Flexiprime GmbHLiquidiert
Professor-Kohlrausch-Straße, 31737 Rinteln, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Michael Stephan Graf seit 2.5.2025 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Tucano-C B.V. | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Flexiprime GmbH (vormals: Amcor Flexibles Rinteln GmbH)RintelnJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022Flexiprime GmbH, RintelnA. Grundlagen der Gesellschaft I. Geschäftsmodell Flexiprime ist ein mittelständisches Unternehmen mit dem Zweck der Entwicklung und Herstellung verantwortungsbewusster, flexibler Verpackungen für Lebensmittel-, Genussmittel-Reinigungs- und Körperpflegeprodukte sowie andere Konsumgüter. Das Unternehmen konzentriert sich auf die Herstellung von Verpackungen, die in zunehmendem Maße leicht, recycelbar und wiederverwendbar sind sowie mehr und mehr aus Rezyklaten angefertigt werden. Das Unternehmen wird unter dem Namen Flexiprime GmbH am Sitz in Rinteln geführt und ist eingetragen im Amtsgericht Stadthagen unter HRB-Nummer 2077. Flexiprime beschäftigt rund 130 Mitarbeiter, die einen Umsatz von rund 19 Millionen EURO erwirtschaften. Mit den vorhandenen Technologien Tief- und Offsetdruck, Beschichtung, Heißfolien- und Reliefprägung, Kaschierung, Perforation und Beutelfertigung bedient die Flexiprime GmbH weltweit Industriekunden hauptsächlich in den Marktsegmenten "Tabak" und "Süßwaren" mit entsprechenden Verpackungsmitteln. Die Produktpalette umfasst im Wesentlichen bedruckte Päckcheneinschläge und "Soft Packs" für die Zigarettenindustrie, vorgefertigte Blockboden- und Fensterbeutel für die Süßwarenindustrie sowie Beutel für Tee- und Kaffeeproduzenten. Ergänzt wird das Portfolio mit technischen Folien, wo vom Kunden beigestellte Substrate für die Photovoltaik in Rinteln veredelt werden. Nahezu unverändert ist der Bereich Süßwaren, wo wir mit den Flachbeuteln für die After Eight-Schokoladentäfelchen auf eine langjährige Partnerschaft mit dem Kunden zurückblicken können. Weiterhin umfasst das Sortiment in geringem Umfang Produkte wie "Snacks", "Nuts & Dried Fruit" und "Coffee". Mit Gesellschafterbeschluss vom 14. Januar 2022 wurde der Firmenname von vormals Amcor Flexibles Rinteln GmbH in Flexiprime GmbH geändert. II. Forschung und Entwicklung Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten werden in begrenztem Maße von der Gesellschaft selbst betrieben. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um die Entwicklung von Anwendungslösungen sowie Materialumstellungen im Bereich der Fertigung oder auf speziellen Kundenwunsch. B. Wirtschaftsbericht I. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Das Geschäftsjahr 2022 war durch die Konsolidierung nach der Trennung vom Amcor Konzern und die damit verbundenen strukturellen Anpassungen geprägt. Das Vertrauen unserer Kunden, die zum größten Teil Großkonzerne sind, konnten wir durch gleichbleibende Qualität und steigende Flexibilität sichern. Der neuen Herausforderung, auf Papier basierende, recycelbare Substrate zu entwickeln, stellten wir uns. Sehr gute Fortschritte wurden durch die konsequente Nutzung unserer neuartigen Offset Drucktechnologie erzielt. Im ertragreichsten Produktbereich "Blockbodenbeutel" konnten wir im Jahresverlauf den Produktions-Output um ca. 30% steigern. Die aus der Zugehörigkeit zum Amcor Konzern resultierenden Lieferverpflichtungen an einen Tabakkonzern, erfüllten wir vollumfänglich, trotz erheblichem, negativen Ergebniseinfluss. Den grundsätzlich gestiegenen Anforderungen des Marktes an Flexibilität und Reaktionszeit können wir in Form unserer neuen Drucktechnologie besser nachkommen. Darüber hinaus gilt es aber auch die gesamte Wertschöpfungskette effizient neuen Prozessen und Materialien anzupassen und die zusätzlichen Chancen den gleichzeitig auftretenden Risiken gegenüberzustellen, frühestmöglich abzuwägen und zu begegnen. II. Personal Die stichtagsbezogene Anzahl der Mitarbeiter zum 31. Dezember 2022 beträgt 130 und hat sich gegenüber dem Vorjahr (116) erhöht; der durchschnittliche Personalbestand erhöht sich analog von 117 auf 120 Mitarbeiter. Der Personalaufwand beläuft sich auf T€ 6.909 (Vergleich Rumpfgeschäftsjahr T€ 3.289). Mit der gestiegenen Mitarbeiterzahl reagierten wir auf gestiegene Kundenanforderungen im Beutelbereich. Der durchschnittliche Krankenstand hat sich auf 9,37% (Vorjahr 7,05%) erhöht. Grund sind überwiegend pandemiebedingte Einflüsse. Das Vergütungssystem basiert auf dem aktuellen Lohntarifvertrag, der zwischen dem "Verband Papier, Pappe und Kunststoffverarbeitende Industrie Norddeutschlands e.V." und der "ver.di Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft" am 24. April 2021 geschlossen wurde. Die festgesetzte Lohn- und Gehaltsanpassung erfolgte zum 1. Mai 2022 um 2,4%. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit bis 31. Januar 2023. III. Umweltschutz Die hohe Anzahl an Schulungen und Sicherheitsfachgesprächen zu relevanten Themen der Arbeitssicherheit sind wesentliche Gründe dafür, dass es im Geschäftsjahr 2022 abermals nicht zu betriebsbedingten Verletzungen und dadurch bedingten Arbeitszeitausfallzeiten kam. Damit ist Flexiprime (zuvor Amcor Flexibles Rinteln) nunmehr seit Januar 2001, somit seit mehr als zwanzig Jahren, unfallfrei. IV. Produktion Die "Continuous Improvement-Initiative" wurde weiterhin konsequent verfolgt und leistet ihren Beitrag zur kontinuierlichen Verbesserung der produktionsinternen Abläufe. Weitere Fortschritte in den Bereichen Rüstzeit, Leistung und Energieverbrauch unterstreichen die Wichtigkeit dieser Initiative als Reaktion auf den steigenden Preisdruck in den Schlüsselmärkten der Gesellschaft. V. Beschaffungssituation Die Rohstoffmärkte zeigten ein zum Vorjahr durchwachsenes Bild. Sowohl OPP- als auch Papiermaterialien haben sich aufgrund der allgemeinen Marktlage (d.h. teilweise Konzentration und künstliche Verknappung auf der Lieferantenseite wie aber auch erhöhte weltweite Nachfrage auf der anderen Seite) erst weiterhin verteuert. Im Verlauf des Jahres stabilisierten sich die Preise für Kunststoffe und sanken zum Jahresende hin wieder. Die Energiearbeitspreise, als weitere signifikante Einflussgröße bei den Produktionskosten, sind durch den Ausstieg aus dem Amcor Netzwerk um 100% gestiegen, waren auf diesem Niveau aber abgesichert. Die Einkaufsstrategie des Unternehmens, mittels der Konzentration auf "bevorzugte Lieferanten" stabile und nachhaltige Lieferbeziehungen aufzubauen, wurde konsequent fortgesetzt und garantiert bei sich ändernden Marktbedingungen (z.B. Preisveränderungen oder Kapazitätsengpässe seitens der Lieferanten) oder ansteigenden Produktanforderungen die Zuverlässigkeit der Lieferkette. Die nunmehr mittelständische Struktur unseres Unternehmens bedingt eine ungünstigere Einstufung bei Bonität Indizes. Dies zieht bei einigen Lieferanten eine Anpassung und damit Verschlechterung der Zahlungsziele nach sich. VI. Lage der Gesellschaft Ertragslage im Geschäftsjahr 2022 Die Exportquote hat sich von 77,7 % auf 82,2 % erhöht. Die Personalaufwandsquote ist von 74,5 % auf 67,4 % gesunken. Nach Berücksichtigung der sonstigen Steuern ergibt sich ein Jahresfehlbetrag von T€ -1.796 (Vorjahr Ergebnis vor Verlustübernahme T€ -2.082) Vermögens- und Finanzlage zum 31. Dezember 2022 Die Bilanzsumme verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 1.458 auf T€ 11.452. Im Bereich der Aktiva hat sich das Anlagevermögen auf T€ 5.224 (Vorjahr T€ 5.943) reduziert. Die Investitionen der Gesellschaft belaufen sich im Geschäftsjahr 2022 auf T€ 300, davon entfallen T€ 46 auf technische Anlagen und Maschinen, T€ 219 auf andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung und T€ 35 auf geleistete Anzahlungen. Die Vorräte belaufen sich auf T€ 2.692 und weisen damit im Vergleich zum Vorjahr (T€ 1.763) einen Anstieg um T€ 929 aus. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind von T€ 1.034 auf T€ 1.333 gestiegen. Der Bestand an unfertigen Erzeugnissen ist um T€ 708 auf T€ 1.075 gestiegen. Die Bestände an fertigen Erzeugnissen sind von T€ 362 auf T€ 284 gesunken. Der Anstieg an RHB ist darauf zurückzuführen, dass Rohmaterial zum Geschäftsjahresende abgerufen werden musste, bei zu erwartenden Preissteigerungen. Die Bestandserhöhung der unfertigen Erzeugnisse ist ein kalkulierter Nebeneffekt der Umstellung unserer Fertigungsabfolge. Im Bereich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen hat sich eine deutliche Veränderung um T€ 315 von T€ 1.933 auf T€ 2.248 ergeben. Die sonstigen Rückstellungen sind von T€ 898 auf T€ 832 gesunken. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten belaufen sich auf 26,3 % (Vorjahr 25,4%) des Bilanzvolumens. Die Bilanzsumme ist um 11,3% gesunken und die Eigenkapitalquote von 44,3 % auf 23,5 %. Das Anlagevermögen ist in Höhe von 51,6 % (Vorjahr 96,3 %) durch Eigenkapital gedeckt. Finanzierungs- und Liquiditätssituation Die Finanzierung der Firma Flexiprime erfolgt aus eigenen Mitteln. Nach dem Gesellschafterwechsel erfolgt die Finanzierung intern sowie durch eine Sale and Rent Back Transaktion. Die Liquidität wird durch die Verbesserung der Ertragslage durch Preisanhebungen sichergestellt. Investitionen Die im Geschäftsjahr 2022 getätigten Investitionen belaufen sich auf T€ 300 (Vorjahreszeitraum Rumpfgeschäftsjahr T€ 47). C. Chancen- und Risikobericht Im Folgenden werden die für die Gesellschaft wesentlichen Chancen und Risiken dargestellt. Dabei werden neben den allgemeinen Marktrisiken die spezifischen Unternehmensrisiken aufgeführt. Eine Quantifizierung wird nicht vorgenommen, da diese auch nicht zur internen Steuerung dient. Die wesentliche Chance, die gleichzeitig auch das wesentliche Risiko darstellt, ergibt sich bis zum Zeitpunkt des Verkaufs der Gesellschaft aus der Konzerneinbindung. Insgesamt ergeben sich aus den im Folgenden mit abnehmender Bedeutung dargelegten Risiken aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages keine Risiken, die bestandsgefährdend für die Gesellschaft sein könnten. Der Ergebnisabführungsvertrag wurde mit Wirkung zum 31. Dezember 2021 beendet. Die wesentliche Chance, die gleichzeitig das wesentliche Risiko darstellt, ergibt sich seit Januar 2022 aus der neuen Gesellschafterstruktur. I. Risikomanagementsystem Ziel unseres Risikomanagementsystems ist es, den wirtschaftlichen Erfolg unserer Gesellschaft sicherzustellen und etwaige, die künftige Entwicklung beeinträchtigende Tatsachen oder bestandsgefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen. Dies schließt auch Maßnahmen zur Verringerung von negativen Auswirkungen durch die verstärkt auftretenden und sich globalwirtschaftlich ausweitenden Aktivitäten im Bereich der Cyberkriminalität ein. Unser Risikomanagementsystem umfasst eine detaillierte Finanz- und Budgetplanung, die im Rahmen einer fortlaufenden Planung an die Änderungen in der Geschäftstätigkeit sowie die Branchenentwicklung und Entwicklung des wirtschaftlichen Umfeldes angepasst wird. Darüber hinaus werden im Rahmen der Erstellung unserer Monatsabschlüsse Soll- / Ist-Abweichungen analysiert, um mögliche Risiken in den Geschäftsbereichen frühzeitig zu erkennen. Die wesentlichen Ergebnisse dieser Analysen und Besprechungen werden den Gesellschaftern im Rahmen der auf die Belange der Gesellschaft zugeschnittenen Management-Berichterstattungen vorgetragen. Ferner leisten interne monatliche Marktberichte ihren Beitrag zur Erkennung möglicher Marktrisiken aber auch etwaig bestehender Marktchancen. II. Chancenbericht Mit der Investition in eine neue Drucktechnologie sind wir in der Lage, den Kundenwünschen nach deutlich reduzierten Lieferzeiten sowie kostengünstigeren Prozessen vollumfänglich nachzukommen. Ebenso unterstützt die Ausweitung der technischen Möglichkeiten die Anstrengungen im Bereich der Produktneu- und -weiterentwicklungen. Hier sieht die Gesellschaft signifikantes zusätzliches Umsatzpotential, um den sich ständig verändernden Anforderungen seitens des Marktes jederzeit gerecht werden zu können. Zudem werden in Zusammenarbeit mit großen Nahrungsmittelproduzenten, Tabakherstellern sowie Getränke- und Teeverpackungsunternehmen neue Produktideen und -anwendungen entwickelt, so dass auf diesem Wege bestehende Kundenbindungen weiter ausgebaut beziehungsweise Neukunden akquiriert werden können. Wir sind zuversichtlich, diese Anforderungen für unseren Standort erfolgreich begleiten und umsetzen zu können. Dies ist vor dem Hintergrund der Globalisierung und einer damit verbundenen verschärften Konkurrenzsituation Voraussetzung, um am Markt bestehen und sich dem Wettbewerb stellen zu können. Dies gewährleisten wir auch durch überdurchschnittliche Produktqualität, die durch eine Vielzahl interner wie externer Audits ständig beobachtet und verbessert wird. III. Risikobericht Das Thema Nachhaltigkeit entwickelte sich auch im Berichtsjahr zum beherrschenden Thema in der Verpackungsindustrie. Das Benutzen althergebrachter Verpackungen wird immer teurer, alternative Verpackungsmaterialien rücken zunehmend in den Vordergrund und viele Firmen versuchen sogar gänzlich auf Verpackungen zu verzichten. Als Verpackungshersteller sind wir hier besonders gefordert, diese Entwicklung voranzutreiben, um sowohl umwelt- sowie auch wettbewerbstechnisch nicht den Anschluss zu verlieren. Wirtschaftlich konnte sich die Verpackungsindustrie im abgelaufenen Geschäftsjahr von den Vorkommnissen an den Kapitalmärkten relativ unbeeindruckt zeigen und sich solide entwickeln. Auswirkungen des BREXIT oder auch des Krieges in der Ukraine haben sich im Berichtsjahr nicht ergeben. Auch kam es weder zu entscheidenden Konsolidierungen noch zu nennenswerten Insolvenzen von direkten Wettbewerbern. Grundlage für die weitestgehende Immunität gegen die globalen Wirtschaftsschwankungen sind sicherlich die allgemein frühzeitig getroffenen Sicherungsmaßnahmen in Form von Energiepreisfixierungen bzw. Preisklauseln in Lieferanten- als auch Kundenverträgen, um die entscheidendsten Einflussfaktoren so gut als möglich kontrollieren zu können. Dennoch verbleiben mit zusätzlichen Handelszöllen sowie Wirtschaftssanktionen unkontrollierbare Instrumente, die von Seiten der Politik gerade aktuell bereits umgesetzt bzw. in Diskussionen als realistische Szenarien angeführt und daher mitberücksichtigt werden müssen. Die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf die Belegschaft und die Produktionsprozesse waren im Berichtsjahr zwar stärker ausgeprägt als im Jahr zuvor. Zu keinem Zeitpunkt ergaben sich Zustände, welche die Aufrechterhaltung des regulären Betriebes oder die Versorgung der Kunden gefährdet war. Nur wenige Mitarbeiter wurden unter Quarantäne gestellt, die IT-Strukturen wurden auf die deutlich erhöhte Anzahl an Home-Office-Nutzern angepasst und die Kommunikation mit den Kunden und Lieferanten wurde deutlich verstärkt, um auf eventuelle Bedarfsanpassungen und Lieferverzögerungen frühzeitig reagieren zu können. Aufgrund unserer Schwerpunkte in der Lebensmittel- und Tabakindustrie haben sich nachfrageseitig nahezu keinerlei Auswirkungen ergeben; lediglich angebotsseitig kam es zu geringfügigen Verzögerungen. Die internen organisatorischen Veränderungen konnten reibungslos umgesetzt werden, so dass wir uns zum jetzigen Zeitpunkt auch im Falle einer weiterhin andauernden bzw. nochmals auftretenden Pandemie besser aufgestellt sehen. Diesen Faktoren kann sich kein Unternehmen entziehen bzw. diese kurzfristig negieren, so dass es mehr denn je darum geht, mit Hilfe der existierenden Risikomanagement-Systeme frühzeitig geeignete Maßnahmen bzw. Entscheidungen zu treffen. Durch mittelfristige Verträge ist ein maßgeblicher Teil des Portfolios gesichert. Auf dieser soliden Basis weitere Portfolioergänzungen zu realisieren, ist Teil unserer Strategie, welche im Berichtsjahr bereits erste Früchte trägt. Nach dem Verkauf der Gesellschaft können wir dem Risiko der steigenden Rohstoffpreise aufgrund der aus der neuen Gesellschafterstruktur resultierenden Flexibilität entgegenwirken. Die Energiepreisentwicklung ist weiterhin als Risiko der künftigen Entwicklung anzusehen. An einer Reduzierung sämtlicher Energieverbräuche wurde und wird im Rahmen mehrerer Projekte, unter anderem auch mit Hilfe der Zertifizierung gemäß ISO 50001, gearbeitet. Aufgrund der sehr eingeschränkten Geschäftsbeziehung zu Russland hat der Ukraine Krieg nur eine mittelbare Auswirkung auf unsere Geschäftstätigkeit, die sich in den steigenden Energiepreisen widerspiegelt. Sowohl auf der Beschaffungs- als auch der Absatzseite ist der Euro die bestimmende Währung, was das Fremdwährungsrisiko nahezu ausschließt. Der aktuelle Tarifabschluss hat wie bereits erwähnt eine Laufzeit bis zum 31. Januar 2023. Die Personalkosten für die Budgetplanung konnten daher auf fundierter Basis berücksichtigt werden. Risiken hinsichtlich fehlender Fachkräfte sind insbesondere in produktionstechnischen Bereichen zu erkennen. Um hier die Vorteile des Standortes Rinteln positiv hervorzuheben, wird weiterhin verstärkt in die Ausbildung investiert. Basierend auf der angespannten Lage am Ausbildungsmarkt ist leider die durchschnittliche Anzahl an Auszubildenden in den Bereichen "Medientechnologe/in Druck", "Packmitteltechnologe/in" und "Industriekaufmann/frau" auf 5 gefallen. Hier müssen wir zukünftig bessere PR-Arbeit leisten und frühzeitig Interessen bei potentiellen Bewerber(innen) wecken. Dem Risiko etwaiger Forderungsausfälle aufgrund von Zahlungsschwierigkeiten wird mit regelmäßig durchgeführten Kontrollen und punktuell abgeschlossenen Warenkreditversicherungen begegnet; aufgrund des branchenübergreifend zunehmenden Preiswettbewerbes kann allerdings das Ausfallrisiko einzelner Kunden nie vollständig ausgeschlossen werden. D. Prognosebericht Im Geschäftsjahr 2023 liegt der Schwerpunkt unserer Tätigkeit in der Umsatzausweitung mittels der Offset-Technologie und die Ausschöpfung der damit verbundenen Potentiale zum Ausbau des Kunden- als auch Produktportfolios. Zusätzlich wird uns die Technologie dabei unterstützen, die von Kundenseite aus gewünschten Umstellung auf nachhaltige Materialien umsetzen zu können und die sich daraus ergebenden Vorteile im Wettbewerb für uns zu nutzen. Weiterhin erschweren allerdings die nach wie vor sehr kurzfristigen Informationslaufzeiten auf der Lieferanten- als auch auf der Kundenseite eine zuverlässige Planung sowie - daraus abgeleitet - auch eine belastbare mittelfristige Umsatz- und Ergebnisprognose. Eine längerfristige Planungssicherheit auf der Lieferantenseite ist unter anderem auch wegen des dort ebenfalls spürbaren Kostendrucks und daraus resultierenden Veränderungen (interne Produktionsoptimierungen, Modifikationen bzw. Einstellung von Materialspezifikationen, etc.) nur schwer prognostizierbar. Flexiprime versucht hier im Rahmen von strategischen Partnerschaften zuverlässige Lieferantenbeziehungen zu sichern, um auf diesem Wege sowohl im Preis- als auch im Qualitätsbereich eine ausreichende Planungssicherheit herzustellen. Mit der durch die maßgebliche Investition erfolgten Ausweitung unserer Fertigungsmöglichkeiten und dem drucktechnischen Know-how sowie der bereits erwähnten "Continuous Improvement-Initiative" zur Prozessoptimierung sehen wir uns gut aufgestellt, auf die sich immer schneller verändernden Anforderungen des Marktes entsprechend zeitnah reagieren zu können. Vieles wird dabei davon abhängen, die beschriebenen erhöhten Flexibilitäts- und Preisanforderungen der Märkte erfüllen zu können. Dieses muss durch eine weiterhin verbesserte Effizienz der Prozesse, eine stärkere Vernetzung mit Schlüsselkunden und der punktuellen Ausweitung der Kundenbasis erreicht werden. Gemäß Lagebericht des Vorjahres wurde für das Geschäftsjahr 2022 ein Umsatzzuwachs von ca. 10 % prognostiziert. Tatsächlich hat sich insbesondere aufgrund der Neugewinnung von Kunden und einer Effizienzsteigerung in der Beutelfertigung ein Umsatzanstieg von 18% ergeben. Für das Geschäftsjahr 2023 gehen wir von einem Umsatzrückgang von ca. 20% aus, da wir ein stark defizitäres Geschäft mit einem Tabakkunden fristgerecht zum 31.12.2022 gekündigt haben. Der Wunsch, die Abgabepreise signifikant, und damit dem Standort Deutschland anzupassen, konnten vom Kunden nicht getragen werden. Aufgrund der Ausweitung der technischen Möglichkeiten sowie weiterhin angestrebten Prozessoptimierungen gehen wir von einer deutlichen Verringerung des Verlustes und dem Näherkommen der operativen Gewinnschwelle aus und erwarten daher für das Gesamtjahr einen Verlust im oberen sechsstelligen Bereich. Es ist geplant das Betriebsgrundstück an die S&W Verpackungen GmbH zu veräußern und im Anschluss zu mieten. Dies würde sich sowohl auf die Liquidität, als auch auf das Eigenkapital positiv auswirken. Der vollzogene Gesellschafterwechsel resultiert in einer Entlastung im Bereich der administrativen Kosten. Insgesamt ist im Zeitverlauf eine positive Ertragsentwicklung zu beobachten. Auf Basis ungeprüfter Zahlen verzeichnet das Unternehmen zum Ende Oktober 2023 ein Betriebsergebnis (EBITDA) von T€ -115.
Rinteln, den 23.11.2023 gez. Steffen Heinecke, Geschäftsführer Bilanz zum 31.12.2022Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01.2022 bis 31.12.2022
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar - 31. Dezember 2022Flexiprime GmbHI. Alllgemeine Angaben Die Gesellschaft ist unter der Firma Flexiprime GmbH mit Sitz in Rinteln im Handelsregister des Amtsgerichts Stadthagen unter der Nummer HRB 2077 eingetragen. Der vorliegende Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung (going concern) gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Gemäß § 267 Abs. 2 HGB gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Von den Aufstellungserleichterungen gemäß §§ 276 und 288 Abs. 2 HGB für mittelgroße Kapitalgesellschaften wurde Gebrauch gemacht. Die Gliederung der Bilanz wurde gemäß § 265 Abs. 5 HGB um den Posten "Sonderposten aus Investitionszuschüssen" erweitert. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke, ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, im Anhang aufgeführt. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 1. Bilanzierung und Bewertung der Aktivposten Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sind unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen angesetzt und werden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer im Jahr ihres Zugangs zeitanteilig abgeschrieben. Die Abschreibungen auf das bewegliche Anlagevermögen werden nach der linearen Methode vorgenommen. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immateriellen Vermögensgegenstände bzw. der Sachanlagen ihren Buchwert unterschreiten, werden weiterhin außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer beträgt für Software und Lizenzen 3 bzw. 5 Jahre, für Gebäude 20 bis 25 Jahre, für Hallen 10 bzw. 25 Jahre, für Außenanlagen 10 bis 20 Jahre, für technische Anlagen und Maschinen 3 bis 20 Jahre sowie für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 15 Jahre. Für unter den Sachanlagen ausgewiesene Walzen und Werkzeuge ist ein Festwert in Höhe von insgesamt T€ 104 (Vorjahr: T€ 104) aktiviert. Geringwertige Anlagegüter mit Einzelanschaffungskosten bis zu € 250 werden seit dem 1. Januar 2008 im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter der zweiten Stufe mit Anschaffungskosten von über € 250 bis € 1.000 werden im Jahr der Anschaffung aktiviert und gemäß § 6 Abs. 2a EStG über fünf Jahre abgeschrieben. Scheidet ein Wirtschaftsgut vorzeitig aus dem Betriebsvermögen aus, wird der Sammelposten nicht vermindert. Geleistete Anzahlungen sind zum Nennwert angesetzt. Bei den Vorräten werden Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips und der Verwertbarkeit am Bilanzstichtag angesetzt. Unfertige Erzeugnisse und Fertigerzeugnisse sind mit den anteiligen Herstellungskosten bewertet, die neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch notwendige Fertigungs- und Materialgemeinkosten, Abschreibungen sowie die angemessenen Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung und angemessene Aufwendungen für freiwillige Soziallleistungen umfassen. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Bei der Bewertung der Rohstoffe und Fertigerzeugnisse sind Gängigkeitsabschläge abgesetzt. Im Einzelnen werden Vorräte mit einem Alter von mehr als sechs Monaten zu 50 %, mehr als neun Monaten zu 75% und mit einem Alter von mehr als zwölf Monaten zu 100 % abgewertet. Die Abwertungen belaufen sich auf T€ 290 (Vorjahr T€ 317) für die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und auf T€ 105 (Vorjahr T€ 183) für die Fertigerzeugnisse. Auf unfertige Erzeugnisse ist eine Abwertung von T€ 380 (Vorjahr T€ 69) gebildet. Bei der Bewertung des Vorratsvermögens ist der Grundsatz der verlustfreien Bewertung beachtet. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert bilanziert. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Rechnung getragen. In Fremdwährung bestehende Forderungen werden unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit unter einem Jahr. Die liquiden Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Die Rechnungsabgrenzungen umfassen im Wesentlichen bereits geleistete bzw. erhaltene Zahlungen für Leistungen, die für eine bestimmte Zeit nach dem Jahresabschluss geleistet bzw. erhalten wurden und erst in den Folgeperioden zu entsprechenden Aufwendungen bzw. Erträgen führen. 2. Bilanzierung und Bewertung der Passivposten Das unter dem Eigenkapital ausgewiesene gezeichnete Kapital und die Kapitalrücklage sind zum Nennwert angesetzt. In die Gewinnrücklagen sind die erfolgsneutralen Anpassungen aus der Umstellung auf die Rechnungslegungsvorschriften nach dem BilMoG eingestellt. Unter den Sonderposten aus Investitionszuschüssen werden Zuwendungen ausgewiesen, die die Flexiprime GmbH im Rahmen der Trennung vom Amcor Konzern für die Anschaffung von IT-Equipment erhalten hat. Der Sonderposten wird erfolgswirksam über 4 Jahre aufgelöst. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) und unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 1,78 %. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden jährliche Rentensteigerungen von 2,25 % und eine firmenspezifische Fluktuationsrate zugrunde gelegt. Daraus ergeben sich zum 31. Dezember 2022 Rückstellungen für Pensionen in Höhe von T€ 2.993 (Vorjahr T€ 2.937). Diese liegen um T€ 181 (Unterschiedsbetrag) unter dem Bewertungsansatz für Pensionsrückstellungen, der sich zum 31. Dezember 2022 bei Anwendung des 7-Jahres-Durchschnittszinssatzes von 1,44 % ergeben hätte. Die Erfolgsauswirkungen aus der Änderung des Abzinsungszinssatzes werden im Finanzergebnis in den "Zinsen und ähnlichen Aufwendungen" ausgewiesen. Dieser Unterschiedsbetrag unterliegt einer Ausschüttungssperre, aber keiner Abführungssperre. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Zum Geschäftsjahresende ist eine pauschale Gewährleistungsrückstellung zur Berücksichtigung von Risiken aus Reklamationen aufgrund von Erfahrungswerten der Vergangenheit gebildet. Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Geschäftsvorfälle in Fremdwährung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Die Fremdwährungsumrechnung von kurzfristigen Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten in Fremdwährungsbeträgen erfolgt gemäß § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag. 3. Erläuterungen zur Bilanz Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem diesem Anhang beigefügten Anlagespiegel. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen gegen verbundene Unternehmen existieren nicht (Vorjahr T€ 330). Forderungen gegenüber dem ehemaligen Gesellschafter existieren nicht mehr (Vorjahr T€ 2.551) Sie resultierten im Wesentlichen aus dem Ergebnisabführungsvertrag. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von T€ 832 entfallen im Wesentlichen auf personalbezogene Rückstellungen, Gewährleistungen, drohende Verluste aus schwebenden Geschäften und ausstehende Eingangsrechnungen. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen existieren nicht mehr (Vorjahr T€ 9). Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten mit T€ 60 (Vorjahr T€ 67) die Verbindlichkeiten aus Steuern und mit T€ 1.719 Darlehensverbindlichkeiten. 4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Gesellschaft erzielt ihre Umsatzerlöse mit der Herstellung und dem Vertrieb von Verpackungsmaterialien aller Art. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge von außergewöhnlicher in Höhe von T€ 248 (Vorjahr: T€ 0) sowie periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 239 (Vorjahr: T€ 18), im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen, enthalten. Es sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 5 T€ (Vorjahr T€ 0) ausgewiesen. Personalaufwand Die "sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung" enthalten Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von T€ 13 (Vorjahr: T€ 8). Sonstige betriebliche Aufwendungen Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind keine periodenfremden Aufwendungen (Vorjahr: T€ 11) ausgewiesen. Es sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 3 (Vorjahr T€ 0) ausgewiesen. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die im Geschäftsjahr 2022 angefallenen Zinsaufwendungen enthalten mit T€ 251 (Vorjahr: T€ 139) im Wesentlichen Aufwendungen aus der Aufzinsung zu den Verpflichtungswerten der Pensionsrückstellungen und der Unterstützungskasse sowie Zinsen im Rahmen eines Mietkaufvertrages. 5. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen / außerbilanzielle Geschäfte Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen stellen sich zum 31. Dezember 2022 wie folgt dar:
Die Gesellschaft unterhält über die eigenen Läger am Sitz der Gesellschaft hinaus angemietete Lagerräume an weiteren Standorten. Die Vorteile bestehen über den Aspekt der Versorgungssicherheit gegenüber der Bewirtschaftung eigener Läger in einer geringeren Kapitalbindung und einer höheren Flexibilität, um auf geänderte Marktbedingungen reagieren zu können. Risiken sind nur insofern gegeben, als gegebenenfalls Anschlussmietverträge nicht vereinbart werden können. Ansonsten bestehen Leasingverträge hinsichtlich der Gegenstände der Betriebs- und Geschäftsausstattung. Dem Vorteil des über die Laufzeit verteilten Liquiditätsabflusses steht das Risiko der Bindung an eine bestimmte Laufzeit gegenüber. Es bestehen keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen. Mitarbeiter Die Anzahl der Mitarbeiter beträgt im Jahresdurchschnitt:
Geschäftsführung Geschäftsführer war in dem Geschäftsjahr Herr Steffen Heinecke, Kaufmann, Homberg Gesamtbezüge der Geschäftsführung Die Angabe der Geschäftsführerbezüge ist unter Inanspruchnahme der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB unterblieben. Ergebnisabführung Der Verlust des Rumpfgeschäftsjahres Juli bis Dezember 2021 von T€ -2.082 ist auf der Grundlage des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages durch den Gesellschafter Amcor Flexibles Viersen GmbH, Viersen, auszugleichen. Mutterunternehmen und Konzernabschluss Alleinige Gesellschafterin ist die Amcor Flexibles Viersen GmbH, Viersen. Der Kreis der verbundenen Unternehmen der Amcor Flexibles Rinteln GmbH umfasstd das oberste Mutterunternehmen, die Amcor plc., Bristol / Großbritannien, das den Konzernabschluss für den größten und für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, und sämtliche Tochterunternehmen dieses Mutterunternehmens. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Muttergesellschaft erhältlich sowie bei der Jersey Financial Services Commission und der United States Securitises and Exchange Commission (SEC), Washington D.C. / USA, hinterlegt. Nachtragsbericht Durch Vertrag vom 09.12.2021 ("Share Purchase and Transfer Agreement") wurden sämtliche Anteile an der Gesellschaft zum sogenannten "Effective Date" von der bisherigen Gesellschafterin Amcor Flexibles Viersen GmbH auf die S&W Verpackungen GmbH übertragen. Die Änderung im Gesellschafterbestand wurde am 10.01.2022 beim Handelsregister eingereicht. Zum 31.12.2021 war die Amcor Flexibles Viersen GmbH noch alleinige Gesellschafterin. Der seit 2008 bestehende Ergebnisabführungsvertrag zwischen der Amcor Flexibles Rinteln GmbH und der Amcor Flexibles Viersen GmbH wurde mit Wirkung zum 31.12.2021, 24.00 Uhr, aufgehoben. Weiterhin wurde mit Gesellschafterbeschluss vom 09.12.2021 das Geschäftsjahr auf das Kalenderjahr umgestellt, so dass für den Zeitraum vom 01.07.2021 bis zum 31.12.2021 ein Rumpfgeschäftsjahr entstanden ist. Durch den Gesellschafterbeschluss vom 14.01.2022 wurde die Firma in Flexiprime GmbH geändert. Der Einmarsch der russischen Streitkräfte in die Ukraine am 24. Februar 2022 sowie die in Reaktion darauf festgelegten internationalen Sanktionen stellen ein einschneidendes Ereignis dar, das starke Auswirkungen auf die globale Wirtschaft und damit auch auf die Rechnungslegung haben wird. In der Realwirtschaft können sich dadurch wesentliche Beeinträchtigungen und Risiken ergeben, etwa im Hinblick auf Absatzmärkte, bestehende Lieferketten, insbesondere hinsichtlich des Rohstoff- und Energiebedarfs oder aus Cyberangriffen. Obwohl die Flexiprime GmbH sehr eingeschränkte Verbindungen in diese Länder hat, könnten sich steigende Energie- und Rohstoffpreise negativ auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung auswirken. Bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses konnte die Gesellschaft bislang noch keine negativen Auswirkungen auf Absatzvolumen und Jahresergebnis verzeichnen und die Geschäftsführung des Unternehmens sieht insgesamt keine wesentlichen Unsicherheiten im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten, die Zweifel an der Fortführungsfähigkeit des Unternehmens aufkommen lassen.
Rinteln, den 23.November 2023 gez. Steffen Heinecke, Geschäftsführer Anlagenspiegel für das Geschäftsjahr 2022
Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersPrüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Flexiprime GmbH, Rinteln - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Flexiprime GmbH, Rinteln, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bad Oeynhausen, den 07.12.2023 INTECON GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft gez. Dr. Prasuhn, Wirtschaftsprüfer Ergebnisverwendung des Geschäftsjahres vom 01.01.2022 bis 31.12.2022Der Jahresfehlbetrag in Höhe von € 1.796.230,98 wird auf neue Rechnung vorgetragen. Feststellung des JahresabschlussesDie Feststellung des Jahresabschlusses zum 31.12.2022 ist am 18.12.2023 erfolgt. |
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