Polyden-Folienfabrik GmbH
Heilsbronn
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022
Lagebericht
I.
ALLGEMEINE ERLÄUTERUNGEN
Die Firma Polyden-Folienfabrik GmbH war zuletzt ein
führendes mittelständisches Unternehmen in der
Kunststofffolienherstellung. Polyden produzierte
Polyethylenfolien aller Art an drei Produktionsstandorten
im mittelfränkischen Heilsbronn und Hersbruck.
Allerdings musste die Polyden-Folienfabrik GmbH am
10.11.2022 Insolvenz anmelden. Das Insolvenzverfahren wurde
daraufhin zum 01.02.2023 eröffnet. Nachdem die
Veräußerung des Geschäftsbetriebes als
Ganzes gescheitert ist, befindet sich die Gesellschaft nun
in Liquidation. Folglich musste für die Erstellung des
Jahresabschlusses zum 31.12.2022 die
Fortführungsannahme aufgegeben werden.
II. WIRTSCHAFTSBERICHT
Sowohl die weltweite Corona-Pandemie als auch der
Ukraine-Krieg und die damit verbundene Energiekrise
bedingten in der Vergangenheit in den meisten Branchen
Umsatzeinbrüche sowie steigende Kosten. Dies
verstärkte den sich bereits in den Vorjahren
abzeichnenden Abwärtstrend der Polyden-Folienfabrik
GmbH. Die geplanten Kostensenkungen wurden durch die stark
gestiegenen Rohstoff-, Fracht- und Energiekosten deutlich
verfehlt. Diese wirtschaftlichen Schwierigkeiten gepaart
mit den ergebnisschwachen vorherigen Geschäftsjahren
führten schließlich zur
Zahlungsunfähigkeit. Im abgelaufenen
Geschäftsjahr wurde ein Jahresfehlbetrag i.H.v. TEUR
-19.669 (Vorjahr: TEUR -4.362) erzielt.
Vermögenslage
Dementsprechend ist die Vermögenslage der
Berichtsgesellschaft zum 31.12.2022 von einem
Verlustvortrag in Höhe von TEUR 1.745 (Vorjahr:
Gewinnvortrag in Höhe von TEUR 2.617) sowie einem
nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe
von TEUR 21.312 (Vorjahr: TEUR 1.643) geprägt. Dies
entspricht einem Anteil von rund 50% der Bilanzsumme in
Höhe von TEUR 42.935 (Vorjahr: TEUR 39.152). Aufgrund
der Bewertung zu Zerschlagungswerten und den da- durch
resultierten Sonderabschreibungen wurde das
Anlagevermögen halbiert (von TEUR 22.937 auf TEUR
10.776). Wesentliche Veränderungen auf der Passivseite
betreffen die sonstigen Rückstellungen, diese sind um
TEUR 2.548 auf TEUR 3.421 gestiegen. Der Anstieg resultiert
im Wesentlichen aus den erstmals passivierten
voraussichtlichen Kosten des Insolvenzverfahrens (TEUR
1.371) sowie den Auslauflöhnen (TEUR 1.214).
Finanzlage
Folglich entwickelte sich auch der vereinfachte Cash
Flow (= Jahresfehlbetrag + Abschreibungen + Zunahme der
Rückstellungen) von TEUR -2.694 im Vorjahr auf TEUR
-4.806. Während im Vorjahr noch Investitionen in das
Anlagevermögen von rund TEUR 7.000 getätigt
wurden, beliefen sich diese im Berichtsjahr auf noch TEUR
317. Ausgefallene bzw. zweifelhafte Forderungen sind in
Höhe von TEUR 269 angefallen. Analog zum Vorjahr
bleibt das Eigenkaptial aufgebraucht und die
Liquidität in nur geringer Form vorhanden. Aufgrund
dieser Entwicklungen konnten die Zahlungsverpflichtungen
nicht mehr erfüllt werden und es musste die
abschließende Zahlungsunfähigkeit festgestellt
werden.
Ertragslage
Trotz einer leichten Umsatzsteigerung von 2,6% auf
TEUR 41.856 bei konstanten Materialaufwendungen sank das
Rohergebnis um TEUR 2.716 auf TEUR 9.637 bedingt durch die
Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen
Erzeugnissen in Höhe von 3.173. Neben dem Anstieg der
Personalkosten um TEUR 587 stiegen die Abschreibungen um
TEUR 10.629, die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um
TEUR 1.164 sowie die Zinsaufwendungen um TEUR 189.
III. PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT
Aufgrund der Insolvenz in Verbindung mit der
fehlgeschlagenen Veräußerung der Polyden-
Folienfabrik GmbH als Ganzes und der damit einhergehenden
Aufgabe der Fortführungsannahme ist das Ziel der
Sanierung und Fortführung gescheitert. Die
Gesellschaft befindet sich seit Eröffnung des
Insolvenzverfahrens am 01.02.2023 in Liquidation. Über
eine zeitliche Beendigung des Verfahrens lässt sich
zum Zeitpunkt der Abschlusserstellung keine belastbare
Aussage treffen. Sicher ist, dass das Verfahren aufgrund
laufender gerichtlicher Auseinandersetzungen nicht vor Ende
2025 abgeschlossen werden kann, wobei eine deutlich
längere Laufzeit durchaus denkbar ist.
Die Einstellung des Geschäftsbetriebes zum
30.06.2023 führte zur sukzessiven Beendigung aller
Arbeitsverträge im Zeitraum zwischen dem 01.07.2023
und dem 31.12.2023. Zwischen September 2023 und März
2024 wurde das mobile Anlagevermögen im Rahmen von
online-Auktionen versteigert und die im Rahmen der
Ausproduktion nicht verbrauchten Rohstoffe abverkauft. Da
rund 90 % der angemeldeten Forderungen im Sinne von §
39 InsO nachrangig sind (Gesellschafterdarlehen), erhalten
die normalen Insolvenzgläubiger eine 100 % -Quote im
Sinne von § 38 InsO, welche im April 2024 mit
Zustimmung des Insolvenzgerichts Ansbach auch
ausgeschüttet wurde. Nachranggläubiger werden
nach Abzug der weiteren Masseverbindlichkeiten und
Verfahrenskosten quotal bedient. Sie können mit einer
Quote von 20-25 % rechnen.
Heilsbronn, den
16.02.2024
gez.
Knut Neumann, Geschäftsführer
Bilanz
Aktiva
|
|
31.12.2022
EUR |
31.12.2021
EUR |
| A.
Anlagevermögen |
10.775.771,34 |
22.937.290,23 |
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
0,00 |
64.564,00 |
| 1.
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen Rechten und Werten |
0,00 |
21.814,00 |
| 2.
Geschäfts- oder Firmenwert |
0,00 |
42.750,00 |
| II.
Sachanlagen |
8.890.823,50 |
20.824.357,39 |
| 1.
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und
Bauten einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken |
500.000,00 |
2.632.732,54 |
| 2.
technische Anlagen und Maschinen |
7.107.720,00 |
8.933.030,00 |
| 3.
andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung |
1.283.103,50 |
1.428.320,00 |
| 4.
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
0,00 |
7.830.274,85 |
| III.
Finanzanlagen |
1.884.947,84 |
2.048.368,84 |
| 1.
Beteiligungen |
10.225,84 |
10.225,84 |
| 2.
sonstige Ausleihungen |
1.728.000,00 |
1.896.000,00 |
| 3.
Rückdeckungsansprüche aus
Lebensversicherungen |
146.722,00 |
142.143,00 |
| B.
Umlaufvermögen |
10.847.763,09 |
14.572.090,27 |
| I.
Vorräte |
6.795.944,40 |
9.969.110,78 |
| 1.
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe |
3.688.727,87 |
5.743.289,70 |
| 2.
unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen |
696.620,71 |
872.031,03 |
| 3.
fertige Erzeugnisse und Waren |
2.410.595,82 |
3.353.790,05 |
| II.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
3.402.037,46 |
3.714.148,20 |
| 1.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
2.756.609,13 |
3.055.299,77 |
| 2.
Forderungen gegen verbundene Unternehmen |
489.423,89 |
489.423,89 |
| 3.
sonstige Vermögensgegenstände |
156.004,44 |
169.424,54 |
| III.
Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei
Kreditinstituten und Schecks |
649.781,23 |
888.831,29 |
| C.
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag |
21.311.794,64 |
1.642.804,65 |
| Aktiva |
42.935.329,07 |
39.152.185,15 |
Passiva
|
|
31.12.2022
EUR |
31.12.2021
EUR |
| A.
Eigenkapital |
0,00 |
0,00 |
| I.
Gezeichnetes Kapital |
102.258,38 |
102.258,38 |
| II.
Verlustvortrag |
1.745.063,03 |
-2.617.032,86 |
| III.
Jahresfehlbetrag |
19.668.989,99 |
4.362.095,89 |
| IV.
nicht gedeckter Fehlbetrag |
21.311.794,64 |
1.642.804,65 |
| B.
Rückstellungen |
3.568.197,65 |
1.015.462,40 |
| 1.
Rückstellungen für Pensionen und
ähnliche Verpflichtungen |
146.722,00 |
142.143,00 |
| 2.
sonstige Rückstellungen |
3.421.475,65 |
873.319,40 |
| C.
Verbindlichkeiten |
39.367.131,42 |
38.136.722,75 |
| 1.
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten |
17,47 |
|
| davon
mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
17,47 |
|
| 2.
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen |
148.692,52 |
6.354,00 |
| davon
mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
148.692,52 |
6.354,00 |
| 3.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
3.426.577,25 |
3.501.064,02 |
| davon
mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
3.426.577,25 |
3.501.064,02 |
| 4.
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen |
8.714.865,29 |
8.558.280,92 |
| davon
mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
3.314.417,16 |
3.169.094,33 |
| davon
mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr |
5.400.448,13 |
5.389.186,59 |
| 5.
sonstige Verbindlichkeiten |
27.076.978,89 |
26.071.023,81 |
| davon
aus Steuern |
132.375,54 |
55.136,08 |
| davon
im Rahmen der sozialen Sicherheit |
200.341,96 |
13.452,32 |
| davon
mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
2.569.871,33 |
1.740.075,46 |
| davon
mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr |
24.507.107,56 |
24.330.948,35 |
| Passiva |
42.935.329,07 |
39.152.185,15 |
Gewinn- und Verlustrechnung
|
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR |
1.1.2021 - 31.12.2021
EUR |
| 1.
Umsatzerlöse |
41.855.558,25 |
40.819.422,68 |
| 2.
Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen
Erzeugnissen |
1.118.604,55 |
-2.102.186,69 |
| 3.
sonstige betriebliche Erträge |
278.693,91 |
378.976,57 |
| 4.
Materialaufwand |
31.425.818,88 |
30.947.567,30 |
| a)
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
und für bezogene Waren |
30.188.992,50 |
29.216.820,85 |
| b)
Aufwendungen für bezogene Leistungen |
1.236.826,38 |
1.730.746,45 |
| 5.
Personalaufwand |
8.959.205,06 |
8.414.454,14 |
| a)
Löhne und Gehälter |
7.560.461,58 |
6.930.051,30 |
| b)
soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung |
1.398.743,48 |
1.484.402,84 |
| davon
für Altersversorgung |
1.414,61 |
2.118,06 |
| 6.
Abschreibungen |
12.310.499,42 |
1.680.611,44 |
| a)
auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen |
12.310.499,42 |
1.680.611,44 |
| 7.
sonstige betriebliche Aufwendungen |
7.435.222,14 |
6.276.322,25 |
| 8.
Erträge aus anderen Wertpapieren und
Ausleihungen des Finanzanlagevermögens |
24.000,00 |
39.740,00 |
| 9.
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge |
239,34 |
3.246,75 |
| davon
aus verbundenen Unternehmen |
|
2.947,26 |
| 10.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen |
571.734,44 |
382.701,45 |
| davon
an verbundene Unternehmen |
139.132,86 |
89.566,58 |
| 11.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag |
2.886,00 |
|
| 12.
Ergebnis nach Steuern |
-19.665.478,99 |
-4.358.083,89 |
| 13.
sonstige Steuern |
3.511,00 |
4.012,00 |
| 14.
Jahresfehlbetrag |
19.668.989,99 |
4.362.095,89 |
Anhang
I. ALLGEMEINE ERLÄUTERUNGEN
Die Polyden-Folienfabrik GmbH mit Sitz in Heilsbronn
ist im Handelsregister des Amtsgerichts Ansbach unter der
Nummer HRB 405 eingetragen.
Der Jahresabschluss der Polyden-Folienfabrik GmbH ist
nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) in der
Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes aufgestellt
und umfasst das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum
31.12.2022.
Seit Antrag vom 10.11.2022 befand sich die
Berichtsgesellschaft im vorläufigen
Insolvenzverfahren. Das Insolvenzverfahren wurde zum
01.02.2023 eröffnet. Mit Eröffnung des
Insolvenzverfahrens beginnt gem. § 155 InsO ein neues
Geschäftsjahr, sodass die Berichtsgesellschaft zur
Erstellung eines Jahresabschlusses für das
Rumpfgeschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.01.2023
verpflichtet ist.
Die Polyden-Folienfabrik GmbH ist eine große
Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB.
II. ANGABEN DER AUF DIE POSTEN DER BILANZ UND GEWINN-
UND VERLUSTRECHNUNG ANGEWANDTEN BILANZIERUNGS- UND
BEWERTUNGSMETHODEN
Für die Bewertung der
Vermögensgegenstände und Schulden wird aufgrund
des Insolvenzverfahrens nicht von einer Fortführung
der Unternehmenstätigkeit ausgegangen (§ 252 Abs.
1 Nr. 2 HGB).
2.1 Einzelposten des Anlagevermögens
Die Entwicklung des Anlagevermögens wird auf der
nächsten Seite dargestellt.
|
ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
|
|
|
1.Jan 2022
|
Zugänge
|
Umbuchungen
|
Abgänge
|
31. Dez. 2022
|
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
I. IMMATERIELLE
VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
|
|
|
|
|
|
1. Entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
|
154.992,84
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
154.992,84
|
2. Geschäfts- und
Firmenwert
|
1.122.583,76
|
0,00
|
0,00
|
1.122.583,76
|
0,00
|
|
1.277.576,60
|
0,00
|
0,00
|
1.122.583,76
|
154.992,84
|
II. SACHANLAGEN
|
|
|
|
|
|
1: Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken
|
4.505.901,26
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
4.505.901,26
|
2. Technische Anlagen
und Maschinen
|
18.704.898,39
|
25.950,00
|
6.796.490,92
|
191.000,00
|
25.336.339,31
|
3. Andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
4.246.766,44
|
73.693,89
|
0,00
|
23.130,58
|
4.297.329,75
|
4. Geleistete
Anzahlungen und Anlagen im Bau
|
7.830.274,85
|
212.760,64
|
-6.796.490,92
|
0,00
|
1.246.544,57
|
|
35.287.840,94
|
312.404,53
|
0,00
|
214.130,58
|
35.386.114,89
|
III. FINANZANLAGEN
|
|
|
|
|
|
1. Beteiligungen
|
10.225,84
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
10.225,84
|
2. Sonstige Ausleihungen
|
1.896.000,00
|
0,00
|
0,00
|
168.000,00
|
1.728.000,00
|
3.
Rückdeckungsansprüche aus
Lebensversicherung
|
142.143,00
|
4.579,00
|
0,00
|
0,00
|
146.722,00
|
|
2.048.368,84
|
4.579,00
|
0,00
|
168.000,00
|
1.884.947,84
|
|
38.613.786,38
|
316.983,53
|
0,00
|
1.504.714,34
|
37.426.055,57
|
|
|
KUMULIERTE
ABSCHREIBUNGEN
|
|
1. Jan. 2022
|
Zugänge
|
Abgänge
|
31. Dez. 2022
|
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
IV. IMMATERIELLE
VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
|
|
|
|
|
1. Entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
|
133.178,84
|
21.814,00
|
0,00
|
154.992,84
|
2. Geschäfts- und
Firmenwert
|
1.079.833,76
|
42.750,00
|
1.122.583,76
|
0,00
|
|
1.213.012,60
|
64.564,00
|
1.122.583,76
|
154.992,84
|
V. SACHANLAGEN
|
|
|
|
|
1: Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken
|
1.873.168,72
|
2.132.732,54
|
0,00
|
4.005.901,26
|
2. Technische Anlagen
und Maschinen
|
9.771.868,39
|
8.647.748,92
|
190.998,00
|
18.228.619,31
|
3. Andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
2.818.446,44
|
218.909,39
|
23.129,58
|
3.014.226,25
|
4. Geleistete
Anzahlungen und Anlagen im Bau
|
0,00
|
1.246.544,57
|
0,00
|
1.246.544,57
|
|
14.463.483,55
|
12.245.935,42
|
214.127,58
|
26.495.291,39
|
VI. FINANZANLAGEN
|
|
|
|
|
1. Beteiligungen
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
2. Sonstige Ausleihungen
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
3.
Rückdeckungsansprüche aus
Lebensversicherung
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
|
15.676.496,15
|
12.310.499,42
|
1.336.711,34
|
26.650.284,23
|
|
NETTOBUCHWERTE
|
|
31. Dez. 2022
|
31. Dez. 2021
|
|
EUR
|
EUR
|
IV. IMMATERIELLE
VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
|
|
|
1. Entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
|
0,00
|
21.814,00
|
2. Geschäfts- und
Firmenwert
|
0,00
|
42.750,00
|
|
0,00
|
64.564,00
|
V. SACHANLAGEN
|
|
|
1: Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken
|
500.000,00
|
2.632.732,54
|
2. Technische Anlagen
und Maschinen
|
7.107.720,00
|
8.933.030,00
|
3. Andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
1.283.103,50
|
1.428.320,00
|
4. Geleistete
Anzahlungen und Anlagen im Bau
|
0,00
|
7.830.274,85
|
|
8.890.823,50
|
20.824.357,39
|
VI. FINANZANLAGEN
|
|
|
1. Beteiligungen
|
10.225,84
|
10.225,84
|
2. Sonstige Ausleihungen
|
1.728.000,00
|
1.896.000,00
|
3.
Rückdeckungsansprüche aus
Lebensversicherung
|
146.722,00
|
142.143,00
|
|
1.884.947,84
|
2.048.368,84
|
|
10.775.771,34
|
22.937.290,23
|
Die Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens sind mit den voraussichtlichen
Liquidationserlösen angesetzt, sofern nicht die
Anschaffungskosten zuzüglich Nebenkosten vermindert um
die planmäßigen Abschreibung niedriger als die
voraussichtlichen Liquidationserlöse sind. Beim Ansatz
der fortgeführten Anschaffungskosten werden die
bisherigen Abschreibungsmethoden fortgeführt.
Die Finanzanlagen wurden mit den Anschaffungskosten
bewertet.
2.2 Vorräte
Die unter den Vorräten ausgewiesenen fertigen
Erzeugnisse, Waren und Rohstoffe wurden mit den
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter
Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet.
Fremdkapitalzinsen werden in die Herstellungskosten nicht
einbezogen.
2.3 Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
Die Forderungen und sonstigen
Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert
bewertet. Waren die beizulegenden Werte zum Bilanzstichtag
niedriger, wurden diese angesetzt.
2.4 Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten
Die Bewertung der darin enthaltenen
Vermögensgegenstände erfolgte zum Nennwert.
2.5 Rückstellungen
Für einen definierten Personenkreis bestehen
Pensionszusagen in Form von rückgedeckten
leistungskongruenten Zusagen, die zum beizulegenden
Zeitwert des Deckungsvermögens bilanziert sind.
Eine Saldierung von Deckungsvermögen und
Erfüllungsverpflichtung erfolgt, wenn die Kriterien
für Planvermögen gemäß § 246 Abs.
2 S. 2 HGB erfüllt werden. Zum Stichtag ist kein
Planvermögen mit den Rückstellungen verrechnet
worden. Der Erfüllungsbetrag der Rückstellungen
und der Aktivwert des Deckungsvermögens beträgt
jeweils 146.722,00 Euro. Die historischen
Anschaffungskosten des Deckungsvermögens betrugen
20.451,69 Euro. Da das Deckungsvermögen im Bereich der
leistungskongruenten rückgedeckten Zusagen angesiedelt
ist, saldieren sich Aufwendungen und Erträge daraus
auf Null.
Die sonstigen Rückstellungen wurden mit dem
vorsichtig geschätzten Erfüllungsbetrag
angesetzt; alle bis zum Abschlussstichtag entstandenen und
bis zum Tag der Bilanzerstellung erkennbaren Risiken sind
berücksichtigt. Rückstellungen mit einer
Restlaufzeit von über einem Jahr wurden mit dem
durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben
Jahre abgezinst.
2.6 Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten sind gemäß § 253
Abs. 1 S. 2 HGB mit dem Rückzahlungsbetrag angesetzt
worden.
2.7 Gewinn- und Verlustrechnung
Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde wie im
Vorjahr das Gesamtkostenverfahren gemäß §
275 Abs. 2 HGB angewendet.
III. ANGABEN ZU EINZELNEN POSTEN DER BILANZ UND DER
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
3.1 Forderungen
Forderungen mit Restlaufzeiten von über einem
Jahr sind in den sonstigen Vermögensgegenständen
nicht enthalten.
3.2 Sonstige Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen beinhalten:
Rückstellung
für Gewährleistungen
|
444.000,00 Euro
|
Rückstellung
für Abschluss-und Prüfungskosten
|
133.400,00 Euro
|
Personalrückstellungen
|
138.000,00 Euro
|
Rückstellungen
für Rückbauverpflichtungen
|
117.000,00 Euro
|
Rückstellungen
für Insolvenzverfahren
|
1.371.000,00 Euro
|
Rückstellungen
für Auslauflöhne
|
1.213.975,65 Euro
|
Rückstellung
für Aufbewahrungspflicht
|
4.100,00 Euro
|
3.3 Verbindlichkeiten
Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen bestehen branchenübliche Sicherheiten aus
Eigentumsvorbehalten.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen resultieren mit 5.400.448,13 Euro aus der
Finanzierung und mit 3.314.417,16 Euro aus Lieferungen und
Leistungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen bestehen in Höhe von
8.140.526,79 Euro gegenüber der Gesellschafterin.
Davon mit einer Restlaufzeit
|
Gesamtbetrag
31.12.2022
EUR
|
bis zu einem Jahr
EUR
|
zwischen einem und fünf Jahren
EUR
|
von mehr als fünf Jahren
EUR
|
Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten
|
17,47
|
17,47
|
0,00
|
0,00
|
Vorjahreswerte
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
Erhaltene Anzahlungen
auf Bestellungen
|
148.692,52
|
148.692,52
|
0,00
|
0,00
|
Vorjahreswerte
|
6.354,00
|
6.354,00
|
0,00
|
0,00
|
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
|
3.426.577,25
|
3.426.577,25
|
0,00
|
0,00
|
Vorjahreswerte
|
3.501.064,02
|
3.501.064,02
|
0,00
|
0,00
|
Verbindlichkeiten
gegenüber verbundenen Unternehmen
|
8.714.865,29
|
3.314.417,16
|
5.400.448,13
|
0,00
|
Vorjahreswerte
|
8.558.280,92
|
3.169.094,33
|
5.389.186,59
|
0,00
|
Sonstige
Verbindlichkeiten
|
27.076.978,89
|
2.569.871,33
|
24.507.107,56
|
0,00
|
Vorjahreswerte
|
26.071.023,81
|
1.740.075,46
|
1.000.000,00
|
23.330.948,35
|
|
39.367.113,95
|
9.459.558,26
|
29.907.555,69
|
0,00
|
Vorjahreswerte
|
38.136.722,75
|
8.416.587,81
|
6.389.186,59
|
23.330.948,35
|
3.4 Aufteilung der Umsatzerlöse nach
Tätigkeitsbereichen sowie geografisch bestimmten
Märkten
Sämtliche Umsatzerlöse wurden im Bereich
der Fertigung von Kunststofffolien erzielt. Hiervon
entfielen 77,0 % auf Kunden im Inland, 20,3 %
gegenüber Kunden anderer EU-Länder sowie 2,7 %
gegenüber Kunden außerhalb der Europäischen
Union.
3.5 Außergewöhnliche Aufwendungen und
Erträge (§ 285 Nr. 31 HGB)
In den Abschreibungen sind
außerplanmäßige Abschreibungen i.H.v. TEUR
10.692 aufgrund der Bewertung des Anlagevermögens zu
Zerschlagungswerten enthalten.
3.6 Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Aus einem Pachtvertrag mit einem verbundenen
Unternehmen resultiert eine sonstige finanzielle
Verpflichtung in Höhe von p.a. TEUR 214. Aus einem
weiteren Pachtvertrag resultiert eine sonstige finanzielle
Verpflichtung in Höhe von p.a. TEUR 192. Die
Pachtverträge weisen in den Regel
Kündigungsfristen von rund zwölf Monaten auf.
IV. SONSTIGE PFLICHTANGABEN
4.1 Durchschnittliche Zahl der Beschäftigten
Im Geschäftsjahr 2022 wurden durchschnittlich
208 Personen beschäftigt (Vorjahr: 234 Personen).
4.2 Angabe der Mitglieder des
Geschäftsführungsorgans
Die Geschäftsführung wurde während des
Geschäftsjahres 2022 durch folgende Personen
ausgeübt:
Frau Gisela Dentler (bis 13.10.2022), Herrn Knut
Neumann.
Bezüglich der Angabe der Bezüge der
Geschäftsführung wird auf die
Befreiungsmöglichkeit des § 286 Abs. 4 HGB
zurückgegriffen.
4.3. Honorar des Abschlussprüfers
Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers für
das Geschäftsjahr für
Abschlussprüfungsleistungen beträgt TEUR 42,5.
4.4. Bestandsgefährdende Risiken
Bezüglich der Darstellung von wesentlichen
Unsicherheiten im Zusammenhang mit der
Unternehmensfortführung (bestandsgefährdende
Risiken) verweisen wir auf die gesonderte Darstellung im
Lagebericht.
Heilsbronn, den
16.02.2024
gez.
Knut Neumann, Geschäftsführer
sonstige Berichtsbestandteile
Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 21.09.2024 festgestellt.
BESTÄTIGUNGSVERMERK
DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS
An die Polyden-Folienfabrik GmbH
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der
Polyden-Folienfabrik GmbH - bestehend aus der Bilanz zum
31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung
für das Geschäftsjahr vom
1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie
dem Anhang, einschließlich der Darstellung der
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.
Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der
Polyden-Folienfabrik GmbH für das Geschäftsjahr
vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022
geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
· entspricht der beigefügte
Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den
deutschen, für Kapitalgesellschafte geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter
Beachtung der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum
31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage
für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum
31. Dezember 2022.
· vermittelt der beigefügte
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht
dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss,
entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und
stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen
Entwicklung zutreffend dar.
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB
erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen
Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des
Jahresabschlusses und Lageberichts geführt hat.
Hervorhebung eines Sachverhalts
Wir verweisen auf die Ausführungen der
Geschäftsführung in Angabe 4.4 im Anhang und
Angabe I. und III. des Lageberichts, wonach aufgrund der
Abwicklung der Gesellschaft im Rahmen des
Insolvenzverfahrens unter Abkehr vom
Rechnungslegungsgrundsatz der Unternehmensfortführung
zu Liquidationswerten bilanziert wurde. Unsere
Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum
Lagebericht sind diesbezüglich nicht modifiziert.
Grundlage für das Prüfungsurteil
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses
und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317
HGB unter Beachtung der vom Institut der
Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere
Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen
ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers
für die Prüfung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks
weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen
unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen
handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und
haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in
Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.
Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten
Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um
als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den
Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich
für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den
deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen
Belangen entspricht, und dafür, dass der
Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die
gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen
Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den
deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger
Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die
Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen,
der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder
unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die
gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren
haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang
mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit,
sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus
sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts,
der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den
deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen
Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und
Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet
haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in
Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen
gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um
ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im
Lagebericht erbringen zu können.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen - beabsichtigten oder
unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht,
den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk
zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der
vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche
Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen
können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten
resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn
vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass
sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses
Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen
wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten
beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung.
Darüber hinaus
· identifizieren und beurteilen wir
die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder
unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im
Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen
Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken
durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die
ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für
unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass
wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden,
ist bei Verstößen höher als bei
Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches
Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte
Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen
bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen
beinhalten können.
· gewinnen wir ein Verständnis
von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses
relevanten internen Kontrollsystem und den für die
Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und
Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die
unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch
nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit
dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
· beurteilen wir die Angemessenheit
der von den gesetzlichen Vertretern angewandten
Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von
den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten
Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
· ziehen wir Schlussfolgerungen
darüber, ob die Aufstellung des Jahresabschlusses
durch die gesetzlichen Vertreter unter Abkehr von der
Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit
angemessen ist, sowie, auf der Grundlage der
erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche
Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder
Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der
Fähigkeit der Gesellschaft zur geordneten Abwicklung
der Unternehmenstätigkeit im Rahmen des
Insolvenzverfahrens aufwerfen können. Falls wir zu dem
Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht,
sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die
dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im
Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben
unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu
modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der
Grundlage der bis zum Datum unseres
Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise.
Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können
jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft die
geordnete Abwicklung ihrer Unternehmenstätigkeit im
Rahmen des Insolvenzverfahrens nicht mehr fortführen
kann.
· beurteilen wir die
Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des
Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob
der Jahresabschluss die zugrundeliegenden
Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt,
dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
· beurteilen wir den Einklang des
Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine
Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von
der Lage des Unternehmens.
· führen wir
Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen
Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im
Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter
Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere
die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen
Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und
beurteilen die sachgerechte Ableitung der
zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein
eigenständiges Prüfungsurteil zu den
zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden
Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches
unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse
wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.
Wir erörtern mit den für die
Überwachung Verantwortlichen unter anderem den
geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie
bedeutsame Prüfungsfeststellungen,
einschließlich etwaiger Mängel im internen
Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung
feststellen.
Ansbach, 12. September
2024
DC Revision GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
gez.
Prof. Dr. Carl, Wirtschaftsprüfer
gez.
Walterspacher, Wirtschaftsprüfer
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