Consist Software Solutions GmbH

Christianspries 4, 24159 Kiel, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Kiel HRB 3983 KI
Vorher
MaK DATA SYSTEM Kiel GmbH
Eingetragen
7.10.2004
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieBeteiligungsgesellschaftenGroßhandel mit Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und Software
Gegenstand
Erstellung, Vertrieb und Pflege von Hard- und Software-Systemen für die Datenverarbeitung. Die Gesellschaft ist zu allen Geschäften und Maßnahmen berechtigt, die geeignet erscheinen, dem Gegenstand des Unternehmens zu dienen. Sie kann insbesondere andere Unternehmen gleicher oder verwandter Art gründen, erwerben, sich an ihnen beteiligen oder pachten, und sie kann Zweigniederlassungen an anderen Orten errichten. Die Gesellschaft ist berechtigt, Unternehmensverträge abzuschließen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Gesa Krohn
seit 6.7.2023
Prokura
Thomas Bröckers
seit 6.7.2023
Prokura
Jörg Hansen
seit 19.1.2018
Geschäftsführer
Daniel Ries
seit 7.10.2004
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Consist Software Solutions, Inc.USA
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Consist Software Solutions, Inc.
United States
350000
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Consist Software Solutions GmbH

Kiel

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Inhaltsübersicht

Lagebericht und Jahresabschluss

Lagebericht

Bilanz

Gewinn- und Verlustrechnung

Anhang

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Deloitte bezieht sich auf Deloitte Touche Tohmatsu Limited (DTTL), ihr weltweites Netzwerk von Mitgliedsunternehmen und ihre verbundenen Unternehmen (zusammen die "Deloitte-Organisation"). DTTL (auch "Deloitte Global" genannt) und jedes ihrer Mitgliedsunternehmen sowie ihre verbundenen Unternehmen sind rechtlich selbstständige und unabhängige Unternehmen, die sich gegenüber Dritten nicht gegenseitig verpflichten oder binden können. DTTL, jedes DTTL-Mitgliedsunternehmen und verbundene Unternehmen haften nur für ihre eigenen Handlungen und Unterlassungen und nicht für die der anderen. DTTL erbringt selbst keine Leistungen gegenüber Kunden. Weitere Informationen finden Sie unter www.deloitte.com/de/UeberUns.

Lagebericht zum Geschäftsjahr 2023

Profil des Unternehmens

Die Consist Software Solutions GmbH ist Spezialist für Digitale Transformation, IT-Security und Managed Services.

Das ganzheitliche Dienstleistungs- und Lösungsangebot umfasst:

IT-Beratung

Design von IT-Architekturen und IT-Landschaften

Konzeption, Entwicklung und Integration von individuellen IT-Lösungen

Betreuung von Anwendungen und Systemen (Teilaufgaben bis komplettes Outsourcing)

Vertrieb von Software-Produkten

Consist verfügt über 40 Jahre Erfahrung am Markt und ist an den Standorten Kiel und Frankfurt am Main präsent.

Portfolio

Die Geschäftstätigkeit von Consist lässt sich in die folgenden drei Geschäftsbereiche unterteilen:

Digitale Transformation

Consulting für digitale Geschäftsmodelle (Erweiterung bestehender oder Entwurf neuer Modelle)

Software-Engineering für agile Neuentwicklung, Integration, Modernisierung und Cloud

Nutzung modernster Technologien (Data Science, Machine Learning, Big Data Platforms)

IT-Security

Identifikation von Sicherheitslücken (Insider Threats, Cyber-Attacken)

Consulting und Lösungen für die Sicherheitsstrategie

Implementierung von Security-Tools bis hin zur umfassenden Sicherheitsarchitektur (SIEM, SOAR)

Managed Services

Anwendungsbetreuung und -wartung (Bug Fixing, Modifikationen) sowie

Systembetreuung und -betrieb (Routinebetreuung, Release Management, Störungskoordination)

Verantwortungsübernahme mit individuellem Service Level bis zu 24*7

Darstellung des Geschäftsverlaufs

Die Geschäftsentwicklung von Consist Software Solutions GmbH führte im Wirtschaftsjahr 2023 zu einem Umsatzrückgang von 1,0 % auf T€ 28.111 (2022: T€ 28.395). Das Jahresergebnis 2023 beträgt T€ 971 und liegt damit unter dem Vorjahresüberschuss (2022: T€ 1.156).

Umsatzentwicklung

Das Wirtschaftsjahr 2023 hat sich als deutlich herausfordernder erwiesen als erwartet. Der Ablauf eines langjährigen Großprojektes im Bereich des Software Engineerings konnte nicht zeitnah aufgefangen werden. Unser neu aufgesetztes Managed Security Operations Center (SOC) Angebot ist noch nicht ausreichend im Markt platziert. Damit haben wir unser optimistisches Umsatz-Prognoseziel von 31 Mio. € im Vorjahr um knapp 10% verfehlt.

Das Geschäftsfeld IT-Security konnte erfolgreich weiter ausgebaut werden. Der Marktbedarf an Consulting-Leistung ist unvermindert. Wir haben das Produktsegment erfolgreich weiter etablieren können. Unser Managed SOC Angebot befindet sich immer noch im Aufbau und hat sich noch nicht rentabel stabilisiert. Insgesamt konnten wir dennoch das Security-Segment um 54% steigern. Dieses Segment ist damit auch im aktuellen Jahr erneut eines der strategisch wichtigsten Themen mit großem Entwicklungspotential.

Das Geschäftsfeld Managed Services lebt im Wesentlichen vom Bestandskundengeschäft und ist damit unser stabilstes und krisensicherndes Segment ("cash cow"). Es konnten Neukunden gewonnen werden, da die Legacy Technologien unvermindert im Einsatz bleiben, während das dafür benötigte Knowhow am Markt altert und schwindet. Umsatzseitig haben wir hier weitgehende Konstanz, allerdings wurden Ressourcen aus dem Managed Services in die Segmente Security und Digitale Transformation umgewidmet, so dass wir einen nominellen Umsatzrückgang von 6% verzeichnen.

Im Bereich der Digitalen Transformation hat sich unsere Strategie des Vertriebs vollständiger spezialisierter Entwicklungsteams nicht bewährt. Trotz Marktbedarf an Einzelressourcen blieben Teams über längere Zeit unausgelastet, was in diesem Segment zu einem signifikanten Umsatzrückgang führte. Trotz erfolgreichem Lizenzvertrieb konnten wir diese Entwicklung nicht ausgleichen und verzeichnen insgesamt einen Umsatzrückgang von 20%.

Unsere Remote-Work-Philosophie aus der Corona-Zeit haben wir beibehalten. Entsprechend sind wir Vermieter von drei Etagen unseres Haupthauses mit entsprechenden Mieteinnahmen.

Ertragslage

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind mit T€ 168 um T€ 251 geringer als im Vorjahr (2022: T€ 419). Der Rückgang liegt insbesondere an einem realisierten Währungsgewinn im Vorjahr.

Die bezogenen Leistungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 3,5 % gesunken (vorwiegend bestehend aus Lizenzen, Wartungen und dem Einkauf von freiberuflichen Subunternehmern). Aufgrund der strengen Auflagen bzgl. Scheinselbstständigkeit setzen wir weniger Subunternehmer ein, sodass die bezogenen Leistungen um 33,8 % gesunken sind. Im Gegensatz dazu sind die bezogenen Leistungen für Lizenzen und Wartungen um 35,1 % gestiegen.

Durchschnittlich waren 2023 bei Consist Software Solutions GmbH 221 Mitarbeitende (2022: 216 Mitarbeitende) beschäftigt. Die Erhöhung der durchschnittlichen jährlichen Mitarbeiterzahl führte zu einer Erhöhung der Personalkosten um 1,0 %.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind aufgrund der zunehmenden Reisetätigkeit und höheren Kosten für selbst genutzte Mietlizenzen gestiegen und liegen bei T€ 2.860 (2022: T€ 2.740).

Die Umsatzrendite (Jahresüberschuss/Umsatzerlöse) liegt mit 3,5 % hinter dem Vorjahresergebnis (2022: 4,1 %) und aufgrund der ausgebliebenen Umsatzsteigerung auch hinter unserem angestrebten Ergebnis von 7,8 %.

Finanzlage

Die Eigenkapitalquote liegt bei 58,4 % und ist im Vergleich zum Vorjahr um 0,5 %-Punkte gestiegen. Im Jahr 2023 wurde keine Dividende an den Gesellschafter gezahlt.

Die Finanzschulden sind durch geplanten Teilrückzahlungen des Darlehens zur Finanzierung der umfangreichen Modernisierungsmaßnahmen des neuen Firmengebäudes um T€ 226 auf T€ 892 gesunken.

Die liquiden Mittel sind um T€ 730 auf T€ 3.958 gesunken.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist um T€ 1.495 auf T€ 22.495 gestiegen.

Das Sachanlagevermögen verringerte sich im Berichtsjahr auf T€ 8.650 (2022: T€ 8.821). Auch 2023 wurden Investitionen (T€ 123) durchgeführt, die ein geringeres Ausmaß hatten als die Abschreibungen auf bestehendes Anlagevermögen.

Die Vorräte sind im Vergleich zum Vorjahr um T€ 1.013 auf T€ 3.324 gestiegen und beinhalten vor allem für Kundenaufträge eingekaufte Softwarelizenzen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind auf T€ 5.342 (2022: T€ 4.082) gestiegen. Der Anstieg entstammt ebenfalls dem Softwarelizenzgeschäft.

Wie im Vorjahr bestehen Forderungen gegen verbundene Unternehmen aufgrund eines Darlehens in Höhe von T€ 550 (2022: T€ 550) sowie aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 1 (2022: T€ 64).

Das Eigenkapital stieg um T€ 971 auf T€ 13.137 (2022: T€ 12.166).

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind auf T€ 2.951 (2022: T€ 948) stark gestiegen. Ein Grund dafür ist ein großer Lizenzeinkauf.

In den passiven Rechnungsabgrenzungsposten von T€ 1.314 (Vorjahr: T€ 2.390) sind diverse abgegrenzte Einnahmen für in Folgejahren zu erbringenden Leistungen enthalten.

Chancen und Risiken

Die Nachfrage an IT-Dienstleistungen ist unverändert hoch. Unser Portfolio hat sich im Wesentlichen als interessant bewährt, so dass wir es nur mit geringen Anpassungen fortführen.

Wir bauen unser Security-Expertenteam weiter aus, da hier weiterhin die größte Nachfrage am Markt besteht und hohe Preise erzielt werden können. Der Aufbau unseres Angebotes als Managed Security Service Provider ist noch nicht abgeschlossen, so dass in diesem Bereich die Erfolge des letzten Jahres noch nicht ausgeweitet werden konnten. Unser erfolgreiches Bestandsgeschäft in den Managed Services bauen wir weiterhin aus.

Im Bereich Software Engineering konnten wir unsere vertrieblichen Erwartungen nicht erfüllen. Als Ergebnis werden wir unsere Lieferfähigkeit reduzieren und in andere Bereiche verlagern, sowie unser Angebot inhaltlich flexibilisieren.

Bei all diesen Wachstumsthemen ist der Fachkräftemangel weiterhin ein hohes Risiko für uns. Klassische Inbound-Maßnahmen wie Stellenanzeigen haben weniger qualifizierte Resonanz, Outbound-Maßnahmen wie z.B. Headhunting durch den Wettbewerb oder durch unsere Endkunden haben zugenommen. Auch die Gehaltssituation erzeugt aufgrund der Arbeitsmarktentwicklung sowie der wirtschaftlichen Inflationssteigerung eine Kostensituation, die für uns perspektivisch ein Risiko darstellt.

Wir begegnen dem durch ein Maßnahmenpaket bestehend aus kultureller Attraktivität im Employee Branding, fachlicher Expertenförderung u.a. durch interne Fachgruppen sowie möglichst flexibler Gestaltung der Arbeitsorganisation.

Die weitestgehende Freistellung der Arbeitsplatzwahl führte unter unseren Mitarbeitern zu einer durchschnittlich stabilen Büropräsenz von ca. 20%, die wir über flexible Arbeitsplätze bedienen. Dies hat uns ermöglicht, Teile unserer Büroflächen zu vermieten und damit weitere Einnahmen zu generieren.

Die aktuellen Entwicklungen in der Ukraine haben auf unseren Nearshoring-Partner in Litauen bislang nach wie vor keinen Einfluss. Auch die Lage in Israel, hat keine Auswirkung auf unser Geschäft

Prognosebericht

Wir gehen auch für 2024 von ähnlichen Herausforderungen aus, denen wir mit diversen vertrieblichen und organisatorischen Maßnahmen begegnen. Aufgrund der Entwicklung der allgemeinen Wirtschaftslage und des Arbeitsmarktes erwarten wir aktuell eine Stabilisierung unseres diesjährigen Jahresumsatzes mit einer Profitabilitätserwartung von 3 bis 5 %.

 

Kiel, 26. April 2024

Daniel I. Ries

Jörg Hansen

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

Vorjahr
T€
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 10.907,75 34
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 8.351.114,89 8.529
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 286.675,41 292
3. Anlagen im Bau 12.662,39 0
8.650.452,69 8.821
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 24.725,94 25
2. Sonstige Ausleihungen 10.000,00 10
34.725,94 35
8.696.086,38 8.890
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Betriebsstoffe 141,72 0
2. Unfertige Leistungen 9.424,60 4
3. Waren 3.324.308,31 2.311
3.333.874,63 2.315
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.342.438,95 4.082
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 550.833,49 614
3. Sonstige Vermögensgegenstände 400.392,16 208
6.293.664,60 4.904
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 3.957.872,51 4.688
13.585.411,74 11.907
C. Rechnungsabgrenzungsposten 213.958,27 203
22.495.456,39 21.000

PASSIVA

Vorjahr
T€
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 178.952,16 179
II. Kapitalrücklage 357.904,32 358
III. Gewinnvortrag 11.629.618,83 10.474
IV. Jahresüberschuss 970.973,14 1.156
13.137.448,45 12.167
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 333.187,11 334
2. Steuerrückstellungen 127.498,95 127
3. Sonstige Rückstellungen 2.591.372,83 2.821
3.052.058,89 3.282
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 892.317,12 1.119
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.951.163,55 948
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.582,00 4
4. Sonstige Verbindlichkeiten 902.706,18 850
4.748.768,85 2.921
D. Rechnungsabgrenzungsposten 1.313.817,61 2.390
E. Passive latente Steuern 243.362,59 240
22.495.456,39 21.000

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Vorjahr
T€
1. Umsatzerlöse 28.111.373,77 28.395
2. Erhöhung/Verminderung des Bestands an unfertigen Leistungen 5.146,40 -41
3. Sonstige betriebliche Erträge 168.253,59 419
4. Materialaufwand
a) Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 127.230,35 183
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 6.757.544,76 6.996
6.884.775,11 7.179
5. Personalaufwand
a) Gehälter 13.984.660,87 13.934
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 2.866.358,79 2.750
16.851.019,66 16.684
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 316.466,75 354
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.860.439,73 2.740
8. Erträge aus Beteiligungen 125.000,00 0
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 20.489,58 8
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 34.476,66 38
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 395.144,70 544
12. Ergebnis nach Steuern 1.087.940,73 1.242
13. Sonstige Steuern 116.967,59 86
14. Jahresüberschuss 970.973,14 1.156

Anhang zum 31. Dezember 2023

1. Allgemeines

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes erstellt.

Die Gesellschaft ist eine "mittelgroße" Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB.

Die Handelsregister-Nr. der Gesellschaft lautet HRB Kiel Nr. 3983.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde wie bisher nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

Zur Vergrößerung der Klarheit der Darstellung sind in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung anzugebende Vermerke im Anhang aufgeführt.

Es wurden die Erleichterungen des § 286 Abs. 4 HGB bezüglich der im Anhang zu machenden Angaben in Anspruch genommen.

2. Grundsätze der Bilanzierung und Bewertung

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Sie werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear zwischen drei und fünf Jahren abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, bewertet.

Für geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten von mehr als € 250 aber nicht mehr als € 1.000 werden im Jahr der Anschaffung Sammelposten gebildet. Die Sammelposten werden linear über 5 Jahre abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis zu € 250 werden im Jahr des Zugangs als Aufwand erfasst.

Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Vorräte werden unter Beachtung des Niederstwertprinzips zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Die unfertigen Leistungen werden zu Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB aktiviert. In die Herstellungskosten werden die Einzelkosten, angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, einbezogen.

Waren sind zu Anschaffungskosten bilanziert.

Die Forderungen wurden zum Nominalbetrag angesetzt. Erkennbare Ausfallrisiken werden, sofern erforderlich, durch individuelle Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % auf Inlands- und auf Auslandsforderungen Rechnung getragen.

Die liquiden Mittel und die sonstigen Vermögensgegenstände wurden zu Nenn- bzw. Nominalwerten aktiviert.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Die Pensionsverpflichtungen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen gemäß der Projected Unit Credit Method (PuC-Methode) berechnet. Es wurde ein Zinssatz von 1,83 % zugrunde gelegt. Dabei handelt es sich um den durchschnittlichen Zinssatz der letzten zehn Jahre (Bundesbankzins), der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Die angenommene Rentensteigerung beträgt 2,20 %. Zudem wurden die Heubeck-Richttafeln 2018 G verwendet.

Der nach § 253 Abs. 6 HGB zu ermittelnde Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt für das Geschäftsjahr 2023 2 T€. Dieser Betrag darf nur ausgeschüttet werden, wenn die nach der Ausschüttung verbleibenden frei verfügbaren Rücklagen zuzüglich eines Gewinnvortrags und abzüglich eines Verlustvortrags mindestens dem vorstehenden Unterschiedsbetrag entsprechen.

Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Die Altersteilzeitrückstellungen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung eines Rechnungszinsfußes von 1,75 % berechnet. Dabei handelt es sich um den durchschnittlichen Zinssatz der letzten sieben Jahre (Bundesbankzins), der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der angenommene Gehaltstrend beträgt 3,00 %. Zudem wurden die Heubeck-Richttafeln 2018 G verwendet.

Die Jubiläumsrückstellungen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung eines Rechnungszinsfußes von 1,75 % berechnet. Dabei handelt es sich um den durchschnittlichen Zinssatz der letzten sieben Jahre (Bundesbankzins), der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der angenommene Gehaltstrend beträgt 3,00 %. Zudem wurden die Heubeck-Richttafeln 2018 G verwendet.

Zur Erfüllung der Verpflichtung aus Altersteilzeitguthaben sind entsprechende Mittel in einer Rückdeckungsversicherung angelegt. Diese ist dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen. Der Aktivwert der Rückdeckungsversicherung wird mit der zugrundliegenden Verpflichtung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet. Übersteigt der Wert der Rückdeckungsversicherung den Wert der Verpflichtung, erfolgt der Ausweis als "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" auf der Aktivseite der Bilanz. Der Aktivwert der Rückdeckungsversicherung wird zum Zeitwert (fortgeführte Anschaffungskosten) angesetzt.

Die übrigen Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden bei ihrer Entstehung mit dem Transaktionskurs und am Bilanzstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs bewertet.

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Erträge für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Die Abgrenzung der latenten Steuern enthält nach dem bilanzorientierten Prinzip ermittelte Bilanzierungs- und Bewertungsabweichungen zwischen Handels- und Steuerbilanz. Die Differenzen resultieren im Wesentlichen aus der unterschiedlichen Bewertung von Sachanlagevermögen und Rückstellungen und resultieren in einem passiven Überhang. Der bei der Berechnung der latenten Steuern zugrunde gelegte Steuersatz beträgt 31,59 %.

Gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB werden aktive latente Steuern aus Bewertungsunterschieden zwischen Handels- und Steuerbilanz bei den Pensions- und sonstigen Rückstellungen (T€ 320) gebildet. Verrechnet wurden die aktiven latenten Steuern mit passiven latenten Steuern gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB, die aus unterschiedlichen Bewertungen von Sachanlagevermögen in der Handels- und Steuerbilanz resultieren (T€ 1.090). Daraus resultieren passive latente Steuern in der Bilanz in Höhe von TEUR 243.

3. Angaben zu einzelnen Bilanzpositionen

Anlagevermögen

Die Zusammensetzung und die Entwicklung des Anlagevermögens der Gesellschaft sind aus dem als Anlage beigefügten Anlagengitter zu ersehen.

Anteile an verbundenen Unternehmen

Die Gesellschaft hält 100 % der Anteile an der TeamWork Gesellschaft für Unternehmensberatung mbH, Kiel. Das Eigenkapital der Beteiligungsgesellschaft betrug zum 31. Dezember 2023 € 6.822,06 und der Jahresfehlbetrag im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 € 3.719,47.

Außerdem hält die Gesellschaft 100 % der Anteile an der Consist ITU Environmental Software GmbH, Hamburg. Das Eigenkapital der Gesellschaft betrug zum 31. Dezember 2023 € 335.408,29 und der Jahresfehlbetrag im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 € 13.208,35.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit T€ 1 (Vorjahr: T€ 64) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und mit T€ 550 (Vorjahr: T€ 550) sonstige Vermögensgegenstände.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt DM 350.000,00 (€ 178.952,16) und ist voll eingezahlt.

Pensionsrückstellungen

Die Pensionsverpflichtungen sind in voller Höhe bilanziert. Der Zinsaufwand aus der Zuführung zu den Pensionsverpflichtungen beläuft sich T€ 6. Darüber hinaus wird der reguläre Zuführungsbetrag zu den Pensionsrückstellungen im Personalaufwand ausgewiesen.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten wie im Vorjahr im Wesentlichen Rückstellungen für Personalkosten.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten enthalten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren in Höhe von T€ 0 (Vorjahr: T€ 73). Die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu 5 Jahren betragen T€ 662 (Vorjahr: T€ 819). Eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr haben T€ 230 (Vorjahr: T€ 227). Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ist mit einer Grundschuld besichert.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie die sonstigen Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen mit T€ 3 (Vorjahr: T€ 4) resultieren aus Lieferungen und Leistungen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern von T€ 788 (Vorjahr: T€ 766) und sozialen Abgaben von T€ 34 (Vorjahr: T€ 25).

4. Angaben zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

2023 Vorjahr
T€ T€
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung
davon für Altersversorgung 206 198
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
davon aus verbundenen Unternehmen 18 8
Erträge aus Beteiligungen
davon aus verbundenen Unternehmen 125 0

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten mit T€ 105 (Vorjahr: T€ 187) periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen.

Im Zinsergebnis sind die folgenden Beträge aus der Auf- bzw. Abzinsung enthalten:

Aufwand aus der Aufzinsung von Pensions- und längerfristigen Personalrückstellungen T€ 20 (Vorjahr: T€ 18)

5. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige bilanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverpflichtungen bestehen in folgender Höhe:

TEUR
Fällig in 2024 226
Fällig in 2025-2027 224

Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl betrug 221 (Vorjahr: 216).

Geschäftsführung

Dipl.-Kfm. Daniel I. Ries, Vorsitzender der Geschäftsführung / Vertreter des Gesellschafters, Sao Paulo / Brasilien

Dipl.-Math. Martin Lochte-Holtgreven, Delivery und Administration, Altenholz (bis 30.06.2023) Wirtschaftsinformatiker BA Jörg Hansen, Vertrieb und Marketing, Molfsee

Für ein ehemaliges Geschäftsführungsmitglied werden Pensionszahlungen geleistet.

Es werden die Erleichterungen des § 286 Abs. 4 HGB bezüglich der im Anhang zu machenden Angaben in Anspruch genommen.

Mutterunternehmen - Konzernverhältnisse

Alleinige Gesellschafterin ist die Consist Software Solutions Inc., Delaware/USA, die den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von den Unternehmen aufstellt, in den die Gesellschaft einbezogen wird. Die Offenlegung dieses Konzernabschlusses erfolgt am Sitz der Consist Software Solutions Inc.

Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss zusammen mit dem Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorzutragen.

Ereignisse nach dem Stichtag

Mit Wirkung zum 1. Januar 2024 wurden die Anteile an der Consist ITU Environmental Software GmbH, Hamburg verkauft.

Weitere wesentliche Ereignisse nach dem Stichtag mit Einfluss auf den Abschluss zum 31. Dezember 2023 haben sich nicht ergeben.

 

Kiel, 26. April 2024

Daniel I. Ries

Jörg Hansen

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2023

Anschaffungskosten
Stand am 1.1.2023 Zugänge Stand am 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 449.034,73 0,00 449.034,73
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 9.442.540,38 1.837,80 9.444.378,18
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.986.305,08 108.427,30 2.094.732,38
3. Anlagen im Bau 0,00 12.662,39 12.662,39
11.428.845,46 122.927,49 11.551.772,95
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 24.725,94 0,00 24.725,94
2. Sonstige Ausleihungen 10.000,00 0,00 10.000,00
34.725,94 0,00 34.725,94
11.912.606,13 122.927,49 12.035.533,62
Abschreibungen
Stand am 1.1.2023 Zugänge Stand am 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 415.288,55 22.838,43 438.126,98
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 913.914,49 179.348,80 1.093.263,29
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.693.777,45 114.279,52 1.808.056,97
3. Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
2.607.691,94 293.628,32 2.901.320,26
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00
2. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00
3.022.980,49 316.466,75 3.339.447,24
Buchwerte
Stand am 31.12.2023 Vorjahr
T€
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 10.907,75 34
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 8.351.114,89 8.529
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 286.675,41 292
3. Anlagen im Bau 12.662,39 0
8.650.452,69 8.821
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 24.725,94 25
2. Sonstige Ausleihungen 10.000,00 10
34.725,94 35
8.696.086,38 8.890

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Consist Software Solutions GmbH, Kiel

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Consist Software Solutions GmbH, Kiel, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Consist Software Solutions GmbH, Kiel, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 26. April 2024

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Michael Kritzer, Wirtschaftsprüfer

Frank Hübner, Wirtschaftsprüfer

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