Stammdaten

Register
Amtsgericht Köln HRB 81659
Eingetragen
23.6.2014
Branche
FondsmanagementManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenAlle anderen Finanzdienstleistungen a. n. g.
Gegenstand
Verwaltung fremden und eigenen Vermögens, insbesondere die Anlagevermittlung, die Anlageberatung, die Abschlussvermittlung, die Finanzportfolioverwaltung

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Raphael Toussaint
seit 26.6.2017
Vorstandsmitglied
Manfred Dr. Schweren
seit 23.6.2014
Vorstandsmitglied
Peter Kugel
seit 23.6.2014
Vorstandsmitglied

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

PRIVALOR AG

Pulheim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

BILANZ zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro Euro
1. Barreserve
a) Kassenbestand 87,20 156,06
2. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 255.739,04 292.921,71
3. Forderungen an Kunden 805.567,72 178.404,56
4. Sachanlagen 13.715,60 19.115,48
5. Sonstige Vermögensgegenstände 1.312,49 26.956,00
1.076.422,05 517.553,81

PASSIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro Euro
1. Sonstige Verbindlichkeiten 357.983,89 55.842,65
2. Rückstellungen
a) Steuerrückstellungen 57.739,00 0,00
b) sonstige Rückstellungen 9.600,00 9.600,00
67.339,00 9.600,00
3. Eigenkapital
a) Eingefordetes Kapital
gezeichnetes Kapital 51.000,00 51.000,00
b) Kapitalrücklage 70.500,00 70.500,00
c) Bilanzgewinn 529.599,16 330.611,16
1.076.422,05 517.553,81

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro Euro
1. Zinserträge aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 691,39 3,58
2. Provisionserträge 1.126.217,74 436.353,10
3. Provisionsaufwendungen 169.440,59 956.777,15 102.310,21
4. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 543.515,36 327.307,16
ab) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 47.856,30 591.371,66 33.629,54
b) andere Verwaltungsaufwendungen 101.642,79 117.065,81
693.014,45 478.002,51
5. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 5.399,88 6.642,30
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 500,00 1.000,00
7. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 258.554,21 -151.598,34
8. Steuern vom Einkommen und Ertrag 59.566,21 -22.805,65
9. Jahresüberschuss 198.988,00 -128.792,69
10. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 330.611,16 459.403,85
11. Bilanzgewinn 529.599,16 330.611,16

ANHANG

I. Angaben zur Form der Darstellung und zur Gliederung

Die PRIVALOR AG mit dem Sitz in Pulheim, eingetragen beim Amtsgerichts Köln unter der Nummer HRB 81659, ist ein Wertpapierinstitut i.S.d. § 2 Abs. 1 WpIG und hat gem. § 340 Abs. 4a HGB die Vorschriften zur Rechnungslegung von Kreditinstituten anzuwenden. Unabhängig von Größe und Rechtsform haben Rechnungslegung und Jahresabschluss den Vorschriften für große Kapitalgesellschaften zu entsprechen. Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), des Aktiengesetzes (AktG), des Wertpapierinstitutsgesetzes (WpIG) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute, Finanzdienstleistungsinstitute und Wertpapierinstitute (RechKredV) aufgestellt.

Die Bilanz ist in Kontoform aufgestellt worden. Die in Formblatt 1 der RechKredV bezeichneten Posten sind gesondert und in der vorgeschriebenen Reihenfolge ausgewiesen. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt worden, die in Formblatt 3 der RechKredV bezeichneten Posten sind gesondert und in der vorgeschriebenen Reihenfolge ausgewiesen.

Abweichungen in der Form der Darstellung oder in der Gliederung sind nicht vorgekommen. Änderungen gegenüber dem Vorjahr hat es nicht gegeben.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie

Angaben und Erläuterungen zu den Posten des Jahresabschlusses

1. Grundsätze

Bilanzierung und Bewertung erfolgten gem. §§ 242 ff., 264 ff. HGB sowie 340 ff. HGB i.V.m. Abschnitt 2 bis 4 RechKredV. Abweichungen von den Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften sind nicht vorgekommen. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden haben gegenüber dem Vorjahr keine Änderungen erfahren. Auf fremde Währung lautende Posten sind nicht enthalten.

2. Bargeldbestände und Forderungen

Der Bargeldbestand (Kassenbestand), Forderungen an Kreditinstitute sowie an Kunden sind mit ihrem Nennbetrag angesetzt worden. Forderungsverluste sind im Geschäftsjahr 2023 nicht eingetreten. Einzelwertberichtigungen waren nicht vorzunehmen, da zum Bilanzstichtag keine erkennbaren Ausfallrisiken bestanden. Pauschalwertberichtigungen wurden ebenfalls nicht vorgenommen, da auch ein allgemeines Ausfallrisiko nicht besteht.

3. Sachanlagen

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens wurden gem. § 253 Abs. 1 HGB mit ihren Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Anschaffungskosten wurden gem. § 255 Abs. 1 HGB ermittelt. Planmäßige Abschreibungen erfolgten gem. § 253 Abs.3 HGB linear und zeitanteilig nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer.

Im Geschäftsjahr angeschaffte geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800 wurden in voller Höhe abgeschrieben. Das Anlagevermögen wird in einem Anlagenverzeichnis geführt.

4. Sonstige Vermögensgegenstände und Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nennbetrag angesetzt worden.

5. Sonstige Verbindlichkeiten und Rückstellungen

Die sonstigen Verbindlichkeiten sind gem. § 253 Abs. 1 HGB mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt worden.

Rückstellungen wurden gem. § 249 Abs. 1 Satz 1 HGB gebildet. Der Wertansatz erfolgte gem. § 253 Abs. 1 in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages zur Abdeckung der erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

6. Eigenkapital

Das Eigenkapital wurde zum Nennbetrag bilanziert und setzt sich aus dem satzungsmäßigen Grundkapital, der Kapitalrücklage sowie dem Bilanzgewinn zusammen.

7. Gewinn- und Verlustrechnung

Da die PRIVALOR AG keine sich erheblich voneinander unterscheidenden Tätigkeitsbereiche betreibt und alle Umsätze in Deutschland erzielt werden, war keine Aufgliederung der Umsätze nach Tätigkeitsbereichen oder geographisch bestimmten Märkten vorzunehmen.

Außerordentliche oder periodenfremde Erträge oder Aufwendungen von wesentlichem Umfang sind im Geschäftsjahr nicht angefallen. Künftige Belastungen aus solchen Positionen ergeben sich nicht.

III. Fristengliederung gem. § 9 RechKredV

Die Fristengliederung nach § 9 RechKredV ergibt sich für die in der Bilanz ausgewiesenen Posten wie folgt:

Gesamtbetrag
täglich fällig
EUR EUR
Forderungen an Kreditinst. 255.739 255.739
Forderungen an Kunden 805.568 0
Sonst.Vermögensgegenst. 1.312 0
Sonst. Verbindlichkeiten -357.984 0
Rückstellungen -67.339 0
Summe 637.296 255.739
davon mit einer Restlaufzeit
bis 3 Monate über 3 Monate bis zu 1 Jahr 1 bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre
EUR EUR EUR EUR
Forderungen an Kreditinst. 0 0 0 0
Forderungen an Kunden 805.568 0 0 0
Sonst.Vermögensgegenst. 0 1.312 0 0
Sonst. Verbindlichkeiten -357.984 0 0 0
Rückstellungen 0 -67.339 0 0
Summe 447.584 -66.027 0 0

IV. Vorschlag über die Verwendung des Bilanzgewinns

Der Bilanzgewinn zum 31.12.2023 ermittelt sich wie folgt:

EUR
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 330.611
Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 198.988
Bilanzgewinn vor Verwendung 529.599

Gem. § 170 Abs. 2 AktG legt der Vorstand folgenden Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns vor:

EUR
1. Verteilung an die Aktionäre 0
2. Einstellung in Gewinnrücklage 0
3. Vortrag auf neue Rechnung 529.599
4. Bilanzgewinn nach Verwendung 529.599

V. Sonstige Pflichtangaben

1. Grundkapital und Aktien

Das Grundkapital beträgt EUR 51.000 und ist eingeteilt in 51.000 Stück auf den Namen lautende, vinkulierte, nennbetragslose Stammaktien. Alle Aktien haben die gleichen Gewinnbezugs- und Stimmrechte. Vorzugsaktien oder Genussrechte wurden nicht ausgegeben. Genehmigtes Kapital ist in der Satzung nicht enthalten.

2. Vorstand

Vorstand sind zum 31.12.2023:

 

Dr. Manfred Schweren, Diplom-Kaufmann

 

Peter Kugel, Diplom-Kaufmann (FH)

 

Raphael Toussaint, Bankfachwirt

Auf die Angabe der Bezüge des Vorstands wird unter Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Vorschüsse und Kredite an den Vorstand wurden nicht gewährt. Haftungsverhältnisse zugunsten des Vorstands wurden nicht eingegangen. Bezugsrechte oder sonstige aktienbasierte Vergütungen wurden nicht ausgegeben.

3. Aufsichtsrat

Dem Aufsichtsrat gehören zum 31.12.2023 unverändert an:

 

Leonhard Jander, Steuerberater, Aufsichtsratsvorsitzender

 

Manuel Schramm, Finanzberater, Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender

 

Prof. Dr. Thomas Dobbelstein, Marktforscher

Die Bezüge des Aufsichtsrats betrugen für das Geschäftsjahr 2023 insgesamt EUR 500. Vorschüsse und Kredite an Aufsichtsratsmitglieder wurden nicht gewährt. Haftungsverhältnisse zugunsten von Aufsichtsratsmitgliedern wurden nicht eingegangen. Bezugsrechte oder sonstige aktienbasierte Vergütungen wurden nicht ausgegeben.

4. Personal

Die Gesellschaft beschäftigte zum 31.12.2023 neben den 3 Vorstandsmitgliedern 8 Mitarbeiter (inkl. Teilzeitkräfte).

5. Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen

Die Gesellschaft hält zum 31.12.2023 keine Anteile an verbundenen Unternehmen und keine Beteiligungen an anderen Unternehmen, insbesondere keine Beteiligungen an großen Kapitalgesellschaften, die 5% der Stimmrechte überschreiten. Vorstand und Mitarbeiter nehmen keine Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsratsgremien großer Kapitalgesellschaften wahr und halten keine Beteiligungen an großen Kapitalgesellschaften, die 5% der Stimmrechte überschreiten.

6. Honorar des Abschlussprüfers

Das von der Abschlussprüferin für das Geschäftsjahr 2023 berechnete Gesamthonorar beträgt EUR 9.600 und entfällt i.H.v. EUR 6.300 auf die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes sowie i.H.v. EUR 3.300 auf die Prüfung nach § 89 WpHG.

7. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach dem Schluss des Geschäftsjahres 2023 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die sich auf die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft wesentlich auswirken.

 

Pulheim, 4. März 2024

Dr. Manfred Schweren, Vorstand

Peter Kugel, Vorstand

Raphael Toussaint, Vorstand

Lagebericht

1. Wirtschaftsbericht

1.1 Geschäftsverlauf und Geschäftsergebnis

1.1.1 Ergebnisentwicklung

Die PRIVALOR AG hat im Geschäftsjahr 2023 Erträge i.H.v. EUR 1.126.909 (Vorjahr: EUR 436.357) erzielt. Diesen standen Aufwendungen i.H.v. EUR 927.921 (Vorjahr: EUR 565.150) gegenüber. Daraus ergab sich ein Jahresüberschuss i.H.v. EUR 198.988 (Vorjahr Jahresfehlbetrag: EUR -128.793).

Das Geschäftsjahr 2023 verlief sowohl bezüglich der Börsenentwicklung als auch der Geschäftsentwicklung sehr zufriedenstellend. Die Aktienmärkte bewegten sich nahezu während des gesamtes Kalenderjahres 2023 mit wenigen kleineren Korrekturen stetig aufwärts. Gründe hierfür waren insbesondere die Kursphantasie aus neuen Geschäftsmöglichkeiten im Bereich Künstliche Intelligenz und die Erwartung von Zinssenkungen durch die Notenbanken. Daher konnte in allen verwalteten Kundendepots eine positive Wertentwicklung erzielt werden. Die dynamischen Mandate mit performanceabhängigem Honorarmodell haben überproportional zu dem sehr guten Jahresergebnis beigetragen.

Die Liquiditätslage des Unternehmens war während des gesamten Geschäftsjahres stabil, unter anderem auch wegen der ausreichenden Liquiditätsvorsorge aus den Vorjahren, in denen die Gewinne nicht ausgeschüttet, sondern in folgende Geschäftsjahre vorgetragen wurden. Eine externe Stärkung der Eigenmittel wurde daher nicht notwendig.

Die bestehenden Kundenbeziehungen konnten weiter gefestigt und ausgebaut werden. Darüber hinaus wurden die Kundenanzahl und das verwaltete Volumen weiter gesteigert. Insgesamt verlief das Geschäftsjahr sehr zufriedenstellend.

1.1.2 Ergebniskomponenten

Die PRIVALOR AG hat als Kerngeschäftsfeld die Finanzportfolioverwaltung definiert. Hieraus resultieren die gesamten Provisionserträge i.H.v. EUR 1.126.218 (Vorjahr: EUR 436.353). Damit ergeben sich folgende Ergebniskomponenten:

Provisionserträge 31.12.2023 Vorjahr Veränderung
EUR EUR EUR
Provisionserträge
Honorare von Kunden 994.386 389.791 604.595
Verwaltungsvergütungen 131.832 46.562 85.270
Zinserträge 691 4 687
1.126.909 436.357 690.552

1.1.3 Liquidität

Zur Sicherstellung der benötigten Liquidität stehen neben dem vollständig eingezahlten Grundkapital i.H.v. EUR 51.000 (Vorjahr: EUR 51.000) Kapitalrücklagen i.H.v. EUR 70.500 (Vorjahr: EUR 70.500) zur Verfügung. Die Gesellschaft unterliegt als beaufsichtigtes Wertpapierinstitut den Vorschriften der "Investment Firm Regulation" (IFR), die Mindestvorgaben zur angemessenen Eigenmittel- und Liquiditätsausstattung definiert.

Nennenswerte Liquiditätsabflüsse über die gewöhnlichen Verwaltungsaufwendungen hinaus gab es im Jahr 2023 nicht. Sämtliche zum 31.12.2023 ausgewiesenen Forderungen und Verbindlichkeiten wurden in den ersten Monaten des Jahres 2024 beglichen. Die liquiden Mittel sind auf den Geschäftskonten der Gesellschaft täglich verfügbar.

1.1.4 Kapitalausstattung

Das Eigenkapital der Gesellschaft beläuft sich zum Bilanzstichtag auf EUR 651.099 (Vorjahr: EUR 452.111) und setzt sich zusammen aus dem Grundkapital i.H.v. EUR 51.000 (Vorjahr: EUR 51.000), den Kapitalrücklagen i.H.v. 70.500 (Vorjahr: EUR 70.500) sowie dem Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2023 i.H.v. EUR 529.599 (Vorjahr: EUR 330.611).

1.1.5 Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Zu den nicht finanziellen Leistungsindikatoren gehören die kontinuierliche Verbesserung der Qualifikation des Vorstandes und der Portfoliomanager sowie die hohe Qualität der Vermögensberatung und -verwaltung.

Durch das hohe persönliche und zeitliche Engagement des Vorstandes und der Mitarbeiter konnte den vermögenden Privatkunden nachhaltig eine ausgezeichnete Betreuung geboten werden. Dies spiegelt sich darin wider, dass erneut kein nennenswerter Kundenabgang zu verzeichnen war und das gesamte unter Management stehende Kundenvermögen wiederum gesteigert werden konnte. Dieses Qualitätsniveau soll auch in den folgenden Jahren zum Standard gehören und fortlaufend verbessert werden. Kundenbeschwerden sind nicht vorgekommen.

1.2 Lage zum Bilanzstichtag

Die Provisionserträge der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr 2023 wegen der guten Entwicklung der Aktienmärkte sehr zufriedenstellend. Die Ergebniskomponenten resultierten nahezu ausschließlich aus dem Kerngeschäft (Finanzportfolioverwaltung). Die Erträge aus Honoraren haben das Vorjahr deutlich übertroffen. Es wird angestrebt, dass die Honorarerträge in 2024 ebenfalls in ausreichender Höhe erwirtschaftet werden können. Eine Stabilisierung der Erträge und des guten Jahresergebnisses auf dem Niveau des Jahres 2023 wird sehr herausfordernd sein. Die Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft stellt sich auch wegen der wiederholten Thesaurierung des Jahresüberschusses sehr stabil dar.

2. Prognosebericht

2.1 Voraussichtliche Entwicklung der Ertragslage

Die Ertragslage für das Jahr 2024 ist erneut schwierig zu prognostizieren. Belastend sein können der Kriegsverlauf in der Ukraine und die Lage in Israel. Dagegen scheinen andere Belastungen nachzulassen. Der durch die Notenbanken verursachte Zinsanstieg hat wahrscheinlich seinen Höhepunkt erreicht und könnte ab Mitte des Jahres in vorsichtige Zinssenkungen umschlagen. Die Inflation in den Industriestaaten ist bereits deutlich auf dem Rückzug und bewegt sich auf das von den Notenbanken ausgegebene Ziel zu.

Diese Erwartungen haben insbesondere den Aktienmärkten in den ersten Wochen des Jahres 2024 weitere Allzeithochs beschert. Es häufen sich die Prognosen der Analysten für einen positiven Jahresverlauf an den Börsen.

Mit dieser Zuversicht gehen wir davon aus, dass die performanceabhängigen Honorare im Jahr 2024 wieder einen spürbaren Ertragsbestandteil bilden werden und die Gewinn- und Verlustrechnung mit einem Jahresüberschuss schließen wird.

2.2 Voraussichtliche Entwicklung der Vermögenslage

Die vorhandene Liquidität wird weiterhin auf den Geschäftskonten der Gesellschaft täglich verfügbar bleiben. Investitionen von nennenswertem Ausmaß sind nicht vorgesehen. Die Vermögenslage wird sich voraussichtlich gegenüber dem Niveau des Jahres 2023 nochmals verbessern. Die Eigenkapitalausstattung würde durch die Zuführung weiterer Finanzmittel seitens der Aktionäre gestärkt werden, sofern dies erforderlich sein sollte. Eine Notwendigkeit zur weiteren Stärkung der Eigenkapitalbasis ist jedoch aus aktueller Sicht nicht gegeben.

2.3 Voraussichtliche Entwicklung der Finanzlage

Abflüsse liquider Mittel, die nicht aus Zuflüssen gedeckt werden können, sind nach den derzeitigen Planungen nicht zu erwarten. Liquide Mittel stehen in komfortablem Umfang zur Verfügung. Zuflüsse werden zunächst vollständig in der Gesellschaft thesauriert, sodass von einer zumindest stabil bleibenden Finanzlage auszugehen ist. Eine zusätzliche Außenfinanzierung durch die Aktionäre ist derzeit nicht erforderlich und nicht geplant.

2.4 Zusammenfassende Prognose

Eine zusammenfassende Prognose für das Jahr 2024 unterliegt den bereits genannten Unwägbarkeiten, insbesondere der weiteren Entwicklung der kriegerischen Auseinandersetzungen und den daraus folgenden Reaktionen der Finanzmärkte. Es werden anhaltend starke Bemühungen zur Festigung der Kundenbasis und Gewinnung von Neukunden unternommen. Das Wachstum des betreuten Kundenvermögens ist ein wesentlicher Zielparameter.

Wir sind insgesamt zuversichtlich, im Jahr 2024 ein nochmals positives und damit zufriedenstellendes Ergebnis erreichen zu können. Daher gehen wir von einer weiterhin stabilen Vermögens-, Finanz- und Ertragslage aus.

Chancen sehen wir in der Fortführung unserer bisherigen Aktivitäten, wie der aktiven Akquise von Neukunden, Imagepflege und qualitativ hochwertigen Arbeit im Interesse unserer Kunden. Diese Faktoren werden sich unseres Erachtens weiterhin positiv auf unser Geschäftsmodell auswirken.

3. Risikobericht

3.1 Risiken aus Markt- und Umfeldbedingungen

Risiken ergeben sich insbesondere aus den genannten globalen Konflikten. Die Entwicklung der Finanzmärkte und die daraus folgenden Auswirkungen auf die Finanzdienstleistungsbranche stellen sich als herausfordernd dar. Folgende Risiken sind benennbar:

Risiko des Rückgangs an betreutem Kundenvermögen durch Kursverluste, daraus folgender Unzufriedenheit der Kunden mit dem Risiko von Kundenabgängen und sinkenden Neuzugängen

Risiko der Verunsicherung und des Vertrauensverlustes bei Kunden mit der Folge von Kundenabgängen und weniger Neukunden, Veränderungen im Anlegerverhalten und vorsichtigeren Anlageentscheidungen sowie höherem Aufwand zur Erhaltung des Kundenvertrauens

Risiko der weiteren Reglementierung des Finanzdienstleistungssektors und damit des wachsenden Verwaltungsaufwands zur Erfüllung der gesetzlichen Verpflichtungen

Risiko von Kostensteigerungen durch höhere Anforderungen an Qualität der Beratung, Umfang der Aufklärung, Produkt- und Strategieauswahl, Intensität der Überwachung

Risiko des Margendrucks auf die Verwaltungshonorare durch neue Marktteilnehmer mit innovativen Geschäftsmodellen.

Diesen Risiken kann nur durch ständige Anpassung und Flexibilität der Geschäftsstrategie, durch Verbreiterung der Geschäftsbereiche sowie durch Ausweichen auf alternative Strategien und Produkte begegnet werden. Soweit dies kurzfristig zu Lasten der Ertragsfähigkeit geht, ist die langfristige Wirkung abzuwägen.

3.2 Risikomanagementziele und -methoden

Risikomanagement und Controlling erfolgen, indem das betriebswirtschaftliche Ergebnis und die liquiden Mittel permanent überwacht und die Auswertungen in regelmäßigen Sitzungen der Geschäftsleitung (auch unter Beteiligung des Aufsichtsrates) besprochen werden. Aus dem betreuten Depotbestand können die zu erwartenden volumenbasierten Einnahmen relativ genau prognostiziert und den bekannten Ausgaben gegenübergestellt werden. Bei Unterdeckung können aufgrund der hohen Entscheidungsflexibilität sofort Maßnahmen eingeleitet werden. Wegen des weiterhin komfortablen bilanziellen Sicherheitspolsters verharren die Risiken für den Bestand der Gesellschaft auf dem niedrigen Niveau des Vorjahres.

 

Pulheim, 4. März 2024

Dr. Manfred Schweren,Vorstand

Peter Kugel, Vorstand

Raphael Toussaint, Vorstand

Wiedergabe des Bestätigungsvermerks

Ich habe dem Jahresabschluss und dem Lagebericht der PRIVALOR AG, Pulheim, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 in den diesem Bericht als Anlagen 1 und 2 beigefügten Fassungen folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt:

"BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die

PRIVALOR AG

Venloer Straße 538a, 50259 Pulheim

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der PRIVALOR AG, Pulheim, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der PRIVALOR AG, Pulheim, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter

https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/hgb-ja-non-pie

eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil meines Bestätigungsvermerks."

Den vorstehenden Bericht über die Prüfung des Jahresabschlusses sowie des Lageberichts für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 der PRIVALOR AG, Pulheim, habe ich in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Berichterstattung bei Abschlussprüfungen erstattet.

 

Frankfurt am Main, 14.Mai 2024

gez. Petra Mosebach, Wirtschaftsprüferin

Bericht des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat nahm im Geschäftsjahr 2023 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahr und überwachte die Führung der Geschäfte durch den Vorstand der Gesellschaft. Der Vorstand berichtete dem Aufsichtsrat fortlaufend über die Lage und Entwicklung der Gesellschaft, über die beabsichtigte Geschäftspolitik, wichtige Personalentscheidungen sowie grundsätzliche Fragen der Unternehmensplanung, - strategie und der Geschäftsführung. Wesentliche Einzelheiten, insbesondere die für die Ertragslage des Finanzdienstleisters entscheidende Entwicklung am Kapitalmarkt wurden in den Sitzungen des Aufsichtsrates erörtert.

Die Mitglieder des Aufsichtsrates halten zur Vorlage an die Hauptversammlung fest:

Wir haben den Jahresabschluss der PRIVALOR AG zum 31.12.2023 geprüft, ebenso den Vorschlag des Vorstandes zur Verwendung des Jahresergebnisses. Unrichtigkeiten und Verstöße gegen gesetzliche Vorschriften oder Tatsachen, die den Bestand der PRIVALOR AG gefährden oder ihre Entwicklung wesentlich beeinträchtigen können oder schwerwiegende Verstöße des gesetzlichen Vertreters gegen Gesetz und Satzung erkennen lassen, haben wir nicht festgestellt. Nach unserer pflichtgemäß durchgeführten Prüfung sind wir der Auffassung, dass der Jahresabschluss der PRIVALOR AG zum 31.12.2023 insgesamt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung und Bilanzierung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

Dem Vorschlag des Vorstandes, den Bilanzgewinn per 31.12.2023 i.H.v. EUR 529.599,16 auf neue Rechnung vorzutragen und keine Dividende auszuschütten, stimmen wir zu.

 

Pulheim, den 26.06.2024

Leonhard Jander, Vorsitzender des Aufsichtsrates

Beschluss über die Ergebnisverwendung

Die Hauptversammlung der PRIVALOR AG, Pulheim, hat am 26.06.2024 entschieden, den Bilanzgewinn zum 31.12.2023 i.H.v. EUR 529.599,16 auf neue Rechnung vorzutragen. Es wird keine Dividende ausgeschüttet.

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