Lloyd Design Bremerhaven GmbH
Selbe AdresseIngenieurbüros für Tragwerksplanung
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Friedrich Norden seit 7.12.2022 | Geschäftsführer |
Thorsten Rönner seit 13.7.2022 | Geschäftsführer |
Sven May seit 25.4.2018 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Lloyd Werft Bremerhaven GmbHBremerhavenJahresabschluss zum 31. Dezember 2023LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023LLOYD WERFT BREMERHAVEN GMBH, BREMERHAVENI. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Gegenstand der Lloyd Werft Bremerhaven GmbH, im Folgenden LWB, ist der Betrieb einer Werft für Schiffsneubau, Schiffsumbau, Schiffsreparatur, das Haben, Halten und die Unterhaltung mobiler und/oder stationärer Dockanlagen sowie die Vornahme aller Geschäfte, die mit diesem Gegenstand im Zusammenhang stehen oder diesem Unternehmenszweck unmittelbar oder mittelbar dienlich sind. Im Geschäftsjahr gab es eine Verschiebung der Geschäftsanteile. Die Zech-Gruppe hat 25% ihrer Anteile an die Lürssen Gruppe veräußert. Somit ergibt sich folgende neue Gesellschafterstruktur: 50% RVV Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH, Bremerhaven 25% GZS Schiffbau GmbH, Bremen 25% LBG-5 Beteiligungs-GmbH, Bremen Absatzmärkte der Lloyd Werft Bremerhaven definieren sich aus jeglichen Schiffstypen von Reedern sowohl aus Deutschland und Europa als auch von weltweit ansässigen Schiffseigentümern. 2. Forschung und Entwicklung Die LWB führte im Geschäftsjahr 2023 keine eigenen Forschungs- und Entwicklungsvorhaben durch. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Die wirtschaftliche Entwicklung und das Konsumverhalten in Europa sowie global, hier insbesondere in Asien und den USA, haben wesentlichen Einfluss auf die Warenströme, deren Auswirkung sowohl regional als auch bezüglich der Art der Güter stark differieren. Ebenso volatil stellt sich der Bedarf entsprechender Tonnage in Schiffstypen und Schiffsgrößen dar. In 2020 hat die COVID19-Pandemie die globalen Warenströme im Besonderen zwischen Asien und Europa wesentlich beeinflusst. Die noch in 2021 und 2022 wirkenden Störungen haben sich in 2023 deutlich abgeschwächt. Die Auswirkungen des Ukraine-Krieges haben hingegen die Schifffahrtswege im Bereich des Schwarzen Meeres und im Bereich der östlichen Ostsee beeinflusst. Die Charterraten in den jeweiligen Schiffssegmenten unterliegen weiterhin marktbedingten und geopolitisch bedingten Schwankungen, sodass trotz zeitweiligen und saisonal bedingten Besserungen mittelfristig noch keine Stabilisierung des Marktes erfolgt ist. In 2023 bestand in einigen Schiffssegmenten ein im Vergleich zu den Vorjahren großer Bedarf an Frachttonnage, was zu höheren Charterraten führte. Eine nachhaltige finanzielle Gesundung der Schifffahrtsbranche hat dennoch nicht stattgefunden. Langfristig wird jedoch weiterhin von einer wirtschaftlich positiven Entwicklung in der Schifffahrt ausgegangen, da Mechanismen der Kapazitätsbereinigung angestrebt sind und das globale Konsumverhalten, insbesondere von Ländern mit erhöhtem Konsumpotential, die Warenströme beleben. Die Reeder werden dennoch auch mittelfristig ihren Unternehmen einen starken Sparzwang auferlegen. Davon betroffen sind auch die Budgets für die Instandhaltung und die Werftzeiten. Wenn auch die verpflichtenden Intervalle zum Werftaufenthalt zwingen, so werden die auszuführenden Arbeiten auf der Basis einer kurzfristigen Instandhaltungsstrategie weiterhin auf ein notwendiges Minimum reduziert bleiben. Hierbei nehmen auch Banken vermehrt direkten Einfluss auf den Schiffsbetrieb und damit verbundenen Budgets für Werftaufenthalte. Außerdem sinkt das durchschnittliche Alter der Schiffe weiter ab, weil teilweise Schiffe vom Markt genommen werden bevor die gesetzlich vorgeschriebenen Wartungen anfallen. Dies hat negativen Einfluss auf die Nachfrage nach Instandhaltungskapazitäten. Gegenläufig dazu wirkt der fehlende Ersatz durch Neubautonnage der letzten Jahre auf das nun ansteigende Durchschnittsalter der Flotten, was zunehmend durch die Platzierung von Neubauaufträgen, diese zumeist in Asien, tendenziell rückläufig sein wird. Der durch die Pandemie eingebrochene Kreuzfahrtmarkt hat im Jahr 2023 bereits wieder Vorpandemie Niveau erreicht. Das Megayachtsegment ist geprägt vom Ukraine-Krieg. Viele Großyachten sind von Sanktionen betroffen und sind aufgelegt. Daher ist der Refitmarkt weniger stark als zuvor erwartet. Im Neubaumarkt der Megayachten ist die Nachfrage zurückgegangen. Erkennbar ist ein Trend zu sogenannten Apartment- und Hotelschiffen. Hier entsteht weltweit ein neuer Markt. Weiterhin wächst der Markt der Offshore Windenergie wieder. Dieses Marktsegment ist politisch stark unterstützt. Die LWB sieht sich in diesem Segment als gut aufgestellt und arbeitet bereits an ersten Konzepten zum Bau von Konverterstationen. 2. Geschäftsverlauf Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023.
Der Auftragsbestand zum 31. Dezember 2023 betrug EUR 141,3 Mio. (Vorjahr: EUR 7,2 Mio.) und hat sich um EUR 134,1 erhöht. Im Wesentlichen sind hier zwei Aufträge für den Umbau bzw. Refit von Yachten enthalten. Die weiterhin unbefriedigende Ertragslage bei den Reedereien und der Kostendruck, den die Kunden auch bei der Vergabe von Aufträgen an die Werften weitergeben, belastet auch weiterhin die Geschäftstätigkeit der Lloyd Werft Bremerhaven. Bei einer gesamtheitlich ausreichenden Belegung der Docks in 2023 konnten überwiegend zufriedenstellende Umsätze und Ergebnisse erwirtschaftet werden. Das Geschäftsjahr 2023 war, wie schon das Vorjahr, noch beeinflusst von den Auswirkungen der Pandemie und des Ukraine-Kriegs, wenn auch deren, die Geschäftstätigkeit beeinflussenden Umstände, im Jahr 2023 in ihrer Wirkung deutlich abgenommen haben. Der Betrieb konnte unter Umsetzung von umfassenden Schutzmaßnahmen ununterbrochen aufrechterhalten werden. Durch aktiven Vertrieb wurden diverse Neukunden gewonnen und das Reparaturgeschäft wurde wieder ausgebaut. Es konnten im Geschäftsjahr 2023 zwei Großaufträge gewonnen werden. Im Überblick ergibt sich für die Auftragsbestandsentwicklung folgendes Bild:
Das Jahresergebnis 2023 ist durch den hohen Einsatz der Mitarbeiter und Partnerfirmen und unter konsequenter Ausnutzung von Einsparpotentialen sowie der optimierten Nutzung der Dockkapazitäten erwirtschaftet worden. Zum 31. Dezember 2023 betrug die Anzahl der Beschäftigten insgesamt 262 (davon 30 Auszubildende), im Vorjahr 245 (davon 28 Auszubildende). Die LWB setzt auf die eigene Berufsausbildung von Fachkräften und Ingenieuren. Aktuell (Stand Oktober 2024) werden 40 Auszubildende und duale Studenten in 9 verschiedenen Berufen ausgebildet, die Ausbildungsquote beträgt damit ca. 14 %. Hier verzeichnet die LWB sehr gute Erfolge. Es findet der Flächentarifvertrag der Metall- und Elektroindustrie des Bezirkes Unterweser Anwendung. Zur Sanierung der Werft findet seit dem 1. Januar 2023 zusätzlich ein Ergänzungstarifvertrag Anwendung. 3. VFE-Lage: Darstellung & Analyse der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Darstellung, Analyse und Beurteilung der Ertragslage Das positive Betriebsergebnis resultiert vor allem aus dem 4. Quartal, auf welches 46% der Leistung entfällt. Nach Gewinnung zweier Großprojekte im Yachtsegment stieg die durchschnittliche Leistung je Monat ab Mitte des Jahres erheblich an. Der aus einer zu geringen Leistung entstandene Verlust der ersten drei Quartale, konnte durch die erhöhte Leistung im letzten Quartal und die damit erreichten Deckungsbeiträge kompensiert werden. Die Umsatzerlöse in Höhe von EUR 41,3 Mio. wurden im Wesentlichen durch Dock- und Reparaturaufträge erwirtschaftet. Die Bestandserhöhung an unfertigen Erzeugnissen in Höhe von EUR 10,0 Mio. betrifft ebenfalls fast ausschließlich die Abrechnung von Dock- und Reparaturaufträgen. Unter Berücksichtigung der angeführten Umsatzerlöse ergibt sich eine Gesamtleistung von EUR 51,3 Mio. (Vorjahr EUR 27,5 Mio.). Der Materialaufwand mit EUR 22,2 Mio. betrifft wesentlich Dock- und Reparaturaufträge. Der Rohertrag zum 31. Dezember 2023 beträgt EUR 29,2 Mio. gegenüber EUR 18,5 Mio. zum Vorjahr. Der Personalaufwand zum 31. Dezember 2023 in Höhe von EUR 19,4 Mio. hat sich trotz gestiegener Mitarbeiterzahl im Vergleich zum Vorjahr (EUR 19,5 Mio.) kaum verändert. Aufgrund der gestiegenen Leistung ist daher die Personalkostenquote (37,8%) im Vergleich zum vorherigen Wirtschaftsjahr (70,8%) signifikant gesunken. Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen sind aufgrund der getätigten Investitionen mit EUR 0,8 Mio. etwas höher als im Vorjahr (EUR 0,5 Mio.) ausgefallen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen zum 31. Dezember 2023 EUR 9,5 Mio. (31.12.2022: EUR 8,7 Mio.) und betreffen im Wesentlichen Mieten und Leasing in Höhe von EUR 2,9 Mio., Stromkosten von EUR 1,7 Mio., Instandsetzungskosten EUR 0,9 Mio. sowie Versicherungen in Höhe von EUR 0,7 Mio. Das Finanzergebnis zum 31. Dezember 2023 ist mit einem Wert in Höhe von TEUR 363 zum Jahresende positiv. Aufgrund der steigenden Zinsen am Markt konnte insbesondere durch Anlage von Festgeldern und durch Tagesgeldzinsen ein erheblicher Zinsgewinn realisiert werden. b. Darstellung, Analyse und Beurteilung der Finanzlage Der Bestand an flüssigen Mitteln beträgt zum Bilanzstichtag EUR 36,5 Mio. Für die Errichtung der neuen zentralen Werftzufahrt wurde in 2015 ein Kredit in Höhe von TEUR 800 aufgenommen. Der Kredit valutiert zum 31. Dezember 2023 mit TEUR 138 und wird planmäßig getilgt. Weitere Bankkredite, bspw. für spezielle Auftragsfinanzierungen oder Betriebsmittelkredite, bestehen nicht. Gegenüber dem Anfangsbestand zum letzten Abschlussstichtag haben sich die flüssigen Mittel wie folgt verändert:
Ursächlich für den positiven operativen Cashflow (TEUR 31.330) sind im Wesentlichen projektbezogene Kundenanzahlungen für ein laufendes Projekt. Die Investitionen ergeben sich im Wesentlichen aus einem vergebenen Darlehen (Finanzanlage TEUR 600), dem Kauf einer Konstruktionssoftware (TEUR 466) und dem Kauf von zehn Gabelstaplern (TEUR 356). Der Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit resultiert im Wesentlichen aus Zinserträgen für bei Banken angelegte Gelder. c. Darstellung, Analyse und Beurteilung der Vermögenslage Die Bilanzsumme der Gesellschaft beträgt TEUR 50.303 und hat sich zum Bilanzstichtag gegenüber dem Vorjahr um TEUR 35.675 erhöht. Im Wesentlichen tragen hierzu die Erhöhung der Unfertigen Erzeugnisse auf der Aktivseite und die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen auf der Passivseite bei. Das in der Bilanz ausgewiesene Netto-Umlaufvermögen (TEUR 10.416) ist im Wesentlichen geprägt von Umbau- und Reparaturaufträgen. Das Vermögen der Gesellschaft besteht des Weiteren zum Bilanzstichtag im Wesentlichen aus dem Anlagevermögen (EUR 3,1 Mio.), den Unfertigen Leistungen (EUR 11,0 Mio.) abzüglich erhaltener Anzahlungen (EUR -9,0), den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (EUR 2,0 Mio.) sowie flüssigen Mitteln (EUR 36,5 Mio.). Das Anlagevermögen hat sich durch Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen um TEUR 799 verringert. Insgesamt wurden Neuanschaffungen in Höhe von TEUR 2.088 getätigt. Darin enthalten sind Finanzanlagen aus Vergabe eines Darlehens in Höhe von TEUR 600. Grund und Boden, Gebäude sowie Dockanlagen werden aufgrund der Eigentumsverhältnisse auch weiterhin durch die Besitzgesellschaft LIV gehalten. Auf der Passivseite wurde das Eigenkapital lediglich durch das Unternehmensergebnis beeinflusst. Die Rückstellungen (TEUR 7.598) haben sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.653 erhöht. Im Wesentlichen resultiert die Veränderung aus der Bildung von Rückstellungen für Zahlungen an die Mitarbeiter gemäß dem Ergänzungstarifvertrag (TEUR 730) und der Erhöhung von Rückstellungen für Bestellobligen für bereits abgerechnete Aufträge (TEUR 423), für im Folgemonat auszuzahlende Mehrarbeit (TEUR 260) und nicht genommenen Urlaub (TEUR 113). Im Bereich der Verbindlichkeiten gab es einen erheblichen Anstieg im Bereich der erhaltenen Anzahlungen auf 32,4 Mio. EUR. Dies betrifft im Wesentlichen Aufträge im Yachtumbau. Die Erhöhung um 3,1 Mio. EUR der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen auf 3,8 Mio. EUR resultiert aus gegenüber dem Vorjahr angestiegenen Auftragsvolumen. 4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Für die mittel- und langfristige operative Steuerung der LWB werden neben den Monatsergebnissen auf Ebene des Gesamtunternehmens Projekt- und Unternehmensplanungen verwendet. In Ergänzung hierzu werden zur Führung des operativen Geschäfts als nichtfinanzielle Leistungsindikatoren bspw. Auftragseingang und Stundenvolumen der Aufträge herangezogen. Weiter entscheidet das geleistete Stundenvolumen und damit die Auslastung in erheblichem Umfang über den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens, da hierüber ein Großteil der Gemeinkostendeckung erfolgt. III. Prognosebericht Die LWB, mittlerweile im Konzernverbund der Rönner-Gruppe angegliedert und mit den Gesellschaftern Lürssen Gruppe und Zech Gruppe, nutzt Synergieeffekte, wie beispielsweise bei der Beschaffung oder der Nutzung von zentralen Diensten wie IT und juristischer Beratung, die sich positiv auf die Rohertragsmarge auswirken. Zudem konnte die LWB durch Umstrukturierung die Fixkosten reduzieren, so dass sie wieder wettbewerbsfähig agieren kann. Durch die zuletzt im Mai 2021 fertiggestellte Megayacht "Solaris" und dem in 2024 erfolgreich ausgeführten Refit der Megayacht "Octopus", genießt die LWB im internationalen Megayacht Markt ein hohes Ansehen. So konnten mittlerweile ein Umbau- und ein weiterer Refit Auftrag im Yachtsegment gezeichnet werden. Weitere Projekte in diesem Marktsegment werden bearbeitet. Im Segment Kreuzfahrtschiffe wurden diverse Reparaturaufträge gebucht und abgewickelt. Hier stabilisiert sich die gute Marktposition der LWB nachhaltig. Durch gute Umsätze mit dem Dock- und Reparaturgeschäft im Marktsegment Handelsflotte hat die Werft mittlerweile eine gute Grundauslastung. Des Weiteren plant die LWB kurzfristig das Know-how durch Neueinstellungen noch weiter aufzubauen, um wieder insbesondere im Bereich des Designs & Engineerings mit Kompetenz und Innovation Kundenwünsche noch besser zu realisieren. Darüber hinaus werden derzeit auch alle Möglichkeiten in Betracht gezogen, den Werftstandort Bremerhaven auf die Agenda von Politik und Wirtschaft zu bringen, damit die LWB als innovativer Partner im Hinblick auf Zukunftsthemen im Schiffbau und in der Offshore Windenergie wahrgenommen wird. Insbesondere für den Bau von 2GW Offshore Konverterstationen bewirbt sich die Werft bei den Netzbetreibern als Werftpartner und bekommt die entsprechende politische Aufmerksamkeit und Unterstützung. Ziel ist ein erster Auftrag zum Bau einer der 2GW Konverterstationen im Jahr 2026. Im Geschäftsjahr 2024 konnte eine sehr gute Auslastung durch eine verbesserte Auftragslage bei der LWB erzielt werden. Auf Basis der Beibehaltung der Bewertung der HF-Bestände wird für das Geschäftsjahr 2024 eine Gesamtleistung von 95 Mio. EUR und ein Ergebnis vor Ertragsteuern von 11 Mio. EUR erwartet. Auf Basis des vorliegenden langfristigen Auftragsbestands und unter Berücksichtigung vorsichtig geplanter weiterer Aufträge im Rahmen der vorhandenen Werftkapazität wird für 2025 eine Gesamtleistung von ca. 85 Mio. EUR prognostiziert, bei einem Ergebnis vor Ertragsteuern von ca. 3 Mio. EUR. IV. Chancen- und Risikobericht Spezifische Risiken aus der Geschäftstätigkeit Für das seit Jahren grundsätzlich bestehende Problem des zunehmenden Hafenschlicks in Dockgruben von Schwimmdocks konnte mit dem Land Bremen und dem Hafenbetreiber eine Einigung über die Entsorgung getroffen werden, so dass die notwendige Flexibilität der Dockkapazitäten bei Bedarf gegeben ist. Die Entsorgung und das Ausbaggern des Hafenschlicks aus der Dockgrube ist jedoch auch weiterhin mit hohen Kosten verbunden und wird zur Nutzung des Schwimmdocks regelmäßig durchgeführt werden müssen, um die Funktionsfähigkeit (Eindocktiefe der Schiffe) des Schwimmdocks zu gewährleisten. Großkomponenten im Zusammenhang mit Schiffsneubauten und Großumbauten werden in der Regel sofort bzw. entsprechend dem Terminplan des Projektes und darüber hinaus zum Festpreis und in Euro geordert, so dass regelmäßig kein Preisänderungs- oder Währungsrisiko besteht. Sofern Bedarf besteht, werden entsprechende Maßnahmen zur Absicherung ergriffen. Ein grundsätzliches Risiko besteht bei der Finanzierung von langfristigen Großprojekten. Diese sind projektbezogen anhand geeigneter Instrumente mit den jeweiligen Auftraggebern und unter Einbindung der Gesellschafter zu vereinbaren. Das Risiko des Ausfalls von Forderungen wird von der Geschäftsführung zum gegenwärtigen Zeitpunkt als gering angesehen. Möglichen Liquiditätsrisiken wird im Rahmen des Risikomanagements begegnet. Die Gesellschaft erstellt im Rahmen der Jahresplanung auch eine Liquiditätsplanung, die regelmäßig im Rahmen von Forecasts aktualisiert wird. Ausgangspunkt dieser Planung sind dabei die gegenwärtigen Annahmen im Hinblick auf die zukünftige Auslastung der Gesellschaft in Bezug auf den Auftragsbestand und neue Projekte. Ferner werden regelmäßig kurzfristige Liquiditätsprognosen auf Wochenbasis erstellt. Das Risiko der fehlenden Auslastung ist ein Wesentliches im Gesamtzusammenhang aller Risiken, was sich hauptsächlich aus dem Markt- und Wettbewerbsumfeld sowie der Kostenstruktur der Werft ergibt. Aus heutiger Sicht ist die Auslastung jedoch bereits bis in das Geschäftsjahr 2025 gegeben. Die Risiken aus den technischen Anforderungen eines Projektes und die damit verbundenen terminlichen Abläufe werden durch ein stringentes Projektmanagement permanent überwacht und gesteuert und so auf ein Minimum reduziert. Das installierte Projektcontrolling überwacht die laufenden Projektkosten und den Projektstatus und zeigt so Planabweichungen. Dadurch können vom Projektmanagement rechtzeitig Maßnahmen zur Korrektur eingeleitet werden. Hinzukommen neben der allgemein hohen Inflation auf nahezu alle Vorprodukte Risiken aus höheren Stahlpreisen. Die Preiskalkulation wird damit deutlich herausfordernder. Ein gestiegenes Risiko besteht seit dem Russland-Ukraine-Krieg bei Cyberangriffen. Die mittels Schadsoftware ausgelösten Angriffe würden zu Betriebsstörungen und Umsatzeinbußen, hohen Kosten für die Datenwiederherstellung sowie Reputationsschäden führen. Um dem entgegen zu wirken, sind wir innerhalb der Heinrich-Rönner-Gruppe in das IT-Management integriert. Insgesamt gehört neben der effektiven Abarbeitung unserer Aufträge und der Sicherstellung der Beschäftigung, auch in weiterer Zukunft, die kontinuierliche Sicherung eines hochqualifizierten Personalbestands zu unseren wichtigsten Aufgaben. Aufgrund der dargestellten Mechanismen sehen wir diesen Aufgaben gut vorbereitet entgegen. Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden, bestehen auch für die Zukunft nicht. 2. Chancenbericht Durch die Kooperation mit der BREDO DRY DOCKS bei der Nutzung der Dockanlagen bei gleichzeitiger koordinierter Kapazitätsplanung in den Bereichen Service und Transport kann die LWB weitere Potentiale zur Effizienzsteigerung heben. Durch das Wiedererstarken der LWB in Ihren Kernmärkten seit 2023 und der in den nächsten Jahren zusätzlich wiedererstarkenden Offshore Wind Branche sind die Chancen für eine positive Zukunft der Gesellschaft als gut einzuschätzen. 3. Risikomanagement Den werfttypischen Risiken wird mit einem Integrierten Management System (IMS) begegnet. Dabei vereinigt das IMS Qualitätsmanagement, Umweltmanagement, Arbeitssicherheit und Risikomanagement. In regelmäßigen Sitzungen werden aktuelle Probleme diskutiert und Lösungen erarbeitet. Ein weiterer wesentlicher Baustein des Risikomanagements ist das kontinuierliche Controlling der in Arbeit befindlichen Projekte. Die Risikobewertung betrieblicher Belange erfolgt dabei projektindividuell und wird von der Geschäftsleitung unter besondere Kontrolle gestellt. Wesentliches Ziel dabei ist die Erfassung, Kommunikation, Überwachung und Bewältigung der Risiken, die sich aus der langfristigen Auftragsfertigung und deren Umfeld ergeben können. Bei der Abwicklung von technisch hochwertigen, anspruchsvollen und komplexen Projekten können aus den Bereichen Kalkulation und Technik verschiedene Risiken entstehen, die laufend überwacht werden müssen. Terminpläne und mitlaufende Kalkulationen werden als Überwachungsinstrumente eingesetzt, um Abweichungen frühzeitig zu erkennen und geeignete Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Speziell für Großprojekte zusammengestellte Projektteams sollen durch kurze Dienstwege Reibungsverluste zwischen einzelnen Abteilungen vermeiden. Die Erfüllung von gesetzlichen Umweltschutzauflagen und Sicherheitsvorschriften hilft bei der Minimierung von Risiken. Das Einhalten der jeweils aktuellen gesetzlichen Umweltauflagen, Sicherheitsvorschriften und technischen Standards beim Neubau, Umbau oder der Instandsetzung von Schiffen, ist stets zu beachten. Hierzu ist es unerlässlich, ständig über die Veränderung und Erweiterung von Gesetzen und Vorschriften der Klassifikations- und Abnahmegesellschaften unterrichtet zu sein. Durch die Mitgliedschaft im VSM ist die LWB dabei über Arbeitskreise in diese Themen involviert und ständig auf dem aktuellen Stand.
Bremerhaven, den 26. November 2024 Lloyd Werft Bremerhaven GmbH gez. Thorsten Rönner gez. Friedrich Norden BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023LLOYD WERFT BREMERHAVEN GMBH, BREMERHAVENAKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023LLOYD WERFT BREMERHAVEN GMBH, BREMERHAVENI. Allgemeine Angaben Die Lloyd Werft Bremerhaven GmbH, Bremerhaven ist beim Amtsgericht Bremen unter der Handelsregisternummer HRB 32082 HB gemeldet. Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) für große Kapitalgesellschaften und des GmbH-Gesetzes (GmbHG) aufgestellt. Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften der §§ 264 ff. HGB unter Beachtung rechtsformspezifischer Ausweisvorschriften erstellt worden. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. II. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 1. Bilanzierung und Bewertung der Aktivposten Die Immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bilanziert. Die Abschreibungen werden nach der linearen Methode verrechnet. Die Abschreibungen auf Zugänge der immateriellen Vermögensgegenstände und des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Den Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen liegen im Wesentlichen die folgenden Nutzungsdauern zugrunde:
Abnutzbare, bewegliche Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung unterliegen und deren Nettoanschaffungsbetrag mehr als € 250 und bis zu € 800 betragen, werden sofort abgeschrieben. Das Finanzanlagevermögen ist mit den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten unter Anwendung der gleitenden Durchschnittsmethode oder mit den niedrigeren beizulegenden Werten am Abschlussstichtag ausgewiesen. Bei der Bewertung der unfertigen Erzeugnisse und unfertigen Leistungen werden neben den Einzelkosten angemessene Teile der Gemeinkosten und Abschreibungen berücksichtigt. Erhaltene und geleistete Anzahlungen werden mit dem Nennbetrag bewertet. Erhaltene Anzahlungen für Bestellungen werden auftragsbezogen offen von den Vorräten abgesetzt. Für Maschinenwerkzeuge und andere Gerätschaften sind Festwerte gemäß § 256 Satz 2 HGB gebildet worden. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung von 1,5 % auf die nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen gebildet. Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Zum Bilanzstichtag ergibt sich unter Berücksichtigung aktiver latenter Steuern aus Bewertungsunterschieden zwischen Handels- und Steuerrecht vorrangig bei den Pensionsrückstellungen sowie aus aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge ein Aktivüberhang der latenten Steuern. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit einem Mischsteuersatz für Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer. Die Gesellschaft macht von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB keinen Gebrauch, so dass sich insgesamt kein Ausweis latenter Steuern in der Bilanz ergibt. 2. Bilanzierung und Bewertung der Passivposten Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Ein Lohn- und Gehaltstrend wurde bei der Bewertung nicht berücksichtigt. Für die Abzinsung der Pensionsverpflichtung wird nicht mehr der auf Basis der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre (1,74 %) zugrunde gelegt, sondern der nach § 253 Abs. 2 HGB veränderte Rechnungszins auf Basis der letzten 10 Jahre, welcher zum 31.12.2023 1,82% beträgt. Der Differenzbetrag der Rückstellung aus den beiden unterschiedlichen Zinssätzen von T€ 56 ist gemäß § 253 Abs. 6 HGB mit einer Ausschüttungssperre belegt. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden jährliche Rentensteigerungen von 1,5 % zugrunde gelegt. Die sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt sind. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückdeckungsversicherungsansprüche werden auf Basis versicherungsmathematischer Gutachten bzw. Mitteilungen der Versicherer mit dem jeweiligen beizulegenden Zeitwert zum Bilanzstichtag bewertet. Es handelt sich um Deckungsvermögen, das mit jeweiligen Verpflichtungen verrechnet wird. Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. Fremdwährungsumrechnung Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs im Zeitpunkt der erstmaligen Erfassung gebucht. Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet:
III. Erläuterungen zu Bilanzposten Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Der Anlagenspiegel ist als Anlage beigefügt. Im aktuellen Jahr wurden Umgliederungen einzelner Sachverhalte im Anlagevermögen zum 01.01.2023 vorgenommen. Das Vorjahr wurde nicht angepasst. Die betreffenden Beträge sind in einer Umgliederungsspalte zum 01.01.2023 im Anlagenspiegel ausgewiesen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Bei den Sonstigen Vermögensgegenständen wurde hinsichtlich des bestehenden Deckungsvermögens eine Saldierung mit der entsprechenden Pensionsrückstellung wie folgt vorgenommen:
In Höhe des die Pensionsverpflichtung übersteigenden Zeitwerts aus Deckungsvermögen gilt eine Ausschüttungssperre nach § 268 Abs. 8 HGB. Der aktive Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung ist gesondert ausgewiesen. Flüssige Mittel Von den flüssigen Mitteln sind insgesamt T€ 500 zur Absicherung der Personalrückstellungen als Sperrkonto hinterlegt. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Der Erfüllungsbetrag zum 31. Dezember 2023 bei einer Diskontierung mit einem Rechnungszins für 7 Jahre Durchschnittsbildung beträgt T€ 4.203. Der Erfüllungsbetrag zum 31. Dezember 2023 bei einer Diskontierung mit einem Rechnungszins für 10 Jahre Durchschnittsbildung beträgt T€ 4.147. Der von einer Ausschüttungssperre betroffene Unterschiedsbetrag ist mit T€ 56 beziffert. Sonstige Rückstellungen Die Sonstigen Rückstellungen resultieren im Wesentlichen aus personalbezogenen Sachverhalten (T€ 2.087) sowie aus zu erwartenden nachlaufenden Kosten und ausstehenden Rechnungen (T€ 1.403). Verbindlichkeiten Die Entwicklung der Verbindlichkeiten wird im nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel dargestellt:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind wie folgt besichert:
IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 01.01.2023 - 31.12.2023 Umsatzerlöse
Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von T€ 389 (Vorjahr T€ 782) sowie periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 302 (Vorjahr T€ 59). Außerdem sind Kursgewinne von T€ 1 (Vorjahr T€ 0) enthalten. Materialaufwand Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren sowie Aufwendungen für bezogene Leistungen betragen insgesamt T€ 22.171 (Vorjahr T€ 9.068) und sind im Wesentlichen dem Projektgeschäft des Berichtsjahres geschuldet. Im aktuellen Jahr wurden Aufwendungen in Höhe von T€ 579 erstmals als Materialaufwand ausgewiesen, die im Vorjahr den sonstigen betrieblichen Aufwendungen zugeordnet waren. Der Vorjahresbetrag in Höhe von T€ 205 wurde nicht angepasst und ist weiterhin unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Personalaufwand Die Aufwendungen für Altersversorgung betragen T€ 136 (Vorjahr T€ 136). Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen bestehen im Wesentlichen aus Aufwendungen für Mieten und Pachten über gesamt T€ 2.451 (Vorjahr T€ 2.969), Aufwendungen für Versicherungen und Beiträge in Höhe von T€ 777 (Vorjahr T€ 716) und weiteren primär dem Werftbetrieb geschuldeten Aufwendungen. Enthalten sind auch periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 122 (Vorjahr T€ 44) sowie Kursverluste von T€ 1 (Vorjahr T€ 1). Im aktuellen Jahr wurden Aufwendungen in Höhe von T€ 2.157 erstmals als sonstige betriebliche Aufwendungen ausgewiesen, die im Vorjahr dem Materialaufwand zugeordnet waren. Der Vorjahresbetrag in Höhe von T€ 2.840 wurde nicht angepasst und ist weiterhin unter dem Materialaufwand ausgewiesen. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Zinsen aus Bankguthaben in Höhe von T€ 392 (Vorjahr T€ 0) sowie Zinsen aus Bürgschaftsprovisionen in Höhe von T€ 36 (Vorjahr T€ 41). Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus der Aufzinsung gemäß § 253 HGB in Höhe von T€ 74 (Vorjahr T€ 76). Des Weiteren werden Wertsteigerungen aus dem Deckungsvermögen in Höhe von T€ 32 (Vorjahr T€ 34) gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB saldiert ausgewiesen. V. Sonstige Angaben Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt)
Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen zum Bilanzstichtag sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von T€ 4.124. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das abgeschlossene Geschäftsjahr teilt sich wie folgt auf:
Organe der Gesellschaft Die Gesellschaft wird vertreten durch die Geschäftsführer: Herr Thorsten Rönner, Beverstedt Herr Friedrich Norden, Bremerhaven Gemäß § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe der Gesamtbezüge verzichtet. Beide Geschäftsführer üben ihre Funktion hauptberuflich für die Gesellschaft aus. Der Geschäftsführer Friedrich Norden ist berechtigt, die Gesellschaft gemeinschaftlich oder einzeln in Gemeinschaft mit den nachfolgend genannten Prokuristen zu vertreten. Der Geschäftsführer Thorsten Rönner ist berechtigt, die Gesellschaft allein zu vertreten. Ist nur ein Geschäftsführer bestellt, so vertritt er die Gesellschaft allein. Hinsichtlich der folgenden Personen liegt Gesamtprokura gemeinsam mit einem Geschäftsführer oder einem weiteren Prokuristen vor: Herr Thomas Olaf Birreck , Bremerhaven Herr Sven May, Bremerhaven Frau Brigitte Gerken, Wurster Nordseeküste Hinsichtlich der Beschränkungen des § 181 BGB gilt eine Befreiung. Gewinnverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen. VI. Nachtragsbericht Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nach dem Schluss des Geschäftsjahres nicht ergeben.
Bremerhaven, den 26. November 2024 Thorsten Rönner Friedrich Norden BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Lloyd Werft Bremerhaven GmbH, Bremerhaven Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Lloyd Werft Bremerhaven GmbH, Bremerhaven, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Lloyd Werft Bremerhaven GmbH, Bremerhaven, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Absatz 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt ''Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts'' unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bremerhaven, den 17. Dezember 2024 FIDES
Treuhand GmbH & Co. KG
gez. Wagener, Wirtschaftsprüfer gez. Festerling, Wirtschaftsprüfer Auszug aus der Niederschrift über die ordentliche Gesellschafterversammlung am 13.02.2025: Feststellung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31.12.2023 wird in der von der FIDES Treuhand GmbH & Co. KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft testierten Fassung festgestellt. Verwendung des Jahresabschlusses Der ausgewiesene Gewinn des Geschäftsjahres 01.01.-31.12.2023 in Höhe von € 686.747,06 wird auf neue Rechnung vorgetragen. |
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