GKN Powder Metallurgy GmbH
Selbe AdresseHerstellung von pulvermetallurgischen Erzeugnissen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Uemit Aydin seit 17.4.2023 | Prokura |
Christoph Pauly seit 4.11.2022 | Prokura |
Norman Schöps seit 8.4.2022 | Geschäftsführer |
Dirk Hohmann seit 22.2.2021 | Prokura |
Konstantin Reich seit 22.2.2021 | Prokura |
Stefan Zeier seit 11.4.2019 | Geschäftsführer |
Peter Eichholz seit 2.7.2018 | Prokura |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
GKN Sinter Metals Components GmbHBonnJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 20221. Grundlagen der Gesellschaft1.1 Geschäftsmodell der GesellschaftDie GKN Sinter Metals Components GmbH, Bonn, ist ein konzerngebundenes Unternehmen, an dessen Spitze die englische Melrose Industries PLC mit ihren Divisionen Aerospace, Automotive, Powder Metallurgy und Other Industrial steht. Die Gesellschaft ist der Powder Metallurgy Division zuzurechnen und ist mittelbar mit dem obersten Mutterunternehmen Melrose Industries PLC verbunden, in dessen Konzernabschluss sie einbezogen wird. Mit der Abspaltung und Anteilsemission an der London Stock Exchange zum 20. April 2023 steht nunmehr die Dowlais Group Plc an der Konzernspitze. Die Powder Metallurgy Division ist aufgeteilt in die Business Units "Sinter", "Additive" und "Powders". Die GKN Powder Metallurgy Holding GmbH, Bonn, als direkte Muttergesellschaft übernimmt die geschäftsleitende Holdingfunktion für die deutsche GKN Powder Metallurgy Gruppe, zu welcher auch die Gesellschaft gehört. Die GKN Powder Metallurgy Engineering GmbH erbringt für die Gesellschaften der deutschen GKN Powder Metallurgy Gruppe Dienstleistungen in den Bereichen Technology, Sales, Finance, Purchase, Quality und Information Technology. Die Gesellschaft produziert an den Standorten Bonn und Radevormwald Präzisionsbauteile aus Sintermetallpulver hauptsächlich für die Automobil- und Automobilzulieferindustrie, etwa für Motoren, Getriebe sowie Karosserie- und Chassis-Anwendungen. Die Gesellschaft erzielt 98,0 % ihrer Umsätze mit dem Verkauf von Sintererzeugnissen an fremde Dritte (Vorjahr: 96,3 %), davon 39,3 % (Vorjahr: 42,2 %) im Inland, 32,8 % (Vorjahr: 33,2 %) in der Europäischen Union und 27,9 % (Vorjahr: 25,7 %) im übrigen Ausland, hier insbesondere die USA, China und Mexiko. An den Standorten Bonn und Radevormwald werden die Präzisionsbauteile der Business Unit "Sinter" mittels des konventionellen Sinterprozesses gefertigt. Zudem werden seit Ende 2019 am Standort Bonn Bauteile im 3D-Druck-Verfahren (Business Unit "Additive") produziert. 1.2 Forschung und EntwicklungDie Forschung und Entwicklung für die Gesellschaften der deutschen GKN Powder Metallurgy Gruppe wird weitestgehend zentral durch die GKN Powder Metallurgy Engineering GmbH betrieben. 2. Wirtschaftsbericht2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenGesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen:Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz stellt in seinem Jahreswirtschaftsbericht 2022 die gesamtwirtschaftliche Entwicklung wie folgt dar: Aktuelle Indikatoren zeigen eine insgesamt schwache Entwicklung des globalen Umfeldes. Der Welthandel nahm im Oktober spürbar um 1,6 % gegenüber dem Vormonat ab. Die weltweite Industrieproduktion verringerte sich um 0,6 %, nachdem sie in den beiden Vormonaten noch zugelegt hatte. Auch die Stimmungsindikatoren am aktuellen Rand sprechen für eine schwache Entwicklung über die Wintermonate. Der Index von S&P Global (ehemals IHS Markit) lag im Dezember weiter unter der Wachstumsschwelle von 50 Punkten und notierte zuletzt bei 48,2 Punkten. Die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland hat sich im vergangenen Jahr angesichts der Energiekrise und der Lieferkettenprobleme als erfreulich widerstandsfähig erwiesen. Nach ersten vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes nahm das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt im Gesamtjahr um 1,9 % zu. Damit ist die deutsche Wirtschaft trotz Ukraine-Krieg, Lieferkettenengpässen und Energiepreiskrise gewachsen. Gründe für den positiven Verlauf sind Nachholeffekte nach der Corona-Pandemie sowie nachlassende Lieferengpässe. So hat der private Konsum mit einer Wachstumsrate von +4,6 % stark expandiert, da wieder Reisen, Restaurantbesuche, große Kulturveranstaltungen, Feste und Messen möglich waren. Die Inflationsrate hat sich im Dezember um 1,4 Prozentpunkte auf voraussichtlich 8,6 % verringert. Im Jahresdurchschnitt 2022 lagen die Verbraucherpreise damit um 7,9 % über dem Vorjahresniveau. Die Dezember-Soforthilfe für Gas und Wärme dürfte für den Rückgang im Dezember eine entscheidende Rolle gespielt haben. Die Teuerung der Energieträger fiel spürbar schwächer aus als in den Vormonaten. Der Anstieg der Preise für Nahrungsmittel hat sich leicht abgeschwächt. Auch zum Jahresende erweist sich der Arbeitsmarkt nach wie vor als widerstandsfähig. Die Inanspruchnahme der Kurzarbeit dürfte zwar nochmals zugelegt haben, sich aber weiterhin auf vergleichsweise niedrigem Niveau bewegen. Die Arbeitskräfteknappheit wird allerdings zunehmend zur Wachstumsbremse. Die Zahl der gemeldeten offenen Stellen stieg im Jahr 2022 auf ein Höchstniveau. Insbesondere im Dienstleistungssektor suchen fast alle Branchen nach neuen Mitarbeitenden. Branchenbezogene Rahmenbedingungen:Der Verband der Automobilindustrie (VDA) gab in seinen Pressemeldungen vom 04. und 18. Januar 2023 folgende Einschätzungen für die Automobilindustrie im Jahr 2022 ab: Zum Jahresabschluss ist der Pkw-Markt in Deutschland nochmal deutlich gewachsen: Im Dezember wurden in Deutschland 314.300 Pkw neu zugelassen. Das sind 38 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Im Gesamtjahr 2022 wurden somit 2,7 Mio. Pkw neu zugelassen, 1 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Mangel an Vor- und Zwischenprodukten, die hohen Energie- und Rohstoffpreise sowie die allgemeine Verunsicherung aufgrund des Krieges in der Ukraine hatten den Markt und die Produktion das ganze Jahr über - insbesondere aber im ersten Halbjahr - erheblich gedämpft, sodass vor allem im Frühling und Sommer 2022 deutliche Rückgänge zu verzeichnen waren. Im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 verbleibt 2022 eine erhebliche Absatzlücke von rund 26 Prozent. Die Elektro-Neuzulassungen legten im Dezember 2022 um gut 114 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat zu und erreichten ein Volumen in Höhe von 174.200 Einheiten - ein neuer Rekord auf dem deutschen Markt: Nie zuvor wurden in einem Monat mehr E-Pkw neu zugelassen. Die Entwicklung lässt auf vorgezogene Käufe schließen: Ende 2022 lief die staatliche Förderung für Plug-In-Hybride (PHEV) aus, die für rein batterieelektrische Pkw (BEV) wurde reduziert. Der Anteil von Elektro-Pkw an den Gesamtzulassungen stieg im Dezember auf ein Niveau in Höhe von 55,4 Prozent. Damit machten E-Pkw erstmals mehr als die Hälfte aller Neuzulassungen auf dem deutschen Markt aus. Die Neuzulassungen von BEV stiegen im Dezember um 115 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Dabei machten BEV 59,9 Prozent an den E-Zulassungen aus. PHEV konnten im Dezember um 113 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat zulegen und haben einen Anteil von 40,1 Prozent an den E-Zulassungen. Im Gesamtjahr 2022 wurden insgesamt rund 833.500 Elektro-Pkw zugelassen. Das sind 22 Prozent mehr als im Vorjahr. Der E-Anteil an den Gesamtzulassungen liegt im Jahr 2022 bei 31,4 Prozent. Das heißt: Fast jede dritte Neuzulassung 2022 war ein E-Auto. Dabei machen BEV 56,5 Prozent der E-Zulassungen im Jahr 2022 aus, PHEV 43,4 Prozent. Im Dezember gingen bei den deutschen Herstellern erneut deutlich weniger Aufträge aus dem Inland ein als im Vorjahresmonat (-36 Prozent). Gegenüber 2021 gingen die Inlandsorder im Gesamtjahr 2022 um 15 Prozent zurück. Der ausländische Auftragseingang lag im Dezember auf Vorjahresniveau (±0 Prozent). Im Gesamtjahr 2022 liegt das Ordervolumen aus dem Ausland gegenüber dem Vorjahr um 6 Prozent zurück. Das Produktionsniveau lag im Dezember zum achten Mal in Folge über dem des jeweiligen Vorjahresmonats. Mit 253.700 Pkw fertigten die deutschen Hersteller gut 2 Prozent mehr Pkw als im Dezember des Vorjahres. Im Gesamtjahr 2022 wurden 3,4 Mio. Fahrzeuge in Deutschland produziert, knapp 11 Prozent mehr als 2021. Trotz des durchgängigen Wachstums der vergangenen Monate befindet sich das Produktionsvolumen weiterhin auf vergleichsweise niedrigem Niveau: Die Produktionszahlen aus dem Vor-Corona-Jahr 2019 wurden 2022 deutlich um gut 26 Prozent unterschritten. Der Export entwickelte sich ähnlich wie die Produktion: Im Dezember wurden 202.500 Pkw aus deutscher Fertigung an Kunden aus aller Welt ausgeliefert, 1 Prozent mehr als im Dezember 2021. Damit wurden 2022 insgesamt 2,6 Mio. Pkw exportiert. Das sind 10 Prozent mehr als im Vorjahr. Das Niveau des Vorkrisenjahres 2019 wird allerdings noch um gut 25 Prozent unterschritten. Die internationalen Automobilmärkte waren im Jahr 2022 von sehr unterschiedlichen Dynamiken geprägt. Während die Märkte in Europa (EU27, EFTA & UK), Japan und den USA hinter dem Vorjahresniveau zurückblieben, legte der Absatz in China deutlich zu. Insbesondere der Mangel an Vorprodukten und Rohstoffen, die deutlich gestiegenen Preise für Energie und Logistik sowie die durch den russischen Angriffskrieg ausgelöste Unsicherheit verhinderten ein besseres Ergebnis auf den internationalen Automobilmärkten. Insgesamt blieb der Pkw-Weltmarkt 2022 auf Vorjahresniveau. Es wurden 71,2 Millionen Pkw abgesetzt. Für das Jahr 2023 geht der VDA für den Pkw-Weltmarkt von einem Plus von 4 Prozent auf 74,0 Mio. Einheiten aus. Im Jahr 2022 wurden auf dem europäischen Pkw-Markt 11,3 Mio. Neufahrzeuge zugelassen, rund 4 Prozent weniger als im Vorjahr. Damit blieb auch im vergangenen Jahr die Erholung von den pandemiebedingten Rückgängen der beiden Vorjahre aus. Im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 war der Absatz im zurückliegenden Jahr um 29 Prozent reduziert. Die fünf größten Einzelmärkte entwickelten sich im abgelaufenen Jahr mehrheitlich negativ: Während die Neuzulassungen in Deutschland um 1 Prozent zulegten, reduzierte sich das Marktvolumen im Vereinigten Königreich (-2 Prozent), Spanien (-5 Prozent) und in Frankreich (-8 Prozent). In Italien reduzierte sich das Neuzulassungsvolumen gar um 10 Prozent. Im Dezember legte der europäische Pkw-Markt gegenüber dem Vorjahresmonat um 15 Prozent auf 1,1 Mio. neuzugelassene Pkw zu. Das negative Jahresergebnis aber konnte auch dieser Jahresendspurt nicht verhindern. Auf dem chinesischen Pkw-Markt wurden im vergangenen Jahr 23,2 Mio. Neufahrzeuge verkauft. Das sind 10 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Rückgänge aus dem Frühling, als Lockdowns in wichtigen Absatzregionen für ein stark eingeschränktes Geschäft sorgten, wurden auch dank einer Steuerreduktion auf einen Großteil der verkauften Fahrzeuge im zweiten Halbjahr wieder wettgemacht. Zum Jahresende wurden in China im Dezember gut 2,2 Mio. Neufahrzeuge abgesetzt, 6 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. In den USA sind die Light-Vehicle-Verkäufe (Pkw und Light Trucks) im Jahr 2022 gegenüber dem Vorjahr 2021 um 8 Prozent auf 13,7 Mio. Fahrzeuge zurückgegangen. Im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 war der Markt 2022 gut 3,2 Mio. Fahrzeuge kleiner. Der Absatz von Light Trucks (-6 Prozent gegenüber 2021) entwickelte sich dabei im vergangenen Jahr weniger schwach als der Absatz von Pkw (-15 Prozent gegenüber 2021). Im Dezember 2022 steht mit 1,3 Mio. neu zugelassenen Light Vehicle ein leichtes Wachstum von 5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat zu Buche. In Japan ist der Absatz von fabrikneuen Pkw im vergangenen Jahr zum vierten Mal in Folge zurückgegangen. Mit gut 3,4 Mio. verkauften Pkw im Jahr 2022 lag das Marktvolumen 6 Prozent unter dem des Vorjahres. Im Dezember wurden 284.300 Pkw verkauft, 1 Prozent mehr als im Dezember 2021. In Russland sind die Light-Vehicle-Verkäufe im Jahr 2022 um 59 Prozent auf knapp 687.400 Einheiten eingebrochen. Aufgrund des Angriffskriegs Russlands gegen die Ukraine hatten sich ab März 2022 zahlreiche internationale Automobilhersteller aus Russland zurückgezogen. Auf dem indischen Pkw-Markt wurden 2022 knapp 3,8 Mio. Pkw abgesetzt. Das ist fast ein Viertel mehr als im Vorjahr (+23 Prozent). Im Jahresendspurt wurden im Dezember 235.300 fabrikneue Fahrzeuge verkauft, 7 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Der brasilianische Light-Vehicle-Markt (Pkw und Light Duty) beschloss das Jahr 2022 knapp unter dem bereits schwachen Vorjahresniveau. Knapp 2,0 Mio. neu zugelassene Fahrzeuge bedeuten ein Minus von 1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Gegenüber dem Vorkrisenjahr 2019 besteht ein Defizit von 26 Prozent. Im Dezember 2022 wurden in Brasilien 202.200 Fahrzeuge abgesetzt, 4 Prozent mehr als im Dezember des Vorjahres. 2.2 Geschäftsverlauf und Lage der GesellschaftGeschäftsverlaufPreissteigerungen im Energie- und Rohstoffsektor im Zuge des Ukrainekrieges und damit einhergehende Nachfragerückgänge führten dazu, dass die prognostizierten finanziellen Leistungsindikatoren nicht erreicht wurden. Die Preissteigerungen konnte nicht gänzlich an die Kunden weitergeleitet werden. So konnte lediglich ein Umsatzwachstum von 0,4 % (Prognose: 10 - 15 %) und ein Ergebnis vor Ergebnisabführung von € -11,0 Mio. (Prognose: € -6,0 - -9,0 Mio.) erzielt werden. Der Fokus im abgelaufenen Geschäftsjahr lag weiterhin auf Kostenreduzierungen und gezieltes Cash- und Kostenmanagement. Weiterhin wurde kontinuierlich an Optimierungen der Produktion sowie an der Finalisierung Verlagerungsprojektes "Simplex" gearbeitet, welches im ersten Quartal 2022 abgeschlossen wurde. Dies beinhaltet Verbesserungen bei einzelnen Produkten und dem Materialfluss sowie Kostenreduktionsprojekte. Ertragslage
Als finanzielle Leistungsindikatoren werden die Umsatzerlöse, das Betriebsergebnis und das Jahresergebnis vor Ergebnisabführung herangezogen. Die Umsatzerlöse und die Gesamtleistungen lagen grundsätzlich auf dem Niveau des Vorjahres. Bereinigt um die Sondersachverhalte im Zusammenhang mit durchgeführten Restrukturierungen und Erstattungen im Vorjahr (T€ -3.795; Vorjahr: T€ 6.633) lag das Jahresergebnis vor Ergebnisabführung bei T€ -7.156 (Vorjahr: T€ -12.121). Die Verbesserung resultiert aus geringeren Abschreibungen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Bereinigt um den Vorjahresertrag aus der Verlagerung der Produktgruppe am Standort Radeformwald in Höhe von T€ 7.653 haben sich die sonstigen betrieblichen Erträge von T€ 2.745 auf T€ 3.916 erhöht. Der Anstieg resultiert aus höheren Erträgen für die Auflösung von Rückstellungen, insbesondere von Reklamationsrückstellungen. Ferner sind Erträge aus Stromrückvergütungen sowie Zuschüsse aus dem Lohn- und Gehaltsbereich enthalten. Die Materialaufwendungen sind um T€ 1.415 und damit stärker als die Umsatzerlöse (T€ -478) angestiegen. Die Materialaufwandsquote lag bei 40 % (Vorjahr: 39 %) und ist auf die gestiegenen Energie- und Rohstoffpreise zurückzuführen, die nicht gänzlich an die Kunden weitergegeben werden konnten. Im Personalaufwand stecken (Abfindungs-/Rückstellungs-)Aufwendungen in Höhe von T€ 3.795 (Vorjahr: T€ 1.019). Bereinigt um diese Aufwendungen beträgt der Personalaufwand T€ 42.389 und ist dabei um T€ 3.374 geringer als im Vorjahr (T€ 45.763). Die bereinigte Personalintensität hat sich leicht von 41 % auf 38 % reduziert und ist auf die Restrukturierungen der Vorjahre zurückzuführen, die zu einer leicht höheren Produktivität geführt hat. Unter Berücksichtigung der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl von 542 (Vorjahr: 616) steigt der bereinigte Personalaufwand pro Kopf auf T€ 78 (Vorjahr: T€ 74) und ist auf Gehaltsanpassungen sowie dem höheren Arbeitspensum zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich um T€ 1.980 bzw. 3 % auf T€ 28.446 (Vorjahr: T€ 29.442) reduziert. Die Aufwandsintensität sinkt von 26 % auf 25 %. Im Wesentlichen stehen den Erhöhungen aus Kundenreklamation um T€ 2.102 (T€ 2.513; Vorjahr: T€ 410) aus einer Rückstellung aus Lieferbeanstandungen, Reduzierungen aus Umlagen (T€ 3.414) gegenüber. Die weiterbelasteten Konzernkosten haben sich von T€ 14.325 auf T€ 10.911 reduziert und sind auf die reduzierten umlegbaren Kosten zurückzuführen. Der Jahresverlust wird aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages von der GKN Powder Metallurgy Holding GmbH, Bonn, erstattet. Finanzlage
Die Finanzlage der Gesellschaft wird durch die Einbindung in das Konzern-Cash-Pooling gekennzeichnet. Im Rahmen des Cash-Poolings wird die gesamte Liquidität der Konzerneinheiten täglich gebündelt und den einzelnen Gesellschaften nach Bedarf zur Verfügung gestellt. Durch die Bündelung wird das Working Capital Management optimiert und gruppenweit werden Zinsvorteile erreicht. Der direkte Cash-Pool-Vertragspartner ist die GKN Powder Metallurgy Holding GmbH, Bonn, welche als in Deutschland führende Cash-Pooling Einheit fungiert. Der Cash-Pool der GKN Powder Metallurgy Holding GmbH ist an die übergeordnete Cash-Pool-Führerin GKN Industries Ltd. (UK) angeschlossen. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit hat sich gegenüber dem Vorjahreswert um T€ 3.096 verbessert (T€ -2.129; Vorjahr: T€ -5.225). Der Cashflow setzt sich im Wesentlichen aus dem Jahresergebnis vor Verlustübernahme und Abschreibungen (T€ -4.311; Vorjahr: T€ 3.131) sowie gegenläufig aus Zahlungsströmen aus dem Working Capital (T€ 1.419; Vorjahr: T€ -7.792) aufgrund des verzögerten Zahlungsverhaltens der Kunden zusammen. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit liegt mit T€ -3.994 unter dem Vorjahreswert von T€ -5.125 und beinhaltet im Wesentlichen Einzahlungen aus dem Wegfall der Forderungen aus dem Cash-Pooling zum Stichtag (Vorjahr: T€ 1.878) sowie gegenläufig aus Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen von T€ 6.013 (Vorjahr: T€ 5.579). Es ergibt sich ein negativer Free Cashflow von T€ 6.123 (Vorjahr: T€ -10.350), der Finanzmittelzuführungen der Gruppe erforderlich macht. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit resultiert im Wesentlichen aus Einzahlungen aus der Verlustübernahme des Vorjahres (T€ 5.488) und der Erhöhung der Verbindlichkeiten aus dem Cash-Pooling. Vermögenslage
Die Erhöhung der Bilanzsumme um T€ 6.154 auf T€ 63.592 resultiert auf der Aktivseite im Wesentlichen im mittel- und kurzfristig gebundenen Vermögen (T€ 7.323). Auf der Passivseite resultiert der Anstieg fristenkongruent aus dem mittel- und kurzfristigen Fremdkapital (T€ 5.782). Der Anteil des langfristig gebundenen Vermögens am Gesamtvermögen, das im Wesentlichen Sachanlagen umfasst, hat sich um 6 %-Punkte auf 42 % (Vorjahr: 48 %) reduziert. Im Vorjahresvergleich hat sich das langfristig gebundene Vermögen von T€ 27.832 auf T€ 26.663 vermindert (T€ 1.170; 4 %). Im Anlagevermögen stehen den Zugängen in Höhe von T€ 6.013, Abgänge von T€ 543 sowie Abschreibungen in Höhe von T€ 6.640 gegenüber. Die Investitionen betreffen im Wesentlichen Automations- und Optimierungsmaßnahmen in den Fertigungsbereichen. Gegenläufig hat sich der Anteil des mittel- und kurzfristig gebundenen Vermögens um 6 %-Punkte auf 58 % (Vorjahr: 52 %) erhöht. Im Wesentlichen resultiert der Anstieg aus dem Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (T€ 5.006) durch das veränderte Zahlungsverhalten auf Kundenseite, welche zu einer Reduzierung von Zahlungsmittelzuflüssen geführt haben. Weiterhin sind die Forderungen gegen verbundene Unternehmen aufgrund der höheren Verlustübernahme durch die GKN Powder Metallurgy Holding GmbH und gegenläufig dem Wegfall der Cashmanagement-Guthaben auf T€ 2.216 angestiegen. Auf der Passivseite resultiert der Anstieg der Bilanzsumme im Wesentlichen aus dem Anstieg der sonstigen Rückstellungen (T€ 2.330) aufgrund höherer Rückstellungen für Abfindungen sowie den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (T€ 2.216) und gegenüber verbundenen Unternehmen und führt zu einer Reduzierung von Zahlungsmittelabflüssen. Aufgrund der im Vergleich zum Vorjahr höheren Bilanzsumme bei konstantem Eigenkapital von T€ 21.500 sinkt der Anteil des Eigenkapitals auf 34 % (Vorjahr: 37 %). Gesamtwürdigung der VFE-LageDas Geschäftsjahr 2022 war von den Auswirkungen des Halbleitermangels und gestiegenen Energie- und Rohstoffpreisen gekennzeichnet. Weitere Aufwendungen im Zusammenhang mit notwendigen Restrukturierungsvorhaben haben das Jahresergebnis ebenfalls belastet. Unter Berücksichtigung der genannten negativen Einflussfaktoren ist die Geschäftsführung mit der Geschäftsentwicklung unzufrieden. Die eingeleiteten Restrukturierungsvorhaben zur Steigerung der Produktivität verbunden mit weiteren Preisverhandlungen mit Kunden sollen die finanzielle Situation der Gesellschaft verbessern. PersonalIm Jahresdurchschnitt wurden ohne Auszubildende 542 (Vorjahr: 616) Mitarbeiter beschäftigt. Im laufenden Geschäftsjahr haben 44 Mitarbeiter das Unternehmen verlassen und 4 Mitarbeiter wurden neu eingestellt. Die Anzahl der Auszubildenden betrug am Jahresende 27 und im Jahresdurchschnitt 26 Personen. Nichtfinanzieller Leistungsindikator ArbeitssicherheitDie Entwicklung im Bereich Arbeitssicherheit stellt sich anhand der Accident Frequency Rate (Anzahl der Unfälle bezogen auf 1000 Mitarbeiter) und der Accident Severity Rate (Anzahl der Ausfalltage durch Unfälle bezogen auf 1000 Mitarbeiter) als nichtfinanzielle Leistungsindikatoren wie folgt dar:
3. RisikomanagementDie Betrachtung und Berücksichtigung operativer und strategischer Risiken der geschäftlichen Entwicklung sind wesentliche Elemente im Rahmen der Managementverantwortung des Unternehmens. Die Gesellschaft ist eng in das umfassende Risikomanagement und das unterjährige Reporting der GKN Powder Metallurgy Division und der Melrose Gruppe eingebunden. Die GKN Powder Metallurgy Division hat für alle mit ihr verbundenen Unternehmen im Rahmen ihrer weltweit geschäftlichen Tätigkeiten den Anforderungen auf dem Gebiet "Corporate Governance" entsprechende Regelwerke für die Gesellschaften geschaffen. Enterprise Risk Management (ERM) ist ein global koordiniertes Werkzeug zum umfassenden Risikoreporting aller Geschäftsaktivitäten. Der Kommunikation von Risikopotenzialen kommt dabei eine besondere Bedeutung zu. Eine Vielzahl von Schulungen und Workshops wurde durchgeführt, um rechtzeitige Gegensteuerungsmaßnahmen einzuleiten. Die Entwicklung und Umsetzung wird durch regelmäßige Konzernaudits geprüft. Des Weiteren unterliegen wir als Zulieferer den strengen Richtlinien und Kontrollen der Automobilindustrie. Die Erfüllung gesetzlicher Bestimmungen und Auflagen von Versicherern und Behörden vervollständigen die Maßnahmen des Risikomanagements. Zu den internen Steuerungs- und Kontrollsystemen gehört u.a. der konzerneinheitliche Planungs- und Budgetierungsprozess, der sich mit den operativen Risiken aus Veränderungen des geschäftlichen Umfeldes befasst. Ergänzt wird dieser durch Markt- und Wettbewerbsanalysen sowie regelmäßiges Benchmarking innerhalb und außerhalb der Gruppe. In allen von der Gesellschaft bedienten externen Märkten können allgemeine Finanzrisiken auftreten, wie Zahlungsverzögerungen durch Kunden oder Schwierigkeiten beim Einzug von Forderungen. Zur Kontrolle dieser Risiken sind bei der Gesellschaft entsprechende Forderungsmanagement- und Kreditkontrollprozesse eingerichtet. Die seit mehreren Jahren eingeführten GRiP-Prozesse (GKN Reporting Integrity Procedures in "Blackline") werden ständig aktualisiert und an neue Erfordernisse angepasst. Alle durchzuführenden Kontrollen sind im Rahmen des FRCA (Financial Risk and Control Assessment) detailliert beschrieben und dokumentiert. Die ordnungsgemäße Umsetzung bzw. Einhaltung der GRiP/FRCA-Prozesse wird regelmäßig in internen Audits überprüft und bestätigt. Zur Minimierung des IT-Risikos wurde eine separate "IT-Control Checklist" (ITCC) definiert. Darin sind alle IT-sicherheitsrelevanten Prozesse und Kontrollen systematisch aufgelistet. Die kritische Prüfung des Risikoportfolios lässt die Feststellung zu, dass im abgelaufenen Geschäftsjahr keine den Fortbestand des Unternehmens gefährdenden Risiken bestanden haben und nach gegenwärtigem Erkenntnisstand auch für das Geschäftsjahr 2023 nicht erkennbar sind. 4. Prognose-, Chancen- und Risikobericht4.1 PrognoseberichtDie Deutschen Bank prognostiziert die nachfolgenden Auswirkungen für Jahr 2023: Für Wirtschaft und Kapitalmärkte war 2022 bislang kein gutes Jahr. Angesichts des Russland-Ukraine-Kriegs, hoher Energiepreise und Inflationsraten, der anhaltenden Corona-Pandemie und Chinas strauchelndem Immobilienmarkt gerieten wichtige Konjunkturdaten sowie die Kurse von Aktien phasenweise zum Teil deutlich unter Druck. Auch das kommende Jahr dürfte von hohen Teuerungsraten geprägt bleiben. Während der Inflationshöhepunkt in den USA bereits überschritten scheint, könnte er in Deutschland im Februar oder März 2023 erreicht werden. Auf Jahressicht 2023 erwartet die Deutsche Bank für Deutschland eine Teuerung von 7,0 Prozent und für die USA von 4,1 Prozent. Hinsichtlich der globalen Wachstumsdynamik dürfte sich der negative Trend zumindest zum Jahresanfang 2023 fortsetzen. Insgesamt blickt die Deutsche Bank dennoch verhalten optimistisch auf das kommende Jahr. Denn die wahrscheinliche Rezession in den USA und Europa dürfte vergleichsweise moderat ausfallen. Die Inflationsraten könnten ihre Höchststände bereits überschritten haben (USA) beziehungsweise zeitnah erreichen (Europa), was den Notenbanken etwa ab Sommer den notwendigen Spielraum geben würde, auf weitere konjunkturdämpfende Leitzinsanhebungen zu verzichten. Hinzu kommen umfangreiche fiskalische Maßnahmen, die weltweit positive konjunkturelle Impulse geben dürften. Dynamisch wachsende Volkswirtschaften sollten sich vor allem in Asien finden, mit Indien und China an der Spitze. Die Deutsche Bank rechnet für die Weltwirtschaft nach einem Wachstumsplus von 3,2 Prozent im Jahr 2022 mit einem Zuwachs von 2,8 Prozent im kommenden Jahr. Die Abschwächung der wirtschaftlichen Dynamik dürfte sich zunächst fortsetzen. Insgesamt erwartet die Deutsche Bank in der Eurozone über den Jahreswechsel hinweg eine milde Rezession und für das Gesamtjahr 2023 ein Wirtschaftswachstum von 0,3 Prozent. Hauptrisikofaktor bleibt die Energiekrise mit einer möglichen Gasmangellage im Winter 2023/2024. Auch in den USA könnte die Wirtschaft, sofern der Trend bei den Teuerungsraten weiter abnimmt und die Angebotsseite sich normalisiert, im zweiten Halbjahr wieder wachsen, mit dann 0,4 Prozent über das Gesamtjahr. Höher dürfte die konjunkturelle Dynamik in Indien und China mit Wachstumsraten zwischen 5 und 6 Prozent ausfallen. Auf den ersten Blick scheinen die größten Risiken für Wirtschaft und Kapitalmärkte im Jahr 2023 alte Bekannte aus den Vorjahren zu sein: die Geopolitik, der Kampf um die globale Technologieführerschaft, die Corona-Pandemie, Chinas Immobilienmarkt und ein möglicher Ausverkauf am Anleihemarkt. Für die deutsche Autoindustrie zeichnet sich ein weiteres schwieriges Jahr ab. Der Branchenverband VDA rechnet für 2023 mit rund 2,7 Millionen Neuzulassungen in Deutschland. Das wären rund zwei Prozent mehr als im vergangenen Jahr, aber ein Viertel weniger als im Vorkrisenjahr 2019. Zwar lösten sich die Lieferketten-Probleme aus der Pandemie immer weiter auf, sagte Müller in Berlin. Doch aufgrund der hohen Nachfrage auch aus anderen Branchen bleibe insbesondere der Chipmangel ein Problem. Hinzu komme, dass die Politik noch keine strukturelle Antwort auf die Energiekrise gefunden habe. "Bisher hat sich die Krisenpolitik im Wesentlichen nur mit der akuten Auswirkung der Energiekrise beschäftigt", kritisierte Müller. Konzepte für eine langfristige und sichere Energieversorgung fehlten. Bei den Kosten hätten Hersteller und Zulieferer längst die Belastungsspitze erreicht. Weil wichtige industriepolitische Reformen ausblieben, drohten Deutschland und Europa im internationalen Wettbewerb unter die Räder zu kommen. Müller verwies auf die Investitionspläne etwa der US-Regierung für Industrie, erneuerbare Energien und die Infrastruktur. Der andauernde Halbleitermangel führt in der Automobilindustrie - sofern keine geeigneten Gegenmaßnahmen ergriffen werden - bis 2026 global zu einem Produktionsrückgang von 20 Prozent. Dies entspricht rund 18 Millionen Fahrzeugen. Das geht aus einer vom Verband der Automobilindustrie e.V. (VDA) beauftragten Studie eines führenden Beratungsunternehmens hervor. Bereits 2021 führte der Mangel laut den Studienautorinnen und Studienautoren zu einem globalen Produktionsrückgang von 9 Prozent. Die Halbleiternachfrage in der Automobilindustrie wird sich der Studie zufolge bis 2030 verdreifachen. Die Nachfrage insgesamt über alle Branchen hinweg steigt im selben Zeitraum jedoch nur um den Faktor 1,8. Das bedeutet: Das Wachstum der Chipnachfrage in der Automobilindustrie ist 1,7-mal höher als im Durchschnitt der anderen Branchen. Die Automobilindustrie ist im Branchenvergleich also am stärksten betroffen. Die zu Jahresbeginn geänderte Förderung für Elektrofahrzeuge wirkte sich im Januar direkt negativ auf die Neuzulassungen aus. Im Januar wurden mit 27.000 Einheiten 32 Prozent weniger Elektro-Pkw neu zugelassen als im Vorjahresmonat. Davon entfielen 18.140 Einheiten auf rein batterieelektrische Pkw (BEV), 8.850 Einheiten entfielen auf Plug-In-Hybride (PHEV). Damit erreichten E-Pkw einen Anteil von gerade einmal 15,1 Prozent am Gesamtmarkt. Im Dezember vergangenen Jahres lag der Elektroanteil noch bei 55,4 Prozent. Während die rein batterieelektrischen Pkw (BEV) im Januar um 13 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat zurückgingen, sanken die Neuzulassungen von Plug-In-Hybriden (PHEV) um 53 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Aufgrund des starken Preisanstiegs für Energieprodukte und weiterer Rohstoffe (wie Getreide) sowie für Nahrungsmittel seit Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine betrug die Inflationsrate im Jahr 2022 im Jahresdurchschnitt 7,9 Prozent. Wenngleich von einer weiterhin erhöhten Jahresteuerungsrate auszugehen ist, sollten die Inflationsraten im Euroraum im Jahresverlauf 2023 allmählich langsamer steigen (rückläufige Trendwende). Entlastungen resultieren aus der Preisdeckelung für Strom und Erdgas. Zudem wird erwartet, dass die weltweiten Lieferketten wieder besser funktionieren und sich demnach auch die Vorprodukte für die industrielle Fertigung und Produktion nicht mehr so sehr wie in 2022 verteuern werden. Prognosen zufolge wird die Inflationsrate in Deutschland in 2023 durchschnittlich rund 6,0 Prozent betragen und demnach weiter hin die Zielmarke der Europäischen Zentralbank (EZB-Ziel: 2,0 Prozent/Jahr) deutlich überschreiten. Von weiteren Zinserhöhungen in den kommenden Monaten bleibt auszugehen. Der Angriffskrieg von Russland und die Unsicherheit über den weiteren Verlauf belastet ebenfalls die globalen politischen Beziehungen und stellt weiterhin eine Unsicherheit für eine belastbare wirtschaftliche Prognose Deutschlands dar. Zugleich ist auch die bestehende Preisentwicklung der Rohstoffe sowie die Problematik von verlässlichen Lieferketten entscheidend für die weitere wirtschaftliche Entwicklung. Unter Berücksichtigung des anhaltenden Ukraine-Konflikts und der gestiegenen Inflation und den Energie- und Rohstoffkosten erwartet die Geschäftsführung weiterhin steigende Kosten. Eine Unsicherheit für das Jahr 2023 bleibt aufgrund der vielfältigen miteinander verknüpften Einflussfaktoren. Für das Geschäftsjahr 2023 erwarten wir einen Umsatz von € 120 - 125 Mio. sowie ein Jahresergebnis für Ergebnisabführung von € 0,5 - 1,5 Mio. Der Umsatzanstieg resultiert dabei aus der Durchsetzung von Preisanstiegen und Neukundengeschäft. Aus den Umsatzzahlen des ersten Quartals 2023 (€ 33,9 Mio.) lässt sich ableiten, dass die Umsatzziele erreicht werden können. Wir erwarten, die Accident Frequency Rate sowie die Accident Severity Rate auf geringem Niveau zu halten. 4.2 Chancen- und RisikoberichtDas Erreichen der Umsatzziele wird weitgehend durch den Halbleitermangel, steigenden Energie- und Rohstoffpreise sowie der Ukraine Krise und den daraus folgenden globalen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bestimmt. Insbesondere die Nachfrage in den Automobilmärkten hängt stark von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ab. Chancen für eine günstigere als in der Prognose erwartet Entwicklung, aber auch Risiken für eine schwächere Entwicklung ergeben sich daher auf der konjunkturellen Seite. Neben den konjunkturellen Entwicklungen birgt zudem ein womöglich geändertes Kaufverhalten bei Kraftfahrzeugen ein zusätzliches Risiko. Die Elektromobilität ist in vollem Gange und die Automobilhersteller bieten eine immer mehr größere Produktpalette an. Mit dem Produktionsschwerpunkt Body & Chassis ist die GKN Sinter Metals Components GmbH jedoch auch in Fahrzeugen mit E-Antrieb vertreten. Die bei den Planungen für die Personalkosten berücksichtige durchschnittliche Steigerung von Löhnen und Gehältern entspricht den durchschnittlichen Ergebnissen der vergangenen Tarifverhandlungen. Für das Jahr 2023 gehen wir von einem überdurchschnittlichen Anstieg der Preise für Rohstoffe und energetische Güter aus. Unsicherheiten bestehen in der zukünftigen Entwicklung der Energiepolitik. Weiterführende Reformen im Rahmen der Energiewende sowie Folgen aus bereits eingeleiteten Maßnahmen könnten zu einem noch stärkeren Anstieg der Stromkosten führen als bisher angenommen. Sollten Neuteilanläufe nicht in geplantem Umfang erfolgen, könnte dies negative Auswirkungen auf das Erreichen der erwarteten Umsatzerlöse und Margen haben. Ein deutlich stärkeres Wachstum der Weltwirtschaft als in der Prognose unterstellt, könnte nachfragebedingt zu einem deutlicheren Anstieg der Rohmaterialpreise insbesondere für Metalle führen. Diese Kostensteigerungen können negativen Einfluss auf die prognostizierten Margen haben. Für die zukünftige Entwicklung der Weltwirtschaft bestehen derzeit zahlreiche Risiken. Risiken liegen neben geopolitischen Krisen, der anhaltenden politischen Unsicherheit, der wirtschaftlichen Instabilität einiger Schwellenländer und Verwerfungen an den internationalen Finanzmärkten insbesondere in einer Verschärfung der internationalen Handelskonflikte. Zu den Risiken des Wachstums im Euroraum gehören weiterhin die Konsequenzen der Ukraine-Krise, höheren Inflationsraten und den Zinserhöhungen sowie mögliche negative Auswirkungen durch die Verschärfung des internationalen Steuerwettbewerbs im Zuge der amerikanischen Steuerreform. All dies könnte zur Folge haben, dass die konjunkturelle Entwicklung negativ beeinflusst wird, mit entsprechenden negativen Auswirkungen auf das Erreichen unserer Umsatzziele. Chancen für eine günstigere konjunkturelle Entwicklung liegen im In- und Ausland. Die konjunkturelle Erholung in vielen Staaten der Europäischen Union könnte zum Beispiel kräftiger ausfallen als angenommen und weitere deutsche Ausfuhren und Investitionen auslösen. Dies würde sich positiv auf die Abrufzahlen, insbesondere im Seriengeschäft, sowie auf das Neuteilegeschäft und damit auch positiv auf den Umsatz auswirken. 4.3 Risikoberichterstattung über die Verwendung von FinanzinstrumentenZu den bestehenden Finanzinstrumenten der Gesellschaft gehören im Wesentlichen die Forderungen und Verbindlichkeiten, insbesondere die Verbindlichkeiten innerhalb der GKN Gruppe. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen und unter Ausnutzung von Skonto gezahlt. Durch die Einbindung in das Cash-Pooling der GKN Gruppe ist das Liquiditätsrisiko deutlich gemindert. Die Gesellschaft finanziert sich durch eigene Mittel und durch das Cash-Pooling der GKN Gruppe. Das Ausfallrisiko der Forderungen durch mögliche Insolvenzen von Kunden wird durch eine regelmäßige Überwachung des Forderungsbestands gemindert. Darüber hinaus werden über neue Kunden Wirtschaftsauskünfte eingeholt, in kritischen Situationen werden die Zahlungsbedingungen auf Vorkasse umgestellt. Das maximale Ausfallrisiko liegt in Höhe des Buchwertes der entsprechenden Forderungen. Währungsrisiken werden im Rahmen des Risikomanagements überwacht und gesteuert. Die überwiegende Anzahl der Transaktionen wird in Euro abgewickelt.
Bonn, den 16. Juni 2023 GKN Sinter Metals Components GmbH Geschäftsführung Norman Schöps Stefan Zeier Bilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022(HRB 14539, Amtsgericht Bonn)Angewendete VorschriftenDie Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes. Der vorliegende Jahresabschluss ist unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätze nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird unverändert das Gesamtkostenverfahren angewandt. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeDie Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten. Die Bewertung der Vermögens- und Schuldposten trägt allen erkennbaren Risiken nach den Grundsätzen vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung Rechnung. Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände werden auf der Grundlage der Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Der Umfang der Anschaffungskosten entspricht § 255 Abs. 1 HGB. Die Herstellungskosten umfassen die aktivierungspflichtigen Bestandteile des § 255 Abs. 2 HGB. Fremdkapitalkosten werden nicht als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Der Werteverzehr wird durch planmäßige Abschreibungen auf Basis wirtschaftlicher Nutzungsdauern, im Zugangsjahr anteilig, erfasst. Auf Zugänge bis zum 31. Dezember 2009 werden lineare und soweit steuerlich zulässig degressive Abschreibungen vorgenommen. Die Abschreibungen auf die seit dem Geschäftsjahr 2010 in Betrieb genommenen Sachanlagen basieren auf der linearen Methode. Auf Zugänge des beweglichen Sachanlagevermögens wird die Abschreibung im Jahr der Anschaffung oder Herstellung zeitanteilig für den vollen Monat der Anschaffung oder Herstellung berechnet. Selbständig nutzbare Vermögensgegenstände bis zu einem Wert von € 1.000 werden unter Wesentlichkeitsgesichtspunkten im Jahr des Zugangs sofort abgeschrieben und in der Entwicklung des Anlagevermögens im Jahr des Zugangs als Abgang gezeigt. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind mit Anschaffungskosten aktiviert. Der Ermittlung der Anschaffungskosten liegen gewogene durchschnittliche Beschaffungspreise zugrunde; sofern in Einzelfällen niedrigere Wiederbeschaffungspreise vorlagen, wurden diese angesetzt. Fertige und unfertige Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet; sie beinhalten die aktivierungspflichtigen Bestandteile des § 255 Abs. 2 HGB. Abschreibungen auf niedrigere beizulegende Werte wurden im gebotenen Umfang vorgenommen. Dem allgemeinen Lagerhaltungsrisiko, insbesondere dem der Ungängigkeit, wird bei der Vorratsbewertung durch angemessene Wertabschläge Rechnung getragen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert unter Abzug gebotener Wertberichtigungen angesetzt; für das allgemeine Kreditrisiko bestehen pauschale Abschläge. Der Kassenbestand ist zum Nennwert angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert angesetzt. Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die Wertansätze der Rückstellungen beinhalten alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen auf der Grundlage vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Pensionsrückstellungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen erfolgt für das Geschäftsjahr gemäß § 253 Abs. 2 HGB pauschal mit dem veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden für zum Bilanzstichtag bereits abgeschlossene Altersteilzeitvereinbarungen nach Maßgabe des Blockmodells auf der Grundlage der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck nach versicherungsmathematischen Grundsätzen gebildet. Sie enthalten Aufstockungsbeträge und bis zum Bilanzstichtag aufgelaufene Erfüllungsverpflichtungen der Gesellschaft. Folgende Annahmen wurden für die Ermittlung der Rückstellungen herangezogen:
Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Unter den passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Erlöse für weiterberechnete Werkzeugkosten ausgewiesen. Die Werkzeugerlöse werden im ersten Jahr mit 12,5 %, in den folgenden Jahren mit 25 % und im fünften Jahr mit 12,5 % vereinnahmt und entsprechen der durchschnittlichen Produktlaufzeit. Kurzfristige Fremdwährungsforderungen und Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Stichtagskurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Restlaufzeiten von mehr als einem Jahr liegen nicht vor. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögenDie Entwicklung des Anlagevermögens ist aus der Anlage zu diesem Anhang ersichtlich. Forderungen und sonstige VermögensgegenständeDie Forderungen gegen Gesellschafter betreffen die Verlustübernahme durch die Gesellschafterin, GKN Powder Metallurgy Holding GmbH. EigenkapitalDas Stammkapital von € 2.800.000 ist voll eingezahlt. Die Kapitalrücklage von € 14.377.375,12 ist unverändert zum Vorjahr und resultiert aus historischen Verschmelzungsvorgängen sowie Einzahlungen des Gesellschafters. Alleingesellschafterin ist die GKN Powder Metallurgy Holding GmbH mit Sitz in Bonn, mit der ein Ergebnisabführungsvertrag besteht. Unsere Gesellschaft ist Konzernunternehmen der GKN Powder Metallurgy Holding GmbH, die ihrerseits zusammen mit ihren Konzernunternehmen in den Konzernabschluss des Mutterunternehmens Melrose Industries PLC, Birmingham/England, einbezogen ist, welches den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss der Melrose Industries PLC wird sowohl im Bundesanzeiger unter der GKN Metallurgy Holding GmbH als auch im UK Registrar of Companies unter der Melrose Industries PLC, Gesellschaftsnummer 09800044, veröffentlicht. RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen enthalten insbesondere Rückstellungen für arbeits- und sozialrechtliche Verpflichtungen. Diese betreffen im Wesentlichen noch abzugeltende Verpflichtungen aus Altersteilzeit, Jubiläumsgeld-, Gleitzeit- und Urlaubsansprüchen sowie Rückstellungen für Sonderzahlungen und Abfindungen. Darüber hinaus wurden Rückstellungen für ausstehende Rechnungen und für das Risiko der Inanspruchnahme für Garantie- bzw. Gewährleistungen gebildet. VerbindlichkeitenDie Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter des Vorjahres resultieren aus Lieferungen und Leistungen aus Konzernumlagen sowie aus dem Cash Management. Sonstige finanzielle VerpflichtungenDer Gesamtbetrag an sonstigen finanziellen Verpflichtungen beträgt T€ 12.292 (Vorjahr: T€ 14.243 und umfasst die Verpflichtungen aus Miet-, Leasing- und ähnlichen Verträgen sowie das Bestellobligo aus zum Stichtag erteilten Investitionsaufträgen. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöseDie Umsatzerlöse gliedern sich nach Regionen wie folgt:
Nach Produktgruppen bzw. Abnehmern gliedern sich die Umsatzerlöse wie folgt:
Sonstige betriebliche Erträge
Die periodenfremden Erträge betreffen im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen sowie Erträgen aus Erstattungen der Stromsteuer. Personalaufwand / MitarbeiterDie Zahl der Beschäftigten ohne Auszubildende und Geschäftsführung betrug im Jahresdurchschnitt:
Der Personalaufwand enthält außergewöhnliche Aufwendungen nach § 285 Nr. 31 HGB aus Restrukturierung i.H.v. T€ 3.795 (Vorjahr: T€ 1.019) enthalten. Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die periodenfremden Aufwendungen betreffen Aufwendungen für Lieferungen und Leistungen, Kundenbelastungen sowie den Mehrverbrauch aus Rückstellungen. Weiterhin ist eine Kundenreklamation nach § 285 Nr. 31 HGB in Höhe von T€ 2.090 enthalten. Sonstige AngabenGesamthonorar des AbschlussprüfersDas Honorar für Leistungen des Abschlussprüfers in Höhe von T€ 105 (Vorjahr: T€ 97) betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen. NachtragsberichtMit der Anteilsemission an der Londoner Stock Exchange zum 20. April 2023 wurde die Abspaltung der Divisionen Automotive, Powder Metallurgy und Hydrogen von der Melrose Industries Plc auf die Dowlais Group Plc abgeschlossen. Wesentliche Auswirkungen auf die Gesellschaft sind hieraus nicht zu erwarten. Organe der GesellschaftGeschäftsführungNikolaus Bachmann, St. Georgen, Italien, - Vice President Operations (bis 21.01.2022) Wolfram Messner, Rasen/Antholz, Italien, - Chief Operating Officer (COO) - GKN Sinter Metals (bis 21.01.2022) Karl-Friedrich Roth, Wachtberg, - Chief Human Resources Officer (CHRO) & Risk Management - GKN Powder Metallurgy (bis 08.04.2022) Norman Schöps, Bonn - Director Finance Germany & Shared Services (ab 08.04.2022) Stefan Zeier, Fulda, - VP Operations Germany & Global Supply Chain, GKN Sinter Metals Die Geschäftsführer sind nicht bei der Gesellschaft angestellt und haben im Berichtsjahr aus der Gesellschaft keine Bezüge erhalten.
Bonn, den 16. Juni 2023 GKN Sinter Metals Components GmbH Geschäftsführung Norman Schöps Stefan Zeier Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die GKN Sinter Metals Components GmbH, Bonn PrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der GKN Sinter Metals Components GmbH, Bonn, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der GKN Sinter Metals Components GmbH, Bonn, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 30. Juni 2023 Deloitte
GmbH
Frank Hoffsteter, Wirtschaftsprüfer Michael Erben, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss wurde am 24. Juli 2023 festgestellt. |
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