36. RTLL Verwaltungsgesellschaft mbH
Selbe AdresseVermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Dirk Weise seit 14.11.2024 | Prokura |
Marcus Joppich seit 12.1.2021 | Geschäftsführer |
Matthias Pöthe seit 7.6.2011 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
RTLL Generalbau GmbHKirchbergJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtWirtschaftbericht Gegenstand des Unternehmens Die RTLL Generalbau GmbH ist ein mittelständiges Bauunternehmen mit Sitz in Kirchberg. Wir sind dabei als Generalunternehmer, respektive Generalübernehmer sowohl für die zur Gruppe gehörenden Projektgesellschaften, als auch für ausgewählte fremde Dritte tätig. Die regionalen Schwerpunkte lagen im Geschäftsjahr 2023 in Brandenburg, Sachsen, Nordrhein-Westfalen und Hessen. Das Leistungsspektrum der Gesellschaft umfasst aktuell folgende Bereiche: - Wohnungsbau, teilweise mit gewerblicher Nutzung - Betreutes/ anbieterverantwortliches Wohnen - Einzelhandelsimmobilien für Discounter und Vollsortimenter Die einzelnen Baugewerke werden ausschließlich fremdvergeben. Dabei werden die Subunternehmer zum einen aus bestehenden Netzwerken und zum anderen aus europaweiter Akquise vertraglich gebunden. Unser eigenes qualifiziertes Baupersonal setzen wir für Überwachungs- und Koordinierungsaufgaben ein. Sie unterstützen damit die Poliere vor Ort. Unser unternehmerischer Schwerpunkt lag im vergangenen Geschäftsjahr im Bereich Wohnen. In Königs Wusterhausen sowie in Schwalmstadt wurden größere Wohnungsbauprojekte für fremde Auftraggeber realisiert. Für ein gruppeninternes Projekt - Seniorencampus in Hamm - erfolgten umfangsreiche Planungs- und Bauvorbereitungsmaßnahmen. Das für den Real Estate Social Impact Investing Award (ICG Institut) nominierte intergenerative Sozialprojekt in Leipzig wurde erfolgreich an den Investor übergeben. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen und Baubranche 2023 Das Bruttoinlandsprodukt ist im 4. Quartal 2023 gegenüber dem 3. Quartal 2023 - preis-, saison- und kalenderbereinigt - um 0,3 % gesunken. Damit hat die deutsche Wirtschaft das Jahr 2023 im Minus beendet. Im Schlussquartal bremsten die rückläufigen Investitionen die Konjunktur, während der Konsum leicht zulegte. In den ersten drei Quartalen stagnierte das BIP noch weitestgehend, begleitet von anhaltend schwierigen weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Für das gesamte Jahr 2023 sank die Wirtschaftsleistung um 0,3 % zum Vorjahr. Nach dem starken Rückgang der privaten Konsumausgaben im Winterhalbjahr 2022/2023 erholten sich diese im Laufe des Jahres 2023 etwas. Gleichzeitig sank die Inflationsrate. Im 4. Quartal 2023 stiegen die privaten Konsumausgaben leicht um 0,2 % (preis-, saison- und kalenderbereinigt) gegenüber dem Vorquartal. Positive Impulse gingen dabei von der gestiegenen Nachfrage nach Dienstleistungen aus. Auch die Konsumausgaben des Staates nahmen mit +0,3 % leicht gegenüber dem Vorquartal zu. Die Investitionen gingen im Vorquartalsvergleich dagegen deutlich zurück: So nahmen die Bauinvestitionen preis-, saison- und kalenderbereinigt um 1,7 % ab, nachdem sie bereits in den beiden vorangegangenen Quartalen rückläufig waren. Die Investitionen in Ausrüstungen - also vor allem in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge - gingen zum Jahresende mit -3,5 % sogar noch deutlicher zurück. Im 4. Quartal 2023 wurden preis-, saison- und kalenderbereinigt insgesamt 1,6 % weniger Waren und Dienstleistungen exportiert als im 3. Quartal 2023. Die Importe sanken mit -1,7 % noch etwas stärker. Eine verhaltene Auslandsnachfrage, anhaltende geopolitische Spannungen und hohe Energiepreise machten sich besonders im schwächeren Warenhandel bemerkbar. Im 4. Quartal 2023 ging die preis-, saison- und kalenderbereinigte Bruttowertschöpfung um 0,4 % im Vorquartalsvergleich zurück, nachdem sie in den beiden Quartalen zuvor stagniert hatte. Die stärksten Rückgänge waren im Baugewerbe (-2,6 %) und im Verarbeitenden Gewerbe (-1,4 %) zu verzeichnen. Während die Produktion von Kraftwagen und Kraftwagenteilen zunahm, hatten viele andere Branchen wie der Maschinenbau, die Herstellung von elektrischen Ausrüstungen sowie von Metallerzeugnissen und die chemische Industrie Einbußen zu verzeichnen. Die Bruttowertschöpfung in der Energieversorgung konnte im Vorquartalsvergleich dagegen kräftig zulegen. Im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr, Gastgewerbe sowie bei den sonstigen Dienstleistern kam es preis-, saison- und kalenderbereinigt zu einem Rückgang der Bruttowertschöpfung um jeweils 0,9 %, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Bereichen im 2. und 3. Quartal 2023 noch Zuwächse verzeichnet hatte. Leichte Anstiege verzeichneten im 4. Quartal 2023 die Unternehmensdienstleister und der Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit. Geschäftsverlauf der RTLL Generalbau GmbH Der Jahresbeginn wird traditionell zu Fortbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen aller Mitarbeiter genutzt. Durch regelmäßige Schulungen sollen die Kompetenzen unserer Mitarbeiter sowohl im fachlichen als auch im zwischenmenschlichen Bereich auf hohem Niveau gehalten werden. Alle Mitarbeiter wurden dazu angehalten, je nach fachlicher und oder persönlicher Neigung Exzellenzthemen zu belegen, sodass durch diese spezialisierte Weiterbildung des Einzelnen alle profitieren und so ein breites Fachthemennetzwerk im Haus entsteht. Am bestehenden DMS-System wurden weitere kleinere, betriebsbedingte Spezifikationen vorgenommen. Dadurch wurden die bestehenden Prozessabläufe weiter optimiert. Ebenso wurde weiter in Hard- und Software investiert, um sowohl den Digitalisierungsprozess im Unternehmen weiter zu fördern, als auch um der höheren Gefährdungslage im Bereich der Cyberkriminalität Rechnung zu tragen. Größere Einzelmaßnahmen im Bereich Digitalisierung erfolgten EDV-seitig wiederum in den Bereichen Architektur und technische Gebäudeausrüstung. Im Geschäftsjahr waren im Durchschnitt 38 Mitarbeiter beschäftigt. Diese durchschnittliche Mitarbeiterzahl steht im Einklang mit der mittelfristigen Unternehmensplanung. Vermögenslage Das Anlagevermögen ist um 111 TEUR gestiegen. Den Abschreibungen im Geschäftsjahr 2023 in Höhe von 224 TEUR stehen Investitionen in Höhe von 354 TEUR entgegen. Abgänge des Anlagevermögens wurden in Höhe von 19 TEUR verzeichnet. Die in Ausführung befindlichen Bauaufträge in Höhe von 25.132 TEUR sind mit 28.401 TEUR vorfinanziert. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 428 TEUR verringert (2023: 1.228 TEUR zu 2022: 1.656 TEUR). Zweifelhafte Forderungen wurden wertberichtigt. Die bestehenden Forderungen werden deshalb als werthaltig angesehen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sanken um 676 TEUR im Vergleich zum Vorjahr (2023: 2.595 TEUR zu 2022: 3.271 TEUR). Finanzlage Die Eigenkapitalquote ist von 28,9 Prozent im Vorjahr auf 34,7 Prozent im laufenden Jahr gestiegen. Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr insgesamt Investitionen in Höhe von 354 TEUR vorgenommen. Ein Großteil entfällt dabei erneut auf die Anschaffung von rein elektrischen Fahrzeugen sowie die notwendige Ladeinfrastruktur dazu. Einen weiteren Schwerpunkt stellten Investitionen in EDV-Software und notwendige Hardware dar. Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr konnten alle Investitionsmaßnahmen aus der eigenen Liquidität bestritten werden. Die Aufnahme von Betriebsmitteln über Kreditinstitute war nicht erforderlich. Der durch die Hausbank zur Verfügung gestellte Kontokorrent- respektive Bürgschaftsrahmen wurde lediglich sporadisch in Anspruch genommen. Ertragslage Die Geschäftstätigkeit führte 2023 zu Umsatzerlösen von 39,7 Mio. EUR bei einer Bestandsverminderung von in Ausführung befindlichen Bauaufträgen von insgesamt 6,5 Mio. EUR. Die Gesamtleistung verringerte sich damit von 40,5 Mio. EUR im Vorjahr auf 33,3 Mio. EUR im Geschäftsjahr. Der Jahresüberschuss beträgt 801 TEUR und entspricht damit rund 2,4 Prozent der Gesamtleistung. Die Materialaufwendungen verringerten sich um 7.702 TEUR von 34.498 TEUR in 2022 auf 26.796 TEUR im Geschäftsjahr 2023. Die Personalaufwendungen stiegen um 411 TEUR von 2.231 TEUR in 2022 auf 2.642 TEUR im Geschäftsjahr 2023. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um 8 TEUR im Vergleich zum Vorjahr (2023: 3.129 TEUR zu 2022: 3.121 TEUR). Das Finanzergebnis im Geschäftsjahr in Höhe von 136 TEUR ist im Vergleich zum Vorjahr (2022: 12 TEUR) deutlich größer. Gesamtaussage Insgesamt ist die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft als geordnet anzusehen. Die Umsatz- und Ertragssituation entspricht unseren internen Planvorgaben. Die Liquidität war während des gesamten Geschäftsjahres gesichert. Alle Verbindlichkeiten konnten unter Inanspruchnahme von Skontogewährungen bedient werden. Chancen- und Risikobericht Die deutsche Wirtschaft steckt in der Krise fest. Dabei belasten sowohl konjunkturelle als auch strukturelle Faktoren. Nach einem Rückgang um 0,3 % im vergangenen Jahr wird das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr wohl nur stagnieren. In den kommenden beiden Jahren dürfte eine allmähliche Erholung einsetzen, im Zuge derer die Wirtschaftsleistung um 0,9 % bzw. 1,5 % zunehmen wird. Damit wurde die Wachstumsprognose gegenüber der ifo Konjunkturprognose Sommer 2024 deutlich um 0,4 Prozentpunkte für das laufende Jahr und um 0,6 Prozentpunkte für das Jahr 2025 gesenkt. Entgegen den Erwartungen können sich Industrie- und Konsumkonjunktur nur sehr langsam aus ihrer Starre befreien. Die Krise ist in erster Linie eine strukturelle Krise. Dekarbonisierung, Digitalisierung, demografischer Wandel, Corona-Pandemie, Energiepreisschock und eine veränderte Rolle Chinas in der Weltwirtschaft setzen etablierte Geschäftsmodelle unter Druck und zwingen Unternehmen, ihre Produktionsstrukturen anzupassen. Deutschland ist von diesen Veränderungen im Vergleich zu anderen Ländern besonders stark betroffen. Zum einen entwickelt sich das Erwerbspersonenpotenzial ungünstiger und die Bevölkerung altert schneller. Zum anderen trifft der Strukturwandel insbesondere das Verarbeitende Gewerbe, das in Deutschland einen deutlich größeren Anteil an der Wirtschaftsleistung hat. Ein höheres Gewicht als in anderen Ländern haben dabei die energieintensiven Industriezweige, die auf die hohen Energiekosten reagieren, sowie der Maschinenbau und die Automobilindustrie, die neben Umstrukturierungen im Zusammenhang mit der Dekarbonisierung und der Digitalisierung einer zunehmenden Konkurrenz aus China ausgesetzt sind. Die Krise ist aber auch eine konjunkturelle Krise. Die Auslastung der vorhandenen gesamtwirtschaftlichen Produktionskapazitäten sinkt seit mehr als zwei Jahren und die Unterauslastung hat zuletzt nochmals spürbar zugenommen. Den ifo Konjunkturumfragen zufolge klagen die Unternehmen in allen Wirtschaftsbereichen über eine hartnäckige Nachfrageschwäche. Im Baugewerbe und im Verarbeitenden Gewerbe sind die Auftragspolster der vergangenen Jahre abgeschmolzen, und eine Trendwende bei den Neuaufträgen lässt weiter auf sich warten. Die konsumnahen Bereiche profitieren kaum von den kräftigen Reallohnsteigerungen und den damit verbundenen Kaufkraftgewinnen. Vielmehr halten sich die privaten Haushalte mit Ausgaben zurück und legen einen zunehmenden Teil ihrer Einkommensanstiege als Ersparnis zurück. So stieg die Sparquote in den vergangenen beiden Quartalen um 0,5 Prozentpunkte auf zuletzt 11,3 % des verfügbaren Einkommens und lag damit deutlich über dem Durchschnitt der zehn Jahre vor der Corona-Pandemie (10,1 %). Hätte sich das Sparverhalten gegenüber dem Schlussquartal 2023 nicht verändert, hätte der private Konsum im ersten Halbjahr 2024 um knapp 1 % zulegen können, anstatt zu stagnieren. Die schwache Konjunktur wird den Beschäftigungsaufbau verlangsamen und die Arbeitslosigkeit zunächst weiter steigen lassen. Die Arbeitslosenquote wird in diesem Jahr mit durchschnittlich 6,0 % um 0,3 Prozentpunkte höher liegen als 2023. In den beiden Folgejahren dürfte die Quote im Zuge der allmählichen Erholung und des weiterhin ausgeprägten Arbeitskräftemangels wieder auf 5,8 % bzw. 5,3 % sinken. Allerdings wird die Beschäftigung dann nur noch geringfügig zunehmen. Hier macht sich der demografische Wandel bemerkbar, der ab dem kommenden Jahr zu einem Rückgang des Erwerbspersonenpotenzials führen wird. Entsprechend wird auch die Wachstumsrate des Produktionspotenzials bis zum Ende des Jahrzehnts deutlich auf nur noch 0,4 % zurückgehen. Die Inflationsrate wird weiter sinken, von durchschnittlich 5,9 % im vergangenen Jahr auf 2,2 % in diesem und 2,0 % bzw. 1,9 % in den nächsten beiden Jahren. Insbesondere Energie wird in den kommenden Monaten für die Verbraucher günstiger als im Vorjahr. Die Energiekomponente dürfte daher bis ins kommende Jahr hinein den Preisauftrieb dämpfen. Die Kerninflationsrate, also der Anstieg der Verbraucherpreise ohne Energie, wird sich langsamer zurückbilden und in diesem und im nächsten Jahr mit 2,7 % bzw. 2,3 % über der Gesamtinflationsrate liegen. Insbesondere die Teuerung bei arbeitsintensiven Dienstleistungen wird nur langsam zurückgehen, da steigende Lohnkosten den Preisdruck hochhalten. Im Jahr 2026 dürfte die Kerninflationsrate dann auf 2,0 % und damit auf das Inflationsziel der EZB zurückgehen. Die zweigeteilte Konjunkturentwicklung im Bauhauptgewerbe setzt sich fort. Die Nachfrage im Wohnungsbau ist schwach. Treiber der Nachfrage im Tiefbau sind Projekte der Mobilitäts- und Energiewende. Der Umsatz im Bauhauptgewerbe erreichte in den Unternehmen mit 20 und mehr Beschäftigten bis Juni 2024 ca. 48,6 Mrd. Euro. Dies entspricht nominal einem Rückgang um gut ein Prozent, real einem Rückgang um ca. 2,2 Prozent. Die Prognose des ZDB zur Umsatzentwicklung 2024 gegenüber 2023 steht bei real minus drei Prozent. Die mittlerweile eng beieinanderliegende Rate der nominalen und realen Veränderung der Umsatzentwicklung ist auf einen deutlichen Rückgang der Preisdynamik für Bauleistungen zurückzuführen. Lag die Rate der Preisentwicklung für Bauleistungen zu Ende 2023 noch bei 7 Prozent, liegt der Wert nun noch bei ca. plus ein Prozent. Maßgeblich dafür sind der nachgelassene Druck bei der Entwicklung der Einkaufspreise und der zunehmende Wettbewerb um Aufträge, insbesondere im Wohnungsbau. Kalenderseitig bedingt fiel das Potential leistbarer Stunden im Bauhauptgewerbe im ersten Halbjahr 2024 um ein Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zurück. Tatsächlich fiel der Rückgang aber doppelt so hoch aus. Besonders stark betroffen war der Wohnungsbau, wo neun Prozent weniger gearbeitet wurde. Dies ist Ausdruck einer deutlichen Unterbeschäftigung im Wohnungsbau. Auch der gewerbliche Hochbau zeigt ein Minus von 3,5 Prozent. Der Hochbau insgesamt verfehlt die Leistung gegenüber dem Vorjahresniveau um 5,7 Prozent. Im gewerblichen Tiefbau stieg die Leistung im ersten Halbjahr 2024 um ca. 3 Prozent, im öffentlichen Tiefbau um 0,5 Prozent. Die Leistung im Tiefbau stieg damit insgesamt um fast 2 Prozent. Bis zum Juni 2024 wurden für den Wohnungsbau Baugenehmigungen für 106.654 Wohnungen erteilt. Das waren ca. 28.500 Wohneinheiten weniger als im Vorjahreszeitraum. Dabei ist zu berücksichtigen, dass bereits 2023 ein kontinuierlicher Rückgang der Nachfrage zu verzeichnen war. Im jeweiligen Vorjahresvergleich geht die Nachfrage nach Genehmigungen mittlerweile seit 26 Monaten - also über zwei Jahre - kontinuierlich zurück. Im ersten Halbjahr 2021 wurden noch ca. 190.000 WE genehmigt. Im zweiten Quartal 2024 wurden monatlich noch zwischen 17.600 und 17.800 WE jeweils genehmigt. Eine ähnlich niedrige Nachfrage gab es zuletzt im Jahr 2011. Die Nachfrage im Wirtschaftsbau ist ambivalent. Die Order im Tiefbau sind auf Wachstum gestellt. Hier schlagen sich die nachhaltigen Pläne zum Ausbau der Energieinfrastruktur, zum Ausbau des ÖPNV und zum Schienenausbau der Deutschen Bahn nieder. Die Order im gewerblichen Tiefbau legten im ersten Halbjahr um nominal 10 Prozent zu. Die Nachfrage im Wirtschaftshochbau fasste im zweiten Quartal Fuß (+9 Prozent), nachdem im ersten Quartal noch ein Rückgang um 13 Prozent eingefahren wurde. Per Saldo liegen die Order im ersten Quartal im Wirtschaftshochbau bei nominal minus drei Prozent. Eine steigende Nachfrage ist dabei bei Büroimmobilien zu verzeichnen, die allerdings auch durch Großprojekte gepuscht ist. Nach einer Durststrecke, seit der Corona-Pandemie, belebt sich die Nachfrage nach Hotel- und Gastronomieprojekten wieder. Die zunehmende Nachfrage bei Handels- und Lagergebäuden wird weiter durch Lagergebäude gestützt, während der stationäre Handel immer noch keine Impulse verzeichnet. Die Gesellschaft verfügt über ein gutes Mahnwesen. Forderungsausfälle sind deshalb sehr selten. Die Bonität unserer Bestandskunden und möglicher Neukunden prüfen wir konsequent. Die Nachfrage nach sehr gut qualifiziertem Personal ist allgegenwärtig. Dem Risiko der Abwerbung begegnen wir mit einem fach- und sozialkompetenten Team sowie einem attraktiven Arbeitsumfeld. Die RTLL Gruppe und demnach auch die RTLL Generalbau GmbH wird trotz der wirtschaftlichen Herausforderungen den eingeschlagenen Weg zur qualitativen Steigerung der eigenen Projektentwicklung fortsetzen. Es wird dabei zukünftig noch mehr Fokus auf den gesamten Lebenszyklus einer Immobilie gelegt werden. Der Schwerpunkt der Geschäftsfelder wird zukünftig in den Bereichen Wohnen, anbieterverantwortliches Wohnen und Lebensmitteleinzelhandelsimmobilien liegen. Parallel dazu wird die RTLL Generalbau GmbH für fremde Auftraggeber Projekte in einer ähnlichen Komplexität wie bei der eigenen Projektentwicklung realisieren. Dabei werden weiterhin strategische Partnerschaften sowie ein hoher Wiederholungsgrad der umzusetzenden Bauprojekte angestrebt. Prognosebericht Unser interner Auftragsvorlauf bis ins Jahr 2027 hinein lassen auf ein erfolgreiches Jahr 2024 schauen. Dabei werden wir maßvoll unsere personellen Ressourcen einsetzen. Es ist uns wichtig, unseren Personalstamm auf einem gleichmäßigen Niveau zu halten. Personalaufbau ist für die bessere Abbildung des Lebenszykluses einer Immobilie geplant. Derzeit sind wir Praxispartner für ein Studium des Bauingenieurwesens an der iu Leipzig. Ab dem Wintersemester 2024 werden wir zudem wieder als Praxispartner für ein Bauingenieursstudium an der BA Glauchau zur Verfügung stehen. Investitionen werden wir für notwendige Ersatzinvestitionsmaßnahmen tätigen. Daneben werden wir zur Motivation und Bindung unserer Fachkräfte Investitionen in gesundheitsfördernde Maßnahmen vornehmen. Weiterhin werden wir die Weiterbildung unserer Mitarbeiter zur Sicherung einer hohen fachlichen Kompetenz kontinuierlich fortsetzen. Wir rechnen mit einem positiven Verlauf der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Für das Jahr 2024 erwarten wir einen Umsatz in Höhe von 32,0 Mio. EUR sowie ein Jahresergebnis in Höhe von 800 TEUR.
Kirchberg, den 25. September 2024 Matthias Pöthe, Geschäftsführer Robert Stiegler, Geschäftsführer Marcus Joppich, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang1. Allgemeine Angaben zum Unternehmen
Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 ist nach den Vorschriften des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft nach § 264 i.V.m. § 267 Abs. 2 HGB auf. Die größenabhängigen Erleichterungen wurden gemäß § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch genommen. Die Bilanz entspricht den Gliederungsvorschriften des § 266 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Der vorliegende Jahresabschluss ist unter Beibehaltung der für den Vorjahresbschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätze freiwillig nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften aufgestellt. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Der Bewertungsansatz aller Vermögens- und Schuldposten geht vom going-concern-Prinzip aus. Im Einzelnen sind folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt: Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Vermögensgegenstände mit Einzelanschaffungspreis bis 800,00 EUR wurden im Anschaffungsjahr in voller Höhe abgeschrieben und der körperliche Abgang zum Jahresende unterstellt. In den Finanzanlagen sind unter der Position Beteiligungen die Genossenschaftsanteile in Höhe von 50.000,00 EUR (Vorjahr: 50.000,00 EUR) enthalten. Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Die unfertigen Erzeugnisse und unfertigen Leistungen sind entsprechend dem Grad der Fertigstellung zu Herstellungskosten bewertet. In die Herstellungskosten wurden dabei gemäß § 255 Abs. 2 HGB Materialeinzelkosten, Fertigungseinzelkosten, angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie angemessene Teile der Verwaltungsgemeinkosten einbezogen. Das Niederstwertprinzip wurde beim Ansatz der unfertigen Leistungen beachtet. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen wurden in Ausübung des Wahlrechts nach § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB offen von den Vorräten abgesetzt. Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich zum Nominalwert angesetzt. Voraussichtlich uneinbringliche Forderungen wurden einzelwertberichtigt. Für das allgemeine Kredit- und Ausfallrisiko wurde eine Pauschalwertberichtigung gebildet. Flüssige Mittel werden zu Nominalwerten angesetzt. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen. Sie sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit ihrem Erfüllungsbetrag, unter Berücksichtigung erforderlicher Abzinsungen bewertet. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. 3. Angaben zur Bilanz Anlagevermögen Die Aufgliederung der Anlageposten und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr 2023 sind aus dem nachfolgenden Anlagespiegel ersichtlich:
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen in Höhe von 9.549.672,77 EUR (Vorjahr: 6.943.233,87 EUR). Der Wert der Forderungen gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf 0,00 EUR (Vorjahr: 60.402,31 EUR). Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten auf:
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bestehen in Höhe von 292.590,35 EUR (Vorjahr: 334.065,77 EUR) und sind in den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 40.000,01 EUR werden durch Sicherungsübereignungen besichert. Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten sind folgende Haftungsverhältnisse zu vermerken: Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten: 6.785.847,22 EUR aus Bürgschaften und 150.000,00 EUR aus einem Schuldbeitritt. Die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme aus den Bürgschaften und dem Schuldbeitritt schätzen wir aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des bisherigen Zahlungs- und Leistungsverhaltens der Begünstigten als gering ein. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen uns nicht vor. Sämtliche oben genannten Haftungsverhältnisse stellen solche gegenüber verbundenen Unternehmen dar. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen aus Mietverträgen mit 214 TEUR p.a. sowie aus einer Restverpflichtung aus Leasingverträgen mit 282 TEUR. 4. Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 38 Mitarbeiter beschäftigt. Alle Mitarbeiter werden als Angestellte geführt. Namen der Geschäftsführer Die Geschäfte des Unternehmens wurden durch folgende Personen geführt: Herr Matthias Pöthe, Bauingenieur, Mülsen Herr Robert Stiegler, Betriebswirt, Hohenstein-Ernstthal Herr Marcus Joppich, Dipl.-Ing. für Versorgungstechnik, Leipzig Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Ende des Geschäftsjahres haben sich nicht ereignet. Unterschrift der Geschäftsführung
Kirchberg, den 25. September 2024 Matthias Pöthe, Geschäftsführer Robert Stiegler, Geschäftsführer Marcus Joppich, Geschäftsführer sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 18.12.2024 festgestellt. Der Gewinnvortrag in Höhe von EUR 4.291.748,10 zuzüglich Jahresüberschuss in Höhe vin EUR 800.905,91, somit insgesamt EUR 5.092.654,01, werden auf neue Rechnung vorgetragen. BestätigungsvermerkDer vorstehende zur Offenlegung bestimmte Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde in Anwendung des § 327 HGB verkürzt. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht hat Herr Lutz Reichelt, Wirtschaftsprüfer, den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die RTLL Generalbau GmbH Prüfungsurteile Ich habe den Jahresabschluss der RTLL Generalbau GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der RTLL Generalbau GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteile ich Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.
Chemnitz, den 15. Oktober 2024 Lutz Reichelt, Wirtschaftsprüfer |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
32 nahegelegene Organisationen
Vermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Vermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Betrieb von Parkhäusern und Parkplätzen
Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Wagniskapital-Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Vermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Elektrizitätserzeugung aus erneuerbaren Energieträgern zur Verteilung
Bauträger für Wohngebäude
Beteiligungsgesellschaften
Vermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Vermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen