Hans Lamers Bau GmbH
An der Deutschen Welle 7, 52428 Jülich, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Tobias Ohrem seit 30.4.2026 | Prokura |
Ludger Hegger seit 20.12.2023 | Prokura |
Harald Mertens seit 28.11.2023 | Geschäftsführer |
Wolfgang Fassbinder seit 23.9.2021 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 95.00% |
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Schüssler Familienstiftung | 5.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Hans Lamers Bau GmbHJülichJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde durch Gesellschafterbeschluss vom 23.07.2024 festgestellt. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang zum 31. Dezember 2023der Hans Lamers Bau GmbHJülichInhaltsverzeichnis I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden IV. Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3. Aktive latente Steuern 4. Rückstellungen 5. Verbindlichkeiten 6. Haftungsverhältnisse V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung VI. Sonstige Pflichtangaben I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen (§ 264 Abs. 1a HGB) Die Hans Lamers Bau GmbH hat ihren Sitz in Jülich. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Düren unter HR B 8848 eingetragen. II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses (§§ 242 ff. HGB) Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. d § 267 Abs. 2 HGB. Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz erfolgt entsprechend den Gliederungsvorschriften für Kapitalgesellschaften gemäß § 266 Abs. 2 und 3 HGB. Entsprechend § 265 Abs. 5 und 6 HGB wurden sowohl die Bezeichnung als auch die Gliederung von Posten den Besonderheiten der Geschäftstätigkeit der Bauunternehmung angepasst. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde wie im Vorjahr das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB angewendet. III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (§ 284 Abs. 2 Nr. 1, Nr. 4 HGB) Die entgeltlich erworbenen Immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten bewertet und linear abgeschrieben (bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von bis zu zehn Jahren). Die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungskosten einschließlich der Anschaffungsnebenkosten oder Herstellungskosten bewertet, vermindert um planmäßige Abschreibungen. Die planmäßigen Abschreibungen des Sachanlagevermögens erfolgen wahlweise nach der linearen oder degressiven Methode. Selbstständig nutzungsfähige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von über EUR 250 bis EUR 1.000 werden in einem Sammelposten aktiviert und pauschaliert über 5 Jahre abgeschrieben. Für genormtes Rüst- und Schalmaterial bestehen Festwerte. Innerhalb der Finanzanlagen sind die Anteile an verbundenen Unternehmen sowie die Beteiligungen zu Anschaffungskosten bewertet. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren Marktpreisen. Anschaffungspreisminderungen wie Skonti und Rabatte werden berücksichtigt. Die teilfertigen Bauten wurden zu Herstellungskosten (Einzelkosten, angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit durch die Fertigung veranlasst, § 255 Abs. 2 S. 2 HGB) bewertet. Das Niederstwertprinzip (§ 253 Abs. 4 S. 1, 2 HGB) aus der Sicht des Beschaffungsmarktes und der Grundsatz der verlustfreien Bewertung (§ 253 Abs. 4 S. 2 HGB) aus der Sicht des Absatzmarktes werden beachtet. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Der Ansatz der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt grundsätzlich zum Nennwert. Strittige Forderungen oder Forderungen, deren Bezahlung zweifelhaft ist, wurden bis zu 100 % einzelwertberichtigt. Zur Berücksichtigung aller nicht im Einzelnen bekannten Risiken des Forderungsausfalles, des Zinsverlustes, für Skontoabzüge und für Mahnkosten wurde eine Pauschalwertberichtigung mit 1 % des nicht einzelwertberichtigten Netto-Forderungsbestandes gebildet. Der Kassenbestand sowie die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt. Die Rechnungsabgrenzungsposten betreffen im Berichtsjahr ausschließlich Ausgaben i. S. v. § 250 Abs. 1 HGB. Aufgrund der Unterschiede zwischen handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen ergaben sich im Berichtsjahr aktive latente Steuern. Die Gesellschaft hat von ihrem Wahlrecht nach § 274 HGB Gebrauch gemacht und auf den Ausweis nicht verzichtet. Bei der Bewertung von Rückstellungen werden erwartete Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und Verpflichtungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 Abs. 2 HGB). Die Preis- und Kostensteigerungen orientieren sich an der Teuerungsrate und wurden über die jeweilige Laufzeit der Rückstellung berücksichtigt. Im Zinsergebnis werden ausschließlich die auf das Geschäftsjahr entfallenden Zinsanteile aus der Aufzinsung von Rückstellungen ausgewiesen, Erträge und Aufwendungen aufgrund Änderungen des Rechnungszinses werden in den Sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. im Personalaufwand oder in den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst (§ 277 Abs. 5 HGB). Pensionsrückstellungen (§ 285 Nr. 24 HGB) Bei den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck angewandt. Die Bewertung wurde auf Basis des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes unter Verwendung der "Projected-Unit-Credit-Methode" durchgeführt. Der Rückstellungsbetrag ist unter Einbeziehung von Trendannahmen hinsichtlich der zukünftigen Gehalts- und Rentendynamik ermittelt worden. Für die Pensionsverpflichtungen wurde ein Rechnungszinssatz von 1,82 % p. a., eine Gehaltsdynamik von 1 % p. a., eine Rentendynamik von 1 % p. a. und eine Fluktuation von 0,0 % p. a. angenommen. Zum 31. Dezember 2023 wurde von dem Wahlrecht gem. § 253 Abs. 2 S. 1 HGB n. F. i. V. m. Art. 75 Abs. 6 und 7 EGHGB (Art. 7 und 8 des Gesetzes zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinien) insofern Gebrauch gemacht, als die Rückstellung für Altersversorgungsverpflichtungen mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz (1,82 %), der sich aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren ergibt, abgezinst wurde. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren (1,74 %) beträgt EUR 2.218. Nach § 253 Abs. 5 HGB besteht eine Ausschüttungssperre in Höhe dieses Unterschiedsbetrages (EUR 2.218). Anwendung Übergangsvorschriften nach BilMoG (Art. 67 Abs. 1 S. 4, Abs. 2 EGHGB) Durch die Umstellung der Bewertung der Pensionsrückstellungen nach BilMoG ergab sich ein zusätzlicher einmaliger Rückstellungsbetrag in Höhe von TEUR 168. Wir haben von der Übergangsregelung des Art. 67 Abs. 1 EGHGB Gebrauch gemacht. Demnach wird dieser Zuführungsbetrag jährlich mit 1/15 den Pensionsrückstellungen zugeführt (EUR 11.233,00). Die Unterdeckung der Pensionsrückstellung zum Abschlussstichtag beträgt TEUR 11. Die Sonstigen Rückstellungen wurden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung gebildet. Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. IV. Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Gliederung und Entwicklung des Anlagevermögens sind aus dem Anlagenspiegel ersichtlich (Anlage1). Anteilsbesitz (§ 285 Nr. 11 HGB)
2. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände Forderungen mit Restlaufzeit über 1 Jahr (§ 268 Abs. 4 S. 1 HGB) Alle im Jahresabschluss ausgewiesenen Forderungen haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. 3. Aktive latente Steuern
4. Rückstellungen Sonstige Rückstellungen (§ 285 Nr. 12 HGB) Die Sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
5. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus dem Verbindlichkeitenspiegel (Anlage 2). Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (§ 265 Abs. 3 HGB i. V. m. § 264c Abs. 1 HGB) Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von insgesamt EUR 3.994.440,06 betreffen:
6. Haftungsverhältnisse (§ 268 Abs. 7, § 285 Nr. 27 HGB) Die Gesellschaft hat branchenübliche Gewährleistungsbürgschaften für Bauleistungen, Vertragserfüllungsbürgschaften und Vorauszahlungsbürgschaften abgegeben. Die Summe dieser Bürgschaften beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 8.461,9. Eine Inanspruchnahme hieraus wird auf Basis der Erfahrungen der Vergangenheit für unwahrscheinlich erachtet. V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Für die Gewinn- und Verlustrechnung kam wie im Vorjahr das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB zur Anwendung. VI. Sonstige Pflichtangaben Anzahl der Arbeitnehmer (§ 285 Nr. 7 HGB) Angabe der beschäftigten Arbeitnehmer im Jahresdurchschnitt (ohne Auszubildende)
Geschäftsführer waren im Berichtszeitraum: Mitglieder der Geschäftsführung
Mitglieder des Beirats
Gesamtbezüge der Organe (§ 285 Nr. 9a) HGB) Bzgl. der Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wurde die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen. Die Bezüge der Beiratsmitglieder belaufen sich im Jahr 2023 auf insgesamt 27.497,84 Euro. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag (§ 285 Nr. 33 HGB) Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach Schluss des Geschäftsjahres nicht aufgetreten. Gewinnverwendungsvorschlag (§ 285 Nr. 34 HGB)Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 von € 6.339.471,91 auf neue Rechnung vorzutragen.
Jülich, den 17. Juni 2024 gez. Dipl.-Ing. Moritz Jansen, Geschäftsführer gez. Dipl.-Ing Harald Mertens, Geschäftsführer Anlagenspiegel(§ 284 Abs. 3 HGB)
Verbindlichkeitenspiegel
Lagebericht zum Geschäftsjahr 2023A. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Als mittelständische Bauunternehmung stehen wir für die klassischen Werte eines Familienunternehmens, das über ein fundiertes Know-how, hoch qualifizierte Mitarbeiter sowie einen modernen Gerätepark verfügt. Wir sind überwiegend im Großraum Aachen, Bonn, Köln und Düsseldorf tätig. Zu unserem Tätigkeitsfeld gehören unter anderem der schlüsselfertige Industrie- und Hochbau, der Verwaltungs- und Wohnungsbau, der Ingenieurbau, der Tiefbau sowie die Sanierung und das Bauen im Bestand. 2. Forschung und Entwicklung Schwerpunkt unserer Entwicklungstätigkeit ist die ständige Optimierung unserer Arbeitsprozesse mit dem Ziel, die Effektivität und die Qualität unserer Arbeit zu verbessern. 2023 haben wir die Implementierung eines modellbasierten Kalkulationsverfahrens nach der BIM- Methode weiter ausgebaut. Forschung wird von uns nicht betrieben. B. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Stieg das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2022 noch um 1,8 % so lag es in Jahr 2023, laut Statistischem Bundesamt, um 0,3 Prozent unter dem Wert von 2022. Hauptursachen hierfür waren der nach wie vor noch währende Krieg in der Ukraine und das im Jahr 2023 stark gestiegene Zinsniveau. Die Baunachfrage erfuhr im Jahr 2023 ebenfalls eine weitere negative Entwicklung. So sank die Anzahl der Baugenehmigungen für Wohn- und Nichtwohngebäude in Nordrhein-Westfalen (Anzahl der Gebäude Neu- und Umbau) um 22,3 % gegenüber 2022. Die Anzahl der genehmigten Wohnungen in Neu- und Umbauten sank in Nordrhein-Westfalen um 26,2 %. (Quelle: Statistisches Bundesamt). 2. Darstellung des Geschäftsverlaufs Der Jahresüberschuss 2023 beträgt 6.340 TEUR und liegt 92 TEUR unter dem Ergebnis des Vorjahres (6.432 TEUR VJ). Hierbei sank das Rohergebnis um 1.622 TEUR auf 22.882 TEUR (24.504 TEUR VJ). Das Betriebsergebnis sank um 1.980 TEUR auf 7.831 TEUR. Die Gesamtleistung sank im Berichtsjahr um 10.822 TEUR auf 49.603 TEUR. Die Personalkosten in Höhe von 12.181 TEUR sind im Vergleich zum Vorjahr (11.800 TEUR) um 3,23 % gestiegen. Dies beruht im Wesentlichen auf Tariferhöhungen und Neueinstellungen. Bezogen auf die Gesamtleistung ist die Personalaufwandsquote von 19,5 % im Geschäftsjahr 2022 auf 24,6 % im Jahr 2023 gestiegen. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen bewegen sich mit 1.344 TEUR um 11 TEUR unter dem Niveau des Vorjahres (2022: 1.333 TEUR). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (1.476 TEUR) sind im Vergleich zum Vorjahr (1.516 TEUR VJ) um 40 TEUR gesunken. Das Finanzergebnis verbesserte sich um 1.281 TEUR auf 1.073 TEUR. Dies ist auf die um 1.250 TEUR gestiegenen Erträge aus Beteiligungen, den um 221 TEUR höheren Zins-Erträgen sowie auf den um 190 TEUR gestiegenen Zinsen und ähnlichen Aufwendungen zurückzuführen. Die Ertragsteuern sind um 607 TEUR auf 2.564 TEUR gesunken (VJ 3.171 TEUR). Dies beruht auf einem um 283 TEUR niedrigeren Gewerbesteueraufwand, einem um 32 TEUR niedrigeren Aufwand aus latenten Steuern sowie dem um 292 TEUR niedrigeren Aufwand für Körperschaftssteuer. Der Personalbestand (ohne Geschäftsführer) ist in den ersten Monaten 2024 leicht gestiegen und beträgt aktuell 134 Mitarbeiter (17 Kaufleute, 28 Ingenieure und Techniker, 77 gewerbliche Arbeitnehmer sowie 12 Poliere und Schachtmeister). Zusätzlich bilden wir 11 junge Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in den Berufen Betonbauern, Maurern, Kanalbauern und Industriekaufleuten aus. 3. Darstellung, Analyse und Beurteilung der Lage der Gesellschaft a) Ertragslage Die aus der Gewinn- und Verlustrechnung abgeleitete Gegenüberstellung der Erfolgsrechnungen der beiden Geschäftsjahre 2023 und 2022 zeigt folgendes Bild der Ertragslage und ihrer Veränderungen:
* über 100 v.H. oder ohne Aussagewert
Zur Analyse der Ergebnisentwicklung und der Ergebniskomponenten wird auf Punkt B.2 dieses Lageberichtes verwiesen. Im Lagebericht 2022 sind wir von einer Gesamtbauleistung einschließlich anteiliger Leistung in Arbeitsgemeinschaften von 65 Mio. Euro für das Jahr 2023 ausgegangen mit einem erwarteten Jahresergebnis unter dem Niveau der Vorjahre. Die Gesamtbauleistung einschl. anteiliger Leistung in Arbeitsgemeinschaften lag 2023 um 8,2 Mio. Euro über unserer Annahme. Der Jahresüberschuss 2023 lag, wie im Lagebericht 2022 erwartet, unter dem Vorjahresergebnis (-92 TEUR). b) Finanzlage Aus der laufenden Geschäftstätigkeit konnte ein positiver Cashflow von 10.796 TEUR erzielt werden. Bei der Investitionstätigkeit ist - im Wesentlichen aufgrund der nennenswerten Zugänge im Bereich der Sachanlagen sowie der erhaltenen Dividenden - ein Cashflow von negativ 2.167 TEUR zu verzeichnen. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beläuft sich im Berichtsjahr auf negativ 3.404 TEUR. Insgesamt hat dies zu einer Erhöhung des Finanzmittelfonds von 5.225 TEUR geführt, so dass der Finanzmittelfonds am Ende des Berichtsjahres einen Bestand von 24.609 TEUR ausweist. Das Working Capital liegt mit 18.245 TEUR um 887 TEUR über dem Vorjahreswert (17.358 TEUR VJ). Die Finanzlage weist eine Überdeckung des Umlaufvermögens über die kurzfristigen Verbindlichkeiten auf, so dass die Bezahlung der kurzfristigen Verbindlichkeiten bei Fälligkeit jederzeit gegeben ist. Der Liquiditätsgrad 1 ist von 120,5 auf 154,1 gestiegen. Im Jahr 2023 wurde die betriebsnotwendige Liquidität ausschließlich aus eigenen Mitteln sichergestellt. Auch im laufenden Geschäftsjahr 2024 ist die betriebsnotwendige Liquidität unseres Unternehmens mit eigenen Mitteln gesichert. Der Durchschnittswert der liquiden Mittel betrug in den ersten 4 Monaten 22.627 TEUR. Daher kann jederzeit auf frei verfügbare Mittel aus Fest- und Tagesgeld zurückgegriffen werden. Rechnungen der Lieferanten und Nachunternehmer werden, wenn vereinbart, mit Skonto bezahlt bzw. in Einzelfällen durch bürgschaftsbesicherte Vorauszahlungen beglichen. c) Vermögenslage
Das Eigenkapital liegt mit 24.276 TEUR um 6.340 TEUR über dem Vorjahreswert (17.936 TEUR). Die Eigenkapitalquote stieg gegenüber dem Vorjahr um 11,1 % auf 54,3 % (VJ 43,2 %). In der Gesamtbetrachtung der Gesellschafterfinanzierung aus Eigenkapital und Nachrang-Darlehen ergibt sich eine Quote von 63,2 %. Die Bilanzsumme liegt mit 44.727 TEUR um 3.187 TEUR über dem Vorjahr (41.540 TEUR). Dies beruht im Wesentlichen auf der Erhöhung des Eigenkapitals sowie der Reduzierung des kurzfristigen Fremdkapitals. Die Investitionen in den Neubau unseres Betriebssitzes sowie in herkömmliche Bau-, Betriebs- und Sachanlagen lagen im Geschäftsjahr 2023 mit 3.776 TEUR um 217 TEUR niedriger als im Jahr 2022. Für das laufende Geschäftsjahr sind Investitionen in Höhe von 11.400 TEUR geplant. Davon wurden in den ersten vier Monaten 2.465 TEUR realisiert. 4. Finanzielle Leistungsindikatoren Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt der Fokus der Gesellschaft auf:
5. Gesamtaussage Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir als gut ein. Unsere Umsatz- und Ergebnisentwicklung sind erfreulich. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen und Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen. In der Regel konnten wir im Berichtsjahr bei Liefer- und Nachunternehmerverbindlichkeiten durch kurzfristige Zahlungen Skontoabzüge realisieren. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die Rückstellungen sind durch liquide Mittel und das Warenlager gedeckt. C. Prognosebericht Im letzten Quartal 2023 verlief die Geschäftsentwicklung unter dem Niveau der Vorjahre. Der Anstieg der Zinsen sowie der zusätzliche Anstieg der Baukosten haben zu einem deutlichen Rückgang der Baunachfrage und damit verbunden zu einem Rückgang unserer Bauleistung in den ersten vier Monaten gegenüber dem Berichtsjahr geführt. Vor diesem Hintergrund rechnen wir für 2024 mit einer Gesamtbauleistung einschl. anteiliger Leistung in Arbeitsgemeinschaften von TEUR 60.000. Durch den nicht zu prognostizierenden Abrechnungsstand der Projekte zum Jahresende 2024 ist eine konkretere Leistungsprognose schwer zu treffen. Auch für 2024 wird ein positives Ergebnis prognostiziert, allerdings auf einem niedrigeren Niveau als in den letzten Jahren. Für unsere Tochtergesellschaften erwarten wir für 2024 positive Ergebnisse auf Vorjahresniveau. Insgesamt erwarten wir eine positive Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. D. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht Im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit wird das Unternehmen mit unterschiedlichen Risiken konfrontiert, die den langfristigen Erfolg des Unternehmens gefährden können. Entsprechend ist es notwendig, diese Risiken zu identifizieren, zu analysieren und durch geeignete Steuerungsmaßnahmen zu beseitigen oder zu begrenzen. Die Geschäfts-, die Haftungs-, und die Lieferantenrisiken zählen zu den wesentlichen Risiken der unternehmerischen Tätigkeit. Auf der Erlösseite wird das Geschäftsrisiko durch die Absatzentwicklung unter Berücksichtigung des konjunkturellen Umfeldes sowie durch das wettbewerbsintensive Auftreten von anderen Mitbewerbern geprägt. Dieses Risiko wird auf der Ausgabenseite durch Störungen im Bauablauf sowie durch Materialpreiserhöhungen bestimmt. Die vorgenannten Risiken werden durch ein enges Controlling und eine flexible Preisgestaltung minimiert. Die positive Erweiterung des Geschäfts führt zu einer Erhöhung des Zahlungsausfallrisikos. Durch verstärkte Bonitätsprüfung, ein straffes Mahnwesen, eine Verkürzung der Zahlungsfristen sowie ggfls. Forderung von Zahlungsbürgschaften wird diesen Risiken begegnet. Darüber hinaus werden die Haftungsrisiken durch laufende Überprüfungen und Weiterentwicklungen unserer Prozesse im Hinblick auf unser Qualitäts- und Umweltmanagement- System optimiert (nach DIN EN ISO 9001 und 14001). Ein weiteres Risiko liegt im Bereich der Lieferanten/ Nachunternehmer. Die Baubranche muss zurzeit damit umgehen, dass Baustoffe nicht nur teurer werden, sondern auch Lieferengpässe bestehen. Die Gründe hierfür liegen z. B. an unterbrochenen oder gestörten Lieferketten, internationalen Logistikproblemen sowie dem Ausfall mehrerer Werke in der Produktion aufgrund des Krieges in der Ukraine. Dies führt zu einer allgemeinen Verknappung der Ressourcen auf den Märkten. Unsere Lieferanten kündigen Lieferstopps oder -reduzierungen an oder behalten sich kurzfristige Preisanpassungen vor. Die Bauunternehmen können dieser Verknappung und Verteuerung der Warenströme nicht ausweichen. Es ist davon auszugehen, dass aufgrund der Lieferengpässe Verzögerungen in der Bauabwicklung entstehen werden und wir mit unseren Vertragspartnern regeln müssen, wie wir mit den empfindlichen Preissteigerungen umgehen wollen. Der systematische und wirksame Arbeitsschutz wird über ein zertifiziertes Arbeitsschutz- Management-System sichergestellt. Inwieweit der Krieg in der Ukraine im weiteren Verlauf des Jahres 2024 zu deutlichen Störungen des Betriebsablaufes und einem damit verbundenen Gewinnrückgang führt, kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht bewertet werden. Im Hinblick auf die aufgezeigten Risiken und vor dem Hintergrund der finanziellen Stabilität der Gesellschaft sind zurzeit für das Unternehmen weder bestandsgefährdende noch entwicklungsbeeinträchtigende Tatsachen erkennbar. Für 2024 bewerten wir die Risiken im Baufach, mit Ausnahme der Auswirkungen des Ukraine-Krieges, als überschaubar und beherrschbar. 2. Chancenbericht Die Auftragslage hat sich in den ersten vier Monaten dieses Jahres durch den Eingang eines Großauftrages gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessert. Der Auftragsbestand per 30.04.2024 liegt mit 118.740 TEUR um 34.185 TEUR über dem Stand vom 30.04.2023. Mit dem Auftragsbestand ist ein durchschnittlicher Umsatz für ca. 28 Monaten gesichert. Die Bauleistung lag in den ersten vier Monaten 2024 rund 6.700 TEUR unter der Vergleichsleistung des Vorjahres. Die eingesetzten Steuerungs- und Kontrollinstrumente ermöglichen es uns, eventuelle Fehlentwicklungen frühzeitig zu erkennen.
Jülich, den 17. Juni 2024 gez. Dipl.-Ing. Moritz Jansen, Geschäftsführer gez. Dipl.-Ing. Harald Mertens, Geschäftsführer BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Hans Lamers Bau GmbH, Jülich Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Hans Lamers Bau GmbH, Jülich, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Hans Lamers Bau GmbH, Jülich, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Beirats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Beirat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft, zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, 17. Juni 2024 wbw
holup KG
Boris Holup, Wirtschaftsprüfer Caroline Meier, Wirtschaftsprüferin |
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