Polytech Health & Aesthetics GmbH

Altheimer Straße 32, 64807 Dieburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Darmstadt HRB 31870
Vorher
POLYTECH-SILIMED EUROPE GmbH Herstellung und Vertrieb medizinischer Produkte
Eingetragen
24.10.1986
Branche
Großhandel mit medizinischen und orthopädischen Artikeln, Dental- und LaborbedarfGroßhandel mit pharmazeutischen ErzeugnissenHerstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen Geräten
Gegenstand
Herstellung und der Vertrieb von Produkten - Investitionsgütern und Einmalartikeln im Gesundheitswesen im gesamten europäischen, aber auch im außereuropäischen Bereich sowie der Großhandel von Arzneimitteln.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Horst-Dieter Ertmann
seit 20.6.2025
Prokura
Maria Beatrice Vanni
seit 13.9.2024
Prokura
Carolin Krüger
seit 13.9.2024
Prokura
Geschäftsführer
Christoph Heuter
seit 14.12.2017
Prokura
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
985.284 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Polytech Health & Aesthetics GmbH

Dieburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1. Geschäftsmodell

POLYTECH ist ein deutscher Hersteller von hochwertigen Weichteilimplantaten. Mittlerweile werden die Produkte international in über 80 Ländern in der rekonstruktiven (ca. 30%) und ästhetisch-plastischen (ca. 70%) Chirurgie vertrieben und eingesetzt.

In Deutschland werden die Implantate direkt an Chirurgen, Privat-Kliniken und Krankenhäuser vertrieben. Im Ausland erfolgt der Vertrieb überwiegend durch Distributionspartner. Alle Implantate werden ausschließlich am Standort Dieburg in Hessen unter Reinraumbedingungen und höchster Qualitätskontrolle produziert.

Die Mitarbeiteranzahl stieg im Geschäftsjahr 2022 auf durchschnittlich 230 in Herstellung, Qualitätskontrolle, Vertrieb und Administration. Einige Bereiche wie Finanzen, HR, Marketing, Entwicklung und Regulatory Affairs werden aufgrund eines bestehenden Dienstleistungsvertrages von der Muttergesellschaft ausgeführt.

1.2. Forschung und Entwicklung

POLYTECH ist der einzige deutsche Implantate-Hersteller. Das Qualitätsbewusstsein im Markt und vor allem bei den Patienten ist besonders hoch und nach den diversen Produktproblemen der Wettbewerber besonders stark ausgeprägt. Die POLYTECH ist einer der Qualitätsführer im Brustimplantatesektor. Es wird höchster Wert auf die Produkt- und Prozessqualität gelegt. Auch in 2022 wurde POLYTECH wiederum mehrfach seitens diverser regulatorischer Autoritäten national und international auditiert, mit dem Resultat erfolgreicher Rezertifizierungen und Neuzulassungen.

Der Fokus auf die plastisch-rekonstruktive Chirurgie hat sich durch strategische Maßnahmen enorm intensiviert. POLYTECH bietet die größte Auswahl an Silikonimplantaten mit verschiedenen Varianten. Insbesondere wurde mit der Übernahme der israelischen Gesellschaft G&G Biotechnology Ltd. in 2018 durch die POLYTECH-Gruppe eine herausragende Wettbewerbsposition erreicht. Die POLYTECH-Gruppe ist der weltweit einzige Hersteller und Anbieter von Leichtimplantaten. Diese sind gegenüber herkömmlichen Brustimplantaten um bis zu 30% leichter. Die B-Lite Implantate sind die bedeutendste Innovation seit mehr als 20 Jahren. Das Unternehmen POLYTECH ist darüber hinaus seit vielen Jahren der einzige europäische Anbieter von Microthane Implantaten mit Polyurethan-beschichteter Oberfläche, die die Komplikationsrate der Kapsel Fibrosen und weiterer möglicher Komplikationen auf ein Minimum reduziert. In 2022 wurden weitere Oberflächen für die Modelle der B-Lite Implantate eingeführt, die besonders für den Bereich der Rekonstruktion wichtig sind.

Weitere vielversprechende und wichtige Produktinnovationen und deren Einführungen sind für 2023/2024 geplant. Dazu gehören vor allem ein neuer Brust- Expander sowie der Lipografer für den Bereich der Fettgewinnung und Reinjektion. Die mit künstlicher Seide beschichteten Implantate werden nach der neuen Gesetzgebung (MDR) zertifiziert und können frühestens Ende 2023/2024 auf den Markt gebracht werden. Andererseits werden verschiedene ältere Modelle unserer Implantate im Laufe des Jahres 2023 vom Markt genommen werden. Neue Entwicklungen werden zum Schutz über Patente gesichert.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Der weltweite Umsatz mit Brustimplantaten ist trotz andauernder COVID-19-Pandemie im Jahr 2022 leicht gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Zeitweise sind in einigen Ländern auch in 2022 durch die Lockdowns über mehrere Monate keine elektive Chirurgie, d.h. ästhetische Brust-Operationen, durchgeführt worden. Wirtschaftliche Daten zeigen jedoch erfreulicherweise, dass das verfügbare Einkommen pro Person für Ästhetisch-Plastische Operationen gestiegen ist und wir deshalb mit einem weiteren Wachstum im Vergleich zu 2022 rechnen können. Die Nachfrage bei POLYTECH ist weiterhin gestiegen, was uns beweist, dass das Unternehmen großes Vertrauen im internationalen Markt besitzt.

Studien zufolge wird der Brustimplantatemarkt auch in den folgenden Jahren um 4-6% wachsen. POLYTECH plant mit einem zweistelligen Wachstum für die kommenden Jahre.

Auf Grund von Kapazitätsengpässen bei der Nusil Technology LLC, dem Hauptlieferanten von POLYTECH für medizinisches Silikongel und weiteren Rohstoffen für die Herstellung von Weichteilimplantaten, die zu Lieferengpässen geführt haben, war POLYTECH gezwungen, trotz vollen Auftragsbüchern, Kundenlieferungen zu verschieben und teilweise zu stornieren. Dank intensiver Kommunikation mit den Kunden weltweit konnte die Situation beherrscht werden. Dennoch hat POLYTECH auf Grund dieser Entwicklungen ihr Geschäftsziele im Jahr 2022 nicht erreichen können.

2.2. Leistungsindikatoren

POLYTECH steuert das Unternehmen anhand von mehreren Leistungsindikatoren. Zum einen wird das Wachstum des Umsatzes als Indikator eingesetzt, zum anderen aber auch die Wirtschaftlichkeit anhand des EBITDA.

Für POLYTECH ist ebenfalls die Ausschussquote bei der Produktion sehr wichtig. Ziel ist es, die Ausschussquote kontinuierlich zu verbessern, zum einen im Sinne der Nachhaltigkeit beim Materialverbrauch, aber auch um die Profitabilität zu steigern.

Zudem ist für POLYTECH die Kundenzufriedenheit sehr wichtig. Ziel ist es diese kontinuierlich zu verbessern. Dazu wurden in diesem Bereich verschiedene neue Tools wie ein B2B Shop sowie POLYTECH Apps erfolgreich weiterentwickelt.

In 2022 hat POLYTECH sein Environment-Social-Governance Programm (kurz: ESG- Programm) weitergeführt. POLYTECH hat sich zum Ziel gesetzt, im Sinne der Nachhaltigkeit in allen drei Themengebieten eine transparente Erfassung der Situation sowie eine Verbesserung herbeizuführen. In diesem Zuge wurde ein ESG-Komitee gegründet, externe Experten zur Beratung konsultiert und erste KPI gemessen. Hierzu gehören unter anderem:

- Treibhausgase, d.h. Tonnen CO 2 Ausstoß pro Mio.€ Umsatz

- Mitarbeitersicherheit, -Zufriedenheit und Diversität

- Durchführung Compliance Trainings für die relevanten Mitarbeiter*innen in den benannten Risikobereichen und -Funktionen

Besonders erfreulich ist, dass POLYTECH im Branchenvergleich in den Bereichen Social und Governance als besonders fortschrittlich eingestuft wurde. Im Bereich Environment liegt POLYTECH genau im Durchschnitt der Branche. Haupttreiber beim CO 2 Ausstoß sind die Reinräume, welche aufgrund der hohen medizinischen Anforderungen erforderlich sind. POLYTECH's Investoren planen einen Neubau mit neuer moderner Fertigung, Reinräumen, Lägern, Büros und Parkplätzen. In diesem Zusammenhang sollen hohe umweltfreundliche Standards eingesetzt werden, um den CO 2 Ausstoß zu verringern, aber auch um Kosten zu sparen.

2.3. Geschäftsverlauf

In 2022 war das 1. Quartal das Umsatzstärkste. In sämtlichen Quartalen lag der Umsatz durchgängig leicht unter den Vorjahreszeitraum auf Grund der erwähnten Lieferketten Problematik mit Ausnahme des 4. Quartals, wo POLYTECH wachsen konnte gegenüber dem Vorjahr.

Die in 2022 erzielten Umsätze wurden zu über 85 % mit den Brustimplantaten und zugehörigen anderen Produkten wie Expandern generiert. Darüber hinaus wurden Weichteilgewebeimplantate und vor allem Brust- und Hautexpander immer erfolgreicher verkauft und vermehrt strategisch in der Brust-Rekonstruktion gearbeitet. Dort konnten Marktanteile vom Wettbewerber gewonnen werden. In 2022 wurde die in 2018 begonnene Portfoliobereinigung unrentabler Produkte abgeschlossen. Innovationen im Bereich der Oberflächentechnologie, der Body Contouring Implantate sowie der neuen Leicht-Implantate sind im Geschäftsjahr 2022 weiter forciert und teilweise umgesetzt worden. Diese werden dazu beitragen, dass auch in 2023 weitere Marktanteile gewonnen werden.

Die Fertigungszahlen lagen in 2022 15 % unter denen von 2021. Weiterhin besteht ein deutlicher Nachfrageüberhang. Aufgrund von Lieferkettenproblemen, die durch Corona ausgelöst wurden, gab es in 2022 mehrfach Produktionsstopps, was sich negativ auf den Output ausgewirkt hat. In 2023 erwartet die POLYTECH Verkaufs- und Produktionszahlen über dem Niveau von 2022, was jedoch wiederum von der COVID-19 und Supply Situation abhängig ist. Es wird eine Entspannung dieser Situation ab dem 2. Quartal 2023 erwartet.

In der Zwischenzeit ist der Markt der Klasse III Medizinprodukte, wozu Implantate gehören, durch sehr hohe Markteintrittsbarrieren gekennzeichnet. Zahlreiche Zertifikate, Dokumentationen, klinische Studien und Qualitätskontrollen in den einzelnen Ländern sind unabdingbar, damit die Produkte zum Vertrieb zugelassen werden können. POLYTECH hatte im abgelaufenen Geschäftsjahr darüber hinaus mit sämtlichen Vorbereitungen begonnen, um die neuen europäischen Zulassungsbedingungen für das CE-Kennzeichen umzusetzen und um damit die notwendigen Voraussetzungen zu erfüllen. Ein wesentlicher Bestandteil dieser Anforderung sind das Vorhandensein bzw. das Initiieren von klinischen Studien und Anwendungsbeobachtungen über einen längeren Zeitraum. Diese Aktivitäten werden bereits mit Hochdruck umgesetzt. Auch die Dokumentation sämtlicher Qualitätsanforderungen müssen vollständig überarbeitet werden und dem neuen Format der MDR Gesetzgebungen entsprechen. Jedoch zeigt es sich, dass die sogenannten "Benannten Stellen" mit der Fülle der Anforderungen aller Unternehmen nicht nachkommen, da es nur noch wenige zertifizierte "Benannte Stellen" in Europa gibt. Innovationen werden zukünftig nicht mehr so zügig eingeführt werden, wie unter den alten MDD Gesetzgebungen.

POLYTECH hat auch in 2022 weiter in Wachstum und Modernisierung investiert. Dies bezieht sich nicht nur beispielsweise auf die Implementierung einer neuen HR-Software, sondern auch verstärkt auf die Nutzung der digitalen sozialen Medien. In diesem Bereich gehört POLYTECH mittlerweile zu den Top-Firmen unserer Branche in der Welt. Weitere Optimierungen wurden durch Investitionen in der Fertigung erzielt, z.B. im Bereich der Mouldherstellungen.

3. Lage

3.1. Vermögenslage

Die Bilanzsumme beträgt zum Ende des Geschäftsjahres 41.209 T€ (VJ.: 43.015 T€) und liegt damit 1.806 T€ unter dem Vorjahr. Die Verminderung der Bilanzsumme ist in erster Linie auf einen deutlichen Abbau der Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von 1.456 T€ zurückzuführen. Das Anlagevermögen hat sich vor allem durch die Abschreibungen des Geschäftsjahres unter Berücksichtigung der Anlagenzugänge um 189 T€ vermindert. Daneben haben sich die kurzfristigen Forderungen um 65 T€ gegenüber Vorjahr und die sonstigen Vermögensgegenstände um 24 T€ gegenüber dem Vorjahr vermindert.

Die Anlagenintensität (Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme) beträgt 20,7 % (VJ.: 20,3 %). Im Jahr 2022 wurden Neuanschaffungen in das Sachanlagevermögen in Höhe von insgesamt 1.238 T€ getätigt. Dabei entfallen auf Bauten auf fremden Grundstücken 7 T€, technische Anlagen und Maschinen 70 T€, auf Betriebs- und Geschäftsausstattung 153 T€ und auf Anlagen im Bau 1.008 T€. Im Bereich der immateriellen Vermögensgegenstände wurden Neuanschaffungen in Höhe von 35 T€ getätigt.

Der Anteil des Umlaufvermögens an der Bilanzsumme beträgt 79,1 % (VJ.: 79,0 %). Dabei entfallen auf Vorräte 32,8 % (VJ.: 31,0 %), auf Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 30,3 % (VJ.: 29,3%) und liquiden Mittel 15,9 % (VJ.: 18,7 %).

Die Eigenkapitalquote der Gesellschaft beträgt 29,4 % (VJ.: 28,1 %), was auf die Verminderung der Bilanzsumme zurückzuführen ist. Das Eigenkapital hat sich gegenüber dem Vorjahr absolut gesehen aufgrund des zum 1. Januar 2017 wirksam vereinbarten Gewinnabführungsvertag nicht geändert und beträgt 12.100 T€. An die PT H&A Management GmbH (Geschäftsführungsholding) wurde ein Gewinn in Höhe von 1.371 T€ abgeführt.

Die Rückstellungen betragen 2.718 T€ (VJ.: 2.343 T€) und haben einen Anteil von 6,6 % (VJ.: 5,4 %) an der Bilanzsumme.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten i. H. v. 4.538 T€ (VJ.: 6.455 T€) haben einen Anteil von 11 % (VJ.: 15 %) an der Bilanzsumme. Sämtliche Rückzahlungsverpflichtungen wurden fristgemäß erledigt.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind um 988 T€ gegenüber dem Vorjahr auf 3.746 T€ gestiegen. Ihr Anteil an der Bilanzsumme beträgt 9,1 % (VJ.: 6,4 %).

Die übrigen Verbindlichkeiten sanken auf 18.108 T€ (VJ.: 19.360 T€). Der Anteil an der Bilanzsumme beträgt 43,9 % (VJ.: 45,0 %). In den übrigen Verbindlichkeiten sind auch Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 17.754 T€ (VJ.: 18.979 T€) enthalten.

Insgesamt sind die Verhältnisse der Gesellschaft als geordnet anzusehen.

3.2. Finanzlage

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit hat sich vor allem durch das niedrigere Ergebnis des Geschäftsjahres, welches um den höheren Aufbau bei den Zinsaufwendungen (Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit) zu korrigieren ist und den hohen Aufbau der Vorräte, bei leicht gestiegenen Forderungen, gegenüber dem Vorjahr erhöht und beträgt 3.417 T€ (VJ.: 3.236 T€).

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit betrug im Geschäftsjahr - 1.223 T€ (VJ.: - 531 T€) und ist vor allem durch die Investitionen in das Anlagevermögen in Höhe von 1.272 T€ beeinflusst. Die Rückzahlung von Darlehen und kurzfristigen Verbindlichkeiten zur Finanzdisposition gegenüber der PT H&A Management GmbH generierten einen deutlich negativen Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit mit -3.651 T€ (VJ.: 622 T€).

Hierdurch ergab sich im Laufe des Geschäftsjahres ein deutlicher Abbau des Finanzmittelfonds (Nettogeldvermögen) in Höhe von -1.456 T€ (VJ.: -3.327 T€). Es stehen weiterhin ausreichend, kurzfristig verfügbare Mittel zur Verfügung. Hierzu zählt auch die zum 31. Dezember 2022 nicht in Anspruch genommene Kreditlinie in Höhe von Euro 3.500 T€.

Im gesamten Geschäftsjahr 2022 war die Gesellschaft jederzeit in der Lage, allen Zahlungsverpflichtungen fristgemäß nachzukommen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (4.538 T€) haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 1.918 T€ aufgrund der vereinbarten Tilgungen reduziert. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (3.746 T€) erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 988 T€.

Aus heutiger Sicht stellen wir fest, dass die Finanzlage der Gesellschaft geordnet ist.

3.3. Ertragslage und Leistungsindikatoren

Im Jahr 2022 hat die POLYTECH einen Gesamtumsatz von 46.842 T€ (VJ.: 49.212 T€) erzielt. Der Umsatz ist damit im Vergleich zum Vorjahr um 2.370 T€ bzw. 4,8 % gesunken.

Die durch COVID-19 bereits ausgelösten Lieferkettenschwierigkeiten beeinflussten in 2022 den Umsatz der POLYTECH. Die Nachfrage in 2022 war durchgängig auf einem hohen Niveau.

Von den gesamten Umsätzen entfallen auf das Inland 10.930 T€ (VJ.: 10.294 T€) und auf den Export 35.912 T€ (VJ.: 38.918).

Für das Geschäftsjahr 2023 plant POLYTECH eine weitere zweistellige prozentuale Umsatzsteigerung, weil zum einen unsere B-Lite Produkte in immer mehr Ländern zugelassen und verkauft werden und andererseits marktgerechte Preisanpassungen umgesetzt werden.

Das EBITDA betrug 2022 2.931 T€ (VJ: 5.452 T€). Der Jahresüberschuss 2022 vor Gewinnabführung beträgt 1.371 T€ (VJ.: 3.751 T€).Das Ergebnis des Geschäftsjahres wurde maßgeblich beeinflusst durch die COVID-19-Pandemie sowie daraus resultierenden Lieferverzögerungen. Die Umsätze sanken gegenüber dem Vorjahr um 4,8%. Durch den Nachfrageüberhang sank die Bestandsveränderungen unter Vorjahr. Dadurch reduzierte sich die Operating Performance um 6% gegenüber dem Vorjahr.

Für alle erkennbaren Risiken sind angemessene Rückstellungen gebildet worden. Dem Ausfallrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Der Ansatz der Vorräte erfolgte unter Berücksichtigung einer verlustfreien Bewertung.

Durch regelmäßige interne und externe Audits im Bereich der Produktion wird eine sehr hohe Produktqualität sichergestellt. Im Jahr 2022 konnte die Ausschussquote in allen Produktionsstufen im Durchschnitt weiter gehalten werden, bei zeitgleicher Einführung neuer Qualitätsstandards. Auch wurde Ende 2022 die Re-Zertifizierung seitens des Notified Body mdc erfolgreich bestanden.

Zur weiteren Verbesserung der Kundenzufriedenheit haben wir in 2020 ein CRM-System bei POLYTECH eingeführt, welches viele Möglichkeiten bietet, transparent die Kontakte und Maßnahmen zu verfolgen. Überdies wurde die Einführung einer B2B Plattform fortgesetzt, die es vielen Kunden ermöglichen wird online direkt zu bestellen.

4. Prognosebericht

4.1. Konjunkturelle Erwartungen

Externen Marktstudien zufolge wird der Brustimplantatemarkt auch in den folgenden Jahren um 4-6%, je nach Land und Region wachsen. Durch die Omikron-Variante, mussten jedoch in wichtigen Märkten Betten freigehalten werden. Andere Länder müssen ihre wirtschaftlichen Einbußen durch Lieferkettenprobleme und die Omikron-Variante im Jahr 2022 erst noch überwinden.

4.2. Entwicklung der POLYTECH

POLYTECH plant für die Geschäftsjahre 2023 bis 2025 einen kontinuierlichen Umsatzanstieg und zweistellige prozentuale Wachstumsraten. Ein entsprechender Businessplan wurde dafür mit den notwendigen Maßnahmen und Investitionen vorbereitet.

Die Auftragslage und Nachfrage im Markt nach POLYTECH-Produkten ist weiterhin sehr gut und stabil. Mit der Einführung der Leicht-Implantate (B-Lite-Produkte) in weitere Märkte, werden weitere Umsatzsteigerungen erreicht werden können. Daneben werden ständig neue Materialien und Fertigungsverfahren in Kooperation mit namhaften deutschen Herstellern getestet, um noch bessere und innovativere Produkte in allen Märkten einführen zu können.

Mit dem Ausbau neuer Reinräume im Jahr 2017, wurden die Grundlagen für die Erweiterung der Produktionskapazität geschaffen. Für den Ausbau waren neue technische Anlagen (z.B. Sterilisatoren, Verbrennungsanlagen, Trockenschränke etc.) nötig. Größere Investitionen sind deshalb in 2023 und 2024 für die Produktion im Bereich der Automatisierung und Prozessoptimierung geplant. Diese werden zu einer Verbesserung des Materialeinsatzes und zu höheren Ertragsraten beitragen.

Es wird eine dynamische Erhöhung der Produktionskapazität geschaffen, um die in Folge der Ausweitung der Vertriebsaktivitäten erwarteten Umsatzsteigerungen erreichen zu können.

In den letzten Jahren haben sich die EBITDA-Margen im Medizintechnik-Bereich leicht verschlechtert. Viele internationale Mitbewerber weisen auch in 2022 Verluste oder wesentlich geringere EBITDA-Margen aus oder mussten neues Geld in das Unternehmen einbringen. Dies betrifft besonders die Billig-Anbieter von Brustimplantaten.

Das geplant überdurchschnittliche Wachstum wird auch in den folgenden Jahren zu einer weiteren Erhöhung der Personalanforderungen, besonders im Bereich Produktion, Customer Service und RA/QA und damit zu höheren Kosten führen, zumal auch der Mindestlohn wiederum in 2023 angehoben wird. POLYTECH wird weitere hohe Investitionen in den Bereichen: Produktionstechnologie, Forschung & Entwicklung, Innovationen, Marketing und Vertrieb tätigen müssen und damit weitere Umsatzsteigerungen und mehr Marktanteilen erreichen. Allerdings wird auch der Prozess der Kostenoptimierung und Budgetierung in den folgenden Jahren weiterhin verstärkt im Fokus stehen.

In 2022 wurden alle Maßnahmen zu den neuen Gesetzgebungen im Bereich Datenschutz und Health Care Compliance getroffen und entsprechende Prozesse zur Gewährleistung der Einhaltung dieser Gesetze mit Hilfe von Anwälten eingeführt sowie fortwährend kontrolliert.

POLYTECH hat auch in 2022 nochmals sein Ansehen und seine Marktposition steigern können und bietet qualitativ hochwertigste Produkte an. Dies wurde auch seitens vieler namhafter plastischer Chirurgen in vielen Ländern bestätigt. Auf Basis der Bewahrung dieser hohen Produktionsqualität und Zuverlässigkeit, wird die künftige Entwicklung der Gesellschaft als gesichert eingeschätzt.

5. Chancen und Risikobericht

5.1. Risikobericht

5.1.1. Branchenspezifische Risiken

Alljährlich entstehen in Abhängigkeit von behördlichen Genehmigungsverfahren Risiken für die Kontinuität der Zulassung bereits registrierter und neuer Produkte und für zusätzliche Registrierungen von POLYTECH Produkten in neuen Märkten. Deshalb verstärkt die Gesellschaft alle Anstrengungen zur regulatorischen Vorbereitung der Dokumentationen im Rahmen der ab 2023 gültigen neuen Gesetzgebungen. Das dafür notwendige, qualifizierte Personal wurde teilweise bereits in Vorjahren eingestellt. Weitere Personalaufstockungen sind für das Jahr 2023 vorgesehen. Alle diese laufenden Prozesse und Initiativen unterliegen einer ständigen Überwachung durch die Geschäfts- und Abteilungsleitungen.

5.1.2. Risiken bedingt durch die COVID-19 Pandemie

POLYTECH entwickelt, produziert und vertreibt Medizinprodukte, die im Wesentlichen auf zwei Verwendungszwecke ausgerichtet sind, nämlich ästhetisch-plastische Chirurgie und rekonstruktiv-plastische Chirurgie, die insbesondere als Folge von Mastektomieoperationen aus onkologischen Gründen vorgenommen werden.

Erfreulich ist, dass POLYTECH in 2022 einen konstanten Auftragseingang erzielen konnte, obwohl die Pandemie noch nicht beendet ist.

POLYTECH wird in den folgenden Monaten den Geschäftsverlauf ständig überwachen und alle nötigen Maßnahmen ergreifen um den Erfolg des Unternehmens auch nach der COVID-19-Pandemie weiter voran zu bringen. Wir gehen davon aus, dass die für das Jahr 2023 gesteckten Ziele erreicht werden können und dass POLYTECH aus der Krise gestärkt hervorgehen wird.

In 2022 kam es zu Lieferverzögerungen seitens unseres Hauptlieferanten aufgrund der COVID-19-Pandemie, die Auslastung der Frachtkapazitäten und der mangelnden Kapazität durch erhöhte Materialnachfragen. Wie in fast allen Bereichen der produzierenden Industrie wird für 2023 eine Entspannung der Lage erwartet. Langjährige Lieferbeziehungen zu unserem Hauptlieferanten bilden eine verlässliche Basis. Engpässe in der Lieferfähigkeit und Einschränkungen im internationalen Handel, können diese Abläufe stören. Diesem Risiko wird durch eine umfassende, vorausschauende Lagerhaltung, langfristige Lieferverträge, einer Verbesserung der Einkaufsprozesse und dem Aufbau neuer Kontakte entgegengewirkt.

5.1.3. Risikomanagement

POLYTECH verfügt über Instrumente zur Risikofrüherkennung wie Controlling und Auditierung. Das Controlling informiert die Geschäftsleitung mit entsprechenden Berichten und Auswertungen unmittelbar und regelmäßig über den eingetretenen und prognostizierten Verlauf der Geschäfte. Es werden dabei verschiedene Szenarien berechnet.

5.1.4. Ertragsorientierte Risiken

Es wird nicht erwartet, dass sich Ausschussquoten bedingt durch die Einführung neuer Prozesse und Technologien wesentlich erhöhen und damit das angestrebte Wachstum negativ beeinflussen werden. Die weitere notwendige Erhöhung der Produktionsmenge kann durch arbeitsrechtliche und sonstige Auflagen und Einschränkungen möglicherweise nicht oder nicht so schnell, wie vorgesehen erreicht werden, wenn Engpässe am Beschaffungsmarkt für Arbeitskräfte auftreten und/oder die Einarbeitung nicht wie vorgesehen erfolgen kann. Hier wird auch in 2023 weiter an der Umsetzung alternativer Produktionsprozesse, wie beispielsweise die Automatisierung gearbeitet.

Die angestrebte Absatzmenge wird als realistisch eingeschätzt und sichert die Auslastung der neu geschaffenen Produktionskapazitäten. Sollten die angestrebten Produktionsmengen nicht erreicht werden, kann sich dies auf die Ertragslage des Konzerns negativ auswirken.

Der steigenden Preisentwicklung für Rohstoffe und den Dollar-Wechselkursrisiken wird weiterhin mit langfristigen Rahmenverträgen und dem Abschluss von Termingeschäften in US-Dollar für mindestens 80% der im US-Dollar-Raum bezogenen Rohstoffe entgegengewirkt. Auch konnten in 2022 die Preise für die Produkte vor allem in den europäischen Regionen leicht erhöht werden. Die Rohstoffpreise werden sich in 2023 für POLYTECH inflationsbedingt erhöhen.

Für erkennbare Risiken in Form von Forderungsausfällen, sind auch in 2022 durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen ausreichende, kaufmännisch vorsichtige Risikovorsorgen getroffen worden. Für das latente Ausfallrisiko wurde eine ausreichende Pauschalwertberichtigung gebildet. Aufgrund des engen Kontaktes mit und das regelmäßige Aufsuchen der Vertriebspartner, wurden Zahlungseingänge verbessert. Daneben sind wir bestrebt, unser Debitorenmanagement ständig zu verbessern.

Seit Ende des Geschäftsjahres 2017 wurde der POLYTECH durch einen ausländischen Mitbewerber der Streit verkündet. Die Geschäftsleitung beurteilte die Vorwürfe aufgrund der vorliegenden Informationen als haltlos und der Gerichtsprozess konnte in erster Instanz gewonnen werden. Das Berufungsverfahren wird noch bis Mitte 2023 laufen. Im Übrigen sieht sich die POLYTECH in der Sache anwaltlich bestens vertreten. Gleichwohl wurde für ein in diesem Zusammenhang verbleibendes Restrisiko unter Abwägung von erwarteten Eintrittswahrscheinlichkeiten eine ausreichende Risikovorsorge getroffen.

Unvorhersehbare Ereignisse, wie eine erneute COVID-19-Pandemie mit ihren diversen Varianten, könnte auch in Zukunft unsere Wachstumsziele negativ beeinflussen. Im Falle von größeren Umsatzeinbußen durch bestimmte Ereignisse im Markt, ist mit einer Verschlechterung der Ertragslage zu rechnen. Zu diesen Ereignissen gehört auch die Verunsicherung bei Patientinnen und Chirurgen wegen einer sehr selten auftretenden Erkrankung wie BIA-ALCL, die bei sehr wenigen Patienten weltweit in Zusammenhang mit Brustimplantaten diagnostiziert wurde. Solchen möglichen Risiken begegnen wir mit unseren sehr hohen Qualitätsstandards, ständiger Aufklärung der Patientinnen, der Einführung neuer Produkte und durch wissenschaftliche Dokumentationen.

5.1.5. Finanzwirtschaftliche Risiken

Aufgrund der stabilen Liquiditätssituation von POLYTECH sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar.

Risiken in Bezug auf die Verschlechterung der Liquiditätslage können sich aus dem unvorhersehbaren Ausfall von Kundenforderungen ergeben. Die Gesellschaft verfügt über ein hohes Eigenkapital. Zusätzlich wurde Anfang 2017 eine umfassende langfristige Neufinanzierung abgeschlossen, die in 2021 sogar noch erweitert wurde, denn die Muttergesellschaft hat für die Gesellschaft eine weitere Kreditlinie im Rahmen des vom Staat auferlegten Corona-Hilfsprogramm vereinbart. Die Geschäftsbeziehungen zu den Banken verliefen innerhalb der getroffenen Vereinbarungen und waren störungsfrei. Zudem steht noch eine Betriebsmittelkreditlinie in Höhe von 3,5 Mio. Euro zur Überbrückung eventueller Liquiditätsengpässe zur Verfügung. Im Übrigen sehen wir uns durch den Rückhalt des Gesellschafters sowie das gute Verhältnis zu den Banken gestärkt und bestätigt. Damit steht für das geplante weitere Wachstum ausreichend Liquidität zur Verfügung.

In jedem Fall wird POLYTECH den Geschäftsverlauf ständig überwachen und alle nötigen Korrekturmaßnahmen ergreifen um die Liquidität sicherzustellen und den Erfolg des Unternehmens auch nach der COVID-19-Pandemie weiter voran zu bringen.

5.2. Chancenbericht

POLYTECH bietet die größte Auswahl an Silikonimplantaten mit verschiedenen Varianten. Darüber hinaus hat sich der Fokus auf die plastisch-rekonstruktive Chirurgie durch strategische Maßnahmen enorm intensiviert. Aufgrund der sich langsam aufzeigenden Marktentwicklung, dass weitere Oberflächen bevorzugt werden, ist es umso wichtiger, ein breites und innovatives Produktportfolio anbieten zu können. Neben dem bestehenden breiten Produktportfolio entwickelt die Gesellschaft neue Produkte, u.a. die Seidenbeschichtung von Implantaten, die auch bereits erfolgreich im Rahmen einer Studie operiert werden. Darüber hinaus wurden strategische Entscheidungen getroffen, andere Segmente im Bereich der ästhetischen Chirurgie aufzunehmen. Vor allem planen wir im Bereich des Fetttransfers neue Produkte ins Portfolio aufzunehmen und zu vertreiben.

5.3. Gesamtaussage

Die Risikopolitik der Gesellschafter und der Geschäftsführung ist konservativ. Die Bewertung identifizierter Risiken orientiert sich konsequent an dieser Grundeinstellung. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden keine Risiken mit geschäftsbedrohendem Charakter identifiziert.

5.4. Bericht über Tochtergesellschaften

Zum 1. Juli 2017 hat die POLYTECH Health & Aesthetics GmbH die POLYTECH Health & Aesthetics Italia S.r.l. (genannt POLYTECH Italien) zu 100% erworben. Ein wichtiger Schwerpunkt bei den Wachstumsinitiativen war die Entscheidung in Italien einen Direkt-Vertrieb aufzubauen. Nach kurzer Zeit zählt POLYTECH Italien seit 2020 bereits zu den Marktführern und ist bereits die Nummer zwei im Markt. Es bestehen sehr gute Chancen, dort in wenigen Jahren die Marktführerschaft zu erzielen. Die finanzielle Situation der Tochtergesellschaft ist stabil. Das EBITDA der Tochtergesellschaft sank in 2022 leicht.

 

Dieburg, den 30. März 2023

Wolfgang Steimel

Bilanz

Aktiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen 8.535.657,86 8.724.538,99
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 338.976,91 551.232,91
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 338.976,41 551.232,41
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,50 0,50
II. Sachanlagen 5.615.161,83 5.591.786,96
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.263.129,00 2.892.317,50
2. technische Anlagen und Maschinen 1.773.280,55 2.076.431,05
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 478.481,50 530.399,50
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.100.270,78 92.638,91
III. Finanzanlagen 2.581.519,12 2.581.519,12
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.813.480,00 1.813.480,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 768.039,12 768.039,12
B. Umlaufvermögen 32.599.275,20 33.962.303,94
I. Vorräte 13.502.500,98 13.319.818,61
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 5.522.211,49 4.122.531,06
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 1.562.068,35 2.017.924,17
3. fertige Erzeugnisse und Waren 6.418.221,14 7.179.363,38
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 12.525.792,02 12.615.180,79
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.828.132,45 7.630.527,53
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.363.834,54 1.627.312,60
3. sonstige Vermögensgegenstände 3.333.825,03 3.357.340,66
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 12.500,00 15.300,00
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 6.570.982,20 8.027.304,54
C. Rechnungsabgrenzungsposten 74.366,41 328.364,83
Aktiva 41.209.299,47 43.015.207,76

Passiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Eigenkapital 12.099.532,96 12.099.532,96
I. Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000.000,00
II. Kapitalrücklage 2.303.635,17 2.303.635,17
III. Bilanzgewinn 8.795.897,79 8.795.897,79
davon Gewinnvortrag 8.795.897,79 8.795.897,79
B. Rückstellungen 2.718.367,18 2.343.004,45
1. sonstige Rückstellungen 2.718.367,18 2.343.004,45
C. Verbindlichkeiten 26.391.399,33 28.572.670,35
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.537.542,66 6.455.312,71
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.912.542,74 2.330.312,75
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 2.624.999,92 4.124.999,96
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.746.122,10 2.757.821,23
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 3.746.122,10 2.757.821,23
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 17.753.522,85 18.978.886,40
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 7.179.095,18 8.404.458,73
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 10.574.427,67 10.574.427,67
4. sonstige Verbindlichkeiten 354.211,72 380.650,01
davon aus Steuern 139.188,27 179.370,62
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 7.649,69 12.620,25
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 354.211,72 380.650,01
Passiva 41.209.299,47 43.015.207,76

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1. Umsatzerlöse 46.842.177,92 49.212.209,97
2. Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 791.779,28 2.132.747,95
3. andere aktivierte Eigenleistungen 83.137,88
4. sonstige betriebliche Erträge 1.190.137,40 3.005.072,77
davon Erträge aus der Währungsumrechnung 379.226,61 48.543,91
5. Materialaufwand 15.242.506,47 14.415.145,19
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 15.242.506,47 14.415.145,19
6. Personalaufwand 15.008.865,76 14.681.126,77
a) Löhne und Gehälter 13.308.037,35 13.034.906,19
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.700.828,41 1.646.220,58
davon für Altersversorgung 12.455,17 559,07
7. Abschreibungen 1.460.613,21 1.535.764,79
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.460.613,21 1.535.764,79
8. sonstige betriebliche Aufwendungen 14.058.176,37 15.619.627,09
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 74.413,05 236.905,00
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 160.515,11 155.799,26
davon aus verbundenen Unternehmen 33.015,58 34.987,24
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 243.263,50 304.986,28
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 494,17
12. Ergebnis nach Steuern 1.387.131,67 3.766.821,81
13. sonstige Steuern 16.384,40 15.612,41
14. aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 1.370.747,27 3.751.209,40
15. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00
16. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 8.795.897,79 8.795.897,79
17. Bilanzgewinn 8.795.897,79 8.795.897,79

Anhang

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Polytech Health & Aesthetics GmbH ist ein deutsches Unternehmen mit dem Firmensitz in Dieburg in der Altheimer Straße 32 und unter der Registernummer HRB 31870 beim Amtsgericht Darmstadt eingetragen.

Die Polytech Health & Aesthetics GmbH ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB.

Der Jahresabschluss wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und den ergänzenden Vorschriften des Gesetzes über Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Die Bilanz sowie die Gewinn- und Verlustrechnung sind gemäß §§ 266, 275 HGB gegliedert. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB erstellt.

2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

2.1. Auf Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung angewandte Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung.

Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit ihren Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibung bewertet. Die Abschreibung erfolgt nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten einschließlich der angefallenen Nebenkosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um die planmäßigen Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden, unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer, linear vorgenommen.

Die im Geschäftsjahr angeschafften geringwertigen Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert in Höhe von € 800,00 wurden in Übereinstimmung mit den steuerlichen Vorschriften gemäß § 6 Abs. 2 EStG in voller Höhe im Jahr der Anschaffung abgeschrieben.

Das Finanzanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten einschließlich der notwendigen Anschaffungsnebenkosten bewertet. Gründe für außerplanmäßige Abschreibungen waren am Bilanzstichtag nicht zu erkennen und wurden auch nicht bei einer nur vorübergehenden Wertminderung in Anspruch genommen.

Die Bewertung der Vorräte erfolgte mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Diese umfassen Material- und Fertigungseinzelkosten, die Sonderkosten der Fertigung, ferner angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie die Kosten des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist (produktbezogene Vollkosten).

Weiterhin wurden bei der Berechnung der Herstellungskosten angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie angemessene Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebes, für freiwillige soziale Leistungen und für die Altersversorgung einbezogen.

Zinsen für das zur Finanzierung der Herstellung der aktivierten Vermögensgegenstände verwendete Fremdkapital wurden, soweit sie auf den Zeitraum der Herstellung entfallen, zu 100% bei den Herstellungskosten angesetzt. Zur verlustfreien Bewertung bzw. in Bezug auf Bestandsrisiken aufgrund der Lagerdauer oder verminderter Verwendbarkeit, sind auf Einzelermittlungen beruhende Abwertungen vorgenommen worden.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nominalbetrag angesetzt. Die Risiken im Forderungsbestand sind durch Einzel- und Pauschalwertberichtigungen angemessen berücksichtigt worden.

Der Kassenbestand sowie Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen; die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen die bis zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung bekannt gewordenen ungewissen Schulden, Verluste und Risiken, die das abgelaufene Geschäftsjahr betreffen. Grundlage der Ermittlung war der voraussichtlich notwendige Erfüllungsbetrag, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung geschätzt wurde. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr, erfolgt grundsätzlich eine Abzinsung gemäß § 253 Abs. 2 HGB.

Die Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden.

2.2. Grundlagen der Währungsumrechnung

Die auf Fremdwährung lautenden Guthaben bei Kreditinstituten und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet.

3. Erläuterungen zur Bilanz

3.1. Anlagevermögen/Anlagenspiegel

Die Entwicklung der historischen Anschaffungskosten und der kumulierten Abschreibungen je Anlageposten ist im Anlagenspiegel dargestellt.

3.2. Anteile an verbundenen Unternehmen

Das Unternehmen hält seit dem Geschäftsjahr 2017 eine 100%ige finanzielle Beteiligung an der Polytech Health & Aesthetics Italia S.r.l..

3.3. Vorräte

In den Vorräten in Höhe von T€ 13.502 (VJ.: T€ 13.320) sind Roh-, Hilfs - und Betriebsstoffe in Höhe von T€ 5.522 (VJ.: T€ 4.123), unfertige Erzeugnisse in Höhe von T€ 1.562 (VJ.: T€ 2.018) sowie fertige Erzeugnisse und Waren in Höhe von T€ 6.418 (VJ.: T€ 7.179) enthalten.

Die Bewertung der Vorräte erfolgt individuell auf Basis der einzelnen Artikel.

3.4. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Für die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 8.304 (VJ.: T€ 7.966) bestanden keine konkreten Ausfallrisiken. Die gebildeten Einzelwertberichtigungen in Höhe von T€ 385 (VJ.: T€ 248) dienen der kaufmännischen Vorsicht. Für das latente Ausfallrisiko wurde eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von T€ 91 (VJ.: T€ 88) gebildet.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundene Unternehmen bestehen in Höhe von T€ 1.364 (VJ.: T€ 1.627)

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen ein Darlehen an G&G Ltd. Israel in Höhe von T€ 2.906 (VJ.: T€ 2.780).

Forderungen mit einer Restlaufzeit größer ein Jahr bestehen mit T€ 13 (VJ.: T€ 15).

3.5. Eigenkapital

Der Jahresabschluss wurde unter Berücksichtigung der vollständigen Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt.

Der Gewinn des Geschäftsjahres 2022 in Höhe von T€ 1.371 wurde im Rahmen des ab dem 1.1.2017 geschlossenen Gewinnabführungsvertrages an die PT H&A Management GmbH (Holding) abgeführt.

Der Bilanzgewinn beträgt unverändert gegenüber dem Vorjahr T€ 8.796. In den Bilanzgewinn wurde der Gewinnvortrag aus den Vorjahren in Höhe von T€ 8.796 einbezogen. Der Bilanzgewinn wird auf neue Rechnung vorgetragen.

3.6. Sonstige Rückstellungen

Die Zusammensetzung der sonstigen Rückstellungen zeigt folgendes Bild:

sonstige Rückstellungen 31.12.2022
T€
31.12.2021
T€
Ausstehende Rechnungen 663 597
Ausstehende Mitarbeiterboni 607 501
Ausstehender Urlaub/Überstunden 279 305
Rechts-/Beratungsthemen 940 800
Jahresabschlusserstellung/-prüfung 43 67
Archivierung Geschäftsunterlagen 15 15
Rückbauverpflichtung 73 0
übrige 58 58
Summe 2.678 2.343

3.7. Haftungsverhältnisse

Die im Zusammenhang mit der Besicherung für eigene Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten vereinbarten Sicherheiten, dienen auch als Besicherung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten der PT H&A Management GmbH (Holding) in Höhe von T€ 23.809. Das Risiko einer Inanspruchnahme im Zusammenhang mit der Besicherung fremder Verbindlichkeiten war bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses nicht festzustellen (§ 285 Nr. 27 HGB).

3.8. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen ergeben sich im Wesentlichen aus Miet- und Leasingverträgen.

Die Produktions-, Lager- und Verwaltungsgebäude sind gemietet. Der monatliche Mietzins beträgt T€ 35. Der Mietvertrag hat eine Laufzeit von 10 Jahren und endet am 31. Mai 2026. Er verlängert sich jeweils um weitere 12 Monate, falls er nicht spätestens 6 Monate vor Ablauf der Mietzeit bzw. eines Verlängerungszeitraums gekündigt wird. Ein weiterer Mietvertrag besteht für ein Fertigwarenlager seit September 2017 befristet bis August 2019 mit einer in Anspruch genommenen Verlängerungsoption für 3 weitere Jahr. Der monatliche Mietzins beträgt T€ 6. Für ein weiteres Bürogebäude wurde ein am 15. August 2017 beginnender Mietvertrag befristet für 2 Jahre abgeschlossen. Die Verlängerungsoption für 1 weiteres Jahr wurde in Anspruch genommen. Der monatliche Mietzins beträgt T€ 4.

Seit Juli 2019 wurde ein zusätzliches Lager und seit April 2020 ein zusätzliches Bürogebäude in Rödermark angemietet. Dieser Vertrag ist befristet bis zum 28. Februar 2023 und verlängert sich jeweils um weitere 12 Monate, falls er nicht spätestens 6 Monate vor Ablauf der Mietzeit gekündigt wird. Der monatliche Mietzins beträgt T€ 17.

Daneben bestehen mehrere Leasingverträge. Diese haben eine Restlaufzeit zwischen 8 Monaten und 6 Jahren. Die sich hieraus ergebenden finanziellen Verpflichtungen betragen insgesamt T€ 247.

3.9. Verbindlichkeiten

Nach den Posten der Bilanz gliedern sich die Verbindlichkeiten unter Berücksichtigung der jeweiligen Restlaufzeiten und der Art ihrer Besicherung wie folgt:

Art der Verbindlichkeit Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit Gesicherte Beträge Art der Sicherheit
bis 1 Jahr 1-5 Jahre > 5 Jahre
Verbindlichkeit gegenüber Kreditinstitut 4.538 1.913 2.625 4.538 a. Globalzessionsvertrag an den an die NIBC abgetretenen Forderungen b. Verpfändungsvertrag gewerbliche Schutzrechte c. Verpfändung von Kontoguthaben
Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen 3.746 3.746 Eigentumsvorbehalte
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 17.754 7.179 10.574
Sonstige Verbindlichkeiten 354 354
Gesamtbetrag 26.392 13.192 13.199 0 4.538

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

4.1. Aufgliederung Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse von T€ 46.842 wurden hauptsächlich durch den Verkauf von Silikon-implantaten mit über 1.500 verschiedenen Varianten erzielt und gliedern sich nach § 285 Nr. 4 HGB geografisch wie folgt auf: Europa T€ 35.651 (davon Deutschland T€ 10.930), Region LATAM T€ 7.513, Asien T€ 1.939 und Mittlerer Osten/Afrika T€ 1.739.

4.2. Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen Erträge aus Serviceleistungen mit verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 119 (VJ.: T€ 231), aus Währungsumrechnungen in Höhe von T€ 379 (VJ.: T€ 49) sowie Erträge aus Auflösung von Rückstellungen in Höhe von T€ 462 (VJ.: T€ 117) enthalten. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge des Vorjahres in Höhe von T€ 15 (VJ: T€ 31) sowie Erträge aus der Herabsetzung der pauschalen Abwertung auf Umlaufvermögen in Höhe von T€ 47 (VJ.: T€ 82).

4.3. Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Forderungsverlusten in Höhe von T€ 107 (VJ.: T€ 2.367), aus der Zuführung zu den Wertberichtigungen auf Forderungen (EWB und PWB) in Höhe von T€ 141 (VJ.: T€ 18), aus den Abschreibungen auf Umlaufvermögen in Höhe von T€ 582 (VJ.: T€ 732) und aus der Währungsumrechnungen in Höhe von T€ 74 (VJ.: T€ 237) enthalten. Periodenfremde Aufwendungen sind in Höhe von T€ 41 (VJ.: T€ 4) angefallen.

5. Sonstige Pflichtangaben

5.1. Personalstand

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen (ohne Geschäftsführung und Auszubildende) waren während des Geschäftsjahrs im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Anzahl
SV-pflichtige Beschäftigte 226
Werkstudenten 2
Geringfügig entlohnte Beschäftigte 1
Kurzfristige Beschäftigte 1

Die Gesamtzahl der beschäftigten Arbeitnehmer gemäß § 285 Nr. 7 HGB beträgt 230 (Vorjahr: 226). Die Angaben wurden kaufmännisch gerundet.

5.2. Angaben zu den Mitgliedern der Unternehmensorgane

Der Geschäftsführung gehörte im Geschäftsjahr an:

Wolfgang Steimel, Kaufmann, München

5.3. Angaben zu den Bezügen der Organmitglieder

Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführer im Geschäftsjahr wurde unter Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

5.4. Ergebnisverwendung

Der Bilanzgewinn in Höhe von T€ 8.796 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

5.5. Angaben zu Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

Name des Unternehmens: Polytech Health & Aesthetics Italia S.r.l.
Sitz des Unternehmens: Mailand, Italien
Gezeichnetes Kapital: T€ 10
Höhe des Anteils: 100,00 %
Ergebnis des Geschäftsjahres 2022: T€ 627
Das Eigenkapital zum 31. Dezember 2022 beträgt: T€ 3.325.

5.6. Angaben zum Mutterunternehmen

Der Jahresabschluss der Polytech Health & Aesthetics GmbH wird in den Konzernabschluss der PT H&A Management GmbH (Mutterunternehmen) mit Sitz in Dieburg einbezogen. Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger unter der Registernummer HRB 96193 veröffentlicht.

5.7. Honorar des Abschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2022 berechnete Gesamthonorar gemäß § 285 Nr. 17 HGB beträgt T€ 43.

6. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres

Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nach dem Bilanzstichtag nicht ergeben. Wir verweisen auf die Darstellung der Chancen und Risiken im Lagebericht.

 

Dieburg, den 30.03.2023

Wolfgang Steimel

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.522.914,73 35.360,25
2. Geschäfts- oder Firmenwert 350.000,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 1.872.914,73 35.360,25
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.777.928,22 6.688,20
2. technische Anlagen und Maschinen 4.608.247,96 69.720,13 1.372,50
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.878.897,17 152.779,63 48.355,83
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 92.638,91 1.007.631,87
Summe Sachanlagen 14.357.712,26 1.236.819,83 49.728,33
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.813.480,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 768.039,12
Summe Finanzanlagen 2.581.519,12
Summe Anlagevermögen 18.812.146,11 1.272.180,08 49.728,33
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.558.274,98
2. Geschäfts- oder Firmenwert 350.000,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 1.908.274,98
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.784.616,42
2. technische Anlagen und Maschinen 4.676.595,59
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.983.320,97
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.100.270,78
Summe Sachanlagen 15.544.803,76
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.813.480,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 768.039,12
Summe Finanzanlagen 2.581.519,12
Summe Anlagevermögen 20.034.597,86
kumulierte Abschreibung 01.01.2022
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 971.681,32 247.617,25
2. Geschäfts- oder Firmenwert 349.999,50
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 1.321.680,82 247.617,25
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.885.610,72 635.876,70
2. technische Anlagen und Maschinen 2.531.816,91 372.869,63 1.371,50
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.348.497,67 204.249,63 47.907,83
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00
Summe Sachanlagen 8.765.925,30 1.212.995,96 49.279,33
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00
Summe Anlagevermögen 10.087.606,12 1.460.613,21 49.279,33
kumulierte Abschreibung 31.12.2022
EUR
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert 31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.219.298,57 338.976,41
2. Geschäfts- oder Firmenwert 349.999,50 0,50
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 1.569.298,07 338.976,91
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.521.487,42 2.263.129,00
2. technische Anlagen und Maschinen 2.903.315,04 1.773.280,55
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.504.839,47 478.481,50
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 1.100.270,78
Summe Sachanlagen 9.929.641,93 5.615.161,83
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 1.813.480,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 768.039,12
Summe Finanzanlagen 0,00 2.581.519,12
Summe Anlagevermögen 11.498.940,00 8.535.657,86

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 22.08.2023 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Polytech Health & Aesthetics GmbH

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES

Prüfungsurteil zum Jahresabschluss

Ich habe den Jahresabschluss der Polytech Health & Aesthetics GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der dort dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 zweiter Halbsatz HGB erkläre ich, dass nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften entspricht und unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 vermittelt.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 erster Halbsatz HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses geführt hat.

Grundlage für dasPrüfungsurteil zum Jahresabschluss

Ich habe meine Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses" meines Vermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und ich habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und angemessen sind, um als Grundlage für mein Prüfungsurteil zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Angaben ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, sofern einschlägig, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzugeben sowie dafür, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Angaben ist, und einen Vermerk zu erteilen, der mein Prüfungsurteil zum Jahresabschluss beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Angabe stets aufdeckt. Falsche Angaben können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung übe ich während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Angaben im Jahresabschluss, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und angemessen sind, um als Grundlage für mein Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Angaben nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Angaben bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinne ich ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung relevanten internen Kontrollsystem, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems der Gesellschaft abzugeben.

• beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit durch die gesetzlichen Vertreter sowie auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss oder im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

Ich erörtere mit der Geschäftsleitung unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Abschlussprüfung feststelle.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

Vermerk über die Prüfung des Lageberichts Prüfungsurteil zum Lagebericht

Ich habe den Lagebericht der Polytech Health & Aesthetics GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht der Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Meine Prüfung hat zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Lageberichts geführt.

Grundlage für das Prüfungsurteil zum Lagebericht

Ich habe meine Prüfung des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 Abs. 2 HGB und unter Beachtung der vom IDW festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Lageberichtsprüfung durchgeführt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und angemessen sind, um als Grundlage für mein Prüfungsurteil zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um angemessene und ausreichende Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, und einen Vermerk zu erteilen, der mein Prüfungsurteil zum Lagebericht beinhaltet.

Im Rahmen einer Abschlussprüfung prüfe ich den Lagebericht in Übereinstimmung mit § 317 Abs. 2 HGB unter Beachtung der vom IDW festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Lageberichtsprüfung. In diesem Zusammenhang hebe ich hervor:

• Die Prüfung des Lageberichts ist in die Prüfung des Jahresabschlusses integriert.

• Ich gewinne ein Verständnis von den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen (Systemen), um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme) abzugeben.

• Ich führe Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis angemessener und ausreichender Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die Vertretbarkeit dieser Annahmen sowie die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen.

Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen können.

Ich gebe zu den einzelnen Angaben im Lagebericht ebenfalls kein eigenständiges Prüfungsurteil ab, sondern ein Prüfungsurteil zum Lagebericht als Ganzes.

 

Dieburg, den 30. März 2023

Karlheinz Hofmann, Wirtschaftsprüfer

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