Freicon GmbH & Co. KG

79111 Freiburg im Breisgau, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Freiburg HRA 703565
Vorher
Freicon IT Consulting GmbH & Co. KG
Eingetragen
13.12.2013

Finanzübersicht

Historie

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Management

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Gesellschafter

2 Gesellschafter

Kommanditgesellschaft (KG)

Persönlich haftender Gesellschafter
Germany
Kommanditist
Germany
800.000 €

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Freicon GmbH & Co. KG

Freiburg im Breisgau

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

der Freicon GmbH & Co. KG

Grundlagen des Unternehmens

Organisation

Die FREICON GmbH & Co KG ist durch Ausgliederung der für den operativen Betrieb wesentlichen Unternehmensbeteiligungen aus der FREICON AG im Wirtschaftsjahr 2014 entstanden.

Geschäftsmodell

Als mittelständisches Systemhaus mit Fokus auf die DACH Region und rd. 70 MA ist die FREICON GmbH & Co. KG mit ihrem Hauptsitz in Freiburg im Breisgau auf die IT- Bedürfnisse kleiner und mittelgroßer Unternehmen ausgerichtet. Dabei umfasst das Produkt-Portfolio der FREICON GmbH & Co. KG alle Bereiche der IT-Infrastruktur und des IT-Betriebs unserer vorwiegend mittelständischen Kunden und ist in der Lage diese, als kompetenter und herstellerunabhängiger Partner, lückenlos bei ihrer digitalen Transformation zu begleiten und zu unterstützen.

Geschäftssegmente

Die Geschäftstätigkeit der FREICON gliedert sich in drei Segmente:

Der Bereich SYS by FREICON liefert neben allen Hard- und Softwarekomponenten einer modernen IT-Infrastruktur auch die ergänzenden Dienstleistungen die für den Betrieb und den effizienten Einsatz dieser Produkte notwendig sind. Dazu gehören individuell auf die Bedürfnisse unserer Kunden zugeschnittene Konzeption, Projektierung, Installation, Service sowie Beratung als feste Bestandteile des Leistungsportfolios. Zahlreiche Zertifizierungen aller namhaften Hersteller garantieren in diesem Zusammenhang höchste Qualifizierung bei unseren Serviceleistungen. Outtasking-Leistungen und Application-Service-Providing vervollständigen unser Angebot als IT-Komplettanbieter und Systemintegrator.

Im zweiten Segment, ITSM by FREICON wird mit "monitos" eine eigenentwickelte IT Service Management Lösung angeboten. Diese ITSM-Suite ist ein umfassender Leitstand für das IT-Infrastruktur-Management, der die Überwachung der Infrastruktur, das Asset Management und die Dokumentation mittels CMDB sowie die Konfiguration des Schwachstellen-Managements übernimmt. Dabei werden die Informationen der CMDB dem User-Helpdesk in Verbindung mit aktiven Servicekatalogen und vordefinierten Prozessen zur Verfügung gestellt und es so unseren Kunden ermöglicht, ihre IT-Infrastruktur effizient zu managen und sicher und vor allem performant zu betreiben.

Die dritte Säule, MANAGED by FREICON übernimmt ausgewählte IT-Leistungen oder unterstützt ganzheitlich als "Full Managed Service Provider" den IT-Alltag mittelständischer Unternehmen. Unsere geschulten Profis beraten und unterstützen mit ihrem umfassenden Know-how in den Bereichen Managed Security Services, Managed Datacenter, bis hin zu individuellem Projekt- und Servicemanagement. Das "Cloud by FREICON"-Prinzip mit den Möglichkeiten FREICON Cloud (Infrastruktur im Rechenzentrum der FREICON), Public Cloud (Betreuung der Systeme in der MS Azure Cloud) und Private Cloud (Betreuung des Kunden-Datacenters) rundet die Services ab.

Wirtschaftsbericht

Die wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen waren 2023 weiterhin sehr angespannt. Der russische Angriffskrieg in der Ukraine dauerte an, zudem flammte der Nahostkonflikt erneut auf. Auch innenpolitische Spannungen, insbesondere in Deutschland, aber beispielsweise auch in Frankreich wirkten sich belastend aus. Dies führte in Deutschland zu einem rückläufigen Bruttoinlandsprodukt und damit zu der zweiten Rezession in den letzten fünf Jahren. Der Großteil der Volkswirtschaften in der EU zeigte dennoch positive Wachstumsraten, wenn auch auf niedrigem Niveau. Der IT-Markt konnte sich positiver entwickeln, blieb jedoch hinter den starken Wachstumsraten der letzten Jahre zurück.

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Das Jahr 2023 stand weiterhin unter dem Einfluss des Kriegs in der Ukraine wie auch dem erneut entbrannten Nahostkonflikt. Auch die weiterhin hohe Inflationsrate sowie das gestiegene Zinsniveau wirkten sich aus. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in der EU stieg 2023 laut aktuellen Zahlen der Europäischen Kommission um 0,5 % leicht an. Die ersten beiden Quartale zeigten jeweils eine marginale Wachstumsrate von 0,1 % im Vergleich zum Vorquartal. Im dritten Quartal ging die Rate um 0,1 % zurück. Zum Jahresabschluss stagnierte die Wirtschaftsleistung mit 0,0 %.

Die deutsche Wirtschaft fiel 2023 in eine Rezession. Das BIP verzeichnete nach Angaben des Statistischen Bundesamtes mit 0,3 % einen leichten Rückgang (Vorjahr: +1,8 %). Die Entwicklung in den einzelnen Quartalen zeigte einen noch ausgeprägteren Abwärtstrend als in der EU. Im ersten Quartal konnte das BIP im Vergleich zum Vorquartal noch marginal um 0,1 % zulegen. Im zweiten und dritten Quartal stagnierte das Wachstum mit 0,0 %. Im vierten Quartal ging dann das BIP um 0,3 % zurück. Demgegenüber entwickelten sich die Ausrüstungsinvestitionen im Gesamtjahr positiv und stiegen um 3,8 %. Die staatlichen Investitionen hingegen sanken um 2,5 %.

Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Der IT-Markt in Deutschland verzeichnete trotz der schwierigen Rahmenbedingungen laut Zahlen des Branchenverbands bitkom ein Wachstum von 2,2 %. Auch wenn die Wachstumsrate deutlich unter denen der Vorjahre lag, zeigte sich einmal mehr die Resilienz der IT-Branche. Aufgrund der Schwäche im PC-Markt und der Kaufzurückhaltung vieler Kunden ging das Volumen beim Hardwaregeschäft um 5,4 % zurück. Die Serviceumsätze konnten hingegen mit einem Plus von 5,1 % zulegen. Wachstumstreiber waren im vergangenen Jahr erneut die Softwareumsätze, die ein deutliches Wachstum von 9,6 % aufwiesen.

Darstellung und Analyse des Geschäftsverlaufs und des Geschäftsergebnisses 2023

Das Geschäftsfeld Dealer Management Systeme (im Folgenden kurz DMS) wurde mit wirtschaftlicher Wirkung zum 13.12/31.12.2022 an einen Wettbewerber veräußert. Das Berichtsjahr 2022 enthält wesentliche Sondereffekte aus dem Verkauf des Geschäftsbereichs "Dealer Management Systeme". Diese werden in den folgenden Betrachtungen bereinigt, um die operative Entwicklung des Geschäftsbetriebs darzustellen. Dabei wird sich im Wesentlichen auf die Entwicklung der verbliebenen Geschäftsbereiche konzentriert.

Die angespannte Entwicklung der Gesamtwirtschaft stand im Berichtsjahr weiterhin unter dem Einfluss des Kriegs in der Ukraine sowie der Eskalation der Spannungen im Nahen Osten. Jedoch waren die Auswirkungen des Kriegs nicht mehr in vollem Umfang zu spüren. Energiepreise und auch die Inflation gingen wieder zurück. Gleichwohl bewegten sich die Stimmung in der Wirtschaft wie auch die Wirtschaftsdaten selbst auf niedrigem Niveau. Auch die Situation in den Lieferketten hat sich im Jahresverlauf immer weiter entspannt. Allerdings gab es bei Hardware und hier insbesondere im PC-Geschäft eine spürbare Kaufzurückhaltung, besonders bei mittelständischen Kunden.

Unter Berücksichtigung der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, insbesondere der belasteten Stimmungslage in Deutschland und der damit verbundenen geringen Investitionsbereitschaft in IT-Infrastrukturprojekte, vor allem der mittelständischen Kunden, war der Geschäftsverlauf des Jahres 2023 zufrieden stellend. Nominell sank der Umsatz zwar um rd. -17 %, bereinigt um die Sondereffekte der Veräußerung konnte jedoch in den verbliebenen Geschäftsbereichen in Summe das Umsatzniveau des Vorjahres gehalten werden. Die Ziele in den Bereichen "ITSM by FREICON" und "MANAGED by FREICON" konnten hingegen nicht vollständig erreicht werden, da im Hinblick auf weiteres Wachstum in diesen Bereichen die Stabilisierung der Leistungsprozesse im Vordergrund stand.

Lage des Unternehmens

Die Lage des Unternehmens ist gut. Die FREICON GmbH & Co. KG konnte zwar die in der Planung für 2023 festgelegten Ziele nicht gänzlich erfüllen, aber wichtige Investitionen zur Erreichung der langfristigen strategischen Ziele tätigen.

Ertragslage

Der aufgrund der Investitionszurückhaltung weiter rückläufige Hardwareumsatz, konnte entsprechen der strategischen Ausrichtung durch Wachstum in den zukunftsträchtigen, serviceorientierten Geschäftsfeldern "MANAGED by FREICON" und "ITSM by FREICON" kompensiert werden.
Nominell sank der Rohertrag um rd. -24%. Bereinigt um den Abgang des Geschäftsfeldes DMS, hat sich der Rohertrag jedoch, bedingt durch die beschriebene Verschiebung innerhalb der Umsatzstruktur, gegenüber dem Vorjahr positiv entwickelt und konnte um 9,4 % gesteigert werden.
Der Rückgang der Personalkosten um rd. -25% ist ebenfalls der Veräußerung des Geschäftsbereichs DMS geschuldet. Bereinigt um diesen Effekt sind die Personalkosten aufgrund von Gehaltssteigerung und Sonderzahlungen als Folge der Inflation und insbesondere der Investition in neue Mitarbeiter für das Geschäftsfeld "MANAGED by FREICON" um TEUR 527. gestiegen. Der zugehörige Standort in Bremen wurde weiter ausgebaut und Kapazitäten für zukünftiges Wachstum und zur Stabilisierung der Prozesse geschaffen.
Die sonstigen Aufwendungen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit sanken zum einen aufgrund des Wegfalls des Geschäftsbereichs DMS, zu anderen aber auch aufgrund des Abbaus von Fixkosten um rd. -23%. Bereinigt um diese Effekte stiegen die sonst. betr. Aufwände, zum Teil inflationsbedingt, durch höhere Reisekosten, Kfz-Kosten und gestiegener Energiekosten, sowie Mehraufwände für die weiterhin andauernde Zertifizierung des Rechenzentrums Bremen nach der Norm DIN ISO 27001.
Der Jahresüberschuss nach Steuern der FREICON GmbH & Co. KG, bereinigt um die Sondereffekte des Teilbereichverkaufs, stieg aufgrund der beschriebenen Veränderungen sowie der guten Ergebnisse aus der Beteiligung an der Continum AG im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 105 auf ein Ergebnis nach Steuern von TEUR +268.

Vermögenslage

Die Bilanz der FREICON GmbH & Co. KG weist eine solide Vermögens- und Finanzstruktur auf. Die ausgewiesene Bilanzverkürzung i.H. von Mio. EUR rd. 2,8 ergibt sich hauptsächlich aus der Veräußerung des Geschäftsbereichs DMS. Auf der Aktivseite erhöhen sich die Sachanlagen um rd. TEUR 60 (+22,1%), im Wesentlichen aus Investitionen in die firmeneigene Ladeinfrastruktur. Die Finanzanlagen reduzieren sich um TEUR 200 aufgrund rückbezahlter Ausleihungen an verbundenen Unternehmen. Bei den kurzfristigen Vermögenswerten konnten die Bestände um TEUR 208 gesenkt werden. Gleichzeitig sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 725 gestiegen.
Auf der Passivseite zeigen sich die wesentlichen Veränderungen in den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die um TEUR 626 TEUR, analog zu den Forderungen, ebenfalls gestiegen sind.

Finanzlage

Die wesentlichen Kennzahlen für die interne Unternehmenssteuerung sind die Umsatzrendite und der Cash-Flow. Bereinigt um Sondereffekte (EarnOut aus Verkauf "Dealer Management Systeme") konnte die Umsatzrendite gegenüber dem Vorjahr um 0,7 %-Punkte auf 1,4 % gesteigert werden. Der Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit war zum Stichtag 31.12.2023 aufgrund des sehr hohen Forderungsbestands deutlich negativ, hinsichtlich dem Jahresverlauf 2024 aber nicht kritisch, da mit einem Ausfall der Forderungen nicht zu rechnen und die Liquidität der FREICON durch wiederkehrende Umsätze gesichert ist.

Chancen- und Risikobericht

Risiken

Das Berichtsjahr 2023 war von großen Unsicherheiten geprägt. Mittelpunkt war die sehr angespannte gesamtwirtschaftliche Lage, die wiederum von unterschiedlichen geopolitischen Ereignissen beeinflusst wurde: dem fortdauernden Krieg in der Ukraine sowie der durch den Angriff der Hamas auf Israel verschärften Krise in Nahost, der Inflation sowie der damit verbundenen Verunsicherung weiter Teile der Wirtschaft. Die mit den genannten Rahmenbedingungen einhergehende hohe Unsicherheit hat manche unserer Kunden dazu veranlasst, geplante Investitionen in die IT aufzuschieben. Dieser Investitionszurückhaltung durch eine breit aufgestellte Angebotspipeline entgegen zu wirken, wird vor allem im Bereich der Hardware, die Aufgabe für 2024 sein. Jedoch ergeben sich bei einer noch schwächeren oder gar rückläufigen Konjunktur entsprechende Risiken für die Ertragslage der FREICON.
Die wiederkehrenden Einnahmen aus langfristigen Wartungs- Hosting-, Managed Service- und Softwareverträgen sichern die Liquidität Es sind daher, unter den bisher bekannten Prämissen, keine Engpässe im Planungszeitraum zu erwarten.
Aufgrund der detaillierten Bonitätsprüfung im Neukundengeschäft verfügt die Gesellschaft über einen solventen Kundenstamm. Zur Minimierung von zukünftigen Ausfallrisiken verfügt die FREICON über ein adäquates Debitorenmanagement, das im Hinblick die gesamtwirtschaftliche Lage nochmals intensiviert wurde.
Potenzielle Währungsrisiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft beeinflussen könnten, bestehen keine.
Das im Aufbau befindliche Geschäftsfeld "MANAGED by FREICON" sieht sich mit der Herausforderung konfrontiert, die internen Prozesse zur Leistungserbringung zu optimieren um das Onboarding weitere Neukunden schneller und effizienter durchführen und damit schneller wachsen zu können.
Der Abschluss der Zertifizierung nach DIN ISO 27001 im Q2 / 2024 ist dabei zwingende Voraussetzung um am Markt erfolgreich akquirieren zu können.

Chancen

IT ist mittlerweile für alle Unternehmen und öffentlichen Auftraggeber ein essenzieller Faktor in der Wertschöpfung. IT-Ausgaben werden daher selbst in Zeiten hoher Unsicherheit eher stabil gehalten beziehungsweise sogar erhöht. Trotz dieser Rahmenbedingung ist die FREICON abhängig von der konjunkturellen Entwicklung, aus der sich bei positivem Wachstum Chancen ergeben. Auschlaggebend hierfür ist die breite Lösungskompetenz der FREICON sowie die Diversität des Kundenstammes.
Starke Partnerschaften der FREICON mit Herstellern, insbesondere im Bereich der Hardeware, unterstützen uns bei der Wahrnehmung dieser Chancen.
Auch im Bereich IT-Security, in dem der Bedarf durch die zunehmende Bedrohung und Frequenz von Cyberattacken stark wächst, ist die FREICON durch Partnerschaften und eigene Dienstleistungen gut aufgestellt und kann vom Marktwachstum profitieren.
Die Komplexität von IT führt gleichzeitig dazu, dass viele Unternehmen für den erfolgreichen und sicheren Betrieb ihrer IT-Infrastrukturen kompetente Partner benötigen, zunehmend auch im Bereich hochwertiger Dienstleistungen wie Managed Services. Hier kann die FREICON mit dem neuen Geschäftsfeld "MANAGED by FREICON" ebenfalls weiteres Wachstum generieren.
Aufgrund der in 2023 in Kraft getretenen NIS-2 Richtlinie kommen auf sehr viel mehr Unternehmen, vor allem die die bisher nicht zu den Kritischen Infrastrukturen (KRITIS) zählten, vermehrt Pflichten und Anforderungen zu. Um diesen gerecht zu werden, bietet die FREICON den Unternehmen mit dem Bereich "ITSM by FREICON" eine Softwarelösung an, die die Unternehmen in die Lage versetzt den neuen Anforderungen Rechnung zu tragen. Damit ergeben sich auch in diesem Umfeld deutliche Wachstumschancen für die FREICON.

Prognosebericht

Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens

Der deutsche IT-Markt soll laut Bitkom 2024 wieder stärker wachsen. Die Wachstumsrate wird mit 6,1 % deutlich über der des Berichtsjahres erwartet (2,2 %). Für die Hardwareumsätze wird eine Erholung und damit ein Wachstum von 4,6 % prognostiziert (Berichtsjahr: 5,4 %). Die Services sollen mit 4,8 % etwas weniger zulegen als im Berichtsjahr (5,1 %). Damit wird für das Softwaresegment erneut mit 9,4 % die höchste Steigerungsrate erwartet. Diese wird zwar marginal unter der des Berichtsjahres (9,6 %) gesehen, jedoch soll das Segment weiterhin der Wachstumstreiber im deutschen IT-Markt sein.
Unter den beschriebenen Bedingungen und der bisherigen Strategie folgend, sollen auch 2024 die Lizenz- und Wartungserlöse unserer ITSM-Suite "monitos" weiter gesteigert und damit vermehrt wiederkehrende Umsätze generiert werden. Dazu tragen insbesondere die engen Entwicklungspartnerschaften mit den an den Komponenten der Suite beteiligten Firmen bei, durch die die FREICON schnell auf die Wünsche des Markts reagieren und die Software passgenau an den Bedürfnissen der Kunden ausrichten kann. Aus den genannten Gründen erwarten wir 2024 erneut eine Steigerung der Lizenz- und Wartungserlöse um rd. 10%.
Neben der "Monitos-Suite" wird 2024 weiterhin das neu aufgebaute Geschäftsfeld "MANAGED by FREICON" im Fokus stehen. Ziel bleibt es den bestehenden Kundenstamm zu erweitern und die Kapazität der zugehörigen Rechenzentrumsinfrastruktur auszunutzen. Um Kunden, die der kritischen Infrastruktur angehören oder besondere Sicherheitsanforderungen haben, bedienen zu können, ist die dafür zwingend notwendige Zertifizierung des Rechenzentrumsbetriebs nach DIN ISO 27001 für das 2 Quartal 2024 geplant. Auch für diesen Geschäftsbereich ist ein deutliches Wachstum von rd. 19 % geplant.
Die Auswirkungen der gesamtwirtschaftlichen Lage auf das Investitionsverhalten der Kunden sowie der Trend zu gehosteten und betreuten Umgebungen wird sich vor allem im Bereich Hardware niederschlagen. Aus diesem Grund wird, trotz der genannten Wachstumsfelder in Summe mit einem Umsatzrückgang gerechnet. Trotz des Umsatzrückganges, soll das Ergebnis durch den Ausbau der margenstarken Geschäftsfelder gehalten werden.

Das Ziel ist es damit auch 2024 die Abhängigkeit vom Hardware- und Projektgeschäft und damit von konjunkturellen Schwanken abzubauen und in den Geschäftsfeldern, die auf Softwaremiete, Betreuungs- und Wartungsverträgen basieren, weiteres Wachstum zu generieren.

Auf Basis der genannten Umsatzentwicklung und bereinigt um Earnout-Erlöse aus dem Verkauf des Geschäftsbereiches "Dealer Management Systeme" prognostizieren wir für das Geschäftsjahr 2024 ein gegenüber Vorjahr leicht steigendes Ergebnis bei gleichzeitigen Investitionen in den Aufbau des zukunftsträchtigen Geschäftsfelder. Diese Einschätzung berücksichtigt unseren Kenntnisstand von Anfang Mai 2024. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich die gesamtwirtschaftliche Lage bei einer Ausweitung des Krieges in der Ukraine und des Konfliktes im Nahen Osten verschlechtern wird. Zum aktuellen Zeitpunkt sind weitere Beeinträchtigungen daher nicht abschätzbar und in oben genannten Marktausblick nicht enthalten.

Freiburg im Breisgau, im Mai 2024

Handelsbilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 1.027.899,36 1.185.937,14
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 32.935,86 48.512,86
II. Sachanlagen 318.161,00 260.621,78
III. Finanzanlagen 676.802,50 876.802,50
B. Umlaufvermögen 3.493.056,68 6.198.222,21
I. Vorräte 407.817,56 616.796,79
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.042.539,74 2.204.088,13
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 42.699,38 3.377.337,29
C. Rechnungsabgrenzungsposten 286.159,96 243.243,74
Aktiva 4.807.116,00 7.627.403,09

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 1.318.514,26 1.318.514,26
I. Kapitalanteile 800.000,00 800.000,00
1. Kapitalanteile Kommanditisten 800.000,00 800.000,00
II. Rücklagen 518.514,26 518.514,26
III. Bilanzgewinn 0,00 0,00
B. Rückstellungen 460.555,24 991.194,89
C. Verbindlichkeiten 2.781.128,65 5.187.569,07
D. Rechnungsabgrenzungsposten 246.917,85 130.124,87
Passiva 4.807.116,00 7.627.403,09

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 7.755.865,73 12.794.078,72
2. Personalaufwand 5.656.976,46 7.429.324,08
a) Löhne und Gehälter 4.749.267,40 6.240.487,72
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 907.709,06 1.188.836,36
davon für Altersversorgung 6.954,25 11.806,34
3. Abschreibungen 102.819,02 126.692,98
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 102.819,02 126.692,98
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.757.241,09 2.278.520,41
5. Erträge aus Beteiligungen 242.000,00 121.000,00
davon aus verbundenen Unternehmen 242.000,00 121.000,00
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 7.246,86 5.938,57
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 6.427,34 16.095,61
davon an verbundene Unternehmen 4.000,00 3.144,44
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 29.961,23 455.950,28
9. Ergebnis nach Steuern 451.687,45 2.614.433,93
10. sonstige Steuern 5.010,00 7.786,00
11. Jahresüberschuss 446.677,45 2.606.647,93
12. Gutschrift auf Kapitalkonten 446.677,45 2.606.647,93
13. Bilanzgewinn / Bilanzverlust 0,00 0,00

Anhang

I.  Allgemeine Angaben

Die Freicon GmbH & Co. KG hat ihren Sitz in Freiburg i. Breisgau. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Freiburg unter der Nummer HRA 703565 eingetragen.

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) aufgestellt.

Die Gesellschaft erfüllt die Größenmerkmale einer mittelgroßen Gesellschaft gem. § 267 Abs. 4 S. 2 HGB. Die größenabhängigen Erleichterungen gemäß § 276 und 288 Abs. 2 HGB für eine mittelgroße Gesellschaft wurden in Anspruch genommen.

Die Wertansätze der Bilanz zum 31.12.2022 wurden unverändert übernommen.

Zur Verbesserung der Übersichtlichkeit werden Angaben zu Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke grundsätzlich im Anhang gemacht.

II.  Angaben zur Bilanzierung und Bewertung sowie Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert. Sie werden linear pro rata temporis über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 250 werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben. Für Vermögensgegenstände mit Anschaffungs- und Herstellungskosten zwischen EUR 250 und EUR 1.000 netto wurde aus Vereinfachungsgründen entsprechend § 6 Abs. 2 a EStG ein Sammelposten gebildet. Dieser wird auf eine Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bewertet. Es liegen keine Anhaltspunkte für eine dauernde Wertminderung vor, da wir in den Folgejahren ausreichende positive Jahresüberschüsse erwarten.

Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 160 (Vj. TEUR 360) bestehen gegenüber der Gesellschafterin, der Freicon Holding AG.

Die einzelnen Posten des Anlagevermögens entwickelten sich wie folgt (Anlagespiegel):


Anschaffungs-/ Herstellungs-
kosten
per 01.01.2023
Zugang
Abgang
Anschaffungs-/ Herstellungs-
kosten
per 31.12.2023

EUR
EUR
EUR

Anlagevermögen




Immaterielle Vermögensgegenstände


entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
249.857,53
5.850,00
3.582,23
252.125,30
Sachanlagen




Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
87.564,08
24.842,15
0,00
112.406,23
Technische Anlagen und Maschinen
319.986,06
79.117,04
10.451,88
388.651,22
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
341.994,00
35.733,05
32.465,84
345.261,21
Finanzanlagen




Anteile an verbundenen Unternehmen
514.302,50
0,00
0,00
514.302,50
Ausleihugen an verbundene Unternehmen
360.000,00
0,00
200.000,00
160.000,00
Wertpapiere des Anlagevermögens
2.500,00
0,00
0,00
2.500,00
Anlagevermögen insgesamt
1.876.204,17
145.542,24
246.499,95
1.775.246,46

kumulierte Abschreibungen
01.01.2023
Zugang
Abgang
kummulierte Abschreibungen 
31.12.2023
Restbuchwert 31.12.2023
Restbuchwert 31.12.2022

EUR


EUR
EUR
EUR
Anlagevermögen






Immaterielle Vermögensgegenstände




entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
201.344,67
21.427,00
3.582,23
219.189,44
32.935,86
48.512,86
Sachanlagen






Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
29.916,00
2.932,38
0,00
32.848,38
79.557,85
57.648,08
Technische Anlagen und Maschinen
234.856,59
40.638,00
10.451,88
265.042,71
123.608,51
85.129,47
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
224.149,77
37.821,64
31.704,84
230.266,57
114.994,64
117.844,23
Finanzanlagen






Anteile an verbundenen Unternehmen
0,00
0,00
0,00
0,00
514.302,50
514.302,50
Ausleihugen an verbundene Unternehmen
0,00
0,00
0,00
0,00
160.000,00
360.000,00
Wertpapiere des Anlagevermögens
0,00
0,00
0,00
0,00
2.500,00
2.500,00
Anlagevermögen insgesamt
690.267,03
102.819,02
45.738,95
747.347,10
1.027.899,36
1.185.937,14

Angaben über Anteilsbesitz

An folgenden Gesellschaften besteht zum Bilanzstichtag ein Anteilsbesitz von mindestens 20 %:

Gesellschaft
Sitz
Höhe des Kapitalanteils Eigenkapital
Ergebnis des letzten Geschäftsjahres, für das ein JA vorliegt
Continum AG
Freiburg
60,50%
2.008.563
557.451


Vorräte

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet.

Forderungen

Die Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Erkennbare Einzelrisiken wurden direkt wertberichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung zu Forderungen ausreichend Rechnung getragen.

Die Umrechnung der auf fremde Währung lautenden kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Zahlungsmittelbestände erfolgte mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag.
Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen aus den Verrechnungskonten gegenüber der Continum AG und der Azteka Consulting GmbH. In den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind Forderungen gegenüber der Gesellschafterin, der Freicon Holding AG i.H.v. TEUR 0 (Vj. TEUR 7) enthalten. Diese haben Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr.

Sonstige Vermögensgegenstände

Von den übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen haben Kautionen für Büroräume in Höhe von TEUR 10 eine Restlaufzeit von über einem Jahr, sowie Darlehen an Mitarbeiter in Höhe von TEUR 100 eine Restlaufzeit von über 5 Jahren. Darlehen an Mitarbeiter haben in Höhe von TEUR 30 eine Restlaufzeit von bis zu 5 Jahren.

Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.
Die Restlaufzeiten ergeben sich aus dem Verbindlichkeitsspiegel:



Laufzeiten


davon gesichert     EUR

< 1 Jahr
1 - 5 Jahre
> 5 Jahre
Summe


EUR
EUR
EUR
EUR

Verbindlichkeiten gegenüber





Kreditinstituten
12.333,32
33.916,71
0
46.250,03
46.250,03
Vorjahr
12.333,32
46.250,03
0,00
58.583,35

Erhaltene Anzahlungen
0
0
0
0

Vorjahr
0
0
0
0

Verbindlichkeiten aus





Lieferungen und Leistungen
1.939.786,51
0
0
1.939.786,51

Vorjahr
1.314.093,27
0
0
1.314.093,27

Verbindlichkeiten gegenüber





verbundenen Unternehmen
657.454,05
0
0
657.454,05

Vorjahr
2.810.883,93
0
0
2.810.883,93

 - davon gegenüber Gesellschafterin
-457.454,05
0
0
-457.454,05

Vorjahr
-2.610.883,93
0
0
-2.610.883,93

nahestehende Unternehmen
0
0
0
0

Vorjahr
218,01
0
0
218,01

Sonstige Verbindlichkeiten
101.579,98
0
0
101.579,98

Vorjahr
1.027.098,28
0
0
1.027.098,28

 - davon aus Steuern
-56.510,37
0
0
-56.510,37

Vorjahr
-786.558,65
0
0
-786.558,65

 - davon im Rahmen der sozialen





   Sicherheit
-8.607,51
0
0
-8.607,51

Vorjahr
-11.878,02
0
0
-11.878,02

Summe
2.253.699,81
33.916,71
0,00
2.745.070,57
46.250,03
Vorjahr:
2.553.742,88
46.250,03
0,00
5.210.658,83



Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch eine Globalzession der Forderungen A - Z der Gesellschaft und eine Sicherungsübereignung des Warenlagers gesichert. Ferner bestehen Sicherheiten durch Drittsicherungsgeber (Grundpfandrechte auf den Grundbesitz der Freicon Holding AG und eine Globalzession der Forderungen des Schwesterunternehmens AZTEKA Consulting GmbH).

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind in branchenüblichem Umfang durch Eigentumsvorbehalt gesichert.

Unter den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 57 (Vj. TEUR 787) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 9 (Vj. TEUR 12) ausgewiesen.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt und mit dem Erfüllungsbetrag bewertet. In den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen Rückstellungen für Personalkosten (TEUR 165) sowie für ausstehende Provisionen (TEUR 250) und ausstehende Rechnungen (TEUR 6) enthalten.

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Der Nutzung von Kfz, IT-Hardware sowie Kopierern liegen Operate-Leasing-Verträge zugrunde. Der Abschluss von Leasingverträgen dient der Verringerung der Kapitalbindung und verlagert das Risiko der Verwendung auf den Leasinggeber. Die Leasingverträge haben eine Laufzeit bis maximal 2028. Die Gesamtverpflichtung aus den Leasingverträgen beträgt TEUR 588.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz ausgewiesen werden und auch nicht nach § 251 HGB anzugeben sind, resultieren aus Mietverpflichtungen. Der Mietvertrag über die Betriebsimmobilie am Standort Freiburg hat eine Restlaufzeit bis zum 31.12.2025. Die jährlichen Mietaufwendungen an die Muttergesellschaft (verbundene Unternehmen) belaufen sich auf TEUR 136 einschl. Nebenkostenvorauszahlung. Zusätzlich besteht ein Mietvertrag über ein Büro in Mannheim mit gesetzlicher Kündigungsfrist und einem Jahresaufwand von TEUR 8 sowie über ein Büro in Oldenburg mit einer Restlaufzeit bis zum 31.10.2025 und einem Jahresaufwand von TEUR 7 und ein Büro in Bremen mit einer Restlaufzeit bis zum 31.12.2027 und einem Jahresaufwand von TEUR 46.

Haftungsverhältnisse

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten des Schwesterunternehmens AZTEKA Consulting GmbH (verbundene Unternehmen) sind in Höhe von TEUR 195 (Vj. TEUR 0) über eine gemeinsame Sicherheit - Globalzession der Forderungen von A - Z abgesichert.

Der Kontokorrentkredit des Schwesterunternehmens AZTEKA Consulting GmbH (verbundene Unternehmen) ist in Höhe von TEUR 0 (Vj. TEUR 0) über eine gemeinsame Sicherheit - Globalzession der Forderungen von A - Z sowie der Sicherungsübereignung des Warenlagers - abgesichert.
Das Kontokorrent wird nur saisonal - in der Regel in den Monaten August bis Dezember - zur Vorfinanzierung des Jahresendgeschäftes benötigt. Wir gehen davon aus, dass die dafür gegebenen Sicherheiten nicht in Anspruch genommen werden, da die Konten mit Faktura der Lizenz-, Dienstleistungs-, Wartungs- und Mietumsätze im Januar des Folgejahres wieder ausgeglichen werden.

III.  Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung
Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach § 285 Nr. 4 HGB unterbleibt gemäß § 288 HGB i.V.m. § 267 Abs. 2 HGB.

Innerhalb der sonstigen betrieblichen Erträge sind Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung in Höhe von TEUR 210 (Vj. TEUR 2.876) enthalten. Es handelt sich um Erlöse aus dem Verkauf des Geschäftsbereichs DMS.
In den Personalaufwendungen sind Aufwendungen zur Altersversorgung in Höhe von TEUR 7 (Vj. TEUR 12) enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung i.H.v. EUR 0,00 (Vj. EUR 397,15) enthalten.

In den Zinserträgen sind Zinserträge aus verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 2.666,67 (Vj. EUR 4.918,33) enthalten.

In den Zinsen und ähnliche Aufwendungen sind Zinsaufwendungen aus verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 4.000,00 (Vj. EUR 3,144,44) enthalten.

IV. Sonstige Pflichtangaben

Angaben über die Mitglieder der Unternehmensorgane

Die Geschäfte des Unternehmens wurden von der persönlich haftenden Gesellschafterin, der Freicon Verwaltungs GmbH, vertreten durch den Geschäftsführer 
· Bernd Straub, Organisationsprogrammierer, Freiamt
geführt. Der Geschäftsführer ist befugt, im Namen der Gesellschaft mit sich als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen. Der Geschäftsführer ist einzelvertretungsberechtigt.

Auf eine Angabe der Bezüge wird gem. § 284 Abs. 4 HGB verzichtet.

Angaben zu Organkrediten

Unterjährig wurde ein Darlehen in Höhe von TEUR 100 von der Freicon GmbH & Co. KG an Herrn Bernd Straub gewährt. Das Darlehen hatte eine Laufzeit von 3 Monaten und wurde mit 4% p.a. endfällig verzinst. Die Rückzahlung des Darlehens sowie der Zinsen erfolgte fristgerecht.

Angabe der Arbeitnehmerzahl

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 72 Angestellte (ohne Aushilfe/Azubi und Organe).

Komplementär

Persönlich haftende Gesellschafterin ist die Freicon Verwaltungs GmbH, Freiburg mit einem gezeichneten Kapital von TEUR 25.

Freiburg i.Br., 03. Mai 2024
_________________________
Freicon Verwaltungs GmbH Bernd Straub Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 03.06.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk


An die Freicon GmbH & Co. KG:
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der Freicon GmbH & Co. KG - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Freicon GmbH & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse · entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und · vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Gemäß § 322 III 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Überein­stimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.
Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.
Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lage­bericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächli­chen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die inter­nen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungs­mäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahres­abschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verant­wortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrund­satzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lagebe­richts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünf­tigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwort­lich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwen­denden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kriti­sche Grundhaltung. Darüber hinaus · identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
· gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzuge­ben.
· beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern ange­wandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammen­hängenden Angaben.
· ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzli­chen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungs­nachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereig­nisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
· beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
· beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unter­nehmens.
· führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern darge­stellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausrei­chender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ablei­tung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständi­ges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde­liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeid­bares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplan­ten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

 

Freiburg im Breisgau, 03.05.2024

EUREGIO Südwest GmbH, Freiburg im Breisgau
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