Konfetti GmbH
Selbe AdresseErbringung von Reservierungsdienstleistungen für Theater-, Sport- und Unterhaltungsveranstaltungen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Bastian Robert Rutkowski seit 28.2.2025 | Geschäftsführer |
Hagen Hirche seit 14.3.2024 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 9.40% | |
N*** P******** | 6.18% |
K***** C**** | 3.09% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
MAGIX Software GmbHBerlinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2011 bis zum 30.09.2012BestätigungsvermerkAn die MAGIX Software GmbH Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der MAGIX Software GmbH, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2011 bis zum 30. September 2012 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz-und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Berlin, 17. Januar 2013 Ernst
& Young
Seidel, Wirtschaftsprüfer Mattner, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 30. September 2012AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2011 bis zum 30. September 2012
Anhang 2011/2012I. Allgemeine HinweiseDer Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Bilanzierungs- und sonstigen Angabevorschriften gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie des GmbHG erstellt. Es gelten die Vorschriften für kleine Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde für das abgelaufene Geschäftsjahr erstmalig nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt. Dies dient zum einen dem besseren Einblick in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und zum anderen wird somit dem Umstand Rechnung getragen, dass die Konzernobergesellschaft ihre Gewinn- und Verlustrechnung ebenfalls nach dem Umsatzkostenverfahren aufstellt. Der Abschluss wurde in Tausend Euro erstellt. Alleinige Gesellschafterin der MAGIX Software GmbH ist die MAGIX AG, Berlin (HRB 92 660), mit einer Stammeinlage in Höhe von EUR 26.000,-. Mit ihr wurde am 26. Januar 2010 ein Gewinnabführungsvertrag geschlossen. Aufgrund der Ausgliederung des operativen Geschäfts der MAGIX AG auf die MAGIX Software GmbH mit Wirkung zum Beginn des Geschäftsjahres 2011/2012 am 1. Oktober 2011 ist eine Vergleichbarkeit der Zahlen des vorliegenden Jahresabschlusses mit denen des Vorjahres nur bedingt gegeben. Zu berücksichtigen ist dabei insbesondere, dass die MAGIX Software GmbH
Die MAGIX Software GmbH wird in den Konzernabschluss der MAGIX AG mit Sitz in Berlin einbezogen. Der Konzernabschluss der MAGIX AG mit dem größten Kreis von Unternehmen ist bei der MAGIX AG, Friedrichstraße 200, 10117 Berlin, erhältlich. Infolge des Einbezugs in den Konzernabschluss der MAGIX AG besteht keine eigenständige Verpflichtung zur Aufstellung eines Teilkonzernabschlusses. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt und entsprechend ihrer Nutzungsdauer über 3 bis 5 Jahre abgeschrieben. Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden mit ihren Herstellungskosten angesetzt und entsprechend ihrer Nutzungsdauer über 3 bis 5 Jahre abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer auf der Grundlage steuerlich anerkannter Höchstsätze linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von EUR 410,00, die bis zum 31. Dezember 2007 angeschafft wurden, werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben und im gleichen Geschäftsjahr als Abgang gezeigt. Geringwertige Anlagegüter mit mehr als EUR 150,00 bis zu EUR 1.000,00 Anschaffungskosten, die nach dem 31. Dezember 2007 angeschafft worden sind, werden in einem wirtschaftsjahresbezogenen Sammelposten zusammengefasst. Dieser Sammelposten wird einheitlich über fünf Wirtschaftsjahre mit jeweils 20 % abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von EUR 410,00, die ab dem 01.01.2010 angeschafft wurden, werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben und im gleichen Geschäftsjahr als Abgang gezeigt. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. zum beizulegenden Wert angesetzt, wenn dieser niedriger war. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Fremdkapitalzinsen werden nicht einbezogen. Es bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte aus der Lieferung der ausgewiesenen Wirtschaftsgüter. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Der Sonderposten für Zuwendungen beinhaltet die Investitionszuschüsse und -zulagen, die über die Nutzungsdauer der einzelnen Vermögensgegenstände verteilt werden, für die sie gewährt wurden. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Währungsumrechnung: Die Gesellschaft rechnet auf fremde Währungen lautende Vermögensgegenstände und Schulden mit dem am Abschlussstichtag geltenden Devisenkassamittelkurs entsprechend der Vorschrift des § 256a HGB um. II. Erläuterungen zur Bilanz1. Anlagevermögen Zur Entwicklung des Anlagevermögens verweisen wir auf den Anlagespiegel. Angaben zum Anteilsbesitz Die MAGIX Software GmbH ist an folgenden Unternehmen beteiligt:
2. Umlaufvermögen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Sämtliche Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. 3. Rechnungsabgrenzungsposten In den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind im Voraus gezahlte Beiträge und Steuern in Höhe von TEUR 73 sowie Lizenzvergütungen in Höhe von TEUR 47 enthalten. 4. Eigenkapital
Zur Durchführung der Ausgliederung wurde das gezeichnete Kapital der Gesellschaft durch Schaffung eines neuen Geschäftsanteils im Nennbetrag von TEUR 1 erhöht. Das gezeichnete Kapital zum 30. September 2012 in Höhe von TEUR 26 ist in voller Höhe eingezahlt. Der Gesamtwert der durch die MAGIX AG im Zuge der Ausgliederung ihres operativen Geschäfts in die MAGIX Software GmbH eingebrachte Sacheinlage überstieg den Nennwert des oben genannten Nennbetrags von TEUR 1 um TEUR 12.547. Dieser Betrag wurde gem. § 272 Abs. 1 Nr. 1 HGB in die Kapitalrücklage eingestellt. Gemäß § 268 Abs. 8 HGB ist in Höhe der selbst erstellten immateriellen Vermögensgegenstände, abzüglich der darauf gebildeten passiven latenten Steuer eine Ausschüttungssperre zu berücksichtigen, sofern nicht frei verfügbare Rücklagen in mindestens gleicher Höhe vorhanden sind. Aus den selbst erstellten immateriellen Vermögensgegenständen ergibt sich eine potenzielle Ausschüttungssperre von TEUR 2.126, dieser stehen aber ausreichend frei verfügbare Rücklagen gegenüber, so dass keine Ausschüttungssperre hinsichtlich des erwirtschafteten Gewinns zu berücksichtigen ist. 5. Sonderposten für Zuwendungen Die Investitionszulagen und -zuschüsse sind für die Anschaffung von Anlagevermögen, welches im Zuge der Ausgliederung des operativen Geschäfts der MAGIX AG auf die MAGIX Software GmbH übergegangen ist, gewährt worden. Sie wurden über die Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände des Anlagevermögens verteilt, für die sie gewährt wurden. 6. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Retouren (TEUR 1.832), Lizenzgebühren (TEUR 473), Kundenboni (TEUR 411), Marketingkosten (TEUR 398) sowie für Tantieme- und Bonuszahlungen (TEUR 65) gebildet. Die Retourenrückstellung wurde anhand von ermittelten Rückstellungsquoten aufgrund von Erfahrungswerten gebildet. 7. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte aus der Lieferung von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen. Darüber hinaus bestehen keine Sicherheiten bei den Verbindlichkeiten. Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen TEUR 3.567 auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Verbindlichkeitenspiegel in TEUR
8. Haftungsverhältnisse Haftungsverhältnisse bestehen zum Bilanzstichtag nicht. 9. Sonstige finanzielle Verpflichtungen nach § 285 Nr. 3 HGB
10. Geschäfte mit nahe stehenden Personen Mit der ERSO GmbH wurde im Rahmen des Vertriebs der MAGIX-Produkte im Vergleich zum Markt ein höherer Einkaufspreis der Produkte vereinbart. Die übrigen Geschäfte mit nahe stehenden Personen werden zu den selben Konditionen wie mit fremden Dritten abgewickelt. III. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:
2. Herstellungskosten Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Die mit der Forschungs- und Entwicklungstätigkeit in Zusammenhang stehenden Abschreibungen auf Software, Schutzrechte, Software-Entwicklungskosten und sonstige Geschäftsausstattung in Höhe von TEUR 3.287 (Vorjahr: TEUR 120) wurden aufgrund des gesonderten Ausweises der Forschungs-und Entwicklungskosten in der Gewinn-und Verlustrechnung nicht unter den Umsatzkosten sondern unter den Forschungs-und Entwicklungskosten ausgewiesen. 3. Materialaufwand Der Materialaufwand betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr nach Gesamtkostenverfahren TEUR 7.222, wobei TEUR 7.196 Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren und TEUR 26 für bezogene Leistungen enthalten waren. 4. Personalaufwand Der Personalaufwand betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr nach Gesamtkostenverfahren TEUR 9.405, davon entfallen auf Löhne und Gehälter TEUR 7.818, auf Sozialabgaben TEUR 1.429 und auf sonstige Personalkosten TEUR 158. 5. Forschungs- und Entwicklungskosten Neben den Vertriebs- und Verwaltungskosten beinhaltet die Gewinn- und Verlustrechnung der MAGIX Software GmbH eine gesonderte Position für Forschungs- und Entwicklungskosten. Dabei handelt es sich um Personalkosten, sonstige Aufwendungen sowie um Abschreibungen auf selbst erstellte Software-Entwicklungen. Durch den differenzierten Ausweis wird der herausragenden Bedeutung des F&EBereichs für die MAGIX Software GmbH Rechnung getragen. 6. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen für zu zahlende Lizenzen in Höhe von TEUR 3.841. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind weiterhin die Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 204 (Vorjahr EUR 0) enthalten. 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden Aufwendungen aus der Währungsumrechnung ausgewiesen, die im abgelaufenen Geschäftsjahr TEUR 293 (Vorjahr EUR 0) betrugen. 8. Abschreibungen auf Finanzanlagen Die im Anlagenspiegel ausgewiesenen historischen Anschaffungskosten von Finanzanlagen und historischen Abschreibungen auf Finanzanlagen wurden im Rahmen der Übertragung des Geschäftsbetriebs von der MAG IX AG übernommen. 9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag In den ausgewiesenen Steuern vom Einkommen und Ertrag des Geschäftsjahres 2011/2012 sind Erträge aus Steuererstattungen für Vorjahre in Höhe von TEUR 32 enthalten. IV. Sonstige Angaben1. Geschäftsführung Der Geschäftsführung der MAGIX Software GmbH gehörten zum 30. September 2012 an: Herr Erhard Rein, (Geschäftsführer) Herr Tilmann Herberger, (Geschäftsführer) Herr Titus Tost (Geschäftsführer) Herr Jürgen Jaron, (Prokurist) Herr Dieter Rein, (Prokurist) 2. Mitarbeiter Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 3 Geschäftsführer, 145 Angestellte und 26 Auszubildende. 3. Honorar des Abschlussprüfers Im Geschäftsjahr 2011/2012 wurden für den Abschlussprüfer, Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, folgende Honorare erfasst:
4. Ergebnisverwendung Der Gewinn in Höhe von TEUR 5.229 wurde aufgrund des Gewinnabführungsvertrages mit der MAGIX AG zunächst in die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin, der MAGIX AG, eingestellt. Diese Verbindlichkeit wurde mit Forderungen, die aus der Ausgliederung des operativen Geschäfts der MAGIX AG bei der MAGIX Software entstanden sind, saldiert.
Berlin, den 19. Dezember 2012 Erhard Rein, Geschäftsführer Tilman Herber, Geschäftsführer Titus Tost, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens 2011/2012
Lagebericht zum 30. September 20121. Kurzüberblick über das Geschäftsjahr 2011/2012Die MAGIX Software GmbH (kurz MAGIX) ist ein international tätiger Anbieter von Multimediasoftware und digitalen Inhalten. Im Geschäftsjahr 2011/2012 von Oktober 2011 bis September 2012 (Berichtsperiode) hat sich MAGIX den zunehmenden Herausforderungen des sich verschlechternden Umfelds gestellt. Mit Wirkung zum Beginn des Geschäftsjahres hat das Unternehmen das operative Geschäft der MAGIX AG, dem Mutterunternehmen der Gesellschaft, übernommen. Aus diesem Grund ist eine Vergleichbarkeit der Zahlen des vorliegenden Jahresabschlusses mit denen des Vorjahres nur bedingt gegeben. Zu berücksichtigen ist dabei insbesondere, dass die MAGIX Software GmbH
Dank der starken Entwicklungsleistung tritt MAGIX als Innovator für Multimediasoftware und mobilen Applikationen auf. Neuentwicklungen erfolgen dabei strikt marktgetrieben. Die Produktentwickler und letztlich auch die Kunden von MAGIX profitieren davon, dass das Angebot des Unternehmens zunehmend auf einer gemeinsamen technologischen Plattform basiert. So sind Innovationen bei MAGIX reibungslos von einem Produkt auf das andere übertragbar und werden damit schnell und universell verfügbar. Die Bandbreite des Produktportfolios wirkt damit in der Entwicklung nicht als Hemmnis, sondern als kräftige Triebfeder. Die Steuerung des Unternehmens erfolgt anhand wesentlicher Kennzahlen, die geplant und deren Entwicklung im Geschäftsverlauf fortlaufend gemessen werden. Dabei handelt es sich insbesondere um die Umsatzentwicklung je Geschäftsbereich und Region sowie die Entwicklung von Bruttomarge, EBIT und EBIT-Marge. Der Unternehmensumsatz stieg von EUR 5,4 Mio. auf EUR 27,9 Mio. Dabei entstanden Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen in Höhe von EUR 7,2 Mio. (Vorjahr: keine). Das Bruttoergebnis vom Umsatz wuchs folglich von EUR 5,4 Mio. auf EUR 20,7 Mio. an. Die Bruttomarge lag damit bei 74 % (Vorjahr: 100 %). Die operativen Kosten stiegen von EUR 5,4 Mio. auf EUR 15,5 Mio. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern sowie vor Aufwendungen aus Gewinnabführungsverträgen stieg von TEUR 45 auf EUR 5,2 Mio. Die EBIT-Marge lag damit bei 19 %. Nach EUR 0,1 Mio. im Vorjahr führte die Gesellschaft in diesem Jahr einen Gewinn in Höhe von EUR 5,2 Mio. an die MAGIX AG ab. Angesichts der ersten Indikatoren, wie dem im vierten Quartal 2011/2012 wieder deutlich gewachsenen Direktgeschäft blickt MAGIX positiv auf den Geschäftsverlauf in 2012/2013 und 2013/2014. Sofern vom Umfeld keine außerordentlich negativen Impulse ausgehen, wird für die kommenden beiden Geschäftsjahre wieder Umsatzwachstum erwartet. Wachstumspotenzial liegt insbesondere im Direkt- sowie im B2B-Bereich. Mit Blick auf die Kosten wird mit einer unveränderten Bruttomarge und konstanten operativen Kosten gerechnet. Während die kurzfristige Ergebnisentwicklung in starkem Maße von der weiteren Entwicklung des PC-Marktes und der Markteinführung des Betriebssystems Microsoft Windows 8 abhängig ist, wird unabhängig davon mittelfristig großes Potenzial in der Vermarktung von neuen Produkten für kleine und mittelständische Unternehmen und mobilen Applikationen gesehen, womit substanziell höhere Ergebnisse realisiert werden können. 2. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen2.1 Gesamtwirtschaftliches Umfeld In 2011/2012 hat die globale Konjunktur weiter an Schwung verloren. Nach einem Plus von 3,8 % in 2011 hat der Internationale Währungsfonds (IWF) seine Erwartungen zuletzt reduziert und sieht für 2012 einen Anstieg der weltweiten Wirtschaftsleistung um 3,3 % voraus (Stand Oktober 2012). Demnach verlangsamte sich das Wachstum sowohl in den Industrie- als auch in den Schwellen- und Entwicklungsländern. Begründet wird dies insbesondere mit dem Sparzwang der öffentlichen Haushalte sowie mit der unveränderten Schwäche des globalen Finanzsystems. Während sich die USA diesem Trend ein wenig widersetzen konnte - das Wachstum stieg hier von 1,8 % in 2011 auf 2,2 % in 2012 -, blieb die Entwicklung in Westeuropa deutlich hinter der in den übrigen Industrieländern zurück. Für 2012 erwartet der IWF hier einen Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,3 %; im Vorjahr konnte die Region noch um 1,4 % zulegen. Innerhalb Westeuropas verlief die konjunkturelle Entwicklung recht heterogen. Die deutsche Wirtschaft konnte dabei erneut eine Vorreiterrolle einnehmen, geriet aber zunehmend unter Druck des schwachen Umfelds. Nach dem kräftigen Anstieg der Wirtschaftsleistung 2011 um 3,1 % wuchs die hiesige Wirtschaft in 2012 mit deutlich geringerer Dynamik um 0,9 %. Im Schlussquartal 2011 ging das deutsche Bruttoinlandsprodukt laut Angaben des Statistischen Bundesamts im Vergleich zum Vorquartal um 0,1 % zurück. Anschließend nahm die Wirtschaftsleistung 2012 im ersten Quartal um 0,5 %, im zweiten um 0,3 % und im dritten um 0,2 % zu. Wachstumstreiber waren dabei die exportorientierten Industriezweige, die von einer starken außereuropäischen Auslandsnachfrage profitierten. Zuletzt schwächte sich die Nachfrage nach deutschen Industrieerzeugnissen jedoch auch außerhalb des Euroraums spürbar ab. Positiv wirkte auch die Entwicklung der Konsumausgaben. Der Umsatz im Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln war von Januar bis September 2012 jedoch real um 0,2 % rückläufig. Während der Internet- und Versandhandel um 1,8 % zulegen konnte, entwickelten sich die Geschäfte im sogenannten sonstigen Einzelhandel mit Waren verschiedener Art (z. B. Waren- und Kaufhäuser) um 2,5 % schlechter. 2.2 Branchenentwicklung Der globale IT-Markt entwickelte sich in den Jahren 2011 und 2012 insgesamt positiv. In seinem "ICT Market Report 2012/13" erwartet das European Information Technology Observatory (EITO) für 2012 ein Wachstum der weltweiten IT-Umsätze um 5 %. Das Wachstum wird dabei im Wesentlichen in den Schwellenländern gesehen, während Westeuropa die Region mit dem niedrigsten Wachstum darstellt. Für den deutschen IT-Markt sieht der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM) das Wachstum in 2012 bei 2,3 % (2011: 3,1 %). Dabei wird der Softwaremarkt mit einem Plus von 4,4 % (2011: 4,9 %) etwas stärker gesehen als der Gesamtmarkt. Zu berücksichtigen ist, dass der Markt für Konsumentensoftware nur etwa 15 % des Softwaremarktes ausmacht. Der Markt für Multimediasoftware macht hiervon wiederum nur einen kleinen Teil aus und unterliegt speziellen Einflüssen. Ein wesentlicher Faktor ist etwa die Entwicklung des PC-Markts für Konsumenten. Dem Marktforschungsunternehmen Gartner zufolge gab es auf dem weltweiten PC-Markt im dritten Quartal 2012 zum siebten Mal in Folge kein oder nur ein geringes Wachstum. Speziell in Westeuropa war die Nachfrage nach PCs in allen Ländern erheblich schwächer als im Vorjahr. Dabei zeigten sich insbesondere die Konsumenten zurückhaltend; zum einen lag ihr Interesse verstärkt bei anderen Geräten, wie Smartphones und Tablets, zum anderen warteten viele Konsumenten im Hinblick auf PC-Neuanschaffungen auf die Veröffentlichung des neuen Betriebssystems Microsoft Windows 8. 3. Geschäftsverlauf3.1 Ertragslage Umsatz Der Umsatz lag mit EUR 27,9 Mio. um EUR 22,5 Mio. über dem Vorjahresniveau. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Vorjahresumsätze von EUR 5,4 Mio. im Wesentlichen durch die Software-Entwicklung für Konzerngesellschaften erzielt wurden. Umsatz nach Geschäftsbereichen Im Folgenden wird die Entwicklung der mit dem operativen Geschäft von der MAGIX AG übernommenen Geschäftsbereiche B2C indirect, B2C direct und B2B sowie der Umsätze mit assoziierten Unternehmen erörtert. Mit letzteren erzielte MAGIX einen Umsatz in Höhe von EUR 2,9 Mio. Dies entspricht einem Anteil am Unternehmensumsatz von 10 %. Umsätze, die MAGIX mit Konsumenten indirekt über Einzel- und Internethändler erzielt, werden dem Bereich B2C indirect zugerechnet. Der Bereich kam 2011/2012 auf EUR 10,2 Mio. Diese entspricht einem Umsatzanteil von 37 %. Der Bereich B2C direct generiert seine Umsätze dagegen direkt mit Konsumenten über unternehmenseigene Webseiten, wie www.magix.com, über welche die komplette Bandbreite der MAGIX-Produkte im Internet vertrieben wird. Mit einem Umsatzanteil von 46 % kam der Direktbereich auf EUR 12,9 Mio. Im dritten Geschäftsbereich, dem B2B-Bereich, generiert MAGIX Umsätze mit Geschäftskunden. Hierzu gehören Hardwarehersteller (OEM), die ihre Produkte im Paket mit Software von MAGIX vertreiben, genauso wie gewerbliche Anwender der professionellen Software von MAGIX. Mit einem Umsatzanteil von 7 % bzw. EUR 1,9 Mio. ist der B2B-Bereich vergleichsweise klein. Umsatz nach Regionen Im Folgenden wird die Umsatzentwicklung der Regionen Inland und Ausland erörtert. Die Umsatzverteilung war regional recht unterschiedlich. Nachdem der Umsatz im Vorjahr in Höhe von EUR 5,4 Mio. ausschließlich im Inland generiert wurde, kam diese Region 2011/2012 auf EUR 17,3 Mio. Im Ausland wurden dagegen Umsätze in Höhe von EUR 10,6 Mio. generiert (Vorjahr keine). Bruttomarge Die Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen beliefen sich auf EUR 7,2 Mio. Im Vorjahr waren keine angefallen. Das Bruttoergebnis vom Umsatz stieg von EUR 5,4 Mio. auf EUR 20,7 Mio. Damit lag die Bruttomarge bei 74 %. Neben fremdbezogenen Hardwarekomponenten, die zusammen mit der Software von MAGIX in Produktpaketen wie MAGIX Retten Sie Ihre Schallplatten & Kassetten! oder MAGIX Retten Sie Ihre Videokassetten! enthalten sind, beinhalten die Umsatzkosten im Wesentlichen Materialkosten für die Verpackung sowie eventuell anfallende Drittlizenzen insbesondere für sogenannte Codecs. Hierbei handelt es sich um Standardmedienformate wie beispielsweise das MP3-Format. Da es nicht sinnvoll ist, solche Standards selbst zu entwickeln, werden für deren Verwendung Lizenzgebühren entrichtet. Alle anderen Produktionsschritte werden von MAGIX durchgeführt, so dass keine gesonderten Umsatzkosten anfallen. Kostenstruktur Die operativen Kosten und Abschreibungen stiegen im Geschäftsjahr 2011/2012 von EUR 5,4 Mio. auf EUR 15,5 Mio. Während im Vorjahr die Kosten hauptsächlich für Forschung und Entwicklung entstanden, waren sie in der Berichtsperiode wie folgt verteilt: Vertriebskosten in Höhe von EUR 10,6 Mio., Verwaltungskosten in Höhe von EUR 1,0 Mio. sowie Forschungs- und Entwicklungskosten in Höhe von EUR 7,8 Mio. Ferner erzielte die Gesellschaft sonstige betriebliche Erträge in Höhe von EUR 4,2 Mio. Dabei spielten Erträge aus der Herabsetzung von Rückstellungen die Hauptrolle. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich auf EUR 0,3 Mio. Ergebnisentwicklung Das Ergebnis vor Zinsen, Erträgen und Aufwendungen aus Gewinnabführungsverträgen und Steuern lag mit EUR 5,2 Mio. aufgrund des positiven Ergebnisses des übertragenen operativen Geschäfts deutlich über dem Vorjahreswert von TEUR 45. Da das Finanzergebnis neutral war, wurde ein Ergebnis in Höhe von EUR 5,2 Mio. an die MAGIX AG abgeführt. 3.2 Finanz- und Vermögenslage Bilanz Die Bilanzsumme lag zum Bilanzstichtag mit EUR 24,0 Mio. deutlich über dem Vorjahreswert von EUR 2,9 Mio. Wesentlichen Einfluss hierauf hatte die Übernahme des operativen Geschäfts der MAGIX AG durch die Gesellschaft. Hierbei wurden zum 1. Oktober 2011 Aktiva in Höhe von EUR 22,2 Mio. und Passiva in Höhe von EUR 9,7 Mio. übernommen. Der Differenzbetrag von EUR 12,5 Mio. erhöhte als Sacheinlage der MAGIX AG das Eigenkapital der Gesellschaft, welches daraufhin von EUR 2,3 Mio. auf EUR 14,9 Mio. anstieg. Der Gewinn in Höhe von EUR 5,2 Mio. wurde aufgrund des Gewinnabführungsvertrages mit der MAGIX AG in die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin, der MAGIX AG, eingestellt. Die Eigenkapitalquote der Gesellschaft sank im Vergleich zum Vorjahr von 81 % auf 62 %. Die Rückstellungen stiegen um EUR 3,4 Mio. auf EUR 3,6 Mio. Dabei handelt es sich überwiegend um sonstige Rückstellungen für Retouren, Lizenzgebühren, Kundenboni und Marketingkosten. Die Verbindlichkeiten nahmen um EUR 5,0 Mio. auf EUR 5,4 Mio. zu. Darunter bilden die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen die größte Position. Nähere Angaben zur Entwicklung der Rückstellungen und Verbindlichkeiten sind dem Anhang zu entnehmen. Auf der Vermögensseite wurde das Anlagevermögen von EUR 0,3 Mio. auf EUR 9,9 Mio. vergrößert. Immaterielle Vermögensgegenstände nahmen dabei um EUR 8,7 Mio. auf EUR 9,0 Mio. zu, das Sachanlagevermögen stieg um EUR 0,5 Mio. auf EUR 0,5 Mio. Ferner wurden im Zuge der Ausgliederung Finanzanlagen in Höhe von EUR 0,4 Mio. übernommen. Hierbei handelt es sich um die Anteile an den verbundenen Unternehmen. Das Umlaufvermögen stieg ebenfalls deutlich von EUR 2,5 Mio. auf EUR 13,9 Mio. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 6,9 Mio. (Vorjahr: keine) sowie um Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 5,7 Mio. (Vorjahr EUR 2,5 Mio.). Forschung & Entwicklung Die von MAGIX entwickelten Produkte decken in den Bereichen Musik, Video, Foto, Grafik und Web die komplette Bandbreite von Gratissoftware bis hin zu High-End-Lösungen für professionelle Anwender ab. Neu hinzugekommen sind zuletzt mobile Applikationen (Apps) sowie Produkte für das Apple-Betriebssystem Mac OS. Das Spektrum der Forschungs- und Entwicklungsthemen im Geschäftsjahr 2011/2012 war dementsprechend breit gefächert. Dem stark wachsenden Markt für Smartphones und Tablet-Computern wurde mit der Entwicklung von Applikationen für die Betriebssysteme, wie Android, Windows 8 und iOS, die insbesondere auf mobilen Endgeräten laufen, Rechnung getragen. Diese erschließen dem Konzern neue Anwendungsgebiete und Kundengruppen. Mit MAGIX Retten Sie Ihre Videokassetten! und MAGIX Audio Cleaner Pro wurden 2011/2012 zwei neue Produkte für das Apple-Betriebssystem Mac OS entwickelt. Zusammen mit dem MAGIX Digital DJ verfügt MAGIX damit auch auf dieser weiter an Bedeutung gewinnenden Plattform über ein angemessenes wie konkurrenzfähiges Produktportfolio. Erneuter Entwicklungsschwerpunkt, der sämtliche Konsumentenprodukte von MAGIX umfasst, war die Vereinfachung der Bedienbarkeit sowie der Austauschbarkeit von Medien zwischen den Produkten sowie mit dem Internet. Mit den neuen Produktversionen können Fotos, Videos, Musik und andere Daten noch einfacher ausgetauscht, im Internet präsentiert, in einem CloudSpeicher gesichert und von dort wieder abgerufen werden. Zusammenfassend sind von den Entwicklungen des abgelaufenen Geschäftsjahres neben den Folgeversionen aller etablierten Titel folgende Neu-und Weiterentwicklungen besonders hervorzuheben: Mobile Applikationen:
Softwareprodukte:
Mitarbeiter Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 3 Geschäftsführer, 145 Angestellte und 26 Auszubildende. Der Personalaufwand betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr EUR 9,4 Mio. Unternehmensstruktur Der Hauptsitz der MAGIX Software GmbH ist in Berlin. Das Logistikzentrum befindet sich in Lübbecke/Nordrhein-Westfalen, das Forschungszentrum ist in Dresden. International hat die MAGIX Software GmbH Tochtergesellschaften und Niederlassungen in den USA, Kanada, Taiwan, Großbritannien, Frankreich, Italien, Spanien und den Niederlanden. Die nachfolgende Übersicht zeigt die Tochtergesellschaften am 30. September 2012:
4. NachtragsberichtIm Zeitraum zwischen Bilanzstichtag und Aufstellung des Jahresabschluss und Lageberichts kam es zu keinen Ereignissen. 5. Chancen- und Risikobericht5.1 Risikomanagement Die Märkte für Softwareprodukte und Internetdienstleistungen sind einem raschen Wandel von Technologien und Industriestandards unterworfen. Der Erfolg von MAGIX hängt daher davon ab, neue Trends und Entwicklungen vorauszusehen, die sich daraus ergebenden Chancen und Risiken zu bewerten und darauf basierend, bestehende Produkte laufend zu verbessern und neue Produkte rechtzeitig zu entwickeln und einzuführen. Das Risikomanagementsystem beinhaltet die Gesamtheit aller organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Risikoerkennung und zum Umgang mit den Risiken unternehmerischer Betätigung. Es ist darauf ausgerichtet, Risiken systematisch zu erfassen, um geeignete Maßnahmen zur Vermeidung bzw. Reduzierung der möglichen Risiken einzuleiten. Die einzelnen Bereiche des Risikomanagementsystems werden auf Ebene der Geschäftsführer zusammengeführt und dort fortlaufend überwacht. Die Geschäftsführung wird regelmäßig über die Ereignisse und Ergebnisse informiert. Das System wird ständig überprüft, erweitert und an die Entwicklung des Unternehmens angepasst. Insbesondere werden regelmäßig die eingeleiteten Maßnahmen dahingehend überprüft, ob sie die entsprechenden Risiken kontrollieren bzw. vermeiden. Innerhalb des Risikomanagements werden insbesondere folgende Maßnahmen bei strategischen Entscheidungsprozessen durchgeführt:
5.2 Chancenmanagement MAGIX agiert in einem dynamischen Marktumfeld, in welchem sich für das Unternehmen fortwährend neue Chancen ergeben. Diese systematisch zu erkennen, zu bewerten und zu nutzen und dabei Risiken zu vermeiden bzw. zu minimieren, ist ein wichtiger Faktor für das nachhaltige Unternehmenswachstum. Um ein erfolgreiches Chancenmanagement zu ermöglichen, zieht die Unternehmensführung Markt- und Wettbewerbsanalysen heran und befasst sich mit der Ausrichtung des Produktportfolios, den Kostentreibern sowie den kritischen Erfolgsfaktoren der Branche. Daraus werden konkrete Marktchancen abgeleitet, welche der Vorstand im Rahmen der Geschäftsplanung mit dem operativen Management abstimmt. Grundsätzlich strebt MAG IX ein ausgewogenes Verhältnis von Chancen und Risiken an. Im Hinblick auf konkrete Chancen, die sich MAGIX gegenwärtig bieten, sei auf die im Prognosebericht erörterte Strategie verwiesen. 5.3 Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess Die MAGIX Software GmbH verfügt im Hinblick auf die Rechnungslegungsprozesse über ein wirksames Kontroll- und Risikomanagementsystem, da sie in das Kontroll- und Risikomanagementsystem der Konzernobergesellschaft, der MAGIX AG, integriert ist. Eine Legaldefinition des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess (einschließlich Konzernrechnungslegungsprozess) existiert nicht. Bei MAGIX wird das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem als umfassendes System verstanden, wie es das Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e. V., Düsseldorf, zum rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystem (IDW PS 261 Tz. 19 f.) und zum Risikomanagementsystem (IDW PS 340, Tz. 4) definiert hat. Unter einem internen Kontrollsystem werden danach die vom Management im Unternehmen eingeführten Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen verstanden, die gerichtet sind auf die organisatorische Umsetzung der Entscheidungen des Managements zur Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit (hierzu gehört auch der Schutz des Vermögens, einschließlich der Verhinderung und Aufdeckung von Vermögensschädigungen), zur Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sowie zur Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen rechtlichen Vorschriften. Im Hinblick auf die Rechnungslegungsprozesse sind in der MAGIX Software GmbH folgende Strukturen und Prozesse implementiert: Die Geschäftsführung trägt die Gesamtverantwortung für das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf die Rechnungslegungsprozesse. Über eine festgelegte Berichtsorganisation sind alle in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften in das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem eingebunden. Die Grundsätze, die Aufbau- und Ablauforganisation sowie die Prozesse des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems werden durch Organisationsanweisungen kommuniziert und in regelmäßigen Abständen an aktuelle Entwicklungen angepasst. Im Hinblick auf die Rechnungslegungsprozesse der MAGIX AG, welche auch für die MAGIX Software gelten, werden solche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems als wesentlich erachtet, die die Gesamtaussage des Jahresabschlusses einschließlich Lagebericht maßgeblich beeinflussen können. Dies sind insbesondere die folgenden Elemente:
Die Steuerung des Unternehmens erfolgt anhand wesentlicher Kennzahlen, die geplant und deren Entwicklung im Geschäftsverlauf fortlaufend gemessen werden. Dabei handelt es um die Umsatzentwicklung je Geschäftsbereich und Region sowie die Entwicklung des EBIT. 5.4 Einzelrisiken Risiken der Geschäftstätigkeit Die Entwicklung der Geschäftstätigkeit des Unternehmens ist abhängig von der allgemeinen Entwicklung des Marktes für multimediale Kommunikation. Dessen Wachstum wird wesentlich von technologischen und wirtschaftlichen Faktoren gefördert, die sich einer Kontrolle durch das Unternehmen entziehen. Der Markt ist vergleichsweise jung, was eine zuverlässige Beurteilung zukünftiger Entwicklungen erschwert. Hinzu kommt, dass das Marktumfeld einer hohen Dynamik unterliegt. MAGIX investiert kontinuierlich in neue Produkte und Dienste, ein breites Angebotsportfolio sowie in die Erschließung neuer Kundengruppen und geographischer Märkte. Die Abhängigkeit von Entwicklungen in Teilbereichen des Marktes wird durch diese breit angelegten Aktivitäten in allen bestehenden Segmenten minimiert. Es ist jedoch zu erwarten, dass der europäische Markt und insbesondere der deutschsprachige Raum in den Geschäftsjahren 2012/2013 und 2013/2014 weiterhin den weit überwiegenden Teil der Umsätze auf sich vereinigen wird. Unabhängig davon hängt die Ertragslage von MAGIX wesentlich vom Markterfolg der neuen Produkte sowie der Beherrschung sich neu entwickelnder Technologien ab. Wettbewerbsrisiken Der für MAGIX relevante Markt für multimediale Kommunikation ist von globalem Wettbewerb geprägt, der weiter zunehmen wird. Einige der derzeitigen und potenziellen Wettbewerber der MAGIX Software GmbH verfügen dabei über umfangreichere finanzielle, technologische und personelle Ressourcen sowie eine größere Reichweite oder mehr Nutzer. Teilweise sind sie bei einzelnen Produkten in bestimmten ausländischen Märkten besser positioniert. Ein vergleichbar breites Portfolio wie das der MAGIX Software GmbH ist bei Wettbewerbern jedoch nicht zu finden. Das Risiko, dass ein Anbieter mittelfristig eine ähnlich umfassende Produktpalette zur Wettbewerbsreife bringen wird, ist als relativ gering einzuschätzen. Rechtliche und Lizenzrisiken MAGIX ist bei Entwicklung und Vertrieb von den jeweils geltenden rechtlichen Rahmenbedingungen abhängig. Eine Änderung dieser Rahmenbedingungen kann für das Unternehmen zu erheblichen Nachteilen führen. Derzeit ist eine solche Änderung nicht erkennbar. Aufgrund des globalen Marktes besteht die Möglichkeit, dass die MAGIX Software GmbH mit ihren Entwicklungen unwissentlich das geistige Eigentum Dritter verletzt. Mit Hilfe einer umfangreichen Überprüfung der eigenen Produkte durch die Rechtsabteilung hat das Unternehmen die möglichen Schritte unternommen, um dieses Risiko zu minimieren. Personelle Risiken Die Produkte und Dienstleistungen der MAGIX Software GmbH erfordern entsprechend qualifizierte Mitarbeiter in den Bereichen F&E und Vertrieb. Ohne einen entsprechenden Personalstamm können die strategischen und wirtschaftlichen Ziele von MAGIX möglicherweise nicht erreicht werden. Finanzwirtschaftliche Risiken Das Unternehmen ist Ausfallrisiken bezogen auf Kundenforderungen sowie Währungsrisiken ausgesetzt. Zur Absicherung von Ausfallrisiken hat die Gesellschaft eine Warenkreditversicherung abgeschlossen. Zur Absicherung von Währungsrisiken werden keine Sicherungsinstrumente eingesetzt. Zinsänderungsrisiken ist die Gesellschaft nur in sehr geringfügigem Umfang ausgesetzt, so dass auch zur Absicherung dieses Risikos keine Sicherungsinstrumente eingesetzt werden. Gesamtrisiko Der Ausbau und die Internationalisierung des Geschäfts führen unweigerlich zu einer Erhöhung der unternehmerischen Risiken. Die Vergangenheit hat jedoch gezeigt, dass die Erweiterung des Geschäftsmodells das Unternehmen stets gestärkt hat. Letztlich minimiert eine breite Aufstellung die Abhängigkeit des Unternehmens von einzelnen Märkten und Produkten womit diese Aktivitäten zu einer Reduzierung des Gesamtrisikos beitragen. Die Risikolage des Unternehmens ist stabil. Innerhalb des Berichtszeitraums haben die dargestellten Risiken weder einzeln noch in ihrer Gesamtheit den festgelegten Schwellenwert eines bestandsgefährdenden Risikos erreicht. 6. Prognosebericht6.1 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Gesamtwirtschaft Im Laufe des Geschäftsjahres 2011/2012 hat sich das globale Wirtschaftsklima im Zuge der Euro-Krise weiter eingetrübt. Nach einem Wachstum in 2011 um 3,8 % erwartete der Internationale Währungsfonds (IWF) im Oktober 2012 ein Wachstum der Weltwirtschaftsleistung um 3,3 % in 2012 bzw. um 3,6 % in 2013. Die Wachstumsraten liegen dabei in den Schwellenländern bei 5,3 % bzw. 5,6 %, während sie für die Industrienationen mit 1,3 % und 1,5 % deutlich niedriger angegeben werden. In Westeuropa rechnet der IWF erst in 2013 wieder mit leichtem Wachstum von 0,4 %, nachdem für 2012 ein Rückgang um 0,3 % prognostiziert wird. In Deutschland soll das Wachstum etwas höher, aber dennoch unter dem Durchschnitt der Industrieländer, bei 0,9 % in 2012 und 2013 liegen. Der "Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung" sieht in seinem Jahresgutachten 2012/2013 mit 0,8 % ähnliche Wachstumsraten für 2012 und 2013 voraus. Dabei erachtet der Sachverständigenrat die Lage auf dem deutschen Arbeitsmarkte als weiterhin günstig, obzwar er seine Dynamik weitgehend verloren hat. Die Arbeitslosenquote soll demnach von 6,8 % in 2012 auf 6,9 % in 2013 steigen. Für die privaten Konsumausgaben werden Wachstumsraten von 0,9 % in 2012 auf 0,8 % in 2013 erwartet, wobei in beiden Jahren mit einem Anziehen der Verbraucherpreise um 2,0 % gerechnet wird. Branche Für 2012 und 2013 ist mit einem Wachstum des weltweiten IT-Markts im mittleren einstelligen Bereich zu rechnen. Überdurchschnittlich zulegen wird dabei insbesondere der Verkauf mobiler Hardware (Smartphones und Tablet-Computer), während der PC-Absatz nur verhalten wachsen wird. Regional betrachtet werden große Schwellenländer, wie China, Russland, Indien und Brasilien, weiterhin deutlich höhere Wachstumsraten als Industrienationen realisieren. Insbesondere in Westeuropa wird der Markt nur moderat wachsen. Es zeichnet sich ab, dass sich der deutsche Markt von dieser Entwicklung etwas abkoppeln kann. Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM) sieht das Wachstum des IT-Markts hier bei 2,3 % in 2012 und bei 3,0 % in 2013. Im Marktsegment Software wird der Anstieg mit 4,4 % in 2012 und 5,1 % in 2013 noch etwas höher gesehen. Zu berücksichtigen ist, dass der Markt für Konsumentensoftware nur etwa 15 % des Softwaremarktes ausmacht. Der Markt für Multimediasoftware macht hiervon wiederum nur einen kleinen Teil aus und unterliegt speziellen Einflüssen. Deshalb lässt sich sein Prognosewert nicht ohne weiteres aus dem des Softwaremarktsegments ableiten. Ein wesentlicher Faktor ist etwa die Entwicklung des PC-Markts für Konsumenten. Für 2012 erwartet der BITKOM einen Rückgang der Umsätze in Deutschland für PCs um 0,7 % sowie für Notebooks und Netbooks um 2,2 %. Für Westeuropa ist in 2012 damit zu rechnen, dass der Markt insgesamt noch deutlicher zurückgeht. Für das Folgejahr wird dagegen mit einer leichten Erholung gerechnet. Ein wichtiger Faktor hierfür ist, ob die Veröffentlichung des neuen Betriebssystems Microsoft Windows 8 den erwarteten neuen Schwung in den PC- und PC-Softwaremarkt bringen wird. 6.2 Strategie der MAGIX Software GmbH MAGIX wird von der Vision "360° Multimedia" auf klarem Kurs gehalten. Ziel des Unternehmens ist es, Privat- und Geschäftskunden eine Rundumlösung für digitale Inhalte aus einer Hand zur Verfügung zu stellen. Um die Bedürfnisse der Kunden antizipieren, wecken, ansprechen und letztlich befriedigen zu können, ist Innovation ein fest verankerter Bestandteil der Unternehmenskultur von MAGIX. Individuelle Neugierde, gemeinsamer Forscherdrang und eine für Neues offene Umgebung lassen MAGIX mit innovativen Produkten, Diensten und Prozessen immer wieder Maßstäbe setzen. Die von dieser Vision getriebene Strategie orientiert sich in erster Linie an den Kundengruppen: den Konsumenten (B2C) und Geschäftskunden (B2B). Aufgrund der maßgeblichen Bedeutung des Konsumentengeschäfts gliedert sich die B2C-Strategie den Geschäftsbereichen folgend in die beiden Schlagrichtungen B2C direct und B2C indirect. Im Folgenden soll auf die Unternehmensstrategie in den Bereichen B2C (indirect und direct) und B2B sowie auf die sich hieraus ergebenden Chancen und Risiken eingegangen werden. B2C Um dem Führungsanspruch im Konsumentenbereich gerecht zu werden, werden die sich ändernden Kundenwünsche durch die konsequente Verbesserung bestehender und die Entwicklung neuer Produkte berücksichtigt. Neuentwicklungen erfolgen bei MAGIX nicht um ihrer selbst willen, sondern strikt marktgetrieben. Hierfür liefern das Kundenforum www.magix.info und das Customer-Relation-Management-System * kontinuierlich wichtige neue Informationen für zukünftige Produktentwicklungen. Zur technischen Umsetzung wird die Software von MAGIX auf eine gemeinsame technologische Plattform gestellt - dies gilt bereichsübergreifend für Konsumenten- und Geschäftskundensoftware. Dadurch werden Innovationen schnell und universell verfügbar: Sie werden zeitnah und reibungslos von einem Produkt auf andere übertragbar. Videoprodukte können so z. B. von Neuerungen im Audiobereich profitieren und umgekehrt. Zugleich werden durch die Kombination innovativer Technologien gänzlich neue Produkte schnell zur Marktreife gebracht. Die Bandbreite des Produktportfolios von MAGIX mit Foto-, Audio-, Grafik-, Web- oder Videosoftware ist damit in der Entwicklung nicht als Hemmnis, sondern als Triebfeder zu sehen. Unter den Konsumenten wird MAGIX zunehmend diejenigen ansprechen, denen die bisherigen Anwendungen zu komplex erschienen. Dies kann durch lösungsorientierte Produkte, auf einzelne Konsumentengruppen ausgerichtete Produkte, wie z. B. speziell für Anfänger konzipierte Lösungen, sowie durch kostenlose Produkte erfolgen. Entscheidend ist, Neukunden mit der für MAGIX üblichen Benutzeroberfläche vertraut zu machen, sie mit der einfachen Handhabung zu begeistern und sie mit den Arbeitsergebnissen zu verblüffen, um sie an die Marke MAGIX zu binden. Flankiert wird dies durch die Einbindung sämtlicher Konsumentenprodukte in das Portal magix.info. Hier erfolgt ein direkter Kontakt mit und zwischen Nutzern, die dort Fragen stellen oder Ergebnisse präsentieren können. Auf diesem Weg wird die Hemmschwelle für die Nutzung von Multimediaprodukten weiter gesenkt und eine stärkere Kundenbindung erreicht. B2C indirect Die Situation im stationären Einzelhandel ist alles in allem als schwierig zu bewerten. Dies gilt in besonderem Maße für den europäischen Einzelhandel. Ferner ist das Wachstumspotenzial hier - speziell im deutschsprachigen Raum - auch aufgrund der dominanten Position von MAGIX begrenzt. Aus diesem Grund rücken neue Absatzmärkte weiter in den Vordergrund. Dem Kaufverhalten sowie der Handelssituation ist regional jeweils marktspezifisch Rechnung zu tragen. Auch die Produkt-, Vertriebs- und Servicestrategien werden entsprechend differenziert ausgerichtet und regelmäßig angepasst. Zukünftig wird der stationäre Einzelhandel noch stärker durch Internethändler ergänzt. Hierzu gehören auch die Internetplattformen, wie Google Play, Windows Store von Microsoft und App Store von Apple, auf denen verstärkt mobile Applikationen von MAGIX, wie Music Maker Jam, vertrieben werden. Diese Applikationen erschließen dem Konzern neue Anwendungsgebiete und Kundengruppen. B2C direct Das Direktgeschäft mit Konsumenten hat sich über die letzten Jahre hinweg als verlässlicher Wachstumsmotor von MAGIX etabliert. Den hier zuletzt erzielten Schwung gilt es zu dynamisieren. Da die komplette Bandbreite der MAGIX-Produkte über die Webseiten des Unternehmens vertrieben wird, profitiert der Bereich B2C direct von den Neu-und Weiterentwicklungen der Konsumentensoftware. Parallel dazu werden die Unternehmenswebseiten mit Hilfe von Internetvideos immer unterhaltsamer und informativer gestaltet. Neue Kunden werden dem Bereich u. a. durch die mobilen Applikationen zugeführt. Außerdem werden die Aktivitäten im Bereich der Onlinewerbung konsequent weiter forciert. Hierfür werden neben der Suchmaschinenoptimierung innovative Onlinemarketingkampagnen entwickelt. Das MAGIX Magazin, ein Onlineratgeber für Probleme des täglichen Lebens mit Technik, bildet hierfür einen wichtigen Baustein. Es holt Nutzer direkt dort ab, wo das Problem entsteht - am Computer - und führt sie direkt zur Lösung -von MAGIX. Mit ihren Produktschulungen, Workshops und zertifizierten Lehrgängen mit Abschlussprüfung richtet sich die MAGIX Akademie ebenfalls sowohl an Anfänger als auch an fortgeschrittene Nutzer. Sie wird zur Verstärkung der Kundenbindung sowie zur Vernetzung der Kunden untereinander eingesetzt und liefert zunehmende Direktumsätze. Dieser positive Trend wird durch den Ausbau der Akademie im In- und Ausland sowie durch gezielte Onlinewerbung verstärkt. B2B Seit der Unternehmensgründung stehen bei MAGIX Lösungen von Profis für Profis im Fokus. Die professionelle Digital Audio Workstation (DAW) Samplitude ist dabei quasi die Urzelle aller weiteren Entwicklungen von MAGIX. In den letzten Jahren wurde begonnen, das Produktportfolio im Bereich professioneller Anwendungen zu erweitern. Heute steht MAGIX im Audiobereich wie auch im Bereich Video für innovative hochperformante Software, die bei Geschäftskunden für höhere Effizienz und zählbaren Erfolg sorgt. Diese Position soll deutlich ausgebaut werden. Im professionellen Audiobereich steht neben der Produktweiterentwicklung insbesondere die Verstärkung der Kundenbeziehungen im Vordergrund. In Deutschland hat MAGIX im Markt für DAW bei den Rundfunkanstalten einen sehr hohen Marktanteil und beabsichtigt, seine Position weiter auszubauen. Im Videobereich spricht MAGIX über die Videoschnittlösung MAGIX Video Pro X eine neue Zielgruppe an. Mit diesem Produkt werden mittlere aber auch kleinere Unternehmen in die Lage versetzt, digitale Inhalte selbst zu erstellen, damit sie ihre Produkte und Dienstleistungen effizient über das Internet kommunizieren können. Da es sich für MAGIX hier um eine neue Zielgruppe handelt, werden geeignete Vermarktungsmaßnahmen weiterentwickelt und dabei einer regelmäßigen Erfolgskontrolle unterzogen sowie gegebenenfalls angepasst. Abhängig vom Erfolg dieser Maßnahmen können sich Verzögerungen bei der Markterschließung ergeben. Beispielsweise werden von der MAGIX Akademie auch Unternehmensschulungen durchgeführt, in denen Fotobearbeitung, Videoschnitt, Musikproduktion oder Webseitengestaltung thematisiert werden. Außerdem wurde mit der Academic Suite ein Produktpaket geschnürt, das Schüler und Studenten - als Entscheidungsträger und Anwender in Unternehmen von morgen - anspricht und mit der professionellen Video-, Bild-und Audiobearbeitung aus dem Hause MAGIX vertraut macht. Neben professionellen Anwendern gehören Hardwarehersteller zu den wichtigsten Geschäftskunden. Zur stärkeren Vermarktung der Software von MAGIX über diesen Kanal dient die Tochtergesellschaft in Taiwan, über welche ein enger Kontakt zu den Herstellern vor Ort aufgebaut wird. Hardwarehersteller sind jedoch zunehmend nur zu Lizenzzahlungen für Softwareprodukte bereit, wenn es sich um Software handelt, welche für die Vermarktung ihrer Produkte als notwendig erachtet wird. Wesentliches Ziel der B2B-Strategie in Bezug auf die Hardwarehersteller ist es daher, MAGIX-Produkte als funktionsbeschränkte kostenlose Versionen mit namhaften Herstellern weltweit zu vermarkten. 6.3 Erwartete Ertragslage Mit der dargestellten strategischen Ausrichtung sowie einer gut gefüllten Produktpipeline sieht sich MAGIX gut aufgestellt. Trotz der äußerst instabilen Lage der Weltwirtschaft und der weiterhin schwierigen Situation im Einzelhandel, fallen die Erwartungen zum Geschäftsverlauf von MAGIX in 2012/2013 und 2013/2014 insgesamt positiv aus. Sofern vom Umfeld keine außerordentlich negativen Impulse ausgehen, was jedoch nicht auszuschließen ist, wird für die Geschäftsjahre 2012/2013 und 2013/2014 wieder Umsatzwachstum erwartet. Vom Bereich B2C indirect werden keine bedeutenden Wachstumsimpulse erwartet. Während der stationäre Handel unverändert schwach eingeschätzt wird, sollen Internethändler und insbesondere Internetplattformen für mobile Applikationen für neue Dynamik sorgen. Im Direktgeschäft (B2C direct) ist Wachstum zu erwarten. Um dies zu erreichen, sollen mit forcierten Onlinemarketingaktivitäten neue Kunden und damit zusätzliche registrierten Nutzer gewonnen werden. Mit ihnen kann MAGIX einen weitgehend planbaren Umsatz generieren. Im B2B-Bereich spricht MAGIX bisher kaum adressierte Kundengruppen, wie z.B. mittlere und kleinere Unternehmen, an. Diese Märkte versprechen ausgesprochen großes Wachstumspotenzial. Zugleich hat sich in der Vergangenheit gezeigt, dass Geschäftskunden wesentlich sensibler auf negative Konjunkturentwicklungen reagieren als Konsumenten. Entsprechend hängt die Geschäftsentwicklung hier neben dem Erfolg der Marketingstrategien in stärkerem Maße von der allgemeinen Wirtschaftsentwicklung ab. Während der Vertrieb von Software an Geschäftskunden höhere Margen als das Konsumentengeschäft verspricht, ist im Vertrieb über Hardwarehersteller (OEM) absehbar, dass die Margen auf niedrigem Niveau verharren. Abschlüsse werden hier unverändert eher zur Erhöhung des Bekanntheitsgrades der Marke MAGIX bzw. zur Steigerung der Zahl registrierter Nutzer und damit letztlich dem Direktgeschäft dienen. Mit Blick auf die Kosten wird eine unveränderte relative Bruttomarge prognostiziert. Die Marketingkosten können aufgrund der weiter wachsenden Bedeutung von Onlinewerbung in zunehmendem Maße an die Umsatzentwicklung angepasst werden. Insgesamt ist mit konstanten operativen Kosten zu rechnen. Während das Unternehmensergebnis in 2012/2013 stärker von der Entwicklung des PC-Marktes abhängt, womit ein Ergebnisrückgang nicht auszuschließen ist, werden die neuen Initiativen, wie etwa die mobilen Applikationen, dazu beitragen, in den Folgejahren wieder substantielles Ergebniswachstum generieren. 6.4 Erwartete Finanzlage Die Finanzlage des Unternehmens ist als überaus solide einzuschätzen. Finanzierungsmaßnahmen sind daher nicht vorgesehen. Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages mit der Muttergesellschaft werden Gewinne entsprechend abgeführt bzw. Fehlbeträge entsprechend ausgeglichen. Für den operativen Cashflow wird eine stabile ergebnisabhängige Entwicklung vorhergesehen. Neben dem Ausbau der technischen Infrastruktur sind zunehmende Investitionstätigkeiten für Softwareentwicklungen beabsichtigt, um MAGIX auch zukünftig in die Lage zu versetzen, die führende Rolle bei sich rasch ändernden Marktverhältnissen verteidigen bzw. ausbauen zu können. Insgesamt ist davon auszugehen, dass sich die Finanzlage des Unternehmens positiv weiterentwickelt. 6.5 Gesamtaussage Für die gegenwärtigen und zukünftigen Herausforderungen sieht sich MAGIX gut gerüstet. Das technologische Know-how, die hervorragende finanzielle Basis, gepaart mit dem profitablen Kerngeschäft werden es MAGIX weiterhin ermöglichen, seine Position im Bereich der Multimedia-Anwendungen gegen harten internationalen Wettbewerb auszubauen. Ferner zeichnen sich auf neuen Märkten, wie dem für mobile Applikationen außerordentlich Chancen ab. Trotz der äußerst instabilen Lage der Weltwirtschaft und der weiterhin schwierigen Situation im Einzelhandel fallen die Umsatzerwartungen für 2012/2013 und 2013/2014 insgesamt positiv aus. Sofern vom Umfeld keine außerordentlich negativen Impulse ausgehen, wird für 2012/2013 und 2013/2014 Umsatzwachstum erwartet. Auf Kostenebene wird eine unverändert starke Bruttomarge erwartet. Zugleich sind konstante operative Kosten geplant. Während in 2012/2013 ein Ergebnisrückgang nicht auszuschließen ist, wird das Konzernergebnis in den Folgejahren deutlicher von den gestarteten Initiativen profitieren und entsprechend wachsen.
Berlin, 19. Dezember 2012 Erhard Rein, Geschäftsführer Tilman Herber, Geschäftsführer Titus Tost, Geschäftsführer |
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