Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 353097
Vorher
doculine Verlags-GmbHTransline Deutschland Dr.-Ing. Sturz GmbH
Eingetragen
18.7.1996
Branche
Vermittlungstätigkeiten für die GüterbeförderungBeteiligungsgesellschaftenÜbersetzen
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Gegenstand des Unternehmens ist die Erbringung von Sprachmittlerdiensten (Dolmetschen und Übersetzen), Erstellung von Dokumentationen, Lokalisierung und weitere sprachbezogene Leistungen für Auftraggeber in Industrie, öffentlicher Verwaltung und anderen Bereichen und das weltweite Angebot der Dienste unter der Marke transline. Zusammenarbeit mit anderen Firmen mit der Bezeichnung transline im europäischen und außereuropäischen Ausland auf dem Gebiet der Übersetzung, des Dolmetschens und der Dokumentation.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Blue Cap 14 GmbH
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Transline Gruppe GmbH
Germany
26.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Transline Deutschland GmbH

Reutlingen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

1 Grundlagen des Unternehmens

1.1 Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Transline Deutschland GmbH, Reutlingen, (kurz: TDE) ist eines der führenden Sprachdienstleistungsunternehmen in Deutschland. Der Leistungsbereich der TDE konzentriert sich auf die Erbringung von Sprachmittlerdiensten (Übersetzen und Dolmetschen) sowie die Erstellung von Dokumentationen und weiteren sprachbezogenen Leistungen (Terminologiemanagement, Software-Lokalisierung), welche gemeinsam mit Schwesterunternehmen unter der Marke "Transline" insbesondere in Deutschland und Europa tätigen Kunden angeboten werden. Langjährige Kundenbeziehungen bestehen insbesondere zu deutschen Industrieunternehmen.

1.2 Transline Gruppe

Die TDE ist Teil der Transline Gruppe. Diese umfasst neben der Transline Gruppe GmbH (kurz: TGR), Reutlingen, folgende ausländische Gesellschaften: Transline Europe S.à.r.l. (kurz: TEU) mit Sitz in Frankreich und die interlanguage S.r.l. (kurz: INT) mit Sitz in Italien. Im Geschäftsjahr haben Verschmelzungen der bisherigen Konzerngesellschaften Transline Software Localization (Walldorf), medax - Medizinischer Sprachendienst GmbH (Reutlingen) und Micado Innovation GmbH (Reutlingen) auf die TDE mit Wirkung zum 1. Januar 2023 stattgefunden.

Im Jahr 2023 kam es zudem zu einer Erweiterung des Gesellschafterkreises bei der derzeitigen Konzernmutter, der Blue Cap 14 GmbH, da die MEP Transline GmbH & Co. KG, München, Anteile von den bisherigen Gesellschaftern erworben hat.

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Entwicklung des wirtschaftlichen Umfelds

Beschleunigte Erholung und anhaltende Herausforderungen in der Weltwirtschaft 2023 1

Im dritten Quartal 2023 erlebte die Weltwirtschaft eine Beschleunigung, getragen von starker Expansionsdynamik in China und den USA, obwohl ein nachhaltiger Aufschwung der globalen Industrieproduktion ausblieb und der weltweite Warenhandel weiterhin sank. Die Konsumstruktur normalisierte sich nach der Pandemie mit einer verstärkten Nachfrage nach Dienstleistungen. Trotz stabilisierter Rohölpreise stiegen die Erdgaspreise, während die Leitzinsen in den USA und im Euroraum voraussichtlich ihre Höchststände erreichten und die Inflation bei gleichzeitig angespannten Arbeitsmärkten deutlich sank. In den USA unterstützten robuste Konjunktur und steigende Realeinkommen die Konsumentenstimmung, während im Euroraum die Konsumnachfrage weiter schwächelte und höhere Energiekosten die Industriekonjunktur weiter belasteten. Im Euroraum lag die Inflation für 2023 bei 5,4 % und in den USA bei 4,1 %. Auch in den Schwellenländern ist die Teuerung hoch, wenngleich die Inflation dort bislang unter der in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften lag. Die Zentralbanken reagierten auf die anhaltend hohen Inflationsraten mit deutlichen Leitzinserhöhungen.

Vor diesem Hintergrund ergab sich für das Jahr 2023 insgesamt ein schwacher Anstieg der weltweiten Wirtschaftsleistung im Vergleich zum Vorjahr um 2,7 % (Vorjahr: 2,8 %). Der BIP- Anstieg betrug in den Schwellenländern (4,8 %; Vorjahr: 3,3 %) und in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften (1,6 %; Vorjahr: 2,5 %). In den Vereinigten Staaten betrug der Anstieg der Wirtschaftsleistung im Jahr 2023 2,5 % (Vorjahr: 1,9 %), im Euroraum 0,5 % (Vorjahr: 3,4 %), im Vereinigten Königreich 0,1 % (Vorjahr: 4,3 %), in Japan 1,9 % (Vorjahr: 1,0 %) und in China 5,2 % (Vorjahr: 3,0 %). In Russland ist die Wirtschaftsleistung um 3,6 % angestiegen (Vorjahr: Rückgang von 1,2 %).

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank in Deutschland im Jahr 2023 um 0,3 %. Im Vorjahr gab es noch einen Anstieg von 1,8 %. Die deutsche Wirtschaft verzeichnete seit Jahresbeginn trotz rückläufiger Inflation und beschleunigten Anstiegs der Lohneinkommen eine Stagnation, was jedoch den Binnenmarkt nicht belebte, da ein Teil des Kaufkraftzuwachses gespart wurde. Globaler Warenhandel und Industrieproduktionen lieferten wenig positive Impulse, während Notenbanken zur Inflationsbekämpfung die Konjunktur dämpften. Deutsche Exporte setzten ihre Talfahrt fort, beeinflusst durch Zinsanhebungen der Europäischen Zentralbank, die eine Abkühlung des Immobilienmarktes bewirkten, und auch Investitionen in Wohnbauten gingen zurück. Der Stellenabbau in der chemischen Industrie signalisiert einen strukturellen Wandel, teilweise durch Verlagerung energieintensiver Produktion ins Ausland. Staatliche Investitionen, vor allem in Rüstungsgüter, bildeten eine der wenigen expansiven Komponenten. Die Konjunkturerholung blieb aus, die Auftragspolster schmolzen ab, und die Produktionskapazitäten sind nicht ausgelastet.

1 Vgl. ifo Digital Konjunkturprognose März 2024. Zu finden unter: https://www.ifo.de/publikationen/2024/aufsatz-zeitschrift/ifo-konjunkturprognose-fruehjahr-2024

In Deutschland lag die Inflationsrate im Jahresmittel bei 6,0 % (Vorjahr: 8,7 %) und entspricht damit in etwa dem Mittelwert der Volkswirtschaften im Euroraum. Trotz eines Rückgangs der Inflation und eines Anstiegs der Lohneinkommen blieb eine umfassende wirtschaftliche Erholung aus. Dennoch bestehen positive Aussichten auf eine wirtschaftliche Erholung, unterstützt durch eine rückläufige Inflation, zunehmende Lohneinkommen und eine robuste Beschäftigungslage. Die Konjunktur dürfte sich ab dem kommenden Jahr allmählich erholen, unterstützt durch erwartete Zinssenkungen der Europäischen Zentralbank und eine Belebung des globalen Warenhandels. Allerdings bleibt die kurzfristige Aussicht schwach, beeinträchtigt durch wirtschaftspolitische Unsicherheiten und eine verhaltene Stimmung bei Haushalten und Unternehmen.

Branchenumfeld

Das Schweizer Marktforschungsunternehmen Slator 2 , welches sich auf den Markt für Sprachdienstleistungen und -technologie spezialisiert hat, veröffentlichte im Mai 2023 seinen Bericht zu den Treibern und der Entwicklung der globalen Sprachdienstleistungsbranche. In dem Bericht geht Slator von einem globalen Marktvolumen für alle Sprachdienstleistungen Ende 2022 von rund 27,9 Milliarden US-Dollar aus mit einem Wachstum von 4,77 %zum Vorjahr, jedoch in geringerem Umfang (+ 11,75 % im Vergleichszeitraum). Wichtigster Markt in Europa ist im Betrachtungszeitraum weiterhin Deutschland mit 2,07 Milliarden US-Dollar mit einem Anteil von 7,4 %, verzeichnete jedoch eine geringere Wachstumsrate (2,9 %) gegenüber Frankreich, Italien (je 4,8 %) und der Schweiz (6,1 %). Insgesamt ist der europäische Sprachenmarkt in 2022 im Vergleich zum Vorjahr mit 5% geringer gewachsen im Vergleich zu Nordamerika mit 6 %. Als Marktausblick wird bis 2027 ein Marktvolumen zwischen 31 Milliarden und 41,5 Milliarden US-Dollar erwartet. Treiber des Wachstums im Bereich Sprachdienstleistungen sind weiterhin die anhaltende Globalisierung sowie Digitalisierung. Größter Transformator des Sprachenmarkts dürfte nach Slator der verstärkte Einsatz von Large Language Models (LLMs) sein, welcher den Kernmarkt nachhaltig beeinflussen wird.

Das auf den Sprachenmarkt spezialisierte US-Beratungs- und Marktforschungsunternehmen Nimdzi Insights 3 führte die Transline Gruppe im Jahr 2023 (relevanter Umsatz 2022 auf Platz 3 (+1) in Deutschland und Platz 83 (-3) der Top100 Dienstleister weltweit.

Die letzten Jahre waren durch starke Wachstumsraten im gesamten Sprachenmarkt geprägt. Im Jahr 2023 haben die Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten und die weiterhin gestiegene Inflation zu hohen wirtschaftlichen Unsicherheiten bei den Kunden und im gesamten Marktumfeld geführt. Insbesondere Marktsegmente wie Life Sciences und Media stellten, neben der gesteigerten Relevanz von intelligenten Technologien, die wichtigsten Treiber auf dem Gesamtmarkt dar. Auf Seiten des Wettbewerbs ist der anhaltende Trend zu weiteren Konsolidierungen zu verzeichnen gewesen, insbesondere M&A Aktivitäten im US- Markt und in den attraktiven Verticals wie Life Sciences, sowie Investments in Technologieanbieter. So dienen M&A Aktivitäten auch mehrheitlich dem Zweck benachbarte Servicebereiche zur Kernleistung aufzubauen.

2 Slator 2023 Language Industry Market Report, Slator AG, Zürich/Schweiz
3 The NIMDZI 100, The 2023 ranking of the largest language service providers in the world, Mercer Island/USA

2.2 Geschäftsverlauf

Angaben zur Vergleichbarkeit mit Vorjahresabschlüssen

Im Geschäftsjahr hat rückwirkend zum 01.01.2023 (handelsrechtlicher Verschmelzungsstichtag) eine Verschmelzung unter Buchwertfortführung und ohne Kapitalerhöhung der bisherigen Schwestergesellschaften Transline Software Localization GmbH (kurz: TSL) mit Sitz in Walldorf (vormals eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Mannheim unter der Nummer HRB 704812), medax - Medizinischer Sprachendienst GmbH (kurz: MED) mit Sitz in Reutlingen (vormals eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgarts unter der Nummer HRB 757145) und Micado Innovation GmbH (kurz: MIC) mit Sitz in Reutlingen (vormals eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgarts unter der Nummer HRB 786553) auf die TDE stattgefunden.

Die Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten der verschmolzenen Schwestergesellschaften wurden zu Buchwerten in die Bilanz der TDE übernommen.

Aufgrund der Verschmelzung sind die Zahlen des Vorjahres mit denen des Geschäftsjahres nur bedingt vergleichbar.

Die übertragenden Gesellschaften haben im Jahr 2022 Umsatzerlöse in Höhe von T€ 5.351 erwirtschaftet. Der Materialaufwand lag bei T€ 2.530 und der Personalaufwand bei T€ 1.184. Aufgrund der bestehenden Ergebnisabführungsverträge zwischen der TSL und der MED mit der Transline Gruppe GmbH hatten die beiden Gesellschaften ein Vorjahresergebnis von Null, die MIC einen Jahresüberschuss von T€ 255. Die Verschmelzungen führten zu einer Kapitalrücklage bei der TDE in Höhe von T€ 2.435. Des Weiteren wurde der Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von T€ 1.094 der MED in die Bilanz der TDE übertragen. Zum Bilanzstichtag 31.12.2022 bestanden bei den verschmolzenen Gesellschaften Darlehensforderungen gegenüber der Transline Gruppe GmbH in Höhe von T€ 800, die ebenfalls auf die TDE übergegangen sind.

Der Geschäftsverlauf des Berichtsjahres war aufgrund der hohen Aufwendungen für bezogene Leistungen, die aus Preiserhöhungen resultieren, insgesamt nicht zufriedenstellend. Zwar lagen die Umsatzerlöse mit T€ 18.369 um T€ 5.338 über dem Vorjahresbetrag und nur 2,76% unter dem Plan von T€18.891, jedoch konnten die geplanten Kostensenkungen bei den Aufwendungen für bezogene Leistungen nicht vollumfänglich umgesetzt werden. Der geplante Leistungsbezug lag bei T€ 8.296 und wurde mit T€ 8.791 um 5,96% überschritten. Das EBITDA lag im Geschäftsjahr bei T€ 708 und somit deutlich unter den geplanten T€ 2.635.

In 2023 wurde weiterhin in die Fortentwicklung des eigenen ERP-Systems investiert. Im Jahr 2023 konnten alle Bereiche der TDE auf das ERP-System (TBlue) umgezogen werden. Die Aufträge können dadurch gesellschaftsweit effizienter abgewickelt werden. Den Kunden bietet das System deutliche Vorteile in der Zusammenarbeit mit der TDE. Die Digitalisierung, die Automatisierung von Geschäftsprozessen und die Usability ist im Verdrängungswettbewerb gegenüber anderen Anbietern ein zentrales Alleinstellungsmerkmal für die Transline Gruppe.

2.3 Lage

Um eine Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr zu ermöglichen, wurden die im Folgenden aufgeführten Vorjahreswerte der vier verschmolzenen Gesellschaften addiert. Auf eine Konsolidierung wurde aufgrund der untergeordneten Bedeutung für die Gesamtaussage verzichtet.

2.3.1 Ertragslage

Die TDE hat im Geschäftsjahr Umsatzerlöse von T€ 18.369 (VJ: T€ 18.382) erwirtschaftet.

Das geplante Umsatzvolumen von T€ 18.891 wurde damit leicht um rund 2,76% unterschritten. Aufgrund der Bemühungen, neue Kunden zu gewinnen und bestehende Kundenbeziehungen zu stärken, konnte jedoch bei Gegenüberstellung des konsolidierten vergleichbaren Vorjahresumsatzes von T€ 17.927 ein Anstieg der Umsatzerlöse verzeichnet werden. Das Rohergebnis lag im Jahr 2023 bei T€ 10.113 (VJ: T€ 10.495). Somit konnte das geplante Rohergebnis in Höhe von T€ 11.540 nicht erreicht werden. Dies lag an einer prozentual höheren Materialaufwandsquote (gemessen an der Gesamtleistung) von insgesamt 46,50%, wodurch die geplanten 41,82% aufgrund von Kostensteigerungen der externen Übersetzer überschritten wurden. Im Jahr 2023 wurden bereits Verhandlungen für bessere Einkaufskonditionen angestoßen.

Die Personalaufwendungen liegen mit T€ 5.777 im Geschäftsjahr 2023 (VJ: T€ 5.724) über den geplanten T€ 5.599. Die Ursache hierfür sind moderate Neueinstellungen und angefallene Abfindungszahlungen. Die geplante Personalaufwandsquote von 48,52% (gemessen am Rohergebnis) wurde dadurch ebenfalls überschritten.

Aufgrund des nicht zufriedenstellenden Geschäftsverlaufes im ersten Halbjahr 2023 und der bis dahin negativen Marktentwicklung wurden weiterhin die Kostensenkungsmaßnahmen vorangetrieben. Die Kostensenkungsmaßnahmen beinhalten im Wesentlichen Kostensenkungen im IT-Bereich sowie bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Im Jahr 2023 konnten die Maßnahmen aus den Personalkosteneinsparungen weitestgehend umgesetzt werden.

2.3.2 Vermögens- und Finanzlage

Vermögenslage

Die TDE weist am Ende des Geschäftsjahres 2023 eine Bilanzsumme von T€ 10.076 aus (VJ: T€ 13.062, davon T€ 9.820 TDE). Aufgrund der festgesetzten Forschungszulage in Höhe von T€ 576 in Verbindung mit den regulären Abschreibungen, ist das Anlagevermögen - trotz getätigter Investitionen - gesunken. Es bestehen immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von T€ 6.072 (VJ: T€ 7.396). Hierauf entfallen T€ 3.564 (VJ: T€ 4.099) auf EDV-Software.

Kapitalstruktur

Bei der TDE bestehen Darlehensverbindlichkeiten gegenüber der Transline Gruppe GmbH, die durch den Erwerb von Anteilen an den mittlerweile verschmolzenen Tochtergesellschaften entstanden sind. Andere Darlehensverbindlichkeiten - insbesondere gegenüber Kreditinstituten - bestehen nicht.

Die Finanzierung des operativen Geschäfts erfolgt durch gruppeninterne Darlehen und Lieferantenkredite.

Durch die im Rahmen der Verschmelzung entstandene Kapitalrücklage hat sich die Eigenkapitalquote deutlich erhöht. Sie beträgt 31,16% (VJ TDE: 7,18%).

Investitionen

Im Geschäftsjahr wurde die Entwicklung des prozessoptimierenden ERP-Systems fortgesetzt. Die Entwicklung wird maßgeblich von einem externen Dienstleister unter Einbezug von eigenen Mitarbeitern durchgeführt. Die Investitionssumme für diese Software lag im Jahr 2023 bei rund T€ 759.

Finanzlage

Trotz des negativen Ergebnisses war es möglich sämtliche Aufwendungen aus dem operativen Geschäftsbetrieb zu finanzieren, da das negative Ergebnis maßgeblich auf nicht liquiditätswirksame Abschreibungen zurückzuführen ist.

2.3.3 Gesamtaussage

Den Verlauf des Geschäftsjahres 2023 und die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens betrachten wir für das Geschäftsjahr 2023 als nicht zufriedenstellend. Entsprechende Maßnahmen wurden bereits eingeleitet und verstärkt im Jahr 2024 fortgeführt und ergänzt.

2.3.4 Finanzielle Leistungsindikatoren

Die TDE verfügt zur Unternehmenssteuerung über umfassende und effiziente Analysetools. Durch diesen Einsatz und die Weiterentwicklung der verwendeten Systeme können Umsatz-, Kosten- und Profitanalysen in regelmäßigen Abständen durchgeführt werden. Zur Steuerung des Unternehmens werden die Umsatzerlöse, das Rohergebnis und das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) herangezogen.

2.3.5 Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Die TDE hat sich in den letzten Jahren eine starke Kundenbindung und Kundenzufriedenheit im Markt erarbeitet. Im Jahr 2020 wurden alle Mitarbeitenden mit einem Laptop ausgestattet, der ihnen ein Mobiles Arbeiten ermöglicht. Je nach Standort werden den Mitarbeitenden unterschiedliche Sozialleistungen angeboten. Hierzu gehören u.a. eine betriebliche Altersvorsorge oder auch eine kostenlose Mitgliedschaft im Fitnessstudio sowie weitere freiwillige Zulagen.

3 Forschungs- und Entwicklungsbericht

Um auch zukünftig prozessoptimierte Sprachdienstleistungen branchenübergreifend anbieten zu können, wird unser individuelles und prozessoptimiertes ERP-System gemeinsam mit einem externen Dienstleister weiterentwickelt. Hierzu zählt auch der Bereich "machine translation", der weiterhin vom Unternehmen intensiv getestet und bereits teilweise eingesetzt wird.

Die TDE beschäftigt in diesem Bereich 4 Mitarbeiter, die von anderen internen Abteilungen unterstützt werden. Das Feedback der Übersetzer und Kunden wird ebenfalls berücksichtigt, um das ERP-System insbesondere auch den Kundenwünschen anzupassen.

4 Prognosebericht

Wirtschaftliches Gesamtumfeld: Hohe Inflationsraten belasten deutsche Konjunkturaussichten für 2024 4

Nach der Erholung des weltweiten Wirtschaftswachstums im Jahr 2023 (+2,7 %) geht das ifo Institut in seiner Konjunkturprognose vom März 2024 von einem Wachstum der globalen Wirtschaft von 2,3 % im Jahr 2024 und 2,4 % im Jahr 2025 aus. Der Welthandel soll im Jahr 2024 wieder leicht wachsen (+1,7 %) und im Jahr 2025 mit einer Rate von 4,1 % wieder zunehmen.

Weiterhin prägen die hohen, wenn auch sinkenden, Inflationsraten die globale Entwicklung. In der Folge haben die Zentralbanken in den vergangenen Monaten ihre restriktive Geldpolitik beibehalten und die Leitzinsen 2023 weiter erhöht. Das führte bereits zu rückläufigen, wenn auch noch nicht zu den Zielinflationsraten von ca. 2 %. Es ist daher davon auszugehen, dass die Leitzinsen weit bis in das nächste Jahr hinein das wirtschaftliche Umfeld prägen werden.

Das ifo Institut rechnet in seiner Frühjahrsprognose für die deutsche Wirtschaft nur mit einer leichten Erholung des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2024 (+0,2 %).Dies wird insbesondere begründet mit einem steigenden Preisdruck aufgrund angestiegener Lohnkosten sowie der nach wir vor hohen Kerninflationsrate. Die Inflationsrate dürfte in Deutschland im Jahr 2024 mit durchschnittlich 2,3 % unter dem Vorjahr (5,9%) und damit nahe am Mandat der EZB liegen. Die Arbeitslosenquote soll von 5,7 % im Vorjahr auf 5,9 % leicht ansteigen.

4 Vgl. ifo Konjunkturprognose Frühjahr 2024 des ifo Instituts, veröffentlicht im März 2024, erreichbar unter: https://www.ifo.de/fakten/2024-03-06/ifo-konjunkturprognose-fruehjahr-2024-deutsche-wirtschaft-wiegelaehmt .

Für die USA wird im Jahr 2023 ein leichter Rückgang des Wirtschaftswachstums von 2,5 % auf 2,3 % im Jahr 2024 und 1,7 % im Jahr 2025 erwartet. In ihrer Sitzung im Januar entschied die Fed, den Leitzins vorerst unverändert im Korridor zwischen 4,25 % und 5,5 % zu lassen. Insbesondere ab dem zweiten Quartal 2024 dürften sich nach Expertenmeinung die Geldpolitik "lockern" und die Zinsen fallen - mit entsprechenden Auswirkungen auf den Immobilienmarkt, einer zunehmenden Konsumneigung und auch einer erhöhten Investitionsnachfrage.

Obwohl das Wirtschaftswachstum in China im letzten Jahr als Folge der späten Aufgabe der strikten Null-Covid-Politik zwar mit einem BIP-Wachstum von 5,2 % wieder zunahm, prognostiziert das ifo Institut für die Jahre 2024 und 2025 ein BIP-Wachstum von lediglich 4,4 % bzw. 4,0 %. Grund des rückläufigen Wirtschaftswachstums sei nach Ansicht des IWF vor allem die Krise des Immobilienmarkts und der rückläufige Export. Die mit hoher Wahrscheinlichkeit weiter zunehmenden geopolitischen Spannungen, insbesondere im Verhältnis zum westlichen Wertebündnis, stellen einen weiteren Unsicherheitsfaktor dar und könnten sich zusätzlich wachstumsdämpfend auswirken. Im Gegensatz zu anderen Ländern hat China derzeit kein Inflationsproblem.

Branchenumfeld und Unternehmensprognose

Die Geschäftsführung erwartet mittelfristig eine positive Branchenentwicklung und rechnet in den kommenden Jahren weiterhin mit einem Wachstum im Markt für Sprachdienstleister. Das operativ gut aufgestellte Unternehmen, das neue ERP-System und die positiven Marktaussichten geben dem Management die Zuversicht, dass der Umsatzeinbruch durch die vielfältigen Krisen in 2022 einmalig war und im nächsten Jahr das leichte Wachstum aus 2023 verstärkt fortgeführt werden kann. Der neu eingestellte Head of Sales & Marketing soll des Weiteren das Wachstum der Umsatzerlöse positiv vorantreiben. Bei den Umsatzerlösen geht die Geschäftsführung, insbesondere aufgrund des aktuellen Auftragsbestandes und der Kundennachfrage (ohne äußere Einflüsse), daher von einem moderaten Wachstum aus, ebenso beim Rohergebnis.

Weitere Personalkosteneinsparungen sollen in 2024 umgesetzt werden. Darüber hinaus auch weitere Senkungen in den externen Supportkosten, so dass eine moderate Ergebnisverbesserung beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen erwartet wird.

Trotz der Auswirkungen durch Lieferengpässe bei den Kunden und der Inflation sind auch in den Folgejahren Investitionen in neue Technologien und Mitarbeiter geplant, um weiterhin ein führender Anbieter für Sprachdienstleistungen zu bleiben und die Kundenzufriedenheit zu steigern.

5 Risikobericht

Risiken bestehen sowohl aufgrund genereller konjunktureller und politischer Entwicklungen als auch marktspezifischer Gegebenheiten. Im Falle eines Konjunktureinbruches und der daraus resultierenden Investitionszurückhaltung von den großen Industrieunternehmen in Deutschland, würde das Geschäft der TDE auch negativ beeinflusst werden.

In der Verfügbarkeit kostenloser Programme für maschinelle Übersetzungen sieht die Geschäftsführung derzeit kein wesentliches Risiko, da die Kunden der gesamten Transline Gruppe im Wesentlichen Fachübersetzungen anfragen, die in der geforderten Qualität von Internet-Übersetzungsprogrammen bislang noch nicht erbracht werden können. Zusätzlich sehen wir in den kostenlosen Programmen ein datenschutzrechtliches Risiko, welches die Kunden nicht eingehen wollen. Im Geschäftsjahr war ein Anstieg der Nachfrage an maschinellen Übersetzungen zu verzeichnen, jedoch vor allem in der Qualitätsstufe "Full Postediting", bei welcher nach wie vor ein Mensch die Kontrolle über die Übersetzung hat und die maschinelle Übersetzung nacheditiert. Derzeit besteht nur ein geringes Risiko, dass Teile der Umsatzerlöse aufgrund von maschineller Übersetzung wegfallen.

Aufgrund geopolitischer Bedingungen kann grundsätzlich ein Risiko entstehen, dass sich Kunden aus einem betroffenen Markt zurückziehen und entsprechende Sprachen nicht mehr nachgefragt werden oder lokale Übersetzungsressourcen nicht mehr zur Verfügung stehen. Angesichts der weitreichenden Globalisierung der Kunden kann davon ausgegangen werden, dass weiterhin Sprachen aus betroffenen Ländern beauftragt werden, um zugehörige Populationen trotzdem erreichen zu können. Engpässe bei der Übersetzungskapazität können aufgrund der Strategie, dass immer für jede Sprache mehrere Übersetzer - teilweise auch aus unterschiedlichen Ländern - vorhanden sein müssen, reduziert werden.

Die TDE verfügt über ein sehr breites Kundenportfolio mit Kunden guter Bonität. Dennoch wurden mit den größten drei Kunden im Geschäftsjahr über 26% des Gesamtumsatzes erzielt. Somit besteht eine erhöhte Risikokonzentration, falls einer dieser Kunden sein Auftragsvolumen drastisch reduzieren oder in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sollte. Um in einem solchen Fall schnellstmöglich reagieren und entgegenwirken zu können, bemüht sich die Transline Deutschland GmbH stets um einen regelmäßigen Austausch mit und ein vertrauensvolles Verhältnis zu ihren Kunden.

Das Risikomanagement erfolgt im Wesentlichen über das eigene Risiko-Management- Instrumentarium. Ziel ist es, mögliche Risiken frühzeitig zu erkennen, um geeignete Gegenmaßnahmen ergreifen zu können. In der Praxis bedeutet dies, dass durch die Unternehmens-IT in Echtzeit permanent risikorelevante Kennzahlen abgefragt werden (z.B. ausstehende Zahlungseingänge von Kunden oder fehlende Kundenbestellungen etc.).

Aufgrund der starken Abhängigkeit von unterschiedlichen IT-Systemen werden diese aktuell einer umfassenden Prüfung unterzogen. Die hieraus abgeleiteten Maßnahmen werden in den Folgejahren umgesetzt. Hierzu gehört beispielsweise die Senkung des Ausfallrisikos von Servern. Zur Erhöhung der Netzwerksicherheit sollen Log-Server eingeführt und eine Multi- Faktor-Authentifizierung umgesetzt werden.

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt über die Muttergesellschaft Blue Cap 14 GmbH sowie bei Bedarf über die Schwestergesellschaften.

Mit Vereinbarung vom 10. Januar 2024 wurde ein Nachtrag zwischen der Muttergesellschaft Blue Cap 14 GmbH sowie der finanzierenden Bank Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen vereinbart, innerhalb von welchem die einzuhaltenden Covenants zu Gunsten der Transline Gruppe angepasst wurden.

Unter Einbezug der bereits vorliegenden Zahlen für das erste Quartal 2024 gehen wir von einer positiven Geschäftsentwicklung des Konzerns der Blue Cap 14 GmbH für das Jahr 2024 aus, so dass die Financial Covenant eingehalten werden können. Auch bei einer leicht nachteiligen wirtschaftlichen Entwicklung besteht, entgegen der Einschätzung im Vorjahr, derzeit v.a. aufgrund des inhaltlich nachverhandelten Financial Covenant unseres Erachtens kein Risiko zur Verletzung der vereinbarten Werte, so dass die gesetzlichen Vertreter der TDE davon ausgehen, dass der Financial Covenant zu den jeweiligen Testings eingehalten wird. Demnach wird auch nicht davon ausgegangen und wie noch im Vorjahr dargestellt, dass gestellte Sicherheiten in Anspruch genommen werden müssen.

6 Chancenbericht

Die gute Marktposition, unser breites Produkt- und Dienstleistungsspektrum sowie das Potential unserer Mitarbeiter gibt dem Unternehmen die Möglichkeit auch zukünftig namhafte Kunden zu akquirieren und die Beziehungen zu den Bestandskunden zu festigen. Ziel sind langfristige Kundenbeziehungen.

7 Gesamtaussage

Das Wettbewerbsumfeld bleibt auch weiterhin herausfordernd. Kundenzurückhaltung aufgrund von Konjunkturproblemen sind weiterhin die größten Risiken. Dem entgegen ist die TDE durch ihre finanzielle Ausstattung und ihre wirtschaftliche Stabilität zur Bewältigung zukünftiger Risiken gut aufgestellt, so dass unter Einbezug der wirtschaftlichen Entwicklung des Blue Cap 14 GmbH Konzerns davon ausgegangen werden kann, dass der Financial Covenant bei zukünftigen Testings eingehalten wird.

Ein Risiko, welches die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der TDE wesentlich beeinträchtigt, besteht nach Ansicht der Geschäftsführung unter der Annahme der Einhaltung der Financial Covenants auf Ebene des Konzerns der Blue Cap 14 GmbH ab 31. März 2024 momentan nicht.

Zudem wird davon ausgegangen, dass die Nachfrage nach unseren bestehenden sowie teilweise neuen Dienstleistungen ab dem zweiten Halbjahr 2024 steigen wird. Somit wird weiterhin das Ziel verfolgt, die Marktposition der TDE und ihrer ausländischen Schwestergesellschaften auszubauen und zu stärken. Den Wettbewerbern wird durch ein hohes Maß an Qualität und in allen Unternehmensbereichen begegnet. Der Erfolg des Unternehmens basiert auf Schnelligkeit, Flexibilität, Erfahrung und dem Know-How der Mitarbeiter und ihrer Zuverlässigkeit.

8 Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen Forderungen, Verbindlichkeiten, Guthaben bei Kreditinstituten sowie Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und Rückstellungen.

Das Ausfallrisiko der Forderungen wird auf Grund des solventen und bonitätsstarken Kundenstamms als gering eingestuft. Sind Ausfall- und Bonitätsrisiken bei finanziellen Vermögenswerten erkennbar, werden unverzüglich Wertberichtigungen vorgenommen.

Im Bereich der Verbindlichkeiten ist die TDE den allgemeinen Marktpreisrisiken ausgesetzt. Durch die Verhandlung von Preisstrukturen in den Lieferantenvereinbarungen wird diesem Risiko entgegengewirkt.

Die TDE finanziert sich langfristig durch Darlehen der Muttergesellschaft. Die kurzfristige Finanzierung erfolgt durch Lieferantenverbindlichkeiten. Daneben kann überschüssige Liquidität der ausländischen Schwestergesellschaften für Darlehensaufnahmen im Rahmen der Konzernliquiditätssteuerung nutzbar gemacht werden.

Die Gesellschaft erstellt wöchentlich eine kurzfristige rollierende Liquiditätsplanung, um die Liquiditätsflüsse zeitnah monitoren zu können.

Mit Hilfe einer restriktiven und konservativen Risikopolitik verfolgt die TDE das Ziel, die finanziellen Risiken jeglicher Art zu minimieren, um den Erfolg der TDE weiterhin zu sichern.

 

Reutlingen, den 8. Mai 2024

Transline Deutschland GmbH

vertr. d. d. Geschäftsführer

gez. Maximilian Lachnit

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR EUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.568.979,00 4.102
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2.502.713,00 2.196
6.071.692,00 6.298
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 141.381,00 125
6.213.073,00 6.423
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Unfertige Leistungen 36.742,85 151
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.758.424,85 1.614
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.018.162,52 1.394
3. Sonstige Vermögensgegenstände 611.642,21 76
3.388.229,58 3.084
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 296.730,16 72
3.721.702,59 3.307
C. Rechnungsabgrenzungsposten 141.497,85 90
10.076.273,44 9.820

Passiva

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 26.000,00 26
II. Kapitalrücklage 2.434.601,01 0
III. Bilanzgewinn 679.403,84 679
3.140.004,85 705
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 56.268,10 0
2. Sonstige Rückstellungen 816.831,06 707
873.099,16 707
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.243.580,62 607
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.592.096,44 7.435
3. Sonstige Verbindlichkeiten 227.492,37 366
davon aus Steuern: EUR 75.119,14 (Vorjahr: TEUR 51)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 8.892,00 (Vorjahr: TEUR 0)
6.063.169,43 8.408
10.076.273,44 9.820

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

2023 Vorjahr
EUR EUR TEUR
1. Rohgewinn 10.113.315,88 7.649
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -4.792.040,45 -3.775
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -984.466,56 -765
davon für Altersversorgung: EUR 10.235,89 (Vorjahr: TEUR 6)
-5.776.507,01 -4.540
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.563.045,01 -1375
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.628.576,81 -2.607
5. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 89.816,89 0
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 89.816,89 (Vorjahr: TEUR 0)
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 6.774,45 0
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 2.386,73 (Vorjahr: TEUR 0)
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -278.334,16 -167
davon an verbundene Unternehmen: EUR 277.921,54 (Vorjahr: TEUR 167)
8. Ergebnis nach Steuern -1.036.555,77 -1.040
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (2023: Ertrag) 18.637,25 0
10. Sonstige Steuern -64,00 -1
11. Erträge aus Verlustübernahme 1.017.982,52 1.041
12. Jahresergebnis 0,00 0
13. Gewinnvortrag 679.403,84 679
14. Bilanzgewinn 679.403,84 679

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

I. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS

Die Transline Deutschland GmbH (kurz: TDE) hat ihren Sitz in Reutlingen (eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgarts unter der Nummer HRB 353097).

Der Jahresabschluss der TDE wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzbuches zu beachten.

Die Gliederung der Bilanz folgt § 266 HGB, die der Gewinn- und Verlustrechnung § 275 Abs. 2 HGB (Gesamtkostenverfahren).

Die TDE ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB; von größenabhängigen Erleichterungen wurde teilweise Gebrauch gemacht.

Angaben zur Vergleichbarkeit mit Vorjahresabschlüssen

Im Geschäftsjahr hat rückwirkend zum 01.01.2023 (handelsrechtlicher Verschmelzungsstichtag) eine Verschmelzung unter Buchwertfortführung und ohne Kapitalerhöhung der bisherigen Schwestergesellschaften Transline Software Localization GmbH (kurz: TSL) mit Sitz in Walldorf (vormals eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Mannheim unter der Nummer HRB 704812), medax - Medizinischer Sprachendienst GmbH (kurz: MED) mit Sitz in Reutlingen (vormals eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgarts unter der Nummer HRB 757145) und Micado Innovation GmbH (kurz: MIC) mit Sitz in Reutlingen (vormals eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgarts unter der Nummer HRB 786553) auf die TDE stattgefunden. Die Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten der verschmolzenen Schwestergesellschaften wurden zu Buchwerten in die Bilanz der TDE übernommen.

Aufgrund der Verschmelzung sind die Zahlen des Vorjahres mit denen des Geschäftsjahres nur bedingt vergleichbar.

Die übertragenden Gesellschaften haben im Jahr 2022 Umsatzerlöse in Höhe von T€ 5.351 erwirtschaftet. Der Materialaufwand lag bei T€ 2.530 und der Personalaufwand bei T€ 1.184. Aufgrund der bestehenden Ergebnisabführungsverträge zwischen der TSL und der MED mit der Transline Gruppe GmbH hatten die beiden Gesellschaften ein Vorjahresergebnis von Null, die MIC einen Jahresüberschuss von T€ 255. Die Verschmelzungen führten zu einer Kapitalrücklage bei der TDE in Höhe von T€ 2.435. Des Weiteren wurde der Geschäfts - oder Firmenwert in Höhe von T€ 1.094 der MED in die Bilanz der TDE übertragen. Zum Bilanzstichtag 31.12.2022 bestanden b bei den verschmolzenen Gesellschaften Darlehensforderungen gegenüber der Transline Gruppe GmbH in Höhe von T€ 800, die ebenfalls auf die TDE übergegangen sind.

II. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses sind die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden analog zum Vorjahr maßgebend:

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bewertet und werden, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige lineare Abschreibungen (Nutzungsdauer 3 bis 10 Jahre) vermindert. Nachträgliche Anschaffungskosten betreffen unter anderem aktivierte Eigenleistungen für die Verbesserung sowie Weiterentwicklung der erworbenen ERP-Software, die mit den Aufwendungen für eigene Mitarbeiter angesetzt und über die Restnutzungsdauer der ERP-Software linear abgeschrieben werden. Im Geschäftsjahr wurde eine Forschungszulage gemäß Forschungszulagengesetz (FZulG) beantragt und festgesetzt; die bei den Anschaffungskosten abgesetzt wurde.

Der aus der Anwachsung (2018) bei der TDE sowie der aus einem Asset-Deal (2019) bei der verschmolzenen MED resultierende Unterschiedsbetrag, der nicht einzelnen Wirtschaftsgütern zuordenbar ist, wird als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen und über eine Nutzungsdauer von 8 Jahren (TDE) bzw. 10 Jahren (MED) abgeschrieben. Die angenommene Nutzungsdauer begründet sich damit, dass der Kundenstamm als zentraler wertbestimmender Faktor für den Geschäfts- und Firmenwert eine entsprechend lange Kundenbindungsdauer besitzt.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen gemäß der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer, bewertet. Bewegliche, Gegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten von mehr als € 250 bis zu € 800 (geringfügige Wirtschaftsgüter) werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Die Erleichterung der direkten Aufwandserfassung bei Anschaffungskosten bis € 250 wird wahrgenommen. Die Nutzungsdauern der Vermögensgegenstände betragen dabei zwischen drei und 15 Jahren.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 1 HGB bzw. § 255 Abs. 2 HGB angesetzt. Soweit erforderlich ist bei den Vorräten der niedrigere beizulegende Wert nach § 253 Abs. 4 HGB angesetzt. Von dem Wahlrecht, Verwaltungsgemeinkosten sowie auf die Leistungserbringung entfallende Finanzierungskosten zu aktivieren, wird kein Gebrauch gemacht.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nominalbetrag oder zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Forderungsausfallrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt, die erwartete Skonti und Boni miteinschließen.

Die Bewertung der Kassenbestände und Bankguthaben erfolgte zum Nenn- bzw. Nominalwert.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden für die Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit danach darstellen, gebildet und entsprechen den betroffenen Vorleistungen.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen sowie drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 Abs. 2 HGB). Rückstellungen mit einer Restlaufzeit bis ein Jahr werden nicht abgezinst.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

Die latenten Steuern der Transline Deutschland GmbH (Organgesellschaft) werden beim Organträger abgebildet.

Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Bankguthaben in fremder Währung werden mit dem Kurs am Tage des Geschäftsvorfalls gebucht und unter Beachtung des Anschaffungskosten- und des Realisationsprinzips am Bilanzstichtag bewertet. Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Bankguthaben in fremder Währung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden gemäß § 256a HGB abweichend davon mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

III. ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel dargestellt, der dem Anhang als Anlage beigefügt ist.

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind in Höhe von T€ 1.018 (Vj. T€ 1.266) Forderungen gegen Gesellschafter enthalten, davon T€ 1.018 (Vj. T€ 1.041) aus Verlustübernahme.

Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben T€ 44 (Vj. T€ 25) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Ansonsten weisen alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände, wie im Vorjahr, Restlaufzeiten von maximal einem Jahr auf.

Die Gesellschaft hat ihr im Eigenkapital ausgewiesenes Stammkapital im Geschäftsjahr auf EURO umgestellt und in diesem Zug zur Glättung eine Barkapitalerhöhung um € 435,41 vorgenommen. Das Stammkapital beträgt zum Stichtag € 26.000,00.

Die Kapitalrücklage resultiert aus Verschmelzungsvorgängen.

Die sonstigen Rückstellungen entfallen insbesondere auf nach dem Abschlussstichtag anfallende Kosten für noch nicht abgerechnete Übersetzerleistungen, für Personalverpflichtungen sowie auf Rückstellungen für Abschlusserstellung und -prüfung.

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von T€ 4.361 (Vj. T€ 6.943) ausgewiesen. Sie enthalten Darlehensverbindlichkeiten von T€ 2.942 (Vj. T€ 200) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem, aber weniger als fünf Jahren.

Die übrigen Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

IV. Angaben und Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 51 (Vj. T€ 28) enthalten; diese betreffen vor allem Schadensregulierungen für Vorjahre. Die Erträge aus der Währungsumrechnung betragen T€ 5 (Vj. unter T€ 1).

In den Personalaufwendungen sind außergewöhnliche Aufwendungen für Abfindungen in Höhe von T€ 176 enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 117 (Vj. T€ 1) enthalten, die in erster Linie für Vorjahren zuzurechnenden Rechts- und Beratungsaufwendungen angefallen sind. Die Aufwendungen aus der Währungsumrechnung betragen T€ 5 (Vj. unter T€ 1). Der Posten enthält außergewöhnliche Aufwendungen, die mit T€ 50 für Rechts- und Beratungskosten aufgrund von Verschmelzungen sowie mit T€ 90 für Beratungsleistungen im Zusammenhang mit der Beantragung der Forschungszulage angefallen sind.

V. SONSTIGE ANGABEN

Haftungsverhältnisse

Nicht passivierungspflichtige Haftungsverhältnisse bestehen zum Abschlussstichtag wie folgt:

Die Gesellschaft haftet als Garant in Form eines selbständigen, unbedingten und unwiderruflichen Zahlungsversprechens für Verpflichtungen aus den in 2022 abgeschlossenen Kreditverträgen der Blue Cap 14 GmbH gegenüber der Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen; zum 31. Dezember 2023 beliefen sich die Verpflichtungen auf T€ 10.900 (Vj. T€ 12.507).

Für das gleiche Kreditverhältnis hat die TDE Sicherheiten in Form einer Globalzession sämtlicher Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Forderungen gegen verbundene Unternehmen sowie einer Raumsicherungsübereignung der Sachanlagen an den einzelnen Standorten der Gesellschaft gestellt. Zum Zeitpunkt der Abschlusserstellung kann davon ausgegangen werden, dass der Financial Covenant eingehalten wird und die Blue Cap 14 GmbH ihren Verpflichtungen aus dem Kreditverhältnis nach unserer Einschätzung der wirtschaftlichen Lage nachkommen wird, weswegen wir keine Inanspruchnahme aus der Garantie erwarten.

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte und Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Mietverträge / Leasingverträge

Fällig 2024: T€ 233
Fällig 2025 und später: T€ 319

Die Leasinggeschäfte dienen der Verbesserung der Liquiditätssituation und der Eigenkapitalquote. Dies sind auch die wesentlichen Vorteile des Geschäfts. Risiken bestehen aufgrund der Vertragsbindung durch die Verträge in den periodischen Zahlungsverpflichtungen sowie der begrenzten Laufzeit, nach deren Ende entweder eine Verlängerung erforderlich wäre oder eine rechtzeitige Ersatzbeschaffung getätigt werden muss.

Daneben bestehen finanzielle Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen aus einem quartalsweise kündbaren Management-Service-Vertrag; die auf Kostenbasis ermittelte Vergütung belief sich für das gesamte Jahr 2023 auf T€ 1.656.

Die festgesetzte Forschungszulage im Rahmen des Forschungszulagengesetzes erfolgte unter dem Vorbehalt der Nachprüfung.

Anzahl der Arbeitnehmer

Die Gesellschaft hat im Jahresdurchschnitt 130 Mitarbeiter beschäftigt, davon waren 100 weibliche und 30 männliche Angestellte.

Geschäftsführung und Vertretung

Der Geschäftsführung gehörten im Geschäftsjahr an:

Frau Katja Schabert, Dipl.-Betriebswirtin, CEO, Tübingen (bis 31. Juli 2023)

Herr Dr. Wolfgang Sturz, Übersetzer, Reutlingen (bis 30. April 2023)

Herr Maximilian Lachnit, M.A., Filderstadt, CFO und später CEO (seit 01. Juli 2023)

Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Honorar des Abschlussprüfers

Die Angaben unterbleiben, da die Angaben in einem die Gesellschaft einbeziehenden Konzernabschluss enthalten sind.

Konzernzugehörigkeit

Das Mutterunternehmen des kleinsten Konzernkreises ist die Blue Cap 14 GmbH, München; die Blue Cap 14 GmbH stellt einen freiwilligen Konzernabschluss auf, da sie die für eine Konzernabschlusserstellungspflicht notwendigen Größenmerkmale des § 293 HGB nicht überschreitet.

Die Blue Cap AG, München, stellt den Konzernabschluss für den größten Konsolidierungskreis auf. Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der Blue Cap AG werden der das Unternehmensregister führenden Stelle elektronisch zur Einstellung in das Unternehmensregister übermittelt.

Mindestbesteuerung (PILLAR II)

Da der Blue Cap Konzern den für die Anwendung der globalen Mindestbesteuerung relevanten Schwellenwert von 750 Mio. Euro Jahresumsatz nicht überschreitet und die TDE keine Tochtergesellschaften oder ausländische Betriebsstätten hat, betreffen uns diese Regelungen unserer Einschätzung nach nicht. Die weitere Entwicklung wird entsprechend beobachtet.

Ergebnisverwendung

Der Verlust ist durch unseren Alleingesellschafter Transline Gruppe GmbH entsprechend § 302 AktG in der jeweils gültigen Fassung aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags auszugleichen.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Mit Vereinbarung vom 10./18. Januar 2024 wurde ein Nachtrag zwischen der Muttergesellschaft Blue Cap 14 GmbH sowie der finanzierenden Kreissparkasse Esslingen- Nürtingen vereinbart, innerhalb von welchem die einzuhaltenden Covenants zu Gunsten der Transline Gruppe angepasst wurden. Aufgrund des nun erhöhten Covenants gehen die gesetzlichen Vertreter der TDE davon aus, dass der Financial Covenant zu den jeweiligen Testings eingehalten wird.

 

Reutlingen, den 8. Mai 2024

Transline Deutschland GmbH

vertr. d. d. Geschäftsführer

gez. Maximilian Lachnit

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Vortrag 1.1.2023 Zugänge aus Verschmelzung Zugänge Abgänge Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.741.328,09 119.743,37 201.314,75 1) 0,00 7.062.386,21
2. Geschäfts- oder Firmenwert 4.903.227,60 1.751.197,70 0,00 0,00 6.654.425,30
11.644.555,69 1.870.941,07 201.314,75 0,00 13.716.811,51
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 597.458,12 172.237,59 24.512,26 -13.286,03 780.921,94
.- Finanzanlagen
.- Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 342.584,50 799.789,00 -1.142.373,50 0,00
12.242.013,81 2.385.763,16 1.025.616,01 -1.155.659,53 14.497.733,45
Kumulierte Abschreibungen
Vortrag 1.1.2023 Zugänge aus Verschmelzung Zugänge Abgänge Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.639.891,09 115.842,37 737.673,75 0,00 3.493.407,21
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2.706.988,60 656.700,70 788.023,00 0,00 4.151.712,30
5.346.879,69 772.543,07 1.525.696,75 0,00 7.645.119,51
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 472.084,12 143.365,59 37.348,26 -13.257,03 639.540,94
.- Finanzanlagen
.- Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
5.818.963,81 915.908,66 1.563.045,01 -13.257,03 8.284.660,45
Restbuchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.568.979,00 4.101.437,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2.502.713,00 2.196.239,00
6.071.692,00 6.297.676,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 141.381,00 125.374,00
.- Finanzanlagen
.- Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00
6.213.073,00 6.423.050,00

1) Investitionen abzüglich erhaltener Forschungszulage von EUR 576.377,00

Sonstige Berichtsbestandteile

Der Jahresabschluss wurde am 10.07.2024 festgestellt.

Bescheinigung des Abschlussprüfers

Der vorstehende, zur Offenlegung bestimmte und nach § 327 HGB verkürzte Jahresabschluss entspricht den gesetzlichen Vorschriften. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht hat die Deloitte GmbH mit Datum vom 21. Mai 2024 den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

"BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Transline Deutschland GmbH, Reutlingen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Transline Deutschland GmbH, Reutlingen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Transline Deutschland GmbH, Reutlingen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümer ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 21. Mai 2024

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Cornelia Tauber, Wirtschaftsprüferin

gez. Michael Hehl, Wirtschaftsprüfer"

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