Stammdaten

Register
Amtsgericht Lübeck HRB 488 BS
Vorher
Schöler Spezialmaschinenbau GmbH
Eingetragen
14.2.2006
Branche
BeteiligungsgesellschaftenHerstellung von Werkzeugmaschinen für die MetallbearbeitungHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit Motorantrieb
Gegenstand
Der Gegenstand des Unternehmens ist die Konstruktion und Herstellung von Maschinen. Die Gesellschaft kann daneben auch andere, mit dem Gesellschaftszweck im Zusammenhang stehende Aufgaben übernehmen, sowie sich an anderen gleichartigen oder ähnlichen Unternehmen beteiligen. Die Gesellschaft kann insbesondere auch persönlich haftende Gesellschafterin einer Kommanditgesellschaft mit dem gleichen Gesellschaftszweck werden und deren Geschäfte führen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Lennart Olsson
seit 14.2.2006
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Schöler Vermögensgesellschaft bürgerlichen Rechts
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Schöler Vermögensgesellschaft
Germany
500.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Schöler GmbH

Pansdorf

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021

SCHÖLER GMBH, PANSDORF

I. Grundlagen des Unternehmens

Die Schöler GmbH ist ein 1928 gegründetes mittelständisches Familienunternehmen, das einer der weltweit führenden Systemlieferanten und Anlagenbauer für die Wärmetauscher-Industrie ist.

Das Produktspektrum reicht von Präzisionsmaschinen für die Herstellung von dünnwandigen Lamellen und Rohren über halb- und vollautomatische Netzmontagelinien bis zu schlüsselfertigen Produktionsstraßen für die Herstellung von Kondensatoren, Wasserkühlern, Ölkühlern, Ladeluftkühlern und vielem mehr. Die Maschinen, die Schöler selbst entwickelt und fertigt, werden in der Autoindustrie ebenso eingesetzt wie bei der Herstellung von Wärmetauschern für stationäre Anwendungen.

II. Darstellung des Geschäftsverlaufs

1. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Die Weltwirtschaft ist nach dem Beginn der Corona-Pandemie im Frühjahr 2020 und dem damit verbundenen Einbruch der weltweiten Wirtschaftsleistung im Berichtsjahr wieder angestiegen. In Deutschland war ein Anstieg des preis-, saison- und kalenderbereinigten Bruttoinlandsprodukts in 2021 in Höhe von 2,8 % gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. (Quelle: destatis.de).

Für die Automobilindustrie sind 2022 aufgrund der noch anhaltenden Corona-Pandemie, des Ukraine-Konflikts sowie den strukturellen Umbrüchen weiterhin schwache Umsatzerlöse zu erwarten, wenn auch auf höherem. Die Investitionen der Automobilhersteller werden daher zurückgehen und Folgeauswirkungen auf den Maschinenbau haben.

2. Umsatz, Gesamtleistung und Auftragsentwicklung sowie Geschäftsergebnis

Wir haben im Jahr 2021 einen Umsatz von Mio. 12,2 € erreicht (davon Inland Mio. 0,9 €, davon EU-Länder Mio. 4,3 € und Drittländer Mio. 7,0 €). Die Gesamtleistung erhöhte sich aufgrund des deutlichen Anstiegs bei den unfertigen Erzeugnissen im Berichtsjahr um 15,1 % auf Mio. 15,0 €. Der Bestandsaufbau liegt im Wesentlichen in einer steigenden, wenn auch nach wie vor nicht befriedigenden Auftragslage begründet. Die Entwicklung der Gesamtleistung lag aufgrund von zögerlicher Nachfrage seitens der Kunden deutlich unter unseren Erwartungen. Unser Ergebnis positiv beeinflusst haben Erträge aus Corona-Überbückungshilfen in Höhe von rd. Mio. 1,5 €.

Die höhere Gesamtleistung war mit einem überproportionalem Anstieg der Materialaufwendungen verbunden. Der Personalaufwand stieg dagegen unterproportional an. Wir haben im Jahr 2021 einen deutlichen operativen Verlust erlitten.

Zum 31.12.2021 haben wir Mio. 4,1 € angearbeitete Kundenaufträge zu Herstellungskosten aktiviert. Bei einem Auftragsbestand von Mio. 8,3 € bleibt ein Restauftragsvolumen in Höhe von Mio. 4,2 €, das wir im Jahr 2022 abarbeiten wollen.

3. Produktion

Kern unserer Produktion ist die Herstellung von Maschinen zur Herstellung von Wärmetauschtechnik. Für die Modularisierung der Produktionsgruppen Lamellenwalzanlagen, Haspel, Rohrfalt- und Rohrschweißanlagen sowie Core-Builder sind in den Jahren bis 2015 Herstellungskosten in Höhe von T€ 1.795 angefallen. Die Modularisierung ist abgeschlossen und die geforderten Funktionen werden erfüllt. Die weitere Optimierung und Entwicklung von Funktionen erfolgte ab 2016 ggf. im Rahmen von Kundenaufträgen. Alle modularisierten Maschinen wurden bereits mehrfach realisiert.

Die Produktionsauslastung hat sich zwar im Vergleich zum Vorjahr verbessert, ist aber weiterhin nicht befriedigend.

4. Beschaffung

Alle wesentlichen Beschaffungsaktivitäten waren im Berichtsjahr ohne nennenswerte Friktionen möglich. Die Arbeitsvorbereitung und Beschaffung arbeiten im Einkauf zusammen.

5. Investitionen

Im Berichtsjahr sind Ersatz- und Ergänzungsinvestitionen durchgeführt worden.

6. Finanzierungsmaßnahmen bzw. Finanzierungsvorhaben

Die Gesellschafter der Schöler GmbH haben der Gesellschaft im Jahr 2016 eine stille Beteiligung (mit Gewinn- und Verlustbeteiligung) in Höhe von T€ 600 zur Verfügung gestellt; steuerlich: GmbH & Still. Eine weitere Beteiligung mit Rangrücktritt wurde ebenfalls im Jahr 2016 durch eine Kapitalbeteiligungsgesellschaft in Höhe von T€ 300 mit 10-jähriger Laufzeit bereitgestellt.

Wie im Vorjahr steht zum Bilanzstichtag ein Avalkreditrahmen zur Verfügung. Für sämtliche Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bestehen Rangrücktrittsvereinbarungen.

7. Personal- und Sozialbereich

Wir haben im Jahr 2021 138 Mitarbeiter sowie 10 Auszubildende beschäftigt.

Das aktive Personalmanagement in Form von Förderung von Leistungsträgern einerseits sowie die Ansprache von leistungsschwachen Mitarbeitern wurde 2021 kontinuierlich fortgeführt.

III. Darstellung der Lage

1. Vermögenslage

31.12.2021
T€
in % 31.12.2020T€ in % 31.12.2019
T€
in %
Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände 0 0,00 0 0,00 92 0,67
übriges Anlagevermögen 4.007 28,84 4.309 35,69 4.259 30,96
Vorräte 5.899 42,46 3.223 26,70 4.908 35,68
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.163 22,77 3.598 29,80 3.846 27,96
übrige Aktiva 823 5,92 942 7,80 652 4,74
  13.892 99,99 12.072 99,99 13.757 100,01
wirtschaftliches Eigenkapital 2.019 14,53 2.110 17,48 2.923 21,25
Rückstellungen 3.394 24,43 2.950 24,44 2.941 21,38
erhaltene Anzahlungen 2.394 17,23 1.037 8,59 1.809 13,15
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.996 28,76 4.436 36,75 5.252 38,18
übrige Verbindlichkeiten 2.089 15,04 1.539 12,75 832 6,05
  13.892 99,99 12.072 100,01 13.757 100,01

Wirtschaftliches Eigenkapital

Das wirtschaftliche Eigenkapital betrifft das bilanzielle Eigenkapital, die Gesellschafterdarlehen und die stillen Beteiligungen.

Entwicklung:

01.01.2021
T€
Veränderung
T€
31.12.2021
T€
bilanzielles Eigenkapital 685 143 828
Gesellschafter Schöler 314 -31 283
stille Beteiligung Schöler 161 47 208
MBG Schl.-H. 950 -250 700
  2.110 -91 2.019

In der Spalte Veränderung ist der an die "stille Beteiligung Schöler" abgeführte Gewinn (T€ 47) ausgewiesen.

2. Finanzlage

2021
T€
2020
T€
2019
T€
Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit 1.238 1.738 680
Zugänge Anlagevermögen/ Cash-Flow aus Investitionstätigkeit -213 -433 -359
Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit -754 -489 -575
Veränderung der flüssigen Mittel 271 816 -254

Der Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit liegt deutlich unter Vorjahreswert. Bestimmender Einflussfaktor des Rückgangs ist die hohe Mittelbindung im Vorratsbereich.

Im Investitionsbereich sind im Berichtsjahr im Sachanlagevermögen Erweiterungs- und Ersatzinvestitionen durchgeführt worden. Im Finanzierungsbereich wurden T€ 353 für die Rückführung von Finanzierungen eingesetzt und T€ 401 Zinsen gezahlt.

3. Ertragslage

2021 2020 2019
Umsatzerlöse 12.188 81,5 14.429 111,0 19.957 124,7
Bestandsveränderung 2.769 18,5 -1.618 -12,4 -4.440 -27,7
andere aktivierte Eigenleistungen 0 0,0 187 1,4 492 3,1
  14.957 100,0 12.998 100,0 16.009 100,1
Materialaufwand -4.630 -31,0 -3.518 -27,1 -4.626 -28,9
Personalaufwand -7.532 -50,4 -7.131 -54,9 -8.426 -52,6
Zwischenergebnis 2.795 18,6 2.349 18,0 2.957 18,5
sonstige betriebliche Aufwendungen -3.462 -23,1 -2.832 -21,8 -3.223 -20,1
sonstige betriebliche Erträge 1.845 12,3 582 4,5 382 2,4
  -1.617 -10,8 -2.250 -17,3 -2.841 -17,7
EBITDA 1.178 7,8 99 0,8 116 0,7
Abschreibungen -516 -3,4 -662 -5,1 -821 -5,1
EBIT 662 4,4 -563 -4,3 -705 -4,4
Finanzergebnis -464 -3,1 -247 3,0 -472 -2,9
  198 1,3 -810 -6,2 -1.177 -7,3
neutrales Ergebnis 0 0,0 -4 0,0 -12 -0,1
Steuern vom Einkommen und Ertrag -6 0,0 -2 0,0 0 0,0
EAT 192 1,3 -816 -6,3 -1.189 -7,5

Die Gesamtleistung ist deutlich von Mio. 13,0 € auf Mio 15,0 € angestiegen. Das EBITDA konnte im Wesentlichen aufgrund von Corona-Hilfen (dargestellt in den sonstigen betrieblichen Erträge) mit T€ 1.178 deutlich verbessert werden. Unter Herausrechnung dieses Sondereffekts wäre das EBITDA jedoch deutlich negativ und würde auch unter dem Vorjahreswert leigen. Das Finanzergebnis verrringerte sich im Wesentlichen aufgrund des Wegfalls der Gewinnausschüttung einer Tochtergesellschaft im Vorjahr sowie des Wiederauflebens von gewinnabhängigen Zinsverpflichtungen aus Vorjahren.

Es verbleibt ein EAT von T€ 191, davon T€ 47 an stille Gesellschafter abgeführt, Jahresüberschuss danach T€ 144.

IV. Voraussichtliche Entwicklung mit Hinweisen auf wesentliche Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

1. Voraussichtliche Entwicklung

Basierend auf den in der Geschäftsführung festgelegten Maßnahmen haben wir Planungsrechnungen für die Jahre 2022 und 2023 aufgestellt. Aus dem vorhandenen Auftragsbestand, der Ausplanung der angearbeiteten Aufträge und dem geplanten Auftragseingang erwarten wir im Jahr 2022 eine Gesamtleistung von Mio. 18,2 € und einen Jahresüberschuss von rd. Mio. 0,1. In den Planungen nicht enthalten sind Erträge aus der Überbrückungshilfe IV für das erste Quartal 2022.

Wegen des Projektgeschäfts und den damit verbundenen Unsicherheiten hinsichtlich des Zeitpunktes der Umsatz- und Gewinnrealisierung der jeweiligen Projekte sowie der weiterhin coronabedingten verzögerten Nachfrage, weisen wir darauf hin, dass das Jahresergebnis signfikantes Schwankungspotenzial aufweist.

2. Hinweise auf Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Auf Basis der bilanzierten Vermögens- und Schuldposten zum 31.12.2021 sowie der Erfolgsplanung 2022 haben wir eine detaillierte Liquiditätsplanung erstellt und dabei festgestellt, dass für das Geschäftsjahr 2022 ausreichende Kreditlinien (einschließlich Avale) vorhanden sind. Sollte jedoch, nicht zuletzt aufgrund des Andauerns der Corona-Pandemie, der Auftragseingang sowie die Auftragsabwicklung deutlich unter den prognostizierten Annahmen verbleiben, könnte der Fortbestand des Unternehmens gefährdet sein. In der Folge würden weitere Umstrukturierungen mit dem Ziel der Kostensenkung durchgeführt werden. Darüber hinaus bestehen Unsicherheiten hinsichtlich des Fortbestands der Tochtergesellschaft Schöler of China Ltd. und einem damit verbundenen möglichen Zahlungsausfall bei den Forderungen der Berichtsgesellschaft. Auf die globalen Risiken aufgrund des Ukraine-Konflikts, die sich ebenfalls negativ auf die Geschäftstätigkeit auswirken können, weisen wir hin.

 

Pansdorf, den 15. Februar 2022

Schöler GmbH

gez. Jan-Peter Schöler, Geschäftsführer

gez. Sabine Schöler-Olsson, Geschäftsführerin

gez. Lennart Olsson, Geschäftsführer

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2021

SCHÖLER GMBH, PANSDORF

AKTIVA

31.12.2021
31.12.2020
A. ANLAGEVERMÖGEN 4.007.125,59 4.309.230,46
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 25.620,00 37.163,00
II. Sachanlagen 3.918.285,76 4.208.847,63
III. Finanzanlagen 63.219,83 63.219,83
B. UMLAUFVERMÖGEN 7.358.195,76 6.549.247,48
I. Vorräte 3.503.736,07 2.185.673,59
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.811.595,60 4.253.191,50
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 42.864,09 110.382,39
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 132.707,32 176.473,05
  11.498.028,67 11.034.950,99

PASSIVA

   
31.12.2021
31.12.2020
A. EIGENKAPITAL 828.131,62 684.544,83
I. Gezeichnetes Kapital 500.000,00 500.000,00
II. Gewinnrücklagen 1.066,04 1.066,04
III. Gewinnvortrag 183.478,79 814.955,54
IV. Jahresüberschuss (-fehlbetrag) 143.586,79 -631.476,75
B. RÜCKSTELLUNGEN 3.394.414,46 2.950.314,70
C. VERBINDLICHKEITEN 7.275.482,59 7.400.091,46
- davon aus Steuern: € 82.863,30 (Vorjahr: € 80.957,32)    
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: € 7.011,89 (Vorjahr: € 33,37)    
  11.498.028,67 11.034.950,99

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021

2021
2020
1. Rohergebnis 12.171.779,01 10.063.326,43
2. Personalaufwand -7.532.423,78 -7.131.368,64
a) Löhne und Gehälter -6.103.356,73 -5.682.686,99
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.429.067,05 -1.448.681,65
- davon für Altersversorgung: € 217.861,30 (Vorjahr: € 287.514,84)    
3. Abschreibungen -515.503,32 -662.029,12
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -515.503,32 -662.029,12
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.448.424,43 -2.819.889,01
- davon aus Währungskursumrechnungen: € 11.847,70 (Vorjahr: € 10.578,75)    
Betriebsergebnis 675.427,48 -549.960,34
5. Erträge aus Beteiligungen 0,00 138.992,58
- davon aus verbundenen Unternehmen: € 0,00 (Vorjahr: € 138.992,58)    
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,13 0,35
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -401.161,80 -385.817,88
- davon aus der Verzinsung von Rückstellungen: € 64.579,98 (Vorjahr: € 73.498,93)    
Finanzergebnis -401.161,67 -246.824,95
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -6.147,55 -2.310,71
9. Ergebnis nach Steuern 268.118,26 -799.096,00
10. Sonstige Steuern -13.573,40 -14.024,46
11. Aufgrund von Teilgewinnabführungsverträgen abgeführte Gewinne (übernommene Verluste) -47.148,07 185.342,76
12. Ergebnisanteile der stillen Gesellschafter -63.810,00 0,00
13. Aufwand aus Besserungsscheinen 0,00 -3.699,05
14. Jahresüberschuss (-fehlbetrag) 143.586,79 -631.476,75
15. Gewinnvortrag 183.478,79 814.955,54
16. Bilanzgewinn 327.065,58 183.478,79

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021

SCHÖLER GMBH, PANSDORF

I. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS

Der Jahresabschluss der Schöler GmbH, Amtsgericht Lübeck, HRB 488 BS, ist nach den Vorschriften des HGB aufgestellt. Die erhaltenen Anzahlungen werden von den Vorräten aktivisch offen abgesetzt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Vorschriften des BilRUG werden beachtet. Bei der Gesellschaft handelt es sich im Sinne von § 267 HGB um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

II. ANGABEN ZU DEN BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich der laufenden Abschreibungen bilanziert. Grundsätzlich werden geringwertige Wirtschaftsgüter (Anschaffungskosten bis € 800,00) im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen wurden mit den Anschaffungskosten bilanziert. Auf die Beteiligung an der Schöler of China Ltd. wurden Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen; danach beträgt der Buchwert noch € 5.494,00.

Die Vermögensgegenstände des Vorratsvermögens wurden zu Anschaffungskosten bzw. zu Herstellungskosten bewertet. Bei der Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse wurden neben den Material- und Fertigungseinzelkosten angemessene Teile der entsprechenden Gemeinkosten und der Verwaltungsgemeinkosten mit einbezogen. Die Bewertungssystematik nach den Kriterien letzter Zugang, Alter, Gängigkeit und Reichweite wurde fortgeführt; es wurden Einzelwertberichtigungen und Reichweitenabschläge vorgenommen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind zu Anschaffungskosten bewertet worden. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Lieferungen und Leistungen mit T€ 44 und den laufenden Verrechnungsverkehr mit T€ 151.

Soweit erforderlich wurden Einzelwertberichtigungen auf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen sowie gegenüber Dritten (insgesamt T€ 576, Vorjahr T€ 200) gebildet. Für den nicht einzelwertberichtigten Teil der Forderungen wurde eine Pauschalwertberichtigung (T€ 59; Vorjahr T€ 71) abgesetzt.

Die Bewertung der sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zum Nennwert.

Die Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung wurden am Bilanzstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.

Die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen betreffen den mit dem Rechnungszinsfuß von 1,87 % errechneten versicherungsmathematischen Barwert der den Geschäftsführern gewährten Pensionszusagen. Es werden die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck angewandt. Die Bewertung des Verpflichtungsumfangs erfolgte unter Zuhilfenahme der PUC-Methode bei einem unterstellten Gehaltstrend von 2,0 % p. a. und einem Rententrend von 1,5 % p. a. Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB (Rechnungszinssatz 1,35 %) beläuft sich auf € 314.417,00. Die Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen sind mit dem Zeitwert (das ist der Aktivwert, der auch als Anschaffungskosten unterstellt wird) bewertet und mit den Pensionsrückstellungen verrechnet worden.

Die sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass sie allen erkennbaren Risiken auf der Grundlage vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung Rechnung tragen. Die Bewertung erfolgt mit dem Erfüllungsbetrag.

Sämtliche Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.

III. ANGABEN ZU DEN POSTEN DER BILANZ UND DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Berichtsjahr ergibt sich im Einzelnen aus dem beigefügten Anlagenspiegel. Nach Neuberechnung wurden geringfügige Anpassungen der Vorjahreszahlen der kumulierten Anschaffungs- und Herstellungskosten sowie der kumulierten Abschreibungen vorgenommen.

Die Gesellschaft ist mit 100 % an der Schoeler of America Inc., 28210 Charlotte, USA, beteiligt. Die Gesellschaft hat ein Stammkapital und Waren in Höhe von € 57.725,83 eingebracht. Der Jahresüberschuss 2021 beträgt TUSD 16, das vorläufige Eigenkapital TUSD 221.

Die Gesellschaft ist weiterhin mit 100 % an der Schöler of China Ltd., 511555 Guangzhou, Volksrepublik CHINA, beteiligt. Die Anschaffungskosten betragen € 201.416,46. Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag zum 31.12.2021 beträgt TRMB 2.158; der Jahresüberschuss beträgt TRMB 943.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Erstattungsansprüche aus Corona-Überbrückungshilfen in Höhe von T€ 593 (§ 268 Abs. 4 S. 2 HGB). Der Posten hat insgesamt eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält vorausgezahlte Softwarepflegekosten und Versicherungsprämien für das folgende Geschäftsjahr.

Eigenkapital

Der Bilanzgewinn ermittelt sich wie folgt

31.12.2021
Jahresüberschuss 2021 143.586,79
+ Gewinnvortrag 183.478,79
  327.065,58

Bei den Pensionsrückstellungen wurden Pensionsverpflichtungen in Höhe von € 3.324.323,00 mit zu saldierendem Deckungsvermögen in Höhe von € 565.122,00 verrechnet. Von den Pensionsverpflichtungen entfallen € 1.260.293,00 auf frühere Organmitglieder.

Aufgrund der erstmaligen Anwendung der Bewertungsvorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) zum 01.01.2010 ergab sich ein verteilungsfähiger Zuführungsbedarf gemäß Art. 67 Abs. 1 EGHGB in Höhe von € 408.474,00. Dieser Betrag ist bis spätestens zum 31.12.2024 in jedem Jahr zu mindestens einem Fünfzehntel (€ 27.232,00) anzusammeln. Dementsprechend wurden bislang bis zum 31.12.2021 € 326.784,00 zugeführt. Es verbleibt ein weiterer Unterschiedsbetrag von € 81.690,00.

Die sonstigen Rückstellungen bestehen im Wesentlichen aus Rückstellungen für nachlaufende Kosten (T€ 308), Abfindungen (T€ 25), Resturlaub und Gleitzeitguthaben (T€ 51), ausstehende Rechnungen (T€ 131), Garantien (T€ 21) sowie übrige (T€ 99).

Verbindlichkeiten

Davon mit einer Restlaufzeit
Gesamtbetrag 31.12.2021
bis zu einem Jahr
zwischen einem und fünf Jahren
von mehr als fünf Jahren
Gesamtbetrag 31.12.2020
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.995.835,17 3.995.835,17 0,00 0,00 4.436.311,17
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 878.585,28 878.585,28 0,00 0,00 397.635,24
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 491.860,98 0,00 491.860,98 0,00 475.273,58
Sonstige Verbindlichkeiten 1.909.201,16 985.359,32 923.841,84 0,00 2.090.871,47
  7.275.482,59 5.859.779,77 1.415.702,82 0,00 7.400.091,46

Die sonstigen Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten gegenüber der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft Schleswig-Holstein mbH (MBG) (T€ 764), Verbindlichkeiten aus Mietkäufen (T€ 481) sowie kreditorischen Debitoren (T€ 574).

Von den Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten durch Grundschulden, durch Sicherungsübereignung der Betriebseinrichtung und Waren, durch selbstschuldnerische Bürgschaften sowie durch Globalzession in voller Höhe besichert.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus den Corona-Überbrückungshilfen in Höhe von insgesamt T€ 1.513 enthalten.

Die im Berichtsjahr erfolgte Zuführung in Höhe von € 27.232,00 zur Pensionsrückstellung im Rahmen der Fünfzehntel-Regelung ist als sonstiger betrieblicher Aufwand erfasst.

Im Zinsaufwand sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsverpflichtungen in Höhe von € 68.407,00 mit korrespondierenden Erträgen aus der Rückdeckungsversicherung in Höhe von € 3.827,02 saldiert dargestellt.

IV. SONSTIGE ANGABEN

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen aus:

Mietvertrag mit dem Gesellschafter: T€ 54 pro Jahr
Leasing Fuhrpark: T€ 191  
Miete und Leasing div. Geräte: T€ 118  

Haftungsverhältnisse

Sonstige Haftungsverhältnisse bestehen aus Anzahlungsbürgschaften in Höhe von T€ 734. Mit einer Inanspruchnahme der Bürgschaften wird nicht gerechnet, da bislang jede erhaltene Anzahlung bedient wurde.

Ausschüttungsgesperrte Beträge

Aufgrund der Aktivierung selbst erstellter immaterieller Vermögensgegenstände ergibt sich gem. § 268 Abs. 8 HGB eine Ausschüttungssperre in Höhe von T€ 6. Des Weiteren ergäbe sich bei den Pensionsrückstellungen unter Zugrundelegung eines durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein um T€ 314 höherer Rückstellungsbetrag, so dass eine weitere Ausschüttungssperre gem. § 253 Abs. 6 HGB in dieser Höhe besteht. Ein weiterer Betrag von € 81.690,00 ist als Unterschiedsbetrag (Art. 67 Abs. 1 EGHGB) gesperrt.

Mitarbeiter

Im Berichtsjahr wurden durchschnittlich 138 (Vj. 138) Arbeitnehmer beschäftigt, davon 72 (Vj. 72) Angestellte und 66 (Vj. 66) gewerbliche Mitarbeiter. Darüber hinaus waren 10 (Vj. 13) Auszubildende beschäftigt.

Geschäftsführung

Alleinvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit waren im Berichtsjahr:

Frau Sabine Schöler-Olsson, Wirtschaftsingenieur BA, kfm. Leiterin, Pansdorf,

Herr Jan-Peter Schöler, Dipl.-Ing. Maschinenbau, Vertrieb, Techau,

Herr Lennart Olsson, Wirtschaftsingenieur BA, Entwicklung und Produktion, Pansdorf.

Bezüge der Geschäftsführung

Die Gesamtbezüge der Geschäftsführer einschließlich der Versorgungsbezüge an frühere Mitglieder betrugen im Geschäftsjahr 2021 T€ 470.

Ergebnisverwendungsbeschluss der Gesellschafter

Aufgrund des Ergebnisverwendungsbeschlusses vom 15. März 2022 wird der Jahresüberschuss 2021 mit dem Gewinnvortrag verrechnet.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nach Ablauf des Geschäftsjahres nicht ereignet. Es wird jedoch auf die allgemeinen wirtschaftlichen Unsicherheiten verwiesen, die seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie sowie der Ukraine-Krise bestehen und zu einer Verzögerung von Aufträgen sowie andauerndem Nachfragerückgang führen. Die Folgen lassen sich nicht genau beziffern, werden sich aber auch im Ergebnis des Geschäftsjahres 2022 deutlich auswirken.

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2020

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2020 wurde im Rahmen der Gesellschafterversammlung am 29. März 2021 festgestellt.

 

Pansdorf, den 15. Februar 2022

Schöler GmbH

gez. Sabine Schöler-Olsson, Geschäftsführerin

gez. Jan-Peter Schöler, Geschäftsführer

gez. Lennart Olsson, Geschäftsführer

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jan. 2021
Zugänge
Umbuchungen
Abgänge
31. Dez. 2021
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE          
Entgeltlich erworbene Konzessionen und ähnliche Rechte 10.000,00 0,00 0,00 0,00 10.000,00
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.794.963,20 0,00 0,00 0,00 1.794.963,20
Software 479.453,76 10.296,50 0,00 0,00 489.750,26
Geschäfts- und Firmenwert 10.225,84 0,00 0,00 0,00 10.225,84
  2.294.642,80 10.296,50 0,00 0,00 2.304.939,30
SACHANLAGEN          
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.028.953,02 9.595,85 0,00 0,00 5.038.548,87
Technische Anlagen und Maschinen 5.845.728,90 161.669,54 40.000,00 0,00 6.047.398,44
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung          
Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.306.181,97 29.387,43 0,00 0,00 1.335.569,40
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 40.000,00 2.449,13 -40.000,00 0,00 2.449,13
  12.220.863,89 203.101,95 0,00 0,00 12.423.965,84
FINANZANLAGEN 259.142,29 0,00 0,00 0,00 259.142,29
  14.774.648,98 213.398,45 0,00 0,00 14.988.047,43
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
1. Jan. 2021
Zugänge
Abgänge
31. Dez. 2021
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE        
Entgeltlich erworbene Konzessionen und ähnliche Rechte 852,00 3.431,00 0,00 4.283,00
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.794.963,20 0,00 0,00 1.794.963,20
Software 451.439,76 18.408,50 0,00 469.848,26
Geschäfts- und Firmenwert 10.224,84 0,00 0,00 10.224,84
  2.257.479,80 21.839,50 0,00 2.279.319,30
SACHANLAGEN        
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.701.445,39 87.163,85 0,00 2.788.609,24
Technische Anlagen und Maschinen 4.202.252,90 348.720,54 0,00 4.550.973,44
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung        
Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.108.317,97 57.779,43 0,00 1.166.097,40
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
  8.012.016,26 493.663,82 0,00 8.505.680,08
FINANZANLAGEN 195.922,46 0,00 0,00 195.922,46
  10.465.418,52 515.503,32 0,00 10.980.921,84
NETTOBUCHWERTE
31. Dez. 2021
31. Dez. 2020
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE    
Entgeltlich erworbene Konzessionen und ähnliche Rechte 5.717,00 9.148,00
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0,00
Software 19.902,00 28.014,00
Geschäfts- und Firmenwert 1,00 1,00
  25.620,00 37.163,00
SACHANLAGEN    
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.249.939,63 2.327.507,63
Technische Anlagen und Maschinen 1.496.425,00 1.643.476,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung    
Betriebs- und Geschäftsausstattung 169.472,00 197.864,00
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.449,13 40.000,00
  3.918.285,76 4.208.847,63
FINANZANLAGEN 63.219,83 63.219,83
  4.007.125,59 4.309.230,46

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Schöler GmbH, Pansdorf:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Schöler GmbH, Pansdorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Schöler GmbH, Pansdorf, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf Abschnitt IV des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass für den Fall, dass die Aufträge nicht wie geplant eingehen und die Betriebsleistung deutlich hinter den Planzahlen zurückbleiben, sich die Gesellschaft in einer angespannten Liquiditätssituation befindet. Wie Abschnitt IV des Lageberichts darlegt, deuten diese Ereignisse und Gegebenheiten auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellen könnte. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung

üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Lübeck, 15. März 2022

ARGON GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Dr. Schreiber

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