WET Wohnpark am Europaweg Travemünde GmbH
Selbe AdresseKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Hanna Nari Kahle seit 8.7.2025 | Geschäftsführer |
Felix Godehard Ulrich Hettlage seit 1.7.2024 | Prokura |
Simon Lorenz seit 24.8.2023 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
heyconnect GmbHHamburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023A. Grundlagen der GesellschaftGeschäftsmodell und UnternehmensstrukturDie heyconnect GmbH, Hamburg, (nachfolgend auch „heyconnect“ oder „Gesellschaft“ genannt) erbringt für ihre Kunden - Hersteller und Händler von Waren unterschiedlichster Art (nachfolgend auch „Partner“ genannt) - umfassende Dienstleistungen im Bereich des Online-Handels. Dazu bindet heyconnect ihre Partner mit ihren Marken technologisch an europaweit verkaufende Online-Marktplätze an und kümmert sich insbesondere um Logistik, marktplatzkonforme Erstellung und Verwaltung von Inhalten sowie Marktplatzmarketing. Des Weiteren war heyconnect bis Herbst 2022 selbst im Online-Handel tätig und verkaufte Markenkleidung auf Online-Marktplätzen. Seit Februar 2020 ist die FIEGE Logistik Stiftung & Co. KG, Greven, (nachfolgend auch „FIEGE“ genannt) an heyconnect beteiligt und hat zwischenzeitlich ihren Anteil auf 100 % erhöht. FIEGE ist eine im Münsterland ansässige, international führende Logistik-Unternehmensgruppe mit Geschäftsaktivitäten in den Bereichen Kontraktlogistik, Digital Services, Real Estate und Ventures. heyconnect ist unterdessen in die FIEGE-Gruppe auch operativ durch Nutzung von Ressourcen hinsichtlich Verwaltung und Logistik eingebunden. Forschung und EntwicklungDie Gesellschaft ist nicht im Bereich der Forschung tätig. B. WirtschaftsberichtEntwicklung der Gesamtwirtschaft und branchenbezogene RahmenbedingungenDie Weltwirtschaft war im Jahr 2023 weiterhin von den Herausforderungen der letzten Jahre geprägt und erholte sich nur langsam von den Folgen der Pandemie, dem Ukraine-Krieg und der hohen Inflation. Trotz der kriegsbedingten Störungen auf den Energie- und Lebensmittelmärkten und der Verschärfung der weltweiten monetären Bedingungen zur Bekämpfung der hohen Inflation hat sich die Weltwirtschaft zwar verlangsamt, ist aber nicht zum Stillstand gekommen. Die globale Wirtschaftstätigkeit hat die letzten Jahre ihren Tiefpunkt erreicht. Die Volkswirtschaften sind mit steigenden Preisen für Energie und Rohstoffe konfrontiert gewesen, was den Inflationsdruck weiter erhöht hat.[1] Im Verlauf des Jahres 2023 haben sich die negativen Einflüsse abgeschwächt, was zu einer Stabilisierung der globalen Wirtschaft geführt hat. Die Rohstoffpreise, insbesondere für Energie, sind deutlich gesunken, was zu einer Senkung der Inflation geführt hat. Dies wiederum hat zu einem Anstieg der Reallöhne und zu einer Reduzierung von Lieferengpässen geführt, die zuvor die wirtschaftliche Aktivität beeinträchtigt hatten.[2] Die Zentralbanken der Industrieländer haben die Zinssätze im Jahr 2022 und 2023 zunächst stark erhöht, zum letzten Quartal des Jahres 2023 wurden keine weiteren Erhöhungen vorgenommen. Zentralbanken der Industrieländer waren bemüht, eine ausgewogene Geldpolitik zu schaffen, um sowohl die Preisstabilität als auch das Wirtschaftswachstum sicherzustellen.[3] Die Inflation hat sich hartnäckig gehalten, ging aber allmählich deutlich zurück. Die Inflationsrate weltweit lag 2023 bei 6,88%.[4] Im ersten Quartal des Jahres hatte die Weltwirtschaft deutlich an Fahrt aufgenommen, die globale Produktion war mit einer Erhöhung von 0,8 % auf dem höchsten Stand seit 2021. Im zweiten Quartal verlor sie wieder etwas an Schwung. Sowohl die Produktion in den Industrieländern als auch in den Schwellenländern nahm leicht ab.[5] Wie auch in den letzten Jahren sind insbesondere das verarbeitende Gewerbe, der internationale Warenhandel und die Rohstoffpreise erheblichen negativen Einflüssen ausgesetzt gewesen. Sowohl das verarbeitende Gewerbe als auch die Dienstleistungsbranche litten unter der schwachen Nachfrage.[6] Die weltweite Produktion zeichnete zu Jahresbeginn 2023 einen Anstieg ab, verlor aber im Laufe des Jahres an Schwung. Das Wachstum lag bei 3,1 % und mit 0,1 Prozentpunkten knapp unter dem Wert des Jahres 2022, jedoch über dem im Frühjahr prognostizierten Wert.[7] Trotz dieser positiven Entwicklung ergaben sich weiterhin globale Unsicherheiten in Bezug auf Handelskonflikte und geopolitische Spannungen. Zudem belasteten die angespannten globalen Finanzbedingungen und die niedrige Nachfrage das Wachstum sowohl in den Schwellen- als auch in den Entwicklungsländern.[8] Insgesamt zeigte die wirtschaftliche Lage im Jahr 2023 eine umsichtige Politik, die auf die Bewältigung von Herausforderungen der letzten Jahre und gleichzeitig auf ein nachhaltiges und ausgewogenes Wirtschaftswachstum abzielte.[9] Im Euroraum spiegelte sich die globale wirtschaftliche Situation wider, die von einer allmählichen Erholung und einer gewissen Stabilisierung geprägt war. Wie in anderen Teilen der Welt hatte der Euroraum mit den Herausforderungen der Pandemie, geopolitischen Spannungen und einer anhaltenden Inflationsdynamik zu kämpfen. Im zweiten Halbjahr 2023 verzeichnete die Wirtschaft des Euroraums einen Rückgang. Diese Entwicklung wurde durch eine verringerte Nachfrage aus dem Ausland und verschärfte Finanzierungsbedingungen verstärkt. Zwar gab es Anzeichen für eine moderate Erholung, die jedoch von einer Reihe von Faktoren gedämpft wurde. Die Rückkehr zu Wachstumsniveaus vor der Pandemie verlief langsam, da die Region weiterhin mit den Auswirkungen von Preisvolatilität, einer gedämpften Nachfrage und geopolitischen Unsicherheiten konfrontiert war. Die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) hat eine wichtige Rolle gespielt, um die Stabilität zu gewährleisten und das Wirtschaftswachstum zu unterstützen. Die Zinserhöhungen haben dazu beigetragen, die Inflation einzudämmen, aber haben auch die wirtschaftliche Aktivität vorübergehend gedämpft.[10] In den letzten Jahren war das rasante Wachstum des E-Commerce-Sektors ein bedeutender Faktor für das Wachstumspotenzial im europäischen Kontraktlogistikmarkt. Seit dem Jahr 2022 ist ein Rückgang der E-Commerce-Geschäfte zu sehen. Der Anstieg, den der E-Commerce während der Pandemie und den damit einhergehenden Schließungen erlebte, hat mittlerweile nachgelassen. Die Bedeutung des Onlinehandels im Kontraktlogistikbereich nimmt jedoch nicht ab. Zwar zeigen die aktuellen, konjunkturbedingten Einflüsse Einbußen in den Umsätzen des E-Commerce Bereiches jedoch zeigen die Prognosen, dass dieser Sektor auch in Zukunft eine wesentliche treibende Kraft sein wird.[11] Insbesondere die starke Inflation führte auch im Jahr 2023 zu einer deutlichen Konsumzurückhaltung der Verbraucher, was sich u.a. in sinkender Nachfrage nach Bekleidung und steigenden Rücksendequoten auf den Online-Marktplätzen bemerkbar machte; dies hatte negativen Einfluss auf das Kerngeschäft von heyconnect. Geschäftsverlauf der GesellschaftDas Geschäftsjahr 2023 war für heyconnect in Bezug auf die gesetzten Ziele in den Bereichen Unternehmenswachstum und Rentabilität ein Rückschritt im Vergleich zu den vorherigen Jahren. Der Bruttowarenwert („Gross Market Value“ / GMV) der über heyconnect an den Online-Marktplätzen verkauften Waren ist im Jahr 2023 von gemäß Lagebericht 2022 TEUR 154.352 auf TEUR 119.700 um -22,4 % und die Umsatzerlöse von EUR 27,7 Mio. im Jahr 2022 auf EUR 21,0 Mio. im Jahr 2023 gesunken. Weiterhin rückläufige Margen auf den Online-Plattformen führten zu einer weiteren Schmälerung des Rohertrags. Unter Berücksichtigung der hohen laufenden betrieblichen Kosten und außergewöhnlichen Effekte, auch aus Forderungsverlusten schloss das Geschäftsjahr 2023 mit einem Jahresfehlbetrag von TEUR 9.522 (Vj.: TEUR 3.558). Im ersten Halbjahr 2023 erfolgte die Schließung des eigenen Lagerbetriebs der heyconnect und die Integration der Logistik und teilweise Verwaltung in den FIEGE-Konzern. Seit Mai 2023 werden die Warehousing-Dienstleistungen über den FIEGE Standort in Brieselang abgewickelt. Das geplante Kundenwachstum und die im Vorjahr begonnenen Maßnahmen der Steigerung der Profitabilität konnte insbesondere auch vor dem Hintergrund der schwachen Branchenentwicklung nicht erreicht werden. Infolgedessen erfolgte innerhalb des Geschäftsjahres 2023 eine umfassende Analyse des Kundenportfolios und eine strategische Neuorientierung, durch welche die Geschäftstätigkeit auf operativ profitable Kunden begrenzt worden ist. Zum Ende des Jahres 2023 wurden zahlreiche nicht profitable Kundenbeziehungen gekündigt. Insgesamt bestanden zum Geschäftsjahresende 2023 noch 25 ungekündigte Kundenbeziehungen. Einhergehend mit der Reduzierung des Geschäftsvolumens erfolgten Planungen zur Reduzierung der Mitarbeiterkapazitäten. Während über den Verlauf des Geschäftsjahres keine Nachbesetzung von offenen Stellen stattgefunden hat, wurde zum Jahresende ein umfassender Restrukturierungsbeschluss zur Reduzierung auf 36 Mitarbeiter gefasst (-51% ggü. Vorjahr). Vor diesem Hintergrund wurde am 20. Januar 2024 eine Massenentlassungsanzeige gemeldet und im weiteren Verlauf den betroffenen Mitarbeitenden mit Wirkung zum Ablauf des 30. April 2024 betriebsbedingt gekündigt. Neben dem Kapazitätsabbau in den operativen Bereichen des Product Data Managements, dem Customer Success Management sowie dem Marktplatzmanagement erfolgt die Restrukturierung durch die stärkere Integration von back-office Prozessen in die Fiege Gruppe. Dies gilt insbesondere für die Bereiche IT, Business Administration und Customer Service. Vor dem Hintergrund der angestrebten Restrukturierung sowie der strategischen Neu-Orientierung wurde Dr. Tobias Bollmann am 11. Dezember2023 zum Geschäftsführer bestellt. Die Finanzierung über Gesellschafterdarlehen belief sich per 31. Dezember 2023 seitens der Minderheitsgesellschafterin, der Fineas GmbH, Hamburg, auf TEUR 657 und auf weitere TEUR 10.320 seitens der FIEGE-Gruppe; zudem wurde heyconnect in den Cash Pool der FIEGE-Gruppe einbezogen. Die 2022 im Rahmen eines Post-Merger-Integration-Projekts angestrebte engere operative Verzahnung von heyconnect mit FIEGE u.a. in der Logistik und Buchhaltung mit dem Ziel, Prozessabläufe effizienter und somit kostengünstiger zu gestalten, ist in 2023 weitergeführt und teilweise bereits umgesetzt worden. Durch den Zugriff auf Ressourcen der FIEGE-Gruppe ist es heyconnect nun möglich, von den Größenvorteilen eines Großunternehmens zu profitieren und sich zugleich Flexibilität und Adaptionsfähigkeit zu bewahren. Darstellung der Vermögens-, Finanz- und ErtragslageVermögenslage und Kapitalstruktur
Im Geschäftsjahr 2023 musste die operative Geschäftstätigkeit aufgrund der defizitären Entwicklung im Wesentlichen durch Zuführung liquider Mittel aus der FIEGE-Gruppe sichergestellt werden. Durch die negative operative Geschäftstätigkeit im Jahr 2023 erhöhte sich der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag um 93,9 % gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 19.659. Die Gesellschaft ist bilanziell überschuldet. In Bezug auf die Unternehmensfortführung verweisen wir auf die Ausführungen im Anhang und im Abschnitt D. „Chancen- und Risikobericht“ dieses Lageberichts. Ertragslage
Insbesondere aufgrund der schwachen Branchenentwicklung und des Wegfalls des Eigengeschäfts sowie einzelner Kunden sind die Umsatzerlöse und die Gesamtleistung im Vergleich zum Vorjahr um fast 1⁄4 zurückgegangen. Der Materialaufwand in demgegenüber um 17,4 % gesunken. Der unterproportionale Rückgang ist im Wesentlichen zum einem auf höhere Provisionsaufwendungen der Plattformen und zum anderen auf veränderte Kostenstrukturen durch die Schließung des eigenen Lagers und der Übernahme von Logistikleistungen durch die FIEGE-Gruppe zurückzuführen. Der Rückgang der Personalaufwendungen ist ebenfalls auf die Schließung des eigenen Lagers und der damit verbundenen Mitarbeiterentlassungen zurückzuführen. Des Weiteren nahm der sonstige betriebliche Aufwand überproportional um mehr als 100 % gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 5.676 zu - insbesondere aufgrund erheblicher Maßnahmen im Restrukturierungsbereich sowie aufgrund erforderlicher Abwertungen von Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen. Die Aufnahme weiterer Gesellschafterdarlehen zur Bedienung kurzfristig fälliger Verbindlichkeiten führte zu einem Anstieg des Zinsaufwands um 78,0 % von TEUR 558 im Jahr 2022 auf TEUR 993 im Jahr 2023. Im Geschäftsjahr war mit TEUR -9.522 ein deutlich schlechteres Jahresergebnis im Vergleich zum Vorjahr (TEUR -3.588) zu verzeichnen. Finanzlage
Der Finanzmittelfonds setzt sich wie folgt zusammen:
Der aus der negativen Geschäftsentwicklung resultierende negative operative Cashflow wurde größtenteils durch die Stundung von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Konzerngesellschaften sowie durch neue Gesellschafterdarlehen kompensiert. Die Bezüglich der Cash-Pool-Verbindlichkeiten bestand darüber hinaus eine Beibehaltungsgarantie durch die Gesellschafterin. Durch die zusätzliche Bereitstellung finanzieller Mittel seitens des Gesellschafters FIEGE war heyconnect während des Geschäftsjahres 2023 in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. In Bezug auf die Unternehmensfortführung verweisen wir auf die Ausführungen im Anhang und im Abschnitt D. „Chancen- und Risikobericht“ dieses Lageberichts. GesamtaussageBei summarischer Betrachtung hat heyconnect im Geschäftsjahr 2023 ihre Umsätze im Vergleich zum Vorjahr reduziert. Zudem ist ein erheblich defizitäres Ergebnis erzielt worden, da den in der Vergangenheit getätigten IT-Investitionen und den aufgebauten Personalkapazitäten keine entsprechenden Umsätze gegenübergestellt werden konnten. Darüber hinaus sind erhebliche Forderungsausfälle zu verzeichnen gewesen. Nachdem für das Geschäftsjahr 2023 ursprünglich ein deutlich steigender Umsatz EUR 35,0 Mio. und ein Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 2,3 geplant gewesen war, wurden die Erwartungen deutlich verfehlt. Das geplante Kundenwachstum ist nicht eingetreten. Zugleich verschlechterte sich die bereits zuvor angespannte Liquiditätssituation im Jahr 2023 weiter, sodass heyconnect auf weitere liquide Mittel seitens des Gesellschafters FIEGE angewiesen war, um die Zahlungsfähigkeit aufrecht zu erhalten und die Unternehmenstätigkeit fortführen zu können. Vor diesem Hintergrund verlief das Geschäftsjahr 2023 nicht zufriedenstellend. Es sind bereits zum Ende des Geschäftsjahres entsprechende Maßnahmen ergriffen worden, um die finanzielle Situation in 2024 zu stabilisieren und die Grundlage für zukünftiges Unternehmenswachstum zu legen. C. Prognoseberichtheyconnect hat umfassende Maßnahmen ergriffen, um das Geschäft mit den verbleibenden 25 Bestandskunden auszubauen. Dazu gehören insbesondere ein definierter Maßnahmenkatalog des aktiven Marktplatzmanagements (inkl. Retail Media Kampagnen) sowie eine Organisationsumstellung zur Sicherstellung einer engen Kundenbetreuung. Darüber hinaus sollen im zweiten Halbjahr Neukunden angesprochen werden. Im Fokus steht hierbei neben einem aktiven Vertrieb u.a. durch Nutzung des Netzwerks von FIEGE auch die Entwicklung neuer Warengruppen. Das Geschäftsjahr 2024 wird auf Basis der im Rahmen des Restrukturierungsprogrammes eingeleiteten Maßnahmen zur Profitabilitätsverbesserung mit einem Umsatz von EUR 10,8 Mio. und einem weiterhin negativen Ergebnis von EUR -3,8 Mio. abgeschlossen werden. Die wirtschaftlichen und geopolitischen Unsicherheiten führen zu Konsumzurückhaltung in dem für heyconnect bedeutenden Bekleidungsgeschäft. Daher wird heyconnect weiter den Plan der Branchenneuausrichtung verfolgen. Zu diesem Zweck wird das aktive Marktplatz-Portfolio der heyconnect in Richtung generalistischer und internationaler Marktplätze ausgeweitet. Darüber hinaus wird der Start von TikTok Shop in Deutschland eine weitere Möglichkeit darstellen, neue Kundenumsätze zu generieren. Für das Geschäftsjahr 2025 rechnet die Geschäftsführung auf Basis bereits neu abgeschlossener und in Verhandlungen befindlicher Verträge mit Neukunden -insbesondere im Bereich Social Commerce - mit einem Umsatz von TEUR 11.979 bei einem weiterhin negativen Jahresergebnis von TEUR 1.798. Nach dem Bilanzstichtag sind analog zu den Planungen für 2025 bereits unterschiedliche Neukundengeschäfte vereinbart worden. So konnten Kundenverträge in den Branchen Fashion, Kosmetik und Elektronik abgeschlossen werden. Für den Start der neuen Plattform TikTok Shop konnte die Gesellschaft darüber hinaus den Status als Service Partner erlangen, wodurch der Einstieg in das Geschäftsfeld des "Social Commerce" vollzogen wird und neue Kundensegmente erschlossen werden. Durch die internationale Ausrichtung und die strengen Regularien von TikTok Shop benötigen zahlreiche Marken einen Partner in der Funktion als „Merchant of Record“ sowie eine belastbare Supply Chain. Für das angestrebte Unternehmenswachstum wird weitgehend mit den aktuellen Personalkapazitäten geplant. In einzelnen Abteilungen werden im Anschluss an die erfolgte Restrukturierung wieder Kapazitäten aufgebaut, die Personalaufwandsquote kann durch Prozessverbesserungen insbesondere in den Bereichen Product Data Management und dem Customer Success Management jedoch nachhaltig für die kommenden Jahre gesenkt werden. D. Chancen- und RisikoberichtDie in den Vorjahren vorangetriebene Digitalisierung und Automatisierung von Geschäftsprozessen und Entwicklung eigener Softwareprodukte wurde im Jahr 2023 nach signifikanten Investitionen eingestellt, da sich die erhofften Erlösströme und Effizienzsteigerungen nicht haben realisieren lassen und auch zukünftig nicht realistisch erscheinen. Die strategische Neuorientierung beendet den Ansatz des „Self Service“, welcher insbesondere auf kleine Kunden ausgerichtet gewesen ist. Seit 2024 sind partnerschaftliche Geschäftsbeziehungen mit Kunden kritischer Größe (>= TEUR 1.500 Nettoumsatz p.a.) die Grundlage bei der Zielkundenansprache. heyconnect hat sich trotz der wirtschaftlichen Rückschläge in den vergangenen Jahren als sog. Marktplatz-Aggregator mit Spezialisierung auf die Bekleidungs- bzw. Fashion-Branche etabliert; diese Konzentration im Kundenportfolio impliziert eine hohe Branchenabhängigkeit. Im Jahr 2024 waren negative Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine und weiterhin Kaufzurückhaltung der Endkunden aufgrund hoher Inflation sowie nach wie vor hohen Rücksendequoten im Online-Fashion-Handel zu verzeichnen. Dies führte zu einer Belastung der Wachstumschancen mit Bestandskunden im Fashion-Segment. Bei Kostensteigerungen besteht das Risiko negativer Ergebnisauswirkungen. Um diesen geschäftsinhärenten Risiken zu begegnen, wurden im Zuge des Restrukturierungsprojekts verschiedene Maßnahmen ergriffen, wozu neben der Veränderung der Zielkundendefinition insbesondere eine Produktstrategie, die Umstellung des Vergütungsmodells, die Integration und Vereinfachung des IT-Systems sowie ein branchenübergreifender Vertrieb zur Gewinnung neuer Kunden u.a. durch Nutzung des Netzwerks von FIEGE sowie die Entwicklung neuer Warengruppen gehören. Nach erfolgter Restrukturierung des Kundenportfolios und Anpassung der Mitarbeiterkapazitäten erfordert eine erfolgreiche Restrukturierung der Gesellschaft den Abschluss von Neugeschäft. Die Planungen gehen hierbei von einem Umsatzwachstum durch Neugeschäft mit etablierten Fashion-Anbietern kritischer Größe, sowie durch die Erschließung neuer Kundensegmente im Bereich Social Commerce aus. Planungen sind naturgemäß mit Unsicherheiten behaftet. Es bestehen diesbezüglich bestandsgefährdende Risiken, sollten die auf Grundlage der laufenden Kundenakquisitionen basierenden Pläne verfehlt werden, ist die Gesellschaft auf weitere Finanzierungsmaßnahmen der Muttergesellschaft angewiesen. Bestandsgefährdende Risiken / Planverfehlung / Gesellschaftermittel Die Bilanz der Gesellschaft weist zum 31. Dezember 2023 durch aufgelaufene und mit entsprechenden Zahlungsmittelabflüssen verbundenen Verlusten einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag von TEUR 19.659 (Vj.: TEUR 10.137) aus. Der Ausweis des nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrags in Höhe von TEUR 19.659 ergab sich unter Berücksichtigung des Jahresfehlbetrags von TEUR -9.522 und des nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrags zu Beginn des Geschäftsjahres. Ein buchmäßiger Fehlbetrag ist grundsätzlich nicht geeignet, eine Überschuldung der Gesellschaft i.S.d. InsO festzustellen. Vielmehr kommt es darauf an, ob eine positive Fortbestehensprognose gegeben und insoweit eine Fortführung des Unternehmens in den nächsten 12 Monaten nach den Umständen überwiegend wahrscheinlich ist. Die hierzu erforderliche Fähigkeit, die fälligen bzw. fällig werdenden Verbindlichkeiten erfüllen zu können, ist anhand eines dokumentierten Ertrags- und Liquiditätsplans, eines Unternehmens- bzw. Restrukturierungskonzepts sowie des Fortführungswillens der Geschäftsführung und der Gesellschafter zu beurteilen. Vor diesem Hintergrund ist zu konstatieren, dass die von der Geschäftsführung der heyconnect erstellte und von der Fiege Logistik Stiftung & Co. KG am 25. Juni 2026 genehmigte Mittelfristplanung vom 17. Juni 2025 für den Zeitraum bis 30. Juni 2026, in der weitere zahlungswirksame Verluste - zumindest in den Jahren 2025 und 2026 - prognostiziert werden, zur Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs die Ausreichung weiterer Darlehen aus der FIEGE-Gruppe in Höhe von TEUR 1.500 per Anfang Juli 2025 berücksichtigt. Damit belaufen sich die seitens Fiege Logistik Stiftung & Co. KG als Gesellschafterin an heyconnect bis zum Aufstellungszeitpunkt des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2024 und dieses Lageberichts gewährten Darlehen nunmehr auf insgesamt TEUR 15.927 und das von der Fiege International Contract Logistics GmbH auf TEUR 1.500. In Bezug auf die in Höhe von TEUR 15.927 gewährten Darlehen hat die Fiege Logistik Stiftung & Co. KG einen sog. qualifizierten Rangrücktritt dahingehend erklärt, dass die Darlehensgeberin hinsichtlich aller Ansprüche gegen heyconnect, einschließlich solcher auf Tilgung und Verzinsung gegenüber allen Forderungen anderer gegenwärtiger und künftiger Gläubiger in dem Umfang und so lange zurücktritt, wie es zur Vermeidung einer Insolvenzreife der Gesellschaft erforderlich ist. Darüber hinaus erklärte FIEGE, dass die zuvor bezeichneten Ansprüche nur nachrangig nach allen anderen Gläubigern im Rang des § 39 Abs. 1 InsO aus künftigen Gewinnen, einem Liquidationsüberschuss oder sonstigem freien Vermögen der Gesellschaft geltend gemacht werden. Überdies haben heyconnect und drei Unternehmen der FIEGE-Gruppe im Hinblick auf deren Forderungen gegen heyconnect aus Logistik-Leistungen im Zeitraum vom 1. Januar 2022 bis 31. Januar 2025 in Höhe von insgesamt TEUR 8.352 eine Stundung bis zum Ablauf des 30. November 2026 vereinbart. Die von der Geschäftsführung der heyconnect in enger laufender Abstimmung mit den Gesellschaftern im Rahmen des im Jahr 2023 begonnenen Restrukturierungsprojekts ergriffenen Maßnahmen im Bereich des Personalabbaus kann als abgeschlossen angesehen werden. Die im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres 2024 eingeleiteten Maßnahmen der Neukundengewinnung zeigen bereits positive Entwicklungen, insbesondere in den gewählten Fokusbereichen der Branchenerweiterung und im Social Commerce. Bei summarischer Betrachtung ist heyconnect unter Berücksichtigung der vorstehend beschriebenen Liquiditätssicherungsmaßnahmen seitens FIEGE gemäß Liquiditätsplanung bis zum Ablauf des 30. Juni 2026 mit überwiegender Wahrscheinlichkeit in der Lage, die fälligen bzw. fällig werdenden Verbindlichkeiten zu erfüllen. Angesichts der gesellschafterseitig freigegebenen Mittelfristplanung bis zum 30. Juni 2026 dokumentierten Fortführungswillens der Geschäftsführung und der Gesellschafter von heyconnect, der erfolgten Darlehensgewährungen, der Ertrags- und Liquiditätsplanung, sowie der erfolgten Stundungsvereinbarungen ist von einer angemessenen finanziellen Ausstattung der Gesellschaft zur Vermeidung der insolvenzrechtlichen Folgen der bilanziellen Überschuldung auszugehen. Die Fortführung des Unternehmens und dessen Zahlungsfähigkeit sind in den kommenden 12 Monaten nach Lage der Dinge überwiegend wahrscheinlich. Trotz der vorstehend beschriebenen Liquiditätssicherungsmaßnahmen befindet sich heyconnect weiterhin in einer angespannten Liquiditätssituation. Zur Begleichung fälliger Verbindlichkeiten, zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit und damit zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit ist die Gesellschaft auf die gewährten Darlehen und Stundungen angewiesen. Zugleich besteht angesichts der geschilderten Rahmenbedingungen eine Prognose-Unsicherheit; bei Nichterreichen der Ziele gemäß Ertrags- und Liquiditätsplanung wäre heyconnect auf weitere finanzielle Mittel angewiesen. Insoweit besteht eine wesentliche Unsicherheit hinsichtlich der Fortführung der Unternehmenstätigkeit und mithin ein bestandsgefährdendes Risiko.
Hamburg, den 30. Juni 2025 Geschäftsführung Dr. Tobias Bollmann Dr. Nari Kahle [1] Vgl. Weltbank (2023): Global Economic Prospect, S. 3; EZB (2023): Wirtschaftsbericht 07, S.8. [2] Vgl. IfW Kiel (2023): Kieler Konjunkturbericht, Nr. 109, S. 6. [3] Vgl. RWI (2023): Konjunkturbericht, S.12; EZB (2023): Wirtschaftsbericht 07, S.3. [4] Vgl. https://de.statista.com/statistik/daten/studie/248024/umfrage/inflationsrate-weltweit/ [5] Vgl. IfW Kiel (2023): Kieler Konjunkturbericht, Nr.105, S.2-3. [6] Vgl. Ifo (2023): Schnelldienst Sonderausgabe Dezember, S.8, 22&23. [7] Vgl. IfW Kiel (2023): Kieler Konjunkturbericht, Nr. 109, S. 6. [8] Vgl. IfW Kiel (2023): Kieler Konjunkturbericht, Nr. 109, S. 6; Vgl. IfW Kiel (2023): Kieler Konjunkturbericht, Nr. 103, S. 3; Weltbank (2023): Global Economic Prospect, S. 3. [9] Vgl. IfW Kiel (2023): Kieler Konjunkturbericht, ,Nr. 109, S. 6. [10] Vgl. RWI (2023): Konjunkturbericht, S.10-12, 20-21; IfW Kiel (2023): Kieler Konjunkturbericht, Nr. 106, S.3-4; EZB (2023): Eurosystem staff macroeconmoic projections for the euro area, S.3-4. [11] Vgl. Robrecht (2022): Starker Rückgang im deutschen E-Commerce- die Entwicklung der Branche in 2022; Bulwiengesa (2023): Logistik und Immobilien 2023, S. 18 & 82. Bilanz zum 31.12.2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023A. Allgemeine Angaben Die heyconnect GmbH hat ihren Sitz in Hamburg und ist beim Amtsgericht Hamburg im Handelsregister unter der Registernummer HRB 121593 eingetragen. Der Jahresabschluss der heyconnect GmbH, Hamburg, zum 31. Dezember 2023 wurde auf Grundlage der Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet. Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB auf. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke in diesem Anhang gemacht. Einzelne Posten in der Bilanz (Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern, sonstige Verbindlichkeiten) wurden zum 31. Dezember 2023 an die Bilanzstruktur des Mutterunternehmens angepasst (Ausweisänderungen). Zur Herstellung der Vergleichbarkeit wurden die Vorjahreszahlen entsprechend verändert und in diesem Anhang erläutert. Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt. Die Gesellschaft weist zum 31. Dezember 2023 einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag von TEUR 19.659 (Vj.: TEUR 10.137) aus und befindet sich trotz der im Lagebericht unter Abschnitt D. „Chancen- und Risikobericht“ dargestellten Finanzierungsmaßnahmen in einer angespannten Liquiditätssituation, die auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hindeutet, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen (bestandsgefährdendes Risiko). B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Erworbene und selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Die selbst erstellten immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind im Geschäftsjahr vollständig abgegangen. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die Anschaffungskosten selbständig nutzbarer beweglicher Vermögensgegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 800,00 wurden im Berichtsjahr voll abgeschrieben. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken zu Anschaffungskosten oder einem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet worden. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde eine pauschalierte Einzelwertberichtigung in Abhängigkeit der Altersstruktur gebildet. Uneinbringliche Forderungen werden einzelwertberichtigt. Die flüssigen Mittel wurden mit ihrem Nennwert angesetzt. Rechnungsabgrenzungsposten wurden für Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die wirtschaftlich einer bestimmten Zeit nach dem Stichtag zuzuordnen sind, gebildet. Die Rückstellungen wurden für alle ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Sie wurden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag bilanziert. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. C. Erläuterungen zur Bilanz Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Die selbsterstellten immateriellen Vermögensgegenstände sind im Geschäftsjahr in Gänze abgegangen. Es fielen im Geschäftsjahr keine Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen an. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die restlichen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig. Unter den sonstigen Vermögensgegenständen sind antizipative Forderungen von TEUR 342 (Vj.: TEUR 624) aus noch nicht eingegangenen und weiterbelasteten Retouren im Rahmen des Kommissionsgeschäfts ausgewiesen. Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen in Höhe von TEUR 6.520 (Vj.: TEUR 1.477) aus Lieferungen und Leistungen und zu TEUR 13.213 (Vj.: TEUR 12.039) aus sonstigen Verbindlichkeiten aus Darlehen und Cash-Pooling nebst aufgelaufener Zinsen. Unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind solche gegenüber (Mehrheits-)Gesellschaftern in Höhe von TEUR 16.246 ausgewiesen. Darüber hinaus sind unter den sonstigen Verbindlichkeiten solche gegenüber (Minderheits-)Gesellschaftern in Höhe von TEUR 753 ausgewiesen. Im Vorjahr erfolgte ein separater Ausweis von Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (TEUR 13.516). Ein Gesamtbetrag von TEUR 10.977 der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern ist mit einem Rangrücktritt versehen. Ein Betrag von TEUR 5.978 der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und der Gesellschafterin sind bis zum 30. November 2026 gestundet. Von den sonstigen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern ist ein Gesamtbetrag von TEUR 657 mit einem qualifizierten Rangrücktritt versehen und besichert durch Globalzession. D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 6 (Vj.: TEUR 7). Weiterhin sind Erträge aus Versicherungsentschädigungen in Höhe von TEUR 124 (Vj.: TEUR 42) enthalten. E. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beträgt TEUR 22 (i.Vj.: TEUR 24) und resultiert ausschließlich aus Mietverpflichtungen, die innerhalb eines Jahres fällig sind. Organe Geschäftsführung: - Marcel Brindöpke, Geschäftsführer „Product & Technology, Market, Customer“ (bis 8. März 2023) - Dr. Rüdiger Theiselmann, Geschäftsführer „Finance, People & Administration“ (bis 24. August 2023) - Grit Enkelmann, Geschäftsführerin „Product, Market, Customer (ab 2. Januar 2023) - Dr: Tobias Bollmann, Geschäftsführer „Services and Transformation“ (ab 11. Dezember 2023) - Dr. Nari Kahle, Geschäftsführerin „Services and Transformation“ (seit dem 23. Juni 2025) Die Angaben für die an Mitglieder der Geschäftsführung gezahlten Bezüge unterbleiben gemäß § 286 Abs. 4 HGB. Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres 2023 beschäftigten Mitarbeiter:
Nachtragsbericht Das Geschäftsjahr 2024 stand für im Zeichen der Restrukturierung der operativen Prozesse sowie der strategischen Neuausrichtung. Sowohl die aktive Beendigung von Geschäftsbeziehungen mit negativem Rohertrag, als auch die schwache Branchenentwicklung und die weiterhin hohe Inflation haben das Ergebnis weiter geschwächt. Im Rahmen der der Restrukturierung in 2024 ist auf Grundlage einer Massenentlassungsanzeige eine Reduzierung der Mitarbeiteranzahl von 86 auf 32 Mitarbeiter durchgeführt worden. Sämtliche Kündigungen konnten durch außergerichtliche Einigungen und Aufhebungsvereinbarungen geeint werden. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2024 hielt die Fiege Logistik Holding Stiftung & Co. KG noch 95,94% der Anteile an der heyconnect GmbH. Im März 2025 erhöhte die Fiege Logistik Holding Stiftung & Co. KG ihre Beteiligung an der Gesellschaft durch Anteilserwerb von Altgesellschaftern auf nunmehr 100 %. Die Finanzierung über Gesellschafterdarlehen mit Rangrücktrittvereinbarung und durch Darlehen von einem verbundenen Unternehmen wurde seitens der FIEGE-Gruppe im Zeitraum bis zur Erstellung dieses Nachtragsberichts auf insgesamt TEUR 17.427 erhöht. Überdies haben Unternehmen der FIEGE-Gruppe Forderungen gegen die heyconnect GmbH aus Logistik-Leistungen in Höhe von insgesamt TEUR 8.352 bis 30. November 2026 gestundet. Im Anschluss an das umgesetzte Restrukturierungsprogramm zur Ergebnisverbesserung durch eine signifikante Reduzierung der Mitarbeiterkapazitäten und der Beendigung von nicht-rentablen Kundenbeziehungen, ist eine vertriebliche Neuausrichtung auf den Non-Fashion Bereich sowie den Bereich Social Commerce vorgenommen worden. Die Gesellschaft gehört zu den Service Partnern der in Deutschland zum 1. April 2025 gestarteten Plattform TikTok Shop. Während des Geschäftsjahres 2024 ist die Geschäftsführung der Gesellschaft auf einen Geschäftsführer reduziert worden. Im Zuge der Restrukturierung hat Dr. Tobias Bollmann die Geschäftsführung Ende Juni 2025 an Dr. Nari Kahle übergeben.
Hamburg, den 30. Juni 2025 Geschäftsführung Dr. Tobias Bollmann Dr. Nari Kahle Der vorstehende Jahresabschluss ist am 28.07.2025 festgestellt worden. Es wurde beschlossen, den Jahresfehlbetrag auf neue Rechnung vorzutragen. Entwicklung des Anlagevermögens 2023
Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die heyconnect GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der heyconnect GmbH, Hamburg - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023, der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der heyconnect GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses geführt hat. Grundlage für das Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf Abschnitt A. im Anhang sowie die Angaben in Abschnitt D. des Lageberichts, in dem die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass durch aufgelaufene und mit entsprechenden Zahlungsmittelabflüssen verbundene Verluste ein nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag von TEUR 19.659 (Vj.: TEUR 10.137) ausgewiesen wird, sich die Gesellschaft auch künftig in einer angespannten Liquiditätssituation befindet und auf die finanzielle Unterstützung aus dem Gesellschafterkreis angewiesen ist. Auf Grundlage der von der Geschäftsführung aufgestellten Ertrags- und Liquiditätsplanung und der zum Aufstellungszeitpunkt mit der Fiege Logistik Stiftung & Co. KG, Greven, vereinbarten Liquiditätssicherungsmaßnahmen ist aus Sicht der gesetzlichen Vertreter die Fortführung des Unternehmens und dessen Zahlungsfähigkeit überwiegend wahrscheinlich. Trotz bereits vereinbarter Liquiditätssicherungsmaßnahmen befindet sich die Gesellschaft weiterhin in einer angespannten Liquiditätssituation. Die Ertrags- und Liquiditätsplanungen sind naturgemäß mit Unsicherheiten behaftet. Bei Nichterreichen der Planungen wäre die Gesellschaft zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit auf weitere finanzielle Mittel angewiesen. Die dargelegten Ereignisse und Gegebenheiten deuten auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können; gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben; beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben; ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann; beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt; beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens; führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, 30. Juni 2025 Stolze - Dr. Diers - Beermann GmbH gez. Dr. Fischbach, Wirtschaftsprüfer gez. Zelder, Wirtschaftsprüferin |
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