Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 20400
Eingetragen
4.10.1999
Branche
Vermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und NichtwohngebäudenVermietung von Kraftwagen mit einem Gesamtgewicht von 3,5 t oder weniger mittels CarsharingBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Durchführung von Leasinggeschäften mit mobilen und immobilen Wirtschaftsgütern aller Art im In- und Ausland sowie die Wahrnehmung aller in diesem Zusammenhang dem Wohle der Gesellschaft dienenden Tätigkeiten, insbesondere die Einrichtung von Zweigniederlassungen und die Beteiligung an anderen dem Zweck der Gesellschaft entsprechenden Unternehmen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Silke Bauer
seit 16.4.2025
Prokura
Adelina Rugova Januzi
seit 16.4.2025
Prokura
Diana Schmitt
seit 16.8.2016
Vorsitzender des Vorstands

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

LIL Leasing AG

Stuttgart

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31. Dez. 2023 31. Dez. 2022
EUR EUR
1. Forderungen an Kreditinstitute
täglich fällig 2.711.548,34 1.997.381,12
2. Forderungen an Kunden 57.351.290,80 51.536.839,18
3. Leasingvermögen 61.252.262,44 50.783.269,78
4. Immaterielle Anlagewerte 33.338,00 38.868,00
5. Sachanlagen 362.708,13 241.945,13
6. sonstige Vermögensgegenstände 4.561.627,59 5.881.158,11
7. Rechnungsabgrenzungsposten 302.518,68 92.606,86
126.575.293,98 110.572.068,18

PASSIVA

31. Dez. 2023 31. Dez. 2022
EUR EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) täglich fällig 2.520.136,12 9.329,31
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 103.660.158,84 90.576.349,52
106.180.294,96 90.585.678,83
2. sonstige Verbindlichkeiten 5.162.210,53 6.065.412,02
3. Rückstellungen
a) Steuerrückstellungen 564.638,68 650.481,02
b) andere Rückstellungen 345.915,40 395.150,58
910.554,08 1.045.631,60
4. Rechnungsabgrenzungsposten 7.561.383,48 6.495.017,48
5. passive latente Steuern 60.012,15 164.957,10
6. Eigenkapital
a) gezeichnetes Kapital 2.500.000,00 2.500.000,00
b) eigene Anteile -50.000,00 -50.000,00
c) Gewinnrücklagen
ca) gesetzliche Rücklage 250.000,00 250.000,00
cb) freie Rücklagen 2.013.909,36 2.013.909,36
d) Bilanzgewinn 1.986.929,42 1.501.461,79
6.700.838,78 6.215.371,15
126.575.293,98 110.572.068,18

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Leasingerträge 44.839.745,25 49.951.800,88
2. Leasingaufwendungen 26.681.202,46 33.479.885,61
18.158.542,79 16.471.915,27
3. Zinserträge
Kredit- und Geldmarktgeschäfte 3.980.856,33 3.373.314,71
4. Zinsaufwendungen 3.372.773,97 2.292.487,10
608.082,36 1.080.827,61
5. Provisionsaufwendungen 1.429.077,67 1.271.108,98
6. sonstige betriebliche Erträge 1.027.707,65 2.324.556,20
7. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 775.488,54 829.902,98
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 102.977,95 91.600,56
878.466,49 921.503,54
b) andere Verwaltungsaufwendungen 841.870,22 762.359,12
1.720.336,71 1.683.862,66
8. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf
a) Leasingvermögen 14.344.539,01 13.738.739,39
b) immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 29.947,32 32.837,91
14.374.486,33 13.771.577,30
9. sonstige betriebliche Aufwendungen 137.530,98 93.549,93
10. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Leasinggeschäft 975.542,60 1.540.558,57
11. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Leasinggeschäft 274.069,26 213.538,32
12. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 1.431.427,77 1.730.179,96
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 444.619,34 600.095,96
14. Sonstige Steuern 1.340,80 2.020,27
15. Jahresüberschuss 985.467,63 1.128.063,73
16. Zuführung zur Gewinnrücklage 0,00 49.384,63
17. Gewinnvortrag 1.001.461,79 422.782,69
18. Bilanzgewinn 1.986.929,42 1.501.461,79

Anhang zum 31. Dezember 2023

LIL Leasing AG, Stuttgart

A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Soweit ein Wahlrecht hinsichtlich einer Angabe in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung einerseits oder dem Anhang andererseits besteht, wurde dieses Wahlrecht aus Gründen der Übersichtlichkeit grundsätzlich zu Gunsten der Angabe im Anhang ausgeübt.

Bei der LIL Leasing AG handelt es sich um ein Finanzdienstleistungsinstitut im Sinne von § 1 Abs. 1a S. 2, Nr. 10 KWG. Demzufolge sind die für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des HGB ́s unter Berücksichtigung rechtsformspezifischer Sondervorschriften nach der RechKredV anzuwenden.

Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach den Formblattvorgaben der RechKredV. Besonderheiten des Leasinggeschäfts wurde durch separate Ausweise des Leasingvermögens, der Erträge aus dem Leasingvermögen sowie den Aufwendungen aus dem Leasinggeschäft Rechnung getragen.

Die Firma LIL Leasing AG hat ihren Sitz in der Ressestr. 3, 70599 Stuttgart und ist im Handelsregister beim Amtsgericht Stuttgart unter der Nummer HRB 20400 eingetragen.

Folgende Vorschriften des HGB ́s sind nicht anwendbar: § 265 Abs. 6 und 7, § 267, § 268 Abs. 4 Satz 1 und Abs. 5 Sätze 1 u. 2, § 276, § 277 Abs. 1 bis 3 S. 1, § 284 Abs. 2 Nr. 4 sowie § 285 Nr. 8 u. 12.

B. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr überwiegend unverändert geblieben.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten vermindert um die planmäßigen Abschreibungen bewertet. Als Nutzungsdauer werden bei Software fünf Jahre zugrunde gelegt.

Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens und des Leasingvermögens werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen erfolgen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear.

Auf Zugänge bei beweglichen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens wird die Jahresabschreibung zeitanteilig verrechnet.

Bis zum Jahr 2020 erfolgte die Absetzung der geringwertigen Wirtschaftsgüter bis einschließlich 250,00 € vollständig im Anschaffungsjahr. Des Weiteren wurde für Wirtschaftsgüter zwischen 250,00 € und 1.000,00 € ein Sammelposten gebildet, welcher über 5 Jahre abgesetzt wird. Die Anschaffungswerte werden im Anlagenspiegel fünf Jahre fortgeführt und dann als Abgang ausgewiesen. Ab dem Jahr 2021 werden die geringwertigen Wirtschaftsgüter gemäß § 6 Abs. 2 EStG abgeschrieben.

Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Im Berichtsjahr betrugen die außerplanmäßigen Abschreibungen EUR 1.368.955,17 (Vorjahr EUR 1.984.664,74). Die in den Vorjahren vorgenommenen außerplanmäßigen Abschreibungen werden rückgängig gemacht, soweit die Gründe hierfür nicht mehr bestehen.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Mietkaufobjekte und Vorauszahlungen auf Mietkaufobjekte enthalten, die mit den Anschaffungskosten / Nennwerten bewertet sind.

Innerhalb der Forderungen an Kunden und den sonstigen Vermögensgegenständen wurden alle erkennbaren Einzelrisiken durch angemessene Abwertung Rechnung getragen.

Die passiven latenten Steuern beruhen auf folgenden Abweichungen der Handels- zur Steuerbilanz: höhere steuerrechtliche Andienungsrückstellung. Die Bemessungsgrundlage betrug zum 31.12.2023 insgesamt EUR 196.600,00. Bei der Bewertung wurden folgende Steuersätze zugrunde gelegt: Körperschaftsteuer mit 15 %, Solidaritätszuschlag mit 5,5 % und Gewerbesteuer mit 14,7 %.

Die übrigen Rückstellungen (Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen) werden so bemessen, dass sie nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen Rechnung tragen.

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Rückzahlungsbetrag passiviert.

C. Angaben zu Posten der Bilanz

I. Angaben zur Aktivseite

1. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

RLZ bis 3 Monate RLZ 3 M. - 1 Jahr RLZ 1 - 5 Jahre RLZ > 5 Jahre
Forderungen an Kunden 3.093.646,90 9.741.928,45 39.656.669,87 4.859.045,57
Forderungen an Kunden (Vorjahr) 2.099.911,08 7.071.618,84 33.477.081,96 8.888.227,30

Gegenüber dem Vorstand oder dem Aufsichtsrat bestanden am 31.12.2022 Forderungen in Höhe von EUR 51.641,41.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind für im Folgejahr beginnende Leasing- bzw. Mietkaufverträge vorab geleistete Zahlungen auf die entsprechenden Leasing- bzw. Mietkaufobjekte in Höhe von insgesamt EUR 4.513.914,00 enthalten. Die Leasing- bzw. Mietkaufobjekte wurden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt.

2. Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen

Die Aufgliederung der Anlageposten und ihre Entwicklung sind in den Anlagen enthalten.

II. Angaben zur Passivseite

1. Verbindlichkeiten

RLZ bis 3 Monate RLZ 3 M. - 1 Jahr RLZ 1 - 5 Jahre RLZ > 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 8.322.064,26 19.126.706,70 72.776.808,69 5.954.715,31
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (Vorjahr) 5.581.896,74 16.677.039,93 60.615.754,71 7.710.987,45
Sonstige Verbindlichkeiten 2.292.681,65 33.406,97 2.732.154,06 104.985,73
Sonstige Verbindlichkeiten (Vorjahr) 3.248.279,50 19.403,57 886.172,05 1.911.556,90

2. Gesamtbetrag der gesicherten Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden durch entsprechende Rahmenverträge für Leasinggesellschaften (Sicherungsabtretung der Leasingforderungen bzw. -objekten) abgesichert.

3. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personalkosten (159 T€), Aufsichtsratskosten (40 T€), Rechtsanwaltskosten (26 T€), Vermittlungsprovisionen (17 T€), Urlaubsrückstellung (36 T€), Verwaltungskosten (16 T€) und Abschluss- / Prüfungskosten (50 T€).

4. Eigenkapital / Ergebnisverwendung / Angaben gemäß § 160 Nr. 1 bis Nr. 8 AKtG

Die Satzung der LIL Leasing AG wurde am 21.04.1999 (Urkundenrolle 1999 Nr. 637/1999 des Notars Jörg Bühler zu Stuttgart) beurkundet.

Das Nennkapital der LIL Leasing AG beträgt EUR 2.500.000,00 und ist vollständig in auf Inhaber lautende Nennwertaktien von je EUR 1,00 eingeteilt. Mit Urteil vom 17.12.2008 sind die Aktien-Nr. 046 bis 055 im Nennwert von EUR 50.000,00 wegen Abhandenkommens für kraftlos erklärt worden. Der Ausweis erfolgt gem. § 272 Abs. 1b HGB unter der Position "Eigene Anteile" mit Anschaffungskosten von EUR 0,00 unter Erhöhung der freien Gewinnrücklagen. Die Kraftloserklärung ist durch die LIL selbst erfolgt da der Eigentümer nicht mehr ermittelt werden konnte.

Der Vorstand schlägt vor einen Beschluss über eine Ausschüttung aus dem Bilanzgewinn in Höhe von EUR 500.000,00 zu fassen und den Restbetrag in Höhe von EUR 1.486.929,42 dem Gewinnvortrag zuzuführen.

Die Ergebnisverwendung ergibt sich aus der Anlage "Eigenkapitalspiegel".

D. Angaben zu Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde - wie in den Vorjahren - nach den Formvorschriften der RechKredV aufgestellt. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung der Einzelwertberichtigung mit EUR 253.676,14 und aus der Auflösung von Rückstellungen mit EUR 0,00 enthalten.

E. Sonstige Angaben

I. Angaben zu den Organen der Gesellschaft

Zum Vorstand war während des Geschäftsjahres bestellt:

Frau Diana Schmitt, Rechtsanwältin als Vorstand bzw. Vorstandsvorsitzende: Verantwortlich für Rechtsabteilung inkl. Mahnwesen, Eigenvertrieb und Personal

Herr Stephan Beck, Diplom-Volkswirt als Vorstand; Verantwortlich für Vertriebsinnendienst, Back-Office, EDV-Organisation

Die Vorstände sind befugt die Gesellschaft einzeln zu vertreten. Gemäß § 286 Abs. 4 HGB erfolgen keine Angaben zu den Aufwendungen für den Vorstand.

Als Aufsichtsräte der Gesellschaft sind bestellt:

Herr Peter Groner, Bankkaufmann und Unternehmer als Aufsichtsratsvorsitzender

Herr Matthias Kasanmascheff, selbstständiger Wirtschaftsprüfer als stellvertretender

Aufsichtsratsvorsitzender

Frau Stephanie Bader-Groner, Immobilienfachwirtin (IHK)

II. Sonstige finanzielle Verpflichtungen nach § 285 NR. 3 HGB

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus dem Mietvertrag für die Büroräume in der Ressestraße 1 - 5 in Höhe von EUR 297.000,00 bzw. aus einem Leasingvertrag (Pkw) in Höhe von EUR 20.160,00.

III. Angaben gemäß § 285 Satz 1 Nr. 17 HGB

In den Allgemeinen Verwaltungsaufwendungen sind die Aufwendungen des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr in Höhe des berechneten Gesamthonorars von EUR 22.500,00 enthalten.

IV. Angaben gemäß §§ 340 ff. HGB und §§ 34 - 36 RechKredV

In den Forderungen an Kunden sind Leasingforderungen in Höhe von EUR 168.663,93 enthalten.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten mit EUR 722.265,61, erhaltene Kautionen mit EUR 3.256.619,42 und Umsatzsteuerverbindlichkeiten des Kalenderjahres 2022 mit EUR 18.872,77 enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Mahn- und sonstigen Gebühren mit EUR 26.740,47, Erträge aus Versicherungsentschädigungen mit EUR 24.976,05, Erträge aus Schadenersatz mit EUR 589.075,14, davon EUR 521.714,07 aus dem Leasinggeschäft und Erträge aus der Auflösung der Einzelwertberichtigung mit EUR 253.676,14 enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Inkassokosten mit EUR 65.724,18 enthalten.

Die eigen genutzte Immobilie befindet sich in der Ressestraße 3 in Stuttgart. Sie hat einen Restbuchwert einschließlich Grund und Bodenanteils mit EUR 201.450,13. Die eigen genutzte Betriebs- und Geschäftsausstattung setzt sich im Wesentlichen aus Büroeinrichtung zusammen. Die Buchwerte belaufen sich auf EUR 161.258,00.

V. Sonstige Angaben

Die Gesellschaft hatte im Berichtsjahr durchschnittlich 8 Mitarbeiter.

 

Stuttgart-Plieningen, den 6. März 2024

Diana Schmitt, Vorstandsvorsitzende

Stephan Beck, Vorstand

Entwicklung des Anlagevermögens in der Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Anschaffungs-/ Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge Umgliederung 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Leasingvermögen 84.467.535,38 29.092.921,78 17.364.206,40 0,00 96.196.250,76
II. Immaterielle Anlagewerte 106.515,00 4.222,50 0,00 0,00 110.737,50
III. Sachanlagen 464.756,01 140.957,82 0,00 0,00 605.713,83
85.038.806,39 29.238.102,10 17.364.206,40 0,00 96.912.702,09
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge/Um-gliederung 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Leasingvermögen 33.684.265,60 14.344.539,01 13.084.816,29 34.943.988,32
II. Immaterielle Anlagewerte 67.647,00 9.752,50 0,00 77.399,50
III. Sachanlagen 222.810,88 20.194,82 0,00 243.005,70
33.974.723,48 14.374.486,33 13.084.816,29 35.264.393,52
Restbuchwerte Restbuchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Leasingvermögen 61.252.262,44 50.783.269,78
II. Immaterielle Anlagewerte 33.338,00 38.868,00
III. Sachanlagen 362.708,13 241.945,13
61.648.308,57 51.064.082,91

Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

Nachdem die Jahre 2020 und 2021 von der Corona-Pandemie beherrscht wurden, trat dieses Problem durch den Angriff Russlands auf die Ukraine im Februar 2022 in den Hintergrund. Zur weiteren Verunsicherung trägt der Krieg in Israel und Gaza bei. Diese Konflikte prägten im Jahr 2023 die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland und führten weiterhin zu ungünstigen Finanzierungsbedingungen, zu einer geringeren Nachfrage aus dem In- und Ausland und weiter steigenden Preisen. Ferner ist die gesamtwirtschaftliche Lage durch den anhaltenden Fachkräftemangel geprägt. Die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 setzte sich dadurch nicht weiter fort.

Laut der ersten Prognose des Bundesverbandes deutscher Leasingunternehmen wuchs das Leasingneugeschäft (Leasing und Mietkauf) der Branche gegenüber dem Vorjahr um ca. 15,0 %. Verantwortlich für den starken Anstieg sollte abermals das Fahrradgeschäft sein, positiv für die Leasing-Branche wirkte sich auch weiterhin die Einbeziehung von Leasing in die staatlichen Förderprogramme sowie die Anerkennung von Leasing-Raten als förderfähige Kosten im Rahmen der staatlichen Überbrückungshilfen für Unternehmen aus.

Das Neugeschäft der LIL Leasing AG lag um ca. 1 % über dem des Vorjahres, es wurde ein Deckungsbeitrag aus dem Neugeschäft in Höhe von 8,86 % (2022: 7,38 %) erwirtschaftet.

An der unternehmenseigenen Datenbank LILA sind im Jahr 2023 nur kleinere Änderungen und Ergänzungen vorgenommen worden sowie Schnittstellen zu diversen Tools (u.a. Compliance Check, ESG) erstellt worden.

Durch die nach wie vor enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Aufsichtsrat und Vorstand ist es auch im Geschäftsjahr 2023 gelungen ein sehr gutes Ergebnis zu erwirtschaften. Diese positive Entwicklung hat die Kapitalbasis weiter gestärkt, das Eigenkapital hat sich um ca. 486 T€ erhöht.

AUFSICHTSRAT UND AUSSCHÜSSE

Der Aufsichtsrat der LIL Leasing AG hat im Geschäftsjahr 2023 die Geschäftsführung des Vorstandes nach den gesetzlichen und satzungsgemäßen Vorschriften überwacht sowie über die vorgelegten zustimmungsbedürftigen Geschäfte entschieden. Aufgrund der Größe der Gesellschaft war es nicht notwendig spezielle Ausschüsse zu bilden.

ZUSAMMENARBEIT MIT DEM VORSTAND

Der Vorstand hat dem Aufsichtsrat über die Lage und Entwicklung der Leasinggesellschaft sowie den allgemeinen Geschäftsverlauf regelmäßig, zeitnah und umfassend schriftlich sowie mündlich Bericht erstattet. Darüber hinaus hat der Vorstand den Aufsichtsrat über die laufende Entwicklung der Gesellschaft, deren Kapitalsituation sowie die operative Planung der Leasinggesellschaft unterrichtet.

Der Aufsichtsrat wurde laufend über die Rentabilität der Gesellschaft informiert. Zudem hat der Vorstand dem Aufsichtsrat regelmäßig über wesentliche Refinanzierungsengagements berichtet.

Der Aufsichtsrat hat diese Themen mit dem Vorstand erörtert, den Vorstand beraten und seine Geschäftsführung überwacht. Der Aufsichtsrat hat sich dabei insbesondere intensiv mit der Risikosituation der Gesellschaft sowie der Weiterentwicklung der Systeme und Verfahrensweisen bei der Kontrolle von Markt-, Adressausfall- und operationellen Risiken sowie weiteren wesentlichen branchentypischen Risiken prüferisch auseinandergesetzt. In die Entscheidungen von grundlegender Bedeutung war der Aufsichtsrat eingebunden.

SITZUNGEN DES AUFSICHTSRATES

Im Geschäftsjahr 2023 haben zwei Sitzungen des Aufsichtsrates stattgefunden. Zwischen den Aufsichtsratssitzungen hat der Vorstand den Aufsichtsrat über wichtige Vorgänge schriftlich oder telefonisch informiert. In dringenden Fällen hat der Aufsichtsrat über wesentliche Geschäftsvorfälle im Wege des schriftlichen Beschlussverfahrens entschieden.

Zudem haben der Vorsitzende des Aufsichtsrates und die Vorstandsvorsitzende der LIL Leasing AG in regelmäßigen Gesprächen vorab wichtige Entscheidungen und besondere Geschäftsvorfälle erörtert. Die Mitglieder des Aufsichtsrates haben im Jahr 2023 grundsätzlich an allen Sitzungen und schriftlichen Beschlussverfahren des Aufsichtsrates teilgenommen.

ZUSAMMENARBEIT MIT DEM ABSCHLUSSPRÜFER

Die K.M.S KMS GmbH WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT, Stuttgart hat als Abschlussprüfer den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss der LIL Leasing AG unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der LIL Leasing AG für das Geschäftsjahr 2023 als mit den gesetzlichen Vorschriften in Übereinstimmung stehend befunden. Sie hat hierüber jeweils den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Die Prüfungsberichte sind den Mitgliedern des Aufsichtsrates zugegangen und wurden umfassend erörtert und beraten. Der Aufsichtsrat stimmt dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zu.

FESTSTELLUNG DES JAHRESABSCHLUSSES

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Lagebericht der LIL Leasing AG in seiner Sitzung eingehend geprüft. Einwendungen des Aufsichtsrates gegen die Rechnungslegung ergaben sich nicht. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der LIL Leasing AG zum 31. Dezember 2023 in seiner Sitzung am 17. April 2024 gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Der Aufsichtsrat hat sich mit dem Vorschlag des Vorstandes für die Verwendung des Bilanzgewinns einverstanden erklärt.

VERÄNDERUNGEN IM AUFSICHTSRAT

Im Aufsichtsrat der LIL Leasing AG hat es im Berichtsjahr keine personellen Veränderungen gegeben.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der LIL Leasing AG für die im Jahr 2023 geleistete Arbeit.

 

Stuttgart, den 17. April 2024

LIL Leasing AG

Peter Groner, Vorsitzender des Aufsichtsrates

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die LIL Leasing AG, Stuttgart

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der LIL Leasing AG, Stuttgart, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der LIL Leasing AG, Stuttgart, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, den 3. März 2024

KMS GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

ppa. Karsten Dumann, Wirtschaftsprüfer

Philipp Lupp, Wirtschaftsprüfer

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Gegenstand des Unternehmens ist die Durchführung von Leasinggeschäften mit mobilen Wirtschaftsgütern aller Art, insbesondere industrielle Produktionsanlagen, Fahrgeschäfte, Schiffe, Flugzeuge, Medizintechnik, landwirtschaftliche Geräte und Kraftfahrzeugen sowie die Wahrnehmung aller in diesem Zusammenhang dem Wohle der Gesellschaft dienenden Tätigkeiten, insbesondere die Einrichtung von Zweigniederlassungen und die Beteiligung an anderen, dem Zweck dieser Gesellschaft entsprechenden Unternehmen.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Nachdem die Jahre 2020 und 2021 sowohl in gesellschaftlicher als auch in wirtschaftlicher Hinsicht von der Corona-Pandemie beherrscht worden waren, trat dieses Problem durch den Angriff Russlands auf die Ukraine im Februar 2022 in den Hintergrund. Der Krieg in der Ukraine konnte auch in 2023 nicht beendet werden. Hinzu kam der Krieg in Israel und Gaza, der zusätzlich zur Verunsicherung beiträgt.

Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2023 weiterhin geprägt durch Krisen aufgrund der Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine, ungünstigen Finanzierungsbedingungen durch hohe Zinsen, wovon v. a. das Baugewerbe betroffen war, geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland, weiterhin steigenden Preisen sowie dem anhaltenden Fachkräftemangel.

Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort.

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher

Nach der ersten Prognose des Bundesverbandes deutscher Leasingunternehmen für 2023 wuchs das Neugeschäft von Leasing und Mietkauf zusammen gegenüber dem Vorjahreszeitraum voraussichtlich um 15,0 %, während Leasing mit rund 17,8 % wachsen konnte und Mietkauf mit lediglich 1,8 %. Die Anzahl der Verträge stieg laut Prognose des Leasingverbandes um 19,1 %. Während die Anzahl der Leasingverträge mit 20,2 % zulegen konnte, sanken die die Mietkaufverträge um 3,1 %. Für den starken Anstieg der Vertragszahlen sollte abermals das Fahrradgeschäft verantwortlich sein, das, gemessen an den Anschaffungswerten, um 17,1 % gestiegen ist. Der Rückgang im Mietkauf hingegen ist laut Leasingverband insbesondere auf die Objektgruppe Busse, LKW, Anhänger zurückzuführen.

Das PKW-Geschäft konnte in 2023 ein Wachstum von lediglich 8 % verzeichnen. Der Verband vermutet als Ursache für diesen Rückgang die konjunkturelle Unsicherheit.

Auch die Rückgänge von Maschinen für die Produktion (-15,1 %) sowie für Agrartechnik (-10,6 %), gemessen an den Anschaffungswerten, gehen laut Verband auf das Konto der konjunkturellen Entwicklung.

Ein deutlicher Anstieg mit über 22 % war bei der Objektgruppe der Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien zu verzeichnen.

Grundsätzlich positiv für die Leasing-Branche wirkte sich weiterhin die Einbeziehung von Leasing in die staatlichen Förderprogramme sowie die Anerkennung von Leasing-Raten als förderfähige Kosten im Rahmen der staatlichen Überbrückungshilfen für Unternehmen aus. Auch Branchen, die im Jahr 2020 bei den staatlichen Förderprogrammen noch nicht bedacht worden waren bzw. auch im Jahr 2021 noch keine Unterstützung erhalten hatten, sind nun in den Genuss dieser Fördermittel gekommen. In manchen Branchen wurden die Überbrückungsgelder teilweise erst in 2023 ausbezahlt.

2. Geschäftsverlauf

Für die LIL Leasing AG als Leasing-Institut sind das Neugeschäftsvolumen, der Nettodeckungsbeitrag sowie das Betriebsergebnis zentrale operative Steuerungsgrößen und stellen somit die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren dar.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde bei der LIL ein Neugeschäft in Höhe von 48,6 Mio. € realisiert. Dies lag um ca. 1 % über dem Wert des Vorjahres (2022: 48,2 Mio. €). Von den Materialengpässen und Lieferverzögerungen in 2021 und Anfang 2022 war kaum mehr etwas zu spüren. Der Vorlauf an genehmigten Geschäften war und ist nach wie vor hoch. So betrug der Vorlauf Stand Januar 2023 ca. 20 Mio. €, das ist immer noch deutlich mehr als zur Zeit vor der Pandemie bzw. bevor die Lieferschwierigkeiten und dann die Inflation zu Tage traten.

Der Nettodeckungsbeitrag (nach Abzug der Provisionen) auf Basis echter Refinanzierungszinssätze betrug im Jahr 2023 3,74 Mio. €, somit 8,86 % in Bezug auf das Neugeschäft (2022: 3,13 Mio. €; 7,38 %). Der in 2022 sehr starke Anstieg der Refinanzierungszinsen hat sich in 2023 nicht weiter fortgesetzt, so dass das Zinsniveau relativ stabil geblieben ist.

Die Gesellschaft hat im abgelaufenen Jahr 565 Verträge mit einem durchschnittlichen Objektwert von rund 86 T€ abgeschlossen und verwaltet per 31.12.2023 1661 aktive Leasing- und Mietkaufverträge mit historischen Nettoanschaffungskosten im Wert von 179,9 Mio. € und einem aktuellen Barwert von 121,8 Mio. €.

Im abgelaufenen Kalenderjahr 2023 wurden insgesamt 51 Verträge von 36 verschiedenen Kunden außerordentlich gekündigt bzw. durch Insolvenz beendet. Davon konnten bisher 19 Verträge von 15 Kunden ohne einen Schaden für die LIL abgewickelt werden, beziehungsweise werden diese Verträge im Rahmen der Insolvenz bisher schadlos fortgeführt, oder es kam zu Rettungsverträgen. Zwei weitere Verträge sind forfaitiert.

Die Forderungsverluste für alle im Jahr 2023 aufgetretenen Schadensfälle belaufen sich auf 203 T€. Hierbei ist zunächst zu berücksichtigen, dass der in diesen Fällen entgangene Gewinn in diesem Gesamtbetrag bereits enthalten ist. Darüber hinaus sind in einzelnen Schadensfällen die Objekte noch nicht verwertet.

Die abgeschlossenen Leasing- und Mietkaufverträge werden nach wie vor ausschließlich laufzeitkongruent refinanziert, so dass keinerlei Zinsänderungsrisiken existieren. Darüber hinaus gibt es auch keine Verträge mit offenen Restwerten, bei denen das Verwertungsrisiko beim Leasinggeber liegt. Die Gesellschaft hat neben den klassischen Mietkauf- und Vollamortisationsverträgen ausschließlich Teilamortisationsverträge mit Andienungsrecht im Bestand.

Die Gesellschaft unterliegt seit 2009 als Finanzdienstleistungsinstitut den aufsichtsrechtlichen Anforderungen des Kreditwesengesetzes. Diese Anforderungen, insbesondere hinsichtlich Risikoinventur, Risikotragfähigkeitsberechnung und Stresstest sowie Geldwäsche und BAIT, wurden in Zusammenarbeit mit der Firma cp consultingpartner AG aus Köln umgesetzt. Im Jahr 2023 wurden zwei jeweils zweitägige und ein eintägiger persönlicher Termin und an fünf Tagen Videokonferenzen abgehalten. Bei diesen Terminen standen die Themen BAIT und IT-Sicherheit, Compliance, Geldwäsche, Auslagerungen, Notfallplanung, Risikomanagement und Risikoassessment sowie ESG/Nachhaltigkeit im Mittelpunkt. Des Weiteren wurde der jährliche Stresstest durchgeführt.

Die entsprechenden Dokumente wurden erstellt bzw. überarbeitet und angepasst.

Seit 2020 arbeitet die Gesellschaft zudem mit der Firma Redfox Infosec GmbH aus Konstanz zusammen. Redfox berät und unterstützt bei den Themen Informations- und IT-Sicherheit. Zudem werden jährlich IT-Sicherheitsschulungen mit anschließenden Tests (z. B. mit Fake-Mails) durchgeführt. Die letzte Schulung fand am 19.12.2023 statt.

Die Interne Revision ist nach wie vor an die Firma KKG Steuerberatungsgesellschaft mbH in Weilheim ausgelagert. Gemäß dem gemeinsam entwickelten Prüfungsplan wurden im Jahr 2023 zwei Prüfungen durchgeführt. Eine Prüfung am 31.08.2023 hatte die Prüfungsfelder Vertragsverwaltung, Verwertung, Schadensfälle, Personal und Compliance zum Inhalt. Die zweite Prüfung am 12.12.2023 beschäftigte sich mit den Prüfungsfeldern Kreditentscheidung, Risikomanagement, Geldwäsche, Auslagerungsmanagement und Informationssicherheit. Beide Prüfungen verliefen ohne Beanstandungen.

Nachdem in 2022 die LIL-eigene Datenbank LILA komplett erneuert, modernisiert und an den Bedarf der Mitarbeiter und des Vorstandes sowie auch der Refinanzierungsbanken angepasst wurde, wurden in 2023 noch kleinere Änderungen und Ergänzungen sowie Schnittstellen zu diversen Tools (u. a. Compliance Check, ESG) vorgenommen. Die unkomplizierte Handhabung von LILA trägt zu einer wesentlichen Vereinfachung und Beschleunigung der internen Abläufe der LIL und auch der Zessionsprüfung seitens der Refinanzierungsbanken bei und ist deshalb auch bei diesen äußerst beliebt.

An der grundsätzlichen strategischen Ausrichtung der LIL hat sich nichts geändert. Es wird weiterhin versucht, notwendige Risiken (Bonitätsrisiken) vernünftig zu managen und "periphere" Risiken, wie Verwertungsrisiken (durch beispielsweise offene Restwerte), strikt zu vermeiden. Die grundsätzliche Margenorientierung, die darauf ausgerichtet ist, auch bei einzelvertraglicher Betrachtung immer einen auskömmlichen Deckungsbeitrag zu generieren, stand bzw. steht auch in Zeiten der Inflation weiterhin im Mittelpunkt des Handelns.

3. Lage

Für die LIL Leasing AG als Leasingunternehmen stellen das Neugeschäftsvolumen, der Nettodeckungsbeitrag und das Betriebsergebnis wesentliche operative Steuerungsgrößen und damit bedeutsame finanzielle Leistungsindikatoren dar.

a.) Ertragslage:

Die Gesamtleistung betrug 18,366 Mio. € (Vorjahr: 18,607 Mio. €). Sie setzt sich zusammen aus dem Leasingergebnis i. H. v. 18,159 Mio. € (Vorjahr: 16,472 Mio. €), dem Zinsergebnis i. H. v. 608 T € (Vorjahr: 1,081 Mio. €) und den sonstigen betrieblichen Erträgen i. H. v. 1,028 Mio. € (Vorjahr: 2,325 Mio. €), abzüglich des Provisionsergebnisses i. H. v. 1,429 Mio. € (Vorjahr: 1,271 Mio. €).

Von der Gesamtleistung in Abzug gebracht wurden der Personalaufwand i. H. v. 878 T€ (Vorjahr: 922 T€), andere Verwaltungsaufwendungen i. H. v. 842 T€ (Vorjahr: 762 T€), sonstige betriebliche Aufwendungen i. H. v. 138 T€ (Vorjahr: 94 T€) sowie Abschreibungen i. H. v. 14,374 Mio. € (Vorjahr: 13,772 Mio. €).

Dies führt zu einem Betriebsergebnis von 2,134 Mio. € (Vorjahr: 3,057 Mio. €). Abzüglich des Finanzergebnisses i. H. v. 701 T€ (Vorjahr: 1,327 Mio. €) und der Steuern i. H. v. 446 T€ (Vorjahr: 602 T€) ergibt sich ein Jahresergebnis von 987 T€ (Vorjahr: 1,128 Mio. €).

b.) Finanzlage:

Die kurzfristig realisierbaren Mittel, bestehend aus täglich fälligen Forderungen an Kreditinstitute i. H. v. 2,711 Mio. € (Vorjahr: 1,997 Mio. €), Forderungen an Kunden mit einer Laufzeit kürzer als 3 Monate i. H. v. 3,094 Mio. € (Vorjahr: 2,1 Mio. €) und den sonstigen Vermögensgegenständen i. H. v. 4,562 Mio. € (Vorjahr: 5,881Mio. €), abzüglich der kurzfristig fälligen Verbindlichkeiten i. H. v. 2,520 Mio. € (Vorjahr: 9 T€) und kurzfristigen anderen Rückstellungen i. H. v. 346 T€ (Vorjahr: 395 T€) führen zu einer Nettoliquidität von 11,501 Mio. € (Vorjahr: 9,574 Mio. €).

Der Gesellschaft stehen aktuell Darlehenslinien in Höhe von insgesamt 138,5 Mio. € sowie Forfaitierungslinien in nicht begrenzter Höhe zur Verfügung. Die Auslastung lag zum 31.12.2023 bei 104,9 Mio. €.

Die Liquiditätssituation des Unternehmens ist weiterhin als gut zu bezeichnen. Dem Unternehmen stehen freie Mittel i. H. v. mehr als 4 Mio. € zur Verfügung.

Die LIL war im Berichtszeitraum jederzeit in der Lage, die fälligen Verbindlichkeiten zu begleichen.

c.) Vermögenslage:

Die wesentlichen Positionen auf der Aktivseite bestehen aus dem Leasingvermögen (61,252 Mio. €) sowie den sonstigen Vermögensgegenständen (4,562 Mio. €), den Forderungen an Kunden (57,351 Mio. €) sowie den Forderungen an Kreditinstitute (2,711 Mio. €). Die Passivseite basiert hauptsächlich auf den Positionen Eigenkapital (6,701 Mio. €), den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (106,180 Mio. €), den Rückstellungen (911 T€), den sonstigen Verbindlichkeiten und passiven latenten Steuern (5,222 Mio. €) sowie den Rechnungsabgrenzungsposten (7,561 Mio. €). Die Eigenkapitalquote beträgt 5,3 % der Bilanzsumme. Der Substanzwert beträgt 12,6 % bezogen auf die Bilanzsumme.

III. Prognosebericht

Die Entwicklung des Leasingmarktes ist auch für 2024 nur schwer zu prognostizieren.

Der Krieg in der Ukraine hält weiter an, ein Ende zeichnet sich nicht ab. Hinzu kam in 2023 der Gaza-Krieg, auch hier ist ein baldiges Ende wohl nicht zu erwarten. Die Inflation war in 2023 hoch, eine Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage war bereits zu spüren.

Es ist mit einer höheren Insolvenzquote zu rechnen, da bei vielen Unternehmen die Corona-Hilfen inzwischen aufgebraucht oder zurückzuzahlen sind. Des Weiteren befürchten wir eine Zurückhaltung bei Neuinvestitionen 2024.

Die Chancen und Risiken, die sich aktuell ergeben, sind dennoch vielfältig und ausgeprägt.

Wir sind gut in das erste Quartal 2024 gestartet. Das Neugeschäftsvolumen per Ende Februar 2024 liegt etwas höher als im Vorjahr.

Da wir in Bezug auf Branchen und Objektgruppen sehr breit aufgestellt sind, gehen wir davon aus, dass auch Kundengruppen von der momentanen Situation profitieren und weiterhin investieren werden.

Die Kriegssituation in der Ukraine und auch in Gaza und die damit einhergehenden Maßnahmen werden weiterhin auch in Deutschland starke Auswirkungen auf die Wirtschaft haben.

Nach einem ähnlichen Ergebnis im letzten Jahr wie im Jahr 2022 strebt die LIL Leasing AG weiterhin eine Stabilisierung des Neugeschäftsvolumens auf diesem Niveau an. Dasselbe gilt für das Betriebsergebnis und den Nettodeckungsbeitrag.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Die Gesellschaft hat als Finanzdienstleistungsinstitut die entsprechenden aufsichtsrechtlichen Anforderungen zu erfüllen. Hierzu gehört nach den MaRisk auch die Implementierung eines effektiven Risikomanagements, das sich entsprechend dem Prinzip der doppelten Proportionalität an der Größe des Instituts und an der Komplexität der Geschäftstätigkeit zu orientieren hat. Das Unternehmen führt i. d. R. ein bis zweimal jährlich ein sogenanntes Risiko-Assessment durch, in dem hauptsächlich die Risiken aus den Kategorien Leistungswirtschaftliche Risiken, Finanzrisiken und Operationelle Risiken hinsichtlich Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadensauswirkung bewertet werden.

Weiterhin werden üblicherweise ebenfalls ein bis zweimal jährlich in einer Risikotragfähigkeitsberechnung die identifizierten und quantifizierten Risiken dem zur Verfügung stehenden Risikodeckungspotential gegenübergestellt. Zudem findet grundsätzlich einmal jährlich ein Stresstest statt, bei dem die Auswirkungen von außergewöhnlichen Ereignissen (z. B. überproportionaler Anstieg der Ausfallquote, Wegfall eines Refinanzierungsinstitutes oder eines großen Vermittlers, etc.) auf die Risikotragfähigkeit simuliert wird.

Des Weiteren findet quartalsweise eine Schadensbesprechung mit Buchhaltung, Rechtsabteilung, Vorstand und Steuerberatung statt. Einmal monatlich werden die offenen Posten und laufenden Rechtsfälle gemeinsam mit Buchhaltung, Rechts- und Mahnabteilung und dem Vorstand besprochen. Eine Kontrolle der aktuell offenen Posten findet täglich durch den Vorstand statt.

Das große Risiko in diesem Jahr ist weiterhin die Unberechenbarkeit der Situation in der Ukraine und in Gaza und die damit verbundenen Folgen für die Menschen und die Wirtschaft. Auch der Ausgang der Präsidentschaftswahl in den USA und deren Auswirkungen sind momentan völlig unklar.

Der Trend der letzten Jahre, dass zum Teil mit äußerst "aggressiven" Konditionen im Markt operiert wird, ist nun vorbei.

Nach einem z. T. erheblichen Anstieg der Refinanzierungskonditionen in 2022 hat sich das Zinsniveau in 2023 wieder etwas stabilisiert. Inzwischen haben sich die Refinanzierungskosten im Vergleich zu 2021 zum Teil verdreifacht. Durch die Stabilisierung ist die Situation für LIL jedoch wieder berechenbar. Für LIL wird hier auch weiterhin keine große Gefahr gesehen, da LIL als sog. Nischenanbieter in der Branche dafür bekannt, nicht mit den günstigsten Konditionen am Markt zu agieren.

2. Chancenbericht

Dass LIL nach wie vor ein gutes "Standing" bei den Vertriebspartnern im Markt hat, konnte auch seit Beginn der Pandemie in 2020 und auch in der Situation der Unsicherheit durch den Ukraine-Krieg, die Energiekrise und die Inflation wieder belegt werden. Die Vertriebspartner wissen es in einem unsicheren wirtschaftlichen Umfeld mehr denn je zu schätzen, dass LIL sich in ihren Prozessen und Abläufen wohltuend von den großen, bankenabhängigen Leasinggesellschaften unterscheidet. Die persönliche Beratung und Betreuung der Vertriebspartner sowie die individuelle Prüfung jedes Geschäftsfalles und in den vergangenen vier Jahren noch mehr als ohnehin die Lösungsorientiertheit waren aus Sicht der LIL eine wesentliche Ursache für den Erfolg der vergangenen Jahre und insbesondere der letzten "Krisenjahre".

Auch in 2023 konnten neue Partner für verschiedene Geschäftsbereiche hinzugewonnen werden. Selbstverständlich ist LIL weiterhin bestrebt, die bestehenden Kontakte noch mehr zu intensivieren sowie neue Verbindungen hinzuzugewinnen.

Die Refinanzierungssituation der LIL kann nach wie vor als komfortabel bezeichnet werden. Die Zusammenarbeit mit den Refinanzierungspartnern verläuft weiterhin sehr angenehm.

Eine Refinanzierungsbank hat ihre Linie um 10 Mio. € auf 25 Mio. € erhöht. Bei einer weiteren Bank ist eine Erhöhung von 15 Mio. € auf 20 Mio. € in Bearbeitung.

Eine weitere Bank konnte in 2023 hinzugewonnen werden. Hier wurde zunächst eine Linie von 5 Mio. € eingeräumt.

Weiterhin haben die größeren Refinanzierer in Aussicht gestellt, die Linien noch weiter zu erhöhen, wenn dies von LIL gewünscht wird.

Auch in diesem Jahr werden die Zugewinnung neuer Partner sowie die Intensivierung der Zusammenarbeit mit bestehenden Refinanzierungspartnern angestrebt, um im Fall einer Krisensituation weiterhin gut aufgestellt zu sein.

Die Personalstruktur der LIL kann als gefestigt bezeichnet werden.

Die LIL hatte im Jahr 2022 durchschnittlich 10 Mitarbeiter inklusive der beiden Vorstände und zwei Mitarbeiterinnen, die sich in Elternzeit befinden.

Besondere Ereignisse nach dem Bilanzstichtag sind nicht zu verzeichnen.

 

Stuttgart-Plieningen, den 6. März 2024

Diana Schmitt, Vorstandsvorsitzende

Stephan Beck, Vorstand

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