Haier Deutschland GmbHLiquidiert

81829 München, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Bad Homburg HRB 11540
Eingetragen
30.1.2006
Branche
Großhandel mit elektrischen HaushaltsgerätenGroßhandel mit Geräten der UnterhaltungselektronikEinzelhandel mit elektrischen Haushaltsgeräten
Gegenstand
Der Handel und Vertrieb von Haushaltsgeräten, Unterhaltungselektronik, IT- und Telekommunikationsgeräten und anderen Geräten.

Historie

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Management

NameRolle
Thomas Wittling
seit 14.6.2018
Geschäftsführer
Vincent Rotger
seit 13.7.2016
Prokura
Shubao Sun
seit 17.2.2010
Geschäftsführer
Shubao Sun
seit 10.2.2010
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

Haier Deutschland GmbH

Bad Homburg v. d. Höhe

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018

Bilanz zum 31. Dezember 2018
(Vorjahr zum Vergleich)

AKTIVA

31.12.2018 31.12.2017
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.450,13 11.800,13
II. Sachanlagen    
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 287.191,81 60.604,36
  262.641,94 72.404,49
B. UMLAUFVERMÖGEN    
I. Vorräte    
Waren 5.940.955,10 3.120.058,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.500.945,16 5.444.094,64
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.432.635,67 6.924.909,98
3. Sonstige Vermögensgegenstände 304.971,52 513.752,24
  10.238.662,34 12.882.756,86
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 4.389.688,38 3.180.146,97
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 22.955,15 4.393,35
D. NICHT DURCH EIGENKAPITAL GEDECKTER FEHLBETRAG 2.606.464,58 1.706.841,25
  23.461.155,50 20.966.600,92

PASSIVA

   
  31.12.2018 31.12.2017
  EUR EUR
A. EIGENKAPITAL    
I. Gezeichnetes Kapital 30.000,00 30.000,00
II. Verlustvortrag -1.736.841,25 -1.977.614,12
III. Jahresüberschuss -699.643,33 240.772,87
IV. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 2.606.484,56 1.706.841,25
  0,00 0,00
B. RÜCKSTELLUNGEN    
Sonstige Rückstellungen 4.457.098,63 4.985.414,24
C. VERBINDLICHKEITEN    
I. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 2.000.000,00
II. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 47.611,81 304.011,48
III. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 18.675.625,39 13.616.039,48
IV. Sonstige Verbindlichkeiten 280.619,67 61.135,72
davon aus Steuern: EUR 66.628,90 (Vorjahr: EUR 52.341,08)    
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 5.545,02 (Vorjahr: EUR 1.440,86)    
  19.004.058,87 15.981.186,68
  23.461.155,50 20.966.600,92

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2018
(Vorjahr zum Vergleich)

2016 2017
EUR EUR
1. Rohergebnis 10.920.778,12 13.460.534,06
2. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter -3.886.954,25 -4.393.065,69
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -602.026,51 -668.314,84
  -4.488.980,76 -5.061.380,53
3. Abschreibungen    
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -21.339,96 -13.683,66
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -7.244.808,36 -8.122.337,91
- davon aus Währungsumrechnung: EUR (Vorjahr: EUR -75.005,20)    
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.397,85 61,85
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -6.036,33 -15.569,45
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -19.807,44 0,00
10. Ergebnis nach Steuern -857.796,88 247.624,36
11. Sonstige Steuern -41.846,45 -6.851,49
12. Jahresfehlbetrag / Jahresüberschuss -989.643,33 240.772,87

Anhang für das Geschäftsjahr 2017

A. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2018 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) erstellt worden.

Die Gesellschaft, mit Sitz in Bad Homburg, ist eingetragen unter der Nummer HRB 11540 im Handelsregister B des Amtsgerichts Bad Homburg v. d. Höhe.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB. Von den vorgesehenen größenabhängigen Erleichterungen nach § 288 Abs. 2 HGB sowie der §§ 325 ff. HGB haben wir teilweise Gebrauch gemacht.

Die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den §3 266 und 275 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dam Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewendeten Ansatz- und Bewertungsmethoden wurden mit Ausnahme von der Garantie für den Gewährleistungsanspruch stetig angewendet. Eine neue Berechnungsmethode für die Garantierückstellungen wurde konzernweit angewendet. Durch neues Berechnungsmodels und auch durch Berücksichtigung der inzwischen gesunkenen Durchschnittskosten im Garantiefall kam es zur Rückstellungsauflösung in Höhe von ca. TEUR 600.

Bei der Bewertung wurde gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen. Die Gesellschaft ist zum 31. Dezember 2018 mit TEUR 2.606 (Vorjahr TEUR 1.707) bilanziell überschuldet und weist in dieser Höhe einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag nach § 268 Abs. 3 HGB aus. Zur Sicherung der Liquidität hat Haier Singapore Investment Holding PTE. Ltd., Singapur, eine Erklärung (Letter of support) zur Sicherung der Liquidität mit Datum vom 1. März 2018 abgegeben. Die Erklärung hat eine Mindestlaufzeit bis zum 1. März 2020. Hierdurch verpflichtet sich die Haier Singapore Investment Holding PTE. Ltd., Singapur, durch die Lieferantenkredite und jährlich neu vereinbarenden Kostenrückerstattung den Geschäftsbetrieb der Haier Deutschland GmbH fortzuführen. Zum Bilanzstichtag beläuft sich der Betrag der Kostenerstattung auf TEUR 6.860, die unter den sonstigen betrieblichen Erträgen innerhalb des Rohergebnisses ausgewiesen sind.

B. Bilanzierung, Bewertung und Währungsumrechnung

I. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibung wird nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Das Sachanlagevermögen besteht nur aus andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung und wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und um die planmäßige Abschreibung für Abnutzung verringert. Dabei werden betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern von 5 bis 10 Jahren zugrunde gelegt.

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten zwischen EUR 250 und EUR 1.000 werden in einem Sammelposten aktiviert, der nach § 6 Abs. 2a EStG im Wirtschaftsjahr der Bildung und in den folgenden vier Wirtschaftsjahren mit jeweils einem Fünftel abgeschrieben werden. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis EUR 250 werden als sofortiger Aufwand verbucht.

Die Bewertung der Waren erfolgt zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt. Soweit erforderlich werden auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Einzelwertberichtigungen vorgenommen.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nominalwert angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Sonstige Rückstellungen sind für ungewisse Verbindlichkeiten gebildet. Sie berücksichtigen alle bis zur Bilanzaufstellung bekannt gewordenen, das abgelaufene Geschäftsjahr betreffenden Risiken und sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag bemessen.

Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

II. Währungsumrechnung

Die im Jahresabschluss enthaltenen Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten, denen Beträge zugrunde liegen, die auf fremde Währung lauten oder ursprünglich auf fremde Währung lauteten, wurden gem. § 256 a Satz 1 HGB mit dem Devisenkassamittelkurs bewertet. Entsprechend den Regelungen des § 256 a Satz 2 HGB wurde bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB und § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB nicht angewandt.

B. Erläuterungen zum Jahresabschluss

I. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagenvermögen

Die Entwicklung der Posten des Anlagevermögens ist dem nachstehenden Anlagespiegel (Anlage zum Anhang) zu entnehmen.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 2.433 (Vorjahr: TEUR 6.925) enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 383 (Vorjahr: TEUR 4.199).

Von den sonstigen Vermögensgegenständen von insgesamt 305 haben TEUR 185 eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (Vorjahr: TEUR 183).

3. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 4.457 (Vorjahr: TEUR 4.985) beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Garantieleistungen, Kundenrabatte, ausstehende Rechnungen, Personalkosten sowie sonstige Risiken.

4. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 16.676 (Vorjahr: TEUR 13.616) enthalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 18.542 (Vorjahr: TEUR 12.489).

Sämtliche Verbindlichkeiten sind unbesichert und haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

II. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 651 (Vorjahr: TEUR 289). Die periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 651 des Berichtsjahres resultieren aus der Teilauflösung von Garantierückstellungen als Ergebnis der Änderung der Bewertungsmethode.

Um das Geschäft in Süddeutschland auszubauen und den Einfluss zu stärken, wollten wir von Bad Homburg nach München ziehen. Angesichts des Abfindungsaufwands für die Mitarbeiter, die nicht nach München ziehen würden, haben wir im Geschäftsjahr 2018 Restrukturierungsaufwand in Höhe von TEUR 186.

C. Sonstige Angaben

I. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zukünftige Zahlungsverpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen bestehen in Höhe von TEUR 1.720 (Vorjahr TEUR 2.481) und setzen sich wie folgt zusammen:

Miete Leasingraten Summe
TEUR TEUR TEUR
fällig 2019 482 180 662
fällig 2020-2023 949 109 1.058

Für die Geschäftsjahre 2020-2023 wurden noch keine Zahlungsverpflichtungen für den neuen Standort im Region München berücksichtigt.

II. Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 63 Arbeitnehmer beschäftigt (Vorjahr: 70). Hierauf entfallen: Arbeitnehmer in Verwaltung und Vertrieb: 39 Arbeitnehmer und Arbeitnehmer in Forschung und Entwicklung: 24 Arbeitnehmer.

III. Angaben über Unternehmensbeziehungen

Die Haier Deutschland GmbH, Bad Homburg, ist ein 100%-iges Tochterunternehmen der Haier Europe Appliances Holding B.V., Amsterdam, Niederlande und wird in den Konzernabschluss der Haier Singapore Investment Holding PTE. Ltd., Singapur, einbezogen (kleinster Konsolidierungskreis). Der größte Konsolidierungskreis, in den die Gesellschaft einbezogen wird, ist der Konzernabschluss der Qingdao Haier Co., Ltd., Qingdao, China. Der Konzernabschluss des kleinsten Konsolidierungskreises ist bei der Haier Singapore Investment Holding PTE. Ltd., Singapur, 8 Cross Street 10-00 PwC Building, 048424 Singapur erhältlich. Der Konzernabschluss des größten Konsolidierungskreis ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich und wird bei der Shanghai Stock Exchange veröffentlicht.

IV. Angaben über die Mitglieder der Unternehmensorgane

Im Geschäftsjahr 2018 waren als Geschäftsführer Herr Thomas Wittling (Eintragung HR am 14. Juni 2018) und Herr Shubao Sun bestellt.

Der ausgeübte Beruf ist jeweils die operative Geschäftsführung.

Die Angabe der Geschäftsführerbezüge unterbleibt in Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB.

V. Verlustvortrag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Verlust auf neue Rechnung vorzutragen.

VI. Nachtragsbericht

Als ein wesentliches Ereignis nach dem Bilanzstichtag wird der für das Geschäftsjahr 2019 geplante Standortwechsel von Bad Homburg nach Region München eintreten.

 

Bad Homburg v.d.H., 27. März 2019

Shubao Sun

Thomas Wittling

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2018

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2018 Zugänge Abgänge 31.12.2018
EUR EUR EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE        
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 20.900,60 4.000,00 0,00 24.900,60
II. SACHANLAGEN        
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.107.303,10 207.577,41 0,00 1.314.880,51
  1.128.203,70 211.677,41 0,00 1.339.781,11
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2018 Zugänge Abgänge 31.12.2018
EUR EUR EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE        
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 9.100,47 10.350,00 0,00 19.450,47
II. SACHANLAGEN        
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.046.898,74 10.980,96 0,00 1.057.688,70
  1.055.799,21 21.339,96 0,00 1.077.139,17
Buchwerte
31.12.2018 31.12.2017
EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE    
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.450,13 11.800,13
II. SACHANLAGEN    
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 257.191,81 60.604,36
  262.641,94 72.404,49

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2018

1. Grundsätze der Gesellschaft

Geschäftsmodell und Organisation

Haier Deutschland GmbH, Bad Homburg v.d.H. (im Folgenden auch HDG) ist eine Vertriebsgesellschaft des chinesischen Haushaltswarenherstellers Haier International Co. Ltd., Qingdao / China (Hauptsitz).

Der Sitz der Gesellschaft ist Bad Homburg v.d.H. / Deutschland. HDG betreibt eine Forschungs- und Entwicklungsabteilung (Haier-Forschungs- und Entwicklungszentrum) in Nürnberg.

Seit der Gründung im Jahr 2006 ist die Haier Deutschland GmbH für die Vertriebsgebiete Deutschland und Österreich verantwortlich.

Die Haier Deutschland GmbH ist mit ihren Produkten im Geschäftsfeld Weiße Ware (MDA) vertreten.

Auf der Grundlage des Vertrages vom 12. Januar 2015 kaufte die Haier Europe Appliances Holding B.V., Amsterdam, Niederlande alle Aktien der Haier Deutschland GmbH, Bad Homburg v.d.H., Deutschland, die vorher einer 100%ige Tochtergesellschaft der Haier Europe Trading S.r.l., Varese, Italien war. Nach der erfolgreichen Eintragung zum 24. April 2015 ist die Haier Deutschland GmbH nun eine 100%ige Tochtergesellschaft der Haier Europe Appliances Holding a.V., Amsterdam.

Forschung und Entwicklung

Das Unternehmen unterhält eine Entwicklungsabteilung in Nürnberg, die Produkte entwickelt und weiterentwickelt, um gezielt auf die Anforderungen des europäischen Marktes reagieren zu können. Die Kosten dieser Abteilung werden von der Haier Gruppe und Haier Europe gedeckt. Die im Geschäftsjahr 2018 erstatteten Kosten belaufen sich auf rund 3,5 Mio. EUR (Vorjahr 3,5 Mio. EUR).

2. Wirtschaftsbericht

Makroökonomische und sektorspezifische Bedingungen

Als Hersteller von Konsumgütern ist die Haier Gruppe in hohem Maße abhängig von der allgemeinen Konjunktur. Das HDG-relevante makroökonomische Umfeld bilden die Absatzmärkte Deutschland und Österreich. Dabei stellt Deutschland im Hinblick auf die Umsatzerlöse nach wie vor den wichtigsten Absatzmarkt dar. Infolgedessen wird sich auf die Makroökonomie Deutschlands konzentriert.

Dem jährlichen Wirtschaftsbericht der Bundesregierung zufolge ist Deutschland wirtschaftlich in gutem Zustand. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im Jahr 2018 weiterhin um 2,2% gestiegen. Auch die Arbeitslosigkeit verringerte sich auf 5,3% (Vorjahr 5,7%). Deutschland zeichnet sich durch eine hohe Kaufkraft aus, die im Geschäftsjahr 2018 als positiv zu bewerten war. Die Inflationsrate ist weiterhin unter 2%.

Geschäftsentwicklung

Das Jahr 2018 ist für die HDG erfolgreich verlaufen, was sich sowohl in einem Umsatzplus von über 19% gegenüber dem Vorjahr sowie auch in der Erreichung des Planwertes manifestiere. Dies führte letztlich auch zu einer Steigerung der Marktanteile, bei einem insgesamt rückläufigen Markt, welcher lediglich im Bereich Kühlgeräte ein leichtes Plus verzeichnen konnte.

Im Bereich Kühlen/Gefrieren ist eine weitere Expansion im Sortiment erfolgt. Als Ergebnis dessen konnte neben dem Marktanteilszuwachs auch der Ausbau der mit über 30% Marktanteil ohnehin schon deutlichen Marktführerschaft im Multi-Door-Segment erreicht werden. iIsbesondere in puncto Produktdesign hat die neue Oberflächeninnovation der Black Iconic Series Aufmerksamkeit erregt. Die vom VDE ausgezeichneten Fresher Techs-Features sind nunmehr im Markt etabliert. Im Bereich Waschen konnten durch die Einführung von Serien mit Inverter Motor und Direktantrieben sowie Geräten mit Autodosierung auch hochpreisige Segmente besetzt werden. Im November 2017 erhielt die nunmehr dritte Haier Waschmaschine "HW80-BP14635" das StiWa-Test-Ergebnis "GUT", was zur weiteren Verbesserung des Images beitrug und zugleich den Verkauf von Haier Premium-Produkten begünstigte. Mit der "DuoDry" wurde ein einzigartiges Hero-Produkt in den Markt eingeführt.

Über sämtliche Weißware-Kategorien wurde ein spezielles Fachhandels-Programm "Brilliance" realisiert, um auch den in 2018 beschrittenen Fachhandelskanal adäquat zu begegnen.

Mit der Internationalen Funkausstellung (IFA) 2018 in Berlin, der weltweit größten Messe für Unterhaltungselektronik, konnte Haier sein Image als Marke, dank eines nochmals größeren und eindrucksvollen Messeauftritts, vor allem in den Augen von Fachbesuchern und Händlern, weiter festigen. Neben Highlight-Geräten und Design-Serien wurden auch Grundlagentechnologien, wie z.B. Smart Home, vorgestellt.

Als weitere wesentliche Kommunikationsfelder auf dem Weg zu einer Erhöhung der Markenbekanntheit sind die Intensivierung der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie auch die Umsetzung von Händler-Roadshows im gesamten Bundesgebiet zu nennen. Die Markenbekanntheit konnte in 2018 um 20% gesteigert werden.

Eine detaillierte Darstellung der Unternehmenssituation sowie zugrundeliegender Faktoren wird im nachfolgenden Kapitel zusammengefasst.

Überblick über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Vermögenslage

Die Bilanzsumme stieg im Vergleich zum Vorjahr um 2,5 Mio. EUR von 21,0 Mio. EUR auf 23,5 Mio. EUR, was vor allem auf die Erhöhung der Guthaben bei Kreditinstituten (+ 1,2 Mio. EUR), der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (+ 2,1 Mio. EUR) und dem Anstieg der Waren (2,8 Mio. EUR) zurückzuführen ist. Gegenläufig dazu haben sich die Forderungen gegen verbundene Unternehmen stark reduziert (- 4,5 Mio. EUR). Die HDG produziert selbst keine Waren in Deutschland und unterhält dadurch keine Produktionskapazitäten. Die kurzfristigen Vermögenswerte bilden daher fast 100% der Bilanzsumme und das Anlagevermögen ist geringfügig (d.h. 263 TEUR oder ca. 1% der Bilanzsumme).

Der Rückgang der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind um 4,5 Mio. EUR von 6,9 M. EUR auf 2,4 Mio. EUR zurückgegangen. Dies ist vor allem auf den Rückgang der ausstehenden Forderungsbeträge zurückzuführen, die aus der Kostenerstattung für u.a. Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten vonseiten des Hauptsitzes in Qingdao und des europäischen Hauptsitzes resultieren.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten sind von 5,4 Mio. EUR am 31. Dezember 2017 auf 7,5 Mio. EUR am 31. Dezember 2018 gestiegen, da die Umsätze der letzten drei Monate des abgelaufenen Geschäftsjahres 2018 über Vorjahr lagen.

Der Gewinn des Vorjahres von TEUR 241 wurde vorgetragen. Für das Geschäftsjahr 2018 wird ein negatives Eigenkapital in Höhe von -2,6 Mio. EUR (Vorjahr: - 1,7 Mio. EUR) aktivisch ausgewiesen. Das negative Eigenkapital hat sich aufgrund des Jahresverlustes von 0,9 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr verschlechtert.

Die Passivseite zum 31. Dezember 2018 besteht nur aus Rückstellungen und Verbindlichkeiten. Zum 31. Dezember 2018 bestehen die Verbindlichkeiten im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (ca. 81%). Die Rückstellungen tragen mit ca. 19% zur Bilanzsumme bei und bestehen nur aus sonstigen Rückstellungen. Die sonstigen Rückstellungen sind gegenüber dem 31. Dezember 2017 um TEUR 528 gesunken. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten Garantierückstellungen, Personalrückstellungen, Rechtsstreitigkeiten und Kundenrabatte. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf den Rückgang der Garantierückstellung um ca. TEUR 651 zurückzuführen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind im Vergleich zum Vorjahr um 5,0 Mio. EUR von 13,6 Mio. EUR auf 18,7 Mio. EUR gestiegen und korrespondiert zum Anstieg der Waren die sämtlich von verbunden Unternehmen erworben werden. Diese Erhöhung ist im Wesentlichen durch gestiegene Verbindlichkeiten gegenüber Haier Singapore Investment Holding, sowie Haier Europe Trading SRL zurückzuführen.

Finanzlage

Die Haier Deutschland GmbH finanziert ihre Geschäftstätigkeit durch Lieferantenkredite sowie einer jährlich vereinbarten Erstattung vonseiten des chinesischen Mutterkonzerns, womit die Finanzierung der Gesellschaft sicher zu stellen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen stiegen im Jahr 2018 von 13,6 Mio. EUR auf 18,7 Mio. EUR. Das kurzfristige Geldmarktdarlehen in Höhe von 2,0 Mio. EUR wurde im Berichtsjahr vollständig zurückgezahlt.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit belief sich im Berichtsjahr auf 3,4 Mio. EUR (Vorjahr: 0,3 Mio. EUR).

Um die Liquidität der HDG zu sichern, unterzeichnete die Haier Singapore Investment Holding PTE. LTD am 1. März 2018 eine Erklärung gegenüber der HDG. Die Erklärung besitzt eine Laufzeit bis zum 1. März 2020. Die Haier Singapore Investment Holding PTE. LTD., Singapur, sichert in diesem Letter of support finanzielle Unterstützung zu. Die Unterstützung wird einerseits durch eine Verlängerung der Zahlungsziele für Lieferantenverbindlichkeiten gegenüber der Haier Gruppe und jährlich neu ausgehandelte Kostenrückerstattungen gewährt und versetzt damit HDG in der Lage ihre Schulden fristgerecht zu begleichen.

Ertragslage

Das Rohergebnis im Jahr 2018 beträgt 10,9 Mio. EUR (Vorjahr: 13,5 Mio. EUR) und besteht aus Umsatz, Materialaufwand und sonstige betriebliche Erträge.

Innerhalb des Geschäftsjahres 2012 erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz von 18,9 Mio. EUR, der um 18,6% bzw. 3,0 Mio. EUR über dem Vorjahresniveau lag (Vorjahr: 16,0 Mio. EUR). Die für das Geschäftsjahr 2018 ursprünglich geplanten Ziele wurden somit erfolgreich erreicht.

Der Materialaufwand ist um EUR 2,1 Mio. von EUR 12,8 Mio. auf EUR 14,9 Mio. gestiegen. Die Materialaufwandsquote sank leicht auf 78,6% (Vorjahr: 80%).

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge für Kostenrückerstattungen in Höhe von 6,9 Mio. EUR durch den Hauptsitz der Gesellschaft in China, um die Kosten der Gesellschaft zu senken (Vorjahr: 10,3 Mio. EUR).

Der Personalaufwand ist von 5,1 Mio. EUR um EUR 0,6 Mio. auf EUR 4,5 Mio. gesunken. Der Personalaufwand wurde weiterhin durch Umstrukturierung der Organisation in 2017 beeinflusst.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind von 2,1 Mio. EUR auf 7,2 Mio. EUR um knapp 10,8% gesunken.

Nach Abzug der Steuern wird der Verlust in Höhe von 0,9 Mio. EUR (Vorjahr: Nettogewinn von 0,24 Mio. EUR) ausgewiesen. In der Umstellungsphase der neuen CM-Strategie und der Kundenmix-Anpassung belastete die operative Geschäftstätigkeit der Haier Deutschland GmbH im Jahr 2018.

3. Zusammenfassung der Geschäftslage

Der Geschäftsführer beurteilt das Geschäftsjahr 2018 wie folgt: Das Geschäftsjahr zeichnete sich durch eine Entwicklung aus, die sowohl von einem qualitativ hochwertigen Produktmix als auch damit einhergehend durch mehr Umsatz mit Produkten höherer Bruttomargen getragen wurde. Obwohl HDG sich in einem Marktklima bewegt, das durch einen äußerst intensiven Wettbewerbs- und Preisdruck gekennzeichnet ist, konnten die im Vorjahr gesetzten Umsatz- und Markenziele erreicht werden. Das Rohergebnis des Geschäftsjahres 2018 ist trotzdem um 2.5 Mio. EUR gesunken und das Geschäftsjahr schließt mit einem nicht zufriedenstellenden Verlust von 0,9 Mio. EUR.

Die in Q4 2016 begonnene Strategie der Distributionserweiterung um relevante Online-Händler, wurde 2018 konsequent vollzogen (z.B. Amazon, AD, OTTO). Ebenso ist eine verstärkte Distribution in Richtung traditioneller (Fach-) Handelskanäle erfolgt; in 2019 wird zudem eine entsprechende Listung in den wichtigsten Verbänden und Warenhäusern vollzogen werden.

4. Finanzkennzahlen

Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren der HDG sind Umsatzerlöse (18,9 Mio. EUR, Vorjahr: 16,0 Mio. EUR) und als Handelsunternehmen zusätzlich der Bruttogewinn bzw. das Rohergebnis (Erlöse abzüglich Materialkosten unter Berücksichtigung der Kostenrückerstattung aus dem Headquarter, 10,9 Mio. EUR im Vorjahr: 13,5 Mio. EUR). Zusätzlich nutzt die HDG als Kennzahlen zur Leistungssteuerung das EBIT (TEUR -834, Vorjahr TEUR 263) sowie das EBT vor Kostenerstattungen.

5. Personal

Zum 31. Dezember 2018 beschäftigte HDG 63 Personen (31. Dezember 2017: 67).

6. Prognose

Die wirtschaftliche Situation in Deutschland wird für das Geschäft 2019 als positiv bewertet, so dass eine Umsatzsteigerung erwartet wird im Bereich der Weißen Ware ist jedoch eher von einer Marktstagnation auszugehen. Dennoch ist in 2019 für die Haier Deutschland GmbH von einem deutlichen Anstieg der Umsätze und von entsprechend steigenden Marktanteilen auszugehen. Dies beruht nicht nur auf den bereits gelegten Vertriebskanäle, sondern insbesondere auch auf weitere Investments in Kommunikationsmaßnahmen.

In 2019 wird zudem das Produktsortiment weiter ausgebaut, insbesondere auch in den hochpreisigen Marktsegmenten. Zum Beispiel wird auch das in 2018 eingeführte Einbau-Kochgerätesortiment deutlich erweitert. Speziell im Bereich loT und smarter Hausgeräte wird der nächste Schritt vollzogen.

Für das Geschäftsjahr 2019 werden die Umsatzerlöse in Höhe von insgesamt 32,0 Mio. EUR und ein negatives EBT (ohne Kostenrückerstattungen) in Höhe von rund 2,3 Mio. EUR erwartet.

Uns sind aktuell keine Risiken bekannt, die die Erreichung der Annahmen gefährden könnten. Das interne Liquiditätsmanagement, das sich aus der Finanzierung durch Lieferantenkredite und jährlich vereinbarten Kostenrückerstattungen ergibt, stellt die Liquiditätssituation des Unternehmens künftig sicher.

7. Chancen- und Risikobericht

Die Entwicklung der Haier Deutschland GmbH hängt u.a. stark von der Strategie des Headquarters und somit letztlich auch unmittelbar von den dort getroffenen Entscheidungen und der Entwicklung der Haier Gruppe ab.

Der intensive Wettbewerbsdruck innerhalb des Haushaltsgerätemarktes, welcher inzwischen die nahezu kompletten HDG-Einnahmen verkörpert, sowie der Erfolg von bereits auf dem Markt etablierten Wettbewerbern, könnte für die künftige Entwicklung des Unternehmens ein Risiko darstellen. Zudem ist das Unternehmen noch nicht durchgängig distribuiert und seine Einnahmen stark von großen Kunden und deren Entwicklung abhängen (trotz erfolgter Erweiterung der Distribution).

Forderungen und sonstige Vermögenswerte, die in der Bilanz ausgewiesen werden, unterliegen in der Regel einem Risiko von Nichtzahlungs- und Wechselkursrisiken. Der Wertgehalt der Forderungen wird routinemäßig überprüft und entsprechende Wertberichtigungen erfasst. Um das Risiko einer Nichtzahlung zu minimieren, verwendet HDG ein geeignetes Forderungsmanagementsystem. Da die Rechnungsstellung überwiegend auf Euro basiert, ergeben sich keine wesentlichen Wechselkursrisiken.

Trotz der bereits genannten schwierigen Marktbedingungen schätzen wir die Umsatzentwicklung im kommenden Jahr positiv ein. Insbesondere wird der Ausbau und die Festigung des Online-Geschäfts die Chancen weiter erhöhen, sowie insbesondere auch der Eintritt und die Diffusion den traditionellen Vertriebskanäle (z.B. Buying Groups) das Geschäft stärken und auch dazu beitragen, die Marke Haier auf dem deutschen Markt besser zu etablieren und gleichzeitig für mehr Akzeptanz beim Endverbraucher sorgen.

Dank des in Deutschland ansässigen "Haier-Forschungs- und Entwicklungszentrums" kann HDG sich auf ein in sich noch stimmigeres, verbessertes und marktorientiertes Produktportfolio im Bereich der Weißen Ware stützen. In Nürnberg werden gezielt Produkte optimiert und entworfen, die hinsichtlich ihrer Funktionalität und ihres Designs den Anforderungen des europäischen Marktes gerecht werden. In den entsprechenden Ausbau von Infrastruktur und Personalstärke wurde verstärkt investiert. Auf Basis dessen kann eine positive Prognose für den Verkauf in den oben genannten Produktbereichen abgegeben werden.

In Bezug auf das Neugeschäft wird HDG den Dialog mit neuen traditionellen Handelspartnern (z.B. Buying Groups, Warenhäuser), u.a. im Rahmen von Roadshows, ausweiten. Die Gewinnung neuer Kunden wird auch künftig weiter vorangetrieben werden, was in naher Zukunft zu einer Erhöhung der Absatzmengen des Unternehmens führen soll. Neben dem Eintritt in den österreichischen Markt steht insbesondere auch die Überprüfung neuer Geschäftsmöglichkeiten im Mittelpunkt.

Hauptziel des Unternehmens ist es, die Distribution im Geschäftsjahr 2019 weiter auszuweiten. Durch die Weiterentwicklung der Vertriebs- und Dienstleistungspartner in Kombination mit der Einführung neuer, innovativer und qualitativ hochwertiger Produktsegmente, wird die Präsenz auf dem deutschen Markt verbessert werden. Unterstützt wird dies durch erhöhtes Investment in Richtung Handels- und Endkonsumenten-Kommunikation i. S. werblicher Maßnahmen mit hohen Reichweiten (z.B. Messen, Sponsoring, TV etc.).

 

Bad Homburg v.d.H., 27. März 2019

Thomas Wittling, Geschäftsführer

Shubao Sun, Geschäftsführer

Bestätigunsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

 

An die Haier Deutschland GmbH, Bad Homburg v.d.H.

Wir haben den Jahresabschluss Haier Deutschland GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Helier Deutschland GmbH für des Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2018 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2013 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt dar oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lagebericht

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes bad von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den in der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, 27. März 2019

Mazars GmbH & Co. KG
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Jean-Marc Fournier, Wirtschaftsprüfer

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