Stammdaten

Register
Amtsgericht Neuss HRB 8221
Vorher
GIFAS W.J. Gröninger ELECTRIC GmbH
Eingetragen
8.7.2002
Branche
Herstellung von elektrischem InstallationsmaterialHerstellung von elektrischen HaushaltsgerätenBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Herstellung und der Handel von und mit elektrotechnischen Materialien und Produkten aller Art sowie die Übernahme von Einkaufs- und Vertriebsaktivitäten. Die Gesellschaft ist berechtigt, gleiche oder ähnliche Unternehmen zu gründen, zu pachten, zu erwerben oder sich an ihnen zu beteiligen und Zweigniederlassungen im Inund Ausland zu errichten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Falko Muschlin
seit 16.10.2025
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
GIFAS Beteiligungen GmbH
Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

GIFAS ELECTRIC GmbH

Neuss

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

Die GIFAS ELECTRIC GmbH (kurz: GIFAS) beschäftigt sich mit Entwicklung, Konstruktion, Produktion und Vertrieb von Produkten für die Elektroindustrie.

Das GIFAS-Portfolio umfasst hochwertige elektrotechnische Produkte aus dem Bereich der Niederspannungstechnik, insbesondere für die Stromverteilung und Beleuchtung. Die Gesellschaft betreut Kunden aus Industrie, Baugewerbe, Transportwesen, Sicherheitseinrichtungen und dem öffentlichen Sektor in Deutschland sowie im europäischen Ausland. Hierbei werden ein umfassendes Katalogsortiment sowie auch kundenspezifische Systemlösungen vermarktet.

GIFAS übt ihre Geschäftstätigkeit am Firmensitz in Neuss mit rund 60 Mitarbeitenden aus und ist Teil der GIFAS-Gruppe, die mit insgesamt rund 280 Mitarbeitenden auch mit Standorten in den Ländern Schweiz, Österreich und Italien vertreten ist.

II. Wirtschaftsbericht

1. Allgemeine Rahmenbedingungen

Das Wirtschaftsjahr 2023 war in zahlreichen Wirtschaftsbereichen insbesondere im ersten Halbjahresverlauf noch von den Auswirkungen des Ukraine-Kriegs mit spürbaren Material- und Lieferengpässen, hohen Energiepreisen und weiterhin kräftiger Inflation geprägt. Die europäische Wirtschaft hat im vergangenen Jahr vor dem Hintergrund der hohen Lebenshaltungskosten, der schwachen Auslandsnachfrage und der Straffung der Geldpolitik an Dynamik verloren und zeigte sich in der Entwicklung belastet. Insgesamt besagte die Prognose der Europäischen Kommission (KOM) für 2023 dennoch ein reales Wirtschaftswachstum im Euroraum in Höhe von 0,6 Prozent, was über dem ursprünglich erwarteten Wert liegt.

Im allgemeinen Außenhandel haben sich 2023 die Export- und Importgeschäfte von Waren und Dienstleistungen laut DIHK gegenüber dem Vorjahr negativ entwickelt. Hierbei fiel das Exportvolumen preisbereinigt um 2,0% und die Importe um 10,1%.

In unserem Heimatmarkt Deutschland fielen die Wirtschaftsdaten dagegen schlechter aus. Die inländische Wirtschaft war im Jahresverlauf 2023 von einer wirtschaftlichen Stagnation bei gleichzeitig hohen, wenn auch rückläufigen Inflationsraten geprägt. Ursächlich für diese schwächer als zu Jahresbeginn allgemein erwartete Entwicklung waren vor allem die Nachwirkungen der massiven Kaufkraftverluste im Zuge der Energiepreiskrise, die den privaten Konsum geschwächt haben. Hinzu kamen die deutlich geringere Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft sowie die dämpfenden Effekte der geopolitischen Spannungen und Krisen. Statt der erwarteten leichten Steigerungen fehlten nahezu das gesamte abgelaufene Jahr die Impulse für konjunkturelle Erholung und Wirtschaftsbelebung. Nach den aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) verzeichnete das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) für das abgelaufene Jahr ein BIP-Rückgang von 0,3 Prozent.

Die für GIFAS relevanten Wirtschaftszweige haben sich 2023 unterschiedlich dargestellt. Die Elektroindustrie konnte letztes Jahr laut Zentralverband der Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) den preisbereinigten Produktionsumsatz um lediglich 0,4% zulegen. Die Bruttowertschöpfung im zuletzt über Jahre soliden Baugewerbe zeigte gemäß Statistischem Bundesamt bedingt durch die hohen Baukosten, ungünstigen Finanzierungsbedingungen sowie dem zunehmenden Personalmangel ebenfalls nur ein geringes Plus von preisbereinigt 0,2%. Die Produktion im Verarbeitenden Gewerbe in Deutschland (ohne Bau) ist dagegen im Jahr 2023 real um 0,4% gesunken.

1. Geschäftsverlauf

Der Geschäftsverlauf bei GIFAS korrelierte im Wesentlichen mit der Entwicklung der Gesamtwirtschaft. Die Gesellschaft zeigte eine positive Geschäftsentwicklung und erzielte unter den bestehenden Rahmenbedingungen ein solides Wirtschaftsjahr. Der Auftragseingang konnte im Verlauf unterjährig auf ein konstantes Niveau gebracht werden, mit projektbedingt drei besonders guten Monaten März, Mai und November. Hierdurch ließen sich die Materialplanung, der Produktionsoutput sowie damit auch die Liquidität solide steuern und insgesamt ein sehr erfolgreiches Gesamtjahr mit Bestzahlen im Bestellvolumen und den Verkaufserlösen erzielen.

2. Ertragslage

Die Umsatzerlöse der Gesellschaft stiegen 2023 um insgesamt rd. 2,0%. Hierfür insbesondere maßgebend waren mehrere größere Projekte im Bereich Unterflursysteme im Inlandsgeschäft.

Mit Blick auf die Erträge führten der realisierte Verkaufsprodukt-Mix sowie leichte Entlastungen in den Material- und Logistikkosten zu einer Verbesserung des Rohertrags (= Umsatzerlöse zzgl. Bestandsveränderung abzgl. Materialaufwand) um 2,6%. Aufgrund der Umsatzsteigerung bei verringerter Belegschaftsstärke hat sich der Deckungsbeitrag II überproportional um 12,5% zum Vorjahr erhöht. Unsere Betriebskosten wurden 2023 auf der Sachkostenebene auf adäquatem Niveau geführt und fielen auf der Personalkostenseite durch einige unbesetzte Stellen verringert aus, so dass die Betriebskostenquote zum Vorjahr leicht verbesserte. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) beläuft sich im Jahr 2023 aufgrund der beschriebenen Entwicklungen und Einflüsse auf TEUR 1.534 und liegt damit über der im letzten Prognosebericht für 2023 beschriebenen Ergebnisentwicklung.

Ertragslage

Jahr 2023 Jahr 2022 absolute Veränderung relative Veränderung
in EUR in EUR in EUR in %
Deckungsbeitrag I (=Rohertrag) 7.162.262 6.983.225 179.036 2,6%
Deckungsbeitrag II (Deckungsbeitrag I ./. Personalaufwand) 3.314.380 2.945.666 368.714 12,5%
Sonstige betriebliche Erträge 243.663 244.291 -628 -0,3%
Abschreibungen 118.840 144.369 -25.529 -17,7%
Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.904.864 1.815.577 89.287 4,9%
EBIT 1.534.339 1.230.010 304.329 24,7%
Finanzergebnis -363 387 -750 -193,8%
Steuern 494.455 398.903 95.552 24,0%
Jahresüberschuss 1.039.522 831.494 208.027 25,0%

3. Finanzlage

Einen Überblick über Art und Umfang der Finanzierungsströme des Unternehmens im Berichtszeitraum gibt nachfolgende Kapitalflussrechnung, in der die wesentlichen Finanzierungsquellen und die Arten der Mittelverwendung dargestellt werden.

31.12.2023 TEUR (gerundet)
Ergebnis nach Ertragssteuern + 1.039,5
Abschreibungen auf immaterielle Anlagegegenstände und Sachanlagen + 119,0
Cash-flow nach DVFA/SG + 1.158,5
Veränderung der
- Rückstellungen ./. 261,0
- Vorräte + 468,5
- Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ./. 230,2
- Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen + 9,9
- sonstigen betrieblichen Aktiva ./. 33,6
- sonstigen betrieblichen Passiva + 83,0
Cash-flow aus Veränderungen des working capital + -36,8
Cash-flow aus lfd. Geschäftstätigkeit + 1.195,3
Zufluss aus Abgängen von
- Sachanlagen/immaterielle Anlagengegenstände + 0,0
Auszahlung für Investitionen in
- Sachanlagen/immaterielle Anlagengegenstände ./. 32,9
- Finanzanlagen 0,0
Cash-flow aus Investitionstätigkeit ./. 32,9
Gewinnausschüttung ./. 900,0
Cash-flow aus Finanztätigkeit ./. 900,0
Jahres-Cashflow = zahlungswirksame Veränderung Finanzmittelfonds ./. 262,4
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 1.073,7
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 1.336,1

+ = Mittelherkunft

./. = Mittelverwendung

Wie auch in den Vorjahren werden Verbindlichkeiten unter Ausnutzung möglicher Skontogewährungen gezahlt. GIFAS unterliegt keinen langfristigen Fremddarlehen. Die Gesellschaft war jederzeit in der Lage, ihren fälligen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

4. Vermögenslage

Mit dem nach Gewinnausschüttung verbleibenden Gewinnvortrag weist GIFAS zum Stichtag eine Eigenkapitalquote in Höhe von 76,7% nach 73,3% im Vorjahr aus. Diese Zunahme geht vor allem auf das gestiegene Eigenkapital bei einem Rückgang der Bilanzsumme (im Wesentlichen durch den Abbau des Lagerbestandes) zurück.

Investitionsseitig wurde 2023 auf Betragsniveau des Vorjahres gearbeitet und insbesondere Projekte im IT-Management sowie der Administration vorangebracht, um Modernität und zusätzliche Effizienz in unseren Abläufen zu erlangen. Zudem wurden weitere Anschaffungen im Rahmen der Überarbeitung unserer Produktsortimente getätigt.

5. Gesamtaussage

GIFAS berichtet monatlich an die Mehrheitsgesellschafterin. Wichtige Größen in der Betrachtung der Leistungsfähigkeit sind unter anderem der Auftragseingang, die Auslastung in der Fertigung sowie Lieferperformance, Rohertrag, Lagerkennzahlen, Betriebskosten, Betriebsergebnis (EBIT) und die Veränderung der liquiden Mittel.

Die Entwicklung der wichtigsten finanziellen Leistungsindikatoren stellt sich wie folgt dar:

Plan 2023 Ist 2023 Ist 2022
in TEUR in TEUR in TEUR
Rohertrag 7.479,5 7.162,3 6.983,2
Betriebsergebnis (EBIT) 1.403,2 1.534,3 1.230,0

Gegenüber dem Vorjahr konnte der Rohertrag um 2,6% gesteigert werden. Damit wurde das Planziel aufgrund des anhaltenden Ukraine-Krieges mit nach wie vor hohen Preisen für Rohmaterialien, Energie und Kraftstoffen allerdings nicht erreicht. Beim EBIT wurde der Vorjahreswert um 24,7% als auch die Planzahl um 9,3% übertroffen.

Auch die nichtfinanziellen Leistungsindikatoren unterliegen einer kontinuierlichen Überprüfung. So werden unter anderem die Krankheits- und Fluktuationsquote sowie die Lieferperformance gemessen. Bei der Personalentwicklung setzt GIFAS weiter auf aktives Mentoring im Onboarding- Prozess neuer Mitarbeitender sowie dem etablierten Patenmodell bei Auszubildenden.

III. Chancen- und Risikobericht

Die Gesellschaft ist im Rahmen ihrer geschäftlichen Aktivitäten möglichen Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit unternehmerischem Handeln verbunden sind und die sich trotz aller Sorgfalt nicht vollständig ausschließen lassen. Zugleich eröffnen sich durch ihr aktives Handeln auch Chancen, die es positiv zu nutzen gilt.

Um die strategischen und operativen Ziele nicht zu gefährden, ist bei GIFAS ein Risikomanagementsystem etabliert, das kontinuierlich den Risikogegebenheiten angepasst wird. Ziel ist die frühzeitige Erkennung von Risiken und ein hierzu adäquates Management. Das Risikomanagement der Gesellschaft besteht aus mehreren Bausteinen, die systematisch in die Aufbau- und Ablauforganisation eingebettet sind. Es orientiert sich maßgeblich an der operativen und strategischen Planung der Gesellschaft. Das Grundkonzept des implementierten Risikomanagementsystems wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr erfolgreich beibehalten und das Überwachungssystem im Berichtsjahr den Erfordernissen entsprechend angepasst.

Ein wesentlicher Bestandteil des Risikomanagements im Berichtszeitraum waren weiterhin das monatliche Berichtswesen sowie der regelmäßige Austausch im Führungskreis. Als definierte Steuerungsgrößen werden dazu Auftragseingang, Verkaufserlös, Materialeinsatz, Deckungsgrad, Produktionsleistung und operatives Ergebnis herangezogen. Zudem liegt ein unverändert hohes Augenmerk auf einem konsequenten Forderungsmanagement.

Die von der Geschäftsführung festgelegte Risikostrategie sieht unter anderem vor, vorhandene Chancen konsequent zu nutzen, aber die mit den Geschäften verbundenen Risiken zu minimieren und nur dann kontrolliert einzugehen, wenn ein angemessener Beitrag zum Unternehmensertrag erwartet werden kann.

GIFAS hat den Anspruch ein nachhaltig attraktiver und zuverlässiger Arbeitgeber für die Belegschaft und auch neue Mitarbeiter zu sein. Dem Bereich Aus- und Weiterbildung kommt hierbei eine wesentliche Bedeutung zu und wir werden mit Blick auf einen ausgewogenen Alters- und Erfahrungsmix personell entsprechend agieren. Per Ende 2023 liegt das durchschnittliche Alter in der Belegschaft bei 48,2 Jahren. Des Weiteren gilt es unser Leitbild aktiv zu leben und eine positive und moderne Unternehmenskultur zu unterstützen, die eine hohe Identifikation mit der Marke GIFAS ermöglicht.

Durch gezielte quantitative und qualitative Verstärkung unserer Vertriebsmannschaft sollen die bestehenden Marktanteile gehalten und schrittweise weiter ausgebaut werden. Im Rahmen der strategischen Agenda liegt der Fokus neben den umsatzstarken Bestandssektoren insbesondere auch auf neuen potenzialstarken Branchenfeldern, die je nach Bedarfsart vom Flächenvertrieb bzw. Projektvertrieb bearbeitet werden.

Mit Blick auf das bestehende Produktprogramm bestehen hinsichtlich der Marktfähigkeit weiterhin hinreichende Möglichkeiten. Die Sortimente werden kontinuierlich überprüft und wo erforderlich überarbeitet. Neben dem normenbedingt eher konservativen Produktbereich Stromverteilungen mit langen Produktlebenszyklen unterliegt der Bereich Lichtsysteme dagegen deutlich kürzeren Änderungsintervallen in Abhängigkeit der allgemeinen technischen Entwicklungen. Um zu vermeiden, relevante Marktentwicklungen und -chancen zu verpassen, informieren die in der Stammbelegschaft etablierten Produktchampions als Verantwortliche für die relevanten Produktgruppen zu allen relevanten Themen und Aufgaben rund um die jeweiligen Produktreihen.

Der Erfolg von GIFAS hängt in weiter zunehmendem Maße von einer zuverlässigen Materialversorgung und effektiven Steuerung der Lieferketten ab. Kapazitätsbeschränkungen bei Lieferanten oder Lieferengpässen bei relevanten Zulieferkomponenten können zu Versorgungsschwierigkeiten führen und nennenswerten Schaden entstehen lassen. Daher verfolgt die Gesellschaft für die Kern-sortimente eine konsequente Mehrlieferantenstrategie mit Warenbezug von mehr als 84% des Einkaufsvolumens innerhalb Europas. Unerwartete Lieferausfälle und Preissteigerungen von Zukaufteilen bzw. deren Logistik, die den Betriebsgewinn der Gesellschaft nennenswert beeinflussen können, sollen hiermit weitest möglich reduziert werden. Der regelmäßige Austausch zu Themen der Materialwirtschaft innerhalb der Unternehmensgruppe und eine bedarfsbezogene Unterstützung der Gesellschaften untereinander flankieren das genannte Vorgehen.

Nahezu alle betrieblichen Prozesse sind an eine zuverlässig funktionierende Informationstechnologie-Struktur geknüpft. GIFAS investiert daher kontinuierlich in die IT-Systeme, um stabile Abläufe und Datenverfügbarkeiten zu gewährleisten. Die bestehende Infrastruktur wird regelmäßig aktualisiert und Sicherheitstests der IT unterzogen. Es erfolgt die Unterhaltung redundanter Systeme, die zur Sicherheit des gesamten Datenbestandes beitragen sowie die Nutzung mehrstufiger Firewall-Systeme, mit denen die gesamte IT-Landschaft gegen unberechtigte Zugriffe von außen bestmöglich abgesichert wird. Sollte es in der bestehenden IT-Landschaft dennoch zu unerwarteten Schwierigkeiten kommen, sind angemessene Vorkehrungen und Notfallpläne zur Gewährleistung der Betriebssicherheit getroffen.

GIFAS ist an keinen laufenden oder derzeit absehbaren Gerichtsverfahren beteiligt, die wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens haben könnten.

Soweit Prozessrisiken bestehen, wurde im Rahmen des Jahresabschlusses entsprechende Vorsorge durch angemessene Rückstellungen getroffen.

Mit zunehmender Anzahl an Kunden und wachsendem Auftragseingang steigt das potenzielle Risiko von Forderungsausfällen. Um die daraus resultierenden finanziellen Belastungen zu vermeiden bzw. zu begrenzen, holt GIFAS bei Neukunden oder ab bestimmten Auftragssummen Bonitätsauskünfte ein. Im Zweifelsfall beugt die Gesellschaft durch entsprechende Vorkasse-Regelungen einem späteren potenziellen Forderungsausfall vor. Durch das bestehende permanente und zeitnahe Debitorenmanagement kann zudem bei sich anbahnenden Zahlungsschwierigkeiten bonitätsschwacher Kunden unverzüglich reagiert werden. Gemäß ihrer AGB liefert GIFAS unter verlängertem Eigentumsvorbehalt.

Die Gesellschaft tätigt keine derivativen Finanzgeschäfte.

Die Einschätzung des Gesamtrisikos nehmen wir auf Basis unseres Risikomanagementsystems vor. Nach Bewertung der aktuellen sowie der künftigen potenziellen Einzelrisiken und unter Berücksichtigung der eingeleiteten Gegenmaßnahmen kommt die Geschäftsleitung zu dem Urteil, dass derzeit keine bewertbaren Risiken erkennbar sind, die zu einer dauerhaften und wesentlichen Beeinträchtigung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft führen könnten.

Ein generelles Risiko stellt nicht zuletzt die Unklarheit über die marktwirtschaftlichen Auswirkungen der Entscheidungen in der aktuellen Energie- und Wirtschaftspolitik dar. Es muss von länger andauernden Effekten auf die konjunkturelle Erholung der deutschen Wirtschaft ausgegangen werden und in ersten großen Branchenfeldern sind große Umbrüche und auch Deindustrialisierung zu spüren. Im Jahresverlauf 2023 war GIFAS aufgrund seiner vertrieblichen Diversifizierung in den Zielgruppen, verbunden mit einer guten finanziellen Stabilität, lediglich moderat von den bisherigen Auswirkungen betroffen. Auch wenn die Auftragslage zum Jahresende etwas abflachte, wurde doch ein adäquat hoher Auftragsbestand mit guter Grundauslastung der Bereiche in das Jahr 2024 übernommen. Die Gesellschaft sieht sich nach aktuellen Markterkenntnissen und aufgrund der bestehenden Angebots- und Auftragslage auch für das neue Geschäftsjahr sowohl organisatorisch als auch finanziell stabil aufgestellt.

IV. PROGNOSEBERICHT

Die getroffenen Annahmen und Erwartungen zur künftigen Entwicklung der Gesellschaft erfolgen auf Grundlage des heutigen Informationsstandes. Zuverlässige Prognosen zur gesamtwirtschaftlichen Situation sind im gegenwärtigen politischen und gesellschaftlichen Umfeld inmitten europäischer Kriegsgeschehnisse nur sehr bedingt möglich und von starken Unwägbarkeiten geprägt.

Maßgeblich hohe Energiepreise und Nahrungsmittelkosten führten 2023 laut Bundesbank zu einer Inflationsrate in Höhe von 5,9 Prozent. Zum Jahreswechsel zeigte sich allerdings erste Entspannung bei den preistreibenden Einflussfaktoren, wodurch für 2024 von einer gedämpften Inflationsrate von 2,7 Prozent ausgegangen wird. Aufgrund der insgesamt schlechten äußeren Faktoren warnen die führenden Institute und Banken in ihren aktuellen Prognosen einheitlich vor einem nahezu Nullwachstum mit einem Mini-Plus des Bruttoinlandsprodukts von 0,1 Prozent.

Die allgemeinen Rahmenbedingungen für Unternehmen bleiben damit unverändert herausfordernd. Umso bedeutender ist es, die Gesellschaft weiterhin solide zu führen und nachhaltig auf die Zukunft auszurichten. Hierzu sind die Prozesse der Kernbereiche mit Blick auf Ablaufoptimierungen, Standardisierung und schrittweise Automatisierung kontinuierlich zu verbessern und die hierfür erforderlichen Investitionen vorzunehmen. In diesem Zusammenhang und auch aufgrund des allgemein schnellen Wandels in unserer Geschäftswelt wird ein verstärktes Augenmerk auf die fachliche Qualifizierung und Weiterbildung der Belegschaft durch entsprechende Schulungsmaßnahmen gelegt.

GIFAS plant für das kommende Geschäftsjahr ein weiteres Umsatzwachstum und wird seine Organisation diesbezüglich ausrichten. In diesem Zusammenhang wird von einem entsprechenden Anstieg der Personalkosten und somit auch der Betriebskosten ausgegangen. Dennoch wird 2024 mit einem moderaten Anstieg des Rohertrags sowie der Rohertragsmarge II geplant und damit aus heutiger Sicht von einem insgesamt zum Vorjahr leicht gesteigerten Jahresergebnis vor Steuern ausgegangen.

Insgesamt sieht sich GIFAS daher trotz des anhaltend schwierigen Marktumfelds für die Herausforderungen der Zukunft gut aufgestellt und wird diese mit allen Ressourcen und Kapazitäten zielgerichtet angehen.

 

Neuss, den 04. April 2024

Dirk Jürgeleit, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 VORJAHR 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1,00 1,00
2. entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 44.693,00 56.598,00
44.694,00 56.599,00
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 47.554,00 53.726,00
2. technische Anlagen und Maschinen 4.751,00 7.258,00
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 223.673,00 289.205,00
275.978,00 350.189,00
320.672,00 406.788,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. fertige Erzeugnisse und Waren 1.821.726,47 2.287.383,11
2. geleistete Anzahlungen 39.347,17 17.286,01
3. erhaltene Anzahlungen -21.207,40 -18.334,55
1.839.866,24 2.286.334,57
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.168.259,17 922.514,96
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 45.912,48 61.477,50
3. sonstige Vermögensgegenstände 39.382,80 17.970,16
1.253.554,45 1.001.962,62
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.336.089,47 1.073.686,66
4.429.510,16 4.361.983,85
C. Rechnungsabgrenzungsposten 22.267,29 32.163,54
4.772.449,45 4.800.935,39

PASSIVA

31.12.2023 VORJAHR 31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 2.596.544,43 2.665.050,03
III. Jahresüberschuss 1.039.521,61 831.494,40
3.661.066,04 3.521.544,43
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 76.295,23 433.031,98
2. sonstige Rückstellungen 405.316,53 309.571,25
481.611,76 742.603,23
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 272.712,89 284.196,10
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 22.659,79 1.233,39
3. sonstige Verbindlichkeiten 326.815,63 242.660,10
- davon aus Steuern: € 155.191,70 (Vorjahr: € 100.298,01)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: € 4.886,26 (Vorjahr: € 7.807,29)
622.188,31 528.089,59
D. Rechnungsabgrenzungsposten 7.583,34 8.698,14
4.772.449,45 4.800.935,39

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

2023 2022
1. Rohergebnis 7.405.924,81 7.227.515,91
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -3.187.383,72 -3.353.669,59
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -660.498,32 -683.889,61
- davon für Altersversorgung: € 16.722,44 (Vorjahr: € 17.191,64)
-3.847.882,04 -4.037.559,20
3. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -118.839,85 -144.369,47
4. sonstige betriebliche Aufwendungen -1.904.864,00 -1.815.576,84
- davon aus der Währungsumrechnung: € 8.703,24 (Vorjahr: € 10.583,07)
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 63,53 767,37
- davon aus der Abzinsung: € 4,28 (Vorjahr: € 17,26)
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -426,16 -380,86
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -489.132,68 -390.254,81
8. Ergebnis nach Steuern 1.044.843,61 840.142,10
9. sonstige Steuern -5.322,00 -8.647,70
10. Jahresüberschuss 1.039.521,61 831.494,40

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben

Die GIFAS ELECTRIC GmbH hat ihren Sitz in Neuss und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Neuss unter der Nummer HRB 8221 eingetragen.

Die GIFAS ELECTRIC GmbH ist zum Bilanzstichtag am 31. Dezember 2023 eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.

Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbH) aufgestellt.

Größenabhängige Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften gemäß § 288 Abs. 2 HGB wurden grundsätzlich in Anspruch genommen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Das Geschäftsjahr umfasst den Zeitraum vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, teilweise im Anhang aufgeführt.

Von der Erleichterungsvorschrift gemäß § 286 Abs. 4 HGB wird Gebrauch gemacht. Die Angabe gemäß § 285 Nr. 9 a HGB hinsichtlich der im Geschäftsjahr gewährten Gesamtbezüge der Geschäftsführung wurde demgemäß unterlassen.

II. Angaben zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden

1. Bilanzierung und Bewertung der Aktivposten

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, um planmäßige Abschreibungen entsprechend ihrer Nutzungsdauer linear abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wird mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände bewertet. Die Abschreibungen auf Neuzugänge erfolgen grundsätzlich zeitanteilig.

Geringwertige Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 800,00 wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens unter dem Wert liegt, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Soweit die Gründe für in früheren Geschäftsjahren vorgenommene außerplanmäßige Abschreibungen nicht mehr bestehen, wird eine Wertaufholung vorgenommen, soweit es sich nicht um einen entgeltlich erworbenen Geschäfts- oder Firmenwert handelt.

Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. In die Herstellungskosten der fertigen Erzeugnisse werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie der Werteverzehr des Anlagevermögens einbezogen.

Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden von den Vorräten offen abgesetzt.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigerer Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert bzw. dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken wurden durch Einzelwertberichtigungen und das allgemeine Kreditrisiko durch Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasipermanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Einnahmen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

2. Bilanzierung und Bewertung der Passivposten

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostenänderungen angesetzt.

Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bewertet.

3. Fremdwährungsumrechnung

Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in Euro umgerechnet wurden. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden mit dem Tageskurs im Transaktionszeitpunkt umgerechnet (Zugangsbewertung).

Kurzfristige Fremdwährungsforderungen bestehen nicht. Forderungen werden grundsätzlich in Euro fakturiert.

Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Langfristige Fremdwährungspositionen bestehen nicht.

III. Angabe und Erläuterung zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

1. Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren, wie im Vorjahr, aus Lieferungen und Leistungen. Die Forderungen gegen Gesellschafter betragen TEUR 1.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen debitorische Kreditoren (TEUR 11) sowie steuerliche Erstattungsansprüche (TEUR 22).

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten umfassen periodische Abgrenzungen für Aufwendungen für spätere Wirtschaftsjahre. Hierzu gehören transitorische Zahlungen für Lizenz- und Wartungsverträge für EDV und andere im Voraus berechnete Dienstleistungen.

Das im Handelsregister eingetragene und voll eingezahlte gezeichnete Kapital beträgt TEUR 25. Es wird mehrheitlich von der GIFAS Beteiligungen GmbH, Neuss gehalten.

Im Geschäftsjahr 2023 wurden TEUR 900 an die Gesellschafter ausgeschüttet.

Die Steuerrückstellungen umfassen Gewerbe- und Körperschaftssteuer.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Garantie- und Gewährleistungsverpflichtungen sowie Verpflichtungen gegenüber Personal.

Die Verbindlichkeiten haben in voller Höhe eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr (Vorjahr: TEUR 385).

Für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren, wie im Vorjahr, aus Lieferungen und Leistungen.

2. Erläuterungen zu Gewinn und Verlustrechnung

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 20.

IV. Sonstige Angaben

1. Arbeitnehmer

Die Gesellschaft beschäftigte zum Bilanzstichtag 58 Mitarbeiter (Vorjahr: 59). Im Jahresdurchschnitt betrug die Anzahl der Mitarbeiter 57 und stellt sich nach Gruppen wie folgt dar:

Arbeitnehmergruppen IST 2023 IST 2022 Diff. VJ Diff. VJ
Anzahl Anzahl Anzahl in %
Gewerbliche Mitarbeitende 15 15 0 0,0
Kaufmännische Mitarbeitende 42 44 -2 -4,5
Mitarbeitende gesamt 57 59 -2 -3,4

Die GIFAS ELECTRIC GmbH hat im Geschäftsjahr 2023 zudem im Durchschnitt drei Auszubildende beschäftigt.

2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und außerbilanzielle Geschäfte

Sonstige Verpflichtungen Gesamt Bis zu 1 Jahr 2 bis 5 Jahre Mehr als 5 Jahre
Verpflichtungen TEUR TEUR TEUR TEUR
Aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen 717,1 479,0 238,1 0,0

Dabei handelt es sich um die Miete für den Verwaltungssitz und die Produktionsstätte inkl. Lager, dem Leasing von Firmenfahrzeugen und EDV-Ausstattung.

3. Geschäftsführung

Im Geschäftsjahr wurden die Geschäfte der Gesellschaft durch die folgende Person geführt:

Herr Dirk Jürgeleit, Köln (Wirtschaftsingenieur, Deutschland)

4. Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn, bestehend aus dem Gewinnvortrag in Höhe von TEUR 2.597 sowie dem Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 1.040 auf neue Rechnung vorzutragen.

5. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahrs eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, haben sich nicht ereignet.

 

Neuss, den 04. April 2024

Dirk Jürgeleit

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 109.999,99 0,00 0,00 109.999,99
2. entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 466.231,66 7.450,00 0,00 473.681,66
576.231,65 7.450,00 0,00 583.681,65
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 89.456,35 0,00 0,00 89.456,35
2. technische Anlagen und Maschinen 101.740,23 0,00 0,00 101.740,23
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.746.453,84 25.274,85 6.969,31 1.764.759,38
1.937.650,42 25.274,85 6.969,31 1.955.955,96
2.513.882,07 32.724,85 6.969,31 2.539.637,61
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
01.01.2023 Zuführungen Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 109.998,99 0,00 0,00 109.998,99
2. entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 409.633,66 19.355,00 0,00 428.988,66
519.632,65 19.355,00 0,00 538.987,65
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 35.730,35 6.172,00 0,00 41.902,35
2. technische Anlagen und Maschinen 94.482,23 2.507,00 0,00 96.989,23
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.457.248,84 90.805,85 6.968,31 1.541.086,38
1.587.461,42 99.484,85 6.968,31 1.679.977,96
2.107.094,07 118.839,85 6.968,31 2.218.965,61
NETTOBUCHWERTE
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1,00 1,00
2. entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 44.693,00 56.598,00
44.694,00 56.599,00
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 47.554,00 53.726,00
2. technische Anlagen und Maschinen 4.751,00 7.258,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 223.673,00 289.205,00
275.978,00 350.189,00
320.672,00 406.788,00

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers:

An die GIFAS ELECTRIC GmbH, Neuss

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der GIFAS ELECTRIC GmbH, Neuss, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der GIFAS ELECTRIC GmbH, Neuss, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolosen Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Neuss, 2. Mai 2024

SHWP GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Goossens, Wirtschaftsprüfer

Marx, Wirtschaftsprüfer

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 22. Juni 2024 festgestellt.

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