Polyden-Folienfabrik GmbHLiquidiert

91560 Heilsbronn, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Ansbach HRB 405
Eingetragen
23.2.1978
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Platten, Folien, Schläuchen und Profilen aus KunststoffenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus Kunststoffen
Gegenstand
Die Herstellung und der Vertrieb von Kunststoffprodukten und insbesondere von Folien.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Knut Neumann
seit 3.6.2019
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Polyden Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Polyden Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH
Germany
200.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Polyden-Folienfabrik GmbH

Heilsbronn

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht

I. ALLGEMEINE ERLÄUTERUNGEN

Die Firma Polyden-Folienfabrik GmbH war zuletzt ein führendes mittelständisches Unternehmen in der Kunststofffolienherstellung. Polyden produzierte Polyethylenfolien aller Art an drei Produktionsstandorten im mittelfränkischen Heilsbronn und Hersbruck.
Allerdings musste die Polyden-Folienfabrik GmbH am 10.11.2022 Insolvenz anmelden. Das Insolvenzverfahren wurde daraufhin zum 01.02.2023 eröffnet. Nachdem die Veräußerung des Geschäftsbetriebes als Ganzes gescheitert ist, befindet sich die Gesellschaft nun in Liquidation. Folglich musste für die Erstellung des Jahresabschlusses zum 31.12.2022 die Fortführungsannahme aufgegeben werden.

II. WIRTSCHAFTSBERICHT

Sowohl die weltweite Corona-Pandemie als auch der Ukraine-Krieg und die damit verbundene Energiekrise bedingten in der Vergangenheit in den meisten Branchen Umsatzeinbrüche sowie steigende Kosten. Dies verstärkte den sich bereits in den Vorjahren abzeichnenden Abwärtstrend der Polyden-Folienfabrik GmbH. Die geplanten Kostensenkungen wurden durch die stark gestiegenen Rohstoff-, Fracht- und Energiekosten deutlich verfehlt. Diese wirtschaftlichen Schwierigkeiten gepaart mit den ergebnisschwachen vorherigen Geschäftsjahren führten schließlich zur Zahlungsunfähigkeit. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde ein Jahresfehlbetrag i.H.v. TEUR -19.669 (Vorjahr: TEUR -4.362) erzielt.

Vermögenslage
Dementsprechend ist die Vermögenslage der Berichtsgesellschaft zum 31.12.2022 von einem Verlustvortrag in Höhe von TEUR 1.745 (Vorjahr: Gewinnvortrag in Höhe von TEUR 2.617) sowie einem nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von TEUR 21.312 (Vorjahr: TEUR 1.643) geprägt. Dies entspricht einem Anteil von rund 50% der Bilanzsumme in Höhe von TEUR 42.935 (Vorjahr: TEUR 39.152). Aufgrund der Bewertung zu Zerschlagungswerten und den da- durch resultierten Sonderabschreibungen wurde das Anlagevermögen halbiert (von TEUR 22.937 auf TEUR 10.776). Wesentliche Veränderungen auf der Passivseite betreffen die sonstigen Rückstellungen, diese sind um TEUR 2.548 auf TEUR 3.421 gestiegen. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus den erstmals passivierten voraussichtlichen Kosten des Insolvenzverfahrens (TEUR 1.371) sowie den Auslauflöhnen (TEUR 1.214).

Finanzlage
Folglich entwickelte sich auch der vereinfachte Cash Flow (= Jahresfehlbetrag + Abschreibungen + Zunahme der Rückstellungen) von TEUR -2.694 im Vorjahr auf TEUR -4.806. Während im Vorjahr noch Investitionen in das Anlagevermögen von rund TEUR 7.000 getätigt wurden, beliefen sich diese im Berichtsjahr auf noch TEUR 317. Ausgefallene bzw. zweifelhafte Forderungen sind in Höhe von TEUR 269 angefallen. Analog zum Vorjahr bleibt das Eigenkaptial aufgebraucht und die Liquidität in nur geringer Form vorhanden. Aufgrund dieser Entwicklungen konnten die Zahlungsverpflichtungen nicht mehr erfüllt werden und es musste die abschließende Zahlungsunfähigkeit festgestellt werden.

Ertragslage
Trotz einer leichten Umsatzsteigerung von 2,6% auf TEUR 41.856 bei konstanten Materialaufwendungen sank das Rohergebnis um TEUR 2.716 auf TEUR 9.637 bedingt durch die Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen in Höhe von 3.173. Neben dem Anstieg der Personalkosten um TEUR 587 stiegen die Abschreibungen um TEUR 10.629, die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um TEUR 1.164 sowie die Zinsaufwendungen um TEUR 189.

III. PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

Aufgrund der Insolvenz in Verbindung mit der fehlgeschlagenen Veräußerung der Polyden- Folienfabrik GmbH als Ganzes und der damit einhergehenden Aufgabe der Fortführungsannahme  ist das Ziel der Sanierung und Fortführung gescheitert. Die Gesellschaft befindet sich seit Eröffnung des Insolvenzverfahrens am 01.02.2023 in Liquidation. Über eine zeitliche Beendigung des Verfahrens lässt sich zum Zeitpunkt der Abschlusserstellung keine belastbare Aussage treffen. Sicher ist, dass das Verfahren aufgrund laufender gerichtlicher Auseinandersetzungen nicht vor Ende 2025 abgeschlossen werden kann, wobei eine deutlich längere Laufzeit durchaus denkbar ist.

Die Einstellung des Geschäftsbetriebes zum 30.06.2023 führte zur sukzessiven Beendigung aller Arbeitsverträge im Zeitraum zwischen dem 01.07.2023 und dem 31.12.2023. Zwischen September 2023 und März 2024 wurde das mobile Anlagevermögen im Rahmen von online-Auktionen versteigert und die im Rahmen der Ausproduktion nicht verbrauchten Rohstoffe abverkauft. Da rund 90 % der angemeldeten Forderungen im Sinne von § 39 InsO nachrangig sind (Gesellschafterdarlehen), erhalten die normalen Insolvenzgläubiger eine 100 % -Quote im Sinne von § 38 InsO, welche im April 2024 mit Zustimmung des Insolvenzgerichts Ansbach auch ausgeschüttet wurde. Nachranggläubiger werden nach Abzug der weiteren Masseverbindlichkeiten und Verfahrenskosten quotal bedient. Sie können mit einer Quote von 20-25 % rechnen.

 

 Heilsbronn, den 16.02.2024

gez. Knut Neumann, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen 10.775.771,34 22.937.290,23
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 64.564,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 21.814,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 42.750,00
II. Sachanlagen 8.890.823,50 20.824.357,39
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 500.000,00 2.632.732,54
2. technische Anlagen und Maschinen 7.107.720,00 8.933.030,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.283.103,50 1.428.320,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 7.830.274,85
III. Finanzanlagen 1.884.947,84 2.048.368,84
1. Beteiligungen 10.225,84 10.225,84
2. sonstige Ausleihungen 1.728.000,00 1.896.000,00
3. Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen 146.722,00 142.143,00
B. Umlaufvermögen 10.847.763,09 14.572.090,27
I. Vorräte 6.795.944,40 9.969.110,78
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 3.688.727,87 5.743.289,70
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 696.620,71 872.031,03
3. fertige Erzeugnisse und Waren 2.410.595,82 3.353.790,05
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.402.037,46 3.714.148,20
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.756.609,13 3.055.299,77
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 489.423,89 489.423,89
3. sonstige Vermögensgegenstände 156.004,44 169.424,54
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 649.781,23 888.831,29
C. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 21.311.794,64 1.642.804,65
Aktiva 42.935.329,07 39.152.185,15

Passiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Eigenkapital 0,00 0,00
I. Gezeichnetes Kapital 102.258,38 102.258,38
II. Verlustvortrag 1.745.063,03 -2.617.032,86
III. Jahresfehlbetrag 19.668.989,99 4.362.095,89
IV. nicht gedeckter Fehlbetrag 21.311.794,64 1.642.804,65
B. Rückstellungen 3.568.197,65 1.015.462,40
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 146.722,00 142.143,00
2. sonstige Rückstellungen 3.421.475,65 873.319,40
C. Verbindlichkeiten 39.367.131,42 38.136.722,75
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 17,47  
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 17,47  
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 148.692,52 6.354,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 148.692,52 6.354,00
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.426.577,25 3.501.064,02
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 3.426.577,25 3.501.064,02
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 8.714.865,29 8.558.280,92
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 3.314.417,16 3.169.094,33
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 5.400.448,13 5.389.186,59
5. sonstige Verbindlichkeiten 27.076.978,89 26.071.023,81
davon aus Steuern 132.375,54 55.136,08
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 200.341,96 13.452,32
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.569.871,33 1.740.075,46
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 24.507.107,56 24.330.948,35
Passiva 42.935.329,07 39.152.185,15

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1. Umsatzerlöse 41.855.558,25 40.819.422,68
2. Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 1.118.604,55 -2.102.186,69
3. sonstige betriebliche Erträge 278.693,91 378.976,57
4. Materialaufwand 31.425.818,88 30.947.567,30
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 30.188.992,50 29.216.820,85
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.236.826,38 1.730.746,45
5. Personalaufwand 8.959.205,06 8.414.454,14
a) Löhne und Gehälter 7.560.461,58 6.930.051,30
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.398.743,48 1.484.402,84
davon für Altersversorgung 1.414,61 2.118,06
6. Abschreibungen 12.310.499,42 1.680.611,44
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 12.310.499,42 1.680.611,44
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 7.435.222,14 6.276.322,25
8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 24.000,00 39.740,00
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 239,34 3.246,75
davon aus verbundenen Unternehmen   2.947,26
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 571.734,44 382.701,45
davon an verbundene Unternehmen 139.132,86 89.566,58
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2.886,00  
12. Ergebnis nach Steuern -19.665.478,99 -4.358.083,89
13. sonstige Steuern 3.511,00 4.012,00
14. Jahresfehlbetrag 19.668.989,99 4.362.095,89

Anhang

I. ALLGEMEINE ERLÄUTERUNGEN
Die Polyden-Folienfabrik GmbH mit Sitz in Heilsbronn ist im Handelsregister des Amtsgerichts Ansbach unter der Nummer HRB 405 eingetragen.

Der Jahresabschluss der Polyden-Folienfabrik GmbH ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes aufgestellt und umfasst das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022.

Seit Antrag vom 10.11.2022 befand sich die Berichtsgesellschaft im vorläufigen Insolvenzverfahren. Das Insolvenzverfahren wurde zum 01.02.2023 eröffnet. Mit Eröffnung des Insolvenzverfahrens beginnt gem. § 155 InsO ein neues Geschäftsjahr, sodass die Berichtsgesellschaft zur Erstellung eines Jahresabschlusses für das Rumpfgeschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.01.2023 verpflichtet ist.

Die Polyden-Folienfabrik GmbH ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB.

II. ANGABEN DER AUF DIE POSTEN DER BILANZ UND GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG ANGEWANDTEN BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN
Für die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden wird aufgrund des Insolvenzverfahrens nicht von einer Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).

2.1 Einzelposten des Anlagevermögens
Die Entwicklung des Anlagevermögens wird auf der nächsten Seite dargestellt.


ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN


1.Jan 2022
Zugänge
Umbuchungen
Abgänge
31. Dez. 2022

EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE





1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
154.992,84
0,00
0,00
0,00
154.992,84
2. Geschäfts- und Firmenwert
1.122.583,76
0,00
0,00
1.122.583,76
0,00

1.277.576,60
0,00
0,00
1.122.583,76
154.992,84
II. SACHANLAGEN





1: Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
4.505.901,26
0,00
0,00
0,00
4.505.901,26
2. Technische Anlagen und Maschinen
18.704.898,39
25.950,00
6.796.490,92
191.000,00
25.336.339,31
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
4.246.766,44
73.693,89
0,00
23.130,58
4.297.329,75
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
7.830.274,85
212.760,64
-6.796.490,92
0,00
1.246.544,57

35.287.840,94
312.404,53
0,00
214.130,58
35.386.114,89
III. FINANZANLAGEN





1. Beteiligungen
10.225,84
0,00
0,00
0,00
10.225,84
2. Sonstige Ausleihungen
1.896.000,00
0,00
0,00
168.000,00
1.728.000,00
3. Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherung
142.143,00
4.579,00
0,00
0,00
146.722,00

2.048.368,84
4.579,00
0,00
168.000,00
1.884.947,84

38.613.786,38
316.983,53
0,00
1.504.714,34
37.426.055,57


KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN

1. Jan. 2022
Zugänge
Abgänge
31. Dez. 2022

EUR
EUR
EUR
EUR
IV. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE




1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
133.178,84
21.814,00
0,00
154.992,84
2. Geschäfts- und Firmenwert
1.079.833,76
42.750,00
1.122.583,76
0,00

1.213.012,60
64.564,00
1.122.583,76
154.992,84
V. SACHANLAGEN




1: Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
1.873.168,72
2.132.732,54
0,00
4.005.901,26
2. Technische Anlagen und Maschinen
9.771.868,39
8.647.748,92
190.998,00
18.228.619,31
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
2.818.446,44
218.909,39
23.129,58
3.014.226,25
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
0,00
1.246.544,57
0,00
1.246.544,57

14.463.483,55
12.245.935,42
214.127,58
26.495.291,39
VI. FINANZANLAGEN




1. Beteiligungen
0,00
0,00
0,00
0,00
2. Sonstige Ausleihungen
0,00
0,00
0,00
0,00
3. Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherung
0,00
0,00
0,00
0,00

0,00
0,00
0,00
0,00

15.676.496,15
12.310.499,42
1.336.711,34
26.650.284,23

NETTOBUCHWERTE

31. Dez. 2022
31. Dez. 2021

EUR
EUR
IV. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE


1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
0,00
21.814,00
2. Geschäfts- und Firmenwert
0,00
42.750,00

0,00
64.564,00
V. SACHANLAGEN


1: Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
500.000,00
2.632.732,54
2. Technische Anlagen und Maschinen
7.107.720,00
8.933.030,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
1.283.103,50
1.428.320,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
0,00
7.830.274,85

8.890.823,50
20.824.357,39
VI. FINANZANLAGEN


1. Beteiligungen
10.225,84
10.225,84
2. Sonstige Ausleihungen
1.728.000,00
1.896.000,00
3. Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherung
146.722,00
142.143,00

1.884.947,84
2.048.368,84

10.775.771,34
22.937.290,23


Die Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind mit den voraussichtlichen Liquidationserlösen angesetzt, sofern nicht die Anschaffungskosten zuzüglich Nebenkosten vermindert um die planmäßigen Abschreibung niedriger als die voraussichtlichen Liquidationserlöse sind. Beim Ansatz der fortgeführten Anschaffungskosten werden die bisherigen Abschreibungsmethoden fortgeführt.
Die Finanzanlagen wurden mit den Anschaffungskosten bewertet.

2.2 Vorräte

Die unter den Vorräten ausgewiesenen fertigen Erzeugnisse, Waren und Rohstoffe wurden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Fremdkapitalzinsen werden in die Herstellungskosten nicht einbezogen.

2.3 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert bewertet. Waren die beizulegenden Werte zum Bilanzstichtag niedriger, wurden diese angesetzt.

2.4 Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten
Die Bewertung der darin enthaltenen Vermögensgegenstände erfolgte zum Nennwert.

2.5 Rückstellungen
Für einen definierten Personenkreis bestehen Pensionszusagen in Form von rückgedeckten leistungskongruenten Zusagen, die zum beizulegenden Zeitwert des Deckungsvermögens bilanziert sind.
Eine Saldierung von Deckungsvermögen und Erfüllungsverpflichtung erfolgt, wenn die Kriterien für Planvermögen gemäß § 246 Abs. 2 S. 2 HGB erfüllt werden. Zum Stichtag ist kein Planvermögen mit den Rückstellungen verrechnet worden. Der Erfüllungsbetrag der Rückstellungen und der Aktivwert des Deckungsvermögens beträgt jeweils 146.722,00 Euro. Die historischen Anschaffungskosten des Deckungsvermögens betrugen 20.451,69 Euro. Da das Deckungsvermögen im Bereich der leistungskongruenten rückgedeckten Zusagen angesiedelt ist, saldieren sich Aufwendungen und Erträge daraus auf Null.
Die sonstigen Rückstellungen wurden mit dem vorsichtig geschätzten Erfüllungsbetrag angesetzt; alle bis zum Abschlussstichtag entstandenen und bis zum Tag der Bilanzerstellung erkennbaren Risiken sind berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr wurden mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

2.6 Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten sind gemäß § 253 Abs. 1 S. 2 HGB mit dem Rückzahlungsbetrag angesetzt worden.

2.7 Gewinn- und Verlustrechnung
Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde wie im Vorjahr das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB angewendet.

III. ANGABEN ZU EINZELNEN POSTEN DER BILANZ UND DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

3.1 Forderungen
Forderungen mit Restlaufzeiten von über einem Jahr sind in den sonstigen Vermögensgegenständen nicht enthalten.

3.2 Sonstige Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen beinhalten:

Rückstellung für Gewährleistungen
444.000,00 Euro
Rückstellung für Abschluss-und Prüfungskosten
133.400,00 Euro
Personalrückstellungen
138.000,00 Euro
Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen
117.000,00 Euro
Rückstellungen für Insolvenzverfahren
1.371.000,00 Euro
Rückstellungen für Auslauflöhne
1.213.975,65 Euro
Rückstellung für Aufbewahrungspflicht
4.100,00 Euro


3.3 Verbindlichkeiten

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Sicherheiten aus Eigentumsvorbehalten.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren mit 5.400.448,13 Euro aus der Finanzierung und mit 3.314.417,16 Euro aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen in Höhe von 8.140.526,79 Euro gegenüber der Gesellschafterin.

Davon mit einer Restlaufzeit


Gesamtbetrag 31.12.2022
EUR
bis zu einem Jahr EUR
zwischen einem und fünf Jahren EUR
von mehr als fünf Jahren EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
17,47
17,47
0,00
0,00
Vorjahreswerte
0,00
0,00
0,00
0,00
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen
148.692,52
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0,00
0,00
Vorjahreswerte
6.354,00
6.354,00
0,00
0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
3.426.577,25
3.426.577,25
0,00
0,00
Vorjahreswerte
3.501.064,02
3.501.064,02
0,00
0,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
8.714.865,29
3.314.417,16
5.400.448,13
0,00
Vorjahreswerte
8.558.280,92
3.169.094,33
5.389.186,59
0,00
Sonstige Verbindlichkeiten
27.076.978,89
2.569.871,33
24.507.107,56
0,00
Vorjahreswerte
26.071.023,81
1.740.075,46
1.000.000,00
23.330.948,35

39.367.113,95
9.459.558,26
29.907.555,69
0,00
Vorjahreswerte
38.136.722,75
8.416.587,81
6.389.186,59
23.330.948,35


3.4 Aufteilung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen sowie geografisch bestimmten
      Märkten
Sämtliche Umsatzerlöse wurden im Bereich der Fertigung von Kunststofffolien erzielt. Hiervon entfielen 77,0 % auf Kunden im Inland, 20,3 % gegenüber Kunden anderer EU-Länder sowie 2,7 % gegenüber Kunden außerhalb der Europäischen Union.

3.5 Außergewöhnliche Aufwendungen und Erträge (§ 285 Nr. 31 HGB)
In den Abschreibungen sind außerplanmäßige Abschreibungen i.H.v. TEUR 10.692 aufgrund der Bewertung des Anlagevermögens zu Zerschlagungswerten enthalten.

3.6 Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Aus einem Pachtvertrag mit einem verbundenen Unternehmen resultiert eine sonstige finanzielle Verpflichtung in Höhe von p.a. TEUR 214. Aus einem weiteren Pachtvertrag resultiert eine sonstige finanzielle Verpflichtung in Höhe von p.a. TEUR 192. Die Pachtverträge weisen in den Regel Kündigungsfristen von rund zwölf Monaten auf.

IV. SONSTIGE PFLICHTANGABEN

4.1 Durchschnittliche Zahl der Beschäftigten
Im Geschäftsjahr 2022 wurden durchschnittlich 208 Personen beschäftigt (Vorjahr: 234 Personen).

4.2 Angabe der Mitglieder des Geschäftsführungsorgans

Die Geschäftsführung wurde während des Geschäftsjahres 2022 durch folgende Personen ausgeübt:
Frau Gisela Dentler (bis 13.10.2022), Herrn Knut Neumann.
Bezüglich der Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird auf die Befreiungsmöglichkeit des § 286 Abs. 4 HGB zurückgegriffen.

4.3. Honorar des Abschlussprüfers
Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr für Abschlussprüfungsleistungen beträgt TEUR 42,5.

4.4. Bestandsgefährdende Risiken
Bezüglich der Darstellung von wesentlichen Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Unternehmensfortführung (bestandsgefährdende Risiken) verweisen wir auf die gesonderte Darstellung im Lagebericht.

 

Heilsbronn, den 16.02.2024

gez. Knut Neumann, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 21.09.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS


An die Polyden-Folienfabrik GmbH
Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Polyden-Folienfabrik GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Polyden-Folienfabrik GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
·  entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschafte geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022.

·  vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und Lageberichts geführt hat.

Hervorhebung eines Sachverhalts

Wir verweisen auf die Ausführungen der Geschäftsführung in Angabe 4.4 im Anhang und Angabe I. und III. des Lageberichts, wonach aufgrund der Abwicklung der Gesellschaft im Rahmen des Insolvenzverfahrens unter Abkehr vom Rechnungslegungsgrundsatz der Unternehmensfortführung zu Liquidationswerten bilanziert wurde. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind diesbezüglich nicht modifiziert.

Grundlage für das Prüfungsurteil

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus
·  identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

·  gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

·  beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

·  ziehen wir Schlussfolgerungen darüber, ob die Aufstellung des Jahresabschlusses durch die gesetzlichen Vertreter unter Abkehr von der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit angemessen  ist, sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur geordneten Abwicklung der Unternehmenstätigkeit  im Rahmen des Insolvenzverfahrens aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft die geordnete Abwicklung ihrer Unternehmenstätigkeit im Rahmen des Insolvenzverfahrens nicht mehr fortführen kann.

·  beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

·  beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

·  führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Ansbach, 12. September 2024


DC Revision GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Prof. Dr. Carl, Wirtschaftsprüfer

gez. Walterspacher, Wirtschaftsprüfer

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