Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 755401
Vorher
ARI Fleet Leasing Germany GmbH
Eingetragen
14.1.2016
Branche
Vermietung von Kraftwagen mit einem Gesamtgewicht von mehr als 3,5 tTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von KraftwagenVermietung von Kraftwagen mit einem Gesamtgewicht von 3,5 t oder weniger mittels Carsharing
Gegenstand
Das Leasing-Geschäft im In- und Ausland, insbesondere im Bereich der Personenkraftwagen, Lastkraftwagen, und der Lastkraftwagen mit Sonderaufbau (Sonderfahrzeuge), sowie alle anderen mobilen Objekte sowie die Erbringung sämtlicher mit diesen Tätigkeiten im Zusammenhang stehenden erforderlichen und nützlichen Leistungen.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Geschäftsführer
Paul Elion
seit 28.2.2022
Prokura
Henning Schick
seit 28.2.2022
Prokura
Majk D. Strika
seit 14.1.2016
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Holman Holdings Europe LimitedGBR
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Holman Leasing GmbH (vormals: ARI Fleet Leasing Germany GmbH)

Stuttgart

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31.12.2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
1. Forderungen an Kreditinstitute 615.792,45 98.567,86
a) täglich fällig 615.792,45 98.567,86
2. Forderungen an Kunden 228.365.011,01 143.510.923,00
a) davon an verbundene Unternehmen 5.700.918,77 506.262,10
3. Leasingvermögen 19.948.285,41 7.822.516,04
4. Sonstige Vermögensgegenstände 10.597.283,02 6.071.965,09
Summe der Aktiva 259.526.371,89 157.503.971,99

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 171.450.000,00 110.100.000,00
a) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 171.450.000,00 110.100.000,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 5.589.584,55 3.072.184,22
a) davon gegenüber verbundene Unternehmen 2.479.578,12 2.488.668,82
3. Rechnungsabgrenzungsposten 29.184.480,26 12.259.438,56
4. Rückstellungen 3.881.354,56 651.396,69
5. Eigenkapital 49.420.952,52 31.420.952,52
a) gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
b) Kapitalrücklage 49.400.000,00 31.400.000,00
c) Bilanzverlust -4.047,48 -4.047.48
Summe der Passiva 259.526.371,89 157.503.971,99

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01.2023 - 31.12.2023

2023 Gesamt 2022 Gesamt
EUR EUR
1. Leasingerträge 11.111.311,36 5.122.389,80
2. Leasingaufwendungen -1.665.401,40 -453.512,08
3. Zinserträge 73.743,58 0,00
4. Zinsaufwendungen -5.709.472,65 -1.024.432,23
5. Sonstige betriebliche Erträge 570.416,12 560.562,11
6. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand -714.108,99 -647.731,33
aa) Löhne und Gehälter -632.691,00 -577.370,57
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -81.417,99 -70.360,76
davon für Altersversorgung EUR 0,00 (Vj. EUR 7.733,69)
b) andere Verwaltungsaufwendungen -3.303.694,97 -4.017.803,96 -1.823.335,29 -2.471.066,62
7. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf das Leasingvermögen Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und -2.399.487,63 -987.372,39
8. bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 0,00 -47.144,92
9. Auf Grund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags ausgeglichene Verluste 2.036.694,58 -699.423,67
10. Jahresüberschuss 0,00 0,00
11. Verlustvortrag aus dem Vorjahr -4.047,48 -4.047,48
12. Bilanzverlust -4.047,48 -4.047,48

Anhang zum 31. Dezember 2023

I. Allgemeine Angaben und Erläuterungen zum Jahresabschluss

Die Holman Leasing GmbH ("Holman Leasing") hat ihren Sitz in Stuttgart und ist eingetragen in das Handelsregister B beim Amtsgericht Stuttgart (HRB 755401).

Die Gründung der Holman Leasing erfolgte mit Eintragung im Handelsregister am 14. Janu-ar 2016. Holman Leasing ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Holman GmbH, Stuttgart ("Holman"). Der Geschäftszweck ist das Verleasen von Personenkraftwagen, Lastkraftwagen, Sonderfahrzeugen und anderer mobiler Objekte sowie die Erbringung sämtlicher mit diesen Tätigkeiten im Zusammenhang stehenden Leistungen.

Mit Schreiben vom 2. August 2016 erteilte die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ("BaFin") die Erlaubnis zum Erbringen des Finanzierungsleasings gemäß §§ 32 Abs. 1, 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 10 KWG. Der Erlaubnisantrag wurde am 18. Januar 2016 gestellt.

Mit Schreiben vom 16. Mai 2017 informierte Holman Leasing die Deutsche Bundesbank sowie die BaFin über die Aufnahme der Geschäftstätigkeit.

Zum 13. September 2017 wurde zwischen Holman und Holman Leasing rückwirkend zum 1. Januar 2017 ein Ergebnisabführungsvertrag geschlossen. Die Eintragung im Handelsregister erfolgte am 25. September 2017.

Als Leasinggesellschaft ist die Holman Leasing GmbH ein Finanzdienstleistungsinstitut (§ 1 KWG) und wendet folglich für die Aufstellung ihres Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 die für Finanzdienstleistungsinstitute geltenden Vorschriften der §§ 340 ff. HGB unter Anwendung der ergänzenden Verordnung für Rechnungslegung der Kredit- und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) sowie der institutsspezifischen Formblätter an. Die Gliederungsvorschriften wurden im Hinblick auf die geschäftsbedingten Besonderheiten einer Leasinggesellschaft entsprechend modifiziert.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Vorjahres wurden unverändert beibehalten.

Die Forderungen an Kreditinstitute wurden zum Nennwert angesetzt, waren jederzeit verfügbar und unterlagen keiner zeitlichen Befristung.

Die Forderungen an Kunden wurden zu Nominalwerten angesetzt. Es wurden Pauschalwertberichtigungen gebildet, Einzelwertberichtigungen waren nicht notwendig.

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen wurden zu Nominalwerten angesetzt

Das Leasingvermögen, bestehend aus den zum Ende des Berichtzeitraums aktiven Leasingverträgen, wurde mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige, lineare Abschreibungen, die auf Monatsbasis ermittelt wurden, aktiviert. Als Abschreibungszeitraum werden für Personenkraftfahrzeuge sechs Jahre, für Lastkraftwagen neun Jahre angesetzt. Des Weiteren beinhaltet dieser Posten bereits angekaufte, zum Leasing bestimmte Objekte, welche zu Anschaffungskosten bewertet wurden.

Außerplanmäßige Abschreibungen wurden nicht vorgenommen.

Die Sonstige Vermögensgegenstände beinhalten bereits angekaufte, zum Leasing bestimmte Objekte, welche zu Anschaffungskosten bewertet wurden.

Es existierten keine immateriellen Anlagewerte oder Sachanlagen.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

III. Erläuterungen zu Bilanz

1. Aktiva

Die Forderungen an Kunden in Höhe von 228.365 TEUR (Vorjahr: 143.511 TEUR) beinhalten Forderungen aus der Leasingtätigkeit mit Kunden in kompletter Höhe. Davon sind Forderungen gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von 5.701 TEUR enthalten mit einer Restlaufzeit kleiner 3 Monate. Die Restlaufzeiten der Kundenforderungen sind wie folgt:

Restlaufzeit TEUR
bis drei Monate 18.552
mehr als drei monate bis ein Jahr 30.964
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 129.068
mehr als fünf Jahre 49.781
Gesamt 228.365

Das Leasingvermögen in Höhe von 19.948 TEUR (Vorjahr: 7.823 TEUR) enthält die zum Ende des Berichtzeitraums aktiven Leasingverträge. Die Zugänge beliefen sich auf 12.126 TEUR.

Die Sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von 10.597 TEUR (Vorjahr: 6.072 TEUR) beinhalten bereits angekaufte, zum Leasing bestimmte Objekte. Diese Objekte werden nach Vertragsbeginn nicht als Leasingvermögen, sondern als Forderungen an Kunden ausgewiesen.

2. Passiva

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 171.450 TEUR (Vorjahr: 110.100 TEUR) bestanden durch die Inanspruchnahme der Darlehensvereinbarung und haben (wie im Vorjahr) eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten. Die Verbindlichkeiten sind durch Verpfändung des Bankkontos besichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden in Höhe von 5.590 TEUR (Vorjahr: 3.072 TEUR) enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten in Höhe von 3.110 TEUR (Vorjahr: 584 TEUR). Diese haben eine Restlaufzeit von unter 3 Monaten. Darüber hinaus enthält die Position Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 2.480 TEUR (Vorjahr: 2.489 TEUR). Diese bestanden ausschließlich gegenüber der Muttergesellschaft Holman GmbH. Die Verbindlichkeiten resultierten ausschließlich aus der umsatzsteuerlichen Organschaft und dem Serviceagreement.

Der Passive Rechnungsabgrenzungsposten von 29.184 TEUR (Vorjahr: 12.259 TEUR) beinhaltet den nicht aufgelösten Teil der erhaltenen Mietsonderzahlungen (579 TEUR) sowie die zukünftigen, bereits fakturierten Zinserlöse und Verwaltungsgebühren in Höhe von 28.606 TEUR.

Die Rückstellungen in Höhe von 3.881 TEUR (Vorjahr: 651 TEUR) beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen für bereits aktivierte Fahrzeuge, Drohverlustrückstellung für Zinssicherungsgeschäft, Rückstellungen für die Jahresabschlussprüfung 2023 und die Zinsen für das gewährte Darlehen.

Das gezeichnete Kapital beträgt 25 TEUR. Der Verlustvortrag aus dem Geschäftsjahr 2016 beträgt 4 TEUR.

Die Gesellschaft weist aufgrund des seit 2017 bestehenden Ergebnisabführungsvertrages mit der Muttergesellschaft Holman GmbH ein ausgeglichenes Jahresergebnis für das Geschäftsjahr 2023 aus.

IV. Erläuterungen zur GuV

Die Leasingerträge in Höhe von 11.111 TEUR (Vorjahr: 5.122 TEUR) beinhalten im Wesentlichen die durch das Leasinggeschäft erwirtschafteten Einnahmen aus Finanzraten sowie den Verwaltungsgebühren, welche im Rahmen der Leasingverträge teilweise in Rechnung gestellt werden, die Vermarktungserlöse und die Umsätze für Weiterbelastungen. Die Leasingerträge wurden ausschließlich im Inland erzielt.

Die Leasingaufwendungen in Höhe von 1.665 TEUR (Vorjahr: 454 TEUR) bestanden aus dem Abgang von Fahrzeugen aus dem Umlaufvermögens (834 TEUR) sowie den Weiterbelastungskosten.

Die Zinserträge in Höhe von 74 TEUR (Vorjahr: 0TEUR) bestanden aus den Zinszahlungen für Devisentermingeschäft.

Die Zinsaufwendungen betrugen 5.709 TEUR (Vorjahr: 1.024 TEUR) und entstanden durch die im Berichtzeitraum zur Verfügung gestellten Darlehen eines externen Kreditinstituts sowie den Swap-Geschäften.

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 570 TEUR beinhalten das Serviceagreement gegenüber der Muttergesellschaft und die gewährten Skonti und Rabatte aus dem Händlernetzwerk.

Die Personalaufwendungen erhöhten sich im Berichtszeitraum auf 714 TEUR (Vorjahr: 648 TEUR). Der Posten enthält im Wesentlichen Löhne und Gehälter (610 TEUR), Aufwendungen für soziale Abgaben bzw. Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung (81 TEUR) und sonstige Aufwendungen (23 TEUR).

Die anderen Verwaltungsaufwendungen erhöhten sich im Berichtzeitraum auf 3.304 TEUR (Vorjahr: 1.823 TEUR). Im Wesentlichen bestand dieser Posten aus dem Serviceagreement mit der Muttergesellschaft Holman GmbH (1.993 TEUR), der Marktbewertung des Devisentermingeschäfts (904 TEUR), Bereitstellungsgebühren für das Darlehen (151 TEUR) sowie Kosten für die Abschlussprüfung (42 TEUR).

Die Abschreibungen auf das Leasingvermögen betrugen 2.399 TEUR (Vorjahr: 987 TEUR). Die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft betrugen 0 TEUR (Vorjahr: 47 TEUR)

Die Erträge aus dem in 2017 mit der Muttergesellschaft Holman GmbH geschlossenen Ergebnisabführungsvertrages betrugen 2.037 TEUR (Vorjahr Aufwendungen: 699 TEUR).

V. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Bei der Gesellschaft bestehen keine weiteren wesentlichen sonstigen finanzielle Verpflichtungen.

Haftungsverhältnisse

Bei der Gesellschaft bestehen keine Haftungsverhältnisse.

Arbeitnehmer

Die Gesellschaft beschäftigt im Geschäftsjahr 2023 4 Mitarbeiter.

Geschäftsführung

Majk Strika, Markt, Stuttgart

Thilo Widmayer, Marktfolge, Stuttgart (seit 10.12.2023).

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Sonstiges

Das Honorar für die Jahresabschlussprüfung beläuft sich auf 41 TEUR. Das Honorar für steuerliche Tätigkeiten beträgt 4 TEUR.

Konzernzugehörigkeit

Die Holman Leasing GmbH, Stuttgart, ist ein Tochterunternehmen der Holman GmbH, Stuttgart, welche wiederum ein Konzernunternehmen der Holman Limited, Chippenham/ Großbritannien, ist. Die Holman Limited, Chippenham/Großbritannien, bezieht die Holman Leasing GmbH in den Konzernabschluss ein. Die Holman Leasing GmbH wird im Konzernabschluss der Automotive Resources, CV, 4001 Leadenhall Road, Mount Laurel, 08054 New Jersey, USA, einbezogen, der nach US GAAP erstellt wird.

Die Automotive Resources, CV, ist ein Konzernunternehmen der Holman Enterprises Inc., Pennsauken, New Jersey, USA.

Die Abschlüsse sind am Ort der jeweiligen Gesellschaft einsehbar.

 

Stuttgart, 31. Mai 2024

Majk Strika, Geschäftsführer

Thilo Widmayer, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungskosten
Stand am 1. Jan. 2023 Zugänge Abgänge Stand am 31. Dez. 2023
EUR EUR EUR EUR
Leasingvermögen 10.062.237,04 15.359.205,12 1.941.673,61 23.479.768,55
10.062.237,04 15.359.205,12 1.941.673,61 23.479.768,55
kumulierte Abschreibungen
Stand am 1. Jan. 2023 Zugänge Abgänge Stand am 31. Dez. 2023
EUR EUR EUR EUR
Leasingvermögen 2.239.721,00 2.405.424,91 1.113.662,77 3.531.483,14
2.239.721,00 2.405.424,91 1.113.662,77 3.531.483,14
Restbuchwerte
Stand am 1. Jan. 2023 Stand am 31. Dez. 2023
EUR EUR
Leasingvermögen 7.822.516,04 19.948.285,41
7.822.516,04 19.948.285,41

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Allgemeine Angaben

Die Holman Leasing GmbH ("Holman Leasing") ist eine herstellerunabhängige Leasinggesellschaft und hat ihren Sitz in Stuttgart. Holman Leasing ist eingetragen in das Handelsregister B beim Amtsgericht Stuttgart (HRB 755401).

Die Gründung der Holman Leasing erfolgte mit Eintragung im Handelsregister am 14. Januar 2016. Holman Leasing ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Holman GmbH, Stuttgart ("Holman"). Der Geschäftszweck ist das Verleasen von Personenkraftwagen, Lastkraftwagen, Sonderfahrzeugen und anderer mobiler Objekte sowie die Erbringung sämtlicher mit diesen Tätigkeiten im Zusammenhang stehenden Leistungen.

Mit Schreiben vom 2. August 2016 erteilte die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ("BaFin") die Erlaubnis zum Erbringen des Finanzierungsleasings gemäß §§ 32 Abs. 1, 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 10 KWG. Der Erlaubnisantrag wurde am 18. Januar 2016 gestellt.

Zum 13. September 2017 wurde zwischen Holman und Holman Leasing rückwirkend zum 1. Januar 2017 ein Ergebnisabführungsvertrag geschlossen. Die Eintragung im Handelsregister erfolgte am 25. September 2017.

Gesamtwirtschaftliche Situation

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank in 2023 um 0,3 % im Vergleich zum Vorjahr. Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2023 war weiterhin geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine und den starken Energiepreiserhöhungen.

Im Jahr 2023 erzielte Deutschland einen Exportüberschuss von 224 Milliarden Euro.

Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2023 von 45,9 Millionen Erwerbstätigen erbracht. Das waren 333.000 Personen oder 0,7 % mehr als noch ein Jahr zuvor.

Im Berichtsjahr 2023 wurden 3,5 Millionen Kraftfahrzeuge (+7,3%) und rund 272.000 Kfz-Anhänger (-12,6 %) neu zugelassen.

Im gleichen Zeitraum wurden 2,84 Millionen Personenkraftwagen (Pkw) neu zugelassen. Dies entspricht 7,3 % mehr als in 2022.

Die Anzahl der Neuzulassungen von Nutzfahrzeugen erhöhte sich um 12,9 % auf 0,39 Millionen Einheiten im Jahr 2023. Im Bereich Lastkraftwagen wurden mit ca. 0,29 Millionen Zulassungen 14,5 % mehr zugelassen als im Jahr 2022.

Geschäftsverlauf und wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres

Im April 2017 kam es zum Abschluss des ersten Leasingvertrages.

Seitdem wuchs der Leasingbestand mit den folgenden Jahresendbeständen (aktive Verträge):

Jahr 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023
Verträge 15 136 676 1632 3294 4993 8322
Änderung zum Vorjahr 806,7% 397,1% 141,4% 101,8% 51,6% 66,7%

Die Anzahl der Kunden mit aktiven Leasingverträgen erhöhte sich von 70 zu Ende 2022 auf 91 Kunden zum Ende des Geschäftsjahres 2023.

Die Anzahl der Leasingverträge im Bestellstatus reduzierte sich von 2.099 auf 1.911 zum Ende des Geschäftsjahres 2023. Inklusive der Bestellungen bestanden zu Ende 2023 94 Kundenbeziehungen.

Im Geschäftsjahr kam es zu 1.247 regulären Vertragsbeendigungen.

In 2023 kam es zur Fortführung der bereits in den Vorjahren begonnenen Aktivitäten in sämtlichen Unternehmensbereichen. Hierzu zählen im Wesentlichen neben der kontinuierlichen Weiterentwicklung der Leasingsoftware vor allem die Erweiterung der Marketingaktivitäten, kontinuierliche Schulungen der Mitarbeiter sowie die permanente Weiterentwicklung des Berichtswesens.

Gesellschafter

Holman Leasing ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Holman GmbH mit Sitz in Stuttgart.

Personalsituation

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2023 vier Mitarbeiter. Die operativen Leasingaktivitäten werden vollständig in der Muttergesellschaft Holman GmbH durchgeführt, welche bereits in 2018 eine separate Abteilung gründete, in der die Mitarbeiter ausschließlich den Bereich Leasing betreuen. Zur Erfüllung der vorgesehenen Wachstumsziele wurde darüber hinaus der Personalbestand, speziell im Bereich Vertrieb, entsprechend aufgestockt.

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Geprägt durch das erneut stark gestiegene Neugeschäft im Geschäftsjahr 2023 erhöhte sich die Bilanzsumme um 102.022 TEUR auf 259.526 TEUR.

Vermögens- und Finanzlage

Aktiva

Aktiva 31.12.2023 31.12.2022 Veränderung in
TEUR TEUR TEUR
1. Forderungen an Kreditinstitute 616 99 517
a) täglich fällig 616 99 517
2. Forderungen an Kunden 228.365 143.511 84.854
a) davon an verbundene Unternehmen 5.701 506 5.195
3. Leasingvermögen 19.948 7.823 12.126
4. Sonstige Vermögensgegenstände 10.597 6.072 4.525
Summe der Aktiva 259.526 157.504 102.022

Durch den Abschluss weiterer Leasingverträge erhöhte sich zum einen das Leasingvermögen um 12.126 TEUR auf 19.984 TEUR und zum anderen die Forderungen an Kunden um 84.854 TEUR auf 228.365 TEUR. Forderungen gegenüber der Muttergesellschaft Holman GmbH erhöhten sich von 506 TEUR auf 5.701 TEUR, diese waren für das Serviceagreement und ein gewährtes kurzfristiges Darlehen (Laufzeit 1 Monat).

Die Position Sonstige Vermögensgegenstände, bestehend aus bereits angekauften, jedoch noch nicht aktivierten Leasingobjekten, betrug 10.597 TEUR (Vorjahr: 6.072 TEUR).

Passiva

Passiva 31.12.2023 31.12.2022 Veränderung in
TEUR TEUR TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 171.450 110.100 61.350
a) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 171.450 110.100 61.350
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 5.590 3.072 2.517
a) davon gegenüber verbundene Unternehmen 2.480 2.489 - 9
3. Rechnungsabgrenzungsposten 29.184 12.259 16.925
4. Rückstellungen 3.881 651 3.230
5. Eigenkapital 49.421 31.421 18.000
a) gezeichnetes Kapital 25 25 -
b) Kapitalrücklage 49.400 31.400 18.000
c) Bilanzverlust - 4 - 4 -
259.526 157.504 84.022

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betrugen 171.450 TEUR (Vorjahr: 110.100 TEUR) und resultierten aus dem gestiegenen Leasingbestand und der dadurch höheren Inanspruchnahme des Darlehens mit einer externen Bank.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden (dritte) in Höhe von 3.110 EUR (Vorjahr: 583 TEUR) entstanden aus dem Ankauf von Objekten für zukünftige Leasingverträge (2.675 TEUR) und Sicherheitsleistungen (435 TEUR).

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 2.480 TEUR (Vorjahr: 2.489 TEUR) bestanden ausschließlich gegenüber der Muttergesellschaft Holman GmbH. Die Verbindlichkeiten resultierten ausschließlich aus dem Serviceagreement (1.993 TEUR) und der umsatzsteuerlichen Organschaft (487 TEUR)

Durch das gestiegene Neugeschäft in 2023 erhöhte sich der Passive Rechnungsabgrenzungsposten um 16.925 TEUR auf 29.184 TEUR und besteht hauptsächlich aus zukünftigen Zinserträgen sowie der Bearbeitungsgebühr.

Die Rückstellungen in Höhe von 3.881 TEUR (Vorjahr: 651 TEUR) beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen für bereits aktivierte Fahrzeuge, Drohverlustrückstellung für Zinssicherungsgeschäft, Rückstellungen für die Jahresabschlussprüfung 2023 und die Zinsen für das gewährte Darlehen.

Die Finanz- und Liquiditätslage der Gesellschaft ist geprägt durch eine Kreditlinie einer externen Bank über USD 400 Millionen. Die Kreditlinie hat eine Fälligkeit von bis zu drei Monaten.

Die Gesellschaft war in 2023 jederzeit in der Lage ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

Ertragslage

2023 Gesamt 2022 Gesamt
TEUR TEUR
1. Leasingerträge 11.111 5.122
2. Leasingaufwendungen - 1.665 - 454
3. Zinserträge 74 -
4. Zinsaufwendungen - 5.709 - 1.024
5. Sonstige betriebliche Erträge 570 561
Allgemeine Verwaltungsaufwendungen - 561
a) Personalaufwand - 714 - 648
aa) Löhne und Gehälter - 633 - 577
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Alterversorgung und für Unterstützung - 81 - 70
davon für Altersversorgung EUR 0 (Vj. EUR 7.733,69)
6. b) andere Verwaltungsaufwendungen - 3.304 - 4.018 - 1.823 2.471.067
7. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf das Leasingvermögen 2.399 - 987
8. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft - - 47
9. Auf Grund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte (-Gewinne)/Verluste 2.037 - 699
10. Jahresüberschuss/ (-fehlbetrag) - -
11. Verlustvortrag aus dem Vorjahr - 4 - 4
12. Bilanzverlust - 4 - 4

Das gestiegene Neugeschäft im Jahr 2023 führt zu einem Anstieg der Leasingerträge um 5.989 TEUR auf 11.111 TEUR. Demgegenüber standen Leasingaufwendungen in Höhe von 1.665 TEUR (Vorjahr: 454 TEUR) sowie gestiegene Zinsaufwendungen in Höhe von 5.709 TEUR (Vorjahr: 1.024 TEUR) und höhere Abschreibungen auf das Leasingvermögen von 2.399 TEUR (Vorjahr: 987 TEUR).

Die anderen Verwaltungsaufwendungen von 3.304 TEUR (Vorjahr: 1.823 TEUR) entstanden im Wesentlichen aus dem Serviceagreement mit der Muttergesellschaft Holman GmbH (1.993 TEUR), Sicherungsgeschäfte (Swaps) (904 TEUR), Bereitstellungsgebühren für das Darlehen (151 TEUR), Kosten für die Abschlussprüfung (42 TEUR) sowie Rechts- und Beratungskosten (19 TEUR).

Die Erträge, aus dem in 2017 mit der Muttergesellschaft Holman GmbH geschlossenen Ergebnisabführungsvertrags, betrugen 2.037 TEUR (Vorjahr: Aufwand 699 TEUR). Die Gesellschaft weist, wie bereits im Vorjahr, aufgrund des seit 2017 bestehenden Ergebnisabführungsvertrages mit der Muttergesellschaft Holman GmbH, ein ausgeglichenes Jahresergebnis für das Geschäftsjahr 2023 aus.

Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Die Eigenkapitalquote als relativer Anteil an der Bilanzsumme betrug zum 31. Dezember 2022 19,9 % und reduzierte sich zum 31. Dezember 2023 auf 19,0 %.

Die Anzahl an aktiven Leasingverträgen betrug zum Bilanzstichtag 2023 8.322 Verträge und stieg damit im Vergleich zum Vorjahr um 66,7 %.

Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur wirtschaftlichen Lage

Der Geschäftsverlauf im Geschäftsjahr 2023 lag auf Grund der geänderten Zinssituation unter den Erwartungen. Die angespannte Liefersituation hatte auch in 2023 weiter bestand, woraufhin der Bestand an aktiven Verträgen leicht unter den Erwartungen lag, dafür aber der Bestand an Verträgen in Bestellung deutlich anstieg. Auch in 2023 wurde die Marktpräsenz sowie der Bekanntheitsgrad der Marke Holman mit gezielten Marketingaktionen erweitert und die Weiterentwicklung bzw. Verbesserung der Leasingsoftware vorangetrieben. Die Vertriebskapazitäten wurden aufgestockt und das Geschäft durch die Gewinnung neuer Kunden auf eine breitere Basis gestellt. Die Gesellschaft sieht sich somit gut positioniert, um die für das Geschäftsjahr 2024 gesetzten Ziele zu erreichen.

Die Gesellschaft war in 2023 jederzeit in der Lage ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Durch die bestehende Kreditlinie mit einer Konzerngesellschaft sowie einem externen Finanzierungspartner stehen der Gesellschaft ausreichend Mittel zur Verfügung, um das weitere Wachstum zu finanzieren und umzusetzen.

Risikobericht

Die nachfolgenden Risiken wurden von der Gesellschaft als Schwerpunkte für das Risikomanagement definiert.

Adressenausfallrisiko / Kreditrisiko

Holman Leasing ist als Folge des gewöhnlichen Geschäftsbetriebes einem Adressenausfallrisiko (Kreditrisiko) ausgesetzt, d.h. dem Risiko, dass ein Kunde bzw. generell ein Geschäftspartner seinen finanziellen Verpflichtungen nicht, nur teilweise, oder verspätet nachkommt. Zur Bewertung der Adressenausfallrisiken analysiert Holman Leasing die Unternehmenszahlen der Kreditnehmer sowie der Mutterunternehmen bzw. Konzernabschlüsse und bedient sich der Bonitätsbewertungen externer Ratingagenturen und Wirtschaftsauskunfteien.

Das Kredithandbuch der Gesellschaft enthält die Richtlinien zur Kreditprüfung (inkl. Geldwäscheprüfung), Kreditkompetenz, Kreditentscheidung, Kreditsicherheiten, Kreditdokumentation und Kreditüberwachung.

Die Kreditwürdigkeit einzelner Leasingnehmer wird auf Basis des internen Risikoklassifizierungsverfahrens auf einer Skala von 1 bis 7 bewertet, die Ratingnote 8 bezieht sich auf ausgefallene Leasingengagements:

Die Kreditqualität des Leasingportfolios stellte sich zum 31.12.2023 wie folgt dar:

Leasingobligo Verteilung
Ratingnote TEURO in %
1 bis 4 190.498 95,51%
5 8.334 4,18%
6 598 0,30%
7 - 0,00%
8 - 0,00%
Anteil ohne Rating 13 0,01%
Gesamt 199.443 100,00%

* Restbuchwerte aktivierter Verträge

Der hohe Portfolioanteil im Bereich der Ratings 1 bis 4 ist stark getrieben durch Kunden, die selbst börsennotiert sind oder die 100%ige Tochtergesellschaften von börsennotierten Unternehmen sind und über S&P- und Moody's Ratings im Investment Grade-Bereich verfügen.

Die maximale Höhe der eingerichteten Kreditlinie pro Vertragspartner, abhängig von der jeweiligen Bonitätseinstufung, basiert auf dem zu erwarteten Geschäftsvolumen der nächsten 12 Monate. Die Kreditlinie ist ab Aktivierung für ein Jahr gültig. Spätestens dann, anlassbezogen auch vorher, kommt es zu einer Neubewertung des Engagements und zur Entscheidung, das Engagement in gleicher Größenordnung zu belassen, auszuweiten, oder inaktiv (kein weiteres Neugeschäft) zu setzen. Die Höhe der eingerichteten Kreditlinie stellt keine verbindliche Zusage gegenüber dem Vertragspartner dar.

Die Gesellschaft stuft das Adressenausfallrisiko als wesentlich ein. Zur Überwachung des Adressenausfallrisikos wurde in 2018 ein Kreditrisikoreport eingeführt, der 1⁄4-jährig aktualisiert wird und der mit weiterem Wachstum des Leasingportfolios inhaltlich angemessen angepasst wird. Der Kreditrisikoreport enthält die Höhe des Bestandsobligos für jeden Leasingnehmer sowie eine Aggregation auf Konzernebene, einen Kontrollreport über die Einhaltung eingeräumter Kreditlimits, die Kreditratings aller Leasingnehmer sowie eine Verteilung der Ratings in die Risikoklassen 1 bis 8, eine Darstellung wesentlicher Ratingverschlechterungen des laufenden Monats, eine Übersicht der Altersstruktur offener Forderungen sowie eine Darstellung der Genehmigungsquoten von Leasinganfragen.

Marktpreisrisiko

Unter dem Marktpreisrisiko ordnet Holman Leasing das Zinsänderungsrisiko sowie das Wechselkursrisiko ein.

Das Zinsänderungsrisiko umfasst potenzielle Verluste aufgrund veränderter Marktzinsen bei der Refinanzierung der Gesellschaft. Die Gesellschaft betreibt seit 2023 Sicherungsgeschäfte (Swaps) zur Eindämmung dieses Risikos. In Anbetracht der in der Vergangenheit durchgeführten zinsfreien Ausstattung mit Barmittel im Zuge der Erhöhungen der Kapitalreserven durch die Muttergesellschaft und die hieraus entstehende Möglichkeit, der zumindest teilweisen Finanzierung aus Eigenmitteln kann das Markpreisrisiko in gewissen Maße reduziert werden. Die Gesellschaft bewertet das Zinsänderungsrisiko als hoch und würdigt es entsprechend im Zusammenhang mit der Risikotragfähigkeit.

Das Monitoring des Zinsänderungsrisikos erfolgt durch eine monatliche Sensibilitätsanalyse, bei der die Gesellschaft die finanziellen Auswirkungen von steigenden Zinskosten simuliert. Des Weiteren besteht ein monatliches Reporting, welches die Entwicklung des der Refinanzierung der Gesellschaft zugrundeliegenden Basiszinssatzes aufzeigt.

Zinsänderungsrisiken auf der Einnahmenseite bestehen nicht, da die Leasingverträge mit fixen Zinssätzen über die Vertragslaufzeit abgeschlossen werden.

Wechselkursrisiken bestehen keine. Sämtliche Rechnungsstellung erfolgt in EURO.

Assetrisiko

Die Produkte der Holman Leasing umfassen die reine Finanzierung von Leasingobjekten. Weitere Servicebausteine wie Wartung und Verschleiß, Reifenservice und weitere werden in der Gesellschaft nicht abgebildet, sondern separat in der Muttergesellschaft Holman (offene Kalkulation). Dadurch reduziert sich das Assetrisiko bzw. Restwertrisiko rein auf den Marktwert des zu finanzierenden Objektes. Die aktuell und bis zum Zeitpunkt der Berichterstellung von Holman Leasing angebotenen Produkte verlagern vertraglich das Restwertrisiko auf den Leasingnehmer. Dadurch wird das Restwertrisiko Teil des Adressenausfallrisikos, das im Rahmen der Kreditprüfung auf den Leasingnehmer abgestellt wird.

Personelle Risiken

Personelle Risiken entstehen durch den Verlust von Know-How durch das Ausscheiden wichtiger Wissensträger oder durch Fehlverhalten von Mitarbeitern, welches zu negativen Konsequenzen für die finanzielle Situation oder die Reputation der Gesellschaft führen kann. Holman Leasing stuft dieses Risiko aktuell noch gering ein, da es in der Unternehmung mehrere Personen gibt, welche im Wesentlichen den kompletten Geschäftsumfang betreuen und somit der Wegfall einzelner Personen zu keinen Wesentlichen negativen Konsequenzen im Geschäftsablauf führt. Die Gesellschaft ist sich jedoch der Herausforderung bewusst, dass, mit steigender Anzahl von Geschäftsvorfällen und einer sich erhöhenden Komplexität, entsprechende Maßnahmen ergriffen werden müssen, um dies bei einer sich ändernden Aufbauorganisation weiterhin gewährleisten zu können. Dem wird aktuell bereits entgegengesteuert, indem man Mitarbeiter sowohl intern gezielt schult, als auch externe Trainingsangebote wahrnimmt.

Operationelle Risiken

Im Geschäftsjahr 2023 entstanden keine Schadensfälle aus operationellen Risiken.

Die operativen Tätigkeiten im Geschäftsjahr 2023 beschränkten sich im Wesentlichen auf die Bereiche Vertrieb, Angebotserstellung sowie Vertragsaktivierung und Dokumentenmanagement. Zur Überwachung und Steuerung sämtlicher operativer Aktivitäten wurde bereits in 2017 ein eigens dafür zuständiges Leasingteam gebildet, welches diese Geschäftsvorfälle abwickelt. Neben der Überwachung der Kalkulationsparameter erfolgte hier auch die Prüfung der korrekten systemseitigen Umsetzung in dem neu für das Leasinggeschäft entwickelten System. Sämtliche Aktionen wurden streng nach dem 4-Augen-Prinzip überwacht.

Aufgrund der Tatsache, dass die verwendete Leasingsoftware durch einen externen Dienstleister entwickelt wird, besteht das Risiko, dass Entwicklungen fehlerhaft programmiert werden und es somit zu fehlerhaften Übertragungen von Daten in das Buchhaltungssystem kommen, welche die finanzielle Lage der Gesellschaft falsch abbilden könnten und dadurch zu falschen Rückschlüssen bezüglich der Entwicklung der Gesellschaft führen. Um dieses, von der Gesellschaft als wesentlich angesehenes Risiko einzuschränken bzw. vollständig zu eliminieren, wurde eine Schnittstelle geschaffen, welche, bevor es zur Übertragung der Informationen in das Buchhaltungssystem kommt, die Vollständigkeit und Richtigkeit der zu transferierenden Daten prüft.

Das Buchhaltungssystem der Gesellschaft ist eine Standardsoftware, welche bereits seit mehreren Jahren auch bei der Muttergesellschaft Holman im Einsatz ist.

Das Notfallkonzept der Gesellschaft wird im Business Continuity Plan (BCP) abgebildet, welcher mit dem Global Business Continuity / Disaster Recovery Team erarbeitet wurde und bei Bedarf, zumindest einmal jährlich, auf Aktualität und Wirksamkeit geprüft wird.

In 2023 war die Holman Leasing Bestandteil der Prüfungshandlungen der ausgelagerten internen Revision von Revcomp GmbH.

Um das operationelle Risiko des Verlusts der Fahrzeugdokumente einzudämmen, lagerte die Gesellschaft das Dokumentenmanagement an einen darauf spezialisierten Dienstleister aus.

Eine finanzielle Quantifizierung der operationellen Risiken erfolgte im Rahmen der zum 31. Dezember 2023 erstellten Substanzwertberechnung bzw. Risikotragfähigkeitsanalyse.

Liquiditätsrisiko

Die Koordination der Liquidität der Gesellschaft erfolgt in enger Zusammenarbeit mit der zentralen Treasury-Abteilung im Holman Konzern in den USA. Holman Leasing verfügt über eine Darlehensvereinbarung an einer Konzernkreditlinie, mit einer externen Bank, in Höhe von USD 400 Millionen. Hiermit ist das benötigte Finanzierungsvolumen der Gesellschaft basierend auf der aktuellen Planung bis in das Jahr 2026 (vgl. 332.) gedeckt. Holman Leasing erachtet somit das Liquiditätsrisiko als gering.

Steuerrisiken

Risiken für das Leasinggeschäft ergeben sich regelmäßig aus Änderungen der steuerlichen Rahmenbedingungen. Diese Risiken werden durch das Management und die enge Zusammenarbeit mit der Steuerabteilung einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft überwacht.

Rechtsrisiken

Rechtsrisiken wird durch die Verwendung von standardisierten Geschäftsbedingungen und durch das Legal Council der Holman Leasing begegnet.

Prävention von Geldwäsche und Terrorfinanzierung

Holman Leasing ist als Finanzdienstleistungsinstitut, im Sinne von §2 Absatz 1 Ziffer 2 des Geldwäschegesetzes (GWG) verpflichtet, die Vorgaben des GWG einzuhalten. Die Aktivitäten zur Geldwäscheprävention leiten sich aus dem GWG im Allgemeinen sowie weiter spezifiziert aus der von Holman Leasing erstellen Risikoanalyse nach §5 GWG ab. Basierend auf der Risikoanalyse wurde eine Arbeitsanweisung zur Geldwäscheprävention in 2018 erstellt, die regelmäßig überprüft und aktualisiert wird. Weiterhin wurde in 2020 eine verbindliche Anweisung für das Leasing-Team zur Einstufung von Risikokategorien für Geldwäsche & Terrorismusfinanzierung entwickelt und zur Verfügung gestellt. Vor Vertragsabschluss werden die wirtschaftlich Berechtigten ermittelt und mögliche PEP-Treffer verifiziert und dokumentiert. Diese Anweisung bezieht sich verstärkt auf §15 GWG in dem die verstärkten Sorgfaltspflichten geregelt sind und auch Transaktionen mit Hochrisikoländern beschrieben sind.

Wesentliche Bausteine der Geldwäscheprävention bei Holman Leasing sind die eindeutige Identifizierung der Kunden und Ermittlung der wirtschaftlich Berechtigten vor Aufnahme einer Geschäftsbeziehung, die Ermittlung des PEP Status, der Abgleich gegen Terror- Sanktions- und Embargolisten, die Ermittlung eines Risikoratings sowie die Erhebung weiterer Daten und/oder Einleitung spezifischer Sicherungsmaßnahmen falls angemessen bzw. erforderlich. Außerdem werden eingehenden Zahlungen auf Basis der Vorgaben des GWG auf ihre Herkunft überprüft, Bargeldzahlungen werden nicht akzeptiert.

Die Zuständigkeit für die Einhaltung der Vorgaben zur Geldwäscheprävention liegen beim Geldwäschebeauftragten und dessen Stellvertreter.

Im Geschäftsjahr 2023 kam es zu keinen Verdachtsfällen oder auffälligen Transaktionen bezüglich Geldwäsche bzw. Terrorismusfinanzierung.

Holman Leasing schätzt das Risiko, ein Ziel für Geldwäsche- oder Terrorismusfinanzierung zu werden, nach wie vor als eher gering ein. Dies wird durch ein sorgfältiges "Screening" der Unternehmen im Akquisitionsprozess gewährleistet. Zusätzliche Sicherheit besteht dadurch, dass es sich bei den Kunden um gewerbliche, registerlich eingetragene Unternehmen in Deutschland handelt, die bereits in ihrem Geschäftsfeld aktiv sind. Privatpersonen werden grundsätzlich nicht bedient.

Chancenbericht

Die Gesellschaft erwartet nachhaltiges Wachstum durch eine weitere Stärkung der Vertriebsressourcen und durch Intensivierung der Marketingaktivitäten, die die Vorteilhaftigkeit der angebotenen Produktpalette in Bezug auf Flexibilität, Transparenz und Modularität klar kommuniziert.

Aufgrund der makroökonomischen Wirtschaftslage und der daraus resultierenden Warenknappheit an Neufahrzeugen, hat Flexibilität im Fuhrpark und den zugehörigen Finanzierungsverträgen an Stellenwert gewonnen. Hier knüpfen wir mit unserem Produkt an.

Prognosebericht

Der positive Wachstumstrend aus dem Geschäftsjahr 2023 setzte sich auch in den ersten 3 Monaten des Geschäftsjahres 2024 fort. Der Vertragsbestand (aktive und Bestellungen) erhöhte sich zu Ende März 2024 im Vergleich zum Jahresende 2023 um 943 Einheiten.

Weiteres Wachstum erhofft sich die Gesellschaft durch gezielte Investitionen in Marketing und Vertrieb.

Zum Jahresende 2024 geht die Gesellschaft von einem aktiven Vertragsbestand von ca. 13.900 Einheiten aus.

Das geplante Investitionsvolumen für neue Leasingobjekte liegt bei ca. EUR 175 Millionen.

Die Gesellschaft erwartet für 2024 ein Ergebnis vor Gewinnabführung von ca. EUR 1,7 Millionen.

 

Stuttgart, im Mai 2024

Die Geschäftsführer

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

Dem Jahresabschluss, der in der Gesellschafterversammlung am 29. August 2024 festgestellt wurde, und dem Lagebericht wurde der nachfolgende Bestätigungsvermerk erteilt:

An die Holman Leasing GmbH:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Holman Leasing GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Holman Leasing GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Institute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Institute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermö-gens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, den 31. Juli 2024

dhpg GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Hahn, Wirtschaftsprüfer

Huber, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

22 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.