Becker Umweltdienste GmbH

Sandstraße 116, 09114 Chemnitz, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Chemnitz HRB 2290
Eingetragen
26.4.1991
Branche
Friedhöfe und KrematorienBeseitigung von anderen Umweltverschmutzungen und sonstige Tätigkeiten in der AbfallbewirtschaftungAllgemeine Gebäudereinigung
Gegenstand
Durchführung von Umweltdiensten jeglicher Art, insbesondere Entsorgung der Städte und Gemeinden sowie Industriebetriebe von Haus- und Industriemüll, Asche und anderen Abfällen sowie Abfallverwertung; Straßenreinigung und Durchführung des Straßenwinterdienstes; Kanalinspektion, Kanalreinigung und Kanalsanierung; Durchführung von Bestattungen aller Art; alle damit im Zusammenhang stehenden notwendigen Tätigkeiten sowie weitere Geschäftsoperationen, die direkt oder indirekt der Gesellschaft förderlich sind

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Andrea Heinig
seit 16.4.2026
Prokura
Nancy Halbing
seit 11.7.2024
Prokura
Felix Jens Wagner
seit 14.12.2021
Geschäftsführer
Ronny Jurischka
seit 7.1.2021
Geschäftsführer
Knut Kobstädt
seit 22.4.2015
Prokura
Thomas Jakob Becker
seit 15.4.2013
Geschäftsführer
Gerold Münster
seit 5.10.2012
Geschäftsführer
Erik Backmann
seit 24.7.2012
Prokura
Annemarie Becker
seit 4.11.2003
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.000.000 €
100.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Becker Umweltdienste GmbH

Chemnitz

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

I. Grundlagen und Geschäftsmodell des Unternehmens

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen

2. Geschäftsverlauf

a) Ertragslage

b) Finanzlage

c) Vermögenslage

3. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

4. Gesamtaussage

III. Chancen- und Risikobericht

IV. Prognosebericht

I. Grundlagen und Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Becker Umweltdienste GmbH kann mittlerweile auf eine mehr als drei Jahrzehnte andauernde erfolgreiche Firmenhistorie zurückblicken und erweist sich für ihre Kunden seit vielen Jahren als leistungsstarker und verlässlicher Partner. Aufgrund einer kontinuierlichen Weiterentwicklung agiert die Gesellschaft mittlerweile als zweitgrößte operative Einheit der Jakob Becker Gruppe. Dabei verfügt sie über hervorragende infrastrukturelle Voraussetzungen, so dass sie ihren Kunden vornehmlich in den Bundesländern Sachsen und Thüringen individuelle maßgeschneiderte Entsorgungskonzepte anbieten kann. Ein stetig erweitertes, breit angelegtes Dienstleistungsspektrum in den Bereichen Industrie, Gewerbe, Kommunen und Privathaushalte umfasst im Wesentlichen:

Haus- und Gewerbeabfallentsorgung

Abfallentsorgung im Zusammenhang mit den Dualen Systemen

Sonderabfallentsorgung

Kanaldienstleistungen

Industrieabfallentsorgung und Altlastensanierung

Abbruchdienstleistungen

Bauschuttrecycling

Winterdienst- und Straßenreinigung

Park- und Grünanlagenpflege

Havariedienstleistungen

Industrieservice

Während die operativen Tätigkeiten zur Erbringung der unterschiedlichsten Entsorgungsdienstleistungen sowie diverse Verwaltungsleistungen in den einzelnen Niederlassungen der Becker Umweltdienste GmbH dezentral abgewickelt werden, hat man aus Effizienzgründen zentrale betriebliche Funktionsbereiche wie strategisches Management, Controlling, Finanzen, Finanzbuchhaltung, Einkauf, IT, Qualitätsmanagement sowie Recht und Versicherung in die geschäftsleitende Holding der Jakob Becker Gruppe ausgelagert. Neben dem Hauptsitz der Gesellschaft in Chemnitz bestehen noch weitere Betriebsstätten in Langenau, Freiberg, Limbach-Oberfrohna, Leipzig, Reichenbach/O.L., Dresden, Freital, Sebnitz, Großräschen, Schleiz, Mittweida, Burgstädt, Lichtenstein/Sa. und Neukieritzsch. Die bereits im Jahr 2021 übernommenen Standorte in Mittweida und Burgstädt (Niederlassung Mittweida) sowie der zum 01. Januar 2022 erworbene Standort in Lichtenstein/Sa. konnten mittlerweile erfolgreich in die Jakob Becker Gruppe integriert und zudem in die Zertifizierungen nach der Entsorgungsfachbetriebeverordnung (EfbV) und dem integrierten Managementsystem (Umweltmanagement, Arbeitsschutzmanagement und Energiemanagement) aufgenommen werden. Nach Abschluss dieses Prozesses liegt bei den genannten Niederlassungen fortan der Fokus auf einer zielgerichteten Geschäftserweiterung. Im Bereich des zum Ende 2021 neu angemieteten Standortes in Neukieritzsch konnte im Jahr 2023 hingegen noch kein vollständiger Geschäftsbetrieb aufgenommen werden. Grund hierfür sind die geplanten und noch andauernden Beräumungen von Altablagerungen an diesem Standort. Die bereits im Jahr 2022 begonnenen Umbaumaßnahmen der dort befindlichen Anlage für die Aufbereitung von Ersatzbrennstoffstoffen wurde nunmehr abgeschlossen, so dass seit Ende 2023 im Probebetrieb Ersatzbrennstoff (EBS) vorrangig für die Zementindustrie hergestellt wird. Somit sollte einem planmäßigen Regelbetrieb für Mitte 2024 nichts mehr entgegen stehen.

Nach der Kündigung des Mietvertrages am Standort Freiberg (Frauensteiner Straße) hat die Becker Umweltdienste GmbH bereits im Jahr 2022 ein neues Grundstück erworben, eine Baugenehmigung erwirkt, die entsprechenden Bauleistungen ausgeschrieben und zeitnah beauftragt. Die Bauarbeiten für den neuen Standort in Bobritzsch-Hilbersdorf wurden planmäßig im August 2024 abgeschlossen, so dass der Umzug der Niederlassung Freiberg noch im selben Monat stattfinden konnte. Am Standort Freital (Zöllmener Straße) wurde zudem ein vorhabenbezogener Bebauungsplan zur Standorterweiterung beantragt, welcher im zweiten Quartal 2024 vom Stadtrat in Freital mit positivem Beschluss verabschiedet wurde.

Eine funktionale Ausgliederung klar abgegrenzter Tätigkeitsbereiche in kleinere operative Tochtergesellschaften hat sich für die Muttergesellschaft Becker Umweltdienste GmbH bereits seit vielen Jahren bewährt. Im Rahmen einer prozessorientierten Ausrichtung erfolgt dabei eine zielgerichtete Bündelung von speziellem Know-how bei den jeweiligen fachspezifisch eingesetzten Mitarbeitern. Dadurch kann den wachsenden Qualitätsanforderungen in den unterschiedlichen Segmenten adäquat begegnet werden. Am Standort Chemnitz beschäftigen sich beispielsweise die Becker & SDR GmbH mit Akten- und Datenträgervernichtung und die BEC Becker Elektrorecycling Chemnitz GmbH mit Elektronikschrottrecycling. Die letztgenannte Gesellschaft betreibt neben dem Hauptstandort in Chemnitz am Standort in Halle/Saale eine Erstbehandlungsanlage für Elektronikschrott sowie den bereits im Jahr 2022 im Zuge eines Asset-Deals von der LAREC Lampen Recycling Gesellschaft mbH übernommenen Standort in Brand-Erbisdorf.

In Limbach-Oberfrohna konzentriert die MIREG Mitteldeutsche Recycling GmbH ihre Tätigkeiten auf Behälter- und Pressenreparaturen inklusive Wartungen sowie den Spezialbehälterbau. Die in Freital ansässige Bestattungshaus am Sachsenplatz GmbH unterstützt hingegen ihre Kunden umfassend zum Themenkreis Trauer und Sterbefälle. Alle vier genannten Tochtergesellschaften sind über Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträge an die Becker Umweltdienste GmbH angebunden.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im Jahr 2023 mussten die Unternehmen wiederum unter schwierigen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen agieren. Trotz einer langsamen Erholung von den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie und den massiven Preissteigerungen im Bereich der Energiekosten infolge des von Russland geführten Angriffskrieges gegen die Ukraine sorgten neue Herausforderungen wie die Eskalation bestehender bzw. neuer Kriege für weitere Unsicherheiten. Geopolitische Ereignisse wie der neu entfachte Konflikt im Nahen Osten, der andauernde Krieg in der Ukraine sowie die bestehenden Spannungen zwischen den USA und China belasteten die Entwicklung der Weltwirtschaft und können zu neuen Energiekrisen und verstärkter Fluchtmigration führen. Zudem bremsten hohe Inflationsraten und ein signifikanter Anstieg der Zinsen die Wachstumsdynamik der weltweiten Konjunktur entsprechend ein.

Aus der Gemeinschaftsdiagnose der führenden deutschen Wirtschaftsinstitute vom März 2024 geht hervor, dass der Anstieg des weltweiten Bruttoinlandsprodukts im Berichtsjahr 2,7% betrug und damit leicht unter dem Niveau des Vorjahres lag. Auf nationaler Ebene bescheinigen die Experten der führenden Wirtschaftsforschungsinstitute der deutschen Wirtschaft eine schwache Entwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr und bezeichnen diese im internationalen Vergleich sogar als angeschlagen. Dies belegen auch die Daten des Statistischen Bundesamts mit einem um 0,2% unter dem Vorjahreswert liegenden preisbereinigten Bruttoinlandsprodukt (BIP). Ein höheres Zinsniveau innerhalb eines inflationären Umfelds entfaltete dabei auch im Inland negative Wirkungen auf die Investitionstätigkeit und das Konsumverhalten der Bürger. Eine spürbare Eintrübung der Baukonjunktur und eine geringere Nachfrage nach Bauleistungen in Deutschland lassen sich auf gestiegene Materialkosten und unterbrochene Lieferketten zurückführen.

Die Situation auf dem deutschen Arbeitsmarkt war im Verlauf des Jahres 2023 von einer zunehmenden Arbeitskräfteknappheit geprägt. Dies wird sich aufgrund des demografischen Wandels in Deutschland in den kommenden Jahren noch spürbar verschärfen. Längst herrscht eine große Diskrepanz zwischen dem Bedarf der Unternehmen an qualifizierten Mitarbeitern und dem Angebot auf dem Arbeitsmarkt, was auch der Verschiebung des Verhältnisses von Erwerbstätigen zu Ruheständlern geschuldet ist. Dabei fehlen nicht nur qualifizierte Fachkräfte sondern zunehmend auch Arbeitskräfte aller Qualifikationsstufen. Die Suche nach Mitarbeitern mit adäquaten Fähigkeiten und Kenntnissen stellt die Unternehmen bereits seit geraumer Zeit vor größere Herausforderungen. Neben einer schwächelnden Konjunktur wirkten sich auch erhöhte Krankenstände entsprechend negativ auf den Arbeitsmarkt aus. Insgesamt weist die Gemeinschaftsdiagnose der führenden deutschen Wirtschaftsinstitute die Anzahl der Erwerbstätigen im Inland mit 45,9 Mio. aus. Die Entwicklung am Arbeitsmarkt führte im Vorjahresvergleich zu einer leicht erhöhten Arbeitslosenquote in Höhe von 5,6%.

In den kommenden Jahren stehen die Unternehmen der Entsorgungsbranche bezüglich der Themen Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Ökologie vor weiteren großen Herausforderungen. Da Klimaneutralität und Kreislaufwirtschaft bereits seit vielen Jahren auf der Agenda der Marktteilnehmer in der Branche stehen, gilt es mit aller Kraft den erforderlichen Umbau der Wirtschaft diesbezüglich aktiv mitzugestalten. Dabei sehen sie die systemische Einführung der Circular Economy in allen Bereichen als eine große Chance, um das Klima und die Umwelt nachhaltig zu schonen. Mit dem Aktionsplan für die Kreislaufwirtschaft als fundamentaler Bestandteil des sogenannten europäischen Green Deals sind neben den Unternehmen selbst auch die Behörden und die Verbraucher gleichermaßen gefordert ihren Beitrag zur Erreichung der ambitionierten Ziele zu leisten.

Dabei soll eine Vielzahl an Maßnahmenpaketen das übergeordnete Ziel eines klimaneutralen Europas bis zum Jahr 2050 sicherstellen. Insbesondere die Reduzierung der Netto-Treibhausgasemissionen, die dauerhafte Entkoppelung des Wirtschaftswachstums von der Ressourcennutzung, der Schutz der Menschen vor umweltbedingten Risiken sowie die Wiederherstellung der Biodiversität müssen in diesem Kontext mit aller Kraft vorangetrieben werden. Die Kreislaufwirtschaft kann einen entscheidenden Beitrag zur Erreichung nachhaltiger Wirtschaftsstrukturen leisten. In diesem Kontext ist jedoch auch die Politik gefordert, zeitnah verlässliche Rahmenbedingungen mit praxistauglichen Lösungen zu schaffen. Nur so können die vorhandenen Standortdefizite des rohstoffarmen Industriestandortes Deutschland entsprechend gemindert werden.

Die Abfallwirtschaft und das Abfallrecht haben sich in den letzten Jahren mit einer Vielzahl an gesetzlichen Änderungen zu einer immer komplexer werdenden Materie entwickelt, was die Unternehmen der Entsorgungsbranche bei der Umsetzung der zum Teil komplexen juristischen Sachverhalte zunehmend fordert. Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr hat es eine Reihe von Änderungen im Abfallrecht gegeben. So wurde unter anderem die EU-Abfallrahmenrichtlinie (EU) 2018/851 mit neuen Zielen für die Kreislaufwirtschaft in der Europäischen Union, wie beispielsweise die Reduktion der Abfallmenge um 55% bis zum Jahr 2035, in Kraft gesetzt. Weitere neue gesetzliche Änderungen sind durch Anpassungen im Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) sowie Novellierungen im Elektrogesetz (ElektroG), Batteriegesetz (BattG) und Verpackungsgesetz (VerpackG2) in Kraft getreten. Daneben gibt es aus der neuen Einwegkunststoffverbotsverordnung (EWKVerbotsV), der Mantelverordnung (MantelV) und der Technischen Anleitung zur Reinhaltung der Luft (TA Luft) zahlreiche Auswirkungen auf die Praxis der Abfallwirtschaft.

Hinzu kamen neue gesetzliche Anforderungen und entsprechende Berichtspflichten im Rahmen des Inkrafttretens des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes (LkSG) ab 01. Januar 2023 und des Hinweisgeberschutzgesetzes (HinSchG) am 02. Juli 2023 sowie die Ausweitung der Mautpflicht zum 01. Dezember 2023. All diese und noch weitere nicht genannte neue Anforderungen stellen bei einer zeitnahen, ordnungsgemäßen Umsetzung enorme Herausforderungen und auch erhebliche Kosten für die Unternehmen und hierbei insbesondere für die mittelständischen Marktteilnehmer dar.

2. Geschäftsverlauf

Nach dem Krisenjahr 2022 mit den Folgen des Ukraine-Krieges, der damit verbundenen Energiekrise und den anhaltenden Auswirkungen der COVID-19-Pandemie war das Berichtsjahr von einer sich abzeichnenden rezessiven Stimmung geprägt. Insbesondere industrielle Kunden, aber auch Kleingewerbetreibende und die Branchen Gastronomie, Hotellerie und Eventmanagement waren von Konsumzurückhaltung, fehlenden Arbeits- und Fachkräften und weiteren Preissteigerungen belastet. Dadurch reduzierte sich auch die Nachfrage nach Entsorgungsdienstleistungen entsprechend.

Die Becker Umweltdienste GmbH blickt auf ein herausforderndes Geschäftsjahr zurück, in dem die Gesellschaft nicht an die Rekordbetriebsleistung des Jahres 2022 (TEUR 107.291) anknüpfen konnte. Dennoch lag man im Berichtsjahr mit einer ausgewiesenen Betriebsleistung in Höhe von TEUR 102.583 über der im Planansatz etwas schwächer erwarteten Betriebsleistung in Höhe von TEUR 100.032. Innerhalb des operativen Betätigungsfeldes der Becker Umweltdienste GmbH verzeichnete man aufgrund der rezessiven Stimmung vor allem im Containerdienst rückläufige Umsätze. Im Bereich der Kommunalentsorgung dämpfte vor allem die Konsumzurückhaltung der privaten Haushalte, so dass auch in diesem Segment geringere Entleerungszahlen beobachtbar waren. Umsatzzuwächse ließen sich hingegen in der haushaltsnahen Entsorgung innerhalb des Dualen Systemgeschäftes und im Segment Sonderabfall verzeichnen.

Wie in den Vorjahren hat die Becker Umweltdienste GmbH mehrere Notifizierungsverfahren für die grenzüberschreitende Verbringung von gemischten Siedlungsabfällen nach Tschechien durchgeführt. Auftretende Abnahmeschwierigkeiten in den dortigen Anlagen erschwerten jedoch die operative Abwicklung in diesem Bereich nicht unerheblich. Hinsichtlich einer zielgerichteten Absteuerung der vorhandenen Abfallfraktionen erwies sich neben vertraglich gebundenen Kontingenten ein zwischen den Teilkonzernen Becker Umweltdienste GmbH und Becker + Armbrust GmbH etabliertes Stoffstrommanagement als organisatorisch sinnvoll. Im abgelaufenen Geschäftsjahr war insgesamt wiederum ein Rückgang der Abfallmengen bei der Becker Umweltdienste GmbH zu verzeichnen. Sowohl bei den Holzabfällen als auch auf dem Altpapiermarkt ließ sich zudem aufgrund rückläufiger Nachfrage eine deflationäre Preisentwicklung beobachten.

Die Geschäftsführung der Becker Umweltdienste GmbH setzt seit vielen Jahren auf ein zentrales Ausschreibungsmanagement. Damit wird sichergestellt, dass bei einer weiter zunehmenden Frequenz von Ausschreibungen der öffentlichen Hand und privater Unternehmen weder das Risiko besteht, keine fristgerechte Angebotsabgabe zu gewährleisten, noch den sich stetig verschärfenden Bedingungen in Form verschiedenster Nachweise der fachlichen und finanziellen Leistungsfähigkeit nicht gerecht werden zu können. Für die weitere Optimierung der Kern- und Unterstützungsprozesse setzt die Gesellschaft auf die Entwicklung und den Ausbau der zertifizierten betrieblichen Managementsysteme (Umweltmanagementsystem - UMS nach DIN EN ISO 14001; Energiemanagementsystem - EMS nach DIN EN ISO 50001; Arbeitsschutzmanagementsystem - AMS mit Begutachtung durch die Berufsgenossenschaft Verkehr).

Im Sinne einer nachhaltigen Anlagenbetreibung setzt die Gesellschaft in den Sonderabfallzwischenlägern an den Standorten in Chemnitz und Reichenbach bereits jetzt auf die Eigenerzeugung von Energie über entsprechend installierte Photovoltaikanlagen. Die erfolgreiche Inbetriebnahme einer weiteren Anlage am Standort in Schleiz sowie die erfolgte Erweiterung der vorhandenen Anlage am Standort der Tochtergesellschaft Becker & SDR GmbH sorgen für eine verminderte Abhängigkeit von externen Energielieferanten. Insgesamt legen eine Vielzahl interner und externer Audits sowie eine konsequente Erledigung erforderlicher Korrekturmaßnahmen den Grundstein für eine stetige Qualitätsverbesserung im Bereich des Energiemanagements.

Die am Bilanzstichtag über Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträge an die Becker Umweltdienste GmbH angebundenen Tochtergesellschaften Becker & SDR GmbH, BEC Becker Elektrorecycling Chemnitz GmbH, Bestattungshaus am Sachsenplatz GmbH und MIREG Mitteldeutsche Recycling GmbH erwirtschafteten insgesamt gegenüber dem Vorjahr einen um TEUR 569 verminderten Ergebnisbeitrag für die Muttergesellschaft in Höhe von TEUR 1.016.

Am 31. Dezember 2023 waren in der Gesellschaft 766 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 732 Mitarbeiter), davon 521 gewerbliche Arbeitnehmer, 202 Angestellte sowie 43 Auszubildende. Die Situation auf dem Arbeitsmarkt verschärft sich zunehmend und zwingt die Unternehmen die Personalarbeit verstärkt in den Fokus zu rücken. Ein sich spürbar verschärfender Arbeits- und Fachkräftemangel erschwert die Suche nach qualifizierten und leistungsfähigen Mitarbeitern auch in der Entsorgungsbranche erheblich. Der Schwerpunkt liegt bereits heute aber auch künftig auf einer zeitnahen Rekrutierung von geeignetem Personal, um letztendlich die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens aufrecht zu erhalten. Trotz einer rezessiven Konjunkturentwicklung zeichnet sich derzeit keine Entspannung am Arbeitsmarkt ab. Die fortschreitende Verrentung der sogenannten Generation Baby-Boomer kann demografisch nicht mehr allein aus dem deutschen Arbeitsmarkt gedeckt werden. Allerdings sorgen Sprach- und Qualifikationshürden immer noch dafür, dass der Zugriff auf Migranten am Arbeitsmarkt keine wirksamen Kompensationseffekte erlaubt. Für die zeitnahe Rekrutierung von qualifizierten und leistungsfähigen Mitarbeitern setzt die Becker Umweltdienste GmbH auf eigene Ausbildung, schnelle Bewerbungsprozesse, tarifliche Lösungen und eine hohe Präsenz bei den Fachkräftemessen. Eine weiter fortschreitende Digitalisierung im Rahmen des Bewerbermanagementsystems soll die Arbeit der Personalabteilung künftig entsprechend erleichtern.

a) Ertragslage

Den nachfolgenden Ausführungen über die Ertragslage der Gesellschaft liegt die Gewinn- und Verlustrechnung gemäß § 275 HGB unter Anwendung des Gesamtkostenverfahrens zugrunde. Eine Reduzierung der Betriebsleistung um TEUR 4.708 auf TEUR 102.583 verbunden mit einem um TEUR 6.627 deutlich verminderten Materialaufwand in Höhe von TEUR 48.306 führte im abgelaufenen Geschäftsjahr zu einem im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.919 erhöhten Rohertrag in Höhe von TEUR 54.277.

2022 2023 Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
Betriebsleistung 107.291 102.583 -4.708 -4,4%
Materialaufwand -54.933 -48.306 6.627 12,1%
Rohergebnis 52.358 54.277 1.919 3,7%
Personalaufwand -27.181 -29.381 -2.201 -8,1%
Abschreibungen -6.548 -7.112 -565 -8,6%
sonstige betriebliche Aufwendungen -12.704 -13.946 -1.242 -9,8%
Betriebsergebnis (EBIT) 5.925 3.837 -2.088 -35,2%
Finanzergebnis 1.551 993 -557 -35,9%
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) 7.476 4.830 -2.645 -35,4%
Jahresüberschuss/ -fehlbetrag 4.949 2.834 -2.115 -42,7%

Unter Berücksichtigung der Erhöhungen bei den Personalaufwendungen um TEUR 2.201, bei den Abschreibungen um TEUR 565 sowie bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen um TEUR 1.242 errechnet sich ein Betriebsergebnis in Höhe von TEUR 3.837. Die vorgenannten Effekte sowie ein positives Finanzergebnis in Höhe von TEUR 993 (davon aus den Ergebnisabführungsverträgen mit der BEC Becker Elektrorecycling Chemnitz GmbH TEUR 1.163, mit der Bestattungshaus am Sachsenplatz GmbH TEUR 228, mit der MIREG Mitteldeutsche Recycling GmbH TEUR 12 sowie mit der Becker & SDR GmbH TEUR -387) führten zu einem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 4.830.

Nach Abzug der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sowie der sonstigen Steuern ergibt sich ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 2.834. Das Ergebnis vor Zins, Steuer, Abwertung und Abschreibung (EBITDA) lag im Berichtsjahr bei TEUR 10.949, was einer EBITDA-Marge von 10,67% entspricht.

b) Finanzlage

Die Eigenkapitalquote der Gesellschaft hat sich gegenüber dem Vorjahr um 0,36% (absolut) auf nunmehr 54,26% erhöht und befindet sich trotz der zum 31. August 2023 erfolgten Ausschüttung in Höhe von TEUR 1.449 auf dem bisher höchsten Niveau seit der Firmengründung. Im Bereich des Fremdkapitals besitzt die Becker Umweltdienste GmbH zum 31. Dezember 2023 insgesamt 99 Darlehen bei 6 verschiedenen Kreditinstituten. Insgesamt wurden Investitionen in Höhe von TEUR 12.611 (Vorjahr: TEUR 11.671) getätigt. Der größte Teil der Investitionen innerhalb der Sachanlagen in Höhe von TEUR 4.780 wurde in Gebäude und Anlagen im Bau investiert, wobei TEUR 3.933 auf die Errichtung des neuen Betriebsstandortes in Bobritzsch-Hilbersdorf entfielen. Weitere Schwerpunkte bildeten im abgelaufenen Geschäftsjahr Investitionen in den Fuhrpark in Höhe von TEUR 4.353 sowie in diverse Behältersysteme in Höhe von TEUR 1.644. Die restlichen Investitionen verteilen sich auf Grundstücke, Geschäftsbauten, Außenanlagen und Hof- und Wegebefestigungen (TEUR 1.067), auf Betriebs- und Geschäftsausstattungen (TEUR 402), auf Maschinen- und Betriebsvorrichtungen (TEUR 154), auf geleistete Anzahlungen (TEUR 149) sowie auf Geringwertige Wirtschaftsgüter (TEUR 61).

Im Berichtsjahr wurden 25 Finanzierungen komplett getilgt und 16 neue Darlehen bei Kreditinstituten mit einem Volumen von TEUR 2.637 und jeweiligen Laufzeiten von 60 Monaten aufgenommen. Unter Berücksichtigung der im Jahr 2023 vorgenommenen Tilgungen in Höhe von TEUR 3.988 ergibt sich zum Bilanzstichtag ein im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.351 verminderter aggregierter Darlehensstand. Die langjährige reibungslose Zusammenarbeit mit den externen Refinanzierungspartnern möchte die Becker Umweltdienste GmbH auch in Zukunft so beibehalten. Ergänzend zu den externen Finanzierungsangeboten bietet die Holding der Jakob Becker Gruppe ihren Tochtergesellschaften flexible Möglichkeiten der Mittelanlage bzw. Mittelaufnahme zu attraktiven Konditionen.

Während bereits in der Jahresplanung für 2023 ein deutlich positives Cash-Flow-Statement verabschiedet wurde, verminderte sich der Finanzmittelfonds gemäß Kapitalflussrechnung am 31. Dezember 2023 gegenüber dem vorherigen Bilanzstichtag hingegen moderat um TEUR 26. Dies ist trotz eines signifikant über den geplanten Werten erzielten Cash-Flows auf eine deutlich geringer als geplante Aufnahme von Fremdmitteln bei Kreditinstituten zurückzuführen. Die Becker Umweltdienste GmbH war im Berichtsjahr unverändert in der Lage ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

c) Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Becker Umweltdienste GmbH betrug am 31. Dezember 2023 TEUR 49.454 und lag damit 4,7% über dem Vorjahreswert von TEUR 47.212. Auf der Aktivseite resultiert dies im Vergleich zum Vorjahr aus einem um 17,1% erhöhten Anlagevermögen auf TEUR 29.342 und einer Minderung des Umlaufvermögens um 9,6% im Vergleich zum Vorjahr auf TEUR 19.951.

2022 2023 Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
Aktiva
Anlagevermögen 25.048 29.342 4.294 17,1%
Umlaufvermögen 22.059 19.951 -2.109 -9,6%
Rechnungsabgrenzungsposten 45 74 29 64,2%
Aktive latente Steuern 60 88 28 46,3%
Passiva
Eigenkapital 25.449 26.834 1.385 5,4%
Rückstellungen 4.313 3.344 -968 -22,5%
Verbindlichkeiten 17.400 19.243 1.843 10,6%
Rechnungsabgrenzungsposten 49 33 -16 -32,8%
Passive latente Steuern 1 0 -1 -100,0%
Bilanzsumme 47.212 49.454 2.242 4,7%

Innerhalb des Anlagevermögens waren Steigerungen bei den Grundstücken und Geschäftsbauten um TEUR 924, bei den anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen um TEUR 756 sowie bei den geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau um TEUR 3.078 zu verzeichnen. Dem standen Minderungen bei den immateriellen Vermögensgegenständen um TEUR 234 und bei den technischen Anlagen und Maschinen um TEUR 231 gegenüber.

Die Finanzanlagen beliefen sich im Berichtsjahr unverändert auf TEUR 1.913. Die Reduzierung des Umlaufvermögens resultiert aus Minderungen bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen um TEUR 4.096 und bei den Forderungen gegen beteiligte Unternehmen um TEUR 45. Erhöhungen werden hingegen bei den Vorräten um TEUR 48, bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 887, bei den sonstigen Vermögensgegenständen um TEUR 996 sowie beim Kassenbestand bzw. Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von TEUR 101 ausgewiesen. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrug TEUR 74 und die aktiven latenten Steuern TEUR 88. Ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 2.834 erhöhte das Eigenkapital auf nunmehr TEUR 26.834.

Die Rückstellungen beliefen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf TEUR 3.344, und die Verbindlichkeiten erhöhten sich insgesamt um TEUR 1.843 auf TEUR 19.243. Dabei waren Minderungen bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um TEUR 1.224 zu verzeichnen. Dem standen Erhöhungen bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 1.400, bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um TEUR 253, bei den Verbindlichkeiten gegenüber beteiligten Unternehmen um TEUR 1 sowie bei den sonstigen Verbindlichkeiten um TEUR 1.413 gegenüber. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten betrug TEUR 33 und die passiven latenten Steuern verminderten sich um TEUR 1.

3. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Innerhalb der Jakob Becker Gruppe werden zur Steuerung der derzeit 29 Konzerngesellschaften im Wesentlichen die nachfolgend aufgeführten finanziellen Leistungsindikatoren herangezogen:

Betriebsleistung

Umsatzrendite (Jahresergebnis / Betriebsleistung)

EBIT (Betriebsleistung ./. Materialaufwand ./. Personalaufwand ./. Abschreibungen ./. sonstige betriebliche Aufwendungen)

Cash-Flow einfach (Jahresergebnis + Abschreibungen)

Investitionen (Zugänge in das Anlagevermögen)

Trotz einer zunehmenden Dynamik an vielen Märkten inklusive auftretender Preis- und Mengenschwankungen sehen wir unser langjährig bestehendes Reporting-System als geeignetes Steuerungsinstrument für das Management der Holding als auch für die Verantwortlichen der operativen Einheiten an. Differenzierte unterjährige Plan-Ist-Abweichungsanalysen erlauben dabei eine gezielte und zeitnahe Identifizierung von kritischen Kosten- bzw. Erlösfaktoren in den einzelnen Niederlassungen, Profitcentern und bei Kostenträgern.

Innerhalb der letzten Dekade konnte die Betriebsleistung der Gesellschaft um durchschnittlich 2,6% gesteigert werden. Die mittlere gewichtete Umsatzrendite betrug im gleichen Zeitraum 3,3%. Im Vorjahresvergleich hat sich der Cash-Flow (einfach) um 13,5% auf TEUR 9.947 reduziert. Die Investitionstätigkeit lag im Berichtsjahr mit TEUR 12.611 über dem Niveau der durchschnittlichen Investitionstätigkeit der letzten drei Geschäftsjahre (TEUR 10.887).

4. Gesamtaussage

Die letzten Geschäftsjahre sind bei der Becker Umweltdienste GmbH insgesamt sehr erfolgreich verlaufen, was sich in der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung in deutlich verbesserten Vermögens-, Finanz- und Rentabilitätskennzahlen widerspiegelt. Aufgrund insgesamt schwieriger Rahmenbedingungen konnte die Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht an die Ergebnisse der vorangegangenen Geschäftsjahre anknüpfen.

Fünfjahresübersicht 2019
TEUR
2020
TEUR
2021
TEUR
Ergebnisrechnung
Betriebsleistung 86.410 92.564 105.010
Betriebsergebnis (EBIT) 4.908 5.989 8.239
Jahresüberschuss/ -fehlbetrag 3.343 4.404 6.741
Investitionen, Abschreibungen
Investitionen gesamt 6.087 8.147 8.379
davon in immaterielles Vermögen 15 10 894
davon in Sachanlagen 5.572 8.137 7.486
davon in Finanzanlagen 500 0 0
Abschreibungen -4.513 -5.265 -6.004
Personal
Personalaufwand -21.783 -22.531 -25.132
Mitarbeiteranzahl zum Jahresende 640 656 709
Fünfjahresübersicht 2022 2023 Veränderung zum VJ
TEUR TEUR TEUR %
Ergebnisrechnung
Betriebsleistung 107.291 102.583 -4.708 -4,4%
Betriebsergebnis (EBIT) 5.925 3.837 -2.088 -35,2%
Jahresüberschuss/ -fehlbetrag 4.949 2.834 -2.115 -42,7%
Investitionen, Abschreibungen
Investitionen gesamt 11.671 12.611 940 8,1%
davon in immaterielles Vermögen 50 0 -50 -100,0%
davon in Sachanlagen 10.646 12.611 1.965 18,5%
davon in Finanzanlagen 975 0 -975 -100,0%
Abschreibungen -6.548 -7.112 -565 -8,6%
Personal
Personalaufwand -27.181 -29.381 -2.201 -8,1%
Mitarbeiteranzahl zum Jahresende 732 766 34 4,6%

Dennoch konnte die Gesellschaft in ihrer mittlerweile mehr als drei Jahrzehnte andauernden Firmenhistorie mit der dritthöchsten Betriebsleistung (TEUR 102.583) und einem Ergebnis in Höhe von TEUR 2.834 aufwarten. Trotz der im Jahr 2023 vorgenommenen Ausschüttung in Höhe von TEUR 1.449 wurden Rekordwerte bei der absoluten Höhe des Eigenkapitals (TEUR 26.834) und auch bei der Eigenkapitalquote (54,26%) erzielt. Der ausgewiesene Cash-Flow (TEUR 9.947) unterstreicht dabei die derzeitige Finanzkraft der Gesellschaft. Eine im Vergleich zum Vorjahr reduzierte Umsatzrendite in Höhe von 2,8% ist im Wesentlichen auf die allgemeinen Kostensteigerungen zurückzuführen.

Die in Summe über Plan liegenden Ergebnisbeiträge der über Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträge angebundenen Tochtergesellschaften in Höhe von TEUR 1.016 trugen ebenfalls dazu bei, dass die gesteckten Planziele übertroffen werden konnten. Die vorhandene Rentabilität sollte in Verbindung mit der komfortablen Eigenkapitalausstattung eine entsprechende Wettbewerbsfähigkeit für die Zukunft gewährleisten. Die Becker Umweltdienste GmbH kann auch in ihrem operativen Tätigkeitsfeld vornehmlich in den Bundesländern Sachsen und Thüringen seit vielen Jahren mit einer kontinuierlich weiterentwickelten Dienstleistungspalette überzeugen. Die Geschäftsführung sieht die Gesellschaft aufgrund einer stabilen Bilanzstruktur, einem breit gefächertem Dienstleistungsportfolio sowie der sich bietenden Marktchancen gut aufgestellt, um sich auch künftig in einem dynamischen, herausfordernden Marktumfeld entsprechend behaupten zu können.

III. Chancen- und Risikobericht

Die Geschäftsaktivitäten der Becker Umweltdienste GmbH sind mit Risiken aber auch mit Chancen verbunden, wobei die Risiken sowohl durch externe Faktoren als auch durch das eigene Handeln im unternehmerischen Alltag hervorgerufen werden können. Im Bereich der allgemein kaum beeinflussbaren Risiken sind vor allem die zunehmenden geopolitischen Spannungen, klimabedingte Extremwetterereignisse, weitere Pandemien, Terroranschläge oder auch Turbulenzen auf den Finanzmärkten anzuführen. Zudem beeinflussen Lieferengpässe, hohe Energie- und Rohstoffpreise, ein außerordentlich schneller technologischer Wandel sowie die voranschreitende Digitalisierung die wirtschaftliche Entwicklung in allen Branchen erheblich. Insgesamt ist eine fundierte Abschätzung des Umfangs und der Dauer von wirtschaftlichen Folgen aus diesen genannten und weiteren Risikofaktoren von starken Unsicherheiten geprägt. Die Risiko- und Chancenlage für die Firmen der Jakob Becker Gruppe wird auch weiterhin von einem dynamischen Marktumfeld in der Entsorgungsbranche geprägt. Dabei sieht das Management neben den bereits genannten und als wesentlich erachteten allgemeinen Risiken auch den Umgang mit Veränderungen der branchenbezogenen Rahmenbedingungen innerhalb der Entsorgungswirtschaft und der damit einhergehenden Vielzahl an jährlichen Neuerungen innerhalb der Gesetzgebung als wichtige Aufgabe einer verantwortungsvollen Risikopolitik an. Im Bereich der operationalen Risiken stuft man innerhalb der Jakob Becker Gruppe auch die im Folgenden beschriebenen Risikofelder als wesentlich ein:

Risikofelder Beschreibung Auswirkungen / Risiken Maßnahmen / Vorkehrungen
Personelle Risiken - Arbeits- und Fachkräftemangel infolge des demografischen Wandels - Stellen können nicht zeitnah und adäquat besetzt werden - gezielte Ausbildung junger Nachwuchskräfte
- Nutzung neuer Medien bei der Personalgewinnung
Finanzwirtschaftliche Risiken - Liquiditätsrisiken - Forderungsausfälle - zentrales Management der bilateralen Kreditbeziehungen im Darlehens-, Aval- und Kontokorrentbereich
- Zinsrisiken - Insolvenzen - Warenkreditversicherung
- Kostensteigerungen - Integrierte Finanzplanung
Informationstechnische Risiken - fortschreitende Digitalisierung und komplexere Prozesse - Gefahr von Cyber-Angriffen und Ausfall geschäftskritischer IT-Anwendungen - zentrale Überwachung und Verwaltung der eingesetzten Informationstechnologien
- laufende Aktualisierung der informationstechnischen Systeme nach "Stand der Technik"
Beschaffungsrisiken - geopolitische Konflikte und Handelsstreitigkeiten beeinflussen zunehmend die Versorgung mit Energie, Rohstoffen und Dienstleistungen - Verfügbarkeitsrisiken, welche in Form von unvorhersehbaren Lieferengpässen, Materialknappheit oder auch mangelnden Produktionskapazitäten bei Lieferanten entstehen - zentrale Einkaufsabteilung mit gezieltem Lieferantenmanagement und Bündelung bestimmter Beschaffungsgüter auf Konzernebene
Preisänderungsrisiken - zunehmende Volatilität an den Energie- und Rohstoffmärkten - steigende Einkaufspreise für Dieselkraftstoff, Strom, Gas etc. - permanente Marktbeobachtung
- steigende Preise für Abfallverbrennung - zeitnahes Reagieren bei auftretenden Veränderungen
- schwankende Preise an Sekundärrohstoffmärkten - Kontingentverträge zu festen Preisen
- indexgebundene Sekundärrohstoffvergütungen

Die beschriebenen Risiken und auch derzeit noch nicht bekannte Risiken können die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft jederzeit nachhaltig beeinflussen oder auch negativen Einfluss auf bereits getroffene Prognosen haben. Mit den Möglichkeiten des integrierten Risikomanagementsystems werden die Verantwortlichen der Becker Umweltdienste GmbH in die Lage versetzt die wesentlichen Risiken frühzeitig zu identifizieren, entsprechend zu bewerten sowie auf veränderte Risikolagen angemessen reagieren zu können.

Um eine verantwortungsvolle Risikopolitik zur Erreichung der gesetzten finanziellen und strategischen Unternehmensziele entsprechend sicherstellen zu können, muss ein adäquater Umgang mit vorhandenen Unsicherheiten sowie eine zeitnahe Umsetzung von Maßnahmen zur Risikoreduzierung stets im Vordergrund stehen. Dabei sollte ein vorausschauendes und effizientes Risikomanagement mit einer aktiven Risikosteuerung stets dem Grundsatz der Wirtschaftlichkeit folgen und den Fokus auf die wesentlichen Risiken richten, wobei das Eintreten von Risiken auch trotz umfangreicher Analysen niemals ausgeschlossen werden kann.

In der Jakob Becker Gruppe werden überschaubare Risiken kontrolliert eingegangen, um damit verbundene Wachstumspotenziale und Ertragschancen auch entsprechend nutzen zu können. Zudem ermöglicht ein konsequentes Erschließen neuer Chancen die Sicherung sowie den Ausbau der eigenen Wettbewerbsfähigkeit. Bei der Verfolgung der Hauptziele einer nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswertes und der Bestandssicherung wird ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Chancen und Risiken angestrebt, wobei die Sicherung der kurz- und langfristigen Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaften stets im Vordergrund steht.

Zur Erreichung einer angemessenen Risikokultur und einem wirkungsvollen Risikomanagement definiert die Holding der Jakob Becker Gruppe mit Prozessvorgaben, Richtlinien und Vorschriften die wesentlichen Regelungen für die verschiedenen Fachabteilungen der Unternehmen des Konzerns, welche in dem Handbuch zum Internen Kontrollsystem (IKS, Stand 31.12.2022) verankert sind. Zu deren Einhaltung und permanenten Überprüfung sind in allen wichtigen Entscheidungsfeldern des Unternehmens entsprechende Kontrollmechanismen implementiert. Die Erstellung des Konzernabschlusses wird zentral durch die Holding der Jakob Becker Gruppe durchgeführt.

Aufgrund der demografischen Entwicklung in Deutschland steigen für die Unternehmen die Risiken im Personalbereich sprunghaft an. Ein sich deutlich verschärfender Fachkräftemangel erschwert auch für die Entsorgungsunternehmen die Suche nach qualifiziertem Personal nachhaltig und erhöht die Wahrscheinlichkeit Stellen nicht zeitnah und adäquat besetzen zu können. Zur Entschärfung dieser Problematik setzt man bei der Becker Umweltdienste GmbH bereits seit Jahren auf eine gezielte Ausbildung junger Nachwuchskräfte und auch auf die Nutzung neuer Medien bei der Personalgewinnung. Außerdem soll die Einbeziehung des ferneren Auslands bei der Rekrutierung von Auszubildenden entsprechende Wirkung entfalten.

Des Weiteren stellt das Berichtswesen ein wesentliches Element zur laufenden Überwachung der wirtschaftlichen Risiken dar. Dabei werden neben der externen Berichterstattung auch speziell an die Bedürfnisse eines mittelständischen Unternehmens angepasste monatliche interne Auswertungen in Form diverser Abweichungsanalysen erstellt. Diese nutzen die Entscheidungsträger auf verschiedenen Ebenen des Konzerns zur Analyse und Diskussion der wesentlichen Finanzkennzahlen und möglichen Abweichungen von den geplanten Werten. Mit Hilfe dieser Reporting-Systeme und den damit verbundenen Berichtsprozessen können auch unterjährig auftretende Risiken zeitnah lokalisiert bzw. entsprechend untersucht werden. Unter Berücksichtigung der ergriffenen Maßnahmen innerhalb der einzelnen Risikofelder und unserer Stellung im Markt sieht die Geschäftsführung in ihrer Gesamtbeurteilung der Risiko- und Chancenlage im Berichtsjahr keine Risiken als existent an, die sowohl als lokal auftretende Einzelrisiken als auch als konzernübergreifende Risiken die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Gesellschaft nachhaltig beeinträchtigen könnten oder als existenzgefährdend einzustufen wären.

IV. Prognosebericht

Aufgrund anhaltender und nach wie vor ungeklärter geopolitischer Spannungen mit den entsprechenden Auswirkungen auf das makroökonomische Umfeld unterliegen die Prognosen für das Geschäftsjahr 2024 auch weiterhin hohen Unsicherheiten. Schwierige gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen mit den bestehenden Inflations- und Rezessionsrisiken, hohen Zinsen, Material- und Lieferengpässen, einem zunehmenden Fachkräftemangel und deutlich steigenden Lohnkosten gestatten derzeit keinen zu optimistischen Ausblick.

Aufgrund der aktuellen Entwicklungen geht die Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose in ihrer Frühjahrsprojektion von leicht verbesserten Aussichten für die Weltkonjunktur aus. Dabei veranschlagt sie für das aktuelle Jahr ein Wachstum der Weltwirtschaft von 2,5% und für das darauffolgende Jahr 2025 ein Wachstum von 2,6%. Bezüglich der Inflationsraten erwarten die Experten einen deutlichen Rückgang in 2024 auf 2,6% und prognostizieren für das Folgejahr eine Entwicklung in Richtung der 2%-Marke. Für die deutsche Wirtschaft rechnen die Ökonomen mit Steigerungen des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts für 2024 um 0,1% und für 2025 in Höhe von 1,4% sowie Arbeitslosenquoten von 5,8% für das Jahr 2024 und 5,5% für das Folgejahr.

Trotz insgesamt schwieriger Rahmenbedingungen überzeugte die Becker Umweltdienste GmbH als zweitgrößte operative Einheit der Jakob Becker Gruppe im abgelaufenen Geschäftsjahr mit einem guten Jahresergebnis. Im Planansatz für das Geschäftsjahr 2024 (TEUR 2.084) wurden gegenüber der Jahresplanung des Vorjahres bereits um 100,8% (TEUR 1.046) erhöhte Ertragserwartungen berücksichtigt. Dies ist vornehmlich auf einen planerisch wesentlich verbesserten Rohertrag zurückzuführen. Im Vergleich zu den Ist-Werten des Jahres 2023 geht die Geschäftsführung der Becker Umweltdienste GmbH in ihrer Jahresplanung für das Jahr 2024 von einer um TEUR 865 erhöhten Betriebsleistung und einem um TEUR 750 verminderten Jahresergebnis in Höhe von TEUR 2.084 aus. Der eher defensiv gewählte Planansatz berücksichtigt dabei gegenüber den Ist-Kosten des abgelaufenen Geschäftsjahres bereits um TEUR 1.553 höhere Personalkosten.

Bei den vier über Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträge an die Becker Umweltdienste GmbH angebundenen Tochtergesellschaften Becker & SDR GmbH, BEC Becker Elektrorecycling Chemnitz GmbH, Bestattungshaus am Sachsenplatz GmbH und MIREG Mitteldeutsche Recycling GmbH geht die Geschäftsführung für das Jahr 2024 im Vorjahresvergleich von in Summe um TEUR 64 reduzierten Ergebnisbeiträgen in Höhe von TEUR 952 aus.

Die inflationären Energiekosten haben den eingeschlagenen Weg der Firmengruppe bestätigt auch weiterhin in die Eigenerzeugung von Energie für den Anlagenbetrieb und die zunehmende Elektrifizierung des Fuhrparks zu investieren. Für das Jahr 2024 wurden demnach mehrere Projekte zum Ausbau von Photovoltaikanlagen an energieintensiven Standorten geplant. Innerhalb des bereits implementierten Energiemanagementsystems wurden im Hinblick auf die angestrebte Reduzierung des Energieverbrauchs und des CO 2 -Ausstoßes weitere Fortschritte erzielt. Innerhalb unseres Standortkonzeptes verspricht sich die Geschäftsführung mit der erfolgreichen Inbetriebnahme des neuen Standortes in Bobritzsch-Hilbersdorf (Niederlassung Freiberg) im August 2024 aufgrund der hervorragenden infrastrukturellen Bedingungen einen repräsentativen Marktauftritt in dieser Region.

Der Start ins aktuelle Geschäftsjahr verlief trotz der schwierigen wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen für die Becker Umweltdienste GmbH zufriedenstellend, wenngleich die erzielten Ergebnisse zunächst hinter den Vorjahreswerten zurückgeblieben sind. Ungeachtet dessen geht die Geschäftsführung der Becker Umweltdienste GmbH derzeit von einer Erreichung der gesteckten Ziele für das Gesamtjahr aus und blickt aufgrund einer stabilen Bilanzstruktur, einem breit gefächerten Dienstleistungsportfolio sowie der sich bietenden Marktchancen in den Bundesländern Sachsen, Thüringen und Brandenburg trotz der vorhandenen Unsicherheiten optimistisch in die Zukunft.

 

Chemnitz, im September 2024

Annemarie Becker

Thomas Becker

Gerold Münster

Ronny Jurischka

Felix Wagner

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

2023
EUR
2022
EUR
A. Anlagevermögen 29.342.074,18 25.048.010,33
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 261.488,18 495.183,69
1. selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0,00
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 251.717,12 368.310,63
3. Geschäfts- oder Firmenwert 9.771,06 126.873,06
4. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00
II. Sachanlagen 27.167.972,91 22.640.213,55
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.393.328,58 4.469.090,91
2. technische Anlagen und Maschinen 3.042.258,75 3.273.232,77
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 14.020.308,72 13.263.869,47
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.712.076,86 1.634.020,40
III. Finanzanlagen 1.912.613,09 1.912.613,09
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.912.613,09 1.912.613,09
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00
3. Anteile an assoziierten Unternehmen 0,00 0,00
4. Ausleihungen an assoziierte Unternehmen 0,00 0,00
5. Beteiligungen 0,00 0,00
6. Ausleihungen an beteiligte Unternehmen 0,00 0,00
7. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00
8. sonstige Ausleihungen 0,00 0,00
9. Rückdeckungswerte für Pensionen 0,00 0,00
B. Umlaufvermögen 19.950.543,14 22.059.202,08
I. Vorräte 1.102.305,28 1.054.357,15
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 674.424,45 612.928,96
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 0,00 0,00
3. fertige Erzeugnisse und Waren 427.880,83 441.428,19
4. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00
5. erhaltene Anzahlungen 0,00 0,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 18.162.236,83 20.419.402,41
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 14.706.954,74 13.819.563,91
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.358.541,35 5.454.711,15
3. Forderungen gegen assoziierte Unternehmen 0,00 0,00
4. Forderungen gegen beteiligte Unternehmen 615.216,19 660.074,38
5. sonstige Vermögensgegenstände 1.481.524,55 485.052,97
6. eingeforderte ausstehende Einlagen 0,00 0,00
III. Wertpapiere 0,00 0,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
2. sonstige Wertpapiere 0,00 0,00
IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 686.001,03 585.442,52
C. Rechnungsabgrenzungsposten 73.586,04 44.821,92
D. Aktive latente Steuern 88.006,32 60.169,65
E. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 0,00 0,00
F. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 0,00 0,00
49.454.209,68 47.212.203,98

Passiva

2023
EUR
2022
EUR
A. Eigenkapital 26.834.261,13 25.449.200,39
I. Gezeichnetes Kapital 15.000.000,00 15.000.000,00
1. eingezahltes Kapital 15.000.000,00 15.000.000,00
2. eingefordertes Kapital 0,00 0,00
3. nicht eingefordertes Kapital 0,00 0,00
II. Kapitalrücklage 500.000,00 500.000,00
II. Gewinnrücklagen 8.500.000,00 5.000.000,00
1. gesetzliche Rücklage 0,00 0,00
2. Rücklage für eigene Anteile 0,00 0,00
3. Rücklage für Anteile an einem herrschenden oder mehrheitlich beteiligten Unternehmen 0,00 0,00
4. satzungsmäßige Rücklagen 0,00 0,00
5. andere Gewinnrücklagen 8.500.000,00 5.000.000,00
IV. Gewinnvortrag / Verlustvortrag 0,00 0,00
V. Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag 2.834.261,13 4.949.200,39
VI. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 0,00 0,00
B. Rückstellungen 3.344.406,73 4.312.795,79
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 0,00 0,00
2. Steuerrückstellungen 1.110.593,43 1.946.942,50
3. sonstige Rückstellungen 2.233.813,30 2.365.853,29
C. Verbindlichkeiten 19.242.766,09 17.400.051,84
1. Anleihen 0,00 0,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 8.216.439,56 9.440.861,47
3. erhaltene Anzahlungen 0,00 0,00
4. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.716.139,42 3.316.428,30
5. Verbindlichkeiten aus der Annahme gezogener Wechsel und der Ausstellung eigener Wechsel 0,00 0,00
6. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.691.713,69 2.438.389,22
7. Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen 0,00 0,00
8. Verbindlichkeiten gegenüber beteiligten Unternehmen 14.444,79 13.340,54
9. sonstige Verbindlichkeiten 3.604.028,63 2.191.032,31
davon aus Steuern 1.647.790,44 271.764,05
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 188.882,02 176.299,21
D. Rechnungsabgrenzungsposten 32.775,73 48.757,50
E. Passive latente Steuern 0,00 1.398,46
49.454.209,68 47.212.203,98

Gewinn- und Verlustrechnung vom 01. Januar 2023 - 31. Dezember 2023

2023
EUR
2022
EUR
1. Umsatzerlöse 101.555.351,53 106.531.061,15
a) Umsatzerlöse 94.133.460,33 99.457.621,76
b) Umsatzerlöse mit verbundenen Unternehmen 3.866.163,92 3.548.281,22
c) Umsatzerlöse mit assoziierten Unternehmen 0,00 0,00
d) Umsatzerlöse mit beteiligten Unternehmen 3.963.214,45 3.956.799,51
e) Erlösschmälerungen -407.487,17 -431.641,34
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -13.547,36 -21.765,97
3. andere aktivierte Eigenleistungen 0,00 0,00
4. sonstige betriebliche Erträge 1.041.625,55 781.972,88
Betriebsleistung 102.583.429,72 107.291.268,06
5. Materialaufwand -48.306.452,21 -54.933.478,58
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -19.490.691,41 -22.263.812,27
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -28.815.760,80 -32.669.666,31
Rohergebnis 54.276.977,51 52.357.789,48
6. Personalaufwand -29.381.444,98 -27.180.878,30
a) Löhne und Gehälter -24.098.922,00 -22.337.410,75
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -5.282.522,98 -4.843.467,55
davon für Altersversorgung 0,00 0,00
7. Abschreibungen -7.112.251,78 -6.547.543,44
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -7.112.251,78 -6.547.543,44
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 0,00 0,00
8. sonstige betriebliche Aufwendungen -13.946.308,33 -12.704.451,53
Betriebsergebnis (EBIT) 3.836.972,42 5.924.916,21
9. Erträge aus Beteiligungen 0,00 0,00
davon aus verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
10. Erträge aus Gewinnabführung 1.403.503,88 1.584.902,52
11. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 0,00 0,00
davon aus verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
12. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 134.431,91 96.870,65
davon aus verbundenen Unternehmen 127.184,34 75.784,44
13. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,00 0,00
14. Aufwendungen aus Verlustübernahme -387.427,38 0,00
15. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -157.235,05 -131.012,69
davon an verbundene Unternehmen -37.543,96 -19.793,27
Finanzergebnis 993.273,36 1.550.760,48
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) 4.830.245,78 7.475.676,69
16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.798.311,56 -2.330.153,57
davon latente Steuern 29.235,13 25.025,51
17. Ergebnis nach Steuern (EAT) 3.031.934,22 5.145.523,12
18. sonstige Steuern -197.673,09 -196.322,73
19. Erträge aus Verlustübernahme 0,00 0,00
20. Aufwendungen aus Gewinnabführung 0,00 0,00
21. Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag 2.834.261,13 4.949.200,39

 

Chemnitz, den 09.09.2024

Annemarie Becker

Thomas Becker

Gerold Münster

Ronny Jurischka

Felix Wagner

Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023‎

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Becker Umweltdienste GmbH hat ihren Sitz in Chemnitz. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Chemnitz unter HRB 2290 eingetragen.

II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der vorliegende Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für große Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbH-Gesetzes erstellt.

Die Gesellschaft ist gemäß § 267 Abs. 3 HGB als große Kapitalgesellschaft einzustufen.

Der Abschluss umfasst die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung und den Anhang (einschließlich Anlagenspiegel und Verbindlichkeitenspiegel). Für die Bilanz wird das gesetzliche Gliederungsschema des § 266 HGB verwendet. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Die für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätze wurden beibehalten.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, vollständig im Anhang aufgeführt.

Der Ausweis der Geschäftsbeziehungen mit Unternehmen der Becker-Gruppe orientiert sich am Konsolidierungskreis der Jakob Becker GmbH & Co. KG, Mehlingen (Konzernholding).

III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewendeten Ansatz- und Bewertungsmethoden werden stetig angewendet.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert und nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert.

Entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte werden über den Zeitraum von 3 bis 15 Jahren planmäßig abgeschrieben. Die Nutzungsdauer von 15 Jahren ist durch langfristige Kundenbeziehungen des erworbenen Betriebes begründet.

Beim beweglichen Sachanlagevermögen erfolgten die Abschreibungen linear, im Zugangsjahr zeitanteilig.

Im Geschäftsjahr angeschaffte geringwertige Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis zu 800,00 EUR wurden in voller Höhe abgeschrieben.

Die Vermögensgegenstände des Finanzanlagevermögens werden nach dem Grundsatz der Einzelbewertung zu Anschaffungskosten bilanziert.

Bei den Anlagegegenständen, bei denen zum Abschlussstichtag von einer voraussichtlich dauernden Wertminderung auszugehen ist, werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen.

Vorräte werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet.

Fertige und unfertige Erzeugnisse und unfertige Leistungen wurden entsprechend dem Grad der Fertigung zu den angefallenen Herstellungskosten bewertet. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und aus geminderter Verwertbarkeit ergaben, haben wir in angemessenem und ausreichendem Umfang durchgeführt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten wurde durch Bildung angemessener Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten wurden mit ihrem Nominalwert bewertet.

Die aktive Rechnungsabgrenzung betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen. Die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle am Bilanzstichtag erkennbaren einzelnen Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert.

Latente Steuern ergeben sich für Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden. Die sich daraus ergebenden Steuerbelastungen und Steuerentlastungen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, wurden unverrechnet angesetzt.

IV. Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr 2023 ist gemäß § 284 Abs. 3 HGB in der Anlage zum Anhang dargestellt.

Finanzanlagen

Der Anteilsbesitz gemäß § 285 Nr. 11 HGB gliedert sich wie folgt:

Name und Sitz der Gesellschaft Anteil am Kapital
%
Eigenkapital
TEUR
Ergebnis des letzten Geschäftsjahres
TEUR
Bestattungshaus am Sachsenplatz GmbH, Freital 100 40 228 1)2)
BEC Becker Elektrorecycling Chemnitz GmbH, Chemnitz 100 1.006 1.163 1)2)
Becker & SDR GmbH, Chemnitz 100 200 -387 1)2)
MIREG Mitteldeutsche Recycling GmbH, Chemnitz 100 23 12 1)2)
ORZ Oberlausitzer Recyclingzentrum GmbH, Chemnitz 100 511 8 2)

1) vor Ergebnisabführung

2) Angaben betreffen das Geschäftsjahr 2023

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen:

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
- aus Lieferungen und Leistungen 161 100
(Mitzugehörigkeit zu Aktiva B. II. 1.) (161) (100)
- aus Finanzverkehr 111 3.861
- aus sonstigen Forderungen 1.086 1.494
(Mitzugehörigkeit zu Aktiva B. II. 5.) (1.197) (5.355)
1.359 5.455
davon entfallen auf die Gesellschafterin 566 4.424

Forderungen gegen beteiligte Unternehmen bestehen:

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
- aus Lieferungen und Leistungen 615 660
(Mitzugehörigkeit zu Aktiva B. II. 1.) (615) (660)
- aus sonstigen Forderungen 0 0
(Mitzugehörigkeit zu Aktiva B. II. 5.) (0) (0)
615 660

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sowie die Forderungen gegen beteiligte Unternehmen sind vollständig, wie im Vorjahr, innerhalb eines Jahres fällig.

Aktive Rechnungsabgrenzung

Die aktive Rechnungsabgrenzung beträgt TEUR 74 und setzt sich wie folgt zusammen:

TEUR
- Versicherungsbeiträge Folgejahr 7
- Beiträge und Gebühren 6
- Leasing 1
- Software/EDV 22
- Barwertermittlung 31
- Übrige 6
74

Latente Steuern

Für temporär abweichende Wertansätze zwischen Handels- und Steuerbilanz wurden folgende latente Steuern gebildet:

aktiv 01.01.2023
TEUR
Veränderung
TEUR
31.12.2023
TEUR
- Firmenwerte 53 28 81
- Rückstellung Geländeregulierung 7 0 7
60 28 88
passiv
- Auflösung Sonderposten mit Rücklageanteil (erfolgsneutrale Einstellung i.R. des BilMoG) 1 -1 0
1 -1 0

Bei der Bewertung wurde ein Steuersatz von rd. 30,0% zugrunde gelegt.

Eigenkapital

Die Darstellung des Eigenkapitals erfolgt gemäß § 272 HGB unter Berücksichtigung des Gesellschaftsvertrages. Der Jahresabschluss wurde ohne Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt. Das Kapital in Höhe von TEUR 15.000 wird zu 100% von der Jakob Becker GmbH & Co. KG, Mehlingen, gehalten und ist voll eingezahlt.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen werden im Wesentlichen für Personalkosten (TEUR 806), Rechts- und Beratungskosten (TEUR 58), Entsorgungskosten (TEUR 857), unterlassene Instandhaltung (TEUR 252), Rückbauverpflichtungen (TEUR 3), Schadenersatzverpflichtungen (TEUR 31), fehlende Eingangsrechnungen (TEUR 206) sowie Archivierungskosten (TEUR 20) gebildet.

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind in dem als Anlage beigefügten Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen:

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
- aus Lieferungen und Leistungen 489 448
(Mitzugehörigkeit zu Passiva C. 4.) (489) (448)
- aus Finanzverkehr 1.178 562
- aus steuerlicher Organschaft 978 1.428
- aus sonstigen Verbindlichkeiten 47 0
(Mitzugehörigkeit zu Passiva C. 9.) (2.203) (1.990)
2.692 2.438
davon entfallen auf die Gesellschafterin 1.887 1.664

Verbindlichkeiten gegenüber beteiligten Unternehmen bestehen:

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
- aus Lieferungen und Leistungen 14 13
(Mitzugehörigkeit zu Passiva C. 4.) (14) (13)
- aus Finanzverkehr 0 0
(Mitzugehörigkeit zu Passiva C. 9.) (0) (0)
14 13

Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB

Die nach § 251 HGB anzugebenden Haftungsverhältnisse in Höhe von TEUR 3.436 entfallen in voller Höhe auf Eventualverbindlichkeiten aus Gewährleistungs- und Ausführungsverträgen.

Auf Grund der fortlaufenden Erfüllung der verbürgten Vertragsverhältnisse schätzen wir die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme derzeit als gering ein.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen ergeben sich wie folgt:

bis zu einem Jahr
TEUR
zwischen ein und fünf Jahren
TEUR
Gesamt
TEUR
Leasing- und Mietverträge für Kfz, Maschinen, Hardware und Behälter 1.345 1.057 2.402
Mietverträge für Grundstücke 3.055 11.388 14.443

V. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich nach ihren Tätigkeitsbereichen wie folgt:

2023
TEUR
2022
TEUR
- Transport 40.705 39.923
- Verwertung/Beseitigung 32.877 35.981
- Stoffaufbereitung 4.174 2.665
- Stoffvergütung 9.353 14.419
- Untersuchungen 278 328
- Reinigung 1.795 1.576
- Reparatur 663 286
- Mieterlöse 3.901 3.921
- Betreibung 2.073 2.177
- Verkaufserlöse 1.558 767
- Verwaltungsleistungen 285 261
- Personalgestellung 562 756
- Abbruch/Bauleistungen 1.517 1.708
- Baustelleneinrichtung 67 70
- Sonstige 1.747 1.694
101.555 106.531

Die Umsatzerlöse sind im Geschäftsjahr 2023 fast ausschließlich im Inland erzielt worden.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge bestehen aus:

2023
TEUR
2022
TEUR
- Anlagenverkäufen 218 175
- Versicherungsentschädigungen 334 217
- PKW-Nutzungen 233 229
- Zuschüsse 184 129
- Übrige 6 15
Periodenfremden Erträgen
- Zuführung Rückdeckungsversicherung 10 0
- Auflösung Rückstellungen 46 4
- Auflösung von PWB und EWB 0 0
- Abgeschriebenen Forderungen 11 14
1.042 782

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten:

2023
TEUR
2022
TEUR
- Personalkosten 573 480
- Raum- und Grundstückskosten 4.978 4.667
- Werbung und Reisekosten 309 272
- Instandhaltungen 2.115 1.753
- Konzernpauschalen 2.210 2.045
- Versicherungen 824 702
- Miete für Einrichtungen 1.046 1.001
- Übrige 1.808 1.764
Periodenfremde Aufwendungen
- Forderungsverluste 82 21
13.946 12.704

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Ertragsteuern von TEUR 1.798 entfallen in Höhe von TEUR 1.509 auf das Ergebnis des laufenden Jahres (einschließlich TEUR 29 Erträgen aus latenten Steuern) sowie TEUR 290 auf Aufwendungen aus dem Vorjahr.

VI. Sonstige Angaben

Unternehmensorgane

Folgende Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr bestellt:

 

Frau Annemarie Becker, kaufm. Geschäftsführerin, Kaiserslautern

 

Herr Thomas Becker, kaufm. Geschäftsführer, Mehlingen

 

Herr Gerold Münster, kaufm. Geschäftsführer, Chemnitz

 

Herr Ronny Jurischka, kaufm. Geschäftsführer, Dresden

 

Herr Felix Wagner, kaufm. Geschäftsführer, Chemnitz

Frau Annemarie Becker und Herr Thomas Becker sind alleinvertretungsberechtigt. Die Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Die Geschäftsführerbezüge für das Geschäftsjahr betrugen TEUR 443.

Anzahl der Mitarbeiter

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen durchschnittlich beschäftigt:

2023 2022
- gewerbliche Arbeitnehmer 515 507
- Angestellte 190 177
- Auszubildende 40 33
- Geschäftsführer 5 5
750 718

Abschlussprüferhonorare

Der Honoraraufwand des Abschlussprüfers, der FWP EURO AUDIT GmbH, Worms, beläuft sich im Geschäftsjahr auf TEUR 27 und betrifft ausschließlich die Abschlussprüfungsleistungen.

Konzernverhältnisse

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Jakob Becker GmbH & Co. KG, Mehlingen, als oberster Muttergesellschaft einbezogen. Dieser wird nach den gesetzlichen Bestimmungen beim elektronischen Bundesanzeiger eingereicht und bekannt gemacht. Der Konzernabschluss, der nach den handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt wird, kann dort eingesehen werden. Eine gesetzliche Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichts für den Teilkonzern der Becker Umweltdienste GmbH nach § 291 HGB besteht nicht.

Sonstige Angaben

Mit der Bestattungshaus am Sachsenplatz GmbH, Freital, als beherrschtem Unternehmen, ist am 30.11.2009 ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag abgeschlossen worden, der am 09.12.2009 ins Handelsregister eingetragen wurde. Dieser Vertrag wurde am 29.09.2021 geändert. Tag der Eintragung war der 22.10.2021

Mit der Becker & SDR GmbH, Chemnitz, als beherrschtem Unternehmen ist am 01.01.2016 ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag abgeschlossen worden, der am 20.04.2016 ins Handelsregister eingetragen wurde.

Mit der BEC Becker Elektrorecycling Chemnitz GmbH, Chemnitz, als beherrschtem Unternehmen ist am 01.01.2016 ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag abgeschlossen worden, der am 05.04.2016 ins Handelsregister eingetragen wurde.

Mit der MIREG Mitteldeutsche Recycling GmbH, Chemnitz, als beherrschtem Unternehmen ist am 06.12.2018 ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag abgeschlossen worden, der am 19.12.2018 ins Handelsregister eingetragen wurde.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Gesellschafterversammlung wird vorgeschlagen, den Jahresabschluss zum 31.12.2023 mit einer Bilanzsumme von 49.454.209,68 EUR sowie einem Jahresüberschuss von 2.834.261,13 EUR festzustellen und den Jahresüberschuss in Höhe von 2.834.261,13 EUR auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Chemnitz, den 09.09.2024

Annemarie Becker

Thomas Becker

Gerold Münster

Ronny Jurischka

Felix Wagner

Anlagenspiegel gemäß § 284 Abs. 3 HGB zum 31.12.2023

Bilanzpositionsbezeichnung Hist. AK/HK 01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Hist. AK/HK 31.12.2023
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.005.580,49 0,00 -62.887,55 0,00 942.692,94
3. Geschäfts- oder Firmenwert 2.193.856,62 0,00 0,00 0,00 2.193.856,62
4. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe I. 3.199.437,11 0,00 -62.887,55 0,00 3.136.549,56
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 12.849.648,18 1.067.362,66 0,00 172.356,99 14.089.367,83
2. technische Anlagen und Maschinen 15.245.989,19 154.285,78 -1.337.819,17 503.747,94 14.566.203,74
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 69.372.003,79 6.460.357,71 -2.528.498,56 29.210,29 73.333.073,23
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.634.020,40 4.929.021,03 -1.145.649,35 -705.315,22 4.712.076,86
Summe II. 99.101.661,56 12.611.027,18 -5.011.967,08 0,00 106.700.721,66
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.571.158,97 0,00 0,00 0,00 2.571.158,97
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Anteile an assoziierten Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Ausleihungen an assoziierte Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
5. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
6. Ausleihungen an beteiligte Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
7. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
8. sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
9. Rückdeckungswerte für Pensionen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe III. 2.571.158,97 0,00 0,00 0,00 2.571.158,97
Anlagevermögen insgesamt 104.872.257,64 12.611.027,18 -5.074.854,63 0,00 112.408.430,19
Bilanzpositionsbezeichnung Abschreibung 01.01.2023 Zugänge Zuschreibung Abgänge Umbuchungen Abschreibung 31.12.2023
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten -637.269,86 -116.590,00 0,00 62.884,04 0,00 -690.975,82
3. Geschäfts- oder Firmenwert -2.066.983,56 -117.102,00 0,00 0,00 0,00 -2.184.085,56
4. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe I. -2.704.253,42 -233.692,00 0,00 62.884,04 0,00 -2.875.061,38
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken -8.380.557,27 -315.481,98 0,00 0,00 0,00 -8.696.039,25
2. technische Anlagen und Maschinen -11.972.756,42 -864.130,96 0,00 1.312.942,39 0,00 -11.523.944,99
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -56.108.134,32 -5.698.946,84 0,00 2.494.316,65 0,00 -59.312.764,51
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe II. -76.461.448,01 -6.878.559,78 0,00 3.807.259,04 0,00 -79.532.748,75
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen -658.545,88 0,00 0,00 0,00 0,00 -658.545,88
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Anteile an assoziierten Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Ausleihungen an assoziierte Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
5. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
6. Ausleihungen an beteiligte Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
7. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
8. sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
9. Rückdeckungswerte für Pensionen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe III. -658.545,88 0,00 0,00 0,00 0,00 -658.545,88
Anlagevermögen insgesamt -79.824.247,31 -7.112.251,78 0,00 3.870.143,08 0,00 -83.066.356,01
Bilanzpositionsbezeichnung Buchwert 31.12.2023 Buchwert 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0,00
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 251.717,12 368.310,63
3. Geschäfts- oder Firmenwert 9.771,06 126.873,06
4. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00
Summe I. 261.488,18 495.183,69
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.393.328,58 4.469.090,91
2. technische Anlagen und Maschinen 3.042.258,75 3.273.232,77
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 14.020.308,72 13.263.869,47
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.712.076,86 1.634.020,40
Summe II. 27.167.972,91 22.640.213,55
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.912.613,09 1.912.613,09
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00
3. Anteile an assoziierten Unternehmen 0,00 0,00
4. Ausleihungen an assoziierte Unternehmen 0,00 0,00
5. Beteiligungen 0,00 0,00
6. Ausleihungen an beteiligte Unternehmen 0,00 0,00
7. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00
8. sonstige Ausleihungen 0,00 0,00
9. Rückdeckungswerte für Pensionen 0,00 0,00
Summe III. 1.912.613,09 1.912.613,09
Anlagevermögen insgesamt 29.342.074,18 25.048.010,33

Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2023

Restlaufzeit
bis zu einem Jahr davon
Verbindlichkeiten allgemein a) aus Steuern zwischen mehr als 5 Jahre
b) im Rahmen der soz. Sicherheit 1 bis 5 Jahren
Stand 31.12.2023
EUR
c) gegenüber Gesellschaftern Stand 31.12.2022
EUR
1. Anleihen 0,00 0,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 8.216.439,56 3.696.386,48 0,00 4.520.053,08 0,00 9.440.861,47
3. erhaltene Anzahlungen 0,00 0,00
4. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.716.139,42 4.716.139,42 3.316.428,30
5. Verbindlichkeiten aus der Annahme gezogener Wechsel und der Ausstellung eigener Wechsel 0,00 0,00
6. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.691.713,69 804.761,83 c) 1.886.951,86 2.438.389,22
7. Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen 0,00 0,00
8. Verbindlichkeiten gegenüber beteiligten Unternehmen 14.444,79 14.444,79 c) 0,00 13.340,54
9. sonstige Verbindlichkeiten 3.604.028,63 1.767.356,17 a) 1.647.790,44 2.191.032,31
b) 188.882,02
c) 0,00
19.242.766,09 10.999.088,69 a) 1.647.790,44 4.520.053,08 0,00 17.400.051,84
b) 188.882,02
c) 1.886.951,86

Von den Verbindlichkeiten sind insgesamt TEUR 7.138 durch Sicherungsübereignungen gesichert.

Diese entfallen in voller Höhe auf die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Becker Umweltdienste GmbH, Chemnitz

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Becker Umweltdienste GmbH, Chemnitz, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Becker Umweltdienste GmbH, Chemnitz, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den sie ergänzenden Regelungen im Gesellschaftsvertrag und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Regelungen im Gesellschaftsvertrag in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Worms, den 11. September 2024

FWP EURO AUDIT GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Theo Reiß, Wirtschaftsprüfer

Gesellschafterbeschluss

Die Jakob Becker GmbH & Co. KG, vertreten durch deren Komplementärin, die Becker Verwaltungs-GmbH, diese wiederum vertreten durch ihre Geschäftsführerin Frau Annemarie Becker und ihren Geschäftsführer Herrn Thomas Becker, ist alleinige Gesellschafterin der im Handelsregister des Amtsgerichts Chemnitz unter HRB 2290 eingetragenen

Becker Umweltdienste GmbH mit Sitz in Chemnitz.

Unter Verzicht auf die Einhaltung aller durch Gesetz und Satzung für die Einberufung einer Gesellschafterversammlung vorgesehenen Formen und Fristen beschließen die Gesellschafter einstimmig was folgt:

1.

Der Jahresabschluss der Becker Umweltdienste GmbH zum 31.12.2023 mit einer Bilanzsumme von 49.454.209,68 EUR und einem Jahresüberschuss von 2.834.261,13 EUR, wird festgestellt.

2.

Von dem vorgenannten Jahresüberschuss wird ein Teilbetrag in Höhe von 834.261,13 EUR an die Gesellschafterin, die Jakob Becker GmbH& Co. KG, zum 30.09.2024 ausgeschüttet. Nach Durchführung der Ausschüttung beträgt der verbleibende Jahresüberschuss noch 2.000.000,00 EUR.

3.

Der Ausschüttungsbetrag in Höhe von 834.261,13 EUR, vermindert um die Kapitalertragssteuer, wird mit dem bestehenden Darlehen zwischen der Jakob Becker GmbH & Co. KG und der Becker Umweltdienste GmbH, welches per 31.08.2024 mit 2.600.000,00 EUR valutiert, verrechnet.

4.

Der verbleibende Jahresüberschuss in Höhe von 2.000.000,00 EUR wird in die Gewinnrücklage eingestellt. Diese weist anschließend einen Wert von 10.500.000,00 EUR aus.

Weitere Beschlüsse werden nicht gefasst.

 

Mehlingen, den 20.09.2024

Annemarie Becker

Thomas Becker

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

8 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.