Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 81536
Eingetragen
4.10.2001
Branche
Garten- und LandschaftsbauErbringung von sonstigen gärtnerischen DienstleistungenGroßhandel mit Blumen und Pflanzen
Gegenstand
Garten- und Landschaftsbau, Dienstleistungen für den Garten- und Landschaftsbau sowie der Handel mit Pflanzen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
David Kowalski
seit 10.10.2023
Prokura
Volker Niemann
seit 26.5.2023
Prokura
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Christian Hans-Jochen Fischer
Ohlenhoff 20, 22848 Norderstedt
193.800 €
57.00%
Justin Maximilian Fischer
Alte Dorfstr. 21, 22848 Norderstedt
146.200 €
43.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Zum Felde GmbH

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

A. Grundlagen des Unternehmens

Die Gesellschaft mit Sitz in Hamburg ist eine feste, generationsübergreifende Größe im norddeutschen Garten- und Landschaftsbau. Sie ist in Hamburg und innerhalb eines Wirkungskreises von 150 Kilometern in sämtlichen Bereichen des Garten- und Landschaftsbaus tätig und Leistungspartner von privaten, gewerblichen und öffentlichen Bauträgern. Das Unternehmen baut seine Aktivitäten kontinuierlich aus. Mit einer auf Langfristigkeit bedachten Personalplanung sowie betriebsgesteuerten Schulungs- und Ausbildungsmaßnahmen ist die Gesellschaft ein renommierter Arbeitgeber der Region.

Das Leistungsspektrum der Gesellschaft reicht von der ingenieursseitigen Planung, über die Ausführung bis hin zur fachgerechten Betreuung der Projekte. Hinter der Leistung der qualifizierten Ingenieure, Berater und Facharbeiter stehen ein moderner, unternehmenseigener Fuhr- und Maschinenpark sowie neueste Vermessungstechnik.

Das Unternehmen ist Mitglied im Fachverband sowie der Bauinnung und ist als Fachbetrieb gemäß § 19 I WHG qualifiziert. Darüber hinaus verfügt die Gesellschaft über die Präqualifizierung Bau.

B. Wirtschaftsbericht

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes aus Februar 2024 belief sich das reale Wirtschaftswachstum im Jahr 2023 insgesamt auf -0,3 % gegenüber dem Vorjahr. Nachdem es bereits im Wirtschaftsjahr 2022 infolge der hohen Inflation zu einem spürbaren Rückgang des privaten Verbrauchs kam, blieb der private Verbrauch auch im Wirtschaftsjahr 2023 einer der Schwachpunkte der Konjunktur. Die deutsche Wirtschaft war im gesamten Jahresverlauf 2023 von einer wirtschaftlichen Stagnation bei gleichzeitig hohen, wenn auch rückläufigen Inflationsraten geprägt. In der Bauwirtschaft haben zudem die deutlich verschlechterten Finanzierungsbedingungen und die stark gestiegenen Baukosten die Nachfrage nach Bauleistungen merklich gedämpft. Der Konjunkturausblick unterliegt bedeutenden Abwärtsrisiken.

Die derzeitige konjunkturelle Flaute spiegelt sich auch auf dem Arbeitsmarkt wider. Die Arbeitslosigkeit ist 2023 jahresdurchschnittlich deutlich gestiegen. Angesichts des Fachkräftemangels bleiben die Unternehmen weiterhin auf Personalsuche. Die gemeldete Nachfrage nach neuen Mitarbeitern wurde allerdings bereits ab der zweiten Jahreshälfte 2022 spürbar schwächer. Dieser Trend setzte sich 2023 fort.

Im Jahr 2023 hat der Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau ein weiteres solides Branchenwachstum verzeichnen können.

Der Gesamtumsatz der Branche stieg gegenüber dem Vorjahr, in dem die bisherige Rekordmarke von 10,04 Milliarden Euro erzielt wurde, um weitere 300 Millionen Euro (2,99 %) auf 10,34 Milliarden Euro. Die Anzahl der Unternehmen erhöhte sich um 0,88 % (Vorjahr Steigerung 1,52 %) und beträgt nunmehr 19.542 Fachbetriebe. Die Zahl der Beschäftigten stieg um 0,56 % (Vorjahr 0,5 %) auf 130.722. Die Zahl der Auszubildenden lag bei 8.066 und ist gegenüber dem Vorjahr (7.826) um 3,07 % angestiegen. Die Insolvenzquote ist gegenüber dem Vorjahr gestiegen und beläuft sich auf 0,6 % (Vorjahr 0,5 %).

Die Entwicklung bei der privaten Auftragsvergabe ist leicht rückläufig. Diese machen 57,75 % des Gesamtumsatzes der Branche aus (Vorjahr 59,16 %). Die private Nachfrage nach höherwertigen Gartenanlagen bewirkt unverändert eine geringere Abhängigkeit der Garten- und Landschaftsbaubetriebe von der Bauwirtschaft.

Bei den öffentlichen Auftraggebern war die Auftraggeberstruktur in 2023 mit 19,48 % des Gesamtumsatzes unverändert ansteigend (2022: 18,03 %).

C. Darstellung der Lage

1. Geschäftsverlauf und Geschäftsergebnis

Die Umsatzerlöse der Gesellschaft betrugen im Berichtszeitraum 33.254 TEuro. Sie haben sich im Geschäftsjahr 2023 gegenüber dem Vorjahr um 75,91 % erhöht und entfielen zu 44,1 % (Vorjahr 30,2 %) auf die Neuanlage. Dabei ist zu berücksichtigen, dass im Geschäftsjahr 2023 in erheblichem Umfang unfertige Leistungen (Bestandsminderung von 5.300 TEuro, Vorjahr Bestandserhöhung 6.858 TEuro) abgerechnet wurden. Wesentliche Veränderungen innerhalb der Umsatzbereiche der Gesellschaft haben sich im Berichtsjahr nicht ergeben.

Die in Arbeit befindlichen Aufträge sind gegenüber dem Vorjahr um -43,8 % rückläufig. Mit der Steigerung der Gesamtleistung von 8,5 % ging im Berichtsjahr eine relative Verringerung der Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren von -7,08 % gegenüber dem Vergleichszeitraum einher.

Durchschnittlich betrugen die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Leistungen 64,7 % der Gesamtleistung unter Berücksichtigung der Bestandsveränderungen an fertigen und unfertigen Erzeugnissen (Vorjahr: 64,7 %). Die Aufwendungen haben sich mithin proportional zur Gesamtleistung entwickelt.

Die Aufwendungen für Löhne und Gehälter des Unternehmens haben sich um 7,36 % erhöht (Vorjahr: 28,05 % Erhöhung). Die sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung stiegen im Berichtszeitraum um 4,11 %. Am Bilanzstichtag waren im Unternehmen 71 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr 67). Die Veränderung der Aufwendungen für Löhne und Gehälter ist in vorgenommenen Lohnanpassungen und der Veränderung der im Unternehmen beschäftigten Mitarbeiter begründet.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich um 11,9% gegenüber dem Vorjahreszeitraum verringert (Vorjahr: 37,6% Erhöhung).

Im Saldo ergibt sich ein Betriebsergebnis von 2.348,9 TEUR (Vorjahr: 1.567,6 TEUR), ein leicht verbessertes Finanzergebnis von 17,4 TEUR (Vorjahr: 11,0 TEUR) sowie Steueraufwendungen vom Einkommen und Ertrag von 728,8 TEUR (Vorjahr: 474,0 TEUR).

Das Jahresergebnis der Gesellschaft ist einerseits geprägt durch die vorstehend beschriebenen Veränderungen der Gesamtleistung sowie der hiermit einhergegangenen Veränderungen bei den Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Leistungen. Im Saldo hat sich das Jahresergebnis um 532,1 TEUR auf 1.612,3 TEUR erhöht.

2. Investitionen und finanzielle Mittel

Das Vorratsvermögen hat sich zum Vorjahr um -43,7 % verringert, der Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhte sich um 202,42 %.

Die liquiden Mittel der Gesellschaft haben sich im Geschäftsjahr um 45,4% gesteigert, bei den Lieferantenverbindlichkeiten (einschließlich erhaltener Anzahlungen) ist ein Rückgang von -38,8 % und bei den sonstigen Verbindlichkeiten eine Erhöhung von 197,1 % zu verzeichnen. Diese Veränderungen stehen insbesondere im Zusammenhang mit der Verringerung im Bereich des Vorratsvermögens und der Verringerung bei den Lieferantenverbindlichkeiten (insbesondere bei den erhaltenen Anzahlungen). Zum 31.12.2023 waren Anzahlungen in Höhe von 1.247 TEUR angefordert, jedoch noch nicht als zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds am Ende der Periode zu berücksichtigen.

Die Finanzierung des laufenden Geschäftsbetriebs erfolgte aus dem Cash-Flow. Für Investitionen in Grundstücke und Bauten wurden teilweise und im geschäftsüblichen Rahmen Finanzierungen aufgenommen. Infolgedessen war im Unternehmen zu jeder Zeit ausreichende Liquidität vorhanden.

Die Gesellschaft kommt ihren finanziellen Verpflichtungen jederzeit und pünktlich nach.

3. Entwicklung der Kennzahlen

Auch ausgewählte Kennzahlen zeigen eine signifikante Entwicklung:

31.12.2023 31.12.2022
Eigenkapital 7.384.176,76 € 5.971.925,91 €
Bilanzsumme 19.615.511,69 € 22.366.292,23 €
Eigenkapitalquote in % 37,64% 26,70%

Die Eigenkapitalquote hat sich als Folge der Verminderung der Bilanzsumme deutlich erhöht. Der Jahresüberschuss des Vorjahres wurde in Höhe von TEUR 200 ausgeschüttet.

31.12.2023 31.12.2022
Jahresüberschuss 1.612.250,85 € 1.080.133,01 €
Eigenkapital 7.384.176,76 € 5.971.925,91 €
Eigenkapitalrendite in % 21,83% 18,09%
31.12.2023 31.12.2022
Eigenkapital 7.384.176,76 € 5.971.925,91 €
Anlagevermögen 6.007.448,75 € 6.294.980,75 €
Anlagendeckung I in % 122,92% 94,87%

Aufgrund der aktuellen Ergebnisentwicklung zeigen die Rentabilitätskennziffern folgende Entwicklung auf:

31.12.2023 31.12.2022
Jahresüberschuss 1.612.250,85 € 1.080.133,01 €
Gesamtleistung 27.953.524,74 € 25.761.272,60 €
Umsatzrentabilität in % 5,77% 4,19%

Der Ergebnisentwicklung entsprechend ergeben sich folgender Aufschlagsatz sowie folgende Handelsspanne:

31.12.2023 31.12.2022
Rohgewinn 9.870.240,62 € 9.091.740,82 €
Materialaufwand / Wareneinsatz 18.083.284,12 € 16.669.531,78 €
Aufschlagsatz in % 54,58% 54,54%
31.12.2023 31.12.2022
Rohgewinn 9.870.240,62 € 9.091.740,82 €
Gesamtleistung 27.953.524,74 € 25.761.272,60 €
Handelsspanne in % 35,31% 35,29%

4. Vermögens- und Finanzlage:

Die Vermögenslage stellt sich zum 31.12.2023 im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:

Die Bilanzsumme der Gesellschaft hat sich gegenüber dem Vorjahr um 2.750 TEUR (= 12,29 %) auf 19.616 TEUR verringert. Der Anteil des langfristig gebundenen Vermögens am Gesamtvermögen hat sich vor allem aufgrund der Verringerung des Vorratsvermögens von 54 % im Vorjahr auf 35 % im Geschäftsjahr 2023 verringert.

Die Minderung des Anlagevermögens beträgt 288 TEUR. Sie resultiert aus Investitionen von 1.001 TEUR, denen Abschreibungen von 1.152 TEUR und Buchwertabgänge aus Sachanlagen von 137 TEUR gegenüberstehen.

Die Vorräte nahmen absolut um 5.299 TEUR ab. Die Vorratsintensität sank auf 35,0 %.

In den sonstigen Vermögensgegenständen wird ein Darlehen von 430 TEUR (Vorjahr 0 TEUR) und Steuererstattungsansprüche und ein Depot von 0 TEUR (Vorjahr: 776 TEUR) ausgewiesen. Der langfristige Anteil der sonstigen Vermögensgegenstände von 32 TEUR (Vorjahr 31 TEUR) dient dem späteren Ausgleich der Pensionsverpflichtungen.

Die liquiden Mittel sind deutlich von 1.845 TEUR auf 2.682 TEUR angestiegen. Die Ursachen für diese Veränderung sind bei der Darstellung der Lage unter C.2. erläutert. Ungeachtet des Zugangs der liquiden Mittel verfügt die Gesellschaft über zugesagte, aber nicht in Anspruch genommene Kreditlinien.

Im Rahmen des Finanzmanagements der Gesellschaft wird vorrangig darauf geachtet, sämtlichen Zahlungsverpflichtungen aus dem laufenden Geschäftsverkehr sowie gegenüber den finanzierenden Banken termingerecht nachzukommen. Die Verbindlichkeiten der Gesellschaft bestehen ausschließlich in Euro, sodass Währungsrisiken nicht bestehen. Swaps, Caps oder andere Finanzinstrumente werden nicht in Anspruch genommen.

Die Kapitalflussrechnung der Gesellschaft zeigt, dass der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit (1,8 Mio. EUR) im Berichtsjahr ausreichte, um den laufenden Geschäftsbetrieb zu finanzieren. Zudem war aus der Investitionstätigkeit ein Mittelabfluss in Höhe von 0,7 Mio. EUR zu verzeichnen. Aus der Finanzierungstätigkeit ergab sich ein Mittelabfluss von 0,3 Mio. EUR für gezahle Zinsen und die Tilgung von Krediten.

Die Gesellschaft verfügte darüber hinaus bereits zu Beginn des Berichtsjahres über einen hinreichenden Bestand an Finanzmittelfonds. Zudem waren am 31.12.2023 Zahlungen für am Stichtag bereits von der Gesellschaft erbrachte Leistungen angefordert.

5. Geschäfts- und Auftragsentwicklung:

Die Geschäftsleitung reagiert auf die Veränderungen der monatlichen betriebswirtschaftlichen Entwicklung umgehend durch Analyse und Festlegung entsprechender Maßnahmen. Hierbei nutzt sie die in den Jahren 2010, 2018 und 2022 gewonnenen Erkenntnisse aus der Unterstützung durch einen spezialisierten Unternehmensberater. Zwar kann sich die Gesellschaft den Auswirkungen des gesamtwirtschaftlichen Umfelds weiterhin nicht entziehen. Die Geschäftsführung erwartet jedoch - insbesondere auch vor dem Hintergrund des soliden Branchenwachstums in den Jahren 2022 und 2023 - eine dem Branchendurchschnitt entsprechende positive Umsatzentwicklung bei in Relation zum Umsatz nur geringfügig steigenden Gesamtkosten. Die Geschäftsleitung konnte - wie bereits in der Vergangenheit - die Auftragslage auf einem hohen Niveau halten und beurteilt den Verlauf der Geschäftsentwicklung als günstig. Zum Ende des abgeschlossenen Geschäftsjahres lagen Aufträge in einem Volumen vor, die die Erwartung einer positiven Geschäftsentwicklung im nachfolgenden Jahr weiterhin tragen.

D. Chancen und Risiken

Die Zum Felde GmbH ist in Hamburg und Umgebung weiterhin nahezu einzigartig in ihrer Unternehmensgröße und der sich daraus ergebenden Leistungsfähigkeit des Unternehmens. In der Form, wie das Unternehmen z. Zt. aufgestellt ist, glauben Gesellschafter und Geschäftsführer auch weiterhin, ihre Marktstellung nutzen zu können, lukrative Aufträge für das Unternehmen zu gewinnen und im Hauptgeschäftsbereich der Großaufträge erfolgreich zu sein.

Aufgrund der guten Organisation konnten auch im abgeschlossenen Geschäftsjahr, Risiken, die in Großprojekten liegen, erkannt und darauf rechtzeitig reagiert werden. Den im Personalbereich ruhenden Risiken begegnet das Unternehmen durch Kompetenz und Motivation, so konnten die wesentlich zum Erfolg des Unternehmens beitragenden Mitarbeiter gehalten werden. Die Kostenstrukturen stehen unter fortlaufender Beobachtung durch die Geschäftsleitung; Kostensteigerungen werden - soweit möglich - durch Preisanpassungen an die Auftraggeber weiterbelastet.

Den Risiken im Finanzbereich begegnet das Unternehmen - soweit möglich - durch bestmögliche Begutachtung neuer Kunden sowie durch Aufrechterhaltung der Kreditversicherung. Selbstverständlich ist die konsequente Nachverfolgung von Forderungen. Die in der Baubranche üblichen Sicherheitseinbehalte werden regelmäßig durch Bankbürgschaften ersetzt. Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass bestandsgefährdende Risiken gegenwärtig nicht zu erkennen sind.

E. Prognose

Für das Jahr 2024 wurde durch die Bundesregierung und den Sachverständigenrat (Stand: Jahresgutachten 2023 / 2024 vom 8.11.2023) ein Wachstum des deutschen BIP um 0,7% prognostiziert. Die Inflation in Deutschland ist gemessen am nationalen Verbraucherpreisindex des Jahres 2023 deutlich zurückgegangen. Die Entwicklung der Inflationsraten in 2023 lässt erwarten, dass die Inflation in 2024 nur allmählich zurückgeht und im gesamten Prognosehorizont weiterhin erhöht bleibt. Für die inländische Inflationsrate in diesem Jahr prognostiziert der Sachverständigenrat Raten von 2,6 %.

Die Geschäftsführung hatte für das Wirtschaftsjahr 2023 ein positives Geschäftsergebnis sowie eine kontinuierliche Entwicklung des Unternehmens prognostiziert. Signifikante Abweichungen zwischen der prognostizierten und der tatsächlichen Geschäftsentwicklung des Wirtschaftsjahres 2023 sind nicht eingetreten.

Der Auftragsbestand der Gesellschaft sichert die Beschäftigung für mehrere Monate. Ausgehend vom Auftragsbestand sowie unter Berücksichtigung der positiven Unternehmensentwicklung und der starken Marktstellung der Gesellschaft im Großraum Hamburg erwartet die Geschäftsführung für das Wirtschaftsjahr 2024 bei konstanten Wirtschaftsbedingungen grundsätzlich einen weiterhin stabilen Jahresüberschuss auf dem Niveau des Jahres 2022 von 1 Mio Euro und einem Betriebsergebnis von 1,6 Mio Euro. Investitionen im Geschäftsjahr 2024 werden sich ungefähr auf dem Niveau des Vorjahres bewegen und ganz überwiegend Ersatzinvestitionen umfassen. Dabei ist der Geschäftsführung bewusst, dass die Ertragschancen der Gesellschaft unverändert durch den Ukraine-Krieg und die weitere Entwicklung der Weltwirtschaft beeinflusst werden. Insoweit rechnet die Geschäftsführung weiterhin mit erhöhten Beschaffungs- und Energiekosten. Der Geschäftsführung ist ferner bewusst, dass angesichts der Inflation der Druck auf Unternehmen weiter wächst, Löhne und Gehälter zu erhöhen. Der Wegfall wesentlicher Absatzmärkte oder Sanktionen gegen wesentliche Geschäftspartner, die zu gravierenden Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit oder die Rentabilität der Gesellschaft führen könnten, sind jedoch nicht zu befürchten.

Die von der Geschäftsführung ergriffenen Maßnahmen zur Verbesserung der Unternehmensorganisation haben im Berichtsjahr weiterhin positive Effekte gezeigt.

Die Gesellschafter und die Geschäftsführung blicken unverändert positiv in die Zukunft des Unternehmens und haben aufgrund der jüngeren Erfolge die begründete Hoffnung, diese Entwicklung auch in den kommenden Wirtschaftsjahren fortsetzen zu können.

 

Hamburg, den 30. April 2024

H.-J. Fischer

J. M. Fischer

Handelsbilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 6.007.448,75 6.294.980,75
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 7.172,00 1.006,00
II. Sachanlagen 5.889.959,00 6.183.657,00
III. Finanzanlagen 110.317,75 110.317,75
B. Umlaufvermögen 13.579.372,76 16.053.602,65
I. Vorräte 6.827.954,55 12.126.457,33
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.069.037,35 2.082.347,05
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.682.380,86 1.844.798,27
C. Rechnungsabgrenzungsposten 28.690,18 17.708,83
Aktiva 19.615.511,69 22.366.292,23

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 7.384.176,76 5.971.925,91
I. Gezeichnetes Kapital 340.000,00 340.000,00
II. Kapitalrücklage 239.137,76 239.137,76
III. Gewinnrücklagen 200.000,00 200.000,00
IV. Gewinnvortrag 4.992.788,15 4.112.655,14
V. Jahresüberschuss 1.612.250,85 1.080.133,01
B. Rückstellungen 1.990.062,78 1.856.910,57
C. Verbindlichkeiten 10.241.272,15 14.537.455,75
Passiva 19.615.511,69 22.366.292,23

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 10.123.418,20 9.301.696,48
2. Personalaufwand 4.208.335,84 3.937.614,37
a) Löhne und Gehälter 3.595.531,09 3.348.979,47
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 612.804,75 588.634,90
davon für Altersversorgung 37.038,34 42.619,47
3. Abschreibungen 1.152.101,20 1.056.293,84
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.152.101,20 1.056.293,84
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.414.120,23 2.740.206,37
5. Erträge aus Beteiligungen 85.714,29 85.714,29
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 8.672,49 261,97
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 77.034,01 74.939,38
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 728.755,57 474.038,49
9. Ergebnis nach Steuern 1.637.458,13 1.104.580,29
10. sonstige Steuern 25.207,28 24.447,28
11. Jahresüberschuss 1.612.250,85 1.080.133,01

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Zum Felde GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Hamburg
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Hamburg
Register-Nr.: 81536

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der Zum Felde GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Fremdkapitalzinsen wurden bei der Bewertung nicht berücksichtigt.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von Euro 800,-- wurden im Jahre des Zugangs voll abgeschrieben.

Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und bewertet.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt.

Die unfertigen Leistungen wurden mit den Herstellungskosten, bestehend aus Material- und Personalaufwand sowie Maschinen- und Fremdleistungsaufwand, abzüglich bereits fakturierter Teil-Schlussrechnungen bewertet. Es wurden angemessene Teile der Gemeinkosten berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nennwert abzüglich erforderlicher Wertberichtigungen bilanziert.

Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nennwert angesetzt.

Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten wurden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag abgegrenzt, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Die Pensionsrückstellungen betragen Euro 702.783,46.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Im Wesentlichen bestehen die Rückstellungen aufgrund von Rechtstreitigkeiten, Gewährleistungen und Personalkosten.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Angaben zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Geschäftsjahresabschreibung

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen sind Beträge für Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen auf der Grundlage von finanzmathematischen Gutachten mit den fortgeführten Anschaffungskosten, d.h. dem Deckungskapital des Versicherungsvertrags zzgl. verzinslich angesammelter Überschussanteile, in Höhe von TEUR 32 (Vorjahr TEUR 31) erfasst. Die Restlaufzeit dieser Ansprüche liegt unverändert gegenüber dem Vorjahr über einem Jahr.

Ebenso wurden unter anderem Beträge aus Darlehensforderungen von TEUR 430 (Vorjahr TEUR 6) gegenüber der Zum Felde BID Projektgesellschaft mbH ausgewiesen.

Pensionsrückstellungen

Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren angewendet.

Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen getroffen:

Zinssatz (10-Jahresdurchschnitt zum Stichtag) 1,82 %
erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen 0,00 %
zugrunde gelegte Sterbetafel Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck

Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von Euro 7.576.

Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden

Für die Saldierung von Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten wurden folgende Werte ermittelt:

Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden Euro
Erfüllungsbetrag der Schulden 736.586,00
Anschaffungskosten der verrechneten Vermögenswerte -33.802,54
Zeitwert der verrechneten Vermögenswerte -33.802,54
verrechnete Aufwendungen -12.948,00
verrechnete Erträge 131,48

Die Bewertung des zweckgebundenen, verpfändeten und insolvenzgesicherten Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert, der den fortgeführten Anschaffungskosten entspricht.

Die Erträge aus dem Deckungsvermögen wurden mit den Zinszuführungen gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB saldiert. Der sich ergebende Saldo ist im Zinsergebnis unter dem Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" enthalten.

Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 1 Jahr und > 5 Jahre und der Sicherungsrechte

Art der Verbindlichkeit zum Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2023 TEuro kleiner 1 J.
TEuro
größer 1 J.
TEuro
davon größer 5 J.
TEuro
gegenüber Kreditinstituten 1.474,4 79,6 1.394,8 1.048,5
erhaltene Anzahlungen 6.732,8 6.732,8 0,0 0,0
aus Lieferungen und Leistungen 986,9 986,9 0,0 0,0
gegenüber verbundenen Unternehmen 14,7 14,7 0,0 0,0
gegenüber beteiligten Unternehmen 7,4 7,4 0,0 0,0
sonstige Verbindlichkeiten 1.025,1 1.025,1 0,0 0,0
Summe 10.241,3 8.846,5 1.394,8 1.048,5

Unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden Darlehen gegenüber der Hamburger Sparkasse zur Finanzierung der Kaufpreise für die Grundstücke Lademannbogen sowie Wilhelm-Stein-Weg ausgewiesen (TEuro 1.474; Vorjahr TEuro 1.551). Diese sind durch Grundschulden an den Grundstücken gesichert.

Im Vorjahr betrugen die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit größer 5 Jahren TEuro 1.139,4.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Miete für Geräte und Maschinen wird jeweils auftragsbezogen vom jeweiligen Vermieter in Rechnung gestellt.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus der Aufzinsung in Höhe von Euro 12.948,00 (Vorjahr: Euro 13.677,00).

Sonstige Angaben

Anteilsbesitz

Firma, Sitz Beteiligung Kapital
%
Eigenkapital Ergebnis 2023
Hannemann Garten- u.Landschaftsbau-Baumpflege GmbH, Hamburg 100 166.688,56 Euro -76.532,96 Euro
KPH GmbH i.L. , Hamburg 100 50.088,25Euro 1.612,37 Euro
K+E Kompost und Erden GmbH 28,57 2.289.168,28 Euro 680.209,26 Euro

Bei den Angaben der KPH GmbH i.L. und der K+E Kompost und Erden GmbH handelt es sich um die Werte des Jahres 2022.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter 37
Angestellte 20
Auszubildende 9
leitende Angestellte 2
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit (ohne Geschäftsführer und Auszubildende) 57
vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 62
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 6

Latente Steuern

Insbesondere bei den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen bestehen aufgrund einer abweichenden Bewertung Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen. Die zeitlichen Differenzen führen zu aktiven latenten Steuern. Von dem Aktivierungswahlrecht gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB hat die Gesellschaft keinen Gebrauch gemacht.

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Hans-Jochen Fischer Garten- und Landschaftsbauingenieur
Justin Maximilian Fischer Bauingenieur (FH)

Vorgänge von besonderer Bedeutung

Es sind keine Ereignisse eingetreten, die von wesentlicher Bedeutung sind und zu einer veränderten Beurteilung des Unternehmens führen könnten.

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresüberschuss soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Hamburg, 30. April 2024

gez. Hans-Jochen Fischer

gez. Justin Fischer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 29.07.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

An die Zum Felde GmbH, Hamburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Zum Felde GmbH, Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Zum Felde GmbH, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, 29. Juli 2024

WIRTSCHAFTSRAT GMBH
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