Stammdaten

Register
Amtsgericht Siegen HRB 6923
Eingetragen
21.3.1983
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenHerstellung von Schlössern und Beschlägen aus unedlen Metallen
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Herstellung und der Vertrieb von Armaturen und sonstigen Metall- und Kunststoffteilen aller Art. Die Gesellschaft kann alle Geschäfte tätigen, welche geeignet erscheinen, die Erreichung des vorgenannten Gesellschaftszwecks zu fördern.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Sven Klein
seit 2.2.2023
Prokura
Michael Preuss
seit 4.4.2019
Geschäftsführer
Ludger Teipel
seit 4.10.2013
Prokura
Peter Hanses
seit 1.4.2009
Prokura
Christian Beul
seit 2.4.2004
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

57439 Attendorn
130.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ABA Beul GmbH

Attendorn

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Bilanz zum 31. Dezember 2021

AKTIVA

31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 1.721.809,98 1.543.173,43
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 260.101,10 147.311,00
II. Sachanlagen 1.461.258,88 1.395.412,43
III. Finanzanlagen 450,00 450,00
B. UMLAUFVERMÖGEN 5.344.706,43 4.212.989,74
I. Vorräte 4.596.609,84 3.413.927,06
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 653.784,94 473.543,83
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 94.311,65 325.518,85
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 28.592,22 14.843,09
  7.095.108,63 5.771.006,26

PASSIVA

   
31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
A. EIGENKAPITAL 2.717.647,03 1.825.317,50
I. Gezeichnetes Kapital 130.000,00 130.000,00
II. Kapitalrücklage 1.370.000,00 1.370.000,00
III. Gewinnrücklagen 150.000,00 150.000,00
IV. Gewinnvortrag 175.317,50 139.110,13
V. Jahresüberschuss 892.329,53 36.207,37
B. RÜCKSTELLUNGEN 640.198,84 251.039,17
C. VERBINDLICHKEITEN 3.737.262,76 3.694.649,59
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 1.511.180,26 (Vorjahr: EUR 1.598.949,01)    
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 2.226.082,50 (Vorjahr: EUR 2.095.700,58)    
  7.095.108,63 5.771.006,26

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2021

2021
EUR
2020
EUR
1. Rohergebnis 8.841.067,15 7.138.013,94
2. Personalaufwand -4.992.094,69 -4.404.237,32
a) Löhne und Gehälter -4.260.126,11 -3.748.829,38
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -731.968,58 -655.407,94
- davon für Altersversorgung: EUR 12.128,63 (Vorjahr: EUR 11.686,23)    
3. Abschreibungen -402.379,69 -362.560,50
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -402.379,69 -362.560,50
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.386.067,36 -2.253.335,47
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 13,50 37,50
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -58.078,19 -68.248,15
- davon aus Aufzinsung: EUR 518,87 (Vorjahr: EUR 915,04)    
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -96.998,56 0,00
8. Ergebnis nach Steuern 905.462,16 49.670,00
9. Sonstige Steuern -13.132,63 -13.462,63
10. Jahresüberschuss 892.329,53 36.207,37

Anhang für das Geschäftsjahr 2021

1. Grundlagen der Rechnungslegung und allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2021 wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches sowie den ergänzenden Vorschriften des Gesellschaftsvertrages und des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB.

Die Bilanz ist gem. § 266 HGB gegliedert. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

Angaben gemäß § 264 Abs. 1a HGB:

(1) Firma ABA Beul GmbH
(2) Sitz Attendorn
(3) Registergericht, Nummer Amtsgericht Siegen, HRB 6923

Zu den Angaben im Sinne von § 285 Nr. 9a) und 9b) HGB über die Bezüge von aktiven oder ehemaligen Mitgliedern von Organ- und Überwachungsgremien der Gesellschaft wurde von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht, da sich bei dem kleinen Kreis der betreffenden Personen in der Gesellschaft ansonsten die Bezüge der einzelnen Organmitglieder feststellen ließen.

Die Aufstellung der Anhangs erfolgte nach den für mittelgroße Gesellschaften geltenden Vorschriften.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen werden entsprechend der branchenüblichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände verrechnet.

Vermögensgegenstände des Anlagevermögens von geringem Wert werden im Zugangsjahr 2021 auch für die handelsrechtliche Bilanzierung in entsprechender Anwendung des § 6 Abs. 2a EStG abgeschrieben.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bilanziert.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren werden mit dem Einstandswert bzw. niedrigeren Marktwert bewertet.

Die unfertigen Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten unter Berücksichtigung des Fertigungsgrades bewertet.

Die Bewertung der fertigen Erzeugnisse erfolgte zu Herstellungskosten. Die Herstellungskosten umfassen neben den Materialkosten und direkten Löhnen anteilige Fertigungsgemeinkosten. Das Niederstwertprinzip wurde beachtet.

Die Forderungen des Umlaufvermögens werden zu Nennwerten bilanziert.

Bei Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen werden alle erkennbaren Einzelrisiken und das allgemeine Kreditrisiko durch Abwertungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch Bildung einer Pauschalwertberichtigung angemessen Rechnung getragen.

Einzelwertberichtigungen waren nicht zu bilden.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Nennwerten bewertet.

Die unter den sonstigen Rückstellungen ausgewiesenen wesentlichen Posten werden einzeln bewertet.

Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass sie allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen Rechnung tragen. Sie sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst.

Grundlage der handelsbilanziellen Bewertung der Verpflichtung für Altersteilzeit ist die Verlautbarung des IDW RS HFA 3, "Handelsrechtliche Bilanzierung von Verpflichtungen aus Altersteilzeitregelungen" vom 19.06.2013. Die Bewertung dieser Verpflichtungen erfolgt auf der Basis der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Eine Abzinsung für Restlaufzeiten bis zu einem Jahr entfällt.

Der Erfüllungsrückstand für Lohn/Gehalt wurde mit dem Lohn-/Gehaltsanspruch ab Beginn der Freistellungsphase in Ansatz gebracht.

Die Verpflichtungen aus Altersteilzeitverpflichtungen werden mit den Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung dieser Verpflichtungen dienen und dem Zugriff fremder Dritter entzogen sind (sog. Deckungsvermögen), verrechnet. Die Bewertung des zweckgebundenen, verpfändeten und insolvenzgesicherten Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert, welcher den Anschaffungskosten entspricht.

Die negative Differenz aus der Verrechnung der Rückstellung mit dem zum Zeitwert bewerteten Deckungsvermögen wird auf der Passivseite der Bilanz unter einem gesonderten Posten "Sonstige Rückstellungen" ausgewiesen.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Die Anwendung der dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden erfolgte unter Beachtung des Grundsatzes der Wesentlichkeit.

3. Erläuterungen zu Bilanzposten

Anlagevermögen

Zur Erläuterung des Anlagevermögens werden die einzelnen Posten nach der Brutto-Methode gezeigt (Anlagenspiegel). Bei der Offenlegung wird der Anlagenspiegel nach dem Anhang gezeigt.

Verbindlichkeiten

Angabe zu Restlaufzeiten:

31.12.2021
EUR
Restlaufzeit bis zu 1 Jahr
EUR
Restlaufzeit mehr als 1 Jahr
EUR
Restlaufzeit mehr als 5 Jahre
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.743.858,31 267.775,81 1.476.082,50 527.742,50
Übrige Verbindlichkeiten 1.993.404,45 1.243.404,45 750.000,00 0,00
  3.737.262,76 1.511.180,26 2.226.082,50 527.742,50

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Sicherungsübereignung der Finanzierungsobjekte in Höhe von EUR 611.300,00 besichert.

Von den sonstigen Verbindlichkeiten ist ein Teilbetrag in Höhe von TEUR 600,0 durch Rangrücktrittsvereinbarungen nachrangig. Diese Angabe erfolgt gemäß § 264 Abs. 2 Satz 2 HGB zwecks Verbesserung des Einblicks in die Vermögenslage.

4. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Leasing- und Mietverträge

Zweck, Vorteile, Risiken und finanzielle Auswirkungen:

Durch den Abschluss von Leasing- und Mietverträgen soll eine Bilanzverkürzung zur Verbesserung der Bilanzstruktur und damit auch Verbesserung der Eigenkapitalquote erreicht werden. Es stellt somit ein Finanzierungsinstrument dar. Das damit verbundene Risiko besteht in der zeitlich gestreckten Liquiditätsbelastung. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Leasingverträgen (einschließlich Zinsanteil) zum Stichtag betragen EUR 559.082,61. Die Verpflichtungen aus Miet- und Pachtverträgen belaufen sich auf einen jährlichen Miet- und Pachtzins von EUR 235.135,00.

5. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

a) Sonstige finanzielle Verpflichtungen TEUR
mehrjährige Miet- oder Pachtverträge  
- jährliche Pachtzahlung von zurzeit 235,1
Leasingverträge einschließlich Zinsanteil 559,1

6. Erläuterungen zu Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung

Anzahl der Beschäftigten

Die Beschäftigtenzahl setzt sich wie folgt zusammen:

2021
Angestellte (ohne Geschäftsführung) 22
Gewerbliche Arbeitnehmer 35
Teilzeitkräfte 20
  77

7. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss von EUR 892.329,53 zuzüglich des Gewinnvortrags von EUR 175.317,50, insgesamt EUR 1.067.647,03, auf neue Rechnung vorzutragen.

8. Mitglieder der Geschäftsführung

Geschäftsführer der Gesellschaft sind Herr Dipl.-Ing. Christian Beul, Attendorn, und Herr Michael Preuss, Iserlohn.

Die Geschäftsführer üben ihre Geschäftsführungstätigkeit hauptberuflich aus.

 

Attendorn, 21.06.2022

ABA Beul GmbH

gez. Ch. Beul

gez. M. Preuss

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jan. 2021
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
31. Dez. 2021
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE          
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 787.004,50 118.622,20 1.920,00 3.300,00 904.246,70
Geleistete Anzahlungen 0,00 43.703,10 0,00 0,00 43.703,10
  787.004,50 162.325,30 1.920,00 3.300,00 947.949,80
II. SACHANLAGEN          
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 48.157,97 0,00 0,00 0,00 48.157,97
Technische Anlagen und Maschinen 3.297.240,10 297.078,97 62.232,49 46.612,64 3.609.938,92
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 955.328,06 119.423,03 0,00 71.358,68 1.003.392,41
Anlagen im Bau 70.226,43 13.469,88 -64.152,49 1.871,94 17.671,88
  4.370.952,56 429.971,88 -1.920,00 119.843,26 4.679.161,18
III. FINANZANLAGEN          
Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 450,00 0,00 0,00 0,00 450,00
  5.158.407,06 592.297,18 0,00 123.143,26 5.627.560,98
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
1. Jan. 2021
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31. Dez. 2021
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE        
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 639.693,50 51.455,20 3.300,00 687.848,70
Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
  639.693,50 51.455,20 3.300,00 687.848,70
II. SACHANLAGEN        
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.209,97 3.438,00 0,00 7.647,97
Technische Anlagen und Maschinen 2.364.332,10 240.782,46 38.685,64 2.566.428,92
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 606.998,06 106.704,03 69.876,68 643.825,41
Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
  2.975.540,13 350.924,49 108.562,32 3.217.902,30
III. FINANZANLAGEN        
Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 0,00 0,00 0,00 0,00
  3.615.233,63 402.379,69 111.862,32 3.905.751,00
NETTOBUCHWERTE
31. Dez. 2021
EUR
31. Dez. 2020
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE    
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 216.398,00 147.311,00
Geleistete Anzahlungen 43.703,10 0,00
  260.101,10 147.311,00
II. SACHANLAGEN    
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 40.510,00 43.948,00
Technische Anlagen und Maschinen 1.043.510,00 932.908,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 359.567,00 348.330,00
Anlagen im Bau 17.671,88 70.226,43
  1.461.258,88 1.395.412,43
III. FINANZANLAGEN    
Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 450,00 450,00
  1.721.809,98 1.543.173,43

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021

1. Grundlagen des Unternehmens

Die ABA Beul GmbH (kurz: "Gesellschaft") ist im Handelsregister des Amtsgerichts Siegen unter der Nr. HR B 6923 eingetragen. Die Gesellschaft ist zur Aufstellung des Jahresabschlusses nach deutschem Handelsrecht verpflichtet.

Der Gegenstand des Unternehmens ist die Herstellung und der Vertrieb von Armaturen und sonstigen Metall- und Kunststoffteilen aller Art in den Bereichen Gebäudetechnik, Wasseraufbereitung, Verbindungstechnik und Flexguss. Der Sitz der Gesellschaft befindet sich in Attendorn. Das inhabergeführte Unternehmen bedient im Wesentlichen den deutschen und europäischen Markt.

2. Wirtschaftsbericht

a) Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Nach dem Corona-Einbruch in der ersten Jahreshälfte 2020 erholte sich die Weltwirtschaft im Jahr 2021 weiter. Der Internationale Währungsfonds (IWF) schätzt den Zuwachs der globalen Wirtschaftsleistung für das Gesamtjahr 2021 auf preisbereinigt 5,9 Prozent nach dem tiefen Einbruch um 3,1 Prozent im Jahr zuvor. Nach mehreren Jahren mit niedrigen Inflationsraten ging dieser Wachstumsprozess einher mit ungewöhnlich hohen Preissteigerungen. Jenseits von Basiseffekten kam es im zweiten Halbjahr zu hohen Anstiegen, da die Preise für fossile Rohstoffe die Energiekosten und anhaltend hartnäckige Lieferengpässe die Transportkosten sowie die Preise verschiedener Verbrauchs- und Industriegüter trieben.

Die angebotsseitigen Störungen haben in der EU mehrere Schlüsselindustrien, darunter die Automobil- sowie die Maschinenindustrie, betroffen, und in Ländern mit einer gewichtigen industriellen Basis das Wachstumstempo gedrückt. In der EU-27 stieg das Bruttoinlandsprodukt laut der EU-Kommission um geschätzt 5,3 Prozent. Die großen Mitgliedstaaten Italien und Frankreich erholten sich deutlich vom pandemiebedingten Einbruch. Sie mussten allerdings im Vorjahr hohe Einbrüche verkraften, weshalb der Basiseffekt bei den Zuwachsraten eine Rolle spielt. Mit einem Plus von 2,8 Prozent ist die Wirtschaftsleistung in Deutschland im vergangenen Jahr deutlich langsamer gewachsen als die der meisten anderen Staaten der Eurozone. Zu beachten ist dabei, dass in Deutschland das BIP im Jahr 2020 weniger stark zurückgegangen war als in den anderen großen Euro-Ländern.

Das preisbereinigte deutsche Bruttoinlandsprodukt war im Jahr 2021 nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 2,9 Prozent (zum Vergleich: IMF Schätzung liegt bei 2,7 Prozent, s.o.) höher als im Vorjahr. Die Wirtschaftsleistung konnte dabei in fast allen Wirtschaftsbereichen gesteigert werden, erreichte jedoch trotz der Zuwächse nicht flächendeckend das Vorkrisenniveau. Im Verarbeitenden Gewerbe etwa lag die Wirtschaftsleistung 2021 noch rund 6 Prozent unter dem Niveau von 2019. Die preisbereinigten privaten Konsumausgaben stabilisierten sich 2021 auf dem niedrigen Niveau des Vorjahres und sind damit noch weit von ihrem Vorkrisenniveau entfernt. Die gesamtwirtschaftlichen Bauinvestitionen legten im Jahr 2021 aufgrund von Engpässen bei Arbeitskräften und Material lediglich um 0,7 Prozent zu, nachdem sie zuvor fünf Jahre in Folge stärker gewachsen waren.

b) Geschäftsverlauf und Ertragslage (finanzielle Leistungsindikatoren)

Die Gesamtleistung des Jahres 2021 liegt mit 15.861,8 T€ um 22,7 % über dem Wert des Vorjahrs.

Die Materialeinsatzquote mit 45,3 % ist um 1,6 %-Punkte günstiger als im Vorjahr. Der Rohertrag liegt somit deutlich über dem Vorjahr (plus 1.819,8 T€).

Sonstige betriebliche Erträge sind mit 160,0 T€ um 116,6 T€ niedriger als im Vorjahr.

Der Personalaufwand erhöhte sich zwar nominell um 587,9 T€, real reduzierte sich die Personalaufwandsquote aufgrund der hohen Gesamtleistung von 34,1 % auf 31,5 %.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit 15,0 % der Gesamtleistung 2,4 %-Punkte unter dem Niveau des Vorjahres (17,4 %).

Die Abschreibungen erhöhten sich um 11 %. Die Zinsaufwendungen reduzierten sich um 14,8 %.

Das Geschäftsjahr 2021 schließt mit einem sehr guten Jahresergebnis von 892,3 T€ (Vorjahr positiv 36,2 T€) ab. Das für 2021 ursprüngliche geplante Jahresergebnis von 240 T€ wurde weit übertroffen.

c) Vermögens- und Finanzlage

Investitionen wurden im Geschäftsjahr in Höhe von 592,3 T€ getätigt. Im Wesentlichen handelt es sich um Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen. Die Summe der Investitionen im Geschäftsjahr 2021 liegt damit um 189,9 T€ über der Summe der Abschreibungen von 402,4 T€.

Das Anlagevermögen beläuft sich auf 24,3 % der Bilanzsumme und hat sich im Vergleich zum Vorjahr (Anteil 26,8 %) nominell um 178,7 T€ erhöht.

Der Ansatz des Vorratsvermögens liegt mit 4.596,6 T€ um 1.182,7 T€ über dem Vorjahreswert. Höhere Sicherheitsbestände sowie Materialpreissteigerungen sind die Ursache. Die Kennzahl Umschlagshäufigkeit der Vorräte sank daher um 0,5 auf 3,3 im Vergleich zum Vorjahr.

Der Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegt mit 525,7 T€ über Vorjahresniveau (Vorjahr 400,2 T€). Die Umschlagshäufigkeit der Forderungen reduzierte sich von 32,2 auf 28,7.

Der Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit reduzierte sich im Berichtjahr um 230 T€ und liegt nun bei 601 T€.

Zum Bilanzstichtag wird eine Eigenkapitalquote von 38,3 % ausgewiesen. Diese ist trotz einer um 1.324,2 T€ höheren Bilanzsumme um 6,7 %-Punkte stärker als im Vorjahr.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

a) Prognosebericht

Das Geschäftsjahr 2022 haben wir mit einer Gesamtleistung von 16,5 Mio. € geplant, somit einer Steigerung von 4,0 % zum Berichtsjahr. Die Materialaufwandsquote erwarten wir um 2,5 %-Punkte über dem Vorjahr, die Personalaufwandsquote planen wir auf ähnlichem Niveau wie im Berichtsjahr. Für 2022 rechnen wir mit einem Jahresüberschuss von 400 T€ vor Steuern.

Die weiter positive Nachfrage in den vom Unternehmen besetzten Geschäftsfeldern und unser innovatives Produktsortiment führt bisher auch im aktuellen Jahr zu einer Planerfüllung.

Das 1. Quartal 2022 wurde erfolgreich abgeschlossen. Das Ergebnis liegt auf Planniveau. Der Auftragseingang liegt sogar um knapp 10 % über dem Umsatz.

Auch das 2. Quartal 2022 ist bislang geprägt durch Stabilität. Als Unsicherheitsfaktor ist jedoch die teils verlängerten Lieferzeiten für Materialien der Produktion zu sehen. Aus heutiger Sicht gehen wir aber von der Erfüllung der Jahresplanzahlen aus.

b) Chancen- und Risikobericht

Risiken aus der Ukrainekrise

Die deutsche Wirtschaft ist abermals heftigem Gegenwind ausgesetzt. Der Krieg in der Ukraine führt zu hohen Rohstoffpreisen, neuen Lieferengpässen und schwindenden Absatzmöglichkeiten. Die hohen Rohstoffpreise verringern die Kaufkraft der verfügbaren Einkommen und dämpfen damit den privaten Konsum. Zudem belasten zusätzliche Lieferengpässe die Industrie spürbar. Schließlich verschlechtern sich zumindest vorübergehend die Absatzmöglichkeiten aufgrund der Sanktionen sowie der durch den Krieg gestiegenen Unsicherheit. All dies trifft die Wirtschaft in einer Phase, in der die dämpfenden Einflüsse der Pandemie nachlassen und eine kräftige Erholung angelegt war. Die starken Auftriebskräfte - hohe aufgestaute Kaufkraft bei den privaten Haushalten und dicke Auftragspolster der Industrie - federn die Schockwellen aus dem Krieg in der Ukraine ab. Im Ergebnis dürfte sich die Erholung in diesem Jahr laut dem Kieler Institut für Weltwirtschaft tendenziell fortsetzen, allerdings in spürbar langsamerem Tempo als im Winter erwartet und mit einem nachvollziehbar hohen Prognoserisiko. Insgesamt scheint ein Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von 2,1 Prozent für das laufende Jahr und von 3,5 Prozent für das Jahr 2023 möglich. Die Inflation dürfte in diesem Jahr mit 5,8 Prozent so hoch ausfallen wie noch nie im wiedervereinigten Deutschland. Selbst wenn die Rohstoffpreise nicht mehr weiter steigen und die Lieferengpässe allmählich nachlassen, wird die Inflation im kommenden Jahr mit 3,4 Prozent hoch bleiben, auch weil die jüngsten Erzeugerpreisanstiege erst nach und nach bei den Verbrauchern ankommen. Während der Krieg auf dem Arbeitsmarkt in diesem Szenario kaum Spuren hinterlässt, werden die öffentlichen Ausgaben steigen, sodass die Haushaltsdefizite länger auf erhöhten Niveaus verharren.

Leistungswirtschaftliche Chancen und Risiken

Risikopotential im Bereich der Finanzlage könnte dann entstehen, wenn Rohstoffpreiserhöhungen insbesondere im Bereich Kupfer nicht an die Kunden weitergegeben werden könnten.

Forderungsausfallrisiken

Grundsätzlich besteht das Risiko, dass Kunden ihren Verpflichtungen zur Zahlung nicht oder nicht fristgerecht nachkommen und dadurch finanzielle Verluste verursacht werden. Durch die Kundenstruktur der Gesellschaft ist dieses Risiko aber als marginal anzusehen. Dennoch werden Ausfallrisiken mit einem ausgeprägten Debitorenmanagement und einer Warenkreditversicherung, Bonitätsprüfung und einem konsequenten Mahnwesen begegnet.

Liquiditätsrisiken

Für Unternehmen besteht die Gefahr, dass sie aufgrund von Liquiditätsrisiken und dem Mangel an finanziellen Mitteln nicht in der Lage sind, eingegangene finanzielle Verpflichtungen zu erfüllen. Daher ist die Liquiditätsüberwachung integraler Bestandteil der laufenden Liquiditätssteuerung des Unternehmens. So ist das Unternehmen in der Lage, frühzeitig finanzielle Risiken zu erkennen und Gegenmaßnahmen einzuleiten.

IT-Risiken

Der Schutz der Information und Daten haben einen hohen Stellenwert für das Unternehmen. Die eingesetzten Sicherungsmaßnahmen betreffen sowohl prozessspezifische Sicherheitsvorkehrungen als auch Standardmaßnahmen wie den Einsatz von Virenscannern, Firewallsystemen, Verschlüsselungsverfahren sowie Zugangs- und Zugriffskontrollen. Zur Sicherstellung der Sicherheit erfolgen regelmäßige Prüfungen und Weiterentwicklungen der eingesetzten IT-Systeme.

Umweltrisiken

Der Umweltschutz sowie die nachhaltige ressourcenschonende Herstellung unserer Produkte sind ein hohes Gut. Dazu gehört es Umwelteinflüsse und -risiken frühzeitig zu erkennen, zu beobachten und ggf. Gegenmaßnahmen einzuleiten. Der Umweltschutz und Umweltverträglichkeitsanalysen nehmen daher Einfluss auf die Durchführung von Investitionen.

Chancen Marktauftritt

Die Gesellschaft hat sich als Anbieter qualitativ hochwertiger Produkte in den Bereichen Gebäudetechnik, Wasseraufbereitung, Verbindungstechnik und Sonderguss positioniert.

Gesamtbeurteilung der Chancen und Risiken

Neben den aufgeführten Risiken bietet speziell die strategische Neuausrichtung des Vertriebs auch die Chance, dass sich das inhabergeführte Unternehmen mit seinen bekannten Qualitätsprodukten und seinem guten Image weiterhin selbständig am Markt behaupten kann.

Insgesamt gehen wir von einer gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen nicht veränderten Chancen- und Risikoposition aus.

4. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen insbesondere Forderungen und Guthaben bei Kreditinstituten. Ziel des Finanz und Risikomanagements ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Die Unternehmensleitung verfolgt eine konservative Risikopolitik. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird für jedes wesentliche Handelsgeschäft ein Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über die Geldausgänge und -eingänge vermittelt. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung wird stets die Bonität der Kunden abgefragt. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein entsprechendes Debitorenmanagement, eine Warenkreditversicherung und ein effizientes Mahnwesen.

5. Sonstige Angaben

a) Bericht über Forschung und Entwicklung

Die Gesellschaft unternimmt im betriebsüblichen Umfang Entwicklungen zur technischen Weiterentwicklung vorhandener Produkte sowie Neueinführungen. Darüber hinaus arbeitet die Gesellschaft an der ständigen Optimierung der betrieblichen Abläufe.

b) Bericht über bestehende Zweigniederlassungen

Die Gesellschaft unterhält keine Zweigniederlassungen.

 

gez. Geschäftsführung

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die ABA Beul GmbH, Attendorn

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ABA Beul GmbH, Attendorn, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ABA Beul GmbH, Attendorn, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Attendorn, den 22. Juni 2022

ATTENDORNER TREUHAND GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Heimeroth, Wirtschaftsprüfer

Ergebnisverwendung

Der Vorschlag über die Ergebnisverwendung ergibt sich aus dem Anhang.

Der Beschluss über die Ergebnisverwendung erfolgte gemäß dem o.g. Vorschlag.

Datum der Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021 der ABA Beul GmbH wurde in der Gesellschafterversammlung am 23. Juni 2022 festgestellt.

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