Stammdaten

Register
Amtsgericht Fürth HRB 2881
Vorher
MEDERER Süßwarenvertriebs GmbH
Eingetragen
10.1.1985
Branche
Großhandel mit Zucker, Süßwaren und BackwarenHerstellung von Süßwaren, ohne DauerbackwarenHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens sind die Herstellung, der Handel mit und der Vertrieb von Süßwaren.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Geschäftsführer
Ralf Bruyn
seit 2.12.2024
Prokura
Stefan Neft
seit 18.12.2023
Prokura
Janine Brügmann
seit 18.12.2023
Prokura
Jin Xu-Voß
seit 19.5.2023
Prokura
Christian Goldstein
seit 21.3.2023
Prokura
Dominic Johannes Paas
seit 21.3.2023
Prokura
Prokura
Prokura
Timo Alexander Woitek
seit 10.3.2020
Prokura
Robert Mähler
seit 13.3.2019
Geschäftsführer
Joel Dupont
seit 2.4.2008
Prokura
André Zacharias
seit 13.11.2002
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (5)

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Mederer GmbH
Germany
3.999.998 €
100.00%
Mederer Holding Beteiligungs-GmbH
Germany
2 €
0.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Trolli GmbH

Fürth

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Bilanz zum 31. Dezember 2021

AKTIVA

31.12.2021 31.12.2020
Euro Euro Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 815.495,00 347.402,00
2. geleistete Anzahlungen 25.920,00 99.722,20
841.415,00 447.124,20
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.786.402,11 1.821.060,11
2. technische Anlagen und Maschinen 16.924.962,00 15.960.985,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 990.230,00 857.946,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 7.849.097,18 4.556.923,46
27.550.691,29 23.196.914,57
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 11.944.604,43 10.036.297,51
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 1.109.642,54 2.236.193,63
3. fertige Erzeugnisse und Waren 9.432.225,07 11.094.959,37
22.486.472,04 23.367.450,51
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 9.403.854,12 11.824.270,94
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.488.935,60 445.942,58
3. sonstige Vermögensgegenstände 1.375.131,06 1.006.980,97
12.267.920,78 13.277.194,49
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.322.432,48 2.359.584,63
C. Rechnungsabgrenzungsposten 931.872,56 36.411,04
D. Abgrenzung latenter Steuern 882.058,93 872.227,22
67.282.863,08 63.556.906,66

PASSIVA

31.12.2021 31.12.2020
Euro Euro Euro
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 4.000.000,00 4.000.000,00
II. Kapitalrücklage 10.972.000,00 10.972.000,00
III. Bilanzgewinn / Bilanzverlust 14.615.793,49 11.126.719,52
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 59.625,00 58.206,87
2. sonstige Rückstellungen 6.562.371,33 5.029.524,15
6.621.996,33 5.087.731,02
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 823,98 16.029,44
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr Euro 823,98 (Euro 16.029,44)
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 734.151,73 540.075,14
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr Euro 734.151,73 (Euro 540.075,14)
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.977.826,87 5.330.878,06
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr Euro 6.917.826,87 (Euro 5.260.878,06)
- davon mit einer Restlaufzeit von einem bis zu fünf Jahren Euro 40.000,00 (Euro 40.000,00)
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren Euro 20.000,00 (Euro 30.000,00)
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 22.683.592,89 25.591.340,46
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr Euro 22.683.592,89 (Euro 25.591.340,46)
5. sonstige Verbindlichkeiten 676.677,79 892.133,02
31.073.073,26 32.370.456,12
- davon aus Steuern Euro 326.226,05 (Euro 564.186,89)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit Euro 9.922,00 (Euro 18.236,16)
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr Euro 676.677,79 (Euro 892.133,02)
67.282.863,08 63.556.906,66

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2021

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro Euro
1. Umsatzerlöse 156.096.565,72 138.300.776,78
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 2.615.300,61- 2.357.332,76
3. andere aktivierte Eigenleistungen 41.010,97 23.319,12
4. sonstige betriebliche Erträge 1.610.808,45 1.134.552,66
- davon aus der Währungsumrechnung Euro 157.183,50 (Euro 96.334,11)
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 61.890.965,14 60.869.902,76
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 755.532,45 662.065,72
62.646.497,59 61.531.968,48
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 28.116.748,20 25.461.183,30
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 6.423.805,29 5.736.184,52
34.540.553,49 31.197.367,82
- davon für Altersversorgung Euro 248.047,52 (Euro 242.694,68)
7. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 3.349.973,14 2.639.691,67
8. sonstige betriebliche Aufwendungen 50.344.284,89 41.636.832,70
- davon aus der Währungsumrechnung Euro 101.804,18 (Euro 152.922,06)
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 139.846,87 141.891,59
- davon aus verbundenen Unternehmen Euro 130.161,23 (Euro 130.517,84)
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 99.959,26 178.460,97
- davon aus der Abzinsung Euro 8.021,00 (Euro 5.268,00)
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 762.518,56 3.177.264,58
- davon Aufwand aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern Euro -9.831,71 (Euro 2.429.236,57)
12. Ergebnis nach Steuern 3.529.144,47 1.596.286,69
13. sonstige Steuern 40.070,50 39.595,70
14. Jahresüberschuss 3.489.073,97 1.556.690,99
15. Gewinnvortrag 11.126.719,52 9.570.028,53
16. Bilanzgewinn 14.615.793,49 11.126.719,52

Anhang für das Geschäftsjahr 2021

A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

I. Angaben zur Gesellschaft

Die Trolli GmbH hat ihren Sitz in Fürth. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Fürth unter HR B 2881 eingetragen.

II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen nach §§ 264 ff. HGB sowie des GmbHG aufgestellt.

B. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige, lineare Abschreibungen vermindert.

Die Sachanlagen wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungssätze der verschiedenen Anlagegüter richten sich nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer.

Die angeschafften geringwertigen Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben und in einem Zyklus von 5 Jahren als Abgang gebucht.

Für Puderkästen und Stempelbretter wird ein Festwert ausgewiesen. Der Wert wird alle drei Jahre überprüft. Letztmalig fand eine Anpassung zum 31.12.2020 statt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bzw. zu niedrigeren Tageswerten angesetzt.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den Einzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Vom Wahlrecht der Aktivierung angemessener Kosten der allgemeinen Verwaltung wird nicht Gebrauch gemacht.

Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen fremde Dritte wird für nicht durch Kreditversicherungen abgedeckte Forderungen mit einem Ausfallrisiko in Höhe von 1% (pauschale Wertberichtigung) gerechnet.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Das Stammkapital ist in voller Höhe einbezahlt und mit seinem Nennwert ausgewiesen.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag ausgewiesen.

Zur Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären und quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen und den Steuerbilanzansätzen wie auch für steuerliche Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet.

Soweit Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB gebildet wurden, kommen folgende Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zur Anwendung:

Ökonomische Sicherungsbeziehungen werden durch die Bildung von Bewertungseinheiten bilanziell nachvollzogen. In den Fällen, in denen sowohl die "Einfrierungsmethode", bei der die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko nicht bilanziert werden, als auch die "Durchbuchungsmethode", wonach die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko sowohl des Grundgeschäfts als auch des Sicherungsinstruments bilanziert werden, angewandt werden können, wird die Einfrierungsmethode angewandt. Die sich ausgleichenden positiven und negativen Wertänderungen werden ohne Berührung der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

C. Angaben zur Bilanz

I. Ausschüttungsgesperrte Beträge

Zum Ende des Geschäftsjahrs bestehen ausschüttungsgesperrte Beträge in Höhe von 882 TEuro, die in voller Höhe auf den Überhang von aktiven latenter Steuern entfallen.

II. Angaben zur Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens

Eine detaillierte Darstellung der Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist dem nachfolgenden Anlagespiegel zu entnehmen.

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am 01.01.2021 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand am 31.12.2021
Euro Euro Euro Euro Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte u. ähnl. Rechte u. Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten u. Werten 2.112.984,64 598.456,80 0,00 87.802,20 2.799.243,64
2. Geschäfts- oder Firmenwert 281.532,67 0,00 0,00 0,00 281.532,67
3. Geleistete Anzahlungen 99.722,20 14.000,00 0,00 -87.802,20 25.920,00
2.494.239,51 612.456,80 0,00 0,00 3.106.696,31
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte u. Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundst. 15.354.979,71 151.520,53 10.712,32 0,00 15.495.787,92
2. Techn. Anlagen u. Maschinen 58.139.137,94 1.540.652,68 76.909,10 2.049.328,87 61.652.210,39
3. And. Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.267.702,37 413.611,41 59.575,43 48.250,65 3.669.989,00
4. Geleist. Anz. u. Anlagen im Bau 4.556.923,46 5.389.753,24 0,00 -2.097.579,52 7.849.097,18
81.318.743,48 7.495.537,86 147.196,85 0,00 88.667.084,49
Gesamt 83.812.982,99 8.107.994,66 147.196,85 0,00 91.773.780,80
Abschreibungen
Stand am 01.01.2021 Abschreibungen im Gj. Veränderungen i. Z. m. Zugängen
Euro Euro Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte u. ähnl. Rechte u. Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten u. Werten 1.765.582,64 218.166,00 0,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 281.532,67 0,00 0,00
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00
2.047.115,31 218.166,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte u. Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundst. 13.533.919,60 185.187,53 0,00
2. Techn. Anlagen u. Maschinen 42.178.152,94 2.618.043,55 0,00
3. And. Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.409.756,37 328.576,06 0,00
4. Geleist. Anz. u. Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
58.121.828,91 3.131.807,14 0,00
Gesamt 60.168.944,22 3.349.973,14 0,00
Abschreibungen
Veränderungen i. Z. m. Abgängen Veränderungen i. Z. m. Umbuchungen Zuschreibungen Stand am 31.12.2021
Euro Euro Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte u. ähnl. Rechte u. Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten u. Werten 0,00 0,00 1.983.748,64
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 281.532,67
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 2.265.281,31
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte u. Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundst. 9.721,32 0,00 13.709.385,81
2. Techn. Anlagen u. Maschinen 68.948,10 0,00 44.727.248,39
3. And. Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 58.573,43 0,00 2.679.759,00
4. Geleist. Anz. u. Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
137.242,85 0,00 61.116.393,20
Gesamt 137.242,85 0,00 63.381.674,51
Buchwerte
Stand am 31.12.2021 Stand am 31.12.2020
Euro Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte u. ähnl. Rechte u. Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten u. Werten 815.495,00 347.402,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
3. Geleistete Anzahlungen 25.920,00 99.722,20
841.415,00 447.124,20
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte u. Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundst. 1.786.402,11 1.821.060,11
2. Techn. Anlagen u. Maschinen 16.924.962,00 15.960.985,00
3. And. Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 990.230,00 857.946,00
4. Geleist. Anz. u. Anlagen im Bau 7.849.097,18 4.556.923,46
27.550.691,29 23.196.914,57
Gesamt 28.392.106,29 23.644.038,77

III. Angaben zu Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

Von den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen 0 TEuro (Vorjahr: 0 TEuro) auf Gesellschafter.

Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen 22.678 TEuro (Vorjahr: 25.506 TEuro) auf Gesellschafter.

IV. Im Bilanzgewinn enthaltener Gewinnvortrag

Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag in Höhe von 11.126.719,52 Euro enthalten.

V. Erläuterung der sonstigen Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Verpflichtungen aus dem Personalbereich (4.485 TEuro, Vj. 2.864 TEuro) und dem Vertriebsbereich (1.700 TEuro, Vj. 1.878 Euro).

VI. Verbindlichkeiten

Von den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen weisen in Höhe von 20 TEuro (VJ. 30 TEuro) eine Restlaufzeit von über fünf Jahren auf. Die weiteren Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von weniger als fünf Jahren.

VII. Angabe zu den Haftungsverhältnissen

Zum Stichtag 31.12.2021 bestanden folgende Haftungsverhältnisse:

Zusammensetzung: Berichtsjahr Vorjahr
TEuro TEuro
a) aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten 1.153 1.304
davon für verbundene Unternehmen 1.153 1.304
davon durch Pfandrechte abgesichert * 1.153 1.304

*) die Absicherung durch Pfandrechte umfasst sowohl die Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten in Höhe von 1.153 TEuro, als auch eigene Verbindlichkeiten (siehe Punkt C. III).

Die zugunsten verbundener Unternehmen eingegangenen Verpflichtungen aus Gewährleistungsverpflichtungen gegenüber Dritten waren nicht zu passivieren, da die zu Grunde liegenden Verbindlichkeiten durch die verbundenen Unternehmen voraussichtlich erfüllt werden können und daher mit einer Inanspruchnahme nicht zu rechnen ist.

VIII. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Finanzierungsleasing-Verträgen für Maschinen und Fahrzeuge in Höhe von 3.117 TEuro sowie aus Mietverhältnissen von 5.897 TEuro. Aus dem aktualisierten Betriebsüberlassungs- und Pachtvertrag bestehen Verpflichtungen in Höhe von jährlich 4.432 TEuro.

D. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

I. Umsatzerlöse

Aufgliederung der Umsatzerlöse

1. Nach Tätigkeitsbereichen

Die Unternehmensgruppe erzielt ihren Umsatz ganz überwiegend durch die Herstellung und Veräußerung von Süßwaren. Andere Umsätze fielen nicht bzw. in derart geringer Höhe an, dass sie für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von untergeordneter Bedeutung sind.

2. Nach Regionen

Berichtsjahr Vorjahr
MEuro MEuro
Deutschland 76,5 75,7
Europa (ohne Deutschland) 55,5 42,4
Asien 17,1 15,0
Amerika 6,5 4,4
Australien/Ozeanien 0,5 0,8
Afrika 0,0 0,0
Gesamt 156,1 138,3

II. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge, die Vorjahren zuzurechnen sind in Höhe von 703 TEuro. Im Wesentlichen resultieren die periodenfremden Erträge aus verspätet eingegangenen Gutschriften bzw. Korrekturen von Abrechnungen.

III. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen, die Vorjahren zuzurechnen sind. Die periodenfremden Aufwendungen in Höhe von 849 TEuro resultieren im Wesentlichen aus verspätet eingegangenen Rechnungen von Dienstleistern.

IV. Angaben zu latenten Steuern

Aktive latente Steuern bestehen aufgrund von handels- und steuerrechtlich voneinander abweichenden Wertansätzen bei Vermögensgegenständen und sonstigen Rückstellungen sowie auf Grund vorhandener steuerlicher Verlustvorträge. Bei den steuerlichen Verlustvorträgen wurde angenommen, dass rund 92 % innerhalb der nächsten fünf Jahre zu Steuerersparnissen führen. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgte mit einem Steuersatz von 28,125 %.

V. Angaben zu Außerplanmäßigen Abschreibungen

Von den Abschreibungen entfallen 318 TEuro auf außerplanmäßige Abschreibungen.

E. Sonstige Angaben

I. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen (ohne Auszubildende) waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Berichtsjahr Vorjahr
Angestellte 121 112
Arbeiter 607 606
Gesamt 728 718

II. Mitglieder der Unternehmensorgane

Zu Geschäftsführern waren im abgelaufenen Geschäftsjahr bzw. bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses bestellt:

Herr Stephan Ludwig, Diplom-Ingenieur (TU), (Bereiche Technik, Produktion, Werke In- und Ausland)

Herr Robert Mähler, Diplom-Kaufmann (FH), (Sprecher der Geschäftsführung, Vertrieb, Marketing und kaufmännische Bereiche, IT)

Die Geschäftsführer erhalten ihre Vergütungen von anderen Gesellschaften der Mederer Gruppe.

III. Name und Sitz des Mutterunternehmens

Konzernmutter ist die Firma Willy Mederer GmbH & Co. KG. Der Sitz der Firma ist in 90763 Fürth, Oststraße 94. Der Konzernabschluss wird beim elektronischen Bundesanzeiger offengelegt.

IV. Angaben über das Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Das Honorar des Abschlussprüfers wird im Rahmen des Konzernabschlusses der Willy Mederer GmbH & Co. KG, Fürth angegeben.

V. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Ende Februar 2022 hat Russland eine Kriegssituation in Europa ausgelöst (Russland-Ukraine-Krieg). Da dessen Auswirkungen wertbegründend sind, ergeben sich keine Konsequenzen für die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden zum Stichtag 31. Dezember 2021. Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gruppe können aufgrund der volatilen Lage zum jetzigen Zeitpunkt nicht vollumfänglich beurteilt werden. Die Geschäftsführung der Mederer Gruppe wird weiterhin sicherstellen, dass alle sichtbaren Risiken und deren Auswirkungen wöchentlich überprüft und mögliche Auswirkungen simuliert werden. Die hierfür notwendigen Maßnahmen werden fachübergreifend abgestimmt und im Unternehmen umgesetzt.

Nach dem Stichtag 31. Dezember 2021 sind keine weiteren der Geschäftsführung der Mederer Gruppe bekannten Ereignisse von besonderer Bedeutung oder mit erheblichen Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- oder Vermögenslage eingetreten.

 

Fürth, den 17.05.2022

gezeichnet Stephan Ludwig, Geschäftsführer

Robert Mähler, Geschäftsführer

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021

I. Entwicklung der Branche

Aktuellen Publikationen des Bundesverbandes der Deutschen Süßwarenindustrie e. V. (BDSI) zufolge verzeichnete das Süßwarensegment in Deutschland im Jahr 2021 gegenüber dem Vorjahr ein Umsatzplus in Höhe von +2,2 %, bei einem Absatzvolumenplus von +1,3 % (Quelle: www.bdsi.de/pressemeldungen vom 25.01.2022).

Süßwarenexporte zogen im Jahr 2021 wieder an. Das Exportgeschäft mit Süßwaren stieg mengenmäßig um 3,4 %, der Umsatz erhöhte sich um 4,2 % (Quelle: SG-Newsletter vom 26. Januar 2022).

Die Rohstoffpreise setzten ihre Aufwärtstendenz fort: Die Preise für Nahrungs- und Genussmittel stiegen gemäß HWWI-Rohstoffpreisindex im Jahr 2021 um 32,6 % im Vergleich zum Vorjahr (auf Basis US$) (Quelle: BVE Broschüre "Ernährungsindustrie an der Belastungsgrenze" - www.hwwi-rohindex.de).

Entsprechend dem Jahresausklang 2020 zog der Preis für Zucker auch in 2021 weiter an. Die Dürre hat sich 2020 nicht weiter ausgedehnt, jedoch zeigten sich seit 2020 negative Auswirkungen durch agrarpolitische Entscheidungen zu Saatgut und Düngemitteln, die zu weiteren Preissteigerungen im abgelaufenen Geschäftsjahr führten. Der um 50 % gestiegene Weizenpreis (SG-Newsletter vom 25.01.2022) führte im Jahr 2021 zu höheren Preisen für Glukose. Verursacht wurden diese Preiserhöhungen unter anderem durch die allgemein angestiegene Nachfrage nach Weizen- und Stärkeprodukten. Auch der Preis für Gelatine blieb weiterhin auf einem hohen Niveau, weil die Schweinebestände in China stark unter den Auswirkungen der afrikanischen Schweinepest gelitten haben und es infolgedessen auf dem Weltmarkt an der Rohware mangelte.

Die deutsche Süßwarenindustrie beschäftigte als viertgrößte Branche in der Ernährungsindustrie im Jahr 2021 rund 50.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Quelle: www.bdsi.de/pressemeldungen vom 25.01.2022).

II. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

1. Geschäftsverlauf

Trolli ist einer der größten Hersteller im deutschen Fruchtgummimarkt.

Das Vorjahresergebnis wurde wegen der Corona-Krise durch Umsatzrückgänge und Mehrkosten für Schutz- und Vorsichtsmaßnahmen beeinträchtigt. Die Produktion konnte aufrechterhalten werden.

Das Geschäft verlief im abgelaufenen Geschäftsjahr trotz der anhaltenden Covid-19-Pandemie stabil.

Im Jahresverlauf verzeichnete Trolli eine gute Umsatzentwicklung: Der Gesamtumsatz (netto) stieg gegenüber dem Vorjahr um +12,9 %. Während die Umsatzerlöse auf dem europäischen Markt inklusive Deutschland um +11,8 % anstiegen, verzeichneten die Umsätze in Asien und Amerika ein Wachstum von insgesamt +21,6 %.

Allerdings gab es auch erste Anzeichen für eine Entwicklung zu höheren Energiekosten.

Die Mitarbeiterzahl hat sich erhöht, da wir zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen haben, um den aktuellen Herausforderungen erfolgreich begegnen zu können.

Seit April 2021 wurden verschiedene Maßnahmen für den Relaunch der Marke Trolli sukzessive umgesetzt; entsprechend stiegen die Marketing-Kosten.

2. Aufwands- und Ertragsstruktur

Das Finanzergebnis in Höhe von +40 TEuro liegt über dem des Vorjahres (-37 TEuro). Im Vorjahr gab es einen Verzinsungssondereffekt aus einer Betriebsprüfung für die Vorjahre. Hinzu kommt die weiterhin verringerte Inanspruchnahme des zur Verfügung stehenden Kreditrahmens. Das neutrale Ergebnis fällt mit -164 TEuro negativ aus, da die periodenfremden Aufwendungen höher ausfielen als die periodenfremden Erträge. In den Steuern auf Einkommen und Ertrag ist ein Ertrag aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern i.H.v. +10 TEuro enthalten. Insgesamt ergibt sich nach Steuern ein Jahresergebnis von +3.489 TEuro. Die Umsatzrentabilität (EBIT / Umsatzerlöse) liegt bei +2,7 %.

3. Vermögens- und Kapitalstruktur

Das Anlagevermögen nahm gegenüber dem Vorjahr um +4.748 TEuro zu. Die Anlagenintensität stieg von 37,2 % auf 42,2 %.

Das Umlaufvermögen inkl. aktiver Rechnungsabgrenzungsposten sank um 1.031 TEuro (-2,6 %). Im Bereich der Vorräte stieg der Bestand an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Ersatzteilen um 1.908 TEuro; der Bestand an unfertigen und fertigen Erzeugnissen und Waren nahm um 2.789 TEuro ab. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verringerten sich um 2.420 TEuro. Die sonstigen Vermögensgegenstände und Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen erhöhten sich um 1.411 TEuro. Die liquiden Mittel sanken stichtagbezogen um 37 TEuro.

Der Aktivposten für temporäre Differenzen und steuerliche Verlustvorträge hat sich um 10 TEuro erhöht und beträgt in 2021 882 TEuro.

Das bilanzierte Eigenkapital erhöhte sich um 3.489 TEuro, die Eigenkapitalquote stieg von 41 % auf 44 %.

Das bilanzierte Fremdkapital nahm um 237 TEuro zu. Die Bankverbindlichkeiten konnten um weitere 15 TEuro reduziert werden. Die Rückstellungen erhöhten sich um 1.534 TEuro, die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stiegen um 1.647 TEuro und die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sanken um 2.908 TEuro.

4. Cash Flow Entwicklung gemäß Kapitalflussrechnung

Die Cash-Flow-Entwicklung weist für das Jahr 2021 eine Abnahme des Finanzmittelbestandes (liquide Mittel) in Höhe von 22 TEuro aus. Der Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt +8.104 TEuro, der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit beträgt -8.108 TEuro.

Die Mittelveränderung aus Finanzierungstätigkeit i. H. v. -9 TEuro entspricht den gezahlten Zinsen.

5. Gesamtbeurteilung der Vermögens-, Finanz und Ertragslage

Die im Geschäftsjahr 2016 mit dem Verkauf der Betriebsstätte Boizenburg eingeleitete strategische Ausrichtung entwickelte sich erfolgreich weiter, insbesondere im Hinblick auf die Intensivierung und Generierung neuer Absatzmärkte. Der erfolgreich beschrittene Weg wurde auch 2021 vollumfänglich und konsequent fortgesetzt. Fällige Lieferanten- und Bankverbindlichkeiten konnten jederzeit bedient werden. Die Eigenkapitalquote wurde erneut auf nunmehr 44 % gesteigert.

Obwohl das Jahr 2021 sehr stark durch die COVID-19 Pandemie geprägt war, konnten die Umsätze dennoch gesteigert werden. Während die Umsatzerlöse in Europa, Asien und Amerika um 18,1 Mio. Euro anstiegen, war der eher geringfügige Umsatz in Australien/Ozeanien rückläufig.

Die Rohertragsquote entwickelte sich positiv, außerdem stieg die Personalkostenquote u. a. wegen der jährlichen Tariferhöhungen weiter an.

III. Risikomanagement und Finanzinstrumente

1. Geschäftsrisiken

Geschäftsrisiken ergeben sich für ein Unternehmen des produzierenden Gewerbes im Konsumgüterbereich wie der Trolli GmbH vor allem aus dem Umfeld von Lieferanten, Kunden, Verbrauchern, Wettwerbern, Umwelt und Qualität.

Den Preisänderungsrisiken auf dem Beschaffungsmarkt wird (bedingt) durch Abschluss mittel- bis langfristiger Abnahmekontrakte entgegengewirkt, wobei insbesondere darauf geachtet wird, für die wichtigsten Hauptrohstoffe, Kartonagen und Folien mehrere leistungsstarke Lieferanten in eine Art Lieferantenpool einzubinden, um Größendegressionseffekte zu erzielen und Risiken der Abhängigkeit zu minimieren. Je nach Preisentwicklung und Bedarfsanalyse kommt auch das Instrument der Spotmarkt-Beschaffung zum Zuge. Dabei profitiert die Trolli GmbH von den Einkaufsvorteilen der Mederer Gruppe international.

Trotz einer guten Marktdurchdringung mit der Marke Trolli kann der Verhandlungsmacht des deutschen Lebensmittel-Groß- und Einzelhandels (LEH) und dem daraus resultierenden Preisdruck nur bedingt begegnet werden. In diesem Zusammenhang sind eine rollierende Sortiments- und Absatzplanung und eine permanente Analyse der Kunden- und Artikeldeckungsbeiträge zur Absatz- und Unternehmenssteuerung fest installiert.

Auf die gewachsenen Ansprüche der Verbraucher reagiert das Unternehmen mit zielgruppenspezifischen Produktinnovationen, um höchste Qualitätsanforderungen im Premium-Bereich zu erfüllen. Zudem steht der Absatz unserer Produkte auf einer verlässlichen und wachstumsorientierten Basis, zumal wir die Bedürfnisse wichtiger Verbrauchergruppen mit unterschiedlichem ethnischen oder ernährungsalternativen Hintergrund berücksichtigen.

Im Bereich Umwelt wird seit Jahren in den Bereich Energieeffizienz investiert. Der Verwaltungsstandort Fürth wurde in Sachen Energieeffizienz an modernste Standards angepasst. Die Risiken aus Umwelt- und Emissionsschutzauflagen sind ständig im Fokus und unterstehen einer regelmäßigen Kontrolle. Die Trolli GmbH verfolgt im Rahmen ihrer Unternehmensleitlinien eine konsequente und nachhaltige Qualitätspolitik auf höchstem Niveau. Die Betriebsstätten erfüllen den weltweit anerkannten Qualitätssicherungsstandard IFS (International Featured Standards) auf "higher level" und teilweise weitere Qualitätsstandards wie BRC und Bio-Zertifizierung. Unser Produktionsstandort für die Herstellung von Süßwaren mit Wirkstoffen (Nahrungsergänzungsmittel) ist GMP-zertifiziert. Alle Produkte werden einer permanenten Qualitätskontrolle und -analyse unterzogen und erfüllen sämtliche gesetzliche Anforderungen zur Rückverfolgbarkeit jeder einzelnen Produktionscharge zum Schutz der Verbraucher.

Ein Energiemanagementsystem nach DIN ISO 50001 ist für die Trolli GmbH eingerichtet und erfolgreich zertifiziert.

2. Finanz- und Währungsrisiken

Die aus der Geschäftstätigkeit resultierenden finanziellen Risiken werden zeitnah, d. h. monatlich, im konzerneinheitlichen Reporting im Abgleich zu den Plan- und Vorjahreszahlen überwacht. Frühzeitige und bedarfsgerechte Planung und ein rollierender Forecast erhöhen die Reaktionsgeschwindigkeit. Der aktuelle Finanzstatus wird tagesgenau kommuniziert und die Liquiditätssteuerung erfolgte im gesamten Jahr 2021 anhand wöchentlicher abteilungsübergreifender Abstimmungsmeetings im Rahmen einer Jahres- und Monatsvorschau.

Die Trolli GmbH ist zwar international tätig, die Währungsrisiken sind jedoch seit Einführung des Euro sowohl auf Einkaufs- als auch Absatzseite sehr begrenzt. Bei Bedarf werden in Einzeltransaktionen risikoadäquate Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Die ständige Beobachtung der Finanzmärkte ist der Geschäftsleitung zugeordnet und wird mit entsprechender Sorgfalt verfolgt.

3. Forschung und Entwicklung

Die erfolgreiche Entwicklung innovativer Produkte, die darauf abzielen, die steigenden Erwartungen der Konsumenten zu erfüllen, wird unter Einsatz neuartiger Produkt- und Prozesstechnologien erreicht. Die Trolli GmbH ist als Unternehmen der Mederer Gruppe einer der größten Fruchtgummihersteller und nutzt auch die Forschungs- und Entwicklungsleistungen der Muttergesellschaft. Die Optimierung von Produkten und Prozessen wird als permanente Aufgabe verstanden, die sowohl zur Qualitätssteigerung als auch zur nachhaltigen Effizienz- und Ertragsverbesserung beiträgt.

IV. Nichtfinanzielle Erklärung/sonstige Pflichtangaben nach § 289f Abs. 4 HGB

Hinsichtlich des Gesetzes für einen gleichberechtigten Zugang von Frauen zu Führungspositionen beträgt die Frauenquote im Jahr 2021, bei einer Anzahl von zwei männlichen Geschäftsführern, Null, in der zweiten Ebene, bei einer Anzahl von drei männlichen und einer weiblichen Führungskraft in der Trolli GmbH, 25 %. Als Zielgrößen wurden für die erste Führungsebene Null festgelegt, für die zweite Führungsebene 25 %.

V. Angaben zur voraussichtlichen Entwicklung der Trolli GmbH

Unsere Erwartungen an das Vorjahr haben sich im abgelaufenen Geschäftsjahr bestätigt.

Der Zuckermarkt bleibt in seiner Entwicklung bis zum Jahresende unsicher. Das Auftreten der afrikanischen Schweinepest (ASP) in Deutschland und die Corona-Krise haben seit Ende 2020 mittelbar und unmittelbar Einfluss auf die stark sinkenden Preise bei Gelatine gehabt. Das Preisniveau war Anfang 2021 jedoch kurzfristig schon wieder ansteigend, da sich zum einen die ASP-Situation in China wieder (wie schon 2019/2020) deutlich verschärft hatte, zum anderen aber auch das signifikant reduzierte Angebot von Schlachtschweinen in Deutschland die Rohmaterialkosten für Gelatine hat steigen lassen. Die Fundamentaldaten für Weizen und Mais werden sich durch den Ukraine-Krieg weiter verschlechtern und indizieren somit eine Instabilität des Marktes. Die Glukose-Preise werden deshalb vermutlich weiter steigen, da Glukose auf Weizenbasis hergestellt wird. Bei den Preisen für Kartonagen und Folien ist ebenfalls mit einem weiteren Anstieg zu rechnen. Die Preis- und Sortimentsstruktur ist zwar ausgewogen und auf unsere Kunden abgestimmt, die Rohertragsquote wird angesichts der Preisniveaus an den Rohstoffmärkten und am Energiemarkt aber kaum zu halten sein.

Verstärkte Aufmerksamkeit wird weiteren Effektivitätsverbesserungen in den Werken zukommen, und zwar im Hinblick auf Organisation und Automation, Digitalisierung und Steuerungstechnik.

Die traditionellen Unternehmensstärken, nämlich Innovationskraft und Premium-Qualität, werden seit 2014 durch Fernsehwerbung auch für den Verbraucher sichtbar. Nach einem umfangreichen Relaunch wurde die Marke ab dem 2. Quartal 2021 in einem überarbeiteten Verpackungs-Design ausgeliefert, um die Qualitäts-Wahrnehmung der Verbraucher positiv weiter zu entwickeln. Darauf abgestimmt wurde eine neue Werbekampagne entwickelt und in reichweitenstarken Kanälen (klassisches TV und Social Media) mit hohem Werbedruck ausgestrahlt. Verbunden mit Vermarktungsmaßnahmen im Handel konnte das gebündelte Relaunch-Paket die Marke umsatzwirksam weiterentwickeln.

Die konsequente Strategie der Markenprofilierung wird 2022 weiter forciert. Zusätzliche Umsatzpotentiale bleiben das B2B- und Industriekundengeschäft sowie ein weiter optimierter Produkt-/Kunden-Mix.

Die Umsatzrendite wird durch die steigenden Rohstoffpreise stark negativ beeinflusst. Um diesem Kostenanstieg im Bereich der Beschaffung entgegenzuwirken, sind weitere Preiserhöhungen mit einigen Kunden bereits vereinbart worden. Die gestörten Lieferketten sorgen jedoch für Versorgungsprobleme, die nicht vollständig aufgefangen werden können. Weitere Preisanpassungen und Kosteneinsparungen werden notwendig sein, um eine Mindestrentabilität zu garantieren. Ein moderater Umsatzrückgang aufgrund voraussichtlich eingeschränkter Rohstoffverfügbarkeiten ist zu befürchten.

Leider werden die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie und des Ukraine-Kriegs weiterhin unseren Handlungsspielraum eingrenzen, weshalb nachfolgend ein ergänzender Chancen- und Risikobericht, speziell im Hinblick auf die Management-Maßnahmen, folgt. Dieser kann aber lediglich einen groben Überblick über die kritischen Einfluss-Faktoren geben, die durch das Management von Trolli beobachtet, vorausschauend strukturiert und zeitnah und pro-aktiv adressiert werden.

VI. Chancen- und Risikobericht zu Covid-19 Virus Pandemie

Zwar zählen Süßwaren nicht zu den unverzichtbaren Lebensmitteln, aber gerade in Krisenzeiten werden diese von breiten Bevölkerungsschichten gerne als "Stimmungsaufheller" konsumiert und sind damit grundsätzlich weniger krisenanfällig.

Durch ein proaktives und fokussiertes Gesundheitsmanagement im Unternehmen ist es bisher erfolgreich gelungen, die Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu schützen. Die dafür zur Verfügung gestellten Aufwendungen sind erheblich.

Im weiteren Verlauf des Jahres entspannte sich die Coronakrise durch eine stetig steigende Impfquote und breit angelegte Testungen.

VII. Chancen- und Risikobericht zum Ukraine-Krieg

1. Liquidität und Eigenkapitalquote

Die Trolli GmbH weist eine sehr solide Liquiditätslage und Eigenkapitalquote auf.

2. Branchenspezifische Risiken

Der Ukraine-Krieg zeigt bisher keine negativen Auswirkungen auf die Kaufbereitschaft der Kunden.

Jedoch besteht weiterhin das Risiko, dass sich die Krisensituation verschlechtert und bestimmte Absatzmärkte / Lieferketten ganz oder teilweise ausfallen.

3. Ertragsorientierte Risiken

Trolli sieht beim Ausfall der betroffenen Absatzmärkte im Kriegsgebiet und in den angrenzenden Gebieten ein beherrschbares Risiko möglicher Umsatzrückgänge für die Unternehmens-Gruppe.

Der Krieg in der Ukraine sorgt in der Weltwirtschaft für einen abrupten Einbruch der Rohstoff-Lieferungen. Die Ukraine ist u. a. weltweit einer der größten Exporteure von Weizen, der eine wichtige Basis für die Herstellung von Glukose darstellt. Bereits seit Februar/März ist eine Verschärfung der Situation bei Preisen und Verfügbarkeit festzustellen.

Auch das Risiko der Gasversorgung hat sich durch den Ukraine-Krieg erheblich erhöht. Die Bundesregierung rief eine Frühwarnstufe aus. Trolli wird nach möglichen Energiealternativen suchen und die Produktionsanlagen entsprechend umrüsten, damit die Produktion weitgehend aufrechterhalten werden kann.

Durch den Ukraine-Krieg werden sich die bereits mit der Coronapandemie gestiegenen Rohstoffpreise, Energie- und Logistikkosten weiter negativ entwickeln.

4. Finanzwirtschaftliche Risiken

Da die Lieferungen an Kunden in den Kriegsgebieten bis zum Ausbruch des Ukraine Kriegs gegen Vorkasse erfolgten, sieht sich Trolli keinem Forderungsausfallsrisiko ausgesetzt.

5. Chancen und Risikomanagement

In einem volatilen Geschäftsumfeld gelten für 2022 Vorsicht und vorausschauendes Handeln als die obersten Handlungsmaximen.

Das Unternehmen verfügt über diverse Möglichkeiten, um angemessen auf negative Ertrags- und Liquiditätseinflüsse zu reagieren. Dazu zählen, neben dem Einsatz von eigenen Mitteln, die Inanspruchnahme bestehender, nicht ausgeschöpfter Kreditlinien von Kreditinstituten und alternativer Finanzierungsmöglichkeiten, die Überprüfung der Freigabe von Investitionsmitteln bis hin zur Inanspruchnahme von Fördermitteln, die von Bund und Ländern im Ergänzungshaushalt 2020 beschlossen wurden (z. B. Kurzarbeit). Es erfolgt eine ständige Überprüfung von Versicherungssummen im Export-Geschäft durch Warenkreditversicherer und der Absicherung durch Bürgschaften. Trolli ist ständig bestrebt, sowohl die Kundenstrukturen als auch den Produkt- und Sortimentsmix an das sich verändernde Geschäftsumfeld anzupassen und zu optimieren; Produktions- und Investitionsstrategie werden ebenfalls konsequent überprüft und gegebenenfalls angepasst.

Das Management von Trolli hat sichergestellt, dass alle sichtbaren Risiken und deren Auswirkungen wöchentlich überprüft und mögliche Auswirkungen simuliert werden. Dies geschieht in einem interdisziplinären Team, das für die Themen Einkauf, Absatz-/Umsatz-, Investitions- und Liquiditätsplanung sowie die Produktionsplanung verantwortlich ist. Notwendige Maßnahmen werden hier fachübergreifend abgestimmt und im Unternehmen umgesetzt.

 

Fürth, den 17.05.2022

gezeichnet

Stephan Ludwig, Geschäftsführer

Robert Mähler, Geschäftsführer

"Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Trolli GmbH

Prüfungsurteile

ich habe den Jahresabschluss der Trolli GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Trolli GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) habe ich in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

Fürth, den 20.05.2022

gezeichnet Dr. Tanja Fischer, Wirtschaftsprüferin"

Sonstige Berichtsbestandteile

Die Feststellung des Jahresabschlusses erfolgte am 28.07.2022.

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

3 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.