Hamburger Pensionsverwaltung eG

Hamburg

Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg GnR 980
Vorher
Hamburger Pensionsverwaltung e.G.
Eingetragen
22.8.1994
Branche
Kreditinstitute des GenossenschaftssektorsBeteiligungsgesellschaftenMit Versicherungsdienstleistungen und Pensionskassen verbundene Tätigkeiten a. n. g.
Gegenstand
Gegenstand der Genossenschaft ist eine Einrichtung zur Unterstützung der Mitglieder bei der Verwaltung von Anwärter- und Rentnerbeständen aus Zusagen auf betriebliche Altersversorgung. Gegenstand ist ferner die: a. Beratung auf dem Gebiet betrieblicher Sozialleistungen; b. Rechtsberatung der Mitglieder auf dem Gebiet der betrieblichen Altersversorgung; c. Vermittlung von Leistungen der betrieblichen Altersversorgung; d. Erbringung und Vermittlung sonstiger verwaltender Tätigkeiten auf dem Gebiet betrieblicher Sozialleistungen; e. Erbringung anderer Dienstleistungen. Die Genossenschaft darf alle weiteren Tätigkeiten ausführen und sich an anderen Unternehmen beteiligen, die dem Gegenstand unmittelbar oder mittelbar zu dienen bestimmt sind. Die Genossenschaft tätigt ihre Geschäfte mit Mitgliedern und Nicht-Mitgliedern.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Michael Dr. Saß
seit 27.3.2025
Vorstandsmitglied
Thomas Schmidt
seit 27.3.2025
Vorstandsmitglied
Andrea Vogt
seit 21.12.2020
Prokura
Vorstandsmitglied
Carsten Erhard Ebsen
seit 20.6.2019
Prokura
Thomas Oliver Gut
seit 1.2.2019
Prokura
Frank Scheer
seit 5.1.2017
Vorstandsmitglied
Halina Zack
seit 6.5.2013
Prokura
Prokura
Sigrun Petruschat
seit 10.4.2002
Prokura

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Hamburger Pensionsverwaltung eG

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Inhalt

Organe

Lagebericht

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Gewinn- und Verlustrechnung

Anhang

Entwicklung des Anlagevermögens

Verbindlichkeitenspiegel

Ergebnisverwendungsvorschlag

Sonstige Angaben

Bericht des Aufsichtsrates

Organe

Vorstand
Melanie Jura Hamburg
Frank Scheer Hamburg
Aufsichtsrat
Kathrin Helene Flohr ab 06.06.2023 Coca-Cola European Partners Deutschland
Vice President / People & Culture, Arbeitsdirektorin
Berlin
Werner Giselbrecht (Schriftführer) Hochland Deutschland GmbH,
Kaufmännischer Leiter
Heimenkirch
Dr. Lars Jendrian Deichmann SE, Geschäftsführender
Direktor (Finanzen, Personal & Recht)
Essen
Frank Molthan bis 06.06.2023 Coca-Cola European Partners Deutschland
GmbH, General Manager
Berlin
Volker Schlinge (Vorsitzender) METRO Deutschland GmbH,
Geschäftsführer und Arbeitsdirektor
Düsseldorf
Martin Scholvin EDEKA ZENTRALE Stiftung & Co. KG,
Vorstand Finanzen
Hamburg
Dr. Ludger Vonnahme (stellv. Vorsitzender) Kaufmann Bremen

Lagebericht

Die Hamburger Pensionsverwaltung eG (HAPEV) berät und betreut ihre Mitglieder und weitere Unternehmen auf dem Gebiet der betrieblichen Altersversorgung und verwaltet ohne eigenes Gewinninteresse deren Versorgungszusagen und Versorgungseinrichtungen. Sie ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft für betriebliche Altersversorgung e.V. (aba).

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Alterssicherung in Deutschland befindet sich aufgrund von demografischen und gesellschaftspolitischen Veränderungen in einem anhaltenden Prozess der Umstrukturierung. Die Herausforderungen für die sozialen Sicherungssysteme nehmen weiter zu und das Leistungsniveau der gesetzlichen Rente wird weiter sinken. Zum Ausgleich propagiert und fördert der Gesetzgeber diverse sich teils widersprechende Konzepte der privaten oder betrieblichen, kollektiv oder individuell organisierten, auf Renten- oder Kapitalbasis, Immobilieneigentum oder Unternehmensbeteiligungen gerichteten, mit oder ohne Gewinnstreben des Anbieters organisierten Vorsorge. In dieser Gemengelage der unterschiedlichen Konzepte hat sich die HAPEV positioniert. In Übereinstimmung mit ihren Mitgliedsunternehmen ist sie davon überzeugt, dass die gesetzliche Rente am besten durch ein kollektiv organisiertes und einfach strukturiertes System der betrieblichen Altersversorgung ergänzt wird.

Geschäftsverlauf

Der Umsatz der HAPEV belief sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 26.446,1 TEUR (Vorjahr: 25.027,3 TEUR). Hauptumsatzträger war auch 2023 die Verwaltung der Hamburger Pensionskasse von 1905 VVaG (HPK) und der Hamburger Pensionsrückdeckungskasse VVaG (HPR) mit zusammen 16.433,2 TEUR (Vorjahr: 15.446,7 TEUR). Auf die sonstige Verwaltung von Pensionskassen bzw. Versorgungswerken, Beratung und Pensionsgutachten entfiel ein Umsatz von 9.883,8 TEUR (Vorjahr: 9.458,1 TEUR). Die Leistungen im Bereich der Immobilienverwaltung für Immobilienfonds und einer Grundstücksdienstleistungsgesellschaft für Versorgungswerke wurden mit 129,1 TEUR (Vorjahr: 122,5 TEUR) vergütet.

Die Personalaufwendungen betrugen im Geschäftsjahr 2023 16.246,1 TEUR (Vorjahr 15.847,3 TEUR); die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich auf 7.819,9 TEUR (Vorjahr 6.925,8 TEUR).

Die HAPEV hat im vergangenen Geschäftsjahr einen Jahresüberschuss in Höhe von 4,7 TEUR (Vorjahresjahresüberschuss: 5,8 TEUR) erzielt. Das Ergebnis entspricht der Planung des Vorjahres. Genau wie die von ihr verwalteten Pensionskassen ist die HAPEV "auf Gegenseitigkeit" organisiert. Sie bietet ihre Dienstleistungen den angeschlossenen Mitgliedern zu auskömmlichen Sätzen ohne Gewinnstreben an. Die nötige Eigenmittelausstattung erhält sie von den angeschlossenen Versorgungswerken, die für je 500 verwaltete Personen einen Geschäftsanteil zu zeichnen haben.

Chancen und Risiken

Die HAPEV hat 2023 das in einer Risikostrategie zusammengefasste Risikomanagement konsequent angewendet. Kernstück der Risikostrategie ist die qualitative und quantitative Erfassung aller relevanten Risiken, deren Behandlung und die Berichterstattung an Vorstand und Aufsichtsrat. Im Rahmen des Risikomanagements werden Zuständigkeiten und Maßnahmen zur Risikosteuerung und -minderung definiert.

Durch die Qualitätssicherung werden Gefahren aus Kostensteigerungen frühzeitig erkannt, und die Abläufe werden kostenbewusst optimiert.

Für die Kapitalanlage der verwalteten Versorgungswerke besteht ein funktionsgetrenntes Risikomanagement. Das Risikomanagement wird durch Maßnahmen zur Früherkennung ergänzt.

Das operationale Risiko beinhaltet die Gefahr von Verlusten aufgrund von unzulänglichen oder fehlgeschlagenen internen Prozessen oder aus mitarbeiter- und systembedingten oder externen Vorfällen sowie von Rechtsrisiken. Um wesentliche operationale Risiken zu erkennen, wird ein umfassendes Frühwarnsystem eingesetzt. Die Steuerung von operationalen Risiken erfolgt vornehmlich durch die verbindliche Festlegung von Verhaltensregeln. Risiken, deren Eintreten sich nicht vollständig ausschließen lässt und deren Eintreten gravierende Folgen hätte, werden in Notfallplänen berücksichtigt und erforderlichenfalls versichert.

Die HAPEV wächst. Aus dem Kreis ihrer Mitgliedsunternehmen gewinnt sie laufend neue Beratungs- und Dienstleistungsaufträge hinzu. Bisher eigen verwaltete Pensionskassen interessieren sich vor dem Hintergrund steigender aufsichtsrechtlicher Anforderungen für eine Verwaltung durch die HAPEV. Das weitere Größenwachstum trägt dazu bei, die in Rechnung gestellten Verwaltungskosten auf niedrigem Niveau halten zu können.

Die HAPEV beobachtet sehr sorgfältig die Regulierung von Pensionskassen durch europäisches und deutsches Recht. Im Fall nachteiliger Regelungen wären die von ihr verwalteten Pensionskassen beeinträchtigt und zugleich würden sich Chancen für die Verwaltung weiterer Pensionskassen und Versorgungszusagen in anderen Durchführungswegen eröffnen.

Zukünftige Entwicklung

Die Rahmenbedingungen für den deutschen Groß- und Außenhandel werden auch 2024 voraussichtlich von einem abgeschwächten Weltwirtschaftswachstum geprägt. Deutschland befindet sich weiterhin an der Schwelle zur Rezession. Die Inflation als wesentlicher Einflussfaktor wird sich 2024 voraussichtlich weiter abschwächen und damit positiv auf die Konsumneigung auswirken. Die Nachfrage in der Tourismusbranche wurde 2023 kaum durch Preissteigerungen, unsichere Entwicklungen aufgrund zahlreicher Konflikte in der Welt und Umweltkrisen beeinträchtigt. Dieser Trend wird sich voraussichtlich 2024 fortsetzen. Inwieweit sich dies mittelbar auf die betriebliche Altersversorgung der betroffenen Mitgliedsunternehmen in den Folgejahren auswirkt, lässt sich noch nicht abschätzen. Die nachfolgend genannten Erwartungen an die zukünftige Entwicklung sind insoweit mit Unsicherheit behaftet.

Im Berichtsjahr waren darüber hinaus keine Risiken erkennbar, die einen wesentlichen Einfluss auf die künftige Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage haben können.

Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet die HAPEV eine deutliche Zunahme der Umsätze aus der Gewinnung neuer Mandate im Pensionsservice und der Weiterbelastung der steigenden Personal- und Sachaufwendungen. Insgesamt wird ein leicht positives Ergebnis erwartet. Aufgrund des Wachstums der beiden von der HAPEV verwalteten Hamburger Pensionskassen wird die HAPEV ihre Eigenkapitalbasis weiter stärken.

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. 1. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie
Lizenzen an solchen Rechten und Werten
1.651.260,00 2.273.743,00
2. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00
II. Sachanlagen, andere Anlagen, Betriebs-
und Geschäftsausstattung
1.161.637,00 1.568.726,00
2.812.897,00 3.842.469,00
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.061.442,39 3.010.489,77
2. sonstige Vermögensgegenstände 1.806.988,87 1.297.219,14
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben,
Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks
1.357.976,14 1.646.513,38
6.226.407,40 5.954.222,29
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.415.654,63 1.251.724,85
D. Aktive latente Steuern 728.951,80 714.498,43
E. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der
Vermögensverrechnung
3.425,68 0,00
11.187.336,51 11.762.914,57

Passiva

Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Geschäftsguthaben 963.781,88 943.841,57
davon:
- verbleibende Mitglieder: EUR 963.270,59
- ausscheidende Mitglieder: EUR 511,29
Rückständige fällige Einzahlungen
auf Geschäftsanteile: EUR 1.298.218,35
Mindestkapital: EUR 849.457,41
II. Ergebnisrücklagen
1. gesetzliche Rücklage 157.066,31 151.415,72
2. andere Ergebnisrücklagen 4.455,64 4.455,64
III. Bilanzgewinn 4.205,06 5.183,36
1.129.508,89 1.104.896,29
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und
ähnliche Verpflichtungen
4.203.521,00 4.178.889,00
2. Steuerrückstellungen 0,00 41.494,00
3. sonstige Rückstellungen 3.204.150,44 2.835.858,04
7.407.671,44 7.056.241,04
C.Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen
1.675.330,89 2.630.422,05
2. sonstige Verbindlichkeiten 974.825,29 971.355,19
davon 2.650.156,18 3.601.777,24
aus Steuern: EUR 333.078,55
(Vorjahr: EUR 345.532,49)
im Rahmen der sozialen Sicherheit:
EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 0,00)
11.187.336,51 11.762.914,57

Wir haben den Abschluss unter Beachtung der gesetzlichen Vorschriften aufgestellt.

 

Hamburg, den 11. April 2024

Der Vorstand

Gewinn- und Verlustrechnung
vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

2023 Vorjahr
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 26.446.145,93 25.027.330,47
2. Sonstige betriebliche Erträge 25.646,94 26.471.792,87 130.968,88 25.158.299,35
3. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 13.209.904,24 12.737.505,34
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung
3.036.212,16 3.109.788,72
davon für Altersversorgung: EUR 952.302,75
(Vorjahr: EUR 1.158.191,67)
16.246.116,40 15.847.294,06
4. Abschreibungen auf immaterielle
Vermögensgegenstände und Sachanlagen
2.462.637,68 2.257.055,08
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen 7.819.868,37 26.528.622,45 6.925.773,55 25.030.122,69
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 6.751,38 274,02
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 73.953,14 82.299,30
davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen
EUR 73.759 (Vorjahr: EUR 72.562,00)
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 50.416,59 40.137,09
davon aus latenten Steuern
EUR -14.453,37 (Vorjahr: EUR -50.174,11)
9. Ergebnis nach Steuern -174.447,93 6.014,29
10. Sonstige Steuern -179.120,22 255,00
11. Jahresüberschuss 4.672,29 5.759,29
12. Einstellungen in Ergebnisrücklagen
gesetzliche Rücklage
467,23 575,93
13. Bilanzgewinn 4.205,06 5.183,36

Anhang

1. Angaben zur Gesellschaft

Name: Hamburger Pensionsverwaltung eG
Sitz: Brooktorkai 20, 20457 Hamburg
Eintrag: Genossenschaftsregisternummer 980,
Amtsgericht Hamburg

2. Form und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung aufgestellt.

Die Bilanzgliederung entspricht dem Schema der §§ 266 und 337 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt.

3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Das Anlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten bilanziert, bei immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen vermindert um die planmäßigen, der voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechenden Abschreibungen.

Die Abschreibungsdauer liegt für immaterielle Vermögensgegenstände zwischen ein bis sieben Jahren sowie für andere Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen drei und dreizehn Jahren. Die Abschreibungen erfolgten nach der linearen Methode. Wirtschaftsgüter im Sinne des § 6 Abs. 2a EStG werden unter Zugrundelegung einer Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie die Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nennwert bilanziert. Die Verpflichtungen aus Altersteilzeit und Zeitwertguthaben wurden gemäß § 246 Abs. 2 S. 2 HGB mit dem zugehörigen Aktivposten verrechnet. Die zu verrechnenden Vermögensgegenstände werden mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet.

Die Bewertung der Pensionsrückstellung erfolgte nach der versicherungsmathematischen Projected-Unit-Credit-Methode unter Ansatz der Rechnungsgrundlagen nach den Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck.

Gehaltsanpassungen wurden mit 2,5 % p.a. eingerechnet. Rentenanpassungen wurden mit 2,2 % angesetzt. Hinsichtlich der Fluktuation wurden unternehmensindividuelle Werte herangezogen. Im Berichtsjahr wird ein von der Deutschen Bundesbank vorgegebener durchschnittlicher Marktzinssatz von 1,82 % bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen und von 1,74 % bei der Rückstellung für Sterbegeld und 1,05 % für Altersteilzeitverpflichtungen zugrunde gelegt.

Die sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags gem. § 253 Abs. 1 HGB angesetzt. Bei Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und sie werden gemäß § 253 Abs. 2 HGB abgezinst.

Verbindlichkeiten wurden zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

4. Erläuterungen zur Bilanz

Aktiva

Bei den immateriellen Vermögensgegenständen handelt es sich um entgeltlich erworbene Software. Die Zugänge der anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung betreffen geringwertige Wirtschaftsgüter und langlebige Wirtschaftsgüter. Die Entwicklung der Posten des Anlagevermögens ist in dem Anlagenspiegel auf Seite 11 dargestellt.

Die Forderungen haben eine Laufzeit von weniger als einem Jahr. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beinhalten im Wesentlichen Forderungen aus den Ausgliederungs- und Dienstleistungsverträgen.

Die flüssigen Mittel setzen sich aus den Barbeständen der Hauptkasse und Bankguthaben zusammen.

Die mit 728.951,80 EUR (Vorjahr: 714.498,43 EUR) ausgewiesenen latenten Steuern stammen aus unterschiedlichen handels- und steuerrechtlichen Bewertungsansätzen bei den Pensionsrückstellungen und sonstigen Rückstellungen. Insgesamt weisen die latenten Steuern einen Aktivüberhang aus und werden mit den aktuell gültigen Steuersätzen der Körperschaft- und Gewerbesteuer (insgesamt 32,28 %) bewertet. In Höhe des Aktivüberhangs besteht eine Ausschüttungssperre gemäß § 268 Abs. 8 HGB.

In der Position Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung wird die Differenz des Wertguthabens aus der Altersteilzeitinsolvenzsicherung und dem zugehörigen Deckungsvermögen 2023 mit EUR 3.425,68 ausgewiesen.

Passiva

Die gesetzliche Rücklage entwickelte sich wie folgt:

Stand am 01.01.2023: EUR 151.415,72
Zuführung gemäß Beschluss der Generalversammlung 2023: EUR 5.183,36
Zuführung gemäß § 15 Abs. 1 der Satzung: EUR 467,23
Stand am 31.12.2023: EUR 157.066,31

Für Pensionsverpflichtungen sind 4.203.521,00 EUR zurückgestellt. Der Unterschiedsbetrag (Ausschüttungssperre) gemäß § 253 Abs. 6 HGB beträgt 52.734,00 EUR (Vorjahr: 235.277,00 EUR).

Die gemäß § 246 Abs. 2 S. 2 HGB verrechneten Bilanzpositionen und Aufwands- und Ertragsposten für Zeitwertguthaben wiesen per 31.12.2023 folgende Werte aus:

Anschaffungskosten EUR 74.619,93
Zeitwert EUR 74.619,93
Erfüllungsbetrag der Rückstellung EUR 74.619,93
verrechnete Aufwendungen EUR 0,00
verrechnete Erträge EUR 0,00

Das Zeitwertguthaben wurde in voller Höhe mit der Rückstellung verrechnet.

Die gemäß § 246 Abs. 2 S. 2 HGB verrechneten Bilanzpositionen und Aufwands- und Ertragsposten für die Rückstellung für Altersteilzeitverpflichtungen wiesen per 31.12.2023 folgende Werte aus:

Anschaffungskosten EUR 71.706,19
Zeitwert EUR 65.786,00
Erfüllungsbetrag der Rückstellung EUR 126.877,00
verrechnete Aufwendungen EUR 3.627,68
verrechnete Erträge EUR 3.411,78

Die Verpflichtungen aus Altersteilzeit wurden gemäß § 8a Abs. 3 AltTZG gegen Insolvenz gesichert.

Für Verpflichtungen aus Bonuszusagen wurden Rückstellungen in Höhe von 1.548 TEUR gebildet, denen Forderungen in gleicher Höhe an den Hamburger Treuhandverein (HTV) gegenüberstehen. Die Bonusguthaben werden vom HTV zur Absicherung der Zahlungsverpflichtungen treuhänderisch verwaltet. Aufgrund der Ausgestaltung des Treuhandverhältnisses gleichen sich die gegenläufigen Wertänderungen und Zahlungsströme im zukünftigen Zeitraum der Bonuszahlung vollständig aus. Die übrigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Prämien an Mitarbeiter (1.043 TEUR), nicht genommenen Urlaub (321 TEUR), Altersteilzeitverpflichtungen (127 TEUR), Steuerberatungs- und Prüfungskosten (119 TEUR) und Jahresabschlusskosten (46 TEUR).

Die Aufgliederung der Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten und Besicherung ist dem Verbindlichkeitenspiegel auf Seite 12 zu entnehmen.

5. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse entfallen überwiegend auf Dienstleistungen im Rahmen der Verwaltung von Versorgungswerken für Mitgliedsunternehmen und weitere Unternehmen sowie auf versicherungsmathematische Gutachtertätigkeiten und Beratungsleistungen. Weitere Umsätze wurden für Leistungen im Bereich der Immobilienverwaltung für von der HAPEV verwaltete Pensionskassen im Rahmen der mit drei Immobilieninvestmentfonds und einer Grundstücksdienstleistungsgesellschaft geschlossenen Geschäftsbesorgungsverträge und durch die Verwaltung von Treuhandvermögen erwirtschaftet.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen entfallen im Wesentlichen auf EDV-Kosten, Mietaufwendungen und allgemeine Bürokosten.

6. Sonstige Angaben

Mitglieder, Geschäftsguthaben

Mitgliederzahl Geschäftsguthaben
EUR
01.01.2023 21 943.841,57
Zugang 1 19.940,31 1)
Abgang 1 0,00
31.12.2023 21 963.781,88

1) Hierbei handelt es sich um einen Neuzugang und um Aufstockungen der Geschäftsanteile gemäß § 14 Abs. 1 der Satzung. Eine Haftungsverpflichtung besteht nicht.

Kredite an Organmitglieder wurden nicht gegeben.

Die Genossenschaft ist Mitglied des Genoverband e.V., Hannoversche Straße 149, 30627 Hannover.

Die Differenz zwischen dem versicherungsmathematisch ermittelten Wert der mittelbaren Pensionsverpflichtungen und dem auf die Hamburger Pensionsverwaltung eG entfallenden tatsächlichen Kassenvermögen der Hamburger Unterstützungskasse Nr. 1 e.V. beträgt 72.714,84 EUR. Für den Anteil der versicherungsgebundenen Zusagen der Hamburger Pensionsverwaltung eG bei der Hamburger Unterstützungskasse Nr. 1, der nicht rückgedeckt ist, beträgt der Fehlbetrag 759.506,00 EUR.

Die Hamburger Pensionsverwaltung eG hat ihre Rechte und Ansprüche aus den zur Besicherung von Zeitwertguthaben erworbenen Fondsanteilen zugunsten der anspruchsberechtigten Arbeitnehmer und ihrer Erbberechtigten in den Hamburger Zeitwertfonds e.V. als Treuhänder eingebracht.

Für die Anmietung der Geschäftsräume entstehen zukünftig bis zum Ende der Laufzeit des Mietvertrages finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 12.182 TEUR.

Die Zahl der im Geschäftsjahr durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer belief sich auf 189.

Nachtragsbericht

Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten.

Entwicklung des Anlagevermögens (Anlagespiegel) 31.12.2023

Anschaffungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchung 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 9.334.997,68 1.340.121,89 105.264,06 0,00 10.569.855,51
9.334.997,68 1.340.121,89 105.264,06 0,00 10.569.855,51
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.537.779,27 112.502,28 354,62 0,00 3.649.926,93
3.537.779,27 112.502,28 354,62 0,00 3.649.926,93
12.872.776,95 1.452.624,17 105.618,68 0,00 14.219.782,44
kumulierte Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchung 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.080.576,68 1.943.282,89 105.264,06 0,00 8.918.595,51
7.080.576,68 1.943.282,89 105.264,06 0,00 8.918.595,51
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.969.053,27 519.354,79 118,13 0,00 2.488.289,93
1.969.053,27 519.354,79 118,13 0,00 2.488.289,93
9.049.629,95 2.462.637,68 105.382,19 0,00 11.406.885,44
Restbuchwert
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.651.260,00 2.254.421,00
1.651.260,00 2.254.421,00
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.161.637,00 1.568.726,00
1.161.637,00 1.568.726,00
2.812.897,00 3.823.147,00

Verbindlichkeitenspiegel 31.12.2023

Art der Vebindlichkeit Restlaufzeit Restlaufzeit davon Buchwert davon durch Pfand- Buchwert
Restlaufzeit gesamt rechte oder ähnliche gesamt
< 1 Jahr > 1 Jahr > 5 Jahre 31.12.2023 Rechte gesichert 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
1. Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
1.675.330,89 0,00 0,00 1.675.330,89 0,00 2.630.421,99
2. Sonstige Verbindlichkeiten 974.825,29 0,00 0,00 974.825,29 0,00 971.355,25
davon aus Steuern 333.078,55 0,00 0,00 333.078,55 0,00 345.532,49
davon im Rahmen der
sozialen Sicherheit
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2.650.156,18 0,00 0,00 2.650.156,18 0,00 3.601.777,24

Vorschlag für die Ergebnisverwendung für das Geschäftsjahr 2023

Der Vorstand schlägt vor, den Jahresüberschuss nach den im Jahresabschluss mit EUR 467,23 ausgewiesenen Einstellungen in Rücklagen - (Bilanzgewinn) wie folgt zu verwenden:

Einstellung in die gesetzliche Rücklage EUR 4.205,06
Vortrag auf neue Rechnung EUR 0,00
insgesamt EUR 4.205,06

 

Hamburg, den 11.04.2024

Hamburger Pensionsverwaltung eG

Jura

Scheer

Sonstige Angaben

Die Vergütung der Mitarbeiter erfüllt die Anforderungen der Versicherungsvergütungsverordnung.

Um in der Unternehmensführung kurzfristige Anreize zu verhindern, wird die Vergütung, der mit dem Eingehen und der Überwachung von Kapitalmarktrisiken Beauftragten, grundsätzlich unabhängig von der Entwicklung der eingegangenen Investments gestaltet. Eine Einbeziehung von Nachhaltigkeitsrisiken im Sinne von Art. 5 der EU-Offenlegungsverordnung ist somit nicht Teil der Vergütungspolitik.

Bericht des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat hat sich im Jahr 2023 vom Vorstand in mehreren Sitzungen über den Geschäftsverlauf des Jahres 2022 und die laufende Geschäftstätigkeit im Jahr 2023 berichten lassen. Er hat insbesondere den Jahresabschluss 2022 geprüft und ihn der Generalversammlung am 06. Juni 2023 zur Feststellung vorgelegt.

Die laufende Geschäftsführung des Vorstandes sowie der Rechnungs- und Verwaltungsdienst wurden durch die Ausschüsse des Aufsichtsrates zusätzlich geprüft. Der Aufsichtsrat prüfte außerdem den Jahresabschluss 2023, den zugehörigen Lagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses, wobei ihm auch der vom Vorstand erstellte Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 2023 zur Verfügung stand. Der Vorstand gab ergänzende Auskünfte. Der Aufsichtsrat befürwortet den Vorschlag des Vorstands zur Ergebnisverwendung. Dieser entspricht den Vorschriften der Satzung.

Anlass zu Beanstandungen des Jahresabschlusses 2023 war nicht gegeben. Einwendungen waren nicht zu erheben. Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss 2023 wurde gebilligt.

Der Aufsichtsrat empfiehlt der Generalversammlung, den Jahresabschluss festzustellen und dem Vorstand Entlastung zu erteilen.

Der Aufsichtsrat dankt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Hamburger Pensionsverwaltung eG für die geleistete Arbeit.

 

Hamburg, den 04.06.2024

Volker Schlinge
Vorsitzender des Aufsichtsrates

Werner Giselbrecht
(Schriftführer)

Dr. Lars Jendrian

Dr. Ludger Vonnahme
stellv. Vorsitzender

Kathrin Helene Flohr

Martin Scholvin

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