Dr. Seibold Capital GmbHLiquidiert
83703 Gmund am Tegernsee, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Dr. Seibold Capital GmbHGmund am TegernseeJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2010 bis zum 31.12.2010Lagebericht für das Geschäftsjahr 01.01.2010 bis 31.12.2010der Dr. Seibold Capital GmbH, Gmund am TegernseeGesamtwirtschaftliche Lage 2010 war ein sehr durchwachsenes Börsenjahr. Amerikanische und deutsche Aktien beispielsweise gewannen, Kursverluste dagegen gab es bei europäischen Aktienindizes. Im zweiten Quartal dämpften aufkommende Sorgen über die US-Konjunktur die weltweite Börsenstimmung. Daneben belastete auch die Schuldenkrise vieler Euro-Mitgliedsländer. Branchenentwicklung Entsprechend dieser volatilen Entwicklungen gab es wieder deutliche Performanceunterschiede. Allgemein war es jedoch ein schwieriges Jahr für die Branche, teilweise verbunden mit hohen Verlusten, insbesondere im Bereich der geschlossenen Fonds. Geschäftsentwicklung bei der Dr. Seibold Capital GmbH (DSC) Die Euro-Krise ab April 2010 und die daraus resultierende Seitwärtsbewegung mit hoher Volatilität auf Tages- und Wochenbasis kostete uns aufgrund hohen Sicherheitsbedürfnisses Performance. Wir erwarteten im Jahre 2010 ein erneutes Einbrechen der Konjunktur und damit eine Wiederholung des Einbrechens der Aktienmärkte. Wir verhielten uns somit im Nachhinein in 2010 zu skeptisch. Im Geschäftsjahr 2010 wurde ein Jahresüberschuss in Höhe von EUR 196.389 (Vorjahr Jahresfehlbetrag EUR 166.686) erzielt. Die Erlöse - insbesondere Provisionserlöse, Erlöse aus Beratungsvergütung und Depotverwaltung - beliefen sich auf TEUR 4.051 (Vorjahr TEUR 1.796). Dem standen Provisionsaufwendungen von TEUR 443 (Vorjahr TEUR 289) und allgemeine Verwaltungsaufwendungen i. H. v. TEUR 2.733 (Vorjahr TEUR 1662) sowie Abschreibungen von TEUR 9 (Vorjahr TEUR 22) entgegen. Vermögenslage Die Vermögenslage der Dr. Seibold Capital GmbH stellt sich zum 31.12.2010 wie folgt dar:
Alle zum Bilanzstichtag offenen Forderungen an Kunden in Höhe von TEUR 683 (Vorjahr EUR 445) wurden bis auf eine Einzelforderung in Höhe von TEUR 318 beglichen. Ein hoher Anteil unserer Erlöse basiert auf der Zusammenarbeit mit unseren Depotbanken und Kapitalanlagegesellschaften, deren Rechnungsausgleich sehr schnell - innerhalb eines Monats nach Rechnungsstellung - erfolgt. Die Verwaltungsvergütung wird in der Regel durch Bankeinzug beglichen. Finanzlage Die Finanzlage zum 31.12.2010 stellt sich wie nachstehend aufgeführt dar:
Das Eigenkapital beträgt zum Jahresende EUR 618.562,18 (Vorjahr EUR -12826,76), bei einer Eigenkapitalquote von 44 %. Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich insbesondere aus Verbindlichkeiten an Lieferanten (TEUR 96) und Vertriebspartner (TEUR 147) sowie aus Steuern und Sozialabgaben (TEUR 145) zusammen. Die Rückstellungen betreffen insbesondere rechtliche Risiken sowie Jahresabschlussprüfung, die BaFin-Umlage, Urlaubskosten Personal, Rechtskosten sowie Steuern. Risikobericht Ein Risiko der künftigen Entwicklung im Kerngeschäft der Gesellschaft liegt - neben der allgemeinen Marktrisiken - nach wie vor in der Kündigung der Vermögensverwaltungsverträge durch den Kunden sowie mangelndem Neukundengeschäft. Die vom Markt abweichende Performance hat zudem viele Anleger verunsichert. Das Risiko der Verletzung von Compliance- und Geldwäscherichtlinien sowie Entstehung von Interessenskonflikten wird durch unseren Compliance-Beauftragten und durch den Geldwäschebeauftragten überwacht. Die Mitarbeiter werden regelmäßig geschult und haben sich vertraglich zur Einhaltung der Vorschriften verpflichtet. Ein weiteres Risiko liegt in der Fehleinschätzung der Märkte und nicht ausreichend schnellen Reaktionen auf Marktgegebenheiten. Das im Jahr 2009 eingeführte Risikomanagement-System wurde in 2010 weiter optimiert und soll im Jahr 2011 die gestellten Anforderungen und Erwartungen erfüllen. Durch die Übernahme des Portfoliomanagements bei den drei hauseigenen Fonds Active DSC Return, Active DSC Opportunity sowie DSC SICAV Geldmarkt Plus besteht das Risiko von Managementfehlern hinsichtlich falscher Ordereingaben, Anlagegrenzverletzungen etc.. Diesem Risiko wirken wir in unserem Handelszentrum mit der Einführung diverser Kontrollschritte entgegen. Ausblick Die in 2010 gestartete Zusammenarbeit mit zwei neuen Vertriebspartnern gestaltet sich in 2011 sehr hoffnungsvoll und auf beiden Seiten äußerst engagiert. Die Ertragslage hat sich in 2010 stark verbessert. Auch in 2011 sind wir gut gestartet, so dass wir sowohl in 2011 als auch in 2012 ein positives Jahresergebnis erwarten. Wir sind sicher, dass sich ein aktuell aufgetretener Rechtsfall positiv entwickeln wird. Außerdem erwarten wir, dass unser Risikomanagementsystem bereits im Lauf des Jahres 2011 so ausgereift sein wird, dass wir bald an unsere alten Erfolge wieder anknüpfen können.
Gmund, im Mai 2011 DR. SEIBOLD CAPITAL GmbH Dr. Alexander Seibold, Geschäftsführer BilanzDR. SEIBOLD CAPITAL GMBHAKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2010DR. SEIBOLD CAPITAL GMBH
Anhang für den Jahresabschluss zum 31.12.2010der Dr. Seibold Capital GmbH, GmundA. ALLGEMEINE ANGABENDie Dr. Seibold Capital GmbH ist ein Finanzdienstleistungsinstitut gemäß §1 Abs. 1a KWG. Für Finanzdienstleistungsinstitute sind, unabhängig von den Größenkriterien des §267 HGB, die Vorschriften der §§ 340-340o HGB maßgeblich. B. GRUNDSÄTZE DER GLIEDERUNG DER BILANZ UND GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Die Gliederung der Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und des Anhangs erfolgt unter Beachtung der handelsrechtlichen Ausweisvorschriften sowie der Sondervorschriften der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) und der entsprechenden Formblätter.Die Gesellschaft macht von § 265 Abs. 8 i.V.m. § 340a HGB Gebrauch und führt in der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung die Posten, die weder im Geschäftsjahr noch im Vorjahr einen Saldo hatten, nicht auf. C. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODENDer Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des HGB aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes sowie die Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute zu beachten. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit dem Nennwert abzüglich angemessener Wertberichtigungen angesetzt. Im vorliegenden Abschluss war eine Wertberichtigung notwendig. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen werden beim beweglichen Anlagevermögen linear unter Zugrundelegung der betrieblichen Nutzungsdauer vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben. Im Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Stichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen. Verbindlichkeiten werden mit den Rückzahlungsbeträgen angesetzt. Die anderen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten mit dem Betrag der voraussichtlichen Inanspruchnahme. D. ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZWesentliche Posten der AktivseitePosten 2: Forderungen an KreditinstituteDie zum Jahresende bestehenden Forderungen an Kreditinstitute sind täglich fällig. Posten 3: Forderungen an KundenDie Forderungen an Kunden sind täglich fällig. Die Forderungen beinhalten keine Forderungen gegen andere Finanzdienstleistungsinstitute.
Posten 4 und 5: Immaterielle Anlagewerte und SachanlagenDie Gliederung und Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem diesem Anhang beigefügten Anlagespiegel. Posten 6: Sonstige VermögensgegenständeIn den sonstigen Vermögensgegenständen ist keine Forderung an den Gesellschafter mehr enthalten (Vorjahr: EUR 768,00). Wesentliche Posten der PassivseitePosten 1: Verbindlichkeiten gegenüber KreditinstitutenDie Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind täglich fällig und wurden im Januar 2011 beglichen. Posten 2: Sonstige VerbindlichkeitenDie Verbindlichkeiten zum 31.12.2010 beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Provisionszahlungen in Höhe von 240 TEUR, Verbindlichkeiten aus Steuerzahlungen in Höhe von 145 TEUR sowie Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter in Höhe von 5 TEUR. Posten 3b: andere RückstellungenDie anderen Rückstellungen setzen sich zum 31.12.2010 wie folgt zusammen:
Posten 4: EigenkapitalDas Eigenkapital beläuft sich auf insgesamt 619 TEUR und setzt sich wie folgt zusammen. Das Stammkapital beträgt 25 TEUR und ist in voller Höhe eingezahlt. Die Kapitalrücklage beträgt zum 31.1.2010 550 TEUR. Der Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2008 in Höhe von 14 TEUR wurde in eine Gewinnrücklage eingestellt. Der Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2009 in Höhe von 167 TEUR wurde auf neue Rechnung vorgetragen und ergibt zusammen mit dem Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2010 in Höhe von 196 TEUR den Bilanzgewinn in Höhe von 30 TEUR. E. ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Posten 2: ZinsaufwendungenDie Zinsaufwendungen betreffen im wesentlichen Zinsen für Gesellschafterdarlehen. Posten 3: ProvisionserträgeDie Erträge entfallen auf erbrachte Dienstleistungen im Rahmen der Anlageberatung und Finanzportfolioverwaltung sowie Erträge aus Vermittlungsleistungen. Posten 4: ProvisionsaufwendungenDie Provisionsaufwendungen beinhalten weitergeleitete Bestandsprovisionen und Ausgabeaufschläge sowie Provisionen an den gebundenen Agenten. Posten 5: Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Erträge aus Sachbezug für private Fahrzeugnutzung sowie Erträge aus Kostenweiterbelastungen. Posten 6b: Andere VerwaltungsaufwendungenDie anderen Verwaltungsaufwendungen beinhalten insbesondere Rechts- und Beratungskosten (236 TEUR), Mietzahlungen für Software (180 TEUR), nicht abzugsfähige Vorsteuern (102 TEUR), Werbe- Repräsentations- und Messekosten (86 TEUR), Personalbeschaffungskosten (70 TEUR), Beratungskosten für Marketing (52 TEUR), Leasingkosten für Geschäftsausstattung (47 TEUR), Kfz-Kosten (41 TEUR) sowie Miete für Geschäftsräume (46 TEUR). Posten 8: sonstige betriebliche Aufwendungen Der Posten beinhaltet die die Zuführung zu Rückstellungen für Schadenersatz-, Prozess- und Anwaltskosten. Posten 9: Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere Dieser Posten beinhaltet eine gebildete Einzelwertberichtigung auf Forderungen gegenüber Kunden in Höhe von 543 TEUR sowie Kursverluste aus Wertpapieranlagen während des Geschäftsjahres in Höhe von 4 TEUR. F. Sonstige AngabenHaftungsverhältnisse und sonstige finanzielle VerpflichtungenEs bestanden keine gemäß § 251 HGB anzugebenden Haftungsverhältnisse. Sonstige finanzielle VerpflichtungenAus Miet- und Leasingverträgen bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:
MitarbeiterIm Geschäftsjahr 2010 wurden durchschnittlich 13 Vollzeit- sowie 6 Teilzeit-Mitarbeiter beschäftigt. GeschäftsführungGeschäftsführer der Gesellschaft ist Herr Dr. Alexander Seibold. Gesamthonorar des Abschlussprüfers für 2010Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt für das Geschäftsjahr 2010 10.000 Euro. GewinnverwendungsvorschlagDer Geschäftsführer schlägt vor, den Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2010 in Höhe von 196.388,94 Euro auf das neue Jahr vorzutragen. Dieser Gewinnverwendungsvorschlag wird der nach Vorliegen des Berichts des Abschlussprüfers einzuberufenden Gesellschafterversammlung zur Entscheidung vorgetragen.
Gmund im Mai 2011 Dr. Seibold Capital GmbH Dr. Alexander Seibold, Geschäfsführer BestätigungsvermerkIch habe den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Dr. Seibold Capital GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01.2010 bis zum 31.12.2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften - und ergänzenden Bestimmungen der Satzung - liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Meine Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von mir durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Ich habe meine Jahresabschlussprüfung nach §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Ich bin der Auffassung, dass meine Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für meine Beurteilung bildet. Meine Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."
Gröbenzell, den 14. Juni 2011 Andrea Krebs, Wirtschaftsprüferin |
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