TotalEnergies Raffinerie Mitteldeutschland GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Mineralölerzeugnissen und von fossilen Brennstoffen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Rene Janke seit 20.1.2025 | Geschäftsführer |
Maik Mehnert seit 20.1.2025 | Prokura |
Nicole Sips seit 20.1.2025 | Prokura |
André Töpel seit 20.1.2025 | Prokura |
Christian Wede seit 25.1.2021 | Geschäftsführer |
Jörg Haubold seit 19.7.2019 | Prokura |
Rainer Walther seit 15.1.2016 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
VINCI Energies Deutschland Industry & Infrastructure GmbH | 50.00% |
| 50.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
AMP Leuna GmbHLeunaJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht zum Geschäftsjahr 20231 Grundlagen des UnternehmensDie AMP Leuna GmbH (im Folgenden auch "AMP" bzw. "AMP GmbH" genannt) ist vor allem auf Instandhaltungsarbeiten im Bereich chemischer und petrochemischer Industrie im Chemiepark Leuna spezialisiert. Dabei unterscheidet sich die AMP von den meisten Wettbewerbern dadurch, dass sie sowohl Leistungen im Bereich der Instandhaltung und daneben auch im Bereich der Maschinen-, Rohrleitungs-, Elektro- und MSR-Technik sowie Steuerungs- und Analysentechnik erbringt. Die AMP GmbH betreibt keine eigenen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten. 2 Wirtschaftsbericht2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im Jahresdurchschnitt 2023 um 0,3% geringer als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1%. Dieser Wert liegt unter dem erwarteten Wachstum von 0,2% für 2023 aus dem Januar 2023. Die Gründe für diesen negativen Verlauf sind vielschichtig. Die nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpfen die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch stark steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 unterschiedlich. Die Wirtschaftsleistung im produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) sank um 2,0%, entscheidend war hier die niedrigere Produktion im Energieversorgungsbereich. Im Baugewerbe machten sich neben den hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel auch die schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar, trotzdem erreichte das Baugewerbe ein leichtes Plus. Im Dienstleistungssektor weiteten sich die wirtschaftlichen Aktivitäten aus und stützen damit die wirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2023. Der Anstieg fiel aber insgesamt schwächer aus als in den beiden Vorjahren. Der private Konsum nahm im Jahr preisbereinigt um 0,8% gegenüber dem Vorjahr ab und entfernte sich damit wieder vom Vorkrisenniveau des Jahres 2019. Dies dürfte ein Resultat der hohen Verbraucherpreise sein. Besonders stark gingen die Investitionen in langlebige Güter zurück. Auch der Konsum des Staates reduzierte sich im Jahr 2023, das lag vor allem am Wegfall der staatlich finanzierten Corona-Maßnahmen. Die Bauinvestitionen sanken im Jahr 2023 preisbereinigt um 2,1%. Dies resultiert vor allem aus dem gebremsten Wohnungsbau, aufgrund der hohen Baupreise und gestiegenen Bauzinsen. Positiv entwickelte sich das Ausbaugewerbe durch die starke Nachfrage bei energetischen Sanierungen. Die Investitionen in Ausrüstungen - das sind vor allem Investitionen in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge - stieg im Jahr 2023 um 3,0% im Vergleich zum Vorjahr, was auch auf den bis August 2023 geltenden Umweltbonus für Elektroautos zurückzuführen sein dürfte. Die geringe weltwirtschaftliche Dynamik und die schwache inländische Nachfrage im Jahr 2023 machten sich auch beim Handel mit dem Ausland bemerkbar, der trotz steigender Preise rückläufig war; die Importe sanken preisbereinigt um 3,0% und damit kräftiger als die Exporte, die preisbereinigt um 1,8% gesunken sind. Die Wirtschaftsleistung in Deutschland wurde im Jahresdurchschnitt 2023 von knapp 46 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht, was einen historischen Höchststand darstellt. Die Beschäftigung nahm im Jahr 2023 unter anderem durch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte zu, wobei auch die inländische Bevölkerung eine steigende Erwerbsbeteiligung vorweisen kann. Diese positiven Effekte überwogen die dämpfenden Effekte des demografischen Wandels. [Pressemitteilung Nr. 19 vom 15. Januar 2024 DSTATIS "Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 um 0,3% gesunken] Die für unser Geschäft relevante
Chemiebranche, hat gemäß Verband der
chemisch-pharmazeutische Industrie, das Jahr 2023 mit einem
ernüchternden Schlussquartal abgeschlossen. Besonders
die fehlenden Aufträge als Folge der schwachen
Industriekonjunktur in Europa und der intensive Wettbewerb
führten zu Umsatzrückgängen im In- und
Ausland. Weitere Produktionsdrosselungen waren die Folge.
[VCI Pressemitteilung vom 15. März 2024, Quartalsbericht 4.2023 sowie Chemie-Kennzahlen] 2.2 Geschäftsverlauf Die AMP betreute im Geschäftsjahr 2023 vorwiegend die Prozessanlagen des Hauptkunden in Leuna. Der Auftragseingang lag mit TEUR 12.994 im Berichtsjahr deutlich höher als im Vorjahr (TEUR 9.166). Die Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 13.085 sind gegenüber dem Vorjahr (TEUR 11.450) deutlich gestiegen und liegen auch deutlich über dem Plan von TEUR 9.500. Die Erhöhung ergab sich aus Sonderbeauftragungen beim Hauptkunden, wie beispielsweise der Austausch eines Katalysators. Das EBITDA (Jahresüberschuss ohne Berücksichtigung von Abschreibungen, Zinsen und Steuern) hat sich von TEUR 1.561 im Vorjahr auf 1.527 TEUR leicht vermindert, liegt aber deutlich über der Erwartung des Vorjahres von TEUR 760. Im Geschäftsjahr gab es keine wesentlichen organisatorischen oder geschäftspolitischen Änderungen. Die Geschäftsführung beurteilt den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage des Unternehmens als positiv. 2.3 Lage 2.3.1 Ertragslage Die Umsatzerlöse haben sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.635 auf TEUR 13.085 erhöht. Die Erhöhung ergab sich aus Sonderbeauftragungen beim Hauptkunden, wie beispielsweise der Austausch eines Katalysators. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um TEUR 444 auf TEUR 106 (i. Vj. TEUR 550) gesunken. Dies lag im Wesentlichen an höheren Auflösungen projektbezogener Rückstellungen im Vorjahr. Die Materialaufwendungen waren im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert TEUR 4.541 (i. Vj. TEUR 4.538). Der Personalaufwand ist um TEUR 605 auf TEUR 5.663 (i. Vj. TEUR 5.058) gestiegen. Dies ist einerseits auf den Anstieg der Mitarbeiteranzahl, sowie andererseits auf Tarifsteigerungen zurückzuführen. Der Jahresüberschuss ist gegenüber dem Vorjahr (TEUR 1.041) leicht gesunken und beträgt TEUR 1.009. Die geringeren sonstige betrieblichen Erträge, die gestiegenen Personalaufwendungen sowie die gestiegenen sonstigen betrieblichen Aufwendungen führten zu einer geringeren Umsatzrentabilität (Verhältnis Jahresüberschuss/Umsatzerlöse) im Berichtsjahr in Höhe von 7,7% (i. Vj. 9,1%). 2.3.2 Finanzlage Die flüssigen Mittel sind im Berichtsjahr auf TEUR 2.516 (i. Vj. TEUR 2.378) gestiegen. Die Erhöhung resultiert im Wesentlichen aus höheren Zahlungseingängen für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, welche noch vor dem Bilanzstichtag eingegangen sind. Entsprechend der Gesellschafterbeschlüsse wurden im Berichtsjahr der Jahresüberschuss 2022 und 85% des Jahresüberschusses 2023 ausgeschüttet. Die bei der HypoVereinsbank bis auf weiteres bestehende Kontokorrentkreditlinie in Höhe von TEUR 500 wurde während des Geschäftsjahres nicht in Anspruch genommen. Die Fähigkeit unserer Gesellschaft, ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen zu können, war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit gewährleistet. 2.3.3 Vermögenslage Die Bilanzsumme ist zum Bilanzstichtag von TEUR 4.024 im Vorjahr um TEUR 157 auf TEUR 3.867 gesunken. Die Veränderung der Aktiva resultiert im Wesentlichen aus der Abnahme des Sachanlagevermögens, der Vorräte und der Forderungen. Gegenläufig wirkt der Anstieg der flüssigen Mittel. Passivisch hat im Wesentlichen der niedrigere Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 151 das Eigenkapital gemindert. Die bilanzielle Eigenkapitalquote hat sich im Vergleich zum Vorjahr von 51,8% auf 30,9% vermindert. Gegenläufig wirkt der Anstieg der Rückstellungen und der Verbindlichkeiten. 2.3.4 Finanzielle Leistungsindikatoren Für die Steuerung des Unternehmens werden sowohl die Umsatzerlöse als auch das EBITDA als Kennzahlen verwendet. Das EBITDA ermittelt sich aus dem Jahresüberschuss ohne Berücksichtigung von Abschreibungen, Zinsen und Steuern. Beide finanziellen Leistungsindikatoren sind Steuerungskennzahlen für den finanziellen Erfolg der Gesellschaft. Monatlich erfolgen hierzu neben Plan-Ist-Vergleichen auch Reportings aus dem SAP-System an die Gesellschafter. Es werden keine nichtfinanziellen Leistungsindikatoren zur primären Steuerung der Gesellschaft und somit zur Entscheidung von Managementfragen herangezogen. 3 Prognose-, Chancen- und Risikobericht3.1 Prognosebericht Durch die andauernde militärische Intervention Russlands in der Ukraine und weitere geo-politische Spannungen, halten die Lieferengpässe sowie die Kostensteigerung bei Material und Energie partiell weiter an. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie sind zwischenzeitlich weitestgehend bewältigt, sodass künftige vergleichbare Ereignisse die Wirtschaft voraussichtlich weniger stark beeinflussen würde. Das ifo Institut rechnet für Deutschland für das Jahr 2024 mit einem BIP-Wachstum von 0,6%, im Vergleich hierzu soll das durchschnittliche weltweite BIP-Wachstum bei 2,6% liegen. [Economic Experts Survey (EES) - 23. Januar 2024, ifo Institut] Wir rechnen auch weiterhin mit einer Kompensation der gestiegenen Material- und Energiekosten durch unsere Kunden. Außerdem rechnen wir mit zusätzlichen Projekten im Zusammenhang mit der Energiewende und der angestrebten Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern. Eine Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage lässt sich jedoch nicht vollständig ausschließen. Der Instandhaltungsvertrag mit unserem Hauptkunden bildet ein solides Fundament für die AMP. Darauf aufbauend soll das Dienstleistungsportfolio der AMP sukzessive ausgebaut werden. Wesentliche Änderungen in der Geschäftspolitik sind nicht geplant. Für das Geschäftsjahr 2024 sind Umsatzerlöse von TEUR 10.600 und ein EBITDA von TEUR 848 geplant. Der Lagebericht enthält zukunftsbezogene Aussagen über erwartete Entwicklungen. Diese Aussagen basieren auf aktuellen Einschätzungen der Geschäftsführung und sind naturgemäß mit Unsicherheiten behaftet. Die tatsächlich eintretenden Ergebnisse können von den hier formulierten Aussagen abweichen. 3.2 Chancenbericht Aufgrund der beiden Gesellschafter besteht die Möglichkeit, bei Personalbedarf an den Standorten Leuna oder Schkopau auf diese zugreifen zu können. Dies gibt der AMP weiterhin die Möglichkeit, bei geringerem Arbeitsaufkommen trotzdem die Auslastung hochzuhalten und in weiteren Aufgabenfeldern tätig zu werden. Grundsätzlich erwarten wir positive Entwicklungen am Standort Leuna, da künftig regional größere Investitionen und Neuansiedlungen geplant werden. Unsere hohen Qualitätsansprüche setzen wir vor allem durch interne Ablauf-, Risiko- und Qualitätskontrollen in Zusammenhang mit der Projektabwicklung sowie durch stetige Weiterbildung durch. Hierbei sehen wir gute Chancen am Markt zu bestehen. 3.3 Risikobericht3.3.1 Gesamtwirtschaftliche Risiken Deutschland verzeichnet seit Beginn der Corona-Pandemie das geringste Wachstum aller Volkswirtschaften des Euro-Raums. Zwar kam Deutschland zunächst noch vergleichsweise gut durch die Corona-Pandemie. Während der Energiekrise entwickelte sich die deutsche Wirtschaft jedoch sehr schwach. Gegenüber dem Vorjahr dürfte die Wirtschaftsleistung im aktuellen Jahr schrumpfen und im kommenden Jahr deutlich langsamer wachsen als in den 2010er-Jahren. [Quelle: Sachverständigenrat - Jahresgutachten 2023/24] Neben den allgemeinen politischen Risiken der Energieerzeugung und den beschriebenen gesamtwirtschaftlichen Risiken wird im Rahmen des Risikomanagements vor allem operativen Risiken begegnet. Die sich hieraus ergebenden Risiken werden als mittleres Risiko eingeschätzt. 3.3.2 Branchenspezifische Risiken Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft ist im Wesentlichen geprägt durch Kalkulations-, Kredit- und Ausführungsrisiken. Unsere Gesellschaft begegnet diesen Risiken, indem vor der Angebotsabgabe die Bonität des Kunden überprüft wird, vor der Angebotsfreigabe ab einem bestimmten Wert Risiko-Komitees die Angebote einer Plausibilitätsprüfung unterziehen und freigeben sowie während der Ausführungsphase regelmäßig Projektstatussitzungen stattfinden, in denen individuelle Projektrisiken besprochen und in der laufenden Projektkalkulation berücksichtigt werden. Die sich hieraus ergebenden Risiken werden als mittleres Risiko eingeschätzt. 3.3.3 Ertragsorientierte Risiken Ein wesentliches Risiko auf Unternehmensebene ist die Abhängigkeit vom Großkunden und dem weiteren Fortbestand des Instandhaltungsvertrages. Aus diesem Grund versucht die Geschäftsführung weitere Rahmenvertragspartner zu gewinnen, um auch hier das langbewährte Full Maintenance System erweitern zu können. Das Risiko der ausbleibenden Öllieferungen an unseren Endkunden ist bekannt. Die Raffinerie hat - als Reaktion auf den russischen Angriffskrieg in der Ukraine - den Bezug von russischem Öl über die Druschba-Pipeline Ende 2022 eingestellt. Erdöl aus Norwegen und dem Nahen Osten wird nun per Schiff zum Hafen Danzig (Polen) transportiert und von dort über Pipelines nach Leuna geleitet. [https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen-anhalt/halle/saalekreis/raffinerie-leuna-nicht-genuegend-erdoel-rohoel-krise] Technische Risiken werden durch ein Qualitäts- und Arbeitsschutzmanagementsystem analysiert und entsprechende gegensteuernde Maßnahmen eingeleitet. Die sich hieraus ergebenden Risiken werden als mittleres Risiko eingeschätzt. 3.3.4 Personalspezifische Risiken Dem sich aus der demographischen Entwicklung resultierende Fachkräftemangel kann sich auch die AMP nicht entziehen. Branchenüblich besteht auch ein personalspezifisches Risiko aus Fluktuation. Einem möglichen Mangel an Fachkräften wird durch verstärkte Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Unternehmensbereichen entgegengewirkt. Darüber hinaus begegnet dem die Gesellschaft im Rahmen der Akademie der Muttergesellschaft VINCI Energies Deutschland Industry & Infrastructure GmbH durch Ausbildungsprogramme und mit verstärkten Recruiting Maßnahmen. Zur Bindung der Mitarbeiter werden die Mitarbeiterbeteiligungsprogramme des VINCI Konzerns genutzt. Die sich hieraus ergebenden Risiken werden als mittleres Risiko eingeschätzt. 3.3.5 Finanzwirtschaftliche Risiken Aufgrund der stabilen Liquiditätssituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Währungsrisiken bestehen aufgrund größtenteils nationaler Beauftragungen in Euro-Valuta nicht. Die Liquiditätslage wird als gut eingeschätzt. Die sich hieraus ergebenden Risiken werden als geringes Risiko bewertet. 3.3.6 Gesamtaussage Es sind bis zum heutigen Tage keine weiteren Risiken identifiziert worden, die ein entwicklungsbeeinträchtigendes oder bestandsgefährdendes Potenzial darstellen würden, sodass die Unternehmensfortführung als gesichert angesehen werden kann. Unsere Risikoeinschätzung aus dem Geschäftsjahr 2023 gilt unverändert auch für das kommende Geschäftsjahr 2024.
Leuna, den 12.04.2024 Christian Wede Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2023A K T I V A
Handelsregister des Amtsgerichts Stendal Nummer HRB 214936 P A S S I V A
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 20231 Allgemeine InformationenDie AMP Leuna GmbH hat ihren Sitz in Leuna und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Stendal (HRB 214936) Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt. 2 Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeDie Gesellschaft ist eine kleine Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB und hat ihren Jahresabschluss nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie den ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) in den aktuellen Fassungen aufgestellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze entsprechen den handelsrechtlichen Grundsätzen. Gegenüber dem Vorjahr haben die Bilanzierungsgrundsätze keine Änderung erfahren. Die Bilanz zum 31. Dezember 2023 wurde unter teilweiser Verwendung des Jahresergebnisses gemäß § 268 Abs. 1 HGB aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Die Gesellschaft nimmt die größenabhängigen Erleichterungen für kleine Kapitalgesellschaften nach § 274a HGB und § 288 Abs. 1 HGB teilweise in Anspruch. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. 2.1 Anlagevermögen Die Bewertung des Anlagevermögens erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen. Soweit notwendig erfolgen außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung, wenn die beizulegenden Werte einzelner Gegenstände des Sachanlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten. Stellt sich in späteren Geschäftsjahren heraus, dass die Gründe dafür nicht mehr bestehen, so wird der Betrag dieser Abschreibung im Umfang der Werterhöhung bis höchstens zu den fortgeführten Anschaffungskosten zugeschrieben. Zinsen werden nicht aktiviert. Das Anlagevermögen wird entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Bei den immateriellen Vermögensgegenständen handelte es sich um Software, die linear über einen Zeitraum von drei Jahren abgeschrieben wurde. Das Sachanlagevermögen wird linear über die folgenden Nutzungsdauern abgeschrieben:
Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800 werden im Jahr des Zugangs sofort abgeschrieben und als Abgang erfasst. 2.2 Umlaufvermögen Die unfertigen Leistungen (Projekte in Arbeit) werden zu Herstellungskosten angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen direkte Kosten sowie Fertigungs- und Materialgemeinkosten und angemessene Teile des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst wird. Vertriebskosten, Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Drohende Verluste von Projekten werden zunächst von den unfertigen Leistungen aktivisch abgesetzt. Für darüberhinausgehende erwartete Verluste werden Rückstellungen gebildet. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Dabei werden erkennbare Einzelrisiken und Risiken aus überfälligen Forderungen durch Wertberichtigungen angemessen berücksichtigt. Zur Berücksichtigung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung gebildet. Die liquiden Mittel (Kassenbestände und Bankguthaben) der Gesellschaft werden zum Nominalwert angesetzt. 2.3 Rechnungsabgrenzungsposten Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Der Ansatz erfolgt zum Nennwert. 2.4 Eigenkapital Das gezeichnete Kapital und die Gewinnrücklagen sind zum Nennwert bilanziert. 2.5 Rückstellungen Die Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt, um alle am Bilanzstichtag erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken. Bei der Rückstellungsbewertung werden zukünftige Preis- und Kostensteigerungen mit einbezogen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen nicht. 2.6 Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. 3 Erläuterungen zur Bilanz3.1 Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) ersichtlich. 3.2 Vorräte Bei den unfertigen Leistungen handelt es sich im Wesentlichen um noch nicht abgerechnete Projektleistungen aus Ingenieurs- und Konstruktionstätigkeiten. 3.3 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die ausgewiesenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen wie im Vorjahr ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Bei den Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, handelt es sich ausschließlich um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Diese bestehen gegen Gesellschafter. 3.4 Eigenkapital Das gezeichnete Kapital beträgt, wie im Vorjahr, TEUR 200. Es ist vollständig eingezahlt. Die Anteile an der Gesellschaft werden zum 31. Dezember 2023 wie folgt gehalten:
Die anderen Gewinnrücklagen haben sich im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert. Der Jahresüberschuss des Vorjahres (TEUR 1.041) ist vollständig an die Gesellschafter auszuschütten; in Höhe von TEUR 1.020 ist die Ausschüttung im Geschäftsjahr bereits erfolgt. Vom Jahresüberschuss des Geschäftsjahres (TEUR 1.009) sind gemäß Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 27. Dezember 2023 TEUR 857 auszuschütten, wovon bis zum 31. Dezember 2023 bereits TEUR 429 ausgezahlt wurden. Der noch nicht verwendete Restbetrag in Höhe von TEUR 152 wird als Bilanzgewinn ausgewiesen. 3.5 Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 491 (i. Vj. TEUR 1) umfassen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 42 (i.Vj. TEUR 1) und Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter VINCI in Höhe von TEUR 449 (i. Vj. TEUR 0) aus Gewinnausschüttungsverpflichtungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen, wie im Vorjahr, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber dem Gesellschafter Weber. 4 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung4.1 Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse entfallen auf das Instandhaltungs- und das Projektgeschäft sowie auf sonstige Erlöse. Alle Erlöse wurden, wie im Vorjahr, ausschließlich im Inland erzielt. 4.2 Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen TEUR 62 (i. Vj. TEUR 510) erfasst. 4.3 Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten als größten Posten die Konzernumlagen mit TEUR 605 (i. Vj. TEUR 339). 4.4 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen mit TEUR 214 die Körperschaftsteuer (i. Vj. TEUR 233) sowie mit TEUR 166 die Gewerbesteuer (i. Vj. TEUR 181). 5 Sonstige Erläuterungen und Angaben5.1 Durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer Die Gesellschaft beschäftigte im Durchschnitt des Geschäftsjahres 99 Mitarbeiter (i. Vj. 91), davon 19 Angestellte (i. Vj. 16) und 80 gewerbliche Arbeitnehmer (i. Vj. 75). Im Jahr 2023 waren keine Auszubildenden beschäftigt (i. Vj. 7 gewerbliche). 5.2 Geschäftsführung Der Geschäftsführung gehört an:
Auf die Angabe der Geschäftsführervergütung wird in Anwendung von § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 5.3 Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Ende des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten.
Leuna, den 12.04.2024 Christian
Wede
Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr 2023
Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 13.05.2024 festgestellt. |
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