BLT Brandenburger Landtechnik GmbH
Liebenthaler Bahnhof 2, 16909 Heiligengrabe, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jochen Comolle seit 28.2.2005 | Prokura |
Helmut Rothe seit 28.2.2005 | Geschäftsführer |
Michael Branding seit 28.2.2005 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
BLT Brandenburger Landtechnik GmbHLiebenthalJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2022 bis zum 30.09.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023(Geschäftsjahr 2023)Grundlagen des Unternehmens Die BLT Brandenburger Landtechnik GmbH ("BLT") vertreibt und vermietet das komplette CLAAS Produktprogramm sowie Produkte von weiteren namhaften Herstellern der Landtechnikbranche. Das Vertriebs- und Servicegebiet erstreckt sich auf Nord Brandenburg. In diesem Gebiet erfolgt die Betreuung der Kunden von den Niederlassungen Heiligengrabe, Löwenberg, Angermünde, Nauen und Rhinow aus. Die BLT betreibt in fast jeder Niederlassung sowohl ein Ersatz- und Verschleißteilelager als auch je eine Werkstatt. Am Standort Löwenberg befindet sich nur ein Verkaufsbüro. Wirtschaftsbericht 1. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft Der Fachverband Landtechnik im Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) meldet für das Kalenderjahr 2022 Branchenerlöse aus deutscher Produktion von mehr als 12 Mrd. Euro; das sind 18 % mehr als im Vorjahr und ein neuer Höchstwert. Gute Erzeugerpreise in nahezu allen landwirtschaftlichen Segmenten, insbesondere für Milch und Weizen, befeuerten die Einkommenssituation und damit die Techniknachfrage von Landwirten und Lohnunternehmern aus allen Erdteilen. Aufträge aus Russland und der Ukraine, die infolge des russischen Angriffskrieges in der Ukraine weggebrochen sind, konnten in Summe durch Aufträge aus Süd- und Nordamerika sowie Westeuropa mehr als kompensiert werden. Dabei haben sich die Engpässe in den globalen Lieferketten deutlich entspannt. Ab dem 4. Quartal 2022 konnte bei vielen Herstellern die Produktion deutlich stabilisiert und sogar ausgebaut werden, sodass sich fortan die Händlerlager füllten und diese Entwicklung in der Folge zu einem verlangsamten Bestellverhalten führte. Die weltweiten Märkte für Landtechnik werden dabei von einer digitalen Innovation in nahezu sämtlichen Produktsegmenten als auch von einer Strategie zur Nachhaltigkeit und Dekarbonisierung befeuert (Pressemeldung VDMA agrar-Presseportal 27/02/23). Für das Gesamtjahr 2023 erwartet der VDMA ein Umsatzvolumen aus deutscher Produktion von erneut mehr als 12 Mrd. Euro. Die Landtechnikindustrie bewegt sich damit weiterhin auf Spitzenniveau. Volle Auftragsbücher der Branche im Frühjahr 2023 führten bei Auftragsbeständen in der Industrie von ca. 7 Monaten zu neuen Höchstständen. Inzwischen sind die Auftragsbücher noch gut gefüllt, liegen aber im Vorfeld der AGRITECHNICA per 09/2023 bei 4 Monaten. Die deutsche Landtechnikbranche, die insgesamt eine Exportquote von 75 % aufweist, profitiert dabei von einer weltweiten Nachfrage in nahezu allen Techniksegmenten (Pressemeldung VDMA, agrar-Presseportal 26/09/23; Artikel landw. Wochenblatt Ausgabe 40/23; Seite 40). Dabei konnte der Umsatz im 1. Halbjahr 2023 aller Landmaschinen- und Traktorenhersteller bereits im zweistelligen Prozentbereich auf über 6 Mrd. Euro gesteigert werden (Pressemeldung VDMA, agrar-Presseportal 26/09/23). Vor dem Hintergrund hoher Auftragsbestände, haben sich die Umsätze im Geschäftsjahr 2023 z.T. sehr positiv entwickelt, da die Lieferungen nach Verzögerungen in der Produktion in vielen Produktsegmenten erst im Jahr 2023 vorgenommen werden konnten und somit zu einer Sonderkonjunktur führten. Bei den einzelnen Produktmärkten gab es ein heterogenes Bild: So konnte der Markt für Mähdrescher im Geschäftsjahr 2023 mit 1.485 Einheiten ein sattes Plus von 23,9 % (Vorjahr 1.199 Einheiten) aufgrund der beschriebenen Produktionsausweitung verzeichnen. Der Traktorenmarkt im Segment > 50 PS ist nach VDMA-Angaben per August 2023 mit 3,8 % im Plus (Markt im Vorjahr 2022: 23.838 Traktoren). Bei selbstfahrenden Feldhäckslern hat sich der Markt in der lfd. Saison dagegen deutlich schwächer gezeigt und wird per August 2023 um ca. 30 % geringer eingeschätzt (2022: 526 Einheiten). Der Gesamtmarkt für Großballenpressen sank leicht um 4,9 % auf 444 Einheiten. Die Verkäufe von Rundballenpressen nahmen sogar um ca. 20,5 % auf 1.521 Einheiten ab (Vorjahr 1.913 Einheiten). Der Gesamtmarkt für Futtererntemaschinen reduzierte sich um 5,5 % auf 17.098 Einheiten (Vorjahr 18.098 Einheiten). Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) erwartet im Erntebericht 2023 eine Getreideernte (inkl. Körnermais) von 42,2 Mio. Tonnen, die somit um 2,9 % unter dem Vorjahr bleiben würde. Im mehrjährigen Vergleich 2017 bis 2022 sind dies lediglich noch 1,4 % weniger, sodass man für das Bundesgebiet insgesamt derzeit eine durchschnittliche Getreideernte bilanzieren kann. Die anfängliche Frühjahres- und Sommertrockenheit bis Ende Juli sowie die darauffolgende langanhaltende Regenperiode haben regional deutliche Ertragseinbußen beim Getreide (bundesweit -4,1 %) insbesondere beim Weizen (-6,0 %) verursacht, während Wintergerste gegenüber dem Vorjahr um 4,9 % zulegen konnte. Die Preisturbulenzen am Weltgetreidemarkt (Erntebericht 2023, Seite 16) haben sich auch im Jahr 2023 fortgesetzt. Nach den außergewöhnlich hohen Preisen von bis zu 340 EUR/t Winterweizen im Vorjahr, getrieben durch Handelshemmnisse und Spekulationen infolge des russischen Angriffskrieges, liegen die Erzeugerpreise im Jahr 2023 deutlich über dem langjährigen Mittel, aber ca. 25-30 % unterhalb des Vorjahres. Die Getreideanbaufläche der Saison 2023 wurde im Vergleich zum Vorjahr um 0,8 % reduziert. Die Milchpreise haben sich im Geschäftsjahr vom Hoch im vergangenen Jahr deutlich reduziert und liegen zum Ende des Geschäftsjahres auf einem Niveau von über 40 Cent/l. Die Investitionsbereitschaft der Landwirte verbleibt bei insgesamt moderaten Erzeugerpreisen und gesunkenen Inputpreisen auf einem befriedigenden Niveau. 2. Unternehmensentwicklung 2.1. Geschäftsverlauf Der Umsatz der BLT wuchs um 9,0 % gegenüber dem Vorjahr. Die Umsätze bei CLAAS-Maschinen sind überdurchschnittlich um 14,2 % gestiegen und resultierten teilweise aus Lieferungen, die bereits zur Ernte 2022 bestellt waren, aber aufgrund der Lieferengpässe der Hersteller im Jahr 2022 erst zur Ernte 2023 realisiert werden konnten. Der Umsatz mit Gebrauchtmaschinen betrug im Geschäftsjahr 2023 TEUR 7.439. Der Bestand an Gebrauchtmaschinen lag zum Geschäftsjahresende auf dem Vorjahresniveau. Zum Bilanzstichtag waren im Unternehmen 85 Mitarbeiter beschäftigt, davon 22 Auszubildende. Die Ausbildungsquote betrug dabei 25,9 % und liegt somit weiter über dem Branchendurchschnitt. 2.2. Ertragslage Die BLT konnte in Bezug auf die Leistungsindikatoren Umsatzerlöse und Rohergebnisrentabilität (Ergebnis vor Steuern zu Rohergebnis; Ergebnis vor Steuern = Ergebnis nach Steuern zuzüglich Steuern vom Einkommen und Ertrag; Rohergebnis = Umsatz und sonstige betriebliche Erträge abzüglich Materialaufwand) im Geschäftsjahr 2023 ihre Prognose einer Umsatzsteigerung von 6,4 % bei einer geringeren Rohergebnisrentabilität vor Steuern übertreffen bzw. treffen. Die Umsätze stiegen um 9,0 %, während die Rohergebnisrentabilität vor Steuern von 22,9 % auf 21,4 % zurückging. Das Rohergebnis verbesserte sich auf TEUR 8.167 (Vorjahr: TEUR 8.019). Wesentliche Umsatzzuwächse gab es insbesondere bei der Produktgruppe Mähdrescher, deren Volumen u. a. aufgrund des unter 2.1 beschriebenen Sachverhaltes um 75,2 % auf Mio. EUR 4,9 anstieg, bei Feldhäckslern gab es Zuwächse von 155 % auf Mio. EUR 1,1 und bei Radladern von 300,2 %. Der Werkstattumsatz stieg um 10,1 % und der Ersatzteilumsatz um 11,4 % gegenüber dem Vorjahr. Das Ergebnis vor Steuern lag im abgelaufenen Jahr bei TEUR 1.749 und damit um 4,7 % unter dem Vorjahreswert. Der Auftragsbestand liegt per 30. September 2023 mit TEUR 4.827 um ca. 10 % unter dem Vorjahresniveau. 2.3. Vermögenslage Die Bilanzsumme erhöhte sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 22.457 und lag damit um 61 % über dem entsprechenden Vorjahreswert. Ursächlich für diese Entwicklung war vornehmlich die im Gegensatz zum Vorjahr sehr gute Lieferfähigkeit unserer Lieferanten, sodass die Dynamik der Lieferungen insbesondere in den letzten Monaten die Auslieferkapazitäten der Werkstätten deutlich übertraf und die Neumaschinenbestände zum Bilanzstichtag auf über TEUR 11.338 ansteigen ließ. Der Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 39,3 % auf TEUR 6.859 basiert auf dem sehr erfolgreichen Geschäft kurz vor dem Geschäftsjahresende. Das Eigenkapital erhöhte sich aufgrund der teilweisen Thesaurierung des Vorjahresergebnisses um TEUR 523. Die Eigenkapitalquote sank aufgrund der deutlich gestiegenen Bilanzsumme trotzdem zum Geschäftsjahresende um 20,6 %-Punkte auf 39,9 %. Die Rückstellungen verringerten sich von TEUR 1.265 auf TEUR 785 Dies ist im Wesentlichen auf geringere Steuerrückstellungen aufgrund höherer Vorauszahlungen zurückzuführen. 2.4. Finanzlage Die Finanzierung der BLT erfolgt im Wesentlichen durch eine Kreditlinie bei der Sparkasse Ostprignitz-Ruppin in Höhe von TEUR 2.500, die zum Bilanzstichtag nicht ausgelastet war, eine Kreditlinie bei der Deutschen Leasing Finance GmbH über insgesamt TEUR 3.000, die zum Bilanzstichtag nicht in Anspruch genommen wurde, sowie durch die Einbindung in das Cash-Pooling der CLAAS Kommanditgesellschaft auf Aktien mbH, Harsewinkel. Zum Bilanzstichtag sind die konzernfremden Kreditlinien nicht ausgelastet, da eine Rückführung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten über den konzerninternen Cash-Pool erfolgt. Des Weiteren wurde zur Finanzierung des Neubaus am Standort Kerkow eine Kreditlinie in Höhe von TEUR 1.100 zum Stichtag mit TEUR 794 bei der Sparkasse Ostprignitz-Ruppin in Anspruch genommen. Weiterhin finanziert sich die Gesellschaft durch Sale-and-Lease-Back-Geschäfte. Dabei werden Maschinen bilanziell wirksam veräußert und zurückgemietet. Die angemieteten Maschinen werden an Dritte untervermietet. Für das Geschäftsjahr 2024 sind vorrangig die Ersatzinvestitionen in Werkstattausstattungen geplant. 3. Chancen- und Risikobericht Risikomanagementziele und -methoden Durch unser Risikomanagement wollen wir Risiken rechtzeitig transparent machen und limitieren. Die direkte Verantwortung zu Früherkennung, Steuerung und Kommunikation liegt bei den Bereichsleitern und dem Geschäftsführer. Die Kommunikation mit der Geschäftsführung über risikorelevante Faktoren erfolgt regelmäßig und berücksichtigt mögliche Schäden sowie Eintrittswahrscheinlichkeiten. Die Liquidität wird laufend überwacht und gesteuert. Debitoren und Kreditoren werden ständig beobachtet und analysiert. Forderungsrisiken werden durch leistungsnahe Zahlungen oder durch Zahlungssicherheiten abgesichert. Wertberichtigungen tragen dem Ausfallrisiko angemessen Rechnung. Dem Vorratsmanagement sowohl der Neu- als auch der Gebrauchtmaschinen gilt ein besonderer Fokus. Gleiches gilt für die Ersatzteilbestände. Rechtsstreitigkeiten, Schadenersatzforderungen bzw. laufende Prozesse mit Einfluss auf Vermögens- und Ertragslage sind nicht anhängig oder angedroht. Unsere EDV entspricht dem aktuellen Sicherheitsstandard der CLAAS Gruppe. Da der Hauptlieferant gleichzeitig auch Mehrheitsgesellschafter ist und mit den übrigen Lieferanten Händlerverträge bestehen, sind die Risiken auf der Beschaffungsseite begrenzt. Aufgrund der überwiegenden Handelstätigkeit werden langfristige Preisänderungsrisiken an die Kunden weitergegeben. Kurzfristige Preisänderungsrisiken bestehen im Handelsbereich kaum, da Bestellungen der Kunden auf Basis der aktuellen Lieferkonditionen der Lieferanten verhandelt werden. Einzig bei Vorführ- und Vorratsmaschinen sowie Gebrauchtmaschinen bestehen Preisänderungsrisiken und -chancen, die laufend überwacht und gesteuert werden. Chancen und Risiken Die wesentlichen Chancen und Risiken der Geschäftstätigkeit resultieren vor allem aus der regionalen Wettbewerbsintensität, den klimatisch bedingten unterschiedlichen Ernteerträgen und Erntebedingungen sowie geschäftsbeeinflussenden agrarpolitischen Entscheidungen. Bei der Beurteilung der Chancen und Risiken ist vor allem die räumliche Nähe der Vertriebsabteilung zu den Kunden von großer Bedeutung, um Nachfrageschwankungen und verändertes Kundenverhalten auf den Absatzmärkten frühzeitig zu erkennen. Bei der CLAAS Gruppe ("CLAAS") steht weiterhin die kontinuierliche Verbesserung des Maschinenangebotes an erster Stelle (z.B. die Ergänzung der Mähdrescher- und Traktoren-Baureihen, s.u. 4. Prognosebericht). Ein systematischer Ausbau des After Sales Angebotes ermöglicht es den CLAAS Händlern ein bestimmtes Maß an Marktrückgängen bei Maschinen zu kompensieren. Gesamtaussage zur Risikosituation der Gesellschaft Aus der Analyse der derzeit erkennbaren Einzelrisiken sind keine Anhaltspunkte ersichtlich, die - für sich genommen oder in Kombination mit anderen Risiken - den Fortbestand der Gesellschaft im Berichtszeitraum und darüber hinaus gefährdet haben bzw. gefährden könnten. 4. Prognosebericht Für das Gesamtjahr 2023 erwartet der VDMA aktuell im Vorfeld der AGRITECHNICA ein Umsatzvolumen aus deutscher Produktion von erneut mehr als 12 Milliarden Euro. Die Landtechnikindustrie bewegt sich damit weiterhin auf Spitzenniveau. Nach dem CEMA Business Barometer für September 2023 schätzt die europäische Landtechnikindustrie die zukünftige wirtschaftliche Situation insgesamt deutlich verhaltener ein. 58 % der Landtechnikhersteller erwarten negative Geschäftsentwicklungen in den kommenden 6 Monaten. Diese Abwärtstendenz in Richtung Rezession hat sich in den letzten Monaten beschleunigt. Diese Einschätzung ist im Zusammenhang einer insgesamt noch positiven Bewertung der aktuellen wirtschaftlichen Situation mit der Abarbeitung von hohen Auftragsbeständen aus dem Vorjahr zu sehen, die jedoch in den nächsten Wochen sukzessive ausgeliefert und berechnet werden. Die Einkommensentwicklung der Landwirte ist angesichts wieder deutlich gesunkener Getreide- und Milchpreise bei den Marktfrucht- und Futterbaubetrieben sowie ebenfalls deutlich gesunkener Inputpreise insgesamt weiterhin stabil, aber mit abnehmender Tendenz. Aus heutiger Sicht werden in diesen Marktbereichen weiter stabile bis leicht rückläufige Preise erwartet, sodass die Investitionsbereitschaft im Bereich Landtechnik der Landwirte und Agrarbetriebe für 2024 eher stagnieren bzw. leicht abnehmen wird. Investitionsdämpfend werden sich insbesondere bei der kapitalintensiven Lohnunternehmer-Branche das derzeit deutlich gestiegene Preisniveau auf allen Landtechnikmärkten sowie das deutlich gestiegene Zinsniveau auswirken, sodass notwendige Anschaffungen oftmals in die Zukunft verschoben werden. Eine eher rückläufige Tendenz erwarten auch die im "LandBauTechnik" Verband organisierten Landmaschinen-Fachbetriebe in der Umfrage per September 2023. Hier erklärt der Verband im Branchenbarometer II/2023, dass lediglich 3 % der Fachbetriebe steigende Umsätze, aber 45 % Umsatzverluste und 52 % der Fachbetriebe eine stagnierende Entwicklung erwarten. Im Bereich After Sales werden dagegen stabile und steigende Umsätze erwartet. Eine wieder leicht positive Entwicklung im Investitionsverhalten zeigt der Konjunktur- und Investitionsbarometer Agrar der Marktforschungsgesellschaft "produkt & markt" per 09/2023. Produktneuheiten CLAAS: CLAAS vervollständigt mit den 3 neuen 5-Schüttler Maschinen EVION das Bauprogramm der Mähdrescher unterhalb des Produktprogramms von LEXION und TRION, um insbesondere für die Hauptkundengruppe der familiengeführten Landwirtschaftsbetriebe ein breiteres und flexibleres Produktprogramm anbieten zu können. Darüber hinaus erweitert CLAAS das XERION Produktprogramm insbesondere für schwere Zugarbeiten mit dem XERION 12590 sowie dem XERION 12650 bis zu einer Leistung von 585 sowie 653 PS. Mit diesen Produktneuheiten kann dem Handel insgesamt ein noch breiteres Programm angeboten werden. Blick auf 2024: Wir gehen auf dieser Basis für das Geschäftsjahr 2024 der BLT Brandenburger Landtechnik GmbH von einem Umsatzrückgang von ca. 2,5 % bei einer geringeren Rohergebnisrentabilität vor Steuern aus. Weiterhin liegt ein besonderer Fokus auf dem Management der Vorräte und Forderungen, um eine weitere Verbesserung des Kapitalumschlages und eine gleichzeitige Verringerung der Zinskosten zu erreichen.
Heiligengrabe, den 23. November 2023 Helmut Rothe, Geschäftsführer Bilanz zum 30. September 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023(Geschäftsjahr 2023)A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die BLT Brandenburger Landtechnik GmbH hat ihren Sitz in Liebenthal und ist in das Handelsregister des Amtsgerichts Neuruppin unter der Registernummer HRB 4534 NP eingetragen. Der Jahresabschluss der BLT Brandenburger Landtechnik GmbH zum 30. September 2023 ist auf der Grundlage des Handelsgesetzbuches (HGB) in der aktuellen Fassung sowie nach den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft nach § 267 Abs. 2 HGB. Größenabhängige Erleichterungen bei der Aufstellung und bei der Offenlegung des Jahresabschlusses werden in Anspruch genommen. Die Gliederung von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den §§ 266 und 275 HGB sowie § 42 GmbHG. Die Bilanz ist in Kontenform aufgestellt. Die in § 266 Abs. 2 und 3 HGB bezeichneten Posten sind gesondert und in der vorgesehenen Reihenfolge ausgewiesen. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt worden. Die in § 275 Abs. 2 HGB bezeichneten Posten sind gesondert und in der vorgeschriebenen Reihenfolge ausgewiesen. Die im Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden im Berichtsjahr fortgeführt. B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierung und Bewertung erfolgen nach den allgemeinen Bestimmungen der §§ 246 bis 256a HGB sowie den ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften der §§ 264 ff. HGB. Die ergänzenden Vorschriften des GmbHG wurden beachtet. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden grundsätzlich einzeln bewertet. Alle vorhersehbaren Risiken und Verluste fanden Berücksichtigung. Erfasst sind nur Gewinne, die bis zum Abschlussstichtag realisiert waren. Die Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres wurden periodengerecht berücksichtigt. Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt. Das Sachanlagevermögen ist ebenfalls zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen wurden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer (1 bis 33 Jahre) vorgenommen. Die Anschaffungskosten umfassen auch die einzelnen Anschaffungsnebenkosten und nachträglichen Anschaffungskosten. Anschaffungspreisminderungen wurden abgesetzt. Den Abschreibungen liegen folgende Nutzungsdauern zugrunde:
Für geringwertige Anlagegüter mit einem Wert von EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 wurde ein Sammelposten gebildet, der linear über fünf Jahre abgeschrieben wird. Die Vorräte wurden höchstens zu Anschaffungskosten, gegebenenfalls zu niedrigeren Tageswerten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert unter der Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Ersatzteile wurden zu gleitenden Durchschnittspreisen oder niedrigeren Tageswerten bewertet. Für Ersatzteilbestände wurden nach einer pauschalen Methode zur Ermittlung des niedrigeren beizulegenden Wertes der Ersatzteile Abschläge in Abhängigkeit vom Jahr des letzten Zugangs sowie von der Reichweite angewandt. Die Gebrauchtmaschinen wurden einzelobjektbezogen verlustfrei bewertet. Die Bewertung der Neu-, Miet- und Vorführmaschinen erfolgte einzelbezogen verlustfrei in Abhängigkeit von der Lagerdauer mit Abschlägen von 0 % bis 90 %. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie die flüssigen Mittel wurden zum Nennwert bewertet. Den erkennbaren und latenten Kreditrisiken wurde durch Bildung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Von dem Wahlrecht zum Ansatz des aktiven latenten Steuerüberhangs aufgrund sich ergebender Steuerentlastungen nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird kein Gebrauch gemacht. Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt. Die Rückstellungen sind in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet worden, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie berücksichtigen alle bis zur Bilanzaufstellung bekannt gewordenen Schulden und Risiken, die das abgelaufene Geschäftsjahr betreffen. Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem jeweiligen Erfüllungsbetrag ausgewiesen. Im Jahresabschluss sind keine Posten enthalten, denen Beträge zugrunde liegen, die auf fremde Währung lauten. C. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung I. Erläuterungen zur Bilanz Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel als Anlage zum Anhang dargestellt. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden offen von den Vorräten abgesetzt und haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben ebenfalls wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Der Gewinnvortrag hat sich wie folgt entwickelt:
Die Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen die Risiken und Verpflichtungen aus:
Die Personalrückstellungen wurden überwiegend für Incentive-Zahlungen sowie Urlaubs- und Überstundenansprüche gebildet. Die Verbindlichkeiten haben folgende Restlaufzeiten:
Die bei Banken bestehenden Kreditlinien sind durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte sowie einzelobjektbezogen gesichert. Zur Finanzierung des Neubaus am Standort Kerkow wurde im Jahr 2017 ein Kreditvertrag mit der Sparkasse Ostprignitz-Ruppin, Neuruppin, in Höhe von TEUR 1.100 geschlossen. Zum Bilanzstichtag beträgt der Saldo TEUR 794. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen entfallen mit TEUR 204 (Vorjahr: TEUR 75) auf Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, an denen Genossenschaftsanteile gehalten werden (ILAFA Interessengemeinschaft Landmaschinen Fachbetriebe eG). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen mit TEUR 7.860 (Vorjahr: TEUR 2.174) im Wesentlichen auf Cash-Pool-Verbindlichkeiten gegenüber der CLAAS KGaA. Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen TEUR 2.504 (Vorjahr: TEUR 0) auf Lieferungen und Leistungen. Zum Bilanzstichtag wurden zur Rückführung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten die Kontokorrentverbindlichkeiten bei der Deutsche Leasing Finance GmbH, Bad Homburg v. d. Höhe, und der Sparkasse Ostprignitz-Ruppin, Neuruppin, über den konzerninternen Cash-Pool finanziert. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen mit TEUR 405 (Vorjahr: TEUR 339) Verbindlichkeiten aus Steuern. II. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse werden überwiegend im Inland erzielt. Der Absatz erfolgt weitestgehend sowohl an Endkunden als auch an Händler in der Region. Die Sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 233 (Vorjahr: TEUR 115) sowie mit TEUR 76 Erträge aus Sachbezügen (PKW, Telefon, Reise; Vorjahr: TEUR 71). Die Aufwendungen für bezogene Leistungen betreffen im Wesentlichen Miet- und Leasingaufwendungen für geleaste bzw. gemietete Landmaschinen, die an Kunden weitervermietet werden, sowie Fremdleistungen. Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten unter anderem Aufwendungen für Gebäudemiete und Pacht inkl. Nebenkosten, Fuhrpark, EDV und Kommunikation sowie TEUR 128 für die Erhöhung der Wertberichtigungen auf Forderungen (Vorjahr: TEUR 171). Von dem Zinsaufwand des Geschäftsjahres entfallen TEUR 96 (Vorjahr: TEUR 10) auf Entgelte aus Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen. D. Sonstige Angaben Haftungsverhältnisse Haftungsverhältnisse im Sinne von § 251 HGB bestehen nicht. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte Die Gesellschaft nutzt im Rahmen des Mietgeschäftes Sale-and-Lease-Back-Transaktionen für Maschinen. Weiterhin sind Operate-Lease-Verträge für einen Teil des Fuhrparks sowie Büroausstattung abgeschlossen. Der Abschluss derartiger Verträge trägt zur Verringerung der Kapitalbindung und zu einem stärkeren Working Capital bei. Die Maschinen werden weiterhin für die (Unter-)Vermietung genutzt. Die Verpflichtungen aus diesen Verträgen belaufen sich auf TEUR 156 (Vorjahr: TEUR 269), davon TEUR 93 (Vorjahr: TEUR 171) im Folgejahr. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betragen TEUR 4.344 (Vorjahr: TEUR 7.745). Zusammensetzung der sonstigen finanziellen Verpflichtungen (Vorjahresausweis in Klammern):
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen in Höhe von TEUR 2.691 (Vorjahr: TEUR 5.735) gegenüber der Gesellschafterin CLAAS Vertriebsgesellschaft mbH, Harsewinkel. Das auf die BLT entfallende Abschlussprüferhonorar ist dem Konzernanhang der CLAAS Kommanditgesellschaft auf Aktien mbH, Harsewinkel, zu entnehmen. Anzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer Die durchschnittliche Zahl der im Geschäftsjahr 2023 beschäftigten Arbeitnehmer betrug:
Mitglieder der Geschäftsführung Rothe, Helmut, Dipl.-Ing. für Landtechnik, Neuruppin, Geschäftsführer. Auf die Angabe von Organbezügen wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Kredite an Mitglieder der Geschäftsführung wurden nicht gegeben. Haftungsverhältnisse zugunsten der Geschäftsführung wurden nicht eingegangen. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung wird der Gesellschafterversammlung vorschlagen, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 1.208.608,62 teilweise auf neue Rechnung vorzutragen. Konzernverhältnisse Unmittelbares Mutterunternehmen ist die CLAAS Vertriebsgesellschaft mbH, Harsewinkel, die wie im Vorjahr 50,6 % der Anteile hält. Das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis der Unternehmen aufstellt, ist die CLAAS Kommanditgesellschaft auf Aktien mbH, Harsewinkel (Amtsgericht Gütersloh; HRB 3027). Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der CLAAS KGaA einbezogen. Die Offenlegung des Abschlusses erfolgt im Unternehmensregister. Nachtragsbericht Nach Schluss des Geschäftsjahres 2023 sind keine Ereignisse eingetreten, über die gesondert zu berichten wäre, die das verabschiedete Budget 2024 oder den Fortbestand der Gesellschaft gefährden.
Heiligengrabe, Ortsteil Liebenthal, den 23. November 2023 BLT Brandenburger Landtechnik GmbH Geschäftsführung Helmut Rothe Der Jahresabschluss wurde am 13.12.2023 festgestellt. Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die BLT Brandenburger Landtechnik GmbH, Heiligengrabe, Ortsteil Liebenthal Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der BLT Brandenburger Landtechnik GmbH, Heiligengrabe, Ortsteil Liebenthal, - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der BLT Brandenburger Landtechnik GmbH, Heiligengrabe, Ortsteil Liebenthal, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 6. Dezember 2023 Deloitte
GmbH
Dr. Benedikt Brüggemann, Wirtschaftsprüfer Dirk Becker, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss, auf den sich dieser Bestätigungsvermerk bezieht, wurde nicht unter Inanspruchnahme des § 276 Satz 1 HGB aufgestellt. |
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