ClientEarth gGmbH
Selbe AdresseÖffentliche Verwaltung des Umwelt- und Naturschutzes
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Karl Joseph Bygrave seit 12.7.2016 | Geschäftsführer |
Paul Clifford Wheatley seit 12.7.2016 | Geschäftsführer |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Lush GmbH
BerlinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2021 bis zum 30.06.2022Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021/22I. Grundlagen des Unternehmens 1. Gesellschaftsrechtliche Struktur Die Lush GmbH (im Folgenden auch „LUSH“ oder „Gesellschaft“ genannt) hat ihren Geschäftssitz in Berlin. Sämtliche Anteile der Gesellschaft werden von der Lush Limited, Poole, Großbritannien, (im Folgenden auch „Konzernmutter“) gehalten. Das Geschäftsjahr der Gesellschaft beginnt am 1. Juli und endet am 30. Juni des folgenden Kalenderjahres. 2. Geschäftsmodell Die Gesellschaft ist auf den Handel von Kosmetikprodukten der Marke Lush spezialisiert, der im Berichtsjahr über 35 (Vj. 37) deutsche Einzelhandelsstandorte und unverändert zwei Shops in der Betriebsstätte Prag sowie über Onlinehandel in Deutschland und Tschechien erfolgte. Durch das Multi-Channel-Konzept sollen alle Umsatzpotenziale erreicht werden. Die Produktpalette beinhaltet im Wesentlichen Gesichts-, Haar- und Körperpflege, Bade- und Duschmittel, Parfüms sowie dekorative Kosmetik. Die Umsatzerlöse werden mit 87,6 % (Vj. 88,0 %) zum größten Teil in Deutschland erzielt. Der Auslandsanteil entfällt mit 12,4 % (Vj. 12,0 %) vom Gesamtumsatz auf Tschechien. Die Lush-Gruppe betreibt knapp 890 Shops in 50 Ländern weltweit. Forschung und Produktentwicklung, Einkauf und Marketing sowie Finanzierung der einzelnen Gesellschaften werden zentral durch die Konzernmutter vorgenommen. Der Einkauf der Produkte erfolgt konzernintern für den deutschen und tschechischen Absatzmarkt über die Schwestergesellschaft LUSH Manufacturing GmbH, Düsseldorf. 3. Unternehmenssteuerung Die Gesellschaft verfügt über ein sehr zeitnahes und umfangreiches Controlling-Instrumentarium und internes Berichtswesen und kann so etwaige Fehlentwicklungen erkennen und rechtzeitig Gegenmaßnahmen einleiten. Neben Benchmarks innerhalb Deutschlands für kleine, mittlere und große Shops und der Langzeit-Entwicklung hinsichtlich Conversion, Average Spend und Produktivität stellen auch weltweite Benchmarks innerhalb der 50 LUSH-Länder und über die ca. 890 Shops die Steuerung des deutschen Unternehmens sicher. Die Umsatzerlöse gelten aufgrund der reinen Vertriebstätigkeit der Gesellschaft als bedeutsamster finanzieller Leistungsindikator. Zusätzlich werden als finanzielle Leistungsindikatoren das Jahresergebnis vor Steuern sowie der Saldo der Verbindlichkeiten aus Gesellschafterdarlehen verwendet. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Im Vergleich zum Krisenjahr 2020, in dem die Produktion im Zuge der Corona-Pandemie teilweise massiv eingeschränkt worden war, hat sich die Wirtschaftsleistung im Jahr 2021 in fast allen Wirtschaftsbereichen erhöht. 2021 liegt das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt nach Berechnungen des statistischen Bundesamtes um 2,9 % höher als im Vorjahr.1 Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2021 noch um 2,0 %niedriger.2 Im Jahr 2022 konnte das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt trotz anhaltender, wenn auch nachlassender Einschränkungen durch die Corona-Pandemie und den Folgen des Angriffskriegs Russlands auf die Ukraine mit Energiepreiserhöhungen, Material- und Lieferengpässen und daraus resultierenden steigenden Preisen um 1,9 % im Vergleich zum Vorjahr gesteigert werden.3 Hierdurch konnte das BIP im Vergleich zum Jahr 2019 um 0,7 % übertroffen werden. 1 DESTATIS Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 25. Februar 2022 2 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2022/01/PD22_020_811.html 3 DESTATIS Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 13. Januar 2023. Branchensituation Laut IKW4 Jahresbericht 2021/2022 ging der Umsatz von Schönheits- und Haushaltspflegeprodukten im Jahr 2021 um 3,0 % auf 18,7 Milliarden Eurozurück.5 Im Jahr 2022 konnte der Umsatz dagegen um 7,9 % auf 30,1 Milliarden Euro und somit einen neuen Höchststand gesteigert werden.6 Diese Entwicklung spiegelte sich ebenfalls bei der ausschließlichen Betrachtung der Schönheitsprodukte wider. Im Jahr 2021 gingen die Umsätze der Schönheitsprodukte im Ganzen um 3,1 % auf 13,6 Milliarden Euro zurück. Rückgänge hatten dabei unter anderem die Bereiche dekorative Kosmetik (-7,2 %), Damendüfte (-5,6 %) und Haarpflegemittel (-2,4 %) zu verzeichnen, während die Bereiche Mund- und Zahnpflege (+1,6 %), Bade- und Duschzusätze (+2,0 %) und Fußpflegemittel (+2,7 %) höhere Umsätze erzielen konnten.7 Im Jahr 2022 stiegen die Umsätze der Schönheitspflegemittel um 5,4 % auf 14,3 Milliarden Euro an. Besonders gesteigert werden konnte der Umsatz für Produkte der Kategorien Düfte (+33,8 %), dekorative Kosmetikprodukte (+16,0 %) und Deos (+8,2 %).8 Die wirtschaftliche Entwicklung sei laut IKW im Jahr 2021 noch auf die Auswirkungen der Corona-Pandemie zurückzuführen gewesen. Dazu sei der Rückgang der Umsätze teilweise mit privaten Vorräten der Vorjahre zu erklären. Besonders gefragt waren Produkte, die das Leben in der Krise angenehmer machen würden. Insgesamt wurde die Situation durch das IKW für das Jahr 2021 als stabil eingeschätzt. So sei der deutsche Absatzmarkt weiterhin der stärkste in Europa und viele Potentiale wie der E-Commerce wären noch gegeben.9 Im Jahr 2022 war die positive Entwicklung vor allem deswegen als Erfolg zu verbuchen, da die Verbraucher*innen unter dem Eindruck der hohen Energiepreise und der Inflation standen. Trotzdem waren die steigenden Energie- und Rohstoffpreise für die Unternehmen der Branche eine enorme Belastung.10 4 Industrieverband Körperpflege und Waschmittel 5 https://www.ikw.org/presse/export-deutscher-kosmetika-zieht-trotz-der-pandemie-an, S. 9. 6 https://www.ikw.org/fileadmin/IKW_Dateien/IKW_Bilder/Services/IKW-Jahresbericht_2022_2023.pdf, S. 9. 7 https://www.ikw.org/presse/export-deutscher-kosmetika-zieht-trotz-der-pandemie-an, S. 10. 8 https://www.ikw.org/fileadmin/IKW_Dateien/IKW_Bilder/Services/IKW-Jahresbericht_2022_2023.pdf, S. 10. 9 https://www.ikw.org/presse/export-deutscher-kosmetika-zieht-trotz-der-pandemie-an, S. 11. 10 https://www.ikw.org/fileadmin/IKW_Dateien/IKW_Bilder/Services/IKW-Jahresbericht_2022_2023.pdf, S. 11. 2. Geschäftsverlauf Das Geschäftsjahr 2021/2022 begann für den deutschen Markt positiv, da die Schließungen des vorangegangenen Lockdowns, der im Dezember 2020 begann, weggefallen waren und die Shops weitestgehend normal, wenn auch mit Masken- und Kapazitätsbeschränkungen öffnen konnten. Im Herbst 2021 stiegen die Corona-Infektionen wieder an, was ab November 2021 zu erneuten Einschränkungen für den Einzelhandel führte. So mussten an vielen Stellen Nachweise über den Impfstatus nachgewiesen werden. Zwar musste LUSH in ihren Geschäften keine Maßnahmen ergreifen, trotzdem gingen auf Grund der Einschränkungen die Besucherzahlen in unseren Geschäften zurück. Der Rückgang der Besucherzahlen wurde im ersten und zweiten Quartal 2022 durch den Ausbruch des Ukraine-Kriegs und der stark ansteigenden Inflation verstärkt. Die Besucherzahl konnte um 82,1 % im Vergleich zum Vorjahr gesteigert werden, lag aber noch um 61 % unter der Besucherzahl 2019. Der Umsatz konnte im Jahr 2021/2022 trotz der schwierigen Umstände um 14,4 % gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden, lag dabei aber trotzdem 34 % unter dem Umsatz des Vorkrisenjahres 2019. Während im letzten Geschäftsjahr 2020/2021 die Online-Umsätze durch die Schließungen im Einzelhandel profitiert haben, nahmen diese im Jahr 2021/2022 auf Grund der Öffnungen der Läden um 41,6 % ab. Die Entwicklung im Online-Handel folgte hierbei dem deutschen Markt und die Umsätze nahmen im Vergleich zum Vorjahr um 41 % ab. Der Vergleich der Konversionsrate zum Vorjahr ist durch die Schließungen des Vorjahres nur bedingt aussagekräftig. Insgesamt lag diese im Geschäftsjahr 2021/2022 bei 35,4 % und damit 6,4 %-Punkte unter dem Vorjahreswert. Im Geschäftsjahr 2021/2022 hat LUSH zwei Standorte in Deutschland geschlossen. Die Betriebsstätte in Tschechien konnte ihre Umsätze durch die geringeren Einschränkungen im Zuge der Corona-Pandemie im Geschäftsjahr 2021/2022 um 49,6 % im Vergleich zum Vorjahr steigern. Dies ist dabei auf die höhere Anzahl der Besucher zurückzuführen, die um 81 % gesteigert werden konnten. Die Konversionsrate lag bei 40,4 % und damit 8,1 %-Punkte unter dem Vorjahr, wobei auch dieser Vergleich nur bedingt interpretierbar ist. LUSH eröffnete im November 2019 den Flagship-Store am Standort München in der Kaufinger Straße. Damit einher gingen umfangreiche Investitionen für den Ausbau des Objektes sowie hohe, dauerhafte Miet- und Personalkostenbelastungen. Nach der aktuellen Planung ist in den kommenden Jahren nur mit Verlusten zu rechnen. Dem hohen Risiko der Unrentabilität des Projekts wurde im Geschäftsjahr 2018/2019 bereits durch die Bildung einer Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften in Höhe von TEUR 14.500 Rechnung getragen. Zum 30. Juni 2022 wurde eine Neubewertung vorgenommen; demnach besteht die Rückstellung nach Berücksichtigung von Inanspruchnahmen und teilweisen Auflösungen noch in Höhe von TEUR 10.332 (Vj. TEUR 13.980). 3. Lage der Gesellschaft a) Ertragslage Im Geschäftsjahr 2021/2022 wurden Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 27.243 (Vj. TEUR 23.818) erzielt. Demzufolge haben sich die Umsatzerlöse um 14,4 % erhöht, was auf höhere Besucherzahlen einerseits, gegenläufig aber auch durch die Schließung von Shops bedingt ist. Allerdings blieben die Umsatzerlöse um insgesamt 27,7 % hinter dem Planumsatz von TEUR 37.661 zurück. Gründe für die Verfehlung des Planumsatzes sind in erster Linie der Absatzeinbruch durch die Corona-Krise. Es wird ansonsten auch auf die obigen Ausführungen zum Geschäftsverlauf verwiesen. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 7.592 angestiegen und belaufen sich auf TEUR 8.102 (Vj. TEUR 510). Im Geschäftsjahr 2021/2022 hat sich die Konzernmutter erstmalig dazu entschieden im Rahmen der Transfer Pricing Politik das negative EBIT der Gesellschaft durch die Muttergesellschaft auszugleichen. Der Ausgleich betrug im Geschäftsjahr 2021/2022 TEUR 5.144. Zusätzlich sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen im Wesentlichen Erträge aus der Anpassung der Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften an die aktuelle Marktentwicklung in Höhe von TEUR 2.066 enthalten. Das Rohergebnis (GuV-Posten Nr. 1 bis Nr. 3) ist von TEUR 18.042 auf TEUR 27.913 um 54,7 % im Wesentlichen aufgrund der unter den sonstigen betrieblichen Erträgen beschriebenen Effekte angestiegen. Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand zu Umsatzerlösen) hat sich im Vergleich zum Vorjahr von 26,4 % auf 27,3 % erhöht, was im Wesentlichen auf einen leicht veränderten Produktmix zurückzuführen ist. Die Personalaufwendungen haben sich im Geschäftsjahr 2021/2022 auf TEUR 10.087 (Vj. TEUR 8.061) erhöht, was auf die geringeren Corona bedingten Schließungen der Shops zurückzuführen ist. Im Jahresdurchschnitt waren 434 (Vj. 451) Mitarbeiter beschäftigt. Davon waren 135 in Vollzeit (Vj. 156), 221 in Teilzeit (Vj. 207) und 73 Aushilfen (Vj. 88) sowie 5 Auszubildende (Vj. 0) beschäftigt. Die Abschreibungen haben sich um TEUR 151 auf TEUR 1.772 verringert. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind mit TEUR 12.183 um 9,1 % niedriger als im Vorjahr (TEUR 13.396). Im Vorjahr waren insbesondere noch Anpassungen der Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften an die aktuelle Marktentwicklung in Höhe von TEUR 1.447 enthalten. Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind auf TEUR 322 (Vj. TEUR 1.755) gesunken und enthalten Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 114 (Vj. TEUR 1.628). Das Ergebnis vor Steuern beträgt TEUR 3.548 (Vj. TEUR -7.092). Die Verbesserung ist im Wesentlichen auf den Ausgleich des negativen EBIT im Rahmen der neuen Transfer Pricing Politik (+TEUR 5.144) und mit TEUR 2.066 auf den Ertrag aus der Anpassung der Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften an die aktuelle Marktentwicklung (i. Vj. TEUR 1.447) zurückzuführen ist. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten Nachzahlungen für Vorjahre von TEUR 123 (Vj. TEUR 259). Der Jahresüberschuss beträgt TEUR 3.425 (Vj. Jahresfehlbetrag von TEUR 7.351) und hat sich demnach im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbessert. Der Jahresüberschuss resultiert im Wesentlichen aus den Erträgen aus der Transfer Pricing Anpassung in Höhe von TEUR 5.144 (Vj. TEUR 0), den Erträgen aus der Anpassung der Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften in Höhe von TEUR 2.066 (Vj. Aufwendungen in Höhe von TEUR -1.447).), geringeren Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen (TEUR 114, Vj. TEUR 1.628) sowie geringeren negativen Auswirkungen aus der Corona-Pandemie. Ohne den Ausgleich des negativen EBIT hätte sich ein Jahresfehlbetrag von TEUR 1.719 ergeben. b) Finanzlage Die Gesellschaft finanziert ihr operatives Geschäft ausschließlich aus Eigenmitteln und durch konzerninterne Darlehen der Mutter Lush Limited. Wie jedes Jahr ist die Höhe dieser Kredite entscheidend davon abhängig, wie sich das Quartal rund um das Weihnachtsgeschäft entwickelt. Bei freiem Cash können Kredite jederzeit getilgt werden. Aufgrund der Auswirkungen der Covid-Pandemie auf den Umsatz sowie den Verlusten des Flagship Stores in München ist die Gesellschaft auf Darlehen der Muttergesellschaft angewiesen. Zum 30. Juni 2022 bestanden Verbindlichkeiten aus Gesellschafterdarlehen (nach Berücksichtigung der Transfer Pricing Anpassung) in Höhe von TEUR 12.930 (Vj. TEUR 11.992). Diese Darlehen sind nicht besichert und haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Es besteht eine Rangrücktrittsvereinbarung. Der Zinssatz beläuft sich auf EURIBOR zzgl. einer Marge. Die liquiden Mittel betragen zum Stichtag TEUR 2.017 (Vj. TEUR 1.656). Von den flüssigen Mitteln sind wie im Vorjahr TEUR 442 zur Sicherung von Kautionen verpfändet. Die Gesellschaft nutzt keine derivativen Finanzinstrumente. Das Working Capital beträgt zum 30. Juni 2022 TEUR -13.551 (Vj. TEUR -16.431). Das negative Working Capital resultiert im Wesentlichen aus den Gesellschafterdarlehen. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus den Mietvereinbarungen der Filialen betragen insgesamt TEUR 32.107, davon sind TEUR 6.763 innerhalb eines Jahres fällig. Die Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2021/22 aufgrund der Darlehen der Muttergesellschaft stets in der Lage, ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Zu den bestandsgefährdenden Finanzierungsrisiken verweisen wir auf den Abschnitt VI. „Risikobericht“ dieses Lageberichts. c) Vermögenslage Die Bilanzsumme sank im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 31.464 auf TEUR 27.787. Das Gesamtvermögen verringerte sich um TEUR 252 auf TEUR 8.011. Das Anlagevermögen beträgt TEUR 3.749 (Vj. TEUR 5.014) und hat sich im Vergleich zum Vorjahr durch planmäßige Abschreibungen, insbesondere des Flagship Stores in München, verringert. Den Investitionen in das Anlagevermögen im Geschäftsjahr von TEUR 573 stehen planmäßige Abschreibungen von TEUR 1.772 gegenüber. Die Verluste aus Anlagenabgängen beliefen sich in der Berichtsperiode auf TEUR 2 (Vj. TEUR 1). Die Warenlagerbestände sind gegenüber dem Vorjahr angestiegen und betragen TEUR 1.059 (Vj. TEUR 672). Der Anstieg ist mit den vermehrten Shop-Öffnungen zu begründen. Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert TEUR 50. Der Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2020/21 wurde gemäß Gesellschafterbeschluss in Höhe von TEUR 7.351 auf neue Rechnung vorgetragen. Unter Einbeziehung des Jahresüberschusses 2021/22 in Höhe von TEUR 3.425 ergibt sich ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag von TEUR 19.776 (Vj. TEUR 23.202). Die sonstigen Rückstellungen haben sich von TEUR 15.625 im Vorjahr auf TEUR 12.071 verringert. Der Rückgang betrifft im Wesentlichen die Veränderung der Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften um TEUR 3.648 aufgrund von Anpassungen an die aktuelle Marktentwicklung sowie der Inanspruchnahme der Rückstellung. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich stichtagsbedingt und aufgrund der geringeren Investitionen von TEUR 1.453 auf TEUR 310 verringert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen belaufen sich auf TEUR 14.060 nach TEUR 12.842 im Vorjahr. Die Erhöhung ist vor allem durch die Aufnahme von Darlehen von der Muttergesellschaft begründet. Die kurzfristigen Darlehen bei der Lush Ltd. betragen nach der Verrechnung mit der Gutschrift aus dem Transfer Pricing zum Abschlussstichtag TEUR 12.930 (Vj. TEUR 11.992). d) Gesamtaussage zur Lage Der Umsatz und das Ergebnis vor Steuern des Geschäftsjahres lagen aufgrund der oben genannten Gründe stark hinter den Planzahlen zurück. Das Working Capital ist weiterhin deutlich negativ. Die Ertragslage konnte im Vergleich zum Vorjahr durch den teilweisen Wegfall von Corona-Beschränkungen sowie die Transferpreis-Anpassung deutlich verbessert werden. Zur Finanzierung war die Gesellschaft weiterhin auf die Unterstützung der Muttergesellschaft angewiesen. Insgesamt wird die Lage der Gesellschaft als nicht zufriedenstellend eingeschätzt. III. Prognosebericht Infolge der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie und des Ukraine-Kriegs, einhergehend mit erschwerten Rohstoffbeschaffungen und einer stark angestiegenen Inflation bestanden eine erhöhte Marktunsicherheit sowie erhebliche Einschränkungen für Privatpersonen und Unternehmen gleichermaßen. In den Geschäftsjahren nach dem Berichtsjahr 2021/2022 ergaben sich konjunkturelle Eintrübungen. Die folgenden Ausführungen sind vorbehaltlich der Abschlussprüfung für die Geschäftsjahre 2022/2023 sowie 2023/2024. Zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichtes steht fest, dass die deutsche Konsumwirtschaft stärker betroffen ist als nach der Finanzkrise 2009, sodass auch die Umsatzerlöse für das Geschäftsjahr 2022/2023 mit TEUR 27.803 deutlich unter dem Vorkrisenniveau des Geschäftsjahres 2018/2019 geblieben sind. Der stationäre Handel der Gesellschaft in Deutschland war dabei weiterhin betroffen. Die Umsatzerlöse 2022/23 konnten um TEUR 295 (+1,6 %) auf TEUR 18.810 im Vergleich zum Geschäftsjahr 2021/22 gesteigert werden, wobei sie damit immer noch um TEUR 10.217 (35,2 %) geringer als in dem Geschäftsjahr 2018/19 vor Corona lagen. Die tschechische Betriebsstätte konnte den Gesamtumsatz im Vergleich zum Geschäftsjahr 2021/22 um TEUR 959 (+28,5 %) auf TEUR 4.327 steigern. Im Bereich E-Commerce ist der Onlinehandel in Deutschland auf Grund der weiteren und nahezu kompletten Aufhebung der Corona-Maßnahmen im Geschäftsjahr 2022/23 um TEUR 695 auf TEUR 4.665 (-13,0 %) im Vergleich zum Geschäftsjahr 2021/22 erwartungsgemäß gesunken. Die Konzernmutter hat im Rahmen ihrer Transfer Pricing-Politik (Verrechnungspreise) das negative EBIT der Lush GmbH ausgeglichen. Das Ergebnis vor Steuern für das Geschäftsjahr 2022/2023 beträgt nach der Verrechnung TEUR -234. Die Gutschrift für das Geschäftsjahr 2022/23 (TEUR 7.816) wurde mit den Verbindlichkeiten aus Gesellschafterdarlehen verrechnet, die nach Verrechnung zum 30. Juni 2023 TEUR 13.273 betragen. Für das Geschäftsjahr 2023/2024 wurden Umsätze in Höhe von TEUR 22.149 und ein Ergebnis vor Steuern und vor der Gutschrift aus dem Transfer Pricing in Höhe von TEUR -8.394 erzielt. Das Gesellschafterdarlehen zum 30. Juni 2024 beträgt vor Verrechnung TEUR 18.480. Erneut hat sich die Konzernmutter im Rahmen ihrer Transfer Pricing Politik entschieden das negative EBIT der Lush GmbH zu decken. Die Gutschrift für das Geschäftsjahr 2023/2024 beträgt TEUR 8.068. Das Ergebnis vor Steuern für das Geschäftsjahr 2023/2024 beläuft sich auf TEUR 326. Für das Geschäftsjahr 2023/2024 wurde der Liquiditätsbedarf in Höhe von TEUR 5.418 mit weiteren Gesellschafterdarlehen gedeckt. Die Gutschrift für das Geschäftsjahr 2023/24 (TEUR 8.068) wurde mit den Verbindlichkeiten aus Gesellschafterdarlehen (TEUR 18.480) verrechnet, die nach Verrechnung zum 30. Juni 2023 TEUR 10.412 betragen. Für das Geschäftsjahr 2024/2025 ergab sich ein weiterer Liquiditätsbedarf in Höhe von TEUR 6.317, der ebenfalls ausschließlich durch Gesellschafterdarlehen gedeckt wurde. Für das Geschäftsjahr 2024/2025 gehen wir von leicht steigenden Umsätzen im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023/2004 aus. Auch das Ergebnis vor Steuern und vor der Gutschrift aus dem Transfer Pricing wird leicht besser als im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023/2024, aber weiterhin deutlich negativ erwartet. Die Gutschrift für das Geschäftsjahr 2024/2025 wird voraussichtlich leicht geringer als im Geschäftsjahr 2023/2024 ausfallen. Auch für die Folgejahre ist mit Verlusten und weiterem Liquiditätsbedarf zu rechnen. IV. Risikobericht Im Rahmen unserer Geschäftstätigkeit sind wir einer Reihe von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit unserer Geschäftstätigkeit verbunden sind. Aus diesem Grund haben wir interne Systeme implementiert, um Risiken zu identifizieren und zu steuern. Der folgende Risikobericht befasst sich mit den wesentlichen Risiken, denen die Gesellschaft im Prognosezeitraum ausgesetzt ist und deckt einen Zeitraum von mindestens einem Jahr nach dem Tag der Aufstellung dieses Berichts ab. Die Risiken werden im Folgenden in der Reihenfolge ihrer Bedeutung dargestellt, beginnend mit dem bedeutsamsten Risiko. Die Darstellung der Risiken erfolgt dabei brutto, d.h. vor Berücksichtigung von Risikobegrenzungsmaßnahmen. Risiken betreffen dabei mögliche künftige Entwicklungen und/oder Ereignisse, die zu einer negativen Abweichung von Prognosen bzw. Zielen führen können. Liquiditätsrisiko Für die Geschäftsjahre 2022/2023 sowie 2023/2024 ergaben sich jeweils negative Cashflows aus operativer Geschäftstätigkeit und die daraus resultierenden Liquiditätsbedarfe wurden durch weitere Gesellschafterdarlehen gedeckt. Der Finanzmittelbestand betrug zum Bilanzstichtag am 30.6.2024 TEUR 463 und beträgt zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Berichts TEUR 480. Die Gesellschaft rechnet ausweislich ihrer Liquiditätsplanung auch für den Prognosezeitraum (bis Mitte 2026) mit einer Liquiditätslücke. Diese ist im Wesentlichen auf die weiterhin negative Geschäftsentwicklung zurückzuführen. Die Gesellschaft ist somit einem Liquiditätsrisiko ausgesetzt, d. h. dem Risiko, dass die Gesellschaft zahlungsunfähig wird. Die Geschäftsführung der Gesellschaft als auch die Konzernmutter unterziehen die Liquiditätslage der Gesellschaft einer laufenden Beobachtung. Die Cash-Flow-Planung erfolgt rollierend für bis zu drei Jahre im Voraus und wird im Konzern verabschiedet. Zusätzlich werden detaillierte Cash-Flow-Berechnungen monatlich erstellt und für bis zu 18 Monate aktualisiert. Wöchentlich wird der Cash-Flow für die nächsten 12 Wochen operativ gesteuert, sodass finanzielle Engpässe sofort und rechtzeitig in allen Zeiträumen erkannt werden können. Demnach ergibt sich für die Gesellschaft innerhalb des Prognosezeitraums (d. h. ein Jahr ab dem Zeitpunkt der Aufstellung dieses Berichts) eine Liquiditätsunterdeckung in Höhe eines mittleren einstelligen Millionenbetrags. Da die Gesellschaft aufgrund ihrer wirtschaftlichen Situation nicht selbst in der Lage ist, sich durch Bankdarlehen zu finanzieren, ist sie auf den Willen und die Fähigkeit der Konzernmutter zur Aufrechterhaltung der Finanzierung angewiesen, d.h. bei Bedarf weitere finanzielle Unterstützung in Form von Zuführungen zum Eigen- oder Fremdkapital zu leisten. Die Muttergesellschaft hat mit Datum vom 30. Juni 2025 eine bis zum 31. Dezember 2026 befristete und in der Höhe unbegrenzte Patronatserklärung zugunsten der Lush GmbH abgegeben. Demnach übernimmt die Lush Limited die Verpflichtung, der Gesellschaft finanzielle Unterstützung bereitzustellen. Mit Vereinbarung vom 13. Oktober 2013 ist zudem ein Rangrücktritt gemäß § 39 (2) InsO für die an die Gesellschaft gewährten Darlehen erklärt worden, um die insolvenzrechtliche Überschuldung der Gesellschaft zu vermeiden. Wir gehen davon aus, dass der Gesellschafter der Lush GmbH bei Bedarf die notwendigen finanziellen Mittel zur Verfügung stellen wird. In diesem Zusammenhang ist auch die finanzielle Situation der Lush Limited zu berücksichtigen. Sollte die Lush Limited selbst finanzielle Schwierigkeiten erfahren, wäre eine finanzielle Unterstützung für die Gesellschaft ggf. nicht mehr möglich und der Fortbestand der Gesellschaft damit gefährdet. Die Eintrittswahrscheinlichkeit für dieses Risiko wird zum Zeitpunkt der Berichterstattung aufgrund einer auf Konzernebene erfolgten Going-Concern-Einschätzung als niedrig eingestuft. Diese Ereignisse und Gegebenheiten zeigen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko darstellt. Das Risiko der Zahlungsunfähigkeit stuft die Gesellschaft unter Verweis auf die erhaltene Patronatserklärung somit insgesamt als niedrig ein. Wettbewerbsrisiko Der Wettbewerbsdruck durch nationale und internationale Wettbewerber auf dem Markt für von der Natur inspirierte Kosmetik bleibt weiterhin hoch, was entsprechenden Preis- und Innovationsdruck zur Folge hat. Durch das Wachstum direkter Konkurrenten intensiviert sich auch der Wettbewerb um die besten Standorte. Durch kontinuierliche Wettbewerbsbeobachtung und eine fokussierte Strategie soll das Risiko eines relevanten Marktanteilsverlusts reduziert werden. Insgesamt wird das Risiko durch Wettbewerber mit negativen Auswirkungen auf unseren Umsatz und das Jahresergebnis vor Steuern weiterhin als hoch angesehen. Konjunkturelles Risiko Seit dem Einmarsch von russischen Streitkräften in die Ukraine im Februar 2022 besteht Krieg zwischen beiden Ländern. Durch die Auswirkungen des Ukraine-Krieges kam es zu Verzögerungen in der Lieferkette bzw. zu einem Preisanstieg bei Rohstoffen. Das Wirtschaftswachstum hat sich seitdem deutlich abgeschwächt und die Inflation ist gestiegen. Eine hohe Inflationsrate in Verbindung mit hohen Rohstoffpreisen stellt ein Risiko für die Beschaffung der Produkte dar. Zudem können ein höheres Preisniveau sowie eine schwächere Konjunktur zu einem Nachfragerückgang bei den Konsumenten führen. Sollte ein Nachfragerückgang höher ausfallen als in unserer Planung angenommen, könnte dies entsprechend negative Auswirkungen auf die Umsatzentwicklung, das Jahresergebnis vor Steuern und somit auch auf die Liquidität auswirken. Die Gesellschaft begegnet diesem Risiko durch eine diversifizierte Vertriebsausrichtung mit einem ausgewogenen Mix aus lokalen Einzelhandelsstandorten und digitalen Absatzkanälen. Zudem wird das Sortiment regelmäßig überprüft. Eine enge Kundenbeziehung soll die Kaufbereitschaft auch in konjunkturell schwächeren Phasen stärken. Die Gesellschaft beobachtet laufend die gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen, um bei Bedarf frühzeitig steuernd eingreifen zu können. Wir schätzen dieses Risikos derzeit insgesamt als mittel bis hoch ein. Risiken im Zusammenhang mit stationären Einzelhandelsshops Die Entwicklung der Inflationsrate hat einen direkten Einfluss auf die Mietbelastungen der Gesellschaft, da die Mietverträge zu großen Teilen Indexierungsklauseln enthalten. LUSH ist bemüht das Risiko durch Nachverhandlungen der Mietverträge so gering wie möglich zu halten. Wir schätzen das Risiko als gering ein. Langfristige Mietverträge geben uns eingeschränkten Spielraum, auf Veränderungen in den Städten reagieren zu können. Hier möchte LUSH durch eine fundierte Standortanalyse das Risiko so gering wie möglich halten. V. Chancenbericht Wir stellen die Chancen in absteigender Reihenfolge nach ihrer Bedeutung für das Unternehmen dar, beginnend mit der wesentlichsten Chance. Chancen betreffen dabei mögliche künftige Entwicklungen und/oder Ereignisse, die zu einer positiven Abweichung von Prognosen bzw. Zielen führen können. Die Entwicklung der LUSH GmbH ist vor dem Hintergrund von gesamtwirtschaftlichen Faktoren, wie der Fokussierung auf Communities und Lifestyle, als chancenreich zu betrachten. Dadurch besteht die Möglichkeit, höhere Umsätze in Zukunft zu erzielen. Wesentliche Einflussfaktoren können weiterhin eine erhöhte und stärkere Fokussierung der Kunden auf Naturkosmetik und Bio-Qualität sein. Weitere Fair-Trade und ein erhöhter Anteil an konservierungsmittelfreien Sortimenten werden angestrebt. Lush ist Vorreiter im Bereich der Abfallvermeidung in der Kosmetikbranche. 40 % des Sortiments werden in fester Form produziert und unverpackt angeboten. Weiterhin wird in Deutschland der Lush Master Plan vorangetrieben, der folgende wesentlichen Ziele beinhaltet:
Eine weitere wesentliche Chance für die Gewinnung neuer Kund*innen ist die Stärkung der Brandawareness. Hierfür wird zukünftig einerseits auf Kollaborationen und Lizenzvereinbarungen mit bekannten Brands gesetzt. Andererseits soll die Eröffnung der europaweit zweitgrößten Lush-Filiale in München im November 2019 zu einer anhaltend erhöhten deutschlandweiten Brandawareness führen. Die neue Filiale bietet auf zwei Etagen eine nachhaltige Vielfalt an Kosmetik und erweitert das Angebot erstmals mit saisonalen Blumen von lokalen Zulieferern, einem Angebot an veganem Kuchen und fair gehandelten Kaffee, einer der größten Parfüm-Bibliotheken in Deutschland, und einer flexiblen Gemeinschaftsfläche, die unter anderem Aktivisten*innen aus den Bereichen Menschenrechte, Umweltschutz und Tierrechte als kostenlose Plattform angeboten wird, um ihre Projekte vorzustellen. Im neuen Geschäftsjahr bleibt eine unserer Kernaufgaben, die Prozesse und Systeme kontinuierlich zu optimieren. In früheren Geschäftsjahren konnte erfolgreich die deutschlandweite Umstellung zum hausinternen Kassensystem „LUSH Pay“ durchgeführt werden, was zu einer rein digitalen und TSE-zertifizierten Verarbeitung der Retail-Umsätze führt. Die Optimierung von weiteren Prozessen und Systemen stellt eine weitere Chance für die LUSH GmbH dar, den Verwaltungsaufwand in den Ladengeschäften zu minimieren.
Berlin, 4. Juli 2025 Die Geschäftsführung Karl Joseph Bygrave Paul Clifford Wheatley Bilanz zum 30. Juni 2022Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Juli 2021 bis 30. Juni 2022
Anhang für das Geschäftsjahr 2021/2022A. Allgemeine Angaben Die Lush GmbH hat ihren Geschäftssitz in Berlin und ist im Handelsregister beim Amtsgericht Charlottenburg mit folgender Nummer eingetragen: HRB 178289 B. Der Jahresabschluss wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG)aufgestellt. Die Lush GmbH ist zum Bilanzstichtag eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Die Gesellschaft nimmt die größenabhängigen Erleichterungen des 288 Abs. 2 HGB in Anspruch. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Das Geschäftsjahr beginnt am 1. Juli und endet am 30. Juni des folgenden Kalenderjahres. Betragsangaben im Anhang erfolgen, soweit nichts anderes vermerkt, in tausend Euro (TEUR). B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Gesellschaft weist zum Bilanzstichtag einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag aus. Die Lush GmbH hat von ihrer 100%igen Gesellschafterin, der Lush Limited, Poole (Großbritannien), mit Datum vom 30. Juni 2025 eine bis zum 31. Dezember 2026 befristete und betraglich unbegrenzte Patronatserklärung zur notwendigen finanziellen Unterstützung erhalten. Bezüglich der Aufstellung des Jahresabschlusses nach den Grundsätzen der Fortführung der Unternehmenstätigkeit i. S. d. § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB und den Ereignissen und Gegebenheiten, die zeigen, dass wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann, wird auf die Ausführungen im Lagebericht in Abschnitt IV. „Risikoberichterstattung“ (Unterabschnitt „Liquiditätsrisiko“) verwiesen. Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgeblich: Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sowie das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Geleistete Anzahlungen sind zum Nennbetrag angesetzt. Bei der Ermittlung der Nutzungsdauer für Mietereinbauten wird die Laufzeit des jeweiligen Mietvertrags berücksichtigt. Die Nutzungsdauern sind wie folgt:
Außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert werden vorgenommen, wenn eine dauerhafte Wertminderung vorliegt. Zuschreibungen werden vorgenommen, wenn die Gründe für eine außerplanmäßige Abschreibung entfallen sind. Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. Es wird verlustfrei bewertet, d. h. soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, werden entsprechende Abwertungen vorgenommen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Der Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Zeitpunkt darstellen. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Die Rückstellungen berücksichtigen alle zum Bilanzstichtag erkennbaren Risiken, ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind zum nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, soweit für ihren Eintritt hinreichend objektive Hinweise vorliegen. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Erfolgswirksame Anpassungen von Rückstellungen aus Änderungen des Abzinsungszinssatzes oder Zinseffekte aus einer geänderten Schätzung der Restlaufzeit werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag ausgewiesen. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden mit dem Kurs an dem Tag des Geschäftsvorfalls erstmalig bewertet. Am Bilanzstichtag werden Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Zahlungsmittel in fremder Währung gem. § 256a Satz 1 HGB mit dem Devisenkassamittelkurs und unter der Beachtung des Anschaffungskosten- und Imparitätsprinzips bewertet. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger erfolgt eine erfolgswirksame Erfassung der Währungsdifferenzen gem. § 256a Satz 2 HGB. Als latente Steuern werden erwartete Steuerbe- und Steuerentlastungen in der Bilanz angesetzt, die sich aus Unterschieden zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich umkehren, sowie aus steuerlichen Verlustvorträgen ergeben. Steuerliche Verlustvorträge werden dabei insoweit berücksichtigt, als innerhalb der nächsten fünf Jahre mit einer Verlustverrechnung zu rechnen ist. Die sich ergebenden Beträge werden nicht abgezinst. Sich ergebende aktive und passive latente Steuern werden miteinander saldiert. Im Falle eines Aktivüberhangs von latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht. Kurzarbeitergeld wird aus Sicht der Gesellschaft als durchlaufender Posten dargestellt. Bei der Erstattung der Beträge zur Sozialversicherung handelt es sich um eine rückzahlbare Zuwendung der öffentlichen Hand, die als Kürzung des Personalaufwands in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen wird. C. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel, der als Anlage zum Anhang beigefügt ist, dargestellt. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:
Die Forderungen gegen die Gesellschafterin betragen TEUR 32 (i. Vj. TEUR 17). Alle Forderungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Mietkautionen enthalten, die in Höhe von TEUR 358 (i. Vj. TEUR 288) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr aufweisen. 3. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten Von den Guthaben bei Kreditinstituten sind TEUR 442 (i. Vj. TEUR 442) zur Sicherung von Kautionen verpfändet. 4. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
*) Restlaufzeit von mehr als einem Jahr Die Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften steht im Zusammenhang mit langfristigen Mietverpflichtungen. Die Bewertung erfolgte basiert auf einer Vergleichsrechnung zwischen den über die Vertragslaufzeit vertraglich geschuldeten zukünftigen Mietzahlungen und den aus dem Mietobjekt erwarteten wirtschaftlichen Vorteilen. Die Schätzung berücksichtigt die voraussichtliche Vertragslaufzeit, mögliche Kündigungsrechte, marktübliche Mietpreise sowie realistische Verwertungsoptionen. Die Rückstellung für Rückbauverpflichtungen wurde auf Basis der vertraglichen Verpflichtung zur Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands am Ende der Nutzungsdauer gebildet. Die Höhe der Rückstellung wurde unter Zugrundelegung einer bestmöglichen Schätzung der zu erwartenden Kosten für den Rückbau und die Entsorgung der eingebrachten Einrichtungen sowie ggf. erforderlicher Wiederherstellungsmaßnahmen ermittelt. Dabei wurden aktuelle Marktpreise für Bau- und Entsorgungsleistungen, Erfahrungswerte aus vergleichbaren Rückbauprojekten sowie Annahmen zur Preisentwicklung berücksichtigt. 5. Verbindlichkeiten Die Zusammensetzung und die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten stellt der folgende Verbindlichkeitenspiegel dar:
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:
*) Rangrücktrittsvereinbarung Die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin betragen TEUR 13.002 (i. Vj. TEUR 12.006). 6. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen im Sinne von § 285 Nr. 3a HGB stellen sich wie folgt dar:
D. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung 1. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind enthalten:
*) außergewöhnliche Erträge 2. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungsumrechnungen in Höhe von TEUR 70 (i. Vj. TEUR 94) enthalten. E. Sonstige Angaben 1. Mitarbeiter Die nach § 285 Nr. 7 HGB ermittelte durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter betrug:
Darüber hinaus wurden 5 Auszubildende (i. Vj. 0) beschäftigt. Von den insgesamt im Jahresdurchschnitt Beschäftigten waren 76 Mitarbeiter (i. Vj. 72) in der Zentrale und 358 Mitarbeiter (i. Vj. 373) in den Verkaufsfilialen tätig. Der Effekt aus Kurzarbeitergeld betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr TEUR 0 (i. Vj. TEUR 971). 2. Organe Geschäftsführer sind:
Die beiden Geschäftsführer erhalten keine Bezüge von der Gesellschaft, da sie nicht bei der Gesellschaft angestellt sind. 3. Konzernzugehörigkeit Die Lush GmbH wird in den Konzernabschluss der Lush Limited, Poole (Großbritannien), einbezogen, die den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Obergesellschaft erhältlich. 4. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Nach Ablauf des Berichtsjahres wurden weitere Gesellschafterdarlehen ausgereicht sowie teilweise zurückgeführt, so dass sich deren Höhe zum Zeitpunkt dieses Berichts auf insgesamt TEUR 18.638 beläuft. Die Konzernmutter hat sich im Rahmen ihrer Transfer Pricing-Politik (Verrechnungspreise) entschieden, das negative EBIT der Lush GmbH zu decken. Die Gutschrift für das Geschäftsjahr 2022/2023 betrug TEUR 7.817 und für das Geschäftsjahr 2023/2024 TEUR 7.966.
Berlin, den 4.7.2025 Die Geschäftsführung Karl Joseph Bygrave Paul Clifford Wheatley Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2021/2022
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Lush GmbH, Berlin Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Lush GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2021 bis zum 30. Juni 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Lush GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2021 bis zum 30. Juni 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf die Angaben in Abschnitt „Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden“ im Anhang sowie die Angaben in Abschnitt IV. „Risikobericht“ des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass die Gesellschaft ausweislich ihrer Liquiditätsplanung auch für den Prognosezeitraum bis Mitte 2026 mit einer Liquiditätslücke rechnet. Die Gesellschaft ist somit einem Liquiditätsrisiko ausgesetzt, d. h. dem Risiko, dass die Gesellschaft zahlungsunfähig wird. Da die Gesellschaft aufgrund ihrer wirtschaftlichen Situation nicht selbst in der Lage ist, sich durch Bankdarlehen zu finanzieren, ist sie auf den Willen und die Fähigkeit der Konzernmutter, der Lush Ltd., Poole, Großbritannien, zur Aufrechterhaltung der Finanzierung angewiesen. Zu diesem Zweck hat die Muttergesellschaft mit Datum vom 30. Juni 2025 eine bis zum 31. Dezember 2026 befristete und in der Höhe unbegrenzte Patronatserklärung zugunsten der Lush GmbH abgegeben. Wie in Abschnitt B. „Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden“ im Anhang und im Abschnitt IV. „Risikobericht“ des Lageberichts dargelegt, zeigen diese Ereignisse und Gegebenheiten, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, den 7. Juli 2025 KPMG AG Dr. Kronner, Wirtschaftsprüfer Klein, Wirtschaftsprüfer Feststellung des JahresabschlussesDer Jahresabschluss der LUSH GmbH wurde am 7. Juli 2025 festgestellt. |
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