Rheinkraft International GmbH
Selbe AdresseErbringung von Logistikdienstleistungen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jörn Schramme seit 27.5.2014 | Geschäftsführer |
Dirk Michael Müller seit 26.8.2013 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 50.00% | |
| 50.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
LIMA GmbHDuisburgKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Konzern-Lagebericht 2023I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell und Organisation Der Konzern ist in drei operative und zwei nicht operative Gesellschaften aufgeteilt. Die Rheinkraft International GmbH (RKI), Duisburg, ist ein auf Stahl spezialisierter Logistik-Dienstleister. Um die individuellen Anforderungen der Kunden zu erfüllen, ist die Organisation in die Segmente Stahlproduzenten, Rohrproduzenten, Stahlhandel und Stahl-Service-Center mit neun inländischen und einer französischen Niederlassung fachlich und räumlich aufgeteilt. Neben den klassischen Transporten bietet RKI individuell auf den jeweiligen Kunden zugeschnittene Transportkonzepte und ergänzende Dienstleistungen, wie z. B. Zollabfertigung, Informations-management, Lagermanagement und/oder Logistikcontrolling an. Die RKS Rheinkraft GmbH & Co KG (RKS), Duisburg, ist ein auf Spezialtransporte und Inhouse-Logistik spezialisierter Dienstleister. Organisatorisch ist die RKS in die Bereiche Produktionslogistik, Lagerlogistik und DGR-Transporte aufgeteilt und erbringt ihre Dienstleistungen an vier Niederlassungen in Deutschland. RKS hat zur Durchführung ihrer Dienstleistungen umfangreiches auf die jeweiligen Kundenbedürfnisse zugeschnittenes Equipment, das überwiegend von eigenem entsprechend qualifiziertem Personal bedient wird. Klassische Transporte können zwar von der RKS durchgeführt werden, aber der Fokus liegt auf in Produktionsprozesse integrierte Inhouse-Logistik (Produktionslogistik), Lagerlogistik und Spezialtransporte für die Nuklearindustrie. Die RKS Verwaltungs-GmbH, Duisburg, hat als Komplementärin der RKS Rheinkraft GmbH & Co KG, Duisburg, kein operatives Geschäft. Die Transconnect GmbH (TC), Netphen, an der die LIMA GmbH mit 70 % beteiligt ist, ist Logistikdienstleister mit eigenen Fuhrparkkapazitäten, die sowohl für andere Konzerngesellschaften als auch für Dritte eingesetzt werden. Der Fokus der logistischen Aktivitäten liegt im Bereich der Bauindustrie. Baumaschinen, Betonfer-tigteile und Gebäudehüllen sind das Kerngeschäft der Organisation. Aufgaben der Konzernführung werden in der LIMA GmbH, Duisburg, wahrgenommen. Wird im folgenden "LIMA" angesprochen, so ist der Gesamtkonzern gemeint. 2. Ziele und Strategien Ziel des Konzerns ist es, seine Position als enger Partner der Montanindustrie und deren Umfeld weiter auszubauen. Grundlage hierfür ist die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den bestehenden Geschäftspartnern und die Expertise in der Stahllogistik, die sich die Konzerngesellschaften in über 50 Geschäftsjahren erarbeitet haben. Daneben wird der Konzern die Flexibilität eines modernen Mittelständlers nutzen, um eine führende Rolle bei der Digitalisierung der Stahllogistik einzunehmen. Auch zukünftig wird der Konzern in die Ausbildung der Mitarbeiter sowie modernen Fuhrpark investieren, um weiterhin dem eigenen Anspruch nach einer optimalen Qualität in der Leistungserbringung gerecht zu werden. Als wesentliche Wachstumsfelder sieht die Geschäftsführung die wachsenden Möglichkeiten fortschreitender Digitalisierung sowie Strategien im Hinblick auf Dekarbonisierung. Um den wachsenden Anforderungen und Reglementierungen durch Umweltschutzmaßnahmen und Gesetze Rechnung zu tragen, wird der Fuhrpark der Unternehmensgruppe in sinnvollen Bereichen sukzessive auf alternative Antriebstechnologien umgestellt. Um den wachsenden ökologischen Anforderungen an die Wirtschaft Rechnung zu tragen, wurden Alternativmodelle zur Entsorgung von wiederverwertbaren Metallabfällen wie Aluminium in den Wachstumsfokus genommen. Als wesentliche Wachstumsfelder sieht die Geschäftsführung sowohl den EU-Markt als auch Osteuropa mit einer besonderen Fokussierung auf den Bereich Stahlhandel und Stahl-Service-Center. Das gesamte Wirken der LIMA ist auf die Erreichung der Visionen und Ziele der Gruppe ausgerichtet. Wir sehen im Wohl unserer Mitarbeitenden die Basis, um für unsere Kunden eine qualitativ hochwertige Dienstleistung zu einem fairen Preis zu erbringen und nachhaltig ein profitables Wachstum zu generieren. Hierzu investieren wir vorrangig in Digitalisierung, moderne Logistiklösungen und Antriebstechniken sowie in Ausbildung und Arbeitssicherheit unserer Mitarbeitenden. Weitere Einzelheiten hierzu finden sich unter www.rki-logistics.com. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das in 2023 vorherrschende Thema in Bezug auf die gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen waren erneut die durch den seitens Russlands gegen die Ukraine geführten Angriffskrieg erzeugten wirtschaftlichen Verwerfungen, insbesondere die signifikante Erhöhung der Energiepreise, die damit verbundenen weltweit hohen Inflationsraten sowie die allgemeine konjunkturelle Schwäche. Die durch die verhängten und zunehmend verschärften Sanktionen erforderliche Substitution russischer Rohstoffe, wie bspw. Erdgas, setzte die konjunkturelle Entwicklung in vielen Ländern zusätzlich unter Druck. Insbesondere dort, wo die Energiegewinnung stark auf russisches Gas ausgerichtet war, wie bspw. in Deutschland, und mitunter auch noch ist. Als Folge ist die deutsche Wirtschaft 2023 in eine Rezession gerutscht. Das BIP war ca. 0,3 % niedriger als im Vorjahr. In den Jahren 2022 und 2023 war das BIP noch um 3,2 % bzw. 1,8 % gestiegen. Gestiegene Rohstoffpreise, Lieferkettenprobleme, verteuerte Energie sowie die negative konjunkturelle Entwicklung haben sich auch auf die Rohstahlproduktion in Deutschland ausgewirkt. Insgesamt wurden lt. Wirtschaftsvereinigung Stahl 35,4 Mio. Tonnen Rohstahl und damit 4 % weniger als im Vorjahr hergestellt. Niedriger war die Rohstahlproduktion zuletzt während der Finanzmarktkrise 2009. Eine Besserung ist nach Auffassung des Branchenverbands zunächst nicht zu erwarten. In Folge der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland und der EU und der damit verbundenen Reduzierung der Produktion in Industrie und verarbeitendem Gewerbe war das Jahr 2023 zwar erneut dadurch gekennzeichnet, dass immer deutlich weniger Transportkapazitäten als Frachtangebote auf dem europäischen Markt vorhanden waren. Allerdings lag das Niveau der Unterdeckung insbesondere in der ersten Jahreshälfte 2023 deutlich unter den Vorjahreswerten. Während das Jahr 2022 zumindest in den ersten drei Quartalen mit einem Verhältnis von 80 % und mehr zu Gunsten des Frachtangebotes aufwartete, lag der Wert in 2023 im ersten Quartal 2023 sogar unter 50 %. Im weiteren Verlauf stieg der Wert dann auf durchschnittlich 60 % bis 65 % an und lag damit immer noch deutlich unter den Werten in 2022. Hinsichtlich der Auswirkungen auf die bedeutsamen Preisindexe zeigt sich in 2023 ein heterogenes Bild. Während die Preise im europäischen Spotmarkt zu Beginn des Jahres 2023 bis Ende des zweiten Quartals 2023 von ca. 142,1 auf 126,3 Punkte deutlich sanken, stiegen im deutschen Transportmarkt angebotenen Transportpreise im vierten Quartal 2023 sogar. Ursächlich hierfür sind vor allem gestiegene Lohn- und Energiekosten. Daneben führten weitere Anhebungen der Sozialstandards, die Umsetzung der europäischen Entsenderichtlinie, fehlendes ukrainisches Fahrpersonal sowie Energiekostensteigerungen zu einer Erhöhung der fahrzeugbezogenen Einstandskosten, so dass die gestiegenen Frachtraten auch durch höhere Kosten verursacht wurden. Auch die weiterhin gestiegenen Löhne für Fahrpersonal, die bedingt durch den massiven Fahrermangel und die deutliche Nachfrage nach Fahrpersonal seit einigen Jahren entstanden sind, haben sich erneut auf die Kostenstruktur ausgewirkt. In seiner für das Jahr 2023 veröffentlichten Mautstatistik stellt das Bundesamt für Güterverkehr (BAG) fest, dass die mautpflichtigen Fahrleistungen im letzten Kalenderjahr im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum erneut und zwar um 3,9 % gesunken sind. Die mautpflichtigen Fahrleistungen deutscher LKW sanken gegenüber dem Vorjahr um 4,8 % auf 22,5 Mrd. km und lagen damit aber immer noch höher als die mautpflichtigen Fahrleistungen der gebietsfremden Fahrzeuge, die insgesamt auf 17,1 Mrd. km kamen (Abnahme um 2,7 % gegenüber dem Vorjahr). Erfreulich ist die Tatsache, dass die LKW auf dem mautpflichtigen Straßennetz zunehmend umweltfreundlicher werden. Der Anteil der Fahrzeuge in der Emissionsklasse EURO VI lag bei 37,0 Mrd. km, was einem Anteil von 93,6 % entspricht. 2. Geschäftsverlauf Das Geschäftsjahr 2023 ist gegenüber dem Vorjahr 2022 durch einen reduzierten Umsatz bei gleichzeitiger Verbesserung der Rentabilitätskennzahlen gekennzeichnet. Allerdings entwickelten sich die einzelnen Geschäftsbereiche deutlich unterschiedlich. Bei der Rheinkraft International GmbH ist das Geschäftsjahr 2023 gegenüber dem Vorjahr 2022 durch einen reduzierten Umsatz bei gleichzeitiger Verringerung der Rentabilitätskennzahlen gekennzeichnet. Diese Entwicklung hatte sich bereits im letzten Quartal 2022 abgezeichnet. Wesentlich hierfür ist nach wie vor der seit Februar 2022 durch Russland geführte Angriffskrieg gegen die Ukraine, welcher weiterhin zu großen Unsicherheiten in den Märkten und einer signifikanten Erhöhung der Kosten für Energie führt, unter der ein Großteil der Industrie, aber auch der privaten Haushalte stark litten bzw. noch heute leiden. Darüber hinaus hat sich die gesamtwirtschaftliche Lage in der EU und insbesondere Deutschland stark eingetrübt. Deutschland befindet sich statistisch gesehen in einer Rezession, was sich auf die für uns wesentlichen Branchen Stahl und Bauwirtschaft massiv auswirkt. Bemerkbar macht sich dies durch eine Reduzierung der Sendungszahlen und Forderungen seitens der Kunden nach Transportpreissenkungen. Dies scheint im ersten Schritt nachvollziehbar, spiegelt aber in keiner Weise die Entwicklung bei den für die Ermittlung der Transportpreise entscheidenden Kostenkomponenten wider. Die Preisverhandlungen mit den Kunden verliefen demzufolge wieder deutlich härter. Trotz dieser Entwicklung konnte die RKI teilweise signifikantes Neugeschäft bei Kunden, wie tkmpe, Novelis und BSS gewinnen. Mit Vallourec hat einer der größten Kunden angekündigt, seine beiden noch bestehenden Werke in Deutschland bis Juni 2024 zu schließen. Einhergehend damit war bereits in 2023 eine deutliche Reduzierung von Frachtaufträgen seitens des Kunden und damit der Umsatzerlöse insgesamt zu verzeichnen. Gleichzeitig handelt es sich bei dem Geschäft um ein seit Jahren praktiziertes und für die RKI durchaus lukratives Geschäft. Das Geschäftsjahr 2023 verlief bei der RKS Rheinkraft GmbH & Co. KG dagegen sehr erfolgreich. Letztlich konnte die Gesellschaft Ihr Ergebnis mit TEUR 1.035 gegenüber dem Vorjahr nochmals deutlich steigern und auch deutlich besser als geplant abschließen. Weiterhin positiv entwickelte sich auch der Fernverkehr der RKS, der erneut von der Beauftragung zahlreicher Sonderprojekte profitierte. Insgesamt sanken die Umsätze des Konzerns im Geschäftsjahr 2023 von TEUR 74.523 auf TEUR 68.150. Das Ergebnis nach Steuern beträgt TEUR 691 nach TEUR 731 im Vorjahr. Bedingt durch den Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 691, stieg das Eigenkapital der Gesellschaft zum 31.12.2023 von TEUR 1.251 auf TEUR 1.948. Die bereits im Verlaufe der Jahre 2022 und 2023 durch die Geschäftsführung eingeleiteten umfangreiche Maßnahmen haben somit zu einer Ergebnisstabilisierung geführt. Nachdem die Transconnect GmbH im Vorjahr noch einen deutlichen Verlust erzielt hatte, konnte die Ergebnissituation der Gesellschaft in 2023 wieder stabilisiert werden, so dass die TC das Geschäftsjahr mit einem Gewinn in Höhe von TEUR 19 abschließen konnte. 3. Ertragslage Als ein auf Stahl spezialisierter Dienstleister wird die Geschäftsentwicklung des Konzerns von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung des deutschen wie auch des europäischen Marktes und insbesondere der Nachfrage nach Stahlprodukten beeinflusst. Im Geschäftsjahr 2023 sind Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 68.150 (Vorjahr: TEUR 74.523) erwirtschaftet worden. Wie im Vorjahr entfallen diese weit überwiegend auf die Rheinkraft International GmbH (64,2 %) sowie die RKS Rheinkraft GmbH & Co KG (26,2 %) Das Ergebnis vor Steuern belief sich auf TEUR 1.082 (Vorjahr: TEUR 805) und der Jahresüberschuss auf TEUR 691 (Vorjahr: TEUR 731). 4. Vermögenslage Bei einer Bilanzsumme von TEUR 19.933 (Vorjahr: TEUR 17.835) lag das Anlagevermögen bei TEUR 6.271 (Vorjahr: TEUR 4.593) und die Anlagenintensität bei 31,4 % (Vorjahr: 25,7 %). Die Kundenforderungen betrugen wie im Vorjahr TEUR 7.923, was einer Forderungsintensität von 39,7 % (Vorjahr: 44,4 %) entspricht. 5. Finanzlage Die Eigenkapitalquote beträgt 9,8 % (Vorjahr: 7,0 %). Die Anlagendeckung I belief sich auf 31,1 % (Vorjahr: 27,2 %); die Anlagendeckung II auf 163,1 % (Vorjahr: 203,1 %). 6. Personal- und Sozialbereich Im Konzern waren im Geschäftsjahr durchschnittlich 331 Mitarbeiter (Vorjahr: 318 Mitarbeiter) beschäftigt. Die Zahl der gewerblichen Mitarbeiter betrug 187 (Vorjahr: 176), die der Angestellten 122 (Vorjahr: 116). Von den genannten Mitarbeitern befanden sich 21 (Vorjahr: 26) in einem Ausbildungsverhältnis. 7. Investitionen Die Investitionen in Höhe von TEUR 3.300 (Vorjahr: TEUR 1.595) entfielen überwiegend auf die Anschaffung neuer Zugmaschinen (TEUR 1.907) und Sattelauflieger (TEUR 895) zur Speditionsabwicklung. 8. Gesamtaussage zur Lage des Konzerns Das Geschäftsjahr 2023 verlief aus Sicht der Geschäftsführung durchaus zufriedenstellend, wenngleich die seit dem vierten Quartal 2022 eingesetzte Entwicklung hinsichtlich einer reduzierten Nachfrage nach Transportleistungen genau beobachtet wird. Der erzielte Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 691 hat zu einer Erhöhung des Eigenkapitals auf TEUR 1.948 geführt. Der Frachtmarkt war das gesamte Jahr 2023 durch mangelnde Transportkapazitäten geprägt. Dies aber gegenüber dem Jahr 2022 auf einem deutlich geringeren Niveau. Eine wesentliche Auswirkung aus dieser Entwicklung stellt die deutliche Reduzierung der Frachtpreise im europäischen Spotmarkt dar. Die reduzierte Nachfrage nach Transportleistungen, verbunden mit einem deutlichen Rückgang der Frachtpreise im europäischen Spotmarkt führen auch wieder zu einem höheren Druck auf die Preise deutscher Spediteure und Transportunternehmer mit deutschem Fuhrpark. Auch wenn die Kostenbasis osteuropäischer Transportunternehmer und Spediteure mittlerweile nicht mehr so viel geringer sein sollte als die ihrer deutschen Konkurrenten, zeigen sich in Ausschreibungen doch zunehmend wieder deutlich geringere Frachtangebote ausländischer Transportunternehmen. Der Druck auf die Rentabilitätskennzahlen wird daher auch in 2024 anhalten. Im ersten Halbjahr 2024 hat die LIMA ein EBIT in Höhe von ca. TEUR 177 erwirtschaftet. Neben einer allgemein deutlichen Reduzierung der Sendungszahlen hat sich die ungünstige Anhäufung von Feiertagen im Mai sowie erste kostenseitigen Auswirkungen aus dem Tarifabschluss negativ auf das Ergebnis ausgewirkt. Die in 2023 erzielte Rentabilitätsverbesserung hat sich in der ersten Hälfte des Jahres 2024 daher wieder umgekehrt. Sofern dieser Trend über das gesamte Jahr 2024 anhält, sollte die LIMA das Geschäftsjahr 2024 mit einem leicht positiven Ergebnis abschließen. Dies bedingt allerdings, dass die erhoffte Erholung der konjunkturellen Situation in Deutschland spätestens mit Beginn der zweiten Jahreshälfte auch einsetzt. Das wöchentlich erstellte Cash-Management, die LIMA-Gesellschaften betreffend, zeigt auf Tagesbasis, dass die Gesellschaften immer über eine ausreichende Liquidität zur Begleichung der fälligen Verbindlichkeiten verfügen. Die regelmäßig die fälligen Verbindlichkeiten übersteigende freie Liquidität beträgt im Durchschnitt ca. TEUR 3.500 Die RKI-Niederlassung in Anzin/ Frankreich entwickelte sich auch im Jahr 2023 erneut positiv und plant einen weiteren Ausbau des Geschäftes mit einem Großkunden, so dass auch in 2024 mit einem positiven Deckungsbeitrag geplant wird. Bei der Transconnect GmbH besteht die Herausforderung nach wie vor darin, den projektgetriebenen volatilen Kapazitätsanforderungen gerecht zu werden. Die derzeit bestehende Situation bzgl. knapper Frachtkapazitäten und die noch andauernde Sperrung der Talbrücke Rahmede hat zu massiven Beeinträchtigungen des Standortes in Netphen bezüglich verfügbarer Marktkapazitäten und bezüglich der Produktivität des Eigenfuhrparks geführt. Folglich verzeichnet die Transconnect einen deutlichen Margenrückgang durch die Disbalance zwischen dem verfügbaren Fuhrpark auf der einen und den durch den Großkunden abgerufenen Transportmengen auf der anderen Seite. Durch weitere bereits eingeleitete Restrukturierungsmaßnahmen soll zudem die Kostenstruktur vor Ort verbessert werden. II. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 1. Prognosebericht Für 2024 ist die Fokussierung der Geschäftsstrategie auf die Stabilisierung der Abwicklung der bestehenden Geschäfte und der Speditionsmargen sowie auf eine Optimierung des eingesetzten eignen Fuhrparks gerichtet. Zudem gilt es den bei der LIMA im Einsatz befindlichen Fuhrpark in seiner Größe zu erhalten und ggf. dort, wo möglich, weitere Kapazitäten aufzubauen. Dies ist allerdings vor dem Hintergrund des zunehmenden Fahrermangels immer schwieriger. Auch osteuropäische Fuhrunternehmer leiden darunter, dass die bisher eingesetzten ukrainischen Fahrer bedingt durch den Ukraine-Krieg nicht mehr zur Verfügung stehen. Der branchenübergreifende Fachkräftemangel in anderen europäischen Staaten, einschließlich Deutschlands sorgt dafür, dass sich möglicherweise geeignete Kandidaten für eine Ausbildung zum Berufskraftfahrer in andere Branchen orientieren. Die durchgängige personelle Besetzung der Fahrzeuge wird damit immer schwerer zu gewährleisten sein. Aktuell wirkt sich die schwache gesamtwirtschaftliche Situation, welche aus einem deutlichen Nachfragerückgang, dem anhaltenden Rohstoffmangel und hohen Inflationsraten resultiert, auf die Wachstumsprognosen aus. Nachdem das BIP im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr um 0,3 % gesunken ist und Deutschland sich damit in einer Rezession befindet, lassen die aktuellen Konjunkturprognosen der Experten doch wieder etwas mehr Hoffnung zu. Das ifo Institut rechnet für das laufende Jahr 2024 allerdings mit einer nur geringfügigen Verbesserung der Situation und prognostiziert ein Wachstum des BIP gegenüber dem Vorjahr von 0,2 %. Eine wesentliche Erholung wird dann für 2025 erwartet, da die ursprünglich für 2024 erwartete Erholung der Industriekonjunktur erst später einsetzt. In 2025 erwartet das ifo Institut, dass die Wirtschaftsleistung um 1,5 % zulegt. Erfreulicher hat sich die Inflationsrate in Deutschland entwickelt. Nach den hohen Ausschlägen in 2022 und zu Beginn des Jahres 2023 hat sich die Inflationsrate Anfang 2024 wieder zwischen 2,2 % und 2,5 % eingependelt. Für 2024 und 2025 rechnen die Experten mit Inflationsraten ebenfalls zwischen 2,2 % und 2,5 %. Zwar haben sich die Energiekosten in Anfang 2024 wieder auf ein deutlich geringeres Niveau begeben. Lohnkosten, gestiegene Mautgebühren, Kosten für Ersatzteile, Reparatur- und Servicekosten liegen aber nach wie vor auf einem sehr hohen Niveau, so dass auch in 2024 wenig bis kein Spielraum für Frachtpreisreduzierungen besteht. Dies wird diametral zu den Erwartungen der Versender stehen, die angesichts ihrer eignen wirtschaftlichen Situation und des Nachfragerückgangs nach Transportleistungen Preisnachlässe durchsetzen wollen. Folglich wird es in 2024 voraussichtlich wieder intensivere Preisverhandlungen geben. Inwieweit osteuropäische Anbieter dann Kostenvorteile zu Ihren Gunsten ausspielen können, bleibt abzuwarten. Bedeutsam in 2024 wird auch sein, inwieweit Deutschland nachhaltig in der Lage sein wird, der Industrie hinreichend alternative Energieträger zur Verfügung zu stellen, damit diese, bedingt durch unattraktivere wirtschaftliche Rahmenbedingungen, auf dem Weltmarkt nicht noch weitere Marktanteile verliert. Der Ausbau erneuerbarer Energien, aber auch der Bezug von Gas- und Energieliefe-rungen aus anderen Ländern der Erde stehen hier im Vordergrund. Hiervon wären auch die Stahlhersteller und sonstigen stahlverarbeitenden Industrieunternehmen am Standort in Deutschland betroffen, was selbstverständlich auch Auswirkungen auf Stahldienstleister wie die LIMA hätte. Folglich beobachtet die Geschäftsführung der LIMA die Entwicklungen im Bereich der Substitutionspolitik sehr genau. Der für unsere Branche verhandelte Tarifabschluss führt in 2024 und den beiden nachfolgenden Jahren zu deutlichen Erhöhungen in der Vergütungsstrukur der Beschäftigten. Diese weiteren Kostenerhöhungen müssen die Unternehmen des Speditions- und Transportgewerbes erst noch an Ihre Kunden weitergeben bzw. in die aktuellen Transportpreise einarbeiten. Vor dem Hintergrund der oben bereits skizzierten Erwartungshaltung der Verlader wird dies eine deutliche Herausforderung werden. Daneben bestehen aktuell Probleme auf den internationalen Transportrouten und Handelswegen. Eine weltweit ungleiche Verteilung von Containern führt ihrerseits zu negativen Auswirkungen auf die Industrieproduktion in vielen Ländern. Zudem stehen Lieferketten durch lokale Konflikte und Kriege, wie bspw. in an das rote Meer angrenzenden Ländern unter Druck. Eine Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2024 gestaltet sich vor dem Hintergrund der zuvor beschriebenen Situation erneut äußerst schwierig. Das erste Halbjahr 2024 ist für die Gesellschaft allerdings gerade noch zufriedenstellend verlaufen. Für den weiteren Verlauf des Jahres 2024 wird entscheidend sein, inwieweit eine konjunkturelle Erholung ggf. doch schon früher als 2025 einsetzt und die Gesellschaft in der Lage sein wird, die durch den Tarifabschluss gestiegenen Personalkosten über die Transportpreise zu kompensieren. Derzeit befinden wir uns - nach zwei Monaten (April und Mai 2024) mit deutlich angespannter Verfügbarkeit von Fahrzeugen im Markt und entsprechend niedrigen Speditionsmargen - in einer leicht entspannten Situation, in welcher die verfügbaren Transportkapazitäten, insbesondere im Spotmarkt wieder leicht zugenommen haben. Folglich muss es unser Ziel sein, durch den optimierten Einsatz des Fuhrparkes gute Ergebnisse an allen Standorten zu erzielen. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Industrieproduktion in der EU und Deutschland in den nächsten Monaten entwickeln wird. 2. Chancen und Risiken Die Entwicklung von Markt und Wettbewerb einerseits und die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens andererseits sind regelmäßig Gegenstand der Sitzungen der Geschäftsleitung mit den Vertretern der Gesellschafterin. Auf Basis der Monatsberichte bzw. des Forecasts der Abteilungen werden Risiken und Chancen bewertet und daraus notwendige Maßnahmen festgelegt. Investitionen werden grundsätzlich unter Erfolgs- und Risikoaspekten betrachtet. In enger Abstimmung mit unserem Versicherungsmakler werden Umfang und Versicherungssummen der notwendigen Versicherungen ständig überwacht und festgelegt. Gesamtwirtschaftliche Risiken für die LIMA sind in einem weiteren Anstieg bei der Beschaffung von Transportkapazitäten oder einer weiteren deutlichen Abschwächung der Stahlkonjunktur (bedingt durch Inflation, Krieg in der Ukraine) und der Bauwirtschaft zu sehen. Durch die Spezialisierung des Unternehmens auf die Stahllogistik ist die Entwicklung der LIMA sehr eng mit der konjunkturellen Entwicklung des volatilen deutschen Stahlmarktes verknüpft. Die Auswirkungen auf die innereuropäischen Transporte im Stahlbereich sind nur sehr schwer vorherzusagen. Aktuell sehen sich die großen Stahlhersteller in Deutschland mit einem notwendigen Transfomationsprozess konfrontiert, der massive Investitionen in die Produktionsstätten erfordert. Die Kosten werden zwar teilweise durch staatliche Fördermaßnahmen gestützt. Dennoch wird ein großer Teil der erforderlichen Ressourcen durch die Stahlhersteller selbst aufzubringen sein. Parallel werden die Herstellungs- bzw. Produktionskosten an den deutschen Standorten immer höher. Hohe Energiepreise, Fachkräftemangel, hohe Tarifabschlüsse etc. führen dazu, dass deutscher Stahl international an Wettbewerbsfähigkeit verliert. Folglich bekommen die Stahlhersteller zunehmend Probleme bei Absatz und Preisgestaltung. Dies führt zu wirtschaftlichen Problemen, was bspw. in Bezug auf thyssenkrupp steel regelmäßig der Presse entnommen werden kann. Die hieraus resultierenden Restrukturierungs- und Einsparungsmaßnahmen auf Seiten der Stahlhersteller setzen zunehmend auch die Transportpreise, welche mit den Stahlhersteller vereinbart wurden und zukünftig noch werden unter Druck. Die fortschreitende Digitalisierung in der Logistik ist aus Sicht der Geschäftsleitung für ein mittelständisches Unternehmen mit entsprechender Innovationskraft und Flexibilität eine große Chance, sich dauerhaft in einem Marktumfeld zu positionieren, das zunehmend von Großspeditionen beherrscht wird. Die Einführung des RKI-Towers und der RKI-App sind entscheidende Schritte Richtung praktizierter Digitalisierung des Logistikprozesses zwischen LKW-Unternehmer und Stahlkonzern. Die teilweise unvorhersehbare Verschärfung der Gesetzeslage zum Thema Umweltschutz und hier insbesondere die mögliche lokale Einschränkung des Einsatzspektrums dieselgetriebener Fahrzeuge ist ein existenzgefährdendes Risiko für das Unternehmen, insbesondere unter Berücksichtigung der Tatsache, dass für den Schwerlastverkehr aktuell keine vergleichbaren alternativen Antriebstechno-logien verfügbar sind. Auf die zunehmenden regulatorischen Anforderungen in Bezug auf die Nachhaltigkeitsberichterstattung, wie bspw. DNK, CSRD, EEG etc. hat die LIMA in 2023 mit der Implementierung der Funktion einer Nachhaltigkeitsbeauftragten reagiert. Damit sieht sich die Gesellschaft gut für die Zukunft aufgestellt, insbesondere auch im Hinblick auf die anstehenden Maßnahmen in Bezug auf die Transformation hin zu einem CO 2 -neutralen Geschäftsbetrieb. Grundsätzlich besteht auf der Umsatzseite das Risiko der Abhängigkeit von wenigen Großkunden. Solange diese Kunden wirtschaftlich gut aufgestellt und solvent sind, ist weder mit signifikanten Umsatz- noch mit Forderungsausfällen zu rechnen. Insgesamt wird dem Risiko von Forderungsausfällen durch ein intensives Debitorenmanagement begegnet. Auch das generelle Risiko aus vermehrten Insolvenzen von Speditionen und Transportunternehmen aufgrund der allgemeinen wirtschaftlichen Lage besteht für uns nur in eingeschränkter Form. Als Auftragnehmer werden überwiegend Unternehmen mittlerer Größe eingesetzt, deren Anteil an der gesamtlogistischen Leistung überschaubar ist.
Duisburg, 16.08.2024 Geschäftsführung Dirk Michael Müller Jörn Schramme Konzern-Bilanz zum 31. Dezember 2023LIMA GmbHDuisburgAKTIVA
PASSIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023LIMA GmbHDuisburg
Amtsgericht Duisburg, HRA 25752Konzern-Anhang 2023I. Allgemeine Angaben und Erläuterungen zum Abschluss des Geschäftsjahres Der Konzernabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HBG) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. In den Konzernabschluss werden neben der LIMA GmbH als Mutterunternehmen nachfolgende Tochtergesellschaften einbezogen:
Das Mutterunternehmen ist an allen Tochtergesellschaften außer an der TC unmittelbar bzw. mittelbar zu 100 % beteiligt. An der TC besteht eine Beteiligung am Stammkapital von 70 %. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, im Anhang aufgeführt. II. Angaben zu Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden 1. Bilanzierung und Bewertung der Aktivposten Für die Gliederung, Bilanzierung und Bewertung bei den in den Konzern-Abschluss einbezogenen Gesellschaften werden einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zugrunde gelegt, die auf den deutschen handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften aufbauen. Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Dabei werden entgeltlich erworbene EDV-Programme über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei Jahren abgeschrieben. Sachanlagen sind mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Für planmäßige Abschreibungen werden folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt: Gebäude 15 bis 20 Jahre, Betriebsvorrichtungen 10 bis 20 Jahre sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung 4 bis 6 Jahre. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert in Höhe von EUR 800,00 werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten angesetzt. Niedrigere Ansätze werden gewählt, wenn besondere Umstände vorliegen. Bei Wegfall der Gründe für die Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen. Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Die Ermittlung der Anschaffungskosten bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Waren erfolgt anhand des Durchschnittswertverfahrens. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wurde eine Pauschalwertberichtigung auf die nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen gebildet. Die Bewertung der flüssigen Mittel erfolgt zum Nennwert. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. 2. Bilanzierung und Bewertung der Passivposten Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, welcher sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Sätze 1, 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 1,82 %. Bei der Ermittlung der Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,5 % und jährliche Rentensteigerungen von 2,0 % zugrunde gelegt. Bei Bewertung auf Grundlage eines Marktzinssatzes der vergangenen sieben Jahre (1,74 %) wäre die Rückstellung um TEUR 72 höher (Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB). Für zukünftige Aufwendungen aus der Erfüllung vertraglicher Rückbauverpflichtungen aus Mietverhältnissen werden entsprechende Rückstellungen in Höhe des jeweiligen Erfüllungsbetrages, d.h. unter Berücksichtigung der voraussichtlich im Erfüllungszeitpunkt geltenden Kostenverhältnisse, gebildet. Bei der Ermittlung der Rückstellungen werden die (jeweiligen) Restmietdauern und voraussichtlichen Preis- bzw. Kostensteigerungen zugrunde gelegt. Der Teil der Rückstellungen, welcher auf Ausgaben entfällt, die nach Ablauf des dem Abschlussstichtag folgenden Geschäftsjahres anfallen, wird mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Latente Steuern Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Der Berechnung der latenten Steuern liegen die für die jeweiligen Tochtergesellschaften maßgeblichen effektiven Steuersätze zugrunde, die sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenz ergeben werden. Zum Bilanzstichtag ergibt sich nach Saldierung der aktiven und passiven latenten Steuern (Gesamtdifferenzenbetrachtung) ein Aktivüberhang der latenten Steuern. Die Gesellschaft macht von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB Gebrauch, so dass ein Ausweis des Aktivüberhangs in der Bilanz unter dem Posten "Aktive latente Steuern" erfolgt. Die ermittelten aktiven und passiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus temporären Differenzen bei den Personal-, insbesondere den Pensionsrückstellungen. III. Erläuterungen zu Bilanzposten Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Der Anlagenspiegel ist dem Anhang als Anlage beigefügt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind ausschließlich innerhalb eines Jahres fällig. Weiterhin sind Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen (TEUR 114) in den sonstigen Vermögensgegenständen enthalten. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen ausstehende Rechnungen (TEUR 574), Urlaubsverpflichtungen (TEUR 337), Rückstellungen für Mehrarbeit (TEUR 231), Berufsgenossenschaftsbeiträge (TEUR 220) und Abbruchverpflichtungen (TEUR 179) sowie weitere Personalverpflichtungen (TEUR 187). Verbindlichkeiten Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Steuerverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 259 und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 5. Die Verbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten auf (Werte in TEUR):
IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse (nach Konsolidierung) verteilen sich wie folgt auf die Gesellschaften des LIMA-Konzerns:
Der Anteil der nicht-inländischen Umsätze bei RKI beträgt TEUR 1.155 und wurde von der RKI-Niederlassung Anzin (Frankreich) erwirtschaftet. Altersversorgung Der im Personalaufwand erfasste Aufwand für Altersversorgung beträgt TEUR 558. Finanzergebnis Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten TEUR 136 aus der Aufzinsung der langfristigen Rückstellungen. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag In den Steuern von Einkommen und vom Ertrag ist ein latenter Steuerertrag von TEUR 9 enthalten. V. Sonstige Angaben Angaben zu den Organen der Gesellschaft Die Geschäftsführer während des Geschäftsjahres waren:
Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird im Hinblick auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Anzahl der Mitarbeiter Die durchschnittliche Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer betrug im Berichtszeitraum:
Aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in folgender Höhe:
Die Miet- und Pachtverträge betreffen angemietete Räumlichkeiten und Betriebsgebäude, Büro- und Geschäftsausstattungen (Kopierer, Drucker), PKW sowie Auflieger. In allen Fällen handelt es sich um sog. Operating-Lease-Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Das vom Abschlussprüfer berechnete Gesamthonorar beträgt TEUR 58 und entfällt mit TEUR 45 auf Abschlussprüferleistungen und mit TEUR 13 auf Steuerberatungsleistungen. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres Die Tarifrunde zu den gekündigten Mantel-, Lohn- und Gehaltstarifverhandlungen konnte am 29.04.2024 durch entsprechende Tarifvereinbarungen mit der Gewerkschaft abgeschlossen werden. Die Vereinbarungen sehen insbesondere im Jahr 2024 ganz erhebliche Erhöhungen der Löhne- und Gehälter vor. So steigen die Löhne der gewerblichen Mitarbeitenden von 2023 auf 2024 um durchschnittlich 7,9 %, während die Gehälter der kaufmännischen Mitarbeitenden um 5,4 % steigen. Weitere Erhöhungen sind dann im Oktober 2025 und Oktober 2026 vereinbart worden. Die deutlichen Erhöhungen gilt es über Preisverhandlungen mit den Kunden in die Preise einfließen zu lassen. Vor dem Hintergrund der aktuell eher schwierigen finanziellen Situation vieler Unternehmen aus der Stahlbranche wird dies voraussichtlich ein schwieriges Unterfangen werden.
Duisburg, 16.08.2024 Geschäftsführung Dirk Michael Müller Jörn Schramme Konzern-Kapitalflussrechnung des Geschäftsjahres 2023LIMA GmbH, Duisburg
Konzern-EigenkapitalspiegelLIMA GmbHDuisburg
Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersAn die LIMA GmbH, Duisburg Prüfungsurteile Ich habe den Konzern-Abschluss der LIMA GmbH, Duisburg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzern-Bilanz zum 31.12.2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzern-Eigenkapitalspiegel und der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Konzern-Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Konzern-Lagebericht der LIMA GmbH, Duisburg, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Konzern-Abschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31.12.2023 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und vermittelt der beigefügte Konzern-Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzern-Lagebericht in Einklang mit dem Konzern-Abschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzern-Abschlusses und des Konzern-Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Ich habe meine Prüfung des Konzern-Abschlusses und des Konzern-Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzern-Abschlusses und des Konzern-Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von den Konzern-Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Konzern-Abschluss und zum Konzern-Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzern-Abschluss und den Konzern-Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzern-Abschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzern-Abschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzern-Abschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzern-Abschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzern-Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzern-Abschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzern-Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzern-Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzern-Abschlusses und des Konzern-Lageberichts Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzern-Abschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzern-Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzern-Abschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Konzern-Abschluss und zum Konzern-Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzern-Abschlusses und Konzern-Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.
Dinslaken, 16. August 2024 Jürgen Duis, Wirtschaftsprüfer |
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