Reanovo Darmstadt GmbH
Selbe AdresseVerwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Michael Alexander Müller seit 4.6.2025 | Geschäftsführer |
Cécile Chantal Gabrielle Favennec seit 19.3.2014 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Nielsen Holding France SAS | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
NielsenIQ Services Germany GmbHFrankfurt am MainJahresabschluss zum 31. Dezember 2023Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023Grundlagen des Unternehmens Die NielsenIQ Services Germany GmbH ist Teil des führenden globalen Informationsunternehmens Intermediate Dutch Holdings BV., Amstelveen, Niederlande (nachfolgend "NielsenIQ" genannt). Nielsen IQ ist ein führendes Unternehmen in der Bereitstellung von Einzelhandels- und Verbraucherdaten, das bessere Innovationen, schnellere Lieferungen und mutigere Entscheidungen für seine Kunden ermöglicht. Diese Informationsangebote basieren auf einer umfangreichen Verbraucherdatenplattform und verfügen über umfassende Analysefunktionen. NielsenIQ verwendet umfassende Datensätze und misst alle Transaktionen gleichermaßen. Damit erhält NielsenIQ einen vorausschauenden Einblick in das Verbraucherverhalten, um die Leistung auf allen Einzelhandelsplattformen zu optimieren. Die offene Philosophie zur Datenintegration ermöglicht die Erstellung von einflussreichen Verbraucherdatensätzen. Unsere Informationen, Einsichten und Lösungen helfen unseren Kunden, ihre Marktpositionen zu stärken und Chancen für profitables Wachstum zu identifizieren. Wir haben eine Präsenz in fast 100 Ländern. NielsenIQ gehört, seit dem 5. März 2021, dem Unternehmen Advent International, Boston, USA. Advent International wurde 1984 gegründet und ist einer weltweit agierender Private-Equity-Investor. Das Unternehmen hat in über 350 Private-Equity-Transaktionen in 41 Ländern investiert. Am 10. Juli 2023 hat Nielsen IQ (nachfolgend kurz: NIQ) über zwei neu gegründete Konzerngesellschaften Grace HoldCo GmbH und Grace BidCo GmbH die GFK SE, Nürnberg (nachfolgend "GFK" genannt) erworben. Advent beabsichtigt, die NielsenIQ- und GFK-Gruppe zusammenzuführen. Die Angebote von GfK und NIQ gelten als komplementär und sollen zu verbesserten kombinierten Einblicken in das Kaufverhalten der Verbraucher über alle Kanäle und Kategorien hinweg führen. Zum 1. Januar 2014 hat die Nielsen-Gruppe überall in Europa rechtliche und gesetzliche Strukturen an unser aktuelles Geschäftsmodell angepasst, welches sich von einer länderorientierten Struktur zu einer funktionell zentralisierten und kundenorientierten Organisation entwickelt hat. Infolgedessen bündelt die The Nielsen Company (Europe) S.à r.l., Petit-Lancy, Schweiz, die seit 2014 als das Hauptgeschäftsunternehmen (Principal Operating Company, POC) auftritt, Funktionen, Entscheidungshoheit sowie Risiken und Chancen zentral in einem regionalen Zentrum (Genf), welches strategisch und operativ tätig ist, um die Geschäfte in der gesamten Region Europa zu führen. Mit Wirkung ab dem 1. Januar 2014 bietet die NielsenIQ (Germany) GmbH, Frankfurt am Main, der The Nielsen Company (Europe) S.à r.l. Routineleistungen im Zusammenhang mit europaweiten Kunden an und verkauft Daten unter der durch die POC festgelegten Anleitung und Strategie. Europaweite Kundenverträge werden von Genf aus unterschrieben, verwaltet und in Rechnung gestellt. Kosten, die im direkten Zusammenhang mit der Unterstützung dieser Verkäufe anfallen, werden parallel weiterbelastet. Darüber hinaus wurden die routinemäßigen Serviceleistungen der NielsenIQ (Germany) GmbH, die für die The Nielsen Company (Europe) S.à r.l. erbracht werden, sowie indirekte Servicefunktionen auf die NielsenIQ Services Germany GmbH mit Übernahmevertrag vom 30. April 2014 übertragen. In diesem europäischen Modell ist die NielsenIQ Services Germany GmbH eine Dienstleistungsgesellschaft, die Dienstleistungen auf den Gebieten Marktforschung, Datenerhebung und -analyse, Anwendungsentwicklung, Produktentwicklung sowie administrative Leistungen für Finanzen, Personalwesen, Einkauf und IT-Infrastruktur für die The Nielsen Company (Europe) S.à r.l. erbringt. Die NielsenIQ Services Germany GmbH berechnet als Dienstleister ihre Aufwendungen zuzüglich eines Gewinnaufschlags. Die Gesellschaft ist eine hundertprozentige Tochter der NielsenIQ (Germany) GmbH (im Folgenden auch TNC Germany). Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 2023 an ihren Standorten in Frankfurt am Main, Hamburg, München und Düsseldorf 103 Mitarbeiter (Vorjahr 107). Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Nach der Corona-Krise und dem wirtschaftlichen Einbruch im Jahr 2020 erhoffte sich die deutsche Wirtschaft eine Regeneration in den Folgejahren. Durch den Krieg in der Ukraine, den steigenden Energiepreisen und der Rekordinflation fiel die ökonomische Regenerierung im Jahr 2022 jedoch geringer aus, 2023 kam es nun sogar zu einer Rezession. Laut dem statistischen Bundesamt lag der Rückgang des Bruttoinlandsprodukts bei 0,3%. Infolge der gestiegenen Energie- und Nahrungsmittelpreise sind die Konsumausgaben der privaten Haushalte im Jahr 2023 weiter stark gestiegen und legten gegenüber dem Vorjahr um 5,6 % zu. Der Arbeitsmarkt hat sich im Jahr 2023 trotz der schwachen Konjunktur nur leicht negativ entwickelt. Die Arbeitslosenquote ist um 0,4 Prozentpunkte auf 5,7 % im Jahresdurchschnitt gestiegen. Im Jahr 2023 erhöhten sich die Verbraucherpreise auf 5,9 %. Der Gesamtumsatz der Marktforschungsbranche beträgt im Jahr 2022 in Deutschland ca. 2,0 Mrd. Euro und liegt damit um 2,1 % über dem Vorjahresniveau (Quelle: ADM: Marktforschung in Zahlen). Ein Großteil (48%) dieses Umsatzes wird durch Unternehmen der Konsum- und Gebrauchsgüterindustrie, des Handels, der Automobilindustrie, von Medien und Verlagen sowie von Banken und Versicherung erzielt (Quelle: ADM: Marktforschung in Zahlen), die auch zum Kundenkreis der TNC Germany zählen . Geschäftsverlauf Die NielsenIQ Services Germany GmbH erbringt Dienstleistungen auf den Gebieten Marktforschung, Datenerhebung und -analyse und liefert Informationen und Einblicke auf Basis eines Handels- und eines Haushaltspanels. Die Unternehmensleitung ist mit der Geschäftsentwicklung im Jahr 2023 zufrieden. Die Umsatzerlöse sind entsprechend der Prognose gegenüber dem Vorjahr um 2,2% leicht gestiegen. Auch das Ergebnis vor Ergebnisabführung hat sich sehr positiv entwickelt und hat die Erwartungen der Gesellschaft übertroffen. Das Ergebnis der Gesellschaft vor Ergebnisabführung lag im Geschäftsjahr 2023 mit 1,2 Mio. Euro um 1,0 Mio. Euro über dem Niveau des Vorjahres (2022: 0,2 Mio. Euro). Die Verbesserung des Ergebnisses vor Ergebnisabführung von 1,0 Mio. Euro ist im Wesentlichen auf die in den Vorjahren vorgenommenen Restrukturierungen sowie das verbesserte Zinsergebnis zurückzuführen. Aufgrund des Gewinnabführungsvertrags mit der NielsenIQ (Germany) GmbH wird der Gewinn an die Muttergesellschaft abgeführt. Basis für den Geschäftserfolg ist das Volumen der Dienstleistungen, die die The Nielsen Company (Europe) S.à r.l. beauftragt, um die lokalen und regionalen Kundenverträge zu bedienen. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Ertragslage Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren der Gesellschaft stellen die Umsatzerlöse und das Jahresergebnis vor Ergebnisabführung dar. Operativ erzielte die Gesellschaft ein Ergebnis vor Ergebnisabführung in Höhe von 1,2 Mio. Euro (Vorjahr 0,2 Mio. Euro). Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf folgende Faktoren zurückzuführen: - Die Umsatzerlöse sind gegenüber dem Vorjahr um 0,5 Mio. Euro auf 25,4 Mio. Euro gestiegen. Die Umsatzerlöse sind im Wesentlichen mit der The Nielsen Company (Europe) S.à r.l. entstanden (25,2 Mio. Euro, Vorjahr 24,6 Mio. Euro) und betreffen die Weiterbelastung der operativen Aufwendungen der Gesellschaft zuzüglich eines Gewinnaufschlags. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die gestiegenen operativen Servicekosten zurückzuführen. - Die Datenbezugskosten für fremde Dienstleistungen (Aufwendungen für bezogene Leistungen) sind aufgrund des Aufbaus des Haushaltspanels um 1,0 Mio. Euro auf 10,3 Mio. Euro (Vorjahr 9,3 Mio. Euro) wesentlich gestiegen. Entsprechend ist die Materialaufwandsquote von 37,2 % auf 40,5 % gestiegen. - Der Personalaufwand inkl. Sozialabgaben und Aufwendungen für Altersversorgung ist um 0,5 Mio. Euro auf 11,6 Mio. Euro gesunken (Vorjahr 12,1 Mio. Euro). Diese Verminderung ist im Wesentlichen durch die im Vorjahr vorgenommenen Restrukturierungen begründet. - Die Personalaufwandsquote ist von 48,8 % auf 45,4 % zurückgegangen. - Leichter Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 0,2 Mio. Euro auf 3,1 Mio. Euro (Vorjahr 3,3 Mio. Euro). Nach Abführung des Gewinns von 1,2 Mio. Euro an die NielsenIQ (Germany) GmbH (Vorjahr 0,2 Mio. Euro) beträgt das Ergebnis 0,00 Euro. Finanzlage Die Finanzlage der Gesellschaft ist im Geschäftsjahr insbesondere durch den positiven Cashflow in Höhe von TEUR 3.893 geprägt, der im Wesentlichen auf das positive Ergebnis vor Ergebnisabführung zurückzuführen ist. Zum Jahresende 2023 betrugen die liquiden Mittel der Gesellschaft 19,8 Mio. Euro (Vorjahr 15,9 Mio. Euro). Vermögenslage Zum 31. Dezember 2023 betrug die Bilanzsumme der NielsenIQ Services Germany GmbH 28,3 Mio. Euro gegenüber 26,0 Mio. Euro zum 31. Dezember 2022. Die Erhöhung der Bilanzsumme um 2,3 Mio. Euro ist insbesondere auf folgende Entwicklungen zurückzuführen: - Das Umlaufvermögen ist um 2,4 Mio. Euro gestiegen und beläuft sich auf 27,6 Mio. Euro gegenüber 25,2 Mio. Euro zum Ende des Vorjahres. Zum einen haben sich die Guthaben bei Kreditinstituten positiv entwickelt (3,9 Mio. Euro). Dieser Anstieg ist maßgeblich durch das positive operative Cashflow aus der laufenden Tätigkeit begründet. Gegenläufig wirkten die Forderungen gegen verbundene Unternehmen (-1,4 Mio. Euro), insbesondere gegen die The Nielsen Company (Europe) S.à r.l, (-1,5 Mio. Euro). - Die Eigenkapitalquote ist leicht zurückgegangen und beträgt 37,7 % (Vorjahr 40,9 %). - Die Rückstellungen haben sich um 0,1 Mio. Euro auf 13,9 Mio. Euro (Vorjahr 13,8 Mio. Euro) leicht erhöht. Die sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen aufgrund des Rückgangs der Rückstellungen für ausstehende Rechnungen um 0,5 Mio. Euro gesunken. Die Pensionsrückstellungen sind um 0,6 Mio. Euro planmäßig gestiegen. - Die Verbindlichkeiten sind insgesamt um 2,2 Mio. Euro gestiegen. Dies ist auf die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (+2,4 Mio. Euro) zurückzuführen. Zum einen sind die Verbindlichkeiten aus der Gewinnabführung an die Muttergesellschaft um 1,0 Mio. Euro gestiegen. Zum anderen haben sich die Verbindlichkeiten an Konzerngesellschaften aus Lieferungen und Leistungen um 1,4 Mio. Euro erhöht. Die Geschäftsführung beurteilt die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage aufgrund des Ergebnisses und der Cashflow Situation insgesamt als zufriedenstellend. Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren Wichtiger Bestandteil des Erfolges ist die kontinuierliche Weiterbildung unserer qualifizierten Mitarbeiter und die langjährige vertrauensvolle Zusammenarbeit mit unseren wichtigsten Lieferanten. Im Geschäftsjahr wurde weiterhin in Weiterbildungen und internen Seminaren für unsere Mitarbeiter investiert. Chancen- und Risikobericht Es bestehen umfangreiche Budget-, Prognose- und Reportingsysteme und -prozesse, um Risiken transparent zu machen und entsprechend frühzeitig agieren zu können. Interne 'Forecastingsysteme' hinsichtlich Umsätze und Kosten, die monatlich aktualisiert werden, werden angewendet. Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft ist von der Höhe der Dienstleistungen abhängig, die The Nielsen Company (Europe) S.à r.l. beauftragt, um die lokalen und regionalen Kundenverträge zu bedienen. Das Risiko der Abhängigkeit von diesem Kunden wird mit dem Servicevertrag, der zwischen der NielsenIQ Services Germany GmbH und der The Nielsen Company (Europe) S.à r.l. abgeschlossen wurde, minimiert. Dieser Vertrag wurde bis zum 31. Dezember 2023 fest abgeschlossen und anschließend automatisch um zwei weitere Jahre verlängert, da keine ordnungsmäßige Kündigung erfolgte. Ein latentes Risiko für nahezu sämtliche Unternehmensbereiche stellt ein möglicher Ausfall unseres IT-Systems dar. Diesem Risiko wird durch das Clustering von verschiedenen Servern und einem kompletten, externen Datenbank Back-up System entgegengewirkt. Unsere Lieferanten für Einkaufsdaten sind namhafte Unternehmen im Lebensmitteleinzelhandel und Drogeriehandel. Einkaufsrisiken werden durch mehrjährige Lieferverträge minimiert. Da die Gesellschaft Leistungen auch in Fremdwährungen ein- und verkauft, stellt die Wechselkursentwicklung des Euro zu diesen Fremdwährungen sowohl ein Risiko als auch eine Chance dar. Es handelt sich dabei im Wesentlichen um Leistungsbeziehungen innerhalb des Konzernverbunds. Die betroffenen Währungen sind der US-Dollar, Britische Pfund und Schweizer Franken. Sämtliche Fremdwährungsgewinne und -verluste trägt die Gesellschaft. Die Finanzierung erfolgt durch kurzfristige Kontokorrentverbindlichkeiten bei Kreditinstituten sowie über die Konzerneinbindung. Ein weiteres potenzielles Risiko würde eine weitere Konsolidierung in der Konsum- und Gebrauchsgüterindustrie sowie des Handels darstellen, da dies die gesamtwirtschaftliche Nachfrage nach den Dienstleistungen des Auftraggebers in der Zukunft reduzieren könnte. Wenn Unternehmen fusionieren, werden die Dienstleistungen, die sie vorher separat erworben haben, oftmals nur noch in einem geringeren Umfang erworben. Ein weiteres Risiko stellt die Reduzierung von erworbenen Dienstleistungen der Kunden der The Nielsen Company (Europe) S.à r.l. dar. Diesen Risiken versuchen wir durch eine ständige Verbesserung und Weiterentwicklung unserer Services entgegenzuwirken. Bestandgefährdende Risiken und Risiken, die die Entwicklung der NielsenIQ Services Germany GmbH gefährden könnten, sind derzeit insgesamt nicht erkennbar. Prognosebericht Im Frühjahr 2024 erholt sich die deutsche Wirtschaft von den Folgen der Corona-Krise, des Ukraine-Kriegs und der starken Inflation nur langsam. Dies spiegelt sich in den Wirtschaftsindikatoren für 2024 wider. Für das Jahr 2024 rechnet das ifo-Institut mit einem leichten Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 0,2 Prozent und mit einer Inflationsrate von 2,2%. Für das Jahr 2024 erwartet die Gesellschaft leicht steigende Umsätze. Dies entspricht den voraussichtlichen nachgefragten Dienstleistungen durch den Hauptauftraggeber The Nielsen Company (Europe) S.à r.l. Dabei erwarten wir ein leicht positives Jahresergebnis vor Ergebnisabführung. Für das Jahr 2025 sehen wir wieder eine leicht positive Entwicklung aufgrund der Nachfrage nach Dienstleistungen durch die The Nielsen Company (Europe) S.à r.l. Die Liquidität ist durch die Konzerneinbindung über die Muttergesellschaft NielsenIQ (Germany) GmbH gesichert. Hinsichtlich unseres Nachtragsberichts verweisen wir auf die Ausführungen im Anhang.
Frankfurt am Main, den 26. Juli 2024 Die Geschäftsführung Martin Schniedermeier Cécile Favennec
Bilanz zum 31. Dezember 2023
Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Allgemeine Angaben NielsenIQ Services Germany GmbH hat ihren Sitz in Frankfurt am Main und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Frankfurt am Main unter der Nummer HRB 98274 eingetragen. Die Gesellschaft hat ihren Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023unter Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des HGB (§§ 242 ff. und 264 ff. HGB) und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 Abs. 2 HGB. Die Buchführung wird im Berichtsjahr in Euro geführt und der Jahresabschluss in Euro aufgestellt. Die Angaben zur Mitzugehörigkeit werden in diesem Anhang gemacht. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen unverändert beibehalten. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden mit den Anschaffungskosten vermindert um lineare planmäßige Abschreibungen angesetzt. Gegenstände des Sachanlagevermögens wurden mit den Anschaffungskosten, vermindert um, soweit abnutzbar, planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die lineare Abschreibungsmethode wurde angewandt. Zugänge während des Geschäftsjahres wurden auf monatlicher Basis abgeschrieben. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennbetrag bilanziert. Allen risikobehafteten Posten wurde durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Flüssige Mittel wurden mit ihrem Nennwert angesetzt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag, die vor dem Bilanzstichtag gezahlt werden. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf Basis eines versicherungsmathematischen Gutachtens nach dem Projected-Unit-Credit (PUC) Verfahren berechnet. Bei der Festlegung des laufzeitkongruenten Rechnungszinssatzes wurde von dem Wahlrecht nach § 253 Abs. 2 S. 2 HGB Gebrauch gemacht. Danach dürfen Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen pauschal mit einem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre abgezinst werden, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der verwendete Rechnungszinssatz beträgt 1,82 % p.a. (Vj. 1,78 %) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009. Als unternehmensspezifische Parameter wurden zukünftig erwartete Gehalts- und Rentensteigerungen von 2,5 % (Vj. 2,5 %) bzw. 2,0 % (Vj. 2,0 %) sowie die erwartete Mitarbeiterentwicklung (altersabhängige Fluktuationswahrscheinlichkeit) berücksichtigt. Die Richttafeln 2018G von Prof. Dr. Klaus Heubeck wurden für die Bewertung von Pensionsverpflichtungen verwendet. Unter Inanspruchnahme des Wahlrechts nach Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB wird der sich aus der Änderung der Rückstellungsbilanzierung nach §§ 249 Abs. 1 Satz 1, 253 Abs. 1 Satz 2, Abs. 2 HGB durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) ergebende Zuführungsbetrag über den Höchstzeitraum von 15 Jahren gleichmäßig verteilt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags, d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen, angesetzt. Sofern die Rückstellungen eine voraussichtliche Restlaufzeit von mehr als einem Jahr haben, werden sie gemäß den von der Deutschen Bundesbank vorgegebenen Zinssätzen abgezinst. Die Ermittlung der Jubiläumsrückstellung wurde auf Basis der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck berechnet. Dabei werden ein Rechnungszinssatz von 1,74 % (Vj. 1,44 %) und ein Anwartschafts-/Gehaltstrend von 2,5 % (Vj. 2,5 %) zugrunde gelegt. Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Schulden mit einer Restlaufzeit unter einem Jahr wurden entsprechend den Vorschriften gemäß § 256a HGB am Abschlussstichtag zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet und neben den unrealisierten Aufwendungen nun auch unrealisierte Erträge erfolgswirksam erfasst. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen davon-Vermerke zur Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Aufgliederung des Anlagevermögens in Anschaffungs- und Herstellungskosten sowie Abschreibungen und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr ergibt sich aus dem Anlagespiegel in der Anlage zum Anhang. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten hauptsächlich Forderungen aus dem üblichen Lieferungs- und Leistungsverkehr gegen die The Nielsen Company (Europe) S.à r.l., Petit-Lancy, Schweiz, in Höhe von T€ 7.433 (Vj. T€ 8.928) sowie gegen die Gesellschafterin NielsenIQ (Germany) GmbH, Frankfurt am Main, in Höhe von T€ 315 (Vj. T€ 144). Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Das gezeichnete Kapital in Höhe von T€ 50 ist voll eingezahlt. Im laufenden Geschäftsjahr wurde ein Betrag in Höhe von T€ 551 den Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen zugeführt. Aus der Anwendung von Art. 66 und Art. 67 Abs. 1 bis 5 EGHGB (Übergangsvorschriften zum BilMoG) resultieren Aufwendungen in Höhe von T€ 24. Gemäß Art. 67 Abs. 2 EGHGB beträgt der zum Bilanzstichtag noch zuzuführende Betrag der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen T€ 365. Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 S. 1 HGB aus der handelsrechtlichen Ermittlung der Pensionszusagen bei der Anwendung der unterschiedlichen Durchschnittszinssätze (7 vs. 10 Jahre) beträgt T€ -74 und ist aufgrund von frei verfügbaren Rücklagen nicht ausschüttungsgesperrt. Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen, Rückstellungen für Vergütungen an Mitarbeiter wie Abfindungszahlungen und ähnliche, Bonusrückstellungen und Jubiläumsvergütungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin NielsenIQ (Germany) GmbH und betragen T€ 1.283 (Vj. T€ 249). Diese resultieren im Wesentlichen aus dem abzuführenden Gewinn für das Geschäftsjahr 2023. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 1.458. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten hauptsächlich Verbindlichkeiten aus Steuern (T€ 166, Vj. T€ 175). Verbindlichkeitenspiegel
Die Umsatzerlöse wurden entsprechend der Definition des § 277 Abs. 1 HGB erfasst und gliedern sich nach den Regionen auf das Ausland in Höhe von € 25.421.463,01 sowie auf das Inland in Höhe von € 19.061,25. Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Weiterbelastung von Aufwendungen an verbundene Unternehmen (T€ 419, Vj. T€ 255) sowie periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (T€ 96, Vj. T€ 31) und Erträge aus Währungskursgewinnen (T€ 30, Vj. T€ 8). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen für Belastungen von verbundenen Unternehmen (T€ 414, Vj. T€ 516), Kfz-Kosten (T€ 639, Vj. T€ 624) sowie Raumkosten (T€ 732, Vj. T€ 819). Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Mietverträgen bestehen zum Abschlussstichtag in Höhe von T€ 1.015 (Vj. T€ 1.286) für einen Zeitraum von 2024 bis 2027. Vorteile des Abschlusses der Mietverträge gegenüber dem Kauf der Vermögensgegenstände sind die Bilanzneutralität und vor allem die gewonnene Flexibilität. Nachteile bestehen in der Laufzeitbindung. Honorar Abschlussprüfer Das für das Geschäftsjahr 2023 berechnete Gesamthonorar für den Abschlussprüfer beträgt T€ 147und betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen. Das berechnete Gesamthonorar umfasst auch das übernommene Honorar für Abschlussprüfungsleistungen der Muttergesellschaft NielsenIQ (Germany) GmbH in Höhe von T€ 107. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen nach § 285 Nr. 21 HGB Mit nahestehenden Unternehmen und Personen, zu denen die Gesellschaft mittel- oder unmittelbar in weniger als 100-prozentigem Anteilsbesitz steht, sind keine Geschäfte zu nicht marktüblichen Bedingungen zustande gekommen. Arbeitnehmer Während des Geschäftsjahres 2023 wurden durchschnittlich 103 Angestellte beschäftigt (Vorjahr 107). Nachtragsbericht Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen auf den Jahresabschluss 2023 haben. Ergebnisverwendung Aufgrund des bestehenden Gewinnabführungsvertrages mit der Muttergesellschaft NielsenIQ (Germany) GmbH wird der Jahresüberschuss in Höhe von T€ 1.250 an diese abgeführt. Organe der Gesellschaft Als Geschäftsführer sind bestellt: Martin Schniedermeier, verantwortlich für Operations in Europa, geschäftsansässig in Frankfurt am Main (ab 26. Februar 2024) Wolfgang Blauth, verantwortlich für Finanzen für das NielsenIQ Geschäft in Westeuropa, geschäftsansässig in Frankfurt am Main (bis zum 24. Juni 2024) Cécile Favennec, verantwortlich für das Rechnungswesen, geschäftsansässig in Frankfurt am Main Die gemäß § 285 Nr. 9a HGB verlangten Angaben über die Gesamtbezüge der Geschäftsführung unterbleiben gemäß § 286 Abs. 4 HGB, da die Gesellschaft nur die Aufwendungen für die Bezüge eines Geschäftsführers trägt. Angaben zum Mutterunternehmen Mutterunternehmen ist die NielsenIQ (Germany) GmbH, Insterburger Straße 16, 60487 Frankfurt am Main. Das Mutterunternehmen wird in den Konzernabschluss der Intermediate Dutch Holdings B.V., Krijgsman 22-25, 1186 DM Amstelveen, Niederlande, welche den Konzernabschluss für den größten und den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen. Damit zählen alle Unternehmen, die in den Konzernabschluss der Intermediate Dutch Holdings B.V., Krijgsman 22-25, 1186 DM Amstelveen, Niederlande, einbezogen werden, zu den verbundenen Unternehmen. Eine Kopie des Konzernabschlusses ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich und wird im Unternehmensregister veröffentlicht.
Frankfurt am Main, den 26. Juli 2024 Die Geschäftsführung Martin Schniedermeier Cécile Favennec
Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersPrüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der NielsenIQ Services Germany GmbH, Frankfurt am Main - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der NielsenIQ Services Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und - vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens‑, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können; - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben; - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben; - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann; - beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt; - beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens; - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Eschborn/Frankfurt am Main, 26. Juli 2024 EY
GmbH & Co. KG
Kemmerich
Mühleck
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