Avi Medical Operations GmbH

Ridlerstraße 37, 80339 München, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 262630
Vorher
Avi Medical Operations UG (haftungsbeschränkt)
Eingetragen
22.1.2021
Branche
Großhandel mit medizinischen und orthopädischen Artikeln, Dental- und LaborbedarfErbringung von Dienstleistungen der diagnostischen BildgebungHerstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen Geräten
Gegenstand
die Entwicklung und der Vertrieb medizinischer Software- und Hardwareprodukte sowie der Betrieb von Medizinischen Versorgungszentren (MVZ's) und Krankenhäusern.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Julian Kochan
seit 21.10.2021
Geschäftsführer
Ilie Vlad Lata
seit 22.1.2021
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Avi Medical GmbH
Germany
25.000 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Avi Medical Operations GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht 2023

Avi Medical Operations GmbH, München

Grundlagen des Unternehmens

Die Avi Medical Operations GmbH (Avi Medical) entwickelt die digitale Infrastruktur mit eigener medizinischer Kompetenz und Leistungserbringung um diesen Versorgungsbedarf zu decken. Ärzte und medizinische Fachkräfte werden durch Software unterstützt aktive Patientenmanager zu sein und Patienten erhalten die tägliche Betreuung, die sie benötigen - modern, digital, smartphone basiert. Dafür entwickeln wir die technologischen Grundlagen und Infrastruktur, die es aus Sicht der Geschäftsführung bisher in Deutschland noch nicht gibt. Unsere Gruppe mit Sitz in München betreibt über 15 Hausarztpraxen in vier Städten in Deutschland mit 50 angestellten ÄrztInnen und 73 angestellten medizinischen Fachangestellten (MFAs). Zum Ende des Jahres 2023 wurden über 96.000 Patienten behandelt. Über das Jahr hinweg fanden 222.000 verschiedene hausärztliche Behandlungen statt. Das zum Juli 2023 gestartete präventive Hausarztprogramm umfasst 12.000 Patienten. Dadurch hat sich die Anzahl der Patienten in der Praxen im Vergleich zum Vorjahr wesentlich erhöht. Die Hausarztpraxen werden in Mietflächen durch uns umgebaut und eingerichtet und mit unser eigen entwickelten Praxissoftware ausgestattet. Im Jahr 2024 werden weitere 6 Praxen fertiggestellt. Hiervon werden 3 in 2024 eröffnen und weitere 3 zu Beginn 2025.

Die Nachfrage nach hausärztlicher Versorgung ist mit steigender Tendenz unverändert hoch. Unser Geschäftsmodell ist es, allen versicherten Patienten kurzfristig Termine zur hausärztlichen Versorgung in unseren Praxen anzubieten. Durch unser Angebot einer eigenen Praxis- und Patientensoftware schaffen wir es industrieübliche Standards, wie Patientenaufnahmestopps, zu vermeiden und ein hohes Volumen an Patientenbehandlungen mit einer hohen Patientenzufriedenheit von >70 (NPS) zu gewährleisten, bei gleichzeitig überdurchschnittlich langen Termindauern.

Wirtschaftsbericht

Rahmenbedingungen

Das Gesundheitssystem in Deutschland ist in Form von Ressourcen und Ausgaben an den Grenzen des Möglichen angelangt. Fachkräftemangel auf der einen Seite und Kassendefizite, Finanzierungsknappheit und Beitragserhöhungen auf der anderen Seite belegen das. Der Anteil der Gesundheitsausgaben am Bruttoinlandsprodukt ist von 6,3% in 1970 auf 13% in 2021 gestiegen und wird in den kommenden Jahren kontinuierlich um mindestens 2% pro Jahr zunehmen1. Ein wesentlich treibender Faktor sind chronische Erkrankungen, die gesteigerte medizinische Inanspruchnahme erfordern und Kosten verursachen. Dies betrifft allen voran Übergewicht, Diabetes und Herzkreislauferkrankungen, wie Bluthochdruck und Herzinsuffizienz. 50% der erwachsenen Bevölkerung haben eine oder mehrere chronische Erkrankungen2. 86% aller Todesursachen gehen auf chronische Erkrankungen zurück3. Patienten mit chronischen Erkrankungen benötigen eine enge Betreuung, mitunter täglich, um Gewicht, Ernährung, Bewegung, Medikamenteneinnahme und Vitalwerte zu messen und zu steuern. Diese Verantwortung ist Leistungserbringern, insbesondere Hausärzten übertragen, jedoch im aktuellen, ressourcenbegrenzten System immer schwieriger abbildbar. Bereits heute fehlen 4.000 Hausärzte, 2035 werden es 11.000 sein. Dies entspricht 20% aller Stellen4. Daraus ergibt sich eine immer größer werdende Lücke an Versorgungsmöglichkeiten. Dieser begegnen wir mit der Kombination aus einer digitalen Versorgungsinfrastruktur und eigenen Hausarztpraxen.

Wirtschaftliche Lage des Unternehmens

Geschäftsverlauf und Ertragslage

Es besteht eine ertragsteuerliche Organschaft zwischen allen MVZ GmbH Gesellschaften, der BlausteinKlinik GmbH und der Avi Medical Operations GmbH. Hierzu wurden Ergebnisabführungsverträge zwischen den entsprechenden Gesellschaften geschlossen. Unsere wesentliche Erfolgskennzahlen der Avi Medical Operations GmbH, die den Geschäftsverlauf in 2023 darstellen, sind in folgender Tabelle zusammengefasst (in €m):• Personalkosten: €7,08m (Vorjahr: €5,3m)

• Werbe- und Reisekosten: €1,0m (Vorjahr: €1,8m)

• Raumkosten: €0,7m (Vorjahr: €0,2m)

• Operatives Ergebnis: -€8,43m (Vorjahr: -€7,58m)

• Zinsergebnis: -€0,56m (Vorjahr: -€0,50m)

• Jahresfehlbetrag: -€15,3m (Vorjahr: -€13,2m)

Die Umsätze der Organschaft sind um 44 % auf €10,5m gestiegen, getrieben durch eine steigende Anzahl an medizinischen Behandlungen und einer damit verbundenen gestiegenen Anzahl an medizinischen Personal. Letzteres spiegelt sich in den gestiegenen Personalkosten wider. Durch viele Neueinstellungen zum Ende des Jahres 2023, belasten die Personalkosten bereits vollständig die Finanzlage, während die zusätzlichen Umsätze des zusätzlichen Personals noch nicht das durchschnittliche Niveau erreicht haben, da dieser einem üblichen Hochlauf mit steigender Auslastung folgt.

Die Personalkosten der Avi Medical Operations GmbH belaufen sich auf €7,08m (Vorjahr: €5,29m). Davon entfallen €6,11m (Vorjahr: €4,51m) auf Löhne und Gehälter, die sich überwiegend aus Gehältern für die Bereiche Software- und Produktentwicklung (€2,39m; Vorjahr: €1,92m), HR (€1,04m; Vorjahr: €0,46m), Finanzen & Legal (€0,52m; Vorjahr: €0,35m) und Operations (€0,45m; Vorjahr: €0,91m) zusammensetzen. Die gesetzlichen Sozialaufwendungen belaufen sich im Jahr 2023 auf €0,9m (Vorjahr: €0,71m).

Die Sachkostenquote hat sich von 13% auf 11% durch verbesserte Einkaufspreise verringert.

Die Zinsen für die Fremdkapitalfinanzierung belaufen sich auf €0,27m (Vorjahr: €0,40m). Es wurden Zinsen an verbundene Unternehmen für Gesellschafterdarlehen in Höhe von €0,53m (Vorjahr: €0,22m) gezahlt und in Höhe von €0,20m (Vorjahr: €0,13m) von verbundenen Unternehmen eingenommen.

Der Jahresfehlbetrag in Höhe von €15,25m (Vorjahr: €13,17m) ist trotz eines starken Wachstums vergleichbar zum Vorjahr. Insgesamt beurteilen wir die Entwicklung positiv.

Vermögenslage

Die Vermögenslage stellt sich zum 31.12.2023 wie folgt dar.

Das Anlagevermögen beträgt €14,49m und damit 29 % der Bilanzsumme (Vorjahr: 29 %). Davon entfallen €7,74m auf immaterielle Vermögensgegenstände (Vorjahr: €4,51m), die fast ausschließlich auf selbst entwickelte Softwareprodukte entfallen. Die Sachanlagen belaufen sich auf €0,52m (Vorjahr: €0,23m) und sind hauptsächlich auf unsere Büroeinrichtung und sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung zurückzuführen. In unseren finanziellen Vermögensgegenständen in Höhe von €6,24m (Vorjahr: €6,24m) sind ausschließlich Anteile an der BlausteinKlinik enthalten.

Das Umlaufvermögen in Höhe von €11,37m (Vorjahr: €18,23m) besteht zu €9,55m (Vorjahr: €11,79m) aus Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen. Diese ergeben sich überwiegend aus Kontokorrentverträgen zwischen der Avi Medical Operations GmbH und den MVZ GmbH Gesellschaften und dienen der Finanzierung der MVZ GmbHs während des voranschreitenden Aufbaus.

Sonstige Vermögensgegenstände, bestehend hauptsächlich aus Kautionen und Umsatzsteuervorauszahlungen, haben sich im Vergleich zum Vorjahr von €0,98m auf €1,56m. Ursächlich hierfür waren im Wesentlichen gestiegene Forderungen aus Umsatzsteuervorauszahlungen.

88% der Bilanzsumme entfallen auf Verbindlichkeiten gegenüber der Muttergesellschaft, Avi Medical GmbH und haben sich im Vergleich zum Vorjahr um €10,12m auf €43,38m erhöht. Zwischen beiden Gesellschaften besteht eine Kreditlinie, die zur Finanzierung der Avi Medical Operations GmbH sowie der Weitergabe an andere operative Einheiten dient und einen wesentlichen Teil der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausmacht. Daneben ist hier eine Verlustübernahmeverpflichtung aus der Organschaft in Höhe von €4,09m (Vorjahr: €5,08m) enthalten.

Passive Rechnungsabgrenzungsposten haben sich von €3,7 Tsd. auf €0,31m durch eine Mietminderungsvorauszahlung für unsere Räumlichkeiten erhöht.

Passive latente Steuern sind hauptsächlich für selbst geschaffene Software gebildet worden.

Finanzlage

Unsere Verbindlichkeiten bestehen ausschließlich in Euro, sodass Währungsrisiken nicht bestehen. Wir nehmen keine derivativen Finanzinstrumente in Anspruch. Unsere Venture Debt Bonds belaufen sich auf €1,71m (Vorjahr: €3,01m).

Die Kapitalflussrechnung zeigt, dass das operative Geschäft noch nicht profitabel ist. Dies ist auf die hohen Kosten in der digitalen Infrastruktur zurückzuführen, die sich noch im Aufbau befindet und noch nicht das vorhandene Umsatzpotential realisieren konnte. Gleichzeitig wurden in 2023 über 40 Ärzte und ÄrztInnen in den MVZs eingestellt, die einem natürlichen Hochlauf in der Auslastung folgen und anfänglich zu erhöhten Kosten führen, langfristig jedoch einen Deckungsbeitrag leisten.

Im Jahr 2023 wurden keine weiteren Eigen- oder Fremdmittel aufgenommen.

Die wesentlichen Kennzahlen der Kapitalflussrechnung ergeben sich wie folgt:

Der Cash-Flow aus operativer Tätigkeit hat sich aufgrund der Veränderung der Forderungen gegen die MVZ GmbH Gesellschaften von €19,15m in 2022 auf €10,01m reduziert.

Der Cash-Flow aus Investitionen hat sich von €2,83m auf €3,52m erhöht aufgrund gestiegener Investitionen in Eigenentwicklung von Software. Der wesentliche Kostentreiber hierfür sind Gehälter für ein vergrößertes Team der Softwareentwickler.

Der Cash-Flow aus Finanzierung hat sich von €26,6m in 2022 auf €8,39m reduziert, da in 2023 weniger Kredite aus der Kreditlinie gegenüber der Muttergesellschaft in Anspruch genommen wurden, als im Vorjahr.

Die liquiden Mittel nahmen um €5,19m ab und belaufen sich in 2023 auf €0,26m. Mit einer steigenden Profitabilität im Kerngeschäft und einer ausreichenden Kapitaldecke der Muttergesellschaft sehen wir die Zahlungsfähigkeit unserer Gruppe auch zukünftig als gesichert an.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Die für Avi Medical Operations GmbH wichtigen finanziellen und operativen Kennzahlen stellen sich wie folgt dar:

• Umsatz der Organschaft

• Personalkosten

• Operatives Ergebnis

• Zinsergebnis

• Jahresfehlbetrag

Risiko- und Chancenbericht

Risiken

Unser Risikomanagement erfasst das wirtschaftliche und medizinische Controlling und regelmäßige Berichtserstattung, mit dem Ziel, die dauerhafte Zahlungsfähigkeit, sowie die dauerhaft medizinisch korrekte Versorgung gegenüber Patienten sicherzustellen.

Aufgrund der Versorgungsknappheit im Markt, besteht aktuell nur ein geringes Risiko einer zu geringen Auslastung unserer Ärzte und Ärztinnen.

Vor dem Hintergrund der Ressourcenknappheit, können sich in der Zukunft auch für uns Schwierigkeiten in der Anstellung weiterer Ärzte und Ärztinnen ergeben. Dies hätte ein langsameres Wachstum zur Folge, trotz einer steigenden Nachfrage nach medizinischen Leistungen. Dieses Risiko betrachten wir als gering, da wir selbst zum Aufbau von 100 Praxen in der Zukunft nur 350 Ärzte und ÄrztInnen benötigen und es trotz der geringer werdenden Anzahl an Hausärzten auch 2035 noch über 30.000 Hausärzte deutschlandweit geben wird. Hinzu kommt, dass sich Ärzte und ÄrztInnen in der Vergangenheit, aufgrund unseres Angebots der digitalen Infrastruktur, bewusst für eine Anstellung in unserer Gruppe entschieden haben. Wir gehen davon aus, dass wir diesen Wettbewerbsvorteil in der Anstellung auch in der Zukunft beibehalten können.

Preisänderungsrisiken bestehen nur im Rahmen von Materialkosten, die sich auf 7% des Umsatzes belaufen und sollten im Normalfall durch steigende Vergütung der ambulanten Versorgung im EBM Katalog ausgeglichen werden.

Bei unseren Fremdmitteln handelt es sich überwiegend um langfristige Darlehen mit einer Laufzeit bis zu 8 weiteren Jahren. Lediglich ein geringer Teil der Darlehen läuft in etwas mehr als einem Jahr aus. Ein Zinsänderungsrisiko besteht nur für einen kleinen Teil der Darlehen und betrifft nur den Basiszinssatz, nicht jedoch die Zinsmargen.

Bestandsgefährdende Risiken

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2023 einen Jahresfehlbetrag von €15,25m ausgewiesen. Aufgrund der aufgelaufenen Verluste wurde das Eigenkapital der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 aufgebraucht und es entstand ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag in Höhe von €23,18m (Vorjahr: € 7,93m). Der Finanzmittelfonds hat sich im Geschäftsjahr 2023 von €5,45m auf € 0,26m vermindert. Auf Basis der Unternehmensplanung, die eine detaillierte Ergebnis- und Liquiditätsplanung bis zum 31. Dezember 2026 umfasst, wird davon ausgegangen, dass die angestrebten Umsatzziele und EBITDA-Margen erreicht werden sowie Finanzkraft mit überwiegender Wahrscheinlichkeit im Betrachtungszeitraum gewährleistet ist. Der Avi Medical Konzern wurde im Jahr 2020 gegründet und befindet sich in der Anlauf- bzw. Wachstumsphase, deren Planunsicherheit immanent ist. Ein Zurückbleiben der Gruppe hinter der Ergebnis- und Liquiditätsplanung kann zu einem bestandgefährdenden Risiko für die Gesellschaft und für die Gruppe werden und stellt für die Fortführung der Unternehmenstätigkeit eine erhebliche Unsicherheit dar, sofern diese eintritt.

Darüber hinaus ist die Gruppe auf zusätzliche Finanzierung angewiesen, um die Wachstumsziele erreichen zu können. Die Liquiditätssituation der Gesellschaft und des Avi Medical Konzerns wird laufend überwacht und ist ein Fokusthema. Gemäß der aktuellen Liquiditätsplanung sind ab dem Jahre 2024 Investitionen in Höhe von €6,60m sowie planmäßige Tilgungen der Finanzverbindlichkeiten in Höhe von €1,73m vorgesehen, denen Zahlungsmittelzuflusse aus den Kapitalbeschaffungsmaßnahmen in Höhe €7,94m gegenüberstehen.

Die Gesellschaft hätte nach Einschätzung der Geschäftsleitung in beiden Fällen jedoch auch die Möglichkeit über zusätzliche, noch zu vereinbarende Liquiditätsmaßnahmen der Shareholder der Muttergesellschaft Avi Medical GmbH, München, entsprechend entgegenzuwirken.

Chancen

Durch eine weiterhin steigenden Ressourcenknappheit und steigenden Gesundheitskosten, sehen wir auch in der Zukunft viele Chancen für einen stetig steigenden Bedarf an medizinischer Versorgung. Daraus ergibt sich für uns die Chance für eine stetig wachsende Anzahl an Patienten und Arztpraxen.

Weitere Chancen werden wir durch eine Erweiterung unseres Serviceangebots rund um digitale Gesundheitslösungen ebenso wahrnehmen wie auch die Möglichkeit, unsere digitale Infrastruktur in Form eines Franchise-Modells anderen Leistungserbringern in der hausärztlichen Versorgung zur Verfügung zu stellen. Wir planen, dass digitale Gesundheitslösungen einen großen Beitrag zur verbesserten Versorgung beitragen werden und sehen die Chance hierzu in Direktverträge mit Krankenkassen einzusteigen, die auf einer gesundheitsergebnisbasierten Vergütung basieren.

Prognosebericht

Die Geschäftstätigkeit von Avi Medical entwickelt sich positiv. Der Jahresfehlbetrag der Avi Medical Operations GmbH liegt auf dem Niveau des Vorjahres. Um in der Zukunft eine Profitabilität in der Gruppe zu erreichen, muss dieser vollständig durch das Ergebnis aus den Avi Medical MVZ GmbHs und der BlausteinKlinik ausgeglichen werden. Um das zu erreichen ist ein weiteres Wachstum der bestehenden Praxen notwendig, sowie der Aufbau weiterer Praxen in den bestehenden Städten.

Zum Wachstum der bestehenden Praxen sind die Behandlungsvolumina pro Arzt, die medizinische Abrechnung sowie die Patientenzufriedenheit, die die Auslastung in den Praxen signifikant beeinflusst, von großer Bedeutung. In allen genannten Bereichen konnten wir uns über 2023 hinweg verbessern und blicken zuversichtlich auf eine positive Entwicklung dieser Kennzahlen in 2024. Ein wichtiger Treiber der Behandlungsvolumina ist die akute Unterversorgung und die immer stärker werdende Notwendigkeit einer digitalen Versorgung.

Ein zusätzlicher Treiber ist die Erschließung neuer digitaler Geschäftsfelder. Hierbei liegt der Fokus auf digitale Gesundheitspläne, die zu nachgewiesenen Einsparungen für Krankenkassen führen und einen bis zu 10x höheren Umsatz pro Patient garantieren. Wir werden in diesem Bereich in 2024 aktiv werden, Direktverträge mit Krankenkassen abschließen und so ein zusätzliches profitables Geschäftsfeld aufbauen.

Für ein kapitaleffizientes Wachstum planen wir unsere Fremdkapitalposition im Verlauf des kommenden Jahres zu erhöhen und dieses für den weiteren Aufbau von Praxen zu nutzen. Gleichzeitig prüfen wir Optionen zur Aufnahme von weiteren Eigenkapital, um unsere EK-Quote zu verbessern und das weitere Wachstum der Gruppe sicherzustellen.

Für das Geschäftsjahr 2024 gehen wir von einer deutlichen Steigerung der Umsatzerlöse der Gruppe und der deutlichen Verbesserung des operativen Ergebnisses der Avi Medical Operations GmbH gegenüber 2023 aus.

 

München, 07. November 2024

Avi Medical Operations GmbH

Julian Kochan

Vlad Lata

1 Quelle GBE Bund ; Quelle NCBI ; Quelle OECD

2 Quelle RKI

3 Quelle Statista ; Weltgesundheitsorganisation - Regionalbüro für Europa, 2011

4 Quelle Robert Bosch Stiftung

Bilanz

Aktiva

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31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 14.494.879,49 10.980.512,45
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 7.736.030,15 4.510.665,79
1. In der Entwicklung befindliche immaterielle Vermögensgegenstände 7.507.948,15 4.255.122,79
2. Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 228.082,00 255.543,00
II. Sachanlagen 522.411,00 233.408,32
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 522.411,00 195.194,00
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 38.214,32
III. Finanzanlagen 6.236.438,34 6.236.438,34
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 6.236.438,34 6.236.438,34
B. Umlaufvermögen 11.369.853,57 18.231.019,21
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 11.110.641,65 12.777.159,33
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 9.550.353,65 11.793.868,71
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 9.336.252,84
2. sonstige Vermögensgegenstände 1.560.288,00 983.290,62
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 870.555,83 870.495,30
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 259.211,92 5.453.859,88
C. Rechnungsabgrenzungsposten 121.237,51 170.851,32
davon Disagio 14.242,14 26.449,54
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 23.225.793,96 7.925.559,61
Aktiva 49.211.764,53 37.307.942,59

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 0,00 0,00
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 6.641.438,34 6.641.438,34
III. Verlustvortrag 14.591.997,95 1.420.109,64
IV. Jahresfehlbetrag 15.300.234,35 13.171.888,31
V. nicht gedeckter Fehlbetrag 23.225.793,96 7.925.559,61
B. Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen 356.120,00 356.120,00
C. Rückstellungen 152.900,00 141.822,45
D. Verbindlichkeiten 46.239.812,48 36.806.265,33
1. Anleihen 1.713.253,88 3.017.257,92
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.454.901,89 1.304.004,04
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 258.351,99 1.713.253,88
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 43.432.543,74 33.260.254,82
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 4.166.266,56 33.260.254,82
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 39.266.277,18
3. sonstige Verbindlichkeiten 1.094.014,86 528.752,59
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.094.014,86 528.752,59
E. Rechnungsabgrenzungsposten 310.757,14 3.734,81
F. Passive latente Steuern 2.152.174,91
Passiva 49.211.764,53 37.307.942,59

Gewinn- und Verlustrechnung

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1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 2.838.056,74 2.069.261,88
2. Personalaufwand 7.083.759,32 5.290.843,86
a) Löhne und Gehälter 6.105.414,25 4.513.572,69
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 978.345,07 777.271,17
davon für Altersversorgung 692,37 66,75
3. Abschreibungen 248.432,41 169.251,50
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 248.432,41 169.251,50
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.939.939,67 4.195.701,85
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 758,45
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 242.864,90 129.664,31
davon aus verbundenen Unternehmen 202.596,26 129.664,31
6. Aufwendungen aus Verlustübernahmen (Mutter) 4.138.669,88 5.082.365,36
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 807.558,97 632.651,93
davon an verbundene Unternehmen 527.897,18 220.304,49
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2.162.795,74
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 2.152.174,91
9. Ergebnis nach Steuern -15.300.234,35 -13.171.888,31
10. Jahresfehlbetrag 15.300.234,35 13.171.888,31

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Avi Medical Operations GmbH, München

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

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Firmenname laut Registergericht: Avi Medical Operations GmbH
Firmensitz laut Registergericht: München
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: München
Register-Nr.: HRB 262630

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Herstellungskosten bewertet und aktiviert. Die Herstellungskosten beinhalten notwendige Kosten für den Einsatz eigener materiellen und personellen Ressourcen sowie angemessene Teile der Gemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten bewertet.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände von 3 bis 10 Jahre linear vorgenommen. Sollte eine dauernde Wertminderung am Bilanzstichtag vorliegen, wird das Anlagevermögen mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Beim Wegfall der Gründe für dauernde Wertminderung werden höchstens für immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und für Sachanlagen fortgeführte Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten sowie für Finanzanlagen Anschaffungskosten angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Liquide Mittel wurden zum Nennwert ausgewiesen.

Zum Bilanzstichtag waren Rechnungsabgrenzungsposten, welche in künftigen Geschäftsjahren als Aufwand oder Ertrag aufzulösen sind, ausgewiesen.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag bilanziert.

Der Sonderposten für Investitionszuschüsse und Zulagen enthält eine Forschungszulage gem. FZulG und wird planmäßig entsprechend der Nutzungsdauer der geförderten Vermögensgegenstände des Anlagevermögens aufgelöst.

Die sonstigen Rückstellungen werden für alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags gebildet.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Passive latente Steuern entstehen durch die Aktivierung der selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände in der Handelsbilanz, welche in der Steuerbilanz im Berichtsjahr voll als Ertrag erfasst werden. Sie werden mit einem Steuersatz von 30% berechnet.

Angaben zur Vermittlung eines besseren Einblicks in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Gemäß dem Ergebnisabführungsvertrag vom 02. Dezember 2022 zwischen der Gesellschaft und der BlausteinKLINIK GmbH, mit Sitz in Blaustein, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Ulm unter HRB 2627, ist die Gesellschaft als Organträgerin zum Bilanzstichtag zur Übernahme des Jahresfehlbetrags in Höhe von EUR 4.138.669,88 verpflichtet.

Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Im Jahr 2023 wurden insgesamt 3.252,8 TEUR (Vorjahr: 2.510,9 TEUR) in Softwareentwicklung investiert, die als selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände aktiviert wurden.

Angaben zu Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr

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Art der Forderung zum Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
31. Dezember 2023 TEUR kleiner 1 Jahr
TEUR
größer 1 Jahr
TEUR
gegen verbundene Unternehmen 9.550,4 214,1 9.336,3
sonstige Vermögensgegenstände 1.560,2 689,6 870,6
Summe 11.110,6 903,7 10.206,9
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Art der Forderung zum Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
31. Dezember 2022 TEUR kleiner 1 Jahr
TEUR
größer 1 Jahr
TEUR
gegen verbundene Unternehmen 11.793,9 422,7 11.371,2
sonstige Vermögensgegenstände 983,3 112,8 870,5
Summe 12.777,2 535,5 12.241,7

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallen mit 9.336,3 TEUR (Vorjahr: 11.371,2 TEUR) auf Darlehen sowie mit 214,1 TEUR (Vorjahr: 422,7 TEUR) auf sonstigen Forderungen.

Im Berichtsjahr betreffen hiervon 0,00 TEUR (Vorjahr: 365,5 TEUR) sonstige Forderungen gegen Gesellschafter.

Die sonstigen Rückstellungen entfallen u.a. mit 109,0 TEUR (Vorjahr: 119,4 TEUR) auf Personalkosten sowie mit 40,9 TEUR (Vorjahr: 18,8 TEUR) auf Abschluss- und Prüfungskosten.

Angaben zu den Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten

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Art der Verbindlichkeit zum Gesamt davon mit einer Restlaufzeit
31. Dezember 2023 TEUR kleiner 1 J.
TEUR
größer 1 J.
TEUR
davon größer 5 J.
TEUR
Anleihen 1.713,3 1.454,9 258,4 0,0
aus Lieferungen und Leistungen 838,2 838,2 0,0 0,0
gegenüber verbundenen Unternehmen 43.432,5 4.166,2 39.266,3 39.266,3
sonstige Verbindlichkeiten 255,8 182,5 73,3 0,0
Summe 46.239,8 6.641,8 39.598,0 39.266,3
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Art der Verbindlichkeit zum Gesamt davon mit einer Restlaufzeit
31. Dezember 2022 TEUR kleiner 1 J.
TEUR
größer 1 J.
TEUR
davon größer 5 J.
TEUR
Anleihen 3.017,3 1.304,0 1.713,3 0,0
aus Lieferungen und Leistungen 288,9 288,9 0,0 0,0
gegenüber verbundenen Unternehmen 33.260,3 5.095,5 28.164,8 28.164,8
sonstige Verbindlichkeiten 239,9 239,9 0,0 0,0
Summe 36.806,3 6.928,3 29.878,1 28.164,8

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen zu 39.266,3 TEUR (Vorjahr: 28.164,8 TEUR) Darlehen sowie zu 4.115,6 TEUR (Vorjahr: 5.095,5 TEUR) sonstige Verbindlichkeiten.

Davon entfallen 39.266,3 TEUR (Vorjahr: 28.164,8 TEUR) auf Darlehen sowie 27,6 TEUR (Vorjahr: 13,1 TEUR) auf sonstige Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern.

Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen

Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen jährliche sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von EUR 1.418.398,92 (Vorjahr EUR 104.336,40). Sie betreffen die Miete für das Büro in der Brunnenstr. 24, 10119 Berlin mit einer Laufzeit bis 30.06.2027 sowie die Miete für das Büro in der Ridlerstr. 37-39, 80339 München, mit einer Laufzeit bis 31.03.2033

Zur Absicherung von ausgereichten Bankdarlehen an verbundenen Unternehmen wurde eine Patronatserklärung in Höhe von insgesamt EUR 5.000.000,00 abgegeben.

Aufgrund der Finanzlage der verbundenen Unternehmen wird derzeit mit einer Inanspruchnahme nicht gerechnet.

Sonstige Angaben

Latente Steuern

Im Wirtschaftsjahr 2023 wurden erstmals passive latente Steuern in Höhe von 2.152,2 TEUR gebucht. Diese bestehen zu folgenden Teilbeträgen aus Korrekturen von in den Vorjahren nicht bilanzierten passiven latenten Steuern:

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2022: 656,6 TEUR
2021: 519,9 TEUR

Sie entfallen zum Großteil auf selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen abzüglich hierfür gewährter Forschungszulagen.

Ausschüttungsgesperrte Beträge

Der Betrag in Höhe von 5.255,6 TEUR ist nach § 268 Abs. 8 HGB zur Ausschüttung gesperrt.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 69 (Vorjahr: 63).

Die Avi Medical Operations GmbH hält zum Stichtag Anteile an anderen Gesellschaften wie folgt:

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Gesellschaft Anteil am Kapital Eigenkapital
BlausteinKLINIK GmbH, München 100% 1.001.645,15 Euro
BlausteinKOSMETIK und SERVICES GmbH1 100% -142.692,22 Euro
Gefäß- und Hautzentrum medizinisches Versorgungszentrum GmbH1 100% -259.054,02 Euro
Avi Medical MVZ München GmbH, München 1 100% -670.828,06 Euro
Avi Medical MVZ Berlin GmbH, München 1 100% 19.303,44 Euro
Avi Medical MVZ Hamburg GmbH, München 1 100% 3.301,46 Euro
Avi Medical MVZ Stuttgart GmbH, München 1 100% 20.964,06 Euro

1 mittelbare Beteiligung über BlausteinKLINIK GmbH, Ergebnisabführungsverträge mit der BlausteinKLINIK GmbH

Im laufenden Geschäftsjahr waren Geschäftsführer:

- Herr Vlad Lata, Softwareentwickler

- Herr Julian Kochan, Betriebswirt

Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, das Jahresergebnis und den Verlustvortrag auf neue Rechnung vorzutragen.

Bestandsgefährdende Risiken

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2023 einen Jahresfehlbetrag von 15.300,2 TEUR ausgewiesen. Aufgrund der aufgelaufenen Verluste wurde das Eigenkapital der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 aufgebraucht und es entstand ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag in Höhe von 23.225,7 TEUR (Vorjahr: 7.925,6 TEUR). Der Finanzmittelfonds hat sich im Geschäftsjahr 2023 von 5.453,9 TEUR auf 259,2 TEUR vermindert. Auf Basis der Unternehmensplanung, die eine detaillierte Ergebnis- und Liquiditätsplanung bis zum 31. Dezember 2026 umfasst, wird davon ausgegangen, dass die angestrebten Umsatzziele und EBITDA-Margen erreicht werden sowie Finanzkraft mit überwiegender Wahrscheinlichkeit im Betrachtungszeitraum gewährleistet ist. Der Avi Medical Konzern wurde im Jahr 2020 gegründet und befindet sich in der Anlauf- bzw. Wachstumsphase, deren Planunsicherheit immanent ist. Ein Zurückbleiben der Gruppe hinter der Ergebnis- und Liquiditätsplanung kann zu einem bestandgefährdenden Risiko für die Gesellschaft und für die Gruppe werden und stellt für die Fortführung der Unternehmenstätigkeit eine erhebliche Unsicherheit dar, sofern diese eintritt.

Darüber hinaus ist die Gruppe auf zusätzliche Finanzierung angewiesen, um die Wachstumsziele erreichen zu können. Die Liquiditätssituation der Gesellschaft und des Avi Medical Konzerns wird laufend überwacht und ist ein Fokusthema. Gemäß der aktuellen Liquiditätsplanung sind ab dem Jahre 2024 Investitionen in Höhe von 6.601 TEUR sowie planmäßige Tilgungen der Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 1.728 TEUR vorgesehen, denen Zahlungsmittelzuflusse aus den Kapitalbeschaffungsmaßnahmen in Höhe 7.941 TEUR gegenüberstehen.

Die Gesellschaft hätte nach Einschätzung der Geschäftsleitung in beiden Fällen jedoch auch die Möglichkeit über zusätzliche, noch zu vereinbarende Liquiditätsmaßnahmen der Shareholder der Muttergesellschaft Avi Medical GmbH, München, entsprechend entgegenzuwirken.

Nachtragsbericht

Im Geschäftsjahr 2024 wurden durch die Tochterunternehmen neun kassenärztliche Sitze im Rahmen von Asset Purchase Agreement (Kaufpreise insgesamt im unteren sechsstelligen Bereich) erworben, um somit bestehende Praxen mit ausreichend Zulassungen auszustatten, zwei neue Praxen in München und Hamburg in H2 2024 zu eröffnen und die Eröffnung von drei weiteren in H1 2025 vorzubereiten.

Im Geschäftsjahr 2024 wurde durch die Shareholder der Muttergesellschaft Avi Medical GmbH, München, eine Finanzierungszusage in Höhe von 5.000 TEUR erteilt. Ferner hat die Gesellschaft zum 3. Mai 2024 einen Rahmenkreditvertrag über drei Abrufdarlehen in einem Gesamtvolumen von 20.000 TEUR abgeschlossen.

Weitere Ereignisse mit einem wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage sind nicht eingetreten.

 

München, 17. Dezember 2025

Avi Medical Operations GmbH

Julian Kochan

Vlad Lata

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 04.02.2026 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Avi Medical Operations GmbH, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Avi Medical Operations GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Avi Medical Operations GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse § entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und § vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Angaben in Abschnitt „Sonstige Angaben“, Unterabschnitt „Bestandsgefährdende Risiken“ im Anhang sowie die Angaben in Abschnitt „Risiko- und Chancenbericht“, Unterabschnitt „Risiken“ des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter unter anderem ausführen, dass der Fortbestand der Unternehmenstätigkeit von der Einhaltung der Ergebnis- und Liquiditätsplanung sowie der zusätzlichen Finanzierung zum Erreichen der Wachstumsziele abhängig ist. Wie in Abschnitt "Sonstige Angaben", Unterabschnitt „Bestandsgefährdende Risiken“ des Anhangs sowie Abschnitt „Risiko- und Chancenbericht“, Unterabschnitt „Risiken“ des Lageberichts dargelegt, deuten diese Ereignisse und Gegebenheiten auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen.

Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrun128561

gen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus § identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

§ gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

§ beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

§ ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

§ beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

§ beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

§ führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, 6. November 2024

Forvis Mazars GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Ingo Fehlberg, Wirtschaftsprüfer

Alexey Faterin, Wirtschaftsprüfer

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