Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 191939
Eingetragen
5.5.2011
Branche
BeteiligungsgesellschaftenBetrieb von Einrichtungen für kunstschaffende Tätigkeiten und darstellende Künste a. n. g.Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Gegenstand
Konzeption, Organisation, Produktion, Finanzierung und Verwertung audiovisueller Medien und Veranstaltungen in den Bereichen Kino, Fernsehen, Internet, Theater, Musik und Print sowie Handel mit einschlägigen Rechten; Übernahme von Beteiligungen an anderen Unternehmen, Verwaltung dieser Beteiligungen und Übernahme der Geschäftsführung, ausgenommen Beteiligung in Form von Bankgeschäften.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Korbinian Dufter
seit 5.5.2011
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (16)

Ungelöste Beteiligungen (2)

Gesellschafter
Beta

4 Gesellschafter

GmbH-Struktur

3 von 4 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
Beta Film GmbH
Germany
20.655 €
51.00%
SFLA Beteiligungs GmbH
Germany
6.615 €
16.33%
Corbos GmbH
Germany
6.615 €
16.33%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

NEUESUPER GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

DER NEUESUPER GMBH, MÜNCHEN

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 29.696,03 20.292,52
Sachanlagen 29.696,03 20.292,52
B. FILMVERMÖGEN 1.341.212,10 9.015.252,98
I. Fertige und unfertige Auftragsproduktionen 0,00 7.926.415,04
II. Development 1.341.212,10 1.088.837,94
C. UMLAUFVERMÖGEN 5.250.759,02 9.469.808,06
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.371.696,34 2.907.678,04
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 12.720,00 (Vorjahr: EUR 12.720,00)
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 879.062,68 6.562.130,02
6.621.667,15 18.505.353,56

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. EIGENKAPITAL 4.681.504,17 4.832.712,54
I. Gezeichnetes Kapital 27.000,00 27.000,00
1. Gezeichnetes Kapital 40.500,00 40.500,00
2. Nicht eingeforderte ausstehende Einlagen -13.500,00 -13.500,00
II. Gewinnvortrag 4.805.712,54 2.954.287,68
III. Jahresfehlbetrag (Vorjahr: Jahresüberschuss) -151.208,37 1.851.424,86
B. RÜCKSTELLUNGEN 397.530,72 3.507.494,56
C. VERBINDLICHKEITEN 1.542.632,26 10.165.146,46
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 1.542.632,26 (Vorjahr: EUR 10.165.146,46)
- davon gegenüber Kreditinstituten: EUR 490.439,04 (Vorjahr: EUR 786.060,51)
6.621.667,15 18.505.353,56

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR BIS ZUM 31. DEZEMBER 2023

DER NEUESUPER GMBH, MÜNCHEN

2023
EUR
2022
EUR
1. Rohergebnis 1.520.230,38 3.960.557,71
2. Personalaufwand -1.283.952,70 -1.587.569,19
a) Löhne und Gehälter -1.079.000,11 -1.381.618,10
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -204.952,59 -205.951,09
- davon für Altersversorgung: EUR 5.991,19 (Vorjahr: EUR 6.557,59)
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -25.395,96 -12.281,86
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -361.830,09 -369.476,29
5. Betriebsergebnis -150.948,37 1.991.230,37
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,00 3.125,00
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,00 -11.321,51
8. Finanzergebnis 0,00 -8.196,51
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 -131.300,00
10. Ergebnis nach Steuern -150.948,37 1.851.733,86
11. Sonstige Steuern -260,00 -309,00
12. Jahresfehlbetrag (Vorjahr: Jahresüberschuss) -151.208,37 1.851.424,86

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR BIS ZUM 31. DEZEMBER 2023

DER NEUESUPER GMBH, MÜNCHEN

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

NEUESUPER GmbH hat ihren Sitz in München. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts München unter HRB 191939 eingetragen.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes erstellt.

Das Geschäftsjahr der Gesellschaft entspricht dem Kalenderjahr.

Die Bilanz wurde aufgrund der Besonderheiten der Geschäftstätigkeit um den Posten "Filmvermögen" erweitert. Hier werden aktivierte Developmentkosten, erworbene Filmlizenzen und seit dem Geschäftsjahr 2022 auch fertige und unfertige Auftragsproduktionen des Umlaufvermögens ausgewiesen.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Die Bilanzierung und die Bewertung erfolgen unter der Annahme der Unternehmensfortführung.

Die Gesellschaft ist gemäß § 267 Abs. 2 HGB eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurde von den größenabhängigen Erleichterungen teilweise Gebrauch gemacht.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bewertung wurde nach den allgemeinen Bestimmungen der §§ 252 bis 256a HGB unter Berücksichtigung der Sondervorschriften für Kapitalgesellschaften in §§ 264 ff. HGB vorgenommen.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden blieben gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bewertet und werden über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer planmäßig linear über einen Zeitraum von drei Jahren abgeschrieben.

Das Aktivierungswahlrecht für selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens (Eigenproduktionen) gemäß § 248 Abs. 2 Satz 1 HGB wird nicht ausgeübt.

Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen. Die Abschreibungen werden entsprechend der festgelegten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear über einen Zeitraum von drei bis zehn Jahren vorgenommen.

Vermögensgegenstände mit Einzelanschaffungskosten bis EUR 800,00 wurden vollumfänglich im Jahr des Zugangs aufwandswirksam erfasst.

Das Filmvermögen besteht aus zu Anschaffungskosten aktivierten Entwicklungsleistungen.

Die in Arbeit befindlichen Aufträge werden zu Herstellungskosten bewertet. Direkt dem Projekt zuordenbare Fremdkapitalzinsen werden aktiviert. Das Niederstwertprinzip nach § 253 Abs. 4 HGB wurde beachtet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken sind durch Wertberichtigungen berücksichtigt.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr werden mit den jeweils am Bilanzstichtag gültigen Devisenkassamittelkursen bewertet.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert angesetzt.

Das gezeichnete Kapital entspricht dem Stammkapital laut Gesellschaftsvertrag sowie der Handelsregistereintragung.

Die Rückstellungen beinhalten alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich sind. Die Rückstellungen sind zu ihren Erfüllungsbeträgen bilanziert.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihren Erfüllungsbeträgen bilanziert.

III. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens unter Angabe der Abschreibungen im Geschäftsjahr 2023 ist im Anlagenspiegel auf der letzten Seite des Anhangs dargestellt.

2. Filmvermögen

Bei den Filmprojekten in Entwicklung in Höhe von TEUR 1.341 (Vorjahr: TEUR 1.089) handelt es sich um Projekte, die von der Gesellschaft realisiert werden sollen.

Fertige und unfertige Auftragsproduktionen bestanden zum Stichtag nicht (Vorjahr: TEUR 7.926).

3. Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich zum größten Teil aus Darlehensforderungen in Höhe von TEUR 3.195 zusammen. Davon entfallen TEUR 2.945 auf ein Darlehen gegen einen Gesellschafter und TEUR 250 auf ein Darlehen gegen ein Mitglied der Geschäftsführung, welches mit 1,25 % p. a. verzinst wird. Das Geschäftsführerdarlehen ist endfällig zum 31. Dezember 2031, wobei das Darlehen beidseitig mit einer Frist von 6 Monaten zum Jahresende gekündigt werden kann.

4. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt insgesamt TEUR 41, wovon TEUR 27 einbezahlt und TEUR 14 ausstehend und noch nicht eingefordert sind.

IV. Sonstige Angaben

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen liegen im Rahmen des üblichen Geschäftsverkehrs.

2. Haftungsverhältnisse

Zum Abschlussstichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse.

3. Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 22 Mitarbeiter (Vorjahr: 138 Mitarbeiter) beschäftigt.

4. Geschäftsführung

Herr Simon Amberger, Produzent, München

Herr Korbinian Dufter, Produzent, München

Herr Rafael Parente, Produzent, München

Gemäß § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung verzichtet.

5. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Mit Datum vom 16. Januar 2024 wurde eine Ausschüttung in Höhe von TEUR 4.000 aus dem Gewinnvortrag an einen Gesellschafter beschlossen. Gleichzeitig hat dieser Gesellschafter seine Verbindlichkeit in Höhe von TEUR 2.945 gegenüber der Gesellschaft getilgt.

 

München, 5. August 2024

Simon Amberger

Korbinian Dufter

Rafael Parente

Anlagenspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1. Jan. 2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31. Dez. 2023
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 19.752,00 0,00 19.752,00
0,00 19.752,00 0,00 19.752,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 13.874,48 5.134,84 0,00 19.009,32
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 12.009,00 0,00 0,00 12.009,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 8.694,52 0,00 8.694,52
4. Geringwertige Wirtschaftsgüter 6.690,90 1.218,11 0,00 7.909,01
32.574,38 15.047,47 0,00 47.621,85
32.574,38 34.799,47 0,00 67.373,85
Kumulierte Abschreibungen
1. Jan. 2023
EUR
Abschreibungen
EUR
Abgänge
EUR
31. Dez. 2023
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 19.752,00 0,00 19.752,00
0,00 19.752,00 0,00 19.752,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 2.991,00 3.867,00 0,00 6.858,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.599,96 1.533,96 0,00 4.133,92
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Geringwertige Wirtschaftsgüter 6.690,90 243,00 0,00 6.933,90
12.281,86 5.643,96 0,00 17.925,82
12.281,86 25.395,96 0,00 37.677,82
Restbuchwerte
31. Dez. 2023
EUR
31. Dez. 2022
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0,00
0,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 12.151,32 10.883,48
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.875,08 9.409,04
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 8.694,52 0,00
4. Geringwertige Wirtschaftsgüter 975,11 0,00
29.696,03 20.292,52
29.696,03 20.292,52

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR BIS ZUM 31. DEZEMBER 2023

DER NEUESUPER GMBH, MÜNCHEN

1. GRUNDLAGEN DER GESELLSCHAFT UND GESCHÄFTSMODELL

NEUESUPER GmbH (im Folgenden "Gesellschaft" oder "NEUESUPER" genannt) ist eine Film- und TV-Produktionsgesellschaft mit Sitz in München. Zweiundzwanzig Mitarbeiter waren während des Geschäftsjahres 2023 im Durchschnitt bei der Gesellschaft beschäftigt.

Neben der Konzeption und Herstellung von hochwertigen Kinowerbespots und TV-Werbung liegt der Schwerpunkt der Firma auf der Entwicklung und Umsetzung von Spielfilmprojekten sowie Filmen und Serien für Streamingdienste.

2. WIRTSCHAFTSBERICHT

2.1 Gesamtwirtschaftliches Umfeld und Entwicklung der Medienbranche

Gemäß den im Januar 2024 veröffentlichten Berechnungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) zeichnete sich das gesamtwirtschaftliche Umfeld des Geschäftsjahres 2023 durch eine gedämpfte weltweite Wirtschaftsleistung aus.

Das globale Wachstum sank auf 3,1 % (2022: 3,5 %). Während die Schwellen- und Entwicklungsländer ein stabiles Wachstum von 4,1 % beibehielten, erlebten die Industrienationen einen Rückgang ihrer Wachstumsrate auf 1,6 % im Jahr 2023 (2022: 2,6 %). Besonders auffällig war die Verlangsamung in der Eurozone, die nur ein Wachstum von 0,5 % verzeichnete (2022: 3,4 %). Die USA hingegen konnten ihr Wachstum auf 2,5 % steigern, was eine Verbesserung gegenüber den 1,9 % des Vorjahres darstellt.

In der zweiten Jahreshälfte 2023 kam es zu einem stärkeren Wirtschaftswachstum, insbesondere in den USA und einigen Schwellenländern. Dieser Aufschwung wurde durch verschiedene Faktoren angetrieben, darunter staatliche und private Ausgaben, Einkommenszuwächse, ein entspannter Arbeitsmarkt und die Ausgaben von während der Pandemie gespartem Geld. Die Inflation ging schneller zurück als erwartet, was durch eine gute Verfügbarkeit auf den Märkten begünstigt wurde.

Die Medien- und Unterhaltungsbranche in Deutschland zeigte eine enge Kopplung an das gesamtwirtschaftliche Umfeld. Werbeausgaben reagierten schneller auf die Konjunktur als das Konsumentenverhalten. Nach einem deutlichen Wachstum im Jahr 2021 und einer Abflachung im Jahr 2022 setzte sich dieser Trend im Jahr 2023 fort.

Für 2023 wird derzeit von einen Umsatzanstieg um 4,2 % auf etwa 68,8 Milliarden Euro ausgegangen, was einem geringeren Wachstum als den 5,7 % auf 66,0 Milliarden Euro im Vorjahr entspricht. Die Branche sieht sich jedoch mit Herausforderungen konfrontiert, da das Konsumentenverhalten durch geopolitische Unsicherheiten und Inflation beeinflusst wird.

Im Segment der digitalen Medien wird ein Wachstum auf 25,6 Milliarden Euro erwartet, was 37,3 % des Gesamtumsatzes ausmacht. Onlinewerbung ist das einzige Segment, das eine Wachstumssteigerung von 7,0 % verzeichnet. Im Gegensatz dazu sind rückläufige Tendenzen in den Bereichen Fernsehen und TV-Werbung mit 2 % sowie Bücher, Zeitungen und Zeitschriften mit 1,6 % zu beobachten.

Langfristig wird bis zum Jahr 2027 ein durchschnittliches jährliches Wachstum von 2,1 % erwartet, was niedriger ist als zuvor angenommen. Ab dem Jahr 2027 wird sogar nur noch ein Wachstum von 0,8 % prognostiziert. Digitale Anbieter werden in diesem Szenario als klare Gewinner angesehen, da sie sich an die veränderten Marktbedingungen anpassen und von der zunehmenden Digitalisierung profitieren können.

Quelle: PwC German Entertainment and Media Outlook 2023-2027

Quelle: IWF, World Economic Outlook Update, Januar 2024

2.2 Wirtschaftliche Lage der Gesellschaft

2.2.1. Geschäftsverlauf

Im Geschäftsjahr 2023 wurde die Auftragsproduktion NEUE GESCHICHTEN VOM PUMUCKL realisiert.

Des Weiteren lag der Fokus der Gesellschaft auf der Vorbereitung und Neuentwicklung von Kino- und Auftragsproduktionen für die Folgejahre.

Insgesamt weist die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 eines Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 151 aus.

2.2.2. Leistungsindikatoren

Zur Steuerung dienen der Gesellschaft insbesondere das Betriebsergebnis, das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit sowie das Jahresergebnis. Außerdem werden auf Ebene der Einzelprojekte Deckungsbeiträge und Cashflows zur wirtschaftlichen Entscheidungsfindung herangezogen.

2.2.3. Ertragslage

2.2.3.1. Erlöse

NEUESUPER erzielte im Geschäftsjahr Umsatzerlöse und sonstige betriebliche Erträge in Höhe von insgesamt TEUR 11.934. Im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 44.955) entspricht dies einem Rückgang um 73 % nach einer Erhöhung von 441 % in 2022. Mit einem Anteil von knapp 98 % trägt der Bereich Fiction den größten Anteil im Geschäftsjahr. Etwas mehr als 2 % entfallen auf den Bereich Commercial.

Im Einzelnen ergibt sich folgendes Bild:

Im Vergleich zum Vorjahr sanken die Umsatzerlöse um TEUR 33.224 auf TEUR 11.650 (Vorjahr: TEUR 44.874). Sie sind im Wesentlichen geprägt von der in 2023 realisierten Auftragsproduktion NEUE GESCHICHTEN VOM PUMUCKL.

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 284 (Vorjahr: TEUR 81) setzen sich im Wesentlichen aus Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen zusammen.

2.2.3.2. Betriebskosten

Im Geschäftsjahr 2023 fielen Betriebskosten (Materialaufwand, Personalaufwand, Abschreibungen und sonstige betriebliche Aufwendungen) in Höhe von TEUR 4.159 an. Im Vergleich zum Vorjahr stellt dies einen Rückgang um 87 % bzw. TEUR 28.470 dar, begründet durch das im Vergleich zum Vorjahr niedrigere Produktionsvolumen im Geschäftsjahr 2023, das vor allem im Rückgang des Materialaufwands (von TEUR 30.659 auf TEUR 2.488) erkennbar ist.

2.2.3.3. Jahresergebnis

Entsprechend der dargestellten Projektentwicklungen verminderte sich das Betriebsergebnis von TEUR 1.991 im Vorjahr auf TEUR -151 im Berichtsjahr. Nach Berücksichtigung des Zinsergebnisses und der Steueraufwendungen, jeweils in Höhe von TEUR 0, resultiert ein negatives Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit sowie ein Jahresergebnis in Höhe von TEUR -151 (Vorjahr: TEUR 1.852). Die Gesellschaft hat keinerlei Betriebsmittelkredite. Overhead- und Entwicklungskosten werden vollständig aus den fortlaufenden Projekteinnahmen finanziert.

Zusammengefasst stellen sich die finanziellen Leistungsindikatoren 2023 im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar (in TEUR):

2023 2022
Betriebsergebnis -151 1.991
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -151 1.983
Jahresergebnis -151 1.851

2.2.4. Kapitalstruktur und Vermögenslage

Die fertigen und unfertigen Auftragsproduktionen reduzierten sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 7.926, resultierend insbesondere aus der in 2023 realisierten Produktion NEUE GESCHICHTEN VOM PUMUCKL.

Das Filmvermögen für in Entwicklung befindliche Projekte ist im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 252 auf TEUR 1.341 gestiegen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich in 2023 produktionsbedingt auf TEUR 1.039 (Vorjahr: TEUR 2.638).

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind in 2023 von TEUR 270 auf TEUR 3.333 gestiegen. Sie setzen sich im laufenden Geschäftsjahr vor allem aus Darlehensforderungen zusammen, wovon TEUR 250 auf ein Darlehen an einen Geschäftsführer und TEUR 2.945 auf ein Darlehen an einen Gesellschafter entfallen.

Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert TEUR 27. Der Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 151 wird zusammen mit dem Gewinnvortrag in Höhe von TEUR 4.806 auf neue Rechnung vorgetragen.

Die Verbindlichkeiten zum Stichtag in Höhe von TEUR 1.543 sind im Wesentlichen geprägt durch die jahresübergreifenden Produktions- und Entwicklungsaktivitäten und damit verbundenen Zahlungseingängen vor Materialabnahme, die als Anzahlungen erfasst werden (TEUR 837), durch Projektzwischenfinanzierungen der Kreditinstitute (TEUR 490), Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 60) sowie durch sonstige Verbindlichkeiten (TEUR 156).

Wesentliche Inflations- und Wechselkurseinflüsse auf die Vermögenslage sind nicht zu verzeichnen.

2.2.5. Finanzlage

2.2.5.1. Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements

Der Grundsatz des Finanzmanagements von NEUESUPER ist, eigenständige Finanzmanagementprozesse der diversen Produktionsaktivitäten zu führen und diese mit dem übergelagerten Finanzmanagement der Gesellschaft optimal zu verknüpfen. Dabei werden die Ziele einer jederzeit ausreichenden Liquidität, einer Optimierung der Kapitalkosten und einer Begrenzung der finanziellen Risiken verfolgt.

Hierfür werden pro Projekt in sich konsolidierte Kontenkreise mit individuellen Legitimationszuteilungen für die (Projekt-)Mitarbeiter geführt, der Cashflow der Projekte auf Basis von Ratenzahlungen fortlaufend kostenminimierend zwischen Projektmitarbeiter und Finanzabteilung von NEUESUPER abgestimmt und darauf aufbauend je nach Verfügbarkeit freier (projektunabhängiger) Liquidität Projekt-Zwischenfinanzierungen aus internen NEUESUPER-Mitteln getätigt.

Projekt-Zwischenfinanzierungen können aufgrund eines Rahmenkreditvertrags mit der DZ Bank AG getätigt werden. NEUESUPER verfügt hier über eine ausreichend große Projektmittelkreditlinie.

2.2.5.2. Liquidität und Nettoverschuldung

NEUESUPER war aufgrund des gesicherten Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit und der verfügbaren Projektmittelkreditlinie bei der DZ Bank AG während des Geschäftsjahres jederzeit in der Lage, allen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

Zum 31. Dezember 2023 verfügte die Gesellschaft über Zahlungsmittel in Höhe von TEUR 879 (Vorjahr: TEUR 6.562). Dem stehen relevante Finanzverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 490 (Vorjahr: TEUR 786) gegenüber.

2.2.6. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Das Geschäftsmodell der Gesellschaft zeigte im Geschäftsjahr 2023 eine weiterhin gute Entwicklung in einem anspruchsvollen Marktumfeld, in dem es darum geht, sich von den Produktionen der Konkurrenz abzuheben sowie sich zwischen Blockbuster-Produktionen zu behaupten und für die Zuschauer relevante und damit wirtschaftlich erfolgreiche Produktionen zu realisieren. Innovationssinn, hohes kreatives Potenzial und hochqualifizierte Mitarbeiter führen zusammen mit steter gewissenhafter Kostenkalkulation, permanentem Kosten-Controlling und einer soliden betrieblichen Organisation zur kaufmännisch erfolgreichen Unternehmensentwicklung mit kreativ hochwertigen und vielfach ausgezeichneten Produkten. Durch zahlreiche sich in Entwicklung befindliche Filmprojekte erwartet die Geschäftsführung auch für die kommenden Jahre eine Fortführung des positiven Geschäftsverlaufs.

3. CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

3.1 Chancenbericht

Chancen des Unternehmens liegen in erster Linie darin, dass die geplanten Umsatz- und Ertragsziele überschritten werden bzw. die Profitabilität über den prognostizierten Margen liegt. Nach der personellen und strukturellen Vergrößerung des Unternehmens in den letzten Jahren ist dieses in der Lage, größere und mehr Produktionsaufträge zu akquirieren und umzusetzen. Durch die Corona-Pandemie wurde die sich im Markt bereits vor der Pandemie abzeichnende Entwicklung der Verschiebung, hin zu den digitalen Kanälen der Auswertung, beschleunigt. Streaming-Anbieter erfreuen sich insbesondere von einem in Krisenzeiten wachsenden Bedürfnis der Menschen nach Abwechslung und Unterhaltung besonders großer Beliebtheit, wodurch sich weitere Absatzmöglichkeiten für die vorhandenen bzw. in Entwicklung befindlichen Projekte von NEUESUPER ergeben. Der Akquisition von Neuprojekten kommt deshalb eine besondere Bedeutung zu, um eine nachhaltige Sicherung der Umsatzerlöse und profitabler Deckungsbeiträge zukünftig zu erreichen. Sollte es NEUESUPER gelingen, sich hier gegenüber der Konkurrenz positiv abzusetzen, können Ziele im Hinblick auf Umsatz und Ergebnis vor Steuern übertroffen werden.

3.2 Risikobericht

Die Risiken hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung der Gesellschaft werden im Folgenden hinsichtlich ihrer Bedeutung unter Berücksichtigung der Eintrittswahrscheinlichkeit und der möglichen Auswirkung in absteigender Reihenfolge dargestellt.

3.2.1. Allgemeine wirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen

Es besteht das Risiko, dass Programme an Sender und Plattformen nicht oder unterhalb des geplanten Umfangs verkauft werden, z. B. aufgrund von negativer konjunktureller Entwicklung oder einem Einbruch des Werbemarktes.

Bedingt durch die Nachwirkungen der Ukraine-Krise bzw. durch den Krieg zwischen Russland und der Ukraine hat sich das Risiko verstärkt, wobei die vom Werbeumsatz abhängigen privaten TV Sender im Unterschied zu den öffentlich-rechtlichen Sendern wesentlich stärker betroffen sind, wohingegen die Nachfrage nach neuem Programm bei Streaming-Plattformen zunimmt. NEUESUPER beobachtet die konjunkturelle Entwicklung, die Entwicklung am Markt sowie die Entwicklung bei den Sendern und Streamingplattformen aufmerksam und ergreift entsprechende Maßnahmen wie intensive Kontaktpflege zu Kunden.

Die seit 2022 stark gestiegenen Zinsen für projektbedingte Zwischenfinanzierungen können die Margen und somit die Jahresergebnisse belasten, sobald der Cash-Flow einer Produktion negativ wird.

Dies tritt bei Projekten oftmals in der Development-Phase auf, jedoch ist dies in größerem Umfang bei laufenden Produktionen mit zeitlich nachgelagerten Zahlungsmeilensteinen von Finanzierungspartnern und Förderungen der Fall.

3.2.2. Operative Risiken

Aufgrund der Produktionstätigkeit ist das Unternehmen den der Filmherstellung immanenten Risiken ausgesetzt, die von Budgetüberschreitungen über unerwartete Urheberrechtsverletzungen bis hin zu Produktionsverschiebungen bzw. -absetzungen reichen können. In solchen Fällen können Umsatz- und Ergebnisziele unter Druck geraten.

Zudem kann es unter Berücksichtigung der Qualität der erstellten Programme zur Nichtabnahme durch Programmkunden kommen. Insbesondere bei großvolumigen Produktionen bindet sich NEUESUPER bereits vor Produktionsbeginn an das Programm und trägt damit Herstellungs- und Qualitätsrisiken. Bleibt die Qualität hinter den Erwartungen zurück, ist es nicht immer möglich, Programme oberhalb ihrer Herstellungskosten zu verwerten.

Dem Herstellungs- und Qualitätsrisiko begegnet NEUESUPER durch einen fortwährenden engen Austausch und ein Monitoring der laufenden Produktionen. Die während der Corona-Krise gestarteten und fortgesetzten Produktionen werden unter Beachtung der pandemiebedingten Anforderungen durchgeführt.

3.2.3. Ausfallrisiken

NEUESUPER weist erhebliche Forderungspositionen gegenüber einzelnen Sendern und Plattformen aus. Ein Ausfall dieser Sender und die damit verbundenen Wertberichtigungen würden dazu führen, dass Ergebnisziele nicht erreicht werden können.

Diesem Risiko wird durch ein laufendes Monitoring der Kunden und Märkte Rechnung getragen.

Aufgrund der Nachwirkungen von Corona sowie aufgrund des Krieges zwischen Russland und der Ukraine besteht in Abhängigkeit vom weiteren Verlauf der Pandemie bzw. der Dauer der sich daraus ergebenden Eindämmungsmaßnahmen das Risiko, dass Umsatz- und Ergebnisziele von NEUESUPER nicht erreicht werden.

3.3 Gesamtbewertung der Chancen und Risiken

Für NEUESUPER sind insgesamt keine bestandsgefährdenden Risiken festzustellen. Das Unternehmen erwartet unter Berücksichtigung der dargestellten Risiken und Chancen, der Eintrittswahrscheinlichkeit sowie der gegenwärtigen Geschäftsaussichten keine einzelnen oder aggregierten Risiken, die die Unternehmensfortführung gefährden können.

4. PROGNOSEBERICHT

NEUESUPER erwartet eine stabile bis ansteigende Auftragslage in dem Bereich Auftrags-, Lizenz- und Co-Produktionen für TV und Streamingdienste.

Deshalb bereitet die Gesellschaft im Jahr 2023 zahlreiche Projekte vor. Diese werden sukzessive ab dem Jahr 2024 realisiert werden können, sodass NEUESUPER im Jahr 2024 mit einer Stabilisierung des Umsatzniveaus bei entsprechend geringerem, leicht negativem Jahresergebnis rechnet.

Diese Produktionspläne zusammen mit den kreativen Ressourcen, der betrieblichen Organisation und der strategischen Ausrichtung der Gesellschaft lassen für das Geschäftsjahr 2024 und darüber hinaus weiterhin Erfolg erwarten.

 

München, 5. August 2024

Simon Amberger

Korbinian Dufter

Rafael Parente

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die NEUESUPER GmbH, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der NEUESUPER GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der NEUESUPER GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, 5. August 2024

PSP Peters Schönberger GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Stephan Nowack, Wirtschaftsprüfer

Timm Müller, Wirtschaftsprüfer

Eine Verwendung des Bestätigungsvermerks außerhalb des Prüfungsberichts bedarf unserer vorherigen Zustimmung. Bei Veröffentlichungen oder Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder des Lageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; auf § 328 HGB wird verwiesen.

Angaben zur Feststellung und zur Ergebnisverwendung

In der Gesellschafterversammlung vom 10.09.2024 wurden folgende Beschlüsse gefasst:

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wird festgestellt.

Der Bilanzgewinn in Höhe von € 4.654.504,17 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

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