Stammdaten

Register
Amtsgericht Nürnberg HRB 9556
Eingetragen
3.4.1990
Branche
Herstellung von Anstrichmitteln, Druckfarben und KittenGroßhandel mit AnstrichmittelnHerstellung von Farbstoffen und Pigmenten
Gegenstand
Herstellung und der Vertrieb von Siebdruckund Tamponfarben sowie der Import und Vertrieb von Industriefarben, Druckfarben und Druckereizubehör.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Sergej Vetters
seit 12.8.2025
Prokura
Marcus Kranz
seit 25.7.2023
Geschäftsführer
Lars Dr. Weisensel
seit 25.7.2023
Geschäftsführer
Sigrid Duchene
seit 4.12.2014
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
Sun Chemical Holding B.V.NLD
94.50%
Sun Chemical Group Coöperatief U.A.NLD
5.50%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
9.450.000 DM
94.50%
Sun Chemical Group Coöperatief U.A.
Netherlands
550.000 DM
5.50%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Coates Screen Inks GmbH

Nürnberg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen des Unternehmens

Die Coates Screen Inks GmbH ist ein weltweit tätiges Unternehmen im Bereich der Druckfarben, Beschichtungen und Druckhilfsmittel. Für die Verkaufsprodukte werden Grundstoffe synthetisiert, modifiziert und in Laboratorien zu Verkaufsprodukten formuliert. Die Verkaufsprodukte werden sowohl in Eigenregie produziert, als auch von inländischen und ausländischen sogenannten Mother Plants erworben. Mother Plants sind Produktionsstätten, welche sich auf die Herstellung bestimmter Produkte spezialisiert haben, um Qualitäts- und Kostenvorteile zu generieren.

Die Anteile der Coates Screen Inks GmbH werden zu 89,5 % von der Sun Chemical GmbH, Osterode am Harz, gehalten, die Minderheitenanteile werden von der Sun Chemical Group Coöperatief U.A., Weesp, Niederlande, gehalten. Die Coates Screen Inks GmbH hat einen Gewinnabführungsvertrag mit der Gesellschafterin Sun Chemical GmbH, Osterode am Harz, als Organträgerin geschlossen. Der Minderheitsgesellschafter hat auf einen angemessenen Gewinnausgleich verzichtet. Der Vertrag kann mit einer Frist von 6 Monaten zum 31. Dezember 2025 gekündigt werden und verlängert sich bei Ausbleiben einer Kündigung automatisch um ein Kalenderjahr. Oberstes Mutterunternehmen ist die DIC Corporation, Tokio, Japan, die den Konzernabschluss für den größten Kreis aller Konzernunternehmen aufstellt.

2. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Der anhaltende Ukraine-Krieg und der globale Kampf gegen die Inflation lasteten nach Aussagen des International Monetary Fund (IMF) am 02.02.2024 auch in 2023 auf der Konjunktur und drückten die Wachstumsraten. Das weltweite Bruttoinlandsprodukt (BIP) - Wachstum für das Jahr 2023 betrug laut IMF 3,2 % (Meldung vom 16.04.2024).

Das saisonbereinigte BIP im Euroraum und in der EU blieb gemäß Eurostat vom 30.01.2024 im vierten Quartal 2023 im Vergleich zum Vorquartal unverändert. Im dritten Quartal 2023 war das BIP in beiden Gebieten um 0,1 % gesunken. Nach einer ersten Schätzung der Jahreswachstumsrate für 2023, basierend auf saison- und kalenderbereinigten Quartalsdaten, ist das BIP sowohl im Euroraum als auch in der EU um 0,5 % gestiegen.

In Deutschland sank das BIP in 2023 um 0,3 %. Nach dem Statistischen Bundesamt lag die Inflationsrate in 2023 in Deutschland bei 5,9 % (Vorjahr: 7,9 %) (Quelle: Destatis und Eurostat). In 2024 wird für Deutschland gemäß ifo Institut vom 20.06.2024 ein Anstieg des BIP um 0,4 % erwartet. Die deutsche Wirtschaft bleibe auch mit dieser neuen Prognose weiterhin das Schlusslicht in der Reihe der stärksten Volkswirtschaften der Welt und leide als Exportnation stärker unter dem insgesamt schwachen Welthandel als andere Länder. Zudem habe die Industrie mit den hohen Energiepreisen zu kämpfen.

Gemäß Pressemitteilung des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI) vom 15.03.2024 war 2023 für die Branche ein schlechtes Jahr. Die chemisch-pharmazeutische Industrie habe das Jahr 2023 mit einem ernüchternden Schlussquartal abgeschlossen. Besonders die fehlenden Aufträge als Folge der schwachen Industriekonjunktur in Europa und der intensive Wettbewerb führten zu Umsatzrückgängen im In- und Ausland. Weitere Produktionsdrosselungen waren die Folge. Insgesamt ging die Chemie- und Pharmaproduktion um 7,9 % zurück. Rechne man das Pharmageschäft heraus, liege der Rückgang bei 10,4 %. Den Unternehmen fehlten zunehmend die Aufträge, sodass die Kapazitäten der Branche mit durchschnittlich rund 77,2 %

nicht ausgelastet waren. Die Umsatzerlöse in Deutschlands chemisch-pharmazeutischer Industrie lagen in 2023 mit 229,3 Milliarden Euro rund 12,2 % niedriger als in 2022.

Nach Einschätzung des VCI vom 8.07.2024 dürfte sich die Auftragslage in der Chemie im Jahresverlauf 2024 verbessern. Angesichts dieser Entwicklung bleibe der VCI bei seiner Prognose von 3,5 % Produktionsplus und 1,5 % Umsatzplus für das Gesamtjahr 2024. Wesentlicher Wachstumstreiber bleibe das Auslandsgeschäft.

Laut Veröffentlichung des Verbands der deutschen Lack- und Druckfarbenindustrie (VdL) vom 16.02.2024 ist der Absatz von Druckfarben für Publikationen und Verpackungen im Jahr 2023 um -13 % auf 183.000 Tonnen zurückgegangen und der Umsatz um -10 % auf 810 Millionen Euro.

3. Ertragslage

Die Umsatzerlöse lagen im Geschäftsjahr 2023 mit 31,2 Millionen Euro um 6,8 % unter dem Vorjahreswert von 33,5 Millionen Euro und dieser Rückgang ist durch geringere Absatzmengen verursacht. Sie wurden in Höhe von 23,4 Millionen Euro (Vorjahr: 25,2 Millionen Euro) mit Drittkunden und in Höhe von 7,8 Millionen Euro (Vorjahr: 8,3 Millionen Euro) mit verbundenen Unternehmen erzielt. Die Umsatzerlöse entfielen mit 11,9 Millionen Euro (Vorjahr: 12,7 Millionen Euro) auf das Inland und mit 19,3 Millionen Euro (Vorjahr: 20,8 Millionen Euro) auf das Ausland. Die Umsatzerlöse und das Jahresergebnis vor Gewinnabführung sind bedeutsame finanzielle Leistungsindikatoren, über die das Unternehmen gesteuert wird.

Die Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen lagen im Geschäftsjahr 2023 mit 23,6 Millionen Euro um 7,4 % geringer als im Vorjahr (25,5 Millionen Euro). Sie betragen 75,5 % (Vorjahr: 76,0 %) der Umsatzerlöse. Das Bruttoergebnis vom Umsatz verringerte sich gegenüber dem Vorjahr leicht von 8,0 Millionen Euro auf 7,7 Millionen Euro.

Die Vertriebskosten sanken von 3,7 Millionen Euro auf 3,5 Millionen Euro. Die allgemeinen Verwaltungskosten beliefen sich unverändert zum Vorjahr auf 2,0 Millionen Euro. Die Forschungs- und Entwicklungskosten sanken im Geschäftsjahr 2023 leicht von 0,9 Millionen Euro auf 0,7 Millionen Euro.

Der Personalaufwand verringerte sich um 12,2 % von 8,4 Millionen Euro auf 7,4 Millionen Euro. Hierbei wirkt sich die um 0,8 Millionen Euro geringere Zuführung zur Pensionsrückstellung aus. Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter betrug 109 Personen (Vorjahr: 110 Personen). Der Personalaufwand je Mitarbeiter belief sich damit im Berichtsjahr auf 68 T€ (Vorjahr: 76 T€). Der Umsatz je Mitarbeiter sank von 305 T€ im Vorjahr auf 287 T€ und die Personalintensität betrug 23,6 % (Vorjahr: 25,1 %).

Insgesamt wurde ein Ergebnis von 1,6 Millionen Euro (Vorjahr: 1,6 Millionen Euro) erzielt, das im Rahmen des Gewinnabführungsvertrags an die Gesellschafterin Sun Chemical GmbH, Osterode, abgeführt wurde. Im Vorjahresabschluss wurde für 2023 ein geringfügiger Rückgang der Umsatzerlöse und des Ergebnisses vor Gewinnabführung gegenüber 2022 prognostiziert. Die Erwartungen wurden hinsichtlich der Umsatzerlöse eingehalten und betreffend des Ergebnisses vor Gewinnabführung übertroffen.

4. Vermögenslage

Die Bilanzsumme beträgt 18,0 Millionen Euro (Vorjahr: 17,9 Millionen Euro). Hiervon entfallen 29,5 % auf Anlagevermögen (Vorjahr: 30,7 %) und 70,5 % auf Umlaufvermögen und Rechnungsabgrenzungsposten (Vorjahr: 69,3 %). Das Working Capital (kurzfristiges Umlaufvermögen minus kurzfristige Verbindlichkeiten) beläuft sich auf 9,5 Millionen Euro (Vorjahr: 9,3 Millionen Euro).

Die Sachanlagen betragen 5,3 Millionen Euro (Vorjahr: 5,5 Millionen Euro) und betreffen überwiegend Grundstücke und Bauten sowie technische Anlagen und Maschinen. Die Wertberichtigungsquote Sachanlagen (kumulierte Abschreibungen auf Sachanlagen geteilt durch Anschaffungskosten) beträgt 81,3 % (Vorjahr: 80,5 %).

Die Vorräte haben sich um 2,5 Millionen Euro (-34,3 %) von 7,3 Millionen Euro auf 4,8 Millionen Euro verringert, im Wesentlichen, da die Bestände zurückgegangen sind. Die Vorräte haben sich 5,2-fach (Vorjahr: 5,0-fach) umgeschlagen (Umsatzerlöse geteilt durch durchschnittlichen Vorratsbestand).

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind um 2,8 Millionen Euro (+55,0 %) von 5,0 Millionen Euro auf 7,8 Millionen Euro gestiegen. Hiervon entfallen 2,3 Millionen Euro (Vorjahr: 2,5 Millionen Euro) auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Reichweite der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Forderungsbestand x 360 geteilt durch Umsatzerlöse mit Drittkunden) beträgt 26 Tage (Vorjahr: 27 Tage). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind von 2,3 Millionen Euro auf 5,5 Millionen Euro gestiegen und enthalten im Wesentlichen Cashpool-Forderungen.

Das Eigenkapital beträgt aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages unverändert 7,7 Millionen Euro, was einer Eigenkapitalquote von 42,7 % (Vorjahr: 42,9 %) entspricht.

Die Rückstellungen liegen mit 7,2 Millionen Euro auf dem Niveau des Vorjahres (7,1 Millionen Euro). Hiervon entfallen 6,2 Millionen Euro (Vorjahr: 6,2 Millionen Euro) auf Pensionsrückstellungen und 1,0 Millionen Euro (Vorjahr: 0,9 Millionen Euro) auf sonstige Rückstellungen.

Die Verbindlichkeiten betragen unverändert zum Vorjahr 3,1 Millionen Euro. Sie enthalten als größten Posten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von unverändert zum Vorjahr 1,6 Millionen Euro, die die Verpflichtungen zur Gewinnabführung im Rahmen des Ergebnisabführungsvertrags betreffen.

5. Finanzlage

Der positive Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit stieg von 2,1 Millionen Euro im Vorjahr auf 5,0 Millionen Euro in 2023, weil die Mittelbindung in den Vorräten abnahm.

Die Investitionen in Sachanlagen im Geschäftsjahr 2023 in Höhe von 0,4 Millionen Euro entfielen auf Verbesserungen von bestehenden Produktionsanlagen, Ersatz von IT-Equipment und Büro- und Geschäftsausstattung. Die Investitionen unterschreiten die planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen (0,6 Millionen Euro; Vorjahr: 0,6 Millionen Euro). Die Investitionsquote des Sachanlagevermögens (= Investitionen/Abschreibungen) betrug 70,3 % (Vorjahr: 66,3 %).

Die Coates Screen Inks GmbH verfügt über keine eigenen Kreditlinien bei Banken. Die Sicherstellung der Liquidität erfolgt über die Teilnahme am Cashpool mit verbundenen Unternehmen des internationalen DIC-Konzerns. Gegenüber der Cashpool-Führerin Sun Chemical B.V., Weesp, Niederlande, bestehen zum Bilanzstichtag Cashpool-Forderungen in Höhe von 5,2 Millionen Euro (Vorjahr: 2,3 Millionen Euro).

6. Forschung und Entwicklung

In der Forschung und Entwicklung wurden 12 Personen (Vorjahr: 12 Personen) beschäftigt.

Im Jahr 2023 stand bei den Laboraktivitäten, wie bereits in den vergangenen Jahren, der Austausch von Rohstoffen im Fokus. Meist war der Austausch einer Kennzeichnungsverschärfung von Rohstoffen geschuldet, die entweder mit den Richtlinien des Europäischen Verbands der Druckfarbenhersteller (EuPIA) in Konflikt standen, oder auch von einigen unserer Kunden nicht akzeptiert wurden.

7. Chancen- und Risikobericht

Finanzwirtschaftliche Aspekte und Risiken im Zusammenhang mit Finanzinstrumenten

Als Teil des Cashpools des DIC-Konzerns hat die Coates Screen Inks GmbH Zugang zu liquiden Mitteln. Die DIC-konzernweiten Kredit-, Liquiditäts-, Zins- und Währungsrisiken werden zentral von der internationalen Konzernobergesellschaft gesteuert und abgesichert. Die Coates Screen Inks GmbH verfügt über keine eigenen Kreditlinien bei Banken und ist in die zentrale DIC Liquiditätsplanung einbezogen. Insofern besteht in dieser Beziehung eine Abhängigkeit von anderen verbundenen Unternehmen des DIC-Konzerns. Die DIC Corporation wird von JCR (Japanese Credit Rating Agency) auf A geratet (Einstufung vom 12. Juli 2024), dies ist vergleichbar mit einer Moodys Bewertung von A2. Aus diesem Grund wird unter anderem das Bonitätsrisiko aus Forderungen gegen verbundene Unternehmen von der Geschäftsführung als gering eingestuft. Intern besteht für alle Konzernfirmen ein Cash Management System, in dem monatlich automatisch alle internen Forderungen und Verbindlichkeiten verrechnet werden.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremden Währungen existieren nur in untergeordnetem Umfang.

Fremdkundenspezifisch wird das Bonitätsrisiko durch ein striktes Kredit- und Forderungsmanagement in Verbindung mit dem Außendienst begrenzt, so dass sich die aus einer Veränderung der Geschäftssituation der Kunden ergebenden Risiken frühzeitig erkannt werden.

Absatz- und Kundenrisiken

Hohe Rohstoffpreise gepaart mit Lieferengpässen machen der deutschen Wirtschaft zu schaffen. Diese Situation wird das Marktgeschehen auch im kommenden Jahr noch massiv beeinflussen. Es ist damit zu rechnen, dass die Ertragslage in weiten Teilen der Wirtschaft angespannt bleibt, Konsolidierung und Insolvenzen bei Druckereibetrieben sind weiterhin zu erwarten.

Ein Produktionsstillstand bei unseren Kunden aufgrund fehlender Vorprodukte kann zu Absatzrisiken sowohl in unserem Kerngeschäft, dem industriellen Sieb- und Tampondruck, als auch im Bereich der Leiterplattenindustrie führen.

Da ein Teil des Umsatzes mit verbundenen Unternehmen getätigt wird, ist eine gewisse Abhängigkeit von der Entwicklung dieser Gesellschaften gegeben. Aus konzernstrategischen Gründen können Verlagerungen von Geschäften auf andere Produktionsländer erfolgen. Die Umsätze mit verbundenen Unternehmen werden immer noch im Wesentlichen innerhalb Europas im Euroraum getätigt, und die konzernfremden Umsätze vor allem im Inland und im Europäischen Ausland, so dass kaum Risiken aus Währungsveränderungen entstehen.

Einkauf und Lieferkette

Der DIC-Konzern betreibt eine vertikale Beschaffungssicherungsstrategie. Daraus resultiert, dass die in den Produktionsbetrieben eingesetzten Rohstoffe größtenteils von Unternehmen des DIC-Konzerns geliefert werden. Außerdem gibt es für alle Produkte jeweils mehrere zentrale Produktionsstätten in verschiedenen Ländern oder Kontinenten (so genannte "Mother Plants"), so dass die Ausfallwahrscheinlichkeit von Lieferungen nach unserer Einschätzung gering ist. Ferner besteht ein zentraler Einkauf für wesentliche Produktionsmittel, um durch Langzeitverträge Beschaffungsengpässe und Preiserhöhungen zu vermeiden. Dienstleistungen wie Versicherungen, Transporte, Geschäftsreisen, etc. werden ebenfalls weltweit ausgeschrieben, um günstige Mengenrabatte auszunutzen und andererseits branchen- oder länderspezifische Risiken zu vermeiden. Die angespannte Situation auf dem Rohstoffmarkt hat sich im Jahr 2023 wieder etwas entspannt und führt zu einer Entschärfung der Beschaffungslage mit daraus resultierenden leichten Rohstoffpreissenkungen. Die Energiekosten liegen aktuell auf einem Kostenniveau, das eine Vervielfachung gegenüber den Vorjahren darstellt.

Produktion und Investitionen

Ungeplante Anlagenabstellungen versuchen wir durch die Einhaltung hoher technischer Standards und eine kontinuierliche Verbesserung unserer Anlagen zu vermeiden. Das Risiko eines mehrwöchigen Produktionsausfalls ist durch ständige Wartung und Instandhaltung der Anlagen sowie Bevorratung wichtiger Ersatzteile als niedrig einzuschätzen. Im Falle einer Produktionsunterbrechung infolge eines Unfallereignisses bestehen abhängig vom Umfang der Auswirkungen unsere globalen, regionalen oder lokalen Notfallkonzepte und Krisenmanagement-Strukturen. Geeignete Maßnahmen werden umgehend unter Einbeziehung lokaler Notfalleinheiten in die Wege geleitet, um sofortige Schadensbegrenzung zu erreichen und mögliche Auswirkungen auf Menschen, Umwelt und Anlagen zu minimieren. Kurzfristige Risiken für Investitionen können zum Beispiel aus technischen Störungen sowie Kosten- und Terminüberschreitungen resultieren. Diesen begegnen wir durch ein erfahrenes Projektmanagement und -controlling.

Rekrutierung und langfristige Bindung qualifizierter Mitarbeiter

Die Besetzung von neuen oder freiwerdenden Stellen in klassischen Funktionen wird in Zukunft schwieriger, da der Arbeitsmarkt in Deutschland nicht ausreichend qualifizierte Bewerber/innen bietet. Bei der Nachbesetzung von Positionen mit spezifischen fachlichen Anforderungen wird zielgerichtet mit der Erstellung von Nachbesetzungs- und Nachfolgeplänen für u.a. rentennahe Jahrgänge (Planung auf 2-3 Jahre) gearbeitet, da diese besonderen Qualifikationsanforderungen nicht ausreichend über den Arbeitsmarkt in Deutschland abgedeckt werden können und hier eine vorausschauende interne Planung und Schulungsmatrix erforderlich ist. Dem Risiko, dass offene Stellen, nicht oder nur verzögert mit geeigneten Bewerbern/innen besetzt werden können, wird außerdem mit Maßnahmen zur Einbeziehung von Vielfalt, Mitarbeiter- und Führungskräfteentwicklung sowie zur stärkeren Positionierung unserer Arbeitgebermarke begegnet.

Umwelt und Sicherheit

In regelmäßigen Abständen werden zum einen alle Umwelteinflüsse auf Einhaltung der gesetzlichen und teilweise noch schärferen internen Vorschriften kontrolliert, sowie zum anderen alle die Gesundheit der Mitarbeiter betreffenden Risiken überprüft. Bei der Kontrolle der Umwelteinflüsse wird vor allem auf die Einhaltung der Abluftemissionsdaten und auf die Explosionsgefährdung (ATEX-Prüfungen) geachtet. Bei der Überprüfung der Gesundheitsgefährdung gibt es neben der Auswertung von Unfallberichten im Wesentlichen Analysen der Gründe von Beinahe-Unfällen. Außerdem wird das Unfallbewusstsein der Mitarbeiter durch regelmäßige Schulungen und durch großflächige Bekanntmachung der unfallfreien Tage und Abteilungen geschärft. Sollten dennoch Ereignisse auftreten, besteht ein bewährtes Vorgehen für den sofortigen Umgang mit Ereignissen, der Ereignismeldung, der Ursachenanalyse und Kommunikation der nächsten Schritte, Ergebnisse und Erfahrungen, welche zur Vermeidung von Ereignissen beitragen.

Chancen

Sowohl durch die breite, weltweite Aufstellung des DIC/Sun Chemical Konzerns in allen Marktsegmenten, als auch durch die Entwicklung und Investition in zukünftige Technologien sehen wir uns in einer vorteilhaften Position, die Anforderungen unserer Kunden auch in Zukunft aus einer Hand erfüllen zu können. Die globale Präsenz sehen wir auch als Vorteil hinsichtlich der weiterhin angespannten Rohstoffsituation.

Gesamtbewertung

Risiken resultieren aus fortdauernden Rohstoffpreisschwankungen und Energiekostensteigerungen, die maßgeblich von der Entwicklung geo- und handelspolitischer Konflikte, insbesondere in der Ukraine, dem aktuellen Gaza/Israel Konflikt, China oder USA, beeinflusst werden. Chancen werden in der globalen Aufstellung des DIC/Sun Chemical Konzerns hinsichtlich zukünftiger Technologien und der zentralen Beschaffung von Rohstoffen gesehen.

8. Prognosebericht

Der Verband der deutschen Lack- und Druckfarbenindustrie erwartet für 2024 einen weiteren Rückgang der Volumina und Umsätze um 3,5 % (Veröffentlichung vom 19.02.2024). Vor diesem Hintergrund und ausgehend vom bisherigen Geschäftsverlauf gehen wir für 2024 von einem geringfügigen Rückgang der Umsatzerlöse und des Ergebnisses vor Gewinnabführung gegenüber 2023 aus.

 

Nürnberg, den 15. August 2024

Die Geschäftsführung

Dr. Lars Weisensel

Marcus Kranz

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 1.811.916,09 1.820.690,64
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.657.667,43 3.016.104,27
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 446.404,06 505.893,12
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 395.368,21 157.275,29
5.311.355,79 5.499.963,32
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.403.713,79 3.437.114,88
2. Unfertige Erzeugnisse 7.110,37 3.116,00
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 2.388.018,07 3.866.465,85
4.798.842,23 7.306.696,73
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.279.904,83 2.529.541,46
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 5.492.476,72 2.347.413,90
3. Sonstige Vermögensgegenstände 44.741,28 166.650,93
7.817.122,83 5.043.606,29
12.615.965,06 12.350.303,02
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 47.400,83 38.967,88
17.974.721,68 17.889.234,22

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 5.112.918,81 5.112.918,81
II. Kapitalrücklagen 2.556.459,40 2.556.459,40
7.669.378,21 7.669.378,21
B. SONDERPOSTEN MIT RÜCKLAGEANTEIL 0,00 16.082,37
C. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen 6.243.428,00 6.215.059,00
2. Sonstige Rückstellungen 943.984,61 899.917,26
7.187.412,61 7.114.976,26
D. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 537.309,20 840.931,28
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 836.935,59 505.083,94
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 1.566.880,11 1.631.749,47
4. Sonstige Verbindlichkeiten 176.805,96 111.032,69
3.117.930,86 3.088.797,38
17.974.721,68 17.889.234,22

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DIE ZEIT 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2023

2023 Vorjahr
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 31.230.567,95 33.497.263,62
2. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen -23.565.217,89 -25.459.474,01
3. Bruttoergebnis vom Umsatz 7.665.350,06 8.037.789,61
4. Vertriebskosten -3.457.363,93 -3.687.791,29
5. Allgemeine Verwaltungskosten -2.029.715,67 -1.975.949,02
6. Forschungs- und Entwicklungskosten -718.245,26 -855.224,76
7. Sonstige betriebliche Erträge 271.925,58 532.566,40
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -166.537,74 -301.812,37
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 136.639,61 9.214,73
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -110.806,65 -101.901,01
11. Ergebnis nach Steuern 1.591.246,00 1.656.892,29
12. Sonstige Steuern -25.152,63 -25.385,88
13. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages abgeführter Gewinn -1.566.093,37 -1.631.506,41
14. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 0,00 0,00

ANHANG für das Geschäftsjahr 2023

1. Allgemeine Erläuterungen

Die Coates Screen Inks GmbH ist eine beim Amtsgericht Nürnberg unter der Registernummer HR B 9556 eingetragene GmbH mit Sitz am Wiederholdplatz 1, 90451 Nürnberg. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 der Coates Screen Inks GmbH ist nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches für mittelgroße Kapitalgesellschaften und den ergänzenden Vorschriften des GmbHG aufgestellt worden. Größenabhängige Erleichterungen gemäß § 288 Abs. 2 HGB werden in Anspruch genommen.

Die Coates Screen Inks GmbH hat einen Gewinnabführungsvertrag mit der Gesellschafterin Sun Chemical GmbH, Osterode am Harz, als Organträgerin geschlossen. Der Vertrag kann mit einer Frist von 6 Monaten zum 31. Dezember 2025 gekündigt werden und verlängert sich bei Ausbleiben einer Kündigung automatisch um ein Kalenderjahr.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen über die wirtschaftliche, betriebsindividuelle Nutzungsdauer bewertet. Das bewegliche Anlagevermögen wird linear abgeschrieben. Die wirtschaftlichen, betriebsindividuellen Nutzungsdauern betragen für Gebäude 10 bis 40 Jahre, für technische Anlagen und Maschinen 3 bis 20 Jahre und für Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 15 Jahre.

Die geringwertigen Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungswert von mehr als € 250 bis einschließlich € 1.000 werden als jahresbezogener Sammelposten aktiviert und linear über 5 Jahre abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungswert bis einschließlich € 250 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren, beizulegenden Wert vorgenommen. Entfallen die Gründe für die Wertminderung in den Folgejahren, so erfolgt eine Zuschreibung bis maximal zur Höhe der fortgeführten Anschaffungskosten.

Die unter den Vorräten ausgewiesenen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten oder zu den niedrigeren Wiederbeschaffungskosten angesetzt. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten oder zu den niedrigeren voraussichtlich erzielbaren Verkaufserlösen abzüglich bis zum Verkauf noch anfallender Kosten angesetzt. Waren werden zu Anschaffungskosten oder zu den niedrigeren Wiederbeschaffungskosten oder zu den niedrigeren voraussichtlich erzielbaren Verkaufserlösen abzüglich bis zum Verkauf noch anfallender Kosten angesetzt. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten der Vorräte werden nach der gewogenen Durchschnittsmethode ermittelt.

In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich Kosten der allgemeinen Verwaltung des jeweiligen Produktionsbereichs einbezogen. Darüber hinaus wird der Werteverzehr des Anlagevermögens, sofern dieser durch die Fertigung veranlasst ist, in den Herstellungskosten erfasst. Finanzierungskosten werden nicht berücksichtigt.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten abzüglich Einzelwertberichtigungen für zweifelhafte Forderungen und Pauschalwertberichtigungen zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos angesetzt.

Forderungen, die auf fremde Währungen lauten, werden mit dem Kurs am Tage des Geschäftsvorfalls umgerechnet. Forderungen mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden am Bilanzstichtag einheitlich mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Für Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr erfolgt die Umrechnung am Bilanzstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs nur dann, wenn sich hieraus niedrigere Forderungen ergeben.

Der Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtungen wird nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens (Project-Unit-Credit- Methode) ermittelt. Bei der Festlegung des laufzeitkongruenten Rechnungszinssatzes wird von dem Wahlrecht nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht. Die Pensionsverpflichtungen werden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre für eine Restlaufzeit von 15 Jahren, also 1,83 % (Vorjahr: 1,78 %) p.a. abgezinst. Die Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen sowie Aufwendungen und Erträge aus Zinssatzänderungen werden jeweils gesondert unter den Posten "Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge" sowie "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" ausgewiesen.

Der von der Deutschen Bundesbank ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen 7 Jahre für eine Restlaufzeit von 15 Jahren beträgt 1,75 % (Vorjahr: 1,44 %). Bei Anwendung des 7-Jahres Durchschnittszinssatzes hätte sich zum 31. Dezember 2023 eine um T€ 86 höhere Rückstellung ergeben.

Der Berechnung liegt die Annahme eines Rententrends von 2,0 % p.a. (Vorjahr: 2,0 % p.a.) zugrunde. Zur Berücksichtigung der aufgelaufenen Inflation wurden die Renten für Rentenbezieher mit Rentenanpassung nach Verbraucherpreisindex einmalig um 2,5 % (Vorjahr: 5,0 %) erhöht. Es wird eine Fluktuation zwischen 0,0 % und 1,75 % p.a. - in Abhängigkeit von der Pensionszusage - erwartet. Die Sterbewahrscheinlichkeiten basieren auf den Heubeck'schen Sterbetafeln (2018G).

Aufgrund des Wahlrechts gemäß Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB werden die Beträge aus der erstmaligen Anwendung der aufgrund des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes ("BilMoG") geänderten Vorschriften des HGB über einen Zeitraum von 15 Jahren den Pensionsrückstellungen zugeführt. Im Geschäftsjahr 2023 wurde ein Betrag von T€ 40 (1/15 des zum 1. Januar 2010 ermittelten Unterschiedsbetrags) zugeführt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrages unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostensteigerungen angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, veröffentlicht von der Deutschen Bundesbank, abgezinst. Die Aufwendungen aus der Aufzinsung der sonstigen Rückstellungen sowie Aufwendungen und Erträge aus Zinssatzänderungen werden jeweils gesondert unter den Posten "Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge" sowie "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" ausgewiesen.

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Verbindlichkeiten, die auf fremde Währungen lauten, werden mit dem Kurs am Tage des Geschäftsvorfalls umgerechnet. Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden am Bilanzstichtag einheitlich mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Für Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr erfolgt die Umrechnung am Bilanzstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs nur dann, wenn sich hieraus höhere Verbindlichkeiten ergeben.

3. Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung der Anschaffungskosten und Abschreibungen der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel dargestellt, der als Anlage zum Anhang beigefügt ist.

Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr allesamt eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Cashpool-Forderungen von T€ 5.174 (Vorjahr: T€ 2.272) und resultieren darüber hinaus aus dem Liefer- und Leistungsverkehr.

Der Sonderposten mit Rücklageanteil resultiert aus dem Verkauf von Grundstücken und wurde durch Inanspruchnahme des Wahlrechts gemäß Art. 67 EGHGB zur erstmaligen Anwendung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes ("BilMoG") bis 2022 in jährlichen Beträgen von T€ 129 und in 2023 letztmals mit dem Restbetrag T€ 16 ergebniserhöhend aufgelöst.

Die Unterdotierung, die sich aus der Neubewertung der Pensionsverpflichtung zum 1. Januar 2010 ergeben hat, beträgt T€ 601. Hiervon werden in den Geschäftsjahren 2010 bis 2024 jährlich ein Fünfzehntel (T€ 40) den Pensionsrückstellungen zugeführt und als sonstiger betrieblicher Aufwand ausgewiesen. Der Betrag der in der Bilanz in Anwendung der Übergangsvorschriften gemäß Artikel 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB nicht ausgewiesenen Pensionsverpflichtungen beträgt am Bilanzstichtag T€ 40 (Vorjahr: T€ 80).

Unter den sonstigen Rückstellungen sind vor allem Rückstellungen für Personalkosten (T€ 323; Vorjahr: T€ 450) und ausstehende Rechnungen (T€ 316; Vorjahr: T€ 215) ausgewiesen.

Alle Verbindlichkeiten haben unverändert zum Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus dem Liefer- und Leistungsverkehr. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern sind auch Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und betreffen die Verpflichtung zur Gewinnabführung im Rahmen des Ergebnisabführungsvertrags. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern i.H.v. T€ 177 (Vorjahr: T€ 111).

Es liegen keine Haftungsverhältnisse vor.

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen beläuft sich auf T€ 163 und betrifft als größten Posten mit T€ 87 Leasingverträge für Fahrzeuge. Davon sind T€ 69 innerhalb von einem Jahr und T€ 94 innerhalb von mehr als einem bis fünf Jahren fällig.

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse wurden in Höhe von T€ 23.423 (Vorjahr: T€ 25.237) mit Drittkunden und in Höhe von T€ 7.807 (Vorjahr: T€ 8.260) mit verbundenen Unternehmen erzielt. Hiervon entfallen T€ 11.925 (Vorjahr: T€ 12.708) auf im Inland erzielte Umsatzerlöse und T€ 19.305 (Vorjahr: T€ 20.789) auf Auslandsumsätze.

Der Materialaufwand beträgt T€ 15.507 (Vorjahr: T€ 18.778). Dieser gliedert sich in Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren i.H.v. T€ 14.152 (Vorjahr: T€ 17.630) und Aufwendungen für bezogene Leistungen i.H.v. T€ 1.355 (Vorjahr: T€ 1.148) auf.

Der Personalaufwand beträgt T€ 7.379 (Vorjahr: T€ 8.406). Dieser gliedert sich in Löhne und Gehälter i.H.v. T€ 5.812 (Vorjahr: T€ 5.993) und in soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung i.H.v. T€ 1.566 (Vorjahr: T€ 2.413) auf, davon für Altersversorgung i.H.v. T€ 103 (Vorjahr: T€ 857).

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 230 (Vorjahr: T€ 276), die überwiegend aus der Auflösung von Rückstellungen resultieren. Die Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens mit Rücklageanteil betragen T€ 16 (Vorjahr: T€ 129). Die Erträge aus Währungsumrechnung belaufen sich auf T€ 17 (Vorjahr: T€ 25).

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen nach Artikel 67 Abs. 1 und 2 EGHGB (Zuführung zur Pensionsrückstellung) in Höhe von T€ 40 (Vorjahr: T€ 40) enthalten. Die Aufwendungen für Währungsumrechnung betragen T€ 13 (Vorjahr: T€ 16).

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge enthalten Erträge von verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 137 (Vorjahr: T€ 9).

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen für die Aufzinsung von Pensionsrückstellungen und anderen langfristigen Rückstellungen in Höhe von T€ 110 (Vorjahr: T€ 101).

5. Sonstige Angaben

Mitglieder der Geschäftsführung sind:

Dr. Lars Weisensel, seit 1. Juli 2023, Ressort Produktion und Vertrieb

Marcus Kranz, seit 1. Juli 2023, Ressort Kaufmännischer Bereich

Rudolf Baumhoer, bis 30. Juni 2023, alle Ressorts

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Die laufenden Bezüge früherer Mitglieder der Geschäftsführung oder ihrer Hinterbliebenen betrugen im Geschäftsjahr T€ 54 (Vorjahr: T€ 48). Für Pensionsansprüche und Anwartschaften dieses Personenkreises besteht zum 31. Dezember 2023 eine Pensionsrückstellung in Höhe von T€ 411 (Vorjahr: T€ 408).

Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer beträgt 109 (Vorjahr: 110) Personen. Davon entfallen 49 (Vorjahr: 49) auf gewerbliche Arbeitnehmer und 60 (Vorjahr: 61) auf Angestellte.

Das vom Abschlussprüfer berechnete Gesamthonorar für das Geschäftsjahr beträgt T€ 24 und entfällt auf Abschlussprüfungsleistungen.

Angaben zum Konzernabschluss

Die Coates Screen Inks GmbH wird in den Konzernabschluss der DIC Corporation, Tokio, Japan, einbezogen, die den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Konsolidierungskreis aufstellt. Der Konzernabschluss der DIC Corporation wird unter der Nummer 4631 bei dem Ministry of Finance Local Finance Bureaus, Tokio, Japan, offengelegt und ist auf der Internetseite www.dic.co.jp als Download erhältlich. Die DIC Corporation, Tokio, Japan, ist an der Börse im Nikkei 225 Index mit ISIN 349340000 gelistet.

Angaben zur Mindestbesteuerung

Die DIC Corporation erzielt Konzernumsatzerlöse oberhalb des Schwellenwerts von 750,0 Millionen Euro und unterliegt damit den OECD-Modellregelungen des Pillar Two zur Mindestbesteuerung. Die Pillar Two-Gesetzgebung ist in Deutschland am 1. Januar 2024 in Kraft getreten. Aufgrund der am deutschen Unternehmenssitz geltenden Steuersätze geht die Geschäftsführung davon aus, dass die tatbestandsauslösende Steuerbelastung von mindestens 15,0 % (sog. "Effective Tax Rate") erreicht bzw. überschritten wird.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Bilanzstichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahrs eingetreten sind und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt worden sind, existieren nicht.

 

Nürnberg, den 15. August 2024

Die Geschäftsführung

Dr. Lars Weisensel

Marcus Kranz

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungskosten
Stand am 01.01.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 14.480.648,82 0,00 0,00 0,00 14.480.648,82
2. Technische Anlagen und Maschinen 11.285.050,40 107.691,91 41.253,06 51.365,61 11.382.629,76
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.315.619,71 58.584,11 0,00 227.969,07 2.146.234,75
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 157.275,29 279.345,98 -41.253,06 0,00 395.368,21
28.238.594,22 445.622,00 0,00 279.334,68 28.404.881,54
kumulierte Abschreibungen
Stand am 01.01.2023 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 12.659.958,18 8.774,55 0,00 12.668.732,73
2. Technische Anlagen und Maschinen 8.268.946,13 507.381,81 51.365,61 8.724.962,33
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.809.726,59 118.073,17 227.969,07 1.699.830,69
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
22.738.630,90 634.229,53 279.334,68 23.093.525,75
Nettobuchwerte
Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
EUR EUR
I. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 1.811.916,09 1.820.690,64
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.657.667,43 3.016.104,27
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 446.404,06 505.893,12
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 395.368,21 157.275,29
5.311.355,79 5.499.963,32

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Coates Screen Inks GmbH, Nürnberg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Coates Screen Inks GmbH, Nürnberg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Coates Screen Inks GmbH, Nürnberg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 15. August 2024

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Thomas Ludwig, Wirtschaftsprüfer

Rainer Wiesner, Wirtschaftsprüfer

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