht über dem Niveau des Geschäftsjahres 2023.

Die im Juni 2022 veröffentlichten neuen EBM-Ziffern (siehe Abschnitt B.1) werden sich verstärkt im Jahr 2024 auswirken und zu einer weiterhin positiven Geschäftsentwicklung führen. Der Facharbeitermangel betrifft auch die diagnostischen Labore. Als Kompensation weichen die Labore auf den Einsatz von automatisierten Systemen aus, die wir 2024 ebenfalls verstärkt in den Markt bringen werden (AIOS System). 4

Insgesamt sieht die Geschäftsführung die Gesellschaft für die Zukunft gut aufgestellt und plant weiterhin aufgrund der neu gesetzten Ausrichtung die Mitarbeiteranzahl deutlich anzuheben, um der zukünftigen Nachfrage gerecht zu werden und neue Absatzmärkte bzw. Absatzchancen nutzen zu können.

 

Düsseldorf, den 28. August 2024

Seegene Germany GmbH

Dr. Lothar Kruska, Geschäftsführer

4 EBM Gesamt - Stand 1. Quartal 2024.pdf (kbv.de)

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltich erworbene Software 1,00 1,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 9.242.609,80 6.990.223,88
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 327.573,20 260.353,87
3. Geleistete Anahlungen und Anlagen im Bau 2.118.917,95 1.591.765,71
11.689.100,95 8.842.343,46
11.689.101,95 8.842.344,46
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Waren 3.448.022,48 3.487.060,72
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.869.687,58 5.206.263,56
2. Forderungen gegen verbundenen Unternehmen 125.218,71 0,00
3. Sonstige Vermögensgegenstände 139.342,37 100.935,87
3.134.248,66 5.307.199,43
III. Guthaben bei Kreditinstituten 1.346.758,54 2.303.041,28
7.929.029,68 11.097.301,43
C. Rechnungsabgrenzungsposten 71.913,82 20.514,41
Bilanzsumme Aktiva 19.690.045,45 19.960.160,30

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 3.475.000,00 3.475.000,00
III. Gewinnvortrag 6.806.106,12 4.525.794,36
IV. Jahresüberschuss 1.200.601,32 2.280.311,76
11.506.707,44 10.306.106,12
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 484.619,83 485.329,61
2. Sonstige Rückstellungen 567.513,00 867.176,18
1.052.132,83 1.352.505,79
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 18.567,01 19.123,39
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.551,98 9.106,44
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 6.487.038,33 6.870.370,49
4. Sonstige Verbindlichkeiten 624.047,86 1.402.948,07
7.131.205,18 8.301.548,39
Bilanzsumme Passiva 19.690.045,45 19.960.160,30

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

31.12.2023 31.12.2022
1. Umsatzerlöse 28.300.472,34 59.980.213,05
2. Sonstige betriebliche Erträge 233.877,85 211.300,77
3. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Waren -16.954.430,01 -47.272.352,75
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -3.505.783,22 -4.447.947,84
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -595.282,08 -705.882,97
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagenvermögens und Sachanlagen -2.566.564,54 -1.850.075,39
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.158.642,13 -2.559.137,35
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 36.541,62 9.691,48
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,00 -33,22
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -568.110,22 -1.055.193,72
10. Ergebnis nach Steuern 1.222.079,61 2.310.582,06
11. Sonstige Steuern -21.478,29 -30.270,30
12. Jahresüberschuss 1.200.601,32 2.280.311,76

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Seegene Germany GmbH hat ihren Sitz in Düsseldorf und ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Düsseldorf unter der Registernummer HRB 81565 eingetragen.

Die Seegene Germany GmbH ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 eine mittelgroße Kapitalgesellschaft nach § 267 Abs. 3 HGB.

Der Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde wie im Vorjahr entsprechend dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB erstellt.

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten, Davon-Vermerke sowie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, im Anhang aufgeführt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Es sind unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, über eine Nutzungsdauer von 1 bis 5 Jahren abgeschrieben.

Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Die Sachanlagen sind mit Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Anschaffungskosten umfassen auch die einzelnen zurechenbaren Anschaffungsnebenkosten und die nachträglichen Anschaffungskosten. Kaufpreisminderungen werden abgezogen. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer der einzelnen Vermögensgestände beträgt:

Technische Anlagen und Maschinen 5 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 1-15 Jahre

In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Anlagegüter wird handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 EStG angewendet. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von € 800,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wird unterstellt.

Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten und unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, wurden entsprechende Abwertungen vorgenommen. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken zum niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag bilanziert. Für Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet sind, werden angemessene Abschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung von 0,8% (Vorjahr 0,6%) auf die nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen gebildet.

Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennbetrag angesetzt.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt sind. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen.

Die Verbindlichkeiten sind grundsätzlich zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Währungsumrechnung

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger wurde das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) nicht angewendet.

Latente Steuern

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Darüber hinaus werden aktive latente Steuern auf die bestehenden körperschaft- und gewerbesteuerlichen Verlustvorträge gebildet, soweit innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Verlustverrechnung zu erwarten ist. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Im Falle eines Aktivüberhanges der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht. Soweit sich ein Passivüberhang ergibt und weitere aufrechnungsfähige und unbeschränkt vortragsfähige Verlustvorträge bestehen, werden darauf bis zur Höhe des passiven Überhangs weitere latente Steuern gebildet.

Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 31,23% zugrunde (15,83% für die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und 15,4% für die Gewerbesteuer), der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird. Der Steuersatz für die Gewerbesteuer ergibt sich aus dem Gewerbesteuerhebesatz von 440,00%.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres dargestellt. Der Anlagenspiegel ist dem Anhang beigefügt.

Vorräte

Die Vorräte bzw. der Warenbestand enthielt im Geschäftsjahr 2022 fälschlicherweise Anzahlungen für sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von T€ 18. Dieser Vorjahresfehler wurde im Geschäftsjahr 2023 in laufender Rechnung korrigiert und das Anzahlungskonto umgegliedert. Die Anzahlungen für sonstige Vermögensgegenstände werden nun als sonstige Vermögensgegenstände ausgewiesen.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Vermögensgegenstände

Alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind ausschließlich Forderungen gegen die Alleingesellschafterin (Seegene Inc.) in Höhe von T€ 125 (Vorjahr T€ 0) enthalten. Diese betreffen Lieferungen und Leistungen und haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die sonstigen Vermögengegenstände enthalten Forderungen aus Kautionen in Höhe von T€ 80 mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (Vorjahr T€ 62). Des Weiteren enthalten sind geleistete Anzahlungen für sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von T€ 25. Diese wurden im Vorjahr fälschlicherweise unter den Vorräten bzw. dem Warenbestand gezeigt und aus diesem Grund umgegliedert.

Sonstige Rückstellungen

Die in der Bilanz ausgewiesenen sonstigen Rückstellungen in Höhe von T€ 568 (Vorjahr T€ 867) beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Urlaub und Überstunden in Höhe von T€ 170 (Vorjahr T€ 320), Rückstellungen für Abschluss- und Prüfungskosten in Höhe von T€ 124 (Vorjahr T€ 70), Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen in Höhe von T€ 122 (Vorjahr T€ 209), Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen in Höhe von T€ 116 (Vorjahr T€ 116) sowie Rückstellungen für Kulanzleistungen gegenüber Kunden in Höhe von T€ 19 (Vorjahr T€ 120).

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber der Alleingesellschafterin (Seegene Inc.) in Höhe von T€ 6.485 (Vorjahr T€ 6.870) enthalten. Diese betreffen ausschließlich Lieferungen und Leistungen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von T€ 82 (Vorjahr T€ 145) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von T€ 40 (Vorjahr T€ 7).

IV. Erläuterungen zur Gewinn -und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Umsatzerlöse wurden im Geschäftsjahr in Höhe von T€ 28.300 im Geschäftsbereich Vertrieb von chemischen, biologischen Erzeugnissen und im Geschäftsbereich Verkauf und Vermietung von medizinischen Instrumenten erwirtschaftet.

Das Umsatzgeschäft wird hauptsächlich im Inland betrieben und setzt sich geographisch sowie nach Umsatzart wie folgt zusammen:

2023 2022
T€ T€
Inland 28.150 59.748
Europäisches Ausland 25 117
Drittland 125 115
Gesamt 28.300 59.980
2023 2022
T€ T€
Verkauf von Waren 26.516 57.822
Frachterlöse aus dem Warenverkauf 86 89
Mieteinnahmen 1.045 1.054
Technische Dienstleistungen 653 1.015
Gesamt 28.300 59.980

Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen im Geschäftsjahr T€ 234 (Vorjahr T€ 211) und enthalten im Wesentlichen periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von T€ 95 (Vorjahr T€ 57 sowie periodenfremde Erträge aus der Auflösung der Pauschalwertberichtigungen in Höhe von T€ 10 (Vorjahr T€ 32). Darüber hinaus sind Veräußerungen von Gegenständen des Anlagevermögens in Höhe von T€ 32 (Vorjahr T€ 25) enthalten.

Im Personalaufwand sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von T€ 3 (Vorjahr T€ 3) enthalten.

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat die Gesellschaft insgesamt Aufwendungen aus Körperschaftssteuer nebst Solidaritätszuschlag in Höhe von T€ 288 (Vorjahr T€ 535) und Gewerbesteueraufwendungen in Höhe von T€ 280 (Vorjahr T€ 520) gehabt. Es ergab sich kein tatsächlicher Steueraufwand oder Steuerertrag aus dem MinStG für das Geschäftsjahr 2023.

V. Sonstige Angaben

Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 54 (Vorjahr 53). Hiervon waren 48 in Vollzeit (Vorjahr 46), 6 in Teilzeit (Vorjahr 7) und 1 Auszubildender (Vorjahr 0) beschäftigt. Wie im Vorjahr handelt es sich bei diesen ausschließlich um Angestellte.

Geschäftsführung

Während des Geschäftsjahres wurde die Gesellschaft durch Herrn Dr. Lothar Kruska, Wuppertal, von Beruf Chemiker, geführt.

Da nur ein Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft erhält, wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB auf eine Angabe verzichtet.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag stellen sich die sonstigen finanziellen Verpflichtungen wie folgt dar:

Restlaufzeiten
Bis zu 1 Jahr Mehr als 1 Jahr Mehr als 5 Jahre Gesamt
T€ T€ T€ T€
Aus Miet- und Leasingverträgen 329 152 0 480

Die Miet- und Leasingverträge betreffen das Bürogebäude in Düsseldorf und Firmenfahrzeuge. Neben den dargestellten sonstigen finanziellen Verpflichtungen existieren keine weiteren außerbilanziellen Geschäfte, die für die Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung wären. Alle diese Verträge haben den Vorteil, dass sie im Vergleich zu einem Kauf einen geringeren Kapitalbetrag binden und dass kein Verwertungsrisiko aus dem Verkauf von Vermögenswerten besteht. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, wenn die Vermögenswerte nicht mehr in vollem Umfang genutzt werden können. Derzeit gibt es jedoch keine Anzeichen dafür, dass dies der Fall wäre.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und nahestehenden Personen

Im Rahmen ihrer normalen Geschäftstätigkeit unterhält die Gesellschaft Geschäftsbeziehung zu zahlreichen Unternehmen, darunter auch zu verbundenen Unternehmen, insbesondere zu ihrer Muttergesellschaft Seegene Inc., Seoul, Südkorea, die als nahestehende Unternehmen gelten. Als nahestehende Personen gelten auch die Mitglieder der Geschäftsführung sowie deren nahe Familienangehörige. Außer den Vergütungen für die Geschäftsführung bestehen keine Geschäftsbeziehungen zu der Geschäftsführung oder deren Familienangehörigen. Marktunübliche Geschäfte mit nahestehenden Personen hat es im Geschäftsjahr nicht gegeben.

Zusammenfassung aller wesentlichen, marktüblichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen nach Geschäftsarten:

Direkte sowie alle übergeordneten Mutterunternehmen Übrige verbundene Unternehmen
T€ T€
Einkauf von Vermögengegenständen 20.914 17
Verkauf von Vermögengegenständen 0 0
Bezogene Dienstleistungen 387 0
Geleistete Dienstleistungen 125 0

Gesellschafter und Konzernverhältnisse

Mutterunternehmen der Gesellschaft ist die Seegene Inc. Seoul, Südkorea. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Seegene Inc. mit Sitz in Seoul, Südkorea, die den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen. Der Konzernabschluss der Seegene Inc. ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich und wird auf der Website von Dart (https://dart.fss.or.kr/) unter dem Namen bzw. unter der KOSDAQ (Korean Securitires Dealers Association Automated Quotations) - Nummer 096530 veröffentlicht.

Gewinnverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn von T€ 8.007, der sich aus dem Jahresüberschuss von T€ 1.201 und dem Gewinnvortrag von T€ 6.806 ergibt, auf neue Rechnung vorzutragen.

Ereignisse nach dem Abschlussstichtag (Nachtragsbericht)

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Bilanz noch in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt sind, liegen nicht vor.

 

Düsseldorf, den 28. August 2024

Dr. Lothar Kruska, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 29.496,00 0,00 0,00 29.496,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 10.778.496,24 4.828.980,72 129.241,37 15.478.235,59
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 472.061,90 160.448,86 0,00 632.510,76
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.591.765,71 527.152,24 0,00 2.118.917,95
12.842.323,85 5.516.581,82 129.241,37 18.229.664,30
12.871.819,85 5.516.581,82 129.241,37 18.259.160,30
Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 29.495,00 0,00 0,00 29.495,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 3.788.272,36 2.473.335,01 25.981,58 6.235.625,79
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 211.708,03 93.229,53 0,00 304.937,56
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
3.999.980,39 2.566.564,54 25.981,58 6.540.563,35
4.029.475,39 2.566.564,54 25.981,58 6.570.058,35
Restbuchwerte
31.12.2023 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 1,00 1,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 9.242.609,80 6.990.223,88
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 327.573,20 260.353,87
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.118.917,95 1.591.765,71
11.689.100,95 8.842.343,46
11.689.101,95 8.842.344,46

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Seegene Germany GmbH, Düsseldorf

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Seegene Germany GmbH, Düsseldorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Seegene Germany GmbH, Düsseldorf, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 28. August 2024

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dirk Hällmayr, Wirtschaftsprüfer

Florian Senel, Wirtschaftsprüfer

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