RABA Verpackungen GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Verpackungen und Verschlüssen aus Eisen, Stahl und NE-Metall
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Hugo Sebastian Trappmann seit 19.10.2018 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Blechwarenfabrik Limburg GmbH | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Obenauer GmbHSaarbrückenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Konzernlagebericht 20221. Grundlagen des Konzerns Der Obenauer Konzern umfasst eine Gruppe von vierzehn nationalen und internationalen Gesellschaften, die unter der Führung der Holding-Gesellschaft Obenauer GmbH stehen. Daneben bestehen Beteiligungen an fünf Gemeinschafts- bzw. assoziierten Unternehmen (einschließlich deren Tochterunternehmen). Zum Abschlussstichtag war der Obenauer Konzern an folgenden Standorten vertreten:
Der Konzern unterteilt sich in die beiden Geschäftsbereiche Herstellung und Vertrieb von Verpackungen, Verschlüssen, Plakaten und sonstigen Gegenständen aus Blech und Kunststoff (Produktionsbereich) und Handel mit Waren aller Art, insbesondere Lebensmittel und Güter des täglichen Bedarfs (Handelsbereich). Die Absatzmärkte im Produktionsbereich liegen im Wesentlichen in Deutschland, Polen sowie Dänemark, die des Handelsbereichs liegen im Wesentlichen in Deutschland. 2. Wirtschaftsbericht a) Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2022 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 1,9 % gewachsen. Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2022 geprägt von den Folgen des Krieges in der Ukraine und den extremen Energiepreiserhöhungen. Hinzu kamen verschärfte Material- und Lieferengpässe, massiv steigende Preise beispielsweise für Nahrungsmittel, der Fachkräftemangel und die zu Beginn des Jahres noch spürbaren Auswirkungen der später auslaufenden Corona-Pandemie. Trotz dieser nach wie vor schwierigen Bedingungen konnte sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 insgesamt gut behaupten. Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2022 um 0,7 % höher. Darüber hinaus waren die preisbereinigten privaten Konsumausgaben 2022 die wichtigste Wachstumsstütze der deutschen Wirtschaft, die preisbereinigt um 4,6 % im Vergleich zum Vorjahr gestiegen sind und damit fast das Vorkrisenniveau von 2019 erreicht haben. Grund hierfür waren Nachholeffekte im Zuge der Aufhebung fast aller Corona-Schutzmaßnahmen im Frühjahr 2022. Gemäß Destatis erhöhten sich die Konsumausgaben des Staates im Jahr 2022 nach zwei stark von Corona geprägten Jahren moderat um 1,1 %. Der Staat gab deutlich mehr Geld aus, um die zahlreichen Schutzsuchenden aus der Ukraine und anderen Staaten zu verpflegen und unterzubringen. Dagegen sanken die staatlichen Ausgaben zur Bekämpfung der Corona-Pandemie, auch wenn weiterhin umfangreich Impfstoffe beschafft und finanziert wurden. Der Außenhandel nahm trotz starker Preisanstiege im Jahr 2022 zu: Deutschland exportierte preisbereinigt 3,2 % mehr Waren und Dienstleistungen als im Vorjahr. Die Importe legten gleichzeitig stärker um preisbereinigt 6,7 % zu. Der Außenbeitrag dämpfte dadurch insgesamt das BIP-Wachstum. Auch haben sich die Verbraucherpreise in Deutschland im Jahresdurchschnitt 2022 um 7,9 % gegenüber 2021 erhöht. Ausschlaggebend für die historisch hohe Jahresteuerungsrate war vor allem der extreme Preisanstieg für Energieprodukte und Nahrungsmittel mit Beginn des Krieges in der Ukraine. Die Energieprodukte verteuerten sich 2022 gegenüber dem Vorjahr deutlich um 34,7 %, nach einem Anstieg um 10,4 % im Jahr 2021. Für die Verbraucherinnen und Verbraucher gab es im Jahresdurchschnitt 2022 immense Preiserhöhungen bei leichtem Heizöl (+87,0 %) und bei Kraftstoffen (Gesamt: +26,8 %; Diesel: +39,6 %; Super: +21,8 %). Auch die Preise für andere Haushaltsenergie wie Erdgas (+64,8 %) und Strom (+20,1 %) erhöhten sich deutlich. Die Entlastungsmaßnahmen aufgrund der hohen Energiepreise milderten die Teuerung von Energie im Jahresverlauf temporär ab. Ohne Berücksichtigung der Energiepreise hätte die Jahresteuerungsrate 2022 nur bei +4,9 % gelegen. Die Preise für Nahrungsmittel erhöhten sich im Jahr 2022 gegenüber 2021 um 13,4 %. Der Handelsbereich (VLG Großverbraucherdienst Südwest GmbH mit VLG Fleischwaren GmbH, Piemonte GmbH, Feinkost Cremona GmbH, VLG Trier c-gro C&C Großhandel GmbH und VLG Lux S.à r.l.) ist in der GV-Food-Branche tätig. Die ersten Monate des Jahres 2022 waren noch durch Auswirkungen der zu Ende gehenden Pandemie geprägt. Im Vergleich zu 2021 normalisierte sich dann der Geschäftsgang, der dann jedoch in einigen Sortimenten durch schlechtere Warenverfügbarkeit und Lieferkettenunterbrechungen aufgrund der Ukrainekrise beeinflusst wurde. Ab April mussten dann wegen starker Preiserhöhungen seitens der Lebensmittelindustrie auch kundenseitig höhere Preise durchgesetzt werden. Der Produktionsbereich (Blechwarenfabrik Limburg GmbH, Blechwaren Manufaktur GmbH, Blechwaren Logistik GmbH, ADL GmbH, Baltic Packaging ApS, FPS Polska Sp. Z.o.o., I.C.E. SE, I.C.E. Russia) ist in der Metallverpackungsbranche tätig. Das Hauptbetätigungsfeld ist die Herstellung von Feinstblechverpackungen für chemischtechnische Füllgüter. Geografisch liegen die Absatzmärkte in Mittel-, Nordeuropa, Polen und Russland, wobei Deutschland den größten Absatzmarkt darstellt. Der Markt von Metallverpackungen war im Jahr 2022 von starken Preissteigerungen der eingekauften Rohmaterialien, vor allem des Verpackungsstahls, geprägt. Die hierdurch stark gestiegenen Einkaufskosten konnten größtenteils an die Kunden weitergegeben werden. Dies war möglich, da der Produktionsbereich sich während der Corona-Pandemie trotz der einhergehenden Materialverknappung durch eine durchgehend hohe Lieferzuverlässigkeit und Qualität am Markt auszeichnen konnte. Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine hatte nur indirekt Einfluss auf den Produktionsbereich der Obenauer GmbH. Für die europäischen Gesellschaften spielt Russland weder für den Bezug noch für den Vertrieb von Waren eine signifikante Rolle. Die russischen Gesellschaften sind operativ unabhängig. Die Zahlen des statistischen Bundesamtes weisen für in Deutschland im Jahr 2022 produzierte Blechverpackungen unter 50l Volumen für Farben, Lacke und verwandte Erzeugnisse ein Umsatzplus von 16,9 % aus, während sich die verarbeitete Masse um 19,7 % gegenüber dem Vorjahr verringerte. Der Produktionswert von Aerosoldosen aus Verpackungsstahl stieg um 26,6 %, während auch hier die verarbeitete Masse im Berichtszeitraum um 10,4 % sank. b) Geschäftsverlauf Der Umsatz im Handelsbereich konnte im Vergleich zu 2021 erheblich (+36,8 %) auf TEUR 79.390 gesteigert werden. Auch gegenüber dem letzten nicht von der Pandemie beeinflussten Jahr 2019 konnten höhere Umsätze erzielt werden. Insbesondere in der Gastronomie zeigten sich Nachholeffekte zu den vergangenen Jahren. Aber auch im Bereich der Betriebskantinen und der Verpflegungsbetriebe in sozialen Einrichtungen normalisierte sich das Geschäft. Sehr stark konnte die Geschäftstätigkeit in Luxemburg und Frankreich ausgebaut werden. Der Geschäftsverlauf des Produktionsbereichs der Obenauer GmbH war im Jahresverlauf sehr unterschiedlich. Während das erste Halbjahr die Erwartungen übertraf, schwächte sich die Marktnachfrage im zweiten Halbjahr deutlich ab. Als Ursache hierfür ist vor allem ein Lagereffekt bzw. sogenannter Peitscheneffekt zu nennen. Die Kunden der von uns hergestellten Verpackungen, also die Abfüller, bereiteten sich 2022 auf eine Boom-Saison wie in den Corona-Jahren vor und bauten zu Beginn des Berichtsjahres entsprechende Lagerbestände auf. Jedoch kam es nicht zu der antizipierten hohen Nachfrage seitens der Endkunden, so dass die Lagerbestände nur langsam abgebaut wurden und als Folge die Nachfrage nach weiteren Verpackungen noch stärker zurückging. Hintergrund für die Kaufzurückhaltung der Endkunden war die Kaufkraftverlust durch Inflation und die steigenden Energiepreise sowie eine geänderte Priorisierung der Konsumausgaben nach der Pandemie, weg von häuslichen Renovierungstätigkeiten und hin zu sozialen Veranstaltungen und Reisen. Insgesamt konnte der Umsatz im Produktionsbereich um 20,6 % auf TEUR 94.336 gesteigert werden. Entsprechend der Prognose im Lagebericht 2021 haben sich die Konzernumsätze insgesamt um TEUR 37.470 (= 27,4 %) auf TEUR 174.198 deutlich und das Konzernjahresergebnis um TEUR 4.783 auf TEUR 8.692 sogar mehr als deutlich erhöht. Wir sind mit dem Geschäftsverlauf und dem Ergebnis im Konzern insgesamt zufrieden. c) Ertragslage
Der Anstieg der Umsatzerlöse (TEUR +37.470) verteilt sich auf Handelsaktivitäten (TEUR +21.364), den Produktionsbereich (TEUR +16.119) sowie sonstige Umsätze (TEUR-13). Nach Berücksichtigung der Bestandserhöhung (TEUR +2.202) und der anderen aktivierten Eigenleistungen (TEUR +281) ergibt sich eine um TEUR 36.908 höhere Gesamtleistung (TEUR 176.681, Vorjahr TEUR 139.773) gegenüber dem Vorjahr. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um TEUR 776 auf TEUR 544 zurückgegangen. Sie enthielten im Vorjahr Erträge aus der Gewährung von Überbrückungshilfe III in Höhe von TEUR 742. Der Materialaufwand hat sich leicht überproportional um TEUR 24.546 auf TEUR 108.121 erhöht. Die Materialeinsatzquote bezogen auf die Gesamtleistung im Konzern liegt damit bei 61,2 % (Vorjahr 59,8 %). Der Rohertrag hat sich so um TEUR 11.586 auf TEUR 69.104 erhöht. Der Personalaufwand hat sich um TEUR 3.722 auf TEUR 32.436 erhöht und beträgt 46,9 % bezogen auf den Rohertrag (Vorjahr 49,9 %). Ursächlich hierfür ist ein Anstieg der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl von 605 auf 676. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit TEUR 16.033 leicht über dem Niveau des Vorjahres (TEUR 15.400). Die Abschreibungen liegen mit TEUR 8.212 (Vorjahr TEUR 8.015) weiterhin auf hohem Niveau. Insbesondere ein rückläufiges Ergebnis aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen in Höhe von TEUR 196 (Vorjahr TEUR 832) führte zu einem um TEUR 449 schlechteren Finanzergebnis. Nach Berücksichtigung der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (TEUR -3.564) wird ein gegenüber dem Vorjahr um TEUR 4.783 gestiegener Konzernjahresüberschuss in Höhe von TEUR 8.692 ausgewiesen. d) Finanzlage Die Eigenkapitalquote beträgt 65,3 % (Vorjahr 62,8%). Die Finanz- und Liquiditätslage war in 2022 und im laufenden Geschäftsjahr 2023 jederzeit geordnet. Aufgrund der vorhandenen Bankguthaben und Kreditlinien stehen dem Obenauer Konzern zum Abschlussstichtag ausreichend finanzielle Mittel zur Verfügung. Die Finanzierung ist gesichert. Die Cashflows stellen sich wie folgt dar:
Die Finanzierung des Obenauer Konzerns insgesamt erfolgt zum großen Teil über langfristige Bankdarlehen, die überwiegend bereits in 2017 aufgenommen wurden. Die Darlehen wurden in 2022 planmäßig getilgt. Daneben wurden weitere kurzfristige Betriebsmittelkredite in Anspruch genommen. Es wird auf die Konzernkapitalflussrechnung verwiesen. Die Investitionen im Geschäftsjahr betreffen überwiegend technische Anlagen und Maschinen für den Produktionsbereich sowie LKW für den Handelsbereich. e) Vermögenslage
Die Bilanzsumme hat sich um TEUR 7.854 (6,4 %) auf TEUR 130.850 verlängert. Auf der Aktivseite zeigt sich hierbei eine durch die hohen Abschreibungen bedingte Abnahme der immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen (-TEUR 4.100). Gegenläufig hat sich der Bestand der Vorräte um TEUR 11.173 (= 33,5 %) erhöht. Die Erhöhung betrifft überwiegend den Produktionsbereich. Die Passivseite zeigt eine im Wesentlichen durch den Konzernjahresüberschuss (TEUR 8.692) bedingte Erhöhung des Eigenkapitals um TEUR 8.120 (Verweis auf den Eigenkapitalspiegel des Konzerns). Während die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und erhaltenen Anzahlungen stichtagsbedingt gesunkenen sind (-TEUR 3.143), haben sich die Steuerrückstellungen (+TEUR 3.602) aufgrund noch nicht veranlagter Ertragsteuern für das Geschäftsjahr 2022 und die sonstigen Rückstellungen (+TEUR 1.158), überwiegend aufgrund gestiegener Verpflichtungen gegenüber dem Personal, erhöht. f) Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Die Eigenkapitalrendite, bezogen auf das Konzernergebnis vor Steuern, liegt bei 14,5 % (Vorjahr 7,5 %). Die Gesamtkapitalrendite, bezogen auf das Konzernergebnis vor Steuern und vor Fremdkapitalzinsen liegt bei 9,9 % (Vorjahr 5,4%). Motivierte Fach- und Führungskräfte, die sich eng mit dem Unternehmen und seinen Zielen verbunden fühlen, bilden im Konzern der Obenauer GmbH eine wesentliche Voraussetzung für eine erfolgreiche Unternehmensentwicklung. Damit wir für alle Aufgaben die besten Talente gewinnen, halten und weiterqualifizieren können, schaffen wir Rahmenbedingungen, die die Mitarbeiter dabei unterstützen, immer optimale Leistungen für den Erfolg des Unternehmens zu erbringen. Im vergangenen Geschäftsjahr belief sich die Zahl der Mitarbeiter im Konzern auf durchschnittlich 676 (Vorjahr 605). Bereits seit 1996 ist das Qualitätsmanagementsystem des Handelsbereiches nach der jeweiligen europäischen Norm zertifiziert. Seit 2006 besteht auch die Zertifizierung für den Handel mit ökologisch erzeugten Lebensmitteln. Im Produktionsbereich sind folgende Zertifizierungen vorhanden: Qualitätsmanagement nach ISO 9001:2015 Umweltmanagement nach ISO 14001:2015 Energiemanagement nach ISO 50001:2011 Arbeitsschutzmanagement nach OHSAS 18001:2007 3. Bericht zur voraussichtlichen Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken a) Chancen- und Risikobericht Im Rahmen eines implementierten Risikomanagements des Obenauer Konzerns findet ein kontinuierliches Risikomonitoring statt, in welchem Risiken bewertet und behandelt werden. Durch die Implementierung bisher nicht angewandter Technologien, wie bspw. der tiefgreifenden Digitalisierung und Automatisierung des Materialflusses entstehen Risiken, die bewusst eingegangen und kontrolliert werden. Aufgrund der unter anderem durch die Corona-Pandemie und die Ukrainekrise entstandenen Probleme bei der Warenverfügbarkeit und der damit einhergehenden erhöhten Volatilität der Einkaufspreise müssen entsprechende Systeme für Preisanpassungen geschaffen werden, um Umsatz- und Ertragsentwicklung abzusichern. Der bekanntermaßen harte Wettbewerb im deutschen Lebensmittelhandel betrifft auch den Großverbraucher-Bereich; er definiert letztlich die Anforderungen an uns als Marktteilnehmer in Bezug auf Verkaufspreise, Qualität der Produkte und den von uns zu erbringenden Service. Auch wenn der Bereich Cash & Carry weiterhin ein wichtiges Standbein bleibt, gilt es zu berücksichtigen, dass die Zustellung von den Kunden verstärkt nachgefragt wird und daher an Bedeutung gewinnt. Das Ziel für 2023 ist es, weiterhin Lieferanten mit Großverbraucher- und C&C-typischen Sortimenten zu gewinnen und bestehende Lieferantenumsätze weiter auszubauen. Spezielle Chancen sehen wir hier in der Entwicklung im Sortiment der High Convenience. Insgesamt ergeben sich im Produktionsbereich für Metallverpackungen Chancen durch das steigernde öffentliche Bewusstsein für Ressourcenschonung und Abfallvermeidung. Dies wurde von der Politik aufgegriffen und resultierte auf europäischer Ebene im "Circular Economy Package" und in Deutschland im Kreislaufwirtschaftsgesetz. Metallverpackungen eignen sich durch ihre inhärenten Eigenschaften in hervorragender Weise für eine solche Kreislaufwirtschaft. Leider werden die Vorgaben der Politik zur Förderung nachhaltiger Verpackungsmaterialien durch die Entsorgungs- und Recyclingwirtschaft noch nicht umgesetzt. Auf das in 2022 identifizierte Risiko einer Gasmangellage hat sich der Produktionsbereich vorbereitet, indem Alternativtechnologien und Verfahren entwickelt wurden, durch die man komplett auf fossile Energieträger verzichten kann. Diese weltweit einzigartigen Innovationen behandeln nicht nur das Risiko einer Gasmangellage, sondern eröffnen Chancen durch eine somit mögliche CO 2 neutrale Produktion der Produktlinie "Neocan". Die wesentlichen IT-Risiken verteilen sich auf die Bereiche "Angriffe von außen" (Hacking der Systeme), "Angriffe von innen" (Phishing-Mails, Mails mit Trojanern) und Ausfall der IT durch Hardwaredefekte (Datenverlust). Zum Schutz gegen Angriffe werden Programmlösungen sowie Zugriffsbeschränkungen eingesetzt. Sämtliche Zugriffe werden protokolliert und täglich analysiert. Um Hardwareausfällen vorzubeugen wird die Hardware von einem IT-Systemhaus auf mögliche Ausfälle überwacht (Monitoring), damit diese frühzeitig ausgetauscht werden kann. Zusätzlich sind die Serversysteme doppelt (Backup) vorhanden. Die Daten werden dabei in Echtzeit auf die Backup-Systeme gespiegelt. Daneben wird für alle Server täglich eine Komplettsicherung auf Magnetbändern durchgeführt. Der Obenauer Konzern finanziert sich im Wesentlichen durch kurz-, mittel- und langfristige Bankkredite. Leasing wird lediglich in untergeordnetem Umfang betrieben. Die Bankkredite betreffen überwiegend die in Vorjahren im Produktionsbereich vorgenommenen Investitionen in den Neubau in Limburg-Offheim. Aufgrund von Zinsbindungen bei den langfristigen Krediten wurden keine zusätzlichen Zinssicherungsgeschäfte abgeschlossen. Der Konzern ist insgesamt betrachtet solide und risikoarm finanziert. Im Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit, insbesondere beim Einkauf, ist der Obenauer Konzern Währungskursschwankungen ausgesetzt. Ziel des finanziellen Risikomanagements ist es, dieses Marktrisiko durch die laufenden operativen und finanzorientierten Aktivitäten zu begrenzen. Hierzu werden nach Einschätzung des Managements gegebenenfalls Währungsderivate, insbesondere Devisentermingeschäfte, zur Absicherung von Kursschwankungen eingesetzt. Diese Währungsderivate werden nicht als bilanzielle Sicherungsbeziehungen eingestuft. Das Ausfallrisiko für derivative Finanzinstrumente wird als gering eingestuft, da diese nur mit Banken geschlossen werden, zu denen langjährige Geschäftsbeziehungen bestehen. Daneben wirken sich Währungsschwankungen auch bei der Umrechnung der Abschlüsse der Konzernunternehmen außerhalb des Euroraums aus. Wesentliche Einzelrisiken oder sogar eine Gefährdung des Fortbestands des Konzerns und der einzelnen Konzernunternehmen wierden aus heutiger Sicht nicht gesehen, jedoch könnten sich Folgen der Corona-Pandemie oder der Krieg in der Ukraine (auf die Ausführungen im folgenden Ausblick wird verwiesen) temporär nachteilig auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken. b) Ausblick Im Handelsbereich liegen die Umsätze aufgelaufen per Ende Juli 2023 in allen Bereichen erheblich über dem Niveau des Jahres 2022. Unsicherheiten ergeben sich hauptsächlich insbesondere wegen des Ukraine-Konflikts und der damit einhergehenden Störung der Bezüge von in der Ukraine hergestellten Produkten. Die Verstärkung des Vertriebs des webbasierten Küchenmanagementsystems stabilisiert weiterhin unsere Kundenbeziehungen. Hier stellen wir bei den Kunden eine Neuorientierung des Bestellverhaltens und des web- oder softwarebasierten Küchenmanagements fest. Ein benutzerfreundlicherer Webshop wurde bereits ab Anfang 2021 eingeführt und in den Abholbetrieben (cash & carry), wie auch im GV-Lieferbereich unseren Kunden angeboten. Für das gesamte Geschäftsjahr 2023 rechnen wir im Handelsbereich mit einem Umsatz, der erheblich über dem des Jahres 2022 liegen wird. Kostenerhöhungen sind insbesondere im Personalbereich zu verzeichnen. Investitionen ergeben sich insbesondere in den Bereichen des Fuhrparks und den cash & Carry-Betrieben. Die anhaltend hohen Einkaufskosten auf den Beschaffungsmärkten des Produktionsbereichs und die damit einhergehenden hohen Preise für Metallverpackungen werden den Abverkauf in der Lieferkette weiterhin belasten. Auch die abzusehende Entwicklung des EZB-Leitzinses wird einzelne Marktsegmente des Produktionsbereichs, wie den Bausektor, negativ beeinflussen. Für den Produktionsbereich werden für das Jahr 2023 insgesamt Umsätze auf dem Niveau des Jahres 2022 geplant. Für das Geschäftsjahr 2023 wird für den Konzern insgesamt mit einem leichten bis moderaten Anstieg der Umsatzerlöse gerechnet. Das Konzernergebnis sowie die Eigen- und Gesamtkapitalrendite werden voraussichtlich auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2022 liegen.
Saarbrücken, 31. August 2023 Der Geschäftsführer Thomas Hempel Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Passiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2022
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022I. Allgemeine AngabenDer Konzernabschluss der Obenauer GmbH, Saarbrücken, eingetragen beim Amtsgericht Saarbrücken unter der Registernummer HRB 4157, zum 31. Dezember 2022 wurde nach den Vorschriften des HGB (§§ 290 ff.) und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gegliedert. Der Ausweis ist gegenüber dem Vorjahr unverändert. Der in der nach DRS 21 erstellten Kapitalflussrechnung des Konzerns ausgewiesene Finanzmittelfonds entspricht dem Bilanzposten "Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten" abzüglich jederzeit fälliger kurzfristiger Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Das Geschäftsjahr für den Konzern und alle konsolidierten Unternehmen entspricht dem Kalenderjahr. II. Konsolidierungskreis und AnteilsbesitzIn den Konsolidierungskreis sind neben der Obenauer GmbH nach den Vorschriften über die Vollkonsolidierung mit Minderheitenausweis folgende vierzehn Tochter- und Enkelunternehmen einbezogen:
Die Tochter- und Enkelunternehmen Blechwarenfabrik Limburg GmbH, VLG Großverbraucherdienst Südwest GmbH, RABA Verpackungen GmbH, Blechwaren Logistik GmbH, Blechwaren Manufaktur GmbH, Piemonte GmbH, Feinkost Cremona GmbH, VLG Trier c-gro C&C Großhandel GmbH, VLG Fleischwaren GmbH und Oblimas GmbH & Co. KG nehmen die Erleichterungen des § 264 Abs. 3 HGB bzw. des § 264b HGB bezüglich der Aufstellung, Prüfung - soweit sie prüfungspflichtig sind - und Offenlegung des Jahresabschlusses teilweise in Anspruch. Die Blechwarenfabrik Limburg GmbH, Limburg, sowie die VLG Großverbraucherdienst Südwest GmbH, Saarbrücken, sind gemäß § 291 HGB von der Verpflichtung, einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht aufzustellen, befreit, da diese in den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht der Obenauer GmbH, Saarbrücken, einbezogen werden. Darüber hinaus sind folgende Unternehmen im Konzernabschluss berücksichtigt worden: Gemeinschaftsunternehmen (§ 310 HGB)
Assoziierte Unternehmen (§ 311 HGB)
Die Bewertung der Anteile an dem Gemeinschaftsunternehmen I.C.E. Innovative Canmakers Europa SE, München und den assoziierten Unternehmen ADL GmbH, Limburg, sowie workflow FPS Polska Sp. z o.o., Skarbimierz/Polen, erfolgt nach der Equity-Methode.
1 Mittelbar über die Blechwarenfabrik
Limburg GmbH, Limburg.
III. KonsolidierungsgrundsätzeKapitalkonsolidierungen vor Einführung des BilMoG wurden nach der Buchwertmethode durchgeführt. Hiernach wurden die Buchwerte der Beteiligungen an den zu konsolidierenden Unternehmen mit dem zum Zeitpunkt des Erwerbs bzw. der erstmaligen Einbeziehung vorhandenen konzernanteiligen Eigenkapital dieser Gesellschaften aufgerechnet. Die sich ergebenden aktivischen Unterschiedsbeträge aus der Erstkonsolidierung auf den 31. Dezember 1988 wurden nach § 309 Abs. 1 Satz 1 HGB von 1989 bis 1992 jährlich zu einem Viertel durch Abschreibungen getilgt. Weitere aktivische Unterschiedsbeträge aus Erstkonsolidierungen nach dem 31. Dezember 1988 wurden an den Gewinnrücklagen abgesetzt. Kapitalkonsolidierungen nach Einführung des BilMoG wurden gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 HGB n.F. nach der Neubewertungsmethode vorgenommen. Dabei wurden die Wertansätze der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile an Tochterunternehmen mit dem zu Zeitwerten angesetzten anteiligen Eigenkapital zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung verrechnet. Die sich ergebenden aktivischen Unterschiedsbeträge werden als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert und über eine Laufzeit von fünf Jahren abgeschrieben. Aus der Konsolidierung der Baltic Packaging ApS ergab sich ein passiver Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 2.349. Aufgrund der absehbaren negativen Ertragsentwicklung bzw. der erwarteten Verluste durch Änderungen im Kundenstamm, die zu einer Minderung des Kaufpreises geführt haben, hat der passive Unterschiedsbetrag Fremdkapitalcharakter. Eine planmäßige Auflösung über einen bestimmten Zeitraum unterblieb deshalb. Da in den Vorjahren der erwartete Verlust realisiert wurde, wurde der passive Unterschiedsbetrag bereits vollständig ertragswirksam aufgelöst. In 2022 angefallene nachträgliche Kaufpreiszahlungen in Höhe von TEUR 9 für den Erwerb der Baltic Packaging ApS wurden aufgrund retrospektiver Berücksichtigung ergebniswirksam erfasst. Die Equity-Bewertung des Gemeinschafts- bzw. der assoziierten Unternehmen erfolgt gemäß § 312 Abs. 1 Nr. 1 HGB unter Ansatz des Buchwerts. Die erstmalige Aufrechnung wurde auf den Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung bzw. des Erwerbs der Anteile vorgenommen. Ein Unterschiedsbetrag aus der erstmaligen Aufrechnung hat sich nicht ergeben. Die innerhalb des Eigenkapitals unter entsprechender Bezeichnung ausgewiesenen Nicht beherrschende Anteile wurden von dem am Bilanzstichtag vorhandenen konsolidierungspflichtigen Eigenkapital errechnet. Die Schuldenkonsolidierung erfolgt nach § 303 Abs. 1 HGB durch Eliminierung der Forderungen mit den entsprechenden Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen. Aufwendungen und Erträge zwischen den einbezogenen Gesellschaften wurden gemäß § 305 Abs. 1 HGB durch Verrechnung der Umsatzerlöse und sonstigen betrieblichen Erträge zwischen den Konzernunternehmen mit den auf sie entfallenden Aufwendungen aufgerechnet. Die Zinserträge und ähnlichen Erträge sind ebenso mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet worden. Zwischenergebnisse, die für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns wesentlich sind, wurden gem. § 304 Abs. 1 HGB eliminiert. Hierzu wurden die in den Konzernabschluss zu übernehmenden Vermögensgegenstände, die ganz oder teilweise auf Lieferungen oder Leistungen zwischen den vollkonsolidierten Konzernunternehmen beruhen, mit dem Betrag angesetzt, zu dem sie in der auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellten Jahresbilanz dieses Unternehmens angesetzt werden könnten, wenn die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen auch rechtlich ein einziges Unternehmen bilden würden. IV. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeDie Jahresabschlüsse der einbezogenen inländischen Tochterunternehmen sowie des inländischen Gemeinschaftsunternehmens und der assoziierten Unternehmen werden in den Konzernabschluss entsprechend den gesetzlichen Vorschriften einheitlich nach den bei der Obenauer GmbH geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Das polnische Tochterunternehmen FPS Polska Sp. z o.o., das dänische Tochterunternehmen Baltic Packaging ApS sowie das luxemburgische Tochterunternehmen VLG LUX S.à r.l., das assoziierte Unternehmen workflow FPS Polska Sp. z o.o. sowie die russischen Tochterunternehmen Innovative Canmakers Europe Holding LLC und Innovative Canmakers Europe LLC des Gemeinschaftsunternehmens I.C.E. Innovative Canmakers Europe SE wenden davon abweichend die gesetzlichen Vorschriften über die Rechnungslegung der jeweiligen Länder an. Eine Anpassung an die konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften ist aus Wesentlichkeit nicht erfolgt. In fremder Währung lautende Abschlüsse von Tochtergesellschaften werden nach der modifizierten Stichtagsmethode gemäß § 308a HGB umgerechnet. Die Durchschnittskurse wurden dabei als Mittelwert der täglichen Referenzkurse des Geschäftsjahres, die von der Europäischen Zentralbank (EZB) veröffentlicht werden, ermittelt. Die sich ergebende Umrechnungsdifferenz ist innerhalb des Konzerneigenkapitals unter dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen. Der Währungsunterschied aus der Schuldenkonsolidierung wird erfolgswirksam ausgewiesen. Zum Bilanzstichtag beträgt die Summe der negativen Equity-Werte TEUR 6. Bei den immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens und beim Sachanlagevermögen wurden die Zugänge zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten ohne Einbeziehung von Fremdkapitalzinsen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen auf die Vermögensgegenstände wurden nach der linearen und der degressiven Methode über die geschätzte Nutzungsdauer der einzelnen Gegenstände vorgenommen. Die Nutzungsdauer der immateriellen Vermögensgegenstände liegt - mit Ausnahme eines Einzelfalls, welcher eine Nutzungsdauer von zehn Jahren hat-zwischen drei und fünf Jahren. Die Vorjahresabschreibungen wurden planmäßig fortgeführt. Die Finanzanlagen stehen zu Anschaffungskosten abzüglich Abschreibungen zu Buche. Die Vorräte sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Lagen der Börsen- oder Marktpreis oder der Wert, der den Gegenständen am Abschlussstichtag beizulegen war, niedriger als die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, kamen die hieraus sich ergebenden Werte zum Ansatz. Für Qualitätsminderungen und Ungängigkeiten wurden Abschläge vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Tageswerten unter Berücksichtigung erkennbarer Einzelrisiken bewertet. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Die flüssigen Mittel sind zum Nennbetrag bewertet. Die Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Die Rückstellungen für Pensionen werden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie werden pauschal mit einem, einer Restlaufzeit von 15 Jahren entsprechenden, durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beläuft sich auf TEUR 152. Dieser Betrag ist ausschüttungsgesperrt. Die Bewertung erfolgte nach dem versicherungsmathematischen Teilwertverfahren bzw. dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method). Dabei wurden folgende Annahmen bei der Berechnung berücksichtigt:
Durch die Umstellung der Bewertung der Pensionsrückstellungen nach BilMoG ergibt sich ein zusätzlicher einmaliger Rückstellungsbetrag in Höhe von TEUR 1.125. Von der Übergangsregelung gem. Art. 67 Abs. 1 S. 1 EGHGB wurde Gebrauch gemacht. Von diesem Betrag wurden demgemäß TEUR 73 den Pensionsrückstellungen zugeführt und gesondert in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Die Unterdeckung der Pensionsrückstellung zum 31. Dezember 2022 beträgt TEUR 145 (Art. 67 Abs. 2 EGHGB). Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Umrechnung von Geschäftsvorfällen in fremder Währung erfolgt ohne Rücksicht auf den Ausweis unrealisierter Gewinne zum Devisenkassamittelkurs gemäß § 256a HGB. V. Erläuterungen zur Konzernbilanz und zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung1. Angaben zu Posten der KonzernbilanzDie Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022 ist aus dem nachfolgenden Anlagenspiegel ersichtlich. Anlagevermögen (Anlagenspiegel)
Die Obenauer GmbH hält einen eigenen Geschäftsanteil im Nominalwert von EUR 1.500,00. Dies entspricht einem Anteil von 0,06 % am Stammkapital. Die sonstigen Rückstellungen betreffen überwiegend Rückstellungen für Personal. Die Verbindlichkeiten 2022:
Die Verbindlichkeiten 2021:
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundpfandrechte auf eigenem Grundbesitz und Verpfändung von Bankguthaben gesichert. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte. Die Berechnung der latenten Steuern beruht auf temporären Differenzen zwischen Posten in der Handelsbilanz und Steuerbilanz. Die aktiven latenten Steuern beruhen auf abweichenden Bewertungen der Pensionsrückstellungen sowie der sonstigen Rückstellungen und auf steuerlichen Verlustvorträgen. Außerdem haben sich aus einer unterschiedlichen Bewertung in dem Posten "Grundstücke, grundstückgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken" passive latente Steuern ergeben. Bei der Bewertung der latenten Steuern wird der unternehmensindividuelle Steuersatz in Höhe 29,895 % bzw. 14,070 % (für gewerbesteuerliche Verlustvorträge) oder 15,825 % (für körperschaftsteuerliche Verlustvorträge) angesetzt. Die latenten Steuern haben sich wie folgt entwickelt:
Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte / Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zu Finanzierungszwecken wurden Miet- und Leasingverträge über vorwiegend Technische Anlagen und Maschinen und Betriebs- und Geschäftsausstattung geschlossen. Risiken bestehen in den in diesen Verträgen vereinbarten Miet- und Leasingzahlungen und dem daraus resultierenden Abfluss von liquiden Mitteln. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen resultieren überwiegend aus Bestellungen technischer Anlagen und Maschinen. Die zukünftigen Zahlungen aus Miet- und Leasingverträgen sowie aus sonstigen finanziellen Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar:
2. Angaben zur Konzern-Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse
VI. Sonstige AngabenKapitalflussrechnung Die sonstigen zahlungsunwirksamen Aufwendungen/Erträge betreffen insbesondere die Ergebnisse aus der Equity-Bewertung der assoziierten Unternehmen und des Gemeinschaftsunternehmens. Abschlussprüferhonorar
Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer beträgt:
Geschäftsführer der Obenauer GmbH war im Geschäftsjahr Herr Thomas Hempel (Saarbrücken), Geschäftsführer der VLG Großverbraucherdienst Südwest GmbH, Saarbrücken. Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Geschäftsführers des Mutterunternehmens wurde verzichtet (§ 314 Abs. 3 Satz 2 i.V.m. § 286 Abs. 4 HGB). Dem Geschäftsführer gewährte Vorschüsse und Kredite
An den Geschäftsführer, als Gesamtschuldner mit zwei weiteren Personen, ist in Vorjahren in mehreren Tranchen ein Kredit in Höhe von insgesamt EUR 150.897,71 zur Renovierung eines Mietobjektes vergeben worden. Der Kredit hat eine unbestimmte Laufzeit und wird mit dem Zinssatz des EURIBOR Zwölfmonatsgeldes zuzüglich eines Aufschlages von 2,5 Prozentpunkten p.a., mindestens jedoch mit 2,00 % p.a. und höchstens mit 8,00 % p.a. variabel verzinst. Die Tilgung erfolgt durch die geleisteten Mieteinnahmen, welche als Sicherheit an die Obenauer GmbH abgetreten wurden. Nachtragsbericht Es haben sich nach dem Ende des Geschäftsjahres keine Vorgänge von besonderer Bedeutung ergeben.
Saarbrücken, den 31. August 2023 Der Geschäftsführer Thomas Hempel Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2022
Eigenkapitalspiegel des Konzerns für das Geschäftsjahr 2022
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Obenauer GmbH, Saarbrücken Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Obenauer GmbH, Saarbrücken, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Obenauer GmbH, Saarbrücken, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Saarbrücken, den 31. August 2023 Gottschalk,
Becker & Partner
Prof. Dr. Gottschalk, Wirtschaftsprüfer Ansel, Wirtschaftsprüfer Sonstige Angaben Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 der Obenauer GmbH, Saarbrücken, wurde mit Gesellschafterbeschluss vom 11. Oktober 2023 gebilligt. |
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