Leesys - Leipzig Electronic Systems GmbHLiquidiert
04329 Leipzig, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Frank Jaeger seit 8.7.2020 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Christian VonierVIERTE LQ GmbH+1 | 94.00% |
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 6.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Leesys - Leipzig Electronic Systems GmbHLeipzigJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017Lagebericht für das Geschäftsjahr 20171. Branchen- und Unternehmensumfeld Die deutsche Elektroindustrie konnte 2017 ein Rekordwachstum von 7,2 % verzeichnen (Vorjahr: 1,0%). Der Branchenumsatz der zweitgrößten Industriebranche Deutschlands stieg dabei von Mrd. EUR 179 in 2016 auf Mrd. EUR 191,2 in 2017 an. Aktuelle Prognosen bescheinigen für das Geschäftsjahr 2018 eine positive Entwicklung der Elektrobranche um weitere drei Prozent gegenüber Vorjahr. 1 Trotz der nationalen und internationalen Branchentrends konnte die Leesys GmbH im Geschäftsjahr 2017 keinen Umsatzanstieg wie in den Vorjahren verzeichnen. Der Umsatz blieb mit Mio. EUR 166,1 hinter den Absatzerwartungen und dem Vorjahresbetrag von Mio. EUR 198,6 zurück. Diese Entwicklung ist auf veränderte Absatzbedarfe der drei größten Kunden bzw. deren Endkunden zurückzuführen und unterstreicht die Notwendigkeit in der strategischen Ausrichtung des Unternehmens, neue Kunden bzw. Projekte zu gewinnen. Durch diese Ausrichtung soll die Abhängigkeit von wenigen Großkunden reduziert und der geplante Rückgang des Deckungsbeitrags kompensiert werden. 2. Unternehmensstruktur Zu den Geschäftstätigkeiten der Leesys - Leipzig Electronic Systems GmbH, im Folgenden "Leesys GmbH" oder die "Gesellschaft", gehören die Erbringung von Fertigungs-, Entwicklungs- und Logistikleistungen und die Erbringung von damit verbundenen Dienstleistungen für elektronische Produkte in den Zielbranchen Telekommunikation, Industrieelektronik, Automotive, Health Care und Smart Home. Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt EUR 25.000. An dem vorgenannten Stammkapital halten die Leesys Holding 1 GmbH (94 %) und die Leesys Holding 2 GmbH (6 %) sämtliche Geschäftsanteile. Die Gesellschaft ist mit ihrer Größe und ihrer technischen und finanziellen Ausstattung bestens aufgestellt, um bei der Produktion und Entwicklung innovativer Produkte und Dienstleistungen flexibel auf Kundenbedürfnisse reagieren zu können. Das Thema Design-to-cost aber auch Flexibilitätsmerkmale spielen auf dem internationalen Markt eine immer größere Rolle. 3. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft 3.1 Ertragslage Die Leesys GmbH erzielte im Geschäftsjahr 2017 einen Umsatz von Mio. EUR 166,1, der im Wesentlichen in den Branchen Automotive (38,1 %), Telekommunikation (30,9 %) und Industrieelektronik (27,7 %) erwirtschaftet wurde. Der Rest entfällt auf die Lieferungen und Leistungen an die verbundenen Unternehmen Telealarm Europe GmbH sowie TeleAlarm S.A. (2,9 %) im Bereich Health Care sowie Kunden im Bereich Smart Home (0,4 %). Im Vergleich zum Vorjahr ist der Umsatz von Mio. EUR 198,6 um Mio. EUR 32,5 zurückgegangen. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf die gesunkene Nachfrage der drei größten Kunden zurückzuführen, die unter anderem auf Veränderungen der Absatzbedarfe und dem starken internationalen Wettbewerbs- und Preisdruck beruhen. Aufgrund der im Geschäftsjahr 2009/2010 gestarteten und in den vergangenen Jahren stark ausgeweiteten Vertriebsaktivitäten konnte die Gesellschaft auch im Geschäftsjahr 2017 neue Kunden gewinnen, das Neukundengeschäft gegenüber dem Vorjahr stärken und damit die wirtschaftliche Abhängigkeit von den beiden Hauptabnehmern reduzieren. Diese Entwicklung blieb allerdings in 2017 mit Mio. EUR 9,0 hinter den Erwartungen und prognostizierten Umsätzen aus dem Neukundengeschäft in Höhe von Mio. EUR 21,1, vorrangig aufgrund von Verzögerungen bei der Produkteinführung, zurück. Trotz des Umsatzrückganges hatte die Gesellschaft insbesondere in den strategischen Zielbranchen einen positiven Geschäftsverlauf zu verzeichnen. So stiegen nicht nur die relativen Zuwächse im Bereich Automotive, Health Care und Smart Home, sondern auch die absoluten Umsatzzahlen im Vergleich zum Vorjahr.
Vom Gesamtumsatz für die hergestellten Produkte entfielen im vergangenen Geschäftsjahr 63,4 % auf Lieferungen und Leistungen von Mobilfunk-Datenübertragungsmodulen sowie 26,1 % auf Lieferungen von Telekommunikationsendgeräten und -systemen. Die restlichen Kunden hielten einen Umsatzanteil von 10,5 %. Der Anteil an Inlandsumsätzen sank von 96,7 % auf 95,5 %, stellt jedoch weiterhin den größten Absatzmarkt für Leesys dar. Das Bruttoergebnis vom Umsatz betrug Mio. EUR -0,01. Das Bruttoergebnis errechnet sich aus den Umsatzerlösen in Höhe von Mio. EUR 166,1 abzüglich der Umsatzkosten in Höhe von Mio. EUR 166,1. Diesem Bruttoergebnis standen Vertriebskosten in Höhe von Mio. EUR 0,6 sowie allgemeine Verwaltungskosten in Höhe von Mio. EUR 2,4 und Forschungs- und Entwicklungskosten in Höhe von Mio. EUR 0,4 sowie sonstige betriebliche Erträge von Mio. EUR 3,7 und sonstige betriebliche Aufwendungen in Höhe von Mio. EUR 3,5 gegenüber. Der Rückgang des Bruttoergebnis von Mio. EUR 3,2 im Vorjahr um Mio. EUR 3,2 ist vor allem auf die gesunkenen Umsatzerlöse zurückzuführen, deren Rückgang nicht mit Kostensenkungsmaßnahmen im selben Maße begegnet werden konnte. Dem Rückgang der Umsatzerlöse um 16,4 % steht ein Rückgang der Materialaufwendungen um 17,3 % (Mio. EUR 137,7; Vorjahr: Mio. EUR 166,6) gegenüber. Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Fremdwährungsumrechnung sowie Erträge aus der Weiterverrechnung von Fremdwährungsaufwendungen in Höhe von Mio. EUR 3,4 sowie Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens mit Rücklageanteil nach § 6b EStG in Höhe von Mio. EUR 0,2. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen Aufwendungen aus der Fremdwährungsumrechnung sowie Aufwendungen aus der Weiterverrechnung von Fremdwährungserträgen in Höhe von Mio. EUR 3,5. Die realisierten Aufwendungen und Erträge aus der Währungsumrechnung wurden zum Großteil an die Kunden weiterberechnet, die die Funktion des strategischen Einkaufs selbst verantworten. Aus diesem Grund belief sich der Währungsaufwand der Gesellschaft nach Weiterverrechnung zum Stichtag 31. Dezember 2017 auf Mio. EUR 0,08. Das Zinsergebnis aus Pensionen in Höhe von Mio. EUR -0,6 beinhaltet den Aufwand aus der Auswirkung der Rechnungszinsänderung in Höhe von Mio. EUR 0,6, den Aufwand aus der Abzinsung der Verpflichtungen in Höhe von Mio. EUR 0,5 und den Ertrag aus dem Deckungsvermögen in Höhe von Mio. EUR 0,5. Das Ergebnis vor Steuern beläuft sich auf Mio EUR -4,0 (Vorjahr: Mio. EUR 0,4). 3.2 Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme beläuft sich auf Mio. EUR 47,9 (Vorjahr: Mio. EUR 58,9). Das Anlagevermögen beträgt Mio. EUR 14,1 (Vorjahr: Mio. EUR 15,9). Darin sind die Posten Immobilienvermögen in Höhe von Mio. EUR 8,6 (Vorjahr: Mio. EUR 8,9) und Finanzanlagen (Anteile an verbundenen Unternehmen) in Höhe von Mio. EUR 0,03 (Vorjahr: Mio. EUR 0,03) enthalten. Das Vorratsvermögen beträgt Mio. EUR 12,3 (Vorjahr: Mio. EUR 13,1). Den größten Teil des Vorratsvermögens mit einem Anteil von ca. Mio. EUR 10,5 (Vorjahr: Mio. EUR 10,7) bildeten die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe (RHB). In diesem Teil des Vorratsvermögens sind unterwegs befindliche RHB von Mio. EUR 0,7 enthalten. Der Rückgang des Vorratsvermögens resultiert im Wesentlichen aus der gezielten Bedarfssteuerung und dem Controlling von Zugängen von Vorräten im vierten Quartal 2017. Die Forderungen von insgesamt Mio. EUR 13,0 (Vorjahr: Mio. EUR 28,6) bestehen im Wesentlichen in Höhe von Mio. EUR 7,6 (Vorjahr: Mio. EUR 22,6) gegen fremde Dritte aus Lieferungen und Leistungen. Der deutliche Rückgang der Forderungen steht im Zusammenhang mit der Umsatzreduzierung sowie der Erweiterung der Forderungsverkäufe. Im Rahmen von im Geschäftsjahr bestehenden abgeschlossenen Factoringverhältnissen wurden Forderungen im Wert von Mio. EUR 18,3 (Vorjahr: Mio. EUR 10,0) verkauft und werden daher nicht mehr in der Bilanz ausgewiesen. Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von Mio. EUR 3,7 (Vorjahr: Mio. EUR 4,1) bestehen im Wesentlichen aus Forderungen gegen die Factoringunternehmen in Höhe von Mio. EUR 3,6 (Vorjahr: Mio. EUR 3,8). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen umfassen Forderungen gegen die TeleAlarm S.A. sowie Telealarm Europe GmbH aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von Mio. EUR 0,5 (Vorjahr: Mio. EUR 0,6), Forderungen aus Darlehen in Höhe von Mio. EUR 0,9 (Vorjahr: Mio. EUR 0,9) und Forderungen aus Managementleistungen in Höhe von Mio. EUR 0,4 (Vorjahr: Mio. EUR 0,4). Das Bankguthaben auf den Konten der Hausbank betrug zum Stichtag Mio. EUR 6,9 (Vorjahr: Mio. EUR 0,02). Die Gesellschaft hat vom handelsrechtlichen Aktivierungswahlrecht für aktive latente Steuern im Geschäftsjahr 2015 erstmals Gebrauch gemacht und weist einen aktiven latenten Steuerposten in Höhe von Mio. EUR 1,5 (Vorjahr: Mio EUR 1,2) aufgrund von temporären Unterschieden in der Handels- und in der Steuerbilanz aus. Zum Stichtag weist die Leesys GmbH Pensionsrückstellungen in Höhe von Mio. EUR 3,6 (Vorjahr: Mio. EUR 2,9) nach Saldierung mit dem Deckungsvermögen aus. Das Deckungsvermögen wurde bis August 2017 vom Leesys Pension Trust e.V. verwaltet. Nach Prüfung der Gleichwertigkeit der CTA-Sicherung wurde die Treuhand im August 2017 an die Mercer Treuhand GmbH übertragen. Dieses übertragene Vermögen betrug zum 31. Dezember 2017 Mio. EUR 10,3 (Vorjahr: Mio. EUR 9,8) und wird wirtschaftlich dem Treugeber (Leesys GmbH) zugerechnet und somit mit den Pensionsrückstellungen (vor Saldierung: Mio. EUR 13,9) saldiert. Die sonstigen Rückstellungen belaufen sich auf Mio. EUR 2,5 (Vorjahr: Mio. EUR 1,9) und beinhalten zum größten Teil personalbezogene Rückstellungen in Höhe von Mio. EUR 1,1, eine Rückstellung für Prozesskosten in Höhe von Mio EUR 0,3, eine Rückstellung für Risiken aus Derivaten in Höhe von Mio. EUR 0,6, eine Rückstellung für Verluste aus Einkaufskontrakten in Höhe von Mio. EUR 0,2 sowie die Rückstellung für die Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen in Höhe von Mio. EUR 0,2. Die Steuerrückstellung umfasst die Rückstellung für Gewerbesteuer in Höhe von Mio. EUR 0,1 für das abgelaufene Geschäftsjahr 2017 und die Geschäftsjahre 2015 und 2016. Die Rückstellung für Körperschaftsteuer aus dem Geschäftsjahr 2016 wurde durch Verlustvorträge komplett aufgebraucht. Die Gesellschaft ist mit einem gezeichneten Kapital und einer Kapitalrücklage in Höhe von insgesamt Mio. EUR 20,8 (Vorjahr: Mio. EUR 20,8) ausgestattet. Unter Einbeziehung der Gewinnrücklagen sowie unter Berücksichtigung des Jahresfehlbetrags in Höhe von Mio. EUR 3,6 ergibt sich ein Eigenkapital für die Gesellschaft in Höhe von Mio. EUR 18,3 (Vorjahr: Mio. EUR 21,9). Bezieht man zur Berechnung der Eigenkapitalquote den Sonderposten mit Rücklageanteil (Mio. EUR 4,3; Vorjahr: Mio. EUR 4,5) ein, so beträgt diese Eigenkapitalquote zum 31. Dezember 2017 47,1 % (Vorjahr: 44,8 %). Von den am Stichtag ausgewiesenen Verbindlichkeiten in Höhe von Mio. EUR 19,1 (Vorjahr: Mio. EUR 27,4) entfallen Mio. EUR 16,3 (Vorjahr: Mio. EUR 21,9) auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Darin sind Fremdwährungsverbindlichkeiten in Höhe von Mio. USD 13,0 (Mio. EUR 10,8) und Mio. JPY 93 (Mio. EUR 0,7) enthalten. Bei den sonstigen Verbindlichkeiten handelt es sich im Wesentlichen um Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt aus noch abzuführender Umsatzsteuer (Mio. EUR 1,3), in Höhe von Mio. EUR 1,0 um Verbindlichkeiten aus noch auszuzahlenden Löhnen und Gehältern und in Höhe von Mio. EUR 0,2 um Verbindlichkeiten aus noch abzuführender Lohnsteuer. Seit dem 1. März 2014 steht der Leesys GmbH eine Kontokorrentlinie seitens der Hausbank zur Verfügung. Diese beträgt seit 16. Dezember 2017 Mio. EUR 5,0. Durch die seit 2014 bestehende Factoringvereinbarung und den im Dezember 2017 neu abgeschlossenen Factoringvertrag hat sich die Liquidität der Gesellschaft deutlich verbessert, sodass die Kontokorrentlinie der Hausbank zum Stichtag nicht in Anspruch genommen wurde. Das mittel- und langfristige Unternehmensziel der Leesys GmbH besteht darin, nachhaltiges und profitables Wachstum zu erreichen. Um dies sicherzustellen und sowohl die Ertrags- als auch Vermögens- und Finanzlage jederzeit operativ steuern zu können, verwendet die Gesellschaft intern verschiedene Key Performance Indikatoren. Dazu zählen insbesondere, jedoch nicht ausschließlich, Umsatz, Gross Margin, Mitarbeiterzahlen, Fehlleistungsquote, EBIT sowie EBITDA. Diese stellen sich im aktuellen Geschäftsjahr und im vorangegangenen Geschäftsjahr wie folgt dar:
Die Entwicklung der Ergebniskennzahlen Gross Margin, EBIT und EBITDA gegenüber Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus dem gesunkenen Deckungsbeitrag im Zusammenhang mit dem Umsatzrückgang gegenüber Plan- und Vorjahreswerten. Trotz konsequenter Maßnahmen zur Kostenreduktion in den Personal-, Sach- und Dienstleistungs- sowie Kapitalkosten konnte dieser nicht kompensiert werden. Weitere Gründe liegen zum einen in der Entwicklung des Währungsergebnisses im Vergleich zum Vorjahr (2017: Mio. EUR -0,08; Vorjahr: Mio. EUR 0,06), zum anderen wurden verschiedene Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten in Höhe von Mio. EUR 0,3 gebildet. Trotz der gesunkenen Auslastungssituation im Jahr 2017 wurde die Mitarbeiteranzahl nicht reduziert, um auch künftig strukturell auf neue Kunden- und Projektanfragen sowie Überleitungen in die Serienproduktion reagieren zu können beziehungsweise strategisch optimal aufgestellt zu sein. Vielmehr wurden zwischen den Vertretern der Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite Vereinbarungen zur Anpassung der wöchentlichen Arbeitszeit ohne Entgeltausgleich, Verschiebung der Tariferhöhung um sieben Monate sowie zur anteiligen Reduktion von Urlaubsentgelt getroffen. Die Fehlleistungskostenquote konnte aufgrund des hervorragenden Jahresinventurergebnisses gegenüber dem Vorjahr verbessert werden und erfüllte mit 1,1 % von der Leistung die Planvorgaben für das Geschäftsjahr.
2 Bruttoergebnis vom Umsatz/Umsatzerlöse x
100
Die Investitionen in Maschinen, Anlagen und Einrichtungen beliefen sich im Geschäftsjahr 2017 auf Mio. EUR 0,8 (Vorjahr: Mio. EUR 2,9). Die Abnahme des Investitionsvolumens steht zum einen im Zusammenhang mit den Maßnahmen zur Kostenreduktion als Folge der rückläufigen Umsatzerlösentwicklung, zum anderen konnten aufgrund der aktuellen Lieferzeiten von Maschinen- und Werkzeuglieferanten Vorhaben nicht mehr im Geschäftsjahr 2017 realisiert und aktiviert werden. Zu den größten Investitionen im Geschäftsjahr zählte die Erneuerung des ESD (Electrostatic Discharge)-Fußbodens in Höhe von Mio. EUR 0,1, eine Maßnahme, die das im Mai 2017 erfolgreich bestandene Zertifizierungsaudit DIN EN 61340-5-1 durch die ESD Akademie bestätigte. Des Weiteren investierte Leesys unter anderem in modernes und hocheffizientes SMT (Surface Mounted Technology)-Equipment in Höhe von Mio. EUR 0,3. Für das Jahr 2018 sind Investitionen von insgesamt Mio. EUR 2,1 geplant. Es sollen unter anderem eine Nutzenfräse sowie ein modernes 3D-AOI (Automatische Optische Inspektion)-Gerät angeschafft werden. 3.3 Mitarbeiter Die Anzahl der Mitarbeiter am Abschlussstichtag (einschließlich Auszubildende) beträgt 410, darin zwei Zeitarbeitskräfte (Vorjahr: 476, 65 Zeitarbeitskräfte). Der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr ist auf die gesunkene Auslastungssituation zurückzuführen und betrifft maßgeblich die Zeitarbeitskräfte. 4. Risikomanagement und Risikoberichterstattung Im Rahmen der geschäftlichen Tätigkeit ist die Leesys GmbH einer Reihe von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit unternehmerischem Handeln verbunden sind. Die Risikopolitik besteht darin, vorhandene Chancen optimal auszuschöpfen und die mit der Geschäftstätigkeit verbundenen Risiken nur einzugehen, um damit einen entsprechenden Mehrwert zu schaffen. Daher ist das Risikomanagement integraler Bestandteil der Geschäftsprozesse und Unternehmensentscheidungen. Im Rahmen dieses Risikomanagementprozesses werden regelmäßig Chancen und Risiken bewertet. Dabei bedient sich die Gesellschaft einer Reihe von Risikomanagement- und Kontrollsystemen, die sie unterstützen, das Maß der Risiken, denen sie ausgesetzt ist, zu antizipieren, zu messen, zu überwachen und zu handhaben. Grundsätze, Richtlinien, Prozesse und Verantwortlichkeiten sind so definiert und etabliert, dass sie eine korrekte und zeitnahe Bilanzierung aller geschäftlichen Transaktionen gewährleisten, eine frühzeitige Identifizierung von Risiken ermöglichen sowie laufend verlässliche Informationen über die finanzielle Situation des Unternehmens zur internen und externen Verwendung liefern können. Nachfolgend werden diejenigen Risiken beschrieben, die erhebliche nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben können. Dies sind nicht notwendigerweise die einzigen Risiken, denen die Gesellschaft ausgesetzt ist. Risiken, die derzeit noch nicht bekannt sind, oder Risiken, die jetzt noch als unwesentlich eingeschätzt werden, könnten die Geschäftsaktivitäten ebenfalls beeinträchtigen. Finanzwirtschaftliche Risiken Zum 31. Dezember 2017 bestand eine Grundschuld in Höhe von Mio. EUR 12,1. Im Rahmen des Anteils- und Eigentumsübergangs der Leesys GmbH in 2014 wurde vertraglich festgelegt, die Grundschuld anteilig auf den Alteigentümer, die Unify GmbH & Co. KG (Mio. EUR 8,1) zur Absicherung gegen Eventualansprüchen aus dem ehemaligen Ergebnisabführungsvertrag bzw. die Landesbank Baden-Württemberg (Mio. EUR 4,0) aufzuteilen. Das Risiko der Inanspruchnahme aus dem Grundschuldverhältnis wird als gering eingeschätzt. Fremdwährungsrisiko Im Rahmen der üblichen Geschäftstätigkeit ist die Leesys GmbH aufgrund der internationalen Geschäftsbeziehungen, Finanzaktivitäten und Investitionen diversen Finanzmarktrisiken ausgesetzt, die insbesondere aus einer Änderung von Fremdwährungskursen resultieren können. Dies ist insbesondere bei der Materialbeschaffung zu US-Dollar und japanischem Yen auf internationalen Märkten der Fall. Diesen Risiken, sofern diese nicht an Kunden weiterbelastet werden können, wird in erster Linie mithilfe von Devisentermingeschäften entgegengewirkt, die über die Hausbank abgeschlossen werden. Gemäß Vertrag mit einem der Großkunden wird eine Sicherung der Fremdwährung für Materialeinkäufe für die kommenden sechs Monate vorgenommen. Das Risiko aus der Änderung der Fremdwährungskurse wird von diesem Kunden übernommen. Für die anderen Kunden erfolgt die Beschaffung der Fremdwährung für Materialeinkäufe zum Tageskurs bzw. zum abgesicherten Währungskurs. Aufgrund der Erfahrungen der Vergangenheit und der Tatsache, dass ein Großteil des Fremdwährungsdifferenzen an die Kunden weiterbelastet werden können, wird das Fremdwährungsrisiko als gering eingeschätzt. Anhand des Währungsergebnisses in Höhe von Mio. EUR -0,08 (Vorjahr: Mio. EUR 0,06) ist zu erkennen, dass die Auswirkungen aus der Fremdwährungsumrechnung für die Gesellschaft von untergeordneter Größenordnung sind. Liquiditätsrisiko Der Gesellschaft steht eine Kontokorrentlinie seitens der Hausbank zur Verfügung, welche im Moment in Höhe von Mio. EUR 5,0 besteht. Zusätzlich hat Leesys Teile der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an Factoring-Gesellschaften verkauft. Die vertraglich geregelte maximale Inanspruchnahme aus den Factoringgeschäften beträgt Mio. EUR 20,0. Unter Berücksichtigung von kurzfristigen Mietkauffinanzierungen für ausgewählte Investitionsvorhaben betrug die durchschnittliche Inanspruchnahme von Fremdkapital im Geschäftsjahr 2017 ca. Mio. EUR 10,0. Damit war, trotz negativer Ertragslage, die Liquidität zu jeder Zeit gewährleistet. Um Verpflichtungen aus dem operativen Geschäft bedienen zu können und das Risiko zu überwachen, wird eine monatliche Liquiditätsplanung durchgeführt. Prozessrisiko Über das Vermögen eines ehemaligen Kunden der Leesys GmbH wurde in 2013 das Insolvenzverfahren eröffnet. Mit Schreiben vom 20. Dezember 2016 wurde der Gesellschaft seitens des Insolvenzverwalters des ehemaligen Kunden die Insolvenzanfechtung gemäß § 133 InsO verkündet. Mit diesem Schreiben wurde die Leesys GmbH zur Zahlung von Mio. EUR 8,4 für gelieferte Produkte und empfangene Zahlungen in 2012 aufgefordert. Diese Forderung wurde nachträglich auf Mio. EUR 1,3 korrigiert. Zum Zeitpunkt der Abschlusserstellung ist der Ausgang des Verfahrens noch offen. Ausfallrisiko Die hergestellten Produkte wurden im Geschäftsjahr 2017 mit einem Umsatzanteil von 89,5 % an die beiden größten Abnehmer geliefert. Für alle Forderungen werden risikoadäquate Delkredere-vorsorgen gebildet und außerdem ein aktives Forderungsmanagement betrieben. Schon bei Vertragsanbahnung mit Neukunden wird das Risiko durch Einholung von Bonitätsauskünften eingeschränkt. Darüber hinaus wurde zum Schutz vor Forderungsausfall eine Warenkreditversicherung abgeschlossen. Ertragsrisiko Obwohl es der Gesellschaft gelungen ist, weitere Abnehmer zu gewinnen und die Abhängigkeit der beiden Großkunden erstmals auf unter 90 % zu reduzieren, besteht immer noch eine sehr hohe Bindung an diese. Alle strategischen Entscheidungen der Vertriebs- und Entwicklungsaktivitäten fokussieren sich aus diesem Grund weiterhin auf die Generierung von Neukundengeschäft. Im Jahr 2017 wuchs die Abnehmeranzahl auf 29 Kunden. Der teilweise unerwartete Umsatzrückgang der vier langjährigen Kunden um Mio. EUR 34,7 gegenüber Vorjahr (Mio. EUR 157,1; Vorjahr: Mio. EUR 191,8) konnte trotz erfreulichem Anstieg um Mio. EUR 2,3 (Mio. EUR 9,0; Vorjahr: Mio. EUR 6,7) ertragsseitig nicht durch das Neukundengeschäft bzw. Umsätze mit den beiden Tochtergesellschaften kompensiert werden. Es besteht somit das Risiko, dass die Entwicklung des Neukundengeschäfts hinter den Erwartungen zurückbleibt und sich der Umsatzrückgang der vier langjährigen Kunden weiter fortsetzt. Eine solche Entwicklung hätte deutliche Auswirkungen auf die Ertragslage und würde weitere massive Maßnahmen zur Kosteneinsparung mit sich bringen. Aufgrund der strategischen Ausrichtung und der positiven Entwicklung in den Zielbranchen und dem Gesamtmarkt geht die Gesellschaft jedoch davon aus, dass sich die Ertragslage langfristig wieder deutlich verbessert. Seit Mitte 2017 zeichnet sich immer deutlicher die Verknappung von Komponenten und Bauelementen, vorrangig aus Asien ab, welche sich in sehr langen Lieferzeiten am Markt widerspiegelt. Die Gründe dafür sind verschiedenen Ursprungs, so gibt es neben dem allgemeinen Markttrend überdurchschnittliche Wachstumsraten der E-Mobilität in China sowie gestiegene Qualitätsanforderungen nach dem AEC-Q-Standard. Die Herausforderung besteht darin, weiterhin flexibel auf Kundenwünsche hinsichtlich Lieferzeiten reagieren zu können. Risiko der bilanziellen Überschuldung Es wird davon ausgegangen, dass sich die Ertragslage aufgrund massiver Kostensenkungsmaßnahmen und einem weiteren Ausbau des Neukundengeschäfts in den nächsten Jahren gegenüber dem Geschäftsjahr 2017 deutlich verbessert. Es wird jedoch kurzfristig nicht zu einem Aufbau des Eigenkapitals kommen. Das Risiko einer bilanziellen Überschuldung ist jedoch nicht gegeben. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2017 betrug das Eigenkapital ohne Sonderposten mit Rücklagenanteil Mio. EUR 18,3 und ist mit einer Eigenkapitalquote von 38,1 % auf dem höchsten Stand seit Gründung der Gesellschaft. Weitere bedeutsame Risiken als die benannten sind derzeit nicht ersichtlich. 5. Chancen Der Bedarf an Entwicklungs- und Fertigungskapazitäten für elektronische Produkte wächst stetig. Von einfachen Fertigungseinheiten über hoch komplexe Systemlösungen suchen Kunden einen zuverlässigen Partner an deren Seite. Leesys verfügt über hochqualifiziertes Personal mit langjährigen Erfahrungen und moderne und effiziente Maschinen und Anlagen. Unter einem Dach vereint sind Electronic Manufacturing Services und Kunststoffverarbeitung mit exzellenter Prozessüberwachung und -sicherheit. Der Standort verfügt über eine hervorragende verkehrstechnische Anbindung an die Autobahnen, die Bahn und den Flughafen Leipzig/Halle. Weitere Vorteile bestehen in den schnellen Reaktionszeiten und hohen Fertigungskapazitäten, um schnell auf veränderte Kundenbedüfnisse regieren zu können. Leesys überzeugt zudem durch überdurchschnittliche Fertigungsqualität und Prozesssicherheit, was durch die Ergebnisse zahlreicher Zertifizierungen, Audits und Kundenauswertungen bestätigt wird. Diese Chancen und wachsenden Vorteile, insbesondere gegenüber dem asiatischen Wettbewerb, wird das Unternehmen nutzen, um langjährige Kunden weiterhin als Fertigungs- und Entwicklungspartner zu begleiten und neue Kunden vom Fertigungsstandort Deutschland zu überzeugen. Der ZVEI - Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. prognostiziert für das Jahr 2018 für den Welt-Elektro-Markt, der zu den größten Industriegütermärkten zählt, ein Wachstum von drei bis vier Prozent. Damit setzt sich ein konstantes Wachstum der letzten Jahre fort. Dabei wird sowohl für Europa gesamt als auch speziell für Deutschland ein Wachstum von jeweils zwei Prozent pro Jahr berechnet. 4 Die existierenden Marktbedingungen, Kundenbedarfe sowie Prognosen für die Elektroindustrie wird Leesys nutzen, um seine Wettbewerbsposition auszubauen. Des Weiteren wird sie wie bereits in den Vorjahren die Entwicklungs- und Vertriebsaktivitäten stärker nutzen und ausbauen. Leesys bietet den Kunden beginnend von der Entwicklung bis hin zur Fertigung von Komplettsystemen die gesamte Prozesskette und ist damit ein vollstufiger EMS Dienstleister mit einem vergleichsweise sehr hohen Maß an Wertschöpfungstiefe. 5 Obwohl das Volumen mit langjährigen Bestandskunden erwartungsgemäß im kommenden Jahr stark rückläufig sein wird, arbeiten diese weiterhin eng mit Leesys bei der Entwicklung, der Produkt- und Fertigungsoptimierung sowie der Markteinführung neuer Projekte zusammen. Der weiter abnehmende Prozentsatz vom Umsatz mit Bestandskunden reduziert die Abhängigkeit der Leesys von diesen Bestandskunden weiter. Die partnerschaftliche Zusammenarbeit in verschiedenen Projekten zeigt aber auch, dass die Kunden-Lieferanten-Beziehungen gegenseitig auf Erfahrungen und Vertrauen basieren.
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https://www.zvei.org/fileadmin/user_upload/Presse_und_Medien/Publikationen/2017/Juni/ZVEI-Welt-Elektromarkt_-
_Ausblick_bis_2018/ZVEI-Welt-Elektromarkt-Ausblick-Juni-2017.pdf
Sowohl langjährige Kunden als auch potenzielle neue Abnehmer signalisieren immer stärker - neben der klassischen Herstellung von Elektronikkomponenten und Komplettgeräten - den Bedarf an einer zuverlässigen Partnerschaft im Bereich der Entwicklung und des Designs von Produkten. Leesys hat in den vergangenen drei Jahren diese Nachfrage am Markt genutzt, um sich vom reinen EMS Anbieter zum Original Design Manufacturer (ODM) zu qualifizieren. Durch die Vertikalintegration in der Prozesskette ist Leesys damit in der Lage, nicht nur die vom Kunden spezifizierten Produkte zu fertigen, sondern auch in enger Abstimmung mit ihm die Produkte zu entwickeln. Die Produktentwicklung stellt dabei neben der Prozessentwicklung einen wichtigen strategischen Ansatz dar. Die Entwicklungsabteilung wurde im vergangenen Jahr personell weiter verstärkt. Der Fokus im Jahr 2018 liegt wiederum in der erfolgreichen Umsetzung von Entwicklungsprojekten in den Zielbranchen Automotive, Industry, Telecommunication, Smart Home, Smart City und Health Care. 6. Ausblick Markt- und Branchenausblick Die Elektrotechnikindustrie wird durch verschiedene Entwicklungen in unterschiedlichen Branchen positiv beeinflusst. Dabei profitiert Leesys von evolutionären und revolutionären Entwicklungen in allen Zielbranchen. Leesys konzentriert sich auf die Industriebereiche Telekommunikation, Industrieelektronik, Automotive, Smart Home und Health Care sowie jüngst auf den Bereich Smart City. Für alle Branchen ist in der Zukunft mit einer positiven Entwicklung zu rechnen. Für die elektrische Prozessautomation wurde prognostiziert, dass diese beispielsweise im Jahr 2017 deutlich wächst. Nach einem geringen Zuwachs bei den weltweiten Auftragseingängen im Jahr 2016 wurde für das Jahr 2017 mit einem währungsbereinigten Wachstum von etwa sechs bis sieben Prozent gerechnet. Das Wachstum des Branchensegments wird von Bestellungen in China, USA und Zentraleuropa getrieben. 6 Auch in der Automobilindustrie wird eine Zunahme von Elektronikprodukten erwartet. Die Schlüsselfaktoren für das stetige Wachstum des Marktes für Automobilelektronik sind sowohl die steigende Bedeutung einer verbesserten Sicherheit als auch nach geringerem Kraftstoffverbrauch und modernen Assistenzsystemen zur Unterstützung des Fahrers. Außerdem treibt die Verbreitung von Hybrid- und vollelektrischen Fahrzeugen den Bedarf an analogen Leistungswandlerprodukten und an Ladeinfrastruktur. Zusätzlich zum steigenden Einsatz von Fahrzeugelektronik wird erwartet, dass auch der Automobilmarkt selbst ständig weiter wächst und deshalb eine höhere Nachfrage in der Fahrzeugproduktion entsteht. 7
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https://www.zvei.org/presse-medien/pressebereich/prozessautomation-waechst-2017-deutlich/
Der Smart Home Umsatz in Deutschland beträgt 2018 voraussichtlich etwa Mio. EUR 2.503. Damit steigen alle Bereiche des Smart Home Sektors deutlich absatzseitig an. Das stärkste Wachstum wird für smarte Haushaltsgeräte mit knapp 50 % gegenüber 2017 angenommen, aber auch der Bereich Energy Management zeigt mit rund 40 % einen exorbitanten Anstieg. Laut Prognose wird im Jahr 2022 in Deutschland ein Marktvolumen von Mio. EUR 5.278 erreicht, was einem jährlichen Umsatzwachstum von 20,5 % entspricht. Auch im weltweiten Umfeld wird für Smart Home Technologien ein Wachstum auf etwa Mio. EUR 41.883 erwartet. Laut Prognose wird im Jahr 2022 ein Marktvolumen von Mio. EUR 102.166 erreicht. Dies entspricht einem jährlichen Umsatzwachstum von 25,0 %. 8 Auch der Health bzw. Medical Care Bereich für gesundheitsrelevante Produkte erlebt derzeit viele Innovationen. Die Überwachung von Vitalparametern kam bereits mit dem Thema Wearables auf, einem Massenmarkt, der ein immenses Potenzial verspricht. Dem "Gesundheitsmarkt" billigen die Analysten von Yole Dévelopment eine jährliche Wachstumsrate von 16 % bis 2022 zu (2016: Mrd. US-$ 9). 9 Geschäftsentwicklung Vor dem Hintergrund einer weiter positiven Perspektive für die Elektronik- und Elektrotechnikindustrie geht Leesys dennoch von einem leichten Umsatzrückgang aus. Im Budget für das kommende Geschäftsjahr 2018 hat Leesys Umsatzerlöse von Mio. EUR 131 geplant. Der prognostizierte Umsatzrückgang um 21 % gegenüber dem aktuellen Geschäftsjahr resultiert aus der erwarteten Umstrukturierung im Neukundengeschäft und aus dem vereinbarten Rückgang des bisherigen Bestandskundengeschäftes. Zudem sinken die Materialanteile in den verhandelten Preisen aufgrund des günstigen Einkaufsvolumens im Dollarraum (durchschnittlicher Dollarkurs 2017: 1 EUR = 1,1297 USD vs. 2018: 1 EUR = 1,17 USD 10) beziehungsweise wird bei einigen Neuprojekten - abweichend zu dem Bestandskundengeschäft - mit kostenlos beigestelltem Material durch Kunden gearbeitet. Hier bezieht sich der Umsatz also nur auf die Wertschöpfung, der Materialanteil fließt nicht in den Umsatz ein. Neutralisiert man beide Effekte, so ist von einem vergleichbaren Planumsatz im Geschäftsjahr 2018 von Mio. EUR 136,4 auszugehen. Erfreulicherweise zeigen die aktuellen Auftragsprognosen der Leesys-Kunden, dass das für 2018 geplante Umsatzvolumen eher konservativ eingeschätzt wurde. Bereits Anfang Januar betrug der Auftrageingang für das neue Geschäftsjahr über Mio. EUR 140,0. Nach dieser Planung bleibt die D-A-CH-Region weiterhin der größte Absatzmarkt. Unter Berücksichtigung der erwähnten Umsatz-Opportunitäten, aber auch der erforderlichen Kostenreduktionen erwartet Leesys im Geschäftsjahr 2018 ein EBIT in Höhe von TEUR 825 bzw. einem EBITDA in Höhe von TEUR 3.281 und einen Jahresfehlbetrag vor Steuern nach HGB von TEUR 533 (Aktuelles Geschäftsjahr: TEUR 3.597 Jahresfehlbetrag nach Steuern/Net Income).
8
https://de.statista.com/outlook/279/137/smart-home/deutschland#marketStudy,
https://de.statista.com/outlook/279/100/smart-home/weltweit
Im Neukundengeschäft gilt es, zahlreiche Neuprojekte erfolgreich in die Serienproduktion zu überführen. In den letzten Monaten wurden diverse Musterbauten durchgeführt, die in den nächsten Monaten gemäß den Vorgaben der Kunden in die Serienproduktion überführt werden. Entwicklung der Wettbewerbsposition und der Marke Leesys wird auch künftig das Ziel verfolgen, wie bisher unter den Top 5 der Eletronic Manufacturing Services (EMS) Dienstleister in Deutschland sowie unter den Top 20 der EMS Dienstsleister in Europa zu bleiben. 11 Die LBBW Sachsenbank erstellt regelmäßig ein Übersicht zu den Top100 Unternehmen in der mitteldeutschen Wirtschaft. Leesys ist in dem Ranking der einhundert größten Unternehmen in Mitteldeutschland erstmalig im Jahr 2017 gelistet worden und erreichte die Position 82. Auch für das Jahr 2018 wird eine solche Platzierung angestrebt. Diese Nennung unter den Top 100 Unternehmen der Region unterstreicht den regionalen Bezug, die nachhaltige strategische Ausrichtung sowie die lokale Bekanntheit des Unternehmens. 12 Die nachhaltige Ausrichtung der Leesys in den letzten Jahren wurde im Jahr 2017 mit der Nominierung als Finalist des Axia Award 2017 honoriert. Der Axia Award wird in den vier Kategorien Mensch, Strategie, Innovation und Ressourcen verliehen. Die Jury lobte die nachhaltige Wachstumsstrategie und die erfolgreiche Umsetzung verschiedener Vorzeigeprojekte. Die Preisträger des Axia Award zeichnen sich nach Auffassung der Jury grundsätzlich dadurch aus, dass sie sich ihren Aufgaben stellen und nicht nur gut, sondern verantwortungsvoll und umsichtig wirtschaften. Sie sichern somit nicht nur die wirtschaftliche Zukunft des Standorts Deutschland, sondern leisten auch einen Beitrag zur Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen. 13 Im Bereich des Marketing wird der Markenname "Leesys" weiter gestärkt werden. Die erfolgreich eingeführte Marketingstrategie beruht auf dem Markenkern "Zuverlässig, Überzeugend, Leistungsstark". Die begonnenen Maßnahmen, z. B. hinsichtlich Online-Marketing (SEO-, SEM-Maßnahmen), werden gezielt durch Messeauftritte unterstützt. Im Jahr 2018 sind eigene Stände auf verschiedenen Messen geplant. Neben der Internationalen Zulieferbörse izb in Wolfsburg und der Münchener Messe electronica wird Leesys auch auf der "SMT" in Nürnberg mit einem eigenen Stand sowie, gemeinsam mit dem Vertriebsteam des Tochterunternehmens "Telealarm Europe GmbH", auf der "Altenpflege" vertreten sein.
11 http://evertiq.de/news/21072,
http://evertiq.de/news/21703
Leesys nimmt die Verantwortung für Mitarbeiter, Kunden und Geschäftspartner sehr ernst. Ebenso ist Leesys dem Umwelt- und Ressourcenschutz verpflichtet. Entsprechend werden die bestehenden Zertifizierungen nach DIN EN ISO 9001 "Qualitätsmanagement", nach ISO/TS16949 "Qualitätsmanagementsystem in der Automobilindustrie", nach DIN EN ISO 14001 "Umweltmanagement-system" und nach DIN EN ISO 50001 "Energiemanagementsysteme" durch entsprechende Auditierungen fortgeführt. Hierbei ist anzumerken, dass die Norm ISO/TS16949 durch die Norm IATF16949 abgelöst wurde. Die nächste Zertifizierung erfolgt nach der IATF16949:2016. Die Zertifizierung nach DIN ISO 27001 "Informationssicherheits-Managementsystem" wurde bereits vor zwei Jahren erfolgreich gestartet, im Jahr 2018 steht ein Überwachungsaudit an. Mit den erfolgversprechenden Zertifizierungen in den verschiedenen Bereichen belegt Leesys, dass die in den Normen gestellten Anforderungen nachhaltig und konsequent und wirksam umgesetzt werden. Des Weiteren wird Leesys auch im kommenden Jahr zusammen mit seinen Partnern in der Entsorgungstechnik ein Klimaschutzzertifikat anstreben. Im Jahr 2018 hat Leesys eine Erstzertifizierung nach IEC DIN EN 61340-5-1 "Schutz von elektronischen Bauelementen gegen elektrostatische Phänomene" (ESD Zertifizierung) sehr erfolgreich durchlaufen. Diese Zertifizierung soll in 2018 durch ein Überwachungsaudit fortgesetzt werden. Mitarbeiterentwicklung und -förderung Leesys beschäftigt ca. 400 Mitarbeiter. In der Vergangenheit wurden zudem Leiharbeitnehmer von regional angesiedelten Zeitarbeitsfirmen eingesetzt. Diese Möglichkeit der Kapazitätserhöhung möchte das Unternehmen auch zukünftig in Anspruch nehmen, um flexibel auf Bedarfsschwankungen reagieren zu können. Traditionell investiert das Unternehmen in die Zukunft - im kommenden Jahr beginnen zwei junge Menschen ihre Ausbildung zum Elektroniker für Betriebstechnik. Damit übernimmt Leesys Ende 2018 die Verantwortung für insgesamt zwölf Auszubildende mit der Absicht, diese nach der Lehre zu übernehmen. Im Jahr 2018 wird im Hinblick auf den zunehmenden globalen Wettbewerb und Preisdruck in vielen Branchen die Elektroindustrie vor Herausforderugen stehen. Das Leesys-Management wird in Abstimmung mit den Vertretern der Arbeitnehmerseite, Kostensenkungsmaßnahmen und Produktivitätssteigerungen im Jahr 2018 und 2019 konsequent weiter verfolgen, um die strategische Ausrichtung des Unternehmens zu gewährleisten und langfristig die Beschäftigung sicherzustellen. Ziel ist es dabei, den Umsatzrückgang des Bestandskundengeschäftes mittelfristig durch Gewinnung von neuen Kunden und Projekten zu kompensieren ohne dabei kurzfristig auf die Erfahrungen und Kapazitäten von Mitarbeitern zu verzichten. Hinweis zur Unsicherheit der in die Zukunft gerichteten Aussagen Dieser Lagebericht enthält auf die Zukunft gerichtete Aussagen und Informationen, also Aussagen über Vorgänge, die in der Zukunft, nicht in der Vergangenheit, liegen. Solche vorausschauenden Aussagen beruhen auf unseren heutigen Erwartungen und bestimmten Annahmen. Sie bergen daher eine Reihe von Risiken und Ungewissheiten. Eine Vielzahl von Faktoren, von denen zahlreiche außerhalb des Einflussbereiches des Managements liegen, beeinflussen die Geschäftsaktivitäten, den Erfolg, die Geschäftsstrategie und die Ergebnisse der Leesys GmbH. Diese Faktoren könnten dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, Erfolge und Leistungen wesentlich abweichen von den auf die Zukunft gerichteten Aussagen zu Ergebnissen, Erfolgen oder Leistungen. Solche Ungewissheiten ergeben sich insbesondere, neben anderen, aufgrund folgender Faktoren: Änderungen der allgemeinen wirtschaftlichen und geschäftlichen Lage (einschließlich Margenentwicklungen in den wichtigsten Geschäftsbereichen) sowie anderer wesentlicher Portfoliomaßnahmen, Änderungen von Wechselkursen und Zinssätzen, Einführung konkurrierender Produkte oder Technologien durch andere Unternehmen, fehlende Akzeptanz für neuere Produkte und Dienstleistungen seitens der Kundenzielgruppen, Änderungen in der Geschäftsstrategie oder Gesellschafterstruktur, des Ausgangs von Ermittlungen und Rechtsstreitigkeiten sowie anderer Faktoren. Sollten sich eines oder mehrere dieser Risiken oder Ungewissheiten realisieren oder sollte sich erweisen, dass die zugrunde liegenden Annahmen nicht korrekt waren, können die tatsächlichen Ergebnisse sowohl positiv als auch negativ wesentlich von denjenigen Ergebnissen abweichen, die in der auf die Zukunft gerichteten Aussage genannt worden sind. Leesys übernimmt keine Verpflichtung und beabsichtigt auch nicht diese auf die Zukunft gerichteten Aussagen zu aktualisieren oder bei einer anderen als der erwarteten Entwicklung zu korrigieren.
Leipzig, den 13. März 2018 Die Geschäftsführer der Leesys - Leipzig Electronic Systems GmbH Steffen Görig, Master of Business Administration (MBA) Dr. Arnd Karden Jörg Friedrich, Dipl.-Ing. Bilanz zum 31. Dezember 2017Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017
Anhang für das Geschäftsjahr 2017I. Grundlagen des Abschlusses der Leesys GmbH Die Leesys GmbH wird im Handelsregister beim Amtsgericht Leipzig unter der Nummer HRB 27262 geführt. 94 % der Anteile an der Leesys GmbH werden von der Leesys Holding 1 GmbH, Grünwald (HRB 214219) gehalten. Die übrigen 6 % der Anteile werden von der Leesys Holding 2 GmbH, Grünwald (HRB 217127) gehalten. II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze 1. Grundsätze Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Umsatz-kostenverfahren gemäß § 275 Abs. 3 HGB aufgestellt. Der Ansatz und die Bewertung werden nach den allgemeinen Bestimmungen der §§ 246 bis 256a HGB sowie den besonderen Ansatz- und Bewertungsvorschriften für Kapitalgesellschaften (§§ 264 bis 289 HGB) vorgenommen. Angaben, die wahlweise in der Bilanz oder im Anhang gemacht werden können, werden grundsätzlich im Anhang gemacht. Die Gesellschaft erfüllt zum 31. Dezember 2017 gemäß § 267 Abs. 3 HGB die Größenkriterien einer großen Kapitalgesellschaft. Daher wurde der Jahresabschluss nach den für große Kapitalgesellschaften maßgeblichen Vorschriften des Handelsgesetzbuches erstellt. In Ergänzung des Gliederungsschemas des § 275 Abs. 3 HGB wird unter Anwendung des § 265 Abs. 5 und 6 HGB der Posten Forschungs- und Entwicklungskosten in der Gewinn- und Verlustrechnung separat ausgewiesen. Zur Verbesserung des Einblicks in die Ertragslage der Gesellschaft wurden in 2017 sämtliche Erträge und Aufwendungen aus der Änderung der Fremdwährungskurse und deren Umrechnung in EUR in den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. In den Vorjahren wurden jene Erträge und Aufwendungen aus Fremdwährungsumrechnungen in den Herstellungskosten ausgewiesen, die an Kunden weiterberechnet werden konnten. Da sich allerdings nur ein kleiner Teil des Währungsergebnisses tatsächlich auf das Jahresergebnis der Leesys auswirkt, wurde in 2017 der Ausweis geändert. Es werden nun alle Erträge und Aufwendungen aus Fremdwährungsumrechnungen unsaldiert in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen bzw. Erträgen ausgewiesen. Um eine Vergleichbarkeit zur Vorperiode herzustellen, wurden die Vorjahreszahlen angepasst. Daher wurden in der Vorjahresspalte für das Geschäftsjahr 2016 sonstige betriebliche Erträge aus der Weiterberechnung an den Kunden in Höhe von TEUR 970 und sonstige betriebliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 278 aus den Herstellungskosten (TEUR 195.372; vor Umgliederung: TEUR 194.680) umgegliedert. Bei der Änderung des Ausweis handelt es sich lediglich um eine Umgliederung zwischen den Herstellungskosten und sowohl den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen. Diese Anpassungen haben keine Auswirkungen auf das Jahresergebnis der Gesellschaft in 2016 und 2017. 2. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände sowie Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, abzüglich Abschreibungen, bewertet. Soweit steuerlich möglich, wurde das Sachanlagevermögen in den Vorjahren planmäßig mit den zulässigen Höchstsätzen degressiv abgeschrieben. Für die Zugänge zum Sachanlagevermögen vor dem 1. Januar 2011 erfolgte die Abschreibung entsprechend dem Risiko der wirtschaftlichen Entwertung. Auf die lineare Abschreibungsmethode wurde übergegangen, sobald diese zu höheren Abschreibungen führt. Für Zugänge ab dem 1. Januar 2011 erfolgt die Abschreibung nach der linearen Abschreibungsmethode. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn voraussichtlich dauerhafte Wertminderungen vorliegen. Entfallen die Gründe für die Wertminderung in den Folgejahren, so erfolgt eine Zuschreibung bis maximal zur Höhe der fortgeführten Anschaffungskosten. In den Vorjahren wurden alle steuerlich zulässigen Abschreibungsmöglichkeiten ausgenutzt. In den Vorjahren gebildete, im Zuge des Asset Deals im Rahmen der Gründung der Gesellschaft übernommene steuerliche Sonderabschreibungen werden unter dem Sonderposten mit Rücklageanteil ausgewiesen. Die immateriellen Vermögensgegenstände haben eine Nutzungsdauer von fünf Jahren. Folgende Nutzungsdauern werden den Vermögensgegenständen des Sachanlagevermögens zugrunde gelegt:
Im Posten Finanzanlagen sind Anteile an verbundenen Unternehmen mit einem Betrag von TEUR 27 zu Anschaffungskosten bilanziert. Die Anteile an verbundenen Unternehmen beinhalten 100 % der Anteile an der Telealarm Europe GmbH, Leipzig. 3. Umlaufvermögen In den Vorräten werden Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Tageswerten angesetzt. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB bewertet. In die Herstellungskosten werden die Einzelkosten, angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, einbezogen. Darüber hinaus werden Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung eingerechnet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennbetrag oder niedrigeren beizulegenden Stichtagswerten angesetzt. Wertberichtigungen auf Forderungen werden entsprechend der Wahrscheinlichkeit des Ausfalls gebildet. Flüssige Mittel sind mit dem Nennbetrag angesetzt. 4. Sonderposten mit Rücklageanteil, Rückstellungen und Verbindlichkeiten Sonderposten mit Rücklageanteil wurden in der Vergangenheit gemäß § 6b EStG in Höhe der steuerlich zulässigen Beträge angesetzt, soweit ihre Anerkennung den Ausweis in der Handelsbilanz voraussetzte. Der Sonderposten mit Rücklageanteil nach § 247 Abs. 3 HGB a. F. in Verbindung mit § 273 HGB a. F. wurde gemäß dem Wahlrecht in Artikel 67 Abs. 3 Satz 1 EGHGB beibehalten. Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbare langfristig fällige Verpflichtungen werden nach dem Projected-Unit-Credit-Verfahren unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze mit einem Zinsfuß von 3,68 % p. a. auf Basis der 2006 veröffentlichten Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Als Rechnungszins wird der durchschnittliche Marktzinssatz der letzten zehn Jahre verwendet (Bundesbankzins), der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Des Weiteren sind Lohn- und Gehaltssteigerungen mit 2,25 % p. a. (Vorjahr: 2,25 %) sowie die dreijährige Rentenanpassung mit 1,25 % p. a. (Vorjahr: 1,25 %) entsprechend berücksichtigt. Gemäß § 253 Abs. 6 HGB ist der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren (2,80 %) und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren (3,68 %) in jedem Geschäftsjahr zu ermitteln. Der Unterschiedsbetrag beträgt in 2017 TEUR 1.969 und ist gemäß § 253 Abs. 2 HGB ausschüttungsgesperrt. Zur Erfüllung dieser Verpflichtungen wird ein Deckungsvermögen von TEUR 10.673 von der Mercer Treuhand GmbH gehalten. Dieses dient der Absicherung künftiger Pensionszahlungen. Das Deckungsvermögen für die Altersvorsorgeverpflichtungen (BAV und DC) wurde im Dezember 2017 vom Leesys Pension Trust e.V. auf die Mercer Treuhand GmbH übertragen. Die Gleichwertigkeit der Geldanlage bei dem neuen Treuhänder wurde durch den Wirtschaftsprüfer bestätigt. Zur Erfüllung von Verpflichtungen aus der Entgeltumwandlung (Deferred Compensation (DC-Standardregelung)) sowie aus sonstigen DC-Verpflichtungen (Zusatzversorgung zur Wahl) sind entsprechende Mittel in Renten- und Aktienfonds angelegt, sowie als nicht frei verfügbares Bankguthaben gehalten. Sie sind dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen. Zusätzlich wurde den berechtigten Mitarbeitern eine Mindestverzinsung garantiert. Zum 31. Dezember 2017 wurde dieses Deckungsvermögen mit den Verpflichtungen gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB saldiert. Die Bewertung der Verpflichtungen aus der Entgeltumwandlung (DC-Standardregelung) für sogenannte wertpapiergebundene Zusagen erfolgt nach der Vorschrift des § 253 Abs. 1 Satz 3 HGB. Die Höhe der Verpflichtungen bestimmt sich nach dem beizulegenden Zeitwert von Wertpapieren im Sinne des § 266 Abs. 2 A. III. 5 HGB, soweit er die garantierte Mindestverzinsung übersteigt. Die Bewertung der zur Erfüllung der sonstigen DC-Verpflichtungen dienenden Mittel erfolgt zum beizulegenden Zeitwert gemäß § 253 Abs. 1 Satz 4 HGB. Das zur Erfüllung dieser Altersversorgungsverpflichtungen dienende Vermögen wird mit den jeweils zugrunde liegenden Verpflichtungen verrechnet. Ergibt sich ein Verpflichtungsüberhang, wird dieser unter den Rückstellungen erfasst. Übersteigt der Wert des Vermögens die Verpflichtungen, erfolgt der Ausweis gemäß § 266 Abs. 2 E HGB als "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" auf der Aktivseite der Bilanz. Die den Verpflichtungen aus der Entgeltumwandlung zugrunde liegenden 71 Mitarbeiterdepots (Fondsanteile) in Höhe von TEUR 263 sowie das freie DC-Bankguthaben in Höhe von TEUR 80 werden gleichfalls von der Mercer Treuhand GmbH gehalten. In den sonstigen Rückstellungen werden in angemessenem Umfang individuelle Vorsorgen für erkennbare Risiken aus ungewissen Verbindlichkeiten und für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet. Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB abgezinst. Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag am Bilanzstichtag angesetzt. 5. Währungsrisiken Um den Fremdwährungsrisiken zu begegnen, werden Devisentermingeschäfte mit der Hausbank abgeschlossen. 6. Verwendung von Schätzungen oder Annahmen bei der Erstellung des Jahresabschlusses Die Höhe der im Jahresabschluss ausgewiesenen Vermögensgegenstände und Rückstellungen, der Haftungsverhältnisse oder sonstigen finanziellen Verpflichtungen ist von Schätzungen oder Annahmen abhängig. Diese richten sich nach den Verhältnissen und Einschätzungen am Bilanzstichtag und beeinflussen insoweit auch die Höhe der ausgewiesenen Erträge und Aufwendungen der dargestellten Geschäftsjahre. Diese betreffen die Bestimmung der Nutzungsdauer des abnutzbaren Sachanlagevermögens und immaterieller Vermögensgegenstände, die Bemessung von Rückstellungen und von anderen Verpflichtungen. Bestehende Unsicherheiten werden bei der Wertermittlung angemessen und nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung berücksichtigt. Tatsächliche Ergebnisse können von den Schätzungen abweichen. 7. Gliederungsgrundsätze Gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB sind Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Verpflichtungen aus der Entgeltumwandlung (Deferred Compensation) und BAV (Betriebliche Altersvorsorge) bzw. Pensionen dienen, mit diesen Verpflichtungen verrechnet worden. 8. Währungsumrechnung Forderungen und Verbindlichkeiten werden mit dem am Tag ihres Entstehens vorliegenden Devisenkassamittelkurs eingebucht. Am Bilanzstichtag werden Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr zum Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtages bewertet. Langfristige Fremdwährungsforderungen und Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Stichtagskurs angesetzt, soweit die Entstehungskurse nicht niedriger waren (bei Aktivposten) oder höher lagen (bei Passivposten). Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungsgeschäften in lokale Währung werden erfolgswirksam unter den Posten "Sonstige betriebliche Erträge" bzw. "Sonstige betriebliche Aufwendungen" erfasst. Anschaffungskosten von Vermögensgegenständen in fremder Währung und Erlöse aus Verkäufen in fremder Währung werden zu Devisenkassamittelkursen zum Zeitpunkt der Buchung der Geschäftsvorfälle bestimmt. Wechselkursänderungen nach dem Zeitpunkt der Buchung berühren die Anschaffungskosten nicht. Es werden die von der vwd Vereinigte Wirtschaftsdienste AG, Frankfurt am Main, täglich veröffentlichten Devisenkassamittelkurse verwendet. III. Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dem als Anlage zu diesem Anhang beigefügten Anlagenspiegel zu entnehmen. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen sowie sonstigen Vermögensgegenstände der Gesellschaft stellen sich zum Stichtag unter Berücksichtigung ihrer Fristigkeit wie folgt dar:
Im Rahmen der Liquiditätsbeschaffung durch Factoring wurden Forderungen im Wert von TEUR 18.252 verkauft und werden somit in der Bilanz der Leesys GmbH nicht mehr ausgewiesen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten im Wesentlichen ein Darlehen an die Telealarm Europe GmbH in Höhe von TEUR 792 (Vorjahr: TEUR 792), Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 458 (Vorjahr: TEUR 591) sowie eine Forderung aus Management Fee in Höhe von TEUR 400 (Vorjahr: TEUR 400). Die übrigen Forderungen enthalten im Wesentlichen eine Körperschaftsteuerforderung aus Verlustrücktrag 2017 in Höhe von TEUR 55 sowie Forderungen von insgesamt TEUR 3.622 aus den geschlossenen Factoring-Verträgen. Es bestehen keine Forderungen gegen die Gesellschafter. 3. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung Die Verpflichtungen aus der Entgeltumwandlung (Deferred Compensation) sind mit den Vermögensgegenständen, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind, verrechnet worden. Aus der Vermögensverrechnung ergibt sich zum Bilanzstichtag ein aktiver Überhang in Höhe von TEUR 99. Die Anschaffungskosten der verrechneten Vermögenswerte betragen bei Deferred Compensation TEUR 189, der Zeitwert der Vermögenswerte beläuft sich auf TEUR 343, der Erfüllungsbetrag der Schulden beträgt vor Saldierung TEUR 243. Der Zeitwert wird ermittelt anhand des Kurswertes der Fonds zum Bilanzstichtag (TEUR 263), die liquiden Mittel in Höhe von TEUR 80 werden zum Nennwert bewertet. 4. Eigenkapital Das Eigenkapital der Gesellschaft besteht aus Gezeichnetem Kapital in Höhe von TEUR 25 und einer Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 20.727. Darüber hinaus sind im Eigenkapital andere Gewinnrücklagen in Höhe von TEUR 371 enthalten. Der Jahresverlust 2017 in Höhe von TEUR 3.597 wurde auf neue Rechnung vorgetragen. Der Ergebnisvortrag beträgt damit TEUR 728. Der Gesamtbetrag der ausschüttungsgesperrten Beträge im Sinne des § 268 Abs. 8 HGB beträgt TEUR 2.837. Davon entfallen TEUR 1.365 auf den Unterschiedsbetrag zwischen dem beizulegenden Zeitwert und den Anschaffungskosten des Deckungsvermögens für Entgeltumwandlung und Pensionszusagen sowie TEUR 1.472 auf die Aktivierung latenter Steuern. Der Unterschiedsbetrag aus der Zinsdifferenz bei den Pensionsrückstellungen gemäß § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 1.969 und ist ebenfalls ausschüttungsgesperrt. Insgesamt ergibt sich damit eine Ausschüttungssperre in Höhe von TEUR 4.806. 5. Sonderposten mit Rücklageanteil Der Sonderposten mit Rücklageanteil in Höhe von TEUR 4.325 (Vorjahr: TEUR 4.526) wird entsprechend Artikel 67 Abs. 3 Satz 1 EGHGB beibehalten. Er wird in Höhe der korrespondierenden Abschreibungen im Anlagevermögen aufgelöst. 6. Rückstellungen Die mit dem Deckungsvermögen saldierten Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 3.587 umfassen zum 31. Dezember 2017 die direkten vertraglichen Versorgungsansprüche der tariflichen und übertariflichen Mitarbeiter. Das an die Mercer Treuhand GmbH übertragene Deckungsvermögen für BAV und Pensionen alt mit einem Nennwert in Höhe von TEUR 10.330 ist mit dem Erfüllungsbetrag der Verpflichtungen aus BAV und Pensionen alt in Höhe von TEUR 13.917 saldiert worden. Hieraus ergibt sich zum 31. Dezember 2017 ein passiver Überhang von TEUR 3.587. Die Anschaffungskosten der verrechneten Vermögenswerte für Verpflichtungen aus BAV und Pensionen alt betrugen TEUR 9.119. Die Steuerrückstellung für Gewerbesteuer wurde für den Steueraufwand aus dem abgelaufenen Geschäftsjahr 2017, dem Geschäftsjahr 2016 und dem Geschäftsjahr 2015 in Höhe von TEUR 140 gebildet. Die Rückstellung für Körperschaftsteuer aus dem Geschäftsjahr 2016 in Höhe von TEUR 93 wurde durch Verlustrückträge komplett aufgebraucht. Die sonstigen Rückstellungen gliedern sich zum Stichtag wie folgt:
Die Personalrückstellungen gliedern sich wie folgt:
Eine Risikovorsorge für die Abdeckung von Risiken aus Devisentermingeschäften wurde in Höhe von TEUR 645 eingestellt. In den übrigen Rückstellungen sind Rückstellungen für Prozesskosten in Höhe von TEUR 337 enthalten. Die übrigen Personalrückstellungen beinhalten Verpflichtungen der Gesellschaft zur Zahlung von Provisionen und Sonderzahlungen in Höhe von TEUR 95 (Vorjahr: TEUR 161) sowie für Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von TEUR 67. Die zukünftigen Verpflichtungen aus Altersteilzeitansprüchen in Höhe von TEUR 241 (Vorjahr: TEUR 132) wurden mit einem Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 174 (Vorjahr: TEUR 73) zur Insolvenzsicherung verrechnet. 7. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:
IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Aufgliederung der Umsätze Die Umsatzerlöse im betrachteten Zeitraum in Höhe von TEUR 166.082 teilen sich auf nachfolgende Geschäftsfelder auf:
Die Umsatzerlöse gliedern sich in 95,5 % Inlandsumsätze und 4,5 % Auslandsumsätze. 2. Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 3.727 betreffen Erträge aus Kursgewinnen (Währungsumrechnung) in Höhe von TEUR 3.438 sowie eine Versicherungserstattung in Höhe von TEUR 86. Darüber hinaus sind mit TEUR 201 Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens mit Rücklageanteil (Vorjahr: TEUR 199) gemäß § 6b EStG enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen Aufwendungen aus Kursverlusten (Währungsumrechnung) in Höhe von TEUR 3.515. Die Aufwendungen und Erträge aus der Währungsumrechnung werden im Wesentlichen an die Kunden weiterberechnet. 3. Zinsergebnis Das Zinsergebnis in Höhe von TEUR 787 beinhaltet im Wesentlichen den Aufwand aus der Abzinsung der Verpflichtungen aus der Entgeltumwandlung (Deferred Compensation (DC-Standardregelung)) und aus den Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbarer langfristig fälliger Verpflichtungen in Höhe von TEUR 514 sowie Aufwand aus der Änderung des Rechnungszinses von 2,80 % auf 3,68 % in Höhe von TEUR 629. Des Weiteren sind Erträge aus dem Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 556 und Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 283 aus Forderungsverkauf und Inanspruchnahme des Kontokorrents im Zinsergebnis enthalten. V. Sonstige Angaben 1. Materialaufwand Der Materialaufwand betrug im Geschäftsjahr TEUR 136.492 (Vorjahr: TEUR 169.152) und gliedert sich wie folgt:
2. Personalaufwand Der Personalaufwand in Höhe von TEUR 22.059 (Vorjahr: TEUR 22.577) setzt sich aus den folgenden Positionen zusammen:
Die Kosten für externe Arbeitnehmerüberlassung sind im Personalaufwand nicht enthalten. 3. Haftungsverhältnisse Zum 31. Dezember 2017 bestand eine Grundschuld in Höhe von TEUR 12.100. Im Rahmen des Eigentumsübergangs der Leesys GmbH wurde vertraglich festgelegt, die Grundschuld anteilig auf den ehemaligen Gesellschafter der Leesys (TEUR 8.100) bzw. die Landesbank Baden-Württemberg (TEUR 4.000) aufzuteilen. Das Risiko der Inanspruchnahme aus dem Grundschuldverhältnis wird als gering eingeschätzt, da die Gesellschaft bisher immer ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen konnte und ihre möglichen Finanzierungsverpflichtungen kontinuierlich überwacht und steuert. Es besteht eine gesamtschuldnerische Mithaftung der Gesellschaft für den an die Tochtergesellschaft Telealarm Europe GmbH, Leipzig, ausgegebenen Rahmenkredit in Höhe von TEUR 850. Das Risiko einer Inanspruchnahme wird als nicht unwesentlich eingeschätzt. Im Zuge des Gesellschafterwechsels in 2014 und der damit verbundenen Neuausrichtung der Gesellschaft wurde ein Strategieplan entwickelt, der auch die Finanzierung beinhaltet. Zudem werden regelmäßig Gesellschafterversammlungen zum Stand der Fortführungsprognose einberufen, in denen die Entwicklung der Tochtergesellschaft intern diskutiert und eventuelle Maßnahmen beschlossen werden. 4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Verpflichtungen aus Bestellungen Zum Bilanzstichtag bestand ein Bestellobligo in Höhe von TEUR 346 hauptsächlich für die Anschaffung von Datenverarbeitungs- und Testequipment. Darüber hinaus bestanden Bestellobligos in Höhe von TEUR 44.021 für den Bezug von Waren für die Fertigung. Verpflichtungen aus Leasing- und Mietverträgen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Leasing- und Mietverhältnissen betragen TEUR 478 bis zum Laufzeitende der Verträge. 5. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte
Der Konsignationslagerbestand zum Bilanzstichtag hat ein Gesamtvolumen in Höhe TEUR 2.665. Zum 31. Dezember 2017 wurden Forderungen in Höhe von insgesamt TEUR 18.252 an Factoringunternehmen veräußert, von diesen Forderungen wurden zum Bilanzstichtag in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen noch TEUR 6.266 ausgewiesen. Als Sicherheit wurden die Zahlungseingänge der jeweiligen Kunden verpfändet. Die wesentlichen Chancen und Risiken der ausgebuchten Forderungen sind auf die Factoringunternehmen übergegangen. Weiterhin wurden alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen die übrigen Kunden als Sicherheit für den ausgegebenen Rahmenkredit an die Landesbank Baden-Württemberg abgetreten. 6. Mitarbeiter Im Berichtsjahr wurden durchschnittlich 400 Mitarbeiter beschäftigt.
7. Mitglieder des Geschäftsführungsorgans Die Leesys GmbH wird vertreten durch die Geschäftsführer:
8. Vergütungen der Geschäftsführungsorgane Die Gesellschaft macht von der Anwendung der Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch. 9. Angaben zum Abschlussprüferhonorar Im Geschäftsjahr 2017 ist für Prüfungsleistungen des Jahresabschlussprüfers Deloitte GmbH ein Honorar in Höhe von TEUR 46 einschließlich Nebenkosten angefallen sowie TEUR 14 für Beratungsleistungen. 10. Derivative Finanzinstrumente Zum Bilanzstichtag bestanden derivative Finanzinstrumente in Form von Devisentermingeschäften in Höhe von TJPY 36.230 und TUSD 11.886 mit einem Nennwert von insgesamt TEUR 10.421. Für negative Marktwerte aus den abgeschlossenen Devisentermingeschäften wurden Rückstellungen für drohende Verluste in Höhe von TEUR 645 gebildet. 11. Konzernabschluss und Angaben zu Anteilen an verbundenen Unternehmen Die Leesys GmbH hält zum 31. Dezember 2017 sämtliche Anteile an der Telealarm Europe GmbH, Leipzig. Die Telealarm Europe GmbH als 100%ige Eigentümerin der TeleAlarm S.A. wurde im Jahr 2014, vormals TeleAlarm Holding GmbH, gegründet.
Die Gesellschaft ist grundsätzlich zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und dessen Prüfung nach §§ 316 ff. HGB verpflichtet. Im Geschäftsjahr 2017 wird die Leesys GmbH in den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 der Quantum (Luxembourg) S.à.r.l. mit Sitz in Luxemburg, einbezogen. Diese stellt den Konzernabschluss sowohl für den kleinsten als auch größten Kreis der verbundenen Unternehmen auf und hat gem. § 291 Abs. 1 HGB befreiende Wirkung für die Leesys GmbH. Der befreiende Konzernabschluss sowie der Lagebericht zum 31. Dezember 2017 der Quantum (Luxembourg) S.à.r.l., werden im Bundesanzeiger veröffentlicht. 12. Latente Steuern Latente Steuern werden für zeitliche, sich in der Zukunft voraussichtlich umkehrende Differenzen zwischen den handels- und steuerrechtlichen Bilanzansätzen gebildet, soweit dies nach § 274 HGB zulässig ist. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. Seit dem 31. Dezember 2015 wird vom entsprechenden Aktivierungswahlrecht Gebrauch gemacht. Im Geschäftsjahr 2017 ergab sich insgesamt eine aktive latente Steuer. Aktive latente Steuern resultieren aus Differenzen bei den Finanzanlagen (TEUR 10.471), dem Sonderposten mit Rücklageanteil (TEUR 4.325) und den sonstigen Rückstellungen (TEUR 509). Passive latente Steuern resultieren aus Differenzen beim Sachanlagevermögen (TEUR 5.570), Forderungen (TEUR 177), dem aktiven Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung (TEUR 99) und Pensionsrückstellungen (TEUR 4.850). Die Bewertung der temporären Differenzen erfolgt mit dem für das Geschäftsjahr geltenden Steuersatz für Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer von 31,93 %. Des Weiteren ergeben sich aktive latente Steuern aus gewerbe- und körperschaftsteuerlichen Verlustvorträgen in Höhe von TEUR 1.498. Diese wurden bilanziell nicht erfasst. Der nach Saldierung aktiver und passiver latenter Steuern verbleibende aktivische Überhang in Höhe von TEUR 1.472 (Vorjahr: TEUR 1.180) wurde unter Inanspruchnahme des Aktivierungswahlrechts wie im Vorjahr bilanziell erfasst und ein entsprechender Ertrag aus der Einstellung der latenten Steuern in Höhe von TEUR 292 verbucht. VI. Nachtragsbericht Es ereigneten sich nach dem Bilanzstichtag keine Vorgänge von besonderer Bedeutung.
Leipzig, den 13. März 2018 Leesys − Leipzig Electronic Systems GmbH vertreten durch die Geschäftsführer Steffen Görig, Master of Business Administration (MBA) Dr. Arnd Karden Jörg Friedrich, Dipl.-Ing. Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2017
Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Leesys - Leipzig Electronic Systems GmbH, Leipzig, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss der Leesys - Leipzig Electronic Systems GmbH, Leipzig, den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Leipzig, den 13. März 2018 Deloitte
GmbH
gez. Schwarz, Wirtschaftsprüfer gez. Sauer, Wirtschaftsprüfer Gesellschafterbeschluss
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| 1. |
Der von der Geschäftsführung vorgelegte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis 31.12.2017 wird festgestellt. |
| 2. |
Den Geschäftsführern wird für das Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis 31.12.2017 Entlastung erteilt. |
| 3. |
Deloitte GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Leipzig, wird zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 01.01.2018 bis 31.12.2018 bestellt. |
| 4. |
Der Jahresfehlbetrag für das Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis 31.12.2017 wird auf neue Rechnung vorgetragen. |
München, den 24.09.2018
Leesys Holding 1 GmbH
Steffen Görig, Geschäftsführer
Leesys Holding 2 GmbH
Steffen Görig, Geschäftsführer
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