Bergström Hotels GmbHLiquidiert

14059 Berlin, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 193875
Vorher
Bergström GmbH
Eingetragen
11.11.1988
Branche
Hotels (ohne Hotels garnis)Vermittlungstätigkeiten für BeherbergungsdienstleistungenVermittlungstätigkeiten für gastronomische Dienstleistungen
Gegenstand
Der Betrieb von Hotels und Restaurants.

Historie

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Management

NameRolle
Michael Berger
seit 23.2.2018
Prokura
Manuela Halm
seit 23.2.2018
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

Bergström Hotels GmbH

Berlin (vormals: Lüneburg)

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017

Bilanz

Euro 31.12.2017
Euro
31.12.2016
Euro
A. Anlagevermögen      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände   139.463,00 6.072,00
II. Sachanlagen      
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung   382.038,00 163.231,00
B. Umlaufvermögen      
I. Vorräte   233.878,14 247.855,23
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände   1.467.719,50 887.436,91
- davon Forderungen gegen verbundene Unternehmen 345.336,85   7.977,06
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten   681.654,07 1.062.583,17
C. Rechnungsabgrenzungsposten   23.231,93 36.140,14
    2.927.984,64 2.403.318,45
  Euro 31.12.2017
Euro
31.12.2016
Euro
A. Eigenkapital      
I. Gezeichnetes Kapital   310.000,00 310.000,00
II. Kapitalrücklage   0,00 219.908,68
III. Gewinnvortrag   0,00 341.263,44
IV. Jahresfehlbetrag (i. Vj.: Jahresüberschuss)   -94.625,39 182.821,50
buchmäßiges Eigenkapital   215.374,61 1.053.993,62
B. Rückstellungen   297.938,97 298.552,00
C. Verbindlichkeiten   2.414.671,06 1.048.425,43
- davon Verbindlichkeiten gegeüber verbundene Unternehmen 1.267.438,12   11.757,05
D. Rechnungsabrenzungsposten   0,00 2.347,40
    2.927.984,64 2.403.318,45

Gewinn- und Verlustrechnung

Euro Geschäftsjahr
Euro
Vorjahr
Euro
1. Rohergebnis   11.839.763,30 11.211.478,47
2. Personalaufwand      
a) Löhne und Gehälter 4.123.296,87   3.794.438,33
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 869.944,17 4.993.241,04 757.354,00
- davon für Altersversorgung 16.862,42   15.569,08
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen   106.864,97 63.217,84
4. sonstige betriebliche Aufwendungen   6.763.261,31 6.262.613,01
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge   15,14 73,94
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen   1.177,86 2.366,16
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   69.319,41 148.424,77
8. Ergebnis nach Steuern   -94.086,15 183.138,30
9. sonstige Steuern   539,24 316,80
10. Jahresfehlbetrag (i. Vj.: Jahresüberschuss)   94.625,39 -182.821,50

Anhang

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Bergström Hotels GmbH hat ihren Sitz in Berlin. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Berlin (Charlottenburg) unter HRB 193875 B eingetragen.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2017 der Bergström Hotels GmbH ist nach den Vorschriften des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt worden.

Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind beibehalten worden.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert worden.

Bilanz (Anlage 1) und Gewinn- und Verlustrechnung (Anlage 2) enthalten entsprechend § 265 Abs. 2 HGB die Vergleichsbeträge des Vorjahres.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Immateriellen Vermögensgegenstände sowie die Sachanlagen werden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet. Die entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer bemessene planmäßige Abschreibung erfolgte direkt.

Die planmäßigen Abschreibungen werden bei den Zugängen linear entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vorgenommen.

Die Vorräte wurden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet. Abschläge zur Berücksichtigung des Niederstwertprinzips sowie Zuschreibungen zur Beachtung des Wertaufholungsgebots waren nicht vorzunehmen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich mit den Anschaffungskosten angesetzt. Wertberichtigungen wurden, soweit erforderlich, vorgenommen.

Die Position "Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten" wurde mit den Anschaffungskosten/Nominalbeträgen angesetzt.

Als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten wurden ausschließlich Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen.

Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig war. Die Bestimmungen des § 249 HGB wurden dabei berücksichtigt.

Die Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

3. Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens gemäß § 284 Abs. 3 HGB ist im nachfolgenden Anlagenspiegel dargestellt:

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am 01.01.2017
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Stand am 31.12.2017
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 8.910,10 146.768,08 0,00 0,00 155.678,18
II. Sachanlagen          
1. Betriebs- und Geschäftsausstattung 251.222,50 312.294,89 0,00 0,00 563.517,39
Summe Sachanlagen 251.222,50 312.294,89 0,00 0,00 563.517,39
Summe Anlagevermögen 260.132,60 459.062,97 0,00 0,00 719.195,57
kumulierte Abschreibungen
Stand am 01.01.2017
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Stand am 31.12.2017
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 2.838,10 13.377,08 0,00 0,00 16.215,18
II. Sachanlagen          
1. Betriebs- und Geschäftsausstattung 87.991,50 93.487,89 0,00 0,00 181.479,39
Summe Sachanlagen 87.991,50 93.487,89 0,00 0,00 181.479,39
Summe Anlagevermögen 90.829,60 106.864,97 0,00 0,00 197.694,57
Buchwert
Stand am 01.01.2017
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Abschreib. Im lfd. Jahr
EUR
Stand am 31.12.2017
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 6.072,00 146.768,08 0,00 13.377,08 139.463,00
II. Sachanlagen          
1. Betriebs- und Geschäftsausstattung 163.231,00 312.294,89 0,00 93.487,89 382.038,00
Summe Sachanlagen 163.231,00 312.294,89 0,00 93.487,89 382.038,00
Summe Anlagevermögen 169.303,00 459.062,97 0,00 106.864,97 521.501,00

Vom Gesamtbetrag der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: Euro 17.000,00 (im Vorjahr: Euro 0,00).

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von Euro 345.336,85 (im Vorjahr: Euro 7.977,06) enthalten.

Die Verbindlichkeiten haben folgende Restlaufzeiten:

Restlaufzeit
Gesamtbetrag
EUR
bis 1 Jahr
EUR
über 1 Jahr
EUR
über 5 Jahre
EUR
- davon gegenüber verbundenen Unternehmen 1.267.438,12 1.267.438,12 0,00 0,00
  (11.757,05) (11.757,05) (0,00) (0,00)
  2.414.671,06 2.414.671,06 0,00 0,00
  (1.048.425,43) (1.048.425,43) (0,00) (0,00)

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von Euro 1.267.438,12 (im Vorjahr: Euro 11.757,05) enthalten.

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde unter Anwendung des Gesamtkostenverfahrens aufgestellt.

5. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag von Euro -94.625,39 als Verlustvortrag auf neue Rechnung vorzutragen.

6. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag

Es sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres eingetreten, über die zu berichten wäre.

7. Sonstige Angaben

Geschäftsführer der Bergström Hotels GmbH:

Fabian Fernekeß, Geschäftsführer (ab 1. Oktober 2017)

Manuela Halm, Geschäftsführerin (ab 1. Oktober 2017)

Henning J. Claassen, Kaufmann (bis 30. September 2017)

Sven Flecke, Hoteldirektor (bis 30. September 2017)

Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung (§ 285 Nr. 9 lit. a HGB) werden unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB nicht genannt.

Im Jahresdurchschnitt 2017 beschäftigte die Gesellschaft Arbeitnehmer wie folgt:

Gewerbliche Arbeitnehmer 138
Kaufmännische Arbeitnehmer 10
Gesamt 148

Im Geschäftsjahr sind keine nach § 251 HGB angabepflichtige Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten vorhanden.

Die Gesellschaft hat sonstige finanzielle Verpflichtungen, die sich weder aus der Bilanz ergeben noch nach § 251 HGB anzugeben sind:

Aus Leasingverträgen resultieren sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von insgesamt rd. TEuro 25,5 p.a.

Aus Pacht- und Mietverträgen resultieren Zahlungen in Höhe von insgesamt rd. TEuro 3.280 p.a.

 

Berlin, 10. Juli 2018

gez. Fabian Fernekeß

gez. Manuela Halm

Lagebericht

Gliederung

1. Grundlagen des Unternehmens

a. Geschäftsmodell

b. Ziele und Strategien

2. Wirtschaftsbericht

a. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

b. Geschäftsverlauf

i. Ertragslage

ii. Finanzlage

iii. Vermögenslage

c. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

d. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht

i. Prognosebericht

ii. Risiko- und Chancenbericht

1. Grundlagen des Unternehmens

a. Geschäftsmodell

Die Bergström Hotels GmbH ist eine Hotelbetriebsgesellschaft und betreibt im Jahr 2017 insgesamt 2 Hotels in Deutschland. In allen 2 Objekten ist die Gesellschaft Pächter und Betreiber der Hotels.

Die Häuser werden alle in der 4 * Superior Kategorie betrieben. Unser Anspruch ist es, das Wesentliche eines Aufenthaltes zu perfektionieren, um persönliche Freiräume der Fantasie zu schaffen: Ein fantastisches Bett, kostenlose Filme, kostenfreie Minibar und kostenloses Internet, professionelle Fitnessgerate und ein belebendes Frühstück. Dies wird aktuell bereits im DORMERO Hotel Altes Kaufhaus angeboten. Im Hotel Bergström ist der DORMERO-Standard noch nicht implementiert, sodass wir zunächst weiterhin ein klassisches Hotel in Lüneburg haben. So greifen wir zwei verschiedene Zielgruppen ab, um u.a. zu schauen, welche für uns die Zielgruppe ist, welche für den wirtschaftlichen Erfolg die bessere Variante ist.

Das Kerngeschäft setzt sich zum einem aus Hotelübernachtungen und zum anderen aus Veranstaltungsgeschäft sowie auch aus klassischem Gastronomiegeschäft zusammen. Pro Haus ergeben sich in diesem Zusammenhang unterschiedliche Gewichtungen. Grundsätzlich richtet sich unser Konzept vorwiegend an Geschäftsreisende, Kurzurlaubreisende und Firmen.

b. Ziele und Strategien

Die Bergström Hotels GmbH verfolgt das Ziel, die vorhandene Zielgruppe zu erweitern und eine neue jüngere Zielgruppe zu erschließen, um so die Bekanntheit zu erhöhen. Dieses soll auch die wirtschaftliche Lage der Bergström Hotels GmbH verbessern.

Da es einen Managementvertrag mit der DORMERO Hotel AG gibt, profitiert die Bergström Hotels GmbH von der dezentralen Steuerung aller strategischen Bereiche. So sind Abteilungen wie Marketing, Sales, Reservierung und Revenue nur ein Teil der Abteilungen, welche die DORMERO Hotel AG der Bergström Hotels GmbH zu Verfügung stellt. Somit können alle Ziele und Strategien bestens erreicht werden.

2. Wirtschaftsbericht

a. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Konjunktur in Deutschland ist mäßig aufwärtsgerichtet. Der Dienstleistungsbereich befindet sich im Gegensatz zur lndustriekonjunktur in einem Aufwärtstrend. Auch der Arbeitsmarkt entwickelt sich grundsolide.

Die Hotellerie konnte von der gesamtwirtschaftlichen Lage in Deutschland profitieren. Nur die Gewinnung von qualifiziertem Personal weist Probleme auf.

Allgemein herrscht eine hohe Arbeitskräftenachfrage, die Einkommen steigen, die Preisstabilität steigt und die Zinsen sind niedrig. Dies führt zu einem Anstieg des Privatkonsums und stützt somit den Konjunkturzyklus.

Der positive gesamtwirtschaftliche Trend wird unter Berücksichtigung einzelner Euro- und Schwellenländer jedoch weiter in Beobachtung gehalten werden müssen.

Der Hotelmarkt in Deutschland mit Zahlen und Fakten [1] :

- Anzahl Betriebe Hotellerie *: 32.704, davon 20.496 Hotels/Hotels garnis {62,7%)

- Anzahl Betten Hotellerie *: 1.778.452, davon 1.503.863 in Hotels/Hotels garnis (84,6%)

- Anzahl Zimmer Hotellerie *: 963.690, davon 812.218 in Hotels/Hotels garnis (84,3%)

- Durchschnittlicher Zimmerertrag RevPAR bei 68 Euro - Plus 2,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr

- Hotelauslastung 71,5 Prozent - Plus 0,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr

- Hotelprojekte: 571 für 3 Jahre

- Netto-Zimmerpreise: 95 Euro zu (Plus 1,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr) - Vergleich Europa 97 Euro

- Online-Vertrieb: Mehr als 50 Prozent der Hotelbuchungen erfolgen über digitale Kanäle

- OTA: stärkster Buchungskanal für die Hotellerie mit 27,8 Prozent Marktanteil - Vorjahr: 25,2 Prozent

- Telefonverkauf: zweitstärkster Buchungskanal mit 20,8 Prozent Marktanteil - Vorjahr: 22,5 Prozent

- Umsatz der Buchungen über Hotelwebseite: 10,9 Prozent Marktanteil - Vorjahr 10,8 Prozent

- Umsatz der Hotellerie insgesamt: 26,98 Milliarden Euro

Der deutsche OTA-Markt wird von drei Buchungsportalen mit einem Marktanteil von 95 Prozent beherrscht. Marktführer ist Booking.com mit einem Marktanteil von 58,6 Prozent (Vorjahr 54,1 Prozent). Auf Platz zwei folgt HRS mit 23,6 Prozent (Vorjahr: 30,4 Prozent). Mit zusammen 12,2 Prozent (Vorjahr: 10,8 Prozent) kommt an Platz 3 die Expedia-Gruppe mit e-Bookers, Expedia, Hotel.com und Orbitz.

* Hotels, Hotels garnis, Gasthöfe und Pensionen werden vom Statistischen Bundesamt zum "klassischen Beherbergungsgewerbe" bzw. zur "Hotellerie" zusammengefasst.

[1] Quelle: Bericht Hotelier 2017:

https:// www.hotelier.de/hotellerie/hotelgewerbe/38737-hotemlarkt-deutschland-2013-2012-2011·2010-2009-hotelgewerbe-news

b. Geschäftsverlauf

i. Ertragslage

Die Gesellschaft beurteilt den Geschäftsverlauf des Berichtsjahres positiv. Die Ertragssäulen von der Bergström Hotels GmbH beruhen wie auch in den Vorjahren auf den Säulen Logis/Übernachtungen, Tagungs- und Veranstaltungsgeschäft sowie Gastronomie/F&B. Der Jahresumsatz aus diesen Säulen beträgt in 2017 TEUR 14.336 und weist damit einen positiven Anstieg von 6,3 % zum Vorjahr auf.

Der durchschnittliche Zimmerertrag (RevPar) von der Bergström Hotels GmbH lag im Jahr 2017 bei 87,75 €. Im Vergleich zum Vorjahr ist dies ein Anstieg von 6,72 € pro Zimmer. Die Auslastung konnte um 5,4 % auf 77,18 % gesteigert werden. In Gästezahlen ausgedrückt entspricht dies einer Steigerung von 5,0 % von 83.471 Personen in 2016 auf 87.668 Personen in 2017. Dass das Jahresergebnis um TEUR 277 im Vergleich zum Vorjahr gesunken ist, ist auf diverse Renovierungsmaßnahmen und die Neuanschaffung von Fernsehern und Kassen zurückzuführen.

ii. Finanzlage

Zu den oben genannten Umsatzerlösen der drei Hauptsäulen kommen noch sonstige betriebliche Erträge hinzu, sodass im Berichtsjahr eine Gesamtleistung von TEUR 14.437 erzielt wurde.

Die Bergström Hotels GmbH weist ein EBIT von TEUR -24 auf und entspricht damit -0,2 % vom Umsatz. Im Vorjahr betrug der EBIT TEUR 334.

Das Verhältnis von Materialaufwand zum Umsatz lag in 2016 bei 18,2% und in 2017 bei 18,1%, was einen leichten Rückgang darstellt. Die Personalaufwendungen belaufen sich auf 35 % vom Umsatz. Prozentual gesehen zum Umsatz sind die Personalaufwendungen um 1,1 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Der Umsatz pro Beschäftigten im Berichtsjahr ist nahezu gleich mit dem Vorjahr.

Die Finanzierungsverhältnisse entsprechen betriebswirtschaftlichen Grundsätzen. Mit der zukunftsorientierten lnvestitionspolitik wird die Grundlage für den Erhalt der Wettbewerbs- und Leistungsfähigkeit gelegt. Grundlegend hierfür sind insbesondere die monatlichen FF&E Rücklagen. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen machen 43,3 % der Bilanzsumme aus. Hierbei handelt es sich um die Verrechnungskonten mit der Muttergesellschaft. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen 26,3 % der Bilanzsumme. Die Verbindlichkeiten können in der Regel innerhalb der Zahlungsziele beglichen werden.

Zwecks Finanzierung unseres operativen Geschäftes musste sich in 2017 der eingeräumten Kreditlinien unserer Banken bedient werden.

iii. Vermögenslage

Die Aktivseite der Bilanz mit TEUR 2.928 Bilanzsumme wird durch das Anlagevermögen in Hohe von TEUR 521 (17,8 %) und das Umlaufvermögen inklusiver Rechnungsabgrenzungsposten mit TEUR 2.406 (82,2 %) ausgewiesen.

Die Vermögenslage des langfristig gebundenen Vermögens hat sich gegenüber dem Vorjahr von TEUR 352 auf TEUR 522 erhöht. Dieses geschah auf Grund der Renovierungen und Anschaffungen. Die Abschreibungen und Abschreibungen von Festwerten sind planmäßig verlaufen.

Die Struktur des kurz- und langfristig gebundenen Vermögens und unserer Verbindlichkeiten halten wir stabil.

Das Umlaufvermögen hat sich insgesamt um TEUR 185 erhöht. Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen ist ein Anstieg um TEUR 337 zu verzeichnen, was auf die Anbindung an das Cash Pooling zurückzuführen ist. Der Gesamtbetrag der Rückstellungen, Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungsposten beläuft sich auf TEUR 2.713. Hiervon sind allein TEUR 1.267 Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen.

c. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Die Leistungen des Unternehmens werden monatlich gemessen, ausgewertet und demnach entsprechend durch das Management gesteuert. Die Berichterstattung erfolgt ebenfalls auf monatlicher Basis an den Aufsichtsrat. Als Leistungsindikatoren werden hier die Nettoumsätze, GOP [2] und NOP [3] aus der monatlichen Betriebswirtschaftlichen Auswertung herangezogen. Weiterhin ergeben sich hieraus die Kennzahlen Umsatz pro Mitarbeiter und Umsatzrendite. Die Umsatzrendite berechnen wir mit dem EBIT im Verhältnis zu den Umsatzerlösen. In 2017 betrug die Umsatzrendite -0,16 %. Der Cashflow ergibt sich bei uns aus der Summe vom Jahresergebnis, Abschreibungen und Dotierung (bzw. Auflösung) längerfristiger Rückstellungen. Der Cashflow beträgt TEUR 11,6.

Die wirtschaftliche Lage der Bergström Hotels GmbH kann als aufstrebend bezeichnet werden.

[2] GOP = Gross Operating Profit = Brutto-Betriebsergebnis

[3] NOP = Net Operating Profit = Netto-Betriebsergebnis

d. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht

i. Prognosebericht

Wir beurteilen die weitere Entwicklung des Unternehmens, insbesondere aufgrund der langfristig kontinuierlich guten Geschäftsentwicklung und der Umsatzpotentiale der Anfang 2016 abgeschlossenen Renovierungs- und Erweiterungsmaßnahmen des Verpächters, namentlich der Renovierung sämtlicher Bäder im Haupthaus des Hotels Bergström, der vollständigen Klimatisierung des Hotels ,,Altes Kaufhaus", der Neuausstattung der Bibliothek im Hotel Bergström sowie der Erweiterung der Bäckerei ,,Die Backstube", äußerst positiv. Bedingt durch die relativ hohe Kapazitätsauslastung und die steigenden Ansprüche der Gäste ist eine weiterhin hervorragende Dienstleistung und Kundenbindung notwendig, um eine kontinuierlich positive Umsatzentwicklung sicherzustellen.

Zudem wurde das Alte Kaufhaus auf DORMERO Standard renoviert, wodurch wir uns mehr Umsatz versprechen. Schon jetzt zeigen die Zahlen, dass das neue Produkt besser angenommen wird, als das noch sehr traditionelle Hotel Bergström. Ziel in 2019 soll es sein, dass Hotel Bergström ebenfalls an den DORMERO Standard zu bringen. So werden wir in 2019 mit den Renovierungen anfangen.

Wir erwarten im Vergleich zu 2017 für das Geschäftsjahr 2018 ein leicht geringeres Jahresergebnis, bedingt durch die bereits getätigten Investitionen aber auch weiteren Investitionen, die noch abzuschließen sind. Die genannten Investitionen wurden dementsprechend budgetiert.

ii. Risiko- und Chancenbericht

Das Beherbergungsgewerbe ist traditionell von Klein- und Kleinstunternehmen geprägt. Dem steht eine national bzw. international agierende Marken bzw. Systemhotellerie gegenüber, deren Anteil an den Branchenbetrieben und am Umsatz stark wächst. Ein Großteil der Hotelneueröffnungen sind dieser Kategorie zuzuordnen. Mit modernen Inneneinrichtungen, einem angenehmen Ambiente und einem besonders auf Geschäfts- und Städtetouristen abgestimmten Interieur- und Gastronomieangebot sprechen die sogenannten Smart- oder Budgethotels diese bedeutsamen Zielgruppen, aber auch alle anderen Bevölkerungsschichten an. In den letzten Jahren konnten Unternehmen mittlerer Größe (50-249 Mitarbeiter) den Kleinstbetrieben so sukzessive Marktanteile abnehmen.

Die Ertragslage bleibt durchgehend positiv. Zudem erfordert der starke Anstieg der Übernachtungszahlen auch Personaleinstellungen. Der zuletzt weiter gestiegene durchschnittliche Zimmerpreis reicht nicht aus, um diese zusätzlichen Aufwendungen zu kompensieren. Wachsende Konkurrenz bekommt die Hotellerie durch Internet-Portale wie Airbnb oder Wimdu, die private Wohnungen bzw. Zimmer für Kurzaufenthalte vermitteln. Der Anteil von Ferienwohnungen/ Zimmern an den Übernachtungen ist nur leicht zurückgegangen und damit der Hotellerie zugutegekommen. Ein weiteres Risiko ist die Zunahme an Buchungsportalen, welche rund 15% Provisionen des Zimmerpreises verfangen. Sie müssen bei der Kalkulation beachtet werden. Positiv für die Branche ist das Verbot der Meistbegünstigungsklausel durch das Bundeskartellamt, nach der die Preise auf lnternetportalen vom Hotel nicht unterboten werden dürfen. Diese wurden inzwischen für wettbewerbswidrig erklärt und in Deutschland untersagt. Erste Hotelketten schaffen den Absprung von den marktbeherrschenden Portalen, ohne Umsatzverluste hinnehmen zu müssen. Sie können ihre Rendite damit positiv beeinflussen. Dieses ist für DORMERO im Moment noch undenkbar. Das Risiko der Terroranschläge bereitet der Branche neben dem Fachkräftemangel und den steigenden Personalkosten besondere Sorgen. Eine weitere Bürokratisierung durch die Dokumentationspflicht des Mindestlohns und die kommunalen Bettensteuern sind weitere zu beachtende Faktoren. Positiv wirken sich dagegen das Ende der Meistbegünstigungsklausel der Onlineportale und der erzielte Kompromiss bei der EU-Pauschalreiserichtlinie aus.

Natürlich muss erwähnt werden, dass auf Grund von eventuellen finanzwirtschaftlichen Krisen auf dem deutschen und europäischen Markt ein Einbruch im Hotelgewerbe drohen kann. Um dieses im Blick zu haben wird das dem Aufsichtsrat vorgestellte und vom Vorstand genehmigte Jahres-Budget durch Prognosen und den Forecast kontinuierlich über das Jahr hinweg auf Basis von Marktentwicklungen aktualisiert.

Zudem findet ein monatlicher Austausch zwischen den Hoteldirektoren und der Zentrale statt, indem die monatliche betriebswirtschaftlichen Auswertung mit dem Budget und den Vorjahreszahlen abgeglichen werden, um hieraus die entsprechenden Schlüsse zu ziehen. Die Managementebene der Zentrale wertet den monatlichen Abschluss aus um hieraus Prognosen abzuleiten und bereits frühzeitig Risiken zu erkennen.

Der gestiegene Bekanntheitsgrad der Marke DORMERO und Bergström sowie aktive Öffentlichkeitsarbeit und Medienpräsenz tragen dazu bei, das Produkt regional wie auch national präsenter zu machen. Das Markenbild generiert Interesse, bisweilen Neugier und wird konsequent weiter profiliert.

Die Hotel Manager erhalten mehr Handlungsspielraum in der lokalen Öffentlichkeitsarbeit, wie auch in der Bespieglung der sozialen Netzwerke und werden durch neue, oder erweiterte, Eigenveranstaltungen den lokalen Bekanntheitsgrad umsatzfördernd steigern.

Die Vertriebs- wie auch Reservierungsprozesse werden kontinuierlich überprüft und sukzessive verbessert.

Die in 2017 weiter verschlankten Organisationsstrukturen wirken sich nunmehr auf die organisatorische Effizienz aus. Die engere Verzahnung zwischen Sales und Veranstaltungs-Verkauf schafft Synergien und verbessert die Abstimmung in der Angebotserstellung und Kundenkommunikation. Die intensivierte Abstimmung zwischen Revenue Management und Hotel Manager unterstützt die Analyse des Buchungsbestands sowie die auf der Grundlage der Buchungsprognosen bestehenden kurzfristigen Vertriebschancen.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird ein jährlicher Liquiditätsplan erstellt, der sich kontinuierlich auf Grundlage der Forecasts anpasst. Hieraus resultierend besteht ein monatlicher Liquiditätsplan, der monatsaktuell abgeglichen wird und somit einen Überblick über die Geldaus- und -eingänge vermittelt. Zudem besteht ein Cashpool System zwischen der Bergström Hotels GmbH und der DORMERO Hotel AG. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein Debitorenmanagement. Zudem besteht eine Warenkreditversicherung.

Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung über die Bonität unserer Kunden oder unsere Hotelleistungen sind nur mittels 80% Vorkasse möglich. Zusätzlich wird ein Sicherungsbetrag von unseren Gästen gefordert. Zusammenfassend ist zu sagen, dass sich durch das Generieren neuer Hotels unter der DORMERO Marke auch der Umsatz und der Bekanntheitsgrad der Bergström Hotels GmbH erhöht.

 

Berlin, 10. Juli 2018

Geschäftsführer

gez. Fabian Fernekess

gez. Manuela Halm

Bestätigungsvermerk

Bei dem nachstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt:

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Bergström Hotels GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis 31. 12.2017 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungengeführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Potsdam, 14.08.2018

Dr. Knabe GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Jägerallee 37 i, 14469 Potsdam

Alexandra Jung, Wirtschaftsprüferin

Feststellung des Jahresabschlusses

Die Feststellung des Jahresabschlusses erfolgte am 13.01.2019.

Ergebnisverwendungsbeschluss

Die Gesellschafterversammlung hat am 13.01.2019 beschlossen, das Ergebnis aus dem Geschäftsjahr 2017 auf neue Rechnung vorzutragen.

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