Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Zucchetti Germany GmbH
Werner-von-Siemens-Allee 4, 66115 Saarbrücken, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Nico Karges seit 30.3.2023 | Prokura |
Dirk Axel Schwindling seit 8.11.2004 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Zucchetti S.p.A. | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
| 48.96% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Zucchetti Germany GmbHSaarbrückenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023Zucchetti Germany GmbH, SaarbrückenAKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung 2023Zucchetti Germany GmbH, Saarbrücken
AnhangAllgemeine Angaben
Angabe und Erläuterung von nicht vergleichbaren Vorjahreszahlen Aufgrund einer im Geschäftsjahr 2022 erfolgten Verschmelzung entstand ein Verschmelzungsverlust in Höhe von EUR 3,6 Mio., welcher im sonstigen betrieblichen Aufwand ausgewiesen wurde und das Jahresergebnis wesentlich beeinflusst hat. Im Geschäftsjahr 2023 war dieser Sondereffekt nicht gegeben, weshalb die o.g. Positionen des Jahresabschlusses nicht direkt vergleichbar sind. Grundlagen und Methoden Vorliegender Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2023 wurde nach den Grundsätzen der Rechnungsvorschriften des HGB erstellt. Die Regelungen des GmbH-Gesetzes wurden ebenfalls berücksichtigt. Der Jahresabschluss wurde gemäß den Gliederungsvorschriften des § 266 ff HGB aufgestellt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Von den größenabhängigen Erleichterungen bezüglich der Form der Darstellung wurde Gebrauch gemacht. Bei der Gewinn- und Verlustrechnung kommt das Gesamtkostenverfahren zur Anwendung. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Gegenstände des immateriellen Anlagevermögens wurden mit den Anschaffungskosten bewertet und um die planmäßige Abschreibung vermindert. Der aktivierte Firmenwert wird entsprechend seiner geschätzten Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben. Der Wertansatz der Sachanlagen berechnete sich aus den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, gemindert um die planmäßige Abschreibung. Die planmäßige Abschreibung erfolgte linear unter Beachtung der branchenüblichen oder betriebsbedingten Nutzungsdauer. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert von 800,00 Euro wurden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben. Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten bilanziert. Das Vorratsvermögen wurde zu den Anschaffungskosten bewertet. Sofern die beizulegenden Werte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden mit dem Nennbetrag bewertet und hinsichtlich ihrer Werthaltigkeit geprüft. Uneinbringliche Forderungen wurden in voller Höhe abgeschrieben. Aufgrund des branchenüblichen Ausfallrisikos wurde eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 0,5 % zum Nettoforderungsbestand gebildet. Kassenbestände und Bankguthaben wurden jeweils zum Nennwert angesetzt. Die Steuerrückstellungen weisen die für das Geschäftsjahr betreffenden Steuern aus. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle ungewissen Verbindlichkeiten gebildet, wobei alle erkennbaren Risiken berücksichtigt wurden, und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Die pauschale Ermittlung der Rückstellung für Gewährleistung erfolgt mit einem einheitlichen Prozentsatz von 0,5 %. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden aufgrund eines versicherungsmathematischen Gutachtens ermittelt. Die Gesellschaft hat Rückstellungen für mehrere Pensionszusagen gebildet. Alle Rückstellungen werden nach der Projected Unit Credit Methode ermittelt. Die versicherungsmathematische Bewertung erfolgt unter Verwendung der "Heubeck'schen Richttafeln 2018G". Als Rechnungszins für die Pensionsverpflichtungen wurde der pauschale Marktzins mit einer Restlaufzeit von 15 Jahren (§ 253 HGB Abs. 2 Satz 2 HGB) in Höhe von 1,82 % und ein Rententrend von 1 %, 1,5 % bzw. 2 % unterstellt. Die Durchschnittsbildung erfolgte über die vergangenen zehn Geschäftsjahre. Für die Ermittlung der Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 HGB wurde der Erfüllungsbetrag zusätzlich mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren berechnet. Der Bewertungsunterschied im Vergleich zur Ermittlung mit einem Rechnungszinssatz auf Basis der vergangenen sieben Geschäftsjahre beträgt insgesamt TEUR 4 (in dieser Höhe liegt eine Ausschüttungssperre vor). Im Rahmen der Bilanzierung der Pensionsrückstellungen wurden Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung der Schulden aus den Altersversorgungsverpflichtungen bzw. vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen dienen, gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit diesen verrechnet. Entsprechend wurde mit den zugehörigen Aufwendungen und Erträgen aus der Abzinsung und aus dem zu verrechnenden Vermögen verfahren. Der Aktivwert des Deckungsvermögens wird zum einen Teil unter Beachtung der Bestimmungen des koordinierten Ländererlasses vom 22.2.1963 (BStBI 1963 47, Ziffer 4) berechnet. Des Weiteren wird für die Bewertung der Rückdeckungsversicherungen der IDW- Hinweis RH FAB 1.021 berücksichtigt und das Aktivvermögen mit den Rechnungsgrundlagen der zugehörigen Pensionsrückstellung bewertet (Passivprimat). Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet. Einzelerläuterungen Weitere Angaben zur Bilanz 1) Entwicklung des Anlagevermögens Zur Entwicklung des Anlagevermögens wird auf den Anlagespiegel verwiesen. 2) Angaben zu Finanzanlagen
3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 199. Darüber hinaus besteht eine Forderung aus einem Darlehen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 557 mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. 4) Rückstellungen Der Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellungen beträgt TEUR 707, der damit verrechnete Zeitwert des Deckungsvermögens beläuft sich auf TEUR 338. Die Anschaffungskosten des Deckungsvermögens betragen TEUR 392. Der Zinsaufwand aus den Pensionsrückstellungen ist mit dem Zinsertrag aus dem Rückdeckungsanspruch in Höhe von TEUR 6 saldiert. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen:
5) Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 279. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung In den Zinserträgen sind Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 9 enthalten. Sonstige Angaben 1. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 180 Personen beschäftigt. Hiervon sind 160 männlich und 20 weiblich. 2. Sonstige Verpflichtungen Es bestehen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von insgesamt TEUR 2.018. 3. Konzernzugehörigkeit Die Zucchetti Germany GmbH wird in den Konzernabschluss der Zucchetti Group SPA, Lodi, Italien, einbezogen. Der Konzernabschluss wird im italienischen Handelsregister (Registro delle imprese) unter der Firma Zucchetti Group SPA veröffentlicht. 4. Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:
5. Angaben zur Verbesserung des Einblicks in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Die nachfolgenden, zusätzlichen Angaben sind bei der Beurteilung der wirtschaftlichen Lage zu beachten: Die Geschäftsführung ist der Auffassung, dass die Voraussetzungen zur Aufstellung des Jahresabschlusses unter der Annahme der Unternehmensfortführung trotz des nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrags gegeben sind, da die Zucchetti Group SPA, Lodi, Italien eine Rangrücktrittserklärung hinsichtlich eines Teils ihrer Forderung gegen die Gesellschaft erteilt hat. Die Gesellschaft ist auf die weitere Unterstützung durch die Gesellschafter angewiesen. Unterschrift der Geschäftsführung
Völklingen, 30.06.2024 Dirk Schwindling Der Jahresabschluss wurde mit Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 26.08.2024 festgestellt. Entwicklung des AnlagevermögensZucchetti Germany GmbH, Saarbrücken
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023A. Geschäfts- und Rahmenbedingungen 1. Gegenstand Gegenstand der Zucchetti Germany GmbH ist der Vertrieb, die Installation sowie der Support von Software und Dienstleistungen für Gastronomie und Handel, nebst des Verkaufs und der Vermietung der dazugehörigen Hardware. 2. Gesamtwirtschaftliche Situation Für die deutsche Wirtschaft war 2023 ein schlechtes Jahr. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im 4. Quartal 2023 gegenüber dem Vorquartal - preis-, saison- und kalenderbereinigt - um 0,3 % gesunken. Nachdem die Wirtschaftsleistung im ersten Quartal 2023 leicht gestiegen ist (0,1%), stagnierte sie in beiden folgenden Quartalen. Insgesamt setzte sich 2023 die Erholung der deutschen Wirtschaft von den Auswirkungen der Corona-Pandemie nicht fort. Als Gründe werden weiterhin sinkende Konsumausgaben und sinkende Investitionen genannt. Die Auswirkungen der steigenden Energiepreise sowie die gleichzeitig hohen, wenn auch am Jahresende rückläufigen Inflationsraten, aber auch die deutlich geringere Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft u.a. infolge geopolitischer Spannungen, wie der nach wie vor andauernde Ukraine-Krieg, belasten die deutsche Wirtschaft deutlich stärker als angenommen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, kam es 2023 sogar zu einer Rezession, das BIP sank preis- und kalenderbereinigt um 0,1%. Branchenentwicklung Hospitality Bereich Die deutsche Gastronomie inkl. Caterer als eine Hauptzielbranche von Zucchetti hat 2023 real 1,1% und nominal 8,5% mehr Umsatz erzielt als im Vorjahr. Das Gastgewerbe war im Jahresverlauf 2023 starken Preisanstiegen ausgesetzt, so dass die nominalen Umsätze gegenüber dem Vorjahr deutlich stiegen, die realen Umsätze entwickelten sich hingegen nach hohen Zuwächsen zu Jahresbeginn in der 2. Jahreshälfte rückläufig. Im Vergleich zu 2019 war der Umsatz im Jahr 2023 real um 11,3% niedriger, nominal war er um 8,8% höher. Der für Zucchetti wichtige Catering-Bereich konnte allerdings 2023 einen realen Umsatzzuwachs von 1,8% gegenüber 2022 erwirtschaften. Dennoch waren die Umsätze 11,3% niedriger als 2019. Retailmarkt Der Retailmarkt im engeren Sinne (ohne den Handel mit Brennstoffen, Kfz und ohne Apotheken) als weitere Zielbranche der Zucchetti Germany, erzielte 2023 laut dem Handelsverband Deutschland (HDE) einen Umsatz von 649,1 Milliarden Euro. Dies entspricht einem nominalen Umsatzplus von 2,9% gegenüber dem Vorjahr, real hat der Einzelhandel allerdings 3,4% weniger Umsatz erwirtschaftet. Zwar ging die Inflation in der zweiten Jahreshälfte zurück, doch zeigten sich die Verbraucher:innen weiterhin zurückhaltend in ihrem Kaufverhalten. In 2023 mussten im Einzelhandel namhafte Firmen Insolvenz anmelden wie die Verbraucherkette Real, P&C Düsseldorf, Gerry Weber und Hallhuber in der Modebranche um nur einige zu nennen. Auch der Online-Handel musste im abgelaufenen Kalenderjahr - zum zweiten Mal in Folge - einen deutlichen Umsatzrückgang hinnehmen. Preisbereinigt gingen laut HDE die Online- Umsätze um 3,9 % zurück. Rückläufige Umsätze mussten v.a. die größeren Online-Händler hinnehmen. Während der Netto-E-Commerce-Umsatz der diesjährigen Top-10 im Vergleich zu 2022 um 9,7 Prozent gesunken, stieg er bei den kleineren B2C-Onlineshops auf den hinteren 500 Plätzen des Rankings in Summe um 7,3%so die aktuelle Studie "E-Commerce- Markt Deutschland 2023" von EHI und E-Commerce DB. B. Lage des Unternehmens 1. Vermögenslage Die Bilanzsumme zum 31.12.2023 beträgt T€ 14.134 (Vorjahr T€ 12.276). Auf der Aktivseite ist das Anlagevermögen um T€ 450 gestiegen. Im Wesentlichen ist dies auf weitere Investitionen im Bereich des Finanzanlagevermögens zurückzuführen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben um T€ 501 zugenommen, die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben um T€ 130 zugenommen, die liquiden Mittel sanken um T€ 549. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind um T€ 222 gesunken, weil ein Teil der Steuererstattungen aus den Vorjahren erfolgt ist. Auf der Passivseite konnten erhaltenen Anzahlungen in Höhe von TEUR 220 aufgelöst werden. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich in Summe gesehen um TEUR 225 erhöht, wobei die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um TEUR 182 gegenüber 2022 verringert wurden. Darüber hinaus werden sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.387 ausgewiesen, die insbesondere Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuern und übrige Verbindlichkeiten enthalten. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern haben sich aufgrund eines weiteren Darlehens um TEUR 1.500 erhöht. Die Zucchetti Germany schließt das Jahr mit einem nicht gedeckten Fehlbetrag in Höhe von T€ 2.933 ab. 2. Ertragslage Die Umsatzerlöse konnten in 2023 um T€ 1.451 gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Der Rohertrag (Umsatzerlöse abzgl. Materialaufwand) liegt mit T€ 15.337 um 10 % über dem Niveau des Vorjahres. Der Personalaufwand hat sich verglichen mit 2022 nur marginal erhöht (T€ 171), bei rückläufigem Personalbestand im Wesentlichen aufgrund von Gehaltssteigerungen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich um T€ 3.419 verringert, vor allem aufgrund des Sondereffekts des Verschmelzungsverlustes (EUR 3,6 Mio.) im Vorjahr. Für 2023 wird ein EBIT von T€ -1.077 (i. Vj. T€ 5.572) ausgewiesen. Unter Berücksichtigung des Finanzergebnisses von T€ -375 (i. Vj. T€ -125) und des Steueraufwandes von T€ 122 (i. Vj. T€ 58) ergibt sich somit ein Jahresfehlbetrag von T€ -1.574 (i. Vj. T€-5.756). Damit hat sich das EBIT gegenüber 2022 maßgeblich verbessert, auch wenn man den Verschmelzungsverlust von 2022 als Sondereffekt nicht berücksichtigt. 3. Finanzlage Im Geschäftsjahr 2023 ist der Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit um T€ 468 auf T€ -1.113 gesunken. Zu dem Mittelabfluss aus laufender Geschäftstätigkeit kommen Mittelabflüsse aus der Investitionstätigkeit von T€ 552 hinzu, dem steht ein Mittelzuflüsse aus der Finanzierungtätigkeit von T€ 1.116 (der Zufluss resultiert im Wesentlichen aus der Aufnahme des Gesellschafterdarlehens) gegenüber. Der Finanzmittelfonds sinkt danach zum 31.12.2023 um T€ 549 auf T€ 992. 4. Finanzielle Leistungsindikatoren Das Geschäft wird im Wesentlichen anhand des Rohertrags und des EBIT gesteuert.
Das im Vorjahr prognostizierte verbesserte EBIT ist eingetreten. Der Rohertrag ist abweichend zu der Prognose (bleibt konstant) angestiegen. Dies ist insbesondere auf höhere Umsatzerlöse bei nahezu gleichbleibendem Materialaufwand zurückzuführen. 5. Gesamtbeurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Insbesondere die schlechte gesamtwirtschaftliche Entwicklung in 2023 hat sich auf die Umsätze von Zucchetti ausgewirkt und damit auch das Jahresergebnis negativ beeinflusst. Dies hat zu einer Erhöhung des nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrags geführt. Trotz der Erreichung der im Vorjahr prognostizierten Leistungsindikatoren (Rohertrag und EBIT) ist die Geschäftsführung mit der Ertragslage derzeit nicht zufrieden. Die Geschäftsführung ist der Auffassung, dass die Voraussetzungen zur Aufstellung des Jahresabschlusses unter der Annahme der Unternehmensfortführung trotz des nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrags gegeben sind, da die Zucchetti Group SPA, Lodi Italien, eine Rangrücktrittserklärung hinsichtlich eines Teils ihrer Forderung gegen die Gesellschaft erteilt hat. Die Gesellschaft ist auf die weitere Unterstützung durch die Gesellschafter angewiesen. Die Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft wird aufgrund des Rangrücktritts der Muttergesellschaft auf einen Teil der gewährten Gesellschafterdarlehen als geordnet und solide eingestuft. C. Chancen- und Risikobericht Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft ist durch unternehmerisches Handeln verschiedenen Risiken ausgesetzt. Gleichzeitig ist es für die Gesellschaft wichtig, mögliche Chancen zu identifizieren, um so die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu sichern und auszubauen. Diese Chancen und Risiken sind zu erkennen und entsprechende Controllingmaßnahmen einzurichten, um den Risiken im Rahmen der laufenden Kontrolle der wirtschaftlichen Entwicklung begegnen und frühzeitig Maßnahmen einleiten zu können und die Chancen rechtzeitig wahrnehmen zu können. Zusätzlich zum allgemeinen Geschäftsrisiko ist die Gesellschaft folgenden Risiken ausgesetzt, die nachfolgend näher beschrieben werden:
Auf das Unternehmen wirken insbesondere folgende Risiken ein: Markt- und wettbewerbsspezifische Risiken
Forderungsausfallrisiko
Operationelle Risiken
Chancen der zukünftigen Entwicklung Die Chancen der zukünftigen Entwicklung bestehen vor allem in der Intensivierung unserer Kunden- und Lieferantenbeziehungen, sowie im Ausbau des Vertriebs und der Neukundengewinnung. Daneben kann auch der weitere gezielte Erwerb von Beteiligungen dazu beitragen, unsere bestehende Marktposition zu festigen. Gesamtbewertung der Chancen- und Risikosituation Die Beurteilung des Gesamtrisikos der Gesellschaft hat ergeben, dass gegenwärtig keine den Fortbestand des Unternehmens gefährdenden Risiken bestehen und zum jetzigen Zeitpunkt auch keine zukünftigen bestandsgefährdenden Risiken erkennbar sind. Im Rahmen der Betrachtung der jeweiligen Chancenseite werden Potenziale sichtbar, die gleichzeitig als Herausforderungen anzusehen sind. D. Prognosebericht 1. Gesamtwirtschaftliche- und Branchenentwicklung Im Vorjahresvergleich war das BIP im 1. Quartal 2024 preis- und kalenderbereinigt um 0,2 % niedriger als im 1. Quartal 2023. Gegenüber dem 4. Quartal 2023 stieg es um 0,2%, d.h. die deutsche Wirtschaft startete mit einem positiven Vorzeichen in das Jahr 2024, wobei die Konsumausgaben trotz rückläufiger Inflation weiter sanken. Für 2024 wird das BIP lediglich um 0,2 % verglichen mit dem Vorjahr wachsen, so die Prognose der Bundesregierung. Man geht von einer wirtschaftlichen Stagnation aus. Damit wird von einer erheblich schwächeren Entwicklung der Wirtschaftsleistung ausgegangen, als noch im Herbst 2023 prognostiziert. Trotz dieser eher verhaltenen Prognose wird 2024 für die Informationstechnik ein Umsatz von 151,5 Milliarden Euro erwartet, das bedeutet im Vergleich zu 2023 ein Wachstum von 6,1 %. Auf die IT-Hardware entfällt der größte Anteil geschätzte 54,4 Milliarden Euro, was ein Wachstum von 4,6 % bedeutet. Die IT-Services folgen mit 51,7 Milliarden Euro, der Umsatz erhöht sich im Vergleich zu 2023 um 4,8 %. Das Segment Software soll ein Wachstum von 9,4% erzielen, Umsatz 45,4 Milliarden Euro. Dies zeigt sich auch im Kassenmarkt. Laut EHI in der Studie "POS-Systeme 2024" wird hier ebenfalls mit Investitionen gerechnet, da die Kosten für Hard- und Software eine geringere Rolle spielen als in den Vorjahren. Der Cateringbereich hat sich im 1. Quartal 2024 positiv entwickelt, er hat gegenüber dem Vorjahr real um 0,8% zugenommen 2. Wirtschaftliche Prognose der Zucchetti Germany GmbH Im abgelaufenen Jahr, aber auch im kommenden setzt Zucchetti auf den Ausbau des Kundenstammes mit Verbesserung der Kundenbeziehungen. So hat sie im Berichtsjahr die Zertifizierung nach ISO27001-2022 erhalten. Hiermit wird bescheinigt, dass das Informationssicherheits-Managementsystem der Gesellschaft höchsten Anforderungen entspricht, ein wichtiges Signal für Kunden und Partner insbesondere angesichts steigender Cyberkriminalität. Die Rezertifizierung erfolgte im April 2024. CustomerCentricity ist ein wichtiger Bestandteil der CoreValues von Zucchetti, 2023 wurden verschiedene Maßnahmen zur weiteren Umsetzung ergriffen. Es wurde eine Kundenzufriedenheitsbefragung durchgeführt, um die Bedürfnisse und Anforderungen unserer Kunden besser zu verstehen bzw. umsetzen zu können. Diese ist auch für 2024 geplant - darüber hinaus haben unsere Kunden ab 2024 die Möglichkeit, uns regelmäßig Feedback zu geben unabhängig von einer Befragung. Damit sich unsere Vertriebsexperten ihrer zentralen Aufgabe "Kundenbetreuung" widmen können, aber auch um den Aktionsradius zu erweitern, hat sich Zucchetti Germany entschlossen mit externen Agenturen zusammenzuarbeiten, um Telefonkampagnen durchzuführen und Ersttermine mit potenziellen Neukunden zu vereinbaren. In diesem Zusammenhang ist auch der Umzug nach Saarbrücken zu sehen, der im Januar 2024 in den IT-Park erfolgte. Die moderne, energieeffiziente Umgebung, die ergonomische Ausgestaltung und sehr gute Ausstattung aller Bereiche fördert das Wohlbefinden und die Zusammenarbeit der Mitarbeiter und lässt Zucchetti nun auch optisch bei seinen Kunden als professioneller und kompetenter Partner auftreten. Darüber hinaus hat Zucchetti 2023 seine Messebeteiligungen erhöht und an verschiedenen externen Veranstaltungen teilgenommen, um die Visibilität zu erhöhen und Kunden verschiedene Gelegenheiten zum persönlichen Austausch zu geben, dies wird in 2024 fortgesetzt. Die Geschäftsführung geht auf Basis der aktuellen Planung davon aus, dass in 2024 der Rohertrag leicht ansteigen und das EBIT deutlich ansteigen wird.
Völklingen, den 30.06.2024 Dirk Schwindling, Geschäftsführer Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß § 325ff. HGB. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Zucchetti Germany GmbH, Saarbrücken Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Zucchetti Germany GmbH, Saarbrücken, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Zucchetti Germany GmbH, Saarbrücken, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und des Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Saarbrücken, den 23. August 2024 Förderer,
Keil & Partner GmbH
Christian Lehr, Wirtschaftsprüfer Philipp Stalter, Wirtschaftsprüfer |
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