Schubert & Salzer Data GmbH
Selbe AdresseErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christoph Lukasik seit 5.2.2026 | Prokura |
Michael Sauter seit 5.2.2026 | Prokura |
Ronny Grubitz seit 8.1.2015 | Geschäftsführer |
Alwin Berger seit 21.2.2008 | Prokura |
Wolfgang Peter Betz seit 3.5.2004 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
S**** K****** | 7.90% |
B****** K****** | 7.90% |
T***** K****** | 7.90% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Treuburg GmbH & Co. Familien KGIngolstadtKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022A. Geschäftstätigkeit Die Treuburg GmbH & Co. Familien KG ist die Muttergesellschaft der Treuburg GmbH & Co. Familien KG Firmengruppe und nimmt im Wesentlichen strategische Holdingaufgaben wahr. Die Konzerngesellschaften sind im Bereich der Entwicklung, Herstellung und dem Vertrieb von Erzeugnissen aller Art im Bereich der Mess- und Regeltechnik im In- und Ausland sowie im Bereich der Errichtung und Wartung von Datenverarbeitungsanlagen, Netzwerken und ERP-Softwaremodulen tätig. B. Darstellung des Geschäftsverlaufs einschließlich des Geschäftsergebnisses 1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung und Branchensituation Die weltweite Corona-Pandemie, "Störungen" in den internationalen Lieferketten sowie die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine prägten das Jahr 2022. Trotz dieser Behinderungen stieg die weltweite Wirtschaftsleistung laut IWF im Jahr 2022 noch um 3,2% gegenüber dem Vorjahr. Die vorgenannten Unsicherheiten bleiben voraussichtlich aber noch weiterbestehen. Auch in Europa und Deutschland wuchs die Wirtschaftsleistung in 2022. So rechnet die Europäische Kommission für 2022 mit einem Wirtschaftswachstum in der EU von 3,3%. Das Statistische Bundesamt berechnet die Steigerung der Wirtschaftsleistung 2022 in Deutschland mit 1,9%. Der Verband des Deutschen Maschinen- und Anlagenbaus rechnet in 2022 mit einem Wachstum von nur noch 2% im Vergleich zum Vorjahr. Die Treuburg Firmengruppe konnte im Geschäftsjahr 2022 einen Umsatz von 55,98 Mio. Euro erwirtschaften und liegt somit um 21,0% über dem Vorjahresniveau. 2. Auftrags- und Umsatzentwicklung Der Auftragseingang betrug im Geschäftsjahr 56,78 Mio. EUR und liegt damit 13,4% über dem Vorjahresniveau. Der Umsatz der Firmengruppe stieg im Berichtszeitraum um 21,0% auf 55,98 Mio. EUR. Dieser Anstieg betraf einerseits das Geschäft mit Serienkunden, andererseits aber vor allem das internationale Projektgeschäft. Die Steigerungen betrafen vor allem die Produktgruppen "Gleitschieberventile" als auch "Kugelsektorventile" und "Standardventile". 3. Geschäftsergebnis Die Prognosen aus dem Vorjahr hinsichtlich Umsatzanstieg sowie einem stabil positiven Ergebnis konnten erneut deutlich übertroffen werden. So stieg mit der Umsatzerhöhung in 2022 auch die Ertragskraft der Unternehmensgruppe. Das Ergebnis nach Steuern lag mit TEUR 13.549 um TEUR 3.338 über dem sehr guten Vorjahreswert. 4. Investitionen Die im Geschäftsjahr 2022 getätigten Investitionen des Anlagevermögens belaufen sich auf TEUR 3.693 und entfallen im Wesentlichen auf Gewerbliche Schutzrechte und Patente (TEUR 75), Technische Anlagen und Maschinen (TEUR 92), Betriebs- und Geschäftsausstattung (TEUR 290) und geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau (TEUR 3.235). 5. Kunden Die konzernweite Kundenbasis ist durch eine Diversifikation in zahlreiche Branchen und Unternehmensgrößen gekennzeichnet. 6. Mitarbeiter Zum 31. Dezember 2022 sind 145 Personen arbeitsvertraglich mit den Konzerngesellschaften verbunden, davon 13 Teilzeitkräfte. 22 Mitarbeiter davon sind im Ausland beschäftigt. 7. Forschung und Entwicklung Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnten 3 Entwicklungsprojekte mit Ihrer Umsetzung und Markteinführung erfolgreich abgeschlossen werden und mehrere neue erfolgversprechende Projekte wurden gestartet. Unser Erfolgsprodukt, der digitale Stellungsregler 8049-4, ist nun in der aktualisierten Version mit IO-Link Funktionalität verfügbar. Die bewährte IO-Link-Technologie, das sogenannte "USB der Industrie", bietet entscheidende Vorteile. Durch die permanente Meldung von Zustandsdaten an die übergeordnete Prozessebene stehen Anlagenbetreibern wichtige Diagnosedaten von Regler und Ventil in Echtzeit zur Verfügung. Auf Basis dieser Daten können Instandhaltungsmaßnahmen vorausschauend angesetzt und dadurch ungeplante Anlagenstillstände verhindert werden. Ausgetauschte Geräte werden automatisch erkannt und von der übergeordneten Prozessebene, entsprechend der festgelegten Konfiguration, schnell und selbstständig eingerichtet. Zudem können auch Ventilparameter wie zum Beispiel Dynamik, Genauigkeit und Kennlinie jederzeit einfach und ohne physischen Zugriff angepasst werden. Ein einziges Kabel mit M12-Stecker bündelt dabei Stellsignal, Stellungsrückmeldung, Datenübertragung und sogar die Energieversorgung. Die Entwicklung eines IoT-Moduls für den digitalen Stellungsregler Typ 8049 zur Übertagung aller wartungsrelevanten Daten in eine Cloud mit kundenfreundlich visualisierter Darstellung wurde erfolgreich umgesetzt und ist erstmals auf der ACHEMA im Sommer 2022 den Kunden vorgestellt worden. Die Datenübertragung selbst erfolgt via NB-IoT, Wifi oder LTE-M. Die Markteinführung des IoT-Moduls und eine flächige Felderprobung sind als nächster Schritt geplant. Das Aseptik-Eckstellventil der Baureihe 6051/52 wurde speziell für Anwendungen in der Lebensmittel-und Getränkebranche entwickelt und konnte erfolgreich im Markt eingeführt werden. Dieser Ventiltyp wurde erstmalig um einen Motorantrieb erweitert. Der präzise Motorstellantrieb und die hochreine aseptische Ventilausführung kennzeichnen das Alleinstellungsmerkmal. Laufende und neu aufgenommene Entwicklungsprojekte: - Die Entwicklung eines 3/2-Wegeventils in größeren Nennweiten DN 50 - DN150 unter Verwendung vorhandener Bauteile basierend auf dem Prinzip des Kugelsektors Baureihe KS2, ist konstruktiv umgesetzt worden. Der Funktionstest des ersten Prototyps war erfolgreich. Die Ventilbaureihe wird nun über alle Nennweiten konstruiert und weitere Tests unter extremen Temperatur- und Druckbelastungen durchgeführt. - Nach dem Re-Design vom 8049/4-Leiter werden nun alle Sonderregler z.B. mit hoher Luftleitung, steckbarem Ethernet-IP-Modul oder Regler mit integriertem Prozessregler IPC zur Marktreife entwickelt. - Die Neuentwicklung des Segmentplattenventils (SPV2) unter Einbeziehung von Ventilkörpern aus Guss mit dem Ziel der Optimierung der Bauweise steht vor dem konstruktiven Abschluss. Aktuell befinden sich die Festigkeitsberechnungen aller Nennweiten beim TÜV zur Prüfung. - Die Entwicklung eines Schrägsitzventils in Hygieneausführung auf Basis der 7010-Baureihe jedoch ohne offene Gewindeverbindungen, keine Spalte, Innenoberflächen Ra<0,8, medienberührten Bauteile mit 3.1-Zeugnis, O-Ring auf der Medienseite, DN15 bis DN50, Kegeldichtung eingerollt, Gehäuse gegossen, Schweißenden nach DIN, ISO und ASME BPE, Handantrieb mit Packung, abschließbar mit Endlagenschalter und Stellungsanzeige befindet sich auf der Zielgeraden. Durch zwischenzeitliche Kostensteigerungen mussten die Hauptkomponenten des Projekts erneut in die modifizierte Anfrage gehen. - Durch Wegfall des Mikroventils vom Typ 7041 wurde die Neuentwicklung eines Nadelventils mit kleinsten Kvs-Werten in Nenndruckstufen bis PN320 in DN 8- DN 15 erforderlich. Die Grundbauteile, Gehäuse, Spindelabdichtung, Antrieb sind durchkonstruiert und getestet. Offen ist noch die Detailkonstruktion der Ventilnadeln, der finale Dauertest der Antriebsmembran und der Handantrieb. - Die Überarbeitung der Gesamtkonstruktion vom eigenmedium-gesteuerten Druckregler Typ 8011 im Hinblick auf den Einsatz von Standard-GS-Gehäusen in VA und C-Stahl mit dem Ziel einen erweiterten Druckbereich bedienen zu können und die Herstellkosten zu reduzieren befindet sich in der Vorerprobung. - Um auch nichtgeschweißte Rohrleitungskonstruktionen ohne Flansche mit GS-Ventilen bedienen zu können, wird ein auf dem GS3-Konzept basiertes Gleitschieberventil mit Gewindeanschlüssen in DN 15 - 50 entwickelt. - Immer wieder kommen wir bei unseren Ventilen an physikalische Grenzen in Bezug auf die Geräuschentwicklung. Es wurde eine Entwicklung gestartet, die den mehrstufigen Druckabbau mit unterschiedlichen konstruktiven Maßnahmen zuerst untersucht und bei positiven Testergebnisse in ein serienreifes Produkt münden soll. - Um unser erfolgreiches Edelstahlflanschventil Typ 7032 auch auf die Nennweiten DN 100 - 150 zu erweitern, wurde eine konzeptionelle Vorentwicklung mit dem Ziel gestartet, eine mögl. Konstruktion und dessen Herstellungsverfahren hinsichtlich der zu erwartenden Herstellkosten zu prüfen. 8. Testat der Deutschen Bundesbank Zur Beurteilung der Bonität können Geschäftspartner eine Bonitätsanalyse zur "Feststellung der Notenbankfähigkeit" von Wirtschaftsunternehmen bzw. Schuldnern im Rahmen ihrer geldpolitischen Geschäfte durch die Deutsche Bundesbank nutzen. Seit 15.11.2022 besitzt die Schubert & Salzer GmbH das Investmentgrade "Notenbankfähigkeit" der Deutschen Bundesbank für die Treuburg Firmengruppe in Ingolstadt. 9. Nachhaltigkeit Nachhaltigkeit ist ein wichtiger Bestandteil der Unternehmenspolitik und fest in unserem Qualitätsmanagementsystem nach DIN EN ISO 9001 verankert. Umweltpolitik als Teil der Nachhaltigkeit wird von uns als ein ökonomisches und soziales Erfordernis betrachtet und in allen Unternehmensprozessen konsequent berücksichtigt. Der Schutz unseres Klimas ist eine der zentralen Herausforderungen unserer Zeit. Wir erkennen unsere Verantwortung an, CO 2-Emissionen so weit wie möglich zu reduzieren, um unsere Umwelt und Lebensgrundlage für kommende Generationen zu bewahren. Seit 2022 arbeitet Schubert & Salzer deshalb zusammen mit ClimatePartner, um die Emissionen unseres Fertigungsstandorts in Ingolstadt systematisch zu erfassen und Reduktionspotentiale zu erkennen. Durch diese fruchtbare Zusammenarbeit wissen wir, welche Hebel es in Zukunft zu stellen gilt, um unseren Einfluss auf das Klima zu minimieren. Doch jeder Wandel benötigt Zeit und nicht alle Emissionen können vermieden werden. Um dennoch schon heute einen relevanten Beitrag zum Klimaschutz zu leisten und gleichzeitig sinnvolle Entwicklungsprojekte zu unterstützen, haben wir uns entschieden die Emissionen unseres Standorts Ingolstadt zu kompensieren. Zu diesem Zweck unterstützen wir ein Projekt zur Installation von Photovoltaik-Solarmodulen in Indien, der Heimat unserer Tochtergesellschaft Schubert & Salzer India Private Limited. Die Solarmodule ersetzen Strom, der sonst in Wärmekraftwerken erzeugt worden wäre und haben einen positiven Einfluss auf die lokale Wirtschaft. Um auch regional ein Zeichen zu setzen und zum Erhalt unserer Umwelt beizutragen, unterstützen wir zusätzlich zu internationalen CO 2-Kompensationsprojekten auch regionale Initiativen wie z.B. das "Bergwaldprojekt e.V." bei der Aufforstung von Wäldern im Oberallgäu. Seit 21.12.2022 gilt unser Standort Ingolstadt dadurch als "klimaneutral". Unser Ziel und unsere Verantwortung bleibt jedoch die kontinuierliche Reduktion unserer CO 2-Emissionen. An unseren Fertigungsstandorten ergreifen wir umfangreiche Maßnahmen um unsere Umwelt zu schützen und ein attraktives Arbeitsumfeld für unsere Mitarbeiter zu schaffen. Der Fertigungsstandort in Ingolstadt verfügt über ein hochmodernes Blockheizkraftwerk mit Kraft-Wärme-Kopplung, welches den gesamten Standort mit Elektrizität versorgt. Die dabei entstehende Abwärme wird ganzjährig zur angenehmen Klimatisierung der Büros und Arbeitsplätze genutzt. Überschüssige Wärmeenergie wird in einem Schichtenspeicher zwischengespeichert. Die gleichzeitige Nutzung der entstehenden Elektrizität und Wärme ermöglicht einen besonders hohen Wirkungsgrad, trägt maßgeblich zur Reduktion von CO 2-Emissionen bei und reduziert den Einfluss unserer unternehmerischen Tätigkeit auf die Umwelt. Durch die moderne Technik ist außerdem bereits der Grundbaustein für den Einsatz von grünem Wasserstoff gelegt. Das Brauchwassersystem wird über einen unterirdischen Regenwasserspeicher versorgt. Dadurch sparen wir am Standort Ingolstadt jährlich viele Liter wertvollen Trinkwassers. Gleichzeitig stellen wir all unseren Mitarbeitern wiederverwendbare Trinkflaschen zur Verfügung, die an kostenlosen Wasserspendern aufgefüllt werden können. So setzen wir starke Anreize auf mitgebrachte Getränke zu verzichten und reduzieren Plastikmüll aus Einwegflaschen. In unserer Kantine, bieten wir unseren Mitarbeitern täglich hochwertige und gesunde Mahlzeiten zu fairen Preisen. Dabei setzen wir auf frisch zubereitete und biologisch angebaute Lebensmittel ebenso wie auf die artgerechte Tierhaltung (z.B. Strohschwein). Schubert & Salzer Ventile zählen heute zu den effizientesten am Markt hinsichtlich Energieverbrauch, Lebensdauer und Geräuschentwicklung. Bereits bei der Entwicklung unserer Produkte wird der Minimierung des Materialeinsatzes und des Energiebedarfs für den Betrieb besondere Beachtung geschenkt. Dank der kompakten Bauweise der Ventile können wir nicht nur die CO 2-Emissionen während der Produktion und des Transports reduzieren, sondern auch den Energieverbrauch für unsere Kunden senken. Beispielsweise benötigen unsere Gleitschieberventile deutlich weniger Rohstoffe als vergleichbare Ventile auf dem Markt und sind somit nicht nur leichter und energieeffizienter, sondern auch umweltfreundlicher. Besonders bei der digitalen Transformation unterstützen wir unsere Kunden mit dem Einsatz von IIOT- und IO-Link-Technologien. Die Kombination und Nutzung digitaler Messdaten bietet Unterstützung bei der Optimierung der internen Abläufe und Produktionsprozesse, dabei kann eine signifikante Kostenreduzierung, Steigerung der Effizienz und Produktivität erreicht werden. Die Nachhaltigkeit unserer Produkte weiter zu perfektionieren und den gesamten Produktlebenszyklus noch umweltfreundlicher/ökologischer zu gestalten ist unser stetiges Ziel. Für eine nachhaltige und ökologische Fertigung ist eine kontinuierliche Weiterentwicklung des Standes der Technik in der industriellen Fertigung und der Umweltstandards maßgeblich. Daher setzen wir während der gesamten Produktionsabläufe auf den sparsamen Einsatz von Ressourcen sowie auf die Wiederverwendung von Materialen. Modernste Maschinen und Technik sorgen für eine ergonomische Arbeitsplatzgestaltung in Fertigung und Logistik, wodurch wir nicht nur eine deutliche Effizienzsteigerung, sondern auch eine höhere Produktivität erreichen. Weiterhin setzen wir umweltschonende und nachhaltige Verpackungen ein. Eine hochmoderne, automatisierte Verpackungsmaschine optimiert die Verpackung und Lagerungsprozesse und damit die Steigerung der Effizienz. Aufgrund maßgeschneiderter Verpackungen werden unnötige Abfälle soweit möglich reduziert bzw. vermieden und die Einwirkung auf die Umwelt so gering wie möglich gehalten. Wir arbeiten stets daran, Umweltbelastungen zu reduzieren bzw. zu vermeiden. Daher ist die Optimierung des Ressourceneinsatzes in unserer Fertigung ein fester Bestandteil unseres Unternehmens. C. Darstellung der Lage des Unternehmens 1. Ertragslage Der im Geschäftsjahr erzielte Umsatz sowie die Bestandveränderung ergeben eine Gesamtleistung in Höhe von TEUR 55.935 (Vorjahr: TEUR 46.419). Die Gesamtleistung ist somit um 20,5% gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Dies hatte u.a. Auswirkungen auf folgende Kostenbereiche: Der Materialaufwand stieg von TEUR 14.243 auf TEUR 17.070. Die Materialkostenquote (Materialaufwand in Bezug zur Gesamtleistung) ist im Geschäftsjahr mit 30,5% (Vorjahr: 30,7%) gesunken. Die Personalaufwendungen liegen mit TEUR 14.380 über dem Vorjahreswert. Die im Geschäftsjahr 2020 coronabedingt eingeführten Minus-Zeitkonten wurden im Geschäftsjahr 2022 komplett abgebaut. Weiterhin wurden tarifliche Sonderzahlungen in 2022 wieder ausbezahlt statt in Freizeit abgegolten. Die Personalkostenquote (Personalaufwand in Bezug zur Gesamtleistung) ist dennoch im Geschäftsjahr auf 25,7% (Vorjahr: 27,6%) gesunken. Die Abschreibungen sind im Geschäftsjahr um TEUR 189 auf TEUR 891 (Vorjahr TEUR 1.080) gesunken. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen TEUR 4.755 und liegen damit um TEUR 686 über dem Vorjahreswert. Die wichtigsten Einzelposten im Geschäftsjahr 2022 sind Beratungsaufwendungen, Versandkosten, Fremdmieten und Leasing, Marketingaufwendungen sowie Reise- und Repräsentationskosten. Die Zinsaufwendungen liegen leicht über dem Vorjahresniveau. Unter Berücksichtigung der o.g. Effekte ergibt sich ein Konzernergebnis nach Steuern in Höhe von TEUR 13.549 (Vorjahr: TEUR 10.211). Der Ergebnisanstieg in 2022 führt zu einem um TEUR 1.370 höheren Ertragssteueraufwand von TEUR 5.415. Die Gesamtkapitalrentabilität ((Konzernjahresüberschuss + Ertragsteuern + Zinsaufwand laut GuV) / Bilanzsumme x 100) beträgt im Geschäftsjahr 2022 59,5% (Vorjahr: 56,0%), die Umsatzrentabilität ((Konzernjahresüberschuss + Ertragssteuern + Zinsaufwand laut GuV) / Umsatzerlöse laut GuV x 100) liegt mit 34,2% in 2022 über dem Vorjahr mit 31,2%. 2. Finanz- und Vermögenslage Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2022 stieg auf TEUR 32.196 (Vorjahr: TEUR 25.816). Auf der Vermögensseite stieg sowohl das kurzfristig gebundene Vermögen um TEUR 3.585 auf TEUR 18.684 als auch das langfristig gebundene Vermögen um TEUR 2.796 auf TEUR 13.512. Im Geschäftsjahr 2022 wurden TEUR 3.619 in Sachanlagen und TEUR 75 in immaterielle Vermögensgegenstände investiert. Diesen Erhöhungen stehen Abschreibungen auf das gesamte Anlagevermögen in Höhe von TEUR 891 gegenüber. Im Umlaufvermögen stiegen die Vorräte um TEUR 1.731 ebenso wie die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 541). Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beläuft sich auf TEUR 13.252 (Vorjahr TEUR 11.051). Unter Berücksichtigung des Finanzmittelfonds zu Beginn des Berichtszeitraums, des Cashflows aus der Investitionstätigkeit (TEUR -3.674) und des Cashflows aus der Finanzierungstätigkeit (TEUR -7.823) ergibt sich zum Ende des Geschäftsjahres 2022 ein Finanzmittelfonds in Höhe von TEUR 3.151. Zum 31. Dezember 2022 bestanden zugesagte aber nicht ausgenutzte Kreditlinien in Höhe von 8,9 Mio. EUR. Das Konzerneigenkapital ist stichtagsbezogen gegenüber dem Vorjahr um TEUR 2.823 auf TEUR 11.538 gestiegen. Die Eigenkapitalquote ist von 33,8% im Vorjahr im aktuellen Geschäftsjahr auf 35,8% gestiegen. Die Rückstellungen sind um TEUR 329 gesunken. Sie sind im Wesentlichen geprägt durch Steuer- und Personalrückstellungen sowie für andere ungewisse Verbindlichkeiten. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind im Berichtsjahr per Saldo um TEUR 2.799 gestiegen. Tilgungen von Darlehen erfolgten im Geschäftsjahr planmäßig. Die Kreditzusagen sind alle mit festen Zinssätzen definiert und überwiegend langfristiger Natur. Unter Berücksichtigung bestehender Kontokorrentlinien sind wir in Bezug auf die fälligen kurzfristigen Verbindlichkeiten ausreichend mit finanziellen Mitteln ausgestattet. 3. Summarische Betrachtung der wirtschaftlichen Lage Umsatzerlöse und Ergebnis nach Steuern stellen die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren der Unternehmensgruppe dar. Trotz der verschiedenen internationalen Unsicherheiten konnte die Treuburg Firmengruppe eine stabile, positive Geschäftsentwicklung darstellen. Obwohl die Unsicherheiten hinsichtlich der Corona Pandemie, der "Störungen in den internationalen Lieferketten" sowie dem Krieg in der Ukraine weiterbestehen, konnte durch ein konsequentes Kostenmanagement, hoch motivierte Mitarbeiter, weiter vorangetriebene Produktinnovationen sowie einer nachhaltigen Marktbearbeitung die Lage der Firmengruppe für die Zukunft weiter gestärkt werden. D. Risikobericht Die Treuburg Firmengruppe ist einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Gesamtwirtschaftliche Risiken: Die Entwicklung der Weltwirtschaft bleibt aufgrund verschiedener internationaler Instabilitäten weiter schwer vorhersehbar. Im Vordergrund stehen dabei die Bewältigung der Corona Pandemie, der Krieg in der Ukraine sowie die Schwankungen an den Rohstoff- sowie den Finanzmärkten. Um Risiken aus der gesamtwirtschaftlichen konjunkturellen Entwicklung für die Firmengruppe frühzeitig zu erkennen, werden regelmäßig ausführliche Soll-Ist-Vergleiche durchgeführt. Dabei werden interne und externe Entwicklungen besprochen und erforderliche Risikosteuerungsmaßnahmen eingeleitet. Beschaffungsmarktrisiken: Beschaffungsrisiken können sich durch Preissteigerungen bei Rohstoffen und Energie sowie durch Lieferantenausfälle ergeben. Teilweise weiter gestiegene Preise einiger Rohstoffe konnten weitgehend an den Markt in Form von Preiserhöhungen weitergegeben werden. Weiterhin wird die Treuburg Firmengruppe versuchen, über eine Optimierung der globalen Beschaffungsstrukturen sowie einer Verstärkung im Bereich der Wertanalyse möglichen Beschaffungsrisiken entgegenzuwirken. Produktionsrisiken: Die geringe Fertigungstiefe sowie die ausschließliche Auftragsfertigung verhindern u.a. die Vorhaltung von Fertigprodukten. Durch eine permanente Optimierung eines internen Kennzahlensystems wird versucht, qualitative oder quantitative Produktionsmängel frühzeitig zu erkennen und entsprechende Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Absatzmarktrisiken: Durch permanente Beobachtung der Märkte sollen Absatzrisiken rechtzeitig erkannt werden. Zur Beobachtung der Marktentwicklung werden die Einschätzung des Vertriebs sowie Auftragseingänge und Konjunkturdaten herangezogen. Personalwirtschaftliche Risiken: Falls Führungskräfte oder andere qualifizierte Fachkräfte das Unternehmen verlassen und kein entsprechender Ersatz gefunden wird, könnte dies die Geschäfte der Treuburg Firmengruppe beeinträchtigen. Daher legen wir besonderen Wert auf eine langfristige Personalpolitik, in der Aus- und Weiterbildung einen hohen Stellenwert genießt. Außertarifliche Anreizsysteme sind ebenfalls ein Teil von Maßnahmen, um hochqualifizierte Mitarbeiter langfristig an das Unternehmen zu binden. IT-Risiken: Aufgrund des notwendigen Einsatzes unserer EDV-Systeme und Netzwerke sowie durch potenzielle externe Zugriffe auf unsere IT-Systeme bestehen IT-Risiken. Wir begegnen diesen Risiken durch eine permanente Überprüfung und Aktualisierung der im Einsatz befindlichen Systeme und einer regelmäßigen Wartung unserer Hard- und Software. Deshalb sind die Risiken aus diesem Bereich beherrschbar. Finanzwirtschaftliche Risiken sowie Risiken aus Finanzinstrumenten: Die Treuburg Firmengruppe ist im Rahmen ihrer operativen Tätigkeit finanzwirtschaftlichen Risiken ausgesetzt. Durch interne Kontrollmechanismen wirken wir diesen Risiken bereits im Vorfeld entgegen. Ein systematisches, kurzfristiges und regelmäßiges Forderungsmanagement sowie ein operativ ausgerichtetes Controlling bilden dabei den Schwerpunkt. Preisänderungsrisiken können sich aus der Veränderung von Marktpreisen, Zins- und Wechselkursschwankungen ergeben. Im Bereich Beschaffung und Vertrieb beobachten die Abteilungen die Veränderung der Preise. Die Auswirkungen von Änderungen des Zins- und Währungsniveaus werden vom Controlling regelmäßig analysiert. Die Volatilität der Währungen birgt für den Konzern Risiken vor allem in Bezug auf das USD-EUR Verhältnis im Einkauf aber auch im Vertrieb. Zur Reduzierung dieser Währungsrisiken im operativen Geschäft werden grundsätzlich keine Derivate zur Kurssicherung des USD oder anderer Währungen geschlossen. Dennoch entscheidet die Geschäftsleitung in Einzelfällen Festgeschäfte als Steuerungsmaßnahme zur Reduzierung von Währungsrisiken einzusetzen. Dem Liquiditätsrisiko sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen wird durch eine tägliche Überwachung und rollierende Planung der flüssigen Mittel unter Berücksichtigung verfügbarer Kreditlinien begegnet. Einem möglichen Ausfallrisiko im Bereich der Beteiligungen sowie der Forderungen begegnen wir durch ein effektives Beteiligungscontrolling bzw. Forderungsmanagement. Ausfallrisiken, denen sich die Firmengruppe ausgesetzt sieht, wurden durch Wertberichtigung der jeweiligen Finanzinstrumente berücksichtigt. Gesamtrisikoposition: Die Treuburg Firmengruppe hat die oben genannten Risiken erkannt und tritt ihnen mit entsprechenden unternehmerischen Entscheidungen entgegen. Weitere Einzelrisiken und insbesondere bestandsgefährdende Einzelrisiken wurden nicht identifiziert. Der Fortbestand der Treuburg Firmengruppe war unter Substanz- und Liquiditätsgesichtspunkten zu keiner Zeit gefährdet. Die Gesamtrisikoposition wird somit als beherrschbar angesehen. E. Chancen Chancen bieten sich sowohl durch unsere gute Aufstellung in einer Vielzahl von Märkten, die teilweise unterschiedliche Investitions- und Innovationszyklen aufweisen, als auch durch die Entwicklung neuer Produkte und innovativer Verbesserungen bestehender Produkte. Ein permanentes Kostenmanagement trägt ebenfalls dazu bei, sich bietende Marktchancen konsequent zu nutzen. F. Prognosebericht 1. Künftige Rahmenbedingungen Die internationalen Konfliktbereiche sowie deren Auswirkungen auf die Energiepreise, die Fortdauer der Corona Pandemie sowie die Dauer des Krieges in der Ukraine bleiben aktuell schwer vorhersehbar. Trotz dieser Unwägbarkeiten rechnet der IWF für 2023 erneut mit einem Wachstum der Weltwirtschaft von 2,9%. Die Europäische Kommission geht für 2023 noch von einem leichten Wirtschaftswachstum in der EU von 0,3% aus. Für Deutschland erwartet der IWF nur noch ein leichtes Wirtschaftswachstum von ca. 0,1% für 2023. Alle diese Prognosen bleiben aufgrund der internationalen Rahmenbedingungen weiter sehr volatil. Der VDMA plant für den Deutschen Anlagen- und Maschinenbau im Jahr 2023 einen leichten Rückgang der Produktion von 2% gegenüber 2022. 2. Künftige Entwicklung der Treuburg Firmengruppe Der Start in das neue Geschäftsjahr 2023 verläuft erneut sehr vielversprechend. Die Auftragseingänge zum Jahreswechsel 2022/2023 lassen eine stabile Konjunktur für 2023 erwarten. Trotz der schwierigen weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen gehen wir dank der starken Diversifikation in verschiedene Branchen und Regionen für 2023 wieder von einem Wachstum sowohl im Serien- als auch im Projektgeschäft aus. Die nachhaltige Ausrichtung und weitere Optimierung der weltweiten Vertriebsaktivitäten lassen weitere positive Impulse nicht nur bei Schubert & Salzer Control Systems selbst, sondern auch in unseren Tochtergesellschaften in England, Frankreich, Benelux, USA und Indien erwarten. Die Investitionen im Geschäftsjahr 2023 werden geprägt sein durch weitere Spezifikationen unseres Produktsortiments sowie verschiedener Maßnahmen zur Qualitäts- und Prozessoptimierung. So werden wir in 2023 ca. TEUR 300 in 3 moderne Messmaschinen investieren. Im Frühjahr des Jahres 2023 werden wir die Investition in einen neuen Dampfprüfstand mit Showroom abschließen. Aufgrund des gesamtwirtschaftlichen Umfelds erwarten wir für das Geschäftsjahr 2023 einen Umsatzanstieg um 6,3%, dem entsprechend steigende Material- und Personalkosten gegenüberstehen. Durch ein konsequentes Kostenmanagement, hoch motivierte Mitarbeiter, weiter vorangetriebene Produktinnovationen sowie einer permanenten Marktbearbeitung erwarten wir auch für 2023 wieder ein stabiles, positives Ergebnis. Als weiteren, neuen Schritt planen wir zur Optimierung und Dokumentation interner Prozesse die Integration aller Werkszeugnisse und Normen sowie Qualitätsdaten unserer Produkte über die enaio-ECM-Software in die eigene dataSystems ERP-Software (Schubert & Salzer Data GmbH). Der Firmenstandort (Schubert & Salzer GmbH) ist weiterhin komplett zur langfristigen Nutzung vermietet. Die Mietverträge mit der Schubert & Salzer Data GmbH und der Schubert & Salzer Control Systems GmbH wurden um 25 Jahre verlängert.
Ingolstadt, den 31. Mai 2023 Treuburg
GmbH & Co. Familien KG, Ingolstadt
Gez. Dr. Arnold Kawlath Gez. Bertram Kawlath Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022AKTIVSEITE
Konzerngewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022A. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss Die Gesellschaft ist unter der Firma Treuburg GmbH & Co. Familien KG mit Sitz in Ingolstadt im Handelsregister des Amtsgerichts Ingolstadt unter HRA 2295 eingetragen. Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs über die Rechnungslegung von Kapitalgesellschaften, den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes sowie den Regelungen des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Die Gliederung der Konzernbilanz und Konzerngewinn- und Verlustrechnung erfolgte in Anlehnung an die Gliederungsschemata der §§ 266 und 275 HGB. Die Konzerngewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Im Konzernanhang sind die nach den gesetzlichen Vorschriften anzubringenden Vermerke aufgeführt, soweit sie in Ausübung des Wahlrechts nicht bereits in der Konzernbilanz oder in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung gemacht wurden. Der Konzernabschluss der Treuburg GmbH & Co. Familien KG ist in EURO aufgestellt. Die Berichtsperiode der Treuburg GmbH & Co. Familien KG umfasst im vorliegenden Abschluss den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022. B. Konsolidierungskreis und -stichtag In den Konzernabschluss sind neben der Treuburg GmbH & Co. Familien KG die folgenden drei inländischen und fünf ausländische Gesellschaften einbezogen.
Der Konzernabschluss wurde auf den Stichtag des Jahresabschlusses der Treuburg GmbH & Co. Familien KG aufgestellt. Stichtag des Jahresabschlusses des Mutterunternehmens sowie der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen ist der 31. Dezember 2022 mit Ausnahme der Schubert & Salzer India Private Limited, bei der das Geschäftsjahr zum 31. März 2022 endet. Für diese Gesellschaft wurde ein Zwischenabschluss zum 31. Dezember 2022 erstellt. C. Konsolidierungsmethoden Die Konsolidierungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert angewandt. 1. Kapitalkonsolidierung Im Konzernabschluss sind die Jahresabschlüsse der Treuburg GmbH & Co. Familien KG und der einbezogenen Tochterunternehmen zusammengefasst. An die Stelle der Beteiligungsbuchwerte sind die Vermögens- und Schuldposten getreten, und zwar mit den in den Bilanzen der Einzelgesellschaften zum 31. Dezember 2022 angesetzten Werten. Die Kapitalkonsolidierung erfolgte bei Erwerben / Gründungen bis zum 31. Dezember 2009 in Anwendung der Buchwertmethode durch Verrechnung des Buchwertes der Beteiligungen an den konsolidierten Gesellschaften mit dem Eigenkapital dieser Unternehmen zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung. Für Erwerbe nach Inkrafttreten des BilMoG findet die Neubewertungsmethode gemäß § 301 Abs. 1 HGB Anwendung. Erstkonsolidierungszeitpunkt war bis zum 31. Dezember 2009 der Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss. Bei späteren Erwerben erfolgte die Erstkonsolidierung auf den Erwerbszeitpunkt. Die sich aus der Erstkonsolidierung ergebenden passivischen Unterschiedsbeträge beruhen auf seit den Erwerbszeitpunkten thesaurierten Gewinnen in den Tochtergesellschaften und wurden daher in die Rücklagen einbezogen. Die aus der Kapitalkonsolidierung resultierenden aktiven Unterschiedsbeträge wurden entsprechend §§ 301 Abs. 3 und 309 HGB behandelt. 2. Schuldenkonsolidierung Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sowie entsprechende Rechnungsabgrenzungsposten wurden eliminiert. Die sich hieraus ergebenden Aufrechnungsdifferenzen wurden ergebniswirksam behandelt. 3. Aufwands- und Ertragskonsolidierung In der Konzerngewinn- und Verlustrechnung wurden bei den Umsatzerlösen die Erlöse sowie andere Erträge aus Lieferungen und Leistungen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen mit den auf sie entfallenden Aufwendungen verrechnet. 4. Zwischenergebniseliminierung In den Konzernabschluss übernommene Vermögensgegenstände, die ganz oder teilweise auf Lieferungen oder Leistungen zwischen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen beruhen, wurden in der Konzernbilanz mit den Konzernherstellungskosten bewertet. Zwischenergebnisse aufgrund von konzerninternen Lieferungen im Anlagevermögen werden nur insoweit eliminiert, wie es gemäß § 304 Abs. 2 HGB für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns notwendig ist. 5. Latente Steuern gem. § 306 HGB Die Bildung von aktiven und passiven latenten Steuern erfolgte aufgrund von zeitlichen Differenzen aus Konsolidierungsmaßnahmen. Bei der Berechnung der latenten Steuern wird ein Steuersatz für inländische Unternehmen in Höhe von 30,0 % (Kapitalgesellschaften) bzw. 14,0 % (Personenhandelsgesellschaften) angewendet. Für ausländische Unternehmen wird der jeweilige Steuersatz des entsprechenden Landes angewendet. D. Währungsumrechnung Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden auf Ebene der Konzerngesellschaften nach § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet. Bei Vermögensgegenständen und Schulden mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr erfolgt die Umrechnung ohne Beachtung des Anschaffungskosten- bzw. Realisations- und Imparitätsprinzips. Gemäß § 308a HGB erfolgte die Umrechnung der Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten in den Bilanzen der in den Konzernabschluss einbezogenen ausländischen Tochtergesellschaften, die ihren Abschluss nicht in Euro aufstellen, zum Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag. Aufwendungen und Erträge werden mit Durchschnittskursen umgerechnet. Das Eigenkapital (Gezeichnetes Kapital, Rücklagen, Ergebnisvortrag) wird mit historischen Kursen umgerechnet. Die sich aus der Währungsumrechnung ergebenden Differenzen werden unter dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen. E. Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweisgrundsätze Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten. Der Konsolidierung zugrunde gelegt sind die von den Tochtergesellschaften erstellten Jahres- bzw. Zwischenabschlüsse, die in deutsches Handelsrecht überführt wurden und somit den einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen im Sinne des § 308 HGB des Mutterunternehmens entsprechen. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Diese Vermögensgegenstände werden linear und im Zugangsjahr pro rata temporis abgeschrieben. Die geschätzte Nutzungsdauer beträgt zwischen 2 und 15 Jahren. Die aus der Kapitalkonsolidierung gem. § 301 HGB resultierenden Geschäfts- oder Firmenwerte werden über einen Zeitraum von 4 bzw. 5 Jahren abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen unter Anwendung der folgenden Nutzungsdauern:
Neue Werkzeuge, die beim Lieferanten lagern, werden über 8 Jahre abgeschrieben. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis 250,00 EUR werden sofort als Aufwand erfasst. Für Zugänge von Vermögensgegenständen mit Anschaffungskosten zwischen 250,00 EUR und 1.000,00 EUR wird ein jahrgangsbezogener Sammelposten gebildet. Dieser Sammelposten wird in jedem Geschäftsjahr mit einem Fünftel gewinnmindernd aufgelöst. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren sind zu Anschaffungskosten in Verbindung mit den Grundsätzen des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Die Ermittlung der Anschaffungskosten erfolgt nach der Methode des gleitenden Durchschnitts. Unfertige und fertige Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten neben den Material- und Fertigungseinzelkosten, Sondereinzelkosten der Fertigung sowie angemessene Anteile der aktivierungspflichtigen Gemeinkosten. Wertabschläge wegen verlustfreier Bewertung und für erkennbare Risiken aufgrund langer Lagerdauer oder verminderter technischer Verwertbarkeit werden beim Vorratsvermögen in angemessenem Umfang vorgenommen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert angesetzt. Ausfallrisiken sind durch einzeln und pauschal ermittelte Bewertungsabschläge berücksichtigt. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind mit dem Nennwert angesetzt. Bei der Bemessung der Steuer- und sonstigen Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen Rechnung getragen. Für die Sonstigen Rückstellungen sind der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendige Erfüllungsbetrag als Maßstab berücksichtigt. Zu erwartende Preis- und Kostensteigerungen werden in die Bewertung einbezogen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Gutachten gebildet. Die Bewertung erfolgt auf Basis der individuellen Leistungszusagen mit dem Erfüllungsbetrag in Anwendung des IDW RS HFA 3. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag am Bilanzstichtag angesetzt. Latente Steuern werden nach §§ 300, 308 i. V. m. § 274 HGB gemäß dem Konzept der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode ermittelt. Soweit hiernach temporäre Differenzen aus der unterschiedlichen Behandlung bestimmter Bilanzposten zwischen handelsrechtlichen Jahresabschluss und dem steuerlichen Jahresabschluss vorliegen, führen diese zu aktiven und passiven latenten Steuern (sog. "temporary concept"). Darüber hinaus können latente Steuern auf zukünftige Steuerminderungsansprüche gebildet werden. F. Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens des Konzerns ist im Anlagespiegel wie folgt dargestellt.
Die Geschäfts- oder Firmenwerte, die aus der erstmaligen Einbeziehung oder dem Zuerwerb von Anteilen im Rahmen der Kapitalkonsolidierung stammen, haben sich wie folgt entwickelt:
* zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung oder dem Zuerwerb von Anteilen Die Abschreibung des laufenden Jahres wird ergebniswirksam über die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung gebucht. 2. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Sonstige Vermögensgegenstände Die Fälligkeit der sonstigen Vermögensgegenstände ergibt sich wie folgt:
3. Latente Steuern Passive latente Steuern auf abzugsfähige zeitliche Differenzen betragen zum Bilanzstichtag TEUR 23 (Vorjahr: TEUR 34). Die aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 33 (Vorjahr: TEUR 16) resultieren aus der Zwischenergebniseliminierung bei den Vorräten. Steuerlatenzen werden in Ausübung des Wahlrechts gem. § 306 HGB saldiert ausgewiesen. Im Posten Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind latente Steuererträge in Höhe von TEUR 8 (Vorjahr Steueraufwendungen: TEUR 15) enthalten. 4. Konzernbilanzgewinn Der Konzernbilanzgewinn hat sich wie folgt entwickelt:
5. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten und Angaben zur Besicherung der Verbindlichkeiten ergeben sich aus dem nachstehenden Verbindlichkeitenspiegel:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 14.220 (Vorjahr: TEUR 11.421) sind wie folgt besichert:
Die Sonstigen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von TEUR 135 (Vorjahr TEUR 60) gegenüber Gesellschaftern. G. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse
2. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 56 (Vorjahr: TEUR 58) enthalten. 3. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 39 (Vorjahr: TEUR 8) enthalten. 4. Personalaufwendungen In den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung sind Aufwendungen für Altersversorgung mit TEUR 156 (Vorjahr: TEUR 146) enthalten. 5. Aufwendungen für Forschung und Entwicklung Im Geschäftsjahr wurden Aufwendungen in Höhe von ca. TEUR 71 (Vorjahr: TEUR 78) für Forschung und Entwicklung aufgewendet. H. Angaben zur Konzernkapitalflussrechnung Die Darstellung der Konzernkapitalflussrechnung erfolgt gemäß dem Deutschen Rechnungslegungs-Standard Nr. 21 des Deutschen Rechnungslegungs-Standards Committee. Im Rahmen der Konzernkapitalflussrechnung entspricht der Finanzmittelfonds dem Bilanzposten "Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten" abzüglich der jederzeit fälligen Bankverbindlichkeiten. An Minderheitsgesellschafter sind im Geschäftsjahr Gewinnausschüttungen in Höhe von TEUR 5.314 erfolgt (Vorjahr: TEUR 3.962).
I. Angaben zur Entwicklung des Konzerneigenkapitals Die Entwicklung des Konzerneigenkapitalspiegels erfolgt gemäß dem Deutschen Rechnungslegungs-Standard Nr. 22 des Deutschen Rechnungslegungs-Standards Committee. Das erwirtschaftete Konzerneigenkapital unterliegt keinen gesetzlichen oder gesellschaftsvertraglichen Ausschüttungssperren. Aus den Posten Gewinnrücklagen und Konzernbilanzgewinn, die dem Mutterunternehmen zuzurechnen sind, stehen den Gesellschaftern und Nießbrauchnehmern am Bilanzstichtag TEUR 400 zur Ausschüttung zur Verfügung. J. Sonstige Angaben 1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Leasingverträgen von TEUR 693 (Vorjahr: TEUR 514), aus Mietverträgen von TEUR 425 (Vorjahr: TEUR 386) sowie aus dem Bestellobligo von TEUR 12.164 (Vorjahr: TEUR 11.953). 2. Personal Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter der Konzerngesellschaften lag im Geschäftsjahr 2022 bei 139 Mitarbeitern (Vorjahr: 132). 23 Mitarbeiter (Vorjahr: 23) sind im Ausland beschäftigt. 3. Honorar des Konzernabschlussprüfers Für den Konzernabschlussprüfer wurden im Geschäftsjahr 2022 Honorare in Höhe von insgesamt TEUR 98 als Aufwand erfasst. Davon entfielen TEUR 37 auf Abschlussprüfungsleistungen sowie TEUR 61 auf Steuerberatungsleistungen. 4. Befreiende Wirkung des Konzernabschlusses Der Konzernabschluss der Treuburg GmbH & Co. Familien KG, Ingolstadt, befreit die - Treuburg GmbH & Co. Familien KG, Ingolstadt - Schubert & Salzer GmbH, Ingolstadt - Schubert & Salzer Control Systems GmbH, Ingolstadt - Schubert & Salzer Data GmbH, Ingolstadt nach § 264 Abs. 3 HGB und § 264 b HGB von der Offenlegung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2022 und des Lageberichts für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2022. 5. Geschäftsführung Die Geschäftsführung und Vertretung obliegt der Treuburg Beteiligungsgesellschaft mbH, Ingolstadt, mit einem gezeichneten Kapital von TEUR 25. Zu Geschäftsführern der Treuburg Beteiligungsgesellschaft mbH waren im Geschäftsjahr 2021 bestellt die Herren - Dr. Arnold Kawlath, Dipl.-Volkswirt, Geschäftsführer - Bertram Kawlath, M.A., MBA, Geschäftsführer. Auf die Angabe der Bezüge nach § 314 Abs. 1 Nr. 6a wird in analoger Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.
Ingolstadt, den 31. Mai 2023 Treuburg
GmbH & Co. Familien KG, Ingolstadt
Gez. Dr. Arnold Kawlath Gez. Bertram Kawlath Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Treuburg GmbH & Co. Familien KG, Ingolstadt Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Treuburg GmbH & Co. Familien KG, Ingolstadt, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31.12.2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Treuburg GmbH & Co. Familien KG, Ingolstadt, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31.12.2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 und - vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. - holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile. - beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Fürth, den 31. Mai 2023 Rödl
& Partner GmbH
gez. Dr. Leuner, Wirtschaftsprüfer gez. Pietz, Wirtschaftsprüfer Billigung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2022Datum der Billigung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2022: 2. Juni 2023 |
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