Ohrekreis-SparkasseLiquidiert

Stammdaten

Register
Amtsgericht Stendal HRA 22058
Eingetragen
15.8.2006
Branche
Kreditinstitute des SparkassensektorsKreditinstitute mit SonderaufgabenBausparkassen
Gegenstand
Betreiben aller banküblichen Geschäfte im Sinne der Sparkassenverordnung des Landes Sachsen-Anhalt

Historie

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Management

NameRolle
Waltraud Boenigk
seit 15.8.2006
Vorstandsmitglied
Christel Kinast
seit 15.8.2006
Vorstandsmitglied

Konzern- und Jahresabschlüsse

Ohrekreis-Sparkasse

Haldensleben

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2006

Bilanz

AKTIVA

Euro Euro Euro 31.12.2005
Tsd. Euro
1. Barreserve
a) Kassenbestand 7.579.154,52 7.740
b) Guthaben bei der Deutschen Bundesbank 10.542.171,93 11.761
18.121.326,45 19.501
2. Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur Refinanzierung bei der Deutschen Bundesbank zugelassen sind
a) Schatzwechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen sowie ähnliche Schuldtitel öffentlicher Stellen 0,00 0
b) Wechsel 0,00 0
0,00 0
3. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 35.180.263,97 28.526
b) andere Forderungen 107.441.097,20 66.928
142.621.361,17 95.454
4. Forderungen an Kunden 232.024.267,60 245.210
darunter: durch Grundpfandrechte gesichert 91.971.461,10 (98.229)
Kommunalkredite 46.663.870,28 (51.416)
5. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
a) Geldmarktpapiere
aa) von öffentlichen Emittenten 0,00 0
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00 EUR (0)
ab) von anderen Emittenten 0,00 0
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00 EUR (0)
0,00 0
b) Anleihen und Schuldverschreibungen
ba) von öffentlichen Emittenten 16.147.861,14 11.122
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 16.147.861,14 EUR (11.122)
bb) von anderen Emittenten 213.284.826,01 270.998
229.432.687,15 282.120
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 213.284.826,01 EUR (270.998)
c) eigene Schuldverschreibungen 0,00 0
229.432.687,15 282.120
Nennbetrag 0,00 EUR (0)
6. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 7.219.608,51 7.421
7. Beteiligungen 5.705.209,33 5.717
darunter:
an Kreditinstituten 0,00 EUR (0)
an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 EUR (0)
8. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0
darunter:
an Kreditinstituten 0,00 EUR (0)
an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 EUR (0)
9. Treuhandvermögen 902.746,96 937
darunter: Treuhandkredite 902.746,96 937
10. Ausgleichsforderungen gegen die öffentliche Hand einschließlich Schuldverschreibungen aus deren Umtausch 0,00 0
11. Immaterielle Anlagewerte 42.379,00 56
12. Sachanlagen 5.220.490,73 5.287
13. Sonstige Vermögensgegenstände 321.263,72 290
14. Rechnungsabgrenzungsposten 329.645,01 360
Summe der Aktiva 641.940.985,63 662.353

PASSIVA

Euro Euro Euro 31.12.2005
Tsd. Euro
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) täglich fällig 15.419,31 16
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 23.404.147,70 44.624
23.419.567,01 44.640
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
a) Spareinlagen
aa) mit vereinbarter Kündigungsfrist von drei Monaten 287.358.604,26 321.707
ab) mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten 85.737.291,08 50.818
373.095.895,34 372.525
b) andere Verbindlichkeiten
ba) täglich fällig 158.549.298,13 157.175
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 42.276.805,64 43.200
200.826.103,77 200.375
573.921.999,11 572.900
3. Verbriefte Verbindlichkeiten
a) begebene Schuldverschreibungen 0,00 0
b) andere verbriefte Verbindlichkeiten 0,00 0
0,00 0
Darunter:
Geldmarktpapiere 0,00 EUR (0)
eigene Akzepte und Solawechsel im Umlauf 0,00 EUR (0)
4. Treuhandverbindlichkeiten 902.746,96 937
Darunter: Treuhandkredite 902.746,96 EUR (937)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 749.213,41 633
6. Rechnungsabgrenzungsposten 878.151,76 1.489
7. Rückstellungen
a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2.949.743,00 2.740
b) Steuerrückstellungen 560.513,37 1.470
c) andere Rückstellungen 3.473.465,02 3.038
6.983.721,39 7.248
8. Sonderposten mit Rücklageanteil 0,00 0
9. Nachrangige Verbindlichkeiten 12.303.978,88 12.417
10. Genussrechtskapital 0,00 0
darunter: vor Ablauf von zwei Jahren fällig 0,00 EUR (0)
11. Eigenkapital
a) gezeichnetes Kapital 0,00 0
b) Kapitalrücklage 0,00 0
c) Gewinnrücklagen
ca) Sicherheitsrücklage 22.089.386,10 21.468
cb) andere Rücklagen 0,00 0
22.089.386,10 21.468
d) Bilanzgewinn 692.221,01 621
22.781.607,11 22.089
Summe der Passiva 641.940.985,63 662.353
1. Eventualverbindlichkeiten
a) Eventualverbindlichkeiten aus weitergegebenen abgerechneten Wechseln 0,00 0
b) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen 3.483.404,49 4.094
c) Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten 0,00 0
3.483.404,49 4.094
2. Andere Verpflichtungen
a) Rücknahmeverpflichtungen aus unechten Pensionsgeschäften 0,00 0
b) Plazierungs- und Übernahmeverpflichtungen 0,00 0
c) Unwiderrufliche Kreditzusagen 1.806.855,41 3.427
1.806.855,41 3.427

Gewinn- und Verlustrechnung

01.01.2006 - 31.12.2006 01.01.2005 - 31.12.2005
€ Tsd.
1. Zinserträge aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 18.504.044,50 17.826
b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen 10.908.133,35 12.241
29.412.177,85 30.067
2. Zinsaufwendungen 12.191.560,69 13.282
17.220.617,16 16.785
3. Laufende Erträge aus
a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren 230.198,87 (246)
b) Beteiligungen 230.506,47 (75)
c) Anteilen an verbundenen Unternehmen 0,00 (0)
460.705,34 321
4. Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsverträgen 0,00 0
5. Provisionserträge 5.993.603,44 (6.077)
6. Provisionsaufwendungen 209,417,70 (231)
5.784.185,74 5.846
7. Nettoertrag aus Finanzgeschäften 20.640,29 23
8. Sonstige betriebliche Erträge 343.017,28 402
9. Erträge aus der Auflösung von Sonderposten mit Rücklageanteil 0,00 0
23.829.165,81 23.377
10. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 6.553.713,43 (6.513)
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.910.681,46 (1.804)
8.464.394,89 (8.317)
darunter: für Altersversorgung 631.585,99 € (538)
b) andere Verwaltungsaufwendungen 5.724.503,97 (5.523)
14.188.898,86 13.840
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 711.808,14 722
12. Sonstige betriebliche Aufwendungen 591.386,54 183
13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 5.905.634,79 5.905.634,79 (6.486)
14. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft 0,00 (0)
0,00 6.486
15. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere 656.425,98 (112)
16. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren 0,00 (0)
656.425,98 112
17. Aufwendungen aus Verlustübernahme 0,00 0
18. Einstellungen in Sonderposten mit Rücklageanteil 0,00 0
19. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 1.775.011,50 2.034
20. Außerordentliche Erträge 0,00 (0)
21. Außerordentliche Aufwendungen 0,00 (0)
22. Außerordentliches Ergebnis 0,00 (0)
23. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.072.693,04 (1.403)
24. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 12 ausgewiesen 10.097,45 (10)
1.082.790,49 1.413
25. Jahresüberschuss 692.221,01 621
26. Gewinnvortrag/Verlustvortrag aus dem Vorjahr 0,00 0
692.221,01 621
27. Entnahmen aus Gewinnrücklagen
a) aus der Sicherheitsrücklage 0,00 (0)
b) aus anderen Rücklagen 0,00 (0)
0,00 0
692.221,01 621
28. Einstellungen in Gewinnrücklagen
a) in die Sicherheitsrücklage 0,00 (0)
b) in andere Rücklagen 0,00 (0)
0,00 0
29. Bilanzgewinn 692.221,01 621

Anhang

I. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der Sparkasse Ohrekreis-Sparkasse wurde nach den für Kreditinstitute geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Forderungen

Forderungen an Kunden und Kreditinstitute einschließlich ausgeliehener Schuldscheindarlehen haben wir mit dem Nennwert bilanziert. Bei Darlehen wird der Differenzbetrag zwischen Nennwert und Auszahlungsbetrag in die Rechnungsabgrenzungsposten der Passivseite aufgenommen. Die erfolgswirksame Auflösung erfolgt grundsätzlich laufzeit- und kapitalanteilig. Im Fall von Festzinsvereinbarungen erfolgt die Verteilung auf die Dauer der Festzinsbindung.

Bei den Forderungen an Kunden wurde dem akuten Ausfallrisiko durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Das allgemeine Kreditrisiko wurde durch angemessene Pauschalwertberichtigungen zu Forderungen berücksichtigt, basierend auf den Erfahrungswerten der Vergangenheit. Die Höhe der Pauschalwertberichtigung wird entsprechend dem Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen vom 10. Januar 1994 sowie in Anlehnung an die BFA-Stellungnahme 1/90 des IDW ermittelt. Soweit die Gründe für eine Wertberichtigung nicht mehr bestehen, sind Wertaufholungen bis zu den Zeit- bzw. Nominalwerten vorgenommen worden.

Verrechnungsreihenfolge der Sicherheiten

Bei der Bewertung der gekündigten und in der Abwicklung befindlichen notleidenden Forderungen wurden die Sicherheiten nicht vorrangig auf die Zins- sondern die Hauptforderungen verrechnet. Die Abrechnung am Kundenkonto erfolgte individuell nach den rechtlichen Gegebenheiten entsprechend BGB oder Verbraucherkreditgesetz.

Wertpapiere

Die Ermittlung der Anschaffungskosten der Wertpapiere erfolgte nach der Durchschnittsmethode. Während die Bewertung der Wertpapiere der Liquiditätsreserve zum strengen Niederstwertprinzip erfolgte, sind die Wertpapiere des Anlagevermögens zu den Anschaffungskosten bzw. zu den fortgeführten Buchwerten angesetzt worden. Bei Teilen der Wertpapiere des Anlagebestandes haben wir Abschreibungen vorgenommen, sofern die Wertminderungen dauerhaft erscheinen.

Im Vergleich zum Vorjahr wurden die in thesaurierenden Fonds der Sparkasse erzielten ordentlichen Erträge (Zinsen, Dividenden) nicht ertragswirksam vereinnahmt. Die Änderung dieser Bilanzierungsmethode hat sich auf die Vermögens- und Ertragslage unbedeutend ausgewirkt.

Beteiligungen

Beteiligungen wurden zu den Anschaffungskosten bilanziert. Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert waren nicht vorzunehmen.

Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagevermögen

Entgeltlich erworbene Software wurde nach den Vorgaben des IDW- Rechnungslegungsstandards "Bilanzierung von Software beim Anwender" (IDW RS HFA 11) unter dem Bilanzposten "Immaterielle Anlagewerte" ausgewiesen. Sie ist mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt worden, wobei eine Nutzungsdauer drei Jahren zugrunde gelegt wurde.

Das Sachanlagevermögen wurde linear bzw. degressiv mit den höchsten steuerlich zulässigen Werten abgeschrieben. Die zugrunde gelegten Nutzungsdauern entsprechen den Vorschriften des EStG bzw. den amtlichen AfA-Tabellen.

Bei beweglichen, abnutzbaren Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens erfolgten die planmäßigen Abschreibungen linear bzw. degressiv. Bei Mieterein- und -umbauten erfolgte die Abschreibung nach den für Gebäude maßgeblichen Grundsätzen. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis 410,00 Euro sind im Erwerbsjahr voll abgeschrieben worden.

Aufgrund der steuerrechtlichen Abschreibung und der daraus resultierenden Beeinflussung des Steueraufwandes liegt der ausgewiesene Jahresüberschuss um 261 Tsd. EUR über dem Betrag, der sonst auszuweisen gewesen wäre.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Niederstwert angesetzt.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind mit dem Rückzahlungsbetrag bilanziert worden. Die Abzinsungsbeträge zu Verbindlichkeiten wurden in den Rechnungsabgrenzungsposten auf der Aktivseite aufgenommen.

Rückstellungen

Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen entsprechend dem Teilwertverfahren auf der Grundlage der Heubeck Richttafeln 2005 G ermittelt. Dabei ist erstmals ein Rechnungszins von 4,5 % verwendet worden. Um dem in den letzten Jahren gesunkenen Zinsniveau Rechnung zu tragen, wird der bisher verwendete Rechnungszins von 6 % bis 2008 stufenweise auf 4,5 % gesenkt.

Der Rückstellungsbetrag für Verpflichtungen aus abgeschlossenen Altersteilzeitvereinbarungen ist nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt worden. Dabei wurde erstmals ein Rechnungszins von 4,5 % angewendet. Die Umstellung der Berechnungsgrundlage führt zu erhöhten Aufwendungen, die im Geschäftsjahr in voller Höhe als Aufwand erfasst wurden.

Die Änderungen der Bilanzierungsmethode hat auf die Vermögens- und Finanzlage bedeutende Auswirkungen gehabt. Das ausgewiesene Jahresergebnis fiel durch Änderungen um ca. 23,3 % niedriger aus.

Bei der Bildung der sonstigen Rückstellungen sind alle ungewissen Verbindlichkeiten, drohende Verluste und erkennbaren Risiken unter Wesentlichkeitsgesichtspunkten berücksichtigt worden. Für den zusätzlichen Zinsaufwand bei Spareinlagen mit steigender Verzinsung haben wir durch Bildung von Aufwandsrückstellungen Vorsorge getroffen.

Die Sparkasse ist aufgrund des Tarifvertrages über die zusätzliche Altersvorsorge der Beschäftigten des öffentlichen Dienstes (Altersvorsorge-TV-Kommunal) vom 01.03.2002 verpflichtet, für die anspruchsberechtigten Angestellten, Arbeiter und Auszubildenden eine zur Versorgung führende Versicherung bei einer kommunalen Zusatzversorgungskasse abzuschließen.

Die Sparkasse erfüllt diese Verpflichtung durch die Anmeldung der anspruchsberechtigten Mitarbeiter bei der Zusatzversorgungskasse Sachsen-Anhalt (Kasse) mit Sitz in Magdeburg.

Die Kasse ist eine kommunale Zusatzversorgungseinrichtung im Sinne des § 18 des Gesetzes zur Verbesserung der betrieblichen Altersversorgung (BetrAVG).

Das Kassenvermögen wird als nicht rechtsfähiges Sondervermögen getrennt vom sonstigen Vermögen des Kommunalen Versorgungsverbandes Sachsen-Anhalt geführt.

Die Kasse erhebt von den Arbeitgebern als Beteiligten Umlagen. Der Umlagesatz wird nach versicherungsmathematischen Grundsätzen für einen Deckungsabschnitt festgesetzt und betrug im Jahr 2006 1,5 %. Daneben werden Beiträge im Kapitaldeckungsverfahren (§ 18) erhoben. Dieser Zusatzbeitrag betrug im Jahr 2006 4,0 %. Der Arbeitnehmeranteil beträgt 0,8 bis 30.06.06, ab 01.07.2006 1,1 % und vermindert den Beitragssatz zur Kapitaldeckung.

Die ZVK gewährt den Arbeitnehmern ihrer Mitglieder im Rahmen der Satzung Leistungen nach Maßgabe tarifvertraglicher Regelungen. Während die Leistungen ursprünglich ausschließlich durch Umlagen finanziert wurden, wird die Finanzierung der Kasse durch die Erhebung von Zusatzbeiträgen über einen langjährigen Zeitraum auf ein vollständig kapitalgedecktes System umgestellt.

Für diese mittelbaren Pensionsverpflichtungen aus der Zusatzversorgung hat sich unter der Berücksichtigung des Vermögens der KVSA eine Unterdeckung ergeben.

Die auf die Sparkasse zum 31.12.2006 entfallende Unterdeckung kann durch die KVSA nicht ermittelt werden, so dass eine betragsmäßige Anhangangabe gem. Art. 28 Abs. 1 S. 2 EGHGB unterbleiben muss.

Sonstiges

Auf Fremdwährung lautende Bargeldbestände wurden zu den am Stichtag geltenden Ankaufskursen der Landesbank umgerechnet. Der auf Fremdwährung lautende Betrag beläuft sich auf 11.387,40 Euro.

III. Erläuterungen zur Jahresbilanz

Aktivseite:

Posten 3: Forderungen an Kreditinstitute

In diesem Posten sind enthalten:
Forderungen an die eigene Girozentrale 85.655.601,56 Euro

Posten 4: Forderungen an Kunden

In diesem Posten sind enthalten: Forderungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht.
Bestand am Bilanzstichtag 4.228.364,09 Euro
Bestand am 31.12. des Vorjahres 4.222.484,09 Euro

Posten 5: Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere

Von den in diesem Posten enthaltenen börsenfähigen Wertpapieren sind börsennotiert 229.432.687,15 Euro
nicht börsennotiert 0,00 Euro
Nicht nach dem Niederstwertprinzip bewertet wurden Wertpapiere mit Buchwert 150.865.977,65 Euro
Beizulegender Zeitwert 152.097.420,82 Euro

Es handelt sich bei den nicht mit dem Niederstwert bewerteten Wertpapieren um festverzinsliche Schuldverschreibungen des Anlagevermögens, die zum Nennbetrag eingelöst werden.

Posten 6: Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere

Von den in diesem Posten enthaltenen börsenfähigen Wertpapieren sind:
börsennotiert 0,00 Euro
nicht börsennotiert 7.219.608,51 Euro

Posten 9: Treuhandvermögen

Das Treuhandvermögen betrifft jeweils in voller Höhe die Forderungen an Kunden.

Posten 12: Sachanlagen

Die für sparkassenbetriebliche Zwecke genutzten Grundstücke und Bauten haben einen Bilanzwert in Höhe von 3.732.169,47 Euro
Der Bilanzwert der Betriebs- und Geschäftsausstattung beträgt 1.123.587,68 Euro

Posten 7: Beteiligungen

Die Sparkasse ist mit 4.806,14 Euro zu 94,0 % an der Gesellschaftereinlage von 5 Tsd. Euro der Hesperos Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Sparkassenneubau Ohrekreis-OHG, Mainz beteiligt. Im vorläufigen Jahresabschluss 2006 der Gesellschaft wird ein negatives Eigenkapital von 4.145 Tsd. Euro ausgewiesen. Die Sonderabschreibungsmöglichkeiten nach dem Fördergebietsgesetz wurden in den Vorjahren voll in Anspruch genommen. Der vorläufige Jahresüberschuss 2006 betrug 294 Tsd. Euro.

Anlagenspiegel

Entwicklung des Anlagevermögens (in Euro)

Anschaffungs-/Herstellungskosten
01.01.2006 Zugänge Abgänge
Immaterielle Anlagewerte 79.743,71 15.018,40 0,00
Sachanlagen 30.124.336,90 628.119,76 734.004,66
Abschreibungen
kumuliert lfd. Jahr
Immaterielle Anlagewerte 52.383,11 28.549,40
Sachanlagen 24.797.961,27 683.258,74
Buchwerte
31.12.2006 31.12.2005
Immaterielle Anlagewerte 42.379,00 55.910,00
Sachanlagen 5.220.490,73 5.286.926,71
Veränderungen +/-
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere - 26.152.101,23 150.865.977,65 177.018.078,88
Beteiligungen - 11.929,76 5.705.209,33 5.717.139,09

Die Abschreibungen des laufenden Jahres sind kein rechnerischer Bestandteil des Anlagespiegels. Es wurde von der Zusammenfassungsmöglichkeit des § 34 Abs. 3 RechKredV Gebrauch gemacht. Die Fortführung der Spalte Anschaffungskosten ist wegen der Anwendung von § 34 Abs. 3 Satz 2 RechKredV nicht möglich.

Passivseite:

Posten 1: Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

In diesem Posten sind enthalten:
Der Gesamtbetrag der als Sicherheit für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten übertragenen Vermögensgegenstände beläuft sich auf 10.544.836,92 Euro

Posten 2: Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

In diesem Posten sind enthalten: Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht.
Bestand am Bilanzstichtag 1.061.317,46 Euro
Bestand am 31.12. des Vorjahres 4.707.251,47 Euro

Posten 4: Treuhandverbindlichkeiten

Die Treuhandverbindlichkeiten betreffen jeweils in voller Höhe die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Posten 5: Sonstige Verbindlichkeiten

In diesem Posten sind enthalten: Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht.
Bestand am Bilanzs4tichtag 42.949,85 Euro
Bestand am 31.12. des Vorjahres 59.195,10 Euro

Posten 6: Rechnungsabgrenzungsposten

Unterschiedsbeträge zwischen dem Auszahlungsbetrag bzw. den Anschaffungskosten von Forderungen gegenüber dem höheren Nominalwert sind enthalten in Höhe von 876.501,81 Euro
Bestand am 31.12. des Vorjahres 1.488.724,23 Euro

Posten 7: Rückstellungen

Im Posten 7 b) Steuerrückstellungen ist eine Rückstellung für latente Steuerverpflichtungen enthalten in Höhe von: 441.447,11 Euro
Bestand am 31.12. des Vorjahres 578.202,20 Euro

Posten 9: Nachrangige Verbindlichkeiten

Für nachrangige Verbindlichkeiten sind im Berichtsjahr Zinsen und andere Aufwendungen in Höhe von 718.878,38 Euro angefallen.

Die einzelnen Mittelaufnahmen, die jeweils 10,0 % des Gesamtbetrages übersteigen, sind wie folgt ausgestattet:

Währung Betrag Zinssatz % Fälligkeit am Vorzeitige Rückzahlungsverpflichtung
EUR 2.556.459,41 5,82 14.12.2009 -------
EUR 2.000.000,00 6,25 29.11.2010 -------
EUR 2.000.000,00 5,80 14.03.2011 -------
EUR 1.500.000,00 6,13 14.03.2012 -------
EUR 1.600.000,00 6,03 10.05.2013 -------

Die Bedingungen der Nachrangigkeit bei diesen Mitteln entsprechen § 10 Abs. 5 a KWG.

Die sonstigen Mittelaufnahmen sind im Durchschnitt mit 5,56 % verzinslich. Die Ursprungslaufzeiten bewegen sich zwischen 5 und 30 Jahren. Im Folgejahr werden aus diesen Mittelaufnahmen 74.178,00 Euro zur Rückzahlung fällig.

Mehrere Posten betreffende Angaben:

Die Forderungen an Ausländer resultieren ausschließlich gegenüber Kunden in Höhe von 275.325,23 Euro.

Restlaufzeitengliederung

Die gemäß § 9 RechKredV geforderte Gliederung der Forderungen und Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten ergibt sich für die folgenden Posten:

Posten der Bilanz Restlaufzeit bis zu 3 Monaten - mehr als 3 Monate bis zu 1 Jahr - mehr als 1 Jahr bis zu 5 Jahren - mehr als 5 Jahre
Angaben in Euro
Aktiva 3 b) andere Forderungen an Kreditinstitute 55.000.000,00 30.000.000,00 13.000.000,00 8.000.000,00
Aktiva 4 Forderungen an Kunden 4.378.973,25 11.737.725,57 65.506.562,53 133.319.228,35
Passiva 1 b) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 741.487,05 1.356.459,22 8.095.738,33 13.210.463,10
Passiva 2 a ab) Spareinlagen mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten 11.082.273,73 43.160.325,26 31.473.046,89 21.577,03
Passiva 2 b bb) andere Verbindlichkeiten gegenüber Kunden mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 28.814.208,12 3.857.009,29 8.196.203,83 1.342.834,75

Anteilige Zinsen der jeweiligen Aktiv- und Passivposten werden gemäß § 11 RechKredV nicht nach Restlaufzeiten aufgegliedert.

Angabe der Beträge, die in dem auf den Bilanzstichtag folgenden Jahr fällig werden (ohne anteilige Zinsen):

Posten Aktiva 5
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 39.956.500,00 Euro

Im Posten Aktiva 4, Forderungen an Kunden, sind Forderungen in Höhe von 16.792.059,85 Euro mit unbestimmter Laufzeit enthalten.

IV. Sonstige Angaben

Den Organen der Sparkasse gehören an:

Verwaltungsrat:

Vorsitzender

 

Webel, Thomas

Landrat Ohrekreis

1. Stellvertretender Vorsitzender

 

Engelbrecht, Elisabeth

Ministerialdirigentin im Landwirtschaftsministerium im Ruhestand

2. Stellvertretender, Vorsitzender

 

Eichler, Norbert

Bürgermeister Stadt Haldensleben

Mitglieder

 

Dr. Koch, Peter

Facharzt im Ruhestand

 

Dr. Fostitsch, Victor

Facharzt im Ruhestand

 

Schulz, Roswitha

Immobilienmaklerin

 

Busse, Klaus

Angestellter Gemeinde Erxleben

 

Frosch, Gisbert

Dezernatsleiter Autobahnamt Halle im Ruhestand

 

Wojcieszynski, Sabine

Verwaltungsangestellte Agrar GbR, Süplingen

 

Dr. Schultze, Thomas

Zahnarzt

Stellvertretende Mitglieder

 

Behrens, Manfred

Bürgermeister Ebendorf

 

Claus, Uwe

Direktor Leibniz Schule in Wolmirstedt

Vertreter der Bediensteten

 

Heuer, Britta

Depot - A - Händlerin

 

Butge, Ingolf

Direktor Abteilung Organisation

 

Herrmann, Bernhard

Gruppenleiter EDV-Organisation

 

Fricke, Matthias

Individualkundenbetreuer

 

Eichler, Monika

Individualkundenbetreuerin

Stellvertretende Mitglieder, der Bediensteten

 

Müller, Erdmute

Leiterin Vertriebsmarkt Weferlingen

Vorstand

 

Vorsitzende

Kinast, Christel

 

Mitglied

Boenigk, Waltraud

Verhinderungsvertreter gemäß § 19 Abs. 1 Satz 3 SpkG-LSA

 

Hoffmann, Veronika

An frühere Mitglieder des Vorstandes und deren Hinterbliebenen wurden im Geschäftsjahr Versorgungsbezüge in Höhe von 136 Tsd. EUR gezahlt. Die Pensionsrückstellungen für die früheren Mitglieder des Vorstandes und für ihre Hinterbliebenen betragen am 31.12.2006 1.746 Tsd. EUR.

Den Mitgliedern des Verwaltungsrates wurden nach § 34 Abs. 2 Satz 2 RechKredV Kredite in Höhe von 352 Tsd. EUR gewährt. Die Mitglieder des Verwaltungsrates erhielten im Berichtsjahr für ihre Tätigkeit Gesamtbezüge in Höhe von 18 Tsd. EUR.

Im Jahresdurchschnitt wurden beschäftigt:

Vollzeitkräfte 111
Teilzeitkräfte 84
Auszubildende 14
Insgesamt 209

 

Haldensleben, den 30.04.2007

Der Vorstand

Kinast

Boenigk

Lagebericht 2006

A Geschäft und Strategie

A.1 Entwicklung der Rahmenbedingungen

A. 1.1 Gesamtwirtschaft

Die Weltwirtschaft befand sich auch im Jahr 2006 im Aufschwung. Allerdings hat dieser sich im Jahresverlauf etwas verlangsamt. Die Rohstoffpreise stiegen in den ersten Monaten 2006 auch aufgrund der lebhaften Weltkonjunktur weiter stark. Während die Notierungen für Industrierohstoffe seit Mai stagniert haben, kletterten die Preise für Rohöl aufgrund der politischen Spannungen im Nahen Osten im August auf neue Höchstwerte, um danach wieder deutlich zu fallen. Die Wirtschaft des Euroraums konnte im Jahr 2006 kräftig wachsen. Nach einer bis zum Jahresende 2005 nur mäßigen Expansion nahm die Konjunktur im Jahresverlauf deutlich Fahrt auf. Bemerkenswert ist, dass sich der Anstieg des realen Bruttoinlandsprodukts besonders in den Ländern erheblich beschleunigt hat, die, wie etwa Deutschland und Italien, in den Vorjahren stark unterdurchschnittliche Zuwächse verzeichnet hatten.

Die deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2006 kräftig gewachsen. Um 2,5 % war das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes höher als im Vorjahr. Das ist die stärkste wirtschaftliche Belebung seit dem Boomjahr 2000. Die Wachstumsimpulse im Jahr 2006 kamen sowohl aus dem Inland als auch aus dem Ausland. Anders als in den beiden zurückliegenden Jahren lieferte die inländische Verwendung jedoch den weitaus größeren Beitrag zum BIP-Wachstum (+1,7 %-Punkte) als der Außenbeitrag (+0,7 %-Punkte). Dazu trugen vor allem die Bruttoanlageinvestitionen bei, die so stark gestiegen sind wie noch nie nach der Vereinigung. Der private Konsum legte nach zwei nahezu stagnierenden Jahren um 0,6 % zu, und der Staat erhöhte seine Konsumausgaben um 1,7 %. Die Wachstumsraten der Im- und Exporte haben sich im Vergleich zu 2005 fast verdoppelt. Der Staatssektor wies im Jahr 2006 ein Finanzierungsdefizit von 46,5 Milliarden Euro auf, was zwei Prozent des Bruttoinlandsproduktes entspricht. Damit wurde erstmals seit dem Jahr 2001 wieder der Referenzwert nach dem Maastrichtvertrag von drei Prozent unterschritten.

Die Arbeitslosenquote entwickelte sich im Jahresdurchschnitt von 11,7 % auf 10,8 % positiv. In Ostdeutschland fiel die Quote von 18,8 % auf 17,3 %. Das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte nahm im Jahr 2006 um 1,7 % zu. Die privaten Konsumausgaben erhöhten sich nahezu gleichermaßen (+2,0 %). Die Verbraucherpreise stiegen wegen der Verteuerung von Energie um 1,7 % an (Vorjahr 2,0 %). Die Sparquote blieb mit 10,5 % nahezu konstant (Vorjahr: 10,6 %).

Das Wirtschaftswachstum Sachsen-Anhalts stieg im Jahr 2006 mit 2,8 % stärker als der Bundesdurchschnitt und zeigte sich auch deutlich verbessert gegenüber dem Vorjahreswert (+1,1 %). Erneut gab es eine gute Entwicklung im verarbeitenden Gewerbe. Weitere positive Signale gingen von einzelnen Dienstleistungen und seit Jahren auch vom Baugewerbe aus. Die Arbeitslosenquote fiel im Jahresverlauf deutlich von 18,2 % auf 16,2 %.

Der Ohrekreis, dessen Leistungskraft sich auf alle Wirtschaftsbereiche erstreckt, nimmt weiterhin einen oberen Platz in der Rangliste der Leistungskraft der Landkreise in Sachsen-Anhalt ein. Auch im Bereich der Arbeitslosenquote findet sich der Ohrekreis mit 10,6 % (Vorjahr 12,4 %) weiter am unteren Ende der Spannbreiten in den ostdeutschen Bundesländern und in Sachsen-Anhalt wieder. Durch diese positive Lage konnte die Bevölkerungszahl im Kreisgebiet bis zur Jahrtausendwende kontinuierlich wachsen. Das Geburtendefizit kann jedoch seitdem nicht mehr ausgeglichen werden, so dass jährlich ein leichter Rückgang zu verzeichnen ist.

A.1.2 Finanzmarkt

Die internationalen Finanzmärkte haben die Belastungen durch die bis in den Sommer 2006 hinein steigenden Ölpreise, die Wachstumsverlangsamung in den USA und die geldpolitische Straffung wichtiger Notenbanken recht gut verkraftet. Lediglich im Frühjahr kam es in einigen Marktsegmenten vorübergehend zu erhöhter Volatilität. Stabilisierend wirkten die insgesamt robuste Weltkonjunktur und seit dem Spätsommer auch die erstmals seit drei Jahren wieder nachgebenden Notierungen für Öl. In diesem Umfeld zeigten sich vor allem die Aktienmärkte ausgesprochen freundlich.

Der EZB-Rat hat im Berichtsjahr die im Dezember 2005 eingeleitete Straffung seines geldpolitischen Kurses fortgesetzt und die Notenbankzinsen bis zum März 2007 sechsmal um insgesamt 1,5 Prozentpunkte angehoben. Bemessen an den monatlichen Durchschnitten der Geld- und Kapitalmarktzinsen veränderte sich die Umlaufrendite im Jahresdurchschnitt von 3,18 % um +0,55 Prozentpunkte auf einen Jahresdurchschnitt von 3,73 %. Der entsprechende Wert des 3-Monats-Euribor veränderte sich von 2,19 % um +0,89 Prozentpunkte auf 3,08 % im Jahresdurchschnitt 2006. Der Abstand beider Werte als Basisindikator für Fristentransformation verringerte sich im Jahresdurchschnitt von 0,99 % auf 0,65 %.

A.1.3 Geschäftspolitische Rahmenbedingungen

Wir treten als Sparkasse in der leistungsstarken S-Finanzgruppe gegenüber den Wettbewerbern mit einem umfangreichen Angebot an Bank- und Verbundprodukten für alle Kundengruppen an. Wir halten nach wie vor unsere außergewöhnliche Kundennähe als strategischen Vorteil für die Menschen und Unternehmen in unserer Region und sind ihnen vertraute und verlässliche Partner. Mit unserer flächendeckenden Präsenz und unserer dezentralen Struktur sorgen wir mit für finanzwirtschaftliche Stabilität und Sicherheit überall im Ohrekreis.

Wir wollen unter Wahrung von Risikoaspekten unsere Marktstellung im Geschäftsgebiet halten. Die Konzentration liegt dabei auch künftig auf den Privatkunden und den mittelständischen Firmenkunden der Region. Die bestehenden Geschäftsverbindungen sollen weiter intensiviert werden. Betriebswirtschaftlich ist die Fokussierung auf ertragsstarke Kunden notwendig. In der Akquisition gerade junger Kunden sehen wir Möglichkeiten, den Marktanteil geringfügig auszubauen. Wir wollen die Zufriedenheit unserer Kunden durch persönliches Engagement unserer Mitarbeiter und mit einem aktiven und marktgerechten Produkt- und Leistungsangebot steigern. Die Schaffung von langfristigen Kundenbeziehungen ist dabei eines der wichtigsten Ziele.

A.1.4 Wettbewerb

Die Wettbewerbsintensität ist weiterhin auf hohem Niveau. Grund dafür sind die vielfältigen Möglichkeiten der medialen Welt durch das Online-Banking sowie das Angebot von traditionellen Finanz- und Transaktionsdienstleistungen durch Versicherungsunternehmen, Autokonzerne und Direktbanken. Ein Risiko für die Marktstellung der Ohrekreis-Sparkasse ist in der weiter anhaltenden Veränderung des Anlageverhaltens, weg von traditionellen Sparprodukten, hin zu Lebensversicherungen, Aktien- und Fondsprodukten. Zunehmend ist auch die Nutzung alternativer Finanzierungsformen durch mittelständische Unternehmen begründet. Die gestiegene Marktkenntnis des Kunden, seine schwindende Loyalität sowie gewachsenes Rendite- und Servicebewusstsein erhöhen die Bereitschaft, nicht nur weitere Bankverbindungen aufzunehmen, sondern möglicherweise sogar die Hausbankverbindung aufzugeben. Die Ohrekreis-Sparkasse konkurriert neben den genannten Wettbewerbsfeldern insbesondere mit den Genossenschaftsbanken, der Allianz/Dresdner Bank und der Postbank. Wettbewerbsvorteile genießt die Ohrekreis-Sparkasse durch die traditionelle Verbundenheit der Kunden und ihrer Familien in Form von langfristigen Geschäftsbeziehungen. Die Ohrekreis-Sparkasse hat im Privatkundengeschäft einen Marktanteil von 50 % und ist damit weiterhin Marktführer in diesem Geschäftsfeld.

Allerdings ist der Marktanteil im Jahr 2006 durch einen Kundenrückgang um zwei Prozentpunkte wiederum gefallen. Der Marktanteil im Firmenkundengeschäft liegt bei 36 % und hat sich um fünf Prozentpunkte verringert. Durch ein gutes und umfangreiches Finanz- und Servicedienstleistungsangebot will sich die Ohrekreis-Sparkasse gegenüber ihren Wettbewerbern abheben, um die starke regionale Marktstellung abzusichern.

A.2 Grundsätze des Finanzmanagements

Die Aktivitäten der Ohrekreis-Sparkasse beinhalten hauptsächlich Geschäfte mit Finanzinstrumenten. Sie erhält Kundeneinlagen und investiert diese in Vermögenswerte, um überdurchschnittliche Margen zu erwirtschaften. Die Margen werden dadurch verbessert, da kurzfristige Mittel zusammengelegt werden, um zu höheren Zinsen Gelder langfristig auszuleihen.

Auch werden Mittel an Unternehmen und Privatpersonen mit unterschiedlichen Ratings und einer differenzierten risikoorientierten Bepreisung ausgeliehen. Dieses Geschäft schließt nicht nur bilanzierte Transaktionen ein, sondern auch nicht bilanzierte Transaktionen wie Bürgschaften, Garantien und Kreditzusagen. Alle Geschäfte werden ausschließlich in der Währung Euro geschlossen.

A.3 Geschäftsentwicklung

A.3.1 Geschäftsvolumen und Bilanzsumme

Die Bilanzsumme verringerte sich zum 31. Dezember 2006 um 20,5 Mio. EUR bzw. 3,1 % auf 641,9 Mio. EUR (Vorjahr 662,4 Mio. EUR). Das Geschäftsvolumen verminderte sich um -3,1 % (Vorjahr -1,2 %). Insbesondere trugen das rückläufige Kundenkredit- und Eigenanlagengeschäft sowie eine deutliche Verminderung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zu diesem Rückgang bei.

Das Mittelaufkommen von Kunden konnte sich mit 0,8 Mio. EUR (Vorjahr -11,3 Mio. EUR) leicht günstiger gegenüber dem Vorjahr und den Planwerten entwickeln. Insgesamt mussten jedoch trotz erhöhter Anstrengungen insbesondere im Privatkundengeschäft die Abgabe geringer Marktanteile hingenommen werden, die sich bestandsseitig nicht voll ausgewirkt haben.

Mit dieser Entwicklung sind wir insgesamt nicht zufrieden, da der Landesdurchschnitt der Sparkassen Sachsen-Anhalts einen Zuwachs in der Bilanzsumme von 0,4 % aufweist. Lässt man die Sondereffekte aus dem Kundenkreditgeschäft außer Betracht, so fällt der Rückgang der Bilanzsumme moderater aus.

Kundenkreditgeschäft

Die Forderungen an Kunden veränderten sich um -5,3 % auf 232,1 Mio. EUR. Von den Kundenforderungen sind 92,0 Mio. EUR (Vorjahr 98,2 Mio. EUR) durch Grundpfandrechte gesichert. Auf Kommunalkredite entfallen 46,7 Mio. EUR (Vorjahr 51,4 Mio. EUR). Forderungsabschreibungen in Höhe von 5,9 Mio. EUR sowie der nichtbilanzielle Ausweis haftungsfreigestellter Kreditteile in Höhe von 5,3 Mio. EUR beeinflussten wesentlich den Rückgang im Kundenkreditgeschäft.

Die Ohrekreis-Sparkasse sagte im Geschäftsjahr insgesamt neue Kredite in Höhe von 23,2 Mio. EUR (Vorjahr 31,6 Mio. EUR) zu. Davon entfiel auf Firmenkunden ein Volumen von 8,3 Mio. EUR (Vorjahr 10,2 Mio. EUR) und auf Privatkunden ein Volumen von 12,0 Mio. EUR (Vorjahr 18,3 Mio. EUR). Zusagen an Öffentliche Haushalte wurden in Höhe von 2,9 Mio. EUR (Vorjahr 3,1 Mio. EUR) gegeben.

Auch bedingt durch eine risikobewusste Kreditpolitik konnten insbesondere die Bestände der Firmenkunden nicht gehalten werden. Einen Bestandszuwachs haben wir bei den Sparkassenprivatkrediten zu verzeichnen. Insgesamt ist der Zinsertrag aus dem Kundenkreditgeschäft um 0,6 Mio. EUR auf 13,2 Mio. EUR zurückgegangen, wobei dies ausschließlich durch die rückläufigen Bestände erklärbar ist.

Beteiligungen

Die Sparkasse hält im Wesentlichen Beteiligungen am Ostdeutschen Sparkassenverband und am Sparkassenbeteiligungsverband des Landes Sachsen-Anhalt. Weiterhin wird eine Beteiligung an der Sparkassenbeteiligungsgesellschaft Sachsen-Anhalt mbH, Barleben in Höhe von 0,9 Mio. EUR gehalten. Gegenstand der Gesellschaft ist ausschließlich der Erwerb, die Verwaltung und die Veräußerung von Wagniskapitalbeteiligungen sowie die Erbringung von damit im Zusammenhang stehenden Beratungsdienstleistungen an mittelständische Unternehmen, die ihren Sitz oder einen Geschäftsbetrieb in Sachsen-Anhalt haben.

Eigenanlagen und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Das Eigenanlagengeschäft ist durch Anleihen und Schuldverschreibungen von Landesbanken, der öffentlichen Hand und des nationalen Pfandbriefmarktes geprägt. Alle Forderungen der regionalen und institutionellen Kunden sind dem Anlagebuch zugeordnet. Handelsbuchgeschäfte, d. h. der kurzfristige Handel mit Wertpapieren, Devisen und Derivaten sowie Geschäfte mit strukturierten Produkten wurden nicht getätigt. Die Anleihen und Schuldverschreibungen verringerten sich zum Bilanzstichtag von 282,1 Mio. EUR auf 229,4 Mio. EUR. Der Bestand von anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren bewegte sich mit 7,2 Mio. EUR nahezu auf Vorjahresniveau (7,4 Mio. EUR).

Zum Bilanzstichtag ist im Wertpapiervermögen insgesamt ein Rückgang von 52,9 Mio. EUR zu verzeichnen. Die Forderungen an Kreditinstitute nahmen indes um 47,1 Mio. EUR auf 142,6 Mio. EUR zu. Insgesamt bewirkte die Entwicklung beider Bilanzpositionen einen Rückgang der Bilanzsumme. Trotz der sehr flachen Zinsstrukturkurve und der tendenziellen Umschichtung von fälligen Wertpapieren in kurze Laufzeiten bzw. in Tages- und Termingelder gingen die Zinserträge aus Eigenanlagen nur um 0,2 Mio. EUR auf 14,8 Mio. EUR zurück.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten konnten im Jahr 2006 deutlich um 21,3 Mio. EUR auf 26,0 Mio. EUR reduziert werden und beeinflussten damit im Wesentlichen den Rückgang der Bilanzsumme. Damit einhergehend wurde der Zinsaufwand um 0,5 Mio. EUR entlastet.

Einlagen von Kunden

Im Vergleich der Vorjahre ist es uns gelungen, den Rückgang bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden aufzuhalten und einen leichten Zuwachs im Berichtsjahr zu erreichen. Der Bestand der Kundeneinlagen, einschließlich nachrangiger Verbindlichkeiten, veränderte sich leicht positiv um +0,8 Mio. EUR bzw. +0,1 % auf 583,6 Mio. EUR. Der Anteil der Spareinlagen erhöhte sich zum Bilanzstichtag um 0,6 Mio. EUR auf 373,1 Mio. EUR leicht. Dabei gestaltete sich der Zinsaufwand bedingt durch das niedrige Zinsniveau bei den Spareinlagen um 0,7 Mio. EUR günstiger als im Vorjahr.

Die unverbrieften Verbindlichkeiten nahmen um 0,4 Mio. EUR auf 200,8 Mio. EUR zu. Dabei kam es aufgrund der vor allem im kurzfristigen Bereich angestiegenen Zinskurve zu einem erhöhten Zinsaufwand von 0,3 Mio. EUR. Die nachrangigen Verbindlichkeiten gegenüber Kunden sind mit 9,7 Mio. EUR leicht rückläufig, jedoch verminderte sich der Zinsaufwand bestands- und zinsbedingt um 0,2 Mio. EUR. Insgesamt ging der Zinsaufwand für die Einlagen von Kunden um 0,6 Mio. EUR zurück.

A.3.2 Nicht Bilanzwirksames Geschäft

Wertpapierdienstleistungsgeschäft

Das Anlagevolumen in Wertpapier- und Fondsdepots zum Jahresende 2006 erreichte mit 6.403 Depotkonten ein Volumen von 75,3 Mio. EUR (Vorjahr 73,8 Mio. EUR). Das Volumen der Wertpapierfonds bei der DekaBank nahm um 1,0 Mio. EUR auf 46,6 Mio. EUR ab. Die Bestände im Depot B erhöhten sich insgesamt um 2,5 Mio. EUR auf 28,7 Mio. EUR.

Die Zuwächse des gesamten Wertpapier- und Fondsvolumens von 1,5 Mio. EUR ergaben sich durch Umschichtungen aus den Kundeneinlagen, bedingt durch das gute Stimmungsbild an den internationalen Börsen in Verbindung mit einem flachen und niedrigen Zinsniveau. Strukturierte Produkte der West LB, der NORD/LB sowie der DekaBank konnten dabei im Rahmen der Geld- und Vermögensanlage an unsere Kunden verkauft werden. Im Deka-Bereich blieben die Provisionserträge durch den hohen Anteil an Bestandsprovision konstant. Dagegen konnte das Provisionsniveau des Vorjahres im Bereich des Depot-B nicht gehalten werden.

Verbundgeschäfte

Insgesamt konnten 922 Bausparverträge mit einer Bausparsumme von 12,4 Mio. EUR vermittelt werden. Damit sind rund zwanzig Prozent weniger Geschäftsabschlüsse, verglichen mit der Vorjahresanzahl, getätigt worden. Die Bausparsumme nahm um 4,5 Mio. EUR auf 136,7 Mio. EUR ab. Über die LBS-Immobilien GmbH konnten 22 Objekte (Vorjahr 23 Objekte) mit einem Volumen von 1,6 Mio. EUR (Vorjahr 1,8 Mio. EUR) vermittelt werden.

Zum Jahresende wurden 5.746 Lebens- und Rentenversicherungsverträge betreut. Der Bereich der Komposit-Versicherungen fiel dagegen von 10.290 auf 10.104 Verträge. Die Krankenversicherungsverträge veränderten sich von 562 auf 591 betreute Verträge im Berichtsjahr 2006. Die Vertragsbestände verzeichnen insgesamt ein leichtes Plus. Auch die Anzahl der vermittelten Verträge stieg insgesamt an.

Die Provisionserträge im Bereich der Versicherungen, konnten bedingt durch gesteigerte Geschäftsabschlüsse, um 74 Tsd. EUR gesteigert werden. Dagegen warfen die Geschäftsbereiche Bausparen und Immobilien 85 Tsd. EUR weniger Provisionserträge ab.

A.3.3 Produkt- und Sortimentspolitik

Im Mittelpunkt unserer Kundenberatung steht das Sparkassenfinanzkonzept, mit dem der gesamte Finanzierungs-, Vorsorge- und Absicherungsbedarf des Kunden erkannt und durch individuelle Lösungen unterlegt werden kann. Das Einlagengeschäft wird größtenteils durch klassische Sparformen wie Zertifikate und Zuwachssparen bestimmt. Im Kreditgeschäft sind wir bemüht, durch eine marktgerechte und risikoorientierte Konditionsgestaltung unseren Kunden attraktive Darlehen anzubieten.

A.3.4 Wirtschaftlichkeit

Die Ohrekreis-Sparkasse arbeitet eng mit anderen Partnern der Sparkassenfinanzgruppe zusammen. Hierzu gehören die Landesbausparkasse, die Öffentliche Versicherung Sachsen-Anhalt, die DekaBank Frankfurt, die Norddeutsche Landesbank und die Service-Technik-Zentrum GmbH Halle. Über die genannten Partner ist es uns möglich, den individuellen Wünschen unserer Kunden entsprechend nachzukommen. Durch die enge Zusammenarbeit mit unseren Verbundpartnern ergeben sich Synergieeffekte in der Produktnutzung.

A.4 Personal- und Sozialbereich

Im Jahresdurchschnitt beschäftigte die Sparkasse insgesamt 208 Mitarbeiter (Vorjahr 206 Mitarbeiter). Davon waren 84 als Teilzeitkräfte (Vorjahr 83) und 14 Auszubildende (Vorjahr 12) beschäftigt. Die Personalkosteneinsparungen durch bereits mit Mitarbeitern geschlossene Altersteilzeitvereinbarungen wirkten sich auch im Jahr 2006 positiv aus. So konnte der ordentliche Personalaufwand im Vergleich zum Vorjahr um 60 Tsd. EUR absolut leicht gesenkt werden. Durch das Altersanpassungsgesetz wurden im Berichtsjahr insgesamt zusätzlich 13 neue Verträge abgeschlossen. Durch künftig auslaufende Altersteilzeitvereinbarungen wird der Personalaufwand in den kommenden Jahren weiter entlastet.

A.5 Wichtige Vorgänge im Geschäftsjahr

Umstrukturierung des Vertriebsnetzes

Im Rahmen eines Projektes stellte die Ohrekreis-Sparkasse ihr Vertriebsnetz auf den Prüfstand. Der Kundenbetreuungsansatz wurde optimiert um unsere Kunden bedarfsgerechter betreuen zu können. In Anlehnung an zentrale Projekte des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes und mit Unterstützung einer renommierten Unternehmensberatung wurde für das Vertriebs- und Geschäftsstellennetz eine neue Zielarchitektur entworfen. Ein wesentliches Ergebnis dieser Untersuchungen war die Zusammenfassung kundengruppenspezifischer Kompetenzen in Centern. So wurden in der Hauptgeschäftsstelle Haldensleben und in der Geschäftsstelle Wolmirstedt jeweils ein Center für Vermögensmanagement und ein Firmen- bzw. Gewerbekundencenter installiert. Das Projekt wird im Jahr 2007 fortgeführt.

Fusion

Im Gesetz zur Kreisgebietsneuregelung vom 11. November 2005 wurde die Auflösung der Landkreise Bördekreis und Ohrekreis beschlossen. Der neu gebildete Landkreis Börde hat die Bördesparkasse und die Ohrekreis-Sparkasse bis spätestens 01. Januar 2009 zu einer Sparkasse zu vereinigen. Vor dem Hintergrund der zunehmenden Intensivierung des Wettbewerbs sowie steigender aufsichtsrechtlicher Anforderungen bietet die Fusion die Chance, Kostenvorteile zu heben und den Einsatz von Technik und Mitarbeitern effizienter zu gestalten.

A.6 Zusammenfassende Darstellung der Geschäftsentwicklung

Trotz einer leicht verbesserten Gesamtlage hat die Ohrekreis-Sparkasse als Marktführer durch den verschärften Wettbewerb geringe Marktanteile verloren. Die Durchschnittsbilanzsumme hat sich bedingt durch abnehmende Bestände im Kundenkredit-, Eigenanlagegeschäft und im Refinanzierungsgeschäft mit Kreditinstituten rückläufig entwickelt. Das Dienstleistungs- und Verbundgeschäft entwickelte sich insgesamt befriedigend. Die Geschäfte der Ohrekreis-Sparkasse haben sich im Jahr 2006 insgesamt leicht ungünstig entwickelt.

B Darstellung und Analyse der Lage

B.1 Vermögenslage

Bei den Vermögenswerten haben sich die Kundenkredite deutlich reduziert. Weiterhin kam es zu einer Umschichtung vom Wertpapiervermögen in Forderungen an Kreditinstitute. Bei den Passivwerten sanken vor allem die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Bezogen auf das Geschäftsvolumen stellen auf der Aktivseite die Forderungen an Kreditinstitute einen Anteil von 21,0 % (Vorjahr 13,6 %) und die Kredite an Kunden einen Anteil von 39,7 % (Vorjahr 40,5 %) dar. Das Wertpapiervermögen weist einen Anteil von 34,9 % nach 41,4 % im Vorjahr auf. Auf der Passivseite bilden die Kundeneinlagen mit 85,9 % (Vorjahr 83,1 %) sowie die Bankenverpflichtungen mit 3,8 % nach 6,8 % wie im Vorjahr die bedeutendsten Posten. Die Eigenkapitalrelation zum Geschäftsvolumen konnte durch die Zuführung des Jahresüberschusses in Höhe von 0,7 Mio. EUR in die Sicherheitsrücklage um 0,2 Prozentpunkte auf 3,4 % verbessert werden.

Das Verhältnis der angerechneten Eigenmittel gemäß § 10 KWG, bezogen auf die Summe der gewichteten Risikoaktiva per 31. Dezember 2006, überschreitet den gesetzlich vorgeschriebenen Wert von 8,0 % und liegt mit einem Wert von 16,3 % (Vorjahr 15,2 %) im Durchschnitt (16,6 %) der Sparkassen Sachsen-Anhalts. Die Basis für eine zukünftige Geschäftsausweitung ist somit gegeben. Mit den gebildeten Wertberichtigungen und Rückstellungen ist den Risiken im Kreditgeschäft und den sonstigen Verpflichtungen ausreichend Rechnung getragen worden. Die übrigen Vermögensgegenstände wurden vorsichtig bewertet. Die Sparkasse verfügt über Vorsorgereserven nach § 26 a KWG (a. F.) und § 340 f HGB, welche im Berichtsjahr gestärkt werden konnten. Das Wertpapiervermögen weist zum 31. Dezember 2006 schwebende Gewinne von 1,8 Mio. EUR aus. Der Wertpapierbestand ist ausschließlich dem Anlagebuch zugeordnet und in Anlagevermögen und Liquiditätsreserve gegliedert. Der Bestand des Anlagevermögens wurde nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet. Unter dem Aspekt der Dauerbesitzabsicht sind etwa zwei Drittel des Wertpapierbestandes dem Anlagevermögen zugeordnet. Abschreibungen auf den Niederstwert wurden in Höhe von 0,5 Mio. EUR vermieden.

Die Bewertungsaufwendungen für das Kreditgeschäft konnten gegenüber dem letzten Geschäftsjahr weiter gesenkt werden, bleiben jedoch weiter auf hohem Niveau. Die Höhe der Bewertungen fiel dabei leicht unter Erwartung aus. Die Risikolage konnte weiter leicht verbessert werden. Um im Sparkassenvergleich eine durchschnittliche Risiko-Ertrags-Relation zu erreichen, bedarf es einer weiterhin risikobewussten Kreditpolitik sowie einer strikten Überwachung der Risikopositionen, insbesondere im Kreditgeschäft. Für unser Hauptstellengebäude besteht ein Immobilienvertrag mit der Deutschen Anlagen-Leasing GmbH, welcher bei einer Restlaufzeit von 11,7 Jahren eine finanzielle Verpflichtung von 11,4 Mio. EUR ausmacht.

Die Vermögensverhältnisse der Sparkasse sind geordnet, sämtliche Bewertungen der Bilanzpositionen erfolgen nach den gesetzlichen Vorschriften. Die Vermögenslage ist zufriedenstellend und hat sich im Jahr 2006 leicht verbessert.

B.2 Finanzlage

Als Finanzierungsquelle stehen uns zum 31. Dezember 2006 Kundeneinlagen in Höhe von 583,6 Mio. EUR zur Verfügung, wovon 200,8 Mio. EUR als unverbriefte Verbindlichkeiten täglich abrufbar sind. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten belaufen sich auf 26,0 Mio. EUR. Die eingeräumten Kreditlinien bei der Deutschen Bundesbank (40,1 Mio. EUR) und bei den Landesbanken (15,7 Mio. EUR) wurden unterjährig auch zum dispositionsbedingten Ausgleich von Spitzenbelastungen nicht in Anspruch genommen. Für die Kundeneinlagen betrugen die Zinskonditionen im Jahr 2006 durchschnittlich 1,91 % (Vorjahr: 2,00 %) und für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3,85 % (Vorjahr: 3,29 %). Zur Erfüllung der Mindestreservevorschriften wurden entsprechende Guthaben bei der zuständigen Zentralbank unterhalten. Die Ratingagentur Moodys hat für Sparkassen das A1 Rating bestätigt. Somit rechnen wir mit keiner signifikanten Veränderung der Kreditkonditionen. Die Zahlungsfähigkeit der Sparkasse war im Geschäftsjahr auf Grund einer planvollen und ausgewogenen Liquiditätsvorsorge jederzeit gegeben. Die Grundsatz-II-Kennziffer für die Ohrekreis-Sparkasse zum Jahresende betrug 2,8.

B.3 Ertragslage

Die nachfolgende Analyse der Ertragslage erfolgt nach einer betriebswirtschaftlichen Aufgliederung der Gewinn- und Verlustrechnung.

2006 2005 2006 2005 2006 2005
Ohrekreis-Sparkasse Landesdurchschnitt
Mio. EUR % der DBS % der DBS
Zinserträge 29,3 30,1 4,38 4,33 4,29 4,27
Zinsaufwendungen - 12,2 - 13,3 - 1,82 - 1,91 - 1,88 - 1,80
Zinsüberschuss 17,1 16,8 2,56 2,42 2,42 2,49
Provisionsüberschuss 5,6 5,7 0,84 0,82 0,71 0,70
Sonstiger Ertrag 0,2 0,2 0,03 0,03 0,06 0,05
Ordentlicher Ertrag 23,0 22,7 3,44 3,27 3,19 3,24

Die Zinserträge sind insgesamt um 0,8 Mio. EUR auf 29,3 Mio. EUR zurückgegangen. Im Kundenkreditgeschäft hatten wir vor allem einen bestandsbedingten Rückgang der Zinserträge von 0,5 Mio. EUR zu verzeichnen. Bei den Eigenanlagen konnten wir bedingt durch das niedrige und zunehmend flachere Zinsniveau nur einen geringeren Zinsertag von 0,2 Mio. EUR ausweisen.

Die Zinsaufwendungen sind insgesamt um 1,1 Mio. EUR auf 12,2 Mio. EUR gesunken. Während sich der Zinsaufwand für Kundeneinlagen zinsbedingt um 0,6 Mio. EUR vergünstigte, wirkt sich bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten die weitere Bestandsreduzierung um 0,5 Mio. EUR entlastend aus.

Der Zinsüberschuss übertraf den erwarteten Wert von 17,0 Mio. EUR leicht und veränderte sich im Vergleich zum Vorjahr insgesamt um +0,3 Mio. EUR auf 17,1 Mio. EUR. Der Anteil aus der Fristentransformation beläuft sich dabei auf 25,3 %. Für die Sparkasse ergab sich auf der Grundlage der durchschnittlichen Bilanzsumme (DBS) eine erhöhte Zinsspanne von 2,56 % (Vorjahr 2,42 % der DBS). Das Durchschnittsniveau des Zinsüberschusses der Sparkassen in Sachsen-Anhalt verringerte sich indes leicht und erreichte 2,42 % der DBS nach 2,49 % der DBS im Vorjahr.

Der Provisionsüberschuss verringerte sich gegen über dem Vorjahr um 0,1 Mio. EUR auf 5,6 Mio. EUR, aufgrund des verringerten Absatzes im Bereich der Verbundgeschäfte. Das geplante Ergebnis wurde nahezu erreicht. Der Provisionsüberschuss liegt mit 0,84 % der DBS über dem Landesdurchschnitt von 0,71 % der DBS. Etwa 75 Prozent der Provisionserträge stammen aus dem Kontoservicegeschäft des Girobereichs.

Der ordentliche Ertrag konnte im Berichtsjahr um 0,3 Mio. EUR auf 23,0 Mio. EUR gesteigert werden. Das Verhältnis zur durchschnittlichen Bilanzsumme wurde um 0,17 Prozentpunkte auf 3,44 % verbessert und liegt über dem Landesdurchschnitt der Sparkassen Sachsen-Anhalts von 3,19 %. Der Erwartungswert von 22,9 Mio. EUR wurde um 0,1 Mio. EUR übertroffen.

Der ordentliche Aufwand in Höhe von 14,7 Mio. EUR liegt mit 0,2 Mio. EUR über dem Vorjahresniveau. Dabei konnte der ordentliche Personalaufwand absolut auf Vorjahresniveau gehalten werden. Der Verwaltungsaufwand steigt um 0,2 Mio. EUR auf 6,4 Mio. EUR an.

2006 2005 2006 2005 2006 2005
Ohrekreis-Sparkasse Landesdurchschnitt
Mio. EUR % der DBS % der DBS
Personalaufwand - 8,3 - 8,3 - 1,24 - 1,20 - 1,10 - 1,10
Verwaltungsaufwand - 6,4 - 6,2 - 0,95 - 0,90 - 0,87 - 0,91
Ordentlicher Aufwand 14,7 14,5 - 2,19 - 2,10 - 1,97 - 2,01

Während die ordentlichen Personalaufwendungen wie erwartet eintrafen, wurden bei den ordentlichen Verwaltungsaufwendungen gegenüber der Planung 0,2 Mio. EUR mehr benötigt. Die ordentlichen Aufwendungen liegen insgesamt mit 2,19 % der DBS über dem Landesdurchschnitt. Dabei ist zu beachten, dass für das Vertriebsprojekt im Berichtsjahr nicht geplante Mittel in Höhe von 0,5 Mio. EUR bereitgestellt wurden. Die für das Hauptstellengebäude der Ohrekreis-Sparkasse jährlich zu leistende Leasingrate in Höhe von 1,0 Mio. EUR stellt einen wesentlichen Einflussfaktor dar. Deshalb verschlechterte sich die Cost-Income-Ratio leicht auf 64,3 % (Vorjahr 64,1 %). Das Betriebsergebnis vor Bewertung zum 31. Dezember 2006 ist um 0,2 Mio. EUR auf 8,4 Mio. EUR gestiegen. Mit 1,25 % der DBS (Vorjahr 1,18 % der DBS) liegt das Betriebsergebnis vor Bewertung leicht über dem Landesdurchschnitt von 1,23 % der DBS (Vorjahr 1,25 % der DBS). Für das Geschäftsjahr prognostizierten wir ein Betriebsergebnis vor Bewertung von 1,26 % der DBS, das mit 1,25 % der DBS nahezu erzielt wurde.

Durch die anhaltend schwierige Marktlage mit Konjunktur- und Strukturschwächen setzte sich die wertmindernde Anpassung von Beleihungswerten fort. Des Weiteren wurden vorsorglich auch im lebenden Kreditgeschäft weitere angemessene Bewertungsmaßnahmen vorgenommen. Das Bewertungsergebnis Kreditgeschäft konnte im Berichtsjahr um 0,4 Mio. EUR auf -3,9 Mio. EUR bzw. -0,58 % der DBS gesenkt werden, liegt jedoch über dem Landesdurchschnitt von -0,32 % der DBS. Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft fiel dabei leicht unter dem Erwartungswert von -4,5 Mio. EUR bzw. -0,67 % der DBS aus.

Das Bewertungsergebnis der Wertpapiere fällt im Jahr 2006 mit -1,4 Mio. EUR bzw. -0,21 % der DBS deutlich höher als im Vorjahr aus (-0,5 Mio. EUR bzw. -0,07 % der DBS). Auch der Planwert von -0,7 Mio. EUR bzw. -0,10 % der DBS wurde nicht erreicht. Insbesondere trugen die steigenden Zinsen im kurz- und mittelfristigen Bereich zu den erhöhten Abschreibungen bei. Der Landesdurchschnitt stieg ebenfalls deutlich auf -0,13 % der DBS an (Vorjahr +0,04 % der DBS).

Die überdurchschnittlichen Bewertungsaufwendungen belasten weiterhin das Betriebsergebnis nach Bewertung. In Folge dessen verringerte sich dieser Wert gegenüber dem Vorjahr um 0,3 Mio. EUR auf 3,1 Mio. EUR. Gegenüber einem unveränderten Landesdurchschnitt in Höhe von 0,77 % der DBS fiel das Bewertungsergebnis nach Bewertung auf 0,46 % der DBS (Vorjahr 0,49 % der DBS). Der Jahresüberschuss beträgt nach den zuvor beschriebenen Bewertungsmaßnahmen, der außerordentlichen Erfolgsrechnung und der Bildung von Vorsorgereserven insgesamt 0,7 Mio. EUR bzw. 0,10 % der DBS. Der Verwaltungsrat hat am 22. März 2007 unter Berücksichtigung der Geschäftsstrategie beschlossen den Jahresüberschuss mit der Feststellung des Jahresabschlusses 2006 in die Sicherheitsrücklage einzustellen.

Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit des Jahres 2006 erreichte laut Gewinn- und Verlustrechnung 1,8 Mio. EUR (Vorjahr: 2,0 Mio. EUR). Die Verringerung von 0,2 Mio. EUR ist im Wesentlichen auf ein erhöhtes Bewertungsergebnis im Wertpapiergeschäft sowie ein geringeres positives Ergebnis zurück zu führen.

B. 4 Gesamturteil zur wirtschaftlichen Lage

Das Geschäftsjahr 2006 hat für die wirtschaftliche Lage der Ohrekreis-Sparkasse insgesamt eine befriedigende Entwicklung genommen. Dabei konnte bei konstant guter Finanzlage die Vermögenslage verbessert werden. Die Ertragslage ist als befriedigend zu bezeichnen.

C Prognose-, Chancen- und Risikobericht

C.1 Prognosebericht

C.1.1 Die wirtschaftliche Entwicklung

Die robuste Entwicklung der Weltwirtschaft im vergangenen Jahr dürfte sich mittelfristig fortsetzen. Das Wachstum könnte sich in 2007 jedoch auf knapp über 4 % verlangsamen, im Vergleich zu 5 % im Vorjahr. Ein Abschwächen des Wachstums wird insbesondere für die US-Wirtschaft erwartet. Im Euroraum wird das Wachstum voraussichtlich geringfügig unter der in 2006 erreichten Rate von 2,6 % bleiben. Deutschland wird als größte Volkswirtschaft des Euroraums auch weiterhin von einer starken Exportwirtschaft, einem freundlichen Geschäftsklima, einer regen Investitionstätigkeit sowie der Erholung der Bauwirtschaft profitieren und voraussichtlich um rund zwei Prozent wachsen.

C.1.2 Bankenbranche

Die führenden Börsenindizes in entwickelten Volkswirtschaften wie auch in Schwellenländern sind stark gestiegen und haben zum Teil Rekordstände erreicht. Damit erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass es zu Korrekturen und zu einem volatileren Umfeld kommen könnte. Im Kreditgeschäft ist mit einem Anstieg der Zinsen zu rechnen, was im Privatkundengeschäft das Wachstum bei Konsumenten- und Hypothekarkrediten verlangsamen könnte. Die Nachfrage nach Anlageberatungsprodukten sollte jedoch weiterhin hoch bleiben. Hier wird eine zunehmende Fokussierung auf die private Altersvorsorge und die Finanzierung der Renten zu beobachten sein.

Im Jahr 2007 stehen der Bankenbranche auch eine Reihe wichtiger aufsichtsrechtlicher Änderungen bevor, die in einigen Fällen wesentliche Anpassungen erforderlich machen. So leitet die parallele Anwendung von alten und neuen Vorschriften die Überleitung auf das neue Regelwerk der Kapitaladäquanzvorschriften gemäß Basel II ein. Darüber hinaus ist die Richtlinie über Märkte für Finanzdienstleistungen umzusetzen.

C.1.3 Voraussichtliche Entwicklung der Ohrekreis-Sparkasse

Für die Planung der Geschäftsentwicklung der Ohrekreis-Sparkasse gehen wir nach einem abgeschwächten Rückgang des durchschnittlichen bilanziellen Geschäftsvolumens von 0,7 % im Jahr 2007, von einem leichten Wachstum für das Jahr 2008 aus. Dabei wurde eine nahezu gleich bleibende Bilanzstruktur und ausgehend vom Niveau am Jahresanfang leicht steigende Zinsen bei insgesamt flacher Zinsstruktur unterstellt. Das Wachstum basiert weiterhin auf dem Privatkundengeschäft mit Schwerpunkten bei privaten Finanzierungen und Kundeneinlagen. Zur Vermeidung von Mittelabflüssen ist eine Verbesserung der Angebots- und Vertriebsstruktur vorgesehen. Eine Steigerung im Absatz von Verbund- und Vermittlungsprodukten wird angestrebt. Im Firmenkundengeschäft liegen die Schwerpunkte durch eine risikobewusste Kreditpolitik auf qualitäts- und bonitätsorientierten Zielen. Wir erwarten, dass die Bewertungs- und Vorsorgeaufwendungen in den Folgejahren mindestens das Durchschnittsniveau der OSV-Sparkassen erreichen.

Mio. EUR 2007 2008
Zinsüberschuss + 16,9 + 17,0
Provisionsüberschuss + 5,8 + 5,9
Sonstige Erträge + 0,3 + 0,3
Bruttoertrag + 23,0 + 23,2
Personalaufwand - 8,4 - 8,6
Verwaltungsaufwand - 6,4 - 6,4
Ordentlicher Aufwand - 14,8 - 15,0
Betriebsergebnis vor Bewertung + 8,2 + 8,2
in % der durchschnittlichen Bilanzsumme 1,23 % 1,22 %
Cost-Income-Ratio 64,3 % 64,4 %

Wir gehen bis zum Jahr 2008 von steigenden Bruttoerträgen (+0,2 Mio. EUR) aus. Die ordentlichen Aufwendungen steigen im gleichen Zeitraum um 0,2 Mio. EUR. Infolge dessen verschlechtert sich die Cost-Income-Ratio leicht auf 64,4 %. Der geplante Personalaufwand wird durch auslaufende Altersteilzeitverträge und weniger Pensionsrückstellungen entlastet. Die Tariferhöhungen (TVÖD) sowie die geplante Übernahme von siebzehn Auszubildenden in die Ohrekreis-Sparkasse bis 2009 wirken hingegen belastend. Der ordentliche Personalaufwand steigt in den Jahren 2007 (+ 0,1 Mio. EUR) und 2008 (+ 0,2 Mio. EUR) an. Der Verwaltungsaufwand bleibt bis zum Jahr 2008 auf gleichem Niveau. Wir erwarten für die Jahre 2007 und 2008 ein konstantes Betriebsergebnis vor Bewertung in Höhe von 8,2 Mio. EUR.

Mio. EUR 2007 2008
Betriebsergebnis vor Bewertung + 8,2 + 8,2
Bewertungsergebnis Kredit - 4,5 - 4,5
Bewertungsergebnis Wertpapiere - 0,8 - 1,0
Betriebsergebnis nach Bewertung + 2,9 + 2,7
Neutrales Ergebnis + 0,3 + 0,3
Steuern - 1,2 - 1,1
Vorsorgereserven - 1,3 - 1,3
Jahresüberschuss + 0,7 + 0,6
in % der durchschnittlichen Bilanzsumme 0,10 % 0,09 %

Die Bewertungsaufwendungen, vor allem im Kundenkreditgeschäft, erwarten wir weiterhin auf hohem Niveau, da rund zwei Drittel der Betriebsergebnisse vor Bewertung verbraucht werden. Die sich ergebenden Überschüsse werden dabei gemäß der Geschäftspolitik weiter vorrangig zur Stärkung der freiwilligen Risikovorsorge und Kapitalkraft der Ohrekreis-Sparkasse eingesetzt.

C.2 Risikobericht

C.2.1 Risikomanagementziele und -methoden

Die bewusste Übernahme, aktive Steuerung und gezielte Transformation von Risiken sind Kernfunktionen von Kreditinstituten. Als wesentliche Risiken des Bankgeschäftes sind hierbei Adressen-, Marktpreis-, Liquiditäts- und operationelle Risiken zu sehen. Entsprechend der geschäftspolitischen Ausrichtung sind insbesondere das Adressenausfallrisiko und das Marktpreisrisiko von Bedeutung. Die Dokumentation des Risikomanagementprozesses je Risikokategorie erfolgt in einem Risikohandbuch. Es enthält Definitionen, maßgebliche organisatorische Regelungen und stellt die in der Sparkasse angewandten Risikomessverfahren sowie das Risikoreporting dar. Die Risikosteuerung der Sparkasse wird durch den Funktionsbereich Controlling wahrgenommen, der organisatorisch von den Marktbereichen getrennt ist. Er ist verantwortlich für die Erfassung der Risiken und des vorhandenen Risikodeckungspotenzials. Durch eine angemessene Handels- und Überwachungsorganisation werden mögliche Risiken zeitnah überwacht und gesteuert.

Die Umsetzungsaktivitäten zu BASEL II und den Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) werden sich auf die Überprüfung, Anpassung und Konsolidierung der bestehenden Prozesse und Verfahren konzentrieren. Wir setzen im Projekt "Basel II/MaRisk" diese Anforderungen bis zum 30. September 2007 um.

C.2.2 Risikokategorien

Abgeleitet aus dem aufsichtsrechtlich formulierten Anspruch an eine gesamtheitliche Betrachtung und Steuerung aller Risiken eines Kreditinstituts ergibt sich die Notwendigkeit, alle Risiken einzeln sowie in ihrer Gesamtheit zu bewerten und der Risikotragfähigkeit eines Kreditinstituts gegenüberzustellen. Aus diesem Grunde wird regelmäßig die Risikotragfähigkeit ermittelt. Nach Ermittlung der zur Verfügung stehenden Risikotragfähigkeitsmasse, entscheidet der Vorstand darüber, in welcher Höhe die vorhandene Risikotragfähigkeitsmasse als Deckungsmasse zur Absorption von Risiken der Planperiode verwendet werden soll.

Die Verwendung der Deckungsmasse für einzelne Risiken setzt deren Quantifizierung voraus. Ziel soll es sein, neben den relevanten Marktpreisrisiken und Adressenrisiken auch andere Risiken zu erfassen. Die Ermittlung erfolgt szenariobasiert. Dabei werden einheitliche Zins- und Strukturszenarien zur Berechnung der Plan-, Risiko- und Extrem-Szenarien herangezogen. Die Höhe der eingesetzten Deckungsmasse stellt die Grundlage für die Limitierung der einzelnen Risiken dar und ergibt die rechnerische Verlustobergrenze. Diese wird regelmäßig überprüft, um die Veränderungen der zugrunde gelegten Berechnungsgrößen unmittelbar zu berücksichtigen.

Über die Auslastung der vom Vorstand festgelegten Limite wird regelmäßig berichtet. Bei Bedarf erfolgt eine Anpassung der Limite. Risiken der künftigen Entwicklung, die bestandsgefährdend sind oder einen wesentlichen nachhaltigen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage haben können, sind ausgehend von der Risikolage im Kreditgeschäft sowie der bestehenden Hauszinsmeinung nicht ersichtlich. Nachfolgend wird der Umgang mit den für die Sparkasse bedeutendsten Risiken dargestellt.

C.2.2.1 Adressenrisiken

Unter dem Adressenausfallrisiko versteht man die Gefahr eines teilweisen oder vollständigen Ausfalls vertraglich zugesagter Leistungen durch den Geschäftspartner. Es umfasst neben dem klassischen Kreditrisiko aus direkten Kundenverbindungen auch das Emittenten- und Kontrahentenrisiko. Das Kreditrisikopotenzial wird im Rahmen eines Limitsystems begrenzt und regelmäßig überwacht. Die Kreditrisikopolitik der Sparkasse ist in einer vom Vorstand verabschiedeten Strategie dokumentiert und stellt somit eine einheitliche Richtlinie für die Vergabe von Krediten dar.

Kundenkreditgeschäft

Die Adressenrisiken im regionalen Kundenportfolio werden durch die sorgfältige Auswahl unserer Vertragspartner nach weiter verbesserten Regeln des Risikomanagements sowie durch die Steuerung von Größen-, Branchen- und Sicherheitenstrukturen begrenzt. Es erfolgt eine regelmäßige Analyse der Fähigkeiten der Kreditnehmer, Zinszahlungen und Tilgungen zu erbringen. Die Ratingverfahren sind integraler Bestandteil der Kreditrisikosteuerung und basieren auf modernen statistischen Verfahren. Kreditrisikosteuerung erfolgt auch durch die Beschaffung von Sicherheiten und Garantien. Risikoabschirmung erfolgt darüber hinaus in Form von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen. Des Weiteren limitieren und steuern wir Branchen- und Bonitätsrisiken durch eine entsprechende Neugeschäftslimitierung. Dem Kundenkreditgeschäft messen wir unverändert eine wesentliche Bedeutung zu. Aus den Adressenrisiken des Kundenkreditgeschäftes, insbesondere aus dem Firmenkundengeschäft, erwarten wir weiterhin einen wesentlichen Einfluss auf die Ertragslage.

Eigenanlagengeschäft

Die Emittenten- und Kontrahentenrisiken werden durch sorgfältige Auswahl der Vertragspartner unter Beachtung hoher Rating-Standards über Risikolimite auf Gesamtbankebene begrenzt. Sicherheiten sind bei solchen Instrumenten in der Regel nicht vorhanden. Den eigenen Wertpapierbeständen messen wir unverändert keine Adressenausfallrisiken bei.

Bei der Auswahl der institutionellen sowie der nationalen und internationalen Geschäftspartner begrenzen wir Risiken unter Nutzung der Ratingurteile der international tätigen Ratingagentur Moodys durch die Auswahl ausschließlich erstklassiger Geschäftspartner. Die Risikosteuerung erfolgt über Bonitätsfaktoren über die im Rahmen der Risikobemessung die Ausfallwahrscheinlichkeiten abgeleitet werden.

C.2.2.2 Marktpreisrisiken

Unter Marktpreisrisiken verstehen wir mögliche Verluste, die sich aus der Veränderung der Marktpreise, wie z.B. den Zinssätzen, Wechselkursen und Aktienkursen, ergeben. Die Steuerung der Marktpreisrisiken der Sparkasse wird primär über die Limitierung im Rahmen der Mindestanforderungen für das Risikomanagement (MaRisk) vorgenommen. Marktpreisrisiken werden mit dem Ziel gesteuert, Ertragschancen im Rahmen der finanziellen Ressourcen wahrzunehmen, ohne diese unangemessen zu belasten.

Eigenanlagengeschäft

Dazu nutzt die Ohrekreis-Sparkasse ein Value-at-Risk-Modell, um das Marktpreisrisiko und die maximal erwarteten Verluste zu berechnen. Dieses Modell basiert auf gewissen Annahmen und aktuellen Marktentwicklungen. Die Limite des Value-at-Risks werden vom Vorstand bestimmt und täglich durch das Controlling überwacht. Der tägliche Betrag des Value-at-Risks ist eine Schätzung, basierend auf einem Konfidenzniveau von 95 % und einer Haltedauer von zehn Tagen. Da der Value-at-Risk einen integralen Teil der Risikosteuerung darstellt, werden Limite für alle Handels- und Portfolioaktivitäten vom Vorstand festgelegt. Das Management reviewt täglich den tatsächlichen Value-at-Risk.

Zinsänderungsrisiken

Zur Messung des Zinsänderungsrisikos aus allen bilanziellen und außerbilanziellen Aktiv- und Passivpositionen wurde ein System implementiert, welches das Risiko auf Ertragswertebene ermöglicht. Dabei wird mit Hilfe von Sensitivitätsanalysen errechnet, welche Wirkung eine Änderung der Marktparameter auf den Marktwert einzelner Positionen bzw. Portfolios hat. Um die bilanziellen Zinsänderungsrisiken der Sparkasse insgesamt zu erkennen, zu messen, zu beobachten und zu kontrollieren, werden die Systeme der Aktiv-Passiv-Steuerung und Depot-A-Manager eingesetzt.

Auf Basis von konstanten, aktuellen und geplanten Entwicklungen sowie der weiter zu entwickelnden Risiko- und Extrem-Szenarien für die Bilanz- und Zinsstruktur werden die ertragswertorientierten Veränderungen simuliert. Ausgehend mit den Werten des Bilanzstichtags werden Zinsänderungsrisiken und -chancen einmal statisch mit konstanter Geschäfts- und Zinsstruktur bei Veränderung des Zinsniveaus um +1 % und -1 % berechnet. Außerdem bemessen wir regelmäßig mit weiteren Struktur- und Zinsszenarien, die die Veränderungen der Geschäftsstruktur sowie von Zinsstruktur und -niveau beinhalten, das Ergebnisrisiko.

Wir beurteilen das Zinsänderungsrisiko im Normalfall als vertretbar. Bei deutlich steigenden Zinsen halten wir das Zinsänderungsrisiko für beachtlich. Dies würde eine teilweise Auflösung der freien Vorsorgereserven erforderlich machen, da das Bewertungsergebnis für das Kreditgeschäft nicht mehr vollständig aus dem ordentlichen Ergebnis abgedeckt werden könnte.

C.2.2.3 Liquiditätsrisiken

Die Ohrekreis-Sparkasse muss täglich genügend liquide Mittel zur Verfügung haben, um Tagesgelder, Girokonten, fällige Einlagen, Forderungen, Garantien und ähnliche Produkte auszahlen zu können. Im Rahmen des Liquiditätsmanagements werden Cashflow-Prognosen erstellt und auf dieser Basis der zukünftige Refinanzierungsbedarf ermittelt.

Weiterhin halten wir in ausreichendem Maße zentralbankfähige Wertpapiere, um die Gefahr eines kurzfristigen Liquiditätsengpasses abwenden zu können. Den Liquiditätsgrundsatz der Bankenaufsicht haben wir während des gesamten Jahres eingehalten. Per Jahresende beläuft sich der Wert auf das 2,8-fache der geforderten Mindestnorm.

C.2.2.4 Operationelle Risiken

Das Operationelle Risiko ist die Gefahr von Schäden, die infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren, Mitarbeitern, der internen Infrastruktur oder infolge externer Einflüsse eintreten. Neben Marktpreis- und Adressenrisiken können insbesondere auch operationelle Risiken den Fortbestand des Unternehmens gefährden. Die Ohrekreis-Sparkasse beurteilt die operationellen Risiken jährlich und hält die Ergebnisse im Risikohandbuch fest. Wir messen den operationellen Risiken eine untergeordnete Bedeutung bei.

C.3 Zusammenfassende Darstellung der Risikolage

Die Risikolage der Ohrekreis-Sparkasse wird zu einem großen Teil durch das Kundenkreditgeschäft bestimmt, da hier das Adressenrisiko nach wie vor als hoch einzustufen ist. Die Risikotragfähigkeit konnte durch die Erhöhung der Vorsorgereserven und der Sicherheitsrücklage verbessert werden. Die Risikolage hat sich im Berichtsjahr leicht verbessert und ist insgesamt vertretbar.

Die Bewertungsaufwendungen für das Kundenkreditgeschäft der Folgejahre erwarten wir bei etwa 55 Prozent des operativen Ergebnisses. Vor diesem Hintergrund ist auch das Marktrisiko als bedeutsam einzuschätzen. Bei Eintritt des Risikoszenarios ist eine Abdeckung aller Risiken unter teilweiser Verwendung bestehender Reserven möglich. Wir gehen für künftige Geschäftsjahre davon aus, dass die Ertragslage ausreicht, um die maßgeblichen Risiken der Ohrekreis-Sparkasse im Normalfall zu decken.

D. Nachtragsbericht

Es sind keine besonderen Ereignisse eingetreten, die zu anderen Darstellungen im Lagebericht führen würden.

 

Haldensleben, den 30.04.2007

Der Vorstand

Kinast

Boenigk

Bestätigungsvermerk

Wir haben den Jahresabschluss, bestehend aus Bilanz, Gewinn- und -Verlust-Rechnung sowie Anhang, unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Ohrekreis-Sparkasse für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2006 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Sparkasse. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) in Deutschland festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Sparkasse sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Sparkasse. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Sparkasse und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Berlin, 08. Mai 2007

Sparkassenverband für die Sparkassen in den Ländern
Brandenburg, Freistaat Sachsen, Mecklenburg- Vorpommern und Sachsen-Anhalt
Prüfungsstelle

Dreyer, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss ist durch den Verwaltungsrat der Ohrekreis-Sparkasse in seiner Sitzung am 20.06.2007 festgestellt worden.

 

Haldensleben, 21.06.2007

Der Vorstand

Ergebnisverwendungsbeschluss

Gem. § 8 Abs. 2 Nr. 7 SpkG-LSA beschließt der Verwaltungsrat, nach der Berichterstattung durch die Prüfungsstelle zum Jahresabschluss der Ohrekreis-Sparkasse von 2006 über die Feststellung des Jahresabschlusses, die Billigung des Lageberichtes und die Verwendung des Bilanzgewinns.

Der Bilanzgewinn 2006 in Höhe von 692.221,01 Euro wird in Verbindung mit dem Verwaltungsratsbeschluss 1/2007 (vom 22.03.2007) zur Verwendung des Jahresüberschusses dem Eigenkapital zugeführt.

 

Haldensleben, 20.06.2007

Verwaltungsratsvorsitzender
stv. Verwaltungsratsvorsitzende
Verwaltungsratsmitglied

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