Aufstiegsfortbildung, Schulen der beruflichen Fortbildung
Sybron Implant Solutions GmbHLiquidiert
28279 Bremen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Steven Schwarz seit 10.6.2011 | Geschäftsführer |
Henner Witte seit 27.5.2010 | Geschäftsführer |
Colin Ernest Davis seit 9.10.2009 | Geschäftsführer |
Greggory Mitchell Dr. Cox seit 12.8.2005 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
Planmeca Oy | 95.00% |
Planmeca Oy | 5.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Sybron Implant Solutions GmbHBremenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2009 bis zum 31.12.2009BILANZ zum 31. Dezember 2009Sybron Implant Solutions GmbH, BremenAKTIVA
Gewinn-
und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr
|
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| EUR | EUR |
2008
EUR |
|
| 1. Umsatzerlöse | 11.114.661,54 | 13.363.034,91 | |
| 2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | 70.973,74 | 93.067,33 | |
| 3. Sonstige betriebliche Erträge | 182.862,77 | 225.511,69 | |
| 11.368.498,05 | 13.681.613,93 | ||
| 4. Materialaufwand | |||
| a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren | -3.724.826,61 | -3.913.061,95 | |
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | -235.189,15 | -311.004,04 | |
| -3.960.015,76 | -4.224.065,99 | ||
| 5. Personalaufwand | |||
| a) Löhne und Gehälter | -1.681.274,17 | -1.853.320,28 | |
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung | -291.566,03 | -319.176,12 | |
| davon für Altersversorgung: EUR 2.987,22 (Vj.: EUR 3.320,33) | |||
| -1.972.840,20 | -2.172.496,40 | ||
| 6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | -247.904,82 | -448.549,48 | |
| 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen | -2.630.678,54 | -2.486.584,08 | |
| 2.557.058,73 | 4.349.917,98 | ||
| 8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 77.416,00 | 311.240,58 | |
| 9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -195.022,00 | -215.205,00 | |
| davon an verbundene Unternehmen EUR 195.022,00 (Vj. EUR 212.043,00) | |||
| -117.606,00 | 96.035,58 | ||
| 10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 2.439.452,73 | 4.445.953,56 | |
| 11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 0,00 | 119,96 | |
| 12. Sonstige Steuern | -2.721,00 | -2.541,00 | |
| 13. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführter Gewinn | -2.436.731,73 | -4.443.532,52 | |
| 14. Jahresüberschuss | 0,00 | 0,00 |
Bestätigungsvermerk
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Sybron Implant Solutions GmbH, Bremen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009 geprüft.
Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt.
Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen entspricht
der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung
der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Bremen, 22. März 2010
Ernst
& Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Monsees, Wirtschaftsprüfer
Emir, Wirtschaftsprüferin
Anhang für das Geschäftsjahr 2009
Sybron Implant Solutions GmbH, Bremen
Allgemeine Angaben
Der vorliegende Abschluss wurde gemäß der §§ 242 ff. HGB und der §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt.
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfah-ren aufgestellt.
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben.
Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt und wird um planmäßige Abschreibungen vermindert.
Die Abschreibungen werden nach der linearen Methode vorgenommen; die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen.
Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von EUR 150,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben; ihr sofortiger Abgang wird unterstellt.
Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips angesetzt.
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.
Fremdwährungsforderungen werden mit dem Wechselkurs am Entstehungstag oder dem niedrigeren Geldkurs am Bilanzstichtag bewertet.
Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in der Höhe angesetzt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.
Verbindlichkeiten sind zum Rückzahlungsbetrag angesetzt.
Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit dem Wechselkurs am Entstehungstag oder dem höheren Briefkurs am Bilanzstichtag bewertet.
Erläuterungen zur Bilanz
Anlagevermögen
Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sämtlich eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.
Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen haben sämtlich eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Sie resultieren ausschließlich aus Lieferungen und Leistungen.
Die sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.
Eigenkapital
Die Sybron Implant Solutions GmbH hat im Jahr 2007 mit ihrer Gesellschafterin einen Ergebnisabführungsvertrag abgeschlossen.
Sonstige Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen werden im Wesentlichen für Personalkosten (TEUR 143), Marketingaufwendungen (TEUR 66), ausstehende Eingangsrechnungen (TEUR 72), Abschluss- und Prüfungskosten (TEUR 25) sowie für Warenretouren (TEUR 21) gebildet.
Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten haben sämtlich eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und sind nicht besichert.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren in Höhe von TEUR 62 aus Lieferungen und Leistungen. Von den Verbindlichkeiten bestehen TEUR 2.437 (Vorjahr: TEUR 4.444) gegenüber der Gesellschafterin.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen u. a. folgende Sachverhalte:
| TEUR | |
| Zahlungsverpflichtungen aus Mietverträgen | 680 |
| Zahlungsverpflichtungen aus Leasingverträgen | 100 |
| Bestellobligo | 120 |
Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen Februar 2010 und April 2015.
Von den Zahlungsverpflichtungen aus Mietverträgen werden TEUR 128 innerhalb eines Jahres fällig.
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich im Wesentlichen aus Kosten für Werbung, Anzeigen und Ausstellungen (TEUR 784), Kosten für Verpackung und Frachten (TEUR 433), Raumkosten (TEUR 173), Reisekosten (TEUR 123), Kfz-Kosten (TEUR 121) sowie Rechts-, Beratungs- und Prüfungskosten (TEUR 89) zusammen.
Sonstige Angaben
Angaben zur Geschäftsführung
Die Geschäftsführung setzt sich wie folgt zusammen:
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Dr. Greggory Cox, Ritterhude, Geschäftsführer Marketing und Vertrieb, bis 22. April 2009 |
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Ted Dreifuss, Orange, USA kaufmännischer Geschäftsführer, vom 22. April bis 24. April 2009 |
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David J. Casper, Orange, USA, Geschäftsführer Marketing und Vertrieb, seit 24. April 2009 |
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Thomas Gleixner, Augsburg, Geschäftsführer Marketing und Vertrieb, vom 14. August bis 5. Januar 2010 |
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Frank T. McFaden, Potomac, USA, kaufmännischer Geschäftsführer, vom 17. August bis 30. September 2009 |
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Colin Davis, London, GB, kaufmännischer Geschäftsführer, seit 30. September 2009 |
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Donald Lee Tuttle, Yorba Linda, USA, Geschäftsführer Marketing und Vertrieb, seit 8. März 2010 |
Die Geschäftsführer sind ermächtigt, die Gesellschaft allein zu vertreten. Sie sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.
Die Bezüge der Geschäftsführung für 2009 betragen TEUR 122.
Zahl der Arbeitnehmer
Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren durchschnittlich während Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Mitarbeiter
| 2009 | 2008 | |
| Gewerbliche Arbeitnehmer | 4 | 5 |
| Angestellte | 32 | 32 |
| Gesamt | 36 | 37 |
Konzernverhältnisse
Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Danaher Corpora-tion mit Sitz Washington D.C./U.S.A., einbezogen. Der Konzernabschluss ist über die Muttergesellschaft erhältlich.
Bremen, 19. März 2010
David J. Casper, Geschäftsführer
Colin Davis, Geschäftsführer
Donald Lee Tuttle, Geschäftsführer
Lagebericht
für das Geschäftsjahr
vom 1. Januar 2009 bis zum 31. Dezember 2009
Sybron Implant Solutions GmbH, Bremen
I. Geschäftliche Rahmenbedingungen
1. Angaben zur Gesellschaft
Gegründet im Jahr 1979 hat sich das Unternehmen zu einem bedeutenden Anbieter kompletter Systemlösungen in der dentalen Implantologie entwickelt und ist in 80 Ländern weltweit aktiv. Die Aktivitäten des Unternehmens umfassen die Entwicklung, die Herstellung und den Vertrieb dentaler Implantatsysteme. Durch die Einbindung in die Sybron Dental Specialties Gruppe im Jahr 2005 und deren Einbindung in die Danaher Corporation mit Sitz in Washington D.C. im Jahr 2006 wurden zusätzliche Vertriebswege erschlossen, vor allem in Nordamerika, andererseits aber auch dentale Implantate von verbundenen Unternehmen in das Sortiment aufgenommen und vertrieben.
Der Vertrieb erfolgt in Deutschland direkt an Zahnärzte, Oralchirurgen und Zahnkliniken durch den eigenen Außendienst, während im Ausland die Produkte überwiegend über ein Netz von Händlern in 80 Ländern vertrieben werden.
Das Unternehmen unterhielt zwei Standorte innerhalb Bremens, die im Jahr 2007 an einem neuen, gemeinsamen Standort in Bremen zusammengelegt wurden.
In 2007 wurde aufgrund der Einbindung in die Danaher-Organschaft ein Ergebnisabführungsvertrag (EAV) mit der KaVo Dental GmbH, Biberbach a. d. Riß, (KaVo) geschlossen.
Am 25. Februar 2008 wurde Oraltronics Dental Implant Technology GmbH in Sybron Implant Solutions GmbH (SIS GmbH) umbenannt. Mit dem neuen Namen wird die Zugehörigkeit zur Sybron Dental Specialties Gruppe betont. Auch die Marke Oraltronics für unsere Produkte wurde abgelöst.
Zum 1. Oktober 2006 hat die Sybron Implant Solutions U.K. Limited, Pershore/Großbritannien, an die Sybron Implant Solutions GmbH, Bremen, Kundenlisten unentgeltlich übertragen. Im Mai 2008 hat sich die Sybron Implant Solutions GmbH, Bremen, vertraglich verpflichtet, für diese Kundenlisten ein Entgelt von GBP 600.000 (TEUR 758) an die Sybron Implant Solutions U.K. Limited, Pershore/Großbritannien, zu entrichten.
Im Juni 2008 wurde ein neues Implantatsystem, das SybronPRO ein-geführt. Die Serie umfasst zwei Implantattypen, das SybronPro XRT und das SybronPro TL. Die Produkte werden über unser Schwesterunternehmen Sybron Implant Solutions Corp., Orange/USA, bezogen.
Im Januar 2009 ging das Geschäft der Sybron Implant Solutions UK Limited, Pershore/Großbritannien (SIS UK) in das der SIS GmbH über. Es wurden immaterielle Vermögensgegenstände, Forderungen, Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und liquide Mittel in die Bilanz der SIS GmbH übernommen. Das Vorratsvermögen wurde zuvor durch eine Einkaufstransaktion überführt. Seit Januar werden die Endkunden in Großbritannien direkt von Bremen aus beliefert. Die beiden Außendienstmitarbeiter haben einen Arbeitsvertrag mit der Kerr UK Limited Peterborough/Großbritannien; die Gehälter werden uns weiterbelastet.
2. Wirtschaftliche Entwicklung
Das Jahr 2009 wird als das Jahr der weltweiten Wirtschaftskrise in die Geschichte eingehen. Ausgelöst durch das globale Finanzbeben im Herbst 2008 herrschte in den westlichen Industrienationen eine Rezession. In deren Folge wurde die Kreditversorgung der Realwirtschaft durch die Banken erheblich beeinträchtigt. Die globale Wirtschaftsleistung sank um 2,2 %, wobei die Auswirkungen je nach Land stark variierten. Während manche Schwellenländer weiter wuchsen - so stieg Chinas Wirtschaftsleistung 2009 um 8,7 % - brach das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) vieler westlicher Industrienationen ein. Die Regierungen nahezu aller wichtigen Industrie- und Schwellenländer reagierten mit massiven staatlichen Stützungsmaßnahmen. Einerseits wurden weltweit umfangreiche staatliche Konjunkturprogramme im Gesamtvolumen von 3 Billionen Euro auf den Weg gebracht, andererseits stimulierten die Zentralbanken die Liquiditätsversorgung der Banken durch einen niedrigen Leitzins. Nach einem weltwirtschaftlich sehr schwachen ersten Quartal 2009 zeigten die Stützungsmaßnahmen ab Mitte März erste Wirkungen auf den Kapitalmärkten. Diese Erholung griff aber nur sehr zögerlich auf die Realwirtschaft über.
Die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union wurden in hohem Maße von der Wirtschaftskrise getroffen. Das BIP der EU-Staaten verringerte sich um 4,1 %. Als Reaktion senkte die Europäische Zentralbank (EZB) ihren Leitzins auf 1,0 %.
Die Bundesrepublik erlitt mit einem Rückgang des BIP um rund 5 % den stärksten Wirtschaftseinbruch in ihrer Geschichte. Zum Großteil ergibt sich dieser Einbruch aus dem Außenhandel. Die Exporte brachen um 14,7 % ein, die Importe um 8,9 %. Der Außenbeitrag hatte entsprechend negativen Einfluss auf das BIP. Darüber hinaus ließ die hohe Unsicherheit über den weiteren Krisenverlauf die Investitionsbereitschaft der Unternehmen erlahmen. Die Bruttoinvestitionen schrumpften preisberei-nigt um über 12,5 %.
Zur Linderung des Wirtschaftseinbruchs legte die Bundesregierung Konjunkturprogramme auf, mit denen sie staatlich geförderte Kaufanreize schuf. Daraufhin erhöhten sich die privaten Konsumausgaben preisbereinigt um 0,4 %. Der Arbeitsmarkt zeigte sich angesichts der schwierigen Konjunkturlage erfreulich stabil. Viele Firmen nahmen die Möglichkeiten des Kurzarbeitergeldes in Anspruch. Im Dezember 2009 waren 3,3 Mio. Menschen arbeitslos gemeldet. Die Inflationsrate stieg nur leicht um 0,4 %.
3. Branchenentwicklung
Auch der Dentalmarkt, der einen der dynamischsten Bereiche innerhalb des Gesundheitssektors bildet, ist von dieser allgemeinen Krise tangiert. 2009 wird der weltweite Markt für Dentalimplantate auf 2,2 Mrd. Euro geschätzt. Es wird ein Marktrückgang von -4% in 2009 angenommen, wobei der Rückgang im 2. Quartal mit -10% seinen Tiefpunkt erreicht hat. Für die kommenden Jahre wird prognostiziert, dass der Markt für Dentalimplantate sich wieder erholt. Für das Jahr 2010 wird ein Wachstum von 5-10% erwartet. Grundsätzlich wird jedoch in der Branche vertrauensvoll in die Zukunft geblickt. Was jedoch auch dazu führt, dass immer mehr Anbieter in den Markt eintreten und versuchen sich, teilweise mit niedrigen Preisen, auf dem Markt zu etablieren. Man vermutet, dass sich die Krise nur kurzfristig auf die Branche auswirken wird und die langfristige Struktur des Marktes unberührt bleibt. Die Gründe hierfür liegen in einer noch geringen Marktdurchdringung, im demographischen Trend in den Industrienationen, die Zunahme des Anteils von immer älteren Menschen in der Bevölkerung, in der Substitution von konventioneller Prothesenversorgung, in der wachsenden Aufgeklärtheit der Patienten über Zahnimplantate und in der langfristigen Wirtschaftlichkeit eines Zahnimplantats.
4. Verlauf des Geschäftsjahres
Die Erlöse der SIS GmbH haben sich im Geschäftsjahr mit dem Markt rückläufig entwickelt. Im Inland gingen im Vergleich zum Vorjahr die Umsätze um 12% zurück, im Ausland um 19%. Insgesamt ist der Umsatzrückgang gegenüber dem Vorjahr mit 16,8% zu beziffern.
5. Investitionen
Das Unternehmen betreibt seine Geschäfte ausschließlich in gemieteten Immobilien. Der Investitionsbedarf reduziert sich daher auf Mietereinbauten, Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie in geringem Umfang auf technische Anlagen im Produktionsbereich.
Investitionen der Betriebs- und Geschäftsausstattung sind im Jahr 2009 nur in geringem Umfang zum Zweck der Ersatzbeschaffung ausgeführt worden.
6. Mitarbeiter
Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr durchschnittlich 36 Mitarbeiter beschäftigt, davon 4 gewerbliche Mitarbeiter.
Die Personalaufwendungen belaufen sich im Geschäftsjahr auf TEUR 1.681 (Vorjahr: TEUR 1.853) für Löhne und Gehälter sowie TEUR 292 (Vorjahr: TEUR 319) für soziale Aufwendungen.
7. Qualitätsmanagement
Das Unternehmen hat ein Qualitätsmanagementsystem implementiert und ist gemäß DIN EN ISO 13485:2003 (Qualitätsmanagementsystem für Medizinprodukte) zertifiziert. Darüber hinaus werden die Anforderungen der US-Behörde für Nahrungsmittel und Medikamente FDA (Food & Drug Administration) an die Qualitätssystembestimmungen, die europäi-sche Richtlinie zu Medizinprodukten 93/42/EWG und die Erfordernisse des deutschen Gesetzes über Medizinprodukte erfüllt.
II. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
1. Vermögens- und Finanzlage
Die Bilanzsumme ist hauptsächlich aufgrund der Ergebnisabführung aus dem Vorjahr plus Zinsen in Höhe von 4.637 TEUR zuzüglich des noch nicht abgeführten Jahresüberschusses von TEUR 2.437 an die Organgesellschaft zum Bilanzstichtag von TEUR 14.729 auf TEUR 12.667 gesun-ken.
Das lang- und mittelfristige Vermögen wird vollständig durch Eigenkapital finanziert. Auch zukünftig wird die Finanzierung aus Eigenmitteln erfolgen.
Im Einzelnen haben sich die Bilanzposten wie folgt entwickelt:
Der Wert der immateriellen Vermögensgegenstände (TEUR 278) liegt unter dem Vorjahr. Bei Zugängen von TEUR 19 aus der Einbindung der immateriellen Vermögensgegenstände aus der Bilanz der SIS UK resultiert der Rückgang insbesondere aus planmäßigen Abschreibungen in Höhe von TEUR 181.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind um TEUR 51 angestiegen. Davon entfallen TEUR 84 auf das Inland und TEUR -33 auf das Ausland.
Der Rückgang der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um TEUR 256 erklärt sich durch die im Dezember getätigten Umsätze. Es findet ein monatlicher Ausgleich durch Konzernverrechnung statt.
Die sonstigen Vermögensgegenstände reduzierten sich um TEUR 3.
Das Guthaben bei Kreditinstituten verminderte sich um TEUR 2.161.
Der Jahresüberschuss wird gemäß dem Ergebnisabführungsvertrag an die Gesellschafterin gutgeschrieben. Die Gesellschafterin hat im Berichtsjahr 2008 einen Betrag von TEUR 4.637 in die Kapitalrücklage eingestellt.
Die Verminderung der sonstigen Rückstellungen um TEUR 72 resultiert hauptsächlich aus dem Rückgang der Urlaubsrückstellungen und der Rückstellungen für Boni sowie Provisionen.
Der Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 156 steht im Zusammenhang mit der Optimierung des Working Capitals durch veränderte Zahlungszeitpunkte.
2. Ertragslage
Das Ergebnis vor Steuern beträgt TEUR 2.439 und damit 21,9 % vom Umsatz und liegt damit deutlich unter Vorjahresniveau (TEUR 4.446; 33,3 %). Dies liegt begründet in einem relativ stabilen Fixkostenblock bei gesunkenen Umsatzerlösen und gesunkener Marge.
Die Abschreibungen vermindern sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 201. Dies liegt daran, dass im Vorjahr eine Sonderabschreibung auf den erworbenen Kundenstamm gebucht wurde.
3. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage
Die SIS GmbH hat im Geschäftsjahr 2009 unter den allgemein schwierigen Bedingungen gelitten. Dennoch behauptet sich die Gesell-schaft weiter in einem zunehmend wettbewerbsorientierten Markt.
III. Nachtragsbericht: Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Es sind folgende wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag eingetreten:
In 2010 haben Wechsel in der Geschäftsführung stattgefunden. Es wird auf die Angaben im Anhang verwiesen.
IV. Risiken und Chancen der zukünftigen Entwicklung
Für die künftige Geschäftsentwicklung im Jahr 2010 sehen wir im Wesentlichen folgende Risiken:
| • |
Preisrisiko: Der Preisdruck aufgrund verstärkt in den Markt eintretender Wettbewerber, insbesondere aus dem asiatischen Raum, kann die Möglichkeiten für zukünftige Produktpreisanhebungen begrenzen und sich negativ auf die Ertragslage auswirken. Das Preisrisiko umfasst auch das Wechselkursrisiko und wird vor allem außerhalb des Euroraumes dann zunehmen, wenn der Euro gegenüber dem US-Dollar an Wert gewinnt. |
| • |
Marktrisiko: Die globale wirtschaftliche Entwicklung zeigt sich auch nach dem ersten Quartal 2010 als andauernd ungewiss. Die neuesten Prognosen für das Wirtschaftswachstum in Deutschland liegen im negativen Bereich. Die genauen Auswirkungen auf den Implantatmarkt sind nicht bekannt. Da Implantate jedoch aus dem verfügbaren Einkommen bezahlt werden, kann bei rückläufigen Einkommen auch hier von einem Rückgang ausgegangen werden. Ferner sind die in verschiedenen Ländern stark unterschiedlichen politischen, rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und deren Änderungen unter Umständen mit negativen Folgen auf den Produktabsatz verbunden. Hierzu zählen insbesondere die Regelungen hinsichtlich des Marktzugangs in bestimmten Ländern. |
| • |
Betriebsrisiken: Die Möglichkeiten von Betriebsstörungen sind vielfältig und betreffen vor allem den Ausfall der Produktion durch Brand, Wasserschaden und Naturkatastrophen. Betriebsstörungen können allerdings auch durch die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten entstehen soweit diese wesentliche Zulieferer sind und ihrerseits Betriebsstörungen hinnehmen müssen. Diesem Risiko wird zum Teil dadurch entgegengewirkt, dass auf alternative Anbieter ausgewichen werden kann bzw. Lieferanten über geeignete Notfallpläne verfügen müssen. |
| • |
Die Preisrisiken auf der Beschaffungsseite werden als gering eingeschätzt. Allerdings bestehen für die Gesellschaft Wechselkursrisiken, da ein großer Anteil der Waren aus USA bezogen werden und in USD fakturiert werden. |
Die Risiken werden vom Controlling fortlaufend überwacht und monatlich an die Geschäftsleitung und die oberste Konzerngesellschaft berichtet.
Für die zukünftige Entwicklung sieht die Geschäftsleitung folgende Chancen:
| • |
Chancen werden insbesondere in der Expansion auf Märkte ge-sehen, die noch nicht von SIS GmbH bedient werden, so auf dem afrikanischen Kontinent und in Skandinavien. Ebenfalls sieht man Entwicklungspotential in bereits von uns belieferten Märkten. |
| • |
Überdies zeigt die Durchdringungsquote von Zahnimplantaten, dass bisher in vielen Fällen von hochentwickelten zahnmedizinischen Produkten noch relativ wenig Gebrauch gemacht wird. Weltweit liegt die Durchdringung bei Zahnimplantaten nur zwischen 3 und 5 Prozent; in den Industrienationen liegt diese Rate bei 10 - 15 Prozent. |
| • |
Vor allem das Angebot der verschiedenen Implantatsysteme Pitt Easy, Endopore, Sybron Pro und Bicortical erlaubt es, Lösungen für Patienten mit unterschiedlichsten zahnmedizinischen Indikationen und somit dem behandelnden Zahnarzt Lösungen aus einer Hand anzubieten. |
V. Voraussichtliche Entwicklung
Die Geschäftsleitung erwartet trotz der Unsicherheit der allgemeinen wirtschaftlichen Situation, dass für die beiden kommenden Geschäftsjahre sowohl Umsatz als auch Ergebnis im einstelligen Wachstumsbereich gegenüber dem Vorjahr sein werden.
Bremen, 19. März 2010
David J. Casper , Geschäftsführer
Colin Davis, Geschäftsführer
Donald Lee Tuttle, Geschäftsführer
Entwicklung des Anlagevermögens 2009
Sybron Implant Solutions GmbH, Bremen
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||||
|
01.01.2009
EUR |
Zugänge
EUR |
Abgänge
EUR |
Umbuchungen
EUR |
31.12.2009
EUR |
|
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 866.421,62 | 19.497,00 | 0,00 | 0,00 | 885.918,62 |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Technische Anlagen und Maschinen | 113.574,51 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 113.574,51 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 601.135,05 | 23.812,79 | 17.664,19 | 0,00 | 607.283,65 |
| 714.709,56 | 23.812,79 | 17.664,19 | 0,00 | 720.858,16 | |
| 1.581.131,18 | 43.309,79 | 17.664,19 | 0,00 | 1.606.776,78 | |
| Kumulierte Abschreibungen | |||||
|
01.01.2009
EUR |
Zugänge
EUR |
Abgänge
EUR |
Umbuchungen
EUR |
31.12.2009
EUR |
|
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 426.723,57 | 181.345,24 | 0,00 | 0,00 | 608.068,81 |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Technische Anlagen und Maschinen | 83.276,07 | 8.115,58 | 0,00 | 0,00 | 91.391,65 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 308.299,19 | 58.444,00 | 9.099,58 | 0,00 | 357.643,61 |
| 391.575,26 | 66.559,58 | 9.099,58 | 0,00 | 449.035,26 | |
| 818.298,83 | 247.904,82 | 9.099,58 | 0,00 | 1.057.104,07 | |
| Buchwerte | ||
|
31.12.2009
EUR |
31.12.2008
EUR |
|
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 277.849,81 | 439.698,05 |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Technische Anlagen und Maschinen | 22.182,86 | 30.298,44 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 249.640,04 | 292.835,86 |
| 271.822,90 | 323.134,30 | |
| 549.672,71 | 762.832,35 | |
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