Schunk Transit Systems GmbH
Hauptstraße 97, 35435 Wettenberg, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jordan von Kröcher seit 21.5.2025 | Prokura |
Jan-Magnus Borgas seit 10.1.2022 | Geschäftsführer |
Paulo Jorge Fernandes dos Santos seit 28.7.2017 | Geschäftsführer |
Steffen Friedrich seit 14.10.2009 | Prokura |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Schunk GmbH | 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Schunk GmbHHeuchelheimKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021KonzernlageberichtI. Grundlagen des Konzerns 1. Beschreibung der Geschäftstätigkeit Schunk ist ein globaler Technologiekonzern. Das Unternehmen ist ein führender Anbieter von Produkten aus Hightech-Werkstoffen, wie Kohlenstoff, technische Keramik und Sintermetall, sowie von Maschinen und Anlagen - von der Umweltsimulation über die Klimatechnik und Ultraschallschweißen bis hin zu Optikmaschinen. Geschäftsleitende Konzernholding ist die Schunk GmbH. Der Konzern umfasst die folgenden Divisions:
2. Forschung und Entwicklung Um in den einzelnen Geschäftsfeldern innovative Produkte und Dienstleistungen wettbewerbsfähig anbieten zu können, wird ständig an zahlreichen entwicklungs- und fertigungstechnischen Programmen gearbeitet. Der Gesamtaufwand für Forschung und Entwicklung im Konzern beläuft sich für 2021 auf Mio. € 46,5. In diesem Bereich waren 418 Mitarbeiter beschäftigt. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Nach der pandemiebedingten Rezession im Vorjahr erlebte die Weltwirtschaft 2021 einen kräftigen Aufschwung. Nachholeffekte bei Investitionen und Konsumausgaben sowie staatliche Konjunkturprogramme wirkten sich positiv auf die Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen aus. Der Aufschwung betraf nahezu alle Regionen. Das weltweite BIP stieg um 6% an und übertraf damit bereits wieder das Vorkrisenniveau. Die Verfügbarkeit von Impfstoffen gegen das Coronavirus führte nicht zu der erhofften Normalisierung. Stattdessen belastete die anhaltende Pandemie die wirtschaftliche Erholung weiter. Öffentliche Veranstaltungen, Gastronomie und Tourismus etwa unterlagen weiterhin erheblichen Restriktionen. Über weite Teile des Jahres 2021 hinweg bestanden Reisebeschränkungen in vielen Regionen, einzelne Länder behielten ihre strikte Abschottung gänzlich bei. Die stark gestiegene weltweite Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen bewirkte, dass die Rohstoff- und Energiepreise kräftig zulegten. Transportkapazitäten wurden knapp und dadurch deutlich teurer. Globale Lieferketten wurden gestört, beispielsweise durch lokale Lockdowns in China, das weiterhin eine Null-Covid-Strategie verfolgt und bereits bei wenigen Infektionsfällen großflächig Produktionsanlagen zeitweise stilllegt und Häfen schließt. Dies führte zu einer Versorgungskrise. In der Halbleiterindustrie konnten die Chiphersteller ihre Produktionskapazitäten nicht schnell genug ausbauen, um die steigende Nachfrage zu bedienen. Dies führte dazu, dass die Automobilindustrie ihren Absatz drosseln musste, und sorgte auch bei Steuerungen für den Maschinenbau für Engpässe und Lieferverzögerungen. Die Sicherstellung der Materialversorgung war somit eine zentrale Herausforderung 2021 für Industrieunternehmen. Die globale Industrieproduktion wuchs 2021 deutlich um 7,9%. Zahlreiche Branchen verzeichneten einen regelrechten Auftragsboom. Die höchsten Wachstumsraten erreichten weiterhin die asiatischen Volkswirtschaften, gefolgt von Europa. Industrieproduktion nach Ländern/ Regionen (Veränderung in % zum Vorjahr):
Quelle: CBP Netherlands Bureau for Economic Policy Analysis Europa Nach einer scharfen Rezession erholte sich die europäische Wirtschaft 2021 stark. Unterstützt wurde der Aufschwung durch eine anziehende globale Nachfrage sowie der nach wie vor sehr lockeren Geldpolitik der Europäischen Zentralbank. Gleichwohl trug der Mangel an Vorprodukten dazu bei, dass die Industrieproduktion in Europa noch nicht wieder das Vorkrisenniveau erreichen konnte. 2022 sorgt der Krieg in der Ukraine für erhebliche Unsicherheit. Die Sanktionen gegen Russland dürften insbesondere für die EU-Staaten und das Vereinigte Königreich spürbare wirtschaftliche Kosten mit sich bringen, wenngleich gesteigerte Militärausgaben das Wirtschaftswachstum mittel- bis langfristig stimulieren können. Amerika Die US-Wirtschaft erholte sich im abgelaufenen Jahr deutlich, das BIP wuchs um 5,7%. Ein umfangreiches Konjunkturprogramm unterstützte das Wachstum. Die Industrieproduktion legte mit 5,5% jedoch weniger stark zu als in Europa und Asien. Der Wirtschaftsaufschwung ließ die Arbeitslosenquote deutlich zurückgehen, die Verbraucherpreise stiegen kräftig an. Deutlich steigende Löhnen führten zu spürbaren Mehrkosten auf Seiten der Unternehmen. Nicht zuletzt aufgrund der Versorgungskrise dürfte sich der Aufschwung in den Vereinigten Staaten von Amerika 2022 weiter verlangsamen. Mexiko profitierte von der Erholung der US-lndustrie und verzeichnete 2021 wieder ein deutliches Wirtschaftswachstum in Höhe von 12,2%. Asien Asien erwies sich ein weiteres Mal als wachstumsstärkste Region, die Industrieproduktion legte deutlich um 10% zu. Allen Problemen zum Trotz, wie etwa die hohe Verschuldung der wichtigen Immobilienbranche oder lokale Corona-Lockdowns, war China mit einem Anstieg der Industrieproduktion um 10,6% erneut der wichtigste Wachstumsmotor. Auf die Verlangsamung des Wirtschaftswachstums reagierte die chinesische Notenbank zum Jahresende mit Leitzinssenkungen. Auch Indien erlebte einen regelrechten Boom. Deutlich weniger dynamisch entwickelte sich die japanische Volkswirtschaft, deren Industrieproduktion lediglich um 5,5% zulegte und damit bei weitem noch nicht wieder das Vorkrisenniveau erreichte. Ein neues Konjunkturprogramm der japanischen Regierung soll 2022 für Unterstützung sorgen. Finanzmärkte Die starke konjunkturelle Erholung und die positiven Geschäftsaussichten der Weltwirtschaft schlugen sich auch an den Finanzmärkten nieder. Trotz der Erwartung steigender Zinsen in den USA und Europa legte der globale Aktienindex MSCI World im Jahr 2021 um mehr als 20% zu. Die Anleihekurse dagegen standen angesichts der drohenden Straffung der Geldpolitik der Notenbanken unter Druck. Der Euro wertete im Laufe des vergangenen Geschäftsjahres gegenüber den Währungen der meisten großen Industrieländer ab, gegenüber dem US-Dollar um 8%. Dieser Trend setzte sich Anfang 2022 fort. Dadurch werden importierte Rohstoffe und Energieträger teurer, der allgemeine Teuerungstrend wird verstärkt. Dagegen sind die im Euroraum produzierten Güter im Dollarraum günstiger. Beschaffungsmärkte Die Weltwirtschaft erlebte im abgelaufenen Jahr eine akute Versorgungskrise bei zahlreichen Gütern. Die stark ansteigende Nachfrage konnte mangels ausreichender Produktions- bzw. Transportkapazitäten nicht vollständig bedient werden. Auch die Schunk Group war mit Lieferengpässen, höheren Preisen sowie längeren Lieferzeiten konfrontiert. Um die Materialversorgung sicherzustellen, haben wir möglichst frühzeitig Lagerbestände aufgebaut sowie alternative Materialien und Lieferanten identifiziert. 2022 könnte sich die Versorgungskrise weiter verschärfen, beispielsweise weil Lieferketten aufgrund von Embargos neu aufgebaut werden müssen. Die Sicherstellung der Materialversorgung war und ist die größte Herausforderung der Einkaufsabteilungen. Im Laufe des Jahres 2021 gab es immer wieder Versorgungsengpässe, die in Einzelfällen zu deutlichen Lieferterminverschiebungen führten. Durch intensive Lieferantenkommunikation, vorhandene Lagerbestände und die Nutzung alternativer Materialien konnten wir Produktionsstillstände in unseren Werken verhindern. Die wichtigsten Produktionsmaterialien für die Schunk Group sind Graphit, Kupfer und Sinter-Metallpulver sowie nach unseren Vorgaben durch mechanische Bearbeitung hergestellte, metallbasierte Zeichnungsteile. Den Preis für hochwertigen Naturgraphit hatten wir 2021 über Mehrjahresverträge gesichert. Er stieg planmäßig um rund 1,5%. Für 2022 erwarten wir Preissteigerungen in der Größenordnung von 10 bis 15%. Die Nachfrage nach synthetischem Graphit war 2021 höher als die am Markt verfügbaren Produktionskapazitäten. Der Preis lag um 5% über dem Vorjahresniveau. 2022 dürfte die Nachfrage das Angebot erneut übersteigen. Wir haben unsere erwarteten Verbrauchsmengen vertraglich abgesichert. Für mögliche darüberhinausgehende Mengen erwarten wir Preissteigerungen von mindestens 10%. Die Börsenpreise für Kupfer sind 2021 stark gestiegen. Die Preise für Sinter-Metallpulver stiegen 2021 um 20%, überwiegend aufgrund der Verteuerung der verwendeten Metalle. Für 2022 sind weitere Preissteigerungen zu erwarten, denn die massive Erhöhung der Energie- und Transportkosten treibt auch die Verarbeitungskosten bei den Herstellern für Sinter-Metallpulver. Die Strompreise für die zentral beschafften Mengen in Deutschland lagen im abgelaufenen Jahr 3,5% unter dem Vorjahr und sinken 2022 aufgrund der geplanten Abschaffung der EEG-Umlage zum 1. Juli voraussichtlich um 25%. Die Erdgaspreise der deutschen Standorte sind 2021 um 3% gesunken. Für 2022 erwarten wir 80% Preissteigerung. Absatzmärkte Die weltweite Automobilproduktion erholte sich 2021 nur leicht. Während die Automobilproduktion in den Regionen Asien um 5,1% und Amerika um 2,4% zulegen konnte, war die Produktion in Europa weiter rückläufig. Sie wurde insbesondere durch den Chipmangel stark ausgebremst. In Deutschland wurden lediglich 3,2 Mio. Fahrzeuge gebaut. Dies ist ein weiterer Rückgang von 12,5% gegenüber dem Krisenjahr 2020. Ersten Prognose zufolge sollte die Automobilproduktion 2022 in allen Regionen wachsen. Doch der Krieg in der Ukraine gefährdet die Lieferketten in der Automobilindustrie, insbesondere Kabelbaumhersteller sind betroffen. Die Automobilhersteller verlagern ihre Produktionsstätten weiter in die Abnehmerländer. Davon profitieren insbesondere die Regionen Amerika und Asien. Auch der technologische Wandel zu Elektro- und Hybridfahrzeugen nimmt weiter Fahrt auf. Dies wird sich negativ auf einzelne Business Units der Schunk Group auswirken. Insgesamt werden wir jedoch von dem Trend zur E-Mobilität profitieren. Die Einschränkungen in Folge der Corona-Pandemie haben 2020 und 2021 zu einer deutlichen Reduzierung des Schienenverkehrs geführt. Die Bahnindustrie ging in 2021 weiter zurück. Durch die geringere Beanspruchung der Züge wurden weniger Service-Einsätze nachgefragt. Zusätzlich gab es Projektverschiebungen bei Neufahrzeugen, die sich 2021 negativ auf den Umsatz ausgewirkt haben. Die Prognosen für 2022 sind positiv. Angesichts der weltweiten Klimaschutzbestrebungen sehen wir auch langfristig attraktive Wachstumsperspektiven für den Schienenverkehr. Die Elektroindustrie entwickelte sich 2021 mit einem globalen Wachstum von 9% sehr positiv. Trotz der Engpässe in der Materialversorgung in der zweiten Jahreshälfte kam es zu keinem Markteinbruch. So verzeichnete die deutsche Elektro- und Digitalindustrie im Dezember 2021 ein Auftragsplus von 34% gegenüber dem Vorjahr. Durch die Digitalisierung und Automatisierung gehen wir weiter von einem positiven Trend in der Elektroindustrie aus. Der Halbleitermarkt ist 2021 wie erwartet mit einem Plus von 25,6% erneut stark gewachsen. Die Prognosen für 2022 liegen bei 8,8%. Branchenexperten gehen davon aus, dass Lieferengpässe in den nächsten Monaten negative Auswirkungen auf die Chipproduktion haben werden. Ausblick 2022 Der Start in das Jahr 2022 in der Industrie war geprägt von vollen Auftragsbüchern auf der einen Seite und einer anhaltenden Versorgungskrise auf der anderen Seite. Für erhebliche humanitäre, politische und wirtschaftliche Verwerfungen sorgte der Angriff Russlands auf das Nachbarland Ukraine. Die damit verbundenen Zerstörungen und gegenseitigen Sanktionen belasten die weltweiten Konjunkturaussichten erheblich. Produktionsstätten im Kriegsgebiet können nicht weiter betrieben werden, Geschäfte mit Russland und Belarus werden durch Embargos erheblich eingeschränkt, die ohnehin hohen Rohstoff- und Energiepreise wachsen weiter. Selbst wenn der Krieg nicht weiter eskaliert, dürften die ökonomischen Kosten weltweit immens sein. Ein Ende des Krieges ist derzeit nicht absehbar. Aus jetziger Sicht und vorbehaltlich der Auswirkungen des Krieges in der Ukraine und etwaigen lokalen Lockdowns auf Grund der Coronapandemie rechnen wir damit, dass die Industrieproduktion 2022 auch wieder ansteigen wird, aber nicht mehr auf dem Niveau wie 2021. 2. Geschäftsverlauf Erfolgreiches Coronamanagement Seit dem Auftreten der Coronapandemie in 2020 arbeitet unser Corona-Krisenmanagement ununterbrochen. Alle Informationen, die die Pandemie betreffen, laufen in dem zentralen Krisenstab zusammen und werden von dort den lokalen Krisenteams zur Verfügung gestellt. So können wir zentral Themen vorgeben und Lösungen austauschen, die dann - zum Teil lokal angepasst - umgesetzt werden. Die im Rahmen des Krisenmanagements durchgeführten Maßnahmen waren bisher erfolgreich: Es ist uns gelungen, Infektionsketten in den Betrieben weitgehend zu vermeiden und dadurch bedingte Firmenschließungen zu verhindern. Umsatzentwicklung nach Divisions Die Umsatzentwicklung der Divisions wird anhand des Umsatzes mit Dritten aller Konzerngesellschaften dargestellt, denn diese Kennzahl ist eine wichtige Steuerungsgröße des internen Reportings der Schunk Group. Auch die Umsätze der nicht konsolidierten Gesellschaften sind darin enthalten.
Der Umsatz der Schunk Group erholte sich im abgelaufenen Jahr kräftig und wuchs um 9,5%. Ohne die Umsätze der erstmals zum 31.12.2021 vollkonsolidierten Gesellschaften würde die Steigerung 9,2% betragen. Der Umsatz 2021 ist der zweithöchste Jahresumsatz in der Geschichte der Schunk Group. Damit übertraf der Absatz unsere Erwartungen und stieg deutlich stärker als die globale Industrieproduktion, die um 7,9% zulegte. Alle Divisions trugen zu der Umsatzsteigerung bei. Wir profitierten von der Erholung unserer Kernmärkte, insbesondere der Halbleiterindustrie. Umsätze nach regionalen Absatzmärkten Bei dieser Darstellung handelt es sich um die konsolidierten Umsätze
Wir konnten unseren Umsatz in allen Regionen steigern. Insbesondere das Geschäft in unseren strategischen Wachstumsregionen Asien und Amerika zog deutlich an, und das sogar stärker als die Industrieproduktion vor Ort, die 10,0% bzw. 5,5% zulegte. Wesentlich weniger dynamisch war die Entwicklung in Europa und insbesondere unserem Kernmarkt Deutschland. Auch zukünftig sehen wir die größten Wachstumschancen in der weiteren Internationalisierung unseres Geschäfts. Konzernergebnis Der Jahresüberschuss 2021 beträgt € 77.170.977,99. Personal- und Sozialbereich Beschäftigte im Jahresdurchschnitt
Auf die erstmals zum 31.12.2021 vollkonsolidierten Gesellschaften entfallen 50 Beschäftigte. Coronapandemie Auch das Jahr 2021 war von der Pandemie bestimmt. Zentrale Personalthemen waren die Umsetzung der Corona-Präventionsmaßnahmen sowie der bedarfsgerechte Einsatz des Personals. Die Bereitschaft der Beschäftigten, die notwendigen Maßnahmen umzusetzen, war sehr groß. Die Schunk Group konnte auch im Jahr 2021 auf eine zuverlässige und stabile Mitarbeiterschaft bauen und war der gewohnte verlässliche Arbeitgeber. Die durchschnittliche Krankenquote blieb, trotz der Corona-Erkrankungen, konstant bei etwa 5%. Corona - Sonderzahlung Die Pandemie bringt zahlreiche Belastungen und Einschränkungen für die gesamte Gesellschaft mit sich. Um unsere Beschäftigten, neben den Maßnahmen zum Gesundheitsschutz, auch finanziell zu unterstützen, haben wir in 2021 eine Corona-Sonderzahlung in Höhe von 9,4 Mio. € an die Belegschaft geleistet. Durch diese bislang beispiellose Zahlung verminderten wir die Einbußen durch Kurzarbeit und würdigten das Engagement unserer Beschäftigten in dieser besonderen Situation. Schunk - Gewinnbeteiligung Auch für das Geschäftsjahr 2020 wurden eine Gewinnbeteiligung und eine Treueprämie ausgezahlt. Die Auszahlung erfolgte in 2021. Die diesbezüglichen Aufwendungen betrugen Mio. € 9,2. Hybrides Arbeiten Wir haben uns sehr schnell an die neuen Corona-Gegebenheiten angepasst und die Art, wie wir arbeiten und kommunizieren, nachhaltig verändert. Wir haben die Möglichkeiten geschaffen, mobil zu arbeiten und gelernt, virtuelle Tools effizient einzusetzen. Wir erwarten, dass auch nach der Pandemie ein großer Teil unserer Beschäftigten hybrid, also teilweise in Präsenz und teilweise mobil, arbeiten möchten. Um als Arbeitgeber attraktiv zu bleiben, müssen wir dies ermöglichen. Wir werden dabei flexibel entscheiden, welche Arbeitsweise für die jeweilige Situation am besten geeignet ist. Digitales Lernen Digitale Trainings haben die traditionellen Präsenztrainings fast vollständig verdrängt. Für Trainings, bei denen die Kommunikation und das gemeinsame Erarbeiten von Themen im Fokus stehen, haben sich sogenannte Live-Online-Trainings bewährt. Hierbei treffen sich Trainer und Teilnehmer in einem virtuellen Raum zum gemeinsamen Training. Ein Beispiel hierfür ist das "Training on digital customer communication". Dieses Live-Online-Format machte es möglich, Vertriebsmitarbeiterinnen und Vertriebsmitarbeiter aus aller Welt in Web-basierter Kundenkommunikation zu schulen. Mit diesem neuen Format können wir effizient und kostengünstig qualitativ hochwertige Trainings für große und internationale Zielgruppen anbieten. Auch die CAMP-Programme (Corporate Advanced Management Program) wurden vollständig auf das digitale Format umgestellt. Dadurch ist es möglich, den großen Trainingsbedarf zu decken, sieben Programme parallel durchzuführen, ohne zusätzliche Trainingskapazitäten aufzubauen. Langfristige Personalplanung Um auf die stetige Weiterentwicklung unserer Märkte und Kundenanforderungen schnell und flexibel reagieren zu können, überprüfen wir unsere Qualifizierungsbedarfe ständig und planen langfristig. Diversity Unterschiedliche Perspektiven und Arbeitsweisen zu verstehen und gewinnbringend zu nutzen, ist für ein globales Unternehmen essentiell. Deshalb setzt Schunk auf die Vielfalt der Belegschaft in Bezug auf Herkunft, Alter, Ethnie und Geschlecht. Die Diversität in der Schunk Group wird ferner mit dem CAMP und dem Global Graduate Program sowie dem Workshop "Führung in der Schunk Group" gefördert. Durch Teilnehmer mit unterschiedlichen Nationalitäten und gezielten Auslandseinsätzen wird die Internationalisierung der Führungskräfte gestärkt. Erklärung zur Unternehmensführung Als paritätisch mitbestimmtes Unternehmen muss Schunk die Auflagen zur gesetzlich vorgeschriebenen Frauenquote für den Aufsichtsrat, die Geschäftsführung und die beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung erfüllen. In 2018 hat der Aufsichtsrat der Schunk GmbH beschlossen, die derzeitige Frauenquote im Aufsichtsrat bis zum 30.06.2022 unverändert bei 16,7% (zwei Personen) zu belassen. Der Frauenanteil in der Geschäftsführung der Schunk GmbH lag im Berichtsjahr unverändert bei null Prozent. Als Zielsetzung hat der Aufsichtsrat in 2018 beschlossen, diesen Anteil bis zum 30.06.2022 unverändert bei null Prozent zu belassen. Bei personellen Veränderungen in der Geschäftsführung soll versucht werden, die entsprechende Position durch eine geeignete weibliche Kandidatin zu besetzen. Die Frauenquote in den beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung aller deutschen Gesellschaften der Schunk Group lag 2021 bei 2,77% (zwei Personen) und damit prozentual unter dem Vorjahreswert (4,2%), wobei jedoch die absolute Zahl mit zwei Personen unverändert blieb. Damit konnte in 2021 die Zielquote von 3,6% (drei Personen), nicht erreicht werden. Die externe Rekrutierung von Frauen für Führungspositionen ist eine sehr große Herausforderung. Da die Anzahl der Bewerberinnen für Top-Führungspositionen nach wie vor äußerst gering ist, soll die Frauenquote verstärkt durch die Entwicklung eigener Mitarbeiterinnen erhöht werden. Dazu ist eine Zielquote von mindestens 20% (drei Personen) weiblicher Teilnehmer für die Nachwuchsprogramme festgesetzt worden. Wichtige Vorgänge des Berichtsjahres Im Juni 2021 hat sich die Schunk GmbH mehrheitlich mit 60 % an der Pulsar Photonics GmbH, Herzogenrath/ Deutschland, beteiligt. Die Pulsar Photonics GmbH ist ein Spin-Off aus dem Fraunhofer-Institut für Lasertechnik und beschäftigt sich mit der Lasermikrobearbeitung, insbesondere mit der Ultrakurzpuls-Lasertechnologie. Im Oktober 2021 hat die Schunk GmbH über ihre niederländische Tochtergesellschaft Weiss Technik Nederland B.V., Tiel/ Niederlande, die Clima Tech B.V., Nijkerk/ Niederlande, erworben. Bei der Clima Tech B.V. handelt es sich um einen Komplettanbieter von Reinräumen - von der Beratung über Planung, Design, Bau und die Validierung bis hin zum Service. In 2021 wurden folgende Gesellschaften neu gegründet:
Mit Wirkung zum 01.01.2021 wurde die Vötsch Industrietechnik GmbH, Balingen, als übertragender Rechtsträger auf die Weiss Technik GmbH, Reiskirchen, verschmolzen. Ebenfalls mit Wirkung zum 01.01.2021 wurde die Schunk Sonosystems Innovations GmbH, Grävenwiesbach, als übertragender Rechtsträger auf die Schunk Sonosystems GmbH, Wettenberg, verschmolzen. Die Carbon Advanced Solutions GmbH, Wettenberg, wurde rückwirkend zum 01.01.2021 in eine Personengesellschaft umgewandelt und firmiert nun als Carbon Advanced Solutions GmbH & Co. KG, Wettenberg. Komplementärin der Gesellschaft ist die neu gegründete CAS Verwaltungs GmbH, Wettenberg. Umweltschutz Wesentliche Ziele der Umweltpolitik der Schunk Group sind die Vermeidung von Gefährdungen für Mensch und Umwelt, die Einwirkungen auf die Umwelt gering zu halten, mit den Ressourcen sparsam umzugehen und allen gesetzlichen und internen Vorgaben zum Umweltschutz nachzukommen. Diese Ziele sind fest im Code of Conduct verankert, ebenso wie der Grundsatz, dass diese Ziele gleichzeitig auch die Aufgabe aller Mitarbeiter sind. Die Einhaltung dieser Ziele ist ein standardmäßiges Prüfungsthema der Internen Revision. 3. Lage Ertragslage
Mit dem kräftigen Umsatzanstieg wuchs das Betriebsergebnis der Schunk Group überproportional um 25,0% auf Mio € 137,8. Nur im Rekordjahr 2017 verzeichneten wir ein noch stärkeres operatives Betriebsergebnis. Wir profitierten von den 2020 eingeleiteten Einsparmaßnahmen. Die höheren Rohstoff- und Energiepreise auf dem Markt wirkten sich dank vorhandener Lagerbestände und Rahmenverträge noch nicht voll auf unsere Materialkosten aus. Zusätzlich begrenzen konnten wir die Kostensteigerungen durch unsere Aktivitäten im Rahmen von Operational Excellence. Trotz der erheblichen Umsatzsteigerung blieb die Zahl unserer Beschäftigten nahezu konstant. Wir profitierten davon, dass wir während der Rezession kaum Personal abgebaut und stattdessen Kurzarbeit angemeldet hatten. Finanzlage Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements Hauptziel des Finanzmanagements in der Schunk GmbH ist die Sicherstellung der Liquidität der Gesellschaften der Schunk Group bei gleichzeitiger Risikostreuung und - nachrangig - der Optimierung des Zinsergebnisses. Liquidität Die liquiden Mittel betrugen Mio € 104,2, die Bankverbindlichkeiten Mio € 0,6. Neben den Bankguthaben bestanden börsentäglich verfügbare Wertpapierdepotguthaben mit einem Bilanzwert von Mio. € 345,7. Darüber hinaus bestehen freie Kreditlinien im Umfang von Mio. € 20,2. Der Net Cash (liquide Mittel einschließlich Buchwert der Wertpapierdepotguthaben abzüglich Bankverbindlichkeiten) belief sich auf Mio. € 449,3 (Vorjahr: Mio. € 376,5). Entwicklung des Cashflows Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 2021 beträgt Mio. € 135,2 (Vorjahr: Mio. € 138,6). Zu Einzelheiten wird auf die Kapitalflussrechnung verwiesen. Investitionen In 2021 betrugen die Investitionen (immaterielle Vermögensgegenstände zuzüglich Sachanlagen, jedoch ohne Geschäfts- und Firmenwerte und ohne die Zugänge aus Erstkonsolidierungen) Mio. € 66,4. Die Finanzierung der Investitionen erfolgte aus dem Cashflow. Der größte Anteil der Investitionen entfiel dabei auf Erweiterungsinvestitionen, gefolgt von Ersatzinvestitionen. Der Schwerpunkt der Investitionen lag bei der Division Carbon Technology. Mehr als zwei Drittel der Investitionen tätigten wir an unseren deutschen Standorten. Die Investitionen werden 2022 deutlich über dem Niveau des Vorjahres liegen. Zu den größten Projekten gehören beispielsweise ein neues Logistikzentrum bei der Weiss Technik GmbH am Standort Reiskirchen und ein neues Produktionsgebäude bei der Schunk Ingenieurkeramik GmbH am Standort in Willich. Vermögenslage
4. Bericht über finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Finanzielle Leistungsindikatoren Die wichtigsten Kenngrößen zur Steuerung und Überwachung des Geschäftsverlaufs sind der Auftragseingang, der Umsatz sowie das Betriebsergebnis. Das Monitoring dieser Kennzahlen erfolgt monatlich für alle Konzerngesellschaften durch die Geschäftsführung der Schunk GmbH gemeinsam mit dem Beteiligungscontrolling. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Einen Grundstein des Erfolgs der Schunk Group stellen die Beschäftigten dar. Einen Schwerpunkt bildet hierbei die Führungskräfteentwicklung. Dazu dienen mehrere Programme, durch die neben dem Aufbau eines einheitlichen Führungs- und Werteverständnisses insbesondere die Internationalisierung und Diversität innerhalb der Schunk Group gefördert werden sollen. III. Prognosebericht Es ist unser Ziel, 2022 um weitere 5,2% zu wachsen. Der breit angelegte weltweite Aufschwung und unsere vollen Auftragsbücher deuten an, dass dies realistisch ist. Gleichwohl bestehen mit der anhaltenden Lieferkrise und vor allem mit dem Krieg in der Ukraine und seinen unkalkulierbaren Folgen große Risiken, die unsere Geschäftsentwicklung massiv beeinträchtigen können. Zudem ist auch die Pandemie noch nicht überstanden. In China sind weitere lokale Lockdowns zu erwarten und auch in anderen Ländern der Welt sind erneute Einschränkungen durch neue Virusvarianten nicht auszuschließen. Viel hängt davon ab, wie stark die globalen Lieferketten weiter gestört werden. Auf Basis des Umsatzwachstums von 5,2% rechnen wir aus heutiger Sicht mit einem leicht rückläufigen Betriebsergebnis. Dies resultiert insbesondere aus den rasant steigenden Rohstoff- und Energiekosten. Lieferengpässe können zudem die Abläufe stören und damit die Produktivität belasten. Zudem rechnen wir mit höheren Personalkosten durch hohe Inflationsraten und niedrige Arbeitslosenzahlen in vielen Industrieländern. IV. Chancen- und Risikobericht 1. Chancenbericht Teil des Chancenmanagements ist, dass die Chancen systematisch erfasst und mit ihren Umsatz- und Ergebnisauswirkungen benannt werden. Im Rahmen der 3-Jahres-Planung wird jede Gesellschaft aufgefordert, relevante Chancen in den Bereichen "Neue Produkte", "Vertriebsprogramme" und "Organisation etc." zu benennen. In Terminen zwischen Geschäftsführer bzw. Business Unit Manager und Holding Management werden auf dieser Basis die benannten Chancen intensiv diskutiert. Die Holding Geschäftsführung wird die Realisierung der Chancen besonders unterstützen, indem sie z.B. zusätzliche Investitionsmittel oder personelle Kapazitäten bereitstellt. In den Makrotrends E-Mobilität, autonomes Fahren und Digitalisierung werden vor allem langfristig Geschäftschancen für die Schunk Group gesehen. Um rechtzeitig auf diese Trends vorbereitet zu sein, wurde eine Strategie erarbeitet, wie Schunk diese Trends für sich nutzen will, und in Road Maps für die einzelnen Divisions festgelegt. 2. Risikobericht Als Risiken gelten mögliche Ereignisse oder Entwicklungen, die sich negativ auf das Erreichen der Unternehmensziele auswirken oder sogar den Fortbestand des Unternehmens gefährden. Das Risikomanagementsystem der Schunk Group wird zentral gesteuert und überwacht. Das Risikomanagement selbst erfolgt in der Regel dezentral auf Gesellschaftsebene. Die Gesellschaften haben sich hierzu auf verschiedene potenzielle Risikoszenarien vorbereitet und konkrete Gegenmaßnahmen für eine Krisensituation definiert, um kurzfristig reagieren zu können. Ein Beispiel für das Risikomanagement auf Ebene der Tochtergesellschaften ist der Umgang mit Konjunkturrisiken. Die Gesellschaften haben sich auf verschiedene potenzielle Risikoszenarien vorbereitet und konkrete Gegenmaßnahmen für eine Krisensituation definiert, um kurzfristig auf negative Veränderungen in Teilmärkten reagieren zu können. Risiken werden demgegenüber zentral gesteuert, wenn ein besonders hohes Risiko vorliegt oder die notwendige Kompetenz zur Risikosteuerung in den Gesellschaften nicht vorhanden ist. Die Steuerung erfolgt dabei durch Corporate Standard Manager, die von der Holding beauftragt sind und direkt an sie berichten. Beispiele für zentral gesteuerte Risiken sind Finanz- und IT-Risiken. Wir haben in unseren Code of Conduct festgeschrieben, dass das Beachten von Rechtsvorschriften die unverzichtbare Grundlage allen Handelns der Schunk Group ist. Um Compliance-Risiken vorzubeugen, betreiben wir ein Compliance Management-System, das wir sukzessive weiterentwickeln. Wir wirken Compliance-Risiken insbesondere auch durch Corporate Standards entgegen. Corporate Standard Manager übernehmen hierbei die konzernweite Steuerung und Überwachung dieser Risiken. Hinweise über Compliance-Verstöße werden der Holding-Geschäftsführung gemeldet und ein Untersuchungsprozess eingeleitet. Dies kann auch über unseren externen Ombudsmann geschehen. Zur Bewältigung von Krisen haben wir ein konzernweites Krisenmanagementsystem. Gesteuert werden diese Krisen jeweils durch einen zentralen Krisenstab. An jedem unserer Standorte weltweit gibt es dazu lokale Krisenteams. Der zentrale Krisenstab gibt konzernweite Vorgaben, überwacht die jeweiligen Maßnahmen, sammelt Informationen und gibt diese weiter und unterstützt die lokalen Krisenmanager. Ein Beispiel hierfür ist das Corona-Krisenmanagement. Bestandsgefährdende Risiken sind für die Schunk GmbH aus heutiger Sicht nicht erkennbar. Risiken aus Rechtsstreitigkeiten, welche über normale Geschäftsrisiken hinausgehen, sind derzeit nicht bekannt. Ein grundsätzliches Risiko resultiert für die Schunk GmbH aus der wirtschaftlichen Entwicklung ihrer Tochtergesellschaften. Wesentliche Risiken sehen wir darin, dass es als Folge des Krieges in der Ukraine und lokalen Lockdowns auf Grund von Corona-Ausbrüchen zu Lieferausfällen, Versorgungslücken und Preissteigerungen kommen wird. Dadurch bedingte Produktionsausfälle bei Teilen unserer Kunden, und als Folge dessen auch bei uns, könnten die Folge sein. Im Krisenmanagement stellen wir uns auf verschiedene Szenarien ein, und arbeiten daran, alternative Lösungen zu finden. Ferner sehen wir Risiken, die sich auf den Liquiditätsbestand der Schunk GmbH und deren Tochtergesellschaften auswirken können. Dies sind Ausfall-, Veruntreuungs- sowie Währungs- und Zinsrisiken. Die liquiden Mittel der Schunk Group werden zentral durch die Schunk GmbH gesteuert, um potenziellen Ausfallrisiken, politischen Risiken oder der Veruntreuung von Firmengeldern entgegenzuwirken. Zur Sicherstellung der jederzeitigen Liquidität der Unternehmensgruppe wird eine Konzernliquiditätsplanung erstellt. Sie ist die Basis für die Steuerung der liquiden Mittel der Schunk Group sowie der Bemessung erforderlicher Kreditlinien. Mit dem Abschluss von zentralen Geldanlagegeschäften wird die vorhandene Liquidität - unter Beachtung des Finanzbedarfs und auf Basis einer dokumentierten Richtlinie - angelegt. Dabei stehen die Aspekte Sicherheit und Risikosteuerung vor der Optimierung von Zinserträgen an erster Stelle. Die Schunk Group fokussiert sich dabei auf Emittenten mit einem Mindestrating im Investment- Grade-Bereich. Um Zins-, Währungs- und Kontrahentenrisiken entgegenzuwirken, erfolgt die Geldanlage in unterschiedliche Assetklassen sowie in extern gemanagten Vermögensverwaltungen und Spezialfonds. V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Sicherungsstrategie und Finanzderivate Im Rahmen der operativen Tätigkeit unterliegen die Schunk GmbH sowie ihre Tochtergesellschaften unterschiedlichen Finanzrisiken. Ein Großteil betrifft Marktpreisrisiken bei Währungen, Rohstoffpreisen und Zinsen. Die Schunk GmbH steuert diese Risiken zentral für die gesamte Schunk Group. Währungsrisiko Bei Umsätzen in Fremdwährungen entstehen Kursgewinne oder Kursverluste, wenn die Wechselkurse sich zwischen dem Zeitpunkt des Angebots und dem Zeitpunkt des tatsächlichen Zahlungseinganges verändern. Zur Absicherung dieses Währungsrisikos für Tochtergesellschaften wurden teilweise konzerninterne Devisentermingeschäfte eingesetzt. Die Währungsabsicherungen betrafen im Geschäftsjahr 2021 im Wesentlichen den US-Dollar. Rohstoffpreisrisiko In 2021 wurden keine Rohstoffswaps abgeschlossen. Zinsrisiko In 2021 wurden keine Zinssicherungsgeschäfte abgeschlossen.
Heuchelheim, den 31. März 2022 Schunk GmbH gez. Dr. Roth gez. Dr. von Hülsen gez. Manolopoulos Konzern-Bilanz zum 31. Dezember 2021Aktiva
Passiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021
KonzernanhangA. Allgemeine Erläuterungen 1. Allgemeine Angaben zum Unternehmen Der Konzernabschluss der Schunk Group wird durch das Mutterunternehmen Schunk GmbH aufgestellt. Die Schunk GmbH hat ihren Sitz in 35452 Heuchelheim. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Gießen unter der Handelsregisternummer HRB 6902 eingetragen. 2. Angewandte Rechnungslegungsvorschriften Der Konzernabschluss ist nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ausweis und Bewertung der in den Konzernabschluss einbezogenen Einzelabschlüsse der in- und ausländischen Tochtergesellschaften erfolgen konzerneinheitlich nach diesen Rechnungslegungsvorschriften. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren angewandt. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Schema des § 275 Abs. 2 HGB. 3. Umfirmierungen Die Weiss Umwelttechnik GmbH, Reiskirchen/ Deutschland, hat in Weiss Technik GmbH umfirmiert. Die Carbon Advanced Solutions GmbH, Wettenberg/ Deutschland, hat in Carbon Advanced Solutions GmbH & Co. KG umfirmiert. Im Konzernabschluss und den dazugehörigen Anlagen sowie im Konzernlagebericht 2021 wird die Gesellschaft grundsätzlich nur mit der neuen Firmenbezeichnung genannt. 4. Konsolidierungskreis und assoziierte Unternehmen Neben der Schunk GmbH sind 16 inländische und 48 ausländische Gesellschaften auf Basis der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen. Die Schunk Gerhard Carbon Technology GmbH, Obernzenn, und die Schunk Iberica S.A., Pinto-Madrid/ Spanien, werden "at equity" bilanziert. 12 Tochtergesellschaften, die für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung sind, werden nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Die im Vorjahr vollkonsolidierte Gesellschaft Vötsch Industrietechnik GmbH, Balingen/ Deutschland, wurde mit Wirkung zum 01.01.2021 auf die Weiss Technik GmbH, Reiskirchen/ Deutschland, verschmolzen. Die im Vorjahr nicht konsolidierte Schunk Sonosystems Innovations GmbH, Grävenwiesbach/ Deutschland, wurde mit Wirkung zum 01.01.2021 auf die Schunk Sonosystems GmbH, Wettenberg/ Deutschland, verschmolzen. Zum 31.12.2021 wurden folgende Gesellschaften erstmals konsolidiert:
Aus den Erstkonsolidierungen resultierten in Summe T€ 1.199 an passiven Unterschiedsbeträgen, welche in die Konzernrücklagen eingestellt wurden. 5. Konsolidierungsgrundsätze Der Konzernabschluss ist auf den 31. Dezember 2021 - den Bilanzstichtag der Schunk GmbH - aufgestellt worden. Bis auf zwei ausländische Gesellschaften (Schunk Carbon Technology India Private Limited, Bangalore/ Indien und Weiss Technik Private Limited, Hyderabad/ Indien) entspricht bei allen in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften das Geschäftsjahr dem Kalenderjahr. Die Gesellschaften mit abweichendem Wirtschaftsjahr haben für die Zwecke der Konsolidierung einen Zwischenabschluss zum 31.12.2021 erstellt. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Neubewertungsmethode. Aktive Unterschiedsbeträge werden planmäßig abgeschrieben. Passive Unterschiedsbeträge werden mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Die Beteiligungen an zwei assoziierten Unternehmen werden gem. § 312 Abs. 1 Nr. 1 HGB bilanziert (Buchwertmethode). Schuldverhältnisse (Forderungen, Rückstellungen und Verbindlichkeiten) zwischen den konsolidierten Unternehmen werden eliminiert. Der Wertansatz der Vermögensgegenstände aus konzerninternen Lieferungen wird um nicht realisierte Zwischenergebnisse bereinigt. Die Bewertung dieser Vermögensgegenstände erfolgt somit zu Konzernherstellungs- bzw. -anschaffungskosten. Die Innenumsatzerlöse und die übrigen konzerninternen Erträge werden mit den auf sie entfallenden Aufwendungen verrechnet, sofern sie nicht als Bestandsveränderung oder andere aktivierte Eigenleistungen auszuweisen sind. 6. Bilanzierung und Bewertung Die nach den jeweiligen landesrechtlichen Vorschriften aufgestellten Jahresabschlüsse der ausländischen Tochtergesellschaften werden einheitlich entsprechend den Schunk - Bilanzierungs- und Bewertungsrichtlinien in Jahresabschlüsse übergeleitet, die den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches entsprechen. Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Bei Restlaufzeiten von über einem Jahr sind Vermögensgegenstände insoweit ggf. mit dem niedrigeren Devisenkurs des Buchungstages, Verbindlichkeiten insoweit ggf. mit dem höheren Devisenkurs des Buchungstages bewertet. Die Umrechnung der Jahresabschlüsse der ausländischen Tochterunternehmen in die Konzernwährung erfolgt gemäß § 308a HGB. Die Umrechnung der Jahresabschlüsse der ausländischen Tochterunternehmen in die Konzernwährung erfolgt danach für sämtliche Bilanzpositionen nach der Stichtagskurs-Methode. Lediglich das gezeichnete Kapital und die in Vorjahren dotierten Rücklagen werden zu historischen Kursen umgerechnet. Die Umrechnungsunterschiede werden erfolgsneutral im Eigenkapital ausgewiesen. Aufwendungen und Erträge sind zum Jahresdurchschnittskurs des Geschäftsjahres angesetzt. Immaterielle Vermögensgegenstände sind mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Das Wahlrecht zur Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände wird nicht ausgeübt. Sachanlagen sind mit den Anschaffungs-/ Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen über die voraussichtliche Nutzungsdauer bewertet. Die Abschreibungen erfolgen überwiegend linear. Die Finanzanlagen sind grundsätzlich zu Anschaffungskosten angesetzt. Außerplanmäßige Abschreibungen werden bei voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen vorgenommen; im Finanzanlagevermögen auch bei voraussichtlich nur vorübergehenden Wertminderungen. Bei Wegfall des Grundes erfolgen entsprechende Zuschreibungen. Die Vorräte werden zu Anschaffungs-/ Herstellungskosten angesetzt. Bestandsrisiken, die sich aus der Dauer der Lagerhaltung, einer geminderten Verwendbarkeit oder gesunkenen Wiederbeschaffungskosten oder Verkaufspreisen ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden gem. § 268 Abs. 5 HGB offen von dem Vorratsvermögen abgesetzt. Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen wird allen erkennbaren Risiken durch Wertberichtigungen Rechnung getragen. Vermögensgegenstände, welche ausschließlich der Erfüllung von Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbar langfristigen Verpflichtungen dienen, und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind, werden mit den korrespondierenden Schulden verrechnet; dies gilt auch für die diesbezüglichen Aufwendungen und Erträge. Latente Steuern werden für künftige Steuerauswirkungen aus dem Abweichen der Wertansätze zwischen Handelsbilanz und Steuerbilanz, für Unterschiede aus Konsolidierungsmaßnahmen und steuerliche Verlustvorträge angesetzt. Latente Steuern aus steuerlichen Verlustvorträgen werden unter Berücksichtigung der erwarteten Verlustverwertungsmöglichkeiten innerhalb der nächsten fünf Jahre angesetzt. Eventuellen Unsicherheiten bezüglich der Ergebnisentwicklung wird im Rahmen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung durch angemessene Sicherheitsabschläge Rechnung getragen. Die Berechnung der latenten Steuern für das Geschäftsjahr 2021 erfolgte für die Inlandsgesellschaften mit einem Steuersatz von 30%. Dieser Steuersatz wurde ebenfalls bei der Ermittlung der latenten Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen angewendet. In Bezug auf die Auslandsgesellschaften wurden die jeweiligen landesrechtlichen Steuersätze zu Grunde gelegt; diese lagen zwischen 8,25% und 30,00%. Auf konzernfremde Gesellschafter entfallende Anteile am Eigenkapital sind in der Konzernbilanz gesondert gem. § 307 HGB ausgewiesen. Die Rückstellungen für Pensionen und vergleichbare Verpflichtungen werden nach der projizierten Einmalbeitragsmethode (Projected Unit Credit-Methode) unter Anwendung versicherungs-mathematischer Grundsätze ermittelt. Für die inländischen Gesellschaften wurden die Sterbetafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck zu Grunde gelegt. Die ausländischen Gesellschaften haben länderspezifische Sterbetafeln verwendet. In Bezug auf den Zinssatz wird das Wahlrecht nach § 253 Abs. 2 Handelsgesetzbuch in Anspruch genommen, und der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre zu Grunde gelegt, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Für das Geschäftsjahr 2021 beträgt der maßgebende Zinssatz 1,90% (Vorjahr 2,34%). In Bezug auf künftige Lohn- und Gehaltssteigerungen wurde für die inländischen Gesellschaften mit 2,5% p.a. gerechnet; bei den ausländischen Gesellschaften liegen die angenommenen künftigen Lohn- und Gehaltssteigerungen zwischen 1,0% und 8,4%. Die ausgewiesenen Steuerrückstellungen enthalten die zu erwartenden Verpflichtungen. Latente Steuern werden gesondert ausgewiesen. Die sonstigen Rückstellungen sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt und so bemessen, dass sie nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung allen erkennbaren Risiken Rechnung tragen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und bekannt gegebenen durchschnittlichen Marktzinssätzen abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. B. Erläuterung der Bilanz 1. Anlagevermögen Die Aufgliederung und die Entwicklung des Anlagevermögens werden in der Anlage 1 dargestellt. Eine besondere Aufstellung des Anteilsbesitzes ist als Anlage 2 beigefügt. Der aus der erstmaligen Konsolidierung resultierende Geschäfts- oder Firmenwert der OptoTech Group in Höhe von T€ 8.606 wird über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren planmäßig abgeschrieben. Der Buchwert zum 31.12.2021 beträgt T€ 3.217. Die Weiss Technik North America, Inc., Grand Rapids/ U.S.A., hat am 01.02.2019 einen Geschäftsbereich im Wege eines Asset-deals hinzuerworben (Weiss Technik North America, Inc., Cincinnati/ U.S.A.) Der aus dieser Transaktion stammende Geschäfts- oder Firmenwert beträgt zum 31.12.2021 T€ 2.466. Die Abschreibung erfolgt über einen Zeitraum von fünf Jahren. Als "Anteile an verbundenen Unternehmen" sind die Buchwerte der nicht konsolidierten Tochtergesellschaften erfasst. Bei den assoziierten Unternehmen handelt es sich um Gesellschaften, an denen Beteiligungen zwischen 24% und 50 % bestehen (siehe dazu Anlage zum Konzernanhang). 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
3. Aktive latente Steuern Der Ausweis hat folgende Ursachen:
4. Wertpapiere des Umlaufvermögens Die Position enthält unter anderem Anteile an einem international ausgerichteten Mischfonds, der als Renditefonds mit unbegrenzter Laufzeit agiert. Diese Anteile stellen Sondervermögen im Sinne von § 1 Absatz 10 des Kapitalanlagegesetzbuches dar. Fondserträge des Geschäftsjahres 2021 wurden thesauriert. Es bestehen keine Beschränkungen hinsichtlich der Möglichkeit der täglichen Rückgabe. Zum Bilanzstichtag liegt der Marktwert der Anteile über den historischen Anschaffungskosten. Der Bilanzansatz erfolgt daher unverändert zum Vorjahr mit den historischen Anschaffungskosten von Mio. € 75,0. 5. Eigenkapital
6. Sonderposten für Investitionszuschüsse Die Investitionszuschüsse entfallen in Höhe von T€ 566 auf inländische Gesellschaften. Auf ausländische Gesellschaften entfallen Investitionszuschüsse in Höhe von T€ 288. 7. Rückstellungen Der Gesamtbetrag der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen beträgt T€ 263.378. Vermögensgegenstände wurden zu deren Zeitwert in Höhe von T€ 13.550 mit dem Gesamtbetrag verrechnet. Bei diesen Vermögensgegenständen handelt es sich überwiegend um Rückdeckungsversicherungen. Die jeweiligen Zeitwerte der Vermögensgegenstände entsprechen deren Anschaffungskosten. Nach Verrechnung entfallen T€ 222.419 auf inländische sowie T€ 27.409 auf ausländische Gesellschaften. Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre (1,90%) ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre (1,36%) ein Unterschiedsbetrag in Höhe von T€ 25.727. Die Erträge aus dem Deckungsvermögen wurden mit den Aufwendungen aus der Zuführung der Pensionsrückstellungen verrechnet. Die Steuerrückstellungen wurden in Höhe von T€ 4.205 von inländischen Konzerngesellschaften und mit T€ 5.968 von ausländischen Konzerngesellschaften gebildet. Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für folgende Sachverhalte gebildet:
In Bezug auf die Rückstellung für Personalaufwendungen ist anzumerken, dass die Wertpapierdepotguthaben der inländischen Gesellschaften zur Sicherung der Ansprüche aus den Altersteilzeitarbeitsverhältnissen mit den korrespondierenden Verpflichtungen verrechnet wurden. Die Verrechnung erfolgte zum Zeitwert in Höhe von T€ 4.406; die historischen Anschaffungskosten dieser Vermögensgegenstände betragen T€ 4.786. 8. Verbindlichkeiten
Gegenüber dem Gesellschafter der Schunk GmbH, der Ludwig-Schunk-Stiftung e.V., Heuchelheim, bestehen Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 568 (Vorjahr T€ 379).
Sicherheiten: Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind nicht besichert. 9. Passive latente Steuern Der Ausweis hat folgende Ursachen:
10. Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB
Ausgewiesen werden nicht passivierte potentielle Verpflichtungen der konsolidierten Unternehmen gegenüber fremden Dritten. Die wirtschaftliche und finanzielle Entwicklung aller Konzerngesellschaften wird laufend überwacht und analysiert. Nach derzeitiger Beurteilung ist davon auszugehen, dass die zugrundeliegenden Verpflichtungen von den jeweiligen Hauptschuldnern erfüllt werden können. Aus diesem Grunde wird das Risiko einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen als nicht wahrscheinlich eingestuft. 11. Sonstige finanzielle Verpflichtungen gegenüber Dritten
C. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse
2. Sonstige betriebliche Erträge Hierunter werden im Wesentlichen ausgewiesen:
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände, Sach- und Finanzanlagen Eine Aufgliederung der Abschreibungen des Geschäftsjahres 2021 ergibt sich aus dem als Anlage 1 beigefügten Anlagespiegel. In den Abschreibungen auf Sachanlagen sind außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von T€ 1.869 enthalten. 4. Sonstige betriebliche Aufwendungen Hierunter werden im Wesentlichen ausgewiesen:
5. Steuern vom Einkommen und Ertrag Unter diesem Posten sind ausgewiesen:
6. Sonstige Steuern Von den sonstigen Steueraufwendungen entfallen T€ 866 auf inländische und T€ 3.241 auf ausländische Konzerngesellschaften. Den Steueraufwendungen von insgesamt T€ 5.866 stehen Steuererstattungen in Höhe von T€ 1.759 gegenüber, bei welchen es sich überwiegend um energieverbrauchsabhängige Steuern handelt. 7. Außergewöhnliche Erträge und Aufwendungen Die außergewöhnlichen Aufwendungen belaufen sich auf T€ 415. Hierbei handelt es sich um den Verlust aus der Verschmelzung der bis dahin nicht konsolidierten Schunk Sonosystems Innovations GmbH, Grävenwiesbach, auf die vollkonsolidierte Schunk Sonosystems GmbH, Wettenberg. 8. Periodenfremde Erträge und Aufwendungen Die periodenfremden Erträge betragen T€ 18.412. Davon entfallen T€ 4.169 auf sonstige periodenfremde Erträge, T€ 13.926 auf Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und T€ 316 auf die Erstattung von sonstigen Steuern. Die periodenfremden Aufwendungen betragen T€ 521. D. Sonstige Angaben 1. Beschäftigte Arbeitnehmer Im Jahresdurchschnitt 2021 im Konzern beschäftigte Arbeitnehmer:
Die durchschnittliche Anzahl der Auszubildenden belief sich auf 252. Mit diesen Auszubildenden betrug die durchschnittliche Gesamtbeschäftigtenzahl 8.968. 2. Honoraraufwand für den Konzernabschlussprüfer Das von dem Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2021 berechnete Gesamthonorar stellt sich wie folgt dar:
3. Sonstige nicht in der Konzernbilanz enthaltene Geschäfte Es wird auf die Ausführungen zu den Haftungsverhältnissen, den sonstigen finanziellen Verpflichtungen sowie den Finanzderivaten verwiesen. Sonstige, nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte mit wesentlicher Auswirkung auf die Finanzlage, bestehen nicht. 4. Angaben zu Beziehungen zu nahestehenden Personen und Unternehmen Die folgende Darstellung zeigt alle wesentlichen Geschäfte im Geschäftsjahr 2021 mit nahestehenden Unternehmen, wobei sich die Gruppe dieser Unternehmen aus den nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen und den assoziierten Unternehmen zusammensetzt:
5. Inanspruchnahme von § 264 Abs. 3 HGB Nachstehende inländische Tochtergesellschaften haben für das Geschäftsjahr 2021 vollständig o- der in Teilen von der Befreiungsvorschrift des § 264 Abs. 3 bzw. § 264 b HGB Gebrauch gemacht:
6. Geschäftsführer Im Konzerngeschäftsjahr 2021 waren Geschäftsführer der Schunk GmbH die Herren
Die Geschäftsführer haben im Geschäftsjahr 2021 T€ 2.615 an Bezügen erhalten. Die Bezüge ehemaliger Geschäftsführer bzw. ihrer Hinterbliebenen beliefen sich für 2021 auf T€ 1.025. Für ehemalige Geschäftsführer bzw. ihre Hinterbliebenen sind Pensionsrückstellungen in Höhe von T€ 8.147 gebildet worden. T€ 1.542 wurden gegen diese Rückstellungen verrechnet (Zeitwert verpfändete Rückdeckungsversicherung). 7. Aufsichtsrat Dem Aufsichtsrat der Schunk GmbH gehörten in 2021 an:
Im Geschäftsjahr 2021 erhielten die Aufsichtsräte Bezüge in Höhe von T€ 289. 8. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres Unmittelbar nach Bekanntwerden des russischen Angriffs auf die Ukraine im Februar 2022 wurde das Russland-Krisenmanagement in der Schunk Group aktiviert. Dazu haben wir einen zentralen Krisenstab eingerichtet und lokale Krisenteams gebildet. Das Ziel besteht darin, die negativen Auswirkungen des Kriegs auf Schunk so gering wie möglich zu halten. Insbesondere setzen wir alles daran, Verstöße gegen Sanktionen zu vermeiden. Wir haben deshalb sofort alle direkten und indirekten Lieferungen nach Russland, Belarus und die besetzten Teile der Ukraine eingestellt. Wesentliche Risiken sehen wir darin, dass es als Folge des Krieges in der Ukraine zu Lieferausfällen, Versorgungslücken und Preissteigerungen kommen wird. Produktionsausfälle bei unseren Kunden, unseren Lieferanten und auch bei uns können die Folge sein. Zum Beispiel führten fehlende Kabelbäume aus der Ukraine zuletzt in deutschen Autokonzernen zu Stillständen. Auch die sichere Versorgung z.B. mit Erdgas, Industriemetallen wie Aluminium, Nickel, Palladium, Kupferpulver und Stahl ist gefährdet, was uns teilweise auch direkt betreffen kann. Abgesehen von der Verfügbarkeit schnellen die Materialpreise rasant in die Höhe, was zwangsläufig zu Kostensteigerungen führen wird. In welchem Ausmaß dieser Krieg die Weltwirtschaft und auch uns beeinflussen wird, ist jedoch aktuell auf Grund der Ungewissheit über Dauer und Entwicklung dieses Krieges nicht absehbar. Im Krisenmanagement stellen wir uns auf verschiedene Szenarien ein und arbeiten daran, alternative Lösungen zu finden. Als Folge dieses Krieges sind die Absatzmärkte in Russland, Belarus und der Ukraine für Schunk und auch für unsere Kunden auf unabsehbare Zeit weggebrochen. Die Schunk Group hatte für 2022 mit einem Umsatz mit Kunden aus diesen Ländern von Mio € 31,0 geplant (Umsatz mit Dritten aller Schunk-Gesellschaften in diesen Ländern). Wir gehen davon aus, dass wir diesen Umsatz verloren haben. Durch die Sanktionen sind die beiden Schunk-Gesellschaften in Russland, die OOO Schunk Carbon Technology, Moskau, und die OOO Weiss Klimatechnik, Moskau, in eine sehr schwierige Lage gelangt, denn Vorlieferungen aus anderen Schunk-Gesellschaften sind derzeit nicht mehr möglich. Die Gesellschaften arbeiten deshalb autark und suchen alternative Lieferquellen. In jedem Falle führt dies zu einer signifikanten Einschränkung der Geschäftstätigkeit. Die weitere Entwicklung ist derzeit ungewiss. 9. Ergebnisverwendungsvorschlag für die Schunk GmbHVorbemerkung: Vom Jahresüberschuss 2021 des Mutterunternehmens Schunk GmbH sind T€ 1.691 für eine Ausschüttung gesperrt. Es stehen T€ 31.175 für eine Ausschüttung zur Verfügung. Der Ergebnisverwendungsvorschlag lautet wie folgt: Die Geschäftsführung des Mutterunternehmens Schunk GmbH schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss der Schunk GmbH des Geschäftsjahrs 2021 i.H.v. T€ 32.866 wie folgt zu verwenden: "Ausschüttung einer Dividende an den Gesellschafter i.H.v. T€ 400 und Einstellung der verbleibenden T€ 32.466 in die Gewinnrücklage."
Heuchelheim, den 31. März 2022 Schunk GmbH gez. Dr. Roth gez. Dr. von Hülsen gez. Manolopoulos Konzernanlagenspiegel 2021
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Schunk GmbH, Heuchelheim Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Schunk GmbH, Heuchelheim, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Schunk GmbH, Heuchelheim, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote). Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerungen hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Konzernabschlussprüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Falls wir auf der Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über die Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild von der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist es, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Gießen, den 31. März 2022 Westprüfung
GmbH & Co. KG
gez. Benecke, Wirtschaftsprüfer gez. Becker, Wirtschaftsprüfer Kapitalflussrechnung des Konzerns
Eigenkapitalspiegel des Konzerns
* Geringfügige Differenzen in der
Summenspalte sind auf Rundungen zurückzuführen.
Aufstellung des Anteilsbesitzes gemäß § 313 HGB- Stand 31.12.2021 -A. Vollkonsolidierte Konzernunternehmen
B. Equitybilanzierte assoziierte Unternehmen
Die Angaben zu Eigenkapital und Ergebnis basieren auf den nach dem jeweiligen Landesrecht aufgestellten Jahresabschlüssen. Die Umrechnung ausländischer Währungen erfolgte zu Stichtagskursen.
Bericht des AufsichtsratesDer Aufsichtsrat der Schunk GmbH hat während des Geschäftsjahres 2021 die Geschäftsführung regelmäßig beratend begleitet und überwacht. Er hat sich durch fortlaufende schriftliche und mündliche Berichterstattung und in drei Sitzungen des Aufsichtsrates sowie in fünf Sitzungen des Koordinierungsausschusses über die Entwicklung und Lage der Gesellschaft sowie über die wesentlichen Geschäftsvorgänge unterrichten lassen. Zu den Schwerpunkten der Beratungen im Aufsichtsrat gehörten die Umsatz- und Ergebnisvorschau sowie der aktuelle Geschäftsverlauf 2021 sowie die Planungen für 2022 und Folgejahre. Das Thema Innovationen wurde dem Aufsichtsrat ausführlich vorgestellt und mit dem Gremium diskutiert. Der Koordinierungsausschuss und der Aufsichtsrat befassten sich darüber hinaus in praktisch jeder Sitzung mit der Corona Pandemie, sowie der parallel dazu verlaufenden Automobil- und Versorgungskrise und deren Auswirkungen auf die Schunk-Gruppe und ihre Mitarbeiter. Die erfreuliche Entwicklung der Akquisitionen der Vorjahre wurde zur Kenntnis genommen und honoriert. Weitere Akquisitionsprojekte wurden intensiv diskutiert. Der Kauf der Pulsar Photonics GmbH, iDA Smart Digital Solution GmbH und der ClimaTech B.V. sowie die Gründung der Schunk Investment GmbH wurden genehmigt. Im Rahmen seiner Sitzung im September hat der Aufsichtsrat die in Wettenberg ansässigen Schunk Gesellschaften besucht und sich vor Ort einen Eindruck von der Entwicklung verschafft. Wie in den Vorjahren wurden über den Koordinierungsausschuss hinaus keine weiteren Ausschüsse gebildet; ein Teil der Mitglieder dieses Ausschusses stellt den Personalausschuss dar. Kein Mitglied des Aufsichtsrats hat an weniger als der Hälfte der Sitzungen des Aufsichtsrats teilgenommen. Der Jahresabschluss sowie der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021 der Schunk GmbH sowie der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht sind von der zum Abschlussprüfer bestellten Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Westprüfung GmbH & Co. KG, Gießen, geprüft worden. Gegenüber dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates hat die Westprüfung GmbH & Co. KG, Gießen, ihre Unabhängigkeit gemäß den Vorgaben des Corporate Governance Kodexes erklärt. Der Aufsichtsrat hat den Einzelabschluss und den Konzernabschluss zum 31.12.2021 und den Lagebericht sowie den Konzernlagebericht geprüft. Er erhebt keine Einwände und schließt sich dem Ergebnis der Prüfung durch die Westprüfung GmbH & Co. KG, Gießen, an, die über das Ergebnis der Prüfung berichteten, und jeweils uneingeschränkte Bestätigungsvermerke erteilt hat. Der Aufsichtsrat billigt den von der Geschäftsführung aufgestellten Jahresabschluss und den Lagebericht sowie den Konzernabschluss und Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021. Er hat den Gewinnverwendungsvorschlag der Geschäftsführung geprüft und schließt sich diesem Vorschlag an.
Heuchelheim, den 27. April 2022 Der Aufsichtsrat |
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